Familien- oder Hausandacht – Morgen und Abend

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Während der Ferienzeit wird der fortlaufende Abschnitt aus der Morgenlese – Lektionar AGB – benutzt: Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

Weitere Hinweisezukünftig!

Mit dem Beginn der Coronazeit begann auch die tägliche Auslegung der Tageslese des Gebetbuches. Danach in der sommerlichen Ferienzeit wurde sie nur noch zweimal wöchentlich veröffentlicht. Diese Kurzauslegung wird in Kürze beendet. Deshalb der Hinweis hier, die gesamte chronologische Jahreslese herunterzuladen und selbst oder als Hausandacht so (in ein oder zwei Jahren) die Heilige Schrift regelmäßig weiter zu lesen.

Als weiteres Angebot zum Download sollen bald die zwei digitalen Gebetbücher (die Sie auch mit festem Einband bestellen können) bereitstehen. Sind Sie an diesem Download interessiert? Die dazu passenden Artikel zum Verständnis werden in unregelmäßigen Abständen später folgen. Bei Interesse für weitere Informationen und Erklärungen zu diesen gottesdienstlichen Büchern, bitte weiter unten „ABBONIEREN“ anklicken.


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Gebet – Psalm 46 (klicken)


Schriftteil und Anstöße zur Lesung

Lesung: 5Mo/Deuteronomium 18 (klicken)

Die Propheten kommen! Aber welchem Propheten sollen wir vertrauen?

Ein Grundanliegen aller Religionen scheint zu sein, den Willen Gottes (eines oder mehrere Götter) zu erfahren und sich in der Gegenwart für die Zukunft sicher zu fühlen und sich darauf einzustellen. Dazu dient das Prophetenamt in Israel, dass grundsätzlich andere Möglichkeiten eröffnet, als durch die okkulten Praktiken der heidnischen Religionen praktiziert wird. Diese außerisraelitischen Handlungen sind Gott ein Gräuel. Deshalb werden diese Völker mit ihren Kulten vertrieben.

Gott dagegen hat sich an seine Propheten gebunden, die seinen klaren Willen durch das zu verstehende Wort deutlich weitergeben. Dieses Prinzip – einen Propheten … will ich dir immer wieder erwecken, – soll nie verändert werden. Mose ist darin das Urbild, dass sich von den falschen Propheten, von denen auch aus den eigenen Reihen gewarnt wird, deutlich abhebt. ER redete im Namen des wahren Gottes Jahwe und alle seine Worte trafen ein. So soll auch jedes zukünftige prophetische Wort und der Geist des Propheten geprüft werden. V 17 weist aber gleichzeitig über das Prinzip vom Urpropheten auf den endzeitlichen Propheten Christus hin. Viele Menschen zurzeit Jesu erkannten diesen und sprachen: „Das ist wahrhaftig der Prophet, der kommen soll“. Auch Petrus verkündet in seinen Predigten (Apg 4,17-26), dass Christus der verheißene Prophet ist, der gehört, dem gehorcht und der segnen wird, alle, die sich zu ihm bekehren. – Gerade in unserer jetzigen Zeit ist es wichtig, die Botschaft und den deutlichen Willen von Christus her zu hören, aber auch zu unterscheiden, ob die sich selbst ernannten Propheten mit Hiobsbotschaften und Verschwörungstheorien okkulte Orakel und eigene Träume weitergeben oder sie in der Linie von Mose auf Christus das verständliche Wort des Willens Gottes weitergeben.


Lesung– Joh 9,1-12 (klicken)

Geöffnete Augen für den Gesandten

Wie schon in Kapitel 8, so auch hier im nachfolgenden Bericht steht der Anspruch Jesu, dass er das Licht der Welt sei. Mit dem nun sechsten Wunder Jesu geht es auch hier um seine Identität, wer er ist und woher er stammt. Am Messiasbekenntnis werden sich alle Geister scheiden. Jesus, das Licht der Welt, heilt einen in tatsächlicher irdischer Dunkelheit stehenden Menschen, der von Geburt an blind ist. Und dies geschieht provokativ auch am Sabbath. Das Anrühren eines Teigs oder Breis, auch ärztliche Handlungen, waren doch an diesem Tag verboten. Diese Heilung brachte die religiösen Gesetzesvertreter auf die Palme. Jesus aber macht durch dieses Heilungswunder klar, dass er über dem Gesetz steht, es richtig auslegt, er der Gesandte, der Prophet, der Messias ist. Denn Jesus sendet den Blinden zu der Teichanlage in Jerusalem mit dem Namen Shiloa, die allegorisch, also sinnbildlich, hebräisch „Schaliach“ auf Jesus „den Gesandten“, hindeutet. Der Geheilte erkennt den Gesandten, bekennt ihn später trotz allem Widerstand der Religion und endgültigem „Kirchenausschluss“ als den von Gott gekommenen Menschensohn. Jesu Identität wird durch den Sehenden deutlich bezeugt. Er ist durch den Glauben zum irdischen und himmlischen Sehen gekommen. – Auch heute wird unser Bekenntnis zum Gottessohn als Retter und Herrn Verwunderung und Scheidung in dieser Welt hervorrufen. Doch dazu sind wir, wenn wir zum Schauen und Glauben gekommen sind, deutlich berufen.

Abschlussgebet

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Morgendliches Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all’ unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.

Oder

Abendliches Gebet um Frieden

O Gott, von Dir kommt alles heilige Verlangen, jeder gute Rat und jede gerechte Tat. Gib uns, Deinen Dienern, den Frieden, den die Welt nicht geben kann, damit unsere Herzen willig sind, Deinen Geboten zu folgen. Befreie uns von der Furcht vor unseren Feinden, damit wir unsere Tage in Ruhe und Frieden verleben können. Durch die Verdienste unseres Heilandes Jesus Christus. Amen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.