1. Juli – Hauskirche

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Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Schriftteil & Homilie/Hinweise

AT– 4. Mose/Numeri 9

https://www.bibleserver.com/EU/4.Mose9

Gebet – Psalm 1+2

https://www.bibleserver.com/LUT/Psalm1

NT – Markus 13,24-37

https://www.bibleserver.com/EU/Markus13%2C24-37


AT – Numeri 9 – Teilnehmer des Volkes Gottes und ihre Verbindlichkeit

Gibt es Gründe, dass das Volk Gottes von festen Satzungen und gebotenen Feiern abweichen kann? Wenn z.B. Menschen durch einschneidende Lebensereignisse – (Tod eines Nahestehenden) oder durch geographische Hinderungsgründe (auf Reisen oder entfernte Arbeitstätigkeit) gehindert werden, an dem Hauptfest der Volksgemeinschaft teilzunehmen, sind sie dann noch Teil des Volkes Gottes?

In Ex 12 wird das Passafest als konstituierendes Fest des Auszugs aus Ägypten und der Rettung Israels für jeden Volksgenossen für alle Zeiten festgesetzt. Somit ist es zuerst ein Zeichen der Volkszugehörigkeit, wenn man es auch feiert. Die Nichtteilnahme an der jährlichen Feier exkommuniziert jedoch alle, die sich dieser Feier verweigern würden. Zweitens ist das Fest mit der Darbringung einer Gabe verbunden, die aus Dankbarkeit für diesen Auszug aus Ägypten und Gottes Schutz dargebracht wird. Durch den Zug des Volkes Gottes durch ihre Welt, ergeben sich immer Umstände und Ereignisse, die sich mit den Satzungen Gottes überschneiden. Diese können unverschuldet oder auch verschuldet eintreten. Bei unverschuldeter Nichtteilnahme gibt Gott durch Mose eine Ersatzlösung. Genau einen Monat danach könnten diejenigen, die nicht am Erlösungsfest teilnehmen konnten, eine kleinere Nach- und Gedenkfeier begehen. Wenn aber ein Israelit aus anderen Gründen nicht an diesem Passa teilnehmen wollte, exkommunizierte er sich damit automatisch. Dann sollte er aus dem Volk ausgerottet – vertrieben oder getötet – werden. Jedoch der Fremdling, der Ausländer in ihrer Mitte, durfte und sollte an diesem Fest teilnehmen, vorausgesetzt, dass er beschnitten war.

Wir lernen daraus, dass es nicht möglich ist, zum Volk Gottes zu gehören und nicht am grundlegenden Fest der Erlösung zur entsprechenden Zeit teilzunehmen. Dabei geht es nicht um die Abgrenzung gegenüber denen (Völkern und Kulturen), die da draußen sind, sondern um die Verbindung und Zugehörigkeit nach innen, zum Kern und zur Bundesverpflichtung. Es ist nicht möglich, sich zum Volk Gottes zu zählen, aber nicht zu den Versammlungen des Herrn zu erscheinen. Es ist nicht möglich, sich als Christ zu bezeichnen und nur für sich geistlich zu leben, hin und wieder eine Meditation zu machen oder sporadisch die Bibel aufzuschlagen. Es ist nicht möglich, zur Kirche Christi, der Versammlung der Gläubigen, gehören zu wollen und gleichzeitig wochen- und monatelang nicht unter die Verkündigung Gottes zu gehen. Es ist auch nicht möglich, Christ zu sein und beständig das Erinnerungsmahl des Herrn zu verpassen. Wer unverschuldet am Tag des Herr, an dem das Erlösungsmahl Jesus gefeiert wird, fehlt, der sollte dies an anderen Tagen, bei nächster Gelegenheit nachholen. Auch christliche Gemeinschaften und Kirchen, die nicht ein regelmäßiges Herrenmahl / Eucharistie anbieten, sollten sich an die Vorgaben des Neuen Testamentes erneut orientieren.

Denn im NT feiert die „Jesusfamilie“ ihr Erlösungsfest. „Denn auch unser Passahlamm ist geopfert, das ist Christus. Darum lasst uns das Fest feiern …mit dem ungesäuerten Teig der Lauterkeit und Wahrheit (1Kor5,7-8). Wann und wie oft feierte die neutestamentliche Bundesgemeinde dieses Erlösungsfest? Am ersten Tag der Woche aber, als wir versammelt waren, das Brot zubrechen. Oder 1Kor 11, 20: Wenn ihr euch versammelt, ist das kein Essen des Herrenmahls. Im Neuen Testament wird vorausgesetzt, dass das Erlösungsfest nicht nur einmal im Jahr, sondern wöchentlich gefeiert wird. Jeder Sonntag ist ein dann kleines Oster- oder Auferstehungsfest des Herrn. Deshalb ergibt sich für jeden wahren Christen, sich an diese Praxis zu erinnern und diese für sich selbst regelmäßig zu praktizieren. Damit zeigt der Christ seine Verbindlichkeit und Zugehörigkeit zum Volk Gottes und zur Kirche Christi.


NT – Markus 13,24-37 – Wachen und sammeln bis zur Wiederkunft

Das Kommen des Menschensohnes, seine zweite Ankunft, wird sich erst nach einer Drangsal-Zeit der Gemeinde ereignen. Diese wird begleitet von weltumfassenden, kosmischen Ereignissen. Das Ziel aller Bedrängnis ist am Ende die Sammlung der Erwählten zum Heil. Dafür muss die Gemeinde wach bleiben und durch ihre Mission dies bis zum Ende unterstützen.

Das Zeichen der Wiederkunft Christi wird mit dem Hinweis auf das Wachstum des Feigenbaums erläutert. Der Feigenbaum steht auch für Israel. Damit könnte auch Israel als Volk und Staat ein wichtiges Zeichen an der Weltenuhr sein. Wiederum steht aber auch der Hinweis auf die damalige nahe Zeit: „Dieses Geschlecht wird nicht vergehen“, was auf die Zerstörung des Tempels und Jerusalems im Jahre 70 hinweisen würde.

Wichtig ist neben dem Achten auf die Zeichen der Endzeit, sich nicht auf Spekulationen über den genauen Zeitpunkt der Wiederkunft einzulassen – wie es in den letzten 150 Jahren viele Irrlehrer und christliche Sekten fälschlicher Weise versuchten – sondern sich auf das wache und verantwortungsvolle Tun der direkten Worte Jesu konzentrieren. Alle bisher berechneten Termine der Wiederkunft Christi einhergehend mit Verschwörungstheorien und Schwärmereien führten dazu, von den eigentlichen Worten und dem Auftrag Christi abzulenken. Denn Jesus gab seiner Kirche den Auftrag in der Zwischenzeit wachsam zu sein und emsig zu arbeiten. In der Gegenwart bis zur Wiederkunft Christi ist die Arbeit der Verkündigung des Evangeliums an alle Völker der Welt vorrangig vor aller Endzeitberechnung oder Beschäftigung mit neuen Propheten- und Apostelbewegungen.

Abschlussgebet

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

Zitat

29. Juni – Apostel Petrus – Gedenktag

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Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf


Tag der Apostel Petrus (und Paulus)

Liturgische Tagesfarbe rot

Tagesspruch:

„Wie willkommen sind auf den Bergen die Schritte des Freudenboten, der Frieden ankündigt, der eine frohe Botschaft bringt und Rettung verheißt, der zu Zion sagt: Dein Gott ist König.“ (Jes 52,7)

Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Schriftteil und Homilie /Anstöße zu den Lesungen

NT– Apg. 12,1-11

https://www.bibleserver.com/EU/Apostelgeschichte12%2C1-11

Gebet – Psalm 96

https://www.bibleserver.com/LUT/Psalm96

NT – Matthäus 16,13-20

https://www.bibleserver.com/EU/Matth%C3%A4us16%2C13-20

Petrus erhält in diesem Abschnitt eine besondere Stellung für die Kirche und ihren Auftrag. Diese Bedeutung wird durch Frage und Antwort erarbeitet. Sie wird danach nicht nur für Petrus, sondern für die Apostelschar, die frühe Jesusgemeinde und die Gesamtkirche Christi festgeschrieben.

Das Wortspiel, das hier vorliegt, gründet sich auf Petrus aramäischen Namen Kephas und griechen Namen Petros – mit gleicher Bedeutung: Fels. Dann folgt: auf diesen „Petra“ will ich meine Ekklesia-meine Kirche- bauen (oiko-domäso). Hier steckt schon vorweggenommen schon alles drin, was sich in Zukunft – mit Apg. 2 Pfingsten und dem Beginn der Kirche Christi – ereignen soll. Über die unterschiedlichen kirchlich-theologischen Auslegungen soll hier nicht im Einzelnen gesprochen werden wie: Hat Petrus die Vorrangstellung, auf den sich die einzig wahre Kirche gründet? Ist es das Petrusbekenntnis (Messiasbekenntnis) auf das sich  zentral die allgemeine Kirche gründet? Ist es die besondere Offenbarung vom Vater im Himmel, der als ewiger Fels im Alten Testament dargestellt (hier als Petra-massives Felsengebirge), auf den sich das neu entstehende Haus Jesu (Oikos) gebaut werden soll?

Doch Petrus bekommt hier eine Vorrangstellung. Diese nimmt er als Apostelsprecher ein, als er das neue Zeitalter des Heilige Geistes und der Kirche Christi einleitete (Apg 2) und das Tor des Evangeliums bei Kornelius (Apg. 10) und darüber hinaus öffnete. Die Bedeutung liegt einmal darin, dass Jesus ihm die Autorität der Schriftauslegung und Entscheidungshoheit in himmlischen Dingen übergibt und damit sie aus der Hoheit der Schriftgelehrten endgültig herausnimmt. Die Entscheidung über den Zugang zum Himmel und das ewige Leben liegt damit im Schlüsselamt, das damit mit Petrus den Aposteln und der Kirche übergeben wird. Dies Vollmacht (Joh 20,21-23) besteht in dem Auftrag, die Sündenvergebung allen zuzusprechen oder auch nicht zuzusprechen. Dieses Schlüsselamt ist damit nicht nur Petrus, sondern allen Aposteln und ihren verantwortlichen Nachfolgern in der gesamten Kirche Christi übertragen worden. Deutlich wird dies noch einmal im Missionsauftrag in Lukas 24,46-48 herausgestellt.

In der Anglikanischen Kirche wird dieser Auftrag wahrgenommen. Man erkennbar dies in der Liturgie gleich am Anfang beim täglichen Gottesdienst im Morgen- und Abendlob. Nach dem Schuldbekenntnis der Gemeinde, weil sie in Gedanken, Worten und Werken weiterhin gesündigt hat, wird stellvertretend durch den Liturgen (Bischof, Pfarrer / Priester) die Vergebung allen wahrhaft bußfertigen und gläubigen Christen verkündigt und zugesprochen.

Abschlussgebete

Tagesgebet

Allmächtiger Gott. Der Du durch Deinen Sohn Jesus Christus Deinen heiligen Apostel Petrus (und Paulus) viele vorzügliche Gaben verliehen und ihm/ihnen ernsthaft befohlen hast, Deine Herde zu weiden. Wir bitten Dich: Gewähre, dass alle Bischöfe und Hirten Dein heiliges Wort gewissenhaft predigen und ihre Gemeinden dasselbe auch willig befolgen, damit sie die Krone der ewigen Herrlichkeit empfangen. Durch Deinen Sohn Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.


Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

Umfangreiche Ausführungen zum Aposteltag:

https://www.heiligenlexikon.de/BiographienP/Petrus.htm

25. Mai – Hauskirche

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Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen nach dem Lektionar der Anglikanischen Kirche i.D. werden an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen unterbrochen. Die gesamte Jahreslesung finden sie hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Schriftteil

AT– 4. Mose /Numeri 4,28-49

https://www.bibleserver.com/EU/4.Mose4%2C28-49

Gebet – Psalm 145

https://www.bibleserver.com/LUT/Psalm146

NT – Markus 12,38-34

https://www.bibleserver.com/EU/Markus12%2C28-34


Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT – Numeri 4 ,29-49 Berufen, um zu dienen und Lasten zu tragen

In Kapitel 3 wurden auf Gottes Anordnung hin alle männlichen Nachkommen Levis ab dem ersten Lebensmonat für den Dienst am Heiligtum gezählt. Es waren insgesamt 22.000 Diener auf die zurückgegriffen werden konnte. Unter den drei Söhnen Levis – Gerson, Kehath und Merari – hatte Merari die geringste Anzahl von Jungen im Alter von einem Jahr. Nun aber wird uns zum Abschluss in K 4 deutlich, dass sie bei erneuter Zählung in dem Altersabschnitt 30-50 die größte Anzahl von dienenden Männer stellen konnten. Sie konnten etwa 500 mehr Männer zum Dienst aufstellen als die anderen Abteilungen der Leviten.

Wir erkennen, dass Gott nach seinem Ratschluss diejenigen aussondert, die am Ende für seinen Dienst auch die meisten und fähigsten Helfer stellen werden. Er gibt für jedem Dienst die Stärke und Helfer für die zu erwartenden Aufgaben. Die Merariter hatten damit genügend Helfer, um das gesamte Gerüst und alle Teile der Zeltkirche zu transportieren. So stellen wir fest, dass für den unterstützenden praktischen Dienst mehr fähige Männer vorhanden waren als für den angeseheneren Dienst im inneren Heiligtum an den heiligen Geräten. Diese Konstellation finden wir im Reich Gottes auch heute noch. Diejenigen, die sich in und für den Dienst in der Welt sozial und missionarisch engagieren, sind mehr als die, die in Amt und Position der Gemeinde- und Kirchenleitung für Gott tätig sind. Und gerade diese Personen sind wichtig, denn ohne sie könnte die soziale und missionarische Arbeit in der Welt gar nicht geleistet werden.

Wir erkennen auch an dieser Stelle das spätere neutestamentliche Prinzip von Epheser 4,1-16. Dort wird auf die Vielfalt der Gaben in der Gemeinde hingewiesen. Sie sollen in einem Geist unter Leitung von Ämtern und Diensten (den Gelenken und Sehnen) für den Aufbau des Körpers der Kirche Christi eingesetzt werden und miteinander im Dienst Christi arbeiten. Dies bedeutet vor allem, die Lasten der christlichen Gemeinschaft und die der Welt zu tragen. Die Gelenke, die diesen Dienst steuern, sind die Ämter: Apostel, Hirten und Lehrer; die Glieder, die den Dienst tun sollen, das sind alle Gläubigen mit ihren Begabungen. Sie sollen zum Dienst und zur Arbeit in Kirche und Welt eingesetzt werden. Der Transport des Heiligtums, die Reise der alten und neuen Kirche Gottes durch diese Welt, ist ein riskantes und abenteuerliches Unternehmen Gottes. Jeder Christ sollte sich damit einbinden lassen und erkennen, zu welchem Dienst und zu welcher Traglast er in dieser Zeit berufen wurde.

NT – Markus 11,27-33 – Die Liebe als Eintritt ins Reich Gottes

Die 10 hebräischen 10 Gebote bestehen aus 613 Buchstaben. Der gesamte Pentateuch soll deshalb durch Schriftgelehrte in 613 Gebote und Verbote eingeteilt worden sein, nämlich in 365 negative und 248 positive. Diese wiederum wurden in wichtiger und unwichtigere Gebote eingeteilt, die mehr oder weniger eingehalten werden sollten. Nun wollten die Pharisäer Jesu Einstellung zum Gesetz herausfinden. Sie hofften ihn als „liberal“ kennzeichnen zu können. Deshalb ihre bestimmte Fragestellung. Jesus antwortet darauf mit dem ersten Satz des täglichen Gebets der Juden: „Höre Israel“, und erweitert dies durch Zitate aus Gottes eigenem Wort (5Mo/Deu 6,4+5), dass Gott Herr allein ist. Daran schließt er gleich das zweitwichtigste Gebot an, das mit der Liebe zu den Mitmenschen zu tun hat (3Mo/Lev 19,18). Damit geht er auf das grundlegende Prinzip ein, von dem aus alle Gebote auszulegen sind. Die aufrichtige Liebe zu Gott und den Menschen ist ein im Leben fixiertes Prinzip, das einander zugeordnet ist und nicht voneinander getrennt werden kann. Der Schriftgelehrt ist aufrichtig und erkennt öffentlich, dass Jesus in Übereinstimmung mit der Schrift lehrt und dass die Gottes- und Nächstenliebe als zentrales Motiv vor jeglichen kultischen äußeren oder Opferhandlungen der Priester steht. Mit dieser Erkenntnis beginnt bei ihm und bei allen Menschen der persönliche Zugang zum Reich und der Herrschaft Gottes im Leben. Damit enden die Streitgespräche auf einem sehr hohen Niveau, friedlich und führen beinahe zur Bekehrung eines ehrlichen Schriftgelehrten.

Haben wir die Liebe Gottes für unser Leben erkannt? Gott hat uns und die Welt so sehr geliebt, dass er seinen Sohn am Kreuz für uns opferte, damit wir das ewige Leben erhalten. Das Opfer hat Er gebracht, aber das Motiv und worauf es ankommt, das ist die Liebe Gottes zu uns. Haben wir diese Liebe erkannt, ergriffen, sind ihr nicht nur nahe, sondern auch in das Reich der Liebe Gottes eingetreten? Wenn dieses so ist, dann werden wir durch die Liebe motiviert, auch persönliche Opfern zu bringen.

Abschlussgebet

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

24. Juni – St. Johannis-Tag

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Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf


Tagesspruch

„Dies ist das Zeugnis Johannes des Täufers: Er muss wachsen, ich aber muss abnehmen.“ (Joh 3,30)


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.


Schriftteil

Lesungen nachfolgend anklicken und im Internet lesen:

AT– Maleachi 3,1-7b+23-24

Gebet – Psalm 113

NT – Lukas 1, 57-80


Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT– Maleachi 3,1-7b +23-24 – Altes Testament endet mit Hinweis auf Johannes und seinen Dienst

Maleachi schenkt uns einen Blick auf den Vorläufer – Boten – von Jesus Christus, auf den Täufer Johannes, der einen ähnlichen Dienst tun soll.

Zu Maleachis Zeit macht das Volk Gott müde, indem es an der Gerechtigkeit Gottes nörgelt und zweifelt. Die Sünden des Volkes (V 5) werden vorgebracht. Es handelt sich um unmoralische und gewalttätigen Leute, denen es auch noch gut geht. Doch der Prophet dreht den Spieß um und sagt zu diesen Nörglern: Kümmert euch nicht um die Unfrommen und Gesetzlosen im Volk Gottes, sondern greift Euch selbst an die Nase. Ihr seid selbst Betrüger, denn ihr liefert nicht den nach dem Gesetz vorgeschriebenen Unterhalt für die Priester ab, wie es (5Mo/Deut14,22ff und 3Mo/Lev27,30) im Gesetz vorgeschrieben ist. Wenn ihr aber eure Hingabe damit bezeugt, dass ihr selbst den Zehnten voll ins Gotteshaus bringt, werde ich die Fülle des Segens auf euch gießen. Dann wird nicht alles wie bisher unter euren Händen zerrinnen und nichts übrigbleibt.

Maleachi spricht zu den vermeintlichen Frommen, weil sie immer noch wie Jakob listige Betrügersöhne sind. Er aber, der gerechte und treue Gott, hat alles unter seiner Kontrolle und wird seinen Heilsplan vollenden. So endet in V3,23-24 das Alte Testament nicht mit einer euphorischen Wohlfühlbotschaft, sondern mit dem Hinweis auf den Propheten Elia zusammen mit Mose (V. 22). Beide sind Zeugen des Gesetzes, Mose als Gesetzgeber, Elia als der furchtlose Prophet, der den Baalspriestern ein Ende macht und das Volk wieder zurück zum Willen Gottes führt.

St. Johannes Ausschnitt aus: Isenheimer Altar – wikipedia

NT – Luk 1,57-80 – Johannes ein brennend Licht, der auf Jesus hinweist.

Die Fortführung der alttestamentlichen Prophezeiung beginnt damit, dass uns eine vorbildliche Priesterfamilie vorgestellt wird, die„untadelig in allen Geboten und Satzungen des Herrn lebte“ (Lu1,7). In diese Familie hinein wird nun Johannes geboren, der auch noch Cousin unseres Herrn wird. Ganz natürlich folgen die Eltern nach seiner Geburt dem Gesetz. Johannes wird am 8. Tag beschnitten und dann erzogen von Kindheit an nach dem Gesetz Gottes. Was wird aus solch einem Kind, wenn unter diesen Bedingungen erzogen wird, geschehen? Die Hand des Herrn wird mit ihm sein!

Zuerst wird uns das Danklied des Zacharias vorgestellt V69-75, dann der prophetische Glückwunsch in V 76-79. (Kammerchor singt)

Dieses Danklied wird uns in der lateinischen Bibel als Benediktus, der Lobgesang des Zacharias, vorgestellt. Dieses Lied soll bestätigen, dass das Ereignis genau mit der prophetischen Weissagung übereinstimmt (Ps 105; 1Sam 2,1ff). Der prophetische Glückwunsch bringt die Beziehung zu Jesus ins Spiel. Johannes soll durch seine Botschaft den Weg des Herrn und seine Erlösung vorbereiten (Mal 3,1+Jes 40,3). Worin besteht sein zentraler Auftrag? Er soll die Herzen der Menschen vorbereiten, dass sie das Heil (durch Jesus) erkennen. Dies geschieht aber nur durch folgende Vorbedingung, der persönlichen Annahme der Sündenvergebung. Indem Johannes das Gesetz als Spiegel den Menschen vorhält, ihnen ihre Sündhaftigkeit aufzeigt, die dann erkannt und bekannt werden kann, öffnet sich erst der Weg zur Erkenntnis des Heils in Jesus Christus. Jesus greift dann diese Botschaft wieder auf, wenn er auf die Buße als Abkehr vom gottlosen Leben hinweist und den nachfolgenden Generationen diesen Akt als Eingangstür zum Heil vorstellt. „Dass gepredigt wird in seinem Namen Buße zur Vergebung der Sünden unter allen Völkern“ (Lu 24,47). Sündenerkenntnis und Buße / Sinnesänderung sind auch heute noch Voraussetzung für den wahren Glauben an Christus und die Annahme seines Heils (Apg 2,38; 5,31-35). Johannes ist Vorbild für alle nachfolgenden Evangelisten. Er war ein brennendes und strahlendes Licht (Joh 5,35), das in der Dunkelheit auf das Heil in Christus leuchtet.

Benedictus in English mit Gitarre

Abschlussgebet

Tagesgebet zum Johannistag

Allmächtiger Gott. Durch Deine Vorsehung wurde Dein Knecht Johannes der Täufer – von Wundern begleitet – geboren und dazu gesandt, den Weg Deines Sohnes durch die Predigt der Buße zu bereiten. Lass uns seiner Lehre und seinem geheiligten Leben folgen, sodass wir wahrhaftig Buße tun, wie er gepredigt hat, und nach seinem Beispiel immerzu die Wahrheit sprechen, Böses mutig beim Namen nennen und um der Wahrheit willen auch geduldig leiden. Durch Deinen Sohn Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

23. Juni – Hauskirche

Hervorgehoben

Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Schriftteil

AT– 4. Mose /Numeri 4

https://www.bibleserver.com/EU/4.Mose4%2C1-28

Gebet – Psalm 145

https://www.bibleserver.com/LUT/Psalm145

NT – Markus 12,18-27

https://www.bibleserver.com/EU/Markus12%2C18-27


Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT – Numeri 4 –Dienst und spezielle Aufträge für die wandernde Kirche

Von der Abstammung her wurden die Leviten bereits mit dem ersten Lebensmonat gezählt, aber im Bezug auf das Amt und Dienst erst mit 30 Jahren erneut gezählt. Später in Kapitel 8,24 wird der Beginn ihres Dienstes auf 25 Jahre herabgesetzt und bei König David (1Chr 23,24-32) sogar auf 20 Jahre. Dies mag deshalb so gewesen sein, weil sie zuerst ein Praktikum oder eine Leviten-Lehre (learning by doing) durchlaufen mussten, bis sie volle Verantwortung erhielten. Gewöhnlich wird der Unterschied so beschrieben, dass die Leviten, die einen niedrigeren praktischen Dienst taten, ihr Amt mit einem jüngeren Alter begannen. Diejenigen aber, die offiziell zum Priesteramt eingesetzt wurden, erst mit 30 Jahren.

So begannen auch Johannes der Täufer, ein Priestersohn, und Jesus selbst erst in diesem Alter ihr Amt und ihren Dienst. Luk 3,23 Und Jesus war ungefähr 30 Jahre alt, als er begann.

Dieses Alter markiert den Lebensabschnitt eines Mannes, der die Jugendkrisenzeit hinter sich gebracht hat und zur vollen Reife und Verantwortung gekommen ist. Dieser Dienst, der mit großer Verantwortung am Heiligtum verbunden war, soll nur bis zum 50sten Lebensjahr ausgeführt werden. Danach wird jedoch ohne offizielle Verantwortung auf weitere Mithilfe im und um das Heiligtum gezählt.

Die Dienste am Heiligtum werden für jede Leviten-Abteilung besonders mit allen Einzelheiten hier beschrieben. Beim Aufbruch und Wegzug an einen anderen Ort musste das gesamte Heiligtum abgebaut, transportiert und dann erneut aufgebaut werden.

Bild: http://www.normcast.de – Kirche zieht um

Der Hohepriester Aaron ging zuerst (allein oder mit Söhnen) hinein und bedeckte im Allerheiligsten alle Gegenstände, die die unmittelbare Gegenwart Gottes darstellen und von niemandem wegen Todesgefahr angeschaut werden durfte, mit verschiedenfarbigen Decken oder Teppichen.

Danach verpackte die Abteilung der Kahathiter ordnungsgemäß alle Geräte im Bereich des Heiligen mit unterschiedlich gefärbten Stoffen und Decken, die alle symbolische Bedeutung hatten und trugen sie hinaus. Dann folgte die Abteilung der Gersoniter, um die äußere Verkleidung des Bundeszeltes, bestehend aus verschiedenfarbigen kräftigen Schichten und Materialien, abzubauen. Sie entfernten den äußeren Schutz, die inneren Gehänge und Teppiche von dem hölzernen Zeltgerüst. Zum Schluss wurde die Abteilung der Merariter aufgeboten, die die umfangreichste Last, das ganze Zeltgerippe und die Außenabgrenzung mit allen Streben, Stützen und Seilen abtransportieren mussten. Dazu gab es aber Wagen.

Für den Dienst in der Kirche Christi, im Heiligtum um die Botschaft des Evangeliums und der Erlösung, werden viele Menschen mit unterschiedlichen Begabungen und Fähigkeiten benötigt, für den Transport der Kirche durch eine krisenhafte Zeit, zum Abbau und Neuaufbau.

Es werden zuerst berufenen Menschen gebraucht, die sich um den innersten Dienst des Geheimnisses Christi sorgen. Es werden verantwortliche Diener benötigt, die sich um die Bedeutung der Erlösung kümmern, um „Zudeckung und Aufdeckung“, damit ein persönliches Verständnis und die Anwendung im Leben der Gläubigen entstehen.

Weiter werden Menschen gebraucht, die sich unterstützend für die Priesterschaft und Geistlichen der Gemeinde einbringen, damit diese durch „Brot“ und „Licht“, die Gemeinschaft der Gläubigen versorgen können. Wieviel von äußerer Vorbereitung und Organisation könnte dem Pastor durch solche Diener und Dienerinnen abgenommen werden? Könnte er nicht effektiver das Brot der Erlösung und das Licht der Verkündigung der Gemeinde und der Welt anbieten? Denn er ist nicht der Manager, sondern vorerst Priester und Seelsorger in der Kirche Christi! Da geht es u.a. auch um den Auf- und Abbau eines geordneten Gottesdienstes (mit Brot und Wein) und um die Unterstützung beim „Ein- und Auspacken“ des „Lichts/des Leuchters des Heiligtums“ (alle Maßnahmen für eine moderne und effektive Kommunikation) des Evangeliums, das an erster Stelle stehen sollte. Wo das Licht des Evangeliums leuchtet und das Brot im Mittelpunkt des Gottesdienstes steht, da geschieht inneres und äußeres Gemeindewachstum.

Jesu spricht: Ich bin das Licht der Welt, wer mir nachfolgt, wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern das Licht des Lebens haben; und … Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, den wird nicht hungern.

Diesem Brot und Licht sollten alle wahren Christen bei ihrer Pilgerreise mit der sichtbaren Kirche durch die Unsicherheiten der Welt folgen.


NT – Markus 11,27-33 – Priester als Irrlehrer bloßgestellt

Zu Schluss der Angriffe gegen Jesus treten Vertreter der Partei der Sadduzäer auf, die die Interessen der höheren Priesterschaft um den Tempel vertraten. Einesteils waren sie konservativ, beriefen sich nur auf die schriftliche Überlieferung der Thora, andererseits verbanden sie ihre Interessen mit den kulturellen, modernen Einflüssen des Hellenismus zu ihren priesterlichen Gunsten. Sie fanden in der Thora keine Bestätigung der Auferstehung, einer himmlischen Engelwelt noch um ein Endgericht, sondern betonten das Gericht schon hier auf Erden und die damit verbundene menschliche Verantwortung. Deshalb konstruierten sie hier eine Geschichte, die sie selbst nicht glaubten, aber um den Auferstehungsglaube, den Jesus verkündigte, lächerlich zu machen. Jesus gibt ihnen zur Antwort, dass das Auferstehungsleben keine natürliche Fortsetzung ihres irdischen Lebens ist. Mit Vers 26 beweist er durch das Zitat aus der Thora 2Mo/Ex 3,6, dass Jahwe in diesem Moment immer noch der Gott der drei Erzväter ist, in dessen Gegenwart diese bereits ewig leben. Die Ablehnung der Auferstehung und der himmlischen Welt ist jedoch ein Zeichen des Unglaubens unter der gehobenen theologischen Priesterschaft. Sie kennen weder Gott persönlich noch die Kraft Gottes in ihrem Leben.

Gibt es auch heute unter der Pfarrer- und Priesterschaft diese oder ähnliche theologische Überzeugungen? Entstehen sie möglicherweise aus parteilichen Gründen, einem verkürzten Bibelverständnis oder einer fehlende persönlichen Gottes- und Christusbeziehung? Damit wären sie wie ihre sadduzäischen Kollegen irrende, ungläubige Theologen und Priester.

Mehr zu Sadduzäer: bibelwissenschaft.de

Abschlussgebet

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

22. Juni – Hauskirche

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Schlagwörter

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Familien- oder Hausandacht am ABEND

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Schriftteil

AT– 4. Mose /Numeri 3

https://www.bibleserver.com/EU/4.Mose3

Gebet – Psalm 144

https://www.bibleserver.com/LUT/Psalm144

NT – Markus 12,13-17

https://www.bibleserver.com/EU/Markus12%2C13-17


Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT – Numeri 3 – Stellvertretender Dienst als Lebensaufgabe

V 14-39 Der Stamm Levi wurde von der Musterung zu Beginn ausgenommen (1,47). In diesem Kapitel aber werden sie gezählt, und das bereits ab einem Alter von einem Monat. Damit sollten sie schon von Kindheit an auf ihre besondere Berufung und Aufgaben um die Stiftshütte und den Gottesdienst vorbereitet werden. Dies bringt sowohl organisatorische wie auch pädagogische Vorteile in der Vorbereitung der Jugend auf diese Lebensaufgabe und ihren Dienst mit sich. Es liegt außerdem noch eine weitere theologische Andeutung vor.

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Der ganze Stamm Levi wurde stellvertretend von Gott für eine Aufgabe berufen, die für die ganze Nation gelten sollte. Die jeweils Erstgeborenen aus den 12 Stämmen sollten nicht jedes Mal erneut in der Geschichte Israels gezählt und auf diesen Dienst vorbereitete werden. Der Grund lag darin, dass die Stämme nicht direkt in die internen und externen Aufgaben des Heiligtums verwickelt werden sollten, sondern nur ein Stamm hierfür verantwortlich ist.

Diesem Konzept der Auswechslung unterliegt das Thema Substitution – Ersatz. Denn als Gott bei der letzten Plage alle Erstgeborenen (an Menschen und Vieh) tötete, verschonte er alle Erstgeborenen des Volkes Israel, die ihre Hauseingänge mit dem Blut der Lämmer versehen hatten (V. 11-13). Es waren die Erstlinge, an denen Gott schonend vorüber ging. Sie sind Gott geheiligt, gehören ihm und müssen entweder durch Geld oder Menschen ausgelöst werden. Werden sie aber durch Menschen ausgelöst, müssen diese Gott durch ihren Dienst immer zur Verfügung stehen. Dieses theologische Konzept des Ersatzes kommt hier und auch sonst noch in der Schrift zur Anwendung.

Wenn also schon Gott Anrecht auf das Erste hat (Nu 14,19), dann bedeutet dies auch, dass der Rest und das Übrige ihm ganz gehört und heilig ist. Das gilt dann auch für ganz Israel, wenn die Priester und Leviten als Erstling heilig sein sollen, dann ist auch ganz Israel eine heilige Nation. Ist die Erstlingsgabe vom Teig heilig, so ist auch der ganze Teig heilig; und wenn die Wurzel heilig ist, so sind auch die Zweige heilig (Röm 11,16).

Da die Leviten Gott nun besonders (ab dem 25. oder 30. Lebensjahr) zum praktischen Dienst an Stiftshütte und im Gottesdienst zur Verfügung stehen sollen, werden sie auch den verantwortlichen Priestern offiziell in diesem Alter zum Dienst übergeben.

Eine der Mutter Israels, Lea, brachte sechs Kinder zur Welt. Levi war der dritte Sohn. (Ex 29,14). Levis drei Söhne hießen Gershon, Kohath und Merari. Dieser Stamm mit den verantwortlichen Leitern zeltete nach ihren Untergruppen von Süden her, über Westen und Norden um das Bundeszelt herum. Gegen Osten aber, vor dem einzigen Zugang campierte Aaron als erster Hoherpriester (mit seinen jetzt nur noch 2 Söhnen) und Mose. Sie zusammen mit dem dann dahinter campierenden stärksten Stamm Juda, garantierten die Leitung und den Schutz des Heiligtums und der rechten Anbetung Gottes.


NT – Markus 11,27-33 – Bilder, Symbole und Jesu Autorität

Die Angriffe gegen Jesus gehen weiter. Doch er, der Sohn Gottes, erkennt die Hinterlist seiner Opponenten. Eigentlich sind beide konträre Oppositionsparteien. Die Herodianer einerseits unterstützen die Dynastie des Herodes und sympathisieren mit dem römischen Imperium, die Pharisäer dagegen wollen die römische Herrschaft beenden und warten auf ihren Messias. Mit ihrer abgesprochenen Fangfrage wollen sie Jesus zur Anklage bringen. Er aber bittet sie, ihm eine Steuermünze zu zeigen, die das Abbild des Caesars Tiberius trägt. Seine Antwort, wenn sie dem Kaiser gehört, in seinem Besitz ist, soll man sie an den Kaiser wieder zurückgeben.

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Aber mit der angedeuteten Anspielung auf Gott und sein Bild: Weil der Mensch im Ebenbild Gottes geschaffen ist, ist er schöpfungsmäßig Besitz Gottes. Jesus ruft auf, Gott zu geben, was ihm zusteht. Damit ist jeder aufgerufen, IHM zu dienen, auch auf finanzieller Ebene. Damit ist der Mensch Gottes sowohl dem Staat, aber noch mehr dem Reich Gottes verantwortlich Dies gilt aber nur solange als die Regierung nicht gegen Gottes Willen auftritt und Ungehorsam gegen Gott fordert. (Apg 5,29; Rö 13,1-7; 1Petr 2,13-14).

Wir lernen, dass auch Oppositionsparteien sich fadenscheinig aus Gründen der Macht- und Finanzgrünen immer wieder zum Schaden gegen Fromme und Christen vereinigen. Deshalb sollen verantwortliche Christen genauso schlagfertig und apologetisch wie Jesus vorgehen, besonders, wenn von diesen und Lobbyisten neue Gesetze für den Bundestag vorbereitet werden, die das Gottesbild und die daraus folgende christliche Ethik verändern oder zerstören sollen.

Weiter lernen wir, dass gottgewollte Autorität in beiden Welten, im Irdischen und Geistlich-himmlischen, als Sein Prinzip der Weltlenkung anerkannt werden muss.

Abschlussgebet

Abendliches Gebet um Frieden

O Gott, von Dir kommt alles heilige Verlangen, jeder gute Rat und jede gerechte Tat. Gib uns, Deinen Dienern, den Frieden, den die Welt nicht geben kann, damit unsere Herzen willig sind, Deinen Geboten zu folgen. Befreie uns von der Furcht vor unseren Feinden, damit wir unsere Tage in Ruhe und Frieden verleben können. Durch die Verdienste unseres Heilandes Jesus Christus. Amen.

Abendliches Gebet um Schutz

Wir bitten Dich, o Herr: erleuchte unsre Finsternis und beschütze uns durch Deine große Barmherzigkeit vor allen Gefahren dieser Nacht, um der Liebe willen Deines einzigen Sohnes, unseres Erlösers, Jesus Christus. Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.Abend

20. JUNI – HAUSKIRCHE

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Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Schriftteil

AT– 4. Mose /Numeri 1,44-55

https://www.bibleserver.com/EU/4.Mose1,44-55

Gebet – Psalm 142

https://www.bibleserver.com/LUT/Psalm142

NT – Markus 11,27-33

https://www.bibleserver.com/EU/Markus11%2C27-33


Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT – 4Mo/Numeri 1,44-54 – Die Leviten und ihr „Pufferdienst“ ums Heiligtum

Zählen oder nicht zählen, auch zu welcher Zeit und zu welchem Dienst, darauf kommt es in der Heilsgeschichte Gottes an. Der lange Abschnitt der wichtigen Zählung wurde hier ausgelassen. Während die Musterung aller Männer ab 20 Jahren auf den Militärdienst ausgerichtet war, teilweise später diese auch für Großprojekte und Bauten verpflichtet wurden, diente diese Statistik auch als Kopfsteuer, um die Finanzierung des Staates zu regeln.

