19. August – Hauskirche

Hervorgehoben

Familien- oder Hausandacht – Morgen und Abend

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Während der Ferienzeit wird der fortlaufende Abschnitt aus der Morgenlese – Lektionar AGB – benutzt: Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

Weitere Hinweisezukünftig!

Mit dem Beginn der Coronazeit begann auch die tägliche Auslegung der Tageslese des Gebetbuches. Danach in der sommerlichen Ferienzeit wurde sie nur noch zweimal wöchentlich veröffentlicht. Diese Kurzauslegung wird in Kürze beendet. Deshalb der Hinweis hier, die gesamte chronologische Jahreslese herunterzuladen und selbst oder als Hausandacht so (in ein oder zwei Jahren) die Heilige Schrift regelmäßig weiter zu lesen.

Als weiteres Angebot zum Download sollen bald die zwei digitalen Gebetbücher (die Sie auch mit festem Einband bestellen können) bereitstehen. Sind Sie an diesem Download interessiert? Die dazu passenden Artikel zum Verständnis werden in unregelmäßigen Abständen später folgen. Bei Interesse für weitere Informationen und Erklärungen zu diesen gottesdienstlichen Büchern, bitte weiter unten „ABBONIEREN“ anklicken.


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Gebet – Psalm 46 (klicken)


Schriftteil und Anstöße zur Lesung

Lesung: 5Mo/Deuteronomium 18 (klicken)

Die Propheten kommen! Aber welchem Propheten sollen wir vertrauen?

Ein Grundanliegen aller Religionen scheint zu sein, den Willen Gottes (eines oder mehrere Götter) zu erfahren und sich in der Gegenwart für die Zukunft sicher zu fühlen und sich darauf einzustellen. Dazu dient das Prophetenamt in Israel, dass grundsätzlich andere Möglichkeiten eröffnet, als durch die okkulten Praktiken der heidnischen Religionen praktiziert wird. Diese außerisraelitischen Handlungen sind Gott ein Gräuel. Deshalb werden diese Völker mit ihren Kulten vertrieben.

Gott dagegen hat sich an seine Propheten gebunden, die seinen klaren Willen durch das zu verstehende Wort deutlich weitergeben. Dieses Prinzip – einen Propheten … will ich dir immer wieder erwecken, – soll nie verändert werden. Mose ist darin das Urbild, dass sich von den falschen Propheten, von denen auch aus den eigenen Reihen gewarnt wird, deutlich abhebt. ER redete im Namen des wahren Gottes Jahwe und alle seine Worte trafen ein. So soll auch jedes zukünftige prophetische Wort und der Geist des Propheten geprüft werden. V 17 weist aber gleichzeitig über das Prinzip vom Urpropheten auf den endzeitlichen Propheten Christus hin. Viele Menschen zurzeit Jesu erkannten diesen und sprachen: „Das ist wahrhaftig der Prophet, der kommen soll“. Auch Petrus verkündet in seinen Predigten (Apg 4,17-26), dass Christus der verheißene Prophet ist, der gehört, dem gehorcht und der segnen wird, alle, die sich zu ihm bekehren. – Gerade in unserer jetzigen Zeit ist es wichtig, die Botschaft und den deutlichen Willen von Christus her zu hören, aber auch zu unterscheiden, ob die sich selbst ernannten Propheten mit Hiobsbotschaften und Verschwörungstheorien okkulte Orakel und eigene Träume weitergeben oder sie in der Linie von Mose auf Christus das verständliche Wort des Willens Gottes weitergeben.


Lesung– Joh 9,1-12 (klicken)

Geöffnete Augen für den Gesandten

Wie schon in Kapitel 8, so auch hier im nachfolgenden Bericht steht der Anspruch Jesu, dass er das Licht der Welt sei. Mit dem nun sechsten Wunder Jesu geht es auch hier um seine Identität, wer er ist und woher er stammt. Am Messiasbekenntnis werden sich alle Geister scheiden. Jesus, das Licht der Welt, heilt einen in tatsächlicher irdischer Dunkelheit stehenden Menschen, der von Geburt an blind ist. Und dies geschieht provokativ auch am Sabbath. Das Anrühren eines Teigs oder Breis, auch ärztliche Handlungen, waren doch an diesem Tag verboten. Diese Heilung brachte die religiösen Gesetzesvertreter auf die Palme. Jesus aber macht durch dieses Heilungswunder klar, dass er über dem Gesetz steht, es richtig auslegt, er der Gesandte, der Prophet, der Messias ist. Denn Jesus sendet den Blinden zu der Teichanlage in Jerusalem mit dem Namen Shiloa, die allegorisch, also sinnbildlich, hebräisch „Schaliach“ auf Jesus „den Gesandten“, hindeutet. Der Geheilte erkennt den Gesandten, bekennt ihn später trotz allem Widerstand der Religion und endgültigem „Kirchenausschluss“ als den von Gott gekommenen Menschensohn. Jesu Identität wird durch den Sehenden deutlich bezeugt. Er ist durch den Glauben zum irdischen und himmlischen Sehen gekommen. – Auch heute wird unser Bekenntnis zum Gottessohn als Retter und Herrn Verwunderung und Scheidung in dieser Welt hervorrufen. Doch dazu sind wir, wenn wir zum Schauen und Glauben gekommen sind, deutlich berufen.

Abschlussgebet

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Morgendliches Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all’ unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.

Oder

Abendliches Gebet um Frieden

O Gott, von Dir kommt alles heilige Verlangen, jeder gute Rat und jede gerechte Tat. Gib uns, Deinen Dienern, den Frieden, den die Welt nicht geben kann, damit unsere Herzen willig sind, Deinen Geboten zu folgen. Befreie uns von der Furcht vor unseren Feinden, damit wir unsere Tage in Ruhe und Frieden verleben können. Durch die Verdienste unseres Heilandes Jesus Christus. Amen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

15. August – Hauskirche

Hervorgehoben

Familien- oder Hausandacht – Morgen und Abend

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Während der Ferienzeit wird der fortlaufende Abschnitt aus der Morgenlese – Lektionar AGB – benutzt: Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Gebet – Psalm 43 (klicken)


Schriftteil und Anstöße zur Lesung

Lesung: 5Mo/Deuteronomium 14 (klicken)

V 1+2 Kinder Gottes, Erwählte als Eigentum aus allen Völkern, sollen als heiliges Volk des Herrn leben. Deshalb folgen hier wichtige äußere Lebensregeln. Sein Volk soll seinen Körper nicht verunstalten, weil es im Bild Gottes geschaffen ist. Tätowierungen, selbst mit religiösen Symbolen versehen, sind nicht der Wille Gottes.

V 3-21 Weiter werden die Essensgewohnheiten des heiligen Volkes behandelt. Es sollen nur reine Tiere gegessen werden. Auch ist nicht ganz klar, ob dies aus religiösen oder nur aus hygienischen Gründen geschehen soll, möglich ist beides ausschlaggebend. Der Grund ist sicherlich, dass Gott nicht die Krankheiten Ägyptens auf sie legen möchte, dass es ein gesundes Volk sein soll. Dann aber auch als Abgrenzung zum Götzendienst Warum sollen sie kein Schwein essen? Das Schwein wurde in den umliegenden Religionen als Verkörperung einer Gottheit angesehen. Dies mag auch ein Grund für das Verbot von Schweinefleisch sein. Auch der Ritus, ein Böckchen in der Milch seiner Mutter zu kochen, ein ugaritischer Milchzauber als magische Verjüngungskur, ist für Gottes Volk tabu. Alle geheimnisvollen Vorgänge des Lebens hängen nicht mit den unbekannten Göttern, sondern mit dem Schöpfergott Jahwe zusammen. Auf ihn ist zu hören, um gesund und heilig zu bleiben.

22-29 Der Zehnte ist ein Akt der Dankbarkeit Gott gegenüber. Es ist die Anerkennung, dass aller Besitz Gabe Gottes ist (K 8,18). Jedes dritte Jahr aber sollte Israel einen extra zweiten Zehnten in die Lagerhäuser der Leviten bringen, die keine Ländereien besaßen. Er diente sozialen Zwecken, neben der Levitenversorgung wurde er auch den Witwen, Waisen, den Armen und den Fremdlingen gegeben.

Gott verheißt einen reichen Segen gerade für diejenigen, die reichlich und fröhlich ihren Zehnten bringen. Er fordert uns sogar heraus, ihn zu prüfen (Mal 3,8-10). Haben wir Gott bereits geprüft, ob er auch auf uns solch einen besonderen Segen herabschüttet?


Lesung– Joh 8,21-29 (klicken)

Ohne Erkenntnis vom erhöhten Herrn keine Sündenvergebung.

Im ersten Abschnitt des Kapitels 8 redet Jesus vom Licht der Welt (V12), und er sagt: „ICH BIN“ es – (griechisch: ego eimi). Nun in unserem jetzigen Abschnitt in V24 und 28 spricht er vom Erkennen, „ICH BIN“ es. Jesus gebraucht hier seinen göttlichen Namen, um seine wahre Identität zu offenbaren. Es ist die griechische Form des hebräischen Namens YAHWE, wo es in Exodus 3,14 heißt: Der ICH BIN hat mich zu euch gesandt. Diesen kann aber niemand erkennen, wenn man nur von der Erde stammt und irdisch gesinnt ist. Das sind die, die noch nicht von oben geboren oder noch nicht wiedergeboren sind. Das ist auch der Grund, warum die Menschen ihn hier schon wieder missverstehen. Und wenn sie in diesem nicht wiedergeborenen Zustand bleiben, werden sie unweigerlich in ihren Sünden sterben, ohne das ewige Leben zu erhalten. Doch wenn sie den großen ICH BIN erkennen, dass er der Messias und Menschensohn in der Autorität des Vaters gekommen ist, und er erhöht am Kreuz für ihre Sünden stirbt, dann werden sie nicht in ihren Sünden sterben, sondern das ewige Leben erhalten.

Sind wir dankbar und haben wir erkannt, dass der „ICH BIN“ für uns am Kreuz erhöht wurde und starb? Glauben wir so, wie die Menschen im nächsten V 30 an den Menschensohn und seine göttliche Identität? Dann werden wir nicht in unseren Sünden sterben, sondern durch Jesus die Auferstehung und das ewige Leben erhalten.

Abschlussgebet

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Morgendliches Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all’ unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.

Oder

Abendliches Gebet um Frieden

O Gott, von Dir kommt alles heilige Verlangen, jeder gute Rat und jede gerechte Tat. Gib uns, Deinen Dienern, den Frieden, den die Welt nicht geben kann, damit unsere Herzen willig sind, Deinen Geboten zu folgen. Befreie uns von der Furcht vor unseren Feinden, damit wir unsere Tage in Ruhe und Frieden verleben können. Durch die Verdienste unseres Heilandes Jesus Christus. Amen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

12. August – Hauskirche

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Familien- oder Hausandacht –  Abend

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Während der Ferienzeit wird der fortlaufende Abschnitt aus der Morgenlese – Lektionar AGB – benutzt: Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Gebet – Psalm 40 (klicken)

Schriftteil und Anstöße zur Lesung

Lesung: 5Mo/Deuteronomium 11 (klicken)

Die Pädagogik Gottes und die Bundeserneuerung

V 1-9 Diese Verse betonen die bisherige vergangene Erfahrung der übriggebliebenen, jüngeren Generation. Mose spricht deren eigene Errettung und Erhaltung während der letzten 40 Jahre an, dann aber auch die von ihnen erlebten Gerichte Gottes. Diese Erkenntnisse sollte nicht vergessen werden, sondern sollen zur Motivation werden, auch in Zukunft die Segnungen Gottes zu ergreifen, aber unter der Bedingung, dass sie gehorsam sind. Denn der Segen Gottes kommt nicht automatisch. Die darauf nachfolgenden Verse 10-25 haben das gleiche Ziel. Sie sollen das Volk auf die Zukunft ausrichten und betonen gleichermaßen unter Gottes Segen zu bleiben. Werdet ihr und eure Generation gehorsam sein, dann erwartet euch Gottes Segen, ihr werdet das geschenkte Land einnehmen und darin wohnen bleiben.

Jede Generation wird von hier an aufgefordert, angesichts der großen früheren Taten Gottes für sich selbst zur Erkenntnis und zur Entscheidung zu kommen und persönlich in den Bund Gottes einzutreten und ihn zu erneuern.  Jeder Generation muss neu gesagt werden, dass der Bundesschluss auch für sie gilt und von ihnen gefeiert werden soll. Deshalb sind die Verse 18-21 fast eine wörtliche Wiederholung von K. 6,6-9. Die Generation soll die Worte (die Weisung) überall in ihrer Umgebung und Kultur vor Augen haben und im Herzen fest verinnerlichen. Die jeweils neu aufwachsende Generation der Kinder soll darin liebevoll und pädagogisch eingebunden und durch sie geformt werden, damit sie dann selbst zur Einsicht und zum Eintritt in den Bund mit Gott kommen. Die Grundlage dafür ist jedoch, dass Gott ihnen alles bereits verheißen und gegeben hat V 31. Und deshalb erwähnt der Eingangsvers: Du sollst deinen Gott lieben.  Erst danach folgen die Worte … und seine Weisungen und Gebote halten soll ein Leben lang.

Die Verse 26-32 sind als ein Abschluss für die Kapitel 5-11 gedacht (Auslegungspredigt über die Gebote) mit Segen oder Fluch. Selbst das ganze Buch Deuteronomium schließt mit Kapitel 27 wieder mit dem Hinweis auf Segen und Fluch ab als ein Bundeserneuerungsdokument.

Öffentliches Gelöbnis

Diese Darstellung reflektiert die Struktur eines Vasallenvertrages (Hetitterverträge) oder eines Königs, der auf seinem Totenbett seinen Vasallen schwören ließ, auch loyal seinem Nachfolger gegenüber zu sein. Hier aber ändert sich nicht der Herrscher, sondern das Volk, die nächste Generation. Eine weitere Bundeserneuerung geschieht später erneut unter Josua zu Beginn der Landnahme 8,30-35 und noch einmal am Ende seines Lebens (Jos. 24,25-26).

Solche Bundeserneuerung geschieht jedes Mal in der Anglikanischen Kirche oder auch in anderen Kirchen bei der Firmung oder Konfirmation, wenn eine Person bewusst in den Bund mit Gott eintritt und gesegnet wird. Auch wenn wir an einem feierlichen bibeltreuen Gottesdienst teilnehmen, dann ist jede Mahlfeier, jede Heilige Kommunion eine österliche Bundeserneuerungsfeier, Christi Erlösung wird gedacht, verinnerlicht und sein Bund mit uns erneuert, nämlich in der neuen Woche Jesus, dem Bundesstifter, nachzufolgen.


Lesung–
Joh 7,37-53 (klicken)

Vom erhöhten Geist ewiges Leben empfangen.

Am letzten Tag des siebentägigen Festes wurde Wasser aus dem Teich Siloah von den Priestern während des Morgenopfers zum Altar gebracht. Dabei sang der große Tempelchor. Jesus spricht bei diesem Höhepunkt die Worte, die an Jes 55,1 anklingen: Auf, alle Durstigen, kommt zum Wasser! Diese Worte dürste, komme und trinke fassen die Einladung des Evangeliums zusammen. Das Wasser, das Heil vom Brunnen Jesus, soll von Seinem Leibe kommen, wenn er erhöht ist. Jesus war zu dieser Zeit noch nicht am Kreuz, noch nicht in den Himmel erhöht, auch war zu dieser Zeit der Geist Gottes noch nicht ausgegossen.  Die Worte: von dessen Leib – sind auf den später erhöhten Leib Christi im Himmel zu beziehen. Von ihm wurde der Geist zu Pfingsten ausgegossen, und damit wurde das Heil der Erlösung von vielen Gläubigen erfahren. Sie tranken das Wasser des Lebens und der Erlösung. Trinken auch wir weiter von diesen Strömen des Heils, die von Jesus kommen. Haben wir den Geist von Ihm empfangen?

Abschlussgebet

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Abendliches Gebet um Frieden

O Gott, von Dir kommt alles heilige Verlangen, jeder gute Rat und jede gerechte Tat. Gib uns, Deinen Dienern, den Frieden, den die Welt nicht geben kann, damit unsere Herzen willig sind, Deinen Geboten zu folgen. Befreie uns von der Furcht vor unseren Feinden, damit wir unsere Tage in Ruhe und Frieden verleben können. Durch die Verdienste unseres Heilandes Jesus Christus. Amen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

8. August – Hauskirche

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Familien- oder Hausandacht – Morgen oder Abend

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Während der Ferienzeit wird der fortlaufende Abschnitt aus der Morgenlese – Lektionar AGB – benutzt: Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.


Gebet – Psalm 37,19-29 (klicken)


Schriftteil und Anstöße zur Lesung

Lesung: 5Mo/Deuteronomium 4,42-51 (klicken)

Erwählt aus Liebe zum Bund Gottes, um abgesondert von kultureller und idiologischer Beeinflussung  gesegnet zu werden.

Das Volk war feierlich erneut in den Bund Gottes eingetreten (K 5). In Kapitel 6 wird uns der Inbegriff von Deuteronomium klar gemacht. Um dieses Prinzip bewegen sich alle Ermahnungen, Anordnungen und Weisungen. Das große Gebet Israels (Höre Israel) beginnt mit den Worten, diesen Einen von ganzem Herzen zu hören und zu lieben.

Im heutigen Kapitel 7 beginnt Mose eine Auslegungspredigt über die aktuelle Situation, die bald eintreten wird. Es geht um das soziale Verhältnis zur kanaanäischen Bevölkerung mit ihren Kult- und Göttergebräuchen. Hier geht es nicht um hassbegründete Ausrottung von anderen ethnischen Sippen und Stämmen, weil sie besser und überlegener und größer sind, sondern weil sie durch Verschwägerung mit Nicht-Volk-Gottes von ihrem Bundesgott abfallen würden. Es gibt keine nationalistischen Gründe für diese sich uns scheinbar als grausam darstellende Ausrottung, sondern nur die Väterverheißung und den Bund Gottes, ihnen das Land zu geben.

Die Verse 9-11 weisen die fälschliche Theorie zurück, dass hier der Rachegott des Alten Testaments am Werk sei. Der Bund Gottes gilt allen, die ihn hören und lieben, und zwar bis ins tausendste Glied, d.h. für immer. Die Vergeltung oder das Gericht trifft nur die, die seine Liebe nicht annehmen, ablehnen und ihn hassen. Aber auch dieses Gericht wird barmherzig begrenzt, dass es sich nur bis zur dritten oder vierten Generation auswirken kann. Dagegen strömt seine Liebe grenzenlos aus an alle, die ihn allein hören und lieben – für immer.

evangelisch.de

V 12-16. Folgerichtig wird hier der Segen denen zugesprochen, die den einzigen, ewigen Jahwe-Gott hören und lieben. Dieser Glaube soll irdische Auswirkungen haben auf alle Unternehmungen des Lebens, gesellschaftliche, wirtschaftliche, auf Familie, Gesundheit und das Zusammenleben.

Wollen wir bedenken, diesen Aspekt umsichtig zu beachten und zu verkündigen, nicht  von hier ein Wohlstands- und Gesundheitsevangelium für jeden zu verbreiten, sondern an die unabänderliche Bedingung erinnern, an den Bund Gottes und Ihn täglich zu hören und zu lieben. Ein beziehungsloses Wohlstandsevangelium wird nur Gericht bringen, denn es folgt einem anderen Götzen („Idol“, Idee, falschen Gott).

Gott will uns durch dieses Kapitel Mut zusprechen und Hoffnung geben. Er will uns trotz immer neuer großer Probleme und Bedrängnisse Mut zusprechen, dass er mit seinem Bundesvolk immer noch unterwegs ist. Er ist auch während der für alle Menschen unsicheren Zeit der Corona-Pandemie der mitgehende Gott. Er wird für uns streiten und wir dürfen stille sein (Ex 14,14).



Lesung–
Joh 6,66-71 (klicken)

Den Heiligen Gottes erkennen

Nur dem äußeren Erscheinungsbild Jesu nachzufolgen, das nützt Mitläufern nicht zu ihrem Heil. Der heilbringende Glaube stützt sich aber allein auf die heilbringenden Worte des Heilands. Ungewöhnlich und zentral wird uns noch einmal das Petrusbekenntnis vorgestellt, dass einzigartig ist: Du bist der Heilige Gottes. Petrus stellt diese göttliche Einzigartigkeit gegenüber normaler irdischer Herkunft heraus. Dazu sollen sich alle wahren Nachfolger Jesu bekennen. Denn Jesus ist eins mit dem Vater, er ist himmlischen Ursprungs und auch himmlischen Ziels. An dieser Glaubensaussage scheiden sich die Mitläufer und die wahrhaft vom Himmel Berufenen und Wiedergeborenen. Kennen wir den vom Himmel Gekommenen und in den Himmel Gefahrenen persönlich?

Abschlussgebet

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Morgendliches Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all’ unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.

Oder

Abendliches Gebet um Frieden

O Gott, von Dir kommt alles heilige Verlangen, jeder gute Rat und jede gerechte Tat. Gib uns, Deinen Dienern, den Frieden, den die Welt nicht geben kann, damit unsere Herzen willig sind, Deinen Geboten zu folgen. Befreie uns von der Furcht vor unseren Feinden, damit wir unsere Tage in Ruhe und Frieden verleben können. Durch die Verdienste unseres Heilandes Jesus Christus. Amen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

5. August -Hauskirche

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Familien- oder Hausandacht – Morgen oder Abend

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Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Während der Ferienzeit wird der fortlaufende Abschnitt aus der Morgenlese – Lektionar AGB – benutzt: Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Gebet – Psalm 35 (klicken)

Schriftteil und Anstöße zur Lesung

Lesung: 5Mo/Deuteronomium 4,42-51 (klicken)

Vorbereitung auf eine zweite Bundeserneuerung

Das neue Volk Gottes soll vor der Landnahme versammelt werden, dass sie Seine Worte hören (V10). Das erinnert an die hebräische Überschrift dieses Buches: „Das sind die Worte“. Nun entfalten sich diese Worte und werden umfassend erläutert. Das sind die Gebote und Rechte, die Prinzipien und einzelnen Fallbeispiele, nach denen sich das Bundesvolk richten soll. Sie sollen sich erneut an die damalige Stimme Gottes erinnern, Gott fürchten (und lieben) lernen und diese Worte alle Tage ihres Lebens der nächsten Generation (ihren Kindern) einprägen. Nur so werden sie das gute Land einnehmen und darin lange leben können (V1).

Gebote auf dem Altar der Christuskapelle

Dazu dienen nun die einschneidenden Erlebnisse des Auszugs, an die sie Mose eindringlich erinnert, sowie auch die Warnung, dass beim Abweichen davon Fluch, Gericht und Vertreibung eintreffen würde. Als Schlüsselvers wird deutlich der Vers 23 hervorgehoben. So hütet euch nun, dass ihr den Bund des Herrn, eures Gottes nicht vergesst, den er mit euch geschlossen hat.  Damit beginnt vor dem Einzug der neuen Generation in das „Verheißene Land“ die Überleitung zum nächsten Kapitel. Dort soll das Volk zum zweiten Mal die Weisung, die Thora, die 10 wichtigsten Worte hören und erneut feierlich in den Bund Gottes eintreten.



Lesung–
Joh 6,42-51 (klicken)

Himmlische Speise erkennen zum Heil

Rabbi Nikodemus, als er noch nicht wiedergeboren war, erkannte schon, dass Jesus von Gott gekommen, nicht irdischer Herkunft war. Hier treffen nun ähnlich fragende Menschen auf Jesus, aber mit einer ganz irdischen Gesinnung. Sie murrten, behaupten, dass er nicht vom Himmel gekommen sein könne. Sie können nicht glauben. Deshalb weist Jesus sie auf den einzigen Glauben hin, der nur das Heil empfangen kann. Es ist ein Glaube, der wie ein Geschenk von Gott kommt. Der Hinweis auf das Geben und Ziehen des Vaters als Vorrausetzung spricht von der neuen Geburt, die von oben geschieht. Es ist ein Wunder, die himmlische Herkunft Jesu zu erkennen, die Stimme des Vaters zu vernehmen und so vom Unglauben zum Glauben zu kommen. Das irdische Brot, das Manna, verhalf den Israeliten nicht zum ewigen Leben, aber Jesus als das himmlische Brot, Ihn in sich aufnehmen, dies führt zum ewigen Leben. Das himmlische Brot oder der Gottgesandte allein gibt ewiges Leben. Dieses Brot, sich selbst, bietet Jesus aller Welt an.

Haben wir die Stimme vom Himmel vernommen, sind wirvon oben geboren worden, und haben wir Jesus als die Ewigkeitsnahrung in unser Leben aufgenommen?

Abschlussgebet

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Abendliches Gebet um Frieden

O Gott, von Dir kommt alles heilige Verlangen, jeder gute Rat und jede gerechte Tat. Gib uns, Deinen Dienern, den Frieden, den die Welt nicht geben kann, damit unsere Herzen willig sind, Deinen Geboten zu folgen. Befreie uns von der Furcht vor unseren Feinden, damit wir unsere Tage in Ruhe und Frieden verleben können. Durch die Verdienste unseres Heilandes Jesus Christus. Amen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

1. August -Hauskirche

Hervorgehoben

Familien- oder Hausandacht – Abend

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Während der Ferienzeit wird der fortlaufende Abschnitt aus der Morgenlese – Lektionar AGB – mittwochs und samstags benutzt: Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Gebet – Psalm 32 (klicken)

Schriftteil und Anstöße zur Lesung

Lesung: 5Mo/Deuteronomium 2,1-25 (klicken)

Kurze Einleitung zum Verständnis des gesamten Buches 5. Mose / Deuteronomium

Das Buch Deuteronomium wird von alttestamentlichen Theologen unterschiedlich betrachtet. Bis 1960 wurde es meist als zum deuteronomistischen Geschichtswerk zugehörig bezeichnet, zu dem Josua, Richter, 1.+2. Samuel und 1.+2. Könige gezählt wurden. Es soll im 7. Jahrhundert v. Chr. durch den Fund dieses Gesetzbuches unter König Josia (621) entstanden sein. Damals sollten nach Wegführung des Nordreiches die übrigen levitischen Landpriester keine Höhenopfer mehr darbringen und die Anbetung nur noch auf Jerusalem ausgerichtet werden. Nach dieser Theorie würde das 4. Buch Mose, das wir kürzlich betrachtet hatten, die Thora (das Gesetz) hier abschließen. Dies widerspricht sicherlich dem jüdisch-rabbinischem Verständnis, auch dem inneren Zusammenhang des Alten Testaments an sich, wie auch dem vielfältigen Gebrauch, Betonung und der Wertigkeit im NT durch Jesus, durch die Apostel und Evangelisten in den Evangelien und auch in den Briefen. Eine ausführliche Erörterung beider Seiten kann hier nicht erfolgen.

Zu dem Missverständnis hat sicherlich die Septuaginta Übersetzung mit dem Wort „deutero-nomium“zweites Gesetz -beigetragen, während der hebräische Titel Kap.1,1 „… dies sind die Worte“ für uns nicht besonders aufschlussreich ist.

Neuere Forschungen im letzten Drittel des 20. Jahrhunderts begründen die Einheit des Pentateuchs aber damit, dass das 5. Buch Mose deutlich dem Vorbild der Lehn-, Vasallen- oder Oberherrschaftsverträge (Suzerain Treaties) der Hettiter aus dem 2. Jahrtausend v. Chr. folgt. Dies sind Verträge zwischen einem hetitischen König und Vasallen (Unterkönig und / oder Volk). Der Herrscher legt den besiegten Vasallen einen gnädigen Vertrag vor, dem sie zustimmen und sich an die Vertragsbedingungen halten sollen, damit sie dann unter seinem Schutz friedvoll leben können.

In diesem Sinne präsentieren vor dem Einzug in das Verheißene Land und dem Tod ihres Führers Mose – „Dies sind die Worte…“ (Das gesamte Buch Deuteronomium) – den Bundesvertrag Jahwes mit seinem Volk Israel.  Die Struktur wird hier in Anlehnung hetitischer Verträge erkennbar.

  1. Historisches Vorwort  – K 1,6-3,29
  2. Vertragsbedingungen K 4-26
    • Grundbedingungen und Vorschriften 4,1-39; 5,1-11,32
    • Einzelvorschriften K 12,1-26,19
    • Erläuterungen über Abschrift und Bundeserneuerungszeiten K 27
  3. Segen bei Einhaltung oder Fluch bei Untreue K 28-30
  4. Zusammenfassung K 29+30
  5. Nachwort: Regelungen zur Fortsetzung des Bundesvertrages K 31-34
This Boundary stone is a commemorative monument giving the history of a private individual. He was an official in the Temple at Morduk. It was erected by his son and shows the two together in respectful poses. It was made between 900 and 800 BC

Dieses Buch beschreibt die gnädige Beziehung des Gottes Jahwe mit seinem Volk, das sich im Neuen Testament mit erweiterten Prinzipien noch deutlicher fortsetzt und erfüllt.

Das Buch ist eine Einheit unter dem Thema Bundestheologie und rechtem Gesetzesverständnis. Dieses durch die kritische alttestamentliche Orthodoxie erkannte Schlüsselthema – von Deuteronomium durchgehend bis 2. Könige – bestärkt einerseits positiv die Einheit des Buches. Andererseits ist ihre unbewiesene Redaktionskomposition gegenüber der älteren Tradition der ca. 3000 Jahre zuvor bekannten „Lehnsverträge“ abzulehnen.

Mose beginnt in Kapitel 1, dem Volk Israel das Gesetz auszulegen. Er wiederholt das bereits bekannte Gesetz und wendet es im Leben des Volkes an, erinnert sie, wie sie in den 40 Jahren den Willen Gottes erlebten, gehorsam oder auch ungehorsam waren, mit allen damaligen Konsequenzen. An diese einschneidenden Dinge ihres Lebens konnten sie sich noch gut erinnern. Hier erfahren wir, was mit einer richtigen Auslegung des Gesetzes gemeint ist und wie die Schriftauslegung durch Gottes Verkündiger gehandhabt werden soll (V 5), sie treffend und erinnernd im Leben der Menschen einzusenken und sie zum Handeln zu motivieren.

Das Ziel dieses „Historischen Vorworts“ ist von Anfang an deutlich: „Zieht hinein und nehmt das Land der Verheißung ein (V 8)!“ Bei einer rechten Schriftauslegung geht es immer darum, das gute irdische oder geistliche Land einzunehmen. Als Ergebnis solcher Schriftauslegung sollte bei den Zuhörern immer eine Lebensveränderung enstehen, ähnlich wie bei Christus, dessen Leben eine ganze Schrifterfüllung war.

In Kapitel 2 wird das Volk besonders an die Güte und Versorgung Gottes erinnert, der 40 Jahre mit ihnen gewesen war, und dass sie an nichts einen Mangel gehabt hatten (V 7). Danach werden sie wieder mittels Auslegung des Gesetzes durch Mose ermutigt und motiviert, jetzt auszuziehen, zu kämpfen und das Land der Amoriter einzunehmen V 24.



Lesung–
Joh 5,31-47 (klicken)

Über diese Lesung meditieren und selbst eine Anwendung finden.

Abschlussgebet

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Abendliches Gebet um Frieden

O Gott, von Dir kommt alles heilige Verlangen, jeder gute Rat und jede gerechte Tat. Gib uns, Deinen Dienern, den Frieden, den die Welt nicht geben kann, damit unsere Herzen willig sind, Deinen Geboten zu folgen. Befreie uns von der Furcht vor unseren Feinden, damit wir unsere Tage in Ruhe und Frieden verleben können. Durch die Verdienste unseres Heilandes Jesus Christus. Amen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

29. Juli – Hausandacht

Hervorgehoben

Schlagwörter

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Familien- oder Hausandacht – Morgen oder Abend

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Während der Ferienzeit wird der fortlaufende Abschnitt aus der Morgenlese – Lektionar AGB – benutzt: Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.


Gebet – Psalm 30 (klicken)


Schriftteil und Anstöße zur Lesung

Lesung: 4Mo/Numeri 36 (klicken)

Heiraten durchdacht und mit Zukunft

Das letzte Kapitel des 4. Buches / Numeri schließt mit einer ergänzten Regelung für das Lebens des Volkes ab. Zukünftige Ehebeziehungen und damit verbundenen Konsequenzen für die Gemeinschaft werden festgelegt. Dieser Abschluss ist eine Art Bestandsaufnahme des Volkes Israel. Die Gemeinschaft ist kein zusammengewürfelter ungeordneter Haufe, sondern jeder Stamm ist für sich geschlossen und geordnet. Alle Stämme nehmen das von Gott angeordnete Eigentum (Erbe) ernst und sind bereit, es bald in Besitz zu nehmen.  Das Volk Israel ist bereits eine göttliche Kultgemeinde mit feierlichen Gebräuchen und göttlichen Ordnungen.

Die Regelung betrifft das Erbrecht der Zelophhad Familie, das für die Töchter bereits in Kap. 27,1-11 geregelt wurde. Jetzt aber gibt es für die noch unverheirateten Töchter ein Problem. Heirateten sie irgendeinen Mann aus den übrigen 11 Stämmen, dann geht ihr persönliches Erbe wie gewohnt an den Sohn des Ehemanns und an einen anderen Stamm über. Damit würde der Erbbesitz aus dem einen Stamm gelöst und geht an einen anderen über. Der Rat Gottes wird erfragt und umgesetzt: Jeder soll festhalten an dem Erbe seiner Väter und seines Stammes (V 9). Die Töchter hielten sich an dieses Prinzip und heirateten innerhalb ihres eigenen Stammes Manasse Männer väterlicherseits (ihres Onkels),Vettern oder weitläufigere Verwandte.

Dieser Rat ist ein göttliches und geistliches Prinzip, das damals und auch heute noch beachtet werden sollte, nämlich an den Werten und dem Erbe der Väter festzuhalten und die weitreichenden Konsequenzen einer Ehe für die Zukunft zu beachten, besonders, wenn es um eine Ehe mit Besitz und zukünftige Versorgungsansprüchen geht.

Gryffindor / CC BY-SA

Ist es nicht ratsam, so wie diese Töchter mit dem eigenen geistlichen Volk Gottes feste Verbindungen für die Zukunft einzuplanen und einzugehen? Ja, heiraten sollen sie, wen sie heiraten wollen, aber doch im Rahmen Gott gegebener Grenzen. Sollten nicht die sensiblen, feinen und rechtlichen Beziehungen des Lebens nur mit solchen Lebenspartnern geschlossen werden, die innerhalb des christlichen Glaubenserbes stehen? Alle unsere Wünsche und Neigungen für das Leben, besonders für die Ehe, sollten dem Willen Gottes entsprechen. Nicht umsonst hören wir im Neuen Testament:

Lasst euch nicht mit Ungläubigen in dasselbe Joch spannen. Wie passen denn Gerechtigkeit und Gesetzlosigkeit zusammen? Oder was haben Licht und Finsternis gemeinsam?

Christen sollten dieses Prinzip beachten. In den natürlich und von Gott gegebenen Verlangen nach dem anderen Geschlecht sollte nicht die emotionale, unregierbare Leidenschaft über verstandesmäßige und weitreichende Lebensentscheidungen ausschlaggebend sein. Sprüche 7,7 beschreibt einen Ochse ohne Hirn. Solch eine Lebensentscheidung sollte mit gesundem Menschenverstand, im Interesse der Gesellschaft und besonders der Kirche Christi getroffen werden. Es sollten die biblischen Werte der Väter, der Ehe, des Erbbesitzes, der Finanzen, das zukünftige gemeinsame Vermögen und die zu erwartenden Kinder im Auge behalten bleiben.

Das Erbe der Väter, die Werte der Ehe und des Besitzes im Rahmen des Christlichen Glaubens sollte auch heute noch Vorrang vor allen kurzsichtigen emotionalen Entscheidungen haben.

Ablauf – Jüdische Hochzeit


Lesung– Joh 4,43-54 (klicken)

Über diese Lesung meditieren und selbst eine Anwendung finden.

Abschlussgebet

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Morgendliches Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all’ unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.

Oder

Abendliches Gebet um Frieden

O Gott, von Dir kommt alles heilige Verlangen, jeder gute Rat und jede gerechte Tat. Gib uns, Deinen Dienern, den Frieden, den die Welt nicht geben kann, damit unsere Herzen willig sind, Deinen Geboten zu folgen. Befreie uns von der Furcht vor unseren Feinden, damit wir unsere Tage in Ruhe und Frieden verleben können. Durch die Verdienste unseres Heilandes Jesus Christus. Amen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

25. Juli – St. Jakobus-Tag

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Schlagwörter

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Familien- oder Hausandacht zum St. Jakobustag

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Während der Ferienzeit wird der fortlaufende Abschnitt nur mittwochs und samstags aus der Morgenlese – Lektionar AGB – benutzt: Die gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Gebet – Psalm 34

Schriftteil und Anstöße zum Jakobus-Tag

Lesung: Matth 20,20-28

Johannes und Jakobus waren die Söhne der Salome (27,56) und des Zebedäus. Die Mutter Salome drückte den Wunsch der beiden Jüngersöhne vor Jesus aus, den besten Platz im Himmelreich, rechts und links neben ihm zu erhalten. Das mag zwar ehrenwürdig für eine Mutter sein, die sich um die Zukunft ihrer Kinder kümmert, doch der Gedanke von Ehrenplätzen im Reich Gottes liegt ganz konträr zum Verständnis der Nachfolge Jesu, besonders wenn wir uns sein Vorbild des Dienstes auf Erden ansehen. In dem Abschnitt zuvor wird die dritte Leidensankündigung Jesu mit seiner Kreuzigung verkündet. Der Abschnitt danach spricht nicht umsonst von den Blinden. Beide Pöstchensucher, auch die hier vorgeschobene bittende Mutter, sind alle blind für den Dienst in der Nachfolge Jesu und im Reich Gottes. Denn Ehrenplätze suchen im Reich Gottes verstößt ganz gegen das Jüngerverständnis des Neuen Testaments. Der Hinweis auf den Kelch und die Taufe, das Leiden und den Tod, macht dies durch Jesu Vorbild am Ende deutlich: Sein Leben gebe zu einer Erlösung. Wer aber eine weltliche Gesinnung in sich trägt, auf Anerkennung und Pöstchen aus ist, wird aber von oben herab herrschen und nach unten seinen Nächsten unterdrücken. Jesus dagegen tritt nicht in einer Herrschaftshaltung, sondern in einer Dienerhaltung auf. Er schnippt nicht mit dem Finger und lässt alle Puppen um sich herumtanzen, sondern dient ganz da unten und setzt alles, was er besitzt und selbst ist, zur Lösung von menschlichen und Sündenproblemen ein. Seine Lebenshaltung ist diese: Leben zu geben und sich dabei zu verlieren. – Wie verhalten wir uns im Alltag mit den Mitmenschen, in der Kirche, im Gemeindedienst und bei unserem Nächsten? Geben wir unser Leben in den Dienst oder fordern wir das Leben der anderen ein, uns zu dienen und uns zu ehren?

Ein Leben, gegeben, für den Herrn der Welt


Bild – Heiligenlexikon – Joachim Schäfer

Lesung – Apg. 12,1-3

Der Apostel Jakobus lebte damals unter der Herrschaft des Herodes Agrippa I. (41-44 n.Chr.), der sich als selbständiger König um ein gutes Verhältnis zu den Pharisäern und den Leitern des Volkes bemühte, um so seine geduldete Herrschaft von Rom zu festigen. Um diese Führungsschicht zufrieden zu stellen, verfolgte er die kleine christliche Judensekte. Herodes lässt Jakobus enthaupten, will Petrus als nächstes töten, verfällt aber selbst dem schnellen Tod durch Gottes Gericht (V32).

Diese Ereignisse sollen verdeutlichen, dass das göttliche Eingreifen für seine Gläubigen nicht immer vorherbestimmbar ist. Nicht immer wird der Gerechte aus Not und Anfechtungen herausgerissen. Nicht alle Gerechten werden wie Daniel in der Löwengruppe bewahrt. Gott lässt jetzt seinen Diener den Kelch trinken als Antwort auf Jesu frühere Frage: Könnt ihr den Kelch trinken? – Dies hatte er bejaht. Jakobuswird damit als erster Apostelmärtyrer, während Petrus aus gleicher Situation gerettet wird. Scheinbar hatte Gott für den Apostelführer noch bedeutende Aufgaben für die geistliche Leitung der damaligen kleinen Herde in Jerusalem vorgesehen.

Jakobus-Stein, wo das Schiff des Jakobus gelandet sein soll – Heiligenlexikon

Dem Apostel Jakobus und seinem Märtyrertod wird bis zum heutigen Tage noch gedacht. An sein unermüdliches Wirken in der Mission erinnert der Jakobusweg, auf dem sich heute noch viele tausende von Menschen begeben, um ihre spirituelle Reise zur Kathedrale von Compostela, Spanien, anzutreten. Dorthin soll Jakobus vor seinem Tod eine Missionsreise unternommen haben.

Abschlussgebet

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Tagesgebet Apostel Jakobus

Barmherziger Gott. Verleihe, dass, wie Dein heiliger Apostel Jakobus seinen Vater und alles, was er besaß, verließ und ohne Zögern dem Ruf Deines Sohnes gehorsam war und ihm nachfolgte, auch wir bereit sind Deinen heiligen Geboten zu folgen, indem wir allen weltlichen und sündigen Neigungen entsagen. Durch denselben, Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

Mehr unter: HEILIGENLEXIKON

22. Juli – HAUSKIRCHE

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Familien- oder Hausandacht – Morgen oder Abend

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet,.

Die Lesungen werden in der sommerlichen Ferienzeit nur mittwochs und samstag verschickt. Die gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.


GebetPsalm 23


Schriftteil und Anstöße zum AT

4Mo/Numeri 27

Frauenrechte göttlich bestätigt – Stabübergabe an Jüngere mit Hirtenauftrag

Mit der erneuten Zählung der Wehrfähigen vor der Landnahme, die 601.730 betrug, und der Leviten (23.000) wird ein neuer Abschnitt des Volkes Israel eingeleitet. Gleich zu Beginn wir auch ein Präzedenzfall der Landnahme durch Frauen behandelt. Gewöhnlich erbten nur die Söhne. Hier nun wird durch göttliche Weisung das Erbrecht der Töchter eingeführt. Diese Regelung ist aus folgenden Gründen notwendig. Erstens bedeutete der Empfang eines Stück Landes auch die persönliche Teilnahme und Verwirklichung der Bundesverheißung. Der Name eines Geschlechts blieb auch nur in Verbindung mit einem Grundbesitz erhalten. Weiter würde der Tod des Vaters ohne Söhne den Anteil an der Verheißung beseitigen und die Identität als Teil des Bundesvolks – durch den entsprechenden Stamm Manasse – aufheben. Weiter sollte auch die Frage geregelt werden, wenn keine männlichen Nachkommen da sind, ob nicht auch Frauen die Familie repräsentieren und führen könnten. Die Antwort Gottes auf eine neue Situation gibt klare Antwort. Ja, sie übernehmen die Stellung und das Recht wie die männlichen Nachkommen.

Bereits zuvor wurde der alten Führerschaft mitgeteilt, dass sie zum Volk Gottes, den Vätern, versammelt würden, nicht aber persönlich das Land erben sollten. Mirjam und Aaron gingen schon den Weg alles Fleisches, nun wird Mose als letzter auf diesen Übergang ins Himmlische vorbereitet. Er darf das Land zwar sehen, aber nicht einnehmen. Der Grund wurde uns in 20,2-13 bereit klar gemacht. Mose ist irdischer Führer, Richter und Hirte und soll nun den Leitungsstab an einen jüngeren Nachfolger mit gleichen Aufgaben der täglichen Führung in allen Bereichen des Volkes übernehmen. Josua, der bewährte Diener, ist der sich unterordnende und geisterfüllte Auserwählte. Moses war über lange Zeit sein Mentor, hatte ihn auf diesen Zeitpunkt vorbereitet. Wie der Landbesitz eine Gabe Gottes ist, so ist auch die Übertragung der Hoheit (V20) der Leitung eine Gabe Gottes an das Volk. Die Einsetzung zu diesem Amt geschieht öffentlich unter Handauflegung durch Mose in Gegenwart des geistlichen Leiters Eleasars und des gesamten Volkes. Das dient dazu, dass das Volk seine Autorität anerkennt und ihm gehorcht. Der Unterschied zu Mose liegt darin, dass Gott nicht mehr direkt zu ihm spricht wie zu Mose, sondern dass Josua den Priester Eleasar um die Führung Gottes ersuchen muss. Josua hat eine andere Stellung inne als Mose. Denn nur er sprach zu Gott von Angesicht zu Angesicht. Josuas Amt war aber das eines Richters, er war der Leiter, der nach dem wahren Recht das Volk wie ein Hirte führt und auf ihr Wohlsein bedacht sein soll. Insofern ist Josua oder Jeshua auch ein Bild auf Jesus im NT, der als Hirte sein Volk in das verheißene (ewige) Land führt.

Bei der Konsekration eines Bischof der Anglikanischen Kirche durch die Auflegung der Hände anderer Bischöfe geht es ähnlich um die Hinnahme des Heiligen Geistes für das Amt, sich selbst und die Herde Christi nach der Schrift auszurichten, Schwache aufzubauen, die Kranken zu heilen, die Ausgestoßenen zum Volk Gottes zu bringen, die Verlorenen zu suchen und mit der Kirchenzucht barmherzig umzugehen.



Neutestamentliche Lesung

NT – Johannes 2,1-12  – Wasser zu Wein

Die jüdische Hochzeit, an der Jesus teilnimmt, symbolisiert das messianische Königreich, und der Wein die Freude und den Segen dieses Königreichs. Das Wasser-zu-Wein-Wunder offenbarte zusätzlich Jesus als den Schöpfer (Joh 1,3+10).  Es ist das erste von sieben noch folgenden Wundern im Evangelium. Außerdem weist das erste Wunder auf das Ende und den Auftrag seines Kommens hin: Der Wein spricht von dem Kelch und Neuen Bund in seinem Blut.

