28. November – Hauskirche

Hervorgehoben

Familien- oder Hausandacht – Morgen und Abend

Hinweis zur Kurzfassung – Das Allgemeine Gebetbuch – deutsch

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Nachfolgend eine Kurzauslegung zur Unterstützung der häuslichen Andacht und Pflege des geistlichen Lebens nach anglikanischer Tradition.

Die Gesamte Jahreslesung hier zum Downloadhttp://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

Einladung zu intensiven Studien am St. Benedikt Seminar:

Nächstes  Präsenzwochenende am 15.-17. Januar: https://benediktseminar.org/


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Gebet – Psalm 119,129-144 (klicken)

Die Psalmabschnitte heute betreffen die hebräischen Buchstaben: Pe V113-120. und Tzade V105-112. Mehr zu den hebräischen Alphabet?(-< klicken).

Schriftteil und Anstöße zur Lesung

Lesung: 1. Samuel 25 (klicken)

Heillose und heilbringende Menschen

Der Richter und Prophet Samuel stirbt und damit beginnt ein neuer Abschnitt für David.

Es gibt aber immer noch viele Gegner und Menschen, die ihn ablehnen. Einer von ihnen ist Nabal, was so viel wie Tor oder Törichter gedeutet wird. Dieser Reiche und selbstherrliche Mensch verweigert, beleidigt und missachtet den Gesalbten und zukünftigen König während eines Schlachtefestes, ähnlich einem Erntedankfest. Nabal ist ein heilloser Mann, Abigail dagegen, eine heilbringende Frau, die David erkennt und ihn seine Männer mit Speise versorgt.

Schutztruppe

Davids Truppe hatte in der Vergangenheit einen Schutzwall um ihre große Herde gezogen. Abigail bewahrt David nun durch ihren weisen Rat, Schuld auf sich zu laden, sich selbst zu rächen und unschuldiges Blut zu vergießen. Abigail verhindert Schuld und verteilt Gaben des Segens an die Männer Davids. Weil nun David die Angelegenheit nicht voreilig in seine eigene Hand genommen hatte, greift Gott ein und rächt David, indem er den Törichten nach 10 Tagen sterben ließ.

Nabal hatte Gutes (David beschützte die Herde) mit Bösem vergolten. David wird hier bewahrt, Böses mit Bösem zu vergelten. Gott ist der über allem stehende Handelnde, der so leitet, dass diese kluge handelnde Frau am Ende auch noch Davids Ehefrau wird. Wollen wir gewarnt sein, nicht das Heft des Handelns spontan und vorzeitig in die Hand zu nehmen, uns deshalb zu versündigen und Gottes Pläne zu durchkreuzen.

Weiter können wir uns als Menschen des Heils wie Abigail gebrauchen lassen, durch klugen und weisen Rat und schnellem Handeln, Schuld vor Gott und Verletzung von Menschen abzuwenden.


Lesung– Lukas 17,20-37 (klicken)

Wann, wo und wie kommt das Reich Gottes?

Scheinbar interessierten sich die Pharisäer um die Eschatologie, die Endzeitlehre. Und auch heute noch ist die Frage über die Endzeit dringender denn je. Ihre Frage nach dem WANN macht dies deutlich. Auch die 12 Jünger fragten später Jesus (Apg 1,6) nach dem Zeitpunkt, wann er das Reich Gottes aufrichten wolle. Doch weder seinen Jüngern noch den Pharisäer gibt er darüber eine klare Auskunft. Deutlich gibt er aber seinen Jüngern einen Hinweis nach der Frage: WO ist das Himmelreich? Die Antwort lautet: Mitten unter euch! Das bedeutet doch, dass das Himmelreich immer dort ist, wo auch Jesus gegenwärtig ist – nämlich dort, wo die Jünger um ihren Meister herum versammelt sind. Zwischen dem Jetzt und der zukünftigen Wiederkunft Jesu wird aber auf das kommende Leid hingewiesen. In dieser Wartezeit sollen die Christen besonders zwei Dinge beachten.

1. Sie sollen beständig bereit sein, Christus zu empfangen und 2. weiter beständig die Gebete vor Gott zu bringen.

Ein Zurückblicken aber wird sich wie bei Lots Frau verheerend auswirken, doch Bereitschaft auf ihn und das Gebet zu praktizieren – das WIE –  bringt die Nähe des Reiches Jesu jetzt schon unter seine Jünger. Auch wir dürfen dieses Reich jetzt schon so erfahren.

Abschlussgebet

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Morgendliches Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all’ unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.

Oder

Abendliches Gebet um Frieden

O Gott, von Dir kommt alles heilige Verlangen, jeder gute Rat und jede gerechte Tat. Gib uns, Deinen Dienern, den Frieden, den die Welt nicht geben kann, damit unsere Herzen willig sind, Deinen Geboten zu folgen. Befreie uns von der Furcht vor unseren Feinden, damit wir unsere Tage in Ruhe und Frieden verleben können. Durch die Verdienste unseres Heilandes Jesus Christus. Amen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen:

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Armen.

27. November – Hauskirche

Hervorgehoben

Familien- oder Hausandacht – Morgen und Abend

Hinweis zur Kurzfassung – Das Allgemeine Gebetbuch – deutsch

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Nachfolgend eine Kurzauslegung zur Unterstützung der häuslichen Andacht und Pflege des geistlichen Lebens nach anglikanischer Tradition.

Die Gesamte Jahreslesung hier zum Downloadhttp://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

Einladung zu intensiven Studien am St. Benedikt Seminar: Nächstes  Präsenzwochenende am 15.-17. Januar: https://benediktseminar.org/


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Gebet – Psalm 119,113-128 (klicken)

Die Psalmabschnitte heute betreffen die hebräischen Buchstaben: Samekh V113-120. und Ayin V105-112. Mehr zu den hebräischen Alphabet?(-< klicken).

Schriftteil und Anstöße zur Lesung

Lesung: 1. Samuel 24 (klicken)

Feurige Kohlen auf das Haupt sammeln

Davids Leute, die sich unentdeckt hinten in der gleichen Höhle aufhielten, wo Saul in einer Entfernung seine Notdurft erledigte, wollen die Gelegenheit wahrnehmen, Saul zu töten und so vermeintlich den Willen Gottes ausführen.

David dagegen, selbst gesalbt, erkennt den noch amtierenden Gesalbten Gottes an und weigert sich seine Hand an ihn zu legen. Er wagt es aber, einen Schnipsel vom Gewandt Sauls abzuschneiden. Möglicherweise hatte sich Saul eine kurze Zeit zur Ruhe gelegt. Selbst diese Tat als Beweis der Unschuld gedacht, führt bald danach bei David zu Gewissensbissen, weil er seine Hand an den Gesalbten gelegt und ihn damit in der Stellung als König entwürdigt hatte.

David stellt Saul nach dem Austritt aus der Höhle zur Rede und erklärt ihm, dass er völlig harmlos sei. Denn auch jetzt habe er das Leben des Königs verschont. Darauf konfrontiert David ihn damit, dass Gott als gerechter Richter zwischen Ihnen beiden recht richten wird. Aufgrund dieser Gewissensrede erkennt Saul seine Schuld an und bestätigt, dass David einst als Nachfolger auf seinem Thron sitzen wird. David musste ihm aber geloben, dass er die Familie Sauls schonen und nicht vernichten werde.

Daniel handelt hier an Saul ganz nach den Worten der Thora, dass man sich nicht selbst rächen, sondern es Gott überlassen soll, Böses zu bestrafen. In Sprüche 25,21-22 wird darauf hingewiesen, dem Feind Gutes zu tun, noch mehr, nämlich feurige Kohlen auf sein Haupt zu sammeln. Auch Paulus greift dies Prinzip in Römer 12,17-21 umfassend auf. Es ist gerade diese Tat und die Auseinandersetzung Davids mit Saul, die die Bedeutung der feurigen Kohlen äußerst gut veranschaulicht. David hat hier die höchste Form der Barmherzigkeit an Saul erwiesen. Er hat dessen Leben verschont, ihm aber dann so ins Gewissen geredet, dass ihm seine Schuld aufgeht und er seine Sünde bekennt. David hatte das Böse von Saul mit Gutem an ihm vergolten. Überführt und gebrandmarkt im Gewissen antwortet Saul: Du wirst König über Israel werden und dein Königtum wird Bestand haben.

Handeln wir im Umgang mit Menschen, die uns gekränkt oder verletzt haben ähnlich wie David? Dieser ist doch gerade ein Bild auf Jesus, den Sohn Gottes, der unter uns weilte, um Gutes zu tun. Jesus praktizierte dies noch umfassender als er sagte: Liebt eure Feinde, tut wohl denen, die euch hassen, und wenn dir jemand auf die Backe schlägt, halte auch die andere noch hin. Überprüfen wir, ob wir die Sanftmütigen sind, Geistliche im Umgang mit anderen als Gentlemen. David verstand, dass er das Recht hatte, sein Recht aufzugeben, anstatt alles in seine Hand zu nehmen und sein Recht zur Verteidigung wahrzunehmen. Tun wir dies in Sanftmut, dann folgen wir David und Jesus, häufen so feurige Kohlen auf das Gewissen der Menschen zur Bekehrung und zum Eintritt in das Reich Gottes.


Lesung– Lukas 17,1-19 (klicken)

Ohne Gotteslob ist das noch Glaube oder Unglaube?

`Zuvor wurde uns deutlich gezeigt, dass allein das Hören auf die Schrift in den Schoß Abrahams, bzw. Gottes führt, Geld aber zum Abfall verführt. Der Christ steht immer in der Gefahr zur Sünde verführt zu werden. Doch wenn er andere zum Sündigen anstachelt oder verführt, das ist die größere Sünde. Die Konfrontation des Sünders zur Reue und Vergebung ist immer notwendig, damit Gaube entsteht. Glauben kann scheinbar Jesus selbst nicht vermehren, denn schon ein Senfkornglaube beinhaltet die Kraft, das ein riesengroßer Senfkornbaum entsteht. Es herrscht entweder Glaube oder Unglaube vor. Jeder Glaube soll aber wachsen.

In V 19 wird besonders der Glaube des einen zurückkehrenden Aussätzigen gepriesen. Dieser Glaube, auch wenn er nur klein war, hat dem Aussätzigen geholfen, rein zu werden und glaubensgemäß Gott die Ehre zu geben. Dieser Glaube wird aber hier bei einem verachteten Samariter gefunden, er bringt das von allen Christen geforderte Gotteslob, nicht aber die anderen neun Übrigen des jüdischen Volkes.

Damit wird nicht nur der Spiegel dem Volk der Juden, sondern besonders den Christen vorgehalten. Auch sie sollen alle im Glauben zurückkommen und Jesus die Ehre und Anbetung darbringen.

Abschlussgebet

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Morgendliches Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all’ unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.

Oder

Abendliches Gebet um Frieden

O Gott, von Dir kommt alles heilige Verlangen, jeder gute Rat und jede gerechte Tat. Gib uns, Deinen Dienern, den Frieden, den die Welt nicht geben kann, damit unsere Herzen willig sind, Deinen Geboten zu folgen. Befreie uns von der Furcht vor unseren Feinden, damit wir unsere Tage in Ruhe und Frieden verleben können. Durch die Verdienste unseres Heilandes Jesus Christus. Amen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen:

26. November – Hauskirche

Hervorgehoben

Familien- oder Hausandacht – Morgen und Abend

Hinweis zur Kurzfassung – Das Allgemeine Gebetbuch – deutsch

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Nachfolgend eine Kurzauslegung zur Unterstützung der häuslichen Andacht und Pflege des geistlichen Lebens nach anglikanischer Tradition.

Die Gesamte Jahreslesung hier zum Downloadhttp://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

Einladung zu intensiven Studien am St. Benedikt Seminar:

Nächstes  Präsenzwochenende am 15.-17. Januar: https://benediktseminar.org/


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Gebet – Psalm 119,97-112 (klicken)

Die Psalmabschnitte heute betreffen die hebräischen Buchstaben: Mem V97-104 und Nun V105-112. Mehr zu den hebräischen Alphabet?(-< klicken).

Schriftteil und Anstöße zur Lesung

Lesung: 1. Samuel 23 (klicken)

Bedrängt, befragt, belehrt und befreit

Nicht nur David wird bedrängt durch Saul, sondern auch die Menschen in Kegila, 30 km südwestlich von Jerusalem, durch die ständigen Feinde, die Philister. David, der auf den Rat des Propheten Gad hin sich in jüdischen Gebieten aufhalten sollte, war immer ein Helfer in der Not. So half er diesmal mit seinen 600 Männern der Stadt und vertrieb die Philister.

Auch als die Lage für David und seine Männer, sich in der mit einer Befestigungsmauer umgebenen Stadt Kegila zu verschanzen, brenzlig wurde, betete und befragte er seinen Gott. Das Problem: Saul hatte erfahren, dass er sich in einer befestigten Stadt mit nur einem Stadttor befand. Da saß er wie eine Maus im Käfig mit nur einem Ausgang fest. Die Frage, die sich an die Stadtältesten aber stellte war: Würden sie David wegen seine vergangene Hilfe in der befestigten Stadt vor Saul beschützen? Oder würden sie aus Angst vor Sauls Belagerung und Zerstörung der Stadt doch lieber David ausliefern? Deshalb die Befragung Gottes: Was aber, …wenn? Ist die richtige Frage, die man sich stellen muss. Denn Gott weiß auch um eine Situation, die eintreten wird, aber noch nicht da ist.  Gott antwortete nun aus seiner ewigen Vorsehung, dass die Stadtväter (um ihrer Sicherheit und Unversehrtheit willen) David dem König Saul (zum Tod) ausliefern würden. Auch hier war der Priester mit den Losen Urim und Thummim, „Licht und Recht“(K 14,41), in der Gottesbefragung mit einbezogen. Als Ergebnis zog David mit seinen Männern sofort weg in Sicherheit.

Doch bevor er diesen Einsatz wagte, befragte er durch den zu ihm geflohenen Priester Abjartha zweimal den Herrn, ob dieser Einsatz dem Willen Gottes entsprach. Erst auf die positive Antwort Gottes, dass er siegen würde, wagte er wieder den Kampf gegen die Philister.

schwarz -ja; weiß -nein

Wir erkennen aus dem Leben Davids, wie wichtig es für ihn ist, in allen schwierigen und wichtigen Situationen des Lebens vor Gott zu treten, ihn um Rat und Leitung zu bitten, sich von ihm leiten und belehren zu lassen. Dies ist besonders auch heute bei allen wichtigen Entscheidungen während der Unsicherheit der Corana-Pandemie zu beachten. Wir alle, auch die Politiker, „können nur im Sichtmodus fahren“, unser Lebensphasen nur in kurzen Schritten erkennen und planen. Aber Gott weiß um den Ausgang und die noch entfernte Zukunft unserer Situation, bevor diese eintritt. Befragung und Gebet, besonders auch in Verbindung mit dem Priester und Hirten der Jesus-Gemeinde, sollte immer wieder gesucht werden. Die persönliche Suche nach dem Willen Gottes und die Miteinbeziehung durch den Pastor und Verantwortlichen der Gemeinde in den Willen Gottes wollen wir gerade in dieser Zeit immer wieder an erste Stelle setzen.

Befreiung am Ende. Durch Gottes Vorsehung und in erneuter Bedrängung durch die Philister, aber jetzt gegen Saul, bricht König Saul die beinahe Festnahme Davids plötzlich ab, um diese zu bekämpfen. Der Ort hier heißt Trennungsfelsen. Die fast zugezogene Schlinge der Einkreisung Davids löst sich wie ein Wunder, und David und seine Männer sind – wiedereinmal- befreit.

Lesung– Lukas 16,14-31 (klicken)

Geldgier führt zu Gottlosigkeit und Schriftverachtung

Nicht dem Mammon, dem Geld, dienen, sondern dieses Geld recht im Leben auf unser End-Heil und die Ewigkeit einzusetzen, darum geht es hier im Textzusammenhang. Die Pharisäer werden in diesem Zusammenhang, ähnlich wie der gerissene Geldverwalter zuvor und der Reiche Mann danach, als Gottlose und Geldgierige uns vorgestellt. Damit nicht auch noch andere in diese Falle „Geldgier“ hineingeraten und mit dem Ende ihres Lebens in ewiger Trennung von Gott bleiben müssen, deshalb wird hier die hörende Gemeinde des Evangeliums gewarnt.

Einige Theologen meinen von Vers 16 – 17 ausgehend, dass das Gesetz und die Propheten (bis Johannes -Täufer) nun als hinfällig für die neutestamentliche Zeit deklariert werden könne, nämlich, dass man die Bibel ab dann „recht schneiden oder einteilen“ müsse. Das heißt, dass damit die Evangelien und Teile der Apostelgeschichte, etc., noch zum Gesetz gezählt werden müssen und damit als nicht gültig für die Ekklesiologie, die Gemeindelehre, erklärt werden.

Diese äußerst willkürliche Zerschneidung der Schrift (Dispensationalismus) ist aus Jesu Mund heraus abzulehnen. Mit der neuen Zeit Jesu und des Evangeliums gilt das Gesetz und Propheten nach wie vor weiter. Denn kein I-Tüpfelchen (hebr. Joda V. 17) wird von der Schrift weggenommen. Gesetz und Evangelium gehören untrennbar zueinander. Das Evangeliums ist ist das dehnende Liebesband des Gesetzes. Oder wie Karl Barth es ausdrückt: Das Gesetz ist der Mantel des Evangeliums.

Deshalb, weil Mose und die Propheten heute immer noch gelten, liegt die Betonung auf dem Hörwunder, dass wir die Schrift zum ewigen Leben hören und nicht auf ein Schauwunder, eine Totenauferstehung warten und sehen müssen. Das Hören allein auf die Schrift (den Willen Gottes) führt zur wirklichen Bekehrung, die Totenauferstehung, die dann später durch Jesus Auferstehung erfolgt, ist allein eine Bestätigung der unvergänglichen Schrift.

Abschlussgebet

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Morgendliches Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all’ unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.

Oder

Abendliches Gebet um Frieden

O Gott, von Dir kommt alles heilige Verlangen, jeder gute Rat und jede gerechte Tat. Gib uns, Deinen Dienern, den Frieden, den die Welt nicht geben kann, damit unsere Herzen willig sind, Deinen Geboten zu folgen. Befreie uns von der Furcht vor unseren Feinden, damit wir unsere Tage in Ruhe und Frieden verleben können. Durch die Verdienste unseres Heilandes Jesus Christus. Amen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen:

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

25. November – Hauskirche

Hervorgehoben


Familien- oder Hausandacht – Morgen und Abend

Hinweis zur Kurzfassung – Das Allgemeine Gebetbuch – deutsch

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Nachfolgend eine Kurzauslegung zur Unterstützung der häuslichen Andacht und Pflege des geistlichen Lebens nach anglikanischer Tradition.

Die Gesamte Jahreslesung hier zum Downloadhttp://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

Einladung zu intensiven Studien am St. Benedikt Seminar: Nächstes  Präsenzwochenende am 15.-17. Januar: https://benediktseminar.org/


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Gebet – Psalm 119,81-96 (klicken)

Die Psalmabschnitte heute betreffen die hebräischen Buchstaben: Kaf V81-88 und Lamed V82-96. Mehr zu den hebräischen Alphabet?(-< klicken).

Schriftteil und Anstöße zur Lesung

Lesung: 1. Samuel 22 (klicken)

Kerntruppe mit David unter Verfolgung und geistlicher Begleitung

Diktatoren bekämpfen gewöhnliche alle ihre Widersacher und schaffen alle aus dem Weg, die sich ihnen entgegenstellen. Dies betrifft nicht nur Einzelne, sondern gleich ganze Familien und Sippen, die einen Herrschaftsanspruch begründen könnten. Da nun auch Davids engste Familie in Gefahr stand, durch Saul umgebracht zu werden, sorgte David sich besonders um seine Eltern und brachte sie vor dem schwingenden Schwert Sauls ins sichere Ausland. Das Gebot: „Ehre Vater und Mutter“, wird von ihm äußerst geachtet.

Weiter kümmert er sich als Anführer um eine Gruppe von Bedrängten, Verschuldeten und Unzufriedenen im judäischen Land, die sich um ihn sammelten. Einige dieser verzweifelten Menschen wurden später seine Verwaltungsleiter, andere wiederum zu mächtigen Männern in der Heeresleitung. Die Veränderung von dieser Schar sozial benachteiligter Menschen in erfolgreiche Mitkämpfer war der Verdienst Davids.

Dies erinnert auch an die Berufung der zwölf Jünger Jesu, die auch aus unterschiedlichen sozialen Schichten kamen – von Fischern bis zu Widerstandskämpfern – aber unter Jesu Leitung zu Aposteln der Weltmission geformt wurden. Diese Beispiele ermutigen auch die heutige Kirche und Ortsgemeinde, dass Menschen aus sozial niedriger Herkunft unter göttlicher Führung zu hervorragenden Männern und Frauen Gottes verwandelt werden können.

Der Priester Abiathar, einer von Ahimelechs Söhnen, entkam aber dem Massaker an der Priestersippe und informierte darüber David. Der eigentliche Priestermörder war jedoch nicht Doeg, sondern Saul als Befehlsherr. David wiederum erkannt jetzt, welchen Schaden er durch seine Lüge angerichtet hatte und übernahm die Verantwortung für das furchtbare Massaker (V. 22). Die Vernichtung der Priester von Nob (Sippe von Eli) steht trotz allem in Beziehung zu der Prophezeiung, dass nur wenige Männer übrigbleiben sollten (1Sam 2,31-33).

Am Ende vereinigen sich nicht nur der einzige entronnene Priester des Herrn Abiathar mit David, sondern auch der Prophet des Herrn Gad, die ihm von nun an auf dem Weg zum Königtum mit göttlichem Rat begleiteten.


Lesung– Lukas 16,1-13 (klicken)

Cleverness für den Himmel

Im Gleichnis spielt ein einfacher Verwalter seinem Herrn einen Streich, indem er die noch geringeren Arbeiter unrechtmäßige Schulden erlässt. Damit will er sie zu seinen Freunden machten, wenn er demnächst entlassen sein wird. Mit dieser hinterlistigen Tat hat er jedoch seine Zukunft durch diese neuen Freunde abgesichert.

Jesus will durch dieses Gleichnis der christlichen Gemeinde eine Lektion beibringen. Er will die Klugheit und List von Weltmenschen herausstellen, die wegen ihres Einsatzes um Vorteile und vergänglichem Gewinn eifrig bemüht sind. Er empfiehlt seinen Nachfolgern aber eine bessere Klugheit und Cleverness als die des unehrlichen Verwalters, damit sie als kluge Kinder des Lichts die gegenwärtige Zeit ausnutzen und das ewige Heil ererben.

Abschlussgebet

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Morgendliches Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all’ unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.

Oder

Abendliches Gebet um Frieden

O Gott, von Dir kommt alles heilige Verlangen, jeder gute Rat und jede gerechte Tat. Gib uns, Deinen Dienern, den Frieden, den die Welt nicht geben kann, damit unsere Herzen willig sind, Deinen Geboten zu folgen. Befreie uns von der Furcht vor unseren Feinden, damit wir unsere Tage in Ruhe und Frieden verleben können. Durch die Verdienste unseres Heilandes Jesus Christus. Amen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen:

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

24. November – Hauskirche

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Familien- oder Hausandacht – Morgen und Abend

Hinweis zur Kurzfassung – Das Allgemeine Gebetbuch – deutsch

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Nachfolgend eine Kurzauslegung zur Unterstützung der häuslichen Andacht und Pflege des geistlichen Lebens nach anglikanischer Tradition.

Die gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf


Einladung zu intensiven Studien am St. Benedikt Seminar: Nächstes Präsenzwochenende am 15.-17. Januar: https://benediktseminar.org/


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Gebet – Psalm 119,65-80 (klicken)

Die Psalmabschnitte heute betreffen die hebräischen Buchstaben: Tet V65-71 und Yod V72-80. Mehr zu den hebräischen Alphabet?(-< klicken).

Schriftteil und Anstöße zur Lesung

Lesung: 1. Samuel 21 (klicken)

Notlügen in tiefster Demut

David hat scheinbar ein gutes Verhältnis zur Priesterschaft gehabt, denn er flieht zum zentralen priesterlichen Heiligtum nach Nob, ca. 4km Nordost von Jerusalem. Dort dient der Enkel von Eli. David, in aller Eile aufgebrochen, hat weder Verpflegung noch Waffen mitgenommen und erwartet vom Priester Abimelech Unterstützung. David belügt nicht nur diesen, um sich zu schützen, sondern auch später den König Achis von Gat. Hier wird er sowohl mit geweihtem Brot (Lev 24,5-9) versorgt, als auch mit dem Goliath-Schwert ausgerüstet (K. 17,50ff). Es scheint schon sarkastisch, dass der Bezwinger der Philister und des Goliaths sich nun mit dessen Schwert in eine Philister-Stadt begibt und dort Zuflucht sucht. Er wird dort sogar als König des Landes bezeichnet, obwohl die Philister bis dahin noch nichts von dem Bruch mit Saul erfahren hatten. David ist als angehender König in höchster Todesnot, er erkennt dies und stellt sich als Wahnsinniger und Verrückter dar. Welch eine Erniedrigung am tiefsten Punkt seines Lebens. „Wer sich selbst erniedrigt, der soll erhöht werden.“ David ist sich nicht zu schade, sich als Wahnsinniger darzustellen und rettet dadurch sein Leben.

Da man glaubte, dass von Verrückten und Besessenen Dämonen ausgehen und die Gefahr des Übertragens auf andere Menschen geschehen könnte, ließ man diesen „Verrückten“ einfach ziehen. Gott bewahrt so durch diese Fügungen und Umstände.

Darf man denn lügen, wird an dieser Stelle oft gefragt? Eine theologischen Antwort lautet so: Wenn die direkte Wahrheit dem Heilsplan Gottes im Wege steht, wie hier z.B. die Salbung zum Königtum vereitelt werden könnte, dann dient sowohl Davids wie auch seiner Frau Michals Lüge dazu, dass der Gesalbte nicht getötet wird und Gottes Plan unvereitelt seine Erfüllung findet. Gott befiehlt nicht Samuel den neuen König zu salben, nur dass er kurze Zeit später doch umkommt. Notlüge kann in bestimmten Fällen für den Heilsplan Gottes und auch für den Bestand und Unversehrtheit der Kirche Christi notwendig sein.


Lesung– Lukas 15,15-32 (klicken)

Rückkehrfeste Gottes feiern nach geschenkter Buße

Jesu Zuwendung und Essensgemeinschaft, also die höchste Form der freundschaftlichen Beziehungen mit den Sündern und Zöllnern, steht unter Gottes Wohlgefallen. Gott stimmt mit dem überein, was Jesus tut. Gerade darin zeigt sich Gottes Liebe, der diese Verlorenen und Fernen sucht und mit ihnen in Beziehung treten will..

Gott ist barmherzig auch gegen undankbare und böse nichtreligiöse Menschen. Gottes Gnade zeigt sich gerade darin, dass er keine Vorleistung von jenen erwartet. Denn das in der Wüste umherirrende Schaf weiß sebst nichts über seine Verlorenheit, um dann Buße zu tun und umzukehren. Auch der verlorene Silbergroschen ist sich nicht dessen bewusst. Bereits die Abschnitte zuvor (V. 1-10) sollen uns anzeigen, dass das Suchen Gottes mit der gewirkten Buße ein Geschenk Gottes ist. Beides ist eine Vorleistung Gottes.

Notlügen immer erlaubt?
Rückkehrfeste nach Sinnesänderung

Was wird uns heute im dritten Gleichnis aufgezeigt? Beim Verlorene Sohn geschieht das Suchen und Finden so, dass dieser mitten im größten Dreck und Schlamassel in der Gottesferne zur Sinnesänderung kommt. Er schlägt plötzlich an sein Herz und sagt: Ich will umkehren und mich zurück zum Vaterhaus kehren. Doch diese Entscheidung ist eine von Gott gewirkte und g e s c h e n k t e Buße im Herzen des Verirrten. Erst nach diesem Geschenk der inneren Sinnesänderung kann er aus der miesen, verlogenen Freundschaft dieser Welt zurückkehren – zurück in die wahre Freundschaft und Gemeinschaft mit Gott. Mit geschenktem Ring, Schuhen und neuem Gewand kann er am freudigen Rückkehrfest des Vaters teilnehmen.

Auch wir sind aufgefordert, uns wie Jesus in neue Beziehungen zu nichtreligiösen Menschen zu begeben, diese Kontakte zu ihnen vertrauensvoll aufzubauen und uns selbst bei ihnen einzuladen oder uns von ihnen einladen lassen. Auf diese Weise beginnt unser Mitsuchen mit Gott. Das ist unsere Mission. Und wir erwarten, dass er zur rechten Zeit vielen verlorenen Schafen die Sinnesänderung schenkt.

Abschlussgebet

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Morgendliches Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all’ unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.

Oder

Abendliches Gebet um Frieden

O Gott, von Dir kommt alles heilige Verlangen, jeder gute Rat und jede gerechte Tat. Gib uns, Deinen Dienern, den Frieden, den die Welt nicht geben kann, damit unsere Herzen willig sind, Deinen Geboten zu folgen. Befreie uns von der Furcht vor unseren Feinden, damit wir unsere Tage in Ruhe und Frieden verleben können. Durch die Verdienste unseres Heilandes Jesus Christus. Amen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen:

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

23. November – Hauskirche

Hervorgehoben


Familien- oder Hausandacht – Morgen und Abend

Hinweis zur Kurzfassung – Das Allgemeine Gebetbuch – deutsch

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Nachfolgend eine Kurzauslegung zur Unterstützung der häuslichen Andacht und Pflege des geistlichen Lebens nach anglikanischer Tradition.

Die Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Gebet – Psalm 119,49-64 (klicken)

Die Psalmabschnitte heute betreffen die hebräischen Buchstaben: Zayin V49-56 und Het V57-64. Mehr zu den hebräischen Alphabet?(-< klicken).


Schriftteil und Anstöße zur Lesung

Lesung: 1. Samuel 20 (klicken)

Auf der Flucht, aber mit Gott auf dem Weg.

Schon nach kurzer Zeit, trotz Heirat einer Tochter Sauls, ändert sich die Position Davids im Königshaus von dem eines anerkannten Helden zu einem Gejagten und Flüchtenden. Bei wem sollte er in dieser Situation Rat und Hilfe suchen? Natürlich bei dem, dem er Loyalität fürs Leben versprochen hatte, seinem Herzensfreund Jonathan (1Sam 18,3-4). Zwischen diesen beiden geht es nicht nur um eine großartige Freundschaft, sondern um ein festes Lebensbündnis. Es geht darum, einander immer treu zu bleiben und sich weiterhin gegenseitig zu schützen, egal welcher von den beiden einmal König wird. Der Bund (V8), der von ihnen zuvor miteinander und vor dem HERRN geschlossen wurde, ist ein gegenseitiger Bund der Barmherzigkeit, um sich gegenseitig und ihre Familien zu schützen. David löst sich aber ab diesem Zeitpunkt für immer vom Königshaus und geht seinen eigenen Weg. Damit kappt er alle verwandtschaftlichen und militärischen Beziehungen zu Saul. Für diesen Schritt erhält er auch die Unterstützung seiner Frau Michal (K. 19,12+13). David ist schuldlos an dieser Trennung. Von diesem Zeitpunkt an ist die Zukunft seines Königtums unsicher und sehr gefährlich. Das Königtum ist gegen ihn, nur seine Frau, Jonathan und Gott stehen auf seiner Seite.

Solche aussichtslosen Situationen gibt es immer wieder im Leben von Menschen, die Gott berufen hat. Aber sie und wir dürfen wissen, dass wir dann einen sicheren Felsen kennen und auf einem nicht erschütterbaren Fundament stehen könne. Auch wir können dann mit Paul Gerhardt singen: Ist Gott für mich, so trete gleich alles hinter mich.


Lesung – Lukas 15,1-10 (klicken)

Mit suchen, mit sammeln, mitfreuen – durch positive Theologen.

Wieder einmal entsteht Theologengezänk in Jerusalem. Jesus rechtfertigt sich mit zwei Gleichnissen, warum er sich gerade mit Sündern trifft, die dem Willen Gottes gegenüber Ungehorsam sind,.

Im ersten Gleichnis geht es um die Ausdauer des Suchens um die Sünder zu finden.

Im zweiten kommt es auf Genauigkeit und Sorgfalt beim Suchen eines Schmuckstücks an. In beiden Fällen aber handelt es sich dann um den wiedergefundenen Besitz.

Beim nachfolgenden Gleichnis steigert sich der Wert zum menschlichen Leben hin. In allen Fällen wird jedoch die Freude über Auffindung, Heimholung und Umkehr (Buße) im Himmel ausgedrückt. Diese Freude, anstatt Murren und Kritik, sollte auch bei den Vertretern der Theologie zu finden sein. Gerade sie sollten ihre Erkenntnis zum Suchen der Verlorenen einbringen.

Tragen auch wir die Gesinnung Jesu im Herzen, den verlorenen Besitz Gottes, die verlorenen Schafe Christi zu suchen, zu finden und sie mit Freude in den Schafstall der Kirche zurückzubringen? Wenn das geschieht, sollten auch wir unsere Mitchristen zur Mitfreude und Mitsammeln anstecken und ermutigen.

Abschlussgebet

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Morgendliches Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all’ unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.

Oder

Abendliches Gebet um Frieden

O Gott, von Dir kommt alles heilige Verlangen, jeder gute Rat und jede gerechte Tat. Gib uns, Deinen Dienern, den Frieden, den die Welt nicht geben kann, damit unsere Herzen willig sind, Deinen Geboten zu folgen. Befreie uns von der Furcht vor unseren Feinden, damit wir unsere Tage in Ruhe und Frieden verleben können. Durch die Verdienste unseres Heilandes Jesus Christus. Amen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen:

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

21. November – Hauskirche

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Familien- oder Hausandacht – Morgen und Abend

Hinweis zur Kurzfassung – Das Allgemeine Gebetbuch – deutsch

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Nachfolgend eine Kurzauslegung zur Unterstützung der häuslichen Andacht und Pflege des geistlichen Lebens nach anglikanischer Tradition.

Die Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Gebet – Psalm 119,17-32 (klicken)

Die Psalmabschnitte beginnen immer mit dem gleichen hebräischen ABC. Die Buchstaben heute: Gimmel V17-21; Daleth V25-32. Mehr zu den hebräischen Alphabet?(-< klicken).

Schriftteil und Anstöße zur Lesung

Lesung: 1. Samuel 18 (klicken)

Davids Machtzuwachs und Sauls Machtverlust

  1. Der leiblicher Thronfolger übergibt David vorausschauend symbolhaft die Insignien der Macht.

Nach dem Sieg Davids über Goliath öffnet Gott langsam die Tür zum späteren Königtum. Zuerst entsteht ein Bund mit Jonathan, dem Sohn des amtierenden Königs. Damit wurden die Herzen zweier junger Männer verbunden, die sich liebten und diese wertvolle Freundschaft mit einem Siegel bestätigten.

Eine innere Motivation und Bedeutung bedarf immer ein äußeres Zeichen. Wie Vertrag eine Unterschrift benötigt, so eine Beziehung ein handfestes Zeichen. Deshalb übergibt Jonathan David seinen Mantel (Zeichen der Autorität) und seine Rüstung mit Gürtel, Bogen und Schwert (als Zeichen der Heerführung).

Erinnern wir uns auch an die verschiedenen Bünde Gottes. Z.B. mit Noah (der Regenbogen), mit Abraham (die Beschneidung), beim AT Gesetzesbund (der Sabbath) und im NT Gnadenbund (das Sakrament: Brot und Wein). Bünde Gottes werden immer begleitet durch Verpflichtungen, Segen bei Einhaltung und Strafe beim Brechen des Bundes. Dieses Prinzip trifft auch auf David und Jonathan zu.

2. Dann setzt die Frauenbewegung die öffentliche Anerkennung Davids durch Heldenlieder in Gang. Sie sangen: David hätte zehnfach die Feinde Israels besiegt, Saul dagegen nur einfach. Das erzürnte König Saul, weil David alles gut gelang, und jagte ihn alsbald aus dem Königspalast. Saul plante aber gleichzeitig, ihn hinterlistig in den Tod zu schicken oder durch Einheirat gefügig zu machen.

3. Durch die Liebe der Tochter Michal zu David wird auf natürliche Weise der Zugang zum Königtum eröffnet und dann sogar durch Zustimmung Sauls die Heirat ermöglicht. Damit ist er mit dem König verwandt.

4. Durch die beständigen Siege Davids als Heerführer über eine Tausendschaft wächst die Anerkennung bei den Ältesten und Einflussreichen des 12Stammesvolkes. Diese Anerkennung braucht er später zur Unterstützung seiner Macht.

Lernen wir von David. Wer sich als Gesalbter ganz auf den Herrn stützt, dem wird alles gelingen, genauso wie es Psalm 1,3 verheißt. Möchten auch wir als solche, die den Geist Christi erhalten haben, beständig über seinem Wort nachsinnen, den Herrn an unserer Seite haben, damit alles zu seiner Ehre gelingt. Wollen wir auch in Geduld und mit großem Mut darauf achten, auf welche Weise Gott die Türen zu seiner Zeit für uns und unseren Dienst in unserem Bereich öffnet und dann handeln.

Lesung– Lukas 13,1-17 (klicken)

Bedürftigen helfen ohne Vergeltung und Anerkennung?