Von dieser Musterung war der Stamm Levi, zu dem auch Mose und Aaron gehörten, ausgenommen. Doch bei ihnen erfolgt später auch eine Zählung. Über ihren früheren Einsatz und Eifer, den Götzendienst abzuwehren oder sich wegen der Anbetung des goldenen Kalbes bei der Strafaktion gegen die eigenen Brüder zu beteiligen – als sie 3000 Götzendiener töteten – sei hier hingewiesen. „Heilig dem Herrn“ bedeutete jetzt für den Dienst der Leviten auch, einen heiligen menschlichen Puffer (V 53) bestehend aus reinen Dienern Gottes, um das Heiligtum herum zu legen. Ihre Zelte umkreisten direkt die Wohnung des Zeugnisses, in der die beiden Tafeln mit dem Willen Gottes aufbewahrt wurden. Ihr Dienst bestand darin, für die Unterhaltung, den Ab- und Aufbau, den Transport und den Schutz des Bundeszeltes, der beweglichen Zeltkirche, verantwortlich zu sein. Sie hatten sowohl beim Transport als auch beim längeren Aufenthalt an einem Ort darauf zu achten, dass sich weder Ausländer noch Fremdlinge oder der normale Volksgenosse unmittelbar dem Heiligtum näherte. Dies sollte verhindern, dass der Zorn Gottes auf das Volk käme. Sie waren Diener Gottes und ein heiliger Puffer. Fremde, die dies nicht beachteten, sollten mit dem Tod bestraft werden (V 51b).

Damit beabsichtigte Gott, dass seine Heiligkeit auch weiterhin nicht vergessen werden sollte. Sein Volk sollte ihn weiterhin fürchten und lieben, sich ihm jedoch nicht in überschwänglicher Vertrautheit nahen. Eine Art von Kumpelei würde sogar als große Torheit und Sünde angesehen werden. Mose musste selbst am brennenden Busch seine Sandalen ausziehen. Auch der Hohepriester durfte nur einmal im Jahr das Allerheiligste betreten.

Jesus selbst ist als der bessere Hohepriester in das bessere himmlische Heiligtum eingetreten. Auch sein neutestamentliches Priestervolk, das nicht mehr durch den Vorhang vom Allerheiligsten getrennt ist und auch kein Pufferpriestertum um den Altar kennt, es soll sich weiterhin mit heiliger Ehrfurcht seinem Gott nahen. Eine überschwängliche Vertrautheit und Kumpelei im Gottesdienst mit Gott im Gebet, durch Lieder und Verhalten ist weiterhin Torheit und Sünde. Auch uns gilt, wenn wir uns Gott nahen, folgendes Wort: Darum, weil wir ein Reich empfangen, das nicht erschüttert wird, lasst uns dankbar sein und so Gott dienen mit Scheu und Furcht, wie es ihm gefällt; Hebr. 11,29 denn unser Gott ist ein verzehrendes Feuer.


NT – Markus 11,27-33 – Autorität, dem Autorität gehört und folgen

Streitgespräche sind wichtig, wenn am Ende das erstrittene Ergebnis angenommen und umgesetzt wird. Hier findet das Gespräch zwischen der religiösen und politischen Elite Judäas statt. Sie konnten sich die entstandene Unruhe im Tempel und den Finanzverlust im Handel nicht durch Jesu Tempelreinigung gefallen lassen. Die Befragung, die durch den im Hintergrund operierenden Hohen Rat / Synedrium eingeleitet wurde, soll durch Jesu Antwort die verwerfliche Moral der Führungsschicht offenbaren.

Es ist Jesus, der die Autorität hat und die wichtigen Fragen stellt. Er stellt die Fragen, die sie aus politisch und taktischen Gründen nicht beantworten wollen. Denn sie wussten, dass das gesamte Volk der Botschaft der Buße und Änderung des Lebenswandels, die Johannes predigt folgte, sie aber nicht. Würden auch sie der gleichen Botschaft Jesus folgen, müssten sie seine Autorität annehmen, ihm folgen und ihr politisch und moralisch verkommenes System ändern. Nicht sie haben das Recht über Jesus zu Gericht zu sitzen, sondern Jesus über sie. Damit erklärt sie Markus als unterlegten, beweist Jesus als Sieger, Held und wieder als Sohn Gottes. Sollten nicht seine Zuhörer ihn und seine Autorität annehmen und ihm folgen?

Abschlussgebet

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

19. Juni – Hauskirche

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Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Schriftteil

AT– 4. Mose /Nummeri 1,1-19

https://www.bibleserver.com/EU/4.Mose1,1-19

Gebet – Psalm 141

https://www.bibleserver.com/LUT/Psalm141

NT – Markus 11,12-25

https://www.bibleserver.com/EU/Markus11%2C12-25


Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT – 4. Mose/Numeri 1,1,-19Wehrpflicht für das Heilige Volk

Nach der LXX (griech.) und Vulgata (lat. Übersetzung) wird das 4. Buch Mose „Zählungen“ genannt, die in K 1 und 26 als Volkzählungen durchgeführt werden. Doch die Juden nennen sie nach dem 5. Wort in der hebr. Bibel bemidbar (Wüste) – „In der Wüste“. Es geht hier treffend um die Ereignisse des wanderten heiligen Gottesvolkes in der beinahe 40jährigen Wüstenzeit. Diese wird in der Mitte des Buches in K 10-20 behandelt. Eingeleitet werden die zentralen Ereignisse durch die vorangestellte Organisation des Volkes und weitere Priestergesetze (K 1-9).  Gegen Ende, mit dem Tod des ersten Hohenpriesters, beginnt die Eroberung des Ostjordanlandes (K 21-36).

Die Besonderheit des Buches ist die situationsbezogene Darstellung, die teilweise topologisch teilweise chronologisch je nach Situation behandelt wird, wie es sich immer im Leben von Gemeinschaften – oft nicht vorhersehbar – ereignet. Die Hauptbetonung liegt jedoch auf dem heiligen und treuen Gott, der an allen Örtlichkeiten und in allen Situationen gegenwärtig ist, der richtet, selbst Aaron und Mose, aber doch gnädig ist und sie ins verheißene Land bringen will (K 14,8). Das Buch ist auch typologisch und enthält für das neutestamentliche Volk Illustrationen und geistliche Anwendungen auf Jesus und die christliche Gemeinde.

Gott befahl Mose und Aaron nachdem sie bereits ein Jahr aus Ägypten ausgezogen waren und das Zeltheiligtum nach Gottes Vorschrift errichtet hatten, nun sich auf den baldigen ersten Aufbruch vorzubereiten (K 10,11+12). Für solch eine Volkswanderung, Logistik und Schutz der Menschen bedarf es Organisation und Planung. Der Hauptzweck einer damaligen Zählung war jedoch ein militärischer. Wie bereits zuvor in Ex 30,11-16, so auch später bei König David (2Sam 24), werden hier die wehrfähigen Männer gemustert. Mose erhält durch Gott den Auftrag zu dieser Zählung und sucht die Unterstützung von jeweils einem Hauptverantwortlichen der Stämme, der dies durchführen soll. Interessant ist, dass sich die Zählung der 12 Stämme an der Reihenfolge der Mütter: Lea, Rahel und der Leihmütter (Mägde) orientiert. Da der Stamm Levi nur in einen geistlichen Krieg zieht, den Kriegsvolk geistlich voran- und mitgeht, entfallen sie (V179. An ihrer Stelle werden die beiden Söhne Ephraim und Manasse eingefügt.

Open Petition.at – Wehrpflicht ja oder nein?

Dies hier ist eine vorsorgliche Zählung. Es besteht zurzeit keine Sorge oder Anlass zum Krieg oder zur Verteidigung des Volkes. Aber doch gehört diese Zählung, die so kurzfristig vorgenommen wurde, zur äußeren Konstituierung, zur Bildung und Organisation des Volkes Gottes. Diese äußere Ordnung reflektiert die innere Ordnung und Organisation des Heiligtums mit ihrer Priesterschaft. In kürzester Zeit, an diesem Tag, wurden alle wehrfähigen Männer, Name um Name, in Listen eingetragen. Schon während der Wüstenwanderung wurde das Volk Gottes als heilige, geordnete und gut strukturierte Gemeinde angesehen.

Ist solch eine gute und geistliche Ordnung auch für die heutige christliche Gemeinde wichtig? Soll die Gemeinde ihre vorhandenen (oder bereits verlorenen) Schafe zählen? Noch mehr, hat sie eine Liste von denen aufgestellt, die einsatzfähig sind, mit „Mose und Aaron“, mit den Gemeindeverantwortlichen, zu kämpfen? Wenn dies schon für das heilige Volk Gottes und ihren Schutz und Einsatz damals notwendig war, sollte sich dann nicht auch jede Mission, jede Ortsgemeinde und Gesamtkirche mit dieser Aufgabe befassen und dafür Menschen beauftragen, solche Listen aufzustellen und sie zu betreuen? Aus einer guten Gemeindestatistik können viele Einsichten, Bewertungen, Schlussfolgerungen, Neuorientierung und Zielsetzungen entstehen, wenn sie da ist. Denn wenn schon die Statistikämter monatlich für das Land und den Staat ihre Statistik erstellen, wieviel mehr ist dies für die christliche Gemeinde, Kirche und das Reich Gottes wichtig! Die gesamte Unterhaltung und Entwicklung eines Staates hängen davon ab.

Weiter sollten auch alle gläubigen Menschen bereit sein, sich verpflichtend in Gemeindelisten einzutragen. Feste Gemeindemitgliedschaft ist wichtig für geistliches Wachstum und effektives Gemeindewachstum. Sich dort zu registrieren und einzutragen ist biblisch. Gott trägt sogar in das Buch des Lebens ein oder aus (Offb. 20,12.15.19).

Aber noch wichtiger ist für die Ausbreitung des Evangeliums, dass Listen der Ekklesia Militans (der noch kämpfenden Kirche Christi) aufgestellt werden. Die christliche Gemeinde braucht heute solche, die mit dem Gemeindehirten kämpfen und ihn in den verschiedenen Bereichen der Evangelisation unterstützen. Die Tendenz, sich nicht mehr aktiv in Vereine und Gruppierungen zu engagieren, findet man heute bei Jung und Alt. Wollen wir uns ermutigen lassen, nicht nur feste Gemeindeglieder zu werden (und zu werben), sondern uns in die Liste der noch mit dem Evangelium Kämpfenden einzutragen.


NT – Markus 11,12-25 Neue Reformation: Gebetshaus Jesu für alle Völker

Schon Jeremia hatte dem Volk und den Priestern vorgeworfen, dass sie den Tempel als Unterschlupf und Versteck wie Räuber benutzten, um sich fälschlicher Weise sicher zu fühlen (Jer 7,11-15). Die Hohenpriester, die die religiöse und politische Hoheit über Judäa (durch die Römern) innehatten, trieben um den heiligen Tempel einen profitorientierten Handel, der den heiligen Gebetsort entweihte. Diese Räuberhöhle ist nun eher das Zentrum für einen gut florierenden Tierhandel, Finanzumschlagplatz mit Essensangeboten. Durch Jesu tatkräftiges Handanlegen und wortgewaltiges Einschreiten greift er in die Wirtschafts- und Finanzhoheit der Hohenpriester und Oberschicht ein, die ihn danach auch gleich töten wollten.

Die anschließende Verfluchung des Feigenbaums, ein Bild für das in seinem Schatten sitzende Volk Israel, spricht prophetisch von der zukünftigen und endgültigen Zerstörung des Tempels, wie damals in Silo und bei der Wegführung in die babylonische Gefangenschaft. Dies geschah dann für immer im Jahre 70 n. Chr. durch Titus.

Das Heiligtum und Gebetshaus seines Vaters waren schon zur Jugendzeit Jesu das innerste Anliegen seines Herzens. Dies war sein zentrales Anliegen, erlöste Menschen dorthin zu sammeln. Dies Heiligtum war damals durch den Einfluss des Handels und der Finanzen verunreinigt worden und musste zuerst davon gereinigt werden. Jesus spricht weiter auch prophetisch, dass, wenn dies durch die Versöhnung am Kreuz geschehen ist, – der Tempelvorhang zerrissen – dann Sein Gebetshaus für alle Völker geöffnet werden wird. Schon Jesaja (56,6-8) spricht von den Fremden, die sich dem Herrn zugewandt haben und ihn lieben, diejenigen, die Gott aus allen Völkern zusammenbringen wird in das Gebetshaus für alle Völker. Dies ist das Ziel der gesamten Mission Jesu.

Jesus weist die Gemeinde darauf hin zu achten, dass nicht Handel, Wirtschaft und Finanzen in das Zentrum dieser nun internationalen Gebetsstätte – in die Kirche Gottes – einziehen und dort herrschen. Dies würde den Geist des Gebets zerstören. Die Reinigung von diesen Einflüssen soll eine ständige Reformation sein, die er begonnen hat. Die wahre Anbetung im Geist und in der Wahrheit Gottes und Jesu muss als Zentrum jeder Gemeinde und Kirche bleiben. Alle ethnischen Gruppen aus Völkern und Sprachen, die sich Jesus Christus als ihren Herrn zugewandt haben, sind zu diesem Gebetshaus berufen.

Abschlussgebet

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

11. Mai – Barnabas-Tag

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Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.


Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen.

Heute 11. Juni:  St. Barnabas-Tag.

Die gesamte Jahreslesung hier zum Download:  http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf


Tagesspruch

„Wie lieblich sind auf den Bergen die Füße der Freudenboten, die da Frieden verkündigen, Gutes predigen und Heil verkündigen.“ (Jes 52,7)

Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.


Schriftteil

NT – Apostelgeschichte 11,22-33

https://www.bibleserver.com/EU/Apostelgeschichte11%2C22-33

Gebet – Psalm 16

https://www.bibleserver.com/LUT/Psalm16

NTJohannes 15,12-17

https://www.bibleserver.com/EU/Johannes15%2C12-17


Homilie /Anstöße zu den Lesungen

NT – Apostelgeschichte 11,22-33

Joachim Schäfer – <a href=“https://www.heiligenlexikon.de“>Ökumenisches Heiligenlexikon</a>

Grundlagen für Gemeindegründung – Lehre und Seelsorge

Die Heidenmission beginnt durch Petrus in Kapitel 10. Und schon hier in K 11 erkennen wir einige Auswirkungen. Antiochia spielt als Großstadt im römischen Reich als drittgrößte Stadt schon damals und dann in der frühen Kirchengeschichte eine bedeutende Rolle. Die Wurzeln zur Weltmission finden wir hier. Barnabas scheint zu einer Gruppe zu gehören, die ähnlich glaubten und dachten wie Stephanus (K 7,1-53). Als die Verfolgung in K 8,1 begann, wurden die Gläubigen von Jerusalem verfolgt und zerstreut. Solche mit griechisch sprechendem Hintergrund aus Jerusalem missionierten aber weiter in der von griechischer Kultur geprägten Stadt Antiochia, Syrien. Viele hörten dort zum ersten Mal das Evangelium und kamen zum Glauben an Christus. Was nun? Barnabas, Levit und Seelsorger, der bereits kurz nach der Bekehrung des Paulus mit diesen Gesprächen aufgenommen hatte, holt ihn aus dem entfernten Tarsus nach Antiochien und beginnt mit diesem begabten Lehrer eine Art Jüngerschule. Die dort jung bekehrten Gläubigen erhalten ein Jahr lang einen intensiven Glaubenskurs, eine Art Kathechese. Beide legen die Grundlage für den christlichen Glauben: Über die Umkehr von toten sündigen Werken, über den Glauben an Gott, über die Lehre von verschiedenen Taufen, auch vom Händeauflegen, von der Auferstehung der Toten und vom ewigen Gericht (Hebr.6,1+2). Erst dann erhalten die Gläubigen ihren Spitznamen. Ab dann werden sie zum ersten Mal CHRISTIANOUS -Christen genannt. Warum? Sie hatten die ganze Lehre über Christus, wie sie die Apostel überlieferten und lehrten, erfasst, verinnerlicht und vor Ort gelebt. Dies erkannten die Menschen in der damaligen Großstadt Antiochien, denn Neubekehrten leben und handeln wie Christus. Deshalb wurden sie Christianer genannt. Gott gebrauchte die beiden neuen Apostel in Seiner neuen Weltmission, Paulus als Lehrer und Barnabas mehr als Organisator und Seelsorger (Sohn des Trostes). Beide Aspekte sind sowohl für das Wachstum des persönlichen Glaubensleben als auch für eine neue Missionsgemeinde außerordentlich wichtig.


NT – Johannes 15,12-17Bleibende Frucht in der Mission erbitten

Obwohl sich diese Verse zuerst auf die zwölf ursprünglichen Apostel beziehen, sollen sie am Barnabas-Tag eine Beziehung zu Barnabas herstellen. Auch Barnabas wurde ausgewählt, um erlöst zu werden und dann als Sendbote / Nachfolge-Apostel für Christus in Seine Mission ausgesandt zu werden. Er sollte mit den anderen Aposteln (Apg 1,2) den Großen Missionsbefehl ausführen (Mt 28,18-20). Auch er wurde, wie sie beauftragt, Früchte der Liebe zu tragen. Diese Liebe zeigt sich darin (V 17), dass er selbst als Sohn des Trostes bezeichnet wird. Er bringt Paulus, den Christenverfolger, als Neubekehrten zu den ängstlichen Aposteln und begleitet ihn dann über die Jahre bis zum gemeinsamen Einsatz. Barnabas bringt, wie die Apostel, andere Menschen zu Christus (Apg 2,41-47; 4,32-35). Diese missionarische Frucht, die Barnabas so wirkte, war in Antiochien und auch sonst seiner Mission eine bleibende Frucht. Denn diese von ihm angebotene und verkündete Erlösung durch Christus ist ein bleibendes Geschenk Gottes. Was auch immer die Apostel und Barnabas im Gebet bei Gott erbeten sollten, hatte sicherlich zuerst damit zu tun, ihn zu bitten, was notwendig ist, um weitere Menschen durch die Liebe Christi zu gewinnen und zu Jüngern zu machen. Diese Bitte bewegte Barnabas beständig in seinem Herzen. Bitten auch wir den Vater in Jesu Namen, dass er Arbeiter in seine Ernte sende und dass auch wir Fernstehenden die Liebe Christi in Wort und Tat durch das Evangelium bezeugen.

Abschlussgebete

Tagesgebet zu St. Barnabas

Herr, allmächtiger Gott! Du hast Deinen heiligen Apostel Barnabas mit besonderen Gaben des Heiligen Geistes ausgerüstet. Wir bitten Dich: lass es uns weder an Deinen mannigfaltigen Gaben ermangeln noch an der Gnade, dieselben stets auch zu Deiner Ehre und Verherrlichung zu gebrauchen. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.


Mehr zum Barnabas Gedenktag aus dem Heiligenlexikon:

https://www.heiligenlexikon.de/BiographienB/Barnabas.htm

10. Mai – Hauskirche

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Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.


Schriftteil

AT– 3. Mose /Levitikus 21

https://www.bibleserver.com/EU/3.Mose21

Gebet – Psalm 132

https://www.bibleserver.com/LUT/Psalm132

NT – Markus 9,42-50

https://www.bibleserver.com/EU/Markus9%2C42-50


Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT – Levitikus 21 – Vorbilder im Verhalten für das Haus Gottes (AT & NT)

Dieses, wie auch das nachfolgende Kapitel, befasst sich mit der Heiligkeit der Priester, die in die Gegenwart Gottes treten sollen.

V 1-15 Zuerst werden die Familienangelegenheiten der einfachen Priester, dann des Hohenpriesters geregelt.

V 16-24 Danach geht es um die körperlichen Unvollkommenheiten, die zum Dienst in und um das Heiligtum untauglich machen.

Der Dienst des Hohenpriesters und der Priester im reinen, geordnenten und symbolischen-himmlischen Heiligtum

Bei den im Heiligtum diensthabenden Priestern soll die Vollkommenheit Gottes in ihrem Lebenswandel zum Ausdruck gebracht werden. Das ist ein zentrales Anliegen für die Leitung und das priesterlich lebende Gesamtvolk.

Im nächsten Umfeld des Priesters gelten deshalb für seine Familie und die Verwandtschaft besondere Heiligungsregeln. Teilweise haben einige Vorschriften mit dem Verhalten bei Tod deshalb etwas zu tun, weil den Verstorbenen in Israel keine göttliche Verehrung zusteht. Das wäre ein Verstoß gegen das erste und zweite Gebot der Gottesverehrung. Bei ägyptischen heidnischen Kult- und Trauerbräuchen war diese Verehrung bis hin zur Vergöttlichung des Pharaos üblich. Doch Tote sollten keine göttliche Verehrung bekommen. Deshalb auch im NT: Lasst die Toten ihre Toten begraben. Auch körperliche Fehler durften weder bei den Priestern noch bei den zu opfernden Tieren vorgefunden werden. Die körperliche Unversehrtheit des Dieners wie auch des Opfertieres waren gefordert. Sie sollte die Unversehrtheit Gottes zum Ausdruck bringen und die mit ihm in enger Gemeinschaft dienenden Priester. Ganz und völlig hat erst Jesus Christus, der vollkommen reine Hohepriester nach der Ordnung Melchisedeks, diese Forderung erfüllt (Heb. 9,11-14). Er war ohne jegliche Sünde von Geburt an und sündigte nie im irdischen Leben. Aus diesem Grund sollen Priester und Gläubige, sich Gott in Reinheit und im heiligen Schmuck auch Gott nahen.

Die Forderung zur Trennung von Unreinheit und zur Heiligung (reiner und guter Dienst und Lebenswandel) wird im Neuen Testament fortgesetzt. Der christlichen Gemeinde wird ihr Bischof (Aufseher) der Gemeinde als Vorbild vor Augen gestellt (1Tim 3, 1-16). Auch das Umfeld seiner eigenen Familie hat darin eine besondere Bedeutung: Frau und Kinder. Der Bischof steht hier anstelle des Priesters des Alten Testaments, gefolgt im gleichen Abschnitt von den Diakonen (AT – Leviten). Diese dienen zusammen mit dem Priester, der jetzt die AUFSICHT im HAUSHALT GOTTES hat. Auch sie dienen nun vorbildhaft zusammen mit ihren Familien. Ihr priesterliches Verhalten wird Vorbild für die Gemeinde und Kirche des neutestamentlichen königlichen Priestertums. Wie man sich dort im Hause Gottes verhält, wie man rein und heilig lebt, das obliegt ihrer Verantwortung und priesterlichen Leitung vor Gott. In der Ordinationsliturgie der Anglikanischen Kirche fragt deshalb der Bischof den Pfarrer (Priester) und auch den Diakon:

Bischof: Werdet ihr gewissenhaft euer Leben und das Leben eurer Familien gemäß der Lehre Christi gestalten und sowohl euch selbst als auch sie, so viel an euch liegt, zu heilsamen Vorbildern der Herde Christi machen?

Antwort: Ja, das werde ich, so wahr mir der Herr helfe.

Das Allgemeine Gebetbuch II (221 Seiten gratis zum Download) Speziell zum Nachlesen S. 163 mit allen Fragen und Antworten zur Einsetzung von Geistlichen.

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NTMarkus 9,42-50 Gemeinsame Salzkraft in der Nachfolge Jesu

Gemeinsame Salzgewinnung in Vietnam

Dieser Abschnitt scheint sich auf den früheren Rangstreit der Jünger zu beziehen, wer denn der Größte unter ihnen sei (V 33-35). Bei alledem geht es um das selbstlose und ernste Nachfolgen und das Verhalten der Jünger untereinander und im Dienst. Die Ernsthaftigkeit besteht darin, dass der Jünger bereit sein soll, das eigene Ich zurückzustellen, besonders wegen der Hilflosigkeit der Mindergeachteten und Kleinen. Gott will auch ihren schwachen Glauben schützen, damit sie nicht vom Glauben abfallen. Und auch die Jünger sollen bewahrt werden, nicht in der Nachfolge Jesu abzufallen. Dies würde aber dann geschehen, wenn sie sich selbst wieder in den Mittelpunkt stellen würden. Das geschieht durch stolzen Blick, stolzes Handeln und stolzen Wandel: Durch Auge, Hand und Fuß! Wenn dies aber geschehen würde, ständen sie selbst vor dem strengen Gericht Gottes und vor dem ewigen Tod.

Auch Jünger Jesu müssen sich immer wieder das Gericht Gottes vor Augen halten, dem sie endzeitlich entgegengehen. Bei allem geht es aber darum, die geistliche Salzkraft als Jünger Jesu zu erhalten. Wird die eigene Größe und Bedeutung herausgestellt, wird das Salz, die Kraft des Jüngers, wirkungslos. Wird aber das Vorbild des Meisters im eifrigen Dienst an den Schwachen und Hilflosen erkennbar, dann entfaltet sich die größte Salzkraft.

Wenn wir dies als Jüngern Jesu beachten, dann entfaltet sich auch bei uns liebende Harmonie, dem Hilflosen wird geholfen und das Umfeld unserer Gesellschaft wird durch Reich Gottes gewürzt.

Abschlussgebet

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

9. Juni – Hauskirche

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Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

Eingangsgebet

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.


Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.


Schriftteil

AT– 3. Mose /Levitikus 20

https://www.bibleserver.com/EU/3.Mose20

Gebet – Psalm 131-134

https://www.bibleserver.com/LUT/Psalm131

NT – Markus 9,30-41

https://www.bibleserver.com/EU/Markus9%2C30-41


Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT – Levitikus 20 – Verschärfte Vorschriften gegen zersetzende Moral

Bereits in Kapitel 18 und 19 wurden die meisten hier aufgezählten Themen behandelt. Der Unterschied liegt darin, dass zuvor keine spezielle Strafandrohung ausgesprochen wurde, jetzt aber die Todesstrafe oder Verbannung aus der Volksgemeinschaft angekündigt wird. Die Begründung wird gegen Ende des Kapitels geliefert (V 22+23).

Über die wirkliche Durchführung solcher Strafen finden wir in der Schrift nur wenige Beispiele. Möglicherweise wurde anstatt der Todesstrafe ein endgültiger Ausschluss aus der Bundesgemeinschaft vorgenommen. Als später der Götzendienst (die Praktiken der umliegenden ethnischen Völker wieder in Israel heimisch wurde, verzichtete man ganz auf die Bestrafung.

Zu Beginn wird der Schutz der hilflosen Kinder angesprochen, die dem Molchgötzen zum Opfer fallen. Gott ist ein Beschützer dieser Hilflosen. – Eltern und die Gesellschaft müssen sich unter das Gericht Gottes stellen, wo sie eine gute Erziehung der Kinder missachten oder sogar die Tötung der ungeborenen Kinder in Kauf nehmen oder aus egoistischer Selbstbestimmung dies bewusst fördern (Mein-Bauch-gehört-mir Ideologie).

Bezüglich der Beschwörer und Zeichendeuter, eine Praxis der umliegenden Völker, geht es hauptsächlich darum, dass diese Art von Spiritismus sich mit dem Totenkult beschäftigt, Tote über die Zukunft zu befragen. Diese Toten nehmen angeblich Kontakt zu den Göttern oder Gott auf, an dem Ort, wo sie sich befinden, und können durch den Schleier des Todes und der Zukunft hindurchblicken und somit Antworten für die Gegenwart geben. Beispiel dafür finden wir bei König Saul (1 Sam 28,7ff). Als Folge seiner Übertretung muss er aber sterben (1Chr 10,13-14). Auch Jesaja spricht diese Praxis zu seiner Zeit an. Anstatt Gottes Weisung (Thora) und Offenbarung durch die Priester und Propheten zu suchen, befragte das Volk die Totengeister. Dieses Suchen führte die Menschen in die äußerste Dunkelheit, Angst und sogar Hungersnot.

Alle Menschen, die sich mit diesen Bereichen der Zukunftserforschung für ihr Leben beschäftigen, ob durch Horoskop, Handlinienlesen, Pendeln oder übermäßiges Vertrauen allein auf die Wissenschaft, sollen aber für die persönliche Zukunft zuerst die Weisung Gottes und Offenbarung Gottes in Bibel und Predigt für ihr Leben suchen. Nur so werden sie durch Gott eine erleuchtete und freudvolle Gegenwart mit einem erfüllten Leben erfahren.

Alle die hier deutlich angesprochenen sexualen Auswüchse und Unarten, vor denen Gott sein Bundesvolk warnt, werden aber von den Völkern und Rassen, angefangen von Ägypten bis zum Land Kanaan und darüber hinaus, praktiziert. Gott verbietet diese damals schon als modern bekannte sexuelle Revolution jedoch für das Volk Gottes. Denn diese unmoralischen Völkerethik würde nicht nur die Grundlage einer heiligen Familienstruktur, die eines erfolgreichen Landes, sondern auch den Glauben und die Beziehung zum Erlösergott zerstören. Denn wer diese verwerfliche Moral praktiziert, lebt nach einer anderen Philosophie, folgt einem Götzenglauben und nicht dem einzigen Jahwe Gott. Dieser Mensch glaubt an einen anderen Gott (Idee-idol). Darum auch die Aufforderung in V 21-23. Ihr sollt die Sitten der Leute (Völker), die ich vor euch vertreibe, nicht annehmen. Denn sie haben all diese Dinge getan und ekelten mich damit an.

Christopher Street – in New York

Evangelische Kirche Berlin auf dem Christopher Street Day dabei !

Bericht der Ev. Kirche Berlin nachlesen – oben oder unten anklicken.

https://www.evangelisch.de/inhalte/158226/16-07-2019/evangelische-kirche-berlin-auf-dem-csd-dabei


Sind heute Veranstaltungen wie Christopher Street Day (CSD nicht schon das Normale für eine tolerante Gesellschaft? Finden denn auch Christen dieses bunte Treiben schick und interessant? Selbst die Ev. Kirche von Berlin ist mit dabei, zieht im CSD-Festzug mit, bleibt aber dem jährlichen Marsch für das ungeborene Leben – zwischen Reichstag und Berliner Dom – fern. Fragen wir uns auch, was ist denn das für eine kultur- und und moral-auflösende Ideologie, wer sind die Förderer, die sich stolz die Veränderung der biblischen Moral auf die Fahne geschrieben haben? Sie durchsetzen Kirchen und Politik, um denen ihre heidnische Ethik aufdrängen, die nach christlicher Ethik in der Kirche Gottes leben wollen. Wird es nicht bald dazu kommen, dass biblisch orientierten Kirchen vorgeworfen wird, dass sie dieser moral-auflösenden Ideologie gegenüber intolerant und feindlich eingestellt sind, weil sie an ihrem überlieferten Glaubensgut festhalten wollen? Für bekennende Christen aber gilt: Gestaltet euer Leben nicht nach den Satzungen der Völker dieser Welt. Stellt Wächter und Verteidiger vor dem königlichen Priestertum und Heiligtum auf. Gestaltet euer Leben in dieser Welt nach dem Ebenbild Gottes und Christi. Solch eine christliche Kirche wird aber immer, wie Ihr Herr selbst, Angriffe durch solche intoleranten Gegner erleben müssen, während sie Anstöße zum Leben und Zeugnis für die Welt gibt.


NTMarkus 9,30-41 Anerkennung und anerkannter Dienst

Die noch nicht so recht im Glauben stehenden Jünger werden von Jesus über den Zweck seines Kommens und sein Kreuzesleiden von Jesus belehrt, verstehen es aber nicht. Möglicherweise haben sie verstanden, dass Jesu Dienst zu Ende geht, und sie haben sich ihre Gedanken über die Nachfolge gemacht. Wer hat die besten Karten, wer kommt in Frage, wer ist der Anerkannteste unter ihnen? Jesus erkennt dieses ungeistliche und menschliche Denken der Apostel und zeigt ihnen die wahre Größe eines Leiters im Reiche Gottes. Es ist jemand, der sich nicht ins Rampenlicht drängt und öffentliche Anerkennung sucht, sondern jemand, dessen Charakterzug sich darin zeigt, dass er im Hintergrund einen herzlichen Dienst an Hilflosen und Schwachen tut. Dies ist die wirkliche Stärke eines zukünftigen Leiters. Ist Jesus in seinem Dienst nicht selbst das Vorbild?

Weiter spricht er einen negativen kritischen Blick bei seinen Jüngern an. Sie kritisieren und petzen, über andere, die einen ähnlichen Dienst wie Jesus tun. Ein zukünftiger Leiter im Reich Gottes, so sagt Jesus, muss solch eine großzügige positive Haltung anderen gegenüber haben, die sich ähnlich für das Reich Gottes einsetzen. Vorausgesetzt natürlich, dass auch sie in diesem Dienst Gutes im Namen Jesu tun.

Gott schützt also den Dienst an den Kleinen und Schwachen und auch die, die nicht in „apostolischer Nachfolge“ stehenden Dienste oder christlichen Gemeinschaften. Vielleicht können gerade die zwar näher an Jesu stehenden Apostel noch etwas von dem Einsatz und charakterlichen Haltung anderer für sich im Dienst für das Reich Gottes lernen.

Bewerten wir doch unsere Haltung zur persönlichen Anerkennung und Dienst an den Schwachen. Beobachten wir auch unsere Haltung gegenüber anderen Christen und christlichen Bewegungen, die im Namen Jesu Erfolg verzeichnen.

Abschlussgebet

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

8. Juni – Hauskirche

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Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.


Schriftteil

AT– 3. Mose /Levitikus 19

https://www.bibleserver.com/EU/3.Mose19

Gebet – Psalm 129-130

https://www.bibleserver.com/LUT/Psalm129

NT – Markus 9,14-29

https://www.bibleserver.com/EU/Markus9%2C14-29


Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT – Levitikus 19 – „Anders-Sein“ als Zeugnis für den Rest der Welt

Das vorherige Kapitel 18 in Verbindung mit K 20 ist eine erweiterte Auslegung des Gebotes um den Schutz der Ehre (7.). Dieses Kapitel beschäftigt sich allgemein noch einmal mit den restlichen Geboten und zielt auf das Zentrum: „Ihr seid heilige, denn ich bin heilig!“ Diese Aussage Gottes kann auch so übersetzt werden, dass das Heilig-Sein nicht als Forderung, sondern als eine Feststellung beschrieben wird. Sie begründet sich darin, dass das Volk und der Einzelne sich mit dem Herrn durch den Bundesschluss vollkommen identifizieren sollten. Identifikation ist dann das Sein und Werden mit Gott.

Beachtenswert ist die Überleitung, dass die Kinder die Autorität der Eltern so achten sollen wie Gesamtisrael die Sabbatruhe Gottes achtet. Eltern stehen symbolisch und wirklich anstelle Gottes für ihre Kinder. Wenn sie lernen die Autorität der Eltern zu achten, werden die Kinder, wenn sie erwachsen werden, auch die Autorität Gottes achten und sich an die restlichen Gebotes Gottes halten. Vorangesetzt wird für den Rest des Volkes die Einhaltung der Sabbatruhe als Zeichen des Bundesvolkes mit Gott. Alle die nun folgenden Gebote und Einzelvorschriften sind in der Andersartigkeit und vollkommenen Gutheit Gottes verankert. Sie dienen dem Volk Gottes als Schutz vor alten und neuen heidnischen Praktiken der damaligen Umwelt. Begründet werden diese alle mit V 36b+37: Jahwe Gott hat Israel aus der Gefangenschaft Ägyptens – ihrer Götter und Praktiken – herausgeführt mit dem Ziel, jetzt nach Gottes Willen zu leben (Ex 20,2).

Kronreif des Hohenpriesters – HEILIG DEM HERRN

Bei diesem Heilig-Sein geht es um die Identifikation des Menschen mit der Andersartigkeit Gottes nach seinem Recht, seiner Moral und der Umsetzung in den Alltag. Der Gläubige soll – aufgrund der gnädigen Rettung Gottes aus der Gefangenschaft Ägyptens – zuerst die Autorität und das Recht Gottes anerkennen, aber im gleichen Zusammenhang darin Gottes Liebe zu ihm entdecken. Dieses Motiv der Liebe Gottes soll zuerst im persönlichen Leben seinen Platz finden. Von dort aus soll es in die Gemeinschaft der Stammesgeschwister fließen. Liebe gibt es an sich nicht isoliert, denn sie ist immer auf die Gemeinschaft ausgerichtet. Neben dem Rechtsverständnis hat deshalb das Liebesverständnis zentrale Bedeutung für das persönliche Heilig-Sein des Gläubigen. Das Liebesverständnis für Israel wird aber mit Jesu Kommen und seiner Lehre im neuen Bundesvolk auf alle Menschen ausgeweitet. Zuerst auch auf die Glaubensgenossen, dann aber auf alle Menschen. Auch der noch in Gottesferne lebende Ungläubige wird zu unserem Nächsten und damit zum Objekt der Liebe Gottes. (Lu 10,25-27; Röm 13,9; Gal 5,14; Luk 6,35). Die Heiligkeit Gottes in unseren Herzen wird durch das Motiv der Liebe immer wieder entzündet und verkündet durch unser Leben Gottes vollkommene und gute Andersartigkeit in unserer nächsten Umgebung. Sind wir uns dessen bewusst?


NTMarkus 8,14-29

In Kap 6,7ff hatte Jesus seine Jünger unterwiesen, eingesetzt zu predigen, zu heilen und Dämonen auszutreiben. Der in Kapitel 9,1-13 auf dem Berg der Verklärung bestätigte Gottessohn kommt zurück und trifft im Tal die verzweifelte Menge, die Eltern und die Jünger, in ihrer Ohnmacht. Jesus, der Gottessohn, zeigt seine Vollmacht gegenüber seinen ohnmächtigen Jüngern darin, dass er den in seiner Gottesebenbildlichkeit (durch die Dämonen) zerstörten Jungen durch sein Machtwort wieder in seine ursprüngliche Bestimmung einsetzt und heilt. Auch damit wird wieder die These (Mr 1,1) erneut bestätigt, dass nur er der Gottessohn ist.

Die Lektion aber, die Jesus seinen Jüngern und der Kirche damit geben will, ist folgende: Vollmacht und Heilung (zur Heilung und Gottesebenbildlichkeit) geschieht nur durch den Glauben der Betroffenen oder deren Stellvertreter und durch den Glauben und das anhaltende Gebet der eingesetzten und berufenen Diener. Durch Glauben und Gebet hat Jesus selbst Teil an der Vollmacht Gottes, und damit geschieht das Wunder, das der Junge wieder als Geschöpf Gottes geheilt und wiederhergestellt wird. Spätere Handschriften fügen in V 29 hinzu “und Fasten“.

Tiefer Glaube, Gebet und Fasten lassen uns und die Kirche an der Vollmacht Gottes teilnehmen. Böse Geister und Ideologien zerstören heute immens das Ebenbild Gottes im Menschen. Die Kirche Christi hat den Auftrag, diese mächtigen Ideologien und Gedankengebäude niederzureißen. Die Vollmacht erhält sie durch Glauben und Gebet.

Abschlussgebet

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

6. Juni – Hauskirche

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Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.