Durch dieses Wunder stellt Jesus alle griechischen und römischen Wein-Gottheiten, wie Dionysos oder Bachus, in den Schatten. Es ist nur Jesus, der wirkliche Zufriedenheit und ewig bleibende Freude schaffen kann. Weiter heiligt Jesus durch seine Teilnahme an der Hochzeit und durch das Wunder den Stand der heiligen Ehe.

Abschlussgebet

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Morgendliches Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all’ unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.

oder

Abendliches Gebet um Frieden

O Gott, von Dir kommt alles heilige Verlangen, jeder gute Rat und jede gerechte Tat. Gib uns, Deinen Dienern, den Frieden, den die Welt nicht geben kann, damit unsere Herzen willig sind, Deinen Geboten zu folgen. Befreie uns von der Furcht vor unseren Feinden, damit wir unsere Tage in Ruhe und Frieden verleben können. Durch die Verdienste unseres Heilandes Jesus Christus. Amen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

15. Juli – Hauskirche

Hervorgehoben

Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Gebet – Psalm 18,17-37


Schriftteil und Anstöße

Alttestamentliche Lesung: 4. Mose /Numeri 19

Heiligtum im Spannungsfeld des alltäglichen Todes

Die Grundlagen über Ämter und Auftrag des Heiligtums für das Volk Gottes wurden im vorigen Kapitel (18) gelegt. Dieser Abschnitt greift in das tägliche Leben des 3.000.000-Volkes ein. Mitten im Leben herrscht der Tod. Täglich zieht der Tod mit Leid und Trauer in die Zelte (später Häusern) des Volkes Gottes ein. Menschen verunreinigen sich kultisch für den Gottesdienst, infizieren andere, die um und nahe des Heiligtums wohnen, und würden Tod und den Stachel des Todes zum Heiligtum und in die Gegenwart Gottes bringen.

Anstatt einer Textauslegung – direkt aus der regelmäßigen Morgenandacht der Christuskapelle.

Andacht für Frühstück und Arbeitseinsatz im Zentrum


Neutestamentliche Lesung

Diesen Text anklicken, lesen und selbst meditieren: NT – Markus 15,42-47

Abschlussgebet

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

11. Juli – Hauskirche

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Familien- oder Hausandacht

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Schriftteil und Anstöße zur alttestamentlichen Lesung

AT– 4Mo/Numeri 15,22-46 – Ruhetag Gottes halten = seine Herrschaft anzuerkennen

https://www.bibleserver.com/EU/4.Mose15%2C22-46

V 22-31 Versehentliche und vorsätzliche Sünden.

Es gibt unwissentliche Schuld, die dann aufgedeckt wird, wie z.B. bei den Kreuzigern unseres Herrn Jesus, die ohne Wissen den Gottessohn töteten. Er vergab diesen ihre Schuld. Dann aber gibt es die öffentliche, willentliche und bewusst herbeigeführte Schuld, die willentlich gegen Gott gerichtet ist und nicht vergeben werden kann. Darunter fallen diese beiden Abschnitte.

V 32- 36 Schändung des Ruhe – und Schöpfer-Tages. Diese Menschen verwerfen den Sabbat, der als äußeres Zeichen der Zugehörigkeit zu Gott Jahwe steht. Sie sind anmaßende Sünder, die absichtlich gegen Gottes Willen und seine Herrlichkeit sündigen. Solche auf diese Weise begangene Sünden sind außerordentlich schwer anzusehen. Wer auf diese Weise das Gebot bricht, lehnt Gott als Herrn ab und verachtet sein Wort. So etwas tun nur anmaßende Sünder. Sie halten sich für zu groß, zu gut und zu weise, um von ihm regiert zu werden. Ein besonderer Fall von Vermessenheit ist wird hier auf die Sünde des Sabbatbruchs angewandt. Das Vergehen bestand darin, am Sabbat Holzstücke zu sammeln, um ein Feuer zu machen, während die Menschen am Tag zuvor 2Mo/Ex 16,23 backen oder kochen sollten. Außerdem diente dieses Verbot auch dazu, dass mit der Errichtung der Stiftshütte und der jetzt Levitischen Opferungen, keine familiären Priesterhandlungen im eigenen Haus durchgeführt werden durften. Dies wäre dann ein fremdes und unannehmbares Opfer gewesen. Das Holzsammeln geschah als Affront sowohl gegen das Gesetz als auch gegen den Gesetzgeber. Gott ist eifersüchtig, wenn er entehrt wird und seine Sabbate gebrochen werden. Eine Entweihung wird den Menschen schuldig machen, egal, was Menschen auch immer tun.

Gott beabsichtigte diese Strafe als Warnung für alle anderen, dass sie sich ein Gewissen machen und den Sabbat heilig halten. Und dies geschah in der Absicht vollkommener Liebe und Gerechtigkeit. Das Recht Gottes, auf Beachtung eines besonderen Tags der Hingabe an ihn selbst wird durch Unglaube und stolze Ablehnung verweigert. Es besteht ein riesengroßer Unterschied zwischen dem Mann, der am Ruhetag Gottes Feuerholz sammelte, der sich die Wochenzeit nicht einteilen konnte und die „Gotteszeit“ dazu benutzt, um sich Sorgen zu machen , Arbeiten auszuführen, Reichtümer anzueignen, und demjenigen, der diesen Tag benutzt, um seines Schöpfer zu denken, ihm für die irdischen und himmlischen Segnungen zu danken, um mit neuer Kraft für die neue Woche ausgerichtet zu werden, Ihm weiter zu dienen.

Solch ein Mensch ist wie der reiche Kornbauer, der unablässig seine Zeit, Energie und Planung dazu verwendet, beständig seinen Reichtum zu vermehren. Doch diesen Tag zu benutzen, um Reichtum zu vermehren, irdischen Wünschen, Zerstreuungen und Hobbies nachzugehen, die dem Willen Gottes entgegenstehen, werden zum Ruin führen und am Ende eine schreckliche Belohnung zur Folge haben.

Da nun der Sabbat als einziges Gebot im Neuen Testament nicht wiederholt wurde, eher abgelehnt wird (Kol 2,16+17), weil sich dieser Tag in Christus und seiner Ruhe und Auferstehung zum Herrentag entfaltet und ER das Ziel des Gesetzes ist, wird dieser erste Tag der Woche von der frühen Christenheit als Tag der Neuschöpfung gefeiert, an dem wöchentlich das Erinnerungsmahl des Herrn gehalten wurde. Dieser Tag, mit dem Zentrum der neuen Schöpfung des Menschen und des Alls durch Jesus Christus, sollte von allen wahren Christen primär beachtet und gefeiert werden.

Vers 37-41 – Erinnerungshilfen, die Sünde zu vermeiden

Erinnerungsknoten mit Farbe blau für den Himmel

Das Volk wird vom Herrn angewiesen, an den Grenzen seiner Gewänder Zotteln oder Franzen zu machen. Die Juden unterschieden sich damals sowohl in ihrer Kleidung als auch in ihrer Ernährung von ihren Nachbarn und lehrten sichtbar damit, sich in diesen und anderen Dingen nicht an die Lebensweise der Heiden anzupassen. Sie bekannten sich als Juden, als Lobpreis Gottes, wo immer sie wohnten, und schämten sich nicht für ihren Gott und sein gutes Gesetz. Die Baumeln und Franzen dienten nicht dazu, den Körper durch die Kleidung hervorzuheben oder zu schmücken, sondern um ihre Gedanken zu leiten und Erinnerungen an den Willen Gottes zu wecken (2 Petr 3,1). Wären sie versucht wegen schöner Beine, weiter über den Körper des Menschen damit verbundenen sexuellen Lüsten nachzudenken, würden sie versucht werden zu sündigen. So aber würde dieser Rand mit Franzen als eine Art Gitter sie warnen, dass sie nicht Gottes Gebote brechen. Wir würden dies mit einem Knoten im Taschentuch, mit einer Art Erinnerungshilfe für das geistliche Leben vergleichen.

Erinnerungsknoten an den Willen Gottes

Deshalb sollten wir auch heute kreativ sein und alle Mittel einsetzen, um unsere Erinnerungen mit den Wahrheiten und Vorschriften des Wortes Gottes aufzufrischen. Solche Erinnerungsknoten, die wie ein Band um den Arm getragen werden, wie: WWJDwhat would Jesus do? -oder WWJT was würde Jesus tun? – können auch heute noch unseren Gehorsam stärken. Auch regelmäßige Schriftlesung und Gebet werden unseren Geist gegen Versuchungen stärken und uns vor Sünde bewahren. Wir sollen unserem Gott heilig sein, uns vor Sünde zurückhalten und aufrichtig seinem Dienst widmen. Was aber ist der einzige Grund für alle Gebote, die immer wieder zur Erinnerung wiederholt werden? „Ich bin der Herr, dein Gott.“

(Teilweise angelehnt (Num 15, 32-46) an Matthew Henry’s Kommentar zur ganzen Bibel)


Neutestamentliche LesungNT – Markus 15,6-20a

https://www.bibleserver.com/EU/Markus15%2C6-20

Gebet – Psalm 11+12

https://www.bibleserver.com/EU/Psalm11

Eigene Lesung und kurze Meditation über den Text:

Abschlussgebet

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

10. Juli – Hauskirche

Hervorgehoben

Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Schriftteil

AT– 4Mo/Numeri 15,1-21

https://www.bibleserver.com/EU/4.Mose15%2C1-21


Homilie /Anstöße zur Alttestamentlichen Lesung

Numeri 15,1-21 – Der Blick nach vorn, lebendige Opfer zu bringen.

Nachdem das Volk, ohne den Willen Gottes zu erfragen, das Heft in die eigene Hand genommen hatte, erlebte es als Antwort eine der größten Niederlagen . Mit der Aussage: „Wenn ihr in das Land kommt, das ich euch zur Wohnung geben werden V2“, wird sofort der Blick nach vorn gerichtet. Wenn das verheißene Land dann ihr Wohnsitz sein wird, dann werden sie sofort daran erinnert, gleich zu Beginn  aus Dankbarkeit Gott Opfer zu bringen. Das Anliegen Gottes hier in Numeri geht dahin, von Anfang an gute Ordnungen für sein Volk, für die Gemeinde Gottes zu etablieren. In Levitikus 2 wurde schon auf das Speisopfer hingewiesen, hier aber geht es um die Einzelheiten der genauen Mengen. Gott aus Dankbarkeit zu ehren, steht nicht irgendwann am Ende einer Wohnsitznahme, sondern gleich zu Beginn. Dankbarkeit als lieblicher Geruch und herzliche Atmosphäre, soll doch jeden Wohnsitz und Familienverband durchziehen. Hier werden verschiedene freiwillige Opfer aufgezählt, die aber dann als allumfassendes Opfer gebracht werden sollen.

Personen, die zu dieser dankbaren Volksgemeinde zugezählt werden, sind Einheimische und auch Fremdlinge. Also nicht die Blutsgemeinschaft ist Grundlage dieser Volksgemeinschaft, sondern sie wird durch Anerkennung des Bundesschlusses und durch Teilnahme am einheitlichen Gottesdienst mit seinen Ordnungen aufgebaut und begrenzt. Nicht umsonst wird Israel erinnert: Habt den Fremdling lieb, denn ihr selbst ward Fremdlinge in Ägypten. Im Volk Gottes gibt es also kein völkisches oder sogenanntes Rassenproblem. Israeliten und Nicht-Israeliten sind eingeladen, sich durch Teilnahme am Bundesschluss und der Gottesdienstordnung dankbar dem lebendigen Gott darzubringen. Es ist der gemeinsame Gottesdienst, der das alte und neue Bundesvolk Gottes eint. So spricht Jesus nur von denen, die nicht durch Blutsabstammung, sondern durch göttlichen Abstammung (Joh 1,13) von oben her dazugehören. Er macht deutlich, dass nicht diejenigen aus seiner leiblichen Familie dazugehören, sondern nur solche, die den Willen Gottes tun (Mt 12,46-50).

Für dieses Volk Gottes, hat der Gottesdienst eine große Bedeutung. Das Speisopfer hier aus feinem Mehl mit Öl vermengt, stellt für sie einen Kuchen, einen Leib dar. Römer 12,1 sagt: … dass ihr euren Leib hingebt als ein Opfer, das lebendig, heilig und Gott wohlgefällig sei. Das sei euer vernünftiger Gottesdienst. Das Opfer Gottes und das persönliche Opfer ist das zentrale Anliegen dieser alten und auch neuen Volksgemeinschaft. Weil Gott selbst ein so großes Opfer dargebracht hat (Passa- und Kreuzerinnerung), sollen sie ihm ihr Leben dankbar zum Dienst zur Verfügung stellen.

Das Öl spricht vom Heiligen Geist, der diesen Leib erfüllen und heiligen soll, der Wein spricht von der Erlösung, im NT als von dem kraftvollen neuen Wein in neuen Schläuchen. Sind wir durch Jesus und durch die Annahme seines Opfers bereits im Glauben in dieses verheißene himmlische Land eingetreten? Dann lasst uns beständig unsere Erstlingsfrüchte zusammen mit unserem Leben als ein beständiges und lebendiges Opfer bringen.


Neutestamentliche Lesung

NT – Markus 15,1-5

https://www.bibleserver.com/EU/Markus15%2C1-5


Gebet – Psalm 11+12

https://www.bibleserver.com/EU/Psalm11

Abschlussgebet

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

9. Mai – Hauskirche

Hervorgehoben

Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Schriftteil

AT– 4Mo/Numeri 14,26-45

https://www.bibleserver.com/EU/4.Mose14%2C26-45

Gebet – Psalm 10

https://www.bibleserver.com/EU/Psalm10

NT – Markus 14,66-72

https://www.bibleserver.com/EU/Markus14%2C66-72


Homilie /Anstöße zur AT Lesung

AT– Numeri 14,26-45 – Mutige Taten nach Resignation. Empörende nehmen ihre Geschichte in eigene Hand.

Bisher nur als Videopredigt veröffentlicht: https://www.youtube.com/watch?v=XRt2_PvPZtg&t=192s

In ihrer Resignation vor den Riesen wünschte das Volk lieber in der Wüste zu sterben als mutig das Land zu erobern. Das Fürbittengebet zur Versöhnung des Volkes wurde zwar von Gott so erhört, dass er das ungehorsame Volk nicht vernichten werden würde, sie jedoch die Folgen ihres Ungehorsam erfahren sollten. Sie wollten wieder nach Ägypten zurückziehen. Also will Gott, dass sie in diese Richtung – Schilfmeer – ziehen. Keiner der Empörer. Wollte in Land einziehen, also sollen dies nur ihre Kinder tun. Nun sollen die 40 Tage Erkundung ihnen zu 40 Jahren prüfende Wüstenwanderung werden.  Warum wohl? Damit sie erfahren, dass Er der Herr ist, dass Er alles in seiner Hand hält, dass Er den Erfolg schenkt, wenn seinen Verheißung geglaubt und mutig sein Wille getan wird.

Unter heftiger Sündenerkenntnis und dem plötzlichen Tod der 10 böswilligen Kundschafter vor Augen, kamen sie zu einer spontaner Entscheidung, nun doch den ursprünglichen Willen Gottes tun zu wollen. Doch Gott hatte bereits seinen ursprünglichen Plan für das Volk verändert. Trotzdem wollten sie in eigener Kraft ihre Geschicke und Geschichte in die Hand nehmen. Sie wollten vermessen nach eigener Einschätzung, Willkür und Kraft das zu Ende führen, was Gott nicht angeordnet und nicht mehr für sie auf seinem Plan stehen hatte. Sie entscheiden in eigener Regie zu kämpfen und ihren Willen umzusetzen. Mose und Aaron, die irdischen und geistlichen Leiter unterstützen nicht dies Aktion. Die Bundeslade als Bild der Gegenwart Gottes zieht nicht mit. Es werden keine Kriegstrompeten geblasen, die Gott erinnern sollen mit in den Kampf zu ziehen. Und das Ergebnis ist eine schmerzliche und verlustreiche Niederlage durch die Bergvölker der Amalekiter und Kanaaniter.

Wir lernen, dass nur die gläubige und mutige Nachfolge unter dem Herrn, unserem Gott, nach seinem Willen Erfolg im Leben bringt. Wer das Heft oder das Konzept des Lebens in die eigene Hand nimmt, nicht wartet, dass Gott durch seine Leiter und Seine Initiative beginnt, der wird erfahren, wer nicht hören will, der muss fühlen. Entgegen diesem hören oft, dass für den persönlichen, wirtschaftlichen und kirchlichen Erfolg zuerst das positive Denken ausschlaggebend ist. Darüber äußerten sich u.a. Andrew Garnegie (Das Evangelium des Reichtums); Norman Vincent Peale (Die Kraft des positiven Denkens – ungeahnte Kräfte für Bewältigung des Lebens) und Robert H. Schuller (Move ahead with possibility thinking). Diese Denkweise ist weltweit verbreitet und erscheinen versteckt in vielen christlichen Publikation und Glaubenskursen und oft auch in Predigten. Wir müssen darauf achten, dass wir zuerst nach Psalm 1 über dem Willen Gottes nachdenken, meditieren, Tag und Nacht. Allein auf dieser Grundlage werden wir im in allen Lebensbereichen Erfolge haben und Früchte zur Ehre Gottes bringen. Allein das Mitgehen Gottes allein ist für den Erfolg entscheidend.

Abschlussgebet

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

7. Juli – Hauskirche

Hervorgehoben

Schlagwörter

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Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Schriftteil

AT– 4Mo/Numeri 13

https://www.bibleserver.com/EU/4.Mose13

Gebet – Psalm 8

https://www.bibleserver.com/EU/Psalm8

NT – Markus 14,43-52

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Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT– Numeri 13 – Innerer Zerfall und geistliche Abwärtsspirale vor der Land-Einnahme

Äußerlich hat das Volk Frieden. Doch die innerliche Bedrohung des Volkes Gottes, ihres Glaubens, setzt sich vor der Land-Einnahme weiter fort. Wir erkennen eine theologische Abwärtsentwicklung und einen Verlust des Glaubens. Es begann mit der Unzufriedenheit des Volkes, sie wurde verstärkt durch ihr Murren, gefolgt von übler Rede und Kritik an ihrem Leiter Mose. Hier folgen nun negative und aufgebauschte Berichte, die zur Rebellion führen können.

Zur Erkundung des Landes sendet Mose auf den Befehl Gottes 12 Mitstammesälteste aus, die noch jünger an Jahren waren, und eine 450 km Strecke vom Süden, Hebron, bis in den Norden (später Dan) hin und dann wieder zurück zu Fuß durchqueren sollten. Unter ihnen finden sich die später bekannteren Namen wie Josua und Kaleb. Da es sich um eine Mission des Herrn handelte, wurde Hoseas Name „er hilft“ zu Beginn in Josua, „der Herr hilft“ umgewandelt. Der gleiche Name später in Griechisch ist Jesus. Durch diese Namensveränderung sollten auch alle übrigen Kundschafter solch einen Blick bei der Erkundung und Beurteilung des Landes, dass „Jahwe hilft“, im Auge behalten. Diese 12 verließen etwa gegen Ende Juli das Camp und kehrten nach reicher Erfahrung und Erkenntnis mit Früchten des Landes, riesigen Trauben und Granatäpfeln, beladen wieder zurück. Die Zeit von 40 Tagen sollte gleichzeitig eine Prüfungszeit des Glaubens für sie und das wartende Volk sein.

Nach der gelungenen Auskundschaftung wurden zwei unterschiedliche Botschaften als Report an das Volk gegeben. Einmal war es ein Bericht des Glaubens durch Josua und Kaleb, dann des Unglaubens. Würden sie auf den negativen Bericht der 10 Kundschafter unter dem Aspekt des Unglaubens hören und sich beeinflussen lassen, dann würden sie nur auf die Riesen, die Probleme und Unmöglichkeiten des Landes schauen, die sie überwältigen könnten. Als Resultat würden sie sich im Unglauben von der Land-Einnahme abwenden und somit Gottes Plan vereiteln. Sie würden dann nicht auf die Verheißung Gottes und die mitgebrachten Früchte des Landes schauen als Angeld und Vorschuss, sondern subjektiv auf ihre eigene Unfähigkeit, Schwachheit und ihren Fuß aus Angst und Unglaube nicht auf das vor ihnen liegende Land setzen.

Riesen auf SyltRainer-Bresslein

Würde aber das Volk auf den Bericht des Josua und Kaleb hören, der unter dem Glaubensaspekt berichtet wurde, dass bei dieser Herausforderung „der Herr hilft“, wie er es auch beim Auszug aus Ägypten und unterwegs bisher bewiesen hatte, dann würden sie das Land bald für sich und Gott einnehmen.

Auch heute stehen wir als Christen und Verantwortliche für Kirche und Verkündigung des Evangelium vor unseren immer gegenwärtigen Riesen: Corona ist überall. Sollen wir ständig in Angst und so im Unglauben leben, uns zurückziehen? Wollen wir uns doch nicht durch die täglichen Statistiken, ständigen Berichte und neuen Vorschriften des Tages und der Woche von unserem eigentlichen Auftrag abbringen lassen: Sei getrost und unverzagt, nehmt jede Stätte ein, wo ihr eure Füße im Glauben hinsetzten werdet. Denn wer da glaubt, flieht nicht. Wollen wir gerade in Zeiten mit riesigen Schwierigkeiten uns nicht ängstlich zurückziehen, sondern gerade dann bereit sein, das Land des Reiches Gottes einzunehmen.

NT – Markus 14,43-52 Verrat am Leiter, aber die Fliehenden kommen später zurück

Nacht, Dunkelheit, Alleinsein. Der Leiter ist schlussendlich immer der Einsame, auch wenn sein Alleinsein nur vor Gott besteht. Dies wird daran deutlich, dass seine Mitarbeiter schlafen und ihren Meister allein lassen, ihn nicht verstehen und ihn sogar bald verlassen werden. Mittendrin verrät einer aus dem innersten Zirkel ihn mit einem verlogenen Kuss, der eigentlich die Abhängigkeit des Schülers vom Rabbi andeutete. Damit bestimmt er nun über den Meister und kennzeichnet ihn als Opfer des Todes. Petrus dagegen handelt impulsiv und fleischlich, als er mit dem Schwert die Folge der Festnahme verhindern will. Der Hinweis aber, dass es sich bei dem turbulenten Nachtgeschehen um die Erfüllung des Planes Gottes handelt, wird mit dem Hinweis auf die Erfüllung der Schrift bestätigt (Jes 53,3ff). Hier treffen geheimnisvoll menschliche und göttliche Entscheidungen aufeinander.

Die letzten beiden Verse deuten auf den Schreiber des Evangeliums hin, nämlich, dass der junge Mann, der die Flucht ergreift, Johannes Markus sein soll. Er ist derjenige, der dann später Petrus auf den Missionsreisen nach Rom begleitet und seine Botschaft dort dolmetscht, ihm das Evangelium (das wir hier lesen) übersetzt.

Abschlussgebet

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

6. Juli – Hauskirche

Hervorgehoben

Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenk agen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Schriftteil

AT– 4Mo/Numeri 12

https://www.bibleserver.com/EU/4.Mose12

Gebet – Psalm 7

https://www.bibleserver.com/EU/Psalm7

NT – Markus 14,43-52

https://www.bibleserver.com/EU/Markus14%2C43-52


Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT– Numeri 12 – Umgang in Führungsposition mit Machtansprüchen

Auf halben Weg in das Verheißene Land find wir drei Anklagen des Volkes oder der Leiterschaft gegen Mose. Zu Beginn war es das Volk, jetzt kommt der Angriff aus der engen Leiterschaft. Kurz vor diesem Ereignis erhielt Mose 70 erfahrene Älteste im Volk zur Seite gestellt, die mit dem prophetischen Geist erfüllt wurden. Dieses mag ein Anlass für Mirjam und Aaron gewesen zu sein, ihre Stellung zu bewahren oder erneut herauszustellen. Mirjam war die Prophetin (Ex 15,20) und Frauenführerin des Volkes, Aaron der ordinierte Leiter der gesamten Priesterschaft. „Ich auch“ war der Ruf, ein Anschlag, um in die erste Leitungsposition zu kommen. Das Argument, dass sie hier gegen ihn hervorbringen, ist ein untergeschobenes völkisches Argument: Er habe sich eine Ausländerin (Kuschiterin) eine Dunkelhäutige zur Frau genommen. Kusch ist im Norden Arabiens zu suchen (Habakuk 3,7) und bezieht eher auf seine frühere Heirat mit Zippora. Unbewiesen ist eine zweite Heirat mit einer anderen Person. Diese Verbindung, so behaupten sie, würde ihn aber rechtlich von seiner Position als des Herrn Hauptsprecher und Propheten disqualifizieren. Die Attacke geht von der eigenen Schwester aus. Sie stiftet den Bruder und Hohenpriester Aaron mit an, gegen Mose als Hauptleiter zu rebellieren und sich in Führungsposition inmitten der neu eingesetzten 70 prophetischen begaben Ältesten zu bringen. Die Herausforderung gegen Mose als Leiter ist eine Anklage gegen Gott und seine Führung. Gott beruft sie in die Stiftshütte vor den Vorhang seiner Gegenwart und macht ihnen einmal den Unterschied seiner besonderen Beziehung und seines unterschiedlichen Redens zwischen Mose und anderen Propheten deutlich. Weiter straft er die Prophetin Mirjam, die diese Rebellion innerhalb der Leiterschaft inszeniert hatte, mit 14 Tage Quarantäne. Die bestand einmal aus sieben Tagen – wegen ihrer plötzlichen Hautkrankheit – außerhalb der Volksgemeinschaft zu leben, und weiteren sieben Tage des Abgesondertsein von ihrer Familienwohnung.

Machtpostition in Religion

Nicht nur in politischen Kreisen, sondern auch in christlichen und Kirchenleitungen findet man dieses Phänomen immer wieder, dass sich Menschen durch vorgeschobene Anklagen oder Themen rechtzeitig um Positionen und vorderste Plätze bringen wollen. In der Kirche Christi ist es nicht so. Demut (V 3) zeigt sich darin, dass sich die Person mit allen Wünschen und Ambitionen zurücknimmt, auch darunter leidet, und vor allem dem Auftrag und dem Willen Gottes gehorcht. In diesem Zustand ist der Leiter auch recht verletzlich durch Menschen. Aber wenn er in dieser Situation seine Persönlichkeit so sehr zurücknimmt, dass nicht er sich verteidigt, nicht er sich mit seinen Gegnern auseinandersetzt und argumentiert, sondern sich still verhält, dann kann Gott mit der Person handeln. Mose betet in dieser Zurückhaltung inständig zu Gott. Daraufhin erscheint Gott der Mirjam und dem Aaron direkt. Sie müssen sich vor ihm verantworten und erleben eine erfahrbare Züchtigung für ihre inszenierte Rebellion. Dann greift Gott direkt im Leben ein. Dieses geistliche Prinzip gilt auf allen familiären, kirchlichen und gesellschaftlichen Ebenen immer dann, wenn rechtliche Autorität und Führungspositionen infrage gestellt werden. Demut ist nicht nur eine Zurücknahme seiner Selbst, sondern zuerst eine positive Hingabe an die Berufung und persönlichen Dienst für Gott. Dies erkennen wir an der Demut Mose in seiner Leitung des Volkes Israels und besonders im Vorbild unseres Herrn Jesus Christus. (Phil. 2,3-8).

In der alten Kirche gab es die Frage: Woran erkennt man einen Bischof? Antwort: Daran, dass man ihn nicht hört! (Jedoch alles in der Stille mit Gott bespricht, dann aber zur rechten Zeit entscheiden kann). Wollen wir uns als Berufene der Verantwortung in unserer jeweiligen Leitungsposition bewusstwerden und nach diesen Prinzipien zur Ehre Gottes in Demut handeln, beten und warten, damit ER in seiner Zeit antwortet und auf seine Weise diese Angelegenheit löst.

NT – Markus 14,43-52 Verrat am Leiter, aber die Fliehenden kommen zurück

Nacht, Dunkelheit, Alleinsein. Der Leiter ist schlussendlich immer der Einsame, auch wenn sein Alleinsein nur vor Gott besteht. Dies wird darin deutlich, dass seine Mitarbeiter schlafen und ihren Meister allein lassen, ihn nicht verstehen und ihn sogar bald verlassen werden. Mittendrin verrät einer aus dem innersten Zirkel ihn mit einem verlogenen Kuss, der eigentlich die Abhängigkeit des Schülers vom Rabbi andeutete. Damit bestimmt er nun über den Meister und kennzeichnet ihn als Opfer des Todes. Petrus dagegen handelt impulsiv und fleischlich, als er mit dem Schwert die Folge der Festnahme verhindern will. Der Hinweis aber, dass es sich bei dem turbulenten Nachtgeschehen um die Erfüllung des Planes Gottes handelt, wird mit dem Hinweis auf die Erfüllung der Schrift bestätigt (Jes 53,3ff). Hier treffen geheimnisvoll menschliche und göttliche Entscheidungen aufeinander.

Die letzten beiden Verse deuten auf den Schreiber des Evangeliums hin, nämlich, dass der junge Mann, der die Flucht ergreift, Johannes Markus sein soll. Er ist derjenige, der dann später Petrus auf den Missionsreisen nach Rom begleitet und seine Botschaft übersetzt.

Abschlussgebet

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

4. Juli – Hauskirche

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Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Schriftteil

AT– 4Mo/Numeri 4

https://www.bibleserver.com/EU.Ne%C3%9C.MENG/4.Mose11%2C1-23

Gebet – Psalm 5

https://www.bibleserver.com/EU/Psalm5

NT – Markus 14,12-25

https://www.bibleserver.com/EU/Markus11%2C12-25


Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT– Numeri 11,1-23 – Lustprinzip in der Gemeinde und Gottes Abhilfe

Mit dem ersten Umzug und Ortswechsel entdecken wir eine Unzufriedenheit im Volk Gottes, das sich in den anschließenden Kapiteln 12-14 und in 16 und 20 weiter entfalten wird.

Ausschlaggebend für die „Infektion“ mit der Unzufriedenheit sind die mitgezogenen Fremden (unzufriedenes Gesindel: Mischvolk und Nichtisraeliten) aus Ägypten, die ursprünglich nicht zum Volk Gottes gehörten. Ihre einst nach Wünschen und Lüsten ausgerichtete Lebensweise Ägyptens (Fleisch und stimulierenden Gewürze, etc.) ist für sie sehr unbefriedigend. Sie stecken viele der Bundes-Israeliten mit dem fleischlich-seelischen Virus „Lasst uns endlich wieder Party feiern“ an. Diese infizierenden Gedanken (nach Fleisch und Gewürzen) verbreiteten sie unter dem Volk Gottes. Während der einjährigen zurückgezogenen Wüstenzeit, der Kontemplation und geistlich-strukturellen Neuorientierung vermissten sie Pep, Party und Privatgestaltung. Gott antwortet den in den Außenbezirken des Heiligtum zeltenden Fremden mit einem wütend um sich greifenden Feuer. Dieser Außen-Brand hätte den 12 Stämmen als Warnung dienen sollen, aber sie verstanden Gottes Warnung nicht.

Finden wir solche Mitbringsel und Ideologien nicht ähnlich in heutigen Beziehungskreisen? Da entstehen Beziehungen zwischen christlichen und nichtchristlichen Familien, und als Resultat unterschiedliche Gottes- und Lebensbilder dann vermischt in neuen Ehe- oder Lebenspartnerschaften. Wenn dann auch noch eine Person diese Partylebensgestaltung oder andere moderne Ideologie in den Mittelpunkt der Beziehung stellt, dann wird diese Beziehung bald zu brennen beginnen. Nach dem Motto: Ich benutze den und die andere nur solange, wie ich davon Nutzen habe und sie mich zufriedenstellt. Andernfalls verlasse ich diese Beziehung.

Wird dann neben dieser „Partystimmung“ auch noch eine Politik- und nichtchristliche Ethikgesinnung in die „Großfamilie“ der Ortsgemeinde und Kirche hineingebracht, wird dann das Feuer von außen her brennen und die Kirche Christi mit ihrer eigentlichen Berufung zerstören. Wollen wir darauf achten, dass weder die christliche Klein- noch Großfamilie mit dem Party for Life Virus (Wohlfühl- und Hauptsache gesund „Evangelium“) noch mit dem Virus Politics for Power (Machtpolitik in der Kirche) infiziert werden.

In dieser neuen Situation ist Mose verzweifelt. Er hat dieses Volk nicht geschaffen, ihm nichts verheißen, sieht sich auch nicht verantwortlich für ihre Nahrung noch ihre seelischen Bedürfnisse. Mit dieser neuen zusätzlichen Verantwortung fühlt er sich überfordert. Er möchte sie insgesamt abgeben und am liebsten sterben. In dieser Situation kommt Gott der Verzweiflung Moses entgegen. Weder tadelt noch lobt er Mose. Doch begegnet der ihm in seiner Gnade mit Trost, Verständnis und mit organisatorischem Rat und Hilfe durch den Heiligen Geist.

Oft geht es verantwortlichen geistlichen Leitern in der Ortsgemeinde und Kirchenleitung ähnlich wie Mose. Sie werden immer wieder durch neue Ideen, Wünsche, Aktionen, Hilferufe, Umstrukturierung der Kirche, etc. herausgefordert und in spannungsreiche und verzweifelnde Situationen geführt, die bis hin zu Depressionen, Burnout und Ausstieg aus dem geistlichen Dienst führen können. Gerade sie benötigen in solchen Situationen die Gnade und Hilfe Gottes, besonders durch geistliche Kraft und geistliche Neustrukturierung. Über dieses spricht im Einzelnen der nächst Abschnitt.

NT – Markus 14,12-25 – Wirkliche und wirksame Gegenwart Christ damals und heute

Das gemeinsame Mahl Jesu mit seinen Jüngern weist auf die ewige Bundesgemeinschaft unter der Gottesherrschaft hin. Das Thema der Bundestheologie: Ich will ihr Gott sein, und ihr sollt mein Volk sein, unter ihnen wohnen, unter ihnen Tisch- und Lebensgemeinschaft haben, zieht sich wie ein roter Faden durch die gesamte Bibel. Jeder Bund Gottes ist an Verheißungen und Verpflichtungen geknüpft und wird durch Zeichen (hier Brot und Wein) begleitet. Die Einsetzungsworte weisen von 1. Kor 11,23-28 geprägt auf den geheimnisvollen (sakramentalen) Charakter des Herrenmahls, der Heiligen Kommunion, unter den Zeichen von Brot und Wein hin. In dieser sich erinnernden und vergegenwärtigenden Kreuzestat Christi unter Einnahme der Elemente und der Anwesenheit des Heiligen Geistes erhalten die Jünger (damals und heute) Anteil an Seinem sühnenden Tod und der daraus fließenden Wirksamkeit für das persönlichen Leben.

Kommt das Wort zum Element, dann ersteht das Sakrament.

Obwohl dieses Sakrament nicht erklärt werden kann, es immer ein Geheimnis bleibt, verstehen Anglikaner die heilige Gemeinschaft am Leib und Blut Christi (1. Kor 10,16-17), oderDie Heilige Kommunion“, als eine wirksame Realpräsenz Christi während Mahlfeier und mit Wirkung für das Leben eines jeden Gläubigen. Der Wunsch und das Verlangen, an dieser Danksagungsfeier (Eucharistie) regelmäßig teilzunehmen und gestärkt zu werden, sollte tief im Herzen eines jeden Christen verankert sein.

Abschlussgebet

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

3. Juli – Hauskirche

Hervorgehoben

Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Schriftteil

AT– Numeri 4

https://www.bibleserver.com/EU/Numeri10

Gebet – Psalm 3+4

https://www.bibleserver.com/EU/Psalm3

NT – Markus 14,1-11

https://www.bibleserver.com/EU/Markus11%2C1-11


Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT– Numeri 10 – Trompeten – geistliche Ordnungsfunktionen bei der Wanderung des Gottesvolkes

NT – Markus 14,1-11  – ohne Auslegung

Abschlussgebet

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

2. Juli – Maria – Visitatio

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Familien- oder Hausandacht am Morgen

zum Gedenken an Mariä Heimsuchung. Liturgische Farbe ist weiß. Fest Jesu Christi.

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Schriftteil

AT– Jes 11,1-5

https://www.bibleserver.com/EU/Jesaja11%2C1-5

Gebet – Psalm 89,2-19

https://www.bibleserver.com/EU/Psalm89%2C2-19

NT – Lukas 1,39-56

https://www.bibleserver.com/EU/Lukas1%2C39-56


Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT– Jesaja 11, 1-5Verheißene Gnadengaben durch Jesus erfüllt

Gott spricht dem geistlich hungrigen und durstigen Volk über ihre irdischen Bedürfnisse hinaus die Geschenke des Wortes, der Väter- und Davidsverheißung und des ewigen Bund zu. Die durch Jesaja hier angekündigten Gnadengaben Davids werden im Neuen Testament besonders in Marias Lobgesang, dem Benediktus, angesprochen und auf Jesus, dem Sohn Davids, bezogen.

Maria – Visitatio

NT – Lukas 1,39-56Maria geisterfüllt verherrlicht Gott

Schon in der Ankündigung der Geburt Jesu im Abschnitt zuvor (V 26-38) wird Maria ihre messianische Sonderstellung und Aufgabe verkündet, Jesus, den Sohn des Höchsten, auszutragen, damit er auf dem verheißenen Thron Davids regieren soll.

Als des Herrn Magd mit prophetischem Verständnis besucht sie, vom Geist Gottes geleitet, bald ihre Verwandte Elisabeth. Diese trägt den sechs Monate älteren Johannes, den Cousin Jesu, in sich. Er ist schon als Ungeborener mit dem Heiligen Geist erfüllt und erkennt im durch den Geist Gottes, dass das Embryo Marias der Messias ist. Auf Ihn hin ist sein Dienst ausgelegt. Johannes , im sechsten Monat, hüpft und strampelt geisterfüllt im Bauch der Elisabeth (Lu 1,15). Alle hier, Maria, Elisabeth und die noch Ungeborenen sind Geisterfüllte, die gemeinsam all das vollenden sollen, was Gott im Voraus gesagt und verheißen hatte.

Das, was Maria nun als geisterfüllte Frau über ihre Lippen hervorbringt, ist die Verherrlichung Gottes, des Herrn. Das Magnifikat (Vers 46-55), benannt nach der lateinischen Bibel „es verherrlicht“, lehnt sich vom Inhalt her an alttestamentliche Vorbilder an wie 1Sam 2,1ff; Ps 34,3 ff; 103,8ff. Sie verherrlicht mit diesem Lobgesang den Gott, der durch die ganze Geschichte Israels zu allen seinen Verheißungen steht, die nun durch Jesus erfüllt werden sollen. Gott hat sich als Heiland/Retter immer schon für die Niedrigen eingesetzt, aber auch die stolzen Mächtigen vom Thron gestoßen. Er denkt an die Verheißungen, die er Abraham und seinen Kindern gegeben hatte, und hilft ab jetzt durch den kommenden Messias seinen gläubigen Kindern von jetzt an bis in Ewigkeit. Maria versteht, dass dieses große Heilswerk und dass das Friedensreich bereits bei ihr und in allen demütigen Herzen begonnen hat. In Ihrem Glauben an das Verheißungswort des Herrn (V 45) wird sie „seliggesprochen“.

Damit zeigt sie allen Gläubigen vorbildhaft, was Glauben und Vertrauen wirklich bedeutet. Sie ist so als Dienerin des Herrn allen Frauen und Männern Vorbild Nr. 1 im Glauben.

Abschlussgebet

Tagesgebet zum Fest Mariä Heimsuchung

Allmächtiger Gott. Du hast an der Jungfrau Maria große Dinge getan und sie zur Mutter Deines Sohnes gemacht. Gib, dass auch wir uns in Demut Deinem heiligen Wort öffnen und Deinen lieben Sohn in rechtem Glauben annehmen. Der mit Dir und dem Heiligen Geist lebt und regiert, jetzt und allezeit und in Ewigkeit.  Amen.

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

1. Juli – Hauskirche

Hervorgehoben

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Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Schriftteil & Homilie/Hinweise

AT– 4. Mose/Numeri 9

https://www.bibleserver.com/EU/4.Mose9

Gebet – Psalm 1+2

https://www.bibleserver.com/LUT/Psalm1

NT – Markus 13,24-37

https://www.bibleserver.com/EU/Markus13%2C24-37


AT – Numeri 9 – Teilnehmer des Volkes Gottes und ihre Verbindlichkeit

Gibt es Gründe, dass das Volk Gottes von festen Satzungen und gebotenen Feiern abweichen kann? Wenn z.B. Menschen durch einschneidende Lebensereignisse – (Tod eines Nahestehenden) oder durch geographische Hinderungsgründe (auf Reisen oder entfernte Arbeitstätigkeit) gehindert werden, an dem Hauptfest der Volksgemeinschaft teilzunehmen, sind sie dann noch Teil des Volkes Gottes?

In Ex 12 wird das Passafest als konstituierendes Fest des Auszugs aus Ägypten und der Rettung Israels für jeden Volksgenossen für alle Zeiten festgesetzt. Somit ist es zuerst ein Zeichen der Volkszugehörigkeit, wenn man es auch feiert. Die Nichtteilnahme an der jährlichen Feier exkommuniziert jedoch alle, die sich dieser Feier verweigern würden. Zweitens ist das Fest mit der Darbringung einer Gabe verbunden, die aus Dankbarkeit für diesen Auszug aus Ägypten und Gottes Schutz dargebracht wird. Durch den Zug des Volkes Gottes durch ihre Welt, ergeben sich immer Umstände und Ereignisse, die sich mit den Satzungen Gottes überschneiden. Diese können unverschuldet oder auch verschuldet eintreten. Bei unverschuldeter Nichtteilnahme gibt Gott durch Mose eine Ersatzlösung. Genau einen Monat danach könnten diejenigen, die nicht am Erlösungsfest teilnehmen konnten, eine kleinere Nach- und Gedenkfeier begehen. Wenn aber ein Israelit aus anderen Gründen nicht an diesem Passa teilnehmen wollte, exkommunizierte er sich damit automatisch. Dann sollte er aus dem Volk ausgerottet – vertrieben oder getötet – werden. Jedoch der Fremdling, der Ausländer in ihrer Mitte, durfte und sollte an diesem Fest teilnehmen, vorausgesetzt, dass er beschnitten war.

Wir lernen daraus, dass es nicht möglich ist, zum Volk Gottes zu gehören und nicht am grundlegenden Fest der Erlösung zur entsprechenden Zeit teilzunehmen. Dabei geht es nicht um die Abgrenzung gegenüber denen (Völkern und Kulturen), die da draußen sind, sondern um die Verbindung und Zugehörigkeit nach innen, zum Kern und zur Bundesverpflichtung. Es ist nicht möglich, sich zum Volk Gottes zu zählen, aber nicht zu den Versammlungen des Herrn zu erscheinen. Es ist nicht möglich, sich als Christ zu bezeichnen und nur für sich geistlich zu leben, hin und wieder eine Meditation zu machen oder sporadisch die Bibel aufzuschlagen. Es ist nicht möglich, zur Kirche Christi, der Versammlung der Gläubigen, gehören zu wollen und gleichzeitig wochen- und monatelang nicht unter die Verkündigung Gottes zu gehen. Es ist auch nicht möglich, Christ zu sein und beständig das Erinnerungsmahl des Herrn zu verpassen. Wer unverschuldet am Tag des Herr, an dem das Erlösungsmahl Jesus gefeiert wird, fehlt, der sollte dies an anderen Tagen, bei nächster Gelegenheit nachholen. Auch christliche Gemeinschaften und Kirchen, die nicht ein regelmäßiges Herrenmahl / Eucharistie anbieten, sollten sich an die Vorgaben des Neuen Testamentes erneut orientieren.

Denn im NT feiert die „Jesusfamilie“ ihr Erlösungsfest. „Denn auch unser Passahlamm ist geopfert, das ist Christus. Darum lasst uns das Fest feiern …mit dem ungesäuerten Teig der Lauterkeit und Wahrheit (1Kor5,7-8). Wann und wie oft feierte die neutestamentliche Bundesgemeinde dieses Erlösungsfest? Am ersten Tag der Woche aber, als wir versammelt waren, das Brot zubrechen. Oder 1Kor 11, 20: Wenn ihr euch versammelt, ist das kein Essen des Herrenmahls. Im Neuen Testament wird vorausgesetzt, dass das Erlösungsfest nicht nur einmal im Jahr, sondern wöchentlich gefeiert wird. Jeder Sonntag ist ein dann kleines Oster- oder Auferstehungsfest des Herrn. Deshalb ergibt sich für jeden wahren Christen, sich an diese Praxis zu erinnern und diese für sich selbst regelmäßig zu praktizieren. Damit zeigt der Christ seine Verbindlichkeit und Zugehörigkeit zum Volk Gottes und zur Kirche Christi.


NT – Markus 13,24-37 – Wachen und sammeln bis zur Wiederkunft

Das Kommen des Menschensohnes, seine zweite Ankunft, wird sich erst nach einer Drangsal-Zeit der Gemeinde ereignen. Diese wird begleitet von weltumfassenden, kosmischen Ereignissen. Das Ziel aller Bedrängnis ist am Ende die Sammlung der Erwählten zum Heil. Dafür muss die Gemeinde wach bleiben und durch ihre Mission dies bis zum Ende unterstützen.

Das Zeichen der Wiederkunft Christi wird mit dem Hinweis auf das Wachstum des Feigenbaums erläutert. Der Feigenbaum steht auch für Israel. Damit könnte auch Israel als Volk und Staat ein wichtiges Zeichen an der Weltenuhr sein. Wiederum steht aber auch der Hinweis auf die damalige nahe Zeit: „Dieses Geschlecht wird nicht vergehen“, was auf die Zerstörung des Tempels und Jerusalems im Jahre 70 hinweisen würde.