V 1-11 – Jesus bewegt sich hier in der oberen Schicht der Pharisäer und Schriftgelehrten und provoziert sie am Sabbat mit der Heilung eines Wassersüchtigen. Dieser mag eine Herzschwäche, Leber- oder Nierenkrankheit gehabt haben. Heilen aber bedeutet arbeiten, und arbeiten darf man nicht am Sabbat, so ihre Meinung. Jesus aber begründet sein heilendes Handeln ihnen gegenüber einfach nur vom Tier- oder Naturrecht her. Denn, was man den eigenen Tieren an jedem Tag gewährt, nämlich ihnen Gutes zu tun, das darf man erst recht am Ruhetag an einem kranken Menschen tun. Also stellt er das Menschenrecht vor das Tierrecht. Gutes tun ist für alle an jedem Tag erlaubt.

https://arbeits-abc.de/anerkannte-mitarbeiter-sind-bessere-mitarbeiter/

V. 12-14 – Weiter ordnet Jesus die Rangordnung im bevorstehenden Gottesreich neu. Anerkennungs- und Prestigesucht sucht immer Wege, um nach oben zu kommen und im Blitzlicht zu stehen. Davor warnt schon Spr. 25,6-7, auf den die sich Jesus bezieht. Weiter bezieht er sich über das Verhalten beim Gutes-Tun, das vom Gottesreich her beeinflusst sein soll: Es sollen besonders die sozial Armen, Behinderten, Blinde und kranke Menschen im Blick behalten werden, denen man uneigennützig und nichtberechnend auf Lob oder Dank helfen sollte. Denn wenn wir uns um solche Menschen kümmern würden, dann werden wir im Himmel anerkannt und uns wird dort vergolten werden.

Abschlussgebet

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Morgendliches Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all’ unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.

Oder

Abendliches Gebet um Frieden

O Gott, von Dir kommt alles heilige Verlangen, jeder gute Rat und jede gerechte Tat. Gib uns, Deinen Dienern, den Frieden, den die Welt nicht geben kann, damit unsere Herzen willig sind, Deinen Geboten zu folgen. Befreie uns von der Furcht vor unseren Feinden, damit wir unsere Tage in Ruhe und Frieden verleben können. Durch die Verdienste unseres Heilandes Jesus Christus. Amen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen:

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

20. November – Hauskirche

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Familien- oder Hausandacht – Morgen und Abend

Hinweis zur Kurzfassung – Das Allgemeine Gebetbuch – deutsch

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Nachfolgend eine Kurzauslegung zur Unterstützung der häuslichen Andacht und Pflege des geistlichen Lebens nach anglikanischer Tradition.

Die Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.


Gebet – Psalm 119,1-16 (klicken)

Dieser Psalm des jüdischen und christlichen Gebetbuches ist der längst. Er betont wie Psalm 1 und 19 den Lobpreis auf die Weisung (Thora) Gottes. Er gründet sich auf die Anfangszeiten des Volkes Gottes (V 52) um und vor Mose als eine ewige Ordnung oder eine „Ordnungen der Urzeit“. Der Beter umkreist wie in Ps 1,2 beständig meditativ die Thora mit Synonymen wie Gesetz, Weisung, Gebot, Satzung, Ordnung, Weg, etc. Dabei geht es ihm nicht um eine gesetzliche, sondern lebendige Frömmigkeit mit Sitz im wirklichen Leben. Weil er aber selbst in diesem Leben so fest verankert ist und danach lebt, fühlt er sich oft wie ein Weinschlauch V 83, der über einem schwelenden Feuer hängt, äußerlich Dreck und Ruß ansetzt und den schmutzigen Umständen des Lebens ausgesetzt ist. Aber auch in den Zerreißproben seines Lebens vergisst er die Weisung Gottes nicht. Er selbst bleibt bei seiner festen Haltung zur Weisung Gottes im Leben, obwohl er hier Angriffen und Widerständen ausgesetzt ist. Trotzdem fährt mit seinen Lobpreis fort. Diese kunstvolle Form der Dichtung ist einzigartig und folgt jeweils mit acht Versabschnitten dem nächsten Buchstaben des hebräischen Alphabets. Es sind dichterische Gedanken, die ein Halbvers ausdrückt und durch den folgenden Halbvers (oft eingerückt in den Bibeln) mit anderen Worten (Synonymen) fortlaufend oder gegensätzlich ergänzt.

Beten Sie zusammen uns und dem Psalmbeter den wunderbaren Lobpreis Gottes.

Schriftteil und Anstöße zur Lesung

Lesung: 1. Samuel 17,31-38 (klicken)

Nur mit einer Schlinge, David war nicht bang (klick zum Lied)

Die Zurüstung Davids und Ausrüstung mit beschwerlicher Rüstung und Waffen, sowie sein Auftreten vor dem Riesen Goliath wird in dramatischer Weise hier beschrieben. Als erfahrener noch jugendlicher Kämpfer lehnt er jegliche damalige Ausrüstung und Kampfprinzipien ab. Er vertraut allein auf den himmlischen Heerführer sowie seine eigenen Talente und Kampferfahrungen. Er, der einen grimmigen Bären und wütenden Löwen getötet hatte, ist bereit, auch den unbeschnittenen und gotteslästernden Riesen zu töten. Bevor dieser lärmende Blechriese in Bewegung kam, lag dieser plötzlich an der Stirn unter dem Helm getroffen um. Der runde Kieselstein aus Davids Schleuder hatte ihm ein Loch in die Stirn geschossen.

Ja, der Krieg ist des Herrn V47 und die ganze furchtsame Gemeinde Israels stand dabei und erkannte, dass der Riese und die Feinde geschlagen wurden. Der neue, aber vom Volk noch unerkannte gesalbte Hirte, König inkognito, wird ein besonderer Kämpfer bleiben, aber vor allem wird er Hirte für das Volk Gottes sein.

Wollen wir uns durch die geistliche Kampfesweise Davids ermutigen lassen, auch gegen unsere gegenwärtigen „Riesen“ anzugehen. Gott hat jedem Christen Talente und Begabungen gegeben, jedoch jedem anders. Wir wissen aber, dass der jetzige Kampf, in dem wir stehen, dem Herrn gehört, er für uns kämpft. Diese Gewissheit gibt uns Frieden und Gelassenheit, im Vertrauen auf Ihn den uns verordnet Kampf zu kämpfen.


Lesung– Lukas 13,1-17 (klicken)

Eine schwierige Mission mit weltweitem Erfolg

Die beiden Gleichnisse zu Beginn sprechen über die Mission Jesus. Sie hat einen unscheinbaren Anfang, aber am Ende einen großen und überwältigenden Erfolg. Es werden am Ende neben den Erzvätern und Propheten Menschen aus der ganzen Welt in die Gemeinschaft und zum Tisch des Herrn zugelassen werden. Wer wird aber als „Erste“ hierzu eingeladen sein? Sicherlich diejenige, die heute schon zum Dienst bereit sind (Lukas 22,26-27). Der vorbildhafte Dienende in der Mission mit weltweitem Erfolg ist unser Herr selbst. Seine Mission muss aber durch Jerusalem und dort erst durch seinen Tod zu unserem Heil begründet werden. Das Samenkorn, was dort in die Erde gelegt wird, folgt also dem Schicksal vieler Propheten. Doch nach seiner Auferstehung und bei seiner zweiten Wiederkunft wird die Frucht der Mission weltweit sichtbar, und Christus wird dann freudig begrüßt und hoch gelobt werden. Sind wir solche, die als Dienende und Lobende dazugehören?

Abschlussgebet

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Morgendliches Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all’ unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.

Oder

Abendliches Gebet um Frieden

O Gott, von Dir kommt alles heilige Verlangen, jeder gute Rat und jede gerechte Tat. Gib uns, Deinen Dienern, den Frieden, den die Welt nicht geben kann, damit unsere Herzen willig sind, Deinen Geboten zu folgen. Befreie uns von der Furcht vor unseren Feinden, damit wir unsere Tage in Ruhe und Frieden verleben können. Durch die Verdienste unseres Heilandes Jesus Christus. Amen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen:

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

19. November – Hauskirche

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Familien- oder Hausandacht – Morgen und Abend

Hinweis zur Kurzfassung – Das Allgemeine Gebetbuch – deutsch

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Nachfolgend eine Kurzauslegung zur Unterstützung der häuslichen Andacht und Pflege des geistlichen Lebens nach der anglikanischen Tradition.

Die Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Gebet – Psalm 118,15-29 (klicken)

Schriftteil und Anstöße zur Lesung

Lesung: 1. Samuel 16 (klicken)

Wer ist denn dieser Hirtenjunge?

Er tritt scheinbar aus dem Nichts auf, ist Saul, dem Heerführer Abner und dem Kriegsvolk unbekannt. Eigentlich müsste ihn Saul aber als seinen musikalisch therapeutischen Seelenberuhiger kennen, der ihm bei Depressionen die Harfe spielte. Bekannt ist er bei diesem Auftritt eigentlich nur seinen drei Brüdern, die im Heer dienen, ihn aber dort beim kurzen „Feldbesuch“ als ihren kleinen Bruder, missachten, missverstehen und misstrauen. „Der Boshafte, Neugierige ist da!“ Bei dieser Art der Darstellung erinnern sich der Bibelkenner jedoch ohne Umschweife an die Josephsgeschichten in Deu/1Mo17, als Jakob seinen Lieblingssohn zu den Brüdern sandte, und von ihnen als „seht, da kommt der Träumer her“ bezeichnet und verachtet wurde. Wer er wirklich ist und was in ihm steckt, was er glaubt und wessen Geist ihn beseelt, wird sich dem Bibelleser besonders im nächsten Abschnitt des Kapitels offenbaren. Wenn wir aber David bis zu unserem Abschnitt V 30 begleiten, müssen wir erkennen, dass David immer wieder allen möglichen Leuten des Heeres und seiner Begleitung sehr viele Fragen stellt. Dies zeigt, dass er sich zuvor ein umfassendes Bild der Kampfsituation, der beiden Lager, über Kampfmoral, Gottvertrauen und Einschätzung seiner eigenen Fähigkeiten machte, bevor er auf den Plan tritt, entscheidet und zielgerecht kämpfen wird. Der von Gott verlassene König Saul ist hier ratlos, planlos und hoffnungslos, der aber hier inkognito erscheinende gottvertrauende Hirte und zukünftige Herrscher zeigt uns als Lektion genau das Gegenteil.

Wir stehen als Gläubige oft zwischen den Fronten der Welt, der Politik, der politischen Gemeinde unseres Ortes, aber auch persönlich in Auseinandersetzungen der christlichen Gemeinde und zwischen den Fronten der Verwandtschaft und Familie. Eine Reform des Umgangs miteinander bei der Lösungsuche bedarf es auf allen Seiten. Doch bevor man, wie die Brüder Davids schnellschüssige, pauschale und emotionale Beurteilungen abgibt, wäre ist sinnvoll, zuvor immer viele Fragen an die verschiedenen Player und Betroffenen zu stellen. Nur so besteht die Möglichkeit aus ihren Antworten zu einer umfassenden und realistischen Beurteilung für richtige Entscheidungen und folgende nachhaltige Aktionen zu treffen.


Lesung– Lukas 13,1-17 (klicken)

Textlesungen zum Buß- und Bettag: Neue Gelegenheit zukünftig Frucht bringen

Wenn in unserer unmittelbaren Nähe Unfälle geschehen oder sie uns in den neusten Nachrichten eindrücklich vor Augen gestellt werden, fragen wir uns da nicht, warum geschieht dies, auch gerade ihnen? Betrifft es diese Menschen, weil sie besondere Sünder sind? Oder sollten wir uns direkt fragen, ob die weltweite Corona-Epidemie nicht die Antwort Gottes ist, dass alle Menschen Sünder sind? Mit unserem Text können wir sagen, dass die kleinen Unfälle, aber auch die weltweite Epidemie, alle unter Gottes Urteil so fallen: Wir sind allzumal Sünder und mangeln des Ruhmes, den wir bei Gott haben sollten (Röm 3,23). Denn alle Sünder ohne Bekehrung und Erneuerung werden einst gerichtet werden und umkommen.

Sie werden aber doch vor Gott gerecht gesprochen und angenommen durch ihren Glauben an Christus und seine Heilstat am Kreuz. Gott wartet, wie hier durch die Pflege des unfruchtbaren Feigenbaumes angedeutet, mit langer Geduld darauf, dass endlich Frucht entsteht. Gott wartet oft geduldig auf Lebensveränderungen im Leben der Menschen, bei manchem geduldig Jahr um Jahr. So gibt ER vielen noch die Chance und die Gelegenheit, in Zukunft regelmäßig Frucht zu bringen. Jesus hat uns dieses Fruchtbringen selbst vorgelebt. Denn er kam, um allen Menschen auf allen Gebieten des Lebens Gutes zu tun, durch Zuspruch, durch Heilung und Totenauferweckung, sogar durch seinen Opferung am Kreuz, damit wir ewiges Leben erhalten.

Bringen auch wir Ihm als Zeichen der Erneuerung gute Früchte?

Abschlussgebet

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Morgendliches Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all’ unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.

Oder

Abendliches Gebet um Frieden

O Gott, von Dir kommt alles heilige Verlangen, jeder gute Rat und jede gerechte Tat. Gib uns, Deinen Dienern, den Frieden, den die Welt nicht geben kann, damit unsere Herzen willig sind, Deinen Geboten zu folgen. Befreie uns von der Furcht vor unseren Feinden, damit wir unsere Tage in Ruhe und Frieden verleben können. Durch die Verdienste unseres Heilandes Jesus Christus. Amen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen:

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

18. November – Hauskirche

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Familien- oder Hausandacht – Morgen und Abend

Hinweis zur Kurzfassung – Das Allgemeine Gebetbuch – deutsch

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Nachfolgend eine Kurzauslegung zur Unterstützung der häuslichen Andacht und Pflege des geistlichen Lebens nach der anglikanischen Tradition.

Die gesamte Jahreslesung hier zum Downloadhttp://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Gebet – Psalm 118,1-14 (klicken)


Schriftteil und Anstöße zur Lesung

Lesung: 1. Samuel 16 (klicken)

Der Geist des Herrn verlässt einen ungehorsamen Regenten und bevollmächtig den neu erwählten, bald königlich zu regieren.

Mit Kapitel 16 beginnt das zentrale Anliegen des Schreibers der 1. und 2. Samuelbücher. Alle Ereignisse bisher über Samuel und Saul sind eine Art Prolog für den Helden David. Dieser ist nach Mose eine der gewichtigen Hauptgestalten des Alten Testaments und ein Bild auf den kommenden König Jesus, der aus dem Geschlecht Davids stammten wird.

Obwohl Saul von Gott verworfen wurde hielt er an seiner Macht unnachgiebig fest bis zu dem Tag, als er im Kampf Selbstmord beging. Und obwohl keine friedliche Machtübergabe des teilweise dämonischen Herrschers Saul stattfand, lernte der heimlich mit Prophetenöl geweihte David viele Einblicke und Erfahrungen in für Leitung des Königtums. Er erlebte neben mutvollen Erfolgen oft Verzweiflung, Angst um sein Leben, Einsamkeit und seelischen Schmerz. Jahwe gebrauchte diese besonderen Lehr- und Wanderjahre des jungen, schönen und mutigen Hirtenjungen, um ihn zu formen, zu verändern, damit er mit aufrichtigem Charakter und Gottvertrauen zu gegebener Zeit als Gottes Regent auftreten könne.

Die Wahl des Königs geschieht hier vollkommen anders als heute. David wird im engen Kreis der Familie gesalbt. Nicht der Älteste und Größte, sondern der Jüngste und Geringste wird durch Gott erwählt. Es geschieht nicht aufgrund von Leistung und Fähigkeiten, sondern wegen Gottes Souveränität, Berufung und Gnade. Gleichzeitig mit der Salbung geht auch die Begabung durch den Geist Gottes einher. Diese Begabung ist nicht nur ein einmaliges Ereignis, sondern eine Kraft Gottes die ihn dann durch Höhen und Tiefen (auch die Sünde mit Bathseba), beim Harfenspiel und in Todesangst, immer wieder für die Aufgaben des Königtums befähigte. Gott hatte nicht das Königtum verworfen, sondern den König. Im Gegensatz zu Saul, von dem der Geist Gottes wegen Ungehorsam entfloh, kam der Geist Gottes auf David und blieb auf ihm lebenslang.

Auch heute noch beruft Gott Menschen für einen königlichen Dienst im Reich Gottes. Die Vorbereitungszeit bis zum Beginn mag sich länger hinziehen, auch durch viele Schwierigkeiten und Prüfungsphasen hindurchgehen. Gott ruft uns zu: Habt Geduld, habt Hoffnung. Denn die Liebe Gottes ist ausgegossen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben ist. Hoffnung lässt nicht zuschanden werden. Gottes „Lehr- und Wanderjahre“ dienen dazu, unseren Charakter zu formen, um dann zur rechten Zeit von Gott eingesetzt zu werden.


Lesung– Lukas 12,49-59 (klicken)

Die gegenwärtige Zeit recht beurteilen und sich entscheiden.

Die Jünger lernen von Jesus, dass die Nachfolge Jesu Entzweiung und Trennung bis in die eigene Familie hinein mit sich bringt. Zuerst beginnt das Gericht mit der Todestaufe, die Jesus selber zuvor erleiden muss. Die völlige Wahrheit polarisiert und führt letztendlich den, der spricht – „Ich bin die Wahrheit“ – zur Kreuzigung.

Mit dem ersten Kommen Jesu ist vorerst nicht der Beginn einer Friedenszeit gemeint, sondern ein vorweggehende Trennungs- und Entscheidungszeit. Diese Entscheidungszeit zieht sich bis in unsere jetzige Endzeit hinein.

Als Christen werden wir aufgefordert immer wieder Entscheidungen um Jesu willen, um des Evangeliums und der Ethik des Evangeliums willen zu treffen. So wie politische Polarisierung eine Nation bis in die Familien hinein spalten kann, so geschieht dies auch, wenn Menschen in die Nachfolge Jesu treten und dort bleiben. Radikale Nachfolge Jesu trennt auch heute noch, wenn man sich pro oder kontra Jesu stellt, sowohl in der eigenen Familie als auch darüber hinaus. Friedliche Toleranz um die Wahrheit in Christus wird es nicht geben. Wir leben heute in einer endzeitlichen Entscheidungszeit. Viele wollen aber die deutlichen Zeichen der Zeit nicht erkennen und daraus ihre Konsequenzen ziehen, nämlich umzukehren und dem jetzt begonnen und zukünftigen Gericht zu entgehen. Doch das göttliche Feuer wird sein Volk läutern und es wird sich zu ihm bekennen und Gott zu ihm( Sacharia 13,9).


Abschlussgebet

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Morgendliches Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all’ unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.

Oder

Abendliches Gebet um Frieden

O Gott, von Dir kommt alles heilige Verlangen, jeder gute Rat und jede gerechte Tat. Gib uns, Deinen Dienern, den Frieden, den die Welt nicht geben kann, damit unsere Herzen willig sind, Deinen Geboten zu folgen. Befreie uns von der Furcht vor unseren Feinden, damit wir unsere Tage in Ruhe und Frieden verleben können. Durch die Verdienste unseres Heilandes Jesus Christus. Amen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen:

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.


Extra: Bonhoeffer – Der Ruf in die Nachfolge

https://www.evangelischer-glaube.de/bonhoeffer-nachfolge/bonhoeffer-der-ruf-in-die-nachfolge/

17. November – Hauskirche

Hervorgehoben


Familien- oder Hausandacht – Morgen und Abend

Hinweis zur Kurzfassung – Das Allgemeine Gebetbuch – deutsch

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Nachfolgend eine Kurzauslegung zur Unterstützung der häuslichen Andacht und Pflege des geistlichen Lebens nach der anglikanischen Tradition.

Die gesamte Jahreslesung hier zum Downloadhttp://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Gebet – Psalm 116-117 (klicken)


Schriftteil und Anstöße zur Lesung

Lesung: 1. Samuel 15 (klicken)

Wohin führt Opfern ohne Gehorsam?

Saul zieht mit einem großen Heer in den Krieg gegen den Erzfeind Amalek, der schon zur Zeit Moses gegen das Volk Gottes gekämpft hatte. Es geht hier um keinen Eroberungskrieg, bei dem Beute für persönlichen Nutzen gemacht werden darf, sondern um endgültige Vernichtung des altbösen Feindes. Es ist ein Bild, das für alle Zeiten dem Volk Gottes vor Augen gemalt wird, bis heute. Gott beauftragte durch Samuel, diesen Feldzug zu unternehmen und alles zu vernichten.

Der Feind wird dann auch geschlagen, aber sein Repräsentant König Agag am Leben gelassen. Die 210.000 Kämpfer machten reiche Beute und ließen die wertvollsten Tiere am Leben. Angeblich, um sie später zu opfern. Saul lässt sie gewähren.

Als Samuel eintrifft, muss Saul die niederschmetternden Worte seiner Verwerfung anhören. Warum hast du der Stimme des Herrn nicht gehorcht? Gehorsam ist besser als Opfer. Deshalb hat er dich verworfen, dass du nicht König seist. Wir finden hier eine vorgetäuschte fromme eigenmächtige Aktion bei Saul, auch verlogen und in der Art Evas präsentiert: Die herrliche Frucht war schuld, die Schlange war schuld, die Frucht war so verlockend. Saul dagegen entschuldigt: das Volk war schuld, weil es Beute machen wollte, Samuel, weil er erst so spät eintraf, die Philister und ihre wunderschön anzuschauenden Tiere, die man opfern (und danach natürlich auch essen würde). Saul führte nicht aus ganzem Herzen die Befehle Gottes aus. Doch Ungehorsam gegen den Willen Gottes ist wie Zaubereisünde und Götzendienst (V 23).

So wie Sauls Erwählung ohne Zeugen geschah, so geschieht auch unbeachtet seine Verwerfung als König. Und obwohl sich die Wege beider von hier aus für immer trennten, betete der Prophet Samuel bis zum Ende für den verworfenen König, der kein Mann nach dem Herzen Gottes war.

Gehorsam und Opfer gehören immer zusammen. Doch nur eigenmächtige fromme Opfer oder Handlungen als Fassade oder Entschuldigung darzustellen, ist nichts anderes als Heuchelei und ein Schleier der Lüge. Gott möchte unseren ganzen Gehorsam gegenüber seinem Willen haben, aber auch die neutestamentlichen Opfer der Lippen und eines ehrwürdigen und feierlichen Gottesdienstes. Wenn beides zutrifft können wir Menschen nach dem Herzen Gottes sein und Königskinder bleiben.


Lesung– Lukas 12,35-48 (klicken)

Als gute Verwalter bis Christi Wiederkunft dienen.

Weil Jesus das Vorbild allen Dienstes ist, gilt die Frage des Petrus nicht denen draußen, sondern zuerst den Aposteln und Jüngern selbst. „Christus wird sich gürten, sie am Tisch Platz nehmen lassen und sie der Reihe nach bedienen“ (Vers 37). Es geht darum, dass während der Abwesenheit des Herrn bis zu seiner Rückkehr (vom Vater), der Haushalter Gottes mit eifriger Versorgung der Menschen im Haushalt des Herrn beschäftigt sein soll. Er soll in der Abwesenheit die Familie Gottes regelmäßig mit der wesentlichen Nahrung speisen, ihnen die entsprechende Tagesration austeilen.

Dies Wort gilt natürlich zuerst einmal den Hirten der Gemeinde und Gesamtkirche Gottes. Teilen diese die geistliche Nahrung des Wortes Gottes und der Sakramente Tag für Tag aus? Oder ist es ein humanistisches, politisches oder von Tagesthemen bestimmtes „Evangelium“? Die Schrift sagt: Denn der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von jeglichem Wort, das aus dem Munde Gottes geht. Dies Wort auszuteilen ist aber die Hauptaufgabe der treuen Verwalter Christi hier auf Erden. Die Apostel erkennen nach Jesu Himmelfahrt ihr Versagen in Apg. 6. Sie kümmerten sich um alle möglichen wichtigen Alltagsdinge der Menschen, aber nicht um ihren eigentlichen Auftrag: Sie hatten das Austeilen des Wortes Gottes vernachlässigt V2. Deshalb ordneten sie ihren Auftrag neu: Wir aber wollen ganz beim Gebet und beim Dienst des Wortes bleiben V4.

Weiter gilt dies Wort auch für die Gemeinde im Kleinen. Der Hausvater oder die Hausmutter sollen gute Verwalter mit dem Wort Gottes für alle sein, die im Haushalt leben. Sie sollen wie bereits in 5. Mose 6,6+7 erwähnt, täglich diese mit Worten aus der Schrift versorgen und prägen: Du sollst diese Worte deinen Kindern einprägen und davon reden, wenn du in Deinem Hause sitzt oder unterwegs bist, wenn du dich niederlegst oder aufstehst.

Beten wir für viele treue und kluge Haushalter und lasst uns selber solche sein.


Abschlussgebet

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Morgendliches Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all’ unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.

Oder

Abendliches Gebet um Frieden

O Gott, von Dir kommt alles heilige Verlangen, jeder gute Rat und jede gerechte Tat. Gib uns, Deinen Dienern, den Frieden, den die Welt nicht geben kann, damit unsere Herzen willig sind, Deinen Geboten zu folgen. Befreie uns von der Furcht vor unseren Feinden, damit wir unsere Tage in Ruhe und Frieden verleben können. Durch die Verdienste unseres Heilandes Jesus Christus. Amen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen:

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

15.11. Sonntag – Weltgericht

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Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.


Gebet – Psalm 143 (klicken)

DAS GROßE GLAUBENSBEKENNTNIS – Nicänum

Wir glauben an den einen Gott, den Vater, den Allmächtigen,  der alles geschaffen hat,  Himmel und Erde,  die sichtbare und die unsichtbare Welt.

Und an den einen Herrn Jesus Christus, Gottes eingeborenen Sohn, aus dem Vater geboren vor aller Zeit: Gott von Gott, Licht von Licht, wahrer Gott vom wahren Gott, gezeugt, nicht geschaffen, eines Wesens mit dem Vater; durch ihn ist alles geschaffen. Für uns Menschen und zu unserem Heil ist er vom Himmel gekommen, hat Fleisch angenommen durch den Heiligen Geist von der Jungfrau Maria und ist Mensch geworden.

Er wurde für uns gekreuzigt unter Pontius Pilatus, hat gelitten und ist begraben worden, ist am dritten Tage auferstanden nach der Schrift und aufgefahren in den Himmel. Er sitzt zur Rechten des Vaters und wird wiederkommen in Herrlichkeit, zu richten die Lebenden und die Toten; seiner Herrschaft wird kein Ende sein.

Wir glauben an den Heiligen Geist, der Herr ist und lebendig macht, der aus dem Vater und dem Sohn hervorgeht, der mit dem Vater und dem Sohn angebetet und verherrlicht wird, der gesprochen hat durch die Propheten, und die eine, heilige, allgemeine/katholische und apostolische Kirche. Wir bekennen die eine Taufe zur Vergebung der Sünden. Wir erwarten die Auferstehung der Toten und das Leben der kommenden Welt. Amen.


Predigt zum vorletzter Sonntag im Kirchenjahr

https://creativecommons.org/

Matthäus 25,31-36 – Weltgericht (zum Lesen klicken)

Heute am 2. Sonntag vor dem 1. Advent findet wieder in eine Gedenkfeier im Deutschen Bundestag statt. Sie steht in diesem Jahr im Zeichen der deutsch-britischen Freundschaft 75 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges. In der Feierstunde wird der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft gedacht. Außerdem wird der Einsatz der Alliierten bei der Befreiung Europas von der nationalsozialistischen Herrschaft, beim Wiederaufbau und bei der Wiedervereinigung Deutschlands vor 30 Jahren gewürdigt.

Diesmal hält Prinz Charles als Mitglied der britischen Königsfamilie zum ersten Mal die Gedenkrede am Volkstrauertag.

Obwohl dieser Tag an sich kein kirchlicher Gedenktag ist, sollten auch wir der vielen sinnlosen Toten gedenken, wissend dass Gott im Endgericht besonders die Verantwortlichen dieser Ungerechtigkeiten einst richten wird.

Mit dem Tode ist nicht alles aus. Alle sind verantwortlich dafür, wie und mit welchem Ziel sie ihr gegenwärtiges Leben gestaltet haben. Auch Nero und Hitler, Merkel, Putin, Biden, Trump, Papst Franzsikus oder Ratspräsident der EKD. Nun aber zu uns, der Gemeinde Christi selbst.

Das Thema des heutigen Sonntags beschäftigt sich mit dem Endgericht. Nachdem Jesus seinen Jüngern sagte, dass von dem herrlichen Tempelgebäude kein Stein auf dem andern bleiben wird, sollen auch wir Verantwortung und Treue in der Zwischenzeit bis zu Jesu Rückkehr zeigen. Dann spricht unser Text vom Weltgericht. Dies ist das gleiche Ereignis wie Offb. 20, 11-13, wo Bücher aufgetan wurden und die Toten nach ihren Werken gerichtet werden. Bereits der Prophet Daniel spricht davon dort in 7,13-14, dass einer wie eines Menschen Sohn zu dem kam, der uralt war, und von Ihm Macht zum Herrschen erhielt.

In Apostelgeschichte 17, 31 hören wir, dass Gott den Erdkreis richten will mit Gerechtigkeit durch einen Mann. Dieser ist Jesus Christus. Allen hat er angeboten durch den Glauben an ihn, diesem Gericht zu entgehen, dass über Himmel und Hölle entscheidet.

In Hes. 34,17 beschreibt der Prophet die beiden Gruppen, die einst gerichtet werden als: Ich will richten zwischen Schaf und Schaf und Widdern und Böcken. Unser Text spricht auch von Schafen und Böcken. Gewöhnlich wurden Schafe und Ziegen tagsüber zusammen geweidet, doch nachts getrennt. Wenn es zur Nacht dieser Welt und zum Ende kommt, geschieht das Gleiche: In diesem Nachtgericht werden die Ziegenböcke, die eigenwilligen, problematischen und bösartigen Wesen auf die linke Seite zur Endverurteilung gestellt, die Schafe aber, die wertvolleren, die zur wirklichen Herde Gottes gehören, zur Rechten. Schafe stehen hier für Christen, die an Christus glauben, die Erwählte für die Herde Gottes sind. Sie sollen das Königreich und den Himmel ererben. Ungläubige aber sind nach der Schrift für den feurigen Pfuhl und die ewige Verdammnis vorgesehen.

Aus welchem Grund werden sie aber voneinander geschieden? Wegen ihres ethischen Handelns, wegen ihres moralischen Lebens, weil sie Liebestaten getan oder unterlassen haben. V 35 + 36. Was ihr einem meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.

Im AT wurden die nichtjüdischen Völker danach gerichtet, wie sie sich dem jüdischen Volk gegenüber verhielten. Hier aber wird dieses Prinzip nicht angewendet. Wenn hier steht, dass V 32 der Menschensohn alle Völker richten wird, dann nicht deshalb, wie sie heute zu Israel stehen, sondern hier ist gemeint, dass alle Völker der Welt und Menschen gleich geachtet und unparteiisch von Christus gerichtet werden.

Im NT ist das Kriterium in Bezug zu „meinen Brüder“ anders: Jesus macht In Mt 12,50 deutlich, wer seine Brüder sind: Denn wer den Willen meines Vaters im Himmel tut, der ist mir Bruder und Schwester und Mutter.

Das Kriterium heißt jetzt: Wie diese Menschen im Leben gehandelt haben. Haben sie sie den Willen Gottes getan? Dieser Wille wird hier mit teilweise alttestamentlicher Ethik beschrieben: Fremde aufnehmen, sie tränken, speisen und kleiden. Dann aber folgt der NT Aspekt: Denn in dieser Zeit werden Christen ins Gefängnis geworfen. Auch dort sollen sie besucht und gepflegt werden. Im NT liegt die Betonung nun auf: Umherreisende Christen zu beherbergen. „Und gerade der Bischof soll doch auch gastfrei sein“. Wenn Christen in eine Stadt gehen und dort um Jesu willen aufgenommen werden, dann haben die christlichen Gastgeber eigentlich Jesus selbst aufgenommen. Sie haben wie im AT Engel, die Boten Gottes, beherbergt. Denn, wer Bruder und Schwester in Christus ist, und andere Glaubensgenossen aufnimmt, der nimmt doch Jesus Christus selbst auf. Dem sagt die Schrift: Christus ist ihm so begegnet.

Diese Menschen, die zum Schafstall Gottes gehören, sind bereits durch den Glauben Christen. Sie bringen selbstverständlich Liebestaten, ohne nach einer Belohnung oder Lob zu schauen. Solche Taten entstehen selbstverständlich in der Nachfolge zu Christus und sind in Wirklichkeit aus Liebe zu Ihm getan.

Wie sieht da unsere Einstellung und Praxis aus? Wie gehen wir mit Christen, Brüder und Schwestern um? Pflegen und helfen wir ihnen, machen ein Bett frei zur Übernachtung? oder nörgeln wir, reden Negatives und machen ihnen das Leben noch schwerer?

Wohlgemerkt. Das Reich Gottes wird ererbt, es wird geschenkt und angenommen, es wird ohne Verdienst zugesprochen. Es kann nicht durch sozialen Dienst und menschlichem Einsatz erarbeitet werden. Es gehört den bereits vor Grundlegung der Welt Erwählten. Diese sind die Gesegneten. Es gehört den Schafen, die Christus folgen, nicht den eigensinnigen Ziegenböcken. Jene aber werden für ewig verdammt werden. Bist du Schaf oder meckernder Ziegenbock?

Wissen wir auch als Christen um ein Endgericht? Ja, wir wissen darum! Und weil wir dies tun, suchen wir zuerst Gutes zu tun an unseren Glaubensgenossen, den christlichen Brüdern und Schwestern. Behandelst du sie so, als würdest du Jesus selbst bedienen? Denn, wenn er das Haupt ist, dann gehören diese Glieder zu Christus, dann begegnet uns Christus im Bruder, in der Schwester. Wenn dies aber so ist, dann wird er zu dir sagen: Komm her, du Gesegnete(r) meines Vaters, ererbe das himmlische Reich.

Wenn du aber in deinem gesamten Christenleben nichts Gutes an den Gläubigen tust, dann bist du eine Zicke, ein launischer, eigenwilliger und bösartiger Ziegenbock, dessen Platz einst in der ewigen Verdammnis bestimmt ist.

Deshalb: Gebrauche jetzt – im Wissen um das Weltgericht – die gegenwärtige Zeit und handle in Liebe an deinen christlichen Geschwistern bis ER wiederkommt.

Denn er kommt: Und viele, die unter der Erde schlafen liegen, werden aufwachen, die einen zum ewigen Leben, die andern zu ewiger Schande. Amen.

Abschlussgebet

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Morgendliches Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all’ unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.

Oder

Abendliches Gebet um Frieden

O Gott, von Dir kommt alles heilige Verlangen, jeder gute Rat und jede gerechte Tat. Gib uns, Deinen Dienern, den Frieden, den die Welt nicht geben kann, damit unsere Herzen willig sind, Deinen Geboten zu folgen. Befreie uns von der Furcht vor unseren Feinden, damit wir unsere Tage in Ruhe und Frieden verleben können. Durch die Verdienste unseres Heilandes Jesus Christus. Amen.

Segen – 2. Kor 13,13

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

14. November – Hauskirche

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Familien- oder Hausandacht – Morgen und Abend

Hinweis zur Kurzfassung – Das Allgemeine Gebetbuch – deutsch

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Nachfolgend eine Kurzauslegung zur Unterstützung der häuslichen Andacht und Pflege des geistlichen Lebens nach der anglikanischen Tradition.

Die Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Gebet – Psalm 112 (klicken)

Schriftteil und Anstöße zur Lesung

Lesung: 1. Samuel 12 (klicken)

Ein Mann nach dem Herzen Gottes?

Die Zeit des Königtums beginnt schon ungewiss. Nicht einmal alle Bibelübersetzung sind sich einig, wie alte Saul zu diesem Zeitpunkt war: 1 oder 2 Jahre als Herrscher oder sogar 30 oder 50 Jahre an Jahren. Wichtig scheint, dass die Königsdynastie ab hier aufgezeichnet werden soll. Aber gleich zu Beginn wird das Thema eines Königs nach dem Herzen Gottes (V14) aufgegriffen, ein Mann, der später erst gefunden wird, und doch erst im NT in seiner Größe auftritt.

Ist Saul ein Mann nach dem Herzen Gottes? Das Volk wollte einen König. Gott gewährte schließlich diese Bitte, aber, dass es durch diese Entscheidung eine Lektion erhalten sollte. Ihr mehr militärischer König entwickelte sich zu einem Herrscher, der nicht warten konnte, der bei wichtigen Entscheidungen nicht auf Gottes Befehl durch den Propheten achtete. Als ihm die Felle wegzuschwimmen schienen, das Militär aus Mangel an Waffen und Demotivation desertierte, da entschied er selbst aus hohlem Bauch heraus. Als Nichtpriester opferte er, um so Gott gnädig zu stimmen oder ihn hinter seine Aktion zu bringen, seine Eigeninitiative zu sanktionieren. Das ist eigentlich nichts anderes als Zauberei., nämlich der Glaube an übernatürliche Kräfte, damit zu beeinflussen und sie zu gebrauchen, ein Ziel oder eine Aktion zu ermöglichen. Das geschieht hier durch Saul, der durch eine religiöse Handlung, durch ein Opfer, dass er unrechtmäßig darbringt. Saul will scheinbar Gott zum Handlanger seiner eigenen Königsherrschaft machen. Er missachtet das kürzlich verkündigte prophetische Königsgesetz, auf Gott durch das Gesetz und den Propheten zu hören.