Schriftteil

AT– 3. Mose /Levitikus 17

https://www.bibleserver.com/EU/3.Mose17

Gebet – Psalm 126-128

https://www.bibleserver.com/LUT/Psalm126

NT – Markus 8,31-9,1

https://www.bibleserver.com/EU/Markus8%2C31-38


Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT – Levitikus 17– Blut ist Leben – Leben von Gott

Mit Kapitel 17 beginnen die Heiligkeitsgesetze (K 17-26), die das Land und die Leute heilighalten sollen, um dadurch die Gegenwart eines heiligen Gottes in ihrer Mitte zu verkünden.

Während die vorigen Kapitel Sünde und Unreinheit / Reinheit behandelt haben, gehen die restlichen Kapitel auf die Übertretungen ein, für die es keine rechtliche Hilfe oder Lösung mehr gibt. Dieses besondere Kapitel überbrückt die Anordnung und führt zur Anwendung der Vorschriften

V1-9 Alle Opfer gehören dem Herrn. V 10-14 Das Blut darf nicht als Speise verzehrt werden, weil es eine gottbestimmte Funktion hat. V 15-16 Reinigung soll beachtet werden.

Warum gibt es koschere Gesetze für orthodoxe Juden? Warum schächten, schlachten religiöse Menschen ohne Betäubung? Warum müssen Haustiere beim Heiligtum geschlachtet werden und nicht auf freiem Feld? Warum gibt es soviel Getue um das Blut? Was bedeutet das Blut?

Dieses Kapitel 17 ist das Herz und Zentrum des Buches Levitikus. Das Blut steht für das Leben. Es bringt alle lebensnotwendigen Substanzen in den Körper, damit alle Organe versorgt werden können und er leben kann. Doch das Vergießen bringt das Ende des Lebens und den Tod mit sich.

Wichtig zum Verständnis ist die Schöpfungsordnung Gottes, dass er das Leben geschaffen hat, Menschen und Tiere, und dieses Leben auch würdig behandelt werden soll.

Eine andere Gesinnung finden wir von Anfang an bei allen restlichen Völkern. Sie verehren Jagdgötter, Feldgötter, Saturn, Pan, u.a. Als Israel aus Ägypten auszog nahmen sie deren heidnische Schlachtgebräuche mit und opferten wie sie, bei jeder Schlachtung, den „Feldgeistern“. Deshalb hier die Anordnung V 5: Die Israeliten sollen ihre Schlachtopfer, die sie (wie die Ägypter) noch auf freiem Feld opfern, und V7: … sie sollen von nun an nicht mehr den Dämonen opfern, denen sie nachhuren.

Diese Feldgeister sind mythologisch als Halbwesen anzusehen. Sie werden oft auf zwei Ziegenbockbeinen stehend, mit männlichem erotischem Oberkörper, Menschenkopf mit Ziegenbockohren und -Hörnern, dargestellt, die dann auch noch Frauen verführen (V7).

Das heilige Blut darf aber nicht in solche Beziehung zu Götzen und Naturgöttern gebracht werden. Deshalb hier die Aufforderung, von nun an diese Schlachtungen nur in heiliger Umgebung der Stiftshütte und nur durch die Priester Gottes durchführen zu lassen. Doch außerhalb Israels finden wir diese heidnische Handhabe noch bis zur Zeit des Paulus auch später noch in der Geschichte wieder. Er spricht in dieser Beziehung darüber, das Gewissen von schwachen Gläubigen zu belastet, wenn im Götzentempel Götzenopferfleisch gegessen wird (1 Kor 8,1-10). Auch zu seiner Zeit wurde durch einen heidnischen Priester die Schlachtung an einem heidnischen Tempel eingeleitet, das Blut dort für heidnischen Götter vergossen. Erst danach konnte das Fleisch verkauft und gegessen werden.

Doch das Leben ist im Blut, es steht synonym für Leben an sich und gehört dem wahren Gott, der darüber wacht. Er ist allein Spender alles Lebens und hat allein das Recht auf Leben und Tod.

In diesem Zusammenhang verstehen wir, dass die Menschen zurzeit Jesu geschockt waren als er sprach: Wer mein Fleisch ist und mein Blut trinkt, der hat das ewige Leben (Joh 6,54).

Bild von Gerd Altmann auf Pixabay 

Wenn nun das Neue Testament vom Blut Jesu spricht, das wie bei einem Opfer in der Stiftshütte oder im Tempel ausgegossen wird, meint es den Tod Jesu. Durch das Ausgießen seines unschuldigen Lebens als Stellvertreter an unserer Stelle, wird die Sühnung unserer Sünden vor Gott bewirkt. Deshalb wird dem Sünder durch das Blut Jesu vergeben, damit er ewig leben kann. Alle Gläubigen werden aufgefordert, das Blut Jesu immer wieder als heilig und als das Wertvollste zu achten. (Hebr 10,19-24) Es soll unsere Nachfolge und unsere christliche Gemeinschaft erneuern und formen.


NTMarkus 8,31 – 9,1 Christusbekenntnis und Kreuzesnachfolge

Das Christusbekenntnis des Petrus, die Kreuzesnachfolge für seine Jünger und sein Tod sind die Mitte des Markusevangeliums (8,31-10,52).

Gegenüber dem Urteil vieler Menschen bekennt sich Petrus zunächst zum Menschensohn (Dan 7,13ff), der leiden, sterben und auferstehen wird. Damit werden mit dem Petrusbekenntnis gleich drei wichtige Glaubenswerke Jesu mit seiner Person verbunden, die dann auch im apostolischen Glaubensbekenntnis ihren Niederschlag finden. Diese Lebensabschnitte sind heilsnotwendig für den rettenden Glauben. Petrus aber, vom Teufel angefochten, widerspricht gleich anschließend ganz ungläubig dem Heilsplan Gottes und wird von Jesus getadelt.

Warum dieser plötzliche Glaubenswandel? Petrus versteht den Meister deshalb nicht, weil er die Leidensnachfolge seines Meister noch nicht für sich angenommen hat.

Zur Nachfolge Christ gehört einmal die Aufgabe des Egoismus und die Bereitschaft zum Martyrium, zum Leiden. Dieses muss er noch lernen. Die von Jesus dann an alle Jünger und das Volk verkündigte Aufforderung zur Nachfolge unter den Kriterien der Selbstverleugnung und Leidensnachfolge ruft zur persönlichen Entscheidung aller auf.

Wer sich dazu bekennt wird in der Herrlichkeit angenommen werden, wer diese Nachfolge ablehnt, dessen wird sich der Menschensohn auch in der Ewigkeit schämen.

Bekennen wir uns zu Jesus als den leidenden, gestorbenen und auferstandenen Gottessohn? Sind wir bereit in der Nachfolge eigensüchtige Wünsche aufzugeben? Folgen wir auch noch nach, wenn wir um Jesu willen kritisiert und verlacht werden?

Abschlussgebet

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

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Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

5. Juni – Hauskirche

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Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.


Schriftteil

AT– 3. Mose /Levitikus 16

https://www.bibleserver.com/EU/3.Mose16

Gebet – Psalm 123-125

https://www.bibleserver.com/LUT/Psalm123

NT – Markus 8,22-30

https://www.bibleserver.com/EU/Markus8%2C22-30


Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT – Levitikus 16– DAS FEST – Der große Versöhnungstag

Der letzte Vers dieses Kapitels dient wieder zu Einführung: Das soll euch eine ewige Ordnung sein, dass ihr Israel einmal im Jahr entsühnt wegen aller seiner Sünden.

Der große Versöhnungstag als wichtigster Tag der jüdischen Feste wird in Apg 27,9 allgemein als „das Fasten“ bezeichnet. Es ist das sechste und wichtigste von sieben religiösen Festen des israelitischen Kalenders. Traditionell unterwarf man sich vom 7.-10. Monat (Neujahrstag zum Versöhnungstag) einer Selbstprüfung, um sich auf diesen besonderen festlichen Jahrestag vorzubereiten.

Wir beobachten bei der Abfolge unserer Lesungen bisher, dass nach den besprochenen Themen Reinheit und Unreinheit (Kap. 11-16) dieses Fest thematisch den Abschluss für eine umfassende Reinigung des ganzen Volkes darstellt. Diese Feier dient nicht nur zur Reinigung „der zuvor begangenen Sünden“ von Nadab und Abihu (betrunkene Priester – Kap 10,1ff) und des Heiligtums, sondern auch für den Hohenpriester und des ganzen Volkes.

Der Gottesdienst an diesem Tag hatte seine vorgeschriebene Liturgie, eine Ordnung, auf die auch Hebräer 9,1ff hinweist und die Bedeutung auch für neutestamentliche Christen beschreibt. An diese Prinzipien knüpft in jedem Gottesdienst auch „Das Allgemeine Gebetbuch“ immer wieder an. Die peinlich genaue Abfolge dieses Versöhnungsgottesdienstes wird uns in V 1-28 beschrieben. die Lektionen, die wir daraus lernen, sind die: Es ist schwer, sich Gott in einem unreinen und sündigen Wesen zu nahen.

Wir beobachten: Das Volk Gottes, 12 geordnete Stämme, campierten um die Abzäunung des Heiligtums herum. Nur die Männer konnten in den Vorhof gehen. Nur die Priester konnten im Heiligen ihren Dienst ausüben. Und nur der Hohepriester durftee einmal im Jahr ins Allerheiligste treten, um den Dienst der Versöhnung für das Volk zu tun. Dies alles bedarf einer gewissenhaften Vorbereitung des Volkes und seiner Diener in Bezug auf Reinigung, um dann in die Gegenwart Gottes zu treten.

Dieser Tag war der hochheiligste Tag. Die Menschen durften nicht arbeiten, nicht essen (fasten), sollten sich selbst verleugnen und ihrer alltäglichen Bedürfnisse entsagen. Durch diese Vorbereitung und im Blick auf den Hohenpriester, der im einfachen weißen Gewand für sich, seine Familie und das ganze Volk Versöhnung und ein reines Gewissen suchte, wurde jeder Israelit erinnert, dass er von seinen eigenen Sünden erlöst werden musste.

Bildpredigt-Karfreitag von Sylvia-Minder

Alle Abläufe und Handlungen des Hohenpriesters haben symbolische und geistliche Bedeutungen, sie sind aber nur kurzzeitig wirksam. Wir können hier nicht auf Einzelheiten eingehen. Durch die besonderen Handlungen der Opferungen in Verbindung mit Blut und Auflegung beider Hände auf den Sündenbock, der dann in die Wüste – einen Ort ohne jegliche Rückkehr – geführt wurde, wird herausgestellt, wie notwendig die Reinigung und Sündenvergebung für alle im Volk Gottes wichtig sind. Das Gewissen des Volkes wurde, wenn im Glauben angenommen, für das vergangene Jahr gereinigt, aber nicht für immer. Doch erst im Neuen Testament erwartet uns die Erfüllung einer einmaligen und ewigen Reinigung durch das sündlose Lamm und den ewigen reinen Hohenpriester Jesus. Dieses wunderbare Fest der Versöhnung im AT zeigt sich jedoch langfristig als ineffektiv im Licht von Golgatha und der vollkommenen Erlösung durch Jesus Christus. Dazu mehr in Hebräer 9,24-29. Das bedeutet: Christus ist einmal durch sein eigenes Opfer am Kreuz direkt zum Vater ins Allerheiligste eingetreten und hat alle Gläubigen versöhnt. Der Vorhang zerriss sogar tatsächlich damals im Tempel von oben nach unten. Damit enden alle die alten Abläufe und Handlung. Der direkte Zugang durch Jesus zum Vater ist da. Doch die Prinzipien des Zugangs bleiben für die Kirche und den Einzelnen bestehen. Wir benötigen die tägliche Fußwaschung oder Reinigung der Alltagssünden vor Gott.


NTMarkus 8,22-26 Durch Glauben sehend werden

Die Jünger besitzen Augen und sehen kaum, sie haben Ohren und hören schwer. Unsere Geschichte spricht zwar zeichenhaft von einem Wunder, das Jesus erneut als Gottessohn beweisen soll. Doch sie soll seinen Jüngern und den christlichen Zuhörern mehr sagen, was ihnen eigentlich (V 17-19) nottut. Von Jesus allein können wir erwarten, dass er die Augen seiner Jünger weiter öffnet, dass sie sehen und verstehen und Glauben können, wer er ist und was er mit ihnen vorhat. Oftmals ist es auch ein Prozess oder Erfahrungen in aufeinander folgenden Abschnitten des Lebens, Jesus besser und genauer zu erkennen, und was seine Botschaft bedeutet. In solchen Phasen werden die Augen der Jünger weiter und klarer aufgetan. Damit werden sie auch auf das Bekenntnis des Petrus im nächsten Abschnitt vorbereitet, dem die Augen dann besonders geöffnet werden.

Wir beten oder singen:

Herr, öffne meine Augen, dass ich sehe, die Wunder an Deinem Gesetz. Herr, öffne meine Ohren, dass ich Deinen Willen tue. Herr, tue meine Lippen auf, dass mein Mund Deinen Ruhm verkündige. Amen

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Abschlussgebet

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

4. Juni -Hauskirche

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Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.


Schriftteil

AT– 3. Mose /Levitikus 14,33-57

https://www.bibleserver.com/EU/3.Mose15

Gebet – Psalm 119,161-176

https://www.bibleserver.com/LUT/Psalm120

NT – Markus 8,11-13

https://www.bibleserver.com/EU/Markus8%2C14-21


Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT – Levitikus 15– Körperliche Ausflüsse und Gottesdienst

Als Vorwort und zum Überblick sollte zu Beginn das Nachwort in V 31-33 gelesen werden. Es geht um die Reinheit beim Gottesdienst. Darunter fällt auch die menschliche Sexualität.

Der Auftrag und der damit verbundene Akt: Seid fruchtbar und mehret euch, ist nach Gottes Ordnung in rechter Ehebeziehung gut und gottgewollt.

Dieses Kapitel enthält Richtlinien in Bezug auf Geschlechtsorgane und von dort ausgehenden möglichen Krankheiten, die vom Gottesdienst wegen Unreinheit ausschließen können. Damit wird auch die Sorge um Heiligkeit im Bereich der persönlichen Sexualität angesprochen.

Einige, hier als rituell unreine Ausflüsse oder Samenergüsse bezeichnet, sind beim Geschlechtsverkehr innerhalb der Ehe oder während der Menstruation normal. Nur eine magische Verbindung beim sexuellen Akt herstellen zu wollen, wie es die Heiden außerhalb des Volkes Gottes praktizieren, war verboten. Denn diese betrachteten ihre sexuellen Handlungen als zaubernde Handlung, ihren heidnischen Gott beim Schöpfungsakt zu stimulieren oder magisch nachzuhelfen.

V 4-11 Unreinheit durch menschliche Ausflüsse wurde auch als krankhaft und ansteckend angesehen. Damit konnten auch Krankheiten – Viren, etc. – auf Gegenstände übertragen werden, die von einer unreinen Person berührt wurden.

V 13-33 Text befasst sich zentral damit, dass Menschen kultisch am Gottesdienst teilnehmen können. Zuerst geht es beim Mann (V 13-18) um ein abnormales und dann um ein normales Problem. Danach umgekehrt wird ein normales Problem bei der Frau angesprochen (Verse 19-30), danach wird das abnormale bei ihr beschrieben.

Die Reinigung geschieht für Mann und Frau in Eigenverantwortung ohne einen Priester. Die vorgeschriebenen zeremoniellen Handlungen, die für den Besuch der Anbetungsstätte vorgesehen waren, durch Waschen und Reinigen, musste also jeder selbst durchführen. Ein Hinweis für das allgemeine Priestertum und persönliche Verantwortungen.

Doch bei unnormalem und krankhaftem Ausfluss erforderte die Reinigung auch noch ein Opfer. Es kann ähnlich wie in K 12,8 mit dem Opfer der Frau nach der Geburt eines Kindes verglichen werden.

Auch im Neuen Testament geht es für den Christen um gottesdienstliche Reinheit, u.a. sich sexuell und äußerlich rein zu halten. Auch wurde auf krankhafte Ausflüsse in Verbindung mit Infektionen oder Berührung und Übertragung auf und durch Gegenstände hingewiesen. Verantwortliche Hygiene, öfters sich zu waschen und zu reinigen, wird vom Volk Gottes gefordert. Es geht darum, keine Krankheiten, keine Viren, etc. zu übertragen oder zu empfangen. Das gilt für den Nächsten, besonders aber für den, der sich mit uns im Gottesdienst befindet. Die reine Teilnahme am Gottesdienst soll aber das Zentrale im Leben der Christen bleiben. Nur dazu dienen auch äußerliche Reinigungsvorschriften. Auch Christus hat seine Braut, seine Kirche, von aller Unreinigkeit gereinigt, um mit ihr als geheiligte und untadelige Braut innige Gemeinschaft zu haben (Eph 5,26-27). Gerade auf dieses Hauptziel Christi, der Versammlung Christi mit seiner Kirche, sollten alle „staatlichen Reinigungsvorschriften“ geprüft und zielgerecht ausgerichtet werden. Dafür sollen sich alle Verantwortlichen in der Kirche Christi deutlich und mutig aussprechen. Denn die Kirche Christi hat in diesem Bereich die Eigenständigkeit, dem Staat zu sagen, wo es gottesdienstlich hingeht, nicht aber umgekehrt.


NT – Markus 8,14-21 – Sauerteig, der den Glauben zerstört

Nicht nur die Pharisäer waren unverständig, sondern auch noch seine eigenen Jünger. Bei ihnen gibt es Hoffnung. Denn dreimal wird in diesem Bericht erwähnt (V 17+21): „noch nicht“. Jesus erkennt dies, als er vor ihnen von der zerstörerischen Lehre der zuvor erschienen Pharisäer spricht. Sie verknüpfen ihre Machtstellung in der Lehre mit dem Machtdenken des Herodes, den sie auch unterstützen, zu ihrem eigenen Vorteil. Dieser Virus, dieser Sauerteig, zerstört den Glauben seiner Nachfolger und noch Lernenden.

Als Jesus vom zerstörerischen Sauerteig spricht, denken sie an ihre Vergesslichkeit, kein Brot mitgenommen zu haben. Sie verstehen auf dieser irdischen Ebene nicht die geistliche Warnung: sie denken falsch, verstehen falsch und glauben falsch. Aber da ist Hoffnung. Jesus sagt: Begreift ihr denn  n o c h  nicht.

Und so gibt Jesus uns allen, die wir mit Ihm auf dem Weg sind, die Hoffnung, dass unser irdisch-menschliches Denken auf eine höhere geistliche Ebene und zu einem neuen Verstehen gebracht werden kann. Dies aber entsteht erst dann, wenn wir Wunderforderungen, Macht- und Vorteilsdenken in unserem Leben ausschließen. Dann werden wir auf die rechte Ebene des kindlichen Glaubens und Verstehens geführt. Erst dann können wir geistlich Jesus verstehen und mit dem Herzen glauben.

Abschlussgebet

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

3. Juni – Hauskirche

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Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.


Schriftteil

AT– 3. Mose /Levitikus 14,33-57

https://www.bibleserver.com/EU/3.Mose14%2C33-57

Gebet – Psalm 119,161-176

https://www.bibleserver.com/LUT/Psalm119%2C161-176

NT – Markus 8,11-13

https://www.bibleserver.com/EU/Markus8%2C11-13


Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT – Levitikus 14,33-57 – Die Reinheit von Häusern und Geräten

Die hier dargestellte Verunreinigung von Häusern, ihre Untersuchung und die einzuleitenden Maßnahmen zur Reinigung und die spätere kultische Benutzung kommt der Reinigung eines Menschen im Volk Gottes sehr nahe. Bei dem hier mit „aussätziger Stelle“ bezeichneten Erscheinungen handelt es sich wahrscheinlich um Arten von Schimmel, Pilzbefall, Mehltau oder durch andere Bakterien veränderte Materialien eines Gebäudes.

Woher kommt dies? Wie entsteht dies? Es kann vielerlei Ursachen haben, wie auch heute bei Häusern mit schlecht isolierten Fundamenten, feuchten Kellern oder nicht belüfteten Wohnungen. Dies kann verheerende Auswirkung auf die Gesundheit der darin wohnenden Menschen haben.

Wenn Krankheiten auftraten, fragte das gläubige Volk nach Ursache und Grund, aber auch, ob Gott damit eine Absicht habe oder sogar ihm eine Lektion dadurch beibringen wolle (5Mo/Ex 32,39). Deshalb auch immer wieder die Frage, ob nicht Gott direkt Krankheit oder wie hier Krankheitsbefall in Wohnhäusern geschickt hat: Amos 3,6 Geschieht ein Unglück in der Stadt, ohne dass der HERR es bewirkt hat?

Wir finden immer wieder Beispiele, besonders im Alten Testament, dass Gott Drangsale sogar Krankheiten bis hin zu Pest schickte. Sie sollten als Gegenstandslektionen über seine Heiligkeit dienen und sein Volk an einen heiligen Lebenswandel und heilige Lebensgewohnheiten erinnern.

Deshalb müssen auch wir die weltweite Corona-Epidemie in diese Richtung sicherlich neu bewerten. Sie soll an einen heiligen Gott und eine heilige Lebensführung erinnern.

VMR – ECHO – Mainz – Bericht

Auch das Wohnen an einem feuchten Ort, in einem feuchten Hause oder in einer ungeordneten, unsauberen Messi-Wohnung ist nicht Gottes Wille. Er will Gefahren und Krankheiten von seinen Kindern abwenden. Aber sie müssen auch alle Verantwortung übernehmen, dass ihre Wohnumstände entsprechend sind. In solch einem Zustand bringt es auch nichts für Leib, Seele und Geist, Gottesdienste zu besuchen oder die Gegenwart Gottes in unheiligen Klamotten und unsauberen Umständen zu suchen.

Hier ist vor allem notwendig, die Umstände und Abläufe am jeweiligen Ort mit krankhafter Umgebung zu verändern und dort auf Sauberkeit, Ordnung und Hygiene zu achten. Für Einzelne oder auch für Familien oder Wohngruppen wird dringend empfohlen, sich bei solchen  Vorfällen und Angelegenheiten professionelle Hilfe auf sozialem und dann auch auf spirituellem Gebiet zu suchen.


NT – Markus 8,11-13 Zeichen vom Himmel – welches ist wichtig?

Jesus hatte bereits viele Wunder während seiner kurzen Tätigkeit seit seinem Dienstantritt gewirkt. Dies hatte sich eigentlich überall herumgesprochen. Aber seine theologischen Gegner, die Pharisäer, wollten diese Offenbarungszeichen vom Himmel nicht akzeptieren. Dagegen forderten sie ein übergroßes Machtzeichen des Himmels. Jesus lässt sich aber nicht darauf ein. In Mt 16,4 weist er auf das Zeichen hin, das einmal für alle gültig sein sollte: Das Zeichen des Jona. D.h., dass er nach drei Tagen – nicht wie Jona im Bauch eines Fisches, aber – nach seinem Kreuzigungstod wieder aus dem Grab auferstehen wird. Das wird das Zeichen der Bestätigung sein, dass er der Messias und der Gottessohn ist (Mt 12,39+40).

Das persönliche Wagnis des Glaubens an den Gottessohn ohne Machtbeweis (Wunder & Zeichen) bleibt niemandem erspart. Auch Wunder und Zeichen helfen heute nicht, zum wahren Glauben zu kommen. Die Pharisäer, das treulose Geschlecht, verweigert hier Jesus das Vertrauen und die Nachfolge. Glaubst Du an diesen vom Tod auferstandenen Gottessohn und wagst ihm in unserer ungläubigen Gesellschaft nachzufolgen?

Abschlussgebet

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

2. Juni – Hauskirche

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Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.


Schriftteil

AT– 3. Mose /Levitikus 14,1-32

https://www.bibleserver.com/EU/3.Mose14%2C1-32

Gebet – Psalm 119,145-160

https://www.bibleserver.com/LUT/Psalm119%2C145-160

NT – Markus 8,1-10

https://www.bibleserver.com/EU/Markus8%2C1-10

Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT – Levitikus 14,1-32 – Die Reinigung von Aussätzigen

Für die Reinigung von Aussätzigen sind komplizierte Handlungen außerhalb und dann innerhalb des Lagers notwendig. Es werden schwer verständliche Abläufe beschrieben, die aber auch an die Weihe von Priestern erinnern. Die Quarantäne der Aussätzigen findet außerhalb der Wohngemeinschaft der Israeliten statt, außerhalb des geheiligten Lagers. Der scheinbar Geheilte kommt zuvor nicht ins Lager, sondern der Priester (und Arzt) geht hinaus zu dem Kranken auch mit der Gefahr, dass er sich infizieren könnte. Das ist sein Auftrag, die Kranken, von der Gemeinschaft Getrennten, wieder zum anbetenden Volk zurückzuführen.

Nach dem sich der ehemals Aussätzige draußen gewaschen hatte (Körper und Kleider), darf er wieder ins Lager kommen, um dort nun ganz gereinigt zu werden. Die sieben Tage erinnern an die sieben Tage der Schöpfung. Am 8. Tag beginnt die zeremonielle Reinigung. Diese erlebt und durchlebet der am Körper Geheilte, um so als eine neue heile Schöpfung vor Gott zu stehen, ihn anzubeten.

Dann geschieht der zweite Teil der Reinigung (V 10-20). Hier werden wir an die Einsetzung der Leviten erinnert. Auch diese wurden gebadet (gewaschen), dann am Ohr gesalbt, am Finger und an der Zehe (8,12.23ff). Auch diese Handlung soll bezeugen, dass nicht nur die Priester, sondern jeder im Volk Gottes zum priesterlichen Volk gehört, diese nun zurückgeführt Gott anbeten sollen.

Wir wissen um zwei Fälle des Aussatzes im AT, einmal bei der Schwester Moses (Nu 12,14 und bei dem heidnischen Hauptmann Naäman (2 Kö 5,14). Ansonsten hören wir nichts mehr von geheilten Aussätzigen. Dies scheint, als ob erst mit beim Kommen Jesu diese Heilungen und ihre Aufnahme in das neutestamentliche Gottesvolk geschehen solle. Denn erst Jesus heilt einzelne und Gruppen von Aussätzigen (Mt 8, 2-4) und sendet sie nach dieser Forderung von K 14 zu den Priestern in den Tempel. Dies hat besonders  den Zweck, dass sie erkennen: Die messianische Zeit ist angebrochen und der Messias ist da. Im neuen Testament wird der äußere Aussatz mit dem inneren Aussatz der Sünde in Verbindung gebracht. Von dieser Sündenkrankheit kann nur Jesus, die zum Tod geweihten heilen, wiederherstellen und in die Gemeinschaft des Volkes und in die Tafelrunde Gottes bringen. Jesus reinigt, heilt und bringt in die Gemeinschaft des Vaters.


NT – Markus 8,1-10 Die Speisung gilt auch den Heiden

Mosaik von Bischof Meyer in der Christuskapelle

Jesus befindet sich hier mehr im heidnischen Gebiet von Tyrus, Sidon und im griechisch sprechenden von Dekapolis – 10Städtegebiet. Nachdem er zuvor in 6,30ff bereits 5000 mit Brot gespeist hatte, scheint dies anzudeuten, dass seine Mission nicht nur auf das ursprüngliche Volk Gottes ausgerichtet sein sollte, sondern auch auf die Heiden, die Nichtjuden. Das Evangelium, dargestellt als das Brot des Lebens, wird zeichenhaft an die Heiden weitergereicht. Und hier geht es auch um den sakramentalen Inhalt des Evangeliums. Dies erkennen wir an den Worten Jesu in V 6: Und Jesus nahm die sieben Brote, dankte und brach sie und gab sie seinen Jüngern, damit sie sie austeilten, und sie teilten sie unter dem Volk aus. Diese Worte weisen auf die später an die Jünger gerichteten Worte in 14,22: Das ist Mein Leib und das ist Mein Blut.

Abschlussgebet

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

30. Mai – Hauskirche

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Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.


Schriftteil

AT– 3. Mose /Levitikus 12

https://www.bibleserver.com/EU/3.Mose12

Gebet – Psalm 119,97-112

https://www.bibleserver.com/LUT/Psalm119%2C97-112

NT – Markus 7,14-23

https://www.bibleserver.com/EU/Markus7%2C14-23

Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT – Levitikus 12 – Auch Frauen bringen Opfer – zu unterschiedlichen Zeiten

Nach den Gesetzen über saubere und unreine Nahrung, beschäftigen sich die nachfolgenden Anordnungen mit reinen oder unreinen Personen. Zuerst geht es um die Geburt, bei der durch eine gefallene, sündige Menschheit, der Mensch in Sünde gezeugt, empfangen und auch geboren wird. Dabei geht es um Samen oder auch Blut, die an sich nicht sündig sind, aber kurzfristig für den Gottesdienst unrein machen.

Das Bundesvolk Gottes unterscheidet sich aber von dem Rest der Menschen dadurch, dass es eine besondere Wertschätzung für das Blut zeigt, welches das Leben enthält und in Gottes heilige Gegenwart gebracht wird. (12,1-8). So wie eine einfache Angelegenheit wie bestimmte Nahrungszunahme die Fähigkeit verändert, sich Gott zu nahen, können andere Dinge, wie z. B. Schimmel, Krankheiten, körperliche Ausflüsse oder auch die Berührung eines Toten, usw. eine Person unfähig machen, sich dem Heiligtum, dem Bundeszelt, zu nahen. Auch der Blutfluss bei und nach der Geburt eines Kindes bedeutete, dass die Frau zeremoniell, d.h. für den Gottesdienst, unrein war und das Heiligtum nicht betreten durfte (Vers 4). Diese Situation erforderte eine zeitliche Unterbrechung, die zu ihrer körperlichen Reinigung dient. Danach durfte die Frau opfern, wie auch die Männer, denn nur Opferblut durfte Gott nahe gebracht werden. Das bedeutet, dass sie nach der entsprechenden Zeit als rein für die Gottesdienstteilnahme wieder angesehen wurde. Dies hatte nichts damit zu tun, dass etwa die Zeugung oder die Geburt eines Kindes als etwas Sündiges angesehen wurde, sondern sogar von Gott als geboten zur Vermehrung des Volkes Gottes bestimmt war (Gen 1,28).

Warum die Geburt eines Mädchens gegenüber einem Jungen die zeremonielle Unreinheit verdoppelt, ob dies weniger oder besonderen Wert andeutet, wird uns durch die Schrift nicht mitgeteilt. Doch wird uns hier mitgeteilt, dass Gott eine Unterscheidung der Geschlechter macht und sie nicht vermischt, wie es heutzutage durch eine antigöttliche Genderideologie indoktriniert wird.

Ob nun eine Frau einen Jungen oder ein Mädchen zur Welt brachte, jedenfalls unterstrich das gebrachte Opfer ihre Hingabe und ihren Anteil an der reinen Bundesgemeinschaft Gottes.

Auch in der Offenbarung 21,27 lesen wird, dass nichts Unreine in die Stadt Gottes und seine Gegenwart gebracht werden wird. Dies spiegelt die Bedeutung von Levitikus wieder, da Gott nur Reines in seiner heiligen Gegenwart duldet.

NT – Markus 7,14-23 Außenwelt und Innenwelt

Jesus lehrt, was wirklich die Verunreinigung des Menschen ausmacht. Körperlich aufgenommene Nahrung in sich hinein verunreinigt weder die Seele noch den Geist eines Menschen. Physische Dinge verändern nicht die geistige Natur eines Menschen, weder Fleisch, Eier, Milch noch Getreide. Egal wie groß auch eine physische äußere Verschmutzung sein kann, sie wird keine geistige oder moralischen Unreinheit hervorrufen. Aber auch äußere gottesdienstliche oder liturgische Handlungen können an sich nicht den Menschen innerlich geistlich reinigen, wenn nicht der Heilige Geist gleichzeitig dessen Geist berührt.

Jesus spricht hier das durch die Ur- und Tatsünde verunreinigte Herz, das Innere, des Menschen an. Alles was hier an sündigem Potenzial vorhanden ist, was Jesu hier aufzählt, das kommt durch Worte und Taten zum Ausdruck in dem jeweiligen Menschen und besonders durch ihn. Auf diese inneren sündigen Regungen, die Innenwelteinfüsse hat der Christ besonders zu achten, dann erst auf die Umwelteinflüsse. Die Innenweltschädigung ist verantwortlich für die Umweltschädigung, angefangen bei jedem Menschen und sich ausbreitend in Gottes herrlicher Schöpfung, die bewahrt werden soll.

Abschlussgebet

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

29. Mai – Hauskirche

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Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.


Schriftteil

AT– 3. Mose /Levitikus 11,24-47

https://www.bibleserver.com/EU/3.Mose11%2C27-47

Gebet – Psalm 119,65-80

https://www.bibleserver.com/LUT/Psalm119%2C65-80

NT – Markus 7,1-14

https://www.bibleserver.com/EU/Markus7%2C1-14

Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT – Levitikus 11, 24-47– rein und unrein, heilig oder unheilig

„Der Mensch ist, was er isst“, beruht auf einer Aussage des Philosophen Ludwig Feuerbach. Dies entspricht einer Weisheitslehre aus Asien, dass die Grundlage für unsere Gesundheit die Ernährung ist.

Die mehr positive Ernährung wurde in der vorigen Betrachtung behandelt. Jetzt ab V 24 kommen immer wieder solche Warnungen vor: Dies soll euch unrein sein, macht euch damit nicht unrein, wer von solchem Aas ist, er wird unrein bis zum Abend. Das hebräische Wort „tame“ für unrein bedeutet auch noch unnormal, unnatürlich, schwach oder krank. Es kommt 182 Mal im Alten Testament vor. Davon allein 120 Mal hier im Buch Levitikus. Dagegen kommt das Wort „rein“ (normal, sauber, rein, ganz) 92 Mal im AT vor, und davon 50% hier in Levitikus. Gläubige im Alten wie im Neuen Testament werden aufgefordert, sich nicht zu verunreinigen, sondern heilig zu sein. Im AT wurde dies sogar bis auf die Essensgewohnheiten ausgedehnt, die, wie wir schon zuvor erfahren haben, oft mit heidnischen Praktiken und Aberglauben zusammenhingen. Es erschein schon fremdartig, dass sich Gott um so grundlegende Dinge der alltäglichen Speise kümmert. Gott wollte seine Leute vor schädlichen Einflüssen für den Leib und den Geist schützen. Gott ordnet nicht nur gottesdienstliche Dinge an, sondern er gibt Anweisung für Kleidung und das Essen, damit die Menschen lernen, anders zu leben als die nicht an Gott Glaubenden. Sie sollen dadurch lernen, sich nicht nur äußerlich abzusondern, sondern auch innerlich von ganzem Herzen den Willen Gottes und sein Angesicht zu suchen. Der Grund aber ist der in V. 44, dass Gott ihr HERR ist, er der Chef, der sie aus Ägypten geführt hat. Von hier an kommt das Wort HERR noch 50 Mal in Levitikus vor und fast immer mit der Belehrung: Ich bin heilig. Wenn nun die Menschen in ihrem äußeren gottesdienstlichen Verhalten sich vom Unreinen (Essen und Verhalten) trennen und sich damit auch heilig in ihrem Innern einstellen., damit der Prozess beginnt, dass sie heilig werden. Was wollen also diese oft schwer zu verstehenden Anordnungen? So wollen motivieren heilig zu werden, weil Gott heilig ist. Das heißt, er ist vollkommen von Sünde, Krankem, Schwachem und Unnatürlichem abgesondert und ist vollkommen gut. Als Gott die Schöpfung und den Menschen geschaffen hatte, sah er an, alles was er geschaffen hatte, und siehe, alles war sehr gut.

Weil wir 1. in der Ebenbildlichkeit Gottes geschaffen wurden, 2. von Gott durch den Exodus (Auszug aus Sündengefangenschaft) berufen wurden und 3. weil Jahwe, der Herr ist, und mit uns einen Bund (in der Taufe) geschlossen hat, deshalb sind wir zur Reinheit und zur Gutheit Gottes aufgerufen, rein, sauber und vollkommen zu sein. Der Mensch ist (sein Sein) was er isst, rein oder unrein.

NT – Markus 7,1-13 Von wahrer Reinheit und Unreinheit des Herzens.

Bevor Jesus in das heidnische Gebiet von Tyrus zieht, erfolgt eine Auseinandersetzung mit den Pharisäern über die ständig auftauchende Frage der Reinheit und Unreinheit. Unterschieden wird da zwischen heilig und weltlich. Heilig meinten die Juden zu sein, die sich bei allen Ortsveränderungen immer wieder die Hände nach einem besonderen Ritual sichtbar für jedermann reinigten. Das taten die sogenannten frommen Juden. Solche, die es aber nicht taten, waren aber die Sünder oder die Heiden. Der Grund dafür wer eine falsche Hermeneutik, eine Missdeutung der ursprünglichen Heiligen Schrift. Von Mose bis Jesus hatte sich eine andere Schriftdeutung breitgemacht, die mündliche pharisäische Gesetzestradition und Auslegung. Jesus greift diese Missinterpretation der Heiligen Schrift an und beweist, dass ihr äußerer Reinheitsbegriff heuchlerisch ist und einen widersprüchlichen Gottesdienst hervorruft. Die Gesetzestreuen waschen sich vor und nach dem Essen angeberisch vor allen Menschen die Hände, sind aber in ihren Herzen heimtückisch und unrein. Denn anstatt der Verpflichtung, das Elterngebot zu beachten und diese im Alter zu unterstützen, vermachen sie ihren Besitz der Tempelhierarchie und lassen ihre Eltern hungern oder darben. Dienen sie damit Gott? Halten sie damit das ursprüngliche Gebot, die Eltern finanziell zu ehren? Nein. Damit deckt Jesus ihre heuchlerische verkommene, unreine egoistische Herzenseinstellung auf. Sie basteln sich eine Schriftauslegung zurecht, um äußerlich huj– dauerndes Händewaschen – aber innerlich als pfui – als lügnerisch erfunden zu werden.

Ist es nicht besser mit ungewaschenen Händen zu essen, aber ein reines hilfsbereites und verantwortliches Herz zu besitzen, den Eltern im Alter zu helfen und sie finanziell zu unterstützen? Ist das nicht das rechte Opfern eines heiligen Herzens?

Abschlussgebet

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

28. Mai Hauskirche

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Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.