Wichtig ist neben dem Achten auf die Zeichen der Endzeit, sich nicht auf Spekulationen über den genauen Zeitpunkt der Wiederkunft einzulassen – wie es in den letzten 150 Jahren viele Irrlehrer und christliche Sekten fälschlicher Weise versuchten – sondern sich auf das wache und verantwortungsvolle Tun der direkten Worte Jesu konzentrieren. Alle bisher berechneten Termine der Wiederkunft Christi einhergehend mit Verschwörungstheorien und Schwärmereien führten dazu, von den eigentlichen Worten und dem Auftrag Christi abzulenken. Denn Jesus gab seiner Kirche den Auftrag in der Zwischenzeit wachsam zu sein und emsig zu arbeiten. In der Gegenwart bis zur Wiederkunft Christi ist die Arbeit der Verkündigung des Evangeliums an alle Völker der Welt vorrangig vor aller Endzeitberechnung oder Beschäftigung mit neuen Propheten- und Apostelbewegungen.

Abschlussgebet

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

Zitat

29. Juni – Apostel Petrus – Gedenktag

Hervorgehoben

Schlagwörter

Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf


Tag der Apostel Petrus (und Paulus)

Liturgische Tagesfarbe rot

Tagesspruch:

„Wie willkommen sind auf den Bergen die Schritte des Freudenboten, der Frieden ankündigt, der eine frohe Botschaft bringt und Rettung verheißt, der zu Zion sagt: Dein Gott ist König.“ (Jes 52,7)

Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Schriftteil und Homilie /Anstöße zu den Lesungen

NT– Apg. 12,1-11

https://www.bibleserver.com/EU/Apostelgeschichte12%2C1-11

Gebet – Psalm 96

https://www.bibleserver.com/LUT/Psalm96

NT – Matthäus 16,13-20

https://www.bibleserver.com/EU/Matth%C3%A4us16%2C13-20

Petrus erhält in diesem Abschnitt eine besondere Stellung für die Kirche und ihren Auftrag. Diese Bedeutung wird durch Frage und Antwort erarbeitet. Sie wird danach nicht nur für Petrus, sondern für die Apostelschar, die frühe Jesusgemeinde und die Gesamtkirche Christi festgeschrieben.

Das Wortspiel, das hier vorliegt, gründet sich auf Petrus aramäischen Namen Kephas und griechen Namen Petros – mit gleicher Bedeutung: Fels. Dann folgt: auf diesen „Petra“ will ich meine Ekklesia-meine Kirche- bauen (oiko-domäso). Hier steckt schon vorweggenommen schon alles drin, was sich in Zukunft – mit Apg. 2 Pfingsten und dem Beginn der Kirche Christi – ereignen soll. Über die unterschiedlichen kirchlich-theologischen Auslegungen soll hier nicht im Einzelnen gesprochen werden wie: Hat Petrus die Vorrangstellung, auf den sich die einzig wahre Kirche gründet? Ist es das Petrusbekenntnis (Messiasbekenntnis) auf das sich  zentral die allgemeine Kirche gründet? Ist es die besondere Offenbarung vom Vater im Himmel, der als ewiger Fels im Alten Testament dargestellt (hier als Petra-massives Felsengebirge), auf den sich das neu entstehende Haus Jesu (Oikos) gebaut werden soll?

Doch Petrus bekommt hier eine Vorrangstellung. Diese nimmt er als Apostelsprecher ein, als er das neue Zeitalter des Heilige Geistes und der Kirche Christi einleitete (Apg 2) und das Tor des Evangeliums bei Kornelius (Apg. 10) und darüber hinaus öffnete. Die Bedeutung liegt einmal darin, dass Jesus ihm die Autorität der Schriftauslegung und Entscheidungshoheit in himmlischen Dingen übergibt und damit sie aus der Hoheit der Schriftgelehrten endgültig herausnimmt. Die Entscheidung über den Zugang zum Himmel und das ewige Leben liegt damit im Schlüsselamt, das damit mit Petrus den Aposteln und der Kirche übergeben wird. Dies Vollmacht (Joh 20,21-23) besteht in dem Auftrag, die Sündenvergebung allen zuzusprechen oder auch nicht zuzusprechen. Dieses Schlüsselamt ist damit nicht nur Petrus, sondern allen Aposteln und ihren verantwortlichen Nachfolgern in der gesamten Kirche Christi übertragen worden. Deutlich wird dies noch einmal im Missionsauftrag in Lukas 24,46-48 herausgestellt.

In der Anglikanischen Kirche wird dieser Auftrag wahrgenommen. Man erkennbar dies in der Liturgie gleich am Anfang beim täglichen Gottesdienst im Morgen- und Abendlob. Nach dem Schuldbekenntnis der Gemeinde, weil sie in Gedanken, Worten und Werken weiterhin gesündigt hat, wird stellvertretend durch den Liturgen (Bischof, Pfarrer / Priester) die Vergebung allen wahrhaft bußfertigen und gläubigen Christen verkündigt und zugesprochen.

Abschlussgebete

Tagesgebet

Allmächtiger Gott. Der Du durch Deinen Sohn Jesus Christus Deinen heiligen Apostel Petrus (und Paulus) viele vorzügliche Gaben verliehen und ihm/ihnen ernsthaft befohlen hast, Deine Herde zu weiden. Wir bitten Dich: Gewähre, dass alle Bischöfe und Hirten Dein heiliges Wort gewissenhaft predigen und ihre Gemeinden dasselbe auch willig befolgen, damit sie die Krone der ewigen Herrlichkeit empfangen. Durch Deinen Sohn Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.


Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

Umfangreiche Ausführungen zum Aposteltag:

https://www.heiligenlexikon.de/BiographienP/Petrus.htm

25. Mai – Hauskirche

Hervorgehoben

Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen nach dem Lektionar der Anglikanischen Kirche i.D. werden an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen unterbrochen. Die gesamte Jahreslesung finden sie hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Schriftteil

AT– 4. Mose /Numeri 4,28-49

https://www.bibleserver.com/EU/4.Mose4%2C28-49

Gebet – Psalm 145

https://www.bibleserver.com/LUT/Psalm146

NT – Markus 12,38-34

https://www.bibleserver.com/EU/Markus12%2C28-34


Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT – Numeri 4 ,29-49 Berufen, um zu dienen und Lasten zu tragen

In Kapitel 3 wurden auf Gottes Anordnung hin alle männlichen Nachkommen Levis ab dem ersten Lebensmonat für den Dienst am Heiligtum gezählt. Es waren insgesamt 22.000 Diener auf die zurückgegriffen werden konnte. Unter den drei Söhnen Levis – Gerson, Kehath und Merari – hatte Merari die geringste Anzahl von Jungen im Alter von einem Jahr. Nun aber wird uns zum Abschluss in K 4 deutlich, dass sie bei erneuter Zählung in dem Altersabschnitt 30-50 die größte Anzahl von dienenden Männer stellen konnten. Sie konnten etwa 500 mehr Männer zum Dienst aufstellen als die anderen Abteilungen der Leviten.

Wir erkennen, dass Gott nach seinem Ratschluss diejenigen aussondert, die am Ende für seinen Dienst auch die meisten und fähigsten Helfer stellen werden. Er gibt für jedem Dienst die Stärke und Helfer für die zu erwartenden Aufgaben. Die Merariter hatten damit genügend Helfer, um das gesamte Gerüst und alle Teile der Zeltkirche zu transportieren. So stellen wir fest, dass für den unterstützenden praktischen Dienst mehr fähige Männer vorhanden waren als für den angeseheneren Dienst im inneren Heiligtum an den heiligen Geräten. Diese Konstellation finden wir im Reich Gottes auch heute noch. Diejenigen, die sich in und für den Dienst in der Welt sozial und missionarisch engagieren, sind mehr als die, die in Amt und Position der Gemeinde- und Kirchenleitung für Gott tätig sind. Und gerade diese Personen sind wichtig, denn ohne sie könnte die soziale und missionarische Arbeit in der Welt gar nicht geleistet werden.

Wir erkennen auch an dieser Stelle das spätere neutestamentliche Prinzip von Epheser 4,1-16. Dort wird auf die Vielfalt der Gaben in der Gemeinde hingewiesen. Sie sollen in einem Geist unter Leitung von Ämtern und Diensten (den Gelenken und Sehnen) für den Aufbau des Körpers der Kirche Christi eingesetzt werden und miteinander im Dienst Christi arbeiten. Dies bedeutet vor allem, die Lasten der christlichen Gemeinschaft und die der Welt zu tragen. Die Gelenke, die diesen Dienst steuern, sind die Ämter: Apostel, Hirten und Lehrer; die Glieder, die den Dienst tun sollen, das sind alle Gläubigen mit ihren Begabungen. Sie sollen zum Dienst und zur Arbeit in Kirche und Welt eingesetzt werden. Der Transport des Heiligtums, die Reise der alten und neuen Kirche Gottes durch diese Welt, ist ein riskantes und abenteuerliches Unternehmen Gottes. Jeder Christ sollte sich damit einbinden lassen und erkennen, zu welchem Dienst und zu welcher Traglast er in dieser Zeit berufen wurde.

NT – Markus 11,27-33 – Die Liebe als Eintritt ins Reich Gottes

Die 10 hebräischen 10 Gebote bestehen aus 613 Buchstaben. Der gesamte Pentateuch soll deshalb durch Schriftgelehrte in 613 Gebote und Verbote eingeteilt worden sein, nämlich in 365 negative und 248 positive. Diese wiederum wurden in wichtiger und unwichtigere Gebote eingeteilt, die mehr oder weniger eingehalten werden sollten. Nun wollten die Pharisäer Jesu Einstellung zum Gesetz herausfinden. Sie hofften ihn als „liberal“ kennzeichnen zu können. Deshalb ihre bestimmte Fragestellung. Jesus antwortet darauf mit dem ersten Satz des täglichen Gebets der Juden: „Höre Israel“, und erweitert dies durch Zitate aus Gottes eigenem Wort (5Mo/Deu 6,4+5), dass Gott Herr allein ist. Daran schließt er gleich das zweitwichtigste Gebot an, das mit der Liebe zu den Mitmenschen zu tun hat (3Mo/Lev 19,18). Damit geht er auf das grundlegende Prinzip ein, von dem aus alle Gebote auszulegen sind. Die aufrichtige Liebe zu Gott und den Menschen ist ein im Leben fixiertes Prinzip, das einander zugeordnet ist und nicht voneinander getrennt werden kann. Der Schriftgelehrt ist aufrichtig und erkennt öffentlich, dass Jesus in Übereinstimmung mit der Schrift lehrt und dass die Gottes- und Nächstenliebe als zentrales Motiv vor jeglichen kultischen äußeren oder Opferhandlungen der Priester steht. Mit dieser Erkenntnis beginnt bei ihm und bei allen Menschen der persönliche Zugang zum Reich und der Herrschaft Gottes im Leben. Damit enden die Streitgespräche auf einem sehr hohen Niveau, friedlich und führen beinahe zur Bekehrung eines ehrlichen Schriftgelehrten.

Haben wir die Liebe Gottes für unser Leben erkannt? Gott hat uns und die Welt so sehr geliebt, dass er seinen Sohn am Kreuz für uns opferte, damit wir das ewige Leben erhalten. Das Opfer hat Er gebracht, aber das Motiv und worauf es ankommt, das ist die Liebe Gottes zu uns. Haben wir diese Liebe erkannt, ergriffen, sind ihr nicht nur nahe, sondern auch in das Reich der Liebe Gottes eingetreten? Wenn dieses so ist, dann werden wir durch die Liebe motiviert, auch persönliche Opfern zu bringen.

Abschlussgebet

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

24. Juni – St. Johannis-Tag

Hervorgehoben

Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf


Tagesspruch

„Dies ist das Zeugnis Johannes des Täufers: Er muss wachsen, ich aber muss abnehmen.“ (Joh 3,30)


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.


Schriftteil

Lesungen nachfolgend anklicken und im Internet lesen:

AT– Maleachi 3,1-7b+23-24

Gebet – Psalm 113

NT – Lukas 1, 57-80


Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT– Maleachi 3,1-7b +23-24 – Altes Testament endet mit Hinweis auf Johannes und seinen Dienst

Maleachi schenkt uns einen Blick auf den Vorläufer – Boten – von Jesus Christus, auf den Täufer Johannes, der einen ähnlichen Dienst tun soll.

Zu Maleachis Zeit macht das Volk Gott müde, indem es an der Gerechtigkeit Gottes nörgelt und zweifelt. Die Sünden des Volkes (V 5) werden vorgebracht. Es handelt sich um unmoralische und gewalttätigen Leute, denen es auch noch gut geht. Doch der Prophet dreht den Spieß um und sagt zu diesen Nörglern: Kümmert euch nicht um die Unfrommen und Gesetzlosen im Volk Gottes, sondern greift Euch selbst an die Nase. Ihr seid selbst Betrüger, denn ihr liefert nicht den nach dem Gesetz vorgeschriebenen Unterhalt für die Priester ab, wie es (5Mo/Deut14,22ff und 3Mo/Lev27,30) im Gesetz vorgeschrieben ist. Wenn ihr aber eure Hingabe damit bezeugt, dass ihr selbst den Zehnten voll ins Gotteshaus bringt, werde ich die Fülle des Segens auf euch gießen. Dann wird nicht alles wie bisher unter euren Händen zerrinnen und nichts übrigbleibt.

Maleachi spricht zu den vermeintlichen Frommen, weil sie immer noch wie Jakob listige Betrügersöhne sind. Er aber, der gerechte und treue Gott, hat alles unter seiner Kontrolle und wird seinen Heilsplan vollenden. So endet in V3,23-24 das Alte Testament nicht mit einer euphorischen Wohlfühlbotschaft, sondern mit dem Hinweis auf den Propheten Elia zusammen mit Mose (V. 22). Beide sind Zeugen des Gesetzes, Mose als Gesetzgeber, Elia als der furchtlose Prophet, der den Baalspriestern ein Ende macht und das Volk wieder zurück zum Willen Gottes führt.

St. Johannes Ausschnitt aus: Isenheimer Altar – wikipedia

NT – Luk 1,57-80 – Johannes ein brennend Licht, der auf Jesus hinweist.

Die Fortführung der alttestamentlichen Prophezeiung beginnt damit, dass uns eine vorbildliche Priesterfamilie vorgestellt wird, die„untadelig in allen Geboten und Satzungen des Herrn lebte“ (Lu1,7). In diese Familie hinein wird nun Johannes geboren, der auch noch Cousin unseres Herrn wird. Ganz natürlich folgen die Eltern nach seiner Geburt dem Gesetz. Johannes wird am 8. Tag beschnitten und dann erzogen von Kindheit an nach dem Gesetz Gottes. Was wird aus solch einem Kind, wenn unter diesen Bedingungen erzogen wird, geschehen? Die Hand des Herrn wird mit ihm sein!

Zuerst wird uns das Danklied des Zacharias vorgestellt V69-75, dann der prophetische Glückwunsch in V 76-79. (Kammerchor singt)

Dieses Danklied wird uns in der lateinischen Bibel als Benediktus, der Lobgesang des Zacharias, vorgestellt. Dieses Lied soll bestätigen, dass das Ereignis genau mit der prophetischen Weissagung übereinstimmt (Ps 105; 1Sam 2,1ff). Der prophetische Glückwunsch bringt die Beziehung zu Jesus ins Spiel. Johannes soll durch seine Botschaft den Weg des Herrn und seine Erlösung vorbereiten (Mal 3,1+Jes 40,3). Worin besteht sein zentraler Auftrag? Er soll die Herzen der Menschen vorbereiten, dass sie das Heil (durch Jesus) erkennen. Dies geschieht aber nur durch folgende Vorbedingung, der persönlichen Annahme der Sündenvergebung. Indem Johannes das Gesetz als Spiegel den Menschen vorhält, ihnen ihre Sündhaftigkeit aufzeigt, die dann erkannt und bekannt werden kann, öffnet sich erst der Weg zur Erkenntnis des Heils in Jesus Christus. Jesus greift dann diese Botschaft wieder auf, wenn er auf die Buße als Abkehr vom gottlosen Leben hinweist und den nachfolgenden Generationen diesen Akt als Eingangstür zum Heil vorstellt. „Dass gepredigt wird in seinem Namen Buße zur Vergebung der Sünden unter allen Völkern“ (Lu 24,47). Sündenerkenntnis und Buße / Sinnesänderung sind auch heute noch Voraussetzung für den wahren Glauben an Christus und die Annahme seines Heils (Apg 2,38; 5,31-35). Johannes ist Vorbild für alle nachfolgenden Evangelisten. Er war ein brennendes und strahlendes Licht (Joh 5,35), das in der Dunkelheit auf das Heil in Christus leuchtet.

Benedictus in English mit Gitarre

Abschlussgebet

Tagesgebet zum Johannistag

Allmächtiger Gott. Durch Deine Vorsehung wurde Dein Knecht Johannes der Täufer – von Wundern begleitet – geboren und dazu gesandt, den Weg Deines Sohnes durch die Predigt der Buße zu bereiten. Lass uns seiner Lehre und seinem geheiligten Leben folgen, sodass wir wahrhaftig Buße tun, wie er gepredigt hat, und nach seinem Beispiel immerzu die Wahrheit sprechen, Böses mutig beim Namen nennen und um der Wahrheit willen auch geduldig leiden. Durch Deinen Sohn Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

23. Juni – Hauskirche

Hervorgehoben

Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Schriftteil

AT– 4. Mose /Numeri 4

https://www.bibleserver.com/EU/4.Mose4%2C1-28

Gebet – Psalm 145

https://www.bibleserver.com/LUT/Psalm145

NT – Markus 12,18-27

https://www.bibleserver.com/EU/Markus12%2C18-27


Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT – Numeri 4 –Dienst und spezielle Aufträge für die wandernde Kirche

Von der Abstammung her wurden die Leviten bereits mit dem ersten Lebensmonat gezählt, aber im Bezug auf das Amt und Dienst erst mit 30 Jahren erneut gezählt. Später in Kapitel 8,24 wird der Beginn ihres Dienstes auf 25 Jahre herabgesetzt und bei König David (1Chr 23,24-32) sogar auf 20 Jahre. Dies mag deshalb so gewesen sein, weil sie zuerst ein Praktikum oder eine Leviten-Lehre (learning by doing) durchlaufen mussten, bis sie volle Verantwortung erhielten. Gewöhnlich wird der Unterschied so beschrieben, dass die Leviten, die einen niedrigeren praktischen Dienst taten, ihr Amt mit einem jüngeren Alter begannen. Diejenigen aber, die offiziell zum Priesteramt eingesetzt wurden, erst mit 30 Jahren.

So begannen auch Johannes der Täufer, ein Priestersohn, und Jesus selbst erst in diesem Alter ihr Amt und ihren Dienst. Luk 3,23 Und Jesus war ungefähr 30 Jahre alt, als er begann.

Dieses Alter markiert den Lebensabschnitt eines Mannes, der die Jugendkrisenzeit hinter sich gebracht hat und zur vollen Reife und Verantwortung gekommen ist. Dieser Dienst, der mit großer Verantwortung am Heiligtum verbunden war, soll nur bis zum 50sten Lebensjahr ausgeführt werden. Danach wird jedoch ohne offizielle Verantwortung auf weitere Mithilfe im und um das Heiligtum gezählt.

Die Dienste am Heiligtum werden für jede Leviten-Abteilung besonders mit allen Einzelheiten hier beschrieben. Beim Aufbruch und Wegzug an einen anderen Ort musste das gesamte Heiligtum abgebaut, transportiert und dann erneut aufgebaut werden.

Bild: http://www.normcast.de – Kirche zieht um

Der Hohepriester Aaron ging zuerst (allein oder mit Söhnen) hinein und bedeckte im Allerheiligsten alle Gegenstände, die die unmittelbare Gegenwart Gottes darstellen und von niemandem wegen Todesgefahr angeschaut werden durfte, mit verschiedenfarbigen Decken oder Teppichen.

Danach verpackte die Abteilung der Kahathiter ordnungsgemäß alle Geräte im Bereich des Heiligen mit unterschiedlich gefärbten Stoffen und Decken, die alle symbolische Bedeutung hatten und trugen sie hinaus. Dann folgte die Abteilung der Gersoniter, um die äußere Verkleidung des Bundeszeltes, bestehend aus verschiedenfarbigen kräftigen Schichten und Materialien, abzubauen. Sie entfernten den äußeren Schutz, die inneren Gehänge und Teppiche von dem hölzernen Zeltgerüst. Zum Schluss wurde die Abteilung der Merariter aufgeboten, die die umfangreichste Last, das ganze Zeltgerippe und die Außenabgrenzung mit allen Streben, Stützen und Seilen abtransportieren mussten. Dazu gab es aber Wagen.

Für den Dienst in der Kirche Christi, im Heiligtum um die Botschaft des Evangeliums und der Erlösung, werden viele Menschen mit unterschiedlichen Begabungen und Fähigkeiten benötigt, für den Transport der Kirche durch eine krisenhafte Zeit, zum Abbau und Neuaufbau.

Es werden zuerst berufenen Menschen gebraucht, die sich um den innersten Dienst des Geheimnisses Christi sorgen. Es werden verantwortliche Diener benötigt, die sich um die Bedeutung der Erlösung kümmern, um „Zudeckung und Aufdeckung“, damit ein persönliches Verständnis und die Anwendung im Leben der Gläubigen entstehen.

Weiter werden Menschen gebraucht, die sich unterstützend für die Priesterschaft und Geistlichen der Gemeinde einbringen, damit diese durch „Brot“ und „Licht“, die Gemeinschaft der Gläubigen versorgen können. Wieviel von äußerer Vorbereitung und Organisation könnte dem Pastor durch solche Diener und Dienerinnen abgenommen werden? Könnte er nicht effektiver das Brot der Erlösung und das Licht der Verkündigung der Gemeinde und der Welt anbieten? Denn er ist nicht der Manager, sondern vorerst Priester und Seelsorger in der Kirche Christi! Da geht es u.a. auch um den Auf- und Abbau eines geordneten Gottesdienstes (mit Brot und Wein) und um die Unterstützung beim „Ein- und Auspacken“ des „Lichts/des Leuchters des Heiligtums“ (alle Maßnahmen für eine moderne und effektive Kommunikation) des Evangeliums, das an erster Stelle stehen sollte. Wo das Licht des Evangeliums leuchtet und das Brot im Mittelpunkt des Gottesdienstes steht, da geschieht inneres und äußeres Gemeindewachstum.

Jesu spricht: Ich bin das Licht der Welt, wer mir nachfolgt, wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern das Licht des Lebens haben; und … Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, den wird nicht hungern.

Diesem Brot und Licht sollten alle wahren Christen bei ihrer Pilgerreise mit der sichtbaren Kirche durch die Unsicherheiten der Welt folgen.


NT – Markus 11,27-33 – Priester als Irrlehrer bloßgestellt

Zu Schluss der Angriffe gegen Jesus treten Vertreter der Partei der Sadduzäer auf, die die Interessen der höheren Priesterschaft um den Tempel vertraten. Einesteils waren sie konservativ, beriefen sich nur auf die schriftliche Überlieferung der Thora, andererseits verbanden sie ihre Interessen mit den kulturellen, modernen Einflüssen des Hellenismus zu ihren priesterlichen Gunsten. Sie fanden in der Thora keine Bestätigung der Auferstehung, einer himmlischen Engelwelt noch um ein Endgericht, sondern betonten das Gericht schon hier auf Erden und die damit verbundene menschliche Verantwortung. Deshalb konstruierten sie hier eine Geschichte, die sie selbst nicht glaubten, aber um den Auferstehungsglaube, den Jesus verkündigte, lächerlich zu machen. Jesus gibt ihnen zur Antwort, dass das Auferstehungsleben keine natürliche Fortsetzung ihres irdischen Lebens ist. Mit Vers 26 beweist er durch das Zitat aus der Thora 2Mo/Ex 3,6, dass Jahwe in diesem Moment immer noch der Gott der drei Erzväter ist, in dessen Gegenwart diese bereits ewig leben. Die Ablehnung der Auferstehung und der himmlischen Welt ist jedoch ein Zeichen des Unglaubens unter der gehobenen theologischen Priesterschaft. Sie kennen weder Gott persönlich noch die Kraft Gottes in ihrem Leben.

Gibt es auch heute unter der Pfarrer- und Priesterschaft diese oder ähnliche theologische Überzeugungen? Entstehen sie möglicherweise aus parteilichen Gründen, einem verkürzten Bibelverständnis oder einer fehlende persönlichen Gottes- und Christusbeziehung? Damit wären sie wie ihre sadduzäischen Kollegen irrende, ungläubige Theologen und Priester.

Mehr zu Sadduzäer: bibelwissenschaft.de

Abschlussgebet

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

22. Juni – Hauskirche

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Familien- oder Hausandacht am ABEND

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Schriftteil

AT– 4. Mose /Numeri 3

https://www.bibleserver.com/EU/4.Mose3

Gebet – Psalm 144

https://www.bibleserver.com/LUT/Psalm144

NT – Markus 12,13-17

https://www.bibleserver.com/EU/Markus12%2C13-17


Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT – Numeri 3 – Stellvertretender Dienst als Lebensaufgabe

V 14-39 Der Stamm Levi wurde von der Musterung zu Beginn ausgenommen (1,47). In diesem Kapitel aber werden sie gezählt, und das bereits ab einem Alter von einem Monat. Damit sollten sie schon von Kindheit an auf ihre besondere Berufung und Aufgaben um die Stiftshütte und den Gottesdienst vorbereitet werden. Dies bringt sowohl organisatorische wie auch pädagogische Vorteile in der Vorbereitung der Jugend auf diese Lebensaufgabe und ihren Dienst mit sich. Es liegt außerdem noch eine weitere theologische Andeutung vor.

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Der ganze Stamm Levi wurde stellvertretend von Gott für eine Aufgabe berufen, die für die ganze Nation gelten sollte. Die jeweils Erstgeborenen aus den 12 Stämmen sollten nicht jedes Mal erneut in der Geschichte Israels gezählt und auf diesen Dienst vorbereitete werden. Der Grund lag darin, dass die Stämme nicht direkt in die internen und externen Aufgaben des Heiligtums verwickelt werden sollten, sondern nur ein Stamm hierfür verantwortlich ist.

Diesem Konzept der Auswechslung unterliegt das Thema Substitution – Ersatz. Denn als Gott bei der letzten Plage alle Erstgeborenen (an Menschen und Vieh) tötete, verschonte er alle Erstgeborenen des Volkes Israel, die ihre Hauseingänge mit dem Blut der Lämmer versehen hatten (V. 11-13). Es waren die Erstlinge, an denen Gott schonend vorüber ging. Sie sind Gott geheiligt, gehören ihm und müssen entweder durch Geld oder Menschen ausgelöst werden. Werden sie aber durch Menschen ausgelöst, müssen diese Gott durch ihren Dienst immer zur Verfügung stehen. Dieses theologische Konzept des Ersatzes kommt hier und auch sonst noch in der Schrift zur Anwendung.

Wenn also schon Gott Anrecht auf das Erste hat (Nu 14,19), dann bedeutet dies auch, dass der Rest und das Übrige ihm ganz gehört und heilig ist. Das gilt dann auch für ganz Israel, wenn die Priester und Leviten als Erstling heilig sein sollen, dann ist auch ganz Israel eine heilige Nation. Ist die Erstlingsgabe vom Teig heilig, so ist auch der ganze Teig heilig; und wenn die Wurzel heilig ist, so sind auch die Zweige heilig (Röm 11,16).

Da die Leviten Gott nun besonders (ab dem 25. oder 30. Lebensjahr) zum praktischen Dienst an Stiftshütte und im Gottesdienst zur Verfügung stehen sollen, werden sie auch den verantwortlichen Priestern offiziell in diesem Alter zum Dienst übergeben.

Eine der Mutter Israels, Lea, brachte sechs Kinder zur Welt. Levi war der dritte Sohn. (Ex 29,14). Levis drei Söhne hießen Gershon, Kohath und Merari. Dieser Stamm mit den verantwortlichen Leitern zeltete nach ihren Untergruppen von Süden her, über Westen und Norden um das Bundeszelt herum. Gegen Osten aber, vor dem einzigen Zugang campierte Aaron als erster Hoherpriester (mit seinen jetzt nur noch 2 Söhnen) und Mose. Sie zusammen mit dem dann dahinter campierenden stärksten Stamm Juda, garantierten die Leitung und den Schutz des Heiligtums und der rechten Anbetung Gottes.


NT – Markus 11,27-33 – Bilder, Symbole und Jesu Autorität

Die Angriffe gegen Jesus gehen weiter. Doch er, der Sohn Gottes, erkennt die Hinterlist seiner Opponenten. Eigentlich sind beide konträre Oppositionsparteien. Die Herodianer einerseits unterstützen die Dynastie des Herodes und sympathisieren mit dem römischen Imperium, die Pharisäer dagegen wollen die römische Herrschaft beenden und warten auf ihren Messias. Mit ihrer abgesprochenen Fangfrage wollen sie Jesus zur Anklage bringen. Er aber bittet sie, ihm eine Steuermünze zu zeigen, die das Abbild des Caesars Tiberius trägt. Seine Antwort, wenn sie dem Kaiser gehört, in seinem Besitz ist, soll man sie an den Kaiser wieder zurückgeben.

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Aber mit der angedeuteten Anspielung auf Gott und sein Bild: Weil der Mensch im Ebenbild Gottes geschaffen ist, ist er schöpfungsmäßig Besitz Gottes. Jesus ruft auf, Gott zu geben, was ihm zusteht. Damit ist jeder aufgerufen, IHM zu dienen, auch auf finanzieller Ebene. Damit ist der Mensch Gottes sowohl dem Staat, aber noch mehr dem Reich Gottes verantwortlich Dies gilt aber nur solange als die Regierung nicht gegen Gottes Willen auftritt und Ungehorsam gegen Gott fordert. (Apg 5,29; Rö 13,1-7; 1Petr 2,13-14).

Wir lernen, dass auch Oppositionsparteien sich fadenscheinig aus Gründen der Macht- und Finanzgrünen immer wieder zum Schaden gegen Fromme und Christen vereinigen. Deshalb sollen verantwortliche Christen genauso schlagfertig und apologetisch wie Jesus vorgehen, besonders, wenn von diesen und Lobbyisten neue Gesetze für den Bundestag vorbereitet werden, die das Gottesbild und die daraus folgende christliche Ethik verändern oder zerstören sollen.

Weiter lernen wir, dass gottgewollte Autorität in beiden Welten, im Irdischen und Geistlich-himmlischen, als Sein Prinzip der Weltlenkung anerkannt werden muss.

Abschlussgebet

Abendliches Gebet um Frieden

O Gott, von Dir kommt alles heilige Verlangen, jeder gute Rat und jede gerechte Tat. Gib uns, Deinen Dienern, den Frieden, den die Welt nicht geben kann, damit unsere Herzen willig sind, Deinen Geboten zu folgen. Befreie uns von der Furcht vor unseren Feinden, damit wir unsere Tage in Ruhe und Frieden verleben können. Durch die Verdienste unseres Heilandes Jesus Christus. Amen.

Abendliches Gebet um Schutz

Wir bitten Dich, o Herr: erleuchte unsre Finsternis und beschütze uns durch Deine große Barmherzigkeit vor allen Gefahren dieser Nacht, um der Liebe willen Deines einzigen Sohnes, unseres Erlösers, Jesus Christus. Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.Abend

20. JUNI – HAUSKIRCHE

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Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Schriftteil

AT– 4. Mose /Numeri 1,44-55

https://www.bibleserver.com/EU/4.Mose1,44-55

Gebet – Psalm 142

https://www.bibleserver.com/LUT/Psalm142

NT – Markus 11,27-33

https://www.bibleserver.com/EU/Markus11%2C27-33


Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT – 4Mo/Numeri 1,44-54 – Die Leviten und ihr „Pufferdienst“ ums Heiligtum

Zählen oder nicht zählen, auch zu welcher Zeit und zu welchem Dienst, darauf kommt es in der Heilsgeschichte Gottes an. Der lange Abschnitt der wichtigen Zählung wurde hier ausgelassen. Während die Musterung aller Männer ab 20 Jahren auf den Militärdienst ausgerichtet war, teilweise später diese auch für Großprojekte und Bauten verpflichtet wurden, diente diese Statistik auch als Kopfsteuer, um die Finanzierung des Staates zu regeln.

Von dieser Musterung war der Stamm Levi, zu dem auch Mose und Aaron gehörten, ausgenommen. Doch bei ihnen erfolgt später auch eine Zählung. Über ihren früheren Einsatz und Eifer, den Götzendienst abzuwehren oder sich wegen der Anbetung des goldenen Kalbes bei der Strafaktion gegen die eigenen Brüder zu beteiligen – als sie 3000 Götzendiener töteten – sei hier hingewiesen. „Heilig dem Herrn“ bedeutete jetzt für den Dienst der Leviten auch, einen heiligen menschlichen Puffer (V 53) bestehend aus reinen Dienern Gottes, um das Heiligtum herum zu legen. Ihre Zelte umkreisten direkt die Wohnung des Zeugnisses, in der die beiden Tafeln mit dem Willen Gottes aufbewahrt wurden. Ihr Dienst bestand darin, für die Unterhaltung, den Ab- und Aufbau, den Transport und den Schutz des Bundeszeltes, der beweglichen Zeltkirche, verantwortlich zu sein. Sie hatten sowohl beim Transport als auch beim längeren Aufenthalt an einem Ort darauf zu achten, dass sich weder Ausländer noch Fremdlinge oder der normale Volksgenosse unmittelbar dem Heiligtum näherte. Dies sollte verhindern, dass der Zorn Gottes auf das Volk käme. Sie waren Diener Gottes und ein heiliger Puffer. Fremde, die dies nicht beachteten, sollten mit dem Tod bestraft werden (V 51b).

Damit beabsichtigte Gott, dass seine Heiligkeit auch weiterhin nicht vergessen werden sollte. Sein Volk sollte ihn weiterhin fürchten und lieben, sich ihm jedoch nicht in überschwänglicher Vertrautheit nahen. Eine Art von Kumpelei würde sogar als große Torheit und Sünde angesehen werden. Mose musste selbst am brennenden Busch seine Sandalen ausziehen. Auch der Hohepriester durfte nur einmal im Jahr das Allerheiligste betreten.

Jesus selbst ist als der bessere Hohepriester in das bessere himmlische Heiligtum eingetreten. Auch sein neutestamentliches Priestervolk, das nicht mehr durch den Vorhang vom Allerheiligsten getrennt ist und auch kein Pufferpriestertum um den Altar kennt, es soll sich weiterhin mit heiliger Ehrfurcht seinem Gott nahen. Eine überschwängliche Vertrautheit und Kumpelei im Gottesdienst mit Gott im Gebet, durch Lieder und Verhalten ist weiterhin Torheit und Sünde. Auch uns gilt, wenn wir uns Gott nahen, folgendes Wort: Darum, weil wir ein Reich empfangen, das nicht erschüttert wird, lasst uns dankbar sein und so Gott dienen mit Scheu und Furcht, wie es ihm gefällt; Hebr. 11,29 denn unser Gott ist ein verzehrendes Feuer.


NT – Markus 11,27-33 – Autorität, dem Autorität gehört und folgen

Streitgespräche sind wichtig, wenn am Ende das erstrittene Ergebnis angenommen und umgesetzt wird. Hier findet das Gespräch zwischen der religiösen und politischen Elite Judäas statt. Sie konnten sich die entstandene Unruhe im Tempel und den Finanzverlust im Handel nicht durch Jesu Tempelreinigung gefallen lassen. Die Befragung, die durch den im Hintergrund operierenden Hohen Rat / Synedrium eingeleitet wurde, soll durch Jesu Antwort die verwerfliche Moral der Führungsschicht offenbaren.

Es ist Jesus, der die Autorität hat und die wichtigen Fragen stellt. Er stellt die Fragen, die sie aus politisch und taktischen Gründen nicht beantworten wollen. Denn sie wussten, dass das gesamte Volk der Botschaft der Buße und Änderung des Lebenswandels, die Johannes predigt folgte, sie aber nicht. Würden auch sie der gleichen Botschaft Jesus folgen, müssten sie seine Autorität annehmen, ihm folgen und ihr politisch und moralisch verkommenes System ändern. Nicht sie haben das Recht über Jesus zu Gericht zu sitzen, sondern Jesus über sie. Damit erklärt sie Markus als unterlegten, beweist Jesus als Sieger, Held und wieder als Sohn Gottes. Sollten nicht seine Zuhörer ihn und seine Autorität annehmen und ihm folgen?

Abschlussgebet

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

19. Juni – Hauskirche

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Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Schriftteil

AT– 4. Mose /Nummeri 1,1-19

https://www.bibleserver.com/EU/4.Mose1,1-19

Gebet – Psalm 141

https://www.bibleserver.com/LUT/Psalm141

NT – Markus 11,12-25

https://www.bibleserver.com/EU/Markus11%2C12-25


Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT – 4. Mose/Numeri 1,1,-19Wehrpflicht für das Heilige Volk

Nach der LXX (griech.) und Vulgata (lat. Übersetzung) wird das 4. Buch Mose „Zählungen“ genannt, die in K 1 und 26 als Volkzählungen durchgeführt werden. Doch die Juden nennen sie nach dem 5. Wort in der hebr. Bibel bemidbar (Wüste) – „In der Wüste“. Es geht hier treffend um die Ereignisse des wanderten heiligen Gottesvolkes in der beinahe 40jährigen Wüstenzeit. Diese wird in der Mitte des Buches in K 10-20 behandelt. Eingeleitet werden die zentralen Ereignisse durch die vorangestellte Organisation des Volkes und weitere Priestergesetze (K 1-9).  Gegen Ende, mit dem Tod des ersten Hohenpriesters, beginnt die Eroberung des Ostjordanlandes (K 21-36).

Die Besonderheit des Buches ist die situationsbezogene Darstellung, die teilweise topologisch teilweise chronologisch je nach Situation behandelt wird, wie es sich immer im Leben von Gemeinschaften – oft nicht vorhersehbar – ereignet. Die Hauptbetonung liegt jedoch auf dem heiligen und treuen Gott, der an allen Örtlichkeiten und in allen Situationen gegenwärtig ist, der richtet, selbst Aaron und Mose, aber doch gnädig ist und sie ins verheißene Land bringen will (K 14,8). Das Buch ist auch typologisch und enthält für das neutestamentliche Volk Illustrationen und geistliche Anwendungen auf Jesus und die christliche Gemeinde.

Gott befahl Mose und Aaron nachdem sie bereits ein Jahr aus Ägypten ausgezogen waren und das Zeltheiligtum nach Gottes Vorschrift errichtet hatten, nun sich auf den baldigen ersten Aufbruch vorzubereiten (K 10,11+12). Für solch eine Volkswanderung, Logistik und Schutz der Menschen bedarf es Organisation und Planung. Der Hauptzweck einer damaligen Zählung war jedoch ein militärischer. Wie bereits zuvor in Ex 30,11-16, so auch später bei König David (2Sam 24), werden hier die wehrfähigen Männer gemustert. Mose erhält durch Gott den Auftrag zu dieser Zählung und sucht die Unterstützung von jeweils einem Hauptverantwortlichen der Stämme, der dies durchführen soll. Interessant ist, dass sich die Zählung der 12 Stämme an der Reihenfolge der Mütter: Lea, Rahel und der Leihmütter (Mägde) orientiert. Da der Stamm Levi nur in einen geistlichen Krieg zieht, den Kriegsvolk geistlich voran- und mitgeht, entfallen sie (V179. An ihrer Stelle werden die beiden Söhne Ephraim und Manasse eingefügt.

Open Petition.at – Wehrpflicht ja oder nein?

Dies hier ist eine vorsorgliche Zählung. Es besteht zurzeit keine Sorge oder Anlass zum Krieg oder zur Verteidigung des Volkes. Aber doch gehört diese Zählung, die so kurzfristig vorgenommen wurde, zur äußeren Konstituierung, zur Bildung und Organisation des Volkes Gottes. Diese äußere Ordnung reflektiert die innere Ordnung und Organisation des Heiligtums mit ihrer Priesterschaft. In kürzester Zeit, an diesem Tag, wurden alle wehrfähigen Männer, Name um Name, in Listen eingetragen. Schon während der Wüstenwanderung wurde das Volk Gottes als heilige, geordnete und gut strukturierte Gemeinde angesehen.

Ist solch eine gute und geistliche Ordnung auch für die heutige christliche Gemeinde wichtig? Soll die Gemeinde ihre vorhandenen (oder bereits verlorenen) Schafe zählen? Noch mehr, hat sie eine Liste von denen aufgestellt, die einsatzfähig sind, mit „Mose und Aaron“, mit den Gemeindeverantwortlichen, zu kämpfen? Wenn dies schon für das heilige Volk Gottes und ihren Schutz und Einsatz damals notwendig war, sollte sich dann nicht auch jede Mission, jede Ortsgemeinde und Gesamtkirche mit dieser Aufgabe befassen und dafür Menschen beauftragen, solche Listen aufzustellen und sie zu betreuen? Aus einer guten Gemeindestatistik können viele Einsichten, Bewertungen, Schlussfolgerungen, Neuorientierung und Zielsetzungen entstehen, wenn sie da ist. Denn wenn schon die Statistikämter monatlich für das Land und den Staat ihre Statistik erstellen, wieviel mehr ist dies für die christliche Gemeinde, Kirche und das Reich Gottes wichtig! Die gesamte Unterhaltung und Entwicklung eines Staates hängen davon ab.

Weiter sollten auch alle gläubigen Menschen bereit sein, sich verpflichtend in Gemeindelisten einzutragen. Feste Gemeindemitgliedschaft ist wichtig für geistliches Wachstum und effektives Gemeindewachstum. Sich dort zu registrieren und einzutragen ist biblisch. Gott trägt sogar in das Buch des Lebens ein oder aus (Offb. 20,12.15.19).

Aber noch wichtiger ist für die Ausbreitung des Evangeliums, dass Listen der Ekklesia Militans (der noch kämpfenden Kirche Christi) aufgestellt werden. Die christliche Gemeinde braucht heute solche, die mit dem Gemeindehirten kämpfen und ihn in den verschiedenen Bereichen der Evangelisation unterstützen. Die Tendenz, sich nicht mehr aktiv in Vereine und Gruppierungen zu engagieren, findet man heute bei Jung und Alt. Wollen wir uns ermutigen lassen, nicht nur feste Gemeindeglieder zu werden (und zu werben), sondern uns in die Liste der noch mit dem Evangelium Kämpfenden einzutragen.


NT – Markus 11,12-25 Neue Reformation: Gebetshaus Jesu für alle Völker

Schon Jeremia hatte dem Volk und den Priestern vorgeworfen, dass sie den Tempel als Unterschlupf und Versteck wie Räuber benutzten, um sich fälschlicher Weise sicher zu fühlen (Jer 7,11-15). Die Hohenpriester, die die religiöse und politische Hoheit über Judäa (durch die Römern) innehatten, trieben um den heiligen Tempel einen profitorientierten Handel, der den heiligen Gebetsort entweihte. Diese Räuberhöhle ist nun eher das Zentrum für einen gut florierenden Tierhandel, Finanzumschlagplatz mit Essensangeboten. Durch Jesu tatkräftiges Handanlegen und wortgewaltiges Einschreiten greift er in die Wirtschafts- und Finanzhoheit der Hohenpriester und Oberschicht ein, die ihn danach auch gleich töten wollten.

Die anschließende Verfluchung des Feigenbaums, ein Bild für das in seinem Schatten sitzende Volk Israel, spricht prophetisch von der zukünftigen und endgültigen Zerstörung des Tempels, wie damals in Silo und bei der Wegführung in die babylonische Gefangenschaft. Dies geschah dann für immer im Jahre 70 n. Chr. durch Titus.

Das Heiligtum und Gebetshaus seines Vaters waren schon zur Jugendzeit Jesu das innerste Anliegen seines Herzens. Dies war sein zentrales Anliegen, erlöste Menschen dorthin zu sammeln. Dies Heiligtum war damals durch den Einfluss des Handels und der Finanzen verunreinigt worden und musste zuerst davon gereinigt werden. Jesus spricht weiter auch prophetisch, dass, wenn dies durch die Versöhnung am Kreuz geschehen ist, – der Tempelvorhang zerrissen – dann Sein Gebetshaus für alle Völker geöffnet werden wird. Schon Jesaja (56,6-8) spricht von den Fremden, die sich dem Herrn zugewandt haben und ihn lieben, diejenigen, die Gott aus allen Völkern zusammenbringen wird in das Gebetshaus für alle Völker. Dies ist das Ziel der gesamten Mission Jesu.

Jesus weist die Gemeinde darauf hin zu achten, dass nicht Handel, Wirtschaft und Finanzen in das Zentrum dieser nun internationalen Gebetsstätte – in die Kirche Gottes – einziehen und dort herrschen. Dies würde den Geist des Gebets zerstören. Die Reinigung von diesen Einflüssen soll eine ständige Reformation sein, die er begonnen hat. Die wahre Anbetung im Geist und in der Wahrheit Gottes und Jesu muss als Zentrum jeder Gemeinde und Kirche bleiben. Alle ethnischen Gruppen aus Völkern und Sprachen, die sich Jesus Christus als ihren Herrn zugewandt haben, sind zu diesem Gebetshaus berufen.

Abschlussgebet

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

11. Mai – Barnabas-Tag

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Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.


Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen.

Heute 11. Juni:  St. Barnabas-Tag.

Die gesamte Jahreslesung hier zum Download:  http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf


Tagesspruch

„Wie lieblich sind auf den Bergen die Füße der Freudenboten, die da Frieden verkündigen, Gutes predigen und Heil verkündigen.“ (Jes 52,7)

Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.