Samuel erscheint hier wahrscheinlich erst gegen Ende des letzten Tages. Doch Saul konnte nicht warten. Deshalb konfrontiert Samuel den König, nennt seine Opferung eine törichte anmaßende Handlung und verwirft sein zukünftiges Königtum mit der Aussage: Der Herr hat sich einen (neuen) Mann gesucht nach dem Herzen Gottes (V 14). Damit trennt sich der Prophet von diesem Zeitpunkt an von Saul, der nicht mehr ein Mann nach dem Herzen Gottes ist, und zwar für immer. Fortan hören wir immer wieder diese Prinzip: Jer. 25,4: Und der HERR hat zu euch immer wieder alle seine Knechte, die Propheten, gesandt; aber ihr habt nicht gehört noch eure Ohren geneigt, mir zu gehorchen.

Von hier an ist die Heilsgeschichte des Alten Testaments auf der Suche nach dem geeigneten Mann nach dem Herzen Gottes, der gehorcht und den Willen Gottes tut. Es werden uns nun viele Männer und Könige des AT vorgestellt bis hinein in das Neue Testament. Wir sind gespannt, wohin und zu welcher Schlüsselperson uns dieser rote Faden noch führt.

Eine Lektion können wir aber mitnehmen. Wer auf Gott vertraut, braucht sich nicht zu fürchten, auch nicht in Zeitnot und Ungeduld geraten. Schon zu Moses Zeiten galt: Ex/2Mo 14,14: Der Herr wird für euch streiten und ihr werdet stille sein. Wollen wir besonders vor wichtigen Entscheidungen uns Zeit für die Stille nehmen, auch geduldig warten, und dass wir den Zeitpunkt doch erkennen mögen, dass Gott für uns kämpfen will.

Auch wollen wir nicht durch unsere vermeintlichen frommen Übungen Gott herausfordern, unsere eigensüchtigen Vorhaben oder seelischen Wünsche zu erfüllen.


Lesung– Lukas 11,29-36 (klicken)

Was drinnen ist nach draußen geben – durch die Gemeinde

Hier in diesem Abschnitt treffen zwei Gegenbilder aufeinander. Einmal ist es der Meister in Armut, dann die habgierigen Pharisäer. Diese treffen sich im offenen Schlagabtausch.

Gerade die Pharisäer sollten sich darum kümmern, was bei ihnen drinnen vorhanden ist, in ihrer Wohnung (an Nahrungsmittel und Reichtum), dass dieses an die Armen gerecht verteilt werden sollte (Almosen). Hier geht es einmal um Gerechtigkeit (Verteilung) und auch um Nächstenliebe als Zentrum. Die Pharisäer waren aber egoistisch, zwar gaben sie haarspalterisch den Zehnten von allem an den Tempel, waren aber sonst nur um ihr eigenes Heil und ihren Wohlstand bekümmert. Fordern konnten sie von allen, aber selber etwas zustande bringen, anderen Gutes tun, dazu waren sie unfähig und nicht gewillt.

Lukas will nun die Gemeinde Christi vor einem ähnlichen Verhalten warnen, sich nicht nur um das eigne Heil und Wohlergehen krankhaft zu kümmern, sondern von dem Besitz, der bei uns drinnen verwahrt wird, ihn nach den Bedürftigen draußen zu geben und sie aus Liebe zu versorgen.


Abschlussgebet

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Morgendliches Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all’ unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.

Oder

Abendliches Gebet um Frieden

O Gott, von Dir kommt alles heilige Verlangen, jeder gute Rat und jede gerechte Tat. Gib uns, Deinen Dienern, den Frieden, den die Welt nicht geben kann, damit unsere Herzen willig sind, Deinen Geboten zu folgen. Befreie uns von der Furcht vor unseren Feinden, damit wir unsere Tage in Ruhe und Frieden verleben können. Durch die Verdienste unseres Heilandes Jesus Christus. Amen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

13. November – Hauskirche

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Familien- oder Hausandacht – Morgen und Abend

Hinweis zur Kurzfassung – Das Allgemeine Gebetbuch – deutsch

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Nachfolgend eine Kurzauslegung zur Unterstützung der häuslichen Andacht und Pflege des geistlichen Lebens nach der anglikanischen Tradition.

Die Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Gebet – Psalm 110-112 (klicken)

Schriftteil und Anstöße zur Lesung

Lesung: 1. Samuel 12 (klicken)

Vorbildhafter Stabwechsel in eine neue Epoche

Das Volk Gottes steht an der Schwelle eines neuen Zeitalters. Der alte und bewährte Landesvater und Richter der 12 Stämme ist dabei, den Führungsstab an den neuen Herrscher und König abzugeben. Doch eine Stabübergabe in Regierungsangelegenheiten ist keine einfache Angelegenheit. Besonders hier, wenn es sich nicht nur um einen Personenwechsel, sondern gleichzeitig noch um eine neue Regierungsform geht, nämlich um den Übergang von der Epoche der Richter zur Monarchie.

In ähnlich staatsmännischer Form ähnlich wie Mose und Josua verabschiedet sich der Richter Samuel von seinem Amt. Er präsentiert sein Leben von der Jugend bis zum Alter, indem er uneigennützig mit ganzem Herzen dem Volk und Gott gedient hat. Dann fordert die ganze Nation mit seiner Rede auf, ihm doch zu beweisen, ob er sie ungerecht, unterdrückend, eigennützig und selbstherrlich geführt habe. Die Leute verneinten dies und bestätigten, dass seine gesamte Dienstzeit in vollkommener Gerechtigkeit geschah. Als weiteren Zeugen ruft er Gott selber an, der dann ein außergewöhnliches Wetterwunder mit Donner und Regen geschehen ließ. Mit diesem Zeugnis einmal des Volkes und abschließend Gottes übergibt er sein Amt an den neuen König Saul und an das Volk.

Mit dieser vorbildlichen Amtsübergabe und dem sittlichen Vorbild seines gesamten Lebens setzt Samuel nun auch hohe Maßstäbe für den neuen König und seine Amtsführung. Wenn Saul diesen eingeschlagenen Weg unter Gottes Führung und in seinem Bund weitergeht, wird Segen und Erfolg auf seiner Amtsführung liegen.

Wichtig ist auch hier zu erwähnen, dass das Thema Bundeserneuerung, wie es in Deuteronomium 5. Mose und im Buch Josua betont und praktiziert wird, auch hier seine Fortsetzung findet: „Möchtet ihr und euer König, der über euch herrscht, dem Herrn eurem Gott folgen.“ 1Sam 12,4).

Zum Schluss betont Samuel alle Wohltaten, die Gott dem Volk in ihrer Geschichte bis zu diesem Tag hat zukommen lassen, trotz wiederholtem Sündigen und Abfall von ihm. Er ist der treue Bundesgott und er hält sich an seine Verheißungen. Er wird weiter Wunder für sein Volk tun (Ps. 126,2).

Samuel tritt nun zurück als Richter. Und mit ihm beginnt die neue Epoche der Propheten, die für das Volk Gottes und den König beten und sie mit dem Recht Gottes belehren sollen. Samuel verspricht diesen Dienst weiter für das Volk Gottes zu tun.

Können wir von solch einer Stabsübergabe etwas lernen? Unsere hier ist nicht nur vorbildhaft für eine Amtsübergabe von einer Person zur anderen, sondern auch noch von einer Epoche und Zeitenwende zur anderen.

So sollte bei einem Wechsel in kirchlichen Ämtern sicherlich das vorbildhafte und gerechte Leben des ausscheidenden wie des neuen Amtsinhabers im Zentrum stehen. Wurde das Amt gut und gerecht und im Sinne Christi geführt? Das Gleiche gilt auch für Präsidenten, Kanzler, Politiker und Staatsbeamte. Sie wurden öffentlich eingeführt, sie sollten vor ihrem Austritt oder Übergabe ihres Amtes Bilanz ziehen und dann öffentlich verabschiedet werden und ihr Amt übergeben.

Gleiche Stabsübergabe sollte auch in Familienbeziehungen geschehen. Die Erfahrenen und Alten einer Generation, die vorbildhaft und gerecht ihr Leben geführt haben, sollten ihr moralisches und finanzielles Lebenserbe an treue Nachfolger rechtzeitig übergeben. Ist unsere Generation und Gesellschaft fähig und bereit, nach solchem Vorbild zu handeln?







Lesung– Lukas 11,29-36 (klicken)

Hören, befestigen, leuchten für Jesus

Unser Glaube besteht und entsteht besonders durch das Hören und Befestigen des Wortes Gottes in unserem Leben. Die hier erwähnte Zeichenforderung dagegen beinhaltet Misstrauen und Unglaube gegenüber dem Wort Gottes. Dies bestätigt sich in der Darstellung Jesu über die Tätigkeit Jonas. Er predigte die Buße der Stadt Ninive und die gesamte Stadt bekehrte sich. Da nun Jesus viel erhabener ist als Jona, sollen wir besonders auf ihn den Prediger der Sinnesänderung hören.

Licht am Ende des Tunnels

Denn gerade von ihm her, dem Licht der Welt, kommt das Licht des Lebens, das er an die an ihn glaubenden Menschen weitergibt. Sie selbst sollen im Innern sein Licht empfangen, und gerade so soll ihr Leib und ihr gesamtes Leben Licht werden. Ist dies auch unsere Glaubenseinstellung?


Abschlussgebet

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Morgendliches Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all’ unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.

Oder

Abendliches Gebet um Frieden

O Gott, von Dir kommt alles heilige Verlangen, jeder gute Rat und jede gerechte Tat. Gib uns, Deinen Dienern, den Frieden, den die Welt nicht geben kann, damit unsere Herzen willig sind, Deinen Geboten zu folgen. Befreie uns von der Furcht vor unseren Feinden, damit wir unsere Tage in Ruhe und Frieden verleben können. Durch die Verdienste unseres Heilandes Jesus Christus. Amen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

12. November – Hauskirche

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Familien- oder Hausandacht – Morgen und Abend

Hinweis zur Kurzfassung – Das Allgemeine Gebetbuch – deutsch

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Während der Ferienzeit wird der fortlaufende Abschnitt aus der Morgenlese – Lektionar AGB – benutzt: Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

Hinweise

Mit dem zweiten Log-Down wird die Kurzauslegung zur Unterstützung der häuslichen Andacht und Pflege des geistlichen Lebens nach der anglikanischen Tradition fortgesetzt.


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Gebet – Psalm 109,21-31 (klicken)


Schriftteil und Anstöße zur Lesung

Lesung: 1. Samuel 11

Auf dem Zenit der Macht – Wie regieren möglich ist

Hinführung nach Unterbrechung der Andachten im August

Nach dem glorreichem Einzug Israels in das verheißene Land fiel es bald nach dem Tod des großen Führers Josua in alte Gewohnheiten des Götzendienstes der umliegenden Völker zurück. Wann immer sie in ihrer Sündennot und feindlichen Bedrängnis dann zu Gott schrien, erhörte er sie und erweckte ihnen entschlossene Richter, die sie zurück zum Bund Gottes führten. Diese Richterzeit war ein ständiges Auf und Ab in ihrer Gottesbeziehung. Zusammenfassend aber die Worte der Schrift über diese Zeit in Richter 21,25: In jenen Tagen gab es keinen König in Israel; jeder tat, was in seinen eigenen Augen recht war.

Diese notvolle Zeit zog sich hin bis zum letzten Richter Samuel, der aufgrund der Forderung des Volkes und vorausplanenden Vorsehung Gottes, ihnen einen aus Gottes Gnaden erwählten König einsetzte. Zuvor verkündete jedoch Samuel dem Volk das Königsrecht nach Weisung Gottes und legte diese Abschrift im Allerheiligsten nieder.

Heutiger AT Text

Saul und Geist Gottes

Als nun ein Teil des Volkes Gottes sich wieder einmal in großer Not durch die feindlichen Ammoniter (Nachkommen Lots) befanden, brachte der neu erwählte junge König Saul die entscheidende Hilfe. Der Geist Gottes kam in dieser gefährlichen Situation über König Saul, der alle wehrfähigen Männer Israels und Judas zum Kampf gegen diesen äußeren Feind aufrief, dem Ort Jabesch in Gilead zu helfen (südöstlich vom See Genezareth). Durch den Geist Gottes und durch kluge militärische Taktik geleitet schlug Saul die Ammoniter und befreitet Jabesch in Gilead.

Auf dem Höhepunkt der Macht Sauls, besonders durch den großen Sieg, entschied Samuel, dass es gut für das gesamte Volk sei, sich an dem historischen Ort Gilgal (Josua 4; und 5,1-9) zu versammeln, um das Königtum zu festigen und zu erneuern. Denn in der Vergangenheit, bei der ersten Einsetzung des neuen Königs, gab es noch eine Spaltung im Volk:  Niederträchtige Menschen aber sagten: Was kann uns der (Saul) schon helfen? Sie verachteten ihn. Jetzt aber hatte der vom Geist Gottes Ergriffene einen wunderbaren Sieg für ganz Israel errungen.

Das Wort das Königtum „erneuern“ beinhaltet, dass die Leute von Gott abgewichen waren. Um das Königtum aber zu festigen, mussten sie als ganzes Volk erneuert werden. Der Grund lag darin, dass sie wie in der Vergangenheit Gott als ihren König abgelehnt hatten. Die Erneuerung des Königtums unter Gott war zuerst eine Neuverpflichtung aller Menschen gegenüber Gott aber in Beziehung auf die neue Theokratie, die unter Sauls Führung stattfinden sollte.

Samuel setzte erneut Saul mit der gesamten Zustimmung des Volkes an diesem geschichtsträchtigen Ort ein und brachten Heils- oder Friedensopfer. Diese sollten als Symbol des Friedens und der Gemeinschaft mit Gott dienen. Der Grund aber lag auf dem fehlerlosen Opfer das Gott hier gebracht wurde.

Lernen wir aus dieser biblischen Begebenheit, dass ein Land und Volk immer zerrissen und gespalten sein wird, wenn es sich nicht dazu bekennt: „Ein Volk unter Gott“ zu sein. Schon die Andeutung, dass Israel mit 300.000 und Juda mit 30.000 Kämpfern auftrat, deutet auf die spätere Spaltung in zwei feindliche Staatsgebilde hin (1Kön 11,31ff). Wir erkennen auch hier, dass nicht der Herrscher oder Regierer der Garant für die Einheit und Zusammenhalt eines Volkes oder Nation steht, wenn nicht ein besonderer Geist ihn dazu befähigt. Nicht die übermächtige Intelligenz, hervorragende Führungseigenschaften noch Wirtschaftserfahrung einer Person können ein gespaltenes Volk zusammenbringen und vereinen. Was es aber ausmacht, sehen wir hier. Es ist der Geist Gottes, der einen von Gott berufenen Menschen ergreift, ihn und das gesamten Volk in Besitz nimmt, dass sich dann beide unter das Königsgesetz Gottes stellen und nach diesem Geist im Bund Gottes gemeinsam leben. Ist so etwas in der politischen Landschaft möglich?

Jesus Sieger über Dämonen

Lesung– Lukas 11,14-28 (klicken)

Mit dem Sieger sammeln schützt vor Rückfall

Aufgrund eines Wunders der Dämonenaustreibung wird ein Vorwurf gegen Jesus erhoben. Er vollbringt dies durch die böse Macht Satans. Jesu entgegnet mit V 22, dass er der Stärker über Satan ist und ihm die Macht damit abgenommen hat. Gerade auf diese Weise wird jedoch Gottes Herrschaft sichtbar. Es ist ein Beweis, dass Gottes Reich schon angebrochen ist und sein Wille auf Erden geschieht.

Nach der Warnung vor dem Rückfall hat das anschließende Bekenntnis einer Frau zur Größe Jesu einen besonderen Zweck. Es dient dazu, dass solche von Dämonen befreite Menschen nicht in ihren ursprünglichen Zustand zurückfallen sollen. Sie werden dadurch bewahrt, dass sie das Wort Gottes weiterhin hören und es auch im Innern bewahren.

Die Botschaft, die uns hier vermittelt wird, gilt Einzelnen als auch der Gemeinde Christi: Mit Christus, dem Sieger, Menschen unter sein Wort zu sammeln (fischen), schützt vor Rückfall unter frühere satanischen Mächte.

Abschlussgebet

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Morgendliches Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all’ unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.

Oder

Abendliches Gebet um Frieden

O Gott, von Dir kommt alles heilige Verlangen, jeder gute Rat und jede gerechte Tat. Gib uns, Deinen Dienern, den Frieden, den die Welt nicht geben kann, damit unsere Herzen willig sind, Deinen Geboten zu folgen. Befreie uns von der Furcht vor unseren Feinden, damit wir unsere Tage in Ruhe und Frieden verleben können. Durch die Verdienste unseres Heilandes Jesus Christus. Amen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

19. August – Hauskirche

Hervorgehoben

Familien- oder Hausandacht – Morgen und Abend

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Während der Ferienzeit wird der fortlaufende Abschnitt aus der Morgenlese – Lektionar AGB – benutzt: Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

Weitere Hinweisezukünftig!

Mit dem Beginn der Coronazeit begann auch die tägliche Auslegung der Tageslese des Gebetbuches. Danach in der sommerlichen Ferienzeit wurde sie nur noch zweimal wöchentlich veröffentlicht. Diese Kurzauslegung wird in Kürze beendet. Deshalb der Hinweis hier, die gesamte chronologische Jahreslese herunterzuladen und selbst oder als Hausandacht so (in ein oder zwei Jahren) die Heilige Schrift regelmäßig weiter zu lesen.

Als weiteres Angebot zum Download sollen bald die zwei digitalen Gebetbücher (die Sie auch mit festem Einband bestellen können) bereitstehen. Sind Sie an diesem Download interessiert? Die dazu passenden Artikel zum Verständnis werden in unregelmäßigen Abständen später folgen. Bei Interesse für weitere Informationen und Erklärungen zu diesen gottesdienstlichen Büchern, bitte weiter unten „ABBONIEREN“ anklicken.


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Gebet – Psalm 46 (klicken)


Schriftteil und Anstöße zur Lesung

Lesung: 5Mo/Deuteronomium 18 (klicken)

Die Propheten kommen! Aber welchem Propheten sollen wir vertrauen?

Ein Grundanliegen aller Religionen scheint zu sein, den Willen Gottes (eines oder mehrere Götter) zu erfahren und sich in der Gegenwart für die Zukunft sicher zu fühlen und sich darauf einzustellen. Dazu dient das Prophetenamt in Israel, dass grundsätzlich andere Möglichkeiten eröffnet, als durch die okkulten Praktiken der heidnischen Religionen praktiziert wird. Diese außerisraelitischen Handlungen sind Gott ein Gräuel. Deshalb werden diese Völker mit ihren Kulten vertrieben.

Gott dagegen hat sich an seine Propheten gebunden, die seinen klaren Willen durch das zu verstehende Wort deutlich weitergeben. Dieses Prinzip – einen Propheten … will ich dir immer wieder erwecken, – soll nie verändert werden. Mose ist darin das Urbild, dass sich von den falschen Propheten, von denen auch aus den eigenen Reihen gewarnt wird, deutlich abhebt. ER redete im Namen des wahren Gottes Jahwe und alle seine Worte trafen ein. So soll auch jedes zukünftige prophetische Wort und der Geist des Propheten geprüft werden. V 17 weist aber gleichzeitig über das Prinzip vom Urpropheten auf den endzeitlichen Propheten Christus hin. Viele Menschen zurzeit Jesu erkannten diesen und sprachen: „Das ist wahrhaftig der Prophet, der kommen soll“. Auch Petrus verkündet in seinen Predigten (Apg 4,17-26), dass Christus der verheißene Prophet ist, der gehört, dem gehorcht und der segnen wird, alle, die sich zu ihm bekehren. – Gerade in unserer jetzigen Zeit ist es wichtig, die Botschaft und den deutlichen Willen von Christus her zu hören, aber auch zu unterscheiden, ob die sich selbst ernannten Propheten mit Hiobsbotschaften und Verschwörungstheorien okkulte Orakel und eigene Träume weitergeben oder sie in der Linie von Mose auf Christus das verständliche Wort des Willens Gottes weitergeben.


Lesung– Joh 9,1-12 (klicken)

Geöffnete Augen für den Gesandten

Wie schon in Kapitel 8, so auch hier im nachfolgenden Bericht steht der Anspruch Jesu, dass er das Licht der Welt sei. Mit dem nun sechsten Wunder Jesu geht es auch hier um seine Identität, wer er ist und woher er stammt. Am Messiasbekenntnis werden sich alle Geister scheiden. Jesus, das Licht der Welt, heilt einen in tatsächlicher irdischer Dunkelheit stehenden Menschen, der von Geburt an blind ist. Und dies geschieht provokativ auch am Sabbath. Das Anrühren eines Teigs oder Breis, auch ärztliche Handlungen, waren doch an diesem Tag verboten. Diese Heilung brachte die religiösen Gesetzesvertreter auf die Palme. Jesus aber macht durch dieses Heilungswunder klar, dass er über dem Gesetz steht, es richtig auslegt, er der Gesandte, der Prophet, der Messias ist. Denn Jesus sendet den Blinden zu der Teichanlage in Jerusalem mit dem Namen Shiloa, die allegorisch, also sinnbildlich, hebräisch „Schaliach“ auf Jesus „den Gesandten“, hindeutet. Der Geheilte erkennt den Gesandten, bekennt ihn später trotz allem Widerstand der Religion und endgültigem „Kirchenausschluss“ als den von Gott gekommenen Menschensohn. Jesu Identität wird durch den Sehenden deutlich bezeugt. Er ist durch den Glauben zum irdischen und himmlischen Sehen gekommen. – Auch heute wird unser Bekenntnis zum Gottessohn als Retter und Herrn Verwunderung und Scheidung in dieser Welt hervorrufen. Doch dazu sind wir, wenn wir zum Schauen und Glauben gekommen sind, deutlich berufen.

Abschlussgebet

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Morgendliches Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all’ unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.

Oder

Abendliches Gebet um Frieden

O Gott, von Dir kommt alles heilige Verlangen, jeder gute Rat und jede gerechte Tat. Gib uns, Deinen Dienern, den Frieden, den die Welt nicht geben kann, damit unsere Herzen willig sind, Deinen Geboten zu folgen. Befreie uns von der Furcht vor unseren Feinden, damit wir unsere Tage in Ruhe und Frieden verleben können. Durch die Verdienste unseres Heilandes Jesus Christus. Amen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

15. August – Hauskirche

Hervorgehoben

Familien- oder Hausandacht – Morgen und Abend

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Während der Ferienzeit wird der fortlaufende Abschnitt aus der Morgenlese – Lektionar AGB – benutzt: Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Gebet – Psalm 43 (klicken)


Schriftteil und Anstöße zur Lesung

Lesung: 5Mo/Deuteronomium 14 (klicken)

V 1+2 Kinder Gottes, Erwählte als Eigentum aus allen Völkern, sollen als heiliges Volk des Herrn leben. Deshalb folgen hier wichtige äußere Lebensregeln. Sein Volk soll seinen Körper nicht verunstalten, weil es im Bild Gottes geschaffen ist. Tätowierungen, selbst mit religiösen Symbolen versehen, sind nicht der Wille Gottes.

V 3-21 Weiter werden die Essensgewohnheiten des heiligen Volkes behandelt. Es sollen nur reine Tiere gegessen werden. Auch ist nicht ganz klar, ob dies aus religiösen oder nur aus hygienischen Gründen geschehen soll, möglich ist beides ausschlaggebend. Der Grund ist sicherlich, dass Gott nicht die Krankheiten Ägyptens auf sie legen möchte, dass es ein gesundes Volk sein soll. Dann aber auch als Abgrenzung zum Götzendienst Warum sollen sie kein Schwein essen? Das Schwein wurde in den umliegenden Religionen als Verkörperung einer Gottheit angesehen. Dies mag auch ein Grund für das Verbot von Schweinefleisch sein. Auch der Ritus, ein Böckchen in der Milch seiner Mutter zu kochen, ein ugaritischer Milchzauber als magische Verjüngungskur, ist für Gottes Volk tabu. Alle geheimnisvollen Vorgänge des Lebens hängen nicht mit den unbekannten Göttern, sondern mit dem Schöpfergott Jahwe zusammen. Auf ihn ist zu hören, um gesund und heilig zu bleiben.

22-29 Der Zehnte ist ein Akt der Dankbarkeit Gott gegenüber. Es ist die Anerkennung, dass aller Besitz Gabe Gottes ist (K 8,18). Jedes dritte Jahr aber sollte Israel einen extra zweiten Zehnten in die Lagerhäuser der Leviten bringen, die keine Ländereien besaßen. Er diente sozialen Zwecken, neben der Levitenversorgung wurde er auch den Witwen, Waisen, den Armen und den Fremdlingen gegeben.

Gott verheißt einen reichen Segen gerade für diejenigen, die reichlich und fröhlich ihren Zehnten bringen. Er fordert uns sogar heraus, ihn zu prüfen (Mal 3,8-10). Haben wir Gott bereits geprüft, ob er auch auf uns solch einen besonderen Segen herabschüttet?


Lesung– Joh 8,21-29 (klicken)

Ohne Erkenntnis vom erhöhten Herrn keine Sündenvergebung.

Im ersten Abschnitt des Kapitels 8 redet Jesus vom Licht der Welt (V12), und er sagt: „ICH BIN“ es – (griechisch: ego eimi). Nun in unserem jetzigen Abschnitt in V24 und 28 spricht er vom Erkennen, „ICH BIN“ es. Jesus gebraucht hier seinen göttlichen Namen, um seine wahre Identität zu offenbaren. Es ist die griechische Form des hebräischen Namens YAHWE, wo es in Exodus 3,14 heißt: Der ICH BIN hat mich zu euch gesandt. Diesen kann aber niemand erkennen, wenn man nur von der Erde stammt und irdisch gesinnt ist. Das sind die, die noch nicht von oben geboren oder noch nicht wiedergeboren sind. Das ist auch der Grund, warum die Menschen ihn hier schon wieder missverstehen. Und wenn sie in diesem nicht wiedergeborenen Zustand bleiben, werden sie unweigerlich in ihren Sünden sterben, ohne das ewige Leben zu erhalten. Doch wenn sie den großen ICH BIN erkennen, dass er der Messias und Menschensohn in der Autorität des Vaters gekommen ist, und er erhöht am Kreuz für ihre Sünden stirbt, dann werden sie nicht in ihren Sünden sterben, sondern das ewige Leben erhalten.

Sind wir dankbar und haben wir erkannt, dass der „ICH BIN“ für uns am Kreuz erhöht wurde und starb? Glauben wir so, wie die Menschen im nächsten V 30 an den Menschensohn und seine göttliche Identität? Dann werden wir nicht in unseren Sünden sterben, sondern durch Jesus die Auferstehung und das ewige Leben erhalten.

Abschlussgebet

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Morgendliches Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all’ unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.

Oder

Abendliches Gebet um Frieden

O Gott, von Dir kommt alles heilige Verlangen, jeder gute Rat und jede gerechte Tat. Gib uns, Deinen Dienern, den Frieden, den die Welt nicht geben kann, damit unsere Herzen willig sind, Deinen Geboten zu folgen. Befreie uns von der Furcht vor unseren Feinden, damit wir unsere Tage in Ruhe und Frieden verleben können. Durch die Verdienste unseres Heilandes Jesus Christus. Amen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

12. August – Hauskirche

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Familien- oder Hausandacht –  Abend

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Während der Ferienzeit wird der fortlaufende Abschnitt aus der Morgenlese – Lektionar AGB – benutzt: Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Gebet – Psalm 40 (klicken)

Schriftteil und Anstöße zur Lesung

Lesung: 5Mo/Deuteronomium 11 (klicken)

Die Pädagogik Gottes und die Bundeserneuerung

V 1-9 Diese Verse betonen die bisherige vergangene Erfahrung der übriggebliebenen, jüngeren Generation. Mose spricht deren eigene Errettung und Erhaltung während der letzten 40 Jahre an, dann aber auch die von ihnen erlebten Gerichte Gottes. Diese Erkenntnisse sollte nicht vergessen werden, sondern sollen zur Motivation werden, auch in Zukunft die Segnungen Gottes zu ergreifen, aber unter der Bedingung, dass sie gehorsam sind. Denn der Segen Gottes kommt nicht automatisch. Die darauf nachfolgenden Verse 10-25 haben das gleiche Ziel. Sie sollen das Volk auf die Zukunft ausrichten und betonen gleichermaßen unter Gottes Segen zu bleiben. Werdet ihr und eure Generation gehorsam sein, dann erwartet euch Gottes Segen, ihr werdet das geschenkte Land einnehmen und darin wohnen bleiben.

Jede Generation wird von hier an aufgefordert, angesichts der großen früheren Taten Gottes für sich selbst zur Erkenntnis und zur Entscheidung zu kommen und persönlich in den Bund Gottes einzutreten und ihn zu erneuern.  Jeder Generation muss neu gesagt werden, dass der Bundesschluss auch für sie gilt und von ihnen gefeiert werden soll. Deshalb sind die Verse 18-21 fast eine wörtliche Wiederholung von K. 6,6-9. Die Generation soll die Worte (die Weisung) überall in ihrer Umgebung und Kultur vor Augen haben und im Herzen fest verinnerlichen. Die jeweils neu aufwachsende Generation der Kinder soll darin liebevoll und pädagogisch eingebunden und durch sie geformt werden, damit sie dann selbst zur Einsicht und zum Eintritt in den Bund mit Gott kommen. Die Grundlage dafür ist jedoch, dass Gott ihnen alles bereits verheißen und gegeben hat V 31. Und deshalb erwähnt der Eingangsvers: Du sollst deinen Gott lieben.  Erst danach folgen die Worte … und seine Weisungen und Gebote halten soll ein Leben lang.

Die Verse 26-32 sind als ein Abschluss für die Kapitel 5-11 gedacht (Auslegungspredigt über die Gebote) mit Segen oder Fluch. Selbst das ganze Buch Deuteronomium schließt mit Kapitel 27 wieder mit dem Hinweis auf Segen und Fluch ab als ein Bundeserneuerungsdokument.

Öffentliches Gelöbnis

Diese Darstellung reflektiert die Struktur eines Vasallenvertrages (Hetitterverträge) oder eines Königs, der auf seinem Totenbett seinen Vasallen schwören ließ, auch loyal seinem Nachfolger gegenüber zu sein. Hier aber ändert sich nicht der Herrscher, sondern das Volk, die nächste Generation. Eine weitere Bundeserneuerung geschieht später erneut unter Josua zu Beginn der Landnahme 8,30-35 und noch einmal am Ende seines Lebens (Jos. 24,25-26).

Solche Bundeserneuerung geschieht jedes Mal in der Anglikanischen Kirche oder auch in anderen Kirchen bei der Firmung oder Konfirmation, wenn eine Person bewusst in den Bund mit Gott eintritt und gesegnet wird. Auch wenn wir an einem feierlichen bibeltreuen Gottesdienst teilnehmen, dann ist jede Mahlfeier, jede Heilige Kommunion eine österliche Bundeserneuerungsfeier, Christi Erlösung wird gedacht, verinnerlicht und sein Bund mit uns erneuert, nämlich in der neuen Woche Jesus, dem Bundesstifter, nachzufolgen.


Lesung–
Joh 7,37-53 (klicken)

Vom erhöhten Geist ewiges Leben empfangen.

Am letzten Tag des siebentägigen Festes wurde Wasser aus dem Teich Siloah von den Priestern während des Morgenopfers zum Altar gebracht. Dabei sang der große Tempelchor. Jesus spricht bei diesem Höhepunkt die Worte, die an Jes 55,1 anklingen: Auf, alle Durstigen, kommt zum Wasser! Diese Worte dürste, komme und trinke fassen die Einladung des Evangeliums zusammen. Das Wasser, das Heil vom Brunnen Jesus, soll von Seinem Leibe kommen, wenn er erhöht ist. Jesus war zu dieser Zeit noch nicht am Kreuz, noch nicht in den Himmel erhöht, auch war zu dieser Zeit der Geist Gottes noch nicht ausgegossen.  Die Worte: von dessen Leib – sind auf den später erhöhten Leib Christi im Himmel zu beziehen. Von ihm wurde der Geist zu Pfingsten ausgegossen, und damit wurde das Heil der Erlösung von vielen Gläubigen erfahren. Sie tranken das Wasser des Lebens und der Erlösung. Trinken auch wir weiter von diesen Strömen des Heils, die von Jesus kommen. Haben wir den Geist von Ihm empfangen?

Abschlussgebet

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Abendliches Gebet um Frieden

O Gott, von Dir kommt alles heilige Verlangen, jeder gute Rat und jede gerechte Tat. Gib uns, Deinen Dienern, den Frieden, den die Welt nicht geben kann, damit unsere Herzen willig sind, Deinen Geboten zu folgen. Befreie uns von der Furcht vor unseren Feinden, damit wir unsere Tage in Ruhe und Frieden verleben können. Durch die Verdienste unseres Heilandes Jesus Christus. Amen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

8. August – Hauskirche

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Familien- oder Hausandacht – Morgen oder Abend

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Während der Ferienzeit wird der fortlaufende Abschnitt aus der Morgenlese – Lektionar AGB – benutzt: Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.


Gebet – Psalm 37,19-29 (klicken)


Schriftteil und Anstöße zur Lesung

Lesung: 5Mo/Deuteronomium 4,42-51 (klicken)

Erwählt aus Liebe zum Bund Gottes, um abgesondert von kultureller und idiologischer Beeinflussung  gesegnet zu werden.

Das Volk war feierlich erneut in den Bund Gottes eingetreten (K 5). In Kapitel 6 wird uns der Inbegriff von Deuteronomium klar gemacht. Um dieses Prinzip bewegen sich alle Ermahnungen, Anordnungen und Weisungen. Das große Gebet Israels (Höre Israel) beginnt mit den Worten, diesen Einen von ganzem Herzen zu hören und zu lieben.

Im heutigen Kapitel 7 beginnt Mose eine Auslegungspredigt über die aktuelle Situation, die bald eintreten wird. Es geht um das soziale Verhältnis zur kanaanäischen Bevölkerung mit ihren Kult- und Göttergebräuchen. Hier geht es nicht um hassbegründete Ausrottung von anderen ethnischen Sippen und Stämmen, weil sie besser und überlegener und größer sind, sondern weil sie durch Verschwägerung mit Nicht-Volk-Gottes von ihrem Bundesgott abfallen würden. Es gibt keine nationalistischen Gründe für diese sich uns scheinbar als grausam darstellende Ausrottung, sondern nur die Väterverheißung und den Bund Gottes, ihnen das Land zu geben.

Die Verse 9-11 weisen die fälschliche Theorie zurück, dass hier der Rachegott des Alten Testaments am Werk sei. Der Bund Gottes gilt allen, die ihn hören und lieben, und zwar bis ins tausendste Glied, d.h. für immer. Die Vergeltung oder das Gericht trifft nur die, die seine Liebe nicht annehmen, ablehnen und ihn hassen. Aber auch dieses Gericht wird barmherzig begrenzt, dass es sich nur bis zur dritten oder vierten Generation auswirken kann. Dagegen strömt seine Liebe grenzenlos aus an alle, die ihn allein hören und lieben – für immer.

evangelisch.de

V 12-16. Folgerichtig wird hier der Segen denen zugesprochen, die den einzigen, ewigen Jahwe-Gott hören und lieben. Dieser Glaube soll irdische Auswirkungen haben auf alle Unternehmungen des Lebens, gesellschaftliche, wirtschaftliche, auf Familie, Gesundheit und das Zusammenleben.

Wollen wir bedenken, diesen Aspekt umsichtig zu beachten und zu verkündigen, nicht  von hier ein Wohlstands- und Gesundheitsevangelium für jeden zu verbreiten, sondern an die unabänderliche Bedingung erinnern, an den Bund Gottes und Ihn täglich zu hören und zu lieben. Ein beziehungsloses Wohlstandsevangelium wird nur Gericht bringen, denn es folgt einem anderen Götzen („Idol“, Idee, falschen Gott).

Gott will uns durch dieses Kapitel Mut zusprechen und Hoffnung geben. Er will uns trotz immer neuer großer Probleme und Bedrängnisse Mut zusprechen, dass er mit seinem Bundesvolk immer noch unterwegs ist. Er ist auch während der für alle Menschen unsicheren Zeit der Corona-Pandemie der mitgehende Gott. Er wird für uns streiten und wir dürfen stille sein (Ex 14,14).



Lesung–
Joh 6,66-71 (klicken)

Den Heiligen Gottes erkennen

Nur dem äußeren Erscheinungsbild Jesu nachzufolgen, das nützt Mitläufern nicht zu ihrem Heil. Der heilbringende Glaube stützt sich aber allein auf die heilbringenden Worte des Heilands. Ungewöhnlich und zentral wird uns noch einmal das Petrusbekenntnis vorgestellt, dass einzigartig ist: Du bist der Heilige Gottes. Petrus stellt diese göttliche Einzigartigkeit gegenüber normaler irdischer Herkunft heraus. Dazu sollen sich alle wahren Nachfolger Jesu bekennen. Denn Jesus ist eins mit dem Vater, er ist himmlischen Ursprungs und auch himmlischen Ziels. An dieser Glaubensaussage scheiden sich die Mitläufer und die wahrhaft vom Himmel Berufenen und Wiedergeborenen. Kennen wir den vom Himmel Gekommenen und in den Himmel Gefahrenen persönlich?