Schriftteil

AT– 3. Mose /Levitikus 11,1-23

https://www.bibleserver.com/EU/3.Mose11%2C1-23

Gebet – Psalm 119,65-80

https://www.bibleserver.com/LUT/Psalm119%2C65-80

NT – Markus 6,45-56

https://www.bibleserver.com/EU/Markus6%2C45-56

Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT – Levitikus 11, 1-23 – Essbare Tiere und gottesdienstliche Reinheit

Im Zusammenhang mit dem Auszug des Volkes Israel aus Ägypten sprechen die 10 Plagen von der Entmythologisierung der ägyptischen Götter. Mit jedem Gericht stürzte ein Götze vom ägyptischen Pantheon, ihrem Götterhimmel. Ähnlich liegt es hier. Es geht größtenteils um die

Entmythologisierung der von den umliegenden Völkern verehrten Tieren. Nicht alle hier aufgezählten Tiere sind theologisch oder kultisch erklärbar. Sie wurden, wie z.B. die Hasenpfote, als Amulett getragen oder man achtete auf den Rabenschrei, der Unheilsbotschaften oder den Tod ankündigte.

Bild: Von Aaron – Common Raven, CC BY 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=9033869

Der Hauptzweck dieser Gebote lag darin, dass sich Israel von all diesen heidnischen Bräuchen und den verehrten Kulttieren absondern sollte. Die Speisegesetze dienten als Barriere für leichtfertige Vermischung mit den götzendienenden Nachbarvölkern.

In dieser Lebensweise lag einmal eine äußere Botschaft und ein Zeugnis an die heidnischen Völker, anders zu sein und anders als sie zu leben, aber auch ein nach innen gerichtetem Verständnis, sich als Volk Gottes persönlich auf den (erst kürzlich eingesetzten) heiligen Gottesdienst auszurichten. Denn dort sollten sie auch im Herzen rein dem vollkommen reinen, heiligen Gott begegnen. (Würden Moslems Christen zum nächtlichen Essen beim Ramadan einladen?)

In unserem Teil-Tagesabschnitt werden Großtiere in V 2-23 aufgezählt, die aus diesem Grund essbar oder nicht essbar für das Volk sein sollten, V 2-8 beschreiben die Landtiere, V 9-12 die Wassertiere und V 13-23 die Flugtiere.

Erst zweitrangig geht es hier um gesundheitliche Vorschriften. Gott will der Gläubigen Arzt sein, er will nicht die Krankheiten Ägyptens auf sie legen, wenn sie sich an himmlische Essensgewohnheiten halten. Doch hier werden weder vegane, vegetarische oder fleischliche Gesetzesvorschriften für Israel, noch für Christen, festgelegt. Schon nach dem Sündenfall erlaubte Gott Tiere als Nahrung zu verwenden (Gen 4,4), bei Noah (9,1-4) nach der Sintflut und erst recht erkennen wir dies bei den Opferungen der Priester, dass dort Fleisch- als auch Getreideopfer für Gott und auch zum Verzehr für Menschen dargebracht wurden. Erst später glaubten „rechtgläubige“ Juden, dass sie sich dadurch bei Gott Verdienste oder das ewige Leben durch striktes Einhalten der Gebote erwerben würden. Auf diese falsche Auslegung zielen auch Jesu Worte Mt 15,9-11: Nicht was in den Mund hineinkommt verunreinigt den Menschen.

Auf Unreinheit und Reinheit zielt dieser heutige Abschnitt. Das Thema Reinheit und die Begründung dafür wird im zweiten Abschnitt dieses Kapitels später fortgesetzt.


NT – Markus 6,45-56Christus, Herr über Tod und Krankheit

Ähnlich wie bei Gotteserscheinungen im Alten Testament – am brennenden Busch bei Mose – erscheint Jesus mitten in der Nacht in das tosende und totbringende Meer des Sees Genezareth. Er erscheint wie der Engel des Herrn, der einen Weg durch das Meer bahnt, der damals die ängstlichen Israeliten vor den sie verfolgenden Ägyptern rettet (Ps. 77,20). Jesus offenbart sich seinen Jüngern als der Allmächtige über den Tod. Denn er spricht mit dem Trostwort des Alten Testaments: Fürchtet euch nicht.

Zum Schluss (V 54-56) offenbart sich Jesus seinen Jüngern als der Herr und Arzt über unheilbare Krankheiten.

Der Evangelist Markus schließt hier seine Sammlung von fünf Wundergeschichten (4,34ff; 5,1ff; 5,22ff; 6,32ff und 6,45-56 ab, um seine Anfangsthese damit weiter zu untermauern, dass so etwas nur Jesus Christus, der Sohn Gottes, tun kann. Er ist die zentrale Gestalt, die bis zum Ende seines Evangeliums immer wieder in den Mittelpunkt gestellt wird, jeweils mit anderen angedeuteten Aufforderungen. Jedoch hier: Alle, die ihn anrührten, wurden gesund.

Deshalb die Frage auch an uns. Haben wir den Allmächtigen über Tod und den Arzt über alle Krankheiten im Glauben berührt? Und wenn ja, wurden ich innerlich berührt, von der Sündenkrankheit geheilt, wurde mir das ewigen Leben geschenkt?

Abschlussgebet

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

27. Mai – Hauskirche

Hervorgehoben

Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.


Schriftteil

AT– 3. Mose /Levitikus 10

https://www.bibleserver.com/EU/3.Mose10

Gebet – Psalm 119,65-80

https://www.bibleserver.com/LUT/Psalm119%2C65-80

NT – Markus 6,30-44

https://www.bibleserver.com/EU/Markus6%2C30-44


Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT – Levitikus 10 – Eigenmächtige Gottesdienstgestaltung und Folgen

Der Bericht knüpft an das göttlich gefallene Feuer auf die erste Opferung beim Einweihungsgottesdienst an. Das Feuer, was aber hier beim zweiten öffentlichen Gottesdienst fällt, ist keine Segnungs- sondern Gerichtsfeuer. Anstatt eines Gottesdienstes ganz nach den Vorschriften Gottes, wurde ein eigenmächtiger Gottesdienst gestaltet.

Shlomo Yitzchaki, ein französischer Rabbiner aus dem Mittelalter, unterstützt die Darstellung von V 1-7 in Verbindung mit 8-10, mit der Erklärung, dass die ranghöchsten Priester in Trunkenheit fremdes Feuer zur Opferung auf den Räucheraltar vor die Gegenwart des heiligen Gottes gebracht haben. Das Verbot V 9 des leichten oder starken Alkoholgenusses für die Geistlichen bezieht sich nur auf die Zeit ihres aktiven Dienstes (Jes 28,z; Hes 44,21). Dies steht auch in dem Zusammenhang, das weder Sauerteig noch Honig – als Grundlage zur Gärung oder Herstellung von Rauschgetränken – bei Opferungen benutzt werden sollten. Lev. 2,11).

Die beiden Söhne Aarons hielten sich nicht an diese Vorschrift. Sie waren innerlich aufgeblasen, im Kopf von Wein berauscht (während die Gläubigen zum Gottesdienst zusammenkamen) und zu zweit, anstatt allein, im Heiligtum, um Weihrauch auf dem Räucher-Altar darzubringen. Gebete der Heiligen im begeisterten und berauschten Zustand Gott darzubringen, das geht überhaupt nicht. Denn die Gebete sollen vor dem heiligen Gott ernstlich, anständig, verständlich und in heiligen Schmuck entgegengebracht werden. Sie hatten nichts von dem göttlichen Feuer des Brandopferaltars in die Räucherpfannen hineingetan, aber mit eigenem oder fremdem, heidnisch geweihtem Feuer gezündelt.

Gott ist ein heiliger Gott. Der Ruf aus der ostkirchlichen Liturgie erinnert alle Priester und Pastoren durch die Worte: „das Heilige den Heiligen“, sich immer wieder die Heiligkeit Gottes, seine vollkomme Gutheit, vor Augen zu halten. In seine heilige Gegenwart können sie nur treten, wenn sie nicht eigenwillig, fremdbegeistert oder alkoholisiert sind, sondern ernst, vernünftig und begeistert in Übereinstimmung mit Gottes Anforderungen ihren Dienst tun.


NT – Markus 6,30-44 – Die Sendboten mit der Speisung des Volkes konfrontiert.

Nach Rückkehr der Zweierteams vom Verkündigungs- und Heilungsdienst geben sie dem Meister Bericht über ihre Erfahrungen. So soll es im Dienst Jesu immer zugehen. Aber nach solch einem ereignisreichen Einsatz verordnet der Meister ihnen eine kurze Ruhezeit. Bald aber versammeln sich 5000 Menschen um den guten Hirten. Dies ähnelt der Versammlung des Volkes Israel in der Wüste. Hier bereitet er anstatt eines Tisches damals in der Wüste, hier einen Tisch auf einer grünen Aue (Ps. 23,2+5 – tischweise im grünen Gras). Eine führerlose Menge kommt zu ihm, dem guten Hirten. Er empfängt sie und ordnet sie sittsam in Tischgruppen, möchte ihnen das Brot des Lebens in der Stille anbieten. Dabei prüft er weiter seine 12 Kandidaten, indem er sie auffordert, diese neugeordnete Gemeinde doch mit dem Brot zu versorgen. Damit stellt sie vor eine kaum von ihnen zu erfüllende Aufgabe. Die wenigen Brote und Fische sollen unter Gebet diese Menge versorgen. Es war damals so üblich, dass der Hausvater mit einem Dankgebet die kleinen Brotfladen brach und so das Gästemahl begann. Das tut Jesus hier, vollbringt das Wunder für alle und teil seinen Jungaposteln damit eine neue Lektion. Sie müssen im Glauben denen tischweise Sitzenden das Brot des Lebens, als Herrenmahl angedeutet, austeilen. Das ist die Lektion für die noch zögerlichen und unverständigen Jünger. Das aber soll ihre Hauptaufgabe für die zukünftige geordnete Gemeinde der Endzeit sein, nämlich einen Tisch in ihrer Wüste aufzustellen und sie mit dem Brot des Lebens zu versorgen.

Abschlussgebet

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

26. Mai – Hauskirche

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Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.


Schriftteil

AT– 3. Mose /Levitikus 9

https://www.bibleserver.com/EU/3.Mose9

Gebet – Psalm 119,33-48

https://www.bibleserver.com/LUT/Psalm119%2C33-48

NT – Markus 6,14-29

https://www.bibleserver.com/EU/Markus6%2C14-29

Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT – Levitikus 9 – Die Mutter aller irdischen Gottesdienste

Nach der Weihe des Bundeszeltes mit allen Geräten und einer siebentägigen Ordinationsfeier der angehenden Priester, die den regelmäßigen Gottesdienst halten sollen, beginnt am 8. Tag, also dem ersten Tag der Woche, der erste gemeinsame Gottesdienst der Priester mit dem Volk Gottes. Das Ziel eines jeden Gottesdienstes ist der Herrlichkeit Gottes zu erfahren mit der Segnung, die am Ende direkt von Gott kommt.

Der Ablauf dorthin für die Priester und das Volk führt für beide durch den gleichen Ritus. Um in die Gegenwart Gottes zu gelangen werden vom Priester, wie auch vom Volk, Sündopfer, Brandopfer und Dankopfer gebracht. Beim Gottesdienst und Zutritt zu Gott geht es zuerst immer um die persönliche Reinigung von Sünden durch stellvertretendes Blutvergießen, dann als nächstes beim Brandopfer, das eigene Leben Gott zum Opfer darzubringen, und folgerichtig danach mit dem Dankopfer und extra Speisopfer Gott zu danken und ihm von den alltäglichen Dingen des Lebens einen Teil als Opfer darzubringen.

Wie wird Gott auf solch eine persönliche Herzens- und Lebenseinstellung der Priester und des Volkes antworten? Mose und Aaron gehen danach in die Stiftshütte und damit in die Gegenwart des Herrn. Und was sie von dort empfingen, das brachte der Hohepriester Aaron mit heraus und legte es auf das gesamte Volk. Diese Gebetsgeste des Segens (siehe 4Mo/Num 6, 24-26) ist das Symbol der tätigen Kraft Gottes für das Volk. Erst jetzt erscheint das von Jahwe ausgehende Feuer und verzehrt alle zuvor bereitgestellten Opfer. Damit soll gezeigt werden, dass nicht nur diese Opferhandlungen von Gott angenommen wurden, sondern das gesamte aaronitische Priestertum, diese Art des Gottesdienstes für das priesterliche Volk von Gott stammt. Gott hat nur diesen Ablauf des Gottesdienstes mit den Priestern und seinem Volk angenommen und eingesetzt, keinen anderen. Das Feuer Gottes (wie auch später bei Gideon, David und Salomo), das zum Schluss vom Himmel fällt, ist Gottes Zusagen und Segensbestätigung.

Wie aber soll heute unser Gottesdienst gestaltet werden? Kann sich diesen jeder selbst, jede christliche Gruppe, jeder Gemeinschaft oder Kirche zusammenstellen? Vielleicht, dass man jeden Sonntag einen Grund auf neuen, künstlerischen und modernen Ablauf entwirft? Fragen wir zurück, stammt dann dieser von Gott, und hat der Verantwortliche einen Auftrag von „Mose“ nach Gottes Plan erhalten? Wollen wir uns als Christen doch an Hebr 9,1 orientieren. „Es hatte zwar auch der erste Bund seine Satzungen für den Gottesdienst und sein irdisches Heiligtum.“ – Demnach hat auch der neue Bund seine Satzungen und ein irdisches Heiligtum, zwar anders, aber doch auch. Und so finden wir viele Hinweise deutlich im Neuen Testament. Deshalb ist nicht jeder, auch noch so schön empfundene „Gottesdienst“, schon Gott gefällig, es sei denn, dass er die biblischen Elemente des Sündopfers, Brandopfers und Dankopfers inklusive der Belehrung des berufenen Priesters oder Pastors enthält. Erst dann liegt der Segen Gottes auf solch einer Anbetungsstätte und kann das dort durch die Gläubigen dargebrachte „geistliche Opfer“ mit echtem Feuer entflammen.


NT – Markus 6,14-29 Stabübergabe der Bußprediger

Mit Herodes ist Herodes Antipas, Vierfürst, gemeint, den man wegen seiner politischen Gerissenheit auch Fuchs nannte. Die Verse 17-29 verdeutlichen in drastischer Form die Gefangennahme des Bußpredigers Johannes des Täufers und seinen Tod. Jesus verkündete danach in gleichem Stil und mit größerer Autorität die gleiche Botschaft des Gerichts, der Buße und der anbrechenden Gottesherrschaft. Nach Daniel 7 schloss dies auch das Ende der Weltreiche ein. Herodes war deshalb in seinem Gewissen getroffen und um sein Reich besorgt, besonders weil das Volk Jesus als einen verheißenen oder wieder auferstandene Propheten ansah.

Markus stellt hier Jesus als den größeren Propheten und Nachfolger Johannes des Täufers vor. Sein Werk geht hier zu Ende und Jesus nimmt den Stab auf und trägt ihn bis zum Ziel. Seine Botschaft wird nicht nur vom einfachen Volk gehört, sondern dringt auch in das Gewissen der herrschaftlichen Klasse und bis zum König Herodes selbst vor. Ob jetzt Herodes Antipas bereit ist Buße zu tun und sein Leben dementsprechend zu verändern?

Abschlussgebet

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

25. Mai – Hauskirche

Hervorgehoben

Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.


Schriftteil

AT– 3. Mose /Levitikus 8

https://www.bibleserver.com/EU/3.Mose8

Gebet – Psalm 119,17-32

https://www.bibleserver.com/LUT/Psalm119%2C17-32

NT – Markus 6,6b-13

https://www.bibleserver.com/EU/Markus6%2C35-43


Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT – Levitikus 8  –  Die vorbildhafte Weihe der heiligen Priester zum Dienst am Heiligtum für ein heiliges Volk

Nachdem Mose den Plan vom himmlischen Heiligtum von Gott erhalten, geplant und mit Hilfe des Volkes fertiggestellt hatte, beginnt er mit der Gesamtweihe. In guter Ordnung werden öffentlich in Gegenwart des Volkes das Bundeszelt und alle Geräte mit heiligem Salböl zur Benutzung geweiht. Als Höhepunkt werden die Diensthabenden, zuerst der oberste Repräsentant Aaron, dann die Mitpriester eingekleidet, gesalbt und zum Dienst eingesetzt. Alle anzulegenden Kleider haben eine bestimmte symbolische und wirkliche Bedeutung für den innigen Dienst zwischen Gott und dem 12-Stämmevolk. Sie drücken aus, dass sie das Volk Gott nahebringen und wiederum Gott dem Volk nahebringen sollten.

Weil diese Weihe auch vorbildhaft für das zu heiligende Volk gilt, müssen die Priester sich zuerst selbst heiligen. Auch sie sind Sünder und bedürfen der Versöhnung und Reinigung mit Gott, bevor sie ihren Dienst tun können. Blut eines reinen Opfertiers wird an ihre Ohren, Daumen und große Zehen getupft. Ihr Hören, Handeln und Wandeln sollen gereinigt und vorbildhaft, auch für das gesamte Volk sein. Die Sündenabwaschung (V6) am Waschfass spricht von der Priestertaufe (nicht untertauchen, aber besprengen und waschen) zu Beginn ihres Dienstes. Blut der Versöhnung und Wasser von oben sind ja für alle wichtig (Hes 36,25-27).

Nach dem die Feier durch vier Phasen gelaufen ist (V 4-30), wird abschließend als wichtig erwähnt, dass Aaron und die Priester mit Blut und heiligem Salböl besprengt (mit dem auch später Könige und Propheten eingesetzt wurden), den Dienst beginnen konnten. Heiligung ist aber nicht eine angeborene Fähigkeit. Sie wird von Gott verliehen und muss eingeübt werden. Deshalb wurden die Priester für eine ganze Woche abgesondert und in heilige Quarantäne gesetzt. Hier abgesondert sollten sie innewerden, verinnerlichen, was ihr Dienst der Nahebringung zwischen dem Volk und Gott sein sollte.

Zu einer vorbildlichen Berufung: http://rekd.de/index.php?id=10

Anglikanischer Glaubensartikel 23  – Von der Berufung zum Dienst in der Gemeinde

Niemand ist es erlaubt sich das Amt des öffentlichen Predigens oder der Verwaltung der Sakramente in der Gemeinde unberechtigt anzueignen, wenn er nicht vorher dazu rechtmäßig berufen und zur Ausübung gesandt ist. Wir müssen aber diejenigen als rechtmäßig berufen und gesandt betrachten, welche für dieses Werk von solchen Menschen hinzugewählt und angenommen worden sind, denen in der Gemeinde öffentliche Vollmacht gegeben ist, Diener zu berufen und in den Weinberg des Herrn zu senden.


NT – Markus 6,6b-13

Gemeinsam ausgesandt, zielgerecht und unbelastet

Mit einer Ablehnung der Botschaft Jesu im eigenen Heimatort (6,1-6a) oder an anderen Orten ist immer zu rechnen. Nach einer Zeit des Praktikums sendet Jesus sechs Jünger-Paare aus, gemeinsam sich im Dienst zu ermutigen, zu unterstützen und die gleiche Botschaft Jesu vom Reich Gottes und unter mitbegleitenden Zeichen zu verkünden. Sie sollen im Vertrauen unbelastet von großen Reisevorbereitungen nur mit Minimalausstattung ausziehen. Auch bei ihnen geht es wie bei Jesus um die Umkehrpredigt, die Entdämonisierung und um Heilungen bei hörenden und willigen Menschen. Während ihrer kurzen Missionsreise sind sie auf ihren Wegen und Unterkünften allein auf die Leitung des Heiligen Geistes angewiesen. Und da sie sich nur auf wenige Lebensnotwendigkeiten sorgen müssen, sich aber ganz um Jesu Befehl kümmerten, gab Gott ihnen einen überreichen Erfolg durch Verkündigung, Austreibung böser Geister und Heilung.

Sind auch wir solche Jünger, die sich eher um das Lebensnotwendige kümmern, uns auf unserem Lebensweg und Lebensaufenthalt vom Geist Gottes leiten lassen? Wenn ja, dann lasst uns auf das Wichtigste des Reiches Gottes, die klare Verkündigung des Evangeliums ausrichten und von Jesus erwarten, dass er uns zeichenhaft im Dienst bestätigt.

Abschlussgebet

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

23. Mai – Hauskirche

Hervorgehoben

Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.


Schriftteil

AT– 3. Mose /Levitikus 5

https://www.bibleserver.com/EU/3.Mose6

Gebet – Psalm 118,15-29

https://www.bibleserver.com/LUT/Psalm118%2C15-29

NT – Markus 5,35-43

https://www.bibleserver.com/EU/Markus5%2C35-43

Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT – Levitikus 6  –  Bestimmungen für die Priester

Nach den allgemeinen Opfervorschriften folgen im Buch Levitikus nun die speziellen Anweisungen für die Rolle der Priester bei den Opferhandlungen. Insbesondere wird festgelegt, dass der Priester, der das Sündopfer darbringt, es auch essen soll, „an heiliger Stätte im Vorhof der Stiftshütte; wer das Fleisch des Opfers anrührt, soll dem Heiligtum gehören.“

Der Apostel Paulus wird diesen Gedanken in seinem Brief an die Korinther aufgreifen: „Wisst ihr nicht, dass, die im Tempel dienen, vom Tempel leben, und die am Altar dienen, vom Altar ihren Anteil bekommen? So hat auch der Herr befohlen, dass, die das Evangelium verkündigen, vom Evangelium leben sollen.“ (1Kor 9,13-14). Hiermit begründet der Apostel den Unterhalt für die Verkünder des Evangeliums, den er selbst zwar für sich nicht in Anspruch nimmt, aber dennoch grundsätzlich einfordert.

Die Kirche und ihre Vertreter haben sich im Laufe der Geschichte immer wieder unrechtmäßig bereichert, und sicherlich kann man auch heute noch Elemente wie das Kirchensteuermodell oder bestimmte Investitionen kritisieren. Aber es hat nichts Unchristliches, wenn ein Geistlicher eine angemessene Vergütung erwartet. Wer der Gemeinde dient, soll auch von ihr leben dürfen.


NT – Markus 5,35-43 – Die  Auferweckung der Tochter des Jaïrus

Neues Leben fühlt‘ ich glimmen

in des Blutes heißem Lauf,

Und die lieblichste der Stimmen

rief mir leise: ‚Kind, steh, auf!‘

In diese wunderschönen Worte fasst der Dichter Felix Dahn die Geschehnisse rund um „Jairi Töchterlein“. Es handelt sich um den ersten Bericht im Markusevangelium darüber, dass Jesus sogar Macht über den Tod hat. Die Frage nach der Auferstehung taucht immer wieder im Evangelium auf. Die Sadduzäer leugnen sie, und auch Jesu Jünger verstehen sie nicht richtig. Deshalb betont er mit Nachdruck: „Gott ist nicht ein Gott der Toten, sondern der Lebenden.“

Die Auferweckung der Tochter des Jaïrus, der trotz allen Widerstands und Spotts an seinem Flehen Jesus gegenüber festhielt, weist beispielhaft auf die Auferstehung der Toten hin. „Fürchte dich nicht, glaube nur!“, sagt Jesus zu ihm und auch zu uns allen. Wer im Glauben an Jesus aus diesem Leben scheidet, darf hoffen, dass es ihm so ergehen wird, wie es Dahn formuliert:

Lächelnd wird er wieder stehen

an des offnen Grabes Rand,

Und zu ew’gem Wiedersehen

reicht er mir die milde Hand.

Abschlussgebet

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

22. Mai – Hauskirche

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Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.


Schriftteil

Nachfolgende Schriftlesungen anklicken und auf Bibelserver lesen:

AT– 3. Mose /Levitikus 5

Gebet – Psalm 118,1-14

NT Markus 5,1-20

Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT – Levitikus 5  –  Weitere Opferbestimmungen

Unter den zahlreichen detaillierten Opferbestimmungen fällt unter anderem auf, dass es eine gewisse soziale Staffelung bei den Opfergaben gibt, eine Art ‚Dreiklassenopferrecht‘. Wer sich kein Schaf leisten kann, darf Tauben opfern, wer auch diese nicht aufbringen kann, der opfere einfach nur etwas Mehl. Ein wenig erinnern diese Vorschriften an die traurige Zeit des Ablasshandels, dessen Tarife sich ebenfalls nach Leistungskraft richteten. Edelleute zahlten sechs Gulden, Bürger und Kaufleute drei, Handwerker nur einen Gulden.

Für uns Christen sind solche Unterscheidungen müßig. Der eine mag schwerere Sünden begangen haben als der andere, dieser wiederum mag weniger Geld haben als jener. Aber all das spielt keine Rolle. „Denn es ist hier kein Unterschied: Sie sind allesamt Sünder und ermangeln des Ruhmes, den sie vor Gott haben sollen, und werden ohne Verdienst gerecht aus seiner Gnade durch die Erlösung, die durch Christus Jesus geschehen ist.“ (Römerbrief 3,22-24) Amen.


NT – Markus 4,21-34– Die Heilungen des Besessenen von Gerasa

Es ist das erste Mal im Markusevangelium, dass Jesus als Sohn Gottes erkannt und angesprochen wird. Aber nicht etwa von einem der Apostel, sondern von einer Legion von Dämonen. Auf eben dieses Ereignis wird im Brief des Jakobus angespielt. Der Autor beschäftigt sich mit der Frage, ob der Glaube allein retten könne: „Du glaubst: Es gibt nur einen Gott. Damit hast du Recht; dies glauben auch die Dämonen und sie zittern.“

Wird hier also die Lehre des Paulus von der Rechtfertigung aus Glauben kritisiert? Keineswegs! Es wird nur ein auch heute noch weit verbreitetes Missverständnis in Bezug auf den Begriff ‚Glaube‘ aufgeklärt. Glauben im Sinne von ‚eine Aussage für richtig halten‘ kann keine Rettung bringen. Das Englische unterscheidet hier treffend zwischen ‚belief‘ und ‚faith‘, wobei ersteres genau das meint, wovon Jakobus hier spricht, eine innere Überzeugung, wie zum Beispiel jene, dass es einen Gott gibt. Diese Überzeugung teilen auch die Dämonen, werden von Jesus aber nicht in den Himmel, sondern in die Schweineherde geschickt. ‚Faith‘ hingegen meint den Glauben als lebendige Beziehung zu Gott, geprägt von Gehorsam und Vertrauen. Wer von diesem Glauben erfüllt ist, wird nicht in Untätigkeit verharren. Der Glaube ist auf Gott und den Nächsten gerichtet. Deshalb wird er in der Liebe tätig.

Abschlussgebet

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

21. Mai – Himmelfahrt

Hervorgehoben

Andacht zum Himmelfahrtstag

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Die gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

Wochenspruch

Christus spricht: Und ich, wenn ich über die Erde erhöht bin, werde alle zu mir ziehen. (Joh 12,32)

Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.


Schriftteil

AT– 2 Könige 2,1-14

https://www.bibleserver.com/EU/2.K%C3%B6nige2%2C1-14

Gebet – Psalm 47

https://www.bibleserver.com/LU/Psalm47

NT – Lukas 24,44-53

https://www.bibleserver.com/EU/Lukas24%2C44-53

Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT – 2 Könige 2,1-14 – Die Entrückung Elias

Elia schlägt mit seinem Mantel auf das Wasser, und sogleich teilt es sich nach beiden Seiten, so dass Elisa und er trockenen Fußes hindurchschreiten können. Die Parallele zu Mose, der mithilfe seines Stabes das Meer teilte, ist unverkennbar. Aber damit endet die Verbindung noch nicht. Mit Elia eröffnet Gott eine neue Weise, sein Volk zu führen: durch das prophetische Wort. Dem Gesetzgeber Mose tritt nun der Prophet an die Seite.

Im Neuen Testament werden uns beide Gestalten wiederbegegnen, und zwar bei der Verklärung Jesu. Sie treten hier als Vertreter des Gesetzes und der Propheten auf, jener beiden Elemente göttlicher Offenbarung, die bis zu Johannes dem Täufer reichen. „Von da an wird das Evangelium vom Reich Gottes gepredigt.“ (Lukas 16,16) In der Verklärungsszene wird dieser Umschwung deutlich, wenn der Vater sagt: „Dies ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe; den sollt ihr hören!“ (Matthäus 17,5) Mit Jesus Christus und seiner Verkündigung beginnt eine neue Zeitrechnung, jedoch kein vollständiger Bruch mit der Vergangenheit. Der entrückte Elia weist auf Christus als die nächste Stufe der göttlichen Heilsgeschichte.


NT – Lukas 24,44-53 – Die Entrückung Jesu

„Alles muss in Erfüllung gehen, was im Gesetz des Mose, bei den Propheten und in den Psalmen über mich geschrieben steht.“ Mit diesen Worten verdeutlicht Jesu die Bindung an die alttestamentlichen Schriften, in deren Kontinuität er steht. Anschließend erteilt er seinen Jüngern den Missionsbefehl, den Auftrag zur Verkündigung des Evangeliums unter allen Völkern. Da dieser Auftrag mit menschlichen Mittel allein nicht zu bewältigen ist, verheißt Jesus seine bleibende Gegenwart durch die Ausgießung des Heiligen Geistes, wie sie wenige Tage später zum Pfingstfest geschehen sollte.

In unserer Tradition hat das Pfingstfest einen höheren Stellenwert als das Fest der Himmelfahrt Christ, weil ersteres als die Geburtsstunde der Kirche gilt. Diese Hochschätzung ist zweifellos angemessen, doch besteht eine direkte Verbindung zum vorherigen Ereignis. Wenn Pfingsten die Geburtsstunde der Kirche ist, so ist Himmelfahrt die Geburtsstunde der christlichen Mission – und ohne Mission keine Kirche!


Abschlussgebet

Tagesgebet zum Himmelfahrtstag

Allmächtiger Gott! Wir bitten Dich: Verleihe uns, die wir glauben, dass Dein eingeborener Sohn, unser Herr Jesus Christus, zum Himmel aufgefahren ist, dass auch unsere Herzen und Sinne sich dahin erheben und beständig bei ihm wohnen. Der mit Dir und dem Heiligen Geist, ein einiger Gott, lebt und regiert, jetzt und allezeit und in Ewigkeit. Amen.

Dieses Tagesgebet soll für die gesamte Festwoche gelten.

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

Johann Sebastian Bach: Die Himmelfahrt

20. Mai – Hauskirche

Hervorgehoben

Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.


Schriftteil

AT– 3. Mose /Levitikus 3

https://www.bibleserver.com/EU/3.Mose3

Gebet – Psalm 115

https://www.bibleserver.com/LU/Psalm115

NT – Markus 4,21-34

https://www.bibleserver.com/EU/Markus4%2C35-41

Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT – Levitikus 3  –  Das Heilsopfer

Das Heilsopfer (manchmal auch Dankopfer genannt) unterscheidet sich von den vorangegangenen dadurch, dass der Opfernde selbst davon isst, und zwar das gesamte Fleisch. Nur das Fett ist Gott vorbehalten und wird vollständig verbrannt. Was der moderne Leser vielleicht für eine sinnvolle Maßnahme gesunder Ernährung halten mag, ist in Wirklichkeit demütiger Verzicht – das Fett galt als der wertvollste Teil. Auch das Blut ist Gott vorbehalten, es darf nicht verzehrt werden und wird stattdessen an den Altar gesprengt. Das Verbot des Blutverzehrs hat sich, im Gegensatz zu vielen anderen alttestamentlichen Bestimmungen, bis in die Apostelgeschichte gehalten. Auf dem Apostelkonzil wird vereinbart, dass man sich von Götzenopferfleisch, Blut, Ersticktem und Unzucht fernzuhalten habe.

Blut ist ein ganz besonderer Saft, heißt es bei Goethe. Wir Christen erkennen das Blut als Quelle des Lebens an. Wo es einen Blutkreislauf gibt, da ist Leben. Als Spender allen Lebens gehört das Blut Gott allein. Deshalb schreit unschuldig vergossenes Blut zum Himmel nach Rache (Genesis 4,10), deshalb darf Blut nicht verzehrt werden.

Vor diesem Hintergrund verstehen wir erst die umwälzende Bedeutung des Opfers Jesu. Im Heiligen Abendmahl empfangen wir das Blut Christi, das für uns vergossen wurde. Durch ihn, mit ihm und in ihm erfahren wir die Versöhnung mit Gott.


NT – Markus 4,21-34– Die Stillung des Sturmes

„Ihr Kleingläubigen!“ Dieser Vorwurf Jesu an seine Jünger findet sich viele Male in den Evangelien, unter anderem in dieser Geschichte, in der die Jünger Angst vor dem Aufziehen eines heftigen Wirbelsturms haben. Interessant dabei ist, dass wir aus dem Munde Jesu den Vorwurf des Kleinglaubens weit häufiger hören als den des Unglaubens. Das mag den Umständen geschuldet sein, liegt aber vielleicht auch daran, dass unser Herr wusste, dass Kleinglaube für seine Kirche gefährlicher sein würde als Unglaube. Der Ungläubige wird sich früher oder später von der Kirche entfernen, was für den Leib zwar schmerzhaft, aber verkraftbar ist. Der Kleinglaube hingegen ist feige und bequem. Daher macht er es sich mit Vorliebe in den Gliedern des Leibes gemütlich und schwächt ihn von innen heraus.

Es ist der aufziehende Wind, der den Glauben kleinhält. Er war es damals, er ist es heute. Nur ist es heute der gesellschaftliche Gegenwind, der für die Kleingläubigkeit verantwortlich ist. Der Wunsch nach gesellschaftlicher Anerkennung lässt manchen Christen heute tiefer sinken, als es der See Genezareth je gewesen ist.

Abschlussgebet

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

19. Mai – Hauskirche

Hervorgehoben

Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.


Schriftteil

AT– 3. Mose /Levitikus 2

https://www.bibleserver.com/EU/3.Mose2

Gebet – Psalm 113+114

https://www.bibleserver.com/EU/Psalm113

NT – Markus 4,21-34

https://www.bibleserver.com/EU/Markus4%2C21-34

Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT – Levitikus 2  –  Das Speisopfer

Bereits in der Erzählung von Kain und Abel wurde deutlich, dass Gott ein Brandopfer (tierisch) einem Speisopfer (pflanzlich) vorzieht. Daher ist auch in der levitischen Aufzählung das Speisopfer dem Brandopfer nachgeordnet. Dennoch nimmt Gott das Opfer wohlwollend an, sofern es frei von Sauerteig und Honig, dafür aber mit Salz versetzt ist. Was auf den ersten Blick willkürlich wirken mag, hat in Wahrheit einen tieferen Sinn. Sauerteig ist ein Zersetzungsprodukt, auch Honig kann eine Gärung erzeugen. Salz hingegen hat eine konservierende Wirkung. Deshalb haben erstere auf dem Altar Gottes keinen Platz, letzteres aber ist erwünscht.

Diese symbolische Bedeutung können wir Christen jenseits der Opferpraxis übernehmen. Aus der Sphäre des Heiligen ist alles, was Zersetzung oder Fäulnis mit sich bringt, fernzuhalten. Stattdessen sollten wir uns im Prozess der Heiligung stets an dem orientieren, was Bestand hat und uns stabil in Gottes Gegenwart hält.


NT – Markus 4,21-34 – Das Gleichnis vom Wachsen der Saat

Immer wieder vergleicht unser Herr das Gottesreich mit einem Samen, der in die Erde gepflanzt ist. Nichts kann sich aus ihm entwickeln, was nicht bereits in ihm angelegt wäre. Wir dürfen und sollen diese Saat in ihrer Entwicklung pflegen und begleiten. Aber der Griff zur Sichel steht uns nicht zu.

„Die Zeiten ändern sich, also muss sich auch die Kirche ändern“, lautet eine immer wieder zu hörende Forderung. Aber es ist uns nicht gestattet, der kirchlichen Lehre äußere Gewalt anzutun. Wohl darf sie sich entwickeln, die Kirche darf und soll in ihrer Erkenntnis wachsen. Aber dieses Wachstum muss organisch sein, eine natürliche Entwicklung aus sich selbst heraus. Kritiker wenden oft ein, dass etwa die Trinitätslehre eine menschliche Erfindung darstelle, da sie nicht im Neuen Testament enthalten sei, und die Ausformulierung dieser Lehre, wie sie auf den ökumenischen Konzilen beschlossen wurde, sucht man im Neuen Testament tatsächlich vergebens. Das bedeutet aber nicht, dass sie nicht darin enthalten ist. Das Neue Testament ist in erster Linie Zeugnis, Zeugnis der Offenbarung. Es enthält zwar Ansätze theologischer Reflexion, aber keine theologischen Lehrsysteme. Die Trinitätslehre stellt somit eine spätere Entwicklung dar, aber sie ist die gesunde und folgerichtige Entwicklung der neutestamentlichen Zeugnisse. Was dort über den Vater, den Sohn und den Heiligen Geist unter dem Eindruck unmittelbarer Offenbarung gesagt ist, lässt sich nur so verstehen, wie es die Väter formuliert haben. Für diese Entwicklung dürfen wir dankbar sein. Willkürliche Veränderungen der kirchlichen Lehre nach eigenem Gutdünken gilt es hingegen zu bekämpfen.

Abschlussgebet

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

18. Mai – Hauskirche

Hervorgehoben

Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.


Schriftteil

At – Levitikus 1

https://www.bibleserver.com/EU/3.Mose1

Gebet – Psalm 112

https://www.bibleserver.com/EU/Psalm112

NT – Markus 4,1-20

https://www.bibleserver.com/EU/Markus4%2C1-20

Homilie /Anstöße zu den Lesungen

Diese Woche verfasst von Dr. Sebastian Moll docmoll@web.de


AT – 3. Mose 1 / Levitikus 1 – Das Brandopfer

Immer wieder wird der Heiligen Schrift vorgeworfen, sie habe mit der heutigen Lebenswirklichkeit wenig zu tun. Insbesondere auf das Buch Levitikus scheint dieser Vorwurf zuzutreffen. Die kultischen Opfervorschriften, die es enthält, wirken nicht nur fremd, sondern in ihrer Detailtreue mitunter sogar ein wenig eklig.

Und doch stellt das Opfer ein grundlegendes Element des lebendigen Glaubens dar. Wenn in Vers 4 geboten wird, dass der Spender dem Opfertier die Hand auflegen solle, so bringt er damit eine enge Verbindung zwischen sich und dem Tier zum Ausdruck. Er opfert Gott nicht einfach irgendetwas Beliebiges, sondern gibt einen Teil seiner selbst hin. Durch das Opfer kann die zerstörte Gemeinschaft zwischen Gott und Mensch wiederhergestellt werden, die durch die Sünde zerstört beschädigt wurde. Die durchaus peniblen Vorschriften sind keine Schikane, sondern sollen gewährleisten, dass Gott das Opfer als „lieblichen Geruch“ (Vers 9) empfindet und somit annimmt. 