Schriftteil

NT – Apostelgeschichte 11,22-33

https://www.bibleserver.com/EU/Apostelgeschichte11%2C22-33

Gebet – Psalm 16

https://www.bibleserver.com/LUT/Psalm16

NTJohannes 15,12-17

https://www.bibleserver.com/EU/Johannes15%2C12-17


Homilie /Anstöße zu den Lesungen

NT – Apostelgeschichte 11,22-33

Joachim Schäfer – <a href=“https://www.heiligenlexikon.de“>Ökumenisches Heiligenlexikon</a>

Grundlagen für Gemeindegründung – Lehre und Seelsorge

Die Heidenmission beginnt durch Petrus in Kapitel 10. Und schon hier in K 11 erkennen wir einige Auswirkungen. Antiochia spielt als Großstadt im römischen Reich als drittgrößte Stadt schon damals und dann in der frühen Kirchengeschichte eine bedeutende Rolle. Die Wurzeln zur Weltmission finden wir hier. Barnabas scheint zu einer Gruppe zu gehören, die ähnlich glaubten und dachten wie Stephanus (K 7,1-53). Als die Verfolgung in K 8,1 begann, wurden die Gläubigen von Jerusalem verfolgt und zerstreut. Solche mit griechisch sprechendem Hintergrund aus Jerusalem missionierten aber weiter in der von griechischer Kultur geprägten Stadt Antiochia, Syrien. Viele hörten dort zum ersten Mal das Evangelium und kamen zum Glauben an Christus. Was nun? Barnabas, Levit und Seelsorger, der bereits kurz nach der Bekehrung des Paulus mit diesen Gesprächen aufgenommen hatte, holt ihn aus dem entfernten Tarsus nach Antiochien und beginnt mit diesem begabten Lehrer eine Art Jüngerschule. Die dort jung bekehrten Gläubigen erhalten ein Jahr lang einen intensiven Glaubenskurs, eine Art Kathechese. Beide legen die Grundlage für den christlichen Glauben: Über die Umkehr von toten sündigen Werken, über den Glauben an Gott, über die Lehre von verschiedenen Taufen, auch vom Händeauflegen, von der Auferstehung der Toten und vom ewigen Gericht (Hebr.6,1+2). Erst dann erhalten die Gläubigen ihren Spitznamen. Ab dann werden sie zum ersten Mal CHRISTIANOUS -Christen genannt. Warum? Sie hatten die ganze Lehre über Christus, wie sie die Apostel überlieferten und lehrten, erfasst, verinnerlicht und vor Ort gelebt. Dies erkannten die Menschen in der damaligen Großstadt Antiochien, denn Neubekehrten leben und handeln wie Christus. Deshalb wurden sie Christianer genannt. Gott gebrauchte die beiden neuen Apostel in Seiner neuen Weltmission, Paulus als Lehrer und Barnabas mehr als Organisator und Seelsorger (Sohn des Trostes). Beide Aspekte sind sowohl für das Wachstum des persönlichen Glaubensleben als auch für eine neue Missionsgemeinde außerordentlich wichtig.


NT – Johannes 15,12-17Bleibende Frucht in der Mission erbitten

Obwohl sich diese Verse zuerst auf die zwölf ursprünglichen Apostel beziehen, sollen sie am Barnabas-Tag eine Beziehung zu Barnabas herstellen. Auch Barnabas wurde ausgewählt, um erlöst zu werden und dann als Sendbote / Nachfolge-Apostel für Christus in Seine Mission ausgesandt zu werden. Er sollte mit den anderen Aposteln (Apg 1,2) den Großen Missionsbefehl ausführen (Mt 28,18-20). Auch er wurde, wie sie beauftragt, Früchte der Liebe zu tragen. Diese Liebe zeigt sich darin (V 17), dass er selbst als Sohn des Trostes bezeichnet wird. Er bringt Paulus, den Christenverfolger, als Neubekehrten zu den ängstlichen Aposteln und begleitet ihn dann über die Jahre bis zum gemeinsamen Einsatz. Barnabas bringt, wie die Apostel, andere Menschen zu Christus (Apg 2,41-47; 4,32-35). Diese missionarische Frucht, die Barnabas so wirkte, war in Antiochien und auch sonst seiner Mission eine bleibende Frucht. Denn diese von ihm angebotene und verkündete Erlösung durch Christus ist ein bleibendes Geschenk Gottes. Was auch immer die Apostel und Barnabas im Gebet bei Gott erbeten sollten, hatte sicherlich zuerst damit zu tun, ihn zu bitten, was notwendig ist, um weitere Menschen durch die Liebe Christi zu gewinnen und zu Jüngern zu machen. Diese Bitte bewegte Barnabas beständig in seinem Herzen. Bitten auch wir den Vater in Jesu Namen, dass er Arbeiter in seine Ernte sende und dass auch wir Fernstehenden die Liebe Christi in Wort und Tat durch das Evangelium bezeugen.

Abschlussgebete

Tagesgebet zu St. Barnabas

Herr, allmächtiger Gott! Du hast Deinen heiligen Apostel Barnabas mit besonderen Gaben des Heiligen Geistes ausgerüstet. Wir bitten Dich: lass es uns weder an Deinen mannigfaltigen Gaben ermangeln noch an der Gnade, dieselben stets auch zu Deiner Ehre und Verherrlichung zu gebrauchen. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.


Mehr zum Barnabas Gedenktag aus dem Heiligenlexikon:

https://www.heiligenlexikon.de/BiographienB/Barnabas.htm

10. Mai – Hauskirche

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Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.


Schriftteil

AT– 3. Mose /Levitikus 21

https://www.bibleserver.com/EU/3.Mose21

Gebet – Psalm 132

https://www.bibleserver.com/LUT/Psalm132

NT – Markus 9,42-50

https://www.bibleserver.com/EU/Markus9%2C42-50


Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT – Levitikus 21 – Vorbilder im Verhalten für das Haus Gottes (AT & NT)

Dieses, wie auch das nachfolgende Kapitel, befasst sich mit der Heiligkeit der Priester, die in die Gegenwart Gottes treten sollen.

V 1-15 Zuerst werden die Familienangelegenheiten der einfachen Priester, dann des Hohenpriesters geregelt.

V 16-24 Danach geht es um die körperlichen Unvollkommenheiten, die zum Dienst in und um das Heiligtum untauglich machen.

Der Dienst des Hohenpriesters und der Priester im reinen, geordnenten und symbolischen-himmlischen Heiligtum

Bei den im Heiligtum diensthabenden Priestern soll die Vollkommenheit Gottes in ihrem Lebenswandel zum Ausdruck gebracht werden. Das ist ein zentrales Anliegen für die Leitung und das priesterlich lebende Gesamtvolk.

Im nächsten Umfeld des Priesters gelten deshalb für seine Familie und die Verwandtschaft besondere Heiligungsregeln. Teilweise haben einige Vorschriften mit dem Verhalten bei Tod deshalb etwas zu tun, weil den Verstorbenen in Israel keine göttliche Verehrung zusteht. Das wäre ein Verstoß gegen das erste und zweite Gebot der Gottesverehrung. Bei ägyptischen heidnischen Kult- und Trauerbräuchen war diese Verehrung bis hin zur Vergöttlichung des Pharaos üblich. Doch Tote sollten keine göttliche Verehrung bekommen. Deshalb auch im NT: Lasst die Toten ihre Toten begraben. Auch körperliche Fehler durften weder bei den Priestern noch bei den zu opfernden Tieren vorgefunden werden. Die körperliche Unversehrtheit des Dieners wie auch des Opfertieres waren gefordert. Sie sollte die Unversehrtheit Gottes zum Ausdruck bringen und die mit ihm in enger Gemeinschaft dienenden Priester. Ganz und völlig hat erst Jesus Christus, der vollkommen reine Hohepriester nach der Ordnung Melchisedeks, diese Forderung erfüllt (Heb. 9,11-14). Er war ohne jegliche Sünde von Geburt an und sündigte nie im irdischen Leben. Aus diesem Grund sollen Priester und Gläubige, sich Gott in Reinheit und im heiligen Schmuck auch Gott nahen.

Die Forderung zur Trennung von Unreinheit und zur Heiligung (reiner und guter Dienst und Lebenswandel) wird im Neuen Testament fortgesetzt. Der christlichen Gemeinde wird ihr Bischof (Aufseher) der Gemeinde als Vorbild vor Augen gestellt (1Tim 3, 1-16). Auch das Umfeld seiner eigenen Familie hat darin eine besondere Bedeutung: Frau und Kinder. Der Bischof steht hier anstelle des Priesters des Alten Testaments, gefolgt im gleichen Abschnitt von den Diakonen (AT – Leviten). Diese dienen zusammen mit dem Priester, der jetzt die AUFSICHT im HAUSHALT GOTTES hat. Auch sie dienen nun vorbildhaft zusammen mit ihren Familien. Ihr priesterliches Verhalten wird Vorbild für die Gemeinde und Kirche des neutestamentlichen königlichen Priestertums. Wie man sich dort im Hause Gottes verhält, wie man rein und heilig lebt, das obliegt ihrer Verantwortung und priesterlichen Leitung vor Gott. In der Ordinationsliturgie der Anglikanischen Kirche fragt deshalb der Bischof den Pfarrer (Priester) und auch den Diakon:

Bischof: Werdet ihr gewissenhaft euer Leben und das Leben eurer Familien gemäß der Lehre Christi gestalten und sowohl euch selbst als auch sie, so viel an euch liegt, zu heilsamen Vorbildern der Herde Christi machen?

Antwort: Ja, das werde ich, so wahr mir der Herr helfe.

Das Allgemeine Gebetbuch II (221 Seiten gratis zum Download) Speziell zum Nachlesen S. 163 mit allen Fragen und Antworten zur Einsetzung von Geistlichen.

AGB TeiI II_mit_Inhaltsverzeichnis


NTMarkus 9,42-50 Gemeinsame Salzkraft in der Nachfolge Jesu

Gemeinsame Salzgewinnung in Vietnam

Dieser Abschnitt scheint sich auf den früheren Rangstreit der Jünger zu beziehen, wer denn der Größte unter ihnen sei (V 33-35). Bei alledem geht es um das selbstlose und ernste Nachfolgen und das Verhalten der Jünger untereinander und im Dienst. Die Ernsthaftigkeit besteht darin, dass der Jünger bereit sein soll, das eigene Ich zurückzustellen, besonders wegen der Hilflosigkeit der Mindergeachteten und Kleinen. Gott will auch ihren schwachen Glauben schützen, damit sie nicht vom Glauben abfallen. Und auch die Jünger sollen bewahrt werden, nicht in der Nachfolge Jesu abzufallen. Dies würde aber dann geschehen, wenn sie sich selbst wieder in den Mittelpunkt stellen würden. Das geschieht durch stolzen Blick, stolzes Handeln und stolzen Wandel: Durch Auge, Hand und Fuß! Wenn dies aber geschehen würde, ständen sie selbst vor dem strengen Gericht Gottes und vor dem ewigen Tod.

Auch Jünger Jesu müssen sich immer wieder das Gericht Gottes vor Augen halten, dem sie endzeitlich entgegengehen. Bei allem geht es aber darum, die geistliche Salzkraft als Jünger Jesu zu erhalten. Wird die eigene Größe und Bedeutung herausgestellt, wird das Salz, die Kraft des Jüngers, wirkungslos. Wird aber das Vorbild des Meisters im eifrigen Dienst an den Schwachen und Hilflosen erkennbar, dann entfaltet sich die größte Salzkraft.

Wenn wir dies als Jüngern Jesu beachten, dann entfaltet sich auch bei uns liebende Harmonie, dem Hilflosen wird geholfen und das Umfeld unserer Gesellschaft wird durch Reich Gottes gewürzt.

Abschlussgebet

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

9. Juni – Hauskirche

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Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

Eingangsgebet

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.


Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.


Schriftteil

AT– 3. Mose /Levitikus 20

https://www.bibleserver.com/EU/3.Mose20

Gebet – Psalm 131-134

https://www.bibleserver.com/LUT/Psalm131

NT – Markus 9,30-41

https://www.bibleserver.com/EU/Markus9%2C30-41


Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT – Levitikus 20 – Verschärfte Vorschriften gegen zersetzende Moral

Bereits in Kapitel 18 und 19 wurden die meisten hier aufgezählten Themen behandelt. Der Unterschied liegt darin, dass zuvor keine spezielle Strafandrohung ausgesprochen wurde, jetzt aber die Todesstrafe oder Verbannung aus der Volksgemeinschaft angekündigt wird. Die Begründung wird gegen Ende des Kapitels geliefert (V 22+23).

Über die wirkliche Durchführung solcher Strafen finden wir in der Schrift nur wenige Beispiele. Möglicherweise wurde anstatt der Todesstrafe ein endgültiger Ausschluss aus der Bundesgemeinschaft vorgenommen. Als später der Götzendienst (die Praktiken der umliegenden ethnischen Völker wieder in Israel heimisch wurde, verzichtete man ganz auf die Bestrafung.

Zu Beginn wird der Schutz der hilflosen Kinder angesprochen, die dem Molchgötzen zum Opfer fallen. Gott ist ein Beschützer dieser Hilflosen. – Eltern und die Gesellschaft müssen sich unter das Gericht Gottes stellen, wo sie eine gute Erziehung der Kinder missachten oder sogar die Tötung der ungeborenen Kinder in Kauf nehmen oder aus egoistischer Selbstbestimmung dies bewusst fördern (Mein-Bauch-gehört-mir-Ideologie).

Bezüglich der Beschwörer und Zeichendeuter, eine Praxis der umliegenden Völker, geht es hauptsächlich darum, dass diese Art von Spiritismus sich mit dem Totenkult beschäftigt, Tote über die Zukunft zu befragen. Diese Toten nehmen angeblich Kontakt zu den Göttern oder Gott auf, an dem Ort, wo sie sich befinden, und können durch den Schleier des Todes und der Zukunft hindurchblicken und somit Antworten für die Gegenwart geben. Beispiel dafür finden wir bei König Saul (1 Sam 28,7ff). Als Folge seiner Übertretung muss er aber sterben (1Chr 10,13-14). Auch Jesaja spricht diese Praxis zu seiner Zeit an. Anstatt Gottes Weisung (Thora) und Offenbarung durch die Priester und Propheten zu suchen, befragte das Volk die Totengeister. Dieses Suchen führte die Menschen in die äußerste Dunkelheit, Angst und sogar Hungersnot.

Alle Menschen, die sich mit diesen Bereichen der Zukunftserforschung für ihr Leben beschäftigen, ob durch Horoskop, Handlinienlesen, Pendeln oder übermäßiges Vertrauen allein auf die Wissenschaft, sollen aber für die persönliche Zukunft zuerst die Weisung Gottes und Offenbarung Gottes in Bibel und Predigt für ihr Leben suchen. Nur so werden sie durch Gott eine erleuchtete und freudvolle Gegenwart mit einem erfüllten Leben erfahren.

Alle die hier deutlich angesprochenen sexualen Auswüchse und Unarten, vor denen Gott sein Bundesvolk warnt, werden aber von den Völkern und Rassen (Volksstämmen), angefangen von Ägypten bis zum Land Kanaan und darüber hinaus, praktiziert. Gott verbietet diese damals schon als modern bekannte sexuelle Revolution jedoch für das Volk Gottes. Denn diese unmoralischen Völkerethik würde nicht nur die Grundlage einer heiligen Familienstruktur, die eines erfolgreichen Landes, sondern auch den Glauben und die Beziehung zum Erlösergott zerstören. Denn wer diese verwerfliche Moral praktiziert, lebt nach einer anderen Philosophie, folgt einem Götzenglauben und nicht dem einzigen Jahwe Gott. Dieser Mensch glaubt an einen anderen Gott (Idee-idol). Darum auch die Aufforderung in V 21-23. Ihr sollt die Sitten der Leute (Völker), die ich vor euch vertreibe, nicht annehmen. Denn sie haben all diese Dinge getan und ekelten mich damit an.


Evangelische Kirche Berlin auf dem Christopher Street Day dabei !

Bericht der Ev. Kirche Berlin nachlesen – oben oder unten anklicken.

https://www.evangelisch.de/inhalte/158226/16-07-2019/evangelische-kirche-berlin-auf-dem-csd-dabei


Sind heute Veranstaltungen wie Christopher Street Day (CSD nicht schon das Normale für eine tolerante Gesellschaft? Finden denn auch Christen dieses bunte Treiben schick und interessant? Selbst die Ev. Kirche von Berlin ist mit dabei, zieht im CSD-Festzug mit, bleibt aber dem jährlichen Marsch für das ungeborene Leben – zwischen Reichstag und Berliner Dom – fern. Fragen wir uns auch, was ist denn das für eine kultur- und moral-auflösende Ideologie, wer sind die Förderer, die sich stolz die Veränderung der biblischen Moral auf die Fahne geschrieben haben? Sie durchsetzen Kirchen und Politik, um denen ihre heidnische Ethik aufdrängen, die nach christlicher Ethik in der Kirche Gottes leben wollen. Wird es nicht bald dazu kommen, dass biblisch orientierten Kirchen vorgeworfen wird, dass sie dieser moral-auflösenden Ideologie gegenüber intolerant und feindlich eingestellt sind, weil sie an ihrem überlieferten Glaubensgut festhalten wollen? Für bekennende Christen aber gilt: Gestaltet euer Leben nicht nach den Satzungen der Völker dieser Welt. Stellt Wächter und Verteidiger vor dem königlichen Priestertum und Heiligtum auf. Gestaltet euer Leben in dieser Welt nach dem Ebenbild Gottes und Christi. Solch eine christliche Kirche wird aber immer, wie Ihr Herr selbst, Angriffe durch solche intoleranten Gegner erleben müssen, während sie Anstöße zum Leben und Zeugnis für die Welt gibt.


NTMarkus 9,30-41 Anerkennung und anerkannter Dienst

Die noch nicht so recht im Glauben stehenden Jünger werden von Jesus über den Zweck seines Kommens und sein Kreuzesleiden von Jesus belehrt, verstehen es aber nicht. Möglicherweise haben sie verstanden, dass Jesu Dienst zu Ende geht, und sie haben sich ihre Gedanken über die Nachfolge gemacht. Wer hat die besten Karten, wer kommt in Frage, wer ist der Anerkannteste unter ihnen? Jesus erkennt dieses ungeistliche und menschliche Denken der Apostel und zeigt ihnen die wahre Größe eines Leiters im Reiche Gottes. Es ist jemand, der sich nicht ins Rampenlicht drängt und öffentliche Anerkennung sucht, sondern jemand, dessen Charakterzug sich darin zeigt, dass er im Hintergrund einen herzlichen Dienst an Hilflosen und Schwachen tut. Dies ist die wirkliche Stärke eines zukünftigen Leiters. Ist Jesus in seinem Dienst nicht selbst das Vorbild?

Weiter spricht er einen negativen kritischen Blick bei seinen Jüngern an. Sie kritisieren und petzen, über andere, die einen ähnlichen Dienst wie Jesus tun. Ein zukünftiger Leiter im Reich Gottes, so sagt Jesus, muss solch eine großzügige positive Haltung anderen gegenüber haben, die sich ähnlich für das Reich Gottes einsetzen. Vorausgesetzt natürlich, dass auch sie in diesem Dienst Gutes im Namen Jesu tun.

Gott schützt also den Dienst an den Kleinen und Schwachen und auch die, die nicht in „apostolischer Nachfolge“ stehenden Dienste oder christlichen Gemeinschaften. Vielleicht können gerade die zwar näher an Jesu stehenden Apostel noch etwas von dem Einsatz und charakterlichen Haltung anderer für sich im Dienst für das Reich Gottes lernen.

Bewerten wir doch unsere Haltung zur persönlichen Anerkennung und Dienst an den Schwachen. Beobachten wir auch unsere Haltung gegenüber anderen Christen und christlichen Bewegungen, die im Namen Jesu Erfolg verzeichnen.

Abschlussgebet

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

8. Juni – Hauskirche

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Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.


Schriftteil

AT– 3. Mose /Levitikus 19

https://www.bibleserver.com/EU/3.Mose19

Gebet – Psalm 129-130

https://www.bibleserver.com/LUT/Psalm129

NT – Markus 9,14-29

https://www.bibleserver.com/EU/Markus9%2C14-29


Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT – Levitikus 19 – „Anders-Sein“ als Zeugnis für den Rest der Welt

Das vorherige Kapitel 18 in Verbindung mit K 20 ist eine erweiterte Auslegung des Gebotes um den Schutz der Ehre (7.). Dieses Kapitel beschäftigt sich allgemein noch einmal mit den restlichen Geboten und zielt auf das Zentrum: „Ihr seid heilige, denn ich bin heilig!“ Diese Aussage Gottes kann auch so übersetzt werden, dass das Heilig-Sein nicht als Forderung, sondern als eine Feststellung beschrieben wird. Sie begründet sich darin, dass das Volk und der Einzelne sich mit dem Herrn durch den Bundesschluss vollkommen identifizieren sollten. Identifikation ist dann das Sein und Werden mit Gott.

Beachtenswert ist die Überleitung, dass die Kinder die Autorität der Eltern so achten sollen wie Gesamtisrael die Sabbatruhe Gottes achtet. Eltern stehen symbolisch und wirklich anstelle Gottes für ihre Kinder. Wenn sie lernen die Autorität der Eltern zu achten, werden die Kinder, wenn sie erwachsen werden, auch die Autorität Gottes achten und sich an die restlichen Gebotes Gottes halten. Vorangesetzt wird für den Rest des Volkes die Einhaltung der Sabbatruhe als Zeichen des Bundesvolkes mit Gott. Alle die nun folgenden Gebote und Einzelvorschriften sind in der Andersartigkeit und vollkommenen Gutheit Gottes verankert. Sie dienen dem Volk Gottes als Schutz vor alten und neuen heidnischen Praktiken der damaligen Umwelt. Begründet werden diese alle mit V 36b+37: Jahwe Gott hat Israel aus der Gefangenschaft Ägyptens – ihrer Götter und Praktiken – herausgeführt mit dem Ziel, jetzt nach Gottes Willen zu leben (Ex 20,2).

Kronreif des Hohenpriesters – HEILIG DEM HERRN

Bei diesem Heilig-Sein geht es um die Identifikation des Menschen mit der Andersartigkeit Gottes nach seinem Recht, seiner Moral und der Umsetzung in den Alltag. Der Gläubige soll – aufgrund der gnädigen Rettung Gottes aus der Gefangenschaft Ägyptens – zuerst die Autorität und das Recht Gottes anerkennen, aber im gleichen Zusammenhang darin Gottes Liebe zu ihm entdecken. Dieses Motiv der Liebe Gottes soll zuerst im persönlichen Leben seinen Platz finden. Von dort aus soll es in die Gemeinschaft der Stammesgeschwister fließen. Liebe gibt es an sich nicht isoliert, denn sie ist immer auf die Gemeinschaft ausgerichtet. Neben dem Rechtsverständnis hat deshalb das Liebesverständnis zentrale Bedeutung für das persönliche Heilig-Sein des Gläubigen. Das Liebesverständnis für Israel wird aber mit Jesu Kommen und seiner Lehre im neuen Bundesvolk auf alle Menschen ausgeweitet. Zuerst auch auf die Glaubensgenossen, dann aber auf alle Menschen. Auch der noch in Gottesferne lebende Ungläubige wird zu unserem Nächsten und damit zum Objekt der Liebe Gottes. (Lu 10,25-27; Röm 13,9; Gal 5,14; Luk 6,35). Die Heiligkeit Gottes in unseren Herzen wird durch das Motiv der Liebe immer wieder entzündet und verkündet durch unser Leben Gottes vollkommene und gute Andersartigkeit in unserer nächsten Umgebung. Sind wir uns dessen bewusst?


NTMarkus 8,14-29

In Kap 6,7ff hatte Jesus seine Jünger unterwiesen, eingesetzt zu predigen, zu heilen und Dämonen auszutreiben. Der in Kapitel 9,1-13 auf dem Berg der Verklärung bestätigte Gottessohn kommt zurück und trifft im Tal die verzweifelte Menge, die Eltern und die Jünger, in ihrer Ohnmacht. Jesus, der Gottessohn, zeigt seine Vollmacht gegenüber seinen ohnmächtigen Jüngern darin, dass er den in seiner Gottesebenbildlichkeit (durch die Dämonen) zerstörten Jungen durch sein Machtwort wieder in seine ursprüngliche Bestimmung einsetzt und heilt. Auch damit wird wieder die These (Mr 1,1) erneut bestätigt, dass nur er der Gottessohn ist.

Die Lektion aber, die Jesus seinen Jüngern und der Kirche damit geben will, ist folgende: Vollmacht und Heilung (zur Heilung und Gottesebenbildlichkeit) geschieht nur durch den Glauben der Betroffenen oder deren Stellvertreter und durch den Glauben und das anhaltende Gebet der eingesetzten und berufenen Diener. Durch Glauben und Gebet hat Jesus selbst Teil an der Vollmacht Gottes, und damit geschieht das Wunder, das der Junge wieder als Geschöpf Gottes geheilt und wiederhergestellt wird. Spätere Handschriften fügen in V 29 hinzu “und Fasten“.

Tiefer Glaube, Gebet und Fasten lassen uns und die Kirche an der Vollmacht Gottes teilnehmen. Böse Geister und Ideologien zerstören heute immens das Ebenbild Gottes im Menschen. Die Kirche Christi hat den Auftrag, diese mächtigen Ideologien und Gedankengebäude niederzureißen. Die Vollmacht erhält sie durch Glauben und Gebet.

Abschlussgebet

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

6. Juni – Hauskirche

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Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.


Schriftteil

AT– 3. Mose /Levitikus 17

https://www.bibleserver.com/EU/3.Mose17

Gebet – Psalm 126-128

https://www.bibleserver.com/LUT/Psalm126

NT – Markus 8,31-9,1

https://www.bibleserver.com/EU/Markus8%2C31-38


Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT – Levitikus 17– Blut ist Leben – Leben von Gott

Mit Kapitel 17 beginnen die Heiligkeitsgesetze (K 17-26), die das Land und die Leute heilighalten sollen, um dadurch die Gegenwart eines heiligen Gottes in ihrer Mitte zu verkünden.

Während die vorigen Kapitel Sünde und Unreinheit / Reinheit behandelt haben, gehen die restlichen Kapitel auf die Übertretungen ein, für die es keine rechtliche Hilfe oder Lösung mehr gibt. Dieses besondere Kapitel überbrückt die Anordnung und führt zur Anwendung der Vorschriften

V1-9 Alle Opfer gehören dem Herrn. V 10-14 Das Blut darf nicht als Speise verzehrt werden, weil es eine gottbestimmte Funktion hat. V 15-16 Reinigung soll beachtet werden.

Warum gibt es koschere Gesetze für orthodoxe Juden? Warum schächten, schlachten religiöse Menschen ohne Betäubung? Warum müssen Haustiere beim Heiligtum geschlachtet werden und nicht auf freiem Feld? Warum gibt es soviel Getue um das Blut? Was bedeutet das Blut?

Dieses Kapitel 17 ist das Herz und Zentrum des Buches Levitikus. Das Blut steht für das Leben. Es bringt alle lebensnotwendigen Substanzen in den Körper, damit alle Organe versorgt werden können und er leben kann. Doch das Vergießen bringt das Ende des Lebens und den Tod mit sich.

Wichtig zum Verständnis ist die Schöpfungsordnung Gottes, dass er das Leben geschaffen hat, Menschen und Tiere, und dieses Leben auch würdig behandelt werden soll.

Eine andere Gesinnung finden wir von Anfang an bei allen restlichen Völkern. Sie verehren Jagdgötter, Feldgötter, Saturn, Pan, u.a. Als Israel aus Ägypten auszog nahmen sie deren heidnische Schlachtgebräuche mit und opferten wie sie, bei jeder Schlachtung, den „Feldgeistern“. Deshalb hier die Anordnung V 5: Die Israeliten sollen ihre Schlachtopfer, die sie (wie die Ägypter) noch auf freiem Feld opfern, und V7: … sie sollen von nun an nicht mehr den Dämonen opfern, denen sie nachhuren.

Diese Feldgeister sind mythologisch als Halbwesen anzusehen. Sie werden oft auf zwei Ziegenbockbeinen stehend, mit männlichem erotischem Oberkörper, Menschenkopf mit Ziegenbockohren und -Hörnern, dargestellt, die dann auch noch Frauen verführen (V7).

Das heilige Blut darf aber nicht in solche Beziehung zu Götzen und Naturgöttern gebracht werden. Deshalb hier die Aufforderung, von nun an diese Schlachtungen nur in heiliger Umgebung der Stiftshütte und nur durch die Priester Gottes durchführen zu lassen. Doch außerhalb Israels finden wir diese heidnische Handhabe noch bis zur Zeit des Paulus auch später noch in der Geschichte wieder. Er spricht in dieser Beziehung darüber, das Gewissen von schwachen Gläubigen zu belastet, wenn im Götzentempel Götzenopferfleisch gegessen wird (1 Kor 8,1-10). Auch zu seiner Zeit wurde durch einen heidnischen Priester die Schlachtung an einem heidnischen Tempel eingeleitet, das Blut dort für heidnischen Götter vergossen. Erst danach konnte das Fleisch verkauft und gegessen werden.

Doch das Leben ist im Blut, es steht synonym für Leben an sich und gehört dem wahren Gott, der darüber wacht. Er ist allein Spender alles Lebens und hat allein das Recht auf Leben und Tod.

In diesem Zusammenhang verstehen wir, dass die Menschen zurzeit Jesu geschockt waren als er sprach: Wer mein Fleisch ist und mein Blut trinkt, der hat das ewige Leben (Joh 6,54).

Bild von Gerd Altmann auf Pixabay 

Wenn nun das Neue Testament vom Blut Jesu spricht, das wie bei einem Opfer in der Stiftshütte oder im Tempel ausgegossen wird, meint es den Tod Jesu. Durch das Ausgießen seines unschuldigen Lebens als Stellvertreter an unserer Stelle, wird die Sühnung unserer Sünden vor Gott bewirkt. Deshalb wird dem Sünder durch das Blut Jesu vergeben, damit er ewig leben kann. Alle Gläubigen werden aufgefordert, das Blut Jesu immer wieder als heilig und als das Wertvollste zu achten. (Hebr 10,19-24) Es soll unsere Nachfolge und unsere christliche Gemeinschaft erneuern und formen.


NTMarkus 8,31 – 9,1 Christusbekenntnis und Kreuzesnachfolge

Das Christusbekenntnis des Petrus, die Kreuzesnachfolge für seine Jünger und sein Tod sind die Mitte des Markusevangeliums (8,31-10,52).

Gegenüber dem Urteil vieler Menschen bekennt sich Petrus zunächst zum Menschensohn (Dan 7,13ff), der leiden, sterben und auferstehen wird. Damit werden mit dem Petrusbekenntnis gleich drei wichtige Glaubenswerke Jesu mit seiner Person verbunden, die dann auch im apostolischen Glaubensbekenntnis ihren Niederschlag finden. Diese Lebensabschnitte sind heilsnotwendig für den rettenden Glauben. Petrus aber, vom Teufel angefochten, widerspricht gleich anschließend ganz ungläubig dem Heilsplan Gottes und wird von Jesus getadelt.

Warum dieser plötzliche Glaubenswandel? Petrus versteht den Meister deshalb nicht, weil er die Leidensnachfolge seines Meister noch nicht für sich angenommen hat.

Zur Nachfolge Christ gehört einmal die Aufgabe des Egoismus und die Bereitschaft zum Martyrium, zum Leiden. Dieses muss er noch lernen. Die von Jesus dann an alle Jünger und das Volk verkündigte Aufforderung zur Nachfolge unter den Kriterien der Selbstverleugnung und Leidensnachfolge ruft zur persönlichen Entscheidung aller auf.

Wer sich dazu bekennt wird in der Herrlichkeit angenommen werden, wer diese Nachfolge ablehnt, dessen wird sich der Menschensohn auch in der Ewigkeit schämen.

Bekennen wir uns zu Jesus als den leidenden, gestorbenen und auferstandenen Gottessohn? Sind wir bereit in der Nachfolge eigensüchtige Wünsche aufzugeben? Folgen wir auch noch nach, wenn wir um Jesu willen kritisiert und verlacht werden?

Abschlussgebet

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

5. Juni – Hauskirche

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Familien- oder Hausandacht am Morgen

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Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.


Schriftteil

AT– 3. Mose /Levitikus 16

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Gebet – Psalm 123-125

https://www.bibleserver.com/LUT/Psalm123

NT – Markus 8,22-30

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Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT – Levitikus 16– DAS FEST – Der große Versöhnungstag

Der letzte Vers dieses Kapitels dient wieder zu Einführung: Das soll euch eine ewige Ordnung sein, dass ihr Israel einmal im Jahr entsühnt wegen aller seiner Sünden.

Der große Versöhnungstag als wichtigster Tag der jüdischen Feste wird in Apg 27,9 allgemein als „das Fasten“ bezeichnet. Es ist das sechste und wichtigste von sieben religiösen Festen des israelitischen Kalenders. Traditionell unterwarf man sich vom 7.-10. Monat (Neujahrstag zum Versöhnungstag) einer Selbstprüfung, um sich auf diesen besonderen festlichen Jahrestag vorzubereiten.

Wir beobachten bei der Abfolge unserer Lesungen bisher, dass nach den besprochenen Themen Reinheit und Unreinheit (Kap. 11-16) dieses Fest thematisch den Abschluss für eine umfassende Reinigung des ganzen Volkes darstellt. Diese Feier dient nicht nur zur Reinigung „der zuvor begangenen Sünden“ von Nadab und Abihu (betrunkene Priester – Kap 10,1ff) und des Heiligtums, sondern auch für den Hohenpriester und des ganzen Volkes.

Der Gottesdienst an diesem Tag hatte seine vorgeschriebene Liturgie, eine Ordnung, auf die auch Hebräer 9,1ff hinweist und die Bedeutung auch für neutestamentliche Christen beschreibt. An diese Prinzipien knüpft in jedem Gottesdienst auch „Das Allgemeine Gebetbuch“ immer wieder an. Die peinlich genaue Abfolge dieses Versöhnungsgottesdienstes wird uns in V 1-28 beschrieben. die Lektionen, die wir daraus lernen, sind die: Es ist schwer, sich Gott in einem unreinen und sündigen Wesen zu nahen.

Wir beobachten: Das Volk Gottes, 12 geordnete Stämme, campierten um die Abzäunung des Heiligtums herum. Nur die Männer konnten in den Vorhof gehen. Nur die Priester konnten im Heiligen ihren Dienst ausüben. Und nur der Hohepriester durftee einmal im Jahr ins Allerheiligste treten, um den Dienst der Versöhnung für das Volk zu tun. Dies alles bedarf einer gewissenhaften Vorbereitung des Volkes und seiner Diener in Bezug auf Reinigung, um dann in die Gegenwart Gottes zu treten.

Dieser Tag war der hochheiligste Tag. Die Menschen durften nicht arbeiten, nicht essen (fasten), sollten sich selbst verleugnen und ihrer alltäglichen Bedürfnisse entsagen. Durch diese Vorbereitung und im Blick auf den Hohenpriester, der im einfachen weißen Gewand für sich, seine Familie und das ganze Volk Versöhnung und ein reines Gewissen suchte, wurde jeder Israelit erinnert, dass er von seinen eigenen Sünden erlöst werden musste.

Bildpredigt-Karfreitag von Sylvia-Minder

Alle Abläufe und Handlungen des Hohenpriesters haben symbolische und geistliche Bedeutungen, sie sind aber nur kurzzeitig wirksam. Wir können hier nicht auf Einzelheiten eingehen. Durch die besonderen Handlungen der Opferungen in Verbindung mit Blut und Auflegung beider Hände auf den Sündenbock, der dann in die Wüste – einen Ort ohne jegliche Rückkehr – geführt wurde, wird herausgestellt, wie notwendig die Reinigung und Sündenvergebung für alle im Volk Gottes wichtig sind. Das Gewissen des Volkes wurde, wenn im Glauben angenommen, für das vergangene Jahr gereinigt, aber nicht für immer. Doch erst im Neuen Testament erwartet uns die Erfüllung einer einmaligen und ewigen Reinigung durch das sündlose Lamm und den ewigen reinen Hohenpriester Jesus. Dieses wunderbare Fest der Versöhnung im AT zeigt sich jedoch langfristig als ineffektiv im Licht von Golgatha und der vollkommenen Erlösung durch Jesus Christus. Dazu mehr in Hebräer 9,24-29. Das bedeutet: Christus ist einmal durch sein eigenes Opfer am Kreuz direkt zum Vater ins Allerheiligste eingetreten und hat alle Gläubigen versöhnt. Der Vorhang zerriss sogar tatsächlich damals im Tempel von oben nach unten. Damit enden alle die alten Abläufe und Handlung. Der direkte Zugang durch Jesus zum Vater ist da. Doch die Prinzipien des Zugangs bleiben für die Kirche und den Einzelnen bestehen. Wir benötigen die tägliche Fußwaschung oder Reinigung der Alltagssünden vor Gott.


NTMarkus 8,22-26 Durch Glauben sehend werden

Die Jünger besitzen Augen und sehen kaum, sie haben Ohren und hören schwer. Unsere Geschichte spricht zwar zeichenhaft von einem Wunder, das Jesus erneut als Gottessohn beweisen soll. Doch sie soll seinen Jüngern und den christlichen Zuhörern mehr sagen, was ihnen eigentlich (V 17-19) nottut. Von Jesus allein können wir erwarten, dass er die Augen seiner Jünger weiter öffnet, dass sie sehen und verstehen und Glauben können, wer er ist und was er mit ihnen vorhat. Oftmals ist es auch ein Prozess oder Erfahrungen in aufeinander folgenden Abschnitten des Lebens, Jesus besser und genauer zu erkennen, und was seine Botschaft bedeutet. In solchen Phasen werden die Augen der Jünger weiter und klarer aufgetan. Damit werden sie auch auf das Bekenntnis des Petrus im nächsten Abschnitt vorbereitet, dem die Augen dann besonders geöffnet werden.

Wir beten oder singen:

Herr, öffne meine Augen, dass ich sehe, die Wunder an Deinem Gesetz. Herr, öffne meine Ohren, dass ich Deinen Willen tue. Herr, tue meine Lippen auf, dass mein Mund Deinen Ruhm verkündige. Amen

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Abschlussgebet

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

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Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

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Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.


Schriftteil

AT– 3. Mose /Levitikus 14,33-57

https://www.bibleserver.com/EU/3.Mose15

Gebet – Psalm 119,161-176

https://www.bibleserver.com/LUT/Psalm120

NT – Markus 8,11-13

https://www.bibleserver.com/EU/Markus8%2C14-21


Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT – Levitikus 15– Körperliche Ausflüsse und Gottesdienst

Als Vorwort und zum Überblick sollte zu Beginn das Nachwort in V 31-33 gelesen werden. Es geht um die Reinheit beim Gottesdienst. Darunter fällt auch die menschliche Sexualität.

Der Auftrag und der damit verbundene Akt: Seid fruchtbar und mehret euch, ist nach Gottes Ordnung in rechter Ehebeziehung gut und gottgewollt.

Dieses Kapitel enthält Richtlinien in Bezug auf Geschlechtsorgane und von dort ausgehenden möglichen Krankheiten, die vom Gottesdienst wegen Unreinheit ausschließen können. Damit wird auch die Sorge um Heiligkeit im Bereich der persönlichen Sexualität angesprochen.

Einige, hier als rituell unreine Ausflüsse oder Samenergüsse bezeichnet, sind beim Geschlechtsverkehr innerhalb der Ehe oder während der Menstruation normal. Nur eine magische Verbindung beim sexuellen Akt herstellen zu wollen, wie es die Heiden außerhalb des Volkes Gottes praktizieren, war verboten. Denn diese betrachteten ihre sexuellen Handlungen als zaubernde Handlung, ihren heidnischen Gott beim Schöpfungsakt zu stimulieren oder magisch nachzuhelfen.

V 4-11 Unreinheit durch menschliche Ausflüsse wurde auch als krankhaft und ansteckend angesehen. Damit konnten auch Krankheiten – Viren, etc. – auf Gegenstände übertragen werden, die von einer unreinen Person berührt wurden.

V 13-33 Text befasst sich zentral damit, dass Menschen kultisch am Gottesdienst teilnehmen können. Zuerst geht es beim Mann (V 13-18) um ein abnormales und dann um ein normales Problem. Danach umgekehrt wird ein normales Problem bei der Frau angesprochen (Verse 19-30), danach wird das abnormale bei ihr beschrieben.

Die Reinigung geschieht für Mann und Frau in Eigenverantwortung ohne einen Priester. Die vorgeschriebenen zeremoniellen Handlungen, die für den Besuch der Anbetungsstätte vorgesehen waren, durch Waschen und Reinigen, musste also jeder selbst durchführen. Ein Hinweis für das allgemeine Priestertum und persönliche Verantwortungen.

Doch bei unnormalem und krankhaftem Ausfluss erforderte die Reinigung auch noch ein Opfer. Es kann ähnlich wie in K 12,8 mit dem Opfer der Frau nach der Geburt eines Kindes verglichen werden.

Auch im Neuen Testament geht es für den Christen um gottesdienstliche Reinheit, u.a. sich sexuell und äußerlich rein zu halten. Auch wurde auf krankhafte Ausflüsse in Verbindung mit Infektionen oder Berührung und Übertragung auf und durch Gegenstände hingewiesen. Verantwortliche Hygiene, öfters sich zu waschen und zu reinigen, wird vom Volk Gottes gefordert. Es geht darum, keine Krankheiten, keine Viren, etc. zu übertragen oder zu empfangen. Das gilt für den Nächsten, besonders aber für den, der sich mit uns im Gottesdienst befindet. Die reine Teilnahme am Gottesdienst soll aber das Zentrale im Leben der Christen bleiben. Nur dazu dienen auch äußerliche Reinigungsvorschriften. Auch Christus hat seine Braut, seine Kirche, von aller Unreinigkeit gereinigt, um mit ihr als geheiligte und untadelige Braut innige Gemeinschaft zu haben (Eph 5,26-27). Gerade auf dieses Hauptziel Christi, der Versammlung Christi mit seiner Kirche, sollten alle „staatlichen Reinigungsvorschriften“ geprüft und zielgerecht ausgerichtet werden. Dafür sollen sich alle Verantwortlichen in der Kirche Christi deutlich und mutig aussprechen. Denn die Kirche Christi hat in diesem Bereich die Eigenständigkeit, dem Staat zu sagen, wo es gottesdienstlich hingeht, nicht aber umgekehrt.


NT – Markus 8,14-21 – Sauerteig, der den Glauben zerstört

Nicht nur die Pharisäer waren unverständig, sondern auch noch seine eigenen Jünger. Bei ihnen gibt es Hoffnung. Denn dreimal wird in diesem Bericht erwähnt (V 17+21): „noch nicht“. Jesus erkennt dies, als er vor ihnen von der zerstörerischen Lehre der zuvor erschienen Pharisäer spricht. Sie verknüpfen ihre Machtstellung in der Lehre mit dem Machtdenken des Herodes, den sie auch unterstützen, zu ihrem eigenen Vorteil. Dieser Virus, dieser Sauerteig, zerstört den Glauben seiner Nachfolger und noch Lernenden.

Als Jesus vom zerstörerischen Sauerteig spricht, denken sie an ihre Vergesslichkeit, kein Brot mitgenommen zu haben. Sie verstehen auf dieser irdischen Ebene nicht die geistliche Warnung: sie denken falsch, verstehen falsch und glauben falsch. Aber da ist Hoffnung. Jesus sagt: Begreift ihr denn  n o c h  nicht.

Und so gibt Jesus uns allen, die wir mit Ihm auf dem Weg sind, die Hoffnung, dass unser irdisch-menschliches Denken auf eine höhere geistliche Ebene und zu einem neuen Verstehen gebracht werden kann. Dies aber entsteht erst dann, wenn wir Wunderforderungen, Macht- und Vorteilsdenken in unserem Leben ausschließen. Dann werden wir auf die rechte Ebene des kindlichen Glaubens und Verstehens geführt. Erst dann können wir geistlich Jesus verstehen und mit dem Herzen glauben.

Abschlussgebet

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

3. Juni – Hauskirche

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Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.


Schriftteil

AT– 3. Mose /Levitikus 14,33-57

https://www.bibleserver.com/EU/3.Mose14%2C33-57

Gebet – Psalm 119,161-176

https://www.bibleserver.com/LUT/Psalm119%2C161-176

NT – Markus 8,11-13

https://www.bibleserver.com/EU/Markus8%2C11-13


Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT – Levitikus 14,33-57 – Die Reinheit von Häusern und Geräten

Die hier dargestellte Verunreinigung von Häusern, ihre Untersuchung und die einzuleitenden Maßnahmen zur Reinigung und die spätere kultische Benutzung kommt der Reinigung eines Menschen im Volk Gottes sehr nahe. Bei dem hier mit „aussätziger Stelle“ bezeichneten Erscheinungen handelt es sich wahrscheinlich um Arten von Schimmel, Pilzbefall, Mehltau oder durch andere Bakterien veränderte Materialien eines Gebäudes.

Woher kommt dies? Wie entsteht dies? Es kann vielerlei Ursachen haben, wie auch heute bei Häusern mit schlecht isolierten Fundamenten, feuchten Kellern oder nicht belüfteten Wohnungen. Dies kann verheerende Auswirkung auf die Gesundheit der darin wohnenden Menschen haben.

Wenn Krankheiten auftraten, fragte das gläubige Volk nach Ursache und Grund, aber auch, ob Gott damit eine Absicht habe oder sogar ihm eine Lektion dadurch beibringen wolle (5Mo/Ex 32,39). Deshalb auch immer wieder die Frage, ob nicht Gott direkt Krankheit oder wie hier Krankheitsbefall in Wohnhäusern geschickt hat: Amos 3,6 Geschieht ein Unglück in der Stadt, ohne dass der HERR es bewirkt hat?