Abschlussgebet

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Morgendliches Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all’ unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.

Oder

Abendliches Gebet um Frieden

O Gott, von Dir kommt alles heilige Verlangen, jeder gute Rat und jede gerechte Tat. Gib uns, Deinen Dienern, den Frieden, den die Welt nicht geben kann, damit unsere Herzen willig sind, Deinen Geboten zu folgen. Befreie uns von der Furcht vor unseren Feinden, damit wir unsere Tage in Ruhe und Frieden verleben können. Durch die Verdienste unseres Heilandes Jesus Christus. Amen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

5. August -Hauskirche

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Familien- oder Hausandacht – Morgen oder Abend

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Während der Ferienzeit wird der fortlaufende Abschnitt aus der Morgenlese – Lektionar AGB – benutzt: Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Gebet – Psalm 35 (klicken)

Schriftteil und Anstöße zur Lesung

Lesung: 5Mo/Deuteronomium 4,42-51 (klicken)

Vorbereitung auf eine zweite Bundeserneuerung

Das neue Volk Gottes soll vor der Landnahme versammelt werden, dass sie Seine Worte hören (V10). Das erinnert an die hebräische Überschrift dieses Buches: „Das sind die Worte“. Nun entfalten sich diese Worte und werden umfassend erläutert. Das sind die Gebote und Rechte, die Prinzipien und einzelnen Fallbeispiele, nach denen sich das Bundesvolk richten soll. Sie sollen sich erneut an die damalige Stimme Gottes erinnern, Gott fürchten (und lieben) lernen und diese Worte alle Tage ihres Lebens der nächsten Generation (ihren Kindern) einprägen. Nur so werden sie das gute Land einnehmen und darin lange leben können (V1).

Gebote auf dem Altar der Christuskapelle

Dazu dienen nun die einschneidenden Erlebnisse des Auszugs, an die sie Mose eindringlich erinnert, sowie auch die Warnung, dass beim Abweichen davon Fluch, Gericht und Vertreibung eintreffen würde. Als Schlüsselvers wird deutlich der Vers 23 hervorgehoben. So hütet euch nun, dass ihr den Bund des Herrn, eures Gottes nicht vergesst, den er mit euch geschlossen hat.  Damit beginnt vor dem Einzug der neuen Generation in das „Verheißene Land“ die Überleitung zum nächsten Kapitel. Dort soll das Volk zum zweiten Mal die Weisung, die Thora, die 10 wichtigsten Worte hören und erneut feierlich in den Bund Gottes eintreten.



Lesung–
Joh 6,42-51 (klicken)

Himmlische Speise erkennen zum Heil

Rabbi Nikodemus, als er noch nicht wiedergeboren war, erkannte schon, dass Jesus von Gott gekommen, nicht irdischer Herkunft war. Hier treffen nun ähnlich fragende Menschen auf Jesus, aber mit einer ganz irdischen Gesinnung. Sie murrten, behaupten, dass er nicht vom Himmel gekommen sein könne. Sie können nicht glauben. Deshalb weist Jesus sie auf den einzigen Glauben hin, der nur das Heil empfangen kann. Es ist ein Glaube, der wie ein Geschenk von Gott kommt. Der Hinweis auf das Geben und Ziehen des Vaters als Vorrausetzung spricht von der neuen Geburt, die von oben geschieht. Es ist ein Wunder, die himmlische Herkunft Jesu zu erkennen, die Stimme des Vaters zu vernehmen und so vom Unglauben zum Glauben zu kommen. Das irdische Brot, das Manna, verhalf den Israeliten nicht zum ewigen Leben, aber Jesus als das himmlische Brot, Ihn in sich aufnehmen, dies führt zum ewigen Leben. Das himmlische Brot oder der Gottgesandte allein gibt ewiges Leben. Dieses Brot, sich selbst, bietet Jesus aller Welt an.

Haben wir die Stimme vom Himmel vernommen, sind wirvon oben geboren worden, und haben wir Jesus als die Ewigkeitsnahrung in unser Leben aufgenommen?

Abschlussgebet

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Abendliches Gebet um Frieden

O Gott, von Dir kommt alles heilige Verlangen, jeder gute Rat und jede gerechte Tat. Gib uns, Deinen Dienern, den Frieden, den die Welt nicht geben kann, damit unsere Herzen willig sind, Deinen Geboten zu folgen. Befreie uns von der Furcht vor unseren Feinden, damit wir unsere Tage in Ruhe und Frieden verleben können. Durch die Verdienste unseres Heilandes Jesus Christus. Amen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

1. August -Hauskirche

Hervorgehoben

Familien- oder Hausandacht – Abend

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Während der Ferienzeit wird der fortlaufende Abschnitt aus der Morgenlese – Lektionar AGB – mittwochs und samstags benutzt: Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Gebet – Psalm 32 (klicken)

Schriftteil und Anstöße zur Lesung

Lesung: 5Mo/Deuteronomium 2,1-25 (klicken)

Kurze Einleitung zum Verständnis des gesamten Buches 5. Mose / Deuteronomium

Das Buch Deuteronomium wird von alttestamentlichen Theologen unterschiedlich betrachtet. Bis 1960 wurde es meist als zum deuteronomistischen Geschichtswerk zugehörig bezeichnet, zu dem Josua, Richter, 1.+2. Samuel und 1.+2. Könige gezählt wurden. Es soll im 7. Jahrhundert v. Chr. durch den Fund dieses Gesetzbuches unter König Josia (621) entstanden sein. Damals sollten nach Wegführung des Nordreiches die übrigen levitischen Landpriester keine Höhenopfer mehr darbringen und die Anbetung nur noch auf Jerusalem ausgerichtet werden. Nach dieser Theorie würde das 4. Buch Mose, das wir kürzlich betrachtet hatten, die Thora (das Gesetz) hier abschließen. Dies widerspricht sicherlich dem jüdisch-rabbinischem Verständnis, auch dem inneren Zusammenhang des Alten Testaments an sich, wie auch dem vielfältigen Gebrauch, Betonung und der Wertigkeit im NT durch Jesus, durch die Apostel und Evangelisten in den Evangelien und auch in den Briefen. Eine ausführliche Erörterung beider Seiten kann hier nicht erfolgen.

Zu dem Missverständnis hat sicherlich die Septuaginta Übersetzung mit dem Wort „deutero-nomium“zweites Gesetz -beigetragen, während der hebräische Titel Kap.1,1 „… dies sind die Worte“ für uns nicht besonders aufschlussreich ist.

Neuere Forschungen im letzten Drittel des 20. Jahrhunderts begründen die Einheit des Pentateuchs aber damit, dass das 5. Buch Mose deutlich dem Vorbild der Lehn-, Vasallen- oder Oberherrschaftsverträge (Suzerain Treaties) der Hettiter aus dem 2. Jahrtausend v. Chr. folgt. Dies sind Verträge zwischen einem hetitischen König und Vasallen (Unterkönig und / oder Volk). Der Herrscher legt den besiegten Vasallen einen gnädigen Vertrag vor, dem sie zustimmen und sich an die Vertragsbedingungen halten sollen, damit sie dann unter seinem Schutz friedvoll leben können.

In diesem Sinne präsentieren vor dem Einzug in das Verheißene Land und dem Tod ihres Führers Mose – „Dies sind die Worte…“ (Das gesamte Buch Deuteronomium) – den Bundesvertrag Jahwes mit seinem Volk Israel.  Die Struktur wird hier in Anlehnung hetitischer Verträge erkennbar.

  1. Historisches Vorwort  – K 1,6-3,29
  2. Vertragsbedingungen K 4-26
    • Grundbedingungen und Vorschriften 4,1-39; 5,1-11,32
    • Einzelvorschriften K 12,1-26,19
    • Erläuterungen über Abschrift und Bundeserneuerungszeiten K 27
  3. Segen bei Einhaltung oder Fluch bei Untreue K 28-30
  4. Zusammenfassung K 29+30
  5. Nachwort: Regelungen zur Fortsetzung des Bundesvertrages K 31-34
This Boundary stone is a commemorative monument giving the history of a private individual. He was an official in the Temple at Morduk. It was erected by his son and shows the two together in respectful poses. It was made between 900 and 800 BC

Dieses Buch beschreibt die gnädige Beziehung des Gottes Jahwe mit seinem Volk, das sich im Neuen Testament mit erweiterten Prinzipien noch deutlicher fortsetzt und erfüllt.

Das Buch ist eine Einheit unter dem Thema Bundestheologie und rechtem Gesetzesverständnis. Dieses durch die kritische alttestamentliche Orthodoxie erkannte Schlüsselthema – von Deuteronomium durchgehend bis 2. Könige – bestärkt einerseits positiv die Einheit des Buches. Andererseits ist ihre unbewiesene Redaktionskomposition gegenüber der älteren Tradition der ca. 3000 Jahre zuvor bekannten „Lehnsverträge“ abzulehnen.

Mose beginnt in Kapitel 1, dem Volk Israel das Gesetz auszulegen. Er wiederholt das bereits bekannte Gesetz und wendet es im Leben des Volkes an, erinnert sie, wie sie in den 40 Jahren den Willen Gottes erlebten, gehorsam oder auch ungehorsam waren, mit allen damaligen Konsequenzen. An diese einschneidenden Dinge ihres Lebens konnten sie sich noch gut erinnern. Hier erfahren wir, was mit einer richtigen Auslegung des Gesetzes gemeint ist und wie die Schriftauslegung durch Gottes Verkündiger gehandhabt werden soll (V 5), sie treffend und erinnernd im Leben der Menschen einzusenken und sie zum Handeln zu motivieren.

Das Ziel dieses „Historischen Vorworts“ ist von Anfang an deutlich: „Zieht hinein und nehmt das Land der Verheißung ein (V 8)!“ Bei einer rechten Schriftauslegung geht es immer darum, das gute irdische oder geistliche Land einzunehmen. Als Ergebnis solcher Schriftauslegung sollte bei den Zuhörern immer eine Lebensveränderung enstehen, ähnlich wie bei Christus, dessen Leben eine ganze Schrifterfüllung war.

In Kapitel 2 wird das Volk besonders an die Güte und Versorgung Gottes erinnert, der 40 Jahre mit ihnen gewesen war, und dass sie an nichts einen Mangel gehabt hatten (V 7). Danach werden sie wieder mittels Auslegung des Gesetzes durch Mose ermutigt und motiviert, jetzt auszuziehen, zu kämpfen und das Land der Amoriter einzunehmen V 24.



Lesung–
Joh 5,31-47 (klicken)

Über diese Lesung meditieren und selbst eine Anwendung finden.

Abschlussgebet

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Abendliches Gebet um Frieden

O Gott, von Dir kommt alles heilige Verlangen, jeder gute Rat und jede gerechte Tat. Gib uns, Deinen Dienern, den Frieden, den die Welt nicht geben kann, damit unsere Herzen willig sind, Deinen Geboten zu folgen. Befreie uns von der Furcht vor unseren Feinden, damit wir unsere Tage in Ruhe und Frieden verleben können. Durch die Verdienste unseres Heilandes Jesus Christus. Amen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

29. Juli – Hausandacht

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Familien- oder Hausandacht – Morgen oder Abend

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Während der Ferienzeit wird der fortlaufende Abschnitt aus der Morgenlese – Lektionar AGB – benutzt: Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.


Gebet – Psalm 30 (klicken)


Schriftteil und Anstöße zur Lesung

Lesung: 4Mo/Numeri 36 (klicken)

Heiraten durchdacht und mit Zukunft

Das letzte Kapitel des 4. Buches / Numeri schließt mit einer ergänzten Regelung für das Lebens des Volkes ab. Zukünftige Ehebeziehungen und damit verbundenen Konsequenzen für die Gemeinschaft werden festgelegt. Dieser Abschluss ist eine Art Bestandsaufnahme des Volkes Israel. Die Gemeinschaft ist kein zusammengewürfelter ungeordneter Haufe, sondern jeder Stamm ist für sich geschlossen und geordnet. Alle Stämme nehmen das von Gott angeordnete Eigentum (Erbe) ernst und sind bereit, es bald in Besitz zu nehmen.  Das Volk Israel ist bereits eine göttliche Kultgemeinde mit feierlichen Gebräuchen und göttlichen Ordnungen.

Die Regelung betrifft das Erbrecht der Zelophhad Familie, das für die Töchter bereits in Kap. 27,1-11 geregelt wurde. Jetzt aber gibt es für die noch unverheirateten Töchter ein Problem. Heirateten sie irgendeinen Mann aus den übrigen 11 Stämmen, dann geht ihr persönliches Erbe wie gewohnt an den Sohn des Ehemanns und an einen anderen Stamm über. Damit würde der Erbbesitz aus dem einen Stamm gelöst und geht an einen anderen über. Der Rat Gottes wird erfragt und umgesetzt: Jeder soll festhalten an dem Erbe seiner Väter und seines Stammes (V 9). Die Töchter hielten sich an dieses Prinzip und heirateten innerhalb ihres eigenen Stammes Manasse Männer väterlicherseits (ihres Onkels),Vettern oder weitläufigere Verwandte.

Dieser Rat ist ein göttliches und geistliches Prinzip, das damals und auch heute noch beachtet werden sollte, nämlich an den Werten und dem Erbe der Väter festzuhalten und die weitreichenden Konsequenzen einer Ehe für die Zukunft zu beachten, besonders, wenn es um eine Ehe mit Besitz und zukünftige Versorgungsansprüchen geht.

Gryffindor / CC BY-SA

Ist es nicht ratsam, so wie diese Töchter mit dem eigenen geistlichen Volk Gottes feste Verbindungen für die Zukunft einzuplanen und einzugehen? Ja, heiraten sollen sie, wen sie heiraten wollen, aber doch im Rahmen Gott gegebener Grenzen. Sollten nicht die sensiblen, feinen und rechtlichen Beziehungen des Lebens nur mit solchen Lebenspartnern geschlossen werden, die innerhalb des christlichen Glaubenserbes stehen? Alle unsere Wünsche und Neigungen für das Leben, besonders für die Ehe, sollten dem Willen Gottes entsprechen. Nicht umsonst hören wir im Neuen Testament:

Lasst euch nicht mit Ungläubigen in dasselbe Joch spannen. Wie passen denn Gerechtigkeit und Gesetzlosigkeit zusammen? Oder was haben Licht und Finsternis gemeinsam?

Christen sollten dieses Prinzip beachten. In den natürlich und von Gott gegebenen Verlangen nach dem anderen Geschlecht sollte nicht die emotionale, unregierbare Leidenschaft über verstandesmäßige und weitreichende Lebensentscheidungen ausschlaggebend sein. Sprüche 7,7 beschreibt einen Ochse ohne Hirn. Solch eine Lebensentscheidung sollte mit gesundem Menschenverstand, im Interesse der Gesellschaft und besonders der Kirche Christi getroffen werden. Es sollten die biblischen Werte der Väter, der Ehe, des Erbbesitzes, der Finanzen, das zukünftige gemeinsame Vermögen und die zu erwartenden Kinder im Auge behalten bleiben.

Das Erbe der Väter, die Werte der Ehe und des Besitzes im Rahmen des Christlichen Glaubens sollte auch heute noch Vorrang vor allen kurzsichtigen emotionalen Entscheidungen haben.

Ablauf – Jüdische Hochzeit


Lesung– Joh 4,43-54 (klicken)

Über diese Lesung meditieren und selbst eine Anwendung finden.

Abschlussgebet

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Morgendliches Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all’ unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.

Oder

Abendliches Gebet um Frieden

O Gott, von Dir kommt alles heilige Verlangen, jeder gute Rat und jede gerechte Tat. Gib uns, Deinen Dienern, den Frieden, den die Welt nicht geben kann, damit unsere Herzen willig sind, Deinen Geboten zu folgen. Befreie uns von der Furcht vor unseren Feinden, damit wir unsere Tage in Ruhe und Frieden verleben können. Durch die Verdienste unseres Heilandes Jesus Christus. Amen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

25. Juli – St. Jakobus-Tag

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Familien- oder Hausandacht zum St. Jakobustag

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Während der Ferienzeit wird der fortlaufende Abschnitt nur mittwochs und samstags aus der Morgenlese – Lektionar AGB – benutzt: Die gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Gebet – Psalm 34

Schriftteil und Anstöße zum Jakobus-Tag

Lesung: Matth 20,20-28

Johannes und Jakobus waren die Söhne der Salome (27,56) und des Zebedäus. Die Mutter Salome drückte den Wunsch der beiden Jüngersöhne vor Jesus aus, den besten Platz im Himmelreich, rechts und links neben ihm zu erhalten. Das mag zwar ehrenwürdig für eine Mutter sein, die sich um die Zukunft ihrer Kinder kümmert, doch der Gedanke von Ehrenplätzen im Reich Gottes liegt ganz konträr zum Verständnis der Nachfolge Jesu, besonders wenn wir uns sein Vorbild des Dienstes auf Erden ansehen. In dem Abschnitt zuvor wird die dritte Leidensankündigung Jesu mit seiner Kreuzigung verkündet. Der Abschnitt danach spricht nicht umsonst von den Blinden. Beide Pöstchensucher, auch die hier vorgeschobene bittende Mutter, sind alle blind für den Dienst in der Nachfolge Jesu und im Reich Gottes. Denn Ehrenplätze suchen im Reich Gottes verstößt ganz gegen das Jüngerverständnis des Neuen Testaments. Der Hinweis auf den Kelch und die Taufe, das Leiden und den Tod, macht dies durch Jesu Vorbild am Ende deutlich: Sein Leben gebe zu einer Erlösung. Wer aber eine weltliche Gesinnung in sich trägt, auf Anerkennung und Pöstchen aus ist, wird aber von oben herab herrschen und nach unten seinen Nächsten unterdrücken. Jesus dagegen tritt nicht in einer Herrschaftshaltung, sondern in einer Dienerhaltung auf. Er schnippt nicht mit dem Finger und lässt alle Puppen um sich herumtanzen, sondern dient ganz da unten und setzt alles, was er besitzt und selbst ist, zur Lösung von menschlichen und Sündenproblemen ein. Seine Lebenshaltung ist diese: Leben zu geben und sich dabei zu verlieren. – Wie verhalten wir uns im Alltag mit den Mitmenschen, in der Kirche, im Gemeindedienst und bei unserem Nächsten? Geben wir unser Leben in den Dienst oder fordern wir das Leben der anderen ein, uns zu dienen und uns zu ehren?

Ein Leben, gegeben, für den Herrn der Welt


Bild – Heiligenlexikon – Joachim Schäfer

Lesung – Apg. 12,1-3

Der Apostel Jakobus lebte damals unter der Herrschaft des Herodes Agrippa I. (41-44 n.Chr.), der sich als selbständiger König um ein gutes Verhältnis zu den Pharisäern und den Leitern des Volkes bemühte, um so seine geduldete Herrschaft von Rom zu festigen. Um diese Führungsschicht zufrieden zu stellen, verfolgte er die kleine christliche Judensekte. Herodes lässt Jakobus enthaupten, will Petrus als nächstes töten, verfällt aber selbst dem schnellen Tod durch Gottes Gericht (V32).

Diese Ereignisse sollen verdeutlichen, dass das göttliche Eingreifen für seine Gläubigen nicht immer vorherbestimmbar ist. Nicht immer wird der Gerechte aus Not und Anfechtungen herausgerissen. Nicht alle Gerechten werden wie Daniel in der Löwengruppe bewahrt. Gott lässt jetzt seinen Diener den Kelch trinken als Antwort auf Jesu frühere Frage: Könnt ihr den Kelch trinken? – Dies hatte er bejaht. Jakobuswird damit als erster Apostelmärtyrer, während Petrus aus gleicher Situation gerettet wird. Scheinbar hatte Gott für den Apostelführer noch bedeutende Aufgaben für die geistliche Leitung der damaligen kleinen Herde in Jerusalem vorgesehen.

Jakobus-Stein, wo das Schiff des Jakobus gelandet sein soll – Heiligenlexikon

Dem Apostel Jakobus und seinem Märtyrertod wird bis zum heutigen Tage noch gedacht. An sein unermüdliches Wirken in der Mission erinnert der Jakobusweg, auf dem sich heute noch viele tausende von Menschen begeben, um ihre spirituelle Reise zur Kathedrale von Compostela, Spanien, anzutreten. Dorthin soll Jakobus vor seinem Tod eine Missionsreise unternommen haben.

Abschlussgebet

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Tagesgebet Apostel Jakobus

Barmherziger Gott. Verleihe, dass, wie Dein heiliger Apostel Jakobus seinen Vater und alles, was er besaß, verließ und ohne Zögern dem Ruf Deines Sohnes gehorsam war und ihm nachfolgte, auch wir bereit sind Deinen heiligen Geboten zu folgen, indem wir allen weltlichen und sündigen Neigungen entsagen. Durch denselben, Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

Mehr unter: HEILIGENLEXIKON

22. Juli – HAUSKIRCHE

Hervorgehoben

Familien- oder Hausandacht – Morgen oder Abend

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet,.

Die Lesungen werden in der sommerlichen Ferienzeit nur mittwochs und samstag verschickt. Die gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.


GebetPsalm 23


Schriftteil und Anstöße zum AT

4Mo/Numeri 27

Frauenrechte göttlich bestätigt – Stabübergabe an Jüngere mit Hirtenauftrag

Mit der erneuten Zählung der Wehrfähigen vor der Landnahme, die 601.730 betrug, und der Leviten (23.000) wird ein neuer Abschnitt des Volkes Israel eingeleitet. Gleich zu Beginn wir auch ein Präzedenzfall der Landnahme durch Frauen behandelt. Gewöhnlich erbten nur die Söhne. Hier nun wird durch göttliche Weisung das Erbrecht der Töchter eingeführt. Diese Regelung ist aus folgenden Gründen notwendig. Erstens bedeutete der Empfang eines Stück Landes auch die persönliche Teilnahme und Verwirklichung der Bundesverheißung. Der Name eines Geschlechts blieb auch nur in Verbindung mit einem Grundbesitz erhalten. Weiter würde der Tod des Vaters ohne Söhne den Anteil an der Verheißung beseitigen und die Identität als Teil des Bundesvolks – durch den entsprechenden Stamm Manasse – aufheben. Weiter sollte auch die Frage geregelt werden, wenn keine männlichen Nachkommen da sind, ob nicht auch Frauen die Familie repräsentieren und führen könnten. Die Antwort Gottes auf eine neue Situation gibt klare Antwort. Ja, sie übernehmen die Stellung und das Recht wie die männlichen Nachkommen.

Bereits zuvor wurde der alten Führerschaft mitgeteilt, dass sie zum Volk Gottes, den Vätern, versammelt würden, nicht aber persönlich das Land erben sollten. Mirjam und Aaron gingen schon den Weg alles Fleisches, nun wird Mose als letzter auf diesen Übergang ins Himmlische vorbereitet. Er darf das Land zwar sehen, aber nicht einnehmen. Der Grund wurde uns in 20,2-13 bereit klar gemacht. Mose ist irdischer Führer, Richter und Hirte und soll nun den Leitungsstab an einen jüngeren Nachfolger mit gleichen Aufgaben der täglichen Führung in allen Bereichen des Volkes übernehmen. Josua, der bewährte Diener, ist der sich unterordnende und geisterfüllte Auserwählte. Moses war über lange Zeit sein Mentor, hatte ihn auf diesen Zeitpunkt vorbereitet. Wie der Landbesitz eine Gabe Gottes ist, so ist auch die Übertragung der Hoheit (V20) der Leitung eine Gabe Gottes an das Volk. Die Einsetzung zu diesem Amt geschieht öffentlich unter Handauflegung durch Mose in Gegenwart des geistlichen Leiters Eleasars und des gesamten Volkes. Das dient dazu, dass das Volk seine Autorität anerkennt und ihm gehorcht. Der Unterschied zu Mose liegt darin, dass Gott nicht mehr direkt zu ihm spricht wie zu Mose, sondern dass Josua den Priester Eleasar um die Führung Gottes ersuchen muss. Josua hat eine andere Stellung inne als Mose. Denn nur er sprach zu Gott von Angesicht zu Angesicht. Josuas Amt war aber das eines Richters, er war der Leiter, der nach dem wahren Recht das Volk wie ein Hirte führt und auf ihr Wohlsein bedacht sein soll. Insofern ist Josua oder Jeshua auch ein Bild auf Jesus im NT, der als Hirte sein Volk in das verheißene (ewige) Land führt.

Bei der Konsekration eines Bischof der Anglikanischen Kirche durch die Auflegung der Hände anderer Bischöfe geht es ähnlich um die Hinnahme des Heiligen Geistes für das Amt, sich selbst und die Herde Christi nach der Schrift auszurichten, Schwache aufzubauen, die Kranken zu heilen, die Ausgestoßenen zum Volk Gottes zu bringen, die Verlorenen zu suchen und mit der Kirchenzucht barmherzig umzugehen.



Neutestamentliche Lesung

NT – Johannes 2,1-12  – Wasser zu Wein

Die jüdische Hochzeit, an der Jesus teilnimmt, symbolisiert das messianische Königreich, und der Wein die Freude und den Segen dieses Königreichs. Das Wasser-zu-Wein-Wunder offenbarte zusätzlich Jesus als den Schöpfer (Joh 1,3+10).  Es ist das erste von sieben noch folgenden Wundern im Evangelium. Außerdem weist das erste Wunder auf das Ende und den Auftrag seines Kommens hin: Der Wein spricht von dem Kelch und Neuen Bund in seinem Blut.

Durch dieses Wunder stellt Jesus alle griechischen und römischen Wein-Gottheiten, wie Dionysos oder Bachus, in den Schatten. Es ist nur Jesus, der wirkliche Zufriedenheit und ewig bleibende Freude schaffen kann. Weiter heiligt Jesus durch seine Teilnahme an der Hochzeit und durch das Wunder den Stand der heiligen Ehe.

Abschlussgebet

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Morgendliches Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all’ unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.

oder

Abendliches Gebet um Frieden

O Gott, von Dir kommt alles heilige Verlangen, jeder gute Rat und jede gerechte Tat. Gib uns, Deinen Dienern, den Frieden, den die Welt nicht geben kann, damit unsere Herzen willig sind, Deinen Geboten zu folgen. Befreie uns von der Furcht vor unseren Feinden, damit wir unsere Tage in Ruhe und Frieden verleben können. Durch die Verdienste unseres Heilandes Jesus Christus. Amen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

15. Juli – Hauskirche

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Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Gebet – Psalm 18,17-37


Schriftteil und Anstöße

Alttestamentliche Lesung: 4. Mose /Numeri 19

Heiligtum im Spannungsfeld des alltäglichen Todes

Die Grundlagen über Ämter und Auftrag des Heiligtums für das Volk Gottes wurden im vorigen Kapitel (18) gelegt. Dieser Abschnitt greift in das tägliche Leben des 3.000.000-Volkes ein. Mitten im Leben herrscht der Tod. Täglich zieht der Tod mit Leid und Trauer in die Zelte (später Häusern) des Volkes Gottes ein. Menschen verunreinigen sich kultisch für den Gottesdienst, infizieren andere, die um und nahe des Heiligtums wohnen, und würden Tod und den Stachel des Todes zum Heiligtum und in die Gegenwart Gottes bringen.

Anstatt einer Textauslegung – direkt aus der regelmäßigen Morgenandacht der Christuskapelle.

Andacht für Frühstück und Arbeitseinsatz im Zentrum


Neutestamentliche Lesung

Diesen Text anklicken, lesen und selbst meditieren: NT – Markus 15,42-47

Abschlussgebet

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

11. Juli – Hauskirche

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Familien- oder Hausandacht

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Schriftteil und Anstöße zur alttestamentlichen Lesung

AT– 4Mo/Numeri 15,22-46 – Ruhetag Gottes halten = seine Herrschaft anzuerkennen

https://www.bibleserver.com/EU/4.Mose15%2C22-46

V 22-31 Versehentliche und vorsätzliche Sünden.

Es gibt unwissentliche Schuld, die dann aufgedeckt wird, wie z.B. bei den Kreuzigern unseres Herrn Jesus, die ohne Wissen den Gottessohn töteten. Er vergab diesen ihre Schuld. Dann aber gibt es die öffentliche, willentliche und bewusst herbeigeführte Schuld, die willentlich gegen Gott gerichtet ist und nicht vergeben werden kann. Darunter fallen diese beiden Abschnitte.

V 32- 36 Schändung des Ruhe – und Schöpfer-Tages. Diese Menschen verwerfen den Sabbat, der als äußeres Zeichen der Zugehörigkeit zu Gott Jahwe steht. Sie sind anmaßende Sünder, die absichtlich gegen Gottes Willen und seine Herrlichkeit sündigen. Solche auf diese Weise begangene Sünden sind außerordentlich schwer anzusehen. Wer auf diese Weise das Gebot bricht, lehnt Gott als Herrn ab und verachtet sein Wort. So etwas tun nur anmaßende Sünder. Sie halten sich für zu groß, zu gut und zu weise, um von ihm regiert zu werden. Ein besonderer Fall von Vermessenheit ist wird hier auf die Sünde des Sabbatbruchs angewandt. Das Vergehen bestand darin, am Sabbat Holzstücke zu sammeln, um ein Feuer zu machen, während die Menschen am Tag zuvor 2Mo/Ex 16,23 backen oder kochen sollten. Außerdem diente dieses Verbot auch dazu, dass mit der Errichtung der Stiftshütte und der jetzt Levitischen Opferungen, keine familiären Priesterhandlungen im eigenen Haus durchgeführt werden durften. Dies wäre dann ein fremdes und unannehmbares Opfer gewesen. Das Holzsammeln geschah als Affront sowohl gegen das Gesetz als auch gegen den Gesetzgeber. Gott ist eifersüchtig, wenn er entehrt wird und seine Sabbate gebrochen werden. Eine Entweihung wird den Menschen schuldig machen, egal, was Menschen auch immer tun.

Gott beabsichtigte diese Strafe als Warnung für alle anderen, dass sie sich ein Gewissen machen und den Sabbat heilig halten. Und dies geschah in der Absicht vollkommener Liebe und Gerechtigkeit. Das Recht Gottes, auf Beachtung eines besonderen Tags der Hingabe an ihn selbst wird durch Unglaube und stolze Ablehnung verweigert. Es besteht ein riesengroßer Unterschied zwischen dem Mann, der am Ruhetag Gottes Feuerholz sammelte, der sich die Wochenzeit nicht einteilen konnte und die „Gotteszeit“ dazu benutzt, um sich Sorgen zu machen , Arbeiten auszuführen, Reichtümer anzueignen, und demjenigen, der diesen Tag benutzt, um seines Schöpfer zu denken, ihm für die irdischen und himmlischen Segnungen zu danken, um mit neuer Kraft für die neue Woche ausgerichtet zu werden, Ihm weiter zu dienen.

Solch ein Mensch ist wie der reiche Kornbauer, der unablässig seine Zeit, Energie und Planung dazu verwendet, beständig seinen Reichtum zu vermehren. Doch diesen Tag zu benutzen, um Reichtum zu vermehren, irdischen Wünschen, Zerstreuungen und Hobbies nachzugehen, die dem Willen Gottes entgegenstehen, werden zum Ruin führen und am Ende eine schreckliche Belohnung zur Folge haben.

Da nun der Sabbat als einziges Gebot im Neuen Testament nicht wiederholt wurde, eher abgelehnt wird (Kol 2,16+17), weil sich dieser Tag in Christus und seiner Ruhe und Auferstehung zum Herrentag entfaltet und ER das Ziel des Gesetzes ist, wird dieser erste Tag der Woche von der frühen Christenheit als Tag der Neuschöpfung gefeiert, an dem wöchentlich das Erinnerungsmahl des Herrn gehalten wurde. Dieser Tag, mit dem Zentrum der neuen Schöpfung des Menschen und des Alls durch Jesus Christus, sollte von allen wahren Christen primär beachtet und gefeiert werden.

Vers 37-41 – Erinnerungshilfen, die Sünde zu vermeiden

Erinnerungsknoten mit Farbe blau für den Himmel

Das Volk wird vom Herrn angewiesen, an den Grenzen seiner Gewänder Zotteln oder Franzen zu machen. Die Juden unterschieden sich damals sowohl in ihrer Kleidung als auch in ihrer Ernährung von ihren Nachbarn und lehrten sichtbar damit, sich in diesen und anderen Dingen nicht an die Lebensweise der Heiden anzupassen. Sie bekannten sich als Juden, als Lobpreis Gottes, wo immer sie wohnten, und schämten sich nicht für ihren Gott und sein gutes Gesetz. Die Baumeln und Franzen dienten nicht dazu, den Körper durch die Kleidung hervorzuheben oder zu schmücken, sondern um ihre Gedanken zu leiten und Erinnerungen an den Willen Gottes zu wecken (2 Petr 3,1). Wären sie versucht wegen schöner Beine, weiter über den Körper des Menschen damit verbundenen sexuellen Lüsten nachzudenken, würden sie versucht werden zu sündigen. So aber würde dieser Rand mit Franzen als eine Art Gitter sie warnen, dass sie nicht Gottes Gebote brechen. Wir würden dies mit einem Knoten im Taschentuch, mit einer Art Erinnerungshilfe für das geistliche Leben vergleichen.

Erinnerungsknoten an den Willen Gottes

Deshalb sollten wir auch heute kreativ sein und alle Mittel einsetzen, um unsere Erinnerungen mit den Wahrheiten und Vorschriften des Wortes Gottes aufzufrischen. Solche Erinnerungsknoten, die wie ein Band um den Arm getragen werden, wie: WWJDwhat would Jesus do? -oder WWJT was würde Jesus tun? – können auch heute noch unseren Gehorsam stärken. Auch regelmäßige Schriftlesung und Gebet werden unseren Geist gegen Versuchungen stärken und uns vor Sünde bewahren. Wir sollen unserem Gott heilig sein, uns vor Sünde zurückhalten und aufrichtig seinem Dienst widmen. Was aber ist der einzige Grund für alle Gebote, die immer wieder zur Erinnerung wiederholt werden? „Ich bin der Herr, dein Gott.“

(Teilweise angelehnt (Num 15, 32-46) an Matthew Henry’s Kommentar zur ganzen Bibel)


Neutestamentliche LesungNT – Markus 15,6-20a

https://www.bibleserver.com/EU/Markus15%2C6-20

Gebet – Psalm 11+12

https://www.bibleserver.com/EU/Psalm11

Eigene Lesung und kurze Meditation über den Text:

Abschlussgebet

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

10. Juli – Hauskirche

Hervorgehoben

Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Schriftteil

AT– 4Mo/Numeri 15,1-21

https://www.bibleserver.com/EU/4.Mose15%2C1-21


Homilie /Anstöße zur Alttestamentlichen Lesung

Numeri 15,1-21 – Der Blick nach vorn, lebendige Opfer zu bringen.

Nachdem das Volk, ohne den Willen Gottes zu erfragen, das Heft in die eigene Hand genommen hatte, erlebte es als Antwort eine der größten Niederlagen . Mit der Aussage: „Wenn ihr in das Land kommt, das ich euch zur Wohnung geben werden V2“, wird sofort der Blick nach vorn gerichtet. Wenn das verheißene Land dann ihr Wohnsitz sein wird, dann werden sie sofort daran erinnert, gleich zu Beginn  aus Dankbarkeit Gott Opfer zu bringen. Das Anliegen Gottes hier in Numeri geht dahin, von Anfang an gute Ordnungen für sein Volk, für die Gemeinde Gottes zu etablieren. In Levitikus 2 wurde schon auf das Speisopfer hingewiesen, hier aber geht es um die Einzelheiten der genauen Mengen. Gott aus Dankbarkeit zu ehren, steht nicht irgendwann am Ende einer Wohnsitznahme, sondern gleich zu Beginn. Dankbarkeit als lieblicher Geruch und herzliche Atmosphäre, soll doch jeden Wohnsitz und Familienverband durchziehen. Hier werden verschiedene freiwillige Opfer aufgezählt, die aber dann als allumfassendes Opfer gebracht werden sollen.

Personen, die zu dieser dankbaren Volksgemeinde zugezählt werden, sind Einheimische und auch Fremdlinge. Also nicht die Blutsgemeinschaft ist Grundlage dieser Volksgemeinschaft, sondern sie wird durch Anerkennung des Bundesschlusses und durch Teilnahme am einheitlichen Gottesdienst mit seinen Ordnungen aufgebaut und begrenzt. Nicht umsonst wird Israel erinnert: Habt den Fremdling lieb, denn ihr selbst ward Fremdlinge in Ägypten. Im Volk Gottes gibt es also kein völkisches oder sogenanntes Rassenproblem. Israeliten und Nicht-Israeliten sind eingeladen, sich durch Teilnahme am Bundesschluss und der Gottesdienstordnung dankbar dem lebendigen Gott darzubringen. Es ist der gemeinsame Gottesdienst, der das alte und neue Bundesvolk Gottes eint. So spricht Jesus nur von denen, die nicht durch Blutsabstammung, sondern durch göttlichen Abstammung (Joh 1,13) von oben her dazugehören. Er macht deutlich, dass nicht diejenigen aus seiner leiblichen Familie dazugehören, sondern nur solche, die den Willen Gottes tun (Mt 12,46-50).