Wir Christen schauen auf das Lamm Gottes, das der Welt Sünde trägt. Im Kreuzestod Christi erkennen wir das letztgültige und vollständige Opfer. Aus diesem Grund haben wir die alttestamentliche Praxis des Tieropfers abgeschafft. Daher können wir es uns sparen, die hierfür dargelegten Regeln zu verinnerlichen. Sehr wohl aber müssen wir uns wieder in den Geist des Opfers und des Opfertodes hineinfinden. Immer mehr verbreitet sich die Vorstellung, der Sühnetod Christ sei ein veraltetes Konstrukt, von dem es sich zu verabschieden gelte. Keineswegs! Veraltet ist lediglich das rituelle Tieropfer. Das Opfer Jesu ist und bleibt das Zentrum des christlichen Glaubens.


NT – Markus 4,1-20 – Das Gleichnis vom Sämann

Was bei dem berühmten Gleichnis vom Sämann sofort auffällt, ist die ausführliche Betonung des Misserfolgs der Wortverkündigung. Dem einen Fall, in dem das Wort auf fruchtbaren Boden fällt und gedeiht, stehen gleich drei Szenarien des Scheiterns gegenüber. Sonderlich ermutigend wirkt das auf einen Prediger nicht. Andererseits steht diesen Misserfolgen eine schier unendlich reiche Ernte entgegen, für es sich zu arbeiten lohnt.

Aber auch die Hörer des Wortes sollten sich nicht entmutigen lassen. Zwar könnte man das Gleichnis so verstehen, dass Erfolg und Misserfolg gleichsam vorherbestimmt sind, je nachdem, zu welcher Sorte ‚Boden‘ man gehört. Doch nicht umsonst endet das Gleichnis mit der eindringlichen Mahnung: „Wer Ohren hat zu hören, der höre!

Jesus nimmt seine Hörer in die Pflicht. Angst, Sorgen oder Gier können das gedeihliche Wachsen des gesäten Wortes behindern, aber sie müssen es nicht. Vielmehr müssen sie täglich aufs Neue überwunden werden.

Abschlussgebet

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

17. Mai – Zoomkirche

Hervorgehoben

Predigt vom 17. Mai – Ausschnitt aus dem Zoom Gottesdienst, geleitet von Diakon Jared Wensyel, Frankfurt

Liturgie hier auf Zoom nach „Das Allgemeine Gebetbuch“ Seite 99 – Lieder zum Mitsingen Zuhause.

Die betende Gemeinde und mein persönliches Gebet

Lukas 11,5-13

Am heutigen 5. Sonntag nach Ostern, Rogate, wird das Thema – die betende Kirche in dem Mittelpunkt gestellt. Für die Kirche Christi weltweit und für unser persönliches geistliches Leben ist das Gebet, die Kommunikation zwischen mir und Gott sehr wichtig.

Über das Gebet allgemein

Für die Kirche und Ortsgemeinde gilt diese vierfache Priorität nach Apg. 2,42. Die Urkirche hielt sich mit ihren Mitgliedern beständig an vier apostolischen Prinzipien.

1. Die Belehrung / Verkündigung durch die Schrift, 2. An die einander helfende diakonische Gemeinschaft, 3. die wöchentlicher Mahlfeier und 4. spezielle Gebete Jesu und die der Schrift. Für das persönliche Glaubensleben nehmen wir aus diese vier Prinzipien heute zwei heraus und konzentrieren uns auf nur eines, das Vierte.

Zwei Prinzipien für das geistliche Leben

a.Die tägliche Schriftlese:

Wichtig vor allem ist täglich, regelmäßige und geordnete Lese durch die Heilige Schrift. Dadurch lernen wir den Willen Gottes unser Leben besser kennen. Das ist unsere persönliche Belehrung durch Gott: Unter der Belehrung der Apostel bleiben, das Prinzip 1.

b. Das tägliche Gebet. (Prinzip 4 der Kirche)

Auf dieses Gebetsprinzip (auch Vaterunser genannt), das für die Kirche Christi gesamt und für unser persönliches Leben bestimmt ist, möchte ich heute Morgen weiter eingehen.

In der Einleitung zu unserem Text, Lukas 11, 1-4 antwortet Jesus seinen Jüngern und gibt ihnen Worte und die Prinzipien für ein biblisches Gebet. Die Anrede an den Vater, die fünf regelmäßigen notwendigen Fürbitten und eine herrliche Verehrung zum Abschluss an den Vater im Himmel gerichtet.

In den Versen 5-13 folgte Jesus dieser Gebetsanweisung und benutzt eine Alltagsgeschichte von damals Gleichnis, um für unsere persönlichen Gebete ein Gebetsprinzip zu erklären.

Dabei geht es um die Notwendigkeit des Gebets. Es muss erstens beständig, beharrlich und ausdauernd sein. Zweitens muss es ein vertrauensvolles Gebet sein. Beide Prinzipien: Beständigkeit und volles Vertrauen in der Kommunikation mit Gott im Gebet ist notwendig. (Dabei wollen wir nicht die zweite Seite der Medaille, unsere beständige Bibellese vergessen.

A. Zum ausdauernden Gebet

erzählt uns Jesus die Geschichte vom Freund oder Nachbarn, der abends noch besucht wird und Übernachtungsgäste bekommt. Das war damals nicht unüblich, denn man reiste lieber morgens oder nachmittags gegen Abend, um der brennenden Sonne des Mittelmeeres zu entgehen. Nun treffen also solche Menschen noch verspätet ein. Gastfreundschaft steht an erster Stelle, aber Aldi und Rewe sind leider um 23 Uhr nicht mehr offen. Was tun? Gehe zum guten Freund und Nachbarn, der wird dir schon helfen. Und da entspannt sich ein Gespräch und diese Argumentation: Das geht nicht mehr. In dem Einzimmerschlafraum, auch noch die Kleinen im selben Bett, kann nicht aufstehen. Das gibt nur Unruhe, Ärger, Geschrei. Das lass mal. Und so flüstert er immer weiter vor der Tür, klopft, fragt, bittet, hört einfach nicht auf. Schließlich erhält er auch nach 23 Uhr doch noch Antwort und materielle Hilfe auf sein beständiges hoffnungsvolles Bitten und Bedrängen.

Anwendung

Jesus will uns damit deutlich fragen, ob wir es wirklich ernst meinen in unserem Gebet, ob wir beständig, beharrlich und auch eindringlich sind, wenn wir beten. Ja, wir beten, aber vielleicht wiederholen wir nur einige Fakten, die uns in den Kopf kommen, erzählen Gott oder anderen, die zuhören, einige Ideen oder Vorschläge. Wollen wir uns darin prüfen. Klopfen wir bei Gott an, wenn wir etwas Nötiges brauchen? Bringen wir unser Notwendiges zum Leben – psychisch, körperlich, familiär, kräftemäßig vor ihn? Beobachten wir neben den Alltagsnotwendigkeiten auch darauf, worum ich zielgerichtet bitten sollen?

Nämlich, nicht nur an erster Stelle um meine und unsere persönlichen Notwendigkeiten, sondern um den Heiligen Geist. Er ist das A und das O für unser Gebet, ob es nach unserer Ernstlichkeit und Beharrlichkeit auch erhört wird. Intensives und beharrliches Bitten, Suchen und Klopfen ist unbedingt notwendig, aber ohne Begleitung, vom Anfang bis zum Ende, geleitet durch den Heiligen Geist, ist jedes Gebet mühsam und schließlich nutzlos. Wenn dieses Gebet nur mit positivem Denken und Selbstermutigung einhergeht, kann es Gott nicht erhören.

Denn mit solch einer Lebenseinstellung müssen diese Menschen erst die Wirkung des Heiligen Geistes erfahren, echte Buße vom Egoismus zu erleben, an Christus allein zu glauben und liebe, und so das Glück in dieser und zukünftigen Welt zu erleben. Alle diese darauf erfolgenden Segnungen will uns Gott durch das Wirken des Heiligen Geistes geben, irdische und himmlische. Deshalb werden auch die Kirche und Gemeinde Christi und ich selbst, kurz vor Himmelfahrt und Pfingsten, auf das Warten und das Empfangen des Heiligen Geistes hingewiesen.

B) Zum vertrauensvollen Gebet

Beschenkt werden wir aber vom Himmlischen Vater doch nur, wenn wir mit der richten Einstellung zu ihm kommen. Es geht um das Vertrauen wie Kinder zu den Eltern: Wir wollen ihn beständig fragen + um Antworten von ihm zu bekommen. Wir wollen beständig unseren Vater suchen, +um vom ihm zu bekommen, was noch in unserem Leben fehlt. Wir wollen bei unserem Vater anklopfen, + um hereingelassen zu werden, +um an der innigen Gemeinschaft unserer Eltern, der Dreieinigkeit teilhaben zu können.

Und unser Vater im Himmel wird antworten. Es ist ihm eine Ehre, wie jedem Elternteil, wenn ein Kind immer wieder kommt und fragt, und fragt und lernt und dankbar es annimmt.

Gott wird geehrt, wenn wir im kindlichen Glauben zu ihm kommen und von ihm etwas erwarten, was wir benötigen. Wir werden es dann erhalten, vielleicht nicht sofort, aber zu seiner Zeit.

Durch unsere vertrauensvollen und kindlichen Bitten werden unsere notwendigen Bedürfnisse des Lebens an Gott gerichtet. Und das ist der Vorteil eines solchen Glaubensgebetes für uns.: Unser Herz wird in Gott beruhigt und gefestigt. Amen.

15. Mai – Hauskirche

Hervorgehoben

Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.


Schriftteil

At – Exodus 38

https://www.bibleserver.com/EU/2.Mose38

Gebet – Psalm 109,1-20

https://www.bibleserver.com/EU/Psalm109%2C1-20

NT – Markus 3,13-19

https://www.bibleserver.com/EU/Markus1%3C13-19

Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT – Ex. 38 – Das irdische Heiligtum mit seiner himmlischen Bedeutung.

V 1-7. Dieses Kapitel beschreibt die Ausführung des Vorhofes, der in Kapitel 27 bereits beschrieben wurde in gleicher Reihenfolge. (Einzelheiten bitte noch einmal dort nachlesen). Anstelle des Öls wird der Wert aller Materialien zum Schluss aufgezählt. Anstatt gleich mit dem abgegrenzten Vorhof zu beginnen, wird zuerst der Brandopferaltar und das kupferne Reinigungsbecken in den Mittelpunkt gestellt.

Das erste, was das zur Anbetung kommende Volk im Vorhof des Heiligtums sah, war ein kunstvoller bronzener Altar – 2,5 x 2,5 im Quadrat und 1,5 Meter hoch. Die Einstellung des Anbetenden ist auf das Opfer und den Opfervorgang gerichtet. In der Mitte befand sich ein Metallnetz, in dem das schuldlose Opfer, das sein Leben lassen musste, für Gott dargebracht und verbrannt wurde.

Dieser Altar war bereits ein Urbild auf Christus, der stellvertretend für unsere Sünden starb, um uns mit Gott zu versöhnen.

V 8. Das Becken aus Kupfer – oder das Waschfass bzw. das Meer. (Offb 15,2). Als nächstes sieht der Anbetende das kupferne Waschbecken. Das Material stammt von den mit dienenden Frauen, die eine Unmenge von Kupferspiel für dieses Riesenbecken gespendet hatten. Zusammengefügt soll es einen Durchmesser von 5 m, eine Tiefe von 2,5 m gehabt haben. Es fasste ca. 40-70 m3 Wasser.

Dieses Wasser diente besonders den Priester, Leviten und Helfern zur Reinigung bevor sie den Dienst im Heiligtum begannen. Alle Leviten und Priester wurden bei ihrer Weihe zum Dienst hier gewaschen (oder getauft). Mose wusch Aaron und seine Söhne mit Wasser vor ihrer Einsetzung 3Mo/Lev 8,6). Auch Johannes der Täufer wurde als Priester so gewaschen und benutzte deshalb den gleichen Ritus, um Jesus ähnlich im Jordan zu taufen. Die fortgesetzte Waschung oder Reinigung des Gläubigen ist weiterhin notwendig. Im Neuen Testament wäscht Jesus den Jüngern mit einer größeren Schüssel (als Abbild auf dieses Originalbecken) jedoch nur die Füße zur täglichen Reinigung. Für den Christen, der durch das Opfer Christi und durch die Taufe gereinigt und mit Sündenvergebung Zugang zum Heiligtum und zur Gegenwart Gottes erhalten hat, gilt die Verheißung und der Auftrag: und die den Sieg behalten hatten … standen an dem gläsernen Meer und trugen Gottes Harfen (Offb 15,2)

V 9-20 Der abgegrenzte Vorhof. Alle die hier aufgezählten Teile haben wichtige Bedeutungen, können aber hier nicht eingehend betrachtet werden. Wie Hebr. 9, 1 sagt: Es hatte zwar auch der erste Bund seine Satzungen für den Gottesdienst und sein irdisches Heiligtum, beinhaltet dies folgerichtig auch: So hat auch der neutestamentliche Gottesdienst biblische Satzungen und entsprechend ein äußeres heiliges Gotteshaus.

Wichtig ist, dass die Kirche Gottes nach außen, zur Welt, sich abgrenzt und durch Standpunkte und Reinheit innerlich geschützt bleibt. Weder Weltsünde noch Weltideologien sollen die Bedeutung des Heiligtums, seiner Werte und Botschaft verändern.

Für die jüdische und christliche Kirche gilt auch. Die Vorhänge der Abgrenzung waren schon immer beweglich und auswechselbar. Der Vorhof konnte abgebaut, erweitert und auch wieder woanders aufgebaut werden. Damit kann der  V o r p l a t z  der „Kirche“ – nicht aber ihr Innerstes – erweitert oder verändert werden. Er kann angepasst und zum Ort der Heidenmission werden. Der Vorplatz ist für Kirchenferne mit Evangelisation, das Heilige und Allerheiligste bleibt jedoch unverändert für Christen zur Anbetung und Gottesdienst.

V 21 – 31 Die Aufwendungen und Wertschätzung des Heiligtums

Zum Schluss wird der gesamte finanzielle Wert des Heiligtums hervorgehoben, der freiwillig durch das Volk gebracht und durch eine Personensteuer der wehrfähigen 603 550 Männer zusammenkam.

Der Umfang des gespendeten Wertes nach damaligem Gewicht entsprach etwa 1100 kg Gold und 3700 kg Silber (s.d. Ex 38,26 -Das entspricht bei einem halben Silberschekel in etwa die der Steuer von 605.000 wehrtüchtigen Männern). Zusätzlich zählt man noch 2750 kg Bronze. Dazu kamen alle aufgezählten wertvollen Materialien (14 werden hier speziell genannt), die Geräte und Stoffe. Würde man dann noch alle freiwilligen Arbeiten der offiziellen und inoffiziellen Werkmeister, Künstler und vielen Frauen während des einen Jahres der Herstellung in Betracht ziehen, würde dies ein unvorstellbarer Millionenbetrag ergeben.

Wir erkennen an diesem ungeheuren Wert auf welchen Grund das Heiligtum, die Kirche Gottes, gestellt ist. Wollen wir durch die einzige Tür in diesen wertvollen VORHOF gehen, dort Jesus, das Lamm, auf dem Altar als unser stellvertretendes Opfer erkennnen, und dann den Weg zum Waschbecken, zur Reinigung und zum Dienst einschlagen? Von hier aus wollen wir uns als Priester in das HEILIGE begeben, dort nach Vorschrift dienen und durch den jetzt geöffneten Vorhang in das ALLERHEILIGSTE blicken, um einen direkten Zugang zum Gnadenthron Gottes zu erhalten. Von dort her wollen wir seine Stimme hören und Seinen Willen (Gebote) erkennen, Seine Speise (Manna/Herrenmahl) essen, Seine Leitung (Aarons- Stab) für seine Kirche annehmen.


NT – Markus 3,13-19 – Mission: Menschen zu Multiplikatoren

Jesus sucht sich seinen Berg für einen Neuanfang mit dem Volk Gottes aus. Dieser steht im Kontrast zum Berg des Alten Bundes, dem Sinai. Er will nun für sein neues 12-Stämmevolk, für seine Bundesgemeinde, 12 Apostel als seine Gesandten wählen. Diese Erwählung geschieht souverän und aus Gnade. Er wählt sich aus der allgemeinen Jüngergruppe die aus, die er als Grundlage seiner Kyriake, seiner Kirche, die allein dem Herrn gehörig ist, haben möchte. Auffallend ist hier, dass Markus den Simon zuerst erwähnt und ihn von hier an Petrus nennt. (Ihm hatte er lange Zeit als Dolmetscher und Sprecher gedient). Danach folgen pärchenweise die Namen der anderen Apostel, abnehmend mit der Qualität, am Ende dann Judas, der Verräter. Damit hat Markus bereits auf das Ende seines Evangeliums hingewiesen.

Die Formung der Apostel soll nun durch eine intensive geistliche Ausbildung – (on the Job Training) – durch Lernen in der Praxis von Jesus geschehen.  1. Sie sollten bei ihm bleiben – und das für drei Jahre in intensiver Gemeinschaft. 2. Das Ziel ist, sie auszusenden selbständig zu predigen – ähnlich wie und mit der Botschaft, die ihr Meister verkündigte. 3. Dieses sollte mit Vollmacht so unterstützt werden, dass sie böse Geister austreiben und auch Kranke heilen können.

Möge auch Jesus heute mehr und mehr solche Menschen aussenden, die mit ihm waren, die von Ihm die rechte, vollmächtige Verkündigung gelernt haben. Mögen sie das wahre Evangelium predigen, damit durch dieses Verkündigungs-Werkzeug gesegnete Wirkungen in heutiger Missions- und Gemeindearbeit entstehen.

Abschlussgebet

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

14. Mai – Hauskirche

Hervorgehoben

Schlagwörter

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Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.


Schriftteil

At – Exodus 37

https://www.bibleserver.com/EU/2.Mose37

Gebet – Psalm 108

https://www.bibleserver.com/LUT/Psalm108

NT – Markus 3,7-12

https://www.bibleserver.com/EU/Markus1%3C7-12

Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT – Ex. 37 – Der Zugang zum Heiligen und Allerheiligsten, damals und heute.

Überblick aus der Mitte der Bautätigkeit

Die Kapitel 35-40 beschreiben den eigentlichen Aufbau der Bundeszeltes (Stiftshütte) bis zur Einweihung und Übergabe zum Dienst an die Priester.

Die Herstellung des Heiligtums begann mit dem Hinweis über die Sabbatruhe, setzte sich fort über die Sammlung des Volkes für den Bau und der Berufung der Baufachleute und ihrer künstlerischen Mannschaft (35). Nach der Beschreibung der Größe wird das Bundeszelt gebaut (36). Anschließend geht es um die Ausstattung des Allerheiligsten im hinteren Drittel, und zwar um das Zentrale, die Bundeslade (37). Danach wird im Heiligen Ort, der zweidrittel des Zeltraumes umfasst, der Räucheraltar, der Schaubrottisch und der siebenarmige goldene Leuchter mit dort aufbewahrten heiligen Mitteln – Salböl und Räucherwerk beschrieben. Danach werden wir vom Inneren des Bundeszeltes in den öffentlichen Vorhof mit allen Geräten, die dort aufgestellt werden, geführt. Der gesamte finanzielle Wert des Heiligtums wird nun festgestellt (38). Zum Schluss wird unser Blick auf das Personal, dass dort dienen soll, und deren Ausstattung gerichtet. Es werden auch die priesterlichen Gewänder und zu tragenden bedeutungsvollen Gegenstände hergestellt. Zum Schluss prüft Mose die Arbeiten und bestätigt, das alles nach der Vorschrift Gottes gebaut wurde (39). Exodus schließt ab mit der Einweihung des Heiligtums und dem Bekenntnis Gottes, dass er dort gegenwärtig sein will (40).

Ein Bild, das drinnen, Tisch, sitzend, Zähler enthält.

Automatisch generierte Beschreibung
links: Das Heilige – Priesterwohnung rechts: Das Allerheiligste – Gotteswohnung

Heute nun ein etwas längerer Blick in das Allerheiligste (V 1-7), dann in das Heilige des Bundeszeltes (V 10-26). Beide Räume sind durch einen kräftig gewebten Teppich (Vorhang) voneinander getrennt.

Über die Bedeutung der zentralen Bedeutung des Allerheiligsten wird später, aber noch eingehender im Neuen Testament gesprochen. Es geht hier um die innigste Gegenwart Gottes, die durch die zwei Engel auf der Bundeslade symbolisiert werden.  Das Reden Gottes geschieht von den Engeln her, die auf dem goldenen Gnadendeckel stehen und auf die beiden Steintafeln der 10 Worte Gottes schauen. Diese lagen im Inneren des Bundeslade (-Kasten). Weiter wurde dort auch ein Gefäß mit dem Wüstenbrot (Mana) als Erinnerung aufbewahrt, sowie der Führungsstab Levis (Moses / Aarons), der Früchte trug. Von diesem Zentrum der symbolischen Gegenwart Gottes her wollte JAHWE gehört werden und das Volk leiten. Es war eine gnädige Gegenwart Gottes, denn die beiden Engel standen auf der goldenen Sühneplatte, auf die der Hohepriester jährlich das Blut zur Sühne für das Bundesvolk sprengte. Die Engel schauten auf die unter dem Sühnedeckel liegenden 10 Worte (Gebote) mit dem Willen Gottes. Aus Gnade und Dankbarkeit sollte das Volk nach diesen leben. Weiterhin befanden sich neben dem „Wort Gottes“ auch das „Brot Gottes“ (das himmlische Manna) in diesem Stiftskasten. Das sollte auf das lebendige Brot, auf Jesus Christ, hinweisen. Von Ihm sollten sie auch in Zukunft essen, was ein Hinweis auf das Mahl des Herrn, das Brot vom Himmel, gibt. Das Wort und das Brot sind täglich bedeutend für das Volk Gottes. Wort und Brot – Verkündigung und Eucharistie/Abendmahl – sind die wichtigen beiden zentralen Elemente (Sakramente/Geheimnisse) für das Volk Gottes unter der gnädigen und goldenen Schutzplatte Gottes.

Auch heute sollte in jeder biblischen kunstvollen Bundesversammlung Gottes das Symbol der göttlich eingesetzten Leiterschaft nicht missachtet werden. In der Bundeslade befand sich außerdem der grünende Stab Aarons. (4Mo/Lev 17).

Dieser Leitungsstab spricht sich gegen jede gemeindliche und kirchliche Leitung von unten aus. Weder die übrigen 11 Stämme oder die Schwester Moses, Miriam, noch ein empörtes Volk sollte die Kirche Gottes leiten. Entfaltung (bene esse) geschieht durch Mose als Leiter und die eingesetzten Priester / Älteste. Sie erstreckt sich bis zum NT gemäß 1 Tim 3 und Titus 1. – Timotheus und Titus handeln dort als Bischöfe, die die Aufsicht wahrnahmen. Diese, von apostolischen Leitern eingesetzten geistlichen Leiter, setzten die ursprüngliche „Stabtradition“ als bischöfliche Leitung im NT fort. Sie wachten über die neue Bundesversammlung Christi mit dem gnädigen Evangelium und leiteten sie mit Wort und Brot – durch Wort und Sakrament. Sie wachen über und leiteten durch Verkündigung und das Herrenmahl. Der Leitungsstab Moses steht immer noch für die Stammesleitung des neutestamentlichen priesterlichen Gottesvolkes.

V 10-16 Hier wird der Tisch mit den 12 Schaubroten und Speisegeräte als gottesdienstliches Möbelstück vorgestellt (1,0 x 0,5x 0,80).

Wir werden auch später noch darauf genauer eingehen. Wenn Jesus in der Offenbarung spricht, siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an, dann meint er damit zuerst den heiligen Vorraum (5×10 Meter) vor dem Allerheiligsten. (Er kommt als Hohepriester und will mit den hier versammelten Priestergruppe, die gerade wechselt, das Mahl halten. Jeweils bei der Übergabe an eine neue Dienstgruppe wurden die vorhandenen (12-Stämme)-Brote von allen gegessen. Dies ist ein Hinweis auf die priesterliche Aufgabe, sich um die geistliche Versorgung der 12 Stämme zu sorgen.

V 17- 14 Hier wird der goldene siebenarmige Leuchter, das Wahrzeichen Israels, dargestellt, der auf der gegenüberliegenden Seite des Schaubrottisches stand. Dieser war aus 37,5 kg Gold hergestellt. Er sollte, gespeist durch heiliges Öl, vom Morgen bis zum Abend in diesem Priesterversammlungsraum brennen und die Priester in ihrem Dienst erleuchten. Dies spricht davon, dass die Diener Gottes, besonders durch den Heiligen Geist (Öl) erleuchtet werden sollen, wenn sie die Anliegen des Volkes Gottes vor den Thron Gottes bringen.

Die Erleuchtung und Leitung durch Gottes Geist ist für jeden geistlichen Leiter in seinem Dienst unbedingt notwendig.


V 15 Der goldene Räucheraltar (1m x 0,50; Höhe 0,80) zählte zwar zum Allerheiligsten, stand direkt vor dem Vorhang, aber noch im Heiligen, dem Priesterraum.

Dadurch wird hingewiesen, dass der damalige Priester nicht den direkten Zugang zur Gegenwart Gottes hatte. Nur der Hohepriester ging einmal im Jahr in das Allerheiligste. Das Rauchopfer, das hier täglich gebracht wurde, symbolisiert die Gebete der Priester und der Heiligen, die als liebliches Aroma – das was Gott sich wünscht und Ihn erfreut – vor Ihn gebracht werden.

Das Gebet, das Nahebringen der Menschen und ihrer Anliegen vor Gott, ist neben der Auslegung der Heiligen Schrift die Hauptaufgabe eines Priesters und Presbyters (Ältester) im Alten und Neuen Testament. Dadurch sollen sie Vorbild für alle Gläubigen sein, die durch Jesus (den Vorhang seines Leibes) jetzt persönlichen Zugang zum Allerheiligsten haben und die Stimme Gottes hören können.


NT – Markus 3,7-12 – Im stressigen Dienst wird der Gottessohn bekannt

Nach der Sabbatkontroverse mit den Pharisäern zieht sich Jesus zurück an den See Genezareth. Er sammelt dort seine Reichsgottesgemeinde nicht aus Menschen vom religiösen Jerusalem, sondern aus dem halbheidnischen Galiläa. Selbst vom südlichen Jerusalem bis zum nördlichen Phönizien reisen sie an. Scheinbar fiel die Menge der Kranken, Geplagten und dämonisch Besessenen nur so über ihn her. Er musste unter großem Stress gestanden haben, weil er ein Boot zum Rückzug aus der Menge bestellte. Diese übergroße Dienstbelastung leitet auch den Übergang, vom See zum Berg, zum Rückzug, Neuorientierung und zur Jüngerberufung, in den nächsten Abschnitt über. Doch zuvor lässt Markus noch einmal seine These – hier eher positiv – durch viele dämonisch Kranke bestätigen: „Du bist Gottes Sohn!“

Neuorientierung und wichtige Entscheidungen. Lassen wir uns im Gebet durch Geist Gottes in stressigen Lebenssituationen zeigen, eine Entscheidung für eine Neuorientierung zu treffen? Ist ein Ortswechsel wichtig, ist ein Rückzug aus der Menge der Menschen oder der Arbeitsbelastung notwendig? Ist es an der Zeit, Nachfolger zu suchen, zu schulen und sie mit in eine bestimmte Arbeit oder Dienst einzuführen?

Abschlussgebet

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

13. Mai – Hauskirche

Hervorgehoben

Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.


Schriftteil

At – Exodus 36

https://www.bibleserver.com/EU/2.Mose36

Gebet – Psalm 107,33-43

https://www.bibleserver.com/LUT/Psalm107%2C33-43

NT – Markus 2,23-3,6

https://www.bibleserver.com/EU/Markus2%2C23-28

Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT – Ex. 36 – Weise und befähigte Diener für kunstvollen Gottesdienst. – Eifriges Volk unterstützt mit reichlichen Gaben den Bau und die Inneneinrichtung

Bereits in Kapitel 28,2+3; 31,1-6 unterweist Gott Mose mit welchen Menschen er eine kunstvolle Anbetungsstätte bauen soll.

K. 35,30-36,7 Hier kommt diese Berufung zum Abschluss und zur Einsetzung der Männer. Mose hatte nach der Anordnung Gottes sich nach Männern umgesehen, die Leiter in ihrem Kunsthandwerk waren und die Fähigkeit besaßen, andere in diese Kunst einzuführen und zu begleiten. Bezalel und Oholiab waren solche mit Multifähigkeiten begaben Leiter. Diese Fertigungs- und Leitungseigenschaften besaßen sie bereits vor ihrer Berufung. Wir erkennen die Stationen der göttlichen Berufung. 1. Sie waren bewährt im Leben. 2. Sie waren begabt in ihrer handarbeitenden Kunst. 3. Sie waren bereit und boten sich freiwillig zum Dienst am Heiligtum an.

Diese Männer wurden von Gott berufen und mit dem Geist Gottes erfüllt, um weise, verständig und geschickt vor allem künstlerisch alle Arbeiten für die Entstehung, Ausgestaltung und Benutzung dieser Gebetsstätte auszuführen. Mit diesem Auftrag beginnt die Berufung und auch die öffentliche Einsetzung der Verantwortlichen.

Wir schauen uns auch das eifrig unterstützende Volk an. Alle erkennen die persönliche Berufung Gottes, diese Männer aus ihrer Mitte täglich durch freiwillige Gaben zu unterstützen. Dies geschah überaus reichlich, dass dieser „Gebetshaus-Marathon“, der Aufruf zu finanzieller Unterstützung des Projektes, gestoppt werden musste. Daran erkenne wir, dass diese Laienbewegung überaus an diesem Gebetshaus interessiert war.

V 8-18 Zur Herstellung des Heiligtums vergleiche auch die Anweisung Gottes in Kapitel 26. Zwischen diesen einzelnen Anweisungen findet man nur geringfügige Unterschiede. Es soll dadurch ausgesagt werden, dass die Anweisung Gottes genauso ausgeführt wurde, wie es von Gott angeordnet wurde.

Wenn wir jedes Teil hier betrachten würden, trägt jeder Gegenstand oder Darstellung in Bedeutung und eine verborgene Botschaft in sich über Gott und seinen Plan. Dies Kunst ist nicht chaotisch oder evolutionär, sondern geordnet und kreativ gestaltet.

Damit lernen wir auch, dass Gott selbst künstlerisch tätig ist, ja künstlerisch und schöpferisch das Universum unserer Erde entworfen und gestaltet hatte. Gott lieb die Kunst, die Ihn, seinen Namen und seinen Willen besonders aus dem Alltäglichen heraushebt, die ansehens- und bestaunenswert ist. Er liebt alle Kunst, die geheimnisvoll oder verständlich auf Ihn hinweist, besonders göttliche Kunst im Gottesdienst.

Weiter lernen wir aus der Berufungsgeschichte der Künstler Gottes, dass es auch Kriterien für die Berufung in andere Dienste und Ämter des Volkes Gottes gilt (Priester, Leviten, Diener, etc.). Solche Menschen müssen 1. bewährt, 2. begabt und 3. bereit zum Dienst und Amt sein. Es gibt keine Selbstberufung fürs Reich Gottes, egal wie selbstbewusst oder begeistert eine Person ist. Alle drei Merkmale müssen geprüft und erfüllt werden, bevor eine öffentliche Berufung und anerkannte Einsetzung geschehen.

Hinweis: Zur Berufung und Dienst in der Gemeinde und Kirche: siehe Glaubensartikel 23 und 36 http://www.rekd.de/index.php?id=10


NT – Markus 2,23-3,6 -Sabbat, um wen geht es hier?

Soll der Mensch zwanghaft ruhen oder soll ihm aus der Ruhe zum Guten verholfen werden?

Wir finden zwei Abschnitte, die sich mit dem Sabbat und Jesu Auslegung und Anwendung beschäftigen. Um den Sabbat recht zu begehen, wurden von den Pharisäern viele zusätzlichen Bestimmungen erlassen, die aber auch wieder durch List umgangen wurden. Meistens geht es ihnen um verschiedene Arbeiten oder Leistungen, die sie verbieten.

Ährenraufen beim Gang durch die Felder betrifft zwei pingelige Beanstandungen: Das Abreißen der Ähren wurde von ihnen als „Mähen“, das Reiben der Körner als „Dreschen“ ausgelegt. Vielleicht sollten wir noch hinzufügen, das Kauen mit den Zähnen wird als „Mahlen“ des Getreides ausgelegt.

Bei der zweiten Begebenheit geht es um Helfen und Heilen am Sabbat. Einem Kranken am Sabbat zu helfen war verboten. Selbst wenn eine Frau ein Kind an diesem Tag gebären sollte, und sie Hilfe durch Hebammen bräuchte, verboten einige extreme Pharisäer diese Hilfe. Lieber sollte dann die Frau bei der Geburt sterben. Über unterlassene Hilfeleistung oder sogar Mordabsicht bei dieser Auslegung, machten sie sich keine Gedanken. Jesus weist durch dies Auslegung und praktische Hilfe auf seine Barmherzigkeit, sein Gutes -Tun zur Erhaltung des Lebens und auf seinen Retterwillen hin. Er beweist durch die Schrift in 1Sam 21,2-7, dass das Gesetz zum Guten des Menschen gegeben wurde. Er besitzt auch die Autorität von der Bestimmung des Ruhetags her, den Menschen Heil und Freude zu bringen, es auch so in deren Leben anzuwenden. Damit deckt Er das bösartige Verhalten und die Verstockung bei den Pharisäern und auch bei den Zuhörern seiner Botschaft auf.

Auch für den Christen gilt immer das Wort aus Jakobus 4,17: Wer nun weiß, Gutes zu tun, und tut’s nicht, dem ist’s Sünde.

Oder auch: Galater 6,10 10: Darum, solange wir noch Zeit haben, lasst uns Gutes tun an jedermann, allermeist aber an des Glaubens Genossen.

Abschlussgebete

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

12. Mai – Hauskirche

Hervorgehoben

Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.


Schriftteil

At – Exodus 35

https://www.bibleserver.com/EU/2.Mose35

Gebet – Psalm 107,1-16

https://www.bibleserver.com/LUT/Psalm107%2C1-16

NT – Markus 2,18-22

https://www.bibleserver.com/EU/Markus1%2C18-22

Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT – Ex. 35 – Vorbereitungen zur Errichtung eines kunstvollen Gottesdienstes

In den Kapiteln 35-40 wird die Stiftshütte, das Bundeszelt mit allen Einzelheiten hergestellt, das Gott bereits in den Kapitel 25 – 31,18 beschrieben hatte.

V 1-3 Wir beachten die Einleitung zu diesem Thema. Das Volk Gottes wird aus seiner Arbeit geholt und soll zur Ruhe geführt werden. Aus der völligen Ruhe heraus wird die Anfertigung der Ruhestätte Gottes beschrieben. In und um diese herum soll die Anbetung Gottes geschehen.

Der Hinweis, dass am Ruhetag kein Feuer gemacht werden soll, hat nichts damit zu tun, das im Haushalt kein Essen bereitet werden darf, sondern, dass mit der Errichtung der Anbetungs- und Opferstätte das Feueropfer Israels an die Priesterschaft übergegangen ist (1 Sam 2,28). Damit geht die Opferverantwortung aus der Pflicht des Familienvaters über an die jetzt erwählte Priesterschaft. Gott wird von der Opferstätte her reden, der jeweils Opfernde soll seine Gaben von nun an zur Stiftshütte bringen und dort unter Anweisung der Priesterschaft opfern (3 Mo /Lev 1,1-3).

V 4-29 Die Aufforderung zu freiwilligen Gaben und die Benennung erfolgt nun. Wir beachten, dass jeder aufgefordert wird von seinem Besitz ein Opfer zu bringen, Männer und Frauen. Die Freiwilligkeit besteht nicht darin, zu entscheiden, ob man überhaupt etwas von seinem Besitz gibt oder nicht, sondern wie das Herz des Einzelnen bewegt wurde, je nach Umfang und Wert des eigenen Vermögens etwas Persönliches aus Dankbarkeit zu spenden. Das Herz sollte angetrieben werden, rückblickend auf die mächtige Erlösungstat Gottes beim Auszug aus Ägypten zu blicken, aber auch auf das eigene Unvermögen, ihre Halsstarrigkeit und den Ungehorsam, mit denen sie Gott in der Zwischenzeit betrübt und verletzt hatten.

Woher stammte wohl das Vermögen des Sklavenvolkes? Beim Auszug hatten sie sich von den Ägyptern silberne und goldene Geräte und Stoffe geben lassen (Ex 12,35-36). Der Umfang des gespendeten Wertes des ca. 3 Millionen-Volkes betrug nach Gewicht etwa 1000 kg Gold, 3700 kg Silber (Ex 38,26 – ein halber Schekel bei 605.000 wehrtüchtigen Männern) und 2750 kg Bronze. Dazu kamen alle die hier aufgezählten wertvollen Dinge, die Geräte und Stoffe.

Stellen wir fest: Die Errichtung des Bundeszeltes, der mitziehenden Zeltkirche, geschah auf Anweisung Gottes und war gleichzeitig eine freiwillige Laieninitiative zur Errichtung einer kunstvollen Kirche des Alten Bundesvolkes.

V 30-35 Die Beauftragung der Kunsthandwerker beginnt hier und wird weiter in Kapitel 36,1-7 beschrieben. Zusammenfassend wird dieser Abschnitt in der morgigen Lese betrachtet. Kunst und Kirche – Heiligtum und Heiliger Geist sind grundlegende Themen für einen gottgewollten Gottesdienst.

Wenn wir heute nach einem biblischen Gottesdienst fragen, finden wir hier wichtige Grundlagen: Anweisungen, Planungen, Initiativen, Herzenseinstellungen, Finanzierungsmöglichkeiten, Geist- und Talentbegabungen sowie Leitungs- und Lehrfähigkeit in der Zusammenarbeit mit allen willigen Menschen. Dies ist der Beginn einer wahren Volkskirche Gottes. Jeder Haushalt soll sich auf die Ruhe Gottes einstellen, aber zukünftig in Beziehung zur erwählten Priesterschaft freiwillige Opfer an gottesdienstlichem Ort bringen. Es wird nicht nur Wert auf einen persönlichen, sondern auch auf einen kunst- und bedeutungsvollen Gottesdienst mit den Weisungen Gottes im Zentrum gelegt.