Wir finden immer wieder Beispiele, besonders im Alten Testament, dass Gott Drangsale sogar Krankheiten bis hin zu Pest schickte. Sie sollten als Gegenstandslektionen über seine Heiligkeit dienen und sein Volk an einen heiligen Lebenswandel und heilige Lebensgewohnheiten erinnern.

Deshalb müssen auch wir die weltweite Corona-Epidemie in diese Richtung sicherlich neu bewerten. Sie soll an einen heiligen Gott und eine heilige Lebensführung erinnern.

VMR – ECHO – Mainz – Bericht

Auch das Wohnen an einem feuchten Ort, in einem feuchten Hause oder in einer ungeordneten, unsauberen Messi-Wohnung ist nicht Gottes Wille. Er will Gefahren und Krankheiten von seinen Kindern abwenden. Aber sie müssen auch alle Verantwortung übernehmen, dass ihre Wohnumstände entsprechend sind. In solch einem Zustand bringt es auch nichts für Leib, Seele und Geist, Gottesdienste zu besuchen oder die Gegenwart Gottes in unheiligen Klamotten und unsauberen Umständen zu suchen.

Hier ist vor allem notwendig, die Umstände und Abläufe am jeweiligen Ort mit krankhafter Umgebung zu verändern und dort auf Sauberkeit, Ordnung und Hygiene zu achten. Für Einzelne oder auch für Familien oder Wohngruppen wird dringend empfohlen, sich bei solchen  Vorfällen und Angelegenheiten professionelle Hilfe auf sozialem und dann auch auf spirituellem Gebiet zu suchen.


NT – Markus 8,11-13 Zeichen vom Himmel – welches ist wichtig?

Jesus hatte bereits viele Wunder während seiner kurzen Tätigkeit seit seinem Dienstantritt gewirkt. Dies hatte sich eigentlich überall herumgesprochen. Aber seine theologischen Gegner, die Pharisäer, wollten diese Offenbarungszeichen vom Himmel nicht akzeptieren. Dagegen forderten sie ein übergroßes Machtzeichen des Himmels. Jesus lässt sich aber nicht darauf ein. In Mt 16,4 weist er auf das Zeichen hin, das einmal für alle gültig sein sollte: Das Zeichen des Jona. D.h., dass er nach drei Tagen – nicht wie Jona im Bauch eines Fisches, aber – nach seinem Kreuzigungstod wieder aus dem Grab auferstehen wird. Das wird das Zeichen der Bestätigung sein, dass er der Messias und der Gottessohn ist (Mt 12,39+40).

Das persönliche Wagnis des Glaubens an den Gottessohn ohne Machtbeweis (Wunder & Zeichen) bleibt niemandem erspart. Auch Wunder und Zeichen helfen heute nicht, zum wahren Glauben zu kommen. Die Pharisäer, das treulose Geschlecht, verweigert hier Jesus das Vertrauen und die Nachfolge. Glaubst Du an diesen vom Tod auferstandenen Gottessohn und wagst ihm in unserer ungläubigen Gesellschaft nachzufolgen?

Abschlussgebet

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

2. Juni – Hauskirche

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Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.


Schriftteil

AT– 3. Mose /Levitikus 14,1-32

https://www.bibleserver.com/EU/3.Mose14%2C1-32

Gebet – Psalm 119,145-160

https://www.bibleserver.com/LUT/Psalm119%2C145-160

NT – Markus 8,1-10

https://www.bibleserver.com/EU/Markus8%2C1-10

Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT – Levitikus 14,1-32 – Die Reinigung von Aussätzigen

Für die Reinigung von Aussätzigen sind komplizierte Handlungen außerhalb und dann innerhalb des Lagers notwendig. Es werden schwer verständliche Abläufe beschrieben, die aber auch an die Weihe von Priestern erinnern. Die Quarantäne der Aussätzigen findet außerhalb der Wohngemeinschaft der Israeliten statt, außerhalb des geheiligten Lagers. Der scheinbar Geheilte kommt zuvor nicht ins Lager, sondern der Priester (und Arzt) geht hinaus zu dem Kranken auch mit der Gefahr, dass er sich infizieren könnte. Das ist sein Auftrag, die Kranken, von der Gemeinschaft Getrennten, wieder zum anbetenden Volk zurückzuführen.

Nach dem sich der ehemals Aussätzige draußen gewaschen hatte (Körper und Kleider), darf er wieder ins Lager kommen, um dort nun ganz gereinigt zu werden. Die sieben Tage erinnern an die sieben Tage der Schöpfung. Am 8. Tag beginnt die zeremonielle Reinigung. Diese erlebt und durchlebet der am Körper Geheilte, um so als eine neue heile Schöpfung vor Gott zu stehen, ihn anzubeten.

Dann geschieht der zweite Teil der Reinigung (V 10-20). Hier werden wir an die Einsetzung der Leviten erinnert. Auch diese wurden gebadet (gewaschen), dann am Ohr gesalbt, am Finger und an der Zehe (8,12.23ff). Auch diese Handlung soll bezeugen, dass nicht nur die Priester, sondern jeder im Volk Gottes zum priesterlichen Volk gehört, diese nun zurückgeführt Gott anbeten sollen.

Wir wissen um zwei Fälle des Aussatzes im AT, einmal bei der Schwester Moses (Nu 12,14 und bei dem heidnischen Hauptmann Naäman (2 Kö 5,14). Ansonsten hören wir nichts mehr von geheilten Aussätzigen. Dies scheint, als ob erst mit beim Kommen Jesu diese Heilungen und ihre Aufnahme in das neutestamentliche Gottesvolk geschehen solle. Denn erst Jesus heilt einzelne und Gruppen von Aussätzigen (Mt 8, 2-4) und sendet sie nach dieser Forderung von K 14 zu den Priestern in den Tempel. Dies hat besonders  den Zweck, dass sie erkennen: Die messianische Zeit ist angebrochen und der Messias ist da. Im neuen Testament wird der äußere Aussatz mit dem inneren Aussatz der Sünde in Verbindung gebracht. Von dieser Sündenkrankheit kann nur Jesus, die zum Tod geweihten heilen, wiederherstellen und in die Gemeinschaft des Volkes und in die Tafelrunde Gottes bringen. Jesus reinigt, heilt und bringt in die Gemeinschaft des Vaters.


NT – Markus 8,1-10 Die Speisung gilt auch den Heiden

Mosaik von Bischof Meyer in der Christuskapelle

Jesus befindet sich hier mehr im heidnischen Gebiet von Tyrus, Sidon und im griechisch sprechenden von Dekapolis – 10Städtegebiet. Nachdem er zuvor in 6,30ff bereits 5000 mit Brot gespeist hatte, scheint dies anzudeuten, dass seine Mission nicht nur auf das ursprüngliche Volk Gottes ausgerichtet sein sollte, sondern auch auf die Heiden, die Nichtjuden. Das Evangelium, dargestellt als das Brot des Lebens, wird zeichenhaft an die Heiden weitergereicht. Und hier geht es auch um den sakramentalen Inhalt des Evangeliums. Dies erkennen wir an den Worten Jesu in V 6: Und Jesus nahm die sieben Brote, dankte und brach sie und gab sie seinen Jüngern, damit sie sie austeilten, und sie teilten sie unter dem Volk aus. Diese Worte weisen auf die später an die Jünger gerichteten Worte in 14,22: Das ist Mein Leib und das ist Mein Blut.

Abschlussgebet

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

30. Mai – Hauskirche

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Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.


Schriftteil

AT– 3. Mose /Levitikus 12

https://www.bibleserver.com/EU/3.Mose12

Gebet – Psalm 119,97-112

https://www.bibleserver.com/LUT/Psalm119%2C97-112

NT – Markus 7,14-23

https://www.bibleserver.com/EU/Markus7%2C14-23

Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT – Levitikus 12 – Auch Frauen bringen Opfer – zu unterschiedlichen Zeiten

Nach den Gesetzen über saubere und unreine Nahrung, beschäftigen sich die nachfolgenden Anordnungen mit reinen oder unreinen Personen. Zuerst geht es um die Geburt, bei der durch eine gefallene, sündige Menschheit, der Mensch in Sünde gezeugt, empfangen und auch geboren wird. Dabei geht es um Samen oder auch Blut, die an sich nicht sündig sind, aber kurzfristig für den Gottesdienst unrein machen.

Das Bundesvolk Gottes unterscheidet sich aber von dem Rest der Menschen dadurch, dass es eine besondere Wertschätzung für das Blut zeigt, welches das Leben enthält und in Gottes heilige Gegenwart gebracht wird. (12,1-8). So wie eine einfache Angelegenheit wie bestimmte Nahrungszunahme die Fähigkeit verändert, sich Gott zu nahen, können andere Dinge, wie z. B. Schimmel, Krankheiten, körperliche Ausflüsse oder auch die Berührung eines Toten, usw. eine Person unfähig machen, sich dem Heiligtum, dem Bundeszelt, zu nahen. Auch der Blutfluss bei und nach der Geburt eines Kindes bedeutete, dass die Frau zeremoniell, d.h. für den Gottesdienst, unrein war und das Heiligtum nicht betreten durfte (Vers 4). Diese Situation erforderte eine zeitliche Unterbrechung, die zu ihrer körperlichen Reinigung dient. Danach durfte die Frau opfern, wie auch die Männer, denn nur Opferblut durfte Gott nahe gebracht werden. Das bedeutet, dass sie nach der entsprechenden Zeit als rein für die Gottesdienstteilnahme wieder angesehen wurde. Dies hatte nichts damit zu tun, dass etwa die Zeugung oder die Geburt eines Kindes als etwas Sündiges angesehen wurde, sondern sogar von Gott als geboten zur Vermehrung des Volkes Gottes bestimmt war (Gen 1,28).

Warum die Geburt eines Mädchens gegenüber einem Jungen die zeremonielle Unreinheit verdoppelt, ob dies weniger oder besonderen Wert andeutet, wird uns durch die Schrift nicht mitgeteilt. Doch wird uns hier mitgeteilt, dass Gott eine Unterscheidung der Geschlechter macht und sie nicht vermischt, wie es heutzutage durch eine antigöttliche Genderideologie indoktriniert wird.

Ob nun eine Frau einen Jungen oder ein Mädchen zur Welt brachte, jedenfalls unterstrich das gebrachte Opfer ihre Hingabe und ihren Anteil an der reinen Bundesgemeinschaft Gottes.

Auch in der Offenbarung 21,27 lesen wird, dass nichts Unreine in die Stadt Gottes und seine Gegenwart gebracht werden wird. Dies spiegelt die Bedeutung von Levitikus wieder, da Gott nur Reines in seiner heiligen Gegenwart duldet.

NT – Markus 7,14-23 Außenwelt und Innenwelt

Jesus lehrt, was wirklich die Verunreinigung des Menschen ausmacht. Körperlich aufgenommene Nahrung in sich hinein verunreinigt weder die Seele noch den Geist eines Menschen. Physische Dinge verändern nicht die geistige Natur eines Menschen, weder Fleisch, Eier, Milch noch Getreide. Egal wie groß auch eine physische äußere Verschmutzung sein kann, sie wird keine geistige oder moralischen Unreinheit hervorrufen. Aber auch äußere gottesdienstliche oder liturgische Handlungen können an sich nicht den Menschen innerlich geistlich reinigen, wenn nicht der Heilige Geist gleichzeitig dessen Geist berührt.

Jesus spricht hier das durch die Ur- und Tatsünde verunreinigte Herz, das Innere, des Menschen an. Alles was hier an sündigem Potenzial vorhanden ist, was Jesu hier aufzählt, das kommt durch Worte und Taten zum Ausdruck in dem jeweiligen Menschen und besonders durch ihn. Auf diese inneren sündigen Regungen, die Innenwelteinfüsse hat der Christ besonders zu achten, dann erst auf die Umwelteinflüsse. Die Innenweltschädigung ist verantwortlich für die Umweltschädigung, angefangen bei jedem Menschen und sich ausbreitend in Gottes herrlicher Schöpfung, die bewahrt werden soll.

Abschlussgebet

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

29. Mai – Hauskirche

Hervorgehoben

Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.


Schriftteil

AT– 3. Mose /Levitikus 11,24-47

https://www.bibleserver.com/EU/3.Mose11%2C27-47

Gebet – Psalm 119,65-80

https://www.bibleserver.com/LUT/Psalm119%2C65-80

NT – Markus 7,1-14

https://www.bibleserver.com/EU/Markus7%2C1-14

Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT – Levitikus 11, 24-47– rein und unrein, heilig oder unheilig

„Der Mensch ist, was er isst“, beruht auf einer Aussage des Philosophen Ludwig Feuerbach. Dies entspricht einer Weisheitslehre aus Asien, dass die Grundlage für unsere Gesundheit die Ernährung ist.

Die mehr positive Ernährung wurde in der vorigen Betrachtung behandelt. Jetzt ab V 24 kommen immer wieder solche Warnungen vor: Dies soll euch unrein sein, macht euch damit nicht unrein, wer von solchem Aas ist, er wird unrein bis zum Abend. Das hebräische Wort „tame“ für unrein bedeutet auch noch unnormal, unnatürlich, schwach oder krank. Es kommt 182 Mal im Alten Testament vor. Davon allein 120 Mal hier im Buch Levitikus. Dagegen kommt das Wort „rein“ (normal, sauber, rein, ganz) 92 Mal im AT vor, und davon 50% hier in Levitikus. Gläubige im Alten wie im Neuen Testament werden aufgefordert, sich nicht zu verunreinigen, sondern heilig zu sein. Im AT wurde dies sogar bis auf die Essensgewohnheiten ausgedehnt, die, wie wir schon zuvor erfahren haben, oft mit heidnischen Praktiken und Aberglauben zusammenhingen. Es erschein schon fremdartig, dass sich Gott um so grundlegende Dinge der alltäglichen Speise kümmert. Gott wollte seine Leute vor schädlichen Einflüssen für den Leib und den Geist schützen. Gott ordnet nicht nur gottesdienstliche Dinge an, sondern er gibt Anweisung für Kleidung und das Essen, damit die Menschen lernen, anders zu leben als die nicht an Gott Glaubenden. Sie sollen dadurch lernen, sich nicht nur äußerlich abzusondern, sondern auch innerlich von ganzem Herzen den Willen Gottes und sein Angesicht zu suchen. Der Grund aber ist der in V. 44, dass Gott ihr HERR ist, er der Chef, der sie aus Ägypten geführt hat. Von hier an kommt das Wort HERR noch 50 Mal in Levitikus vor und fast immer mit der Belehrung: Ich bin heilig. Wenn nun die Menschen in ihrem äußeren gottesdienstlichen Verhalten sich vom Unreinen (Essen und Verhalten) trennen und sich damit auch heilig in ihrem Innern einstellen., damit der Prozess beginnt, dass sie heilig werden. Was wollen also diese oft schwer zu verstehenden Anordnungen? So wollen motivieren heilig zu werden, weil Gott heilig ist. Das heißt, er ist vollkommen von Sünde, Krankem, Schwachem und Unnatürlichem abgesondert und ist vollkommen gut. Als Gott die Schöpfung und den Menschen geschaffen hatte, sah er an, alles was er geschaffen hatte, und siehe, alles war sehr gut.

Weil wir 1. in der Ebenbildlichkeit Gottes geschaffen wurden, 2. von Gott durch den Exodus (Auszug aus Sündengefangenschaft) berufen wurden und 3. weil Jahwe, der Herr ist, und mit uns einen Bund (in der Taufe) geschlossen hat, deshalb sind wir zur Reinheit und zur Gutheit Gottes aufgerufen, rein, sauber und vollkommen zu sein. Der Mensch ist (sein Sein) was er isst, rein oder unrein.

NT – Markus 7,1-13 Von wahrer Reinheit und Unreinheit des Herzens.

Bevor Jesus in das heidnische Gebiet von Tyrus zieht, erfolgt eine Auseinandersetzung mit den Pharisäern über die ständig auftauchende Frage der Reinheit und Unreinheit. Unterschieden wird da zwischen heilig und weltlich. Heilig meinten die Juden zu sein, die sich bei allen Ortsveränderungen immer wieder die Hände nach einem besonderen Ritual sichtbar für jedermann reinigten. Das taten die sogenannten frommen Juden. Solche, die es aber nicht taten, waren aber die Sünder oder die Heiden. Der Grund dafür wer eine falsche Hermeneutik, eine Missdeutung der ursprünglichen Heiligen Schrift. Von Mose bis Jesus hatte sich eine andere Schriftdeutung breitgemacht, die mündliche pharisäische Gesetzestradition und Auslegung. Jesus greift diese Missinterpretation der Heiligen Schrift an und beweist, dass ihr äußerer Reinheitsbegriff heuchlerisch ist und einen widersprüchlichen Gottesdienst hervorruft. Die Gesetzestreuen waschen sich vor und nach dem Essen angeberisch vor allen Menschen die Hände, sind aber in ihren Herzen heimtückisch und unrein. Denn anstatt der Verpflichtung, das Elterngebot zu beachten und diese im Alter zu unterstützen, vermachen sie ihren Besitz der Tempelhierarchie und lassen ihre Eltern hungern oder darben. Dienen sie damit Gott? Halten sie damit das ursprüngliche Gebot, die Eltern finanziell zu ehren? Nein. Damit deckt Jesus ihre heuchlerische verkommene, unreine egoistische Herzenseinstellung auf. Sie basteln sich eine Schriftauslegung zurecht, um äußerlich huj– dauerndes Händewaschen – aber innerlich als pfui – als lügnerisch erfunden zu werden.

Ist es nicht besser mit ungewaschenen Händen zu essen, aber ein reines hilfsbereites und verantwortliches Herz zu besitzen, den Eltern im Alter zu helfen und sie finanziell zu unterstützen? Ist das nicht das rechte Opfern eines heiligen Herzens?

Abschlussgebet

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

28. Mai Hauskirche

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Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.


Schriftteil

AT– 3. Mose /Levitikus 11,1-23

https://www.bibleserver.com/EU/3.Mose11%2C1-23

Gebet – Psalm 119,65-80

https://www.bibleserver.com/LUT/Psalm119%2C65-80

NT – Markus 6,45-56

https://www.bibleserver.com/EU/Markus6%2C45-56

Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT – Levitikus 11, 1-23 – Essbare Tiere und gottesdienstliche Reinheit

Im Zusammenhang mit dem Auszug des Volkes Israel aus Ägypten sprechen die 10 Plagen von der Entmythologisierung der ägyptischen Götter. Mit jedem Gericht stürzte ein Götze vom ägyptischen Pantheon, ihrem Götterhimmel. Ähnlich liegt es hier. Es geht größtenteils um die

Entmythologisierung der von den umliegenden Völkern verehrten Tieren. Nicht alle hier aufgezählten Tiere sind theologisch oder kultisch erklärbar. Sie wurden, wie z.B. die Hasenpfote, als Amulett getragen oder man achtete auf den Rabenschrei, der Unheilsbotschaften oder den Tod ankündigte.

Bild: Von Aaron – Common Raven, CC BY 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=9033869

Der Hauptzweck dieser Gebote lag darin, dass sich Israel von all diesen heidnischen Bräuchen und den verehrten Kulttieren absondern sollte. Die Speisegesetze dienten als Barriere für leichtfertige Vermischung mit den götzendienenden Nachbarvölkern.

In dieser Lebensweise lag einmal eine äußere Botschaft und ein Zeugnis an die heidnischen Völker, anders zu sein und anders als sie zu leben, aber auch ein nach innen gerichtetem Verständnis, sich als Volk Gottes persönlich auf den (erst kürzlich eingesetzten) heiligen Gottesdienst auszurichten. Denn dort sollten sie auch im Herzen rein dem vollkommen reinen, heiligen Gott begegnen. (Würden Moslems Christen zum nächtlichen Essen beim Ramadan einladen?)

In unserem Teil-Tagesabschnitt werden Großtiere in V 2-23 aufgezählt, die aus diesem Grund essbar oder nicht essbar für das Volk sein sollten, V 2-8 beschreiben die Landtiere, V 9-12 die Wassertiere und V 13-23 die Flugtiere.

Erst zweitrangig geht es hier um gesundheitliche Vorschriften. Gott will der Gläubigen Arzt sein, er will nicht die Krankheiten Ägyptens auf sie legen, wenn sie sich an himmlische Essensgewohnheiten halten. Doch hier werden weder vegane, vegetarische oder fleischliche Gesetzesvorschriften für Israel, noch für Christen, festgelegt. Schon nach dem Sündenfall erlaubte Gott Tiere als Nahrung zu verwenden (Gen 4,4), bei Noah (9,1-4) nach der Sintflut und erst recht erkennen wir dies bei den Opferungen der Priester, dass dort Fleisch- als auch Getreideopfer für Gott und auch zum Verzehr für Menschen dargebracht wurden. Erst später glaubten „rechtgläubige“ Juden, dass sie sich dadurch bei Gott Verdienste oder das ewige Leben durch striktes Einhalten der Gebote erwerben würden. Auf diese falsche Auslegung zielen auch Jesu Worte Mt 15,9-11: Nicht was in den Mund hineinkommt verunreinigt den Menschen.

Auf Unreinheit und Reinheit zielt dieser heutige Abschnitt. Das Thema Reinheit und die Begründung dafür wird im zweiten Abschnitt dieses Kapitels später fortgesetzt.


NT – Markus 6,45-56Christus, Herr über Tod und Krankheit

Ähnlich wie bei Gotteserscheinungen im Alten Testament – am brennenden Busch bei Mose – erscheint Jesus mitten in der Nacht in das tosende und totbringende Meer des Sees Genezareth. Er erscheint wie der Engel des Herrn, der einen Weg durch das Meer bahnt, der damals die ängstlichen Israeliten vor den sie verfolgenden Ägyptern rettet (Ps. 77,20). Jesus offenbart sich seinen Jüngern als der Allmächtige über den Tod. Denn er spricht mit dem Trostwort des Alten Testaments: Fürchtet euch nicht.

Zum Schluss (V 54-56) offenbart sich Jesus seinen Jüngern als der Herr und Arzt über unheilbare Krankheiten.

Der Evangelist Markus schließt hier seine Sammlung von fünf Wundergeschichten (4,34ff; 5,1ff; 5,22ff; 6,32ff und 6,45-56 ab, um seine Anfangsthese damit weiter zu untermauern, dass so etwas nur Jesus Christus, der Sohn Gottes, tun kann. Er ist die zentrale Gestalt, die bis zum Ende seines Evangeliums immer wieder in den Mittelpunkt gestellt wird, jeweils mit anderen angedeuteten Aufforderungen. Jedoch hier: Alle, die ihn anrührten, wurden gesund.

Deshalb die Frage auch an uns. Haben wir den Allmächtigen über Tod und den Arzt über alle Krankheiten im Glauben berührt? Und wenn ja, wurden ich innerlich berührt, von der Sündenkrankheit geheilt, wurde mir das ewigen Leben geschenkt?

Abschlussgebet

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

27. Mai – Hauskirche

Hervorgehoben

Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.


Schriftteil

AT– 3. Mose /Levitikus 10

https://www.bibleserver.com/EU/3.Mose10

Gebet – Psalm 119,65-80

https://www.bibleserver.com/LUT/Psalm119%2C65-80

NT – Markus 6,30-44

https://www.bibleserver.com/EU/Markus6%2C30-44


Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT – Levitikus 10 – Eigenmächtige Gottesdienstgestaltung und Folgen

Der Bericht knüpft an das göttlich gefallene Feuer auf die erste Opferung beim Einweihungsgottesdienst an. Das Feuer, was aber hier beim zweiten öffentlichen Gottesdienst fällt, ist keine Segnungs- sondern Gerichtsfeuer. Anstatt eines Gottesdienstes ganz nach den Vorschriften Gottes, wurde ein eigenmächtiger Gottesdienst gestaltet.

Shlomo Yitzchaki, ein französischer Rabbiner aus dem Mittelalter, unterstützt die Darstellung von V 1-7 in Verbindung mit 8-10, mit der Erklärung, dass die ranghöchsten Priester in Trunkenheit fremdes Feuer zur Opferung auf den Räucheraltar vor die Gegenwart des heiligen Gottes gebracht haben. Das Verbot V 9 des leichten oder starken Alkoholgenusses für die Geistlichen bezieht sich nur auf die Zeit ihres aktiven Dienstes (Jes 28,z; Hes 44,21). Dies steht auch in dem Zusammenhang, das weder Sauerteig noch Honig – als Grundlage zur Gärung oder Herstellung von Rauschgetränken – bei Opferungen benutzt werden sollten. Lev. 2,11).

Die beiden Söhne Aarons hielten sich nicht an diese Vorschrift. Sie waren innerlich aufgeblasen, im Kopf von Wein berauscht (während die Gläubigen zum Gottesdienst zusammenkamen) und zu zweit, anstatt allein, im Heiligtum, um Weihrauch auf dem Räucher-Altar darzubringen. Gebete der Heiligen im begeisterten und berauschten Zustand Gott darzubringen, das geht überhaupt nicht. Denn die Gebete sollen vor dem heiligen Gott ernstlich, anständig, verständlich und in heiligen Schmuck entgegengebracht werden. Sie hatten nichts von dem göttlichen Feuer des Brandopferaltars in die Räucherpfannen hineingetan, aber mit eigenem oder fremdem, heidnisch geweihtem Feuer gezündelt.

Gott ist ein heiliger Gott. Der Ruf aus der ostkirchlichen Liturgie erinnert alle Priester und Pastoren durch die Worte: „das Heilige den Heiligen“, sich immer wieder die Heiligkeit Gottes, seine vollkomme Gutheit, vor Augen zu halten. In seine heilige Gegenwart können sie nur treten, wenn sie nicht eigenwillig, fremdbegeistert oder alkoholisiert sind, sondern ernst, vernünftig und begeistert in Übereinstimmung mit Gottes Anforderungen ihren Dienst tun.


NT – Markus 6,30-44 – Die Sendboten mit der Speisung des Volkes konfrontiert.

Nach Rückkehr der Zweierteams vom Verkündigungs- und Heilungsdienst geben sie dem Meister Bericht über ihre Erfahrungen. So soll es im Dienst Jesu immer zugehen. Aber nach solch einem ereignisreichen Einsatz verordnet der Meister ihnen eine kurze Ruhezeit. Bald aber versammeln sich 5000 Menschen um den guten Hirten. Dies ähnelt der Versammlung des Volkes Israel in der Wüste. Hier bereitet er anstatt eines Tisches damals in der Wüste, hier einen Tisch auf einer grünen Aue (Ps. 23,2+5 – tischweise im grünen Gras). Eine führerlose Menge kommt zu ihm, dem guten Hirten. Er empfängt sie und ordnet sie sittsam in Tischgruppen, möchte ihnen das Brot des Lebens in der Stille anbieten. Dabei prüft er weiter seine 12 Kandidaten, indem er sie auffordert, diese neugeordnete Gemeinde doch mit dem Brot zu versorgen. Damit stellt sie vor eine kaum von ihnen zu erfüllende Aufgabe. Die wenigen Brote und Fische sollen unter Gebet diese Menge versorgen. Es war damals so üblich, dass der Hausvater mit einem Dankgebet die kleinen Brotfladen brach und so das Gästemahl begann. Das tut Jesus hier, vollbringt das Wunder für alle und teil seinen Jungaposteln damit eine neue Lektion. Sie müssen im Glauben denen tischweise Sitzenden das Brot des Lebens, als Herrenmahl angedeutet, austeilen. Das ist die Lektion für die noch zögerlichen und unverständigen Jünger. Das aber soll ihre Hauptaufgabe für die zukünftige geordnete Gemeinde der Endzeit sein, nämlich einen Tisch in ihrer Wüste aufzustellen und sie mit dem Brot des Lebens zu versorgen.

Abschlussgebet

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

26. Mai – Hauskirche

Hervorgehoben

Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.


Schriftteil

AT– 3. Mose /Levitikus 9

https://www.bibleserver.com/EU/3.Mose9

Gebet – Psalm 119,33-48

https://www.bibleserver.com/LUT/Psalm119%2C33-48

NT – Markus 6,14-29

https://www.bibleserver.com/EU/Markus6%2C14-29

Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT – Levitikus 9 – Die Mutter aller irdischen Gottesdienste

Nach der Weihe des Bundeszeltes mit allen Geräten und einer siebentägigen Ordinationsfeier der angehenden Priester, die den regelmäßigen Gottesdienst halten sollen, beginnt am 8. Tag, also dem ersten Tag der Woche, der erste gemeinsame Gottesdienst der Priester mit dem Volk Gottes. Das Ziel eines jeden Gottesdienstes ist der Herrlichkeit Gottes zu erfahren mit der Segnung, die am Ende direkt von Gott kommt.

Der Ablauf dorthin für die Priester und das Volk führt für beide durch den gleichen Ritus. Um in die Gegenwart Gottes zu gelangen werden vom Priester, wie auch vom Volk, Sündopfer, Brandopfer und Dankopfer gebracht. Beim Gottesdienst und Zutritt zu Gott geht es zuerst immer um die persönliche Reinigung von Sünden durch stellvertretendes Blutvergießen, dann als nächstes beim Brandopfer, das eigene Leben Gott zum Opfer darzubringen, und folgerichtig danach mit dem Dankopfer und extra Speisopfer Gott zu danken und ihm von den alltäglichen Dingen des Lebens einen Teil als Opfer darzubringen.

Wie wird Gott auf solch eine persönliche Herzens- und Lebenseinstellung der Priester und des Volkes antworten? Mose und Aaron gehen danach in die Stiftshütte und damit in die Gegenwart des Herrn. Und was sie von dort empfingen, das brachte der Hohepriester Aaron mit heraus und legte es auf das gesamte Volk. Diese Gebetsgeste des Segens (siehe 4Mo/Num 6, 24-26) ist das Symbol der tätigen Kraft Gottes für das Volk. Erst jetzt erscheint das von Jahwe ausgehende Feuer und verzehrt alle zuvor bereitgestellten Opfer. Damit soll gezeigt werden, dass nicht nur diese Opferhandlungen von Gott angenommen wurden, sondern das gesamte aaronitische Priestertum, diese Art des Gottesdienstes für das priesterliche Volk von Gott stammt. Gott hat nur diesen Ablauf des Gottesdienstes mit den Priestern und seinem Volk angenommen und eingesetzt, keinen anderen. Das Feuer Gottes (wie auch später bei Gideon, David und Salomo), das zum Schluss vom Himmel fällt, ist Gottes Zusagen und Segensbestätigung.

Wie aber soll heute unser Gottesdienst gestaltet werden? Kann sich diesen jeder selbst, jede christliche Gruppe, jeder Gemeinschaft oder Kirche zusammenstellen? Vielleicht, dass man jeden Sonntag einen Grund auf neuen, künstlerischen und modernen Ablauf entwirft? Fragen wir zurück, stammt dann dieser von Gott, und hat der Verantwortliche einen Auftrag von „Mose“ nach Gottes Plan erhalten? Wollen wir uns als Christen doch an Hebr 9,1 orientieren. „Es hatte zwar auch der erste Bund seine Satzungen für den Gottesdienst und sein irdisches Heiligtum.“ – Demnach hat auch der neue Bund seine Satzungen und ein irdisches Heiligtum, zwar anders, aber doch auch. Und so finden wir viele Hinweise deutlich im Neuen Testament. Deshalb ist nicht jeder, auch noch so schön empfundene „Gottesdienst“, schon Gott gefällig, es sei denn, dass er die biblischen Elemente des Sündopfers, Brandopfers und Dankopfers inklusive der Belehrung des berufenen Priesters oder Pastors enthält. Erst dann liegt der Segen Gottes auf solch einer Anbetungsstätte und kann das dort durch die Gläubigen dargebrachte „geistliche Opfer“ mit echtem Feuer entflammen.


NT – Markus 6,14-29 Stabübergabe der Bußprediger

Mit Herodes ist Herodes Antipas, Vierfürst, gemeint, den man wegen seiner politischen Gerissenheit auch Fuchs nannte. Die Verse 17-29 verdeutlichen in drastischer Form die Gefangennahme des Bußpredigers Johannes des Täufers und seinen Tod. Jesus verkündete danach in gleichem Stil und mit größerer Autorität die gleiche Botschaft des Gerichts, der Buße und der anbrechenden Gottesherrschaft. Nach Daniel 7 schloss dies auch das Ende der Weltreiche ein. Herodes war deshalb in seinem Gewissen getroffen und um sein Reich besorgt, besonders weil das Volk Jesus als einen verheißenen oder wieder auferstandene Propheten ansah.

Markus stellt hier Jesus als den größeren Propheten und Nachfolger Johannes des Täufers vor. Sein Werk geht hier zu Ende und Jesus nimmt den Stab auf und trägt ihn bis zum Ziel. Seine Botschaft wird nicht nur vom einfachen Volk gehört, sondern dringt auch in das Gewissen der herrschaftlichen Klasse und bis zum König Herodes selbst vor. Ob jetzt Herodes Antipas bereit ist Buße zu tun und sein Leben dementsprechend zu verändern?

Abschlussgebet

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

25. Mai – Hauskirche

Hervorgehoben

Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.


Schriftteil

AT– 3. Mose /Levitikus 8

https://www.bibleserver.com/EU/3.Mose8

Gebet – Psalm 119,17-32

https://www.bibleserver.com/LUT/Psalm119%2C17-32

NT – Markus 6,6b-13

https://www.bibleserver.com/EU/Markus6%2C35-43


Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT – Levitikus 8  –  Die vorbildhafte Weihe der heiligen Priester zum Dienst am Heiligtum für ein heiliges Volk

Nachdem Mose den Plan vom himmlischen Heiligtum von Gott erhalten, geplant und mit Hilfe des Volkes fertiggestellt hatte, beginnt er mit der Gesamtweihe. In guter Ordnung werden öffentlich in Gegenwart des Volkes das Bundeszelt und alle Geräte mit heiligem Salböl zur Benutzung geweiht. Als Höhepunkt werden die Diensthabenden, zuerst der oberste Repräsentant Aaron, dann die Mitpriester eingekleidet, gesalbt und zum Dienst eingesetzt. Alle anzulegenden Kleider haben eine bestimmte symbolische und wirkliche Bedeutung für den innigen Dienst zwischen Gott und dem 12-Stämmevolk. Sie drücken aus, dass sie das Volk Gott nahebringen und wiederum Gott dem Volk nahebringen sollten.

Weil diese Weihe auch vorbildhaft für das zu heiligende Volk gilt, müssen die Priester sich zuerst selbst heiligen. Auch sie sind Sünder und bedürfen der Versöhnung und Reinigung mit Gott, bevor sie ihren Dienst tun können. Blut eines reinen Opfertiers wird an ihre Ohren, Daumen und große Zehen getupft. Ihr Hören, Handeln und Wandeln sollen gereinigt und vorbildhaft, auch für das gesamte Volk sein. Die Sündenabwaschung (V6) am Waschfass spricht von der Priestertaufe (nicht untertauchen, aber besprengen und waschen) zu Beginn ihres Dienstes. Blut der Versöhnung und Wasser von oben sind ja für alle wichtig (Hes 36,25-27).

Nach dem die Feier durch vier Phasen gelaufen ist (V 4-30), wird abschließend als wichtig erwähnt, dass Aaron und die Priester mit Blut und heiligem Salböl besprengt (mit dem auch später Könige und Propheten eingesetzt wurden), den Dienst beginnen konnten. Heiligung ist aber nicht eine angeborene Fähigkeit. Sie wird von Gott verliehen und muss eingeübt werden. Deshalb wurden die Priester für eine ganze Woche abgesondert und in heilige Quarantäne gesetzt. Hier abgesondert sollten sie innewerden, verinnerlichen, was ihr Dienst der Nahebringung zwischen dem Volk und Gott sein sollte.

Zu einer vorbildlichen Berufung: http://rekd.de/index.php?id=10

Anglikanischer Glaubensartikel 23  – Von der Berufung zum Dienst in der Gemeinde

Niemand ist es erlaubt sich das Amt des öffentlichen Predigens oder der Verwaltung der Sakramente in der Gemeinde unberechtigt anzueignen, wenn er nicht vorher dazu rechtmäßig berufen und zur Ausübung gesandt ist. Wir müssen aber diejenigen als rechtmäßig berufen und gesandt betrachten, welche für dieses Werk von solchen Menschen hinzugewählt und angenommen worden sind, denen in der Gemeinde öffentliche Vollmacht gegeben ist, Diener zu berufen und in den Weinberg des Herrn zu senden.


NT – Markus 6,6b-13

Gemeinsam ausgesandt, zielgerecht und unbelastet

Mit einer Ablehnung der Botschaft Jesu im eigenen Heimatort (6,1-6a) oder an anderen Orten ist immer zu rechnen. Nach einer Zeit des Praktikums sendet Jesus sechs Jünger-Paare aus, gemeinsam sich im Dienst zu ermutigen, zu unterstützen und die gleiche Botschaft Jesu vom Reich Gottes und unter mitbegleitenden Zeichen zu verkünden. Sie sollen im Vertrauen unbelastet von großen Reisevorbereitungen nur mit Minimalausstattung ausziehen. Auch bei ihnen geht es wie bei Jesus um die Umkehrpredigt, die Entdämonisierung und um Heilungen bei hörenden und willigen Menschen. Während ihrer kurzen Missionsreise sind sie auf ihren Wegen und Unterkünften allein auf die Leitung des Heiligen Geistes angewiesen. Und da sie sich nur auf wenige Lebensnotwendigkeiten sorgen müssen, sich aber ganz um Jesu Befehl kümmerten, gab Gott ihnen einen überreichen Erfolg durch Verkündigung, Austreibung böser Geister und Heilung.

Sind auch wir solche Jünger, die sich eher um das Lebensnotwendige kümmern, uns auf unserem Lebensweg und Lebensaufenthalt vom Geist Gottes leiten lassen? Wenn ja, dann lasst uns auf das Wichtigste des Reiches Gottes, die klare Verkündigung des Evangeliums ausrichten und von Jesus erwarten, dass er uns zeichenhaft im Dienst bestätigt.

Abschlussgebet

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

23. Mai – Hauskirche

Hervorgehoben

Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.


Schriftteil

AT– 3. Mose /Levitikus 5

https://www.bibleserver.com/EU/3.Mose6

Gebet – Psalm 118,15-29

https://www.bibleserver.com/LUT/Psalm118%2C15-29

NT – Markus 5,35-43

https://www.bibleserver.com/EU/Markus5%2C35-43

Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT – Levitikus 6  –  Bestimmungen für die Priester

Nach den allgemeinen Opfervorschriften folgen im Buch Levitikus nun die speziellen Anweisungen für die Rolle der Priester bei den Opferhandlungen. Insbesondere wird festgelegt, dass der Priester, der das Sündopfer darbringt, es auch essen soll, „an heiliger Stätte im Vorhof der Stiftshütte; wer das Fleisch des Opfers anrührt, soll dem Heiligtum gehören.“

Der Apostel Paulus wird diesen Gedanken in seinem Brief an die Korinther aufgreifen: „Wisst ihr nicht, dass, die im Tempel dienen, vom Tempel leben, und die am Altar dienen, vom Altar ihren Anteil bekommen? So hat auch der Herr befohlen, dass, die das Evangelium verkündigen, vom Evangelium leben sollen.“ (1Kor 9,13-14). Hiermit begründet der Apostel den Unterhalt für die Verkünder des Evangeliums, den er selbst zwar für sich nicht in Anspruch nimmt, aber dennoch grundsätzlich einfordert.

Die Kirche und ihre Vertreter haben sich im Laufe der Geschichte immer wieder unrechtmäßig bereichert, und sicherlich kann man auch heute noch Elemente wie das Kirchensteuermodell oder bestimmte Investitionen kritisieren. Aber es hat nichts Unchristliches, wenn ein Geistlicher eine angemessene Vergütung erwartet. Wer der Gemeinde dient, soll auch von ihr leben dürfen.


NT – Markus 5,35-43 – Die  Auferweckung der Tochter des Jaïrus

Neues Leben fühlt‘ ich glimmen

in des Blutes heißem Lauf,

Und die lieblichste der Stimmen

rief mir leise: ‚Kind, steh, auf!‘

In diese wunderschönen Worte fasst der Dichter Felix Dahn die Geschehnisse rund um „Jairi Töchterlein“. Es handelt sich um den ersten Bericht im Markusevangelium darüber, dass Jesus sogar Macht über den Tod hat. Die Frage nach der Auferstehung taucht immer wieder im Evangelium auf. Die Sadduzäer leugnen sie, und auch Jesu Jünger verstehen sie nicht richtig. Deshalb betont er mit Nachdruck: „Gott ist nicht ein Gott der Toten, sondern der Lebenden.“

Die Auferweckung der Tochter des Jaïrus, der trotz allen Widerstands und Spotts an seinem Flehen Jesus gegenüber festhielt, weist beispielhaft auf die Auferstehung der Toten hin. „Fürchte dich nicht, glaube nur!“, sagt Jesus zu ihm und auch zu uns allen. Wer im Glauben an Jesus aus diesem Leben scheidet, darf hoffen, dass es ihm so ergehen wird, wie es Dahn formuliert:

Lächelnd wird er wieder stehen

an des offnen Grabes Rand,

Und zu ew’gem Wiedersehen

reicht er mir die milde Hand.

Abschlussgebet

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

22. Mai – Hauskirche

Hervorgehoben

Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.


Schriftteil

Nachfolgende Schriftlesungen anklicken und auf Bibelserver lesen:

AT– 3. Mose /Levitikus 5

Gebet – Psalm 118,1-14

NT Markus 5,1-20

Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT – Levitikus 5  –  Weitere Opferbestimmungen

Unter den zahlreichen detaillierten Opferbestimmungen fällt unter anderem auf, dass es eine gewisse soziale Staffelung bei den Opfergaben gibt, eine Art ‚Dreiklassenopferrecht‘. Wer sich kein Schaf leisten kann, darf Tauben opfern, wer auch diese nicht aufbringen kann, der opfere einfach nur etwas Mehl. Ein wenig erinnern diese Vorschriften an die traurige Zeit des Ablasshandels, dessen Tarife sich ebenfalls nach Leistungskraft richteten. Edelleute zahlten sechs Gulden, Bürger und Kaufleute drei, Handwerker nur einen Gulden.

Für uns Christen sind solche Unterscheidungen müßig. Der eine mag schwerere Sünden begangen haben als der andere, dieser wiederum mag weniger Geld haben als jener. Aber all das spielt keine Rolle. „Denn es ist hier kein Unterschied: Sie sind allesamt Sünder und ermangeln des Ruhmes, den sie vor Gott haben sollen, und werden ohne Verdienst gerecht aus seiner Gnade durch die Erlösung, die durch Christus Jesus geschehen ist.“ (Römerbrief 3,22-24) Amen.


NT – Markus 4,21-34– Die Heilungen des Besessenen von Gerasa

Es ist das erste Mal im Markusevangelium, dass Jesus als Sohn Gottes erkannt und angesprochen wird. Aber nicht etwa von einem der Apostel, sondern von einer Legion von Dämonen. Auf eben dieses Ereignis wird im Brief des Jakobus angespielt. Der Autor beschäftigt sich mit der Frage, ob der Glaube allein retten könne: „Du glaubst: Es gibt nur einen Gott. Damit hast du Recht; dies glauben auch die Dämonen und sie zittern.“

Wird hier also die Lehre des Paulus von der Rechtfertigung aus Glauben kritisiert? Keineswegs! Es wird nur ein auch heute noch weit verbreitetes Missverständnis in Bezug auf den Begriff ‚Glaube‘ aufgeklärt. Glauben im Sinne von ‚eine Aussage für richtig halten‘ kann keine Rettung bringen. Das Englische unterscheidet hier treffend zwischen ‚belief‘ und ‚faith‘, wobei ersteres genau das meint, wovon Jakobus hier spricht, eine innere Überzeugung, wie zum Beispiel jene, dass es einen Gott gibt. Diese Überzeugung teilen auch die Dämonen, werden von Jesus aber nicht in den Himmel, sondern in die Schweineherde geschickt. ‚Faith‘ hingegen meint den Glauben als lebendige Beziehung zu Gott, geprägt von Gehorsam und Vertrauen. Wer von diesem Glauben erfüllt ist, wird nicht in Untätigkeit verharren. Der Glaube ist auf Gott und den Nächsten gerichtet. Deshalb wird er in der Liebe tätig.

Abschlussgebet

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

21. Mai – Himmelfahrt

Hervorgehoben

Andacht zum Himmelfahrtstag

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Die gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

Wochenspruch

Christus spricht: Und ich, wenn ich über die Erde erhöht bin, werde alle zu mir ziehen. (Joh 12,32)

Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.


Schriftteil

AT– 2 Könige 2,1-14

https://www.bibleserver.com/EU/2.K%C3%B6nige2%2C1-14

Gebet – Psalm 47

https://www.bibleserver.com/LU/Psalm47

NT – Lukas 24,44-53

https://www.bibleserver.com/EU/Lukas24%2C44-53

Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT – 2 Könige 2,1-14 – Die Entrückung Elias

Elia schlägt mit seinem Mantel auf das Wasser, und sogleich teilt es sich nach beiden Seiten, so dass Elisa und er trockenen Fußes hindurchschreiten können. Die Parallele zu Mose, der mithilfe seines Stabes das Meer teilte, ist unverkennbar. Aber damit endet die Verbindung noch nicht. Mit Elia eröffnet Gott eine neue Weise, sein Volk zu führen: durch das prophetische Wort. Dem Gesetzgeber Mose tritt nun der Prophet an die Seite.