Für dieses Volk Gottes, hat der Gottesdienst eine große Bedeutung. Das Speisopfer hier aus feinem Mehl mit Öl vermengt, stellt für sie einen Kuchen, einen Leib dar. Römer 12,1 sagt: … dass ihr euren Leib hingebt als ein Opfer, das lebendig, heilig und Gott wohlgefällig sei. Das sei euer vernünftiger Gottesdienst. Das Opfer Gottes und das persönliche Opfer ist das zentrale Anliegen dieser alten und auch neuen Volksgemeinschaft. Weil Gott selbst ein so großes Opfer dargebracht hat (Passa- und Kreuzerinnerung), sollen sie ihm ihr Leben dankbar zum Dienst zur Verfügung stellen.

Das Öl spricht vom Heiligen Geist, der diesen Leib erfüllen und heiligen soll, der Wein spricht von der Erlösung, im NT als von dem kraftvollen neuen Wein in neuen Schläuchen. Sind wir durch Jesus und durch die Annahme seines Opfers bereits im Glauben in dieses verheißene himmlische Land eingetreten? Dann lasst uns beständig unsere Erstlingsfrüchte zusammen mit unserem Leben als ein beständiges und lebendiges Opfer bringen.


Neutestamentliche Lesung

NT – Markus 15,1-5

https://www.bibleserver.com/EU/Markus15%2C1-5


Gebet – Psalm 11+12

https://www.bibleserver.com/EU/Psalm11

Abschlussgebet

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

9. Mai – Hauskirche

Hervorgehoben

Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Schriftteil

AT– 4Mo/Numeri 14,26-45

https://www.bibleserver.com/EU/4.Mose14%2C26-45

Gebet – Psalm 10

https://www.bibleserver.com/EU/Psalm10

NT – Markus 14,66-72

https://www.bibleserver.com/EU/Markus14%2C66-72


Homilie /Anstöße zur AT Lesung

AT– Numeri 14,26-45 – Mutige Taten nach Resignation. Empörende nehmen ihre Geschichte in eigene Hand.

Bisher nur als Videopredigt veröffentlicht: https://www.youtube.com/watch?v=XRt2_PvPZtg&t=192s

In ihrer Resignation vor den Riesen wünschte das Volk lieber in der Wüste zu sterben als mutig das Land zu erobern. Das Fürbittengebet zur Versöhnung des Volkes wurde zwar von Gott so erhört, dass er das ungehorsame Volk nicht vernichten werden würde, sie jedoch die Folgen ihres Ungehorsam erfahren sollten. Sie wollten wieder nach Ägypten zurückziehen. Also will Gott, dass sie in diese Richtung – Schilfmeer – ziehen. Keiner der Empörer. Wollte in Land einziehen, also sollen dies nur ihre Kinder tun. Nun sollen die 40 Tage Erkundung ihnen zu 40 Jahren prüfende Wüstenwanderung werden.  Warum wohl? Damit sie erfahren, dass Er der Herr ist, dass Er alles in seiner Hand hält, dass Er den Erfolg schenkt, wenn seinen Verheißung geglaubt und mutig sein Wille getan wird.

Unter heftiger Sündenerkenntnis und dem plötzlichen Tod der 10 böswilligen Kundschafter vor Augen, kamen sie zu einer spontaner Entscheidung, nun doch den ursprünglichen Willen Gottes tun zu wollen. Doch Gott hatte bereits seinen ursprünglichen Plan für das Volk verändert. Trotzdem wollten sie in eigener Kraft ihre Geschicke und Geschichte in die Hand nehmen. Sie wollten vermessen nach eigener Einschätzung, Willkür und Kraft das zu Ende führen, was Gott nicht angeordnet und nicht mehr für sie auf seinem Plan stehen hatte. Sie entscheiden in eigener Regie zu kämpfen und ihren Willen umzusetzen. Mose und Aaron, die irdischen und geistlichen Leiter unterstützen nicht dies Aktion. Die Bundeslade als Bild der Gegenwart Gottes zieht nicht mit. Es werden keine Kriegstrompeten geblasen, die Gott erinnern sollen mit in den Kampf zu ziehen. Und das Ergebnis ist eine schmerzliche und verlustreiche Niederlage durch die Bergvölker der Amalekiter und Kanaaniter.

Wir lernen, dass nur die gläubige und mutige Nachfolge unter dem Herrn, unserem Gott, nach seinem Willen Erfolg im Leben bringt. Wer das Heft oder das Konzept des Lebens in die eigene Hand nimmt, nicht wartet, dass Gott durch seine Leiter und Seine Initiative beginnt, der wird erfahren, wer nicht hören will, der muss fühlen. Entgegen diesem hören oft, dass für den persönlichen, wirtschaftlichen und kirchlichen Erfolg zuerst das positive Denken ausschlaggebend ist. Darüber äußerten sich u.a. Andrew Garnegie (Das Evangelium des Reichtums); Norman Vincent Peale (Die Kraft des positiven Denkens – ungeahnte Kräfte für Bewältigung des Lebens) und Robert H. Schuller (Move ahead with possibility thinking). Diese Denkweise ist weltweit verbreitet und erscheinen versteckt in vielen christlichen Publikation und Glaubenskursen und oft auch in Predigten. Wir müssen darauf achten, dass wir zuerst nach Psalm 1 über dem Willen Gottes nachdenken, meditieren, Tag und Nacht. Allein auf dieser Grundlage werden wir im in allen Lebensbereichen Erfolge haben und Früchte zur Ehre Gottes bringen. Allein das Mitgehen Gottes allein ist für den Erfolg entscheidend.

Abschlussgebet

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

7. Juli – Hauskirche

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Schlagwörter

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Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Schriftteil

AT– 4Mo/Numeri 13

https://www.bibleserver.com/EU/4.Mose13

Gebet – Psalm 8

https://www.bibleserver.com/EU/Psalm8

NT – Markus 14,43-52

https://www.bibleserver.com/EU/Markus14%2C43-52


Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT– Numeri 13 – Innerer Zerfall und geistliche Abwärtsspirale vor der Land-Einnahme

Äußerlich hat das Volk Frieden. Doch die innerliche Bedrohung des Volkes Gottes, ihres Glaubens, setzt sich vor der Land-Einnahme weiter fort. Wir erkennen eine theologische Abwärtsentwicklung und einen Verlust des Glaubens. Es begann mit der Unzufriedenheit des Volkes, sie wurde verstärkt durch ihr Murren, gefolgt von übler Rede und Kritik an ihrem Leiter Mose. Hier folgen nun negative und aufgebauschte Berichte, die zur Rebellion führen können.

Zur Erkundung des Landes sendet Mose auf den Befehl Gottes 12 Mitstammesälteste aus, die noch jünger an Jahren waren, und eine 450 km Strecke vom Süden, Hebron, bis in den Norden (später Dan) hin und dann wieder zurück zu Fuß durchqueren sollten. Unter ihnen finden sich die später bekannteren Namen wie Josua und Kaleb. Da es sich um eine Mission des Herrn handelte, wurde Hoseas Name „er hilft“ zu Beginn in Josua, „der Herr hilft“ umgewandelt. Der gleiche Name später in Griechisch ist Jesus. Durch diese Namensveränderung sollten auch alle übrigen Kundschafter solch einen Blick bei der Erkundung und Beurteilung des Landes, dass „Jahwe hilft“, im Auge behalten. Diese 12 verließen etwa gegen Ende Juli das Camp und kehrten nach reicher Erfahrung und Erkenntnis mit Früchten des Landes, riesigen Trauben und Granatäpfeln, beladen wieder zurück. Die Zeit von 40 Tagen sollte gleichzeitig eine Prüfungszeit des Glaubens für sie und das wartende Volk sein.

Nach der gelungenen Auskundschaftung wurden zwei unterschiedliche Botschaften als Report an das Volk gegeben. Einmal war es ein Bericht des Glaubens durch Josua und Kaleb, dann des Unglaubens. Würden sie auf den negativen Bericht der 10 Kundschafter unter dem Aspekt des Unglaubens hören und sich beeinflussen lassen, dann würden sie nur auf die Riesen, die Probleme und Unmöglichkeiten des Landes schauen, die sie überwältigen könnten. Als Resultat würden sie sich im Unglauben von der Land-Einnahme abwenden und somit Gottes Plan vereiteln. Sie würden dann nicht auf die Verheißung Gottes und die mitgebrachten Früchte des Landes schauen als Angeld und Vorschuss, sondern subjektiv auf ihre eigene Unfähigkeit, Schwachheit und ihren Fuß aus Angst und Unglaube nicht auf das vor ihnen liegende Land setzen.

Riesen auf SyltRainer-Bresslein

Würde aber das Volk auf den Bericht des Josua und Kaleb hören, der unter dem Glaubensaspekt berichtet wurde, dass bei dieser Herausforderung „der Herr hilft“, wie er es auch beim Auszug aus Ägypten und unterwegs bisher bewiesen hatte, dann würden sie das Land bald für sich und Gott einnehmen.

Auch heute stehen wir als Christen und Verantwortliche für Kirche und Verkündigung des Evangelium vor unseren immer gegenwärtigen Riesen: Corona ist überall. Sollen wir ständig in Angst und so im Unglauben leben, uns zurückziehen? Wollen wir uns doch nicht durch die täglichen Statistiken, ständigen Berichte und neuen Vorschriften des Tages und der Woche von unserem eigentlichen Auftrag abbringen lassen: Sei getrost und unverzagt, nehmt jede Stätte ein, wo ihr eure Füße im Glauben hinsetzten werdet. Denn wer da glaubt, flieht nicht. Wollen wir gerade in Zeiten mit riesigen Schwierigkeiten uns nicht ängstlich zurückziehen, sondern gerade dann bereit sein, das Land des Reiches Gottes einzunehmen.

NT – Markus 14,43-52 Verrat am Leiter, aber die Fliehenden kommen später zurück

Nacht, Dunkelheit, Alleinsein. Der Leiter ist schlussendlich immer der Einsame, auch wenn sein Alleinsein nur vor Gott besteht. Dies wird daran deutlich, dass seine Mitarbeiter schlafen und ihren Meister allein lassen, ihn nicht verstehen und ihn sogar bald verlassen werden. Mittendrin verrät einer aus dem innersten Zirkel ihn mit einem verlogenen Kuss, der eigentlich die Abhängigkeit des Schülers vom Rabbi andeutete. Damit bestimmt er nun über den Meister und kennzeichnet ihn als Opfer des Todes. Petrus dagegen handelt impulsiv und fleischlich, als er mit dem Schwert die Folge der Festnahme verhindern will. Der Hinweis aber, dass es sich bei dem turbulenten Nachtgeschehen um die Erfüllung des Planes Gottes handelt, wird mit dem Hinweis auf die Erfüllung der Schrift bestätigt (Jes 53,3ff). Hier treffen geheimnisvoll menschliche und göttliche Entscheidungen aufeinander.

Die letzten beiden Verse deuten auf den Schreiber des Evangeliums hin, nämlich, dass der junge Mann, der die Flucht ergreift, Johannes Markus sein soll. Er ist derjenige, der dann später Petrus auf den Missionsreisen nach Rom begleitet und seine Botschaft dort dolmetscht, ihm das Evangelium (das wir hier lesen) übersetzt.

Abschlussgebet

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

6. Juli – Hauskirche

Hervorgehoben

Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenk agen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Schriftteil

AT– 4Mo/Numeri 12

https://www.bibleserver.com/EU/4.Mose12

Gebet – Psalm 7

https://www.bibleserver.com/EU/Psalm7

NT – Markus 14,43-52

https://www.bibleserver.com/EU/Markus14%2C43-52


Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT– Numeri 12 – Umgang in Führungsposition mit Machtansprüchen

Auf halben Weg in das Verheißene Land find wir drei Anklagen des Volkes oder der Leiterschaft gegen Mose. Zu Beginn war es das Volk, jetzt kommt der Angriff aus der engen Leiterschaft. Kurz vor diesem Ereignis erhielt Mose 70 erfahrene Älteste im Volk zur Seite gestellt, die mit dem prophetischen Geist erfüllt wurden. Dieses mag ein Anlass für Mirjam und Aaron gewesen zu sein, ihre Stellung zu bewahren oder erneut herauszustellen. Mirjam war die Prophetin (Ex 15,20) und Frauenführerin des Volkes, Aaron der ordinierte Leiter der gesamten Priesterschaft. „Ich auch“ war der Ruf, ein Anschlag, um in die erste Leitungsposition zu kommen. Das Argument, dass sie hier gegen ihn hervorbringen, ist ein untergeschobenes völkisches Argument: Er habe sich eine Ausländerin (Kuschiterin) eine Dunkelhäutige zur Frau genommen. Kusch ist im Norden Arabiens zu suchen (Habakuk 3,7) und bezieht eher auf seine frühere Heirat mit Zippora. Unbewiesen ist eine zweite Heirat mit einer anderen Person. Diese Verbindung, so behaupten sie, würde ihn aber rechtlich von seiner Position als des Herrn Hauptsprecher und Propheten disqualifizieren. Die Attacke geht von der eigenen Schwester aus. Sie stiftet den Bruder und Hohenpriester Aaron mit an, gegen Mose als Hauptleiter zu rebellieren und sich in Führungsposition inmitten der neu eingesetzten 70 prophetischen begaben Ältesten zu bringen. Die Herausforderung gegen Mose als Leiter ist eine Anklage gegen Gott und seine Führung. Gott beruft sie in die Stiftshütte vor den Vorhang seiner Gegenwart und macht ihnen einmal den Unterschied seiner besonderen Beziehung und seines unterschiedlichen Redens zwischen Mose und anderen Propheten deutlich. Weiter straft er die Prophetin Mirjam, die diese Rebellion innerhalb der Leiterschaft inszeniert hatte, mit 14 Tage Quarantäne. Die bestand einmal aus sieben Tagen – wegen ihrer plötzlichen Hautkrankheit – außerhalb der Volksgemeinschaft zu leben, und weiteren sieben Tage des Abgesondertsein von ihrer Familienwohnung.

Machtpostition in Religion

Nicht nur in politischen Kreisen, sondern auch in christlichen und Kirchenleitungen findet man dieses Phänomen immer wieder, dass sich Menschen durch vorgeschobene Anklagen oder Themen rechtzeitig um Positionen und vorderste Plätze bringen wollen. In der Kirche Christi ist es nicht so. Demut (V 3) zeigt sich darin, dass sich die Person mit allen Wünschen und Ambitionen zurücknimmt, auch darunter leidet, und vor allem dem Auftrag und dem Willen Gottes gehorcht. In diesem Zustand ist der Leiter auch recht verletzlich durch Menschen. Aber wenn er in dieser Situation seine Persönlichkeit so sehr zurücknimmt, dass nicht er sich verteidigt, nicht er sich mit seinen Gegnern auseinandersetzt und argumentiert, sondern sich still verhält, dann kann Gott mit der Person handeln. Mose betet in dieser Zurückhaltung inständig zu Gott. Daraufhin erscheint Gott der Mirjam und dem Aaron direkt. Sie müssen sich vor ihm verantworten und erleben eine erfahrbare Züchtigung für ihre inszenierte Rebellion. Dann greift Gott direkt im Leben ein. Dieses geistliche Prinzip gilt auf allen familiären, kirchlichen und gesellschaftlichen Ebenen immer dann, wenn rechtliche Autorität und Führungspositionen infrage gestellt werden. Demut ist nicht nur eine Zurücknahme seiner Selbst, sondern zuerst eine positive Hingabe an die Berufung und persönlichen Dienst für Gott. Dies erkennen wir an der Demut Mose in seiner Leitung des Volkes Israels und besonders im Vorbild unseres Herrn Jesus Christus. (Phil. 2,3-8).

In der alten Kirche gab es die Frage: Woran erkennt man einen Bischof? Antwort: Daran, dass man ihn nicht hört! (Jedoch alles in der Stille mit Gott bespricht, dann aber zur rechten Zeit entscheiden kann). Wollen wir uns als Berufene der Verantwortung in unserer jeweiligen Leitungsposition bewusstwerden und nach diesen Prinzipien zur Ehre Gottes in Demut handeln, beten und warten, damit ER in seiner Zeit antwortet und auf seine Weise diese Angelegenheit löst.

NT – Markus 14,43-52 Verrat am Leiter, aber die Fliehenden kommen zurück

Nacht, Dunkelheit, Alleinsein. Der Leiter ist schlussendlich immer der Einsame, auch wenn sein Alleinsein nur vor Gott besteht. Dies wird darin deutlich, dass seine Mitarbeiter schlafen und ihren Meister allein lassen, ihn nicht verstehen und ihn sogar bald verlassen werden. Mittendrin verrät einer aus dem innersten Zirkel ihn mit einem verlogenen Kuss, der eigentlich die Abhängigkeit des Schülers vom Rabbi andeutete. Damit bestimmt er nun über den Meister und kennzeichnet ihn als Opfer des Todes. Petrus dagegen handelt impulsiv und fleischlich, als er mit dem Schwert die Folge der Festnahme verhindern will. Der Hinweis aber, dass es sich bei dem turbulenten Nachtgeschehen um die Erfüllung des Planes Gottes handelt, wird mit dem Hinweis auf die Erfüllung der Schrift bestätigt (Jes 53,3ff). Hier treffen geheimnisvoll menschliche und göttliche Entscheidungen aufeinander.

Die letzten beiden Verse deuten auf den Schreiber des Evangeliums hin, nämlich, dass der junge Mann, der die Flucht ergreift, Johannes Markus sein soll. Er ist derjenige, der dann später Petrus auf den Missionsreisen nach Rom begleitet und seine Botschaft übersetzt.

Abschlussgebet

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

4. Juli – Hauskirche

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Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Schriftteil

AT– 4Mo/Numeri 4

https://www.bibleserver.com/EU.Ne%C3%9C.MENG/4.Mose11%2C1-23

Gebet – Psalm 5

https://www.bibleserver.com/EU/Psalm5

NT – Markus 14,12-25

https://www.bibleserver.com/EU/Markus11%2C12-25


Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT– Numeri 11,1-23 – Lustprinzip in der Gemeinde und Gottes Abhilfe

Mit dem ersten Umzug und Ortswechsel entdecken wir eine Unzufriedenheit im Volk Gottes, das sich in den anschließenden Kapiteln 12-14 und in 16 und 20 weiter entfalten wird.

Ausschlaggebend für die „Infektion“ mit der Unzufriedenheit sind die mitgezogenen Fremden (unzufriedenes Gesindel: Mischvolk und Nichtisraeliten) aus Ägypten, die ursprünglich nicht zum Volk Gottes gehörten. Ihre einst nach Wünschen und Lüsten ausgerichtete Lebensweise Ägyptens (Fleisch und stimulierenden Gewürze, etc.) ist für sie sehr unbefriedigend. Sie stecken viele der Bundes-Israeliten mit dem fleischlich-seelischen Virus „Lasst uns endlich wieder Party feiern“ an. Diese infizierenden Gedanken (nach Fleisch und Gewürzen) verbreiteten sie unter dem Volk Gottes. Während der einjährigen zurückgezogenen Wüstenzeit, der Kontemplation und geistlich-strukturellen Neuorientierung vermissten sie Pep, Party und Privatgestaltung. Gott antwortet den in den Außenbezirken des Heiligtum zeltenden Fremden mit einem wütend um sich greifenden Feuer. Dieser Außen-Brand hätte den 12 Stämmen als Warnung dienen sollen, aber sie verstanden Gottes Warnung nicht.

Finden wir solche Mitbringsel und Ideologien nicht ähnlich in heutigen Beziehungskreisen? Da entstehen Beziehungen zwischen christlichen und nichtchristlichen Familien, und als Resultat unterschiedliche Gottes- und Lebensbilder dann vermischt in neuen Ehe- oder Lebenspartnerschaften. Wenn dann auch noch eine Person diese Partylebensgestaltung oder andere moderne Ideologie in den Mittelpunkt der Beziehung stellt, dann wird diese Beziehung bald zu brennen beginnen. Nach dem Motto: Ich benutze den und die andere nur solange, wie ich davon Nutzen habe und sie mich zufriedenstellt. Andernfalls verlasse ich diese Beziehung.

Wird dann neben dieser „Partystimmung“ auch noch eine Politik- und nichtchristliche Ethikgesinnung in die „Großfamilie“ der Ortsgemeinde und Kirche hineingebracht, wird dann das Feuer von außen her brennen und die Kirche Christi mit ihrer eigentlichen Berufung zerstören. Wollen wir darauf achten, dass weder die christliche Klein- noch Großfamilie mit dem Party for Life Virus (Wohlfühl- und Hauptsache gesund „Evangelium“) noch mit dem Virus Politics for Power (Machtpolitik in der Kirche) infiziert werden.

In dieser neuen Situation ist Mose verzweifelt. Er hat dieses Volk nicht geschaffen, ihm nichts verheißen, sieht sich auch nicht verantwortlich für ihre Nahrung noch ihre seelischen Bedürfnisse. Mit dieser neuen zusätzlichen Verantwortung fühlt er sich überfordert. Er möchte sie insgesamt abgeben und am liebsten sterben. In dieser Situation kommt Gott der Verzweiflung Moses entgegen. Weder tadelt noch lobt er Mose. Doch begegnet der ihm in seiner Gnade mit Trost, Verständnis und mit organisatorischem Rat und Hilfe durch den Heiligen Geist.

Oft geht es verantwortlichen geistlichen Leitern in der Ortsgemeinde und Kirchenleitung ähnlich wie Mose. Sie werden immer wieder durch neue Ideen, Wünsche, Aktionen, Hilferufe, Umstrukturierung der Kirche, etc. herausgefordert und in spannungsreiche und verzweifelnde Situationen geführt, die bis hin zu Depressionen, Burnout und Ausstieg aus dem geistlichen Dienst führen können. Gerade sie benötigen in solchen Situationen die Gnade und Hilfe Gottes, besonders durch geistliche Kraft und geistliche Neustrukturierung. Über dieses spricht im Einzelnen der nächst Abschnitt.

NT – Markus 14,12-25 – Wirkliche und wirksame Gegenwart Christ damals und heute

Das gemeinsame Mahl Jesu mit seinen Jüngern weist auf die ewige Bundesgemeinschaft unter der Gottesherrschaft hin. Das Thema der Bundestheologie: Ich will ihr Gott sein, und ihr sollt mein Volk sein, unter ihnen wohnen, unter ihnen Tisch- und Lebensgemeinschaft haben, zieht sich wie ein roter Faden durch die gesamte Bibel. Jeder Bund Gottes ist an Verheißungen und Verpflichtungen geknüpft und wird durch Zeichen (hier Brot und Wein) begleitet. Die Einsetzungsworte weisen von 1. Kor 11,23-28 geprägt auf den geheimnisvollen (sakramentalen) Charakter des Herrenmahls, der Heiligen Kommunion, unter den Zeichen von Brot und Wein hin. In dieser sich erinnernden und vergegenwärtigenden Kreuzestat Christi unter Einnahme der Elemente und der Anwesenheit des Heiligen Geistes erhalten die Jünger (damals und heute) Anteil an Seinem sühnenden Tod und der daraus fließenden Wirksamkeit für das persönlichen Leben.

Kommt das Wort zum Element, dann ersteht das Sakrament.

Obwohl dieses Sakrament nicht erklärt werden kann, es immer ein Geheimnis bleibt, verstehen Anglikaner die heilige Gemeinschaft am Leib und Blut Christi (1. Kor 10,16-17), oderDie Heilige Kommunion“, als eine wirksame Realpräsenz Christi während Mahlfeier und mit Wirkung für das Leben eines jeden Gläubigen. Der Wunsch und das Verlangen, an dieser Danksagungsfeier (Eucharistie) regelmäßig teilzunehmen und gestärkt zu werden, sollte tief im Herzen eines jeden Christen verankert sein.

Abschlussgebet

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

3. Juli – Hauskirche

Hervorgehoben

Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Schriftteil

AT– Numeri 4

https://www.bibleserver.com/EU/Numeri10

Gebet – Psalm 3+4

https://www.bibleserver.com/EU/Psalm3

NT – Markus 14,1-11

https://www.bibleserver.com/EU/Markus11%2C1-11


Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT– Numeri 10 – Trompeten – geistliche Ordnungsfunktionen bei der Wanderung des Gottesvolkes

NT – Markus 14,1-11  – ohne Auslegung

Abschlussgebet

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

2. Juli – Maria – Visitatio

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Familien- oder Hausandacht am Morgen

zum Gedenken an Mariä Heimsuchung. Liturgische Farbe ist weiß. Fest Jesu Christi.

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Schriftteil

AT– Jes 11,1-5

https://www.bibleserver.com/EU/Jesaja11%2C1-5

Gebet – Psalm 89,2-19

https://www.bibleserver.com/EU/Psalm89%2C2-19

NT – Lukas 1,39-56

https://www.bibleserver.com/EU/Lukas1%2C39-56


Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT– Jesaja 11, 1-5Verheißene Gnadengaben durch Jesus erfüllt

Gott spricht dem geistlich hungrigen und durstigen Volk über ihre irdischen Bedürfnisse hinaus die Geschenke des Wortes, der Väter- und Davidsverheißung und des ewigen Bund zu. Die durch Jesaja hier angekündigten Gnadengaben Davids werden im Neuen Testament besonders in Marias Lobgesang, dem Benediktus, angesprochen und auf Jesus, dem Sohn Davids, bezogen.

Maria – Visitatio

NT – Lukas 1,39-56Maria geisterfüllt verherrlicht Gott

Schon in der Ankündigung der Geburt Jesu im Abschnitt zuvor (V 26-38) wird Maria ihre messianische Sonderstellung und Aufgabe verkündet, Jesus, den Sohn des Höchsten, auszutragen, damit er auf dem verheißenen Thron Davids regieren soll.

Als des Herrn Magd mit prophetischem Verständnis besucht sie, vom Geist Gottes geleitet, bald ihre Verwandte Elisabeth. Diese trägt den sechs Monate älteren Johannes, den Cousin Jesu, in sich. Er ist schon als Ungeborener mit dem Heiligen Geist erfüllt und erkennt im durch den Geist Gottes, dass das Embryo Marias der Messias ist. Auf Ihn hin ist sein Dienst ausgelegt. Johannes , im sechsten Monat, hüpft und strampelt geisterfüllt im Bauch der Elisabeth (Lu 1,15). Alle hier, Maria, Elisabeth und die noch Ungeborenen sind Geisterfüllte, die gemeinsam all das vollenden sollen, was Gott im Voraus gesagt und verheißen hatte.

Das, was Maria nun als geisterfüllte Frau über ihre Lippen hervorbringt, ist die Verherrlichung Gottes, des Herrn. Das Magnifikat (Vers 46-55), benannt nach der lateinischen Bibel „es verherrlicht“, lehnt sich vom Inhalt her an alttestamentliche Vorbilder an wie 1Sam 2,1ff; Ps 34,3 ff; 103,8ff. Sie verherrlicht mit diesem Lobgesang den Gott, der durch die ganze Geschichte Israels zu allen seinen Verheißungen steht, die nun durch Jesus erfüllt werden sollen. Gott hat sich als Heiland/Retter immer schon für die Niedrigen eingesetzt, aber auch die stolzen Mächtigen vom Thron gestoßen. Er denkt an die Verheißungen, die er Abraham und seinen Kindern gegeben hatte, und hilft ab jetzt durch den kommenden Messias seinen gläubigen Kindern von jetzt an bis in Ewigkeit. Maria versteht, dass dieses große Heilswerk und dass das Friedensreich bereits bei ihr und in allen demütigen Herzen begonnen hat. In Ihrem Glauben an das Verheißungswort des Herrn (V 45) wird sie „seliggesprochen“.

Damit zeigt sie allen Gläubigen vorbildhaft, was Glauben und Vertrauen wirklich bedeutet. Sie ist so als Dienerin des Herrn allen Frauen und Männern Vorbild Nr. 1 im Glauben.

Abschlussgebet

Tagesgebet zum Fest Mariä Heimsuchung

Allmächtiger Gott. Du hast an der Jungfrau Maria große Dinge getan und sie zur Mutter Deines Sohnes gemacht. Gib, dass auch wir uns in Demut Deinem heiligen Wort öffnen und Deinen lieben Sohn in rechtem Glauben annehmen. Der mit Dir und dem Heiligen Geist lebt und regiert, jetzt und allezeit und in Ewigkeit.  Amen.

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

1. Juli – Hauskirche

Hervorgehoben

Schlagwörter

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Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Schriftteil & Homilie/Hinweise

AT– 4. Mose/Numeri 9

https://www.bibleserver.com/EU/4.Mose9

Gebet – Psalm 1+2

https://www.bibleserver.com/LUT/Psalm1

NT – Markus 13,24-37

https://www.bibleserver.com/EU/Markus13%2C24-37


AT – Numeri 9 – Teilnehmer des Volkes Gottes und ihre Verbindlichkeit

Gibt es Gründe, dass das Volk Gottes von festen Satzungen und gebotenen Feiern abweichen kann? Wenn z.B. Menschen durch einschneidende Lebensereignisse – (Tod eines Nahestehenden) oder durch geographische Hinderungsgründe (auf Reisen oder entfernte Arbeitstätigkeit) gehindert werden, an dem Hauptfest der Volksgemeinschaft teilzunehmen, sind sie dann noch Teil des Volkes Gottes?

In Ex 12 wird das Passafest als konstituierendes Fest des Auszugs aus Ägypten und der Rettung Israels für jeden Volksgenossen für alle Zeiten festgesetzt. Somit ist es zuerst ein Zeichen der Volkszugehörigkeit, wenn man es auch feiert. Die Nichtteilnahme an der jährlichen Feier exkommuniziert jedoch alle, die sich dieser Feier verweigern würden. Zweitens ist das Fest mit der Darbringung einer Gabe verbunden, die aus Dankbarkeit für diesen Auszug aus Ägypten und Gottes Schutz dargebracht wird. Durch den Zug des Volkes Gottes durch ihre Welt, ergeben sich immer Umstände und Ereignisse, die sich mit den Satzungen Gottes überschneiden. Diese können unverschuldet oder auch verschuldet eintreten. Bei unverschuldeter Nichtteilnahme gibt Gott durch Mose eine Ersatzlösung. Genau einen Monat danach könnten diejenigen, die nicht am Erlösungsfest teilnehmen konnten, eine kleinere Nach- und Gedenkfeier begehen. Wenn aber ein Israelit aus anderen Gründen nicht an diesem Passa teilnehmen wollte, exkommunizierte er sich damit automatisch. Dann sollte er aus dem Volk ausgerottet – vertrieben oder getötet – werden. Jedoch der Fremdling, der Ausländer in ihrer Mitte, durfte und sollte an diesem Fest teilnehmen, vorausgesetzt, dass er beschnitten war.

Wir lernen daraus, dass es nicht möglich ist, zum Volk Gottes zu gehören und nicht am grundlegenden Fest der Erlösung zur entsprechenden Zeit teilzunehmen. Dabei geht es nicht um die Abgrenzung gegenüber denen (Völkern und Kulturen), die da draußen sind, sondern um die Verbindung und Zugehörigkeit nach innen, zum Kern und zur Bundesverpflichtung. Es ist nicht möglich, sich zum Volk Gottes zu zählen, aber nicht zu den Versammlungen des Herrn zu erscheinen. Es ist nicht möglich, sich als Christ zu bezeichnen und nur für sich geistlich zu leben, hin und wieder eine Meditation zu machen oder sporadisch die Bibel aufzuschlagen. Es ist nicht möglich, zur Kirche Christi, der Versammlung der Gläubigen, gehören zu wollen und gleichzeitig wochen- und monatelang nicht unter die Verkündigung Gottes zu gehen. Es ist auch nicht möglich, Christ zu sein und beständig das Erinnerungsmahl des Herrn zu verpassen. Wer unverschuldet am Tag des Herr, an dem das Erlösungsmahl Jesus gefeiert wird, fehlt, der sollte dies an anderen Tagen, bei nächster Gelegenheit nachholen. Auch christliche Gemeinschaften und Kirchen, die nicht ein regelmäßiges Herrenmahl / Eucharistie anbieten, sollten sich an die Vorgaben des Neuen Testamentes erneut orientieren.

Denn im NT feiert die „Jesusfamilie“ ihr Erlösungsfest. „Denn auch unser Passahlamm ist geopfert, das ist Christus. Darum lasst uns das Fest feiern …mit dem ungesäuerten Teig der Lauterkeit und Wahrheit (1Kor5,7-8). Wann und wie oft feierte die neutestamentliche Bundesgemeinde dieses Erlösungsfest? Am ersten Tag der Woche aber, als wir versammelt waren, das Brot zubrechen. Oder 1Kor 11, 20: Wenn ihr euch versammelt, ist das kein Essen des Herrenmahls. Im Neuen Testament wird vorausgesetzt, dass das Erlösungsfest nicht nur einmal im Jahr, sondern wöchentlich gefeiert wird. Jeder Sonntag ist ein dann kleines Oster- oder Auferstehungsfest des Herrn. Deshalb ergibt sich für jeden wahren Christen, sich an diese Praxis zu erinnern und diese für sich selbst regelmäßig zu praktizieren. Damit zeigt der Christ seine Verbindlichkeit und Zugehörigkeit zum Volk Gottes und zur Kirche Christi.


NT – Markus 13,24-37 – Wachen und sammeln bis zur Wiederkunft

Das Kommen des Menschensohnes, seine zweite Ankunft, wird sich erst nach einer Drangsal-Zeit der Gemeinde ereignen. Diese wird begleitet von weltumfassenden, kosmischen Ereignissen. Das Ziel aller Bedrängnis ist am Ende die Sammlung der Erwählten zum Heil. Dafür muss die Gemeinde wach bleiben und durch ihre Mission dies bis zum Ende unterstützen.

Das Zeichen der Wiederkunft Christi wird mit dem Hinweis auf das Wachstum des Feigenbaums erläutert. Der Feigenbaum steht auch für Israel. Damit könnte auch Israel als Volk und Staat ein wichtiges Zeichen an der Weltenuhr sein. Wiederum steht aber auch der Hinweis auf die damalige nahe Zeit: „Dieses Geschlecht wird nicht vergehen“, was auf die Zerstörung des Tempels und Jerusalems im Jahre 70 hinweisen würde.

Wichtig ist neben dem Achten auf die Zeichen der Endzeit, sich nicht auf Spekulationen über den genauen Zeitpunkt der Wiederkunft einzulassen – wie es in den letzten 150 Jahren viele Irrlehrer und christliche Sekten fälschlicher Weise versuchten – sondern sich auf das wache und verantwortungsvolle Tun der direkten Worte Jesu konzentrieren. Alle bisher berechneten Termine der Wiederkunft Christi einhergehend mit Verschwörungstheorien und Schwärmereien führten dazu, von den eigentlichen Worten und dem Auftrag Christi abzulenken. Denn Jesus gab seiner Kirche den Auftrag in der Zwischenzeit wachsam zu sein und emsig zu arbeiten. In der Gegenwart bis zur Wiederkunft Christi ist die Arbeit der Verkündigung des Evangeliums an alle Völker der Welt vorrangig vor aller Endzeitberechnung oder Beschäftigung mit neuen Propheten- und Apostelbewegungen.

Abschlussgebet

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

Zitat

29. Juni – Apostel Petrus – Gedenktag

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Schlagwörter

Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf


Tag der Apostel Petrus (und Paulus)

Liturgische Tagesfarbe rot

Tagesspruch:

„Wie willkommen sind auf den Bergen die Schritte des Freudenboten, der Frieden ankündigt, der eine frohe Botschaft bringt und Rettung verheißt, der zu Zion sagt: Dein Gott ist König.“ (Jes 52,7)

Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Schriftteil und Homilie /Anstöße zu den Lesungen

NT– Apg. 12,1-11

https://www.bibleserver.com/EU/Apostelgeschichte12%2C1-11

Gebet – Psalm 96

https://www.bibleserver.com/LUT/Psalm96

NT – Matthäus 16,13-20

https://www.bibleserver.com/EU/Matth%C3%A4us16%2C13-20

Petrus erhält in diesem Abschnitt eine besondere Stellung für die Kirche und ihren Auftrag. Diese Bedeutung wird durch Frage und Antwort erarbeitet. Sie wird danach nicht nur für Petrus, sondern für die Apostelschar, die frühe Jesusgemeinde und die Gesamtkirche Christi festgeschrieben.

Das Wortspiel, das hier vorliegt, gründet sich auf Petrus aramäischen Namen Kephas und griechen Namen Petros – mit gleicher Bedeutung: Fels. Dann folgt: auf diesen „Petra“ will ich meine Ekklesia-meine Kirche- bauen (oiko-domäso). Hier steckt schon vorweggenommen schon alles drin, was sich in Zukunft – mit Apg. 2 Pfingsten und dem Beginn der Kirche Christi – ereignen soll. Über die unterschiedlichen kirchlich-theologischen Auslegungen soll hier nicht im Einzelnen gesprochen werden wie: Hat Petrus die Vorrangstellung, auf den sich die einzig wahre Kirche gründet? Ist es das Petrusbekenntnis (Messiasbekenntnis) auf das sich  zentral die allgemeine Kirche gründet? Ist es die besondere Offenbarung vom Vater im Himmel, der als ewiger Fels im Alten Testament dargestellt (hier als Petra-massives Felsengebirge), auf den sich das neu entstehende Haus Jesu (Oikos) gebaut werden soll?