NT – Markus 2,18-22 – Mit Jesu Kommen ist die HOCH-ZEIT angebrochen

Die kirchliche Fastenzeit von Aschermittwoch bis zur Karwoche ist zu Ende. Im Gegensatz wird bei gesetzestreuen Pharisäern jedoch am Montag und am Donnerstag gefastet. Dies tun sie in Erinnerung an den Auf- und Abstieg Moses auf den Berg Sinai, um von dort das Gesetz Gottes zu holen. Eine Aussage Jesu an anderer Stelle: Fastet nicht wie die Heuchler, bezieht sich auf solche Gruppierungen. Es gab damals auch noch andere Fasten- und Erinnerungszeiten. Die Johannesjünger fasten aus Trauer und Buße vor Gott nach ihrem Vorbild und Bußprediger Johannes. Dieses Fasten wird aber von Jesus, der jetzt die Anwesenheit und Freude des Himmelreiches verkündigt, klar abgelehnt. Denn mit ihm ist die Hoch-Zeit der Gegenwart Gottes und die Freude angebrochen. Beide Beispiele sollen dies hier bekunden. Das Neue, was Jesus jetzt gegenüber dem Alten bringt, soll die Sprengkraft seiner Botschaft und des Evangeliums ausdrücken.

Wenn wir fasten, erinnern wir uns an den Mittwoch, als Jesus verklagt wurde, und an den Freitag, als Er für uns gekreuzigt wurde? Dies wären biblische Zeiten auch für Christe zum persönlichen Fasten. Dann aber sollte am Auferstehungstag des Herrn, am Sonntag, dem ersten Tag der Woche, besonders die Freude in unserem Herzen und unserer Umgebung aufbrechen, denn die neue Zeit, die neue Woche der Auferstehung, Jesu, meines Herzens Freude, ist da.

Gebetsteil

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

11. Mai – Hauskirche

Hervorgehoben

Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.


Schriftteil

At – Exodus 34

https://www.bibleserver.com/EU/2.Mose34

Gebet – Psalm 106,24-36

https://www.bibleserver.com/LUT/Psalm106%2C24-36

NT – Markus 2,13-17

https://www.bibleserver.com/EU/Markus1%2C13-17

Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT – Ex. 34 – Der Gnädige zieht weiter mit dem Volk. Es erhält zum zweiten Mal die WORTE der Weisung als neuen Bund.

(Nach Abfall des Volkes von Gott, der Strafe und Buße wegen des goldenen Kalbes (Ex 32, 16-33,23) erfährt Mose eine erneute Stärkung und Zusage der Gegenwart Gottes für den Zug des Volkes in das verheißene Land der Väter. (Diese Texte wurden wegen der Lesungen des Sonntagsgottesdienstes ausgelassen).

Mose steigt hier, wie schon einmal in Kapitel 19, auf den Gottesberg Sinai. Die 10 Worte des Dekalogs aus K. 20 werden noch einmal entfaltet. Das erste Wort: „Ich bin der Herr, dein Gott. Du sollst keine anderen Götter neben mir haben,“, wird erneut wegen kürzlichem Abfall neu in den Mittelpunkt gestellt und in den Versen 6-17 erläutert. Dieser Abschnitt wird auch als „kultischer Dekalog“ bezeichnet, bei dem es um die für Gott erforderliche Verehrung geht. Dieses hat bei der zukünftigen Landeinnahme damit zu tun, dass das Volk sich nicht mit der götzendienerischen Landbevölkerung vermischt. Sie dürfen nicht den heidnischen Kult, nicht die Sitten und Gebräuche jener Völker übernehmen. (Gerade das hatten sie aber mit dem Tanz um das Abbild des goldenen Kalbes getan). Denn Religionsvermischung und Volksvermischung führt zum Bundesbruch. Der Hinweis auf das Passafest am Ende, das im neuen Kulturland nach Gottes Ordnung gefeiert werden soll, zielt auf die totale Loslösung von allen heidnischen Bräuchen der Kanaaniter und der Ägypter hin. Deshalb soll hier weder Sauerteig benutzt werden noch das Lammböckchen (wie es die Heiden aus magischen lebenserneuert Gründen tun) in der Milch seiner Mutter gekocht werden.

Der allein von Gott ausgehende Bund wird äußerlich nicht nur an einem öffentlichen Versprechen fest gemacht, sondern auch an der äußerlichen FORM der drei verpflichtenden Feste (Passah-, Wochen- Laubhütten/Erntefest) und der Verpflichtung, dass Gott auf das gesamte Leben des Volkes Anspruch hat. Denn von allem menschlichen, tierischen und pflanzlichen Leben gehört das zuerst Entstehende Leben Gott. Das Volk und jeder Einzelne ist Gottes Besitz. Der erste Teil gehört immer Gott. Dieser hoheitliche Vertrag ist ein von Gott auf das Volk auferlegter Bund, die 10 Worte zum Segen oder auch zum Fluch. Gott ist der Souverän, aber dem Volk Gottes wird, obwohl widerspenstig und versagend, gnädig eine untergeordnete Souveränität (Lehnshoheit) zugesprochen.

Der neue Bund in Jesus Christus durch Sein Blut folgt diesem Vorbild. Er bietet allen Sündern und an Christus zum Glauben Gekommenen die Vergebung der Sünden und ewiges Leben an. Es ist ein Bund in der Nachfolge des Herrn unter dem Kreuz und mit ganzer Hingabe zum Dienst. Wir unterstehen seiner Oberhoheit und Autorität, sind sein Eigentum mit allem was wir sind und haben. Dazu gehört sicherlich nach Apostelgeschichte 2,42, dass wir uns beständig unter apostolischer Belehrung, uns in eine christlich-helfende Gemeinschaft einbringen, am regelmäßigen sonntäglichen Brotbrechen (Herrenmahl) teilnehmen und die biblischen Gebete der Schrift und der Kirche Christi gemeinsam sprechen. Auch Christus fordert, dass wir unsere Begabungen und Finanzen, zuerst Gott und seiner Kirche, möglichst der Ortsgemeinde, zur Verfügung stellen.

Fragen durch Moses Vorbild angeregt: Was können wir von seinem geistlichen Leben lernen? Was für ein geistliches Leben möchtest Du mehr in Deinem Leben entwickelt sehen?

Mehr zu Suzeränität in Englisch:

https://biblicalstudies.org.uk/article_covenant.html

NT – Markus 2,13-17 – Heilung der Schwachen durch Sündenvergebung

Levi, auch bekannt als Matthäus, war ein zur unteren Kategorie der Zöllner gehörender Steuereintreiber. Dieser Beruf wurde von den Juden als verachtet und ausgestoßen angesehen, weil sie mit der römischen Regierung zusammenarbeiteten und obendrein zusätzlich Geld für diesen Dienst für sich einbehielten. Diese Zollbeamten hatten gewöhnlich keine Achtung vor dem mosaischen Gesetz. Sünde ist aber Gesetzesübertretung.

Der zentrale Auftrag Jesu, die Sündenvergebung in den Mittelpunkt seiner Verkündigung zu stellen, leuchtet hier besonders unter dieser Gruppe auf. Jesus kümmert sich wie ein Arzt um diese Menschen, die von der jüdischen Kultgemeinde verachtet wurden. Er fragt nicht nach deren Status und Würdigkeit, sondern nach ihrer Bedürftigkeit. Wenn es hier um Heilung dieser Menschen geht, dann bedeutet es zuerst, dass sie unter die vergebende Gottesherrschaft kommen und von dort aus heil und stark werden, indem sie Jesus nachfolgen. Dieses tut Levi umgehend, wird stark und gesund, wird selbst Jünger und später Apostel, trägt diese Botschaft in alle Welt (Mt 28,18-20).

Stimmt Jesu Bestimmung mit Seinem göttlichen Auftrag überein? Im Vergleich, welche Bestimmung hat mein Leben? Stimmt dies mit meinem Handeln überein? In welcher Gruppe von religiösen oder nichtreligiösen Menschen halte ich mich gewöhnlich auf? Warum pflege ich mit ihnen gerade Umgang, treffe ich mich ihnen? Sollte sich das ändern, damit ich gemäß meiner göttlichen Bestimmung lebe?

Gebetsteil

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

9. April – Hauskirche

Hervorgehoben

Schlagwörter

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Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.


Schriftteil

At – 2. Mose / Exodus 31,1-32,16

https://www.bibleserver.com/EU/2.Mose24

Gebet – Psalm 106,24-36

https://www.bibleserver.com/LUT/Psalm106%2C24-36

NT – Markus 1,40-45

https://www.bibleserver.com/EU/Markus1%2C40-45


Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT – Ex. 31-32,16 – Zeichen des Gesetzes und des Heidentums

Die Kapitel 26 – 30 beschreiben den Plan für das irdische Heiligtum, später in Kapitel 35-40 wird diese Herstellung ausführlich behandelt. Deshalb werden wir erst dann auf sie eingehen. Heute in K. 31 geht es zunächst um die Anordnungen, das Heiligtum mitsamt Geräten, Amtskleidung und priesterlichen Gebrauchsgegenständen. diese genau nach dem Plan Gottes herzustellen, den Mose auf dem Berg Gottes gesehen hatte.

V 1-11 Jegliche Kunst hängt von der Begabung des Künstlers ab. Zwei Männer werden aus der Menge des Volkes durch Namensnennung als bedeutend für den Gottesdienst berufen. Bezalel (im Schutz Gottes) wird als Leiter und Oholiab (das Zelt ist mein Vater) als Helfer eingesetzt. Bezalel leitet die Abteilung für die künstlerisch zu gestaltende heilige Wohnung Gottes. Die genauere Geistbeschreibung für dieses Werk, die Begabungen und Kunstfertigkeiten werden in Kap. 36 dann noch später genauer beschrieben.

V 12-17 Ein Sabbat-Heiligtum ohne den Sabbat-Tag ist nutzlos. Die Ruhe und der Ruheort sind aufeinander angelegt. Deshalb wird hier die Einhaltung des Ruhetages als wesentliches Zeichen für die Erwählung Israels betont.

V 18 leitet über zu K. 32-34 und den steinernen Tafeln. Sie sind im übertragenen Sinne durch Mose als Mittler (Ex 18,15; Lu 11,20 – mit dem Finger Gottes – göttlichen Ursprungs -32,15) beschrieben worden (34,1+27+28).

Kapitel 32,1-6 Die Tafeln des Gesetzes, das Zelt des Gesetzes und der Tag des Gesetzes sind Zeichen und Ausdruck des Bundes Gottes mit Israel. Doch bevor diese Zeichen Sitz im Leben des Volkes erhielten, bricht in Abwesenheit Moses das ägyptische Heidentum im Volk wieder durch. Sie begehen eine schwere Sünde gegen das zweite Bilderverbot. Aaron, als Vertreter der Priesterschaft, häuft eine große Schuld auf sich, weil er sich dem Willen des Volkes ohne Widerstand anpasst. Nicht umsonst wird in 1Könige 12,28 dies Abbild nicht starker Stier, sondern lächerlich Kalb genannt.

7-16 Moses Fürbitte und Abstieg mit den Tafeln

Gott informiert Mose noch auf dem Berg über die Majestätsbeleidigung des Volkes an ihm. Das halsstarrige Volk, mit heidnischen Gedanken im Herzen, hat Abbilder über Jahwe-Gott entworfen und feiert seinen Götzendienst. Deshalb will Gott sie durch eine Plage vertilgen, Mose aber und dessen Nachkommen zu seinem Volk erheben. Im Gebet ringt Mose mit Gott, dass dieser doch die Väterverheißungen einhält. Schließlich erhört Gott das Gebet Moses. Dieser begib sich dann mit gewichtigem Gesetz und schweren Herzens auf den Weg ins Tal zum tanzenden Volk.

By Nicolas Poussin – http://www.cts.edu/ImageLibrary/Public_domain.cfm, Public Domain, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=475193

Die Frage nach Form und Inhalt eines Gottesdienstes.

Die äußeren Zeichen des Volkes Gottes, die Tafeln des Gesetzes, das Zelt des Gesetzes und der Tag des Gesetzes sind der äußerer Rahmen des Bundesvolkes. Rahmen und Inhalt, Form und Fülle, gehen immer zusammen. Der Inhalt hier ist Jahwe-Gott mit seinem heiligen Namen, Charakter und Willen ohne jegliche Abbilder. Das goldene Kalb jedoch ist die äußere Form, eines selbst entworfenen Abbildes nach den Wünschen und Ideen der Menschen ohne den wahren Gott.

Während die erste Form mit den drei Elementen (Tafel, Zelt und Ruhetag) von Gott entworfen wurde, damit das Volk nach diesen Kultus lebt, äußerlich und innerlich davon geprägt wird, führt die  Form eines Götzenbildes in ein Wunsch- und Triebleben, das sich orientiert an tierisch-instinktiven Elementen des Wohlfühlens und der Ausgelassenheit eines jungen Kalbes.

Sowohl modernes Heidentum als auch Christentum pflegen Kulte, die durch Inhalt und Form zusammengehalten werden. Deshalb müssen sich Christen und Kirchen immer wieder neu der Frage stellen, wieviel moderne Formen sie aus der Kunst und Ästhetik der Welt in ihre Gottesdienste mit übernommen haben. Können schon wesentliche neue Formen des Wohlfühlens und der Ästhetik die Gebote, das Gebetshaus und Gottesdienstzeit so verändern, dass man sich dann so wohl wie im Kino, Theater oder begeisternd auf Sportplatz fühlt? – War es toll, schön, aber wo war Gott?

Weiter sollten alle geistlich Verantwortlichen der Kirche Christi sich nicht den Wünschen der modernen Gesellschaft wie bei Aron beugen, Gottesdienste mit solchen modernen Formen einzuführen, die nicht mehr die Prinzipien der Worte und des Wesens Gottes noch seiner Ethik beinhalten. Damit machen sich Priester und Kirchenführer schuldig, wenn sie nachgeben und erlauben.


NT – Markus 1,40-45

Heilen und Helfen trotz Ansteckungsgefahr

Aussatz oder Lepra galt zu biblischen Zeiten als nicht heilbar. Die Krankheit schloss von allen gesellschaftlichen Beziehungen aus. Die Menschen mussten in großer Distanz leben und bei Annäherung Aussatz, Aussatz rufen. Die Krankheit wurde von der Bevölkerung auch als Strafe für eigene oder in der Verwandtschaft begangene Sünden angesehen.

Der Kontakt und die Berührung mit einem Aussätzigen wurde damit bestraft, dass diese Person dann auch für eine Zeit aus religiösen und gesellschaftlichen Beziehungen ausgeschlossen wurde. Doch Jesus verhält sich in dieser Situation ganz anders, denn er erbarmt sich, er berührt sogar, und er heilt den äußerst kranken und verzweifelten Menschen. Damit erhält er wieder Zugang in die Gesellschaft des Volkes Gottes und auch zu den Gottesdiensten und Gott selbst.

Wie würde sich Jesus hier auf Erden wohl während der Corona Epidemie verhalten? Würde er einen Mundschutz tragen, zwei Meter Abstand halten und sich nach einer möglichen Berührung sofort die Hände desinfizieren?

Einige überzeugte Christen fordern, man solle Gott mehr gehorchen als staatlichen Anforderungen. Wir sollten uns wie Jesus hier verhalten, einfach in der Kraft des Geistes und des Glaubens handeln. Gott wird beschützen. Auch sollten gerade jetzt Heilungsveranstaltungen stattfinden, um durch Wunder und Zeichen viele Menschen auf Gott hinzuweisen.

Andere wiederum berufen sich auf Römer 13, um die staatlicher Autorität in dieser schwierigen Pandemie zu unterstützen, die Verbreitung des Virus einzuschränken, aber trotz Mundschutz und Abstandhalten viel Gutes tun, Einkäufe für Menschen erledigen, Anrufe tätigen, Videogespräche führen oder auch Mundschutz nähen und verteilen.

Wie aber verhalten wir uns persönlich? Wir sollten in dieser Zeit nicht aus Hektik heraus dem einen oder anderen Handlungsextrem folgen. Wir sollten diese besondere Zeit als Zeit der geschenkten Gelassenheit und Neuorientierung ansehen, endlich aus dem „Hamsterrad“ der Getriebenheit herauszukommen. Wir dürfen auch darüber meditieren und beten, ob diese Pandemie doch eine Strafe Gottes für gesamtgesellschaftliche Sünden sein kann, wir können auch stellvertretend Buße tun. Weiter sollten wir unseren Blick auf die Not der Betroffenen richten und uns göttliche Barmherzigkeit und Jammer in unser Herz schenken lassen. Dies kann uns jetzt auf Nahestehende aufmerksam machen, die besonders unsere Freundlichkeit und Hilfe benötigen. Wir können für Betroffene beten, die, obwohl schon seit Wochen in Quarantäne, immer noch positiv getestet sind, oder für solche, deren Angehörige doch gestorben sind. Auch der erste Missionsbischof unserer Kirche ist kürzlich in einem Altenheim in den USA an Covid 19 verstorben. Gott segne ihn.

Gebetsteil

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

6. Mai – Hauskirche

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Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Morgenandacht – Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle knien.

Hinweis zu den Lesungen:  Die Bibeltexte in unserem Gebetbuch stammen aus der Einheitsübersetzung; die Psalmtexte folgen dem Luthertext. Links anklicken – zu lesen auf dem ERF Bibleserver.de 

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.


Schriftteil

At – Exodus 22

https://www.bibleserver.com/EU/2.Mose22

Gebet – Psalm 105,37-45

https://www.bibleserver.com/LUT/Psalm105%2C37-45

NT – Markus 1,9-13

https://www.bibleserver.com/EU/Markus1%2C9-13


Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT – Ex. 21 – Weitere Rechtsverordnungen für das Leben eines heiligen Volkes und Verpflichtungen

Weil Israel mehrheitlich eine land- und viehwirtschaftliche Gesellschaft war, beschreiben die weiteren Rechtsverordnungen (Prinzip: Wenn…, dann…) besonders diese Anliegen, aber auch die der ärmeren Gesellschaft sowie familiäre Schädigungen oder kultische heidnische Praktiken, die von außen in das priesterliche Volk eingeführt werden könnten.

Es geht hier um vielfältigen Schutz des materiellen oder immateriellen Eigentums. Eigentum verpflichtet. Wird es verborgt oder ausgeliehen, muss verantwortlich und sorgsam damit umgegangen werden, ob Tier oder Bargeld. Wenn dem Besitzer durch Unachtsamkeit, Fahrlässigkeit oder mit Wissen oder Willen ein Schaden oder eine Wertminderung des Besitzes entsteht, dann muss er durch den Verantwortlichen ersetzt werden. Ist es eine willentliche Straftat, dann reicht nicht nur ein Ersatz, sondern sogar, je nach Bedeutung in der Gesellschaft, den doppelten, vier- oder fünffachen Wert.

Wertminderung entsteht sogar, wenn ein unberührtes Mädchen sexuell verführt wurde, an ihr und oder an der Familie, aus der sie stammte. Strafe oder Belehrung für den Mann besteht darin, dass er die volle Verantwortung (für seine nicht durchdachte Handlung) übernimmt und sie heiraten muss. Außerdem muss er den Wert des Brautgeldes an den Vater bezahlen. Dieser kann sogar den Brautpreis verlangen, aber die Heirat ablehnen (Deu/5Mo 22,22-29).

Besonderen gesellschaftlichen Schutz sollten die Witwen, Waisen und Armen erhalten. Sie sollten nicht ausgebeutet werden, noch an ihnen geschäftliche Vorteile wie Wucher und Zinsen angewendet werden. Denn im priesterlichen Volk gilt, das der Gerechte und Gesegnete solch ein Mensch ist, der sein Geld ohne Zinsen verleiht, und als einer, der am Abend das einzige Pfand, den Übernachtungsmantel zurückgibt (Ps. 15,5).

Einzelne, mehr apodiktische Gebote (Prinzipien) wie in Kapitel 20 fassen die Beispiele zum Abschluss zusammen (V 27-30).

Die Aussage ist grundlegend. Gott ist heilig und ihr sollt mir heilige Leute sein. Dieses verpflichtet Israel, sich nicht nur mit Worten, sondern mit ihrem Verhalten und durch ihre Lebensweise als abgesondert von den Praktiken der Umwelt zu leben. Wenn das Volk als Sohn (4,22) aus Ägypten gerufen wurde, Gott allein gehört (19,5+6), dann fordert er auch das ein und alles, den Erstgeborenen zum Dienst (oder finanziell ausgelöst), zu geben. Das betrifft jeden persönlich mit dem Besten vom Viehbesitz und auch das erste und beste der landwirtschaftlichen Erzeugnisse.

Unser Bestes für Gott. Wenn später dann die Forderung nach dem Zehnten von allem für Gott und Gottesdienst eingeführt wird, dann gründet es sich auf dieses Prinzip. Als Erlöste gehört ihr mir ganz. Durch regelmäßige Abgabe des Besten zuerst an mich bezeugt ihr, dass ihr damit übereinstimmt, ihr gehört mir. Dieses Prinzip galt schon übrigens schon vorher zu Abrahams Zeiten. Er gab den Zehnten an einen Höheren (1Mo/Ex 14,18-20), an den, der BROT und WEIN darbot. Da dieses Prinzip nie aufgehoben wurde, gilt es als Segensprinzip auch heute noch neutestamentlich. Es wurde für Christen nie aufgehoben.

Als heiliges Volk gehören wir mit allem zu Christus. Deshalb geben wir ihm vom Ersten und Besten, was wir materiell auf unserer sozialen Ebene als Segen erhalten haben nach unserer Möglichkeit zurück. Haben wir dies selbst schon erfahren, dass er dann des Himmels Fenster über uns öffnen und uns auch finanziell wieder segnen will?


NT – Markus 1,9-13–Geöffneter Himmel und Beweis der Gottessohnschaft.

Markus setzt seinen schnellen Erzählungsstil von hier durch das gesamte Evangelium bis zum Ende fort. Das Wort „alsbald / sofort“ (euthys -griechisch) finden wir hier in V. 11 und 12. Es wird hier bei Markus mehr benutzt als in allen anderen drei Evangelien zusammen. Damit hören wir im Hintergrund als Echo den schnell handelnden und sprechenden Petrus heraus, den Lukas immer wieder übersetzte.

Durch das Symbol der Taube wird auf den geöffneten Zugang zu Gott hingewiesen, und dass Er der Sohn Gottes ist. Die Anfangsthese, Gottes Sohn zu sein, wird gleich durch dieses Offenbarungswunder vom Himmel durch den Vater zum ersten Mal bestätigt. Inhaltlich hat diese Aussage Bezug zu Jes 42,1 (mein Auserwählter … Wohlgefallen) und Ps 2,7 (Du bist mein Sohn … heute gezeugt). Der hier berufene Sohn wird zum Dienst in der Welt vollmächtig eingesetzt und gleich zu Beginn äußerst geprüft. Die Umgebung der Prüfung erinnert deutlich an die teuflische Versuchung im göttlichen Paradies: Die wilden Tiere, Satan und am Ende die Engel, die den bewährten Gottessohn nicht vertrieben, sondern Ihm hier dienten. Auch dies ist wieder ein Beweis seiner bestandenen Prüfung und Sendung als Gottessohn.

Jesu Christus wird uns als zentrale Gestalt von Anfang bis Ende in dieser biblischen Art der Evangelisation als Sohn Gottes vor Augen gestellt. Sollten wir Ihn nicht annehmen, Ihm folgen? Durch Ihn haben wir den Zugang zum Himmel, zum Vater durch den Heiligen Geist. Durch sein Vorbild und in unseren Prüfungen können wir, wie er bestehen, dass uns dann die Engel, die dienstbaren Geister Gottes, zur Seite sehen und uns im Alltag dienen. Amen.

Gebetsteil

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

5. Mai – Hauskirche

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Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Morgenandacht – Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle knien.

Hinweis zu den Lesungen:  Die Bibeltexte in unserem Gebetbuch stammen aus der Einheitsübersetzung; die Psalmtexte folgen dem Luthertext. Links anklicken – zu lesen auf dem ERF Bibleserver.de 

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.


Schriftteil

At – Exodus 21

https://www.bibleserver.com/EU/2.Mose21

Gebet – Psalm 105,16-36

https://www.bibleserver.com/LUT/Psalm105%2C16-36

NT – Markus 1,1,-8

https://www.bibleserver.com/EU/Markus1%2C1-8

Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT – Ex. 21 – Rechtsverordnungen- Fallbeispiele für das Leben des Volkes Gottes, Finanzen und Beziehungen zu regeln.

Göttliches Recht für persönliche Notfälle
Beweis einer These und persönliche Verantwortung, der Annahme

Nach den „10 Geboten“ (Prinzipien- apodiktisches Recht) als Grundlage folgen nun einzelne Rechtsverordnungen (kasuistisches Recht). Jeder Einzelfall (case) ist verbunden mit einer Rechtsforderung, welche Antwort oder Strafe bei Anwendung folgen soll. In jedem Fall wird die richterliche Struktur, die Mose auf Jethros Rat zuvor eingeführt hatte (1000er – 10er Gruppen), hier angewendet V 22. Es geht nicht um eine willkürliche, sondern um eine richterliche Entscheidung, die von aufrichtigen und anerkannten Menschen nach dem Willen Gottes gefällt wird.

Hiermit sollen der Rachsucht und unkontrollierten Selbstjustiz des Einzelnen Einhalt geboten werden. Es geht hier als erstes um den Schutz der hebräischen Sklaven, die aus der Not heraus ihre Arbeitskraft für eine Zeit verkauft haben oder von der Familie verkauft wurden. Daraus entwickelten sich auch Beziehungen, die innerhalb der vorrübergehenden neuen Besitzverhältnisse zur Ehe (als Haupt- oder Nebenfrau) führten. Nach Beendigung der Dienstzeit mussten aber diese eingegangenen, rechtlichen Beziehungen neu geregelt werden. Es geht dabei ab Kapitel 21 hauptsächlich um Einzelfälle, die hier als mögliches Vergehen an Leib und Leben aufgeführt werden.

Gottes Recht bringt Sicherheit in persönliche und soziale Beziehungen. In allem geht es um Besitz, wirtschaftliche Kraft und Finanzen, aber auch Schulden und Verantwortung, die daraus entstehen. Jede Beziehung, Partnerschaft und Ehe ist eine Zuwachsgemeinschaft und sollte durchdacht und rechtlich finanziell geregelt werden. Auch heute sind viele Beziehungen in selbst- oder nichtverschuldete finanzielle Not geraden. Können jedoch die daraus entstanden finanziellen Probleme  durch Seelsorger und geistliche Berater nach Gottes Willen geregelt werden, wird die kurzzeitige schwierige Situation rechtlich geregelt und die Finanzproblem gelöst, wird Harmonie und Frieden einkehren. Viele Scheidungen wären sind durch eine göttliche Finanzberatung und deren Befolgung sicherlich zu retten.

NT – Markus 1,1-8 –Der Evangelist als  Protokollant und Dolmetscher

Der Bischof von Hieropolis, Papias (ca. 140 n. Chr.) übermittelte, was er von dem Apostel Johannes selbst erfahren hatte: Markus begleitete Petrus auf seinen Reisen (z.B. Rom). Petrus richtete seine Belehrungen auf die Notwendigkeit der jeweiligen Zuhörer aus, nicht aber, um die Reden des Herrn folgerichtig zu schildern. … Weiter, dass Markus diesem Stil folgte und nichts von dem Gehörten ausließ, noch Selbsterdachtes hinzufügte.

Markus schreibt nun das kürzeste Evangelium im römisch-griechischen Stil, eine Biografie, die aber nichts mit modernen Biografien zu tun hat. Er stellt im ersten Vers seine These auf. Das ist das Evangelium (als Biografie) von Jesus Christus: Er ist der Sohn Gottes! Dieses versucht er vom Anfang bis zum Ende zu beweisen durch Prophetenworte, deren Erfüllung, durch Wunder und Taten Jesu, durch seine Reden, die Erfüllung der Prophetien am Kreuz. Er lässt am Ende den Hauptmann sagen: Dieser ist wahrhaftig Gottes Sohn gewesen. Und durch die Auferstehung, Missionsbefehl und weitere Wunder empfiehlt der allen Zuhörern am Ende, diesen Herold, diesen Protagonisten, seiner Frohen Botschaft doch anzunehmen und an ihn zu glauben.

Beginnt unser Evangelium aus im Alten Testament mit den Propheten auch in Maleachi 3,1ff ? Ist es verwurzelt in den Prophezeiungen des AT und erfasst es auch alle diese Begebenheiten und Lehren, die Markus hier bringt? Sind wir so zur Annahme und Glauben gekommen, das er der Gottes Sohn ist? Und haben wir auch die Aufforderung darin gehört: Folge Du mir nach?

Gebetsteil

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

4. April – Hauskirche

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Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Morgenandacht – Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle knien.

Hinweis zu den Lesungen:  Die Bibeltexte in unserem Gebetbuch stammen aus der Einheitsübersetzung; die Psalmtexte folgen dem Luthertext. Links anklicken – zu lesen auf dem ERF Bibleserver.de 

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.


Schriftteil

At – Exodus 20

https://www.bibleserver.com/EU/2.Mose20

Gebet – Psalm 105,1-15

https://www.bibleserver.com/LU/Psalm105

NT – Matthäus 28,16-20

https://www.bibleserver.com/EU/Matth%C3%A4us28%2C16-20

Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT – Ex. 20 – Die Heilstat Gottes und das erlöste Leben danach. Die Stimme des Herrn vom Altar her hören und gesegnet werden.

Die 10 Gebote werden in diesem Kapitel nicht als Gebote, sondern als Worte Gottes an sein Bundesvolk bezeichnet. Die Worte Gottes beginnen: „Ich habe dich aus Ägypten geführt“ oder dich erlöst. Sie stehen wie ein großes PLUS vor den „10 Worten“, ähnlich wie ein Plus vor einer mathematischen Klammer + (Formel). Das Plus der Erlösung bestimmt alles Folgende danach: Weil ich euch geliebt und aus der Sklaverei gerettet habe, deshalb werdet ihr das Nachfolgende nicht tun. Nun folgen zwei Abschnitte.

Der erste Teil der Gebote – (1.-4. nach anglikanischer Zählung) bezieht sich zuerst auf Gott – die vertikale / senkrechte Linie, der zweite Teil (5.-10.) -die horizontale / waagrechte Linie -bezieht sich auf die Mitmenschen. Das bedeutet, wenn das Volk unter diesem Vorzeichen des Erlösers und der Erlösung lebt, wird es weder zu Kränkungen Gott gegenüber noch zu Verletzungen seiner Mitmenschen kommen. Denn Menschen, die die Liebe Gottes erfahren haben, zeigen Ihm und dem Nächsten diese Liebe dadurch, dass sie diese 10 Prinzipien beachten, danach leben.

Wir können dies auch anders ausdrücken. Zuerst dreht sich alles in unserem Leben um die Liebe zu Gott als Herrn: Er ist der Chef. Wir sollen uns kein Bild vom Chef machen, der Name des Chefs soll nur zum Guten verwendet werden. Der Tag des Chefs (an dem er alles geschaffen hatte) soll beachtet werden.

Zweitens geht es um die Liebe zum Nächsten, um dessen Schutz: Um den Schutz der Eltern, der Ehe, des Besitzes, der Wahrheit, und zum Schluss um die Tugend der Genügsamkeit und Zufriedenheit.

Nach gleichem Muster wird uns auch das Vaterunser, das Herrengebet, durch Jesus aufgezeigt. Zuerst geht es im ersten Teil um Gott: Seinen Namen, sein Reich, und seinen Willen. Dann erst geht es um uns selbst: Um das Notwendig (Brot) für den Tag, um unsere Schuldvergebung, um unsere Versuchung und Erlösungsbedürftigkeit.

Dieser Wille (der 10 Prinzipien) Gottes wurde vom Himmel her gesprochen. Er steht nicht im luftleeren Raum als Idee, sondern wird hier in Beziehung zum Gottesdienst des Volkes Gottes gebracht (V. 22-26). Beide Aspekte, die 10 Gebote und das Opfer, gehören in jedem Gottesdienst zusammen. Die Stimme Gottes soll vom Altar her gehört werden, nicht nur von der Kanzel.

Das vom Himmel her geredete Wort, diese Gebote, sollen vom Volk Gottes immer wieder im Gottesdienst gehört werden, von einem einfachen Altar bei der Darbringung eines Opfers. Gerade beim Gottesdienst, beim Hören des Willen Gottes und beim Danksagen für den Opfertod Jesu empfängt der erlöste Mensch besonders Gottes Segen.

NT – Matthäus 28, 18-20Der himmlische Auftrag zur Jüngergewinnung.

In Galiläa befanden sich die meisten Jünger.  Jesus traf hier mehr als nur die kleine Apostelschar. Wahrscheinlich sind es die 500, von denen 1 Kor. 15,6 spricht. Christus wurde alle Macht im Himmel und auf Erde übergeben, das ist ein Beweis für seine Gottheit. Von der Macht des dreieinigen Gottes her entstammt nun der weltweite Auftrag zur Jüngergewinnung.

Die Evangelisation umfasst mehr als nur eine Bekehrung der Ungläubigen, sondern sie ist eine katechetische Evangelisation, die in das Evangelium und die gesamte Lehre und das Leben als Christ führt und in die Christusfamilie, die Kirche Christi zum Dienst eingliedert.

Gebetsteil

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13 –

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

2. Mai – Hauskirche

Hervorgehoben

Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Morgenandacht – Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle knien.

Hinweis zu den Lesungen:  Die Bibeltexte in unserem Gebetbuch stammen aus der Einheitsübersetzung; die Psalmtexte folgen dem Luthertext. Links anklicken – zu lesen auf dem ERF Bibleserver.de 

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.


Schriftteil

At – Exodus 18

https://www.bibleserver.com/EU/2.Mose18

Gebet – Psalm 104,1-23

https://www.bibleserver.com/LU/Psalm103

NT – Matthäus 27,62-66

https://www.bibleserver.com/EU/Matth%C3%A4us27%2C62-66

Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT – Ex. 18 Freundliche Begegnungen zum Guten des Volkes Gottes

Besuch Jethros, des Schwiegervaters Moses. Auf seinen Rat setzt Moses Vorgesetzte und Vertreter ein über Volksgruppen von 10, 50, 100, 1000;  

Nach einer zuvor feindlichen Begegnung mit den Amalekitern, beginnt nun eine freundschaftliche, die für die Leitung des Volkes Zukunftsbedeutung haben wird.

Jethro, Priester und gläubiger Nichtjude, der den Namen Jahwe und Elohim für den Gott Moses und Aarons benutzt, stiftet für die Leiterschaft des Volkes Israel ein Dankes- und Festmahl. Damit wird dem wahren Gott Israels gedankt, dass Er das Volk aus der Mühsal und Sklaverei gerettet, auf dem bisherigen Weg behütet und ihm viel Gutes getan hat.

Als erfahrener Priester gibt er dem sich etablierenden Volk Gottes Vorbild und Richtung für die Zukunft. Er beschreibt für Mose, Aaron und die Ältesten die Verantwortung und Leitungsaufgaben für das Gottesvolk:

1. Soll Mose (Aaron) das Volk mit ihren Anliegen priesterlich vor Gott vertreten. Der Priester ist Nahebringer, er bringt im Gebet das Volk Gott nahe.

2. Der Priester ist auch immer Lehrer. Er soll den Willen Gottes, dargelegt durch seine Satzungen und Weisungen, dem Volk weitergeben und sie unterrichten. Dies wird später deutlich erkennbar durch alle Lehrtätigkeit Moses und Josuas, Samuels, Esras und Nehemias, und anderen Hirten Gottes. Dadurch soll jeder Einzelne im Volk Gottes wissen, wie er sich im Leben verhalten und was er im Einzelnen tun und unterlassen soll.

3. Geht es um die Leitungsstruktur und Management des Volkes Gottes mit verteilten höheren und niedrigeren Verantwortungsbereichen durch ausgewählte Männer.

4. Geht es um Kriterien für das Auswählen von fähigen, geistlichen und urteilsfähigen Menschen, die Mitverantwortung und Leitung einer Teilgruppe des Volkes Gottes übernehmen können. Es geht um redliche Leute aus dem Volk.

5. Zum Schluss geht es um eine überschau- und lenkbare Größe einer Gruppe. Sie wird ähnlich wie eine Militärstruktur auf- und unterteilt von 1000 bis auf 10er Gruppen und durch Zwischenbeziehungen und Mitverantwortlichkeiten in die Gesamtleitung eingebunden.

Diese Verteilung der Mitverantwortung und Leitung nach göttlicher Ordnung dient dazu, das Volk Gottes den rechten Weg zum Ziel zu führen.

Nach diesem Musterbeispiel durch den Priester Jethro wurde über Jahrhunderte bis in die heutige Zeit Leitung, Verwaltung, Delegation und Wirtschaftlichkeit praktiziert.

Selbst Jesus benutzte diese Struktur bei der Speisung der 5000.  Markus 6, 39-40 Und er gebot ihnen, dass sich alle lagerten, tischweise, auf das grüne Gras.  Und sie setzten sich, in Gruppen zu hundert und zu fünfzig.

Dies Leitungsstruktur zog sich über die Stammesältesten Israels bis zur Ältestenschaft in der neutestamentlichen Gemeinde hindurch. Presbyter / Priester oder „Ältester“ folgen dieser Linie als biblisches Prinzip. Wenn wir in der Anglikanischen Kirche gefragt werden: Warum haben sie Bischöfe (Aufseher). Warum haben sie über die Ortsgemeinde hinaus auch noch eine Leitungsstruktur? Dann ist unsere Antwort: Wir haben Bischöfe und Synoden, Diözesen in erster Linie deshalb, weil die Bibel dieses Regierungssystem von Anbeginn lehrt und weil es die frühe Kirche von Beginn an nach gleichem Muster praktiziert hat. Wir sagen auch, dass diese Kirchenleitung zum Guten (bene esse) der Kirche Christi und der Ortsgemeinde dient. Es ist die wünschenswerteste Form der Kirchenleitung nach der Schrift, damit das Volk Gottes mit Frieden auf dem biblischen Weg bleibt und an seinen vorbestimmten himmlischen Ort kommt (18,23).

Weiterstudium: Dazu Artikel II – Von der Kirchenleitung (Grundsatzartikel der AKD / REK).