Im Neuen Testament werden uns beide Gestalten wiederbegegnen, und zwar bei der Verklärung Jesu. Sie treten hier als Vertreter des Gesetzes und der Propheten auf, jener beiden Elemente göttlicher Offenbarung, die bis zu Johannes dem Täufer reichen. „Von da an wird das Evangelium vom Reich Gottes gepredigt.“ (Lukas 16,16) In der Verklärungsszene wird dieser Umschwung deutlich, wenn der Vater sagt: „Dies ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe; den sollt ihr hören!“ (Matthäus 17,5) Mit Jesus Christus und seiner Verkündigung beginnt eine neue Zeitrechnung, jedoch kein vollständiger Bruch mit der Vergangenheit. Der entrückte Elia weist auf Christus als die nächste Stufe der göttlichen Heilsgeschichte.


NT – Lukas 24,44-53 – Die Entrückung Jesu

„Alles muss in Erfüllung gehen, was im Gesetz des Mose, bei den Propheten und in den Psalmen über mich geschrieben steht.“ Mit diesen Worten verdeutlicht Jesu die Bindung an die alttestamentlichen Schriften, in deren Kontinuität er steht. Anschließend erteilt er seinen Jüngern den Missionsbefehl, den Auftrag zur Verkündigung des Evangeliums unter allen Völkern. Da dieser Auftrag mit menschlichen Mittel allein nicht zu bewältigen ist, verheißt Jesus seine bleibende Gegenwart durch die Ausgießung des Heiligen Geistes, wie sie wenige Tage später zum Pfingstfest geschehen sollte.

In unserer Tradition hat das Pfingstfest einen höheren Stellenwert als das Fest der Himmelfahrt Christ, weil ersteres als die Geburtsstunde der Kirche gilt. Diese Hochschätzung ist zweifellos angemessen, doch besteht eine direkte Verbindung zum vorherigen Ereignis. Wenn Pfingsten die Geburtsstunde der Kirche ist, so ist Himmelfahrt die Geburtsstunde der christlichen Mission – und ohne Mission keine Kirche!


Abschlussgebet

Tagesgebet zum Himmelfahrtstag

Allmächtiger Gott! Wir bitten Dich: Verleihe uns, die wir glauben, dass Dein eingeborener Sohn, unser Herr Jesus Christus, zum Himmel aufgefahren ist, dass auch unsere Herzen und Sinne sich dahin erheben und beständig bei ihm wohnen. Der mit Dir und dem Heiligen Geist, ein einiger Gott, lebt und regiert, jetzt und allezeit und in Ewigkeit. Amen.

Dieses Tagesgebet soll für die gesamte Festwoche gelten.

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

Johann Sebastian Bach: Die Himmelfahrt

20. Mai – Hauskirche

Hervorgehoben

Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.


Schriftteil

AT– 3. Mose /Levitikus 3

https://www.bibleserver.com/EU/3.Mose3

Gebet – Psalm 115

https://www.bibleserver.com/LU/Psalm115

NT – Markus 4,21-34

https://www.bibleserver.com/EU/Markus4%2C35-41

Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT – Levitikus 3  –  Das Heilsopfer

Das Heilsopfer (manchmal auch Dankopfer genannt) unterscheidet sich von den vorangegangenen dadurch, dass der Opfernde selbst davon isst, und zwar das gesamte Fleisch. Nur das Fett ist Gott vorbehalten und wird vollständig verbrannt. Was der moderne Leser vielleicht für eine sinnvolle Maßnahme gesunder Ernährung halten mag, ist in Wirklichkeit demütiger Verzicht – das Fett galt als der wertvollste Teil. Auch das Blut ist Gott vorbehalten, es darf nicht verzehrt werden und wird stattdessen an den Altar gesprengt. Das Verbot des Blutverzehrs hat sich, im Gegensatz zu vielen anderen alttestamentlichen Bestimmungen, bis in die Apostelgeschichte gehalten. Auf dem Apostelkonzil wird vereinbart, dass man sich von Götzenopferfleisch, Blut, Ersticktem und Unzucht fernzuhalten habe.

Blut ist ein ganz besonderer Saft, heißt es bei Goethe. Wir Christen erkennen das Blut als Quelle des Lebens an. Wo es einen Blutkreislauf gibt, da ist Leben. Als Spender allen Lebens gehört das Blut Gott allein. Deshalb schreit unschuldig vergossenes Blut zum Himmel nach Rache (Genesis 4,10), deshalb darf Blut nicht verzehrt werden.

Vor diesem Hintergrund verstehen wir erst die umwälzende Bedeutung des Opfers Jesu. Im Heiligen Abendmahl empfangen wir das Blut Christi, das für uns vergossen wurde. Durch ihn, mit ihm und in ihm erfahren wir die Versöhnung mit Gott.


NT – Markus 4,21-34– Die Stillung des Sturmes

„Ihr Kleingläubigen!“ Dieser Vorwurf Jesu an seine Jünger findet sich viele Male in den Evangelien, unter anderem in dieser Geschichte, in der die Jünger Angst vor dem Aufziehen eines heftigen Wirbelsturms haben. Interessant dabei ist, dass wir aus dem Munde Jesu den Vorwurf des Kleinglaubens weit häufiger hören als den des Unglaubens. Das mag den Umständen geschuldet sein, liegt aber vielleicht auch daran, dass unser Herr wusste, dass Kleinglaube für seine Kirche gefährlicher sein würde als Unglaube. Der Ungläubige wird sich früher oder später von der Kirche entfernen, was für den Leib zwar schmerzhaft, aber verkraftbar ist. Der Kleinglaube hingegen ist feige und bequem. Daher macht er es sich mit Vorliebe in den Gliedern des Leibes gemütlich und schwächt ihn von innen heraus.

Es ist der aufziehende Wind, der den Glauben kleinhält. Er war es damals, er ist es heute. Nur ist es heute der gesellschaftliche Gegenwind, der für die Kleingläubigkeit verantwortlich ist. Der Wunsch nach gesellschaftlicher Anerkennung lässt manchen Christen heute tiefer sinken, als es der See Genezareth je gewesen ist.

Abschlussgebet

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

19. Mai – Hauskirche

Hervorgehoben

Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.


Schriftteil

AT– 3. Mose /Levitikus 2

https://www.bibleserver.com/EU/3.Mose2

Gebet – Psalm 113+114

https://www.bibleserver.com/EU/Psalm113

NT – Markus 4,21-34

https://www.bibleserver.com/EU/Markus4%2C21-34

Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT – Levitikus 2  –  Das Speisopfer

Bereits in der Erzählung von Kain und Abel wurde deutlich, dass Gott ein Brandopfer (tierisch) einem Speisopfer (pflanzlich) vorzieht. Daher ist auch in der levitischen Aufzählung das Speisopfer dem Brandopfer nachgeordnet. Dennoch nimmt Gott das Opfer wohlwollend an, sofern es frei von Sauerteig und Honig, dafür aber mit Salz versetzt ist. Was auf den ersten Blick willkürlich wirken mag, hat in Wahrheit einen tieferen Sinn. Sauerteig ist ein Zersetzungsprodukt, auch Honig kann eine Gärung erzeugen. Salz hingegen hat eine konservierende Wirkung. Deshalb haben erstere auf dem Altar Gottes keinen Platz, letzteres aber ist erwünscht.

Diese symbolische Bedeutung können wir Christen jenseits der Opferpraxis übernehmen. Aus der Sphäre des Heiligen ist alles, was Zersetzung oder Fäulnis mit sich bringt, fernzuhalten. Stattdessen sollten wir uns im Prozess der Heiligung stets an dem orientieren, was Bestand hat und uns stabil in Gottes Gegenwart hält.


NT – Markus 4,21-34 – Das Gleichnis vom Wachsen der Saat

Immer wieder vergleicht unser Herr das Gottesreich mit einem Samen, der in die Erde gepflanzt ist. Nichts kann sich aus ihm entwickeln, was nicht bereits in ihm angelegt wäre. Wir dürfen und sollen diese Saat in ihrer Entwicklung pflegen und begleiten. Aber der Griff zur Sichel steht uns nicht zu.

„Die Zeiten ändern sich, also muss sich auch die Kirche ändern“, lautet eine immer wieder zu hörende Forderung. Aber es ist uns nicht gestattet, der kirchlichen Lehre äußere Gewalt anzutun. Wohl darf sie sich entwickeln, die Kirche darf und soll in ihrer Erkenntnis wachsen. Aber dieses Wachstum muss organisch sein, eine natürliche Entwicklung aus sich selbst heraus. Kritiker wenden oft ein, dass etwa die Trinitätslehre eine menschliche Erfindung darstelle, da sie nicht im Neuen Testament enthalten sei, und die Ausformulierung dieser Lehre, wie sie auf den ökumenischen Konzilen beschlossen wurde, sucht man im Neuen Testament tatsächlich vergebens. Das bedeutet aber nicht, dass sie nicht darin enthalten ist. Das Neue Testament ist in erster Linie Zeugnis, Zeugnis der Offenbarung. Es enthält zwar Ansätze theologischer Reflexion, aber keine theologischen Lehrsysteme. Die Trinitätslehre stellt somit eine spätere Entwicklung dar, aber sie ist die gesunde und folgerichtige Entwicklung der neutestamentlichen Zeugnisse. Was dort über den Vater, den Sohn und den Heiligen Geist unter dem Eindruck unmittelbarer Offenbarung gesagt ist, lässt sich nur so verstehen, wie es die Väter formuliert haben. Für diese Entwicklung dürfen wir dankbar sein. Willkürliche Veränderungen der kirchlichen Lehre nach eigenem Gutdünken gilt es hingegen zu bekämpfen.

Abschlussgebet

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

18. Mai – Hauskirche

Hervorgehoben

Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.


Schriftteil

At – Levitikus 1

https://www.bibleserver.com/EU/3.Mose1

Gebet – Psalm 112

https://www.bibleserver.com/EU/Psalm112

NT – Markus 4,1-20

https://www.bibleserver.com/EU/Markus4%2C1-20

Homilie /Anstöße zu den Lesungen

Diese Woche verfasst von Dr. Sebastian Moll docmoll@web.de


AT – 3. Mose 1 / Levitikus 1 – Das Brandopfer

Immer wieder wird der Heiligen Schrift vorgeworfen, sie habe mit der heutigen Lebenswirklichkeit wenig zu tun. Insbesondere auf das Buch Levitikus scheint dieser Vorwurf zuzutreffen. Die kultischen Opfervorschriften, die es enthält, wirken nicht nur fremd, sondern in ihrer Detailtreue mitunter sogar ein wenig eklig.

Und doch stellt das Opfer ein grundlegendes Element des lebendigen Glaubens dar. Wenn in Vers 4 geboten wird, dass der Spender dem Opfertier die Hand auflegen solle, so bringt er damit eine enge Verbindung zwischen sich und dem Tier zum Ausdruck. Er opfert Gott nicht einfach irgendetwas Beliebiges, sondern gibt einen Teil seiner selbst hin. Durch das Opfer kann die zerstörte Gemeinschaft zwischen Gott und Mensch wiederhergestellt werden, die durch die Sünde zerstört beschädigt wurde. Die durchaus peniblen Vorschriften sind keine Schikane, sondern sollen gewährleisten, dass Gott das Opfer als „lieblichen Geruch“ (Vers 9) empfindet und somit annimmt. 

Wir Christen schauen auf das Lamm Gottes, das der Welt Sünde trägt. Im Kreuzestod Christi erkennen wir das letztgültige und vollständige Opfer. Aus diesem Grund haben wir die alttestamentliche Praxis des Tieropfers abgeschafft. Daher können wir es uns sparen, die hierfür dargelegten Regeln zu verinnerlichen. Sehr wohl aber müssen wir uns wieder in den Geist des Opfers und des Opfertodes hineinfinden. Immer mehr verbreitet sich die Vorstellung, der Sühnetod Christ sei ein veraltetes Konstrukt, von dem es sich zu verabschieden gelte. Keineswegs! Veraltet ist lediglich das rituelle Tieropfer. Das Opfer Jesu ist und bleibt das Zentrum des christlichen Glaubens.


NT – Markus 4,1-20 – Das Gleichnis vom Sämann

Was bei dem berühmten Gleichnis vom Sämann sofort auffällt, ist die ausführliche Betonung des Misserfolgs der Wortverkündigung. Dem einen Fall, in dem das Wort auf fruchtbaren Boden fällt und gedeiht, stehen gleich drei Szenarien des Scheiterns gegenüber. Sonderlich ermutigend wirkt das auf einen Prediger nicht. Andererseits steht diesen Misserfolgen eine schier unendlich reiche Ernte entgegen, für es sich zu arbeiten lohnt.

Aber auch die Hörer des Wortes sollten sich nicht entmutigen lassen. Zwar könnte man das Gleichnis so verstehen, dass Erfolg und Misserfolg gleichsam vorherbestimmt sind, je nachdem, zu welcher Sorte ‚Boden‘ man gehört. Doch nicht umsonst endet das Gleichnis mit der eindringlichen Mahnung: „Wer Ohren hat zu hören, der höre!

Jesus nimmt seine Hörer in die Pflicht. Angst, Sorgen oder Gier können das gedeihliche Wachsen des gesäten Wortes behindern, aber sie müssen es nicht. Vielmehr müssen sie täglich aufs Neue überwunden werden.

Abschlussgebet

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

17. Mai – Zoomkirche

Hervorgehoben

Predigt vom 17. Mai – Ausschnitt aus dem Zoom Gottesdienst, geleitet von Diakon Jared Wensyel, Frankfurt

Liturgie hier auf Zoom nach „Das Allgemeine Gebetbuch“ Seite 99 – Lieder zum Mitsingen Zuhause.

Die betende Gemeinde und mein persönliches Gebet

Lukas 11,5-13

Am heutigen 5. Sonntag nach Ostern, Rogate, wird das Thema – die betende Kirche in dem Mittelpunkt gestellt. Für die Kirche Christi weltweit und für unser persönliches geistliches Leben ist das Gebet, die Kommunikation zwischen mir und Gott sehr wichtig.

Über das Gebet allgemein

Für die Kirche und Ortsgemeinde gilt diese vierfache Priorität nach Apg. 2,42. Die Urkirche hielt sich mit ihren Mitgliedern beständig an vier apostolischen Prinzipien.

1. Die Belehrung / Verkündigung durch die Schrift, 2. An die einander helfende diakonische Gemeinschaft, 3. die wöchentlicher Mahlfeier und 4. spezielle Gebete Jesu und die der Schrift. Für das persönliche Glaubensleben nehmen wir aus diese vier Prinzipien heute zwei heraus und konzentrieren uns auf nur eines, das Vierte.

Zwei Prinzipien für das geistliche Leben

a.Die tägliche Schriftlese:

Wichtig vor allem ist täglich, regelmäßige und geordnete Lese durch die Heilige Schrift. Dadurch lernen wir den Willen Gottes unser Leben besser kennen. Das ist unsere persönliche Belehrung durch Gott: Unter der Belehrung der Apostel bleiben, das Prinzip 1.

b. Das tägliche Gebet. (Prinzip 4 der Kirche)

Auf dieses Gebetsprinzip (auch Vaterunser genannt), das für die Kirche Christi gesamt und für unser persönliches Leben bestimmt ist, möchte ich heute Morgen weiter eingehen.

In der Einleitung zu unserem Text, Lukas 11, 1-4 antwortet Jesus seinen Jüngern und gibt ihnen Worte und die Prinzipien für ein biblisches Gebet. Die Anrede an den Vater, die fünf regelmäßigen notwendigen Fürbitten und eine herrliche Verehrung zum Abschluss an den Vater im Himmel gerichtet.

In den Versen 5-13 folgte Jesus dieser Gebetsanweisung und benutzt eine Alltagsgeschichte von damals Gleichnis, um für unsere persönlichen Gebete ein Gebetsprinzip zu erklären.

Dabei geht es um die Notwendigkeit des Gebets. Es muss erstens beständig, beharrlich und ausdauernd sein. Zweitens muss es ein vertrauensvolles Gebet sein. Beide Prinzipien: Beständigkeit und volles Vertrauen in der Kommunikation mit Gott im Gebet ist notwendig. (Dabei wollen wir nicht die zweite Seite der Medaille, unsere beständige Bibellese vergessen.

A. Zum ausdauernden Gebet

erzählt uns Jesus die Geschichte vom Freund oder Nachbarn, der abends noch besucht wird und Übernachtungsgäste bekommt. Das war damals nicht unüblich, denn man reiste lieber morgens oder nachmittags gegen Abend, um der brennenden Sonne des Mittelmeeres zu entgehen. Nun treffen also solche Menschen noch verspätet ein. Gastfreundschaft steht an erster Stelle, aber Aldi und Rewe sind leider um 23 Uhr nicht mehr offen. Was tun? Gehe zum guten Freund und Nachbarn, der wird dir schon helfen. Und da entspannt sich ein Gespräch und diese Argumentation: Das geht nicht mehr. In dem Einzimmerschlafraum, auch noch die Kleinen im selben Bett, kann nicht aufstehen. Das gibt nur Unruhe, Ärger, Geschrei. Das lass mal. Und so flüstert er immer weiter vor der Tür, klopft, fragt, bittet, hört einfach nicht auf. Schließlich erhält er auch nach 23 Uhr doch noch Antwort und materielle Hilfe auf sein beständiges hoffnungsvolles Bitten und Bedrängen.

Anwendung

Jesus will uns damit deutlich fragen, ob wir es wirklich ernst meinen in unserem Gebet, ob wir beständig, beharrlich und auch eindringlich sind, wenn wir beten. Ja, wir beten, aber vielleicht wiederholen wir nur einige Fakten, die uns in den Kopf kommen, erzählen Gott oder anderen, die zuhören, einige Ideen oder Vorschläge. Wollen wir uns darin prüfen. Klopfen wir bei Gott an, wenn wir etwas Nötiges brauchen? Bringen wir unser Notwendiges zum Leben – psychisch, körperlich, familiär, kräftemäßig vor ihn? Beobachten wir neben den Alltagsnotwendigkeiten auch darauf, worum ich zielgerichtet bitten sollen?

Nämlich, nicht nur an erster Stelle um meine und unsere persönlichen Notwendigkeiten, sondern um den Heiligen Geist. Er ist das A und das O für unser Gebet, ob es nach unserer Ernstlichkeit und Beharrlichkeit auch erhört wird. Intensives und beharrliches Bitten, Suchen und Klopfen ist unbedingt notwendig, aber ohne Begleitung, vom Anfang bis zum Ende, geleitet durch den Heiligen Geist, ist jedes Gebet mühsam und schließlich nutzlos. Wenn dieses Gebet nur mit positivem Denken und Selbstermutigung einhergeht, kann es Gott nicht erhören.

Denn mit solch einer Lebenseinstellung müssen diese Menschen erst die Wirkung des Heiligen Geistes erfahren, echte Buße vom Egoismus zu erleben, an Christus allein zu glauben und liebe, und so das Glück in dieser und zukünftigen Welt zu erleben. Alle diese darauf erfolgenden Segnungen will uns Gott durch das Wirken des Heiligen Geistes geben, irdische und himmlische. Deshalb werden auch die Kirche und Gemeinde Christi und ich selbst, kurz vor Himmelfahrt und Pfingsten, auf das Warten und das Empfangen des Heiligen Geistes hingewiesen.

B) Zum vertrauensvollen Gebet

Beschenkt werden wir aber vom Himmlischen Vater doch nur, wenn wir mit der richten Einstellung zu ihm kommen. Es geht um das Vertrauen wie Kinder zu den Eltern: Wir wollen ihn beständig fragen + um Antworten von ihm zu bekommen. Wir wollen beständig unseren Vater suchen, +um vom ihm zu bekommen, was noch in unserem Leben fehlt. Wir wollen bei unserem Vater anklopfen, + um hereingelassen zu werden, +um an der innigen Gemeinschaft unserer Eltern, der Dreieinigkeit teilhaben zu können.

Und unser Vater im Himmel wird antworten. Es ist ihm eine Ehre, wie jedem Elternteil, wenn ein Kind immer wieder kommt und fragt, und fragt und lernt und dankbar es annimmt.

Gott wird geehrt, wenn wir im kindlichen Glauben zu ihm kommen und von ihm etwas erwarten, was wir benötigen. Wir werden es dann erhalten, vielleicht nicht sofort, aber zu seiner Zeit.

Durch unsere vertrauensvollen und kindlichen Bitten werden unsere notwendigen Bedürfnisse des Lebens an Gott gerichtet. Und das ist der Vorteil eines solchen Glaubensgebetes für uns.: Unser Herz wird in Gott beruhigt und gefestigt. Amen.

15. Mai – Hauskirche

Hervorgehoben

Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.


Schriftteil

At – Exodus 38

https://www.bibleserver.com/EU/2.Mose38

Gebet – Psalm 109,1-20

https://www.bibleserver.com/EU/Psalm109%2C1-20

NT – Markus 3,13-19

https://www.bibleserver.com/EU/Markus1%3C13-19

Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT – Ex. 38 – Das irdische Heiligtum mit seiner himmlischen Bedeutung.

V 1-7. Dieses Kapitel beschreibt die Ausführung des Vorhofes, der in Kapitel 27 bereits beschrieben wurde in gleicher Reihenfolge. (Einzelheiten bitte noch einmal dort nachlesen). Anstelle des Öls wird der Wert aller Materialien zum Schluss aufgezählt. Anstatt gleich mit dem abgegrenzten Vorhof zu beginnen, wird zuerst der Brandopferaltar und das kupferne Reinigungsbecken in den Mittelpunkt gestellt.

Das erste, was das zur Anbetung kommende Volk im Vorhof des Heiligtums sah, war ein kunstvoller bronzener Altar – 2,5 x 2,5 im Quadrat und 1,5 Meter hoch. Die Einstellung des Anbetenden ist auf das Opfer und den Opfervorgang gerichtet. In der Mitte befand sich ein Metallnetz, in dem das schuldlose Opfer, das sein Leben lassen musste, für Gott dargebracht und verbrannt wurde.

Dieser Altar war bereits ein Urbild auf Christus, der stellvertretend für unsere Sünden starb, um uns mit Gott zu versöhnen.

V 8. Das Becken aus Kupfer – oder das Waschfass bzw. das Meer. (Offb 15,2). Als nächstes sieht der Anbetende das kupferne Waschbecken. Das Material stammt von den mit dienenden Frauen, die eine Unmenge von Kupferspiel für dieses Riesenbecken gespendet hatten. Zusammengefügt soll es einen Durchmesser von 5 m, eine Tiefe von 2,5 m gehabt haben. Es fasste ca. 40-70 m3 Wasser.

Dieses Wasser diente besonders den Priester, Leviten und Helfern zur Reinigung bevor sie den Dienst im Heiligtum begannen. Alle Leviten und Priester wurden bei ihrer Weihe zum Dienst hier gewaschen (oder getauft). Mose wusch Aaron und seine Söhne mit Wasser vor ihrer Einsetzung 3Mo/Lev 8,6). Auch Johannes der Täufer wurde als Priester so gewaschen und benutzte deshalb den gleichen Ritus, um Jesus ähnlich im Jordan zu taufen. Die fortgesetzte Waschung oder Reinigung des Gläubigen ist weiterhin notwendig. Im Neuen Testament wäscht Jesus den Jüngern mit einer größeren Schüssel (als Abbild auf dieses Originalbecken) jedoch nur die Füße zur täglichen Reinigung. Für den Christen, der durch das Opfer Christi und durch die Taufe gereinigt und mit Sündenvergebung Zugang zum Heiligtum und zur Gegenwart Gottes erhalten hat, gilt die Verheißung und der Auftrag: und die den Sieg behalten hatten … standen an dem gläsernen Meer und trugen Gottes Harfen (Offb 15,2)

V 9-20 Der abgegrenzte Vorhof. Alle die hier aufgezählten Teile haben wichtige Bedeutungen, können aber hier nicht eingehend betrachtet werden. Wie Hebr. 9, 1 sagt: Es hatte zwar auch der erste Bund seine Satzungen für den Gottesdienst und sein irdisches Heiligtum, beinhaltet dies folgerichtig auch: So hat auch der neutestamentliche Gottesdienst biblische Satzungen und entsprechend ein äußeres heiliges Gotteshaus.

Wichtig ist, dass die Kirche Gottes nach außen, zur Welt, sich abgrenzt und durch Standpunkte und Reinheit innerlich geschützt bleibt. Weder Weltsünde noch Weltideologien sollen die Bedeutung des Heiligtums, seiner Werte und Botschaft verändern.

Für die jüdische und christliche Kirche gilt auch. Die Vorhänge der Abgrenzung waren schon immer beweglich und auswechselbar. Der Vorhof konnte abgebaut, erweitert und auch wieder woanders aufgebaut werden. Damit kann der  V o r p l a t z  der „Kirche“ – nicht aber ihr Innerstes – erweitert oder verändert werden. Er kann angepasst und zum Ort der Heidenmission werden. Der Vorplatz ist für Kirchenferne mit Evangelisation, das Heilige und Allerheiligste bleibt jedoch unverändert für Christen zur Anbetung und Gottesdienst.

V 21 – 31 Die Aufwendungen und Wertschätzung des Heiligtums

Zum Schluss wird der gesamte finanzielle Wert des Heiligtums hervorgehoben, der freiwillig durch das Volk gebracht und durch eine Personensteuer der wehrfähigen 603 550 Männer zusammenkam.

Der Umfang des gespendeten Wertes nach damaligem Gewicht entsprach etwa 1100 kg Gold und 3700 kg Silber (s.d. Ex 38,26 -Das entspricht bei einem halben Silberschekel in etwa die der Steuer von 605.000 wehrtüchtigen Männern). Zusätzlich zählt man noch 2750 kg Bronze. Dazu kamen alle aufgezählten wertvollen Materialien (14 werden hier speziell genannt), die Geräte und Stoffe. Würde man dann noch alle freiwilligen Arbeiten der offiziellen und inoffiziellen Werkmeister, Künstler und vielen Frauen während des einen Jahres der Herstellung in Betracht ziehen, würde dies ein unvorstellbarer Millionenbetrag ergeben.

Wir erkennen an diesem ungeheuren Wert auf welchen Grund das Heiligtum, die Kirche Gottes, gestellt ist. Wollen wir durch die einzige Tür in diesen wertvollen VORHOF gehen, dort Jesus, das Lamm, auf dem Altar als unser stellvertretendes Opfer erkennnen, und dann den Weg zum Waschbecken, zur Reinigung und zum Dienst einschlagen? Von hier aus wollen wir uns als Priester in das HEILIGE begeben, dort nach Vorschrift dienen und durch den jetzt geöffneten Vorhang in das ALLERHEILIGSTE blicken, um einen direkten Zugang zum Gnadenthron Gottes zu erhalten. Von dort her wollen wir seine Stimme hören und Seinen Willen (Gebote) erkennen, Seine Speise (Manna/Herrenmahl) essen, Seine Leitung (Aarons- Stab) für seine Kirche annehmen.


NT – Markus 3,13-19 – Mission: Menschen zu Multiplikatoren

Jesus sucht sich seinen Berg für einen Neuanfang mit dem Volk Gottes aus. Dieser steht im Kontrast zum Berg des Alten Bundes, dem Sinai. Er will nun für sein neues 12-Stämmevolk, für seine Bundesgemeinde, 12 Apostel als seine Gesandten wählen. Diese Erwählung geschieht souverän und aus Gnade. Er wählt sich aus der allgemeinen Jüngergruppe die aus, die er als Grundlage seiner Kyriake, seiner Kirche, die allein dem Herrn gehörig ist, haben möchte. Auffallend ist hier, dass Markus den Simon zuerst erwähnt und ihn von hier an Petrus nennt. (Ihm hatte er lange Zeit als Dolmetscher und Sprecher gedient). Danach folgen pärchenweise die Namen der anderen Apostel, abnehmend mit der Qualität, am Ende dann Judas, der Verräter. Damit hat Markus bereits auf das Ende seines Evangeliums hingewiesen.

Die Formung der Apostel soll nun durch eine intensive geistliche Ausbildung – (on the Job Training) – durch Lernen in der Praxis von Jesus geschehen.  1. Sie sollten bei ihm bleiben – und das für drei Jahre in intensiver Gemeinschaft. 2. Das Ziel ist, sie auszusenden selbständig zu predigen – ähnlich wie und mit der Botschaft, die ihr Meister verkündigte. 3. Dieses sollte mit Vollmacht so unterstützt werden, dass sie böse Geister austreiben und auch Kranke heilen können.

Möge auch Jesus heute mehr und mehr solche Menschen aussenden, die mit ihm waren, die von Ihm die rechte, vollmächtige Verkündigung gelernt haben. Mögen sie das wahre Evangelium predigen, damit durch dieses Verkündigungs-Werkzeug gesegnete Wirkungen in heutiger Missions- und Gemeindearbeit entstehen.

Abschlussgebet

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

14. Mai – Hauskirche

Hervorgehoben

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Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.


Schriftteil

At – Exodus 37

https://www.bibleserver.com/EU/2.Mose37

Gebet – Psalm 108

https://www.bibleserver.com/LUT/Psalm108

NT – Markus 3,7-12

https://www.bibleserver.com/EU/Markus1%3C7-12

Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT – Ex. 37 – Der Zugang zum Heiligen und Allerheiligsten, damals und heute.

Überblick aus der Mitte der Bautätigkeit

Die Kapitel 35-40 beschreiben den eigentlichen Aufbau der Bundeszeltes (Stiftshütte) bis zur Einweihung und Übergabe zum Dienst an die Priester.

Die Herstellung des Heiligtums begann mit dem Hinweis über die Sabbatruhe, setzte sich fort über die Sammlung des Volkes für den Bau und der Berufung der Baufachleute und ihrer künstlerischen Mannschaft (35). Nach der Beschreibung der Größe wird das Bundeszelt gebaut (36). Anschließend geht es um die Ausstattung des Allerheiligsten im hinteren Drittel, und zwar um das Zentrale, die Bundeslade (37). Danach wird im Heiligen Ort, der zweidrittel des Zeltraumes umfasst, der Räucheraltar, der Schaubrottisch und der siebenarmige goldene Leuchter mit dort aufbewahrten heiligen Mitteln – Salböl und Räucherwerk beschrieben. Danach werden wir vom Inneren des Bundeszeltes in den öffentlichen Vorhof mit allen Geräten, die dort aufgestellt werden, geführt. Der gesamte finanzielle Wert des Heiligtums wird nun festgestellt (38). Zum Schluss wird unser Blick auf das Personal, dass dort dienen soll, und deren Ausstattung gerichtet. Es werden auch die priesterlichen Gewänder und zu tragenden bedeutungsvollen Gegenstände hergestellt. Zum Schluss prüft Mose die Arbeiten und bestätigt, das alles nach der Vorschrift Gottes gebaut wurde (39). Exodus schließt ab mit der Einweihung des Heiligtums und dem Bekenntnis Gottes, dass er dort gegenwärtig sein will (40).

Ein Bild, das drinnen, Tisch, sitzend, Zähler enthält.

Automatisch generierte Beschreibung
links: Das Heilige – Priesterwohnung rechts: Das Allerheiligste – Gotteswohnung

Heute nun ein etwas längerer Blick in das Allerheiligste (V 1-7), dann in das Heilige des Bundeszeltes (V 10-26). Beide Räume sind durch einen kräftig gewebten Teppich (Vorhang) voneinander getrennt.

Über die Bedeutung der zentralen Bedeutung des Allerheiligsten wird später, aber noch eingehender im Neuen Testament gesprochen. Es geht hier um die innigste Gegenwart Gottes, die durch die zwei Engel auf der Bundeslade symbolisiert werden.  Das Reden Gottes geschieht von den Engeln her, die auf dem goldenen Gnadendeckel stehen und auf die beiden Steintafeln der 10 Worte Gottes schauen. Diese lagen im Inneren des Bundeslade (-Kasten). Weiter wurde dort auch ein Gefäß mit dem Wüstenbrot (Mana) als Erinnerung aufbewahrt, sowie der Führungsstab Levis (Moses / Aarons), der Früchte trug. Von diesem Zentrum der symbolischen Gegenwart Gottes her wollte JAHWE gehört werden und das Volk leiten. Es war eine gnädige Gegenwart Gottes, denn die beiden Engel standen auf der goldenen Sühneplatte, auf die der Hohepriester jährlich das Blut zur Sühne für das Bundesvolk sprengte. Die Engel schauten auf die unter dem Sühnedeckel liegenden 10 Worte (Gebote) mit dem Willen Gottes. Aus Gnade und Dankbarkeit sollte das Volk nach diesen leben. Weiterhin befanden sich neben dem „Wort Gottes“ auch das „Brot Gottes“ (das himmlische Manna) in diesem Stiftskasten. Das sollte auf das lebendige Brot, auf Jesus Christ, hinweisen. Von Ihm sollten sie auch in Zukunft essen, was ein Hinweis auf das Mahl des Herrn, das Brot vom Himmel, gibt. Das Wort und das Brot sind täglich bedeutend für das Volk Gottes. Wort und Brot – Verkündigung und Eucharistie/Abendmahl – sind die wichtigen beiden zentralen Elemente (Sakramente/Geheimnisse) für das Volk Gottes unter der gnädigen und goldenen Schutzplatte Gottes.

Auch heute sollte in jeder biblischen kunstvollen Bundesversammlung Gottes das Symbol der göttlich eingesetzten Leiterschaft nicht missachtet werden. In der Bundeslade befand sich außerdem der grünende Stab Aarons. (4Mo/Lev 17).

Dieser Leitungsstab spricht sich gegen jede gemeindliche und kirchliche Leitung von unten aus. Weder die übrigen 11 Stämme oder die Schwester Moses, Miriam, noch ein empörtes Volk sollte die Kirche Gottes leiten. Entfaltung (bene esse) geschieht durch Mose als Leiter und die eingesetzten Priester / Älteste. Sie erstreckt sich bis zum NT gemäß 1 Tim 3 und Titus 1. – Timotheus und Titus handeln dort als Bischöfe, die die Aufsicht wahrnahmen. Diese, von apostolischen Leitern eingesetzten geistlichen Leiter, setzten die ursprüngliche „Stabtradition“ als bischöfliche Leitung im NT fort. Sie wachten über die neue Bundesversammlung Christi mit dem gnädigen Evangelium und leiteten sie mit Wort und Brot – durch Wort und Sakrament. Sie wachen über und leiteten durch Verkündigung und das Herrenmahl. Der Leitungsstab Moses steht immer noch für die Stammesleitung des neutestamentlichen priesterlichen Gottesvolkes.

V 10-16 Hier wird der Tisch mit den 12 Schaubroten und Speisegeräte als gottesdienstliches Möbelstück vorgestellt (1,0 x 0,5x 0,80).

Wir werden auch später noch darauf genauer eingehen. Wenn Jesus in der Offenbarung spricht, siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an, dann meint er damit zuerst den heiligen Vorraum (5×10 Meter) vor dem Allerheiligsten. (Er kommt als Hohepriester und will mit den hier versammelten Priestergruppe, die gerade wechselt, das Mahl halten. Jeweils bei der Übergabe an eine neue Dienstgruppe wurden die vorhandenen (12-Stämme)-Brote von allen gegessen. Dies ist ein Hinweis auf die priesterliche Aufgabe, sich um die geistliche Versorgung der 12 Stämme zu sorgen.

V 17- 14 Hier wird der goldene siebenarmige Leuchter, das Wahrzeichen Israels, dargestellt, der auf der gegenüberliegenden Seite des Schaubrottisches stand. Dieser war aus 37,5 kg Gold hergestellt. Er sollte, gespeist durch heiliges Öl, vom Morgen bis zum Abend in diesem Priesterversammlungsraum brennen und die Priester in ihrem Dienst erleuchten. Dies spricht davon, dass die Diener Gottes, besonders durch den Heiligen Geist (Öl) erleuchtet werden sollen, wenn sie die Anliegen des Volkes Gottes vor den Thron Gottes bringen.

Die Erleuchtung und Leitung durch Gottes Geist ist für jeden geistlichen Leiter in seinem Dienst unbedingt notwendig.


V 15 Der goldene Räucheraltar (1m x 0,50; Höhe 0,80) zählte zwar zum Allerheiligsten, stand direkt vor dem Vorhang, aber noch im Heiligen, dem Priesterraum.

Dadurch wird hingewiesen, dass der damalige Priester nicht den direkten Zugang zur Gegenwart Gottes hatte. Nur der Hohepriester ging einmal im Jahr in das Allerheiligste. Das Rauchopfer, das hier täglich gebracht wurde, symbolisiert die Gebete der Priester und der Heiligen, die als liebliches Aroma – das was Gott sich wünscht und Ihn erfreut – vor Ihn gebracht werden.

Das Gebet, das Nahebringen der Menschen und ihrer Anliegen vor Gott, ist neben der Auslegung der Heiligen Schrift die Hauptaufgabe eines Priesters und Presbyters (Ältester) im Alten und Neuen Testament. Dadurch sollen sie Vorbild für alle Gläubigen sein, die durch Jesus (den Vorhang seines Leibes) jetzt persönlichen Zugang zum Allerheiligsten haben und die Stimme Gottes hören können.


NT – Markus 3,7-12 – Im stressigen Dienst wird der Gottessohn bekannt

Nach der Sabbatkontroverse mit den Pharisäern zieht sich Jesus zurück an den See Genezareth. Er sammelt dort seine Reichsgottesgemeinde nicht aus Menschen vom religiösen Jerusalem, sondern aus dem halbheidnischen Galiläa. Selbst vom südlichen Jerusalem bis zum nördlichen Phönizien reisen sie an. Scheinbar fiel die Menge der Kranken, Geplagten und dämonisch Besessenen nur so über ihn her. Er musste unter großem Stress gestanden haben, weil er ein Boot zum Rückzug aus der Menge bestellte. Diese übergroße Dienstbelastung leitet auch den Übergang, vom See zum Berg, zum Rückzug, Neuorientierung und zur Jüngerberufung, in den nächsten Abschnitt über. Doch zuvor lässt Markus noch einmal seine These – hier eher positiv – durch viele dämonisch Kranke bestätigen: „Du bist Gottes Sohn!“

Neuorientierung und wichtige Entscheidungen. Lassen wir uns im Gebet durch Geist Gottes in stressigen Lebenssituationen zeigen, eine Entscheidung für eine Neuorientierung zu treffen? Ist ein Ortswechsel wichtig, ist ein Rückzug aus der Menge der Menschen oder der Arbeitsbelastung notwendig? Ist es an der Zeit, Nachfolger zu suchen, zu schulen und sie mit in eine bestimmte Arbeit oder Dienst einzuführen?

Abschlussgebet

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

19. August – Hauskirche

Hervorgehoben

Familien- oder Hausandacht – Morgen und Abend

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Während der Ferienzeit wird der fortlaufende Abschnitt aus der Morgenlese – Lektionar AGB – benutzt: Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

Weitere Hinweisezukünftig!

Mit dem Beginn der Coronazeit begann auch die tägliche Auslegung der Tageslese des Gebetbuches. Danach in der sommerlichen Ferienzeit wurde sie nur noch zweimal wöchentlich veröffentlicht. Diese Kurzauslegung wird in Kürze beendet. Deshalb der Hinweis hier, die gesamte chronologische Jahreslese herunterzuladen und selbst oder als Hausandacht so (in ein oder zwei Jahren) die Heilige Schrift regelmäßig weiter zu lesen.

Als weiteres Angebot zum Download sollen bald die zwei digitalen Gebetbücher (die Sie auch mit festem Einband bestellen können) bereitstehen. Sind Sie an diesem Download interessiert? Die dazu passenden Artikel zum Verständnis werden in unregelmäßigen Abständen später folgen. Bei Interesse für weitere Informationen und Erklärungen zu diesen gottesdienstlichen Büchern, bitte weiter unten „ABBONIEREN“ anklicken.


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Gebet – Psalm 46 (klicken)


Schriftteil und Anstöße zur Lesung

Lesung: 5Mo/Deuteronomium 18 (klicken)

Die Propheten kommen! Aber welchem Propheten sollen wir vertrauen?

Ein Grundanliegen aller Religionen scheint zu sein, den Willen Gottes (eines oder mehrere Götter) zu erfahren und sich in der Gegenwart für die Zukunft sicher zu fühlen und sich darauf einzustellen. Dazu dient das Prophetenamt in Israel, dass grundsätzlich andere Möglichkeiten eröffnet, als durch die okkulten Praktiken der heidnischen Religionen praktiziert wird. Diese außerisraelitischen Handlungen sind Gott ein Gräuel. Deshalb werden diese Völker mit ihren Kulten vertrieben.

Gott dagegen hat sich an seine Propheten gebunden, die seinen klaren Willen durch das zu verstehende Wort deutlich weitergeben. Dieses Prinzip – einen Propheten … will ich dir immer wieder erwecken, – soll nie verändert werden. Mose ist darin das Urbild, dass sich von den falschen Propheten, von denen auch aus den eigenen Reihen gewarnt wird, deutlich abhebt. ER redete im Namen des wahren Gottes Jahwe und alle seine Worte trafen ein. So soll auch jedes zukünftige prophetische Wort und der Geist des Propheten geprüft werden. V 17 weist aber gleichzeitig über das Prinzip vom Urpropheten auf den endzeitlichen Propheten Christus hin. Viele Menschen zurzeit Jesu erkannten diesen und sprachen: „Das ist wahrhaftig der Prophet, der kommen soll“. Auch Petrus verkündet in seinen Predigten (Apg 4,17-26), dass Christus der verheißene Prophet ist, der gehört, dem gehorcht und der segnen wird, alle, die sich zu ihm bekehren. – Gerade in unserer jetzigen Zeit ist es wichtig, die Botschaft und den deutlichen Willen von Christus her zu hören, aber auch zu unterscheiden, ob die sich selbst ernannten Propheten mit Hiobsbotschaften und Verschwörungstheorien okkulte Orakel und eigene Träume weitergeben oder sie in der Linie von Mose auf Christus das verständliche Wort des Willens Gottes weitergeben.


Lesung– Joh 9,1-12 (klicken)

Geöffnete Augen für den Gesandten

Wie schon in Kapitel 8, so auch hier im nachfolgenden Bericht steht der Anspruch Jesu, dass er das Licht der Welt sei. Mit dem nun sechsten Wunder Jesu geht es auch hier um seine Identität, wer er ist und woher er stammt. Am Messiasbekenntnis werden sich alle Geister scheiden. Jesus, das Licht der Welt, heilt einen in tatsächlicher irdischer Dunkelheit stehenden Menschen, der von Geburt an blind ist. Und dies geschieht provokativ auch am Sabbath. Das Anrühren eines Teigs oder Breis, auch ärztliche Handlungen, waren doch an diesem Tag verboten. Diese Heilung brachte die religiösen Gesetzesvertreter auf die Palme. Jesus aber macht durch dieses Heilungswunder klar, dass er über dem Gesetz steht, es richtig auslegt, er der Gesandte, der Prophet, der Messias ist. Denn Jesus sendet den Blinden zu der Teichanlage in Jerusalem mit dem Namen Shiloa, die allegorisch, also sinnbildlich, hebräisch „Schaliach“ auf Jesus „den Gesandten“, hindeutet. Der Geheilte erkennt den Gesandten, bekennt ihn später trotz allem Widerstand der Religion und endgültigem „Kirchenausschluss“ als den von Gott gekommenen Menschensohn. Jesu Identität wird durch den Sehenden deutlich bezeugt. Er ist durch den Glauben zum irdischen und himmlischen Sehen gekommen. – Auch heute wird unser Bekenntnis zum Gottessohn als Retter und Herrn Verwunderung und Scheidung in dieser Welt hervorrufen. Doch dazu sind wir, wenn wir zum Schauen und Glauben gekommen sind, deutlich berufen.

Abschlussgebet

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Morgendliches Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all’ unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.

Oder

Abendliches Gebet um Frieden

O Gott, von Dir kommt alles heilige Verlangen, jeder gute Rat und jede gerechte Tat. Gib uns, Deinen Dienern, den Frieden, den die Welt nicht geben kann, damit unsere Herzen willig sind, Deinen Geboten zu folgen. Befreie uns von der Furcht vor unseren Feinden, damit wir unsere Tage in Ruhe und Frieden verleben können. Durch die Verdienste unseres Heilandes Jesus Christus. Amen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

15. August – Hauskirche

Hervorgehoben

Familien- oder Hausandacht – Morgen und Abend

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Während der Ferienzeit wird der fortlaufende Abschnitt aus der Morgenlese – Lektionar AGB – benutzt: Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Gebet – Psalm 43 (klicken)


Schriftteil und Anstöße zur Lesung

Lesung: 5Mo/Deuteronomium 14 (klicken)

V 1+2 Kinder Gottes, Erwählte als Eigentum aus allen Völkern, sollen als heiliges Volk des Herrn leben. Deshalb folgen hier wichtige äußere Lebensregeln. Sein Volk soll seinen Körper nicht verunstalten, weil es im Bild Gottes geschaffen ist. Tätowierungen, selbst mit religiösen Symbolen versehen, sind nicht der Wille Gottes.

V 3-21 Weiter werden die Essensgewohnheiten des heiligen Volkes behandelt. Es sollen nur reine Tiere gegessen werden. Auch ist nicht ganz klar, ob dies aus religiösen oder nur aus hygienischen Gründen geschehen soll, möglich ist beides ausschlaggebend. Der Grund ist sicherlich, dass Gott nicht die Krankheiten Ägyptens auf sie legen möchte, dass es ein gesundes Volk sein soll. Dann aber auch als Abgrenzung zum Götzendienst Warum sollen sie kein Schwein essen? Das Schwein wurde in den umliegenden Religionen als Verkörperung einer Gottheit angesehen. Dies mag auch ein Grund für das Verbot von Schweinefleisch sein. Auch der Ritus, ein Böckchen in der Milch seiner Mutter zu kochen, ein ugaritischer Milchzauber als magische Verjüngungskur, ist für Gottes Volk tabu. Alle geheimnisvollen Vorgänge des Lebens hängen nicht mit den unbekannten Göttern, sondern mit dem Schöpfergott Jahwe zusammen. Auf ihn ist zu hören, um gesund und heilig zu bleiben.