Doch Petrus bekommt hier eine Vorrangstellung. Diese nimmt er als Apostelsprecher ein, als er das neue Zeitalter des Heilige Geistes und der Kirche Christi einleitete (Apg 2) und das Tor des Evangeliums bei Kornelius (Apg. 10) und darüber hinaus öffnete. Die Bedeutung liegt einmal darin, dass Jesus ihm die Autorität der Schriftauslegung und Entscheidungshoheit in himmlischen Dingen übergibt und damit sie aus der Hoheit der Schriftgelehrten endgültig herausnimmt. Die Entscheidung über den Zugang zum Himmel und das ewige Leben liegt damit im Schlüsselamt, das damit mit Petrus den Aposteln und der Kirche übergeben wird. Dies Vollmacht (Joh 20,21-23) besteht in dem Auftrag, die Sündenvergebung allen zuzusprechen oder auch nicht zuzusprechen. Dieses Schlüsselamt ist damit nicht nur Petrus, sondern allen Aposteln und ihren verantwortlichen Nachfolgern in der gesamten Kirche Christi übertragen worden. Deutlich wird dies noch einmal im Missionsauftrag in Lukas 24,46-48 herausgestellt.

In der Anglikanischen Kirche wird dieser Auftrag wahrgenommen. Man erkennbar dies in der Liturgie gleich am Anfang beim täglichen Gottesdienst im Morgen- und Abendlob. Nach dem Schuldbekenntnis der Gemeinde, weil sie in Gedanken, Worten und Werken weiterhin gesündigt hat, wird stellvertretend durch den Liturgen (Bischof, Pfarrer / Priester) die Vergebung allen wahrhaft bußfertigen und gläubigen Christen verkündigt und zugesprochen.

Abschlussgebete

Tagesgebet

Allmächtiger Gott. Der Du durch Deinen Sohn Jesus Christus Deinen heiligen Apostel Petrus (und Paulus) viele vorzügliche Gaben verliehen und ihm/ihnen ernsthaft befohlen hast, Deine Herde zu weiden. Wir bitten Dich: Gewähre, dass alle Bischöfe und Hirten Dein heiliges Wort gewissenhaft predigen und ihre Gemeinden dasselbe auch willig befolgen, damit sie die Krone der ewigen Herrlichkeit empfangen. Durch Deinen Sohn Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.


Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

Umfangreiche Ausführungen zum Aposteltag:

https://www.heiligenlexikon.de/BiographienP/Petrus.htm

25. Mai – Hauskirche

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Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen nach dem Lektionar der Anglikanischen Kirche i.D. werden an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen unterbrochen. Die gesamte Jahreslesung finden sie hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Schriftteil

AT– 4. Mose /Numeri 4,28-49

https://www.bibleserver.com/EU/4.Mose4%2C28-49

Gebet – Psalm 145

https://www.bibleserver.com/LUT/Psalm146

NT – Markus 12,38-34

https://www.bibleserver.com/EU/Markus12%2C28-34


Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT – Numeri 4 ,29-49 Berufen, um zu dienen und Lasten zu tragen

In Kapitel 3 wurden auf Gottes Anordnung hin alle männlichen Nachkommen Levis ab dem ersten Lebensmonat für den Dienst am Heiligtum gezählt. Es waren insgesamt 22.000 Diener auf die zurückgegriffen werden konnte. Unter den drei Söhnen Levis – Gerson, Kehath und Merari – hatte Merari die geringste Anzahl von Jungen im Alter von einem Jahr. Nun aber wird uns zum Abschluss in K 4 deutlich, dass sie bei erneuter Zählung in dem Altersabschnitt 30-50 die größte Anzahl von dienenden Männer stellen konnten. Sie konnten etwa 500 mehr Männer zum Dienst aufstellen als die anderen Abteilungen der Leviten.

Wir erkennen, dass Gott nach seinem Ratschluss diejenigen aussondert, die am Ende für seinen Dienst auch die meisten und fähigsten Helfer stellen werden. Er gibt für jedem Dienst die Stärke und Helfer für die zu erwartenden Aufgaben. Die Merariter hatten damit genügend Helfer, um das gesamte Gerüst und alle Teile der Zeltkirche zu transportieren. So stellen wir fest, dass für den unterstützenden praktischen Dienst mehr fähige Männer vorhanden waren als für den angeseheneren Dienst im inneren Heiligtum an den heiligen Geräten. Diese Konstellation finden wir im Reich Gottes auch heute noch. Diejenigen, die sich in und für den Dienst in der Welt sozial und missionarisch engagieren, sind mehr als die, die in Amt und Position der Gemeinde- und Kirchenleitung für Gott tätig sind. Und gerade diese Personen sind wichtig, denn ohne sie könnte die soziale und missionarische Arbeit in der Welt gar nicht geleistet werden.

Wir erkennen auch an dieser Stelle das spätere neutestamentliche Prinzip von Epheser 4,1-16. Dort wird auf die Vielfalt der Gaben in der Gemeinde hingewiesen. Sie sollen in einem Geist unter Leitung von Ämtern und Diensten (den Gelenken und Sehnen) für den Aufbau des Körpers der Kirche Christi eingesetzt werden und miteinander im Dienst Christi arbeiten. Dies bedeutet vor allem, die Lasten der christlichen Gemeinschaft und die der Welt zu tragen. Die Gelenke, die diesen Dienst steuern, sind die Ämter: Apostel, Hirten und Lehrer; die Glieder, die den Dienst tun sollen, das sind alle Gläubigen mit ihren Begabungen. Sie sollen zum Dienst und zur Arbeit in Kirche und Welt eingesetzt werden. Der Transport des Heiligtums, die Reise der alten und neuen Kirche Gottes durch diese Welt, ist ein riskantes und abenteuerliches Unternehmen Gottes. Jeder Christ sollte sich damit einbinden lassen und erkennen, zu welchem Dienst und zu welcher Traglast er in dieser Zeit berufen wurde.

NT – Markus 11,27-33 – Die Liebe als Eintritt ins Reich Gottes

Die 10 hebräischen 10 Gebote bestehen aus 613 Buchstaben. Der gesamte Pentateuch soll deshalb durch Schriftgelehrte in 613 Gebote und Verbote eingeteilt worden sein, nämlich in 365 negative und 248 positive. Diese wiederum wurden in wichtiger und unwichtigere Gebote eingeteilt, die mehr oder weniger eingehalten werden sollten. Nun wollten die Pharisäer Jesu Einstellung zum Gesetz herausfinden. Sie hofften ihn als „liberal“ kennzeichnen zu können. Deshalb ihre bestimmte Fragestellung. Jesus antwortet darauf mit dem ersten Satz des täglichen Gebets der Juden: „Höre Israel“, und erweitert dies durch Zitate aus Gottes eigenem Wort (5Mo/Deu 6,4+5), dass Gott Herr allein ist. Daran schließt er gleich das zweitwichtigste Gebot an, das mit der Liebe zu den Mitmenschen zu tun hat (3Mo/Lev 19,18). Damit geht er auf das grundlegende Prinzip ein, von dem aus alle Gebote auszulegen sind. Die aufrichtige Liebe zu Gott und den Menschen ist ein im Leben fixiertes Prinzip, das einander zugeordnet ist und nicht voneinander getrennt werden kann. Der Schriftgelehrt ist aufrichtig und erkennt öffentlich, dass Jesus in Übereinstimmung mit der Schrift lehrt und dass die Gottes- und Nächstenliebe als zentrales Motiv vor jeglichen kultischen äußeren oder Opferhandlungen der Priester steht. Mit dieser Erkenntnis beginnt bei ihm und bei allen Menschen der persönliche Zugang zum Reich und der Herrschaft Gottes im Leben. Damit enden die Streitgespräche auf einem sehr hohen Niveau, friedlich und führen beinahe zur Bekehrung eines ehrlichen Schriftgelehrten.

Haben wir die Liebe Gottes für unser Leben erkannt? Gott hat uns und die Welt so sehr geliebt, dass er seinen Sohn am Kreuz für uns opferte, damit wir das ewige Leben erhalten. Das Opfer hat Er gebracht, aber das Motiv und worauf es ankommt, das ist die Liebe Gottes zu uns. Haben wir diese Liebe erkannt, ergriffen, sind ihr nicht nur nahe, sondern auch in das Reich der Liebe Gottes eingetreten? Wenn dieses so ist, dann werden wir durch die Liebe motiviert, auch persönliche Opfern zu bringen.

Abschlussgebet

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

24. Juni – St. Johannis-Tag

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Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf


Tagesspruch

„Dies ist das Zeugnis Johannes des Täufers: Er muss wachsen, ich aber muss abnehmen.“ (Joh 3,30)


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.


Schriftteil

Lesungen nachfolgend anklicken und im Internet lesen:

AT– Maleachi 3,1-7b+23-24

Gebet – Psalm 113

NT – Lukas 1, 57-80


Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT– Maleachi 3,1-7b +23-24 – Altes Testament endet mit Hinweis auf Johannes und seinen Dienst

Maleachi schenkt uns einen Blick auf den Vorläufer – Boten – von Jesus Christus, auf den Täufer Johannes, der einen ähnlichen Dienst tun soll.

Zu Maleachis Zeit macht das Volk Gott müde, indem es an der Gerechtigkeit Gottes nörgelt und zweifelt. Die Sünden des Volkes (V 5) werden vorgebracht. Es handelt sich um unmoralische und gewalttätigen Leute, denen es auch noch gut geht. Doch der Prophet dreht den Spieß um und sagt zu diesen Nörglern: Kümmert euch nicht um die Unfrommen und Gesetzlosen im Volk Gottes, sondern greift Euch selbst an die Nase. Ihr seid selbst Betrüger, denn ihr liefert nicht den nach dem Gesetz vorgeschriebenen Unterhalt für die Priester ab, wie es (5Mo/Deut14,22ff und 3Mo/Lev27,30) im Gesetz vorgeschrieben ist. Wenn ihr aber eure Hingabe damit bezeugt, dass ihr selbst den Zehnten voll ins Gotteshaus bringt, werde ich die Fülle des Segens auf euch gießen. Dann wird nicht alles wie bisher unter euren Händen zerrinnen und nichts übrigbleibt.

Maleachi spricht zu den vermeintlichen Frommen, weil sie immer noch wie Jakob listige Betrügersöhne sind. Er aber, der gerechte und treue Gott, hat alles unter seiner Kontrolle und wird seinen Heilsplan vollenden. So endet in V3,23-24 das Alte Testament nicht mit einer euphorischen Wohlfühlbotschaft, sondern mit dem Hinweis auf den Propheten Elia zusammen mit Mose (V. 22). Beide sind Zeugen des Gesetzes, Mose als Gesetzgeber, Elia als der furchtlose Prophet, der den Baalspriestern ein Ende macht und das Volk wieder zurück zum Willen Gottes führt.

St. Johannes Ausschnitt aus: Isenheimer Altar – wikipedia

NT – Luk 1,57-80 – Johannes ein brennend Licht, der auf Jesus hinweist.

Die Fortführung der alttestamentlichen Prophezeiung beginnt damit, dass uns eine vorbildliche Priesterfamilie vorgestellt wird, die„untadelig in allen Geboten und Satzungen des Herrn lebte“ (Lu1,7). In diese Familie hinein wird nun Johannes geboren, der auch noch Cousin unseres Herrn wird. Ganz natürlich folgen die Eltern nach seiner Geburt dem Gesetz. Johannes wird am 8. Tag beschnitten und dann erzogen von Kindheit an nach dem Gesetz Gottes. Was wird aus solch einem Kind, wenn unter diesen Bedingungen erzogen wird, geschehen? Die Hand des Herrn wird mit ihm sein!

Zuerst wird uns das Danklied des Zacharias vorgestellt V69-75, dann der prophetische Glückwunsch in V 76-79. (Kammerchor singt)

Dieses Danklied wird uns in der lateinischen Bibel als Benediktus, der Lobgesang des Zacharias, vorgestellt. Dieses Lied soll bestätigen, dass das Ereignis genau mit der prophetischen Weissagung übereinstimmt (Ps 105; 1Sam 2,1ff). Der prophetische Glückwunsch bringt die Beziehung zu Jesus ins Spiel. Johannes soll durch seine Botschaft den Weg des Herrn und seine Erlösung vorbereiten (Mal 3,1+Jes 40,3). Worin besteht sein zentraler Auftrag? Er soll die Herzen der Menschen vorbereiten, dass sie das Heil (durch Jesus) erkennen. Dies geschieht aber nur durch folgende Vorbedingung, der persönlichen Annahme der Sündenvergebung. Indem Johannes das Gesetz als Spiegel den Menschen vorhält, ihnen ihre Sündhaftigkeit aufzeigt, die dann erkannt und bekannt werden kann, öffnet sich erst der Weg zur Erkenntnis des Heils in Jesus Christus. Jesus greift dann diese Botschaft wieder auf, wenn er auf die Buße als Abkehr vom gottlosen Leben hinweist und den nachfolgenden Generationen diesen Akt als Eingangstür zum Heil vorstellt. „Dass gepredigt wird in seinem Namen Buße zur Vergebung der Sünden unter allen Völkern“ (Lu 24,47). Sündenerkenntnis und Buße / Sinnesänderung sind auch heute noch Voraussetzung für den wahren Glauben an Christus und die Annahme seines Heils (Apg 2,38; 5,31-35). Johannes ist Vorbild für alle nachfolgenden Evangelisten. Er war ein brennendes und strahlendes Licht (Joh 5,35), das in der Dunkelheit auf das Heil in Christus leuchtet.

Benedictus in English mit Gitarre

Abschlussgebet

Tagesgebet zum Johannistag

Allmächtiger Gott. Durch Deine Vorsehung wurde Dein Knecht Johannes der Täufer – von Wundern begleitet – geboren und dazu gesandt, den Weg Deines Sohnes durch die Predigt der Buße zu bereiten. Lass uns seiner Lehre und seinem geheiligten Leben folgen, sodass wir wahrhaftig Buße tun, wie er gepredigt hat, und nach seinem Beispiel immerzu die Wahrheit sprechen, Böses mutig beim Namen nennen und um der Wahrheit willen auch geduldig leiden. Durch Deinen Sohn Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

23. Juni – Hauskirche

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Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Schriftteil

AT– 4. Mose /Numeri 4

https://www.bibleserver.com/EU/4.Mose4%2C1-28

Gebet – Psalm 145

https://www.bibleserver.com/LUT/Psalm145

NT – Markus 12,18-27

https://www.bibleserver.com/EU/Markus12%2C18-27


Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT – Numeri 4 –Dienst und spezielle Aufträge für die wandernde Kirche

Von der Abstammung her wurden die Leviten bereits mit dem ersten Lebensmonat gezählt, aber im Bezug auf das Amt und Dienst erst mit 30 Jahren erneut gezählt. Später in Kapitel 8,24 wird der Beginn ihres Dienstes auf 25 Jahre herabgesetzt und bei König David (1Chr 23,24-32) sogar auf 20 Jahre. Dies mag deshalb so gewesen sein, weil sie zuerst ein Praktikum oder eine Leviten-Lehre (learning by doing) durchlaufen mussten, bis sie volle Verantwortung erhielten. Gewöhnlich wird der Unterschied so beschrieben, dass die Leviten, die einen niedrigeren praktischen Dienst taten, ihr Amt mit einem jüngeren Alter begannen. Diejenigen aber, die offiziell zum Priesteramt eingesetzt wurden, erst mit 30 Jahren.

So begannen auch Johannes der Täufer, ein Priestersohn, und Jesus selbst erst in diesem Alter ihr Amt und ihren Dienst. Luk 3,23 Und Jesus war ungefähr 30 Jahre alt, als er begann.

Dieses Alter markiert den Lebensabschnitt eines Mannes, der die Jugendkrisenzeit hinter sich gebracht hat und zur vollen Reife und Verantwortung gekommen ist. Dieser Dienst, der mit großer Verantwortung am Heiligtum verbunden war, soll nur bis zum 50sten Lebensjahr ausgeführt werden. Danach wird jedoch ohne offizielle Verantwortung auf weitere Mithilfe im und um das Heiligtum gezählt.

Die Dienste am Heiligtum werden für jede Leviten-Abteilung besonders mit allen Einzelheiten hier beschrieben. Beim Aufbruch und Wegzug an einen anderen Ort musste das gesamte Heiligtum abgebaut, transportiert und dann erneut aufgebaut werden.

Bild: http://www.normcast.de – Kirche zieht um

Der Hohepriester Aaron ging zuerst (allein oder mit Söhnen) hinein und bedeckte im Allerheiligsten alle Gegenstände, die die unmittelbare Gegenwart Gottes darstellen und von niemandem wegen Todesgefahr angeschaut werden durfte, mit verschiedenfarbigen Decken oder Teppichen.

Danach verpackte die Abteilung der Kahathiter ordnungsgemäß alle Geräte im Bereich des Heiligen mit unterschiedlich gefärbten Stoffen und Decken, die alle symbolische Bedeutung hatten und trugen sie hinaus. Dann folgte die Abteilung der Gersoniter, um die äußere Verkleidung des Bundeszeltes, bestehend aus verschiedenfarbigen kräftigen Schichten und Materialien, abzubauen. Sie entfernten den äußeren Schutz, die inneren Gehänge und Teppiche von dem hölzernen Zeltgerüst. Zum Schluss wurde die Abteilung der Merariter aufgeboten, die die umfangreichste Last, das ganze Zeltgerippe und die Außenabgrenzung mit allen Streben, Stützen und Seilen abtransportieren mussten. Dazu gab es aber Wagen.

Für den Dienst in der Kirche Christi, im Heiligtum um die Botschaft des Evangeliums und der Erlösung, werden viele Menschen mit unterschiedlichen Begabungen und Fähigkeiten benötigt, für den Transport der Kirche durch eine krisenhafte Zeit, zum Abbau und Neuaufbau.

Es werden zuerst berufenen Menschen gebraucht, die sich um den innersten Dienst des Geheimnisses Christi sorgen. Es werden verantwortliche Diener benötigt, die sich um die Bedeutung der Erlösung kümmern, um „Zudeckung und Aufdeckung“, damit ein persönliches Verständnis und die Anwendung im Leben der Gläubigen entstehen.

Weiter werden Menschen gebraucht, die sich unterstützend für die Priesterschaft und Geistlichen der Gemeinde einbringen, damit diese durch „Brot“ und „Licht“, die Gemeinschaft der Gläubigen versorgen können. Wieviel von äußerer Vorbereitung und Organisation könnte dem Pastor durch solche Diener und Dienerinnen abgenommen werden? Könnte er nicht effektiver das Brot der Erlösung und das Licht der Verkündigung der Gemeinde und der Welt anbieten? Denn er ist nicht der Manager, sondern vorerst Priester und Seelsorger in der Kirche Christi! Da geht es u.a. auch um den Auf- und Abbau eines geordneten Gottesdienstes (mit Brot und Wein) und um die Unterstützung beim „Ein- und Auspacken“ des „Lichts/des Leuchters des Heiligtums“ (alle Maßnahmen für eine moderne und effektive Kommunikation) des Evangeliums, das an erster Stelle stehen sollte. Wo das Licht des Evangeliums leuchtet und das Brot im Mittelpunkt des Gottesdienstes steht, da geschieht inneres und äußeres Gemeindewachstum.

Jesu spricht: Ich bin das Licht der Welt, wer mir nachfolgt, wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern das Licht des Lebens haben; und … Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, den wird nicht hungern.

Diesem Brot und Licht sollten alle wahren Christen bei ihrer Pilgerreise mit der sichtbaren Kirche durch die Unsicherheiten der Welt folgen.


NT – Markus 11,27-33 – Priester als Irrlehrer bloßgestellt

Zu Schluss der Angriffe gegen Jesus treten Vertreter der Partei der Sadduzäer auf, die die Interessen der höheren Priesterschaft um den Tempel vertraten. Einesteils waren sie konservativ, beriefen sich nur auf die schriftliche Überlieferung der Thora, andererseits verbanden sie ihre Interessen mit den kulturellen, modernen Einflüssen des Hellenismus zu ihren priesterlichen Gunsten. Sie fanden in der Thora keine Bestätigung der Auferstehung, einer himmlischen Engelwelt noch um ein Endgericht, sondern betonten das Gericht schon hier auf Erden und die damit verbundene menschliche Verantwortung. Deshalb konstruierten sie hier eine Geschichte, die sie selbst nicht glaubten, aber um den Auferstehungsglaube, den Jesus verkündigte, lächerlich zu machen. Jesus gibt ihnen zur Antwort, dass das Auferstehungsleben keine natürliche Fortsetzung ihres irdischen Lebens ist. Mit Vers 26 beweist er durch das Zitat aus der Thora 2Mo/Ex 3,6, dass Jahwe in diesem Moment immer noch der Gott der drei Erzväter ist, in dessen Gegenwart diese bereits ewig leben. Die Ablehnung der Auferstehung und der himmlischen Welt ist jedoch ein Zeichen des Unglaubens unter der gehobenen theologischen Priesterschaft. Sie kennen weder Gott persönlich noch die Kraft Gottes in ihrem Leben.

Gibt es auch heute unter der Pfarrer- und Priesterschaft diese oder ähnliche theologische Überzeugungen? Entstehen sie möglicherweise aus parteilichen Gründen, einem verkürzten Bibelverständnis oder einer fehlende persönlichen Gottes- und Christusbeziehung? Damit wären sie wie ihre sadduzäischen Kollegen irrende, ungläubige Theologen und Priester.

Mehr zu Sadduzäer: bibelwissenschaft.de

Abschlussgebet

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

22. Juni – Hauskirche

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Familien- oder Hausandacht am ABEND

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Schriftteil

AT– 4. Mose /Numeri 3

https://www.bibleserver.com/EU/4.Mose3

Gebet – Psalm 144

https://www.bibleserver.com/LUT/Psalm144

NT – Markus 12,13-17

https://www.bibleserver.com/EU/Markus12%2C13-17


Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT – Numeri 3 – Stellvertretender Dienst als Lebensaufgabe

V 14-39 Der Stamm Levi wurde von der Musterung zu Beginn ausgenommen (1,47). In diesem Kapitel aber werden sie gezählt, und das bereits ab einem Alter von einem Monat. Damit sollten sie schon von Kindheit an auf ihre besondere Berufung und Aufgaben um die Stiftshütte und den Gottesdienst vorbereitet werden. Dies bringt sowohl organisatorische wie auch pädagogische Vorteile in der Vorbereitung der Jugend auf diese Lebensaufgabe und ihren Dienst mit sich. Es liegt außerdem noch eine weitere theologische Andeutung vor.

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Der ganze Stamm Levi wurde stellvertretend von Gott für eine Aufgabe berufen, die für die ganze Nation gelten sollte. Die jeweils Erstgeborenen aus den 12 Stämmen sollten nicht jedes Mal erneut in der Geschichte Israels gezählt und auf diesen Dienst vorbereitete werden. Der Grund lag darin, dass die Stämme nicht direkt in die internen und externen Aufgaben des Heiligtums verwickelt werden sollten, sondern nur ein Stamm hierfür verantwortlich ist.

Diesem Konzept der Auswechslung unterliegt das Thema Substitution – Ersatz. Denn als Gott bei der letzten Plage alle Erstgeborenen (an Menschen und Vieh) tötete, verschonte er alle Erstgeborenen des Volkes Israel, die ihre Hauseingänge mit dem Blut der Lämmer versehen hatten (V. 11-13). Es waren die Erstlinge, an denen Gott schonend vorüber ging. Sie sind Gott geheiligt, gehören ihm und müssen entweder durch Geld oder Menschen ausgelöst werden. Werden sie aber durch Menschen ausgelöst, müssen diese Gott durch ihren Dienst immer zur Verfügung stehen. Dieses theologische Konzept des Ersatzes kommt hier und auch sonst noch in der Schrift zur Anwendung.

Wenn also schon Gott Anrecht auf das Erste hat (Nu 14,19), dann bedeutet dies auch, dass der Rest und das Übrige ihm ganz gehört und heilig ist. Das gilt dann auch für ganz Israel, wenn die Priester und Leviten als Erstling heilig sein sollen, dann ist auch ganz Israel eine heilige Nation. Ist die Erstlingsgabe vom Teig heilig, so ist auch der ganze Teig heilig; und wenn die Wurzel heilig ist, so sind auch die Zweige heilig (Röm 11,16).

Da die Leviten Gott nun besonders (ab dem 25. oder 30. Lebensjahr) zum praktischen Dienst an Stiftshütte und im Gottesdienst zur Verfügung stehen sollen, werden sie auch den verantwortlichen Priestern offiziell in diesem Alter zum Dienst übergeben.

Eine der Mutter Israels, Lea, brachte sechs Kinder zur Welt. Levi war der dritte Sohn. (Ex 29,14). Levis drei Söhne hießen Gershon, Kohath und Merari. Dieser Stamm mit den verantwortlichen Leitern zeltete nach ihren Untergruppen von Süden her, über Westen und Norden um das Bundeszelt herum. Gegen Osten aber, vor dem einzigen Zugang campierte Aaron als erster Hoherpriester (mit seinen jetzt nur noch 2 Söhnen) und Mose. Sie zusammen mit dem dann dahinter campierenden stärksten Stamm Juda, garantierten die Leitung und den Schutz des Heiligtums und der rechten Anbetung Gottes.


NT – Markus 11,27-33 – Bilder, Symbole und Jesu Autorität

Die Angriffe gegen Jesus gehen weiter. Doch er, der Sohn Gottes, erkennt die Hinterlist seiner Opponenten. Eigentlich sind beide konträre Oppositionsparteien. Die Herodianer einerseits unterstützen die Dynastie des Herodes und sympathisieren mit dem römischen Imperium, die Pharisäer dagegen wollen die römische Herrschaft beenden und warten auf ihren Messias. Mit ihrer abgesprochenen Fangfrage wollen sie Jesus zur Anklage bringen. Er aber bittet sie, ihm eine Steuermünze zu zeigen, die das Abbild des Caesars Tiberius trägt. Seine Antwort, wenn sie dem Kaiser gehört, in seinem Besitz ist, soll man sie an den Kaiser wieder zurückgeben.

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Aber mit der angedeuteten Anspielung auf Gott und sein Bild: Weil der Mensch im Ebenbild Gottes geschaffen ist, ist er schöpfungsmäßig Besitz Gottes. Jesus ruft auf, Gott zu geben, was ihm zusteht. Damit ist jeder aufgerufen, IHM zu dienen, auch auf finanzieller Ebene. Damit ist der Mensch Gottes sowohl dem Staat, aber noch mehr dem Reich Gottes verantwortlich Dies gilt aber nur solange als die Regierung nicht gegen Gottes Willen auftritt und Ungehorsam gegen Gott fordert. (Apg 5,29; Rö 13,1-7; 1Petr 2,13-14).

Wir lernen, dass auch Oppositionsparteien sich fadenscheinig aus Gründen der Macht- und Finanzgrünen immer wieder zum Schaden gegen Fromme und Christen vereinigen. Deshalb sollen verantwortliche Christen genauso schlagfertig und apologetisch wie Jesus vorgehen, besonders, wenn von diesen und Lobbyisten neue Gesetze für den Bundestag vorbereitet werden, die das Gottesbild und die daraus folgende christliche Ethik verändern oder zerstören sollen.

Weiter lernen wir, dass gottgewollte Autorität in beiden Welten, im Irdischen und Geistlich-himmlischen, als Sein Prinzip der Weltlenkung anerkannt werden muss.

Abschlussgebet

Abendliches Gebet um Frieden

O Gott, von Dir kommt alles heilige Verlangen, jeder gute Rat und jede gerechte Tat. Gib uns, Deinen Dienern, den Frieden, den die Welt nicht geben kann, damit unsere Herzen willig sind, Deinen Geboten zu folgen. Befreie uns von der Furcht vor unseren Feinden, damit wir unsere Tage in Ruhe und Frieden verleben können. Durch die Verdienste unseres Heilandes Jesus Christus. Amen.

Abendliches Gebet um Schutz

Wir bitten Dich, o Herr: erleuchte unsre Finsternis und beschütze uns durch Deine große Barmherzigkeit vor allen Gefahren dieser Nacht, um der Liebe willen Deines einzigen Sohnes, unseres Erlösers, Jesus Christus. Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.Abend

20. JUNI – HAUSKIRCHE

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Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Schriftteil

AT– 4. Mose /Numeri 1,44-55

https://www.bibleserver.com/EU/4.Mose1,44-55

Gebet – Psalm 142

https://www.bibleserver.com/LUT/Psalm142

NT – Markus 11,27-33

https://www.bibleserver.com/EU/Markus11%2C27-33


Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT – 4Mo/Numeri 1,44-54 – Die Leviten und ihr „Pufferdienst“ ums Heiligtum

Zählen oder nicht zählen, auch zu welcher Zeit und zu welchem Dienst, darauf kommt es in der Heilsgeschichte Gottes an. Der lange Abschnitt der wichtigen Zählung wurde hier ausgelassen. Während die Musterung aller Männer ab 20 Jahren auf den Militärdienst ausgerichtet war, teilweise später diese auch für Großprojekte und Bauten verpflichtet wurden, diente diese Statistik auch als Kopfsteuer, um die Finanzierung des Staates zu regeln.

Von dieser Musterung war der Stamm Levi, zu dem auch Mose und Aaron gehörten, ausgenommen. Doch bei ihnen erfolgt später auch eine Zählung. Über ihren früheren Einsatz und Eifer, den Götzendienst abzuwehren oder sich wegen der Anbetung des goldenen Kalbes bei der Strafaktion gegen die eigenen Brüder zu beteiligen – als sie 3000 Götzendiener töteten – sei hier hingewiesen. „Heilig dem Herrn“ bedeutete jetzt für den Dienst der Leviten auch, einen heiligen menschlichen Puffer (V 53) bestehend aus reinen Dienern Gottes, um das Heiligtum herum zu legen. Ihre Zelte umkreisten direkt die Wohnung des Zeugnisses, in der die beiden Tafeln mit dem Willen Gottes aufbewahrt wurden. Ihr Dienst bestand darin, für die Unterhaltung, den Ab- und Aufbau, den Transport und den Schutz des Bundeszeltes, der beweglichen Zeltkirche, verantwortlich zu sein. Sie hatten sowohl beim Transport als auch beim längeren Aufenthalt an einem Ort darauf zu achten, dass sich weder Ausländer noch Fremdlinge oder der normale Volksgenosse unmittelbar dem Heiligtum näherte. Dies sollte verhindern, dass der Zorn Gottes auf das Volk käme. Sie waren Diener Gottes und ein heiliger Puffer. Fremde, die dies nicht beachteten, sollten mit dem Tod bestraft werden (V 51b).

Damit beabsichtigte Gott, dass seine Heiligkeit auch weiterhin nicht vergessen werden sollte. Sein Volk sollte ihn weiterhin fürchten und lieben, sich ihm jedoch nicht in überschwänglicher Vertrautheit nahen. Eine Art von Kumpelei würde sogar als große Torheit und Sünde angesehen werden. Mose musste selbst am brennenden Busch seine Sandalen ausziehen. Auch der Hohepriester durfte nur einmal im Jahr das Allerheiligste betreten.

Jesus selbst ist als der bessere Hohepriester in das bessere himmlische Heiligtum eingetreten. Auch sein neutestamentliches Priestervolk, das nicht mehr durch den Vorhang vom Allerheiligsten getrennt ist und auch kein Pufferpriestertum um den Altar kennt, es soll sich weiterhin mit heiliger Ehrfurcht seinem Gott nahen. Eine überschwängliche Vertrautheit und Kumpelei im Gottesdienst mit Gott im Gebet, durch Lieder und Verhalten ist weiterhin Torheit und Sünde. Auch uns gilt, wenn wir uns Gott nahen, folgendes Wort: Darum, weil wir ein Reich empfangen, das nicht erschüttert wird, lasst uns dankbar sein und so Gott dienen mit Scheu und Furcht, wie es ihm gefällt; Hebr. 11,29 denn unser Gott ist ein verzehrendes Feuer.


NT – Markus 11,27-33 – Autorität, dem Autorität gehört und folgen

Streitgespräche sind wichtig, wenn am Ende das erstrittene Ergebnis angenommen und umgesetzt wird. Hier findet das Gespräch zwischen der religiösen und politischen Elite Judäas statt. Sie konnten sich die entstandene Unruhe im Tempel und den Finanzverlust im Handel nicht durch Jesu Tempelreinigung gefallen lassen. Die Befragung, die durch den im Hintergrund operierenden Hohen Rat / Synedrium eingeleitet wurde, soll durch Jesu Antwort die verwerfliche Moral der Führungsschicht offenbaren.

Es ist Jesus, der die Autorität hat und die wichtigen Fragen stellt. Er stellt die Fragen, die sie aus politisch und taktischen Gründen nicht beantworten wollen. Denn sie wussten, dass das gesamte Volk der Botschaft der Buße und Änderung des Lebenswandels, die Johannes predigt folgte, sie aber nicht. Würden auch sie der gleichen Botschaft Jesus folgen, müssten sie seine Autorität annehmen, ihm folgen und ihr politisch und moralisch verkommenes System ändern. Nicht sie haben das Recht über Jesus zu Gericht zu sitzen, sondern Jesus über sie. Damit erklärt sie Markus als unterlegten, beweist Jesus als Sieger, Held und wieder als Sohn Gottes. Sollten nicht seine Zuhörer ihn und seine Autorität annehmen und ihm folgen?

Abschlussgebet

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

19. Juni – Hauskirche

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Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Schriftteil

AT– 4. Mose /Nummeri 1,1-19

https://www.bibleserver.com/EU/4.Mose1,1-19

Gebet – Psalm 141

https://www.bibleserver.com/LUT/Psalm141

NT – Markus 11,12-25

https://www.bibleserver.com/EU/Markus11%2C12-25


Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT – 4. Mose/Numeri 1,1,-19Wehrpflicht für das Heilige Volk

Nach der LXX (griech.) und Vulgata (lat. Übersetzung) wird das 4. Buch Mose „Zählungen“ genannt, die in K 1 und 26 als Volkzählungen durchgeführt werden. Doch die Juden nennen sie nach dem 5. Wort in der hebr. Bibel bemidbar (Wüste) – „In der Wüste“. Es geht hier treffend um die Ereignisse des wanderten heiligen Gottesvolkes in der beinahe 40jährigen Wüstenzeit. Diese wird in der Mitte des Buches in K 10-20 behandelt. Eingeleitet werden die zentralen Ereignisse durch die vorangestellte Organisation des Volkes und weitere Priestergesetze (K 1-9).  Gegen Ende, mit dem Tod des ersten Hohenpriesters, beginnt die Eroberung des Ostjordanlandes (K 21-36).

Die Besonderheit des Buches ist die situationsbezogene Darstellung, die teilweise topologisch teilweise chronologisch je nach Situation behandelt wird, wie es sich immer im Leben von Gemeinschaften – oft nicht vorhersehbar – ereignet. Die Hauptbetonung liegt jedoch auf dem heiligen und treuen Gott, der an allen Örtlichkeiten und in allen Situationen gegenwärtig ist, der richtet, selbst Aaron und Mose, aber doch gnädig ist und sie ins verheißene Land bringen will (K 14,8). Das Buch ist auch typologisch und enthält für das neutestamentliche Volk Illustrationen und geistliche Anwendungen auf Jesus und die christliche Gemeinde.

Gott befahl Mose und Aaron nachdem sie bereits ein Jahr aus Ägypten ausgezogen waren und das Zeltheiligtum nach Gottes Vorschrift errichtet hatten, nun sich auf den baldigen ersten Aufbruch vorzubereiten (K 10,11+12). Für solch eine Volkswanderung, Logistik und Schutz der Menschen bedarf es Organisation und Planung. Der Hauptzweck einer damaligen Zählung war jedoch ein militärischer. Wie bereits zuvor in Ex 30,11-16, so auch später bei König David (2Sam 24), werden hier die wehrfähigen Männer gemustert. Mose erhält durch Gott den Auftrag zu dieser Zählung und sucht die Unterstützung von jeweils einem Hauptverantwortlichen der Stämme, der dies durchführen soll. Interessant ist, dass sich die Zählung der 12 Stämme an der Reihenfolge der Mütter: Lea, Rahel und der Leihmütter (Mägde) orientiert. Da der Stamm Levi nur in einen geistlichen Krieg zieht, den Kriegsvolk geistlich voran- und mitgeht, entfallen sie (V179. An ihrer Stelle werden die beiden Söhne Ephraim und Manasse eingefügt.

Open Petition.at – Wehrpflicht ja oder nein?

Dies hier ist eine vorsorgliche Zählung. Es besteht zurzeit keine Sorge oder Anlass zum Krieg oder zur Verteidigung des Volkes. Aber doch gehört diese Zählung, die so kurzfristig vorgenommen wurde, zur äußeren Konstituierung, zur Bildung und Organisation des Volkes Gottes. Diese äußere Ordnung reflektiert die innere Ordnung und Organisation des Heiligtums mit ihrer Priesterschaft. In kürzester Zeit, an diesem Tag, wurden alle wehrfähigen Männer, Name um Name, in Listen eingetragen. Schon während der Wüstenwanderung wurde das Volk Gottes als heilige, geordnete und gut strukturierte Gemeinde angesehen.