Sowie Captains and Courts (Regierer und Rechtskundige) in Englisch von Erzbischof Dr. Ray Sutton auf Google Blogger: https://rh-seminar.blogspot.com/2020/05/captains-and-courts-regierer-und.html

NT – Matthäus 27, 62-66

Die Bewachung eines Toten, um die Prophezeiung seiner Auferstehung zu verhindern.

Zuvor legten liebevolle Menschen den Leichnam Jesu in das neue Grab des Joseph. Jetzt aber wollen böse verführerische Menschen die Auferstehung Jesu verhindern. Die Botschaft Jesu, dass er nach drei Tagen auferstehen will, aber auch, dass der Leichnam im Grab eines Nachfolgers Jesu liegt, der noch dem Hohen Rat angehört, lässt das Gewissen der Hohenpriester nicht los. Ihre Bosheit treibt sie weiter an, auch wenn sie ihr Ziel mit dem Tod Jesus schon erreicht haben. Jetzt wollen sie die prophezeite herrliche Auferstehung mit allen Mitteln verhindern und verdunkeln. Wie durch die Verführungskünste bei der Kreuzigung, wollen sie Pilatus auch jetzt wieder in ihren Plan hineinziehen. Doch Gott wird sie mit ihren Plänen beschämen und bloßstellen. Denn gegen eine himmlische Auferstehung können weder die Tempelpolizei noch eine römische Wachmannschaft etwas ausrichten. Zur Sicherheit vor dem Stehlen des Leichnams (durch die zuvor geflohenen Jünger!) wurden Stricke über die Tür (und Stein) gezogen und an den Enden versiegelt. Hieronymus schrieb: Je sorgfältiger die Juden verfahren, desto mehr nützen sie unserm Glauben; und Chrysostomus: Denn, wenn kein Betrug vorgekommen ist und dennoch das Grab leer gefunden wird, so ist also Christus wahrhaftig auferstanden.

Was sollte wohl nach dem Plan und Zweck Gottes durch solch eine bewachte und gesicherte Grablegung demonstriert und aufgezeigt werden? Sicherlich, dass trotz allen Absicherungen, weder durch die religiösen Führer der Juden, noch durch die Macht römischer Soldaten, Gottes Plan mit der Auferstehung Jesu nicht verhindert werden kann.

Gebetsteil

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

1. Mai & Aposteltag – Hauskirche

Hervorgehoben

Familien- oder Hausandacht am Morgen

1. Mai – Gedenktag

Apostel Philippus und Jakobus (Bruder des Herrn)

Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.


Tagesgebet 1. MaiApostel: Philippus & Jakobus

Allmächtiger Gott. Dich wahrhaftig zu erkennen bedeutet ewiges Leben. Verleihe uns, dass wir vollkommen erfahren, dass Dein Sohn der Weg, die Wahrheit und das Leben ist, damit wir, indem wir in die Fußstapfen Deiner heiligen Apostel Philippus und Jakobus treten, standhaft auch auf dem Weg wandeln, der zum ewigen Leben führt. Durch denselben, Deinen Sohn Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.


Schriftteil

Epistel: Jakobus 1,1-12

https://www.bibleserver.com/LUT/Jakobus1%2C1-12

Gebet – Psalm 33

https://www.bibleserver.com/LU/Psalm33

Evangelium: Johannes 14,1,-14 (oder 12,20-26)

https://www.bibleserver.com/LUT/Johannes14%2C1-14

Homilie /Anstöße zu den Lesungen

Epistel: Jakobus 1,1-12

Jakobus, Bischof der Bischöfe, zwischen Mühsal und Missionsauftrag

Der Brief träg nach altkirchlicher Auffassung den Namen des Bruders Jesu, der auch dessen Autorität in Anspruch nimmt V. 1. (Mehr unter Heiligenlexikon am Ende). Jakobus ist überzeugt, dass die christliche Gemeinde Miterbin des Zwölfstämme-Volks Israel ist. Sie ist zerstreut in dieser Welt, in Mühsal und bleibt Fremdling, aber doch als Dienerin Gottes mit einen weltweiten Missionsauftrag. In dieser Prüfung und Anfechtungszeit bis zur Wiederkunft Christi werden Fragen zur Prüfung an ihren Glauben gestellt. Der Glaube zweifelt nicht daran, dass Gott der Gemeinde das Notwendige zum Leben geben wird. Die Erhörung ihres Gebets ist jedoch nicht immer die Erfüllung der Wünsche der Gläubigen. Gelassenheit und Geduld ist in dieser Spannung zwischen Notwendigem und eigenen Wünschen für alle Gläubigen wichtigg. Die Unzufriedenheit im Leben entsteht aber durch den weltlichen und vergänglichen Reichtum, der den Glauben zerstören kann. Doch die innige Liebe zu Gott und die Bewährung in dieser Spannung wird allen die Krone des ewigen Lebens schenken.

In dieser Gelassenheit und Zuversicht war er ein Bischof der Mitte, der erste der christlichen Gemeinde in Jerusalem, ein Vorbild für gesetzliche Juden und christliche Nichtjuden, der die Anfechtung in Liebe ertrug.

Evangelium: Johannes 14,1,-14 (oder 12,20-26)

Jesus in der Schrift und auch persönlich erkennen.

Philippus stammte aus dem gleichen Ort wie Andreas und Petrus. Bereits Andreas hatte Jesus als den Messias erkannt und gefunden. Nun sucht Jesus noch einen aus dieser besonderen Stadt, der ein zu bestaunendes Zeugnis über Jesus dann ausspricht: Wir haben den gefunden, von dem Mose im Gesetz und die Propheten geschrieben haben, Jesus, Josefs Sohn, aus Nazareth (Joh 1,45). Diese Aussage fasst doch die Gesamtaussage des Johannesevangeliums zusammen: Jesus ist die Erfüllung des gesamten Alten Testaments. Solch ein Zeugnis teilt Philippus nicht nur mit Stephanus (Apg 7,37+52), der den Himmel offen sah, sondern auch mit dem Apostel Paulus und allen anderen Aposteln. Doch dem Philippus geht es immer wieder darum, Jesus zu sehen oder anderen Jesus zu zeigen. Einmal bringt er vor dem Passahfest sogar Griechen zu Jesus (Joh 12,21), die IHN sehen wollten, dann aber es ihm persönlich wichtig, auch den Vater zu sehen (Joh 14,8-11).

Ist dies nicht das zentrale Anliegen unseres Evangeliums? Sollen wir nicht Jesus als die Erfüllung der alttestamentlichen Verheißung Menschen vor Augen führen, damit sie diesen persönlich erkennen, erfahren und so zu Gott ihrem Vater gelangen? Dieses Anliegen des Philippus sollte auch unser aller Verlangen und Ziel unseres Zeugnisses und der Verkündigung sein.

Gebetsteil

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.


Weiter Hinweise:

Lebensbild: Philippus:

https://www.heiligenlexikon.de/BiographienP/Philippus_Apostel.htm

Lebensbild des Jakobus:

https://www.heiligenlexikon.de/BiographienJ/Jakobus_der_Bruder_des_Herrn.htm

30. April – Hauskirche

Hervorgehoben

Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Morgenandacht – Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle knien.

Hinweis zu den Lesungen:  Die Bibeltexte in unserem Gebetbuch stammen aus der Einheitsübersetzung; die Psalmtexte folgen dem Luthertext. Links anklicken – zu lesen auf dem ERF Bibleserver.de 

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.


Schriftteil

At – Exodus 17

https://www.bibleserver.com/EU/2.Mose17

Gebet – Psalm 103

https://www.bibleserver.com/EU/Psalm103

NT – Matthäus 27, 57-61

https://www.bibleserver.com/EU/Matth%C3%A4us27%2C57-61


Homilie /Anstöße zu den Lesungen

ATEx 17–Prüfungen durch Durst und Kampf

ÜBERBLICK: Mit SIEBEN Gottestaten zum Gottesvolk – Kapitel 15,22-40,88

Dritte und vierte Gottestat zur Formung des Volkes: Weitere Prüfungen

  • Raphidim. Der Fels gibt Wasser 17,1-7
  • Raphidim. Begegnungen und Kampf mit dem Heidentum 17,8-16 (Fortsetzung später bis 18,27)

Weitere Prüfungen Gottes an Israel geschehen in Raphidim. Der Durst wegen Wassermangel der Menschen lässt Zweifel an der Führung Moses und Gottes entstehen. Doch Gott kommt den Zweiflern in dieser schwierigen Situation entgegen und lässt Mose durch ein neues Zeichen mittels seines (Führungs-) Stabs Wasser aus dem Felsen hervor springen.

Gleich danach gibt es eine neue Prüfung durch die feindlichen Amalekiter. Nach erfahrener Hilfe – Löschung ihres Durstes – kommt es zur weiteren Prüfung durch die kriegerische Auseinandersetzung. Wiederum, unter dem Zeichen des Stabes und gleichzeitigem Glaubensgebet Moses, dass durch Aaron und Hur körperlich durch Unterstützung der Gebetsarme Moses geschieht, siegen sie auch dieses Mal und nehmen die Zusagen Gottes in Anspruch.

Gott sendet auch uns in der Nachfolge immer wieder Prüfungen. Es mögen zwar keine Beschränkungen durch Wassernot sein, doch Nahrungsbeschränkungen, Freiheits- und Bewegungsbeschränkungen durch Einengung unserer garantierten demokratischen Rechte. Auch müssen wir damit rechnen, dass antichristliche Werte die bestehende deutsche Verfassung, die in Verantwortung vor Gott und Menschen gegeben wurde, aushebeln und verändern wollen. In jedem Falle können wir durch gemeinschaftliches Gebet, das Hochhalten der Hände durch bibeltreue Menschen und auch durch aktiven intellektuellen Kampf verantwortlicher Christen, diesem widerstehen und den Kampf mit Gottes Hilfe wagen und gewinnen.


NT – Matthäus 27, 57-61

Die Liebestat am Ende des Passionsgeschehen durch einen neuen Jünger Jesu.

Zur erweiterten Jüngerschar, neben den zuvor erwähnten Frauen um Jesus, gehört der hier erwähnte Joseph von Arimathäa. Sein Wohnort liegt etwas 35 km entfernt von Jerusalem im Nordwesten. Joseph war ein angesehener Ratsherr (Synhedrium), der auch auf das Reich Gottes – als heimlicher Jünger Jesu – wartete. Er hatte der Entscheidung der Verurteilung Jesu durch den Hohen Rat nicht zugestimmt. Auch Nikodemus (Joh 19,39) traute sich nun bei der Grablegung Jesus mit dabei zu sein. Wir beobachten seinen Mut, sich zu outen, sich schließlich als angesehene religiöse und politische Person auf die Seite des gekreuzigten und gestorbenen Messias zu stellen. Einige Frauen und hier auch Männer aus der zweiten Reihe der Jünger haben anscheinend mehr Mut als die geflohenen Apostel. Das Besondere hier ist, dass Joseph sich an die Reinigungsvorschriften hält, Jesus nicht nur in ein reines Leinentuch, sondern ihn sogar in sein neues, teures, unbenutztes und reines Grab legt. Dies weist auf seine Freigiebigkeit, Hingabe und Opferbereitschaft hin.

Die Passion Jesu beginnt mit der teuren Salbung zum Tode durch eine Frau und endet mit der Beerdigung im teuren Grab eines angesehenen Mannes. Dies sollte uns nachdenklich machen. Ist uns der Tod Jesu, sein Verdienst für unsere Erlösung auch so wertvoll und wichtig, dass wir unsere finanziellen Werte großzügig für die Verkündigung von Jesu Tod und Auferstehung und die Ausbreitung seines Reiches einsetzen?  Amen.

Zum weiteren Nachdenken: Joseps mögliche Mission als Mitbeteiligter an der Missionierung Englands.

Nach unbewiesenen Berichten (Legenden) soll Joseph auch ein Verwandter Jesu gewesen und als Kaufmann bis nach England gereist sein. Dort habe er seinen Stab in die Erde gestoßen und ein Weißdornbuch sei daraus gewachsen, der zweimal im Jahr blüht.

(https://de.wikipedia.org/wiki/Josef_von_Arimath%C3%A4a#%C3%9Cberlieferung?

Gebetsteil

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13 –

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

29. April – Hauskirche

Hervorgehoben

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Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Morgenandacht – Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle knien.

Hinweis zu den Lesungen:  Die Bibeltexte in unserem Gebetbuch stammen aus der Einheitsübersetzung; die Psalmtexte folgen dem Luthertext. Links anklicken – zu lesen auf dem ERF Bibleserver.de 

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.


Schriftteil

At – Exodus 16

https://www.bibleserver.com/EU/2.Mose15

Gebet – Psalm 102,17-29

https://www.bibleserver.com/EU/Psalm102,17-29

NT – Matthäus 27,45-56

https://www.bibleserver.com/EU/Matth%C3%A4us27%2C45-56

Homilie /Anstöße zu den Lesungen

ATEx 16 – Murren, Mahlzeit und Ruhetag

Überblick: Mit SIEBEN Gottestaten zum Gottesvolk – Kapitel 15,22-40,88

Die ersten beiden Gottestaten zur Formung des Volkes

  1. Mara. Wasser wird süß gemacht 15,22-26
  2. Über Elim in die Wüste Sin. Wachteln und Manna 15,27-16,36

In Kapitel 16 geht es hauptsächlich um die wunderbare Ernährung Israels in der Wüste durch das Manna. Schon vor der Gesetzgebung auf dem Sinai wird hier mit dem Mana der Sabbat, als Ruhetag eingeführt, an dem kein Mana gesammelt werden darf.

In diesem Kapitel erscheinen zwei Motive, die in Exodus immer wieder auftauchen.

Einmal ist es das ständige Murren des Volkes. Es entstand dadurch, dass es sich immer wieder an die Gewohnheiten und Sicherheiten in Ägypten erinnerte. Zweitens geht um den Sabbat Israels in Verbindung mit der Versorgung.

Gott weiß um das Anliegen der Menschen: Unser tägliches Brot gib uns heute. Indem er aber so wie hier für sein Volk sorgte, bestätigt er seine göttliche Führung und Leitung durch die Wüste. Gott führte nicht nur aus Ägypten, ER leitet es auch weiterhin, ER selbst, nicht Mose und Aaron.

Mana – Man hu ? Was ist das?

Sein Brot in der Wüste. Sein Volk soll das Mana täglich morgens sammeln. Die Menge entspricht etwa einem Maß von etwas mehr als drei Litern. Später hören wir in der Schrift durch Jesus: Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeden Wort, das aus dem Munde Gottes hervorgeht (Mt 4,4). Täglich sammeln ist wichtig, nicht nur die Nahrung für den Körper, sondern des lebendigen Wortes Gottes für die Stärkung unseres Geistes und der Seele. Das ist das Brot für die Stärkung auf unserer irdischen Wüstenwanderung auf dem Weg zur Heimat im himmlischen Licht. Wenn wir dieser Aufforderung Gottes nachkommen, werden wir erkennen oder innewerden, ja persönlich erfahren, dass der „Ich bin da“, unser Gott, Tag für Tag mit uns geht und uns führt.

Mit der Sorge, um die tägliche Nahrungs-Sammlung wird der Sabbat als Ruhetag eingeführt und von diesem Tage an auch eingeübt. Unabhängig von allen anderen wichtigen Monats- oder Volkstagen und -Festen, zieht sich dieser siebentägige Rhythmus  durch das ganze Jahr hindurch. Er soll ein extra Tag der Erholung und der Ruhe vor Gott sein. Mit dieser Einhaltung prüft Gott den Gehorsam und das Vertrauen der Menschen nach seinem Willen zu leben (16,4), auch uns, ob wir diesen Ruhetag für Gott und unser selbst einhalten.


NT – Matthäus 27, 45-56

Der Tod Jesu, die begleitenden Wunderzeichen und ausharrenden Jüngerinnen

Die Kreuzigung Jesu begann um 9 Uhr morgens, um 12 Uhr brach die Finsternis herein, um 15 Uhr ging ein Riss durch Jesu Herz und von oben durch den Vorhang zum Allerheiligsten hin.

Der Schrei Jesu ist die Erfüllung von Psalm 22,2:  Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen, bleibst fern meiner Rettung, den Worten meines Schreiens? Auch alle weiteren Verse zeigen erstaunliche Parallelen zum Ablauf der tatsächlichen Kreuzigung. Hier erlebt Jesus die äußerste Trennung und das Verlassen-Sein, weil die Sünde der Welt auf Ihm lastet und Er sich in äußerster Trennung zu seinem Vater befindet. In diesem Zusammenhang geschehen drei Wunder.

Zuerst die Dunkelheit mit dem Zerreißen des Tempelvorhangs von oben nach unten – der Weg ins Allerheiligste ist nun frei.

Zweitens öffnen sich die Gräber und die alttestamentlichen Heiligen erscheinen als ein Zeichen dafür, dass Jesus Tod ihnen und auch zukünftigen Gläubigen zugutekommt und sie deshalb vor Gott gerecht gesprochen werden.

Und abschließend bekennt die zuvor Christus verspottende Wachmannschaft durch ihren Offizier: „Wahrhaftig, dieser war Gottes Sohn!“ Damit bezeugt dieser Römer seinen persönlichen Glauben an Christus. Zum Abschluss werden die vielen Nachfolger- und Dienerinnen Jesu im Kontrast zu den geflohenen männlichen Jüngern erwähnt. Sie hatten den Mut und die Kraft aus gewisser Distanz, am Schmerz aller Schmerzen teilzunehmen. Sollten nicht gerade sie es sein, die zuerst die Botschaft der Auferstehung von Ihrem Meister persönlich erhalten und damit geehrt zu werden?

Möchten auch wir uns erneut mit dem Schmerz und Tod unseres Herrn befassen, seine Bedeutung erfassen und aus dieser Nähe die Auferstehungsbotschaft und ihre Bedeutung für uns und alle Welt erkennen. Amen.

Gebetsteil

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

28. April – Hauskirche

Hervorgehoben

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Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Morgenandacht – Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle knien.

Hinweis zu den Lesungen:  Die Bibeltexte in unserem Gebetbuch stammen aus der Einheitsübersetzung; die Psalmtexte folgen dem Luthertext. Links anklicken – zu lesen auf dem ERF Bibleserver.de 

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.


Schriftteil

At – Exodus 15

https://www.bibleserver.com/EU/2.Mose15

Gebet – Psalm 100

https://www.bibleserver.com/EU/Psalm102

NT – Matthäus 27,31b-44

https://www.bibleserver.com/EU/Matth%C3%A4us27%2C31-44

Homilie /Anstöße zu den Lesungen

ATEx 15 – Lobgesang nach Rettung und Murren danach

Der Lobgesang des Moses 15,1-19 und der Mirjam 15,20-21.

Nach der wunderbaren Rettungstat Gottes an Israel ist es nur folgerichtig, dass diese Tat Gottes gelobt und gepriesen wird. Siege Gottes sollen besungen werden. Dieses Lied setzt sich aus vier Strophen zusammen. V 1-5 und 6-12 heben am Ende hervor, dass die Bedränger wie Steine versanken- (auch in V. 16). V 11-13 und 14-17 betonen am Ende Gottes Ziel mit seinem Wunder: Israel soll zum Heiligtum und zum Haus Gottes gebracht werden. Auch diese Wohnung hat Gott für sie bereit gestellt. Zusammengefasst wird das geschichtliche Ereignis als Grund für dieses Siegeslied in V 19 zusammengefasst.

Mirijam, die Schwester Moses wird hier als Frau unter die Propheten gezählt, die wichtigen Anteil an der Rettungsaktion mit Mose und Aron hatte (s. d. Micha 6,4). Sie leitet den liturgischen Wechselgesang mit den Frauen, der dann später durch König David, Asaph und Chöre im Hause Gottes noch verfeinert wurde.

Doch was geschah schon drei Tage später? Ein kleines Problem trat auf im Vergleich mit der erlebten Rettungsaktion durch das Meer hindurch zuvor. Durst! Alle Dankbarkeit löst sich sofort in Luft auf. Das Lied des Moses kurz zuvor war bereits vergessen. Das Volk stimmte nun die Ode des Murrens gegenüber Mose ein. Doch Gott lässt sich nicht von den Emotionen seiner Kinder beeindrucken. Er wandelt gnädiglich bitteres Wasser in genießbar süßes um.

V 25-26 – Zum Abschluss erinnert Gott das Volk an die Krankheiten und Plagen in Ägypten als Folge des Ungehorsams der Ägypter. Wird aber Israel in Zukunft den göttlichen Weisungen gehorchen, dann wird Gott ihr Arzt und Heiler, JAHWE RAPHA, sein, wird die Erquickung senden wie bei Elim mit den 12 Wasserquellen

Wir lernen hier, wie wichtig es ist, dass wir als Teil des Volkes Gottes, die Erlösungstat und den Sieg Gottes in Christus beständig besingen. Das Opfer der Lippen soll unser Lobpreis sein. Die Lieder, die hier im Wechselgesang das Volkes Gottes singt, sollen kein Ende finden. Sie werden auch zukünftig im Heiligtum und der Wohnung Gottes durch König David musikalisch veredelt und bis heute in Gottesdiensten und in Ewigkeit gesungen.

Offb 15,3 Sie sangen das Lied des Mose, des Knechtes Gottes, und das Lied zu Ehren des Lammes und sprachen: Groß und wunderbar sind deine Taten, Herr und Gott, du Herrscher über die ganze Schöpfung. Gerecht und zuverlässig sind deine Wege, du König der Völker

Wichtig für Christen ist, dass der Lobpreis Gottes durch unsere Melodie im Herzen (Eph 5,19+20) beständig stattfinden soll, dass Gott Dank gesagt wird in allen Lebenslagen, auch dann, wenn unsere Umstände des Lebens wieder bitter und schwierig werden sollten. Dabei sollen wir gewiss sein, dass Gott wie hier am Ende für uns Quellen und schattige Ruheorte für uns im Sinn hat.


NT – Matthäus 27, 31-44

Kreuzweg und Kreuzigung des leidenden Gerechten

Über die Stationen des Kreuzweges und Begleitung durch andere Menschen, außer durch den Kreuzträger Simon von Kyrene, hören wir nichts von Matthäus. Angekommen an der Schädelstätte beginnt gleich die Kreuzigungsszene.

Die Hinrichtung durch Kreuzigung stammte nicht von den Römern, sondern sie hatten sie von den Persern und Phöniziern übernommen. Dieser grausame Tod, der sich durch Verdursten und oft durch Ersticken ereignete, zog sich oft über Tage hin. Wurden aber die Beine zerbrochen, konnte sich der Gekreuzigte nicht mehr auf den Stützklotz mit seinen Füßen aufstellen und damit nicht mehr atmen.

Auffallend ist hier die Zusammenstellung des Textes. Es finden sich direkte Zitate aus den Psalmen wieder oder Matthäus‘ Berichtsworte, die auf Psalm-Aussagen hinweisen wie: Ps. 96,21+22; 22,8+9 und bewusste Hinweise auf Ps. 22 + 69. Damit will Matthäus, der Schriftgelehrte, wie in seinem gesamten Evangelium darauf hinweisen „damit erfüllt würde, wie gesagt ist durch den Propheten.“ Auch die Kreuzigung und der Tod Jesus ist wie sein ganzes Leben eine einzige Schrifterfüllung. Und gäbe es keine prophetische Aussage, auf die sich die Kreuzigung und der Tod Jesu gründen würde, dann wäre er nur ein normaler Mensch oder sogar einer, wie diese beiden Verbrecher. Doch die Zitate der Schrift, besonders hier in den Psalmen,  sowie die Worte der Spötter: „Ist er Gottes Sohn“ und das Schild mit der Inschrift der Schuld: „König der Juden“, bezeugen die Übereinstimmung, dass hier das Lamm Gottes, der Messias, stirbt und die Schuld der Welt auf sich nimmt. Unter Spott und Hohn erzeigt sich Jesus als der leidende Gerechte nach Jesaja 53, der in dieser Lage ganz Gott vertraut und sich in die Hände seines Vaters begibt und seinen Willen ausführt.

Hier können wir vor dem Kreuz nur stille stehen, andächtig an unser Herz schlagen und sprechen: Meine Schuld, meine Schuld, meine große Schuld. Und dann. Ich danke dir, dass du für mich stellvertretend starbst. Das tatst Du für mich. Was tu‘ ich nun, mein Herr, für dich?

Gebetsteil

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

27. April – Hauskirche

Hervorgehoben

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Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Morgenandacht – Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle knien.

Hinweis zu den Lesungen:  Die Bibeltexte in unserem Gebetbuch stammen aus der Einheitsübersetzung; die Psalmtexte folgen dem Luthertext. Links anklicken – zu lesen auf dem ERF Bibleserver.de 

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.


Schriftteil

At – Exodus 14

https://www.bibleserver.com/EU/2.Mose14

Gebet – Psalm 100

https://www.bibleserver.com/EU/Psalm100

NT – Matthäus 27,1-11

https://www.bibleserver.com/EU/Matth%C3%A4us27%2C1-11

Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT: – Ex 14 –Durchzug durch das Meer – den Tod

Die wunderbare Rettungstat Gottes für Israel als Abschluss des Auszugs

Nachdem Pharo den Schock des Auszugs überwunden hatte, will er und seine Großen ihn wieder rückgängig machen und schickt sein Heer, um sie zurückzuholen. Das Volk, geängstigt und in äußerster Bedrängnis, erlebt Gottes wundersames Eingreifen durch die Vernichtung der gesamten Heeresmacht. Das Wunder besteht darin, dass das Volk Gottes durch das ausgetrocknete Meer ging, bei ihnen die Wassermassen wie Wände zurückgehalten und so gerettet wurden.

Die Ägypter aber, die ihnen folgten, wurden während der Verfolgung auf dem ausgetrocknetem Meer durch einen Gottesschrecken so geängstigt und verwirrt, dass sie bei ihrer Flucht zurück ans Land von den Wassermassen erschlagen wurden und alle umkamen.

Dieses Wunder Gottes ist eigentlich der Höhepunkt und Abschluss des Auszuges aus Ägypten. Jede neue Generation soll sich dies vergegenwärtigen und selbst zu eigen machen, als wären sie hindurchgezogen und gerettet worden: „Ich selber bin durch das Meer hindurchgegangen, ich selber bin gerettet worden!

Auf diese Bedeutung weist auch „Das Allgemeine Gebetbuch“ II, S. 24 für die Erwachsenentaufe hin – http://www.rekd.de/index.php?id=19 Auszug aus dem Taufgottesdienst:

Allmächtiger und ewiger Gott! Du hast nach Deiner großen Barmherzigkeit Noah und seine Familie in der Arche gerettet, dass sie nicht im Wasser umkamen. Du hast die Kinder Israel, Dein Volk, unversehrt durch das Rote Meer geführt. Durch diese Geschehnisse hast Du die heilige Taufe vorgebildet.

Neutestamentlich wird das Hindurchziehen durch das Tote Meer mit der Taufe des Christen verglichen: Eure Väter sind alle durchs Meer gegangen und auf Mose getauft worden durch Wolke und Meer – 1. Kor 10,1+2.

Durch das Meer hindurchgegangen zu sein bedeutet: Durch das Gericht Gottes hindurchgegangen zu sein und das alte Leben hinter sich zu lassen. Ägyptens Heer  fand den Tod, Israel als Volk wurde jedoch durch diese Taufe gerettet.

Röm 6,3 Wisst ihr denn nicht, dass wir, die wir auf Christus Jesus getauft wurden, auf seinen Tod getauft worden sind? 4 Wir wurden ja mit ihm begraben durch die Taufe auf den Tod, damit auch wir, so wie Christus durch die Herrlichkeit des Vaters von den Toten auferweckt wurde, in der Wirklichkeit des neuen Lebens wandeln.

Die Taufe auf Christus hat die gleiche Bedeutung. Mit der Taufe auf Christus geschieht zeichenhaft das Gleiche. Sie führt den Christen mit Christus in den Tod und lässt ihn zum neuen Leben auferstehen, dann aber nicht Mose, sondern Christus nachfolgen.

Bist Du getauft? Hast Du Deine Taufe so innerlich verwirklicht, angenommen, dass Du das alte Leben der Ichsucht und Eigenbestimmung mit Christus ins Grab gegeben hast? Bist Du danach mit Ihm in der Nachfolge zum neuen Leben auferstanden? War die Taufe so ein radikaler Abschluss, wie es beim Volk Israel sein sollte? Bete, bekenne und lebe: Ich bin auf Christus getauft.

NT – Matthäus 27, 1-11

Schuld und Bewältigung der Schuld

Die Hohenpriester und die Ältesten laden sich Schuld auf, als sie beschließen, Jesus als Unschuldigen zu töten zu wollen. Sie rechtfertigen diese Entscheidung in ihrem Gewissen später damit – als Judas das Blutgeld zurückbringt und sie es nicht mehr zurück in die Tempelkasse legen wollen – dass sie damit einen Friedhofsacker für Fremde kaufen. Damit beruhigen sie ihr Gewissen, vertuschen ihre Schuld und verkaufen ihren Deal der Bevölkerung noch als gutes Werk an Fremden.

Die Schuld des Judas aber, einen Unschuldigen an die Mörderbande des Hohen Rates verraten zu haben, wird von Judas echt bereut und als Unrecht bekannt. Er versucht den Deal sogar rückgängig zu machen, was ihm aber nicht gelingt. Wird Judas deshalb doch in den Himmel kommen? Diese Frage hat auch schon viele Theologen beschäftigt.

Wie aber gehen wir aber mit persönlicher Schuld um? Wie handhaben wir unser Gewissen? Schweigen wir es tot, lassen wir es nicht zur Ruhe kommen, beruhigen wir es, in dem wir eine gute soziale Tat als Ersatz erbringen? Oder gehen wir zu den direkten Betroffenen, bekennen unsere Schuld und Verfehlung und leisten außerdem noch Ersatz für einen materiellen oder seelisch entstandenen Schaden?

Gebetsteil

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

25. April- Gedenktag Markus

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Schlagwörter

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Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Morgenandacht – Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle knien.

Hinweis zu den Lesungen:  Die Bibeltexte in unserem Gebetbuch stammen aus der Einheitsübersetzung; die Psalmtexte folgen dem Luthertext. Links anklicken – zu lesen auf dem ERF Bibleserver.de 

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Heute am 25. April ist der Gedenktag des Evangelisten MARKUS.

Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.


Schriftteil

Epistellesung: 2. Petrus 1,3-8

Gebet – Psalm 67

https://www.bibleserver.com/EU/Psalm67

Evangelium Johannes 15,1-11

Johannes in Kapitel 15,1-11


Homilie /Anstöße zu den Lesungen

25. April – Gedenktag des Evangelisten Markus

Hinweise zum Lebensbild und Verehrung in christlichen Kirchen siehe:

https://www.heiligenlexikon.de/BiographienM/Markus.htm

Dieser Tag in Erinnerung an den Evangelisten Markus wird nicht nur innerhalb Anglikanischer Kirchen gefeiert, sondern auch von vielen anderen, auch orthodoxen Kirchen.

Einen besonderen Hinweis erhalten wir in „Das Allgemeine Gebetbuch“ (AGB) auf der Seite 604 durch das Tagesgebet und die damit verbundenen zwei neutestamentlichen Lesungen.

Tagesgebet:

Allmächtiger Gott! Du hast Deine heilige Kirche mit der himmlischen Lehre Deines Evangelisten Markus unterwiesen. Gib uns Gnade, dass wir uns nicht wie Kinder von jedem Wind einer Lehre bewegen und umher treiben lassen, sondern in der Wahrheit Deines heiligen Evangeliums gegründet bleiben. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

Lesunge

n: Psalm: 68; 2. Petr. 1,3-9; Evangelium: Joh 15,1-11

Zu diesem Tagesgebet einige Ausführungen.

Dieses Gebet, in Erinnerung an den Evangelisten Markus, erschien anfangs im ersten anglikanischen Gebetbuch von 1549, das ist das Hauptwerk unseres Reformators Thomas Cramner. Ein Kollektengebet, das sind Sammelgedanken der jeweiligen Schriftlesungen des Tages als Gebet an Gott mit Bitten dargestellt. Heute beobachten wir im Vergleich mit ähnlichen Gebeten der anderen Evangelisten, z.B. bei Matthäus und Lukas, dass dort die Betonungen auf deren Berufung, während hier bei Markus oder Johannes sie auf ihrer Lehre liegen.

Heute bei Markus liegt die Betonung auf: Gib uns Gnade, dass wir uns nicht wie Kinder von jedem Wind einer Lehre bewegen und umher treiben lassen, sondern in der Wahrheit Deines heiligen Evangeliums gegründet bleiben

Wie geschieht das bei Markus, dass unser Glaube in der Wahrheit durch sein Evangelium gegründet wird? Markus wird nicht nur als Begleiter des Paulus und Barnabas bezeichnet, sondern in frühen Dokumenten als Dolmetscher des Petrus (in Rom), der alles im Evangelium genau wiedergegeben hat. Petrus selbst gibt in seinem Brief genaue Auskunft. Markus wurde durch die kompakte und detaillierte Sprachformulierungen als Übersetzer des Petrus sehr geprägt und gibt die Wahrheit des Petrus, ganz aus der Nähe des Herrn, weiter. Markus bringt pointiert wichtige Einzelheiten, die bei den anderen Evangelisten fehlen. Er beginnt mit dem Evangelium (Mr 1,1 Anfang des Evangeliums von Jesus Christus: Gottes Sohn.) verwurzelt es kurz und knapp im Alten Testament bei den Propheten (V. 2 Wie geschrieben steht beim Propheten Jesaja), bezieht es allein auf Jesus Christus, macht unsichtbar im gleichen Vers einen «Doppelpunkt» und beschreibt seine These, dass Jesus der «Sohn Gottes» ist.

Dieses beweist er anhand seiner logischen Aneinanderreihung der Handlungen und Lehren Jesu bis zum Ende und macht sie fest an der Aussage des römischen Hauptmanns (15,39): Wahrlich, dieser Mensch ist Gottes Sohn gewesen, oder den kurzen Auferstehungsbegebenheiten (Kap 16) in dem er den Herold seiner «griechisch-römischen Biografie» als den Protagonisten, den Helden, anpreist und ihm allein, dem Auferstandenen und noch Wirkenden nachzufolgen, an ihn  allein zu glauben. Das ist ein wahrer Evangelist mit biblischer Evangelisation, der auf dieser Grundlage aufruft, sich Jesus anzuschließen.

Die Gründung unseres Glaubens geschieht also durch das Evangelium von Markus. Die Gründung allein in der Wahrheit ist die Vorrausetzung für das Wachstum des Glaubens, nicht irgendwelche interessanten christlichen Geschichten oder geistlichen Erfahrungen von Menschen und bewegenden Evangelisten. Über die Fortsetzung und das Wachstum im Glauben spricht nun der heute angegebene Text des Evangelisten Johannes in Kapitel 15,1-11. Dies geschieht durch das Wachsen in der Gnade — «gib uns Gnade» — und durch die erfahrungsmäßige Erkenntnis in der Wahrheit im Leben. Es geht darum, in der Erkenntnis unseres Herrn und Retters zu wachsen. Dies wird nun durch die Allegorie des Weinstocks und der Reben bei Johannes dargestellt. Kein anderer Evangelist beschreibt so dieses Geheimnis, wachsend am Weinstock zu bleiben. Doch Markus beschreibt das Reifen der Saat von ihrer Grundlegung in der Erde bis zur Vollendung des Glaubens und der Entfaltung in der Ernte hier in Markus 4,26-28 so: Es ist ein Wachstum unter der Erde, unsichtbar, und darauf folgt das Wachstum über der Erde, sichtbar.

Markus und Johannes beschreiben im Evangelium dieses Wachstum im Glauben. Wir beobachten auch, dass wahrscheinlich eine Verbindung zwischen der Lehre des Petrus und seines Dolmetschers Markus bestand. Dies erkennen wir im Vergleich bei 2. Petrus 1,5-8. Die Lehre vom langsamen und allmählichen Prozess, durch den der Same des Wortes Gottes im Boden aufgeht, hat eine große Bedeutung. Der Boden wird mit dem Herz verglichen, bis es durch Gnade endlich „Frucht zur Heiligkeit und am Ende ewiges Leben“ bringt. Markus, der Evangelist (geleitet durch Petrus) spricht hier in Kurzform über die Gründung des Glaubens in der Wahrheit, aber der Apostel Petrus, der Markus deutlich als seinen Sohn im Glauben bezeichnet[1], beschreibt weiterführend in seinen Briefen über das Wachstum im Glauben als ein Prozess, der sich in der Charakterveränderung des Christen durch die Erkenntnis Christ ereignet.

Heute werden wir im Gedenken an den Evangelisten Markus (und Petrus) daran erinnert, im Evangelium unseres Herrn Christus verwurzelt zu bleiben und durch die Briefe der Apostel das Evangelium in unserem Leben entfalten zu lassen. Und dies durch immer tiefere Erkenntnis unseres Herrn Jesus Christus.

Gebetsteil

Tagesgebet Evangelist Markus

Allmächtiger Gott! Du hast Deine heilige Kirche mit der himmlischen Lehre Deines Evangelisten Markus unterwiesen. Gib uns Gnade, dass wir uns nicht wie Kinder von jedem Wind einer Lehre bewegen und umher treiben lassen, sondern in der Wahrheit Deines heiligen Evangeliums gegründet bleiben. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.


[1] 1.Petrus 5,13 Es grüßt euch aus Babylon (Rom) die Gemeinde, die mit euch auserwählt ist, und mein Sohn Markus.

24. April – Hauskirche

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Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Morgenandacht – Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle knien.

Hinweis zu den Lesungen:  Die Bibeltexte in unserem Gebetbuch stammen aus der Einheitsübersetzung; die Psalmtexte folgen dem Luthertext. Links anklicken – zu lesen auf dem ERF Bibleserver.de 

Dies Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.


Schriftteil

AT – Lesung: Exodus / 2. Mo. 12,28-51

https://www.bibleserver.com/EU/ 2Mose12

Gebet – Psalm 96

https://www.bibleserver.com/EU/Psalm97

NT – Lesung: Matthäus 26,57-68

https://www.bibleserver.com/EU/Matth%C3%A4us26%2C69-75


Homilie /Anstöße zu den Lesungen

ATEx 12,28-51 – DIE NACHT DER NÄCHTE ZUR ERINNERUNG

Ein Volk in gottesdienstlicher Nachtwache bereitet sich vor, den Willen Gottes vollkommen zu tun, aus dem Land ihrer Sklaverei auszuziehen und Gott allein zu dienen.