22-29 Der Zehnte ist ein Akt der Dankbarkeit Gott gegenüber. Es ist die Anerkennung, dass aller Besitz Gabe Gottes ist (K 8,18). Jedes dritte Jahr aber sollte Israel einen extra zweiten Zehnten in die Lagerhäuser der Leviten bringen, die keine Ländereien besaßen. Er diente sozialen Zwecken, neben der Levitenversorgung wurde er auch den Witwen, Waisen, den Armen und den Fremdlingen gegeben.

Gott verheißt einen reichen Segen gerade für diejenigen, die reichlich und fröhlich ihren Zehnten bringen. Er fordert uns sogar heraus, ihn zu prüfen (Mal 3,8-10). Haben wir Gott bereits geprüft, ob er auch auf uns solch einen besonderen Segen herabschüttet?


Lesung– Joh 8,21-29 (klicken)

Ohne Erkenntnis vom erhöhten Herrn keine Sündenvergebung.

Im ersten Abschnitt des Kapitels 8 redet Jesus vom Licht der Welt (V12), und er sagt: „ICH BIN“ es – (griechisch: ego eimi). Nun in unserem jetzigen Abschnitt in V24 und 28 spricht er vom Erkennen, „ICH BIN“ es. Jesus gebraucht hier seinen göttlichen Namen, um seine wahre Identität zu offenbaren. Es ist die griechische Form des hebräischen Namens YAHWE, wo es in Exodus 3,14 heißt: Der ICH BIN hat mich zu euch gesandt. Diesen kann aber niemand erkennen, wenn man nur von der Erde stammt und irdisch gesinnt ist. Das sind die, die noch nicht von oben geboren oder noch nicht wiedergeboren sind. Das ist auch der Grund, warum die Menschen ihn hier schon wieder missverstehen. Und wenn sie in diesem nicht wiedergeborenen Zustand bleiben, werden sie unweigerlich in ihren Sünden sterben, ohne das ewige Leben zu erhalten. Doch wenn sie den großen ICH BIN erkennen, dass er der Messias und Menschensohn in der Autorität des Vaters gekommen ist, und er erhöht am Kreuz für ihre Sünden stirbt, dann werden sie nicht in ihren Sünden sterben, sondern das ewige Leben erhalten.

Sind wir dankbar und haben wir erkannt, dass der „ICH BIN“ für uns am Kreuz erhöht wurde und starb? Glauben wir so, wie die Menschen im nächsten V 30 an den Menschensohn und seine göttliche Identität? Dann werden wir nicht in unseren Sünden sterben, sondern durch Jesus die Auferstehung und das ewige Leben erhalten.

Abschlussgebet

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Morgendliches Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all’ unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.

Oder

Abendliches Gebet um Frieden

O Gott, von Dir kommt alles heilige Verlangen, jeder gute Rat und jede gerechte Tat. Gib uns, Deinen Dienern, den Frieden, den die Welt nicht geben kann, damit unsere Herzen willig sind, Deinen Geboten zu folgen. Befreie uns von der Furcht vor unseren Feinden, damit wir unsere Tage in Ruhe und Frieden verleben können. Durch die Verdienste unseres Heilandes Jesus Christus. Amen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

12. August – Hauskirche

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Familien- oder Hausandacht –  Abend

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Während der Ferienzeit wird der fortlaufende Abschnitt aus der Morgenlese – Lektionar AGB – benutzt: Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Gebet – Psalm 40 (klicken)

Schriftteil und Anstöße zur Lesung

Lesung: 5Mo/Deuteronomium 11 (klicken)

Die Pädagogik Gottes und die Bundeserneuerung

V 1-9 Diese Verse betonen die bisherige vergangene Erfahrung der übriggebliebenen, jüngeren Generation. Mose spricht deren eigene Errettung und Erhaltung während der letzten 40 Jahre an, dann aber auch die von ihnen erlebten Gerichte Gottes. Diese Erkenntnisse sollte nicht vergessen werden, sondern sollen zur Motivation werden, auch in Zukunft die Segnungen Gottes zu ergreifen, aber unter der Bedingung, dass sie gehorsam sind. Denn der Segen Gottes kommt nicht automatisch. Die darauf nachfolgenden Verse 10-25 haben das gleiche Ziel. Sie sollen das Volk auf die Zukunft ausrichten und betonen gleichermaßen unter Gottes Segen zu bleiben. Werdet ihr und eure Generation gehorsam sein, dann erwartet euch Gottes Segen, ihr werdet das geschenkte Land einnehmen und darin wohnen bleiben.

Jede Generation wird von hier an aufgefordert, angesichts der großen früheren Taten Gottes für sich selbst zur Erkenntnis und zur Entscheidung zu kommen und persönlich in den Bund Gottes einzutreten und ihn zu erneuern.  Jeder Generation muss neu gesagt werden, dass der Bundesschluss auch für sie gilt und von ihnen gefeiert werden soll. Deshalb sind die Verse 18-21 fast eine wörtliche Wiederholung von K. 6,6-9. Die Generation soll die Worte (die Weisung) überall in ihrer Umgebung und Kultur vor Augen haben und im Herzen fest verinnerlichen. Die jeweils neu aufwachsende Generation der Kinder soll darin liebevoll und pädagogisch eingebunden und durch sie geformt werden, damit sie dann selbst zur Einsicht und zum Eintritt in den Bund mit Gott kommen. Die Grundlage dafür ist jedoch, dass Gott ihnen alles bereits verheißen und gegeben hat V 31. Und deshalb erwähnt der Eingangsvers: Du sollst deinen Gott lieben.  Erst danach folgen die Worte … und seine Weisungen und Gebote halten soll ein Leben lang.

Die Verse 26-32 sind als ein Abschluss für die Kapitel 5-11 gedacht (Auslegungspredigt über die Gebote) mit Segen oder Fluch. Selbst das ganze Buch Deuteronomium schließt mit Kapitel 27 wieder mit dem Hinweis auf Segen und Fluch ab als ein Bundeserneuerungsdokument.

Öffentliches Gelöbnis

Diese Darstellung reflektiert die Struktur eines Vasallenvertrages (Hetitterverträge) oder eines Königs, der auf seinem Totenbett seinen Vasallen schwören ließ, auch loyal seinem Nachfolger gegenüber zu sein. Hier aber ändert sich nicht der Herrscher, sondern das Volk, die nächste Generation. Eine weitere Bundeserneuerung geschieht später erneut unter Josua zu Beginn der Landnahme 8,30-35 und noch einmal am Ende seines Lebens (Jos. 24,25-26).

Solche Bundeserneuerung geschieht jedes Mal in der Anglikanischen Kirche oder auch in anderen Kirchen bei der Firmung oder Konfirmation, wenn eine Person bewusst in den Bund mit Gott eintritt und gesegnet wird. Auch wenn wir an einem feierlichen bibeltreuen Gottesdienst teilnehmen, dann ist jede Mahlfeier, jede Heilige Kommunion eine österliche Bundeserneuerungsfeier, Christi Erlösung wird gedacht, verinnerlicht und sein Bund mit uns erneuert, nämlich in der neuen Woche Jesus, dem Bundesstifter, nachzufolgen.


Lesung–
Joh 7,37-53 (klicken)

Vom erhöhten Geist ewiges Leben empfangen.

Am letzten Tag des siebentägigen Festes wurde Wasser aus dem Teich Siloah von den Priestern während des Morgenopfers zum Altar gebracht. Dabei sang der große Tempelchor. Jesus spricht bei diesem Höhepunkt die Worte, die an Jes 55,1 anklingen: Auf, alle Durstigen, kommt zum Wasser! Diese Worte dürste, komme und trinke fassen die Einladung des Evangeliums zusammen. Das Wasser, das Heil vom Brunnen Jesus, soll von Seinem Leibe kommen, wenn er erhöht ist. Jesus war zu dieser Zeit noch nicht am Kreuz, noch nicht in den Himmel erhöht, auch war zu dieser Zeit der Geist Gottes noch nicht ausgegossen.  Die Worte: von dessen Leib – sind auf den später erhöhten Leib Christi im Himmel zu beziehen. Von ihm wurde der Geist zu Pfingsten ausgegossen, und damit wurde das Heil der Erlösung von vielen Gläubigen erfahren. Sie tranken das Wasser des Lebens und der Erlösung. Trinken auch wir weiter von diesen Strömen des Heils, die von Jesus kommen. Haben wir den Geist von Ihm empfangen?

Abschlussgebet

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Abendliches Gebet um Frieden

O Gott, von Dir kommt alles heilige Verlangen, jeder gute Rat und jede gerechte Tat. Gib uns, Deinen Dienern, den Frieden, den die Welt nicht geben kann, damit unsere Herzen willig sind, Deinen Geboten zu folgen. Befreie uns von der Furcht vor unseren Feinden, damit wir unsere Tage in Ruhe und Frieden verleben können. Durch die Verdienste unseres Heilandes Jesus Christus. Amen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

8. August – Hauskirche

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Familien- oder Hausandacht – Morgen oder Abend

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Während der Ferienzeit wird der fortlaufende Abschnitt aus der Morgenlese – Lektionar AGB – benutzt: Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.


Gebet – Psalm 37,19-29 (klicken)


Schriftteil und Anstöße zur Lesung

Lesung: 5Mo/Deuteronomium 4,42-51 (klicken)

Erwählt aus Liebe zum Bund Gottes, um abgesondert von kultureller und idiologischer Beeinflussung  gesegnet zu werden.

Das Volk war feierlich erneut in den Bund Gottes eingetreten (K 5). In Kapitel 6 wird uns der Inbegriff von Deuteronomium klar gemacht. Um dieses Prinzip bewegen sich alle Ermahnungen, Anordnungen und Weisungen. Das große Gebet Israels (Höre Israel) beginnt mit den Worten, diesen Einen von ganzem Herzen zu hören und zu lieben.

Im heutigen Kapitel 7 beginnt Mose eine Auslegungspredigt über die aktuelle Situation, die bald eintreten wird. Es geht um das soziale Verhältnis zur kanaanäischen Bevölkerung mit ihren Kult- und Göttergebräuchen. Hier geht es nicht um hassbegründete Ausrottung von anderen ethnischen Sippen und Stämmen, weil sie besser und überlegener und größer sind, sondern weil sie durch Verschwägerung mit Nicht-Volk-Gottes von ihrem Bundesgott abfallen würden. Es gibt keine nationalistischen Gründe für diese sich uns scheinbar als grausam darstellende Ausrottung, sondern nur die Väterverheißung und den Bund Gottes, ihnen das Land zu geben.

Die Verse 9-11 weisen die fälschliche Theorie zurück, dass hier der Rachegott des Alten Testaments am Werk sei. Der Bund Gottes gilt allen, die ihn hören und lieben, und zwar bis ins tausendste Glied, d.h. für immer. Die Vergeltung oder das Gericht trifft nur die, die seine Liebe nicht annehmen, ablehnen und ihn hassen. Aber auch dieses Gericht wird barmherzig begrenzt, dass es sich nur bis zur dritten oder vierten Generation auswirken kann. Dagegen strömt seine Liebe grenzenlos aus an alle, die ihn allein hören und lieben – für immer.

evangelisch.de

V 12-16. Folgerichtig wird hier der Segen denen zugesprochen, die den einzigen, ewigen Jahwe-Gott hören und lieben. Dieser Glaube soll irdische Auswirkungen haben auf alle Unternehmungen des Lebens, gesellschaftliche, wirtschaftliche, auf Familie, Gesundheit und das Zusammenleben.

Wollen wir bedenken, diesen Aspekt umsichtig zu beachten und zu verkündigen, nicht  von hier ein Wohlstands- und Gesundheitsevangelium für jeden zu verbreiten, sondern an die unabänderliche Bedingung erinnern, an den Bund Gottes und Ihn täglich zu hören und zu lieben. Ein beziehungsloses Wohlstandsevangelium wird nur Gericht bringen, denn es folgt einem anderen Götzen („Idol“, Idee, falschen Gott).

Gott will uns durch dieses Kapitel Mut zusprechen und Hoffnung geben. Er will uns trotz immer neuer großer Probleme und Bedrängnisse Mut zusprechen, dass er mit seinem Bundesvolk immer noch unterwegs ist. Er ist auch während der für alle Menschen unsicheren Zeit der Corona-Pandemie der mitgehende Gott. Er wird für uns streiten und wir dürfen stille sein (Ex 14,14).



Lesung–
Joh 6,66-71 (klicken)

Den Heiligen Gottes erkennen

Nur dem äußeren Erscheinungsbild Jesu nachzufolgen, das nützt Mitläufern nicht zu ihrem Heil. Der heilbringende Glaube stützt sich aber allein auf die heilbringenden Worte des Heilands. Ungewöhnlich und zentral wird uns noch einmal das Petrusbekenntnis vorgestellt, dass einzigartig ist: Du bist der Heilige Gottes. Petrus stellt diese göttliche Einzigartigkeit gegenüber normaler irdischer Herkunft heraus. Dazu sollen sich alle wahren Nachfolger Jesu bekennen. Denn Jesus ist eins mit dem Vater, er ist himmlischen Ursprungs und auch himmlischen Ziels. An dieser Glaubensaussage scheiden sich die Mitläufer und die wahrhaft vom Himmel Berufenen und Wiedergeborenen. Kennen wir den vom Himmel Gekommenen und in den Himmel Gefahrenen persönlich?

Abschlussgebet

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Morgendliches Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all’ unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.

Oder

Abendliches Gebet um Frieden

O Gott, von Dir kommt alles heilige Verlangen, jeder gute Rat und jede gerechte Tat. Gib uns, Deinen Dienern, den Frieden, den die Welt nicht geben kann, damit unsere Herzen willig sind, Deinen Geboten zu folgen. Befreie uns von der Furcht vor unseren Feinden, damit wir unsere Tage in Ruhe und Frieden verleben können. Durch die Verdienste unseres Heilandes Jesus Christus. Amen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

5. August -Hauskirche

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Familien- oder Hausandacht – Morgen oder Abend

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Während der Ferienzeit wird der fortlaufende Abschnitt aus der Morgenlese – Lektionar AGB – benutzt: Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Gebet – Psalm 35 (klicken)

Schriftteil und Anstöße zur Lesung

Lesung: 5Mo/Deuteronomium 4,42-51 (klicken)

Vorbereitung auf eine zweite Bundeserneuerung

Das neue Volk Gottes soll vor der Landnahme versammelt werden, dass sie Seine Worte hören (V10). Das erinnert an die hebräische Überschrift dieses Buches: „Das sind die Worte“. Nun entfalten sich diese Worte und werden umfassend erläutert. Das sind die Gebote und Rechte, die Prinzipien und einzelnen Fallbeispiele, nach denen sich das Bundesvolk richten soll. Sie sollen sich erneut an die damalige Stimme Gottes erinnern, Gott fürchten (und lieben) lernen und diese Worte alle Tage ihres Lebens der nächsten Generation (ihren Kindern) einprägen. Nur so werden sie das gute Land einnehmen und darin lange leben können (V1).

Gebote auf dem Altar der Christuskapelle

Dazu dienen nun die einschneidenden Erlebnisse des Auszugs, an die sie Mose eindringlich erinnert, sowie auch die Warnung, dass beim Abweichen davon Fluch, Gericht und Vertreibung eintreffen würde. Als Schlüsselvers wird deutlich der Vers 23 hervorgehoben. So hütet euch nun, dass ihr den Bund des Herrn, eures Gottes nicht vergesst, den er mit euch geschlossen hat.  Damit beginnt vor dem Einzug der neuen Generation in das „Verheißene Land“ die Überleitung zum nächsten Kapitel. Dort soll das Volk zum zweiten Mal die Weisung, die Thora, die 10 wichtigsten Worte hören und erneut feierlich in den Bund Gottes eintreten.



Lesung–
Joh 6,42-51 (klicken)

Himmlische Speise erkennen zum Heil

Rabbi Nikodemus, als er noch nicht wiedergeboren war, erkannte schon, dass Jesus von Gott gekommen, nicht irdischer Herkunft war. Hier treffen nun ähnlich fragende Menschen auf Jesus, aber mit einer ganz irdischen Gesinnung. Sie murrten, behaupten, dass er nicht vom Himmel gekommen sein könne. Sie können nicht glauben. Deshalb weist Jesus sie auf den einzigen Glauben hin, der nur das Heil empfangen kann. Es ist ein Glaube, der wie ein Geschenk von Gott kommt. Der Hinweis auf das Geben und Ziehen des Vaters als Vorrausetzung spricht von der neuen Geburt, die von oben geschieht. Es ist ein Wunder, die himmlische Herkunft Jesu zu erkennen, die Stimme des Vaters zu vernehmen und so vom Unglauben zum Glauben zu kommen. Das irdische Brot, das Manna, verhalf den Israeliten nicht zum ewigen Leben, aber Jesus als das himmlische Brot, Ihn in sich aufnehmen, dies führt zum ewigen Leben. Das himmlische Brot oder der Gottgesandte allein gibt ewiges Leben. Dieses Brot, sich selbst, bietet Jesus aller Welt an.

Haben wir die Stimme vom Himmel vernommen, sind wirvon oben geboren worden, und haben wir Jesus als die Ewigkeitsnahrung in unser Leben aufgenommen?

Abschlussgebet

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Abendliches Gebet um Frieden

O Gott, von Dir kommt alles heilige Verlangen, jeder gute Rat und jede gerechte Tat. Gib uns, Deinen Dienern, den Frieden, den die Welt nicht geben kann, damit unsere Herzen willig sind, Deinen Geboten zu folgen. Befreie uns von der Furcht vor unseren Feinden, damit wir unsere Tage in Ruhe und Frieden verleben können. Durch die Verdienste unseres Heilandes Jesus Christus. Amen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

1. August -Hauskirche

Hervorgehoben

Familien- oder Hausandacht – Abend

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Während der Ferienzeit wird der fortlaufende Abschnitt aus der Morgenlese – Lektionar AGB – mittwochs und samstags benutzt: Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Gebet – Psalm 32 (klicken)

Schriftteil und Anstöße zur Lesung

Lesung: 5Mo/Deuteronomium 2,1-25 (klicken)

Kurze Einleitung zum Verständnis des gesamten Buches 5. Mose / Deuteronomium

Das Buch Deuteronomium wird von alttestamentlichen Theologen unterschiedlich betrachtet. Bis 1960 wurde es meist als zum deuteronomistischen Geschichtswerk zugehörig bezeichnet, zu dem Josua, Richter, 1.+2. Samuel und 1.+2. Könige gezählt wurden. Es soll im 7. Jahrhundert v. Chr. durch den Fund dieses Gesetzbuches unter König Josia (621) entstanden sein. Damals sollten nach Wegführung des Nordreiches die übrigen levitischen Landpriester keine Höhenopfer mehr darbringen und die Anbetung nur noch auf Jerusalem ausgerichtet werden. Nach dieser Theorie würde das 4. Buch Mose, das wir kürzlich betrachtet hatten, die Thora (das Gesetz) hier abschließen. Dies widerspricht sicherlich dem jüdisch-rabbinischem Verständnis, auch dem inneren Zusammenhang des Alten Testaments an sich, wie auch dem vielfältigen Gebrauch, Betonung und der Wertigkeit im NT durch Jesus, durch die Apostel und Evangelisten in den Evangelien und auch in den Briefen. Eine ausführliche Erörterung beider Seiten kann hier nicht erfolgen.

Zu dem Missverständnis hat sicherlich die Septuaginta Übersetzung mit dem Wort „deutero-nomium“zweites Gesetz -beigetragen, während der hebräische Titel Kap.1,1 „… dies sind die Worte“ für uns nicht besonders aufschlussreich ist.

Neuere Forschungen im letzten Drittel des 20. Jahrhunderts begründen die Einheit des Pentateuchs aber damit, dass das 5. Buch Mose deutlich dem Vorbild der Lehn-, Vasallen- oder Oberherrschaftsverträge (Suzerain Treaties) der Hettiter aus dem 2. Jahrtausend v. Chr. folgt. Dies sind Verträge zwischen einem hetitischen König und Vasallen (Unterkönig und / oder Volk). Der Herrscher legt den besiegten Vasallen einen gnädigen Vertrag vor, dem sie zustimmen und sich an die Vertragsbedingungen halten sollen, damit sie dann unter seinem Schutz friedvoll leben können.

In diesem Sinne präsentieren vor dem Einzug in das Verheißene Land und dem Tod ihres Führers Mose – „Dies sind die Worte…“ (Das gesamte Buch Deuteronomium) – den Bundesvertrag Jahwes mit seinem Volk Israel.  Die Struktur wird hier in Anlehnung hetitischer Verträge erkennbar.

  1. Historisches Vorwort  – K 1,6-3,29
  2. Vertragsbedingungen K 4-26
    • Grundbedingungen und Vorschriften 4,1-39; 5,1-11,32
    • Einzelvorschriften K 12,1-26,19
    • Erläuterungen über Abschrift und Bundeserneuerungszeiten K 27
  3. Segen bei Einhaltung oder Fluch bei Untreue K 28-30
  4. Zusammenfassung K 29+30
  5. Nachwort: Regelungen zur Fortsetzung des Bundesvertrages K 31-34
This Boundary stone is a commemorative monument giving the history of a private individual. He was an official in the Temple at Morduk. It was erected by his son and shows the two together in respectful poses. It was made between 900 and 800 BC

Dieses Buch beschreibt die gnädige Beziehung des Gottes Jahwe mit seinem Volk, das sich im Neuen Testament mit erweiterten Prinzipien noch deutlicher fortsetzt und erfüllt.

Das Buch ist eine Einheit unter dem Thema Bundestheologie und rechtem Gesetzesverständnis. Dieses durch die kritische alttestamentliche Orthodoxie erkannte Schlüsselthema – von Deuteronomium durchgehend bis 2. Könige – bestärkt einerseits positiv die Einheit des Buches. Andererseits ist ihre unbewiesene Redaktionskomposition gegenüber der älteren Tradition der ca. 3000 Jahre zuvor bekannten „Lehnsverträge“ abzulehnen.

Mose beginnt in Kapitel 1, dem Volk Israel das Gesetz auszulegen. Er wiederholt das bereits bekannte Gesetz und wendet es im Leben des Volkes an, erinnert sie, wie sie in den 40 Jahren den Willen Gottes erlebten, gehorsam oder auch ungehorsam waren, mit allen damaligen Konsequenzen. An diese einschneidenden Dinge ihres Lebens konnten sie sich noch gut erinnern. Hier erfahren wir, was mit einer richtigen Auslegung des Gesetzes gemeint ist und wie die Schriftauslegung durch Gottes Verkündiger gehandhabt werden soll (V 5), sie treffend und erinnernd im Leben der Menschen einzusenken und sie zum Handeln zu motivieren.

Das Ziel dieses „Historischen Vorworts“ ist von Anfang an deutlich: „Zieht hinein und nehmt das Land der Verheißung ein (V 8)!“ Bei einer rechten Schriftauslegung geht es immer darum, das gute irdische oder geistliche Land einzunehmen. Als Ergebnis solcher Schriftauslegung sollte bei den Zuhörern immer eine Lebensveränderung enstehen, ähnlich wie bei Christus, dessen Leben eine ganze Schrifterfüllung war.

In Kapitel 2 wird das Volk besonders an die Güte und Versorgung Gottes erinnert, der 40 Jahre mit ihnen gewesen war, und dass sie an nichts einen Mangel gehabt hatten (V 7). Danach werden sie wieder mittels Auslegung des Gesetzes durch Mose ermutigt und motiviert, jetzt auszuziehen, zu kämpfen und das Land der Amoriter einzunehmen V 24.



Lesung–
Joh 5,31-47 (klicken)

Über diese Lesung meditieren und selbst eine Anwendung finden.

Abschlussgebet

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Abendliches Gebet um Frieden

O Gott, von Dir kommt alles heilige Verlangen, jeder gute Rat und jede gerechte Tat. Gib uns, Deinen Dienern, den Frieden, den die Welt nicht geben kann, damit unsere Herzen willig sind, Deinen Geboten zu folgen. Befreie uns von der Furcht vor unseren Feinden, damit wir unsere Tage in Ruhe und Frieden verleben können. Durch die Verdienste unseres Heilandes Jesus Christus. Amen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

29. Juli – Hausandacht

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Schlagwörter

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Familien- oder Hausandacht – Morgen oder Abend

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Während der Ferienzeit wird der fortlaufende Abschnitt aus der Morgenlese – Lektionar AGB – benutzt: Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.


Gebet – Psalm 30 (klicken)


Schriftteil und Anstöße zur Lesung

Lesung: 4Mo/Numeri 36 (klicken)

Heiraten durchdacht und mit Zukunft

Das letzte Kapitel des 4. Buches / Numeri schließt mit einer ergänzten Regelung für das Lebens des Volkes ab. Zukünftige Ehebeziehungen und damit verbundenen Konsequenzen für die Gemeinschaft werden festgelegt. Dieser Abschluss ist eine Art Bestandsaufnahme des Volkes Israel. Die Gemeinschaft ist kein zusammengewürfelter ungeordneter Haufe, sondern jeder Stamm ist für sich geschlossen und geordnet. Alle Stämme nehmen das von Gott angeordnete Eigentum (Erbe) ernst und sind bereit, es bald in Besitz zu nehmen.  Das Volk Israel ist bereits eine göttliche Kultgemeinde mit feierlichen Gebräuchen und göttlichen Ordnungen.

Die Regelung betrifft das Erbrecht der Zelophhad Familie, das für die Töchter bereits in Kap. 27,1-11 geregelt wurde. Jetzt aber gibt es für die noch unverheirateten Töchter ein Problem. Heirateten sie irgendeinen Mann aus den übrigen 11 Stämmen, dann geht ihr persönliches Erbe wie gewohnt an den Sohn des Ehemanns und an einen anderen Stamm über. Damit würde der Erbbesitz aus dem einen Stamm gelöst und geht an einen anderen über. Der Rat Gottes wird erfragt und umgesetzt: Jeder soll festhalten an dem Erbe seiner Väter und seines Stammes (V 9). Die Töchter hielten sich an dieses Prinzip und heirateten innerhalb ihres eigenen Stammes Manasse Männer väterlicherseits (ihres Onkels),Vettern oder weitläufigere Verwandte.

Dieser Rat ist ein göttliches und geistliches Prinzip, das damals und auch heute noch beachtet werden sollte, nämlich an den Werten und dem Erbe der Väter festzuhalten und die weitreichenden Konsequenzen einer Ehe für die Zukunft zu beachten, besonders, wenn es um eine Ehe mit Besitz und zukünftige Versorgungsansprüchen geht.

Gryffindor / CC BY-SA

Ist es nicht ratsam, so wie diese Töchter mit dem eigenen geistlichen Volk Gottes feste Verbindungen für die Zukunft einzuplanen und einzugehen? Ja, heiraten sollen sie, wen sie heiraten wollen, aber doch im Rahmen Gott gegebener Grenzen. Sollten nicht die sensiblen, feinen und rechtlichen Beziehungen des Lebens nur mit solchen Lebenspartnern geschlossen werden, die innerhalb des christlichen Glaubenserbes stehen? Alle unsere Wünsche und Neigungen für das Leben, besonders für die Ehe, sollten dem Willen Gottes entsprechen. Nicht umsonst hören wir im Neuen Testament:

Lasst euch nicht mit Ungläubigen in dasselbe Joch spannen. Wie passen denn Gerechtigkeit und Gesetzlosigkeit zusammen? Oder was haben Licht und Finsternis gemeinsam?

Christen sollten dieses Prinzip beachten. In den natürlich und von Gott gegebenen Verlangen nach dem anderen Geschlecht sollte nicht die emotionale, unregierbare Leidenschaft über verstandesmäßige und weitreichende Lebensentscheidungen ausschlaggebend sein. Sprüche 7,7 beschreibt einen Ochse ohne Hirn. Solch eine Lebensentscheidung sollte mit gesundem Menschenverstand, im Interesse der Gesellschaft und besonders der Kirche Christi getroffen werden. Es sollten die biblischen Werte der Väter, der Ehe, des Erbbesitzes, der Finanzen, das zukünftige gemeinsame Vermögen und die zu erwartenden Kinder im Auge behalten bleiben.

Das Erbe der Väter, die Werte der Ehe und des Besitzes im Rahmen des Christlichen Glaubens sollte auch heute noch Vorrang vor allen kurzsichtigen emotionalen Entscheidungen haben.

Ablauf – Jüdische Hochzeit


Lesung– Joh 4,43-54 (klicken)

Über diese Lesung meditieren und selbst eine Anwendung finden.

Abschlussgebet

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Morgendliches Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all’ unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.

Oder

Abendliches Gebet um Frieden

O Gott, von Dir kommt alles heilige Verlangen, jeder gute Rat und jede gerechte Tat. Gib uns, Deinen Dienern, den Frieden, den die Welt nicht geben kann, damit unsere Herzen willig sind, Deinen Geboten zu folgen. Befreie uns von der Furcht vor unseren Feinden, damit wir unsere Tage in Ruhe und Frieden verleben können. Durch die Verdienste unseres Heilandes Jesus Christus. Amen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

25. Juli – St. Jakobus-Tag

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Familien- oder Hausandacht zum St. Jakobustag

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Während der Ferienzeit wird der fortlaufende Abschnitt nur mittwochs und samstags aus der Morgenlese – Lektionar AGB – benutzt: Die gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Gebet – Psalm 34

Schriftteil und Anstöße zum Jakobus-Tag

Lesung: Matth 20,20-28

Johannes und Jakobus waren die Söhne der Salome (27,56) und des Zebedäus. Die Mutter Salome drückte den Wunsch der beiden Jüngersöhne vor Jesus aus, den besten Platz im Himmelreich, rechts und links neben ihm zu erhalten. Das mag zwar ehrenwürdig für eine Mutter sein, die sich um die Zukunft ihrer Kinder kümmert, doch der Gedanke von Ehrenplätzen im Reich Gottes liegt ganz konträr zum Verständnis der Nachfolge Jesu, besonders wenn wir uns sein Vorbild des Dienstes auf Erden ansehen. In dem Abschnitt zuvor wird die dritte Leidensankündigung Jesu mit seiner Kreuzigung verkündet. Der Abschnitt danach spricht nicht umsonst von den Blinden. Beide Pöstchensucher, auch die hier vorgeschobene bittende Mutter, sind alle blind für den Dienst in der Nachfolge Jesu und im Reich Gottes. Denn Ehrenplätze suchen im Reich Gottes verstößt ganz gegen das Jüngerverständnis des Neuen Testaments. Der Hinweis auf den Kelch und die Taufe, das Leiden und den Tod, macht dies durch Jesu Vorbild am Ende deutlich: Sein Leben gebe zu einer Erlösung. Wer aber eine weltliche Gesinnung in sich trägt, auf Anerkennung und Pöstchen aus ist, wird aber von oben herab herrschen und nach unten seinen Nächsten unterdrücken. Jesus dagegen tritt nicht in einer Herrschaftshaltung, sondern in einer Dienerhaltung auf. Er schnippt nicht mit dem Finger und lässt alle Puppen um sich herumtanzen, sondern dient ganz da unten und setzt alles, was er besitzt und selbst ist, zur Lösung von menschlichen und Sündenproblemen ein. Seine Lebenshaltung ist diese: Leben zu geben und sich dabei zu verlieren. – Wie verhalten wir uns im Alltag mit den Mitmenschen, in der Kirche, im Gemeindedienst und bei unserem Nächsten? Geben wir unser Leben in den Dienst oder fordern wir das Leben der anderen ein, uns zu dienen und uns zu ehren?

Ein Leben, gegeben, für den Herrn der Welt


Bild – Heiligenlexikon – Joachim Schäfer

Lesung – Apg. 12,1-3

Der Apostel Jakobus lebte damals unter der Herrschaft des Herodes Agrippa I. (41-44 n.Chr.), der sich als selbständiger König um ein gutes Verhältnis zu den Pharisäern und den Leitern des Volkes bemühte, um so seine geduldete Herrschaft von Rom zu festigen. Um diese Führungsschicht zufrieden zu stellen, verfolgte er die kleine christliche Judensekte. Herodes lässt Jakobus enthaupten, will Petrus als nächstes töten, verfällt aber selbst dem schnellen Tod durch Gottes Gericht (V32).

Diese Ereignisse sollen verdeutlichen, dass das göttliche Eingreifen für seine Gläubigen nicht immer vorherbestimmbar ist. Nicht immer wird der Gerechte aus Not und Anfechtungen herausgerissen. Nicht alle Gerechten werden wie Daniel in der Löwengruppe bewahrt. Gott lässt jetzt seinen Diener den Kelch trinken als Antwort auf Jesu frühere Frage: Könnt ihr den Kelch trinken? – Dies hatte er bejaht. Jakobuswird damit als erster Apostelmärtyrer, während Petrus aus gleicher Situation gerettet wird. Scheinbar hatte Gott für den Apostelführer noch bedeutende Aufgaben für die geistliche Leitung der damaligen kleinen Herde in Jerusalem vorgesehen.

Jakobus-Stein, wo das Schiff des Jakobus gelandet sein soll – Heiligenlexikon

Dem Apostel Jakobus und seinem Märtyrertod wird bis zum heutigen Tage noch gedacht. An sein unermüdliches Wirken in der Mission erinnert der Jakobusweg, auf dem sich heute noch viele tausende von Menschen begeben, um ihre spirituelle Reise zur Kathedrale von Compostela, Spanien, anzutreten. Dorthin soll Jakobus vor seinem Tod eine Missionsreise unternommen haben.

Abschlussgebet

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Tagesgebet Apostel Jakobus

Barmherziger Gott. Verleihe, dass, wie Dein heiliger Apostel Jakobus seinen Vater und alles, was er besaß, verließ und ohne Zögern dem Ruf Deines Sohnes gehorsam war und ihm nachfolgte, auch wir bereit sind Deinen heiligen Geboten zu folgen, indem wir allen weltlichen und sündigen Neigungen entsagen. Durch denselben, Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

Mehr unter: HEILIGENLEXIKON

22. Juli – HAUSKIRCHE

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Familien- oder Hausandacht – Morgen oder Abend

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet,.

Die Lesungen werden in der sommerlichen Ferienzeit nur mittwochs und samstag verschickt. Die gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.


GebetPsalm 23


Schriftteil und Anstöße zum AT

4Mo/Numeri 27

Frauenrechte göttlich bestätigt – Stabübergabe an Jüngere mit Hirtenauftrag

Mit der erneuten Zählung der Wehrfähigen vor der Landnahme, die 601.730 betrug, und der Leviten (23.000) wird ein neuer Abschnitt des Volkes Israel eingeleitet. Gleich zu Beginn wir auch ein Präzedenzfall der Landnahme durch Frauen behandelt. Gewöhnlich erbten nur die Söhne. Hier nun wird durch göttliche Weisung das Erbrecht der Töchter eingeführt. Diese Regelung ist aus folgenden Gründen notwendig. Erstens bedeutete der Empfang eines Stück Landes auch die persönliche Teilnahme und Verwirklichung der Bundesverheißung. Der Name eines Geschlechts blieb auch nur in Verbindung mit einem Grundbesitz erhalten. Weiter würde der Tod des Vaters ohne Söhne den Anteil an der Verheißung beseitigen und die Identität als Teil des Bundesvolks – durch den entsprechenden Stamm Manasse – aufheben. Weiter sollte auch die Frage geregelt werden, wenn keine männlichen Nachkommen da sind, ob nicht auch Frauen die Familie repräsentieren und führen könnten. Die Antwort Gottes auf eine neue Situation gibt klare Antwort. Ja, sie übernehmen die Stellung und das Recht wie die männlichen Nachkommen.

Bereits zuvor wurde der alten Führerschaft mitgeteilt, dass sie zum Volk Gottes, den Vätern, versammelt würden, nicht aber persönlich das Land erben sollten. Mirjam und Aaron gingen schon den Weg alles Fleisches, nun wird Mose als letzter auf diesen Übergang ins Himmlische vorbereitet. Er darf das Land zwar sehen, aber nicht einnehmen. Der Grund wurde uns in 20,2-13 bereit klar gemacht. Mose ist irdischer Führer, Richter und Hirte und soll nun den Leitungsstab an einen jüngeren Nachfolger mit gleichen Aufgaben der täglichen Führung in allen Bereichen des Volkes übernehmen. Josua, der bewährte Diener, ist der sich unterordnende und geisterfüllte Auserwählte. Moses war über lange Zeit sein Mentor, hatte ihn auf diesen Zeitpunkt vorbereitet. Wie der Landbesitz eine Gabe Gottes ist, so ist auch die Übertragung der Hoheit (V20) der Leitung eine Gabe Gottes an das Volk. Die Einsetzung zu diesem Amt geschieht öffentlich unter Handauflegung durch Mose in Gegenwart des geistlichen Leiters Eleasars und des gesamten Volkes. Das dient dazu, dass das Volk seine Autorität anerkennt und ihm gehorcht. Der Unterschied zu Mose liegt darin, dass Gott nicht mehr direkt zu ihm spricht wie zu Mose, sondern dass Josua den Priester Eleasar um die Führung Gottes ersuchen muss. Josua hat eine andere Stellung inne als Mose. Denn nur er sprach zu Gott von Angesicht zu Angesicht. Josuas Amt war aber das eines Richters, er war der Leiter, der nach dem wahren Recht das Volk wie ein Hirte führt und auf ihr Wohlsein bedacht sein soll. Insofern ist Josua oder Jeshua auch ein Bild auf Jesus im NT, der als Hirte sein Volk in das verheißene (ewige) Land führt.

Bei der Konsekration eines Bischof der Anglikanischen Kirche durch die Auflegung der Hände anderer Bischöfe geht es ähnlich um die Hinnahme des Heiligen Geistes für das Amt, sich selbst und die Herde Christi nach der Schrift auszurichten, Schwache aufzubauen, die Kranken zu heilen, die Ausgestoßenen zum Volk Gottes zu bringen, die Verlorenen zu suchen und mit der Kirchenzucht barmherzig umzugehen.



Neutestamentliche Lesung

NT – Johannes 2,1-12  – Wasser zu Wein

Die jüdische Hochzeit, an der Jesus teilnimmt, symbolisiert das messianische Königreich, und der Wein die Freude und den Segen dieses Königreichs. Das Wasser-zu-Wein-Wunder offenbarte zusätzlich Jesus als den Schöpfer (Joh 1,3+10).  Es ist das erste von sieben noch folgenden Wundern im Evangelium. Außerdem weist das erste Wunder auf das Ende und den Auftrag seines Kommens hin: Der Wein spricht von dem Kelch und Neuen Bund in seinem Blut.

Durch dieses Wunder stellt Jesus alle griechischen und römischen Wein-Gottheiten, wie Dionysos oder Bachus, in den Schatten. Es ist nur Jesus, der wirkliche Zufriedenheit und ewig bleibende Freude schaffen kann. Weiter heiligt Jesus durch seine Teilnahme an der Hochzeit und durch das Wunder den Stand der heiligen Ehe.

Abschlussgebet

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Morgendliches Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all’ unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.

oder

Abendliches Gebet um Frieden

O Gott, von Dir kommt alles heilige Verlangen, jeder gute Rat und jede gerechte Tat. Gib uns, Deinen Dienern, den Frieden, den die Welt nicht geben kann, damit unsere Herzen willig sind, Deinen Geboten zu folgen. Befreie uns von der Furcht vor unseren Feinden, damit wir unsere Tage in Ruhe und Frieden verleben können. Durch die Verdienste unseres Heilandes Jesus Christus. Amen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

15. Juli – Hauskirche

Hervorgehoben

Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Gebet – Psalm 18,17-37


Schriftteil und Anstöße

Alttestamentliche Lesung: 4. Mose /Numeri 19

Heiligtum im Spannungsfeld des alltäglichen Todes

Die Grundlagen über Ämter und Auftrag des Heiligtums für das Volk Gottes wurden im vorigen Kapitel (18) gelegt. Dieser Abschnitt greift in das tägliche Leben des 3.000.000-Volkes ein. Mitten im Leben herrscht der Tod. Täglich zieht der Tod mit Leid und Trauer in die Zelte (später Häusern) des Volkes Gottes ein. Menschen verunreinigen sich kultisch für den Gottesdienst, infizieren andere, die um und nahe des Heiligtums wohnen, und würden Tod und den Stachel des Todes zum Heiligtum und in die Gegenwart Gottes bringen.

Anstatt einer Textauslegung – direkt aus der regelmäßigen Morgenandacht der Christuskapelle.

Andacht für Frühstück und Arbeitseinsatz im Zentrum


Neutestamentliche Lesung

Diesen Text anklicken, lesen und selbst meditieren: NT – Markus 15,42-47

Abschlussgebet

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

11. Juli – Hauskirche

Hervorgehoben

Familien- oder Hausandacht

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Schriftteil und Anstöße zur alttestamentlichen Lesung

AT– 4Mo/Numeri 15,22-46 – Ruhetag Gottes halten = seine Herrschaft anzuerkennen

https://www.bibleserver.com/EU/4.Mose15%2C22-46

V 22-31 Versehentliche und vorsätzliche Sünden.

Es gibt unwissentliche Schuld, die dann aufgedeckt wird, wie z.B. bei den Kreuzigern unseres Herrn Jesus, die ohne Wissen den Gottessohn töteten. Er vergab diesen ihre Schuld. Dann aber gibt es die öffentliche, willentliche und bewusst herbeigeführte Schuld, die willentlich gegen Gott gerichtet ist und nicht vergeben werden kann. Darunter fallen diese beiden Abschnitte.

V 32- 36 Schändung des Ruhe – und Schöpfer-Tages. Diese Menschen verwerfen den Sabbat, der als äußeres Zeichen der Zugehörigkeit zu Gott Jahwe steht. Sie sind anmaßende Sünder, die absichtlich gegen Gottes Willen und seine Herrlichkeit sündigen. Solche auf diese Weise begangene Sünden sind außerordentlich schwer anzusehen. Wer auf diese Weise das Gebot bricht, lehnt Gott als Herrn ab und verachtet sein Wort. So etwas tun nur anmaßende Sünder. Sie halten sich für zu groß, zu gut und zu weise, um von ihm regiert zu werden. Ein besonderer Fall von Vermessenheit ist wird hier auf die Sünde des Sabbatbruchs angewandt. Das Vergehen bestand darin, am Sabbat Holzstücke zu sammeln, um ein Feuer zu machen, während die Menschen am Tag zuvor 2Mo/Ex 16,23 backen oder kochen sollten. Außerdem diente dieses Verbot auch dazu, dass mit der Errichtung der Stiftshütte und der jetzt Levitischen Opferungen, keine familiären Priesterhandlungen im eigenen Haus durchgeführt werden durften. Dies wäre dann ein fremdes und unannehmbares Opfer gewesen. Das Holzsammeln geschah als Affront sowohl gegen das Gesetz als auch gegen den Gesetzgeber. Gott ist eifersüchtig, wenn er entehrt wird und seine Sabbate gebrochen werden. Eine Entweihung wird den Menschen schuldig machen, egal, was Menschen auch immer tun.

Gott beabsichtigte diese Strafe als Warnung für alle anderen, dass sie sich ein Gewissen machen und den Sabbat heilig halten. Und dies geschah in der Absicht vollkommener Liebe und Gerechtigkeit. Das Recht Gottes, auf Beachtung eines besonderen Tags der Hingabe an ihn selbst wird durch Unglaube und stolze Ablehnung verweigert. Es besteht ein riesengroßer Unterschied zwischen dem Mann, der am Ruhetag Gottes Feuerholz sammelte, der sich die Wochenzeit nicht einteilen konnte und die „Gotteszeit“ dazu benutzt, um sich Sorgen zu machen , Arbeiten auszuführen, Reichtümer anzueignen, und demjenigen, der diesen Tag benutzt, um seines Schöpfer zu denken, ihm für die irdischen und himmlischen Segnungen zu danken, um mit neuer Kraft für die neue Woche ausgerichtet zu werden, Ihm weiter zu dienen.

Solch ein Mensch ist wie der reiche Kornbauer, der unablässig seine Zeit, Energie und Planung dazu verwendet, beständig seinen Reichtum zu vermehren. Doch diesen Tag zu benutzen, um Reichtum zu vermehren, irdischen Wünschen, Zerstreuungen und Hobbies nachzugehen, die dem Willen Gottes entgegenstehen, werden zum Ruin führen und am Ende eine schreckliche Belohnung zur Folge haben.

Da nun der Sabbat als einziges Gebot im Neuen Testament nicht wiederholt wurde, eher abgelehnt wird (Kol 2,16+17), weil sich dieser Tag in Christus und seiner Ruhe und Auferstehung zum Herrentag entfaltet und ER das Ziel des Gesetzes ist, wird dieser erste Tag der Woche von der frühen Christenheit als Tag der Neuschöpfung gefeiert, an dem wöchentlich das Erinnerungsmahl des Herrn gehalten wurde. Dieser Tag, mit dem Zentrum der neuen Schöpfung des Menschen und des Alls durch Jesus Christus, sollte von allen wahren Christen primär beachtet und gefeiert werden.

Vers 37-41 – Erinnerungshilfen, die Sünde zu vermeiden

Erinnerungsknoten mit Farbe blau für den Himmel

Das Volk wird vom Herrn angewiesen, an den Grenzen seiner Gewänder Zotteln oder Franzen zu machen. Die Juden unterschieden sich damals sowohl in ihrer Kleidung als auch in ihrer Ernährung von ihren Nachbarn und lehrten sichtbar damit, sich in diesen und anderen Dingen nicht an die Lebensweise der Heiden anzupassen. Sie bekannten sich als Juden, als Lobpreis Gottes, wo immer sie wohnten, und schämten sich nicht für ihren Gott und sein gutes Gesetz. Die Baumeln und Franzen dienten nicht dazu, den Körper durch die Kleidung hervorzuheben oder zu schmücken, sondern um ihre Gedanken zu leiten und Erinnerungen an den Willen Gottes zu wecken (2 Petr 3,1). Wären sie versucht wegen schöner Beine, weiter über den Körper des Menschen damit verbundenen sexuellen Lüsten nachzudenken, würden sie versucht werden zu sündigen. So aber würde dieser Rand mit Franzen als eine Art Gitter sie warnen, dass sie nicht Gottes Gebote brechen. Wir würden dies mit einem Knoten im Taschentuch, mit einer Art Erinnerungshilfe für das geistliche Leben vergleichen.