Ist solch eine gute und geistliche Ordnung auch für die heutige christliche Gemeinde wichtig? Soll die Gemeinde ihre vorhandenen (oder bereits verlorenen) Schafe zählen? Noch mehr, hat sie eine Liste von denen aufgestellt, die einsatzfähig sind, mit „Mose und Aaron“, mit den Gemeindeverantwortlichen, zu kämpfen? Wenn dies schon für das heilige Volk Gottes und ihren Schutz und Einsatz damals notwendig war, sollte sich dann nicht auch jede Mission, jede Ortsgemeinde und Gesamtkirche mit dieser Aufgabe befassen und dafür Menschen beauftragen, solche Listen aufzustellen und sie zu betreuen? Aus einer guten Gemeindestatistik können viele Einsichten, Bewertungen, Schlussfolgerungen, Neuorientierung und Zielsetzungen entstehen, wenn sie da ist. Denn wenn schon die Statistikämter monatlich für das Land und den Staat ihre Statistik erstellen, wieviel mehr ist dies für die christliche Gemeinde, Kirche und das Reich Gottes wichtig! Die gesamte Unterhaltung und Entwicklung eines Staates hängen davon ab.

Weiter sollten auch alle gläubigen Menschen bereit sein, sich verpflichtend in Gemeindelisten einzutragen. Feste Gemeindemitgliedschaft ist wichtig für geistliches Wachstum und effektives Gemeindewachstum. Sich dort zu registrieren und einzutragen ist biblisch. Gott trägt sogar in das Buch des Lebens ein oder aus (Offb. 20,12.15.19).

Aber noch wichtiger ist für die Ausbreitung des Evangeliums, dass Listen der Ekklesia Militans (der noch kämpfenden Kirche Christi) aufgestellt werden. Die christliche Gemeinde braucht heute solche, die mit dem Gemeindehirten kämpfen und ihn in den verschiedenen Bereichen der Evangelisation unterstützen. Die Tendenz, sich nicht mehr aktiv in Vereine und Gruppierungen zu engagieren, findet man heute bei Jung und Alt. Wollen wir uns ermutigen lassen, nicht nur feste Gemeindeglieder zu werden (und zu werben), sondern uns in die Liste der noch mit dem Evangelium Kämpfenden einzutragen.


NT – Markus 11,12-25 Neue Reformation: Gebetshaus Jesu für alle Völker

Schon Jeremia hatte dem Volk und den Priestern vorgeworfen, dass sie den Tempel als Unterschlupf und Versteck wie Räuber benutzten, um sich fälschlicher Weise sicher zu fühlen (Jer 7,11-15). Die Hohenpriester, die die religiöse und politische Hoheit über Judäa (durch die Römern) innehatten, trieben um den heiligen Tempel einen profitorientierten Handel, der den heiligen Gebetsort entweihte. Diese Räuberhöhle ist nun eher das Zentrum für einen gut florierenden Tierhandel, Finanzumschlagplatz mit Essensangeboten. Durch Jesu tatkräftiges Handanlegen und wortgewaltiges Einschreiten greift er in die Wirtschafts- und Finanzhoheit der Hohenpriester und Oberschicht ein, die ihn danach auch gleich töten wollten.

Die anschließende Verfluchung des Feigenbaums, ein Bild für das in seinem Schatten sitzende Volk Israel, spricht prophetisch von der zukünftigen und endgültigen Zerstörung des Tempels, wie damals in Silo und bei der Wegführung in die babylonische Gefangenschaft. Dies geschah dann für immer im Jahre 70 n. Chr. durch Titus.

Das Heiligtum und Gebetshaus seines Vaters waren schon zur Jugendzeit Jesu das innerste Anliegen seines Herzens. Dies war sein zentrales Anliegen, erlöste Menschen dorthin zu sammeln. Dies Heiligtum war damals durch den Einfluss des Handels und der Finanzen verunreinigt worden und musste zuerst davon gereinigt werden. Jesus spricht weiter auch prophetisch, dass, wenn dies durch die Versöhnung am Kreuz geschehen ist, – der Tempelvorhang zerrissen – dann Sein Gebetshaus für alle Völker geöffnet werden wird. Schon Jesaja (56,6-8) spricht von den Fremden, die sich dem Herrn zugewandt haben und ihn lieben, diejenigen, die Gott aus allen Völkern zusammenbringen wird in das Gebetshaus für alle Völker. Dies ist das Ziel der gesamten Mission Jesu.

Jesus weist die Gemeinde darauf hin zu achten, dass nicht Handel, Wirtschaft und Finanzen in das Zentrum dieser nun internationalen Gebetsstätte – in die Kirche Gottes – einziehen und dort herrschen. Dies würde den Geist des Gebets zerstören. Die Reinigung von diesen Einflüssen soll eine ständige Reformation sein, die er begonnen hat. Die wahre Anbetung im Geist und in der Wahrheit Gottes und Jesu muss als Zentrum jeder Gemeinde und Kirche bleiben. Alle ethnischen Gruppen aus Völkern und Sprachen, die sich Jesus Christus als ihren Herrn zugewandt haben, sind zu diesem Gebetshaus berufen.

Abschlussgebet

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

11. Mai – Barnabas-Tag

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Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.


Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen.

Heute 11. Juni:  St. Barnabas-Tag.

Die gesamte Jahreslesung hier zum Download:  http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf


Tagesspruch

„Wie lieblich sind auf den Bergen die Füße der Freudenboten, die da Frieden verkündigen, Gutes predigen und Heil verkündigen.“ (Jes 52,7)

Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.


Schriftteil

NT – Apostelgeschichte 11,22-33

https://www.bibleserver.com/EU/Apostelgeschichte11%2C22-33

Gebet – Psalm 16

https://www.bibleserver.com/LUT/Psalm16

NTJohannes 15,12-17

https://www.bibleserver.com/EU/Johannes15%2C12-17


Homilie /Anstöße zu den Lesungen

NT – Apostelgeschichte 11,22-33

Joachim Schäfer – <a href=“https://www.heiligenlexikon.de“>Ökumenisches Heiligenlexikon</a>

Grundlagen für Gemeindegründung – Lehre und Seelsorge

Die Heidenmission beginnt durch Petrus in Kapitel 10. Und schon hier in K 11 erkennen wir einige Auswirkungen. Antiochia spielt als Großstadt im römischen Reich als drittgrößte Stadt schon damals und dann in der frühen Kirchengeschichte eine bedeutende Rolle. Die Wurzeln zur Weltmission finden wir hier. Barnabas scheint zu einer Gruppe zu gehören, die ähnlich glaubten und dachten wie Stephanus (K 7,1-53). Als die Verfolgung in K 8,1 begann, wurden die Gläubigen von Jerusalem verfolgt und zerstreut. Solche mit griechisch sprechendem Hintergrund aus Jerusalem missionierten aber weiter in der von griechischer Kultur geprägten Stadt Antiochia, Syrien. Viele hörten dort zum ersten Mal das Evangelium und kamen zum Glauben an Christus. Was nun? Barnabas, Levit und Seelsorger, der bereits kurz nach der Bekehrung des Paulus mit diesen Gesprächen aufgenommen hatte, holt ihn aus dem entfernten Tarsus nach Antiochien und beginnt mit diesem begabten Lehrer eine Art Jüngerschule. Die dort jung bekehrten Gläubigen erhalten ein Jahr lang einen intensiven Glaubenskurs, eine Art Kathechese. Beide legen die Grundlage für den christlichen Glauben: Über die Umkehr von toten sündigen Werken, über den Glauben an Gott, über die Lehre von verschiedenen Taufen, auch vom Händeauflegen, von der Auferstehung der Toten und vom ewigen Gericht (Hebr.6,1+2). Erst dann erhalten die Gläubigen ihren Spitznamen. Ab dann werden sie zum ersten Mal CHRISTIANOUS -Christen genannt. Warum? Sie hatten die ganze Lehre über Christus, wie sie die Apostel überlieferten und lehrten, erfasst, verinnerlicht und vor Ort gelebt. Dies erkannten die Menschen in der damaligen Großstadt Antiochien, denn Neubekehrten leben und handeln wie Christus. Deshalb wurden sie Christianer genannt. Gott gebrauchte die beiden neuen Apostel in Seiner neuen Weltmission, Paulus als Lehrer und Barnabas mehr als Organisator und Seelsorger (Sohn des Trostes). Beide Aspekte sind sowohl für das Wachstum des persönlichen Glaubensleben als auch für eine neue Missionsgemeinde außerordentlich wichtig.


NT – Johannes 15,12-17Bleibende Frucht in der Mission erbitten

Obwohl sich diese Verse zuerst auf die zwölf ursprünglichen Apostel beziehen, sollen sie am Barnabas-Tag eine Beziehung zu Barnabas herstellen. Auch Barnabas wurde ausgewählt, um erlöst zu werden und dann als Sendbote / Nachfolge-Apostel für Christus in Seine Mission ausgesandt zu werden. Er sollte mit den anderen Aposteln (Apg 1,2) den Großen Missionsbefehl ausführen (Mt 28,18-20). Auch er wurde, wie sie beauftragt, Früchte der Liebe zu tragen. Diese Liebe zeigt sich darin (V 17), dass er selbst als Sohn des Trostes bezeichnet wird. Er bringt Paulus, den Christenverfolger, als Neubekehrten zu den ängstlichen Aposteln und begleitet ihn dann über die Jahre bis zum gemeinsamen Einsatz. Barnabas bringt, wie die Apostel, andere Menschen zu Christus (Apg 2,41-47; 4,32-35). Diese missionarische Frucht, die Barnabas so wirkte, war in Antiochien und auch sonst seiner Mission eine bleibende Frucht. Denn diese von ihm angebotene und verkündete Erlösung durch Christus ist ein bleibendes Geschenk Gottes. Was auch immer die Apostel und Barnabas im Gebet bei Gott erbeten sollten, hatte sicherlich zuerst damit zu tun, ihn zu bitten, was notwendig ist, um weitere Menschen durch die Liebe Christi zu gewinnen und zu Jüngern zu machen. Diese Bitte bewegte Barnabas beständig in seinem Herzen. Bitten auch wir den Vater in Jesu Namen, dass er Arbeiter in seine Ernte sende und dass auch wir Fernstehenden die Liebe Christi in Wort und Tat durch das Evangelium bezeugen.

Abschlussgebete

Tagesgebet zu St. Barnabas

Herr, allmächtiger Gott! Du hast Deinen heiligen Apostel Barnabas mit besonderen Gaben des Heiligen Geistes ausgerüstet. Wir bitten Dich: lass es uns weder an Deinen mannigfaltigen Gaben ermangeln noch an der Gnade, dieselben stets auch zu Deiner Ehre und Verherrlichung zu gebrauchen. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.


Mehr zum Barnabas Gedenktag aus dem Heiligenlexikon:

https://www.heiligenlexikon.de/BiographienB/Barnabas.htm

10. Mai – Hauskirche

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Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.


Schriftteil

AT– 3. Mose /Levitikus 21

https://www.bibleserver.com/EU/3.Mose21

Gebet – Psalm 132

https://www.bibleserver.com/LUT/Psalm132

NT – Markus 9,42-50

https://www.bibleserver.com/EU/Markus9%2C42-50


Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT – Levitikus 21 – Vorbilder im Verhalten für das Haus Gottes (AT & NT)

Dieses, wie auch das nachfolgende Kapitel, befasst sich mit der Heiligkeit der Priester, die in die Gegenwart Gottes treten sollen.

V 1-15 Zuerst werden die Familienangelegenheiten der einfachen Priester, dann des Hohenpriesters geregelt.

V 16-24 Danach geht es um die körperlichen Unvollkommenheiten, die zum Dienst in und um das Heiligtum untauglich machen.

Der Dienst des Hohenpriesters und der Priester im reinen, geordnenten und symbolischen-himmlischen Heiligtum

Bei den im Heiligtum diensthabenden Priestern soll die Vollkommenheit Gottes in ihrem Lebenswandel zum Ausdruck gebracht werden. Das ist ein zentrales Anliegen für die Leitung und das priesterlich lebende Gesamtvolk.

Im nächsten Umfeld des Priesters gelten deshalb für seine Familie und die Verwandtschaft besondere Heiligungsregeln. Teilweise haben einige Vorschriften mit dem Verhalten bei Tod deshalb etwas zu tun, weil den Verstorbenen in Israel keine göttliche Verehrung zusteht. Das wäre ein Verstoß gegen das erste und zweite Gebot der Gottesverehrung. Bei ägyptischen heidnischen Kult- und Trauerbräuchen war diese Verehrung bis hin zur Vergöttlichung des Pharaos üblich. Doch Tote sollten keine göttliche Verehrung bekommen. Deshalb auch im NT: Lasst die Toten ihre Toten begraben. Auch körperliche Fehler durften weder bei den Priestern noch bei den zu opfernden Tieren vorgefunden werden. Die körperliche Unversehrtheit des Dieners wie auch des Opfertieres waren gefordert. Sie sollte die Unversehrtheit Gottes zum Ausdruck bringen und die mit ihm in enger Gemeinschaft dienenden Priester. Ganz und völlig hat erst Jesus Christus, der vollkommen reine Hohepriester nach der Ordnung Melchisedeks, diese Forderung erfüllt (Heb. 9,11-14). Er war ohne jegliche Sünde von Geburt an und sündigte nie im irdischen Leben. Aus diesem Grund sollen Priester und Gläubige, sich Gott in Reinheit und im heiligen Schmuck auch Gott nahen.

Die Forderung zur Trennung von Unreinheit und zur Heiligung (reiner und guter Dienst und Lebenswandel) wird im Neuen Testament fortgesetzt. Der christlichen Gemeinde wird ihr Bischof (Aufseher) der Gemeinde als Vorbild vor Augen gestellt (1Tim 3, 1-16). Auch das Umfeld seiner eigenen Familie hat darin eine besondere Bedeutung: Frau und Kinder. Der Bischof steht hier anstelle des Priesters des Alten Testaments, gefolgt im gleichen Abschnitt von den Diakonen (AT – Leviten). Diese dienen zusammen mit dem Priester, der jetzt die AUFSICHT im HAUSHALT GOTTES hat. Auch sie dienen nun vorbildhaft zusammen mit ihren Familien. Ihr priesterliches Verhalten wird Vorbild für die Gemeinde und Kirche des neutestamentlichen königlichen Priestertums. Wie man sich dort im Hause Gottes verhält, wie man rein und heilig lebt, das obliegt ihrer Verantwortung und priesterlichen Leitung vor Gott. In der Ordinationsliturgie der Anglikanischen Kirche fragt deshalb der Bischof den Pfarrer (Priester) und auch den Diakon:

Bischof: Werdet ihr gewissenhaft euer Leben und das Leben eurer Familien gemäß der Lehre Christi gestalten und sowohl euch selbst als auch sie, so viel an euch liegt, zu heilsamen Vorbildern der Herde Christi machen?

Antwort: Ja, das werde ich, so wahr mir der Herr helfe.

Das Allgemeine Gebetbuch II (221 Seiten gratis zum Download) Speziell zum Nachlesen S. 163 mit allen Fragen und Antworten zur Einsetzung von Geistlichen.

AGB TeiI II_mit_Inhaltsverzeichnis


NTMarkus 9,42-50 Gemeinsame Salzkraft in der Nachfolge Jesu

Gemeinsame Salzgewinnung in Vietnam

Dieser Abschnitt scheint sich auf den früheren Rangstreit der Jünger zu beziehen, wer denn der Größte unter ihnen sei (V 33-35). Bei alledem geht es um das selbstlose und ernste Nachfolgen und das Verhalten der Jünger untereinander und im Dienst. Die Ernsthaftigkeit besteht darin, dass der Jünger bereit sein soll, das eigene Ich zurückzustellen, besonders wegen der Hilflosigkeit der Mindergeachteten und Kleinen. Gott will auch ihren schwachen Glauben schützen, damit sie nicht vom Glauben abfallen. Und auch die Jünger sollen bewahrt werden, nicht in der Nachfolge Jesu abzufallen. Dies würde aber dann geschehen, wenn sie sich selbst wieder in den Mittelpunkt stellen würden. Das geschieht durch stolzen Blick, stolzes Handeln und stolzen Wandel: Durch Auge, Hand und Fuß! Wenn dies aber geschehen würde, ständen sie selbst vor dem strengen Gericht Gottes und vor dem ewigen Tod.

Auch Jünger Jesu müssen sich immer wieder das Gericht Gottes vor Augen halten, dem sie endzeitlich entgegengehen. Bei allem geht es aber darum, die geistliche Salzkraft als Jünger Jesu zu erhalten. Wird die eigene Größe und Bedeutung herausgestellt, wird das Salz, die Kraft des Jüngers, wirkungslos. Wird aber das Vorbild des Meisters im eifrigen Dienst an den Schwachen und Hilflosen erkennbar, dann entfaltet sich die größte Salzkraft.

Wenn wir dies als Jüngern Jesu beachten, dann entfaltet sich auch bei uns liebende Harmonie, dem Hilflosen wird geholfen und das Umfeld unserer Gesellschaft wird durch Reich Gottes gewürzt.

Abschlussgebet

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

9. Juni – Hauskirche

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Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

Eingangsgebet

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.


Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.


Schriftteil

AT– 3. Mose /Levitikus 20

https://www.bibleserver.com/EU/3.Mose20

Gebet – Psalm 131-134

https://www.bibleserver.com/LUT/Psalm131

NT – Markus 9,30-41

https://www.bibleserver.com/EU/Markus9%2C30-41


Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT – Levitikus 20 – Verschärfte Vorschriften gegen zersetzende Moral

Bereits in Kapitel 18 und 19 wurden die meisten hier aufgezählten Themen behandelt. Der Unterschied liegt darin, dass zuvor keine spezielle Strafandrohung ausgesprochen wurde, jetzt aber die Todesstrafe oder Verbannung aus der Volksgemeinschaft angekündigt wird. Die Begründung wird gegen Ende des Kapitels geliefert (V 22+23).

Über die wirkliche Durchführung solcher Strafen finden wir in der Schrift nur wenige Beispiele. Möglicherweise wurde anstatt der Todesstrafe ein endgültiger Ausschluss aus der Bundesgemeinschaft vorgenommen. Als später der Götzendienst (die Praktiken der umliegenden ethnischen Völker wieder in Israel heimisch wurde, verzichtete man ganz auf die Bestrafung.

Zu Beginn wird der Schutz der hilflosen Kinder angesprochen, die dem Molchgötzen zum Opfer fallen. Gott ist ein Beschützer dieser Hilflosen. – Eltern und die Gesellschaft müssen sich unter das Gericht Gottes stellen, wo sie eine gute Erziehung der Kinder missachten oder sogar die Tötung der ungeborenen Kinder in Kauf nehmen oder aus egoistischer Selbstbestimmung dies bewusst fördern (Mein-Bauch-gehört-mir-Ideologie).

Bezüglich der Beschwörer und Zeichendeuter, eine Praxis der umliegenden Völker, geht es hauptsächlich darum, dass diese Art von Spiritismus sich mit dem Totenkult beschäftigt, Tote über die Zukunft zu befragen. Diese Toten nehmen angeblich Kontakt zu den Göttern oder Gott auf, an dem Ort, wo sie sich befinden, und können durch den Schleier des Todes und der Zukunft hindurchblicken und somit Antworten für die Gegenwart geben. Beispiel dafür finden wir bei König Saul (1 Sam 28,7ff). Als Folge seiner Übertretung muss er aber sterben (1Chr 10,13-14). Auch Jesaja spricht diese Praxis zu seiner Zeit an. Anstatt Gottes Weisung (Thora) und Offenbarung durch die Priester und Propheten zu suchen, befragte das Volk die Totengeister. Dieses Suchen führte die Menschen in die äußerste Dunkelheit, Angst und sogar Hungersnot.

Alle Menschen, die sich mit diesen Bereichen der Zukunftserforschung für ihr Leben beschäftigen, ob durch Horoskop, Handlinienlesen, Pendeln oder übermäßiges Vertrauen allein auf die Wissenschaft, sollen aber für die persönliche Zukunft zuerst die Weisung Gottes und Offenbarung Gottes in Bibel und Predigt für ihr Leben suchen. Nur so werden sie durch Gott eine erleuchtete und freudvolle Gegenwart mit einem erfüllten Leben erfahren.

Alle die hier deutlich angesprochenen sexualen Auswüchse und Unarten, vor denen Gott sein Bundesvolk warnt, werden aber von den Völkern und Rassen (Volksstämmen), angefangen von Ägypten bis zum Land Kanaan und darüber hinaus, praktiziert. Gott verbietet diese damals schon als modern bekannte sexuelle Revolution jedoch für das Volk Gottes. Denn diese unmoralischen Völkerethik würde nicht nur die Grundlage einer heiligen Familienstruktur, die eines erfolgreichen Landes, sondern auch den Glauben und die Beziehung zum Erlösergott zerstören. Denn wer diese verwerfliche Moral praktiziert, lebt nach einer anderen Philosophie, folgt einem Götzenglauben und nicht dem einzigen Jahwe Gott. Dieser Mensch glaubt an einen anderen Gott (Idee-idol). Darum auch die Aufforderung in V 21-23. Ihr sollt die Sitten der Leute (Völker), die ich vor euch vertreibe, nicht annehmen. Denn sie haben all diese Dinge getan und ekelten mich damit an.


Evangelische Kirche Berlin auf dem Christopher Street Day dabei !

Bericht der Ev. Kirche Berlin nachlesen – oben oder unten anklicken.

https://www.evangelisch.de/inhalte/158226/16-07-2019/evangelische-kirche-berlin-auf-dem-csd-dabei


Sind heute Veranstaltungen wie Christopher Street Day (CSD nicht schon das Normale für eine tolerante Gesellschaft? Finden denn auch Christen dieses bunte Treiben schick und interessant? Selbst die Ev. Kirche von Berlin ist mit dabei, zieht im CSD-Festzug mit, bleibt aber dem jährlichen Marsch für das ungeborene Leben – zwischen Reichstag und Berliner Dom – fern. Fragen wir uns auch, was ist denn das für eine kultur- und moral-auflösende Ideologie, wer sind die Förderer, die sich stolz die Veränderung der biblischen Moral auf die Fahne geschrieben haben? Sie durchsetzen Kirchen und Politik, um denen ihre heidnische Ethik aufdrängen, die nach christlicher Ethik in der Kirche Gottes leben wollen. Wird es nicht bald dazu kommen, dass biblisch orientierten Kirchen vorgeworfen wird, dass sie dieser moral-auflösenden Ideologie gegenüber intolerant und feindlich eingestellt sind, weil sie an ihrem überlieferten Glaubensgut festhalten wollen? Für bekennende Christen aber gilt: Gestaltet euer Leben nicht nach den Satzungen der Völker dieser Welt. Stellt Wächter und Verteidiger vor dem königlichen Priestertum und Heiligtum auf. Gestaltet euer Leben in dieser Welt nach dem Ebenbild Gottes und Christi. Solch eine christliche Kirche wird aber immer, wie Ihr Herr selbst, Angriffe durch solche intoleranten Gegner erleben müssen, während sie Anstöße zum Leben und Zeugnis für die Welt gibt.


NTMarkus 9,30-41 Anerkennung und anerkannter Dienst

Die noch nicht so recht im Glauben stehenden Jünger werden von Jesus über den Zweck seines Kommens und sein Kreuzesleiden von Jesus belehrt, verstehen es aber nicht. Möglicherweise haben sie verstanden, dass Jesu Dienst zu Ende geht, und sie haben sich ihre Gedanken über die Nachfolge gemacht. Wer hat die besten Karten, wer kommt in Frage, wer ist der Anerkannteste unter ihnen? Jesus erkennt dieses ungeistliche und menschliche Denken der Apostel und zeigt ihnen die wahre Größe eines Leiters im Reiche Gottes. Es ist jemand, der sich nicht ins Rampenlicht drängt und öffentliche Anerkennung sucht, sondern jemand, dessen Charakterzug sich darin zeigt, dass er im Hintergrund einen herzlichen Dienst an Hilflosen und Schwachen tut. Dies ist die wirkliche Stärke eines zukünftigen Leiters. Ist Jesus in seinem Dienst nicht selbst das Vorbild?

Weiter spricht er einen negativen kritischen Blick bei seinen Jüngern an. Sie kritisieren und petzen, über andere, die einen ähnlichen Dienst wie Jesus tun. Ein zukünftiger Leiter im Reich Gottes, so sagt Jesus, muss solch eine großzügige positive Haltung anderen gegenüber haben, die sich ähnlich für das Reich Gottes einsetzen. Vorausgesetzt natürlich, dass auch sie in diesem Dienst Gutes im Namen Jesu tun.

Gott schützt also den Dienst an den Kleinen und Schwachen und auch die, die nicht in „apostolischer Nachfolge“ stehenden Dienste oder christlichen Gemeinschaften. Vielleicht können gerade die zwar näher an Jesu stehenden Apostel noch etwas von dem Einsatz und charakterlichen Haltung anderer für sich im Dienst für das Reich Gottes lernen.

Bewerten wir doch unsere Haltung zur persönlichen Anerkennung und Dienst an den Schwachen. Beobachten wir auch unsere Haltung gegenüber anderen Christen und christlichen Bewegungen, die im Namen Jesu Erfolg verzeichnen.

Abschlussgebet

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

8. Juni – Hauskirche

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Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.


Schriftteil

AT– 3. Mose /Levitikus 19

https://www.bibleserver.com/EU/3.Mose19

Gebet – Psalm 129-130

https://www.bibleserver.com/LUT/Psalm129

NT – Markus 9,14-29

https://www.bibleserver.com/EU/Markus9%2C14-29


Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT – Levitikus 19 – „Anders-Sein“ als Zeugnis für den Rest der Welt

Das vorherige Kapitel 18 in Verbindung mit K 20 ist eine erweiterte Auslegung des Gebotes um den Schutz der Ehre (7.). Dieses Kapitel beschäftigt sich allgemein noch einmal mit den restlichen Geboten und zielt auf das Zentrum: „Ihr seid heilige, denn ich bin heilig!“ Diese Aussage Gottes kann auch so übersetzt werden, dass das Heilig-Sein nicht als Forderung, sondern als eine Feststellung beschrieben wird. Sie begründet sich darin, dass das Volk und der Einzelne sich mit dem Herrn durch den Bundesschluss vollkommen identifizieren sollten. Identifikation ist dann das Sein und Werden mit Gott.

Beachtenswert ist die Überleitung, dass die Kinder die Autorität der Eltern so achten sollen wie Gesamtisrael die Sabbatruhe Gottes achtet. Eltern stehen symbolisch und wirklich anstelle Gottes für ihre Kinder. Wenn sie lernen die Autorität der Eltern zu achten, werden die Kinder, wenn sie erwachsen werden, auch die Autorität Gottes achten und sich an die restlichen Gebotes Gottes halten. Vorangesetzt wird für den Rest des Volkes die Einhaltung der Sabbatruhe als Zeichen des Bundesvolkes mit Gott. Alle die nun folgenden Gebote und Einzelvorschriften sind in der Andersartigkeit und vollkommenen Gutheit Gottes verankert. Sie dienen dem Volk Gottes als Schutz vor alten und neuen heidnischen Praktiken der damaligen Umwelt. Begründet werden diese alle mit V 36b+37: Jahwe Gott hat Israel aus der Gefangenschaft Ägyptens – ihrer Götter und Praktiken – herausgeführt mit dem Ziel, jetzt nach Gottes Willen zu leben (Ex 20,2).

Kronreif des Hohenpriesters – HEILIG DEM HERRN

Bei diesem Heilig-Sein geht es um die Identifikation des Menschen mit der Andersartigkeit Gottes nach seinem Recht, seiner Moral und der Umsetzung in den Alltag. Der Gläubige soll – aufgrund der gnädigen Rettung Gottes aus der Gefangenschaft Ägyptens – zuerst die Autorität und das Recht Gottes anerkennen, aber im gleichen Zusammenhang darin Gottes Liebe zu ihm entdecken. Dieses Motiv der Liebe Gottes soll zuerst im persönlichen Leben seinen Platz finden. Von dort aus soll es in die Gemeinschaft der Stammesgeschwister fließen. Liebe gibt es an sich nicht isoliert, denn sie ist immer auf die Gemeinschaft ausgerichtet. Neben dem Rechtsverständnis hat deshalb das Liebesverständnis zentrale Bedeutung für das persönliche Heilig-Sein des Gläubigen. Das Liebesverständnis für Israel wird aber mit Jesu Kommen und seiner Lehre im neuen Bundesvolk auf alle Menschen ausgeweitet. Zuerst auch auf die Glaubensgenossen, dann aber auf alle Menschen. Auch der noch in Gottesferne lebende Ungläubige wird zu unserem Nächsten und damit zum Objekt der Liebe Gottes. (Lu 10,25-27; Röm 13,9; Gal 5,14; Luk 6,35). Die Heiligkeit Gottes in unseren Herzen wird durch das Motiv der Liebe immer wieder entzündet und verkündet durch unser Leben Gottes vollkommene und gute Andersartigkeit in unserer nächsten Umgebung. Sind wir uns dessen bewusst?


NTMarkus 8,14-29

In Kap 6,7ff hatte Jesus seine Jünger unterwiesen, eingesetzt zu predigen, zu heilen und Dämonen auszutreiben. Der in Kapitel 9,1-13 auf dem Berg der Verklärung bestätigte Gottessohn kommt zurück und trifft im Tal die verzweifelte Menge, die Eltern und die Jünger, in ihrer Ohnmacht. Jesus, der Gottessohn, zeigt seine Vollmacht gegenüber seinen ohnmächtigen Jüngern darin, dass er den in seiner Gottesebenbildlichkeit (durch die Dämonen) zerstörten Jungen durch sein Machtwort wieder in seine ursprüngliche Bestimmung einsetzt und heilt. Auch damit wird wieder die These (Mr 1,1) erneut bestätigt, dass nur er der Gottessohn ist.

Die Lektion aber, die Jesus seinen Jüngern und der Kirche damit geben will, ist folgende: Vollmacht und Heilung (zur Heilung und Gottesebenbildlichkeit) geschieht nur durch den Glauben der Betroffenen oder deren Stellvertreter und durch den Glauben und das anhaltende Gebet der eingesetzten und berufenen Diener. Durch Glauben und Gebet hat Jesus selbst Teil an der Vollmacht Gottes, und damit geschieht das Wunder, das der Junge wieder als Geschöpf Gottes geheilt und wiederhergestellt wird. Spätere Handschriften fügen in V 29 hinzu “und Fasten“.

Tiefer Glaube, Gebet und Fasten lassen uns und die Kirche an der Vollmacht Gottes teilnehmen. Böse Geister und Ideologien zerstören heute immens das Ebenbild Gottes im Menschen. Die Kirche Christi hat den Auftrag, diese mächtigen Ideologien und Gedankengebäude niederzureißen. Die Vollmacht erhält sie durch Glauben und Gebet.

Abschlussgebet

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

6. Juni – Hauskirche

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Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.


Schriftteil

AT– 3. Mose /Levitikus 17

https://www.bibleserver.com/EU/3.Mose17

Gebet – Psalm 126-128

https://www.bibleserver.com/LUT/Psalm126

NT – Markus 8,31-9,1

https://www.bibleserver.com/EU/Markus8%2C31-38


Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT – Levitikus 17– Blut ist Leben – Leben von Gott

Mit Kapitel 17 beginnen die Heiligkeitsgesetze (K 17-26), die das Land und die Leute heilighalten sollen, um dadurch die Gegenwart eines heiligen Gottes in ihrer Mitte zu verkünden.

Während die vorigen Kapitel Sünde und Unreinheit / Reinheit behandelt haben, gehen die restlichen Kapitel auf die Übertretungen ein, für die es keine rechtliche Hilfe oder Lösung mehr gibt. Dieses besondere Kapitel überbrückt die Anordnung und führt zur Anwendung der Vorschriften

V1-9 Alle Opfer gehören dem Herrn. V 10-14 Das Blut darf nicht als Speise verzehrt werden, weil es eine gottbestimmte Funktion hat. V 15-16 Reinigung soll beachtet werden.

Warum gibt es koschere Gesetze für orthodoxe Juden? Warum schächten, schlachten religiöse Menschen ohne Betäubung? Warum müssen Haustiere beim Heiligtum geschlachtet werden und nicht auf freiem Feld? Warum gibt es soviel Getue um das Blut? Was bedeutet das Blut?

Dieses Kapitel 17 ist das Herz und Zentrum des Buches Levitikus. Das Blut steht für das Leben. Es bringt alle lebensnotwendigen Substanzen in den Körper, damit alle Organe versorgt werden können und er leben kann. Doch das Vergießen bringt das Ende des Lebens und den Tod mit sich.

Wichtig zum Verständnis ist die Schöpfungsordnung Gottes, dass er das Leben geschaffen hat, Menschen und Tiere, und dieses Leben auch würdig behandelt werden soll.

Eine andere Gesinnung finden wir von Anfang an bei allen restlichen Völkern. Sie verehren Jagdgötter, Feldgötter, Saturn, Pan, u.a. Als Israel aus Ägypten auszog nahmen sie deren heidnische Schlachtgebräuche mit und opferten wie sie, bei jeder Schlachtung, den „Feldgeistern“. Deshalb hier die Anordnung V 5: Die Israeliten sollen ihre Schlachtopfer, die sie (wie die Ägypter) noch auf freiem Feld opfern, und V7: … sie sollen von nun an nicht mehr den Dämonen opfern, denen sie nachhuren.

Diese Feldgeister sind mythologisch als Halbwesen anzusehen. Sie werden oft auf zwei Ziegenbockbeinen stehend, mit männlichem erotischem Oberkörper, Menschenkopf mit Ziegenbockohren und -Hörnern, dargestellt, die dann auch noch Frauen verführen (V7).

Das heilige Blut darf aber nicht in solche Beziehung zu Götzen und Naturgöttern gebracht werden. Deshalb hier die Aufforderung, von nun an diese Schlachtungen nur in heiliger Umgebung der Stiftshütte und nur durch die Priester Gottes durchführen zu lassen. Doch außerhalb Israels finden wir diese heidnische Handhabe noch bis zur Zeit des Paulus auch später noch in der Geschichte wieder. Er spricht in dieser Beziehung darüber, das Gewissen von schwachen Gläubigen zu belastet, wenn im Götzentempel Götzenopferfleisch gegessen wird (1 Kor 8,1-10). Auch zu seiner Zeit wurde durch einen heidnischen Priester die Schlachtung an einem heidnischen Tempel eingeleitet, das Blut dort für heidnischen Götter vergossen. Erst danach konnte das Fleisch verkauft und gegessen werden.

Doch das Leben ist im Blut, es steht synonym für Leben an sich und gehört dem wahren Gott, der darüber wacht. Er ist allein Spender alles Lebens und hat allein das Recht auf Leben und Tod.

In diesem Zusammenhang verstehen wir, dass die Menschen zurzeit Jesu geschockt waren als er sprach: Wer mein Fleisch ist und mein Blut trinkt, der hat das ewige Leben (Joh 6,54).

Bild von Gerd Altmann auf Pixabay 

Wenn nun das Neue Testament vom Blut Jesu spricht, das wie bei einem Opfer in der Stiftshütte oder im Tempel ausgegossen wird, meint es den Tod Jesu. Durch das Ausgießen seines unschuldigen Lebens als Stellvertreter an unserer Stelle, wird die Sühnung unserer Sünden vor Gott bewirkt. Deshalb wird dem Sünder durch das Blut Jesu vergeben, damit er ewig leben kann. Alle Gläubigen werden aufgefordert, das Blut Jesu immer wieder als heilig und als das Wertvollste zu achten. (Hebr 10,19-24) Es soll unsere Nachfolge und unsere christliche Gemeinschaft erneuern und formen.


NTMarkus 8,31 – 9,1 Christusbekenntnis und Kreuzesnachfolge

Das Christusbekenntnis des Petrus, die Kreuzesnachfolge für seine Jünger und sein Tod sind die Mitte des Markusevangeliums (8,31-10,52).

Gegenüber dem Urteil vieler Menschen bekennt sich Petrus zunächst zum Menschensohn (Dan 7,13ff), der leiden, sterben und auferstehen wird. Damit werden mit dem Petrusbekenntnis gleich drei wichtige Glaubenswerke Jesu mit seiner Person verbunden, die dann auch im apostolischen Glaubensbekenntnis ihren Niederschlag finden. Diese Lebensabschnitte sind heilsnotwendig für den rettenden Glauben. Petrus aber, vom Teufel angefochten, widerspricht gleich anschließend ganz ungläubig dem Heilsplan Gottes und wird von Jesus getadelt.

Warum dieser plötzliche Glaubenswandel? Petrus versteht den Meister deshalb nicht, weil er die Leidensnachfolge seines Meister noch nicht für sich angenommen hat.

Zur Nachfolge Christ gehört einmal die Aufgabe des Egoismus und die Bereitschaft zum Martyrium, zum Leiden. Dieses muss er noch lernen. Die von Jesus dann an alle Jünger und das Volk verkündigte Aufforderung zur Nachfolge unter den Kriterien der Selbstverleugnung und Leidensnachfolge ruft zur persönlichen Entscheidung aller auf.

Wer sich dazu bekennt wird in der Herrlichkeit angenommen werden, wer diese Nachfolge ablehnt, dessen wird sich der Menschensohn auch in der Ewigkeit schämen.

Bekennen wir uns zu Jesus als den leidenden, gestorbenen und auferstandenen Gottessohn? Sind wir bereit in der Nachfolge eigensüchtige Wünsche aufzugeben? Folgen wir auch noch nach, wenn wir um Jesu willen kritisiert und verlacht werden?

Abschlussgebet

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

5. Juni – Hauskirche

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Familien- oder Hausandacht am Morgen

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Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.