Es ist eine Nacht, in der alle Menschen stille warten, beten und feiern. Diese Nacht wird zur Nacht der Entscheidung. Es ist Gottes Nacht und auch die seines Volkes. Es ist eine Nacht der stillen Vorfreude für die Seinen und eine Nacht der Tränen und des Trauerns für die Ägypter. Die einen nehmen Teil an der Verheißung Abrahams, die anderen trifft der Schmerz des Todes.

In dieser Nacht ist Pharao endlich für immer gewillt, alle Forderungen Gottes vollgültig zu erfüllen und das Volk Gottes mit Kind und Kegel, mit allem Besitz und Tieren, zum feierlichen Dienst für Gott ins verheißene Land ziehen zu lassen. Diesmal bittet er nicht nur, dass er selbst verschont bleibe und die Plagen für ihn aufhören solle, sondern zum Abschluss bittet er für sich um den Segen Gottes, jetzt durch Mose und Aaron. Damit gibt er zu erkennen, dass er den Kampf gegen Gott verloren hat und der Hebräergott der Sieger ist. Mose, wie schon einst der alte Jakob, spendet den Segen. Der anerkannt Höhere segnet den Niedrigeren.

Der Segen aller Ägypter an das nun ausziehende Volk Israel besteht aber darin, dass es dieses mit kostbaren Geschenken für deren Zukunft unterstützt. Dies wird zwar als Raub bezeichnet V36, ist aber als freiwillige Unterstützung und Abfindung für die Zeit der Sklaverei anzusehen. Ähnliche Unterstützung erhält das Volk Israel Jahrhunderte später, als es aus der zweiten Gefangenschaft, aus Babylon, unter Esra und Nehemia nach Jerusalem zurückkehrt.

Zur nächtlichen Vigil, der liturgische Nachtwache am Vortag des Auszugs, ist zu bemerken, dass nicht alle Menschen, die sich im Volk Gottes aufhalten, zur Passafeier eingeladen sind und teilnehmen dürfen. Weder Ausländer noch Halbbürger und Lohnarbeiter, also nur israelitische Einheimische, durften am Passamahl teilnehmen.

Die einzige Ausnahme, um zum Volk Gottes auch sakramental und gottesdienstlich zu gehören, war an die Beschneidung gebunden. Durch das Bekenntnis zur Beschneidung und dem Bund Gottes wurden alle völkischen und kulturellen Bedeutungen und Bindungen aufgehoben. Von diesem Zeitpunkt an wurde jeder Fremdling zum Einheimischen. Für ihn galt ab diesem Zeitpunkt die Thora, Gottes Wille, allein. Und mit einer wunderbaren Feststellung, die scheinbar nur hier so deutlich zweimal wiederholt wird, endet diese Vigil des Auszugs: Die Kinder Israel machten es genau so, machten es genau so, wie es der Herr … geboten hatte. An diesem Tag der vollkommenen Übereinstimmung mit dem Willen Gottes, geschah der Auszug des Volkes Gottes zu ihrem Heil.

Viele Christen kennen keine liturgische Nachtwache vor bedeutenden christlichen Feiertagen, wie z.B. vor Ostern oder auch vor persönlichen Lebensentscheidungen. Dabei ist es wichtig abzuschalten, zur Ruhe zu kommen, sich vor Gott auf einem nächsten Abschnitt des Lebens vorzubereiten und besonders dafür den Willen Gottes zu suchen. Darin ist uns das ältere Bundesvolk besonders als Vorbild mit dieser Geschichte gegeben. Vorbereitung durch das Passahmahl als Ausrichtung und Stärkung für den neuen Lebensabschnitt.

Aber auch das neutestamentliche Volk kennt die Vigil Jesu mit seinen Jüngern. In der Stille hielt er im Obergemach das Passahmahl, bereitete sich hier feierlich und bewusst auf den schweren Gang zum Ölberg und auf Golgatha vor. Er stärkte und bereitete sich für diesen Auszug aus der Welt vor, der zur Erlösung führen sollte. Kennen wir solche persönlichen Nachtwachen? Nehmen wir regelmäßig Teil an diesem Erinnerungs- und Vergegenwärtigungsmahl des Herrn, um immer wieder neu gestärkt zu werden, um unseren Glaubensweg zu gehen?

NT: Matthäus 26,69-75

Versagen in der Nachfolge auf ganzer Linie.

Nachdem Jesus sich zu seiner Herkunft und himmlischen Mission vor dem obersten jüdischen Gericht bekannt hat, auch mit der Konsequenz zum Tode verurteilt zu werden, steht das Bekenntnis des Petrus vollkommen konträr zu Jesu Vorbild. Er, der drei Jahre im Leben und durch Ausbildung seinem Herrn nachgefolgt war, sogar versprochen hatte, sein Leben für den Meister zu opfern, der versagt ganz jämmerlich in dieser Stunde. Sogar dreimal verleugnet er hier seinen Herrn, wie dieser es ihm bereits vorausgesagt hatte. Das er sich sogar verfluchte, zeigt seine große Angst: „Gott möge mich töten, wenn meine Worte nicht wahr sind.“ Doch gerade davor graute es ihm. Das bitterliche Weinen entstand sicherlich dadurch, dass ihn Jesus im Palast des Kaiphas beim dritten Verleugnen anschaute und deshalb sein Gewissen schlug. (Lu 22,61)

Dieser Bericht über das Versagen des Petrus erinnert uns Christen auch an unsere Schwachheit und unser Versagen Jesus zu bekennen. Auch wir versagen, uns durch Bekenntnis in Wort und Tat auf die Seite Jesu zu stellen. Selbst die bekanntesten Männer und Frauen Gottes sind davor nicht geschützt. Wozu wir aber immer wieder durch Jesus aufgefordert werden: Wer mir nachfolgen will, der verleugne sich selbst und nehme das Kreuz auf sich. Was bedeutet hier das Verleugnen bei Petrus? Er sagt, er kenne Jesus nicht. Für uns bedeutet dieses dann, dass wir gleichermaßen unseren alten Menschen, unsere alte ichsüchtige Natur gleichermaßen verleugnen und danach bekennen: Ich kenne mich nicht mehr, meine Selbstliebe, mein ichsüchtiges Leben. Ich kenne aber Christus, mein neues Leben. Amen.

Gebetsteil

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

23. April – Hauskirche

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Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Morgenandacht – Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle knien.

Hinweis zu den Lesungen:  Die Bibeltexte in unserem Gebetbuch stammen aus der Einheitsübersetzung; die Psalmtexte folgen dem Luthertext. Links anklicken – zu lesen auf dem ERF Bibleserver.de 

Dies Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.


Schriftteil

AT – Lesung: Exodus / 2. Mo. 12.1-28

https://www.bibleserver.com/EU/2.Mose12

Gebet – Psalm 96

https://www.bibleserver.com/EU/Psalm96

NT – Lesung: Matthäus 26,57-68

https://www.bibleserver.com/EU/Matth%C3%A4us26%2C57-68

Homilie /Anstöße zu den Lesungen

ATEx 12 – PASSAFEST DES ALTEN BUNDES

Sakramentale Erinnerung und Vergegenwärtigung der Heils-Tat Gottes

Der Auszug aus Ägypten 12,30-15,21 –

 Das Einsetzen des Passahfestes 12,30-28.

Mit der Heilsgeschichte der Erlösung beginnt der religiöse Kalender des alten Bundesvolkes Gottes. Nach 10 Tagen beginnen die Vorbereitungen auf das größte Fest des sich neu etablieren Volkes, das dann am 14. Tag des Monats Nisan mit Feierlichkeiten begann. (Dieser Monat ist heute der 7. Monat des bürgerlichen jüdischen Kalenders). Passa bedeutet für das Volk ein gnädiges Vorrübergehen Gottes an ihren Häusern, deren Türrahmen und Schwellen mit dem Blut des geschlachteten Opferlammes gestrichen wurden. Hier fand kein Gericht statt, keine Erstgeburt starb. Dieses Blut war das Erkennungs- und Bekenntniszeichen der Heilsgemeinde. Weil sie sich zu Gott und dem Opferlamm bekannten, wurden sie verschont. Die bitteren Kräuter sollten an die Bitterkeit der 450jährigen Gefangenschaft erinnern und der Wanderstab und die Sandalen sie an den baldigen Aufbruch zur Wanderschaft vorbereiten. Dieser Tag soll nun für alle Zeiten als Gedenktag und Fest für den Herrn jährlich gefeiert werden. Damit ist das Fest und das gemeinsame Essen ein zu verinnerlichendes Gedächtnismal. Die israelitische Gemeinde soll sich von Generation zu Generation, Kinder und Erwachsene, vorstellen und sich aneignen als wären sie damals selbst aus der Gefangenschaft in die Freiheit gezogen. Verantwortlich für diesen Familiengottesdienst war nicht ein Priester, sondern der Hausvater der Großfamilie. Auch die Kinder gehörten mit dazu, hatten vollen Anteil mit der Heilsgemeinde an diesem Heil.

Das alttestamentliche Passa wird mit Jesus zum neutestamentlichen Passa. Als neutestamentliche Bekenntnisgemeinde sprechen wir: Auch wir haben ein Passalamm, welches ist Christus, das Lamm Gottes, der geopfert ist. 1. Kor 5,7. Er ist das Lamm, von dem Johannes der Täufer sagt: Siehe, das ist Gottes Lamm, welches der Welt Sünde trägt. Es ist da Blut dieses unschuldigen Lammes, mit dem wir unsere Herzens- und Lebenstür zieren und schmücken wollen. Es schützt uns vor dem ewigen Gericht und lässt und ausziehen und hinwandern zum ewigen Leben. Es gilt Dir persönlich. Nimmst Du dann auch mit der Bekenntnisgemeinde Christi oft am Gemeinschaftsmahl, dem Mahl des Herrn, teil, Du und Dein ganze Haus? Das ist  doch der zentrale Punkt des christlichen Glaubens. Das Sakrament stärkt, das Wort Gottes erklärt.

NT: Matthäus 26,57-68

Tempelkritik oder Messiasbekenntnis. Welche Anklage zählt?

Der Hohe Rat war einerseits die Tempelhierarchie, andererseits hatten fast alle Mitglieder des Synedriums hohe politische und von Rom abhängige Ämter inne. Von vorneherein ging es nicht um ein rechtsstaatliches Urteil, sondern sie waren alle zusammengekommen, um Jesus zu töten.

Eigentlich war Tempelkritik kein todeswürdiges Verbrechen, aber Jesu angebliche Behauptung, den Tempel abzubrechen und wieder in drei Tagen aufzubauen, war Kritik an der Rangordnung und Führerschaft des Tempels. Dies erregte den Zorn aller. Doch das war nur eine Halbwahrheit. Jesus hatte nach Johannes 2,19 nicht gesagt, dass er den Tempel abrechen wollte. Nur, dass er ihn wieder aufbauen würde. Damit meinte er aber den Tempel seines Leibes, dass er wieder auferstehen würde. Jesus geht jedoch auf diese Falschbehauptung nicht ein und sagt nichts.

Alle Anklage spitzt sich aber zu durch die Messias-Frage des Hohenpriesters. Da kann Jesus nicht schweigen. Denn auch vor Pilatus hatte er schon das gute Bekenntnis bezeugt (1 Tim 6,13; Lukas 23,3)., dass er der Könige der Juden sei. Jesu bekennt hier viel umfassender, dass er der Messias ist, der Menschensohn, der Sohn des Lebendigen Gottes und sitzen und wiederkommen wird zum Gericht. Dieses Bekenntnis allein wird dann zur Grundlage seines Todesurteils gemacht, dem alle zustimmen. Eigentlich war aber ein Messiasanspruch kein Verbrechen bei den Juden, das den Tod verdient hätte. Wohl aber ist das eigentliche Motiv die Tempelkritik, die insgeheime Infragestellung der gesamten Tempelführerschaft. Diese wollten Jesus vor dem Passahfest noch töten und von der Bildfläche verschwinden lassen.

Das gute Bekenntnis, das Jesus vor Pilatus und vor dem Hohen Rat aussprach, ist die Urform aller Bekenntnisse der weiteren Christenheit. Wie das alte Bundesvolk eine Bekenntnisgemeinschaft war, so ist auch das neutestamentliche Bundesvolk eine Bekenntnisgemeinschaft auf der Grundlage des Bekenntnisse Jesu und zu Jesus.

Jesus ist der Christus (Messias), der Gottessohn, der mit Vollmacht zur Rechten Gottes aufgefahren ist und als Richter wiederkommen wird. Auch über Timotheus wird bezeugt, dass er das gute Bekenntnis des Glaubens vor vielen Zeugen bekannt hat (1 Tim 6,12). Weiter ermutigt uns Hebr. 4,14, dass wir festhalten sollen an dem Bekenntnis zu Christus, unserem Hohepriester.

Wenn dies so ist, dann sollen auch wir uns bemühen, das Christusbekenntnis, das Bekenntnis des Timotheus zu Christus und zu unserem Hohenpriester als Bekenntnis über unsere Lippen zu bringen. Wir wollen uns auch warnen lassen, nicht mit in die unsinnige Aussage einiger freier Christen einzustimmen: No Creed but Christ! Kein Bekenntnis, aber Christus.

Denn dies würde Christus und sein Bekenntnis verachten. Wir dürfen und sollten doch zwei der wichtigsten Glaubensbekenntnisse der gesamten Christenheit auswendig kennen und sie im Herzen befestigen: Das Apostolische und das Nicänische Bekenntnis. Beide fassen den wahren christlichen Glauben als Essenz der Heiligen Schrift zusammen, ohne den keiner selig werden kann. Amen-

Gebetsteil

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13 –

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

22. April – Hauskirche

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Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Morgenandacht – Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle knien.

Hinweis zu den Lesungen:  Die Bibeltexte in unserem Gebetbuch stammen aus der Einheitsübersetzung; die Psalmtexte folgen dem Luthertext. Links anklicken – zu lesen auf dem ERF Bibleserver.de 

Dies Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.


Schriftteil

AT – Lesung: Exodus / 2. Mo. 11

https://www.bibleserver.com/EU/ Mose112.

Gebet – Psalm 95

https://www.bibleserver.com/EU/Psalm94

NT – Lesung: Matthäus 26,47-56

https://www.bibleserver.com/EU/Matth%C3%A4us26%2C47-56

Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT: Ex 11 – Das Ende der Plage

Letzte Plage – Tod der Erstgeburt

Ankündigung letzte Plage 11,1-10.

Die letzte Verstockung Pharaos führt über den Tod der Erstgeburt zur Öffnung der Tür zur Freiheit, Erlösung und zum sieghaften Auszug aus Ägypten.

Die Auseinandersetzung mit dem Volk Israel begann in Kapitel 1,22 damit, dass Pharao gebot, alle Söhne dieses Volkes zu töten und in den Nil zu werfen. Aber Mose wurde aus dem Nil gerettet und von der Tochter Pharaos adoptiert. Der mögliche Jugendgefährte Moses, der erstgeborene Sohn des Pharaos, soll nun am Ende dieser Episode sterben. Die Tötung aller Erstgebornen in Ägypten wird der gewaltsame Abschluss einer himmlisch-irdischen Auseinandersetzung sein.

Damit werden auch alle Bedeutungen der Weiterführung der Dynastie, Religion, Politik und Gesellschaft außer Kraft gesetzt. Denn alle, vom Thronfolger bis zum Müllersohn sind dadurch betroffen.

In dieser Konfrontation wird eines deutlich. Gott lässt sich nicht durch die Uneinsichtigkeit Pharaos, seiner Großen, noch durch die Gesellschaft aufhalten, seine Verheißungen und Pläne schließlich doch durchzuführen. Die Nacht des Sterbens als Gericht wird über die Ägypter bald mit der Nacht der Erlösung – der Passahlamm Schlachtung für die Kinder Israels – ineinander übergehen und die Verheißungen Gottes in Gang setzen (Kapitel 12-13). Ja, Gottes Wunder werden in Ägypten noch vermehrt werden. Das Wunder besteht darin, dass das gesamte Volk Israel nun bedrängt werden wird auszuziehen, und dies mit Wohlwollen der Bevölkerung und Mitnahme der irdischen Schätze Ägyptens (Jesaja 66,12 – Reichtum der Völker).

Auch wenn in der Weltgeschichte die Herrscher immer wieder uneinsichtig, eigensinnig und verstockt erscheinen, bedeutet dies nicht, dass Gott hilflos und machtlos ist. Denn Er selbst schafft Kriege, Chaos und Konflikte, an denen Männer und Mächte scheitern und zerbrechen. Beispiele genug finden wir, ob im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation, dem Sozialismus-Marxismus, Freiheitsbewegungen, IS Kalifat oder bei Diktatoren und Oligarchen in Ost und West. Haben wir nicht selbst erfahren, wie nach 70 Jahren die Sowjetunion und nach 40 Jahren die ehemalige DDR durch Wunder Gottes beendet wurde und Neues entstand?

Erwarten auch wir in Geduld Gottes Eingreifen in unserem persönlichen Leben, wo es schier aussichtslos erscheint. Auch aus der Corona Krise können Segnungen entstehen, dann wenn unser „Hamster-Rad“ der Hektik zur Ruhe kommen kann.

NT: Matthäus 26,47-56

Jesus lebt den Willen Gottes, die Jünger handeln impulsiv und fliehen.

Jesus befindet sich in der unsichersten und schwierigsten Situation des irdischen Lebens auf dem Ölberg. Das, was er zuvor seinen Nachfolgern gepredigt hatte: Liebe deine Feinde, halte denen die Backe hin, die dich schlagen wollen, soll er praktizieren. Und tatsächlich verzichtet er auf Gewalt und Macht, die er durch Legionen von Engeln hier tatsächlich hätte durchsetzen können (12 Legionen=72.000). Aber er kennt den Willen seines Vaters, um den er zuvor im Garten Gethsemane gebeten hatte. Petrus aber, spontan und unter Impuls – „bewegt / moved“ – aber nicht durch Gott, handelt entgegen der Lehre, nämlich durch Gewaltanwendung mit dem Schwert.

Jesus wiederum begegnet dem Verräter und nennt ihn „Kamerad“ (griech. nicht das übliche Wort wie meistens mit Freund wiedergegeben). Warum sagt er dies trotzdem? Er weiß sich an den Willen des Vaters gebunden, der auch durch die Propheten bereits klar aufgeschrieben worden war (V 54+56). ER hält sich gegenüber den Soldaten gewaltlos. Damit erfüllt Jesus den Willen des Vaters. Doch was tun die Jünger in dieser Situation? Sie fliehen.

Wenn wir den Willen Gottes für uns im Gebet und durch die Schrift erkannt haben, können wir auf physische und verbale Gewalt, auf körperlichen und sprachlichen Druck und Herrschaft gegenüber anderen Verzichten. Das bedeutet sicherlich das Kreuz auf sich zu nehmen und die eigenen Impulse zu verleugnen und zu beerdigen. In solch einer Haltung der Gewaltlosigkeit und Gelassenheit können wir auch ehrlich unserem Feind oder feindlichem Bruder Freund nennen, auch wenn wir dies in Gottes Plan nicht verstehen. Aber Gott weiß, dass uns dies nach seinem Ratschluss zum Besten dienen wird. Werden wir aber wie Petrus impulsiv in unserer seelischen Natur reagieren, wird unsere verbale oder physische Gewaltanwendung am anderen nur Zerstörung und Herzblut hervorrufen. Beten wir um ein Leben nach der Bergpredigt, dass uns Jesus hier selbst vorlebt. Dann brauchen wir uns nicht verstecken.

Gebetsteil

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13 –

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

9.4. Hauskirche – Andacht

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Familien- oder Hausandacht

am Morgen

MORGENANDACHT – KURZFASSUNG

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle knien.

Hinweis zu den Lesungen:  Die Bibeltexte in unserem Gebetbuch stammen aus der Einheitsübersetzung; die Psalmtexte folgen dem Luthertext. Links anklicken – zu lesen auf dem ERF Bibleserver.de 

Eingangsgebet: Vaterunser

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Schriftteil

AT – Lesung: Genesis / 1.  Mose  Kapitel  49

https://www.bibleserver.com/EU/1.Mose49


Der Segen für Efraim und Manasse

Gebet– Psalm 80:  https://www.bibleserver.com/LUT/Psalm80

Gebet für Israel, den Weinstock Gottes


Matthäus 23,36-39

https://www.bibleserver.com/EU/Matth%C3%A4us23%2C36-39

Klage über Jerusalem – Die Henne und ihre Küken

Homilie /  Anstöße zu den Lesungen

AT – Genesis 49. Das Segensthema setzt sich fort. Gottes Segen, wird zum Familiensegen, Stammessegen und hier angedeutet zum prophetischen Volkssegen, der sich dann im Mosesegen in Deuteronomium / 5. Mo. 33 fortsetzt. Im Neuen Testament entfaltet er sich dann in Christus Jesus

Bereits hier wird das unsichtbare Walten und Planen Gottes für die fortlaufende Geschichte Israels erkennbar. Diese Spruchreden sind nicht nur den Zuhörern, sondern auch den theologisch Gebildeten schwer verständlich. Es sind segnende und fluchende, prophetische Sprüche mit bildhaften Andeutungen für die Zukunft der Stämme Israels. Sie orientieren sich an den Charaktereigenschaften der Söhne Jakobs, die er selbst in einem Zeitraum von ca. 100 Jahren in der Großfamilie kennengelernt hatte. Wie der Charakter, so auch die Zukunft, Segen oder Fluch bis in ihre nähere Geschichte. Nach 450 Jahre Verwurzelung in Ägypten ziehen die 12 Stämme zurück in das verheißene Land Kanaan und nehmen dort Wohnsitze an Orten mit Frieden oder großen Spannungen , auch ganze Stämme verschwinden später (Simeon und Levi in Juda). Doch die Juda- und Josephsstämme (besonders durch Ephraim) vermehren sich, sollen stark und gesegnet werden. Juda, wird später zum Südreich, und Ephraim steht synonym für das Nordreich oder auch Israel. In diesen beiden Söhnen gipfelt dies Kapitel. Joseph wird mächtig mit Stärke und Wachstum bedacht, der starke mächtige Segen des Allmächtigen soll auf das Haupt des einzig Geweihten unter seinen Brüdern kommen. Doch noch deutlicher wird der Segen über Juda in V 8-12  als ein ganz besonders prophetischer beschrieben. Das Zepter spricht von der führenden Rolle, die in eine messianische übergeht: Luther übersetzt das Kryptogramm „Shilo“ – bis das DER kommt – mit „Held“. Juda zog im Wüstenzug ins Gelobte Land auch mutig voran. Das Königtum ging von diesem Stamm durch David über Salomo hervor und gipfelt dann im Neuen Testament mit dem Hinweis auf den Messiaskönig:  Dies ist das Buch von der Geschichte Jesu Christi, des Sohnes Davids … Matthäus 1,1

Nach dem Segen ein Begräbnis. Am Ende stirb Jakob nach 17 Jahren Aufenthalt mit 147 Jahren als Fremdling in Ägypten. Sein Weg war ein schwieriger Glaubensweg. Doch bevor er starb, gab er im Glauben und gestützt auf die Verheißung Gottes (durch Abraham und Isaak) den Befehl, dass er als Vorläufer seines Volkes in seiner Erbbegräbnisstätte in Verheißenen Land zurückkommen und dort begraben werden wollte.


NT – Mt. 23,37-39 Töten der Propheten – Untergang Jerusalems – warten auf eine Ankunft

Gott hat sich zuvor im Alten Testament emsig um sein Volk gekümmert, wie dies auch eine Henne mit ihren Jungen tut. Aber Israel wollte nicht unter seine Flügel kommen. Nun ist der Messias leibhaftig gekommen, und die Seinen nahmen ihn nicht auf. Den Schutz Gottes abzulehnen führt in Chaos und schließlich ins Gericht. Das Haus, was jetzt wüst werden soll bezieht sich auf den Tempel. Gottes Schutz und Gegenwart zieht sich solange zurück, bis sie Ihn, jetzt Jesus, empfangen und annehmen werden. Damit wird Gottes Gegenwart wieder auch zu seinem irdischen Volk Israel zurückkehren.

Wollen wir uns doch immer wieder unter die Flügel und Arme unseres Herrn Jesus Christus begeben, täglich seine Gegenwart und Schutz suchen und sicher vor ihm leben.

Gebetsteil

Tagesgebet für Donnerstag vor ostern – Gründonnerstag

Allmächtiger Vater! Dein geliebter Sohn hat in der Nacht bevor er litt das Heilige Abendmahl eingesetzt. Lass es uns mit echter Reue, mit Glauben und Dankbarkeit in Gedenken an ihn empfangen. Der mit Dir und dem Heiligen Geist lebt und regiert, ein Gott, jetzt und allezeit und in Ewigkeit.  Amen.

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt  der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13 – Alle sprechen:

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen!  Amen.

30. Juni – Hauskirche

Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Schriftteil & Homilie/Hinweise

AT– 4. Mose /Numeri 8

https://www.bibleserver.com/EU/4.Mose8

Gebet – Psalm 150

https://www.bibleserver.com/LUT/Psalm150

NT – Markus 13,14-23

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AT – Numeri 8 – Berufene Menschen in den Dienst Gottes führen

Das Bundeszelt wurde nach göttlichen Vorschriften und geordneten Abläufen eingeweiht. Nachdem durch die 12 Vertreter der Stämme Israels der Altar eingeweiht wurde, wurde als nächstes der siebenarmige goldene Leuchter mit Erklärung zur richtigen Benutzung freigegeben. Dieses Licht sollte vom Einbruch der Dunkelheit bis zur Dämmerung am Morgen das Innere des Heiligtums erhellen. Es ist kein ewiges Licht, das immer Tag und Nacht brennt. Es erhellte die 12 Bundesbrote der Gemeinschaft der 12 Stämme im Heiligtum auch in der dunklen Nacht. Gottes Bundesgemeinschaft wird auch für das Volk in der Dunkelheit fortgesetzt.

Diese Verheißung gilt auch allen wahren Christen in jeder dunklen Situation ihres Lebens. Jesus ist das Licht der Welt, wer ihm nachfolgt, wird nicht in der Dunkelheit wandeln.

Danach werden die Leviten als Priesterassistenten den diensthabenden Priestern zur Seite gestellt. Wir wollen im Sinn behalten, dass normalerweise der Erstgeborene als Familienpriester fungierte. Durch die Auslösung der Leviten als Mittler für alle Erstgeborenen der Stämme, nahmen sie jetzt diese neue Verantwortung wahr. Die ganze Gemeinde Israel identifizierte sich nun mit den Leviten durch die Auflegung der Hände. Das Dienstalter wird hier mit 25 Jahre beschrieben. An anderer Stelle jedoch mit 30. Wahrscheinlich dienen die ersten 5 Jahren als Lehrjahre. Danach werden sie ab 30 auch berechtigt, die heiligen Geräte und Teile des Bundeszeltes zu tragen. Später, als der Tempel erbaut ist, beginnt das Dienstalter schon mit 20 und endet immer mit 50 Jahren.

Die Weihe der Leviten unterscheidet sich etwas von der Weihe der Priester (Lev 8). Sie werden zu Beginn mit reinem Wasser gewaschen und ganz äußerlich gereinigt, damit sie einen reinen Dienst beginnen können. Das Reinigungswasser wird nur hier in V 6 deutlich erwähnt. Das war praktisch die Levitentaufe, die sich danach selbst durch den nachfolgenden Dienst zum Opfer brachten, dies geschah nicht durch Untertauchen, sondern durch Besprengen (7,3 & 8,9f) in gleicher Weise taufte auch der Priestersohn Johannes Jesus im Jordan. Danach begann der Dienst.

So wie ein Opfer, das auf den Händen vor dem Altar hin und her geschwungen wurde, wurden sie lebendig als Opfer Gott gebracht. Sie aber sollten ab jetzt den Priestern in allen praktischen Handlungen assistieren.

Im Neuen Testament wird diese Mission weitergeführt. Des Apostel Paulus gesamter Missionsdienst wird als ein priesterlicher Dienst für Gott beschrieben. Paulus gewinnt durch das Evangelium Menschen zum Glauben, der dann die Menschen zum Gehorsam Gott gegenüber führt. So wie der Priester die Gaben des Volkes Gottes zum Altar brachte, sie hin und her vor Gott geschwungen hatte, so bringt Paulus als Priester die neu gewonnen Gläubigen aus seinem Missionsdienst vor Gottes Altar:

Sodass ich ein Diener Christi Jesu unter den Heiden bin, der mit dem Evangelium Gottes wie ein Priester dient, auf dass die Heiden ein Opfer werden, das Gott wohlgefällig ist, geheiligt durch den Heiligen Geist“.

Biblische Mission ist immer eine priesterliche Mission. Es geht nicht nur darum, dass das Evangelium verkündet wird, sondern dass danach die Menschen gelehrt und vorbereitet werden (durch Katechese und öffentliche Weihung) ihr Leben ganz Gott zu weihen, Gott und auch der Kirche Gottes als Assistent zur Verfügung zu stehen.

Wollen auch wir uns im gleichem Sinn bewusstwerden, dass wir Assistenten am Altar und im Haus Gottes sind, um ein lebendiges Opfer zu werden. Dann aber gilt uns, wie auch Paulus, andere Menschen für den Glauben zu gewinnen und sie zur Hingabe an den Altar Gottes zu führen.


NT – Markus 13,14-23 – Das Wort Jesu in Krisenzeiten beachten

Wir können an dieser Stelle nicht auf alle Hintergründe und Bedeutungen der großen Bedrängnis in der Vergangenheit oder Zukunft eingehen, die bereits Daniel prophezeit und in der Offenbarung des Johannes anklingt. Es werden aber auf jüdische biblische Überlieferungen hingewiesen, die die Flucht aus Judäa betonen. Sicherlich sind damit auch die schrecklichen Geschehnisse um die Zeit des Jüdischen Krieges (vor der Tempelzerstörung 70 n.Chr.) gemeint.

Mitten in diesen furchtbaren Ereignissen wird der Gemeinde damals und uns ein Wort des Trostes geschenkt, dass diese Zeit eine verkürzte Zeit sein wird (V20).

Uns wird gerade in der jetzigen Zeit auch klar, dass wir schwierige Zeiten nüchtern und mit geheiligtem Verstand beurteilen müssen. Wir dürfen uns nicht in schwärmerische Bewegungen, grundlose Verschwörungstheorien oder neue prophetischen Erkenntnisse verwickeln lassen. V 23 wie auch der V 9 (Ihr aber seht euch vor!) zuvor, ermahnen kritisch und aufmerksam alles zu beobachten, dann uns aber vorzusehen, achtzugeben auf das, was Jesus uns zuvor schon gesagt hat und uns damit an das gesamte prophetische Wort der Heiligen Schrift zu halten.

Abschlussgebet

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

Beschreibung und Bedeutung des

siebenarmigen Leuchters: (<-klicken)

18. Mai – Hauskirche

Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Schriftteil

AT– 3. Mose /Levitikus 27

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Gebet – Psalm 140

https://www.bibleserver.com/LUT/Psalm140

NT – Markus 11,1-11

https://www.bibleserver.com/EU/Markus11%2C1-11


Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT – Levitikus 27 – Gelübde brechen wird teuer – halten bringt Segen

Im Alten Testament finden wir keine Vorschrift, dass neben dem Bundesgelübde Israels („der Herr ist mein Gott“) ein weiteres Gelübde abgelegt werden musste, noch das zusätzlich zur speziellen Priester- und Levitenweihe weitere Menschen oder Dinge Gott geweiht werden sollten. Nasiräer – oder Mönchsgelübde geschahen immer freiwillig.

Wenn aber Menschen aus besonderer innerer Hingabe sich zu solchen freiwilligen Gelübden oder Weihen entscheiden würden, sollten sie dieses „cool“ und mit allen Konsequenzen überdenken, dann erst entsprechend handeln und das Versprechen auch halten. Deshalb spricht Jesus (Mt 5,37) Eure Rede sei vielmehr ›ja ja – nein nein‹; jeder weitere Zusatz ist vom Übel (oder vom Bösen- Menge).

Wenn also schon solche Versprechen Gott gegeben wurden, dann müssen sie auch gehalten werden. Und das sollte auch in der Praxis dem Mitmenschen gegenüber ohne Wenn und Aber gehandhabt werden. Werden aber impulsive und unüberdachte Gelübde gesprochen, kann dies teuer werden. Doch dann bestand immer noch die Möglichkeit, dieses Versprechen oder Gelübde zu lösen. Besser gesagt: Man konnte sich aus solch einer misslichen Situation herauskaufen.

Auch bei diesen Angelegenheiten sollte Gottes Volk Seine Heiligkeit und vollkommene Aufrichtigkeit im Alltag und dem Nächsten gegenüber wiederspiegeln. Sie sollten die Wahrheit sagen und auch tun. Deshalb auch die Mahnung in Prediger 5,2-5Wenn du Gott ein Gelübde tust, so zögere nicht, es zu halten.

Die Ablösung von Gelübden- und Weihegaben wird in diesem letzten Kapitel für Einzelfälle aufgelistet: V 2-8 für Personen; V 9-13 Tiere; V 14-15 Häuser; V 16-26 Ländereien, V 25 den Messwert finanziell zu bewerten; V 26-27 die Erstgeburten – Menschen oder Vieh; V 29-29 Banngut, das Gott gehört; zum Schluss V 30-24 die Zehntenabgabe für alle.

Wir finden Beispiele von überlegten Gelübden wie z.Z. bei Hanna, die schon ihren ungeborenen Sohn Samuel Gott im Tempel durch ein Gebet versprach und dies dann auch einhielt (1Sam 1+2), dann auch solche unüberlegte, wie der Richter Jephthah (Ri 11,30-40), der entweder seine Tochter tatsächlich opferte oder als Art „Nonne“ weihte und sie dem Opfer eines nicht verheirateten Lebens geweiht wurde.

Zum Schluss wird in Levitikus unwillkürlich auf das bewusste Ganzopfer des Lebens der Gläubigen hingewiesen (Römer 12,1+2). Das gesamte Leben soll bewusst, überlegt und aufrichtig aus Liebe zum Schöpfer gelebt werden. Spontan, emotional und unüberlegte Entscheidungen und Proklamationen haben nicht nur beziehungsmäßige, sondern auch finanzielle Konsequenzen in jedem Leben. Das gesamte Leben ist zu wertvoll und kostspielig, Falsch-Endscheidungen zu treffen. Land (Besitz) und Leben sind Geschenke Gottes und gehören ihm. Deshalb gehört die Erstgeburt eines Menschen oder Tieres symbolisch und wirklich zuerst Gott, kann aber ausgelöst werden. Auch sie wird am hier finanziell bewertet. Der Arbeitswert eines im Leben stehenden Mannes hatte 50 Silbertaler / Shekel wert (ca. eineinhalb Monatsverdiente). Der Arbeitswert eines Sklaven betrug 30 Shekel. (Jesus wurde also unterbewertet von Judas verkauft und verraten).

Die Zehntenabgabe schließt das Thema der Hingabe ab. Sie ist ein Zeichen dafür, dass alles Wertvolle Gott gehört. Genau hier finden wir die einzige Stelle, wo der Anteil von 10% klar erwähnt wird. Doch gab es weiter noch den zweiten Zehnten (5Mo/Deu 14,22) und einen dritten in jedem dritten Jahr (5Mo/Deu 14,26 und 16,12). Zählt man dies zusammen ergibt sich eine jährliche Heiligtumsabgabe von 23%, mehr als jegliche Kirchensteuer. Wem wurde diese übergeben? Natürlich den Leviten, die den praktischen Dienst am Heiligtum und die Unterhaltung sicherten. Diese wiederum gaben ihren Zehnten an die Priester weiter und sie wiederum ihren Zehnten an den Hohenpriester.

Dieses Prinzip der Hingabe und finanziellen Haushalterschaft wird von Jesus und Paulus im Neuen Testament weitergeführt: Wer das Evangelium verkündet, der soll auch vom Evangelium (1Kor 9,11-15) leben. Um dieses Anliegen soll sich besonders die christliche Ortsgemeinde und auch die Gesamtkirche durch die Verantwortlichen kümmern. Die Gesamtgemeinde und jeder Einzelne soll Verantwortung für den „Zehnten“ nach Vermögen bringen. Damit zeigt jeder Christ aus Dankbarkeit, dass auch sein „Land und Leben“ Gott gehört. Der Zehnte oder die freiwilligen Gaben wurden auch im Neuen Testament nicht abgeschafft, sondern sind weiter ein Zeichen unserer Hingabe und dienen vorrangig der Evangeliumsverkündigung vor Ort in und der Weltmission. Wollen wir dies neu für unser Leben überdenken und auch praktizieren? Was ist könnte da unsere persönliche und und auch finanzielle Antwort sein?

Vielleicht die eines englischen Chorus’: Take my life and let it be consecrated, Lord, to thee, take my moments and my days, let them flow in ceaseless praise. Auf Youtube in Deutsch: –https://www.youtube.com/watch?v=8ZwdLFYiV-4


NT – Markus 11,1-11 – König zieh nicht zur Herrschaft, doch zur Erlösung ein

Wir werden in die Leidenswoche in Jerusalem eingeführt. Doch nur die ersten drei Tage werden nachfolgend beschrieben. Jesus erscheint beim Einzug als königlicher Herrscher mit alttestamentlichen Motiven durch folgende Schriftzitate. Die ausgebreiteten Kleider erinnern an 2Kö 9,13; das Eselsfüllen bezieht sich auf Sach 9,9. Es erinnert auch an König Salomo, der auf dem königlichen Reittier seines Vaters David zu seiner Krönung ritt: Da sprach der König zu ihnen: Nehmt mit euch die Großen eures Herrn und setzt meinen Sohn Salomo auf mein Maultier und führt ihn hinab zum Gihon (1Kö 1,33). Das Hosianna-Rufen erinnert an die Pilgerpsalmen (Ps 118,25). Sie sind Huldigungsrufe an den messianischen König mit der Bitte: Herr, hilf doch!

Markus beweist auch hier wieder seine These von (Kap 1,1), dass Jesus der Gottessohn und Sohn Davids ist. Das bald kommende Davidsreich (V. 10) dient dazu, dass die zerfallene Hütte Davids wiederaufgebaut werden soll (Apg 15,16). Jesu Einzug hat nicht das Ziel, ein irdisch politisches Reich für Israel noch ein irdisches Heiligtum aufzurichten, sondern ein Friedensreich, das mit dem Sündenfall verloren gegangen war. Dieses will er durch seine bald stattfindende Kreuzigung in Ewigkeit wieder aufrichten.

Abschlussgebet

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.