Erinnerungsknoten an den Willen Gottes

Deshalb sollten wir auch heute kreativ sein und alle Mittel einsetzen, um unsere Erinnerungen mit den Wahrheiten und Vorschriften des Wortes Gottes aufzufrischen. Solche Erinnerungsknoten, die wie ein Band um den Arm getragen werden, wie: WWJDwhat would Jesus do? -oder WWJT was würde Jesus tun? – können auch heute noch unseren Gehorsam stärken. Auch regelmäßige Schriftlesung und Gebet werden unseren Geist gegen Versuchungen stärken und uns vor Sünde bewahren. Wir sollen unserem Gott heilig sein, uns vor Sünde zurückhalten und aufrichtig seinem Dienst widmen. Was aber ist der einzige Grund für alle Gebote, die immer wieder zur Erinnerung wiederholt werden? „Ich bin der Herr, dein Gott.“

(Teilweise angelehnt (Num 15, 32-46) an Matthew Henry’s Kommentar zur ganzen Bibel)


Neutestamentliche LesungNT – Markus 15,6-20a

https://www.bibleserver.com/EU/Markus15%2C6-20

Gebet – Psalm 11+12

https://www.bibleserver.com/EU/Psalm11

Eigene Lesung und kurze Meditation über den Text:

Abschlussgebet

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

10. Juli – Hauskirche

Hervorgehoben

Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Schriftteil

AT– 4Mo/Numeri 15,1-21

https://www.bibleserver.com/EU/4.Mose15%2C1-21


Homilie /Anstöße zur Alttestamentlichen Lesung

Numeri 15,1-21 – Der Blick nach vorn, lebendige Opfer zu bringen.

Nachdem das Volk, ohne den Willen Gottes zu erfragen, das Heft in die eigene Hand genommen hatte, erlebte es als Antwort eine der größten Niederlagen . Mit der Aussage: „Wenn ihr in das Land kommt, das ich euch zur Wohnung geben werden V2“, wird sofort der Blick nach vorn gerichtet. Wenn das verheißene Land dann ihr Wohnsitz sein wird, dann werden sie sofort daran erinnert, gleich zu Beginn  aus Dankbarkeit Gott Opfer zu bringen. Das Anliegen Gottes hier in Numeri geht dahin, von Anfang an gute Ordnungen für sein Volk, für die Gemeinde Gottes zu etablieren. In Levitikus 2 wurde schon auf das Speisopfer hingewiesen, hier aber geht es um die Einzelheiten der genauen Mengen. Gott aus Dankbarkeit zu ehren, steht nicht irgendwann am Ende einer Wohnsitznahme, sondern gleich zu Beginn. Dankbarkeit als lieblicher Geruch und herzliche Atmosphäre, soll doch jeden Wohnsitz und Familienverband durchziehen. Hier werden verschiedene freiwillige Opfer aufgezählt, die aber dann als allumfassendes Opfer gebracht werden sollen.

Personen, die zu dieser dankbaren Volksgemeinde zugezählt werden, sind Einheimische und auch Fremdlinge. Also nicht die Blutsgemeinschaft ist Grundlage dieser Volksgemeinschaft, sondern sie wird durch Anerkennung des Bundesschlusses und durch Teilnahme am einheitlichen Gottesdienst mit seinen Ordnungen aufgebaut und begrenzt. Nicht umsonst wird Israel erinnert: Habt den Fremdling lieb, denn ihr selbst ward Fremdlinge in Ägypten. Im Volk Gottes gibt es also kein völkisches oder sogenanntes Rassenproblem. Israeliten und Nicht-Israeliten sind eingeladen, sich durch Teilnahme am Bundesschluss und der Gottesdienstordnung dankbar dem lebendigen Gott darzubringen. Es ist der gemeinsame Gottesdienst, der das alte und neue Bundesvolk Gottes eint. So spricht Jesus nur von denen, die nicht durch Blutsabstammung, sondern durch göttlichen Abstammung (Joh 1,13) von oben her dazugehören. Er macht deutlich, dass nicht diejenigen aus seiner leiblichen Familie dazugehören, sondern nur solche, die den Willen Gottes tun (Mt 12,46-50).

Für dieses Volk Gottes, hat der Gottesdienst eine große Bedeutung. Das Speisopfer hier aus feinem Mehl mit Öl vermengt, stellt für sie einen Kuchen, einen Leib dar. Römer 12,1 sagt: … dass ihr euren Leib hingebt als ein Opfer, das lebendig, heilig und Gott wohlgefällig sei. Das sei euer vernünftiger Gottesdienst. Das Opfer Gottes und das persönliche Opfer ist das zentrale Anliegen dieser alten und auch neuen Volksgemeinschaft. Weil Gott selbst ein so großes Opfer dargebracht hat (Passa- und Kreuzerinnerung), sollen sie ihm ihr Leben dankbar zum Dienst zur Verfügung stellen.

Das Öl spricht vom Heiligen Geist, der diesen Leib erfüllen und heiligen soll, der Wein spricht von der Erlösung, im NT als von dem kraftvollen neuen Wein in neuen Schläuchen. Sind wir durch Jesus und durch die Annahme seines Opfers bereits im Glauben in dieses verheißene himmlische Land eingetreten? Dann lasst uns beständig unsere Erstlingsfrüchte zusammen mit unserem Leben als ein beständiges und lebendiges Opfer bringen.


Neutestamentliche Lesung

NT – Markus 15,1-5

https://www.bibleserver.com/EU/Markus15%2C1-5


Gebet – Psalm 11+12

https://www.bibleserver.com/EU/Psalm11

Abschlussgebet

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

9. Mai – Hauskirche

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Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Schriftteil

AT– 4Mo/Numeri 14,26-45

https://www.bibleserver.com/EU/4.Mose14%2C26-45

Gebet – Psalm 10

https://www.bibleserver.com/EU/Psalm10

NT – Markus 14,66-72

https://www.bibleserver.com/EU/Markus14%2C66-72


Homilie /Anstöße zur AT Lesung

AT– Numeri 14,26-45 – Mutige Taten nach Resignation. Empörende nehmen ihre Geschichte in eigene Hand.

Bisher nur als Videopredigt veröffentlicht: https://www.youtube.com/watch?v=XRt2_PvPZtg&t=192s

In ihrer Resignation vor den Riesen wünschte das Volk lieber in der Wüste zu sterben als mutig das Land zu erobern. Das Fürbittengebet zur Versöhnung des Volkes wurde zwar von Gott so erhört, dass er das ungehorsame Volk nicht vernichten werden würde, sie jedoch die Folgen ihres Ungehorsam erfahren sollten. Sie wollten wieder nach Ägypten zurückziehen. Also will Gott, dass sie in diese Richtung – Schilfmeer – ziehen. Keiner der Empörer. Wollte in Land einziehen, also sollen dies nur ihre Kinder tun. Nun sollen die 40 Tage Erkundung ihnen zu 40 Jahren prüfende Wüstenwanderung werden.  Warum wohl? Damit sie erfahren, dass Er der Herr ist, dass Er alles in seiner Hand hält, dass Er den Erfolg schenkt, wenn seinen Verheißung geglaubt und mutig sein Wille getan wird.

Unter heftiger Sündenerkenntnis und dem plötzlichen Tod der 10 böswilligen Kundschafter vor Augen, kamen sie zu einer spontaner Entscheidung, nun doch den ursprünglichen Willen Gottes tun zu wollen. Doch Gott hatte bereits seinen ursprünglichen Plan für das Volk verändert. Trotzdem wollten sie in eigener Kraft ihre Geschicke und Geschichte in die Hand nehmen. Sie wollten vermessen nach eigener Einschätzung, Willkür und Kraft das zu Ende führen, was Gott nicht angeordnet und nicht mehr für sie auf seinem Plan stehen hatte. Sie entscheiden in eigener Regie zu kämpfen und ihren Willen umzusetzen. Mose und Aaron, die irdischen und geistlichen Leiter unterstützen nicht dies Aktion. Die Bundeslade als Bild der Gegenwart Gottes zieht nicht mit. Es werden keine Kriegstrompeten geblasen, die Gott erinnern sollen mit in den Kampf zu ziehen. Und das Ergebnis ist eine schmerzliche und verlustreiche Niederlage durch die Bergvölker der Amalekiter und Kanaaniter.

Wir lernen, dass nur die gläubige und mutige Nachfolge unter dem Herrn, unserem Gott, nach seinem Willen Erfolg im Leben bringt. Wer das Heft oder das Konzept des Lebens in die eigene Hand nimmt, nicht wartet, dass Gott durch seine Leiter und Seine Initiative beginnt, der wird erfahren, wer nicht hören will, der muss fühlen. Entgegen diesem hören oft, dass für den persönlichen, wirtschaftlichen und kirchlichen Erfolg zuerst das positive Denken ausschlaggebend ist. Darüber äußerten sich u.a. Andrew Garnegie (Das Evangelium des Reichtums); Norman Vincent Peale (Die Kraft des positiven Denkens – ungeahnte Kräfte für Bewältigung des Lebens) und Robert H. Schuller (Move ahead with possibility thinking). Diese Denkweise ist weltweit verbreitet und erscheinen versteckt in vielen christlichen Publikation und Glaubenskursen und oft auch in Predigten. Wir müssen darauf achten, dass wir zuerst nach Psalm 1 über dem Willen Gottes nachdenken, meditieren, Tag und Nacht. Allein auf dieser Grundlage werden wir im in allen Lebensbereichen Erfolge haben und Früchte zur Ehre Gottes bringen. Allein das Mitgehen Gottes allein ist für den Erfolg entscheidend.

Abschlussgebet

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

7. Juli – Hauskirche

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Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Schriftteil

AT– 4Mo/Numeri 13

https://www.bibleserver.com/EU/4.Mose13

Gebet – Psalm 8

https://www.bibleserver.com/EU/Psalm8

NT – Markus 14,43-52

https://www.bibleserver.com/EU/Markus14%2C43-52


Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT– Numeri 13 – Innerer Zerfall und geistliche Abwärtsspirale vor der Land-Einnahme

Äußerlich hat das Volk Frieden. Doch die innerliche Bedrohung des Volkes Gottes, ihres Glaubens, setzt sich vor der Land-Einnahme weiter fort. Wir erkennen eine theologische Abwärtsentwicklung und einen Verlust des Glaubens. Es begann mit der Unzufriedenheit des Volkes, sie wurde verstärkt durch ihr Murren, gefolgt von übler Rede und Kritik an ihrem Leiter Mose. Hier folgen nun negative und aufgebauschte Berichte, die zur Rebellion führen können.

Zur Erkundung des Landes sendet Mose auf den Befehl Gottes 12 Mitstammesälteste aus, die noch jünger an Jahren waren, und eine 450 km Strecke vom Süden, Hebron, bis in den Norden (später Dan) hin und dann wieder zurück zu Fuß durchqueren sollten. Unter ihnen finden sich die später bekannteren Namen wie Josua und Kaleb. Da es sich um eine Mission des Herrn handelte, wurde Hoseas Name „er hilft“ zu Beginn in Josua, „der Herr hilft“ umgewandelt. Der gleiche Name später in Griechisch ist Jesus. Durch diese Namensveränderung sollten auch alle übrigen Kundschafter solch einen Blick bei der Erkundung und Beurteilung des Landes, dass „Jahwe hilft“, im Auge behalten. Diese 12 verließen etwa gegen Ende Juli das Camp und kehrten nach reicher Erfahrung und Erkenntnis mit Früchten des Landes, riesigen Trauben und Granatäpfeln, beladen wieder zurück. Die Zeit von 40 Tagen sollte gleichzeitig eine Prüfungszeit des Glaubens für sie und das wartende Volk sein.

Nach der gelungenen Auskundschaftung wurden zwei unterschiedliche Botschaften als Report an das Volk gegeben. Einmal war es ein Bericht des Glaubens durch Josua und Kaleb, dann des Unglaubens. Würden sie auf den negativen Bericht der 10 Kundschafter unter dem Aspekt des Unglaubens hören und sich beeinflussen lassen, dann würden sie nur auf die Riesen, die Probleme und Unmöglichkeiten des Landes schauen, die sie überwältigen könnten. Als Resultat würden sie sich im Unglauben von der Land-Einnahme abwenden und somit Gottes Plan vereiteln. Sie würden dann nicht auf die Verheißung Gottes und die mitgebrachten Früchte des Landes schauen als Angeld und Vorschuss, sondern subjektiv auf ihre eigene Unfähigkeit, Schwachheit und ihren Fuß aus Angst und Unglaube nicht auf das vor ihnen liegende Land setzen.

Riesen auf SyltRainer-Bresslein

Würde aber das Volk auf den Bericht des Josua und Kaleb hören, der unter dem Glaubensaspekt berichtet wurde, dass bei dieser Herausforderung „der Herr hilft“, wie er es auch beim Auszug aus Ägypten und unterwegs bisher bewiesen hatte, dann würden sie das Land bald für sich und Gott einnehmen.

Auch heute stehen wir als Christen und Verantwortliche für Kirche und Verkündigung des Evangelium vor unseren immer gegenwärtigen Riesen: Corona ist überall. Sollen wir ständig in Angst und so im Unglauben leben, uns zurückziehen? Wollen wir uns doch nicht durch die täglichen Statistiken, ständigen Berichte und neuen Vorschriften des Tages und der Woche von unserem eigentlichen Auftrag abbringen lassen: Sei getrost und unverzagt, nehmt jede Stätte ein, wo ihr eure Füße im Glauben hinsetzten werdet. Denn wer da glaubt, flieht nicht. Wollen wir gerade in Zeiten mit riesigen Schwierigkeiten uns nicht ängstlich zurückziehen, sondern gerade dann bereit sein, das Land des Reiches Gottes einzunehmen.

NT – Markus 14,43-52 Verrat am Leiter, aber die Fliehenden kommen später zurück

Nacht, Dunkelheit, Alleinsein. Der Leiter ist schlussendlich immer der Einsame, auch wenn sein Alleinsein nur vor Gott besteht. Dies wird daran deutlich, dass seine Mitarbeiter schlafen und ihren Meister allein lassen, ihn nicht verstehen und ihn sogar bald verlassen werden. Mittendrin verrät einer aus dem innersten Zirkel ihn mit einem verlogenen Kuss, der eigentlich die Abhängigkeit des Schülers vom Rabbi andeutete. Damit bestimmt er nun über den Meister und kennzeichnet ihn als Opfer des Todes. Petrus dagegen handelt impulsiv und fleischlich, als er mit dem Schwert die Folge der Festnahme verhindern will. Der Hinweis aber, dass es sich bei dem turbulenten Nachtgeschehen um die Erfüllung des Planes Gottes handelt, wird mit dem Hinweis auf die Erfüllung der Schrift bestätigt (Jes 53,3ff). Hier treffen geheimnisvoll menschliche und göttliche Entscheidungen aufeinander.

Die letzten beiden Verse deuten auf den Schreiber des Evangeliums hin, nämlich, dass der junge Mann, der die Flucht ergreift, Johannes Markus sein soll. Er ist derjenige, der dann später Petrus auf den Missionsreisen nach Rom begleitet und seine Botschaft dort dolmetscht, ihm das Evangelium (das wir hier lesen) übersetzt.

Abschlussgebet

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

6. Juli – Hauskirche

Hervorgehoben

Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenk agen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Schriftteil

AT– 4Mo/Numeri 12

https://www.bibleserver.com/EU/4.Mose12

Gebet – Psalm 7

https://www.bibleserver.com/EU/Psalm7

NT – Markus 14,43-52

https://www.bibleserver.com/EU/Markus14%2C43-52


Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT– Numeri 12 – Umgang in Führungsposition mit Machtansprüchen

Auf halben Weg in das Verheißene Land find wir drei Anklagen des Volkes oder der Leiterschaft gegen Mose. Zu Beginn war es das Volk, jetzt kommt der Angriff aus der engen Leiterschaft. Kurz vor diesem Ereignis erhielt Mose 70 erfahrene Älteste im Volk zur Seite gestellt, die mit dem prophetischen Geist erfüllt wurden. Dieses mag ein Anlass für Mirjam und Aaron gewesen zu sein, ihre Stellung zu bewahren oder erneut herauszustellen. Mirjam war die Prophetin (Ex 15,20) und Frauenführerin des Volkes, Aaron der ordinierte Leiter der gesamten Priesterschaft. „Ich auch“ war der Ruf, ein Anschlag, um in die erste Leitungsposition zu kommen. Das Argument, dass sie hier gegen ihn hervorbringen, ist ein untergeschobenes völkisches Argument: Er habe sich eine Ausländerin (Kuschiterin) eine Dunkelhäutige zur Frau genommen. Kusch ist im Norden Arabiens zu suchen (Habakuk 3,7) und bezieht eher auf seine frühere Heirat mit Zippora. Unbewiesen ist eine zweite Heirat mit einer anderen Person. Diese Verbindung, so behaupten sie, würde ihn aber rechtlich von seiner Position als des Herrn Hauptsprecher und Propheten disqualifizieren. Die Attacke geht von der eigenen Schwester aus. Sie stiftet den Bruder und Hohenpriester Aaron mit an, gegen Mose als Hauptleiter zu rebellieren und sich in Führungsposition inmitten der neu eingesetzten 70 prophetischen begaben Ältesten zu bringen. Die Herausforderung gegen Mose als Leiter ist eine Anklage gegen Gott und seine Führung. Gott beruft sie in die Stiftshütte vor den Vorhang seiner Gegenwart und macht ihnen einmal den Unterschied seiner besonderen Beziehung und seines unterschiedlichen Redens zwischen Mose und anderen Propheten deutlich. Weiter straft er die Prophetin Mirjam, die diese Rebellion innerhalb der Leiterschaft inszeniert hatte, mit 14 Tage Quarantäne. Die bestand einmal aus sieben Tagen – wegen ihrer plötzlichen Hautkrankheit – außerhalb der Volksgemeinschaft zu leben, und weiteren sieben Tage des Abgesondertsein von ihrer Familienwohnung.

Machtpostition in Religion

Nicht nur in politischen Kreisen, sondern auch in christlichen und Kirchenleitungen findet man dieses Phänomen immer wieder, dass sich Menschen durch vorgeschobene Anklagen oder Themen rechtzeitig um Positionen und vorderste Plätze bringen wollen. In der Kirche Christi ist es nicht so. Demut (V 3) zeigt sich darin, dass sich die Person mit allen Wünschen und Ambitionen zurücknimmt, auch darunter leidet, und vor allem dem Auftrag und dem Willen Gottes gehorcht. In diesem Zustand ist der Leiter auch recht verletzlich durch Menschen. Aber wenn er in dieser Situation seine Persönlichkeit so sehr zurücknimmt, dass nicht er sich verteidigt, nicht er sich mit seinen Gegnern auseinandersetzt und argumentiert, sondern sich still verhält, dann kann Gott mit der Person handeln. Mose betet in dieser Zurückhaltung inständig zu Gott. Daraufhin erscheint Gott der Mirjam und dem Aaron direkt. Sie müssen sich vor ihm verantworten und erleben eine erfahrbare Züchtigung für ihre inszenierte Rebellion. Dann greift Gott direkt im Leben ein. Dieses geistliche Prinzip gilt auf allen familiären, kirchlichen und gesellschaftlichen Ebenen immer dann, wenn rechtliche Autorität und Führungspositionen infrage gestellt werden. Demut ist nicht nur eine Zurücknahme seiner Selbst, sondern zuerst eine positive Hingabe an die Berufung und persönlichen Dienst für Gott. Dies erkennen wir an der Demut Mose in seiner Leitung des Volkes Israels und besonders im Vorbild unseres Herrn Jesus Christus. (Phil. 2,3-8).

In der alten Kirche gab es die Frage: Woran erkennt man einen Bischof? Antwort: Daran, dass man ihn nicht hört! (Jedoch alles in der Stille mit Gott bespricht, dann aber zur rechten Zeit entscheiden kann). Wollen wir uns als Berufene der Verantwortung in unserer jeweiligen Leitungsposition bewusstwerden und nach diesen Prinzipien zur Ehre Gottes in Demut handeln, beten und warten, damit ER in seiner Zeit antwortet und auf seine Weise diese Angelegenheit löst.

NT – Markus 14,43-52 Verrat am Leiter, aber die Fliehenden kommen zurück

Nacht, Dunkelheit, Alleinsein. Der Leiter ist schlussendlich immer der Einsame, auch wenn sein Alleinsein nur vor Gott besteht. Dies wird darin deutlich, dass seine Mitarbeiter schlafen und ihren Meister allein lassen, ihn nicht verstehen und ihn sogar bald verlassen werden. Mittendrin verrät einer aus dem innersten Zirkel ihn mit einem verlogenen Kuss, der eigentlich die Abhängigkeit des Schülers vom Rabbi andeutete. Damit bestimmt er nun über den Meister und kennzeichnet ihn als Opfer des Todes. Petrus dagegen handelt impulsiv und fleischlich, als er mit dem Schwert die Folge der Festnahme verhindern will. Der Hinweis aber, dass es sich bei dem turbulenten Nachtgeschehen um die Erfüllung des Planes Gottes handelt, wird mit dem Hinweis auf die Erfüllung der Schrift bestätigt (Jes 53,3ff). Hier treffen geheimnisvoll menschliche und göttliche Entscheidungen aufeinander.

Die letzten beiden Verse deuten auf den Schreiber des Evangeliums hin, nämlich, dass der junge Mann, der die Flucht ergreift, Johannes Markus sein soll. Er ist derjenige, der dann später Petrus auf den Missionsreisen nach Rom begleitet und seine Botschaft übersetzt.

Abschlussgebet

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

4. Juli – Hauskirche

Hervorgehoben

Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Schriftteil

AT– 4Mo/Numeri 4

https://www.bibleserver.com/EU.Ne%C3%9C.MENG/4.Mose11%2C1-23

Gebet – Psalm 5

https://www.bibleserver.com/EU/Psalm5

NT – Markus 14,12-25

https://www.bibleserver.com/EU/Markus11%2C12-25


Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT– Numeri 11,1-23 – Lustprinzip in der Gemeinde und Gottes Abhilfe

Mit dem ersten Umzug und Ortswechsel entdecken wir eine Unzufriedenheit im Volk Gottes, das sich in den anschließenden Kapiteln 12-14 und in 16 und 20 weiter entfalten wird.

Ausschlaggebend für die „Infektion“ mit der Unzufriedenheit sind die mitgezogenen Fremden (unzufriedenes Gesindel: Mischvolk und Nichtisraeliten) aus Ägypten, die ursprünglich nicht zum Volk Gottes gehörten. Ihre einst nach Wünschen und Lüsten ausgerichtete Lebensweise Ägyptens (Fleisch und stimulierenden Gewürze, etc.) ist für sie sehr unbefriedigend. Sie stecken viele der Bundes-Israeliten mit dem fleischlich-seelischen Virus „Lasst uns endlich wieder Party feiern“ an. Diese infizierenden Gedanken (nach Fleisch und Gewürzen) verbreiteten sie unter dem Volk Gottes. Während der einjährigen zurückgezogenen Wüstenzeit, der Kontemplation und geistlich-strukturellen Neuorientierung vermissten sie Pep, Party und Privatgestaltung. Gott antwortet den in den Außenbezirken des Heiligtum zeltenden Fremden mit einem wütend um sich greifenden Feuer. Dieser Außen-Brand hätte den 12 Stämmen als Warnung dienen sollen, aber sie verstanden Gottes Warnung nicht.

Finden wir solche Mitbringsel und Ideologien nicht ähnlich in heutigen Beziehungskreisen? Da entstehen Beziehungen zwischen christlichen und nichtchristlichen Familien, und als Resultat unterschiedliche Gottes- und Lebensbilder dann vermischt in neuen Ehe- oder Lebenspartnerschaften. Wenn dann auch noch eine Person diese Partylebensgestaltung oder andere moderne Ideologie in den Mittelpunkt der Beziehung stellt, dann wird diese Beziehung bald zu brennen beginnen. Nach dem Motto: Ich benutze den und die andere nur solange, wie ich davon Nutzen habe und sie mich zufriedenstellt. Andernfalls verlasse ich diese Beziehung.

Wird dann neben dieser „Partystimmung“ auch noch eine Politik- und nichtchristliche Ethikgesinnung in die „Großfamilie“ der Ortsgemeinde und Kirche hineingebracht, wird dann das Feuer von außen her brennen und die Kirche Christi mit ihrer eigentlichen Berufung zerstören. Wollen wir darauf achten, dass weder die christliche Klein- noch Großfamilie mit dem Party for Life Virus (Wohlfühl- und Hauptsache gesund „Evangelium“) noch mit dem Virus Politics for Power (Machtpolitik in der Kirche) infiziert werden.

In dieser neuen Situation ist Mose verzweifelt. Er hat dieses Volk nicht geschaffen, ihm nichts verheißen, sieht sich auch nicht verantwortlich für ihre Nahrung noch ihre seelischen Bedürfnisse. Mit dieser neuen zusätzlichen Verantwortung fühlt er sich überfordert. Er möchte sie insgesamt abgeben und am liebsten sterben. In dieser Situation kommt Gott der Verzweiflung Moses entgegen. Weder tadelt noch lobt er Mose. Doch begegnet der ihm in seiner Gnade mit Trost, Verständnis und mit organisatorischem Rat und Hilfe durch den Heiligen Geist.

Oft geht es verantwortlichen geistlichen Leitern in der Ortsgemeinde und Kirchenleitung ähnlich wie Mose. Sie werden immer wieder durch neue Ideen, Wünsche, Aktionen, Hilferufe, Umstrukturierung der Kirche, etc. herausgefordert und in spannungsreiche und verzweifelnde Situationen geführt, die bis hin zu Depressionen, Burnout und Ausstieg aus dem geistlichen Dienst führen können. Gerade sie benötigen in solchen Situationen die Gnade und Hilfe Gottes, besonders durch geistliche Kraft und geistliche Neustrukturierung. Über dieses spricht im Einzelnen der nächst Abschnitt.

NT – Markus 14,12-25 – Wirkliche und wirksame Gegenwart Christ damals und heute

Das gemeinsame Mahl Jesu mit seinen Jüngern weist auf die ewige Bundesgemeinschaft unter der Gottesherrschaft hin. Das Thema der Bundestheologie: Ich will ihr Gott sein, und ihr sollt mein Volk sein, unter ihnen wohnen, unter ihnen Tisch- und Lebensgemeinschaft haben, zieht sich wie ein roter Faden durch die gesamte Bibel. Jeder Bund Gottes ist an Verheißungen und Verpflichtungen geknüpft und wird durch Zeichen (hier Brot und Wein) begleitet. Die Einsetzungsworte weisen von 1. Kor 11,23-28 geprägt auf den geheimnisvollen (sakramentalen) Charakter des Herrenmahls, der Heiligen Kommunion, unter den Zeichen von Brot und Wein hin. In dieser sich erinnernden und vergegenwärtigenden Kreuzestat Christi unter Einnahme der Elemente und der Anwesenheit des Heiligen Geistes erhalten die Jünger (damals und heute) Anteil an Seinem sühnenden Tod und der daraus fließenden Wirksamkeit für das persönlichen Leben.

Kommt das Wort zum Element, dann ersteht das Sakrament.

Obwohl dieses Sakrament nicht erklärt werden kann, es immer ein Geheimnis bleibt, verstehen Anglikaner die heilige Gemeinschaft am Leib und Blut Christi (1. Kor 10,16-17), oderDie Heilige Kommunion“, als eine wirksame Realpräsenz Christi während Mahlfeier und mit Wirkung für das Leben eines jeden Gläubigen. Der Wunsch und das Verlangen, an dieser Danksagungsfeier (Eucharistie) regelmäßig teilzunehmen und gestärkt zu werden, sollte tief im Herzen eines jeden Christen verankert sein.

Abschlussgebet

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

3. Juli – Hauskirche

Hervorgehoben

Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Schriftteil

AT– Numeri 4

https://www.bibleserver.com/EU/Numeri10

Gebet – Psalm 3+4

https://www.bibleserver.com/EU/Psalm3

NT – Markus 14,1-11

https://www.bibleserver.com/EU/Markus11%2C1-11


Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT– Numeri 10 – Trompeten – geistliche Ordnungsfunktionen bei der Wanderung des Gottesvolkes

NT – Markus 14,1-11  – ohne Auslegung

Abschlussgebet

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

2. Juli – Maria – Visitatio

Hervorgehoben

Familien- oder Hausandacht am Morgen

zum Gedenken an Mariä Heimsuchung. Liturgische Farbe ist weiß. Fest Jesu Christi.

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Schriftteil

AT– Jes 11,1-5

https://www.bibleserver.com/EU/Jesaja11%2C1-5

Gebet – Psalm 89,2-19

https://www.bibleserver.com/EU/Psalm89%2C2-19

NT – Lukas 1,39-56

https://www.bibleserver.com/EU/Lukas1%2C39-56


Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT– Jesaja 11, 1-5Verheißene Gnadengaben durch Jesus erfüllt

Gott spricht dem geistlich hungrigen und durstigen Volk über ihre irdischen Bedürfnisse hinaus die Geschenke des Wortes, der Väter- und Davidsverheißung und des ewigen Bund zu. Die durch Jesaja hier angekündigten Gnadengaben Davids werden im Neuen Testament besonders in Marias Lobgesang, dem Benediktus, angesprochen und auf Jesus, dem Sohn Davids, bezogen.

Maria – Visitatio

NT – Lukas 1,39-56Maria geisterfüllt verherrlicht Gott

Schon in der Ankündigung der Geburt Jesu im Abschnitt zuvor (V 26-38) wird Maria ihre messianische Sonderstellung und Aufgabe verkündet, Jesus, den Sohn des Höchsten, auszutragen, damit er auf dem verheißenen Thron Davids regieren soll.

Als des Herrn Magd mit prophetischem Verständnis besucht sie, vom Geist Gottes geleitet, bald ihre Verwandte Elisabeth. Diese trägt den sechs Monate älteren Johannes, den Cousin Jesu, in sich. Er ist schon als Ungeborener mit dem Heiligen Geist erfüllt und erkennt im durch den Geist Gottes, dass das Embryo Marias der Messias ist. Auf Ihn hin ist sein Dienst ausgelegt. Johannes , im sechsten Monat, hüpft und strampelt geisterfüllt im Bauch der Elisabeth (Lu 1,15). Alle hier, Maria, Elisabeth und die noch Ungeborenen sind Geisterfüllte, die gemeinsam all das vollenden sollen, was Gott im Voraus gesagt und verheißen hatte.

Das, was Maria nun als geisterfüllte Frau über ihre Lippen hervorbringt, ist die Verherrlichung Gottes, des Herrn. Das Magnifikat (Vers 46-55), benannt nach der lateinischen Bibel „es verherrlicht“, lehnt sich vom Inhalt her an alttestamentliche Vorbilder an wie 1Sam 2,1ff; Ps 34,3 ff; 103,8ff. Sie verherrlicht mit diesem Lobgesang den Gott, der durch die ganze Geschichte Israels zu allen seinen Verheißungen steht, die nun durch Jesus erfüllt werden sollen. Gott hat sich als Heiland/Retter immer schon für die Niedrigen eingesetzt, aber auch die stolzen Mächtigen vom Thron gestoßen. Er denkt an die Verheißungen, die er Abraham und seinen Kindern gegeben hatte, und hilft ab jetzt durch den kommenden Messias seinen gläubigen Kindern von jetzt an bis in Ewigkeit. Maria versteht, dass dieses große Heilswerk und dass das Friedensreich bereits bei ihr und in allen demütigen Herzen begonnen hat. In Ihrem Glauben an das Verheißungswort des Herrn (V 45) wird sie „seliggesprochen“.

Damit zeigt sie allen Gläubigen vorbildhaft, was Glauben und Vertrauen wirklich bedeutet. Sie ist so als Dienerin des Herrn allen Frauen und Männern Vorbild Nr. 1 im Glauben.

Abschlussgebet

Tagesgebet zum Fest Mariä Heimsuchung

Allmächtiger Gott. Du hast an der Jungfrau Maria große Dinge getan und sie zur Mutter Deines Sohnes gemacht. Gib, dass auch wir uns in Demut Deinem heiligen Wort öffnen und Deinen lieben Sohn in rechtem Glauben annehmen. Der mit Dir und dem Heiligen Geist lebt und regiert, jetzt und allezeit und in Ewigkeit.  Amen.

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

1. Juli – Hauskirche

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Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Schriftteil & Homilie/Hinweise

AT– 4. Mose/Numeri 9

https://www.bibleserver.com/EU/4.Mose9

Gebet – Psalm 1+2

https://www.bibleserver.com/LUT/Psalm1

NT – Markus 13,24-37

https://www.bibleserver.com/EU/Markus13%2C24-37


AT – Numeri 9 – Teilnehmer des Volkes Gottes und ihre Verbindlichkeit

Gibt es Gründe, dass das Volk Gottes von festen Satzungen und gebotenen Feiern abweichen kann? Wenn z.B. Menschen durch einschneidende Lebensereignisse – (Tod eines Nahestehenden) oder durch geographische Hinderungsgründe (auf Reisen oder entfernte Arbeitstätigkeit) gehindert werden, an dem Hauptfest der Volksgemeinschaft teilzunehmen, sind sie dann noch Teil des Volkes Gottes?

In Ex 12 wird das Passafest als konstituierendes Fest des Auszugs aus Ägypten und der Rettung Israels für jeden Volksgenossen für alle Zeiten festgesetzt. Somit ist es zuerst ein Zeichen der Volkszugehörigkeit, wenn man es auch feiert. Die Nichtteilnahme an der jährlichen Feier exkommuniziert jedoch alle, die sich dieser Feier verweigern würden. Zweitens ist das Fest mit der Darbringung einer Gabe verbunden, die aus Dankbarkeit für diesen Auszug aus Ägypten und Gottes Schutz dargebracht wird. Durch den Zug des Volkes Gottes durch ihre Welt, ergeben sich immer Umstände und Ereignisse, die sich mit den Satzungen Gottes überschneiden. Diese können unverschuldet oder auch verschuldet eintreten. Bei unverschuldeter Nichtteilnahme gibt Gott durch Mose eine Ersatzlösung. Genau einen Monat danach könnten diejenigen, die nicht am Erlösungsfest teilnehmen konnten, eine kleinere Nach- und Gedenkfeier begehen. Wenn aber ein Israelit aus anderen Gründen nicht an diesem Passa teilnehmen wollte, exkommunizierte er sich damit automatisch. Dann sollte er aus dem Volk ausgerottet – vertrieben oder getötet – werden. Jedoch der Fremdling, der Ausländer in ihrer Mitte, durfte und sollte an diesem Fest teilnehmen, vorausgesetzt, dass er beschnitten war.

Wir lernen daraus, dass es nicht möglich ist, zum Volk Gottes zu gehören und nicht am grundlegenden Fest der Erlösung zur entsprechenden Zeit teilzunehmen. Dabei geht es nicht um die Abgrenzung gegenüber denen (Völkern und Kulturen), die da draußen sind, sondern um die Verbindung und Zugehörigkeit nach innen, zum Kern und zur Bundesverpflichtung. Es ist nicht möglich, sich zum Volk Gottes zu zählen, aber nicht zu den Versammlungen des Herrn zu erscheinen. Es ist nicht möglich, sich als Christ zu bezeichnen und nur für sich geistlich zu leben, hin und wieder eine Meditation zu machen oder sporadisch die Bibel aufzuschlagen. Es ist nicht möglich, zur Kirche Christi, der Versammlung der Gläubigen, gehören zu wollen und gleichzeitig wochen- und monatelang nicht unter die Verkündigung Gottes zu gehen. Es ist auch nicht möglich, Christ zu sein und beständig das Erinnerungsmahl des Herrn zu verpassen. Wer unverschuldet am Tag des Herr, an dem das Erlösungsmahl Jesus gefeiert wird, fehlt, der sollte dies an anderen Tagen, bei nächster Gelegenheit nachholen. Auch christliche Gemeinschaften und Kirchen, die nicht ein regelmäßiges Herrenmahl / Eucharistie anbieten, sollten sich an die Vorgaben des Neuen Testamentes erneut orientieren.

Denn im NT feiert die „Jesusfamilie“ ihr Erlösungsfest. „Denn auch unser Passahlamm ist geopfert, das ist Christus. Darum lasst uns das Fest feiern …mit dem ungesäuerten Teig der Lauterkeit und Wahrheit (1Kor5,7-8). Wann und wie oft feierte die neutestamentliche Bundesgemeinde dieses Erlösungsfest? Am ersten Tag der Woche aber, als wir versammelt waren, das Brot zubrechen. Oder 1Kor 11, 20: Wenn ihr euch versammelt, ist das kein Essen des Herrenmahls. Im Neuen Testament wird vorausgesetzt, dass das Erlösungsfest nicht nur einmal im Jahr, sondern wöchentlich gefeiert wird. Jeder Sonntag ist ein dann kleines Oster- oder Auferstehungsfest des Herrn. Deshalb ergibt sich für jeden wahren Christen, sich an diese Praxis zu erinnern und diese für sich selbst regelmäßig zu praktizieren. Damit zeigt der Christ seine Verbindlichkeit und Zugehörigkeit zum Volk Gottes und zur Kirche Christi.


NT – Markus 13,24-37 – Wachen und sammeln bis zur Wiederkunft

Das Kommen des Menschensohnes, seine zweite Ankunft, wird sich erst nach einer Drangsal-Zeit der Gemeinde ereignen. Diese wird begleitet von weltumfassenden, kosmischen Ereignissen. Das Ziel aller Bedrängnis ist am Ende die Sammlung der Erwählten zum Heil. Dafür muss die Gemeinde wach bleiben und durch ihre Mission dies bis zum Ende unterstützen.

Das Zeichen der Wiederkunft Christi wird mit dem Hinweis auf das Wachstum des Feigenbaums erläutert. Der Feigenbaum steht auch für Israel. Damit könnte auch Israel als Volk und Staat ein wichtiges Zeichen an der Weltenuhr sein. Wiederum steht aber auch der Hinweis auf die damalige nahe Zeit: „Dieses Geschlecht wird nicht vergehen“, was auf die Zerstörung des Tempels und Jerusalems im Jahre 70 hinweisen würde.

Wichtig ist neben dem Achten auf die Zeichen der Endzeit, sich nicht auf Spekulationen über den genauen Zeitpunkt der Wiederkunft einzulassen – wie es in den letzten 150 Jahren viele Irrlehrer und christliche Sekten fälschlicher Weise versuchten – sondern sich auf das wache und verantwortungsvolle Tun der direkten Worte Jesu konzentrieren. Alle bisher berechneten Termine der Wiederkunft Christi einhergehend mit Verschwörungstheorien und Schwärmereien führten dazu, von den eigentlichen Worten und dem Auftrag Christi abzulenken. Denn Jesus gab seiner Kirche den Auftrag in der Zwischenzeit wachsam zu sein und emsig zu arbeiten. In der Gegenwart bis zur Wiederkunft Christi ist die Arbeit der Verkündigung des Evangeliums an alle Völker der Welt vorrangig vor aller Endzeitberechnung oder Beschäftigung mit neuen Propheten- und Apostelbewegungen.

Abschlussgebet

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

Zitat

29. Juni – Apostel Petrus – Gedenktag

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Schlagwörter

Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf


Tag der Apostel Petrus (und Paulus)

Liturgische Tagesfarbe rot

Tagesspruch:

„Wie willkommen sind auf den Bergen die Schritte des Freudenboten, der Frieden ankündigt, der eine frohe Botschaft bringt und Rettung verheißt, der zu Zion sagt: Dein Gott ist König.“ (Jes 52,7)

Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Schriftteil und Homilie /Anstöße zu den Lesungen

NT– Apg. 12,1-11

https://www.bibleserver.com/EU/Apostelgeschichte12%2C1-11

Gebet – Psalm 96

https://www.bibleserver.com/LUT/Psalm96

NT – Matthäus 16,13-20

https://www.bibleserver.com/EU/Matth%C3%A4us16%2C13-20

Petrus erhält in diesem Abschnitt eine besondere Stellung für die Kirche und ihren Auftrag. Diese Bedeutung wird durch Frage und Antwort erarbeitet. Sie wird danach nicht nur für Petrus, sondern für die Apostelschar, die frühe Jesusgemeinde und die Gesamtkirche Christi festgeschrieben.

Das Wortspiel, das hier vorliegt, gründet sich auf Petrus aramäischen Namen Kephas und griechen Namen Petros – mit gleicher Bedeutung: Fels. Dann folgt: auf diesen „Petra“ will ich meine Ekklesia-meine Kirche- bauen (oiko-domäso). Hier steckt schon vorweggenommen schon alles drin, was sich in Zukunft – mit Apg. 2 Pfingsten und dem Beginn der Kirche Christi – ereignen soll. Über die unterschiedlichen kirchlich-theologischen Auslegungen soll hier nicht im Einzelnen gesprochen werden wie: Hat Petrus die Vorrangstellung, auf den sich die einzig wahre Kirche gründet? Ist es das Petrusbekenntnis (Messiasbekenntnis) auf das sich  zentral die allgemeine Kirche gründet? Ist es die besondere Offenbarung vom Vater im Himmel, der als ewiger Fels im Alten Testament dargestellt (hier als Petra-massives Felsengebirge), auf den sich das neu entstehende Haus Jesu (Oikos) gebaut werden soll?

Doch Petrus bekommt hier eine Vorrangstellung. Diese nimmt er als Apostelsprecher ein, als er das neue Zeitalter des Heilige Geistes und der Kirche Christi einleitete (Apg 2) und das Tor des Evangeliums bei Kornelius (Apg. 10) und darüber hinaus öffnete. Die Bedeutung liegt einmal darin, dass Jesus ihm die Autorität der Schriftauslegung und Entscheidungshoheit in himmlischen Dingen übergibt und damit sie aus der Hoheit der Schriftgelehrten endgültig herausnimmt. Die Entscheidung über den Zugang zum Himmel und das ewige Leben liegt damit im Schlüsselamt, das damit mit Petrus den Aposteln und der Kirche übergeben wird. Dies Vollmacht (Joh 20,21-23) besteht in dem Auftrag, die Sündenvergebung allen zuzusprechen oder auch nicht zuzusprechen. Dieses Schlüsselamt ist damit nicht nur Petrus, sondern allen Aposteln und ihren verantwortlichen Nachfolgern in der gesamten Kirche Christi übertragen worden. Deutlich wird dies noch einmal im Missionsauftrag in Lukas 24,46-48 herausgestellt.

In der Anglikanischen Kirche wird dieser Auftrag wahrgenommen. Man erkennbar dies in der Liturgie gleich am Anfang beim täglichen Gottesdienst im Morgen- und Abendlob. Nach dem Schuldbekenntnis der Gemeinde, weil sie in Gedanken, Worten und Werken weiterhin gesündigt hat, wird stellvertretend durch den Liturgen (Bischof, Pfarrer / Priester) die Vergebung allen wahrhaft bußfertigen und gläubigen Christen verkündigt und zugesprochen.

Abschlussgebete

Tagesgebet

Allmächtiger Gott. Der Du durch Deinen Sohn Jesus Christus Deinen heiligen Apostel Petrus (und Paulus) viele vorzügliche Gaben verliehen und ihm/ihnen ernsthaft befohlen hast, Deine Herde zu weiden. Wir bitten Dich: Gewähre, dass alle Bischöfe und Hirten Dein heiliges Wort gewissenhaft predigen und ihre Gemeinden dasselbe auch willig befolgen, damit sie die Krone der ewigen Herrlichkeit empfangen. Durch Deinen Sohn Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.


Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

Umfangreiche Ausführungen zum Aposteltag:

https://www.heiligenlexikon.de/BiographienP/Petrus.htm

25. Mai – Hauskirche

Hervorgehoben

Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen nach dem Lektionar der Anglikanischen Kirche i.D. werden an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen unterbrochen. Die gesamte Jahreslesung finden sie hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Schriftteil

AT– 4. Mose /Numeri 4,28-49

https://www.bibleserver.com/EU/4.Mose4%2C28-49

Gebet – Psalm 145

https://www.bibleserver.com/LUT/Psalm146

NT – Markus 12,38-34

https://www.bibleserver.com/EU/Markus12%2C28-34


Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT – Numeri 4 ,29-49 Berufen, um zu dienen und Lasten zu tragen

In Kapitel 3 wurden auf Gottes Anordnung hin alle männlichen Nachkommen Levis ab dem ersten Lebensmonat für den Dienst am Heiligtum gezählt. Es waren insgesamt 22.000 Diener auf die zurückgegriffen werden konnte. Unter den drei Söhnen Levis – Gerson, Kehath und Merari – hatte Merari die geringste Anzahl von Jungen im Alter von einem Jahr. Nun aber wird uns zum Abschluss in K 4 deutlich, dass sie bei erneuter Zählung in dem Altersabschnitt 30-50 die größte Anzahl von dienenden Männer stellen konnten. Sie konnten etwa 500 mehr Männer zum Dienst aufstellen als die anderen Abteilungen der Leviten.

Wir erkennen, dass Gott nach seinem Ratschluss diejenigen aussondert, die am Ende für seinen Dienst auch die meisten und fähigsten Helfer stellen werden. Er gibt für jedem Dienst die Stärke und Helfer für die zu erwartenden Aufgaben. Die Merariter hatten damit genügend Helfer, um das gesamte Gerüst und alle Teile der Zeltkirche zu transportieren. So stellen wir fest, dass für den unterstützenden praktischen Dienst mehr fähige Männer vorhanden waren als für den angesehener