Schriftteil

AT– 3. Mose /Levitikus 16

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Gebet – Psalm 123-125

https://www.bibleserver.com/LUT/Psalm123

NT – Markus 8,22-30

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Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT – Levitikus 16– DAS FEST – Der große Versöhnungstag

Der letzte Vers dieses Kapitels dient wieder zu Einführung: Das soll euch eine ewige Ordnung sein, dass ihr Israel einmal im Jahr entsühnt wegen aller seiner Sünden.

Der große Versöhnungstag als wichtigster Tag der jüdischen Feste wird in Apg 27,9 allgemein als „das Fasten“ bezeichnet. Es ist das sechste und wichtigste von sieben religiösen Festen des israelitischen Kalenders. Traditionell unterwarf man sich vom 7.-10. Monat (Neujahrstag zum Versöhnungstag) einer Selbstprüfung, um sich auf diesen besonderen festlichen Jahrestag vorzubereiten.

Wir beobachten bei der Abfolge unserer Lesungen bisher, dass nach den besprochenen Themen Reinheit und Unreinheit (Kap. 11-16) dieses Fest thematisch den Abschluss für eine umfassende Reinigung des ganzen Volkes darstellt. Diese Feier dient nicht nur zur Reinigung „der zuvor begangenen Sünden“ von Nadab und Abihu (betrunkene Priester – Kap 10,1ff) und des Heiligtums, sondern auch für den Hohenpriester und des ganzen Volkes.

Der Gottesdienst an diesem Tag hatte seine vorgeschriebene Liturgie, eine Ordnung, auf die auch Hebräer 9,1ff hinweist und die Bedeutung auch für neutestamentliche Christen beschreibt. An diese Prinzipien knüpft in jedem Gottesdienst auch „Das Allgemeine Gebetbuch“ immer wieder an. Die peinlich genaue Abfolge dieses Versöhnungsgottesdienstes wird uns in V 1-28 beschrieben. die Lektionen, die wir daraus lernen, sind die: Es ist schwer, sich Gott in einem unreinen und sündigen Wesen zu nahen.

Wir beobachten: Das Volk Gottes, 12 geordnete Stämme, campierten um die Abzäunung des Heiligtums herum. Nur die Männer konnten in den Vorhof gehen. Nur die Priester konnten im Heiligen ihren Dienst ausüben. Und nur der Hohepriester durftee einmal im Jahr ins Allerheiligste treten, um den Dienst der Versöhnung für das Volk zu tun. Dies alles bedarf einer gewissenhaften Vorbereitung des Volkes und seiner Diener in Bezug auf Reinigung, um dann in die Gegenwart Gottes zu treten.

Dieser Tag war der hochheiligste Tag. Die Menschen durften nicht arbeiten, nicht essen (fasten), sollten sich selbst verleugnen und ihrer alltäglichen Bedürfnisse entsagen. Durch diese Vorbereitung und im Blick auf den Hohenpriester, der im einfachen weißen Gewand für sich, seine Familie und das ganze Volk Versöhnung und ein reines Gewissen suchte, wurde jeder Israelit erinnert, dass er von seinen eigenen Sünden erlöst werden musste.

Bildpredigt-Karfreitag von Sylvia-Minder

Alle Abläufe und Handlungen des Hohenpriesters haben symbolische und geistliche Bedeutungen, sie sind aber nur kurzzeitig wirksam. Wir können hier nicht auf Einzelheiten eingehen. Durch die besonderen Handlungen der Opferungen in Verbindung mit Blut und Auflegung beider Hände auf den Sündenbock, der dann in die Wüste – einen Ort ohne jegliche Rückkehr – geführt wurde, wird herausgestellt, wie notwendig die Reinigung und Sündenvergebung für alle im Volk Gottes wichtig sind. Das Gewissen des Volkes wurde, wenn im Glauben angenommen, für das vergangene Jahr gereinigt, aber nicht für immer. Doch erst im Neuen Testament erwartet uns die Erfüllung einer einmaligen und ewigen Reinigung durch das sündlose Lamm und den ewigen reinen Hohenpriester Jesus. Dieses wunderbare Fest der Versöhnung im AT zeigt sich jedoch langfristig als ineffektiv im Licht von Golgatha und der vollkommenen Erlösung durch Jesus Christus. Dazu mehr in Hebräer 9,24-29. Das bedeutet: Christus ist einmal durch sein eigenes Opfer am Kreuz direkt zum Vater ins Allerheiligste eingetreten und hat alle Gläubigen versöhnt. Der Vorhang zerriss sogar tatsächlich damals im Tempel von oben nach unten. Damit enden alle die alten Abläufe und Handlung. Der direkte Zugang durch Jesus zum Vater ist da. Doch die Prinzipien des Zugangs bleiben für die Kirche und den Einzelnen bestehen. Wir benötigen die tägliche Fußwaschung oder Reinigung der Alltagssünden vor Gott.


NTMarkus 8,22-26 Durch Glauben sehend werden

Die Jünger besitzen Augen und sehen kaum, sie haben Ohren und hören schwer. Unsere Geschichte spricht zwar zeichenhaft von einem Wunder, das Jesus erneut als Gottessohn beweisen soll. Doch sie soll seinen Jüngern und den christlichen Zuhörern mehr sagen, was ihnen eigentlich (V 17-19) nottut. Von Jesus allein können wir erwarten, dass er die Augen seiner Jünger weiter öffnet, dass sie sehen und verstehen und Glauben können, wer er ist und was er mit ihnen vorhat. Oftmals ist es auch ein Prozess oder Erfahrungen in aufeinander folgenden Abschnitten des Lebens, Jesus besser und genauer zu erkennen, und was seine Botschaft bedeutet. In solchen Phasen werden die Augen der Jünger weiter und klarer aufgetan. Damit werden sie auch auf das Bekenntnis des Petrus im nächsten Abschnitt vorbereitet, dem die Augen dann besonders geöffnet werden.

Wir beten oder singen:

Herr, öffne meine Augen, dass ich sehe, die Wunder an Deinem Gesetz. Herr, öffne meine Ohren, dass ich Deinen Willen tue. Herr, tue meine Lippen auf, dass mein Mund Deinen Ruhm verkündige. Amen

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Abschlussgebet

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

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Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

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Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.


Schriftteil

AT– 3. Mose /Levitikus 14,33-57

https://www.bibleserver.com/EU/3.Mose15

Gebet – Psalm 119,161-176

https://www.bibleserver.com/LUT/Psalm120

NT – Markus 8,11-13

https://www.bibleserver.com/EU/Markus8%2C14-21


Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT – Levitikus 15– Körperliche Ausflüsse und Gottesdienst

Als Vorwort und zum Überblick sollte zu Beginn das Nachwort in V 31-33 gelesen werden. Es geht um die Reinheit beim Gottesdienst. Darunter fällt auch die menschliche Sexualität.

Der Auftrag und der damit verbundene Akt: Seid fruchtbar und mehret euch, ist nach Gottes Ordnung in rechter Ehebeziehung gut und gottgewollt.

Dieses Kapitel enthält Richtlinien in Bezug auf Geschlechtsorgane und von dort ausgehenden möglichen Krankheiten, die vom Gottesdienst wegen Unreinheit ausschließen können. Damit wird auch die Sorge um Heiligkeit im Bereich der persönlichen Sexualität angesprochen.

Einige, hier als rituell unreine Ausflüsse oder Samenergüsse bezeichnet, sind beim Geschlechtsverkehr innerhalb der Ehe oder während der Menstruation normal. Nur eine magische Verbindung beim sexuellen Akt herstellen zu wollen, wie es die Heiden außerhalb des Volkes Gottes praktizieren, war verboten. Denn diese betrachteten ihre sexuellen Handlungen als zaubernde Handlung, ihren heidnischen Gott beim Schöpfungsakt zu stimulieren oder magisch nachzuhelfen.

V 4-11 Unreinheit durch menschliche Ausflüsse wurde auch als krankhaft und ansteckend angesehen. Damit konnten auch Krankheiten – Viren, etc. – auf Gegenstände übertragen werden, die von einer unreinen Person berührt wurden.

V 13-33 Text befasst sich zentral damit, dass Menschen kultisch am Gottesdienst teilnehmen können. Zuerst geht es beim Mann (V 13-18) um ein abnormales und dann um ein normales Problem. Danach umgekehrt wird ein normales Problem bei der Frau angesprochen (Verse 19-30), danach wird das abnormale bei ihr beschrieben.

Die Reinigung geschieht für Mann und Frau in Eigenverantwortung ohne einen Priester. Die vorgeschriebenen zeremoniellen Handlungen, die für den Besuch der Anbetungsstätte vorgesehen waren, durch Waschen und Reinigen, musste also jeder selbst durchführen. Ein Hinweis für das allgemeine Priestertum und persönliche Verantwortungen.

Doch bei unnormalem und krankhaftem Ausfluss erforderte die Reinigung auch noch ein Opfer. Es kann ähnlich wie in K 12,8 mit dem Opfer der Frau nach der Geburt eines Kindes verglichen werden.

Auch im Neuen Testament geht es für den Christen um gottesdienstliche Reinheit, u.a. sich sexuell und äußerlich rein zu halten. Auch wurde auf krankhafte Ausflüsse in Verbindung mit Infektionen oder Berührung und Übertragung auf und durch Gegenstände hingewiesen. Verantwortliche Hygiene, öfters sich zu waschen und zu reinigen, wird vom Volk Gottes gefordert. Es geht darum, keine Krankheiten, keine Viren, etc. zu übertragen oder zu empfangen. Das gilt für den Nächsten, besonders aber für den, der sich mit uns im Gottesdienst befindet. Die reine Teilnahme am Gottesdienst soll aber das Zentrale im Leben der Christen bleiben. Nur dazu dienen auch äußerliche Reinigungsvorschriften. Auch Christus hat seine Braut, seine Kirche, von aller Unreinigkeit gereinigt, um mit ihr als geheiligte und untadelige Braut innige Gemeinschaft zu haben (Eph 5,26-27). Gerade auf dieses Hauptziel Christi, der Versammlung Christi mit seiner Kirche, sollten alle „staatlichen Reinigungsvorschriften“ geprüft und zielgerecht ausgerichtet werden. Dafür sollen sich alle Verantwortlichen in der Kirche Christi deutlich und mutig aussprechen. Denn die Kirche Christi hat in diesem Bereich die Eigenständigkeit, dem Staat zu sagen, wo es gottesdienstlich hingeht, nicht aber umgekehrt.


NT – Markus 8,14-21 – Sauerteig, der den Glauben zerstört

Nicht nur die Pharisäer waren unverständig, sondern auch noch seine eigenen Jünger. Bei ihnen gibt es Hoffnung. Denn dreimal wird in diesem Bericht erwähnt (V 17+21): „noch nicht“. Jesus erkennt dies, als er vor ihnen von der zerstörerischen Lehre der zuvor erschienen Pharisäer spricht. Sie verknüpfen ihre Machtstellung in der Lehre mit dem Machtdenken des Herodes, den sie auch unterstützen, zu ihrem eigenen Vorteil. Dieser Virus, dieser Sauerteig, zerstört den Glauben seiner Nachfolger und noch Lernenden.

Als Jesus vom zerstörerischen Sauerteig spricht, denken sie an ihre Vergesslichkeit, kein Brot mitgenommen zu haben. Sie verstehen auf dieser irdischen Ebene nicht die geistliche Warnung: sie denken falsch, verstehen falsch und glauben falsch. Aber da ist Hoffnung. Jesus sagt: Begreift ihr denn  n o c h  nicht.

Und so gibt Jesus uns allen, die wir mit Ihm auf dem Weg sind, die Hoffnung, dass unser irdisch-menschliches Denken auf eine höhere geistliche Ebene und zu einem neuen Verstehen gebracht werden kann. Dies aber entsteht erst dann, wenn wir Wunderforderungen, Macht- und Vorteilsdenken in unserem Leben ausschließen. Dann werden wir auf die rechte Ebene des kindlichen Glaubens und Verstehens geführt. Erst dann können wir geistlich Jesus verstehen und mit dem Herzen glauben.

Abschlussgebet

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

3. Juni – Hauskirche

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Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.


Schriftteil

AT– 3. Mose /Levitikus 14,33-57

https://www.bibleserver.com/EU/3.Mose14%2C33-57

Gebet – Psalm 119,161-176

https://www.bibleserver.com/LUT/Psalm119%2C161-176

NT – Markus 8,11-13

https://www.bibleserver.com/EU/Markus8%2C11-13


Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT – Levitikus 14,33-57 – Die Reinheit von Häusern und Geräten

Die hier dargestellte Verunreinigung von Häusern, ihre Untersuchung und die einzuleitenden Maßnahmen zur Reinigung und die spätere kultische Benutzung kommt der Reinigung eines Menschen im Volk Gottes sehr nahe. Bei dem hier mit „aussätziger Stelle“ bezeichneten Erscheinungen handelt es sich wahrscheinlich um Arten von Schimmel, Pilzbefall, Mehltau oder durch andere Bakterien veränderte Materialien eines Gebäudes.

Woher kommt dies? Wie entsteht dies? Es kann vielerlei Ursachen haben, wie auch heute bei Häusern mit schlecht isolierten Fundamenten, feuchten Kellern oder nicht belüfteten Wohnungen. Dies kann verheerende Auswirkung auf die Gesundheit der darin wohnenden Menschen haben.

Wenn Krankheiten auftraten, fragte das gläubige Volk nach Ursache und Grund, aber auch, ob Gott damit eine Absicht habe oder sogar ihm eine Lektion dadurch beibringen wolle (5Mo/Ex 32,39). Deshalb auch immer wieder die Frage, ob nicht Gott direkt Krankheit oder wie hier Krankheitsbefall in Wohnhäusern geschickt hat: Amos 3,6 Geschieht ein Unglück in der Stadt, ohne dass der HERR es bewirkt hat?

Wir finden immer wieder Beispiele, besonders im Alten Testament, dass Gott Drangsale sogar Krankheiten bis hin zu Pest schickte. Sie sollten als Gegenstandslektionen über seine Heiligkeit dienen und sein Volk an einen heiligen Lebenswandel und heilige Lebensgewohnheiten erinnern.

Deshalb müssen auch wir die weltweite Corona-Epidemie in diese Richtung sicherlich neu bewerten. Sie soll an einen heiligen Gott und eine heilige Lebensführung erinnern.

VMR – ECHO – Mainz – Bericht

Auch das Wohnen an einem feuchten Ort, in einem feuchten Hause oder in einer ungeordneten, unsauberen Messi-Wohnung ist nicht Gottes Wille. Er will Gefahren und Krankheiten von seinen Kindern abwenden. Aber sie müssen auch alle Verantwortung übernehmen, dass ihre Wohnumstände entsprechend sind. In solch einem Zustand bringt es auch nichts für Leib, Seele und Geist, Gottesdienste zu besuchen oder die Gegenwart Gottes in unheiligen Klamotten und unsauberen Umständen zu suchen.

Hier ist vor allem notwendig, die Umstände und Abläufe am jeweiligen Ort mit krankhafter Umgebung zu verändern und dort auf Sauberkeit, Ordnung und Hygiene zu achten. Für Einzelne oder auch für Familien oder Wohngruppen wird dringend empfohlen, sich bei solchen  Vorfällen und Angelegenheiten professionelle Hilfe auf sozialem und dann auch auf spirituellem Gebiet zu suchen.


NT – Markus 8,11-13 Zeichen vom Himmel – welches ist wichtig?

Jesus hatte bereits viele Wunder während seiner kurzen Tätigkeit seit seinem Dienstantritt gewirkt. Dies hatte sich eigentlich überall herumgesprochen. Aber seine theologischen Gegner, die Pharisäer, wollten diese Offenbarungszeichen vom Himmel nicht akzeptieren. Dagegen forderten sie ein übergroßes Machtzeichen des Himmels. Jesus lässt sich aber nicht darauf ein. In Mt 16,4 weist er auf das Zeichen hin, das einmal für alle gültig sein sollte: Das Zeichen des Jona. D.h., dass er nach drei Tagen – nicht wie Jona im Bauch eines Fisches, aber – nach seinem Kreuzigungstod wieder aus dem Grab auferstehen wird. Das wird das Zeichen der Bestätigung sein, dass er der Messias und der Gottessohn ist (Mt 12,39+40).

Das persönliche Wagnis des Glaubens an den Gottessohn ohne Machtbeweis (Wunder & Zeichen) bleibt niemandem erspart. Auch Wunder und Zeichen helfen heute nicht, zum wahren Glauben zu kommen. Die Pharisäer, das treulose Geschlecht, verweigert hier Jesus das Vertrauen und die Nachfolge. Glaubst Du an diesen vom Tod auferstandenen Gottessohn und wagst ihm in unserer ungläubigen Gesellschaft nachzufolgen?

Abschlussgebet

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

2. Juni – Hauskirche

Hervorgehoben

Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.


Schriftteil

AT– 3. Mose /Levitikus 14,1-32

https://www.bibleserver.com/EU/3.Mose14%2C1-32

Gebet – Psalm 119,145-160

https://www.bibleserver.com/LUT/Psalm119%2C145-160

NT – Markus 8,1-10

https://www.bibleserver.com/EU/Markus8%2C1-10

Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT – Levitikus 14,1-32 – Die Reinigung von Aussätzigen

Für die Reinigung von Aussätzigen sind komplizierte Handlungen außerhalb und dann innerhalb des Lagers notwendig. Es werden schwer verständliche Abläufe beschrieben, die aber auch an die Weihe von Priestern erinnern. Die Quarantäne der Aussätzigen findet außerhalb der Wohngemeinschaft der Israeliten statt, außerhalb des geheiligten Lagers. Der scheinbar Geheilte kommt zuvor nicht ins Lager, sondern der Priester (und Arzt) geht hinaus zu dem Kranken auch mit der Gefahr, dass er sich infizieren könnte. Das ist sein Auftrag, die Kranken, von der Gemeinschaft Getrennten, wieder zum anbetenden Volk zurückzuführen.

Nach dem sich der ehemals Aussätzige draußen gewaschen hatte (Körper und Kleider), darf er wieder ins Lager kommen, um dort nun ganz gereinigt zu werden. Die sieben Tage erinnern an die sieben Tage der Schöpfung. Am 8. Tag beginnt die zeremonielle Reinigung. Diese erlebt und durchlebet der am Körper Geheilte, um so als eine neue heile Schöpfung vor Gott zu stehen, ihn anzubeten.

Dann geschieht der zweite Teil der Reinigung (V 10-20). Hier werden wir an die Einsetzung der Leviten erinnert. Auch diese wurden gebadet (gewaschen), dann am Ohr gesalbt, am Finger und an der Zehe (8,12.23ff). Auch diese Handlung soll bezeugen, dass nicht nur die Priester, sondern jeder im Volk Gottes zum priesterlichen Volk gehört, diese nun zurückgeführt Gott anbeten sollen.

Wir wissen um zwei Fälle des Aussatzes im AT, einmal bei der Schwester Moses (Nu 12,14 und bei dem heidnischen Hauptmann Naäman (2 Kö 5,14). Ansonsten hören wir nichts mehr von geheilten Aussätzigen. Dies scheint, als ob erst mit beim Kommen Jesu diese Heilungen und ihre Aufnahme in das neutestamentliche Gottesvolk geschehen solle. Denn erst Jesus heilt einzelne und Gruppen von Aussätzigen (Mt 8, 2-4) und sendet sie nach dieser Forderung von K 14 zu den Priestern in den Tempel. Dies hat besonders  den Zweck, dass sie erkennen: Die messianische Zeit ist angebrochen und der Messias ist da. Im neuen Testament wird der äußere Aussatz mit dem inneren Aussatz der Sünde in Verbindung gebracht. Von dieser Sündenkrankheit kann nur Jesus, die zum Tod geweihten heilen, wiederherstellen und in die Gemeinschaft des Volkes und in die Tafelrunde Gottes bringen. Jesus reinigt, heilt und bringt in die Gemeinschaft des Vaters.


NT – Markus 8,1-10 Die Speisung gilt auch den Heiden

Mosaik von Bischof Meyer in der Christuskapelle

Jesus befindet sich hier mehr im heidnischen Gebiet von Tyrus, Sidon und im griechisch sprechenden von Dekapolis – 10Städtegebiet. Nachdem er zuvor in 6,30ff bereits 5000 mit Brot gespeist hatte, scheint dies anzudeuten, dass seine Mission nicht nur auf das ursprüngliche Volk Gottes ausgerichtet sein sollte, sondern auch auf die Heiden, die Nichtjuden. Das Evangelium, dargestellt als das Brot des Lebens, wird zeichenhaft an die Heiden weitergereicht. Und hier geht es auch um den sakramentalen Inhalt des Evangeliums. Dies erkennen wir an den Worten Jesu in V 6: Und Jesus nahm die sieben Brote, dankte und brach sie und gab sie seinen Jüngern, damit sie sie austeilten, und sie teilten sie unter dem Volk aus. Diese Worte weisen auf die später an die Jünger gerichteten Worte in 14,22: Das ist Mein Leib und das ist Mein Blut.

Abschlussgebet

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

28. November – Hauskirche

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Familien- oder Hausandacht – Morgen und Abend

Hinweis zur Kurzfassung – Das Allgemeine Gebetbuch – deutsch

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Nachfolgend eine Kurzauslegung zur Unterstützung der häuslichen Andacht und Pflege des geistlichen Lebens nach anglikanischer Tradition.

Die Gesamte Jahreslesung hier zum Downloadhttp://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

Einladung zu intensiven Studien am St. Benedikt Seminar:

Nächstes  Präsenzwochenende am 15.-17. Januar: https://benediktseminar.org/


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Gebet – Psalm 119,129-144 (klicken)

Die Psalmabschnitte heute betreffen die hebräischen Buchstaben: Pe V113-120. und Tzade V105-112. Mehr zu den hebräischen Alphabet?(-< klicken).

Schriftteil und Anstöße zur Lesung

Lesung: 1. Samuel 25 (klicken)

Heillose und heilbringende Menschen

Der Richter und Prophet Samuel stirbt und damit beginnt ein neuer Abschnitt für David.

Es gibt aber immer noch viele Gegner und Menschen, die ihn ablehnen. Einer von ihnen ist Nabal, was so viel wie Tor oder Törichter gedeutet wird. Dieser Reiche und selbstherrliche Mensch verweigert, beleidigt und missachtet den Gesalbten und zukünftigen König während eines Schlachtefestes, ähnlich einem Erntedankfest. Nabal ist ein heilloser Mann, Abigail dagegen, eine heilbringende Frau, die David erkennt und ihn seine Männer mit Speise versorgt.

Schutztruppe

Davids Truppe hatte in der Vergangenheit einen Schutzwall um ihre große Herde gezogen. Abigail bewahrt David nun durch ihren weisen Rat, Schuld auf sich zu laden, sich selbst zu rächen und unschuldiges Blut zu vergießen. Abigail verhindert Schuld und verteilt Gaben des Segens an die Männer Davids. Weil nun David die Angelegenheit nicht voreilig in seine eigene Hand genommen hatte, greift Gott ein und rächt David, indem er den Törichten nach 10 Tagen sterben ließ.

Nabal hatte Gutes (David beschützte die Herde) mit Bösem vergolten. David wird hier bewahrt, Böses mit Bösem zu vergelten. Gott ist der über allem stehende Handelnde, der so leitet, dass diese kluge handelnde Frau am Ende auch noch Davids Ehefrau wird. Wollen wir gewarnt sein, nicht das Heft des Handelns spontan und vorzeitig in die Hand zu nehmen, uns deshalb zu versündigen und Gottes Pläne zu durchkreuzen.

Weiter können wir uns als Menschen des Heils wie Abigail gebrauchen lassen, durch klugen und weisen Rat und schnellem Handeln, Schuld vor Gott und Verletzung von Menschen abzuwenden.


Lesung– Lukas 17,20-37 (klicken)

Wann, wo und wie kommt das Reich Gottes?

Scheinbar interessierten sich die Pharisäer um die Eschatologie, die Endzeitlehre. Und auch heute noch ist die Frage über die Endzeit dringender denn je. Ihre Frage nach dem WANN macht dies deutlich. Auch die 12 Jünger fragten später Jesus (Apg 1,6) nach dem Zeitpunkt, wann er das Reich Gottes aufrichten wolle. Doch weder seinen Jüngern noch den Pharisäer gibt er darüber eine klare Auskunft. Deutlich gibt er aber seinen Jüngern einen Hinweis nach der Frage: WO ist das Himmelreich? Die Antwort lautet: Mitten unter euch! Das bedeutet doch, dass das Himmelreich immer dort ist, wo auch Jesus gegenwärtig ist – nämlich dort, wo die Jünger um ihren Meister herum versammelt sind. Zwischen dem Jetzt und der zukünftigen Wiederkunft Jesu wird aber auf das kommende Leid hingewiesen. In dieser Wartezeit sollen die Christen besonders zwei Dinge beachten.

1. Sie sollen beständig bereit sein, Christus zu empfangen und 2. weiter beständig die Gebete vor Gott zu bringen.

Ein Zurückblicken aber wird sich wie bei Lots Frau verheerend auswirken, doch Bereitschaft auf ihn und das Gebet zu praktizieren – das WIE –  bringt die Nähe des Reiches Jesu jetzt schon unter seine Jünger. Auch wir dürfen dieses Reich jetzt schon so erfahren.

Abschlussgebet

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Morgendliches Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all’ unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.

Oder

Abendliches Gebet um Frieden

O Gott, von Dir kommt alles heilige Verlangen, jeder gute Rat und jede gerechte Tat. Gib uns, Deinen Dienern, den Frieden, den die Welt nicht geben kann, damit unsere Herzen willig sind, Deinen Geboten zu folgen. Befreie uns von der Furcht vor unseren Feinden, damit wir unsere Tage in Ruhe und Frieden verleben können. Durch die Verdienste unseres Heilandes Jesus Christus. Amen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen:

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Armen.

27. November – Hauskirche

Hervorgehoben

Familien- oder Hausandacht – Morgen und Abend

Hinweis zur Kurzfassung – Das Allgemeine Gebetbuch – deutsch

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Nachfolgend eine Kurzauslegung zur Unterstützung der häuslichen Andacht und Pflege des geistlichen Lebens nach anglikanischer Tradition.

Die Gesamte Jahreslesung hier zum Downloadhttp://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

Einladung zu intensiven Studien am St. Benedikt Seminar: Nächstes  Präsenzwochenende am 15.-17. Januar: https://benediktseminar.org/


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Gebet – Psalm 119,113-128 (klicken)

Die Psalmabschnitte heute betreffen die hebräischen Buchstaben: Samekh V113-120. und Ayin V105-112. Mehr zu den hebräischen Alphabet?(-< klicken).

Schriftteil und Anstöße zur Lesung

Lesung: 1. Samuel 24 (klicken)

Feurige Kohlen auf das Haupt sammeln

Davids Leute, die sich unentdeckt hinten in der gleichen Höhle aufhielten, wo Saul in einer Entfernung seine Notdurft erledigte, wollen die Gelegenheit wahrnehmen, Saul zu töten und so vermeintlich den Willen Gottes ausführen.

David dagegen, selbst gesalbt, erkennt den noch amtierenden Gesalbten Gottes an und weigert sich seine Hand an ihn zu legen. Er wagt es aber, einen Schnipsel vom Gewandt Sauls abzuschneiden. Möglicherweise hatte sich Saul eine kurze Zeit zur Ruhe gelegt. Selbst diese Tat als Beweis der Unschuld gedacht, führt bald danach bei David zu Gewissensbissen, weil er seine Hand an den Gesalbten gelegt und ihn damit in der Stellung als König entwürdigt hatte.

David stellt Saul nach dem Austritt aus der Höhle zur Rede und erklärt ihm, dass er völlig harmlos sei. Denn auch jetzt habe er das Leben des Königs verschont. Darauf konfrontiert David ihn damit, dass Gott als gerechter Richter zwischen Ihnen beiden recht richten wird. Aufgrund dieser Gewissensrede erkennt Saul seine Schuld an und bestätigt, dass David einst als Nachfolger auf seinem Thron sitzen wird. David musste ihm aber geloben, dass er die Familie Sauls schonen und nicht vernichten werde.

Daniel handelt hier an Saul ganz nach den Worten der Thora, dass man sich nicht selbst rächen, sondern es Gott überlassen soll, Böses zu bestrafen. In Sprüche 25,21-22 wird darauf hingewiesen, dem Feind Gutes zu tun, noch mehr, nämlich feurige Kohlen auf sein Haupt zu sammeln. Auch Paulus greift dies Prinzip in Römer 12,17-21 umfassend auf. Es ist gerade diese Tat und die Auseinandersetzung Davids mit Saul, die die Bedeutung der feurigen Kohlen äußerst gut veranschaulicht. David hat hier die höchste Form der Barmherzigkeit an Saul erwiesen. Er hat dessen Leben verschont, ihm aber dann so ins Gewissen geredet, dass ihm seine Schuld aufgeht und er seine Sünde bekennt. David hatte das Böse von Saul mit Gutem an ihm vergolten. Überführt und gebrandmarkt im Gewissen antwortet Saul: Du wirst König über Israel werden und dein Königtum wird Bestand haben.

Handeln wir im Umgang mit Menschen, die uns gekränkt oder verletzt haben ähnlich wie David? Dieser ist doch gerade ein Bild auf Jesus, den Sohn Gottes, der unter uns weilte, um Gutes zu tun. Jesus praktizierte dies noch umfassender als er sagte: Liebt eure Feinde, tut wohl denen, die euch hassen, und wenn dir jemand auf die Backe schlägt, halte auch die andere noch hin. Überprüfen wir, ob wir die Sanftmütigen sind, Geistliche im Umgang mit anderen als Gentlemen. David verstand, dass er das Recht hatte, sein Recht aufzugeben, anstatt alles in seine Hand zu nehmen und sein Recht zur Verteidigung wahrzunehmen. Tun wir dies in Sanftmut, dann folgen wir David und Jesus, häufen so feurige Kohlen auf das Gewissen der Menschen zur Bekehrung und zum Eintritt in das Reich Gottes.


Lesung– Lukas 17,1-19 (klicken)

Ohne Gotteslob ist das noch Glaube oder Unglaube?

`Zuvor wurde uns deutlich gezeigt, dass allein das Hören auf die Schrift in den Schoß Abrahams, bzw. Gottes führt, Geld aber zum Abfall verführt. Der Christ steht immer in der Gefahr zur Sünde verführt zu werden. Doch wenn er andere zum Sündigen anstachelt oder verführt, das ist die größere Sünde. Die Konfrontation des Sünders zur Reue und Vergebung ist immer notwendig, damit Gaube entsteht. Glauben kann scheinbar Jesus selbst nicht vermehren, denn schon ein Senfkornglaube beinhaltet die Kraft, das ein riesengroßer Senfkornbaum entsteht. Es herrscht entweder Glaube oder Unglaube vor. Jeder Glaube soll aber wachsen.

In V 19 wird besonders der Glaube des einen zurückkehrenden Aussätzigen gepriesen. Dieser Glaube, auch wenn er nur klein war, hat dem Aussätzigen geholfen, rein zu werden und glaubensgemäß Gott die Ehre zu geben. Dieser Glaube wird aber hier bei einem verachteten Samariter gefunden, er bringt das von allen Christen geforderte Gotteslob, nicht aber die anderen neun Übrigen des jüdischen Volkes.

Damit wird nicht nur der Spiegel dem Volk der Juden, sondern besonders den Christen vorgehalten. Auch sie sollen alle im Glauben zurückkommen und Jesus die Ehre und Anbetung darbringen.

Abschlussgebet

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Morgendliches Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all’ unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.

Oder

Abendliches Gebet um Frieden

O Gott, von Dir kommt alles heilige Verlangen, jeder gute Rat und jede gerechte Tat. Gib uns, Deinen Dienern, den Frieden, den die Welt nicht geben kann, damit unsere Herzen willig sind, Deinen Geboten zu folgen. Befreie uns von der Furcht vor unseren Feinden, damit wir unsere Tage in Ruhe und Frieden verleben können. Durch die Verdienste unseres Heilandes Jesus Christus. Amen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen:

26. November – Hauskirche

Hervorgehoben

Familien- oder Hausandacht – Morgen und Abend

Hinweis zur Kurzfassung – Das Allgemeine Gebetbuch – deutsch

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Nachfolgend eine Kurzauslegung zur Unterstützung der häuslichen Andacht und Pflege des geistlichen Lebens nach anglikanischer Tradition.

Die Gesamte Jahreslesung hier zum Downloadhttp://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

Einladung zu intensiven Studien am St. Benedikt Seminar:

Nächstes  Präsenzwochenende am 15.-17. Januar: https://benediktseminar.org/


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Gebet – Psalm 119,97-112 (klicken)

Die Psalmabschnitte heute betreffen die hebräischen Buchstaben: Mem V97-104 und Nun V105-112. Mehr zu den hebräischen Alphabet?(-< klicken).

Schriftteil und Anstöße zur Lesung

Lesung: 1. Samuel 23 (klicken)

Bedrängt, befragt, belehrt und befreit

Nicht nur David wird bedrängt durch Saul, sondern auch die Menschen in Kegila, 30 km südwestlich von Jerusalem, durch die ständigen Feinde, die Philister. David, der auf den Rat des Propheten Gad hin sich in jüdischen Gebieten aufhalten sollte, war immer ein Helfer in der Not. So half er diesmal mit seinen 600 Männern der Stadt und vertrieb die Philister.

Auch als die Lage für David und seine Männer, sich in der mit einer Befestigungsmauer umgebenen Stadt Kegila zu verschanzen, brenzlig wurde, betete und befragte er seinen Gott. Das Problem: Saul hatte erfahren, dass er sich in einer befestigten Stadt mit nur einem Stadttor befand. Da saß er wie eine Maus im Käfig mit nur einem Ausgang fest. Die Frage, die sich an die Stadtältesten aber stellte war: Würden sie David wegen seine vergangene Hilfe in der befestigten Stadt vor Saul beschützen? Oder würden sie aus Angst vor Sauls Belagerung und Zerstörung der Stadt doch lieber David ausliefern? Deshalb die Befragung Gottes: Was aber, …wenn? Ist die richtige Frage, die man sich stellen muss. Denn Gott weiß auch um eine Situation, die eintreten wird, aber noch nicht da ist.  Gott antwortete nun aus seiner ewigen Vorsehung, dass die Stadtväter (um ihrer Sicherheit und Unversehrtheit willen) David dem König Saul (zum Tod) ausliefern würden. Auch hier war der Priester mit den Losen Urim und Thummim, „Licht und Recht“(K 14,41), in der Gottesbefragung mit einbezogen. Als Ergebnis zog David mit seinen Männern sofort weg in Sicherheit.

Doch bevor er diesen Einsatz wagte, befragte er durch den zu ihm geflohenen Priester Abjartha zweimal den Herrn, ob dieser Einsatz dem Willen Gottes entsprach. Erst auf die positive Antwort Gottes, dass er siegen würde, wagte er wieder den Kampf gegen die Philister.

schwarz -ja; weiß -nein

Wir erkennen aus dem Leben Davids, wie wichtig es für ihn ist, in allen schwierigen und wichtigen Situationen des Lebens vor Gott zu treten, ihn um Rat und Leitung zu bitten, sich von ihm leiten und belehren zu lassen. Dies ist besonders auch heute bei allen wichtigen Entscheidungen während der Unsicherheit der Corana-Pandemie zu beachten. Wir alle, auch die Politiker, „können nur im Sichtmodus fahren“, unser Lebensphasen nur in kurzen Schritten erkennen und planen. Aber Gott weiß um den Ausgang und die noch entfernte Zukunft unserer Situation, bevor diese eintritt. Befragung und Gebet, besonders auch in Verbindung mit dem Priester und Hirten der Jesus-Gemeinde, sollte immer wieder gesucht werden. Die persönliche Suche nach dem Willen Gottes und die Miteinbeziehung durch den Pastor und Verantwortlichen der Gemeinde in den Willen Gottes wollen wir gerade in dieser Zeit immer wieder an erste Stelle setzen.

Befreiung am Ende. Durch Gottes Vorsehung und in erneuter Bedrängung durch die Philister, aber jetzt gegen Saul, bricht König Saul die beinahe Festnahme Davids plötzlich ab, um diese zu bekämpfen. Der Ort hier heißt Trennungsfelsen. Die fast zugezogene Schlinge der Einkreisung Davids löst sich wie ein Wunder, und David und seine Männer sind – wiedereinmal- befreit.

Lesung– Lukas 16,14-31 (klicken)

Geldgier führt zu Gottlosigkeit und Schriftverachtung

Nicht dem Mammon, dem Geld, dienen, sondern dieses Geld recht im Leben auf unser End-Heil und die Ewigkeit einzusetzen, darum geht es hier im Textzusammenhang. Die Pharisäer werden in diesem Zusammenhang, ähnlich wie der gerissene Geldverwalter zuvor und der Reiche Mann danach, als Gottlose und Geldgierige uns vorgestellt. Damit nicht auch noch andere in diese Falle „Geldgier“ hineingeraten und mit dem Ende ihres Lebens in ewiger Trennung von Gott bleiben müssen, deshalb wird hier die hörende Gemeinde des Evangeliums gewarnt.

Einige Theologen meinen von Vers 16 – 17 ausgehend, dass das Gesetz und die Propheten (bis Johannes -Täufer) nun als hinfällig für die neutestamentliche Zeit deklariert werden könne, nämlich, dass man die Bibel ab dann „recht schneiden oder einteilen“ müsse. Das heißt, dass damit die Evangelien und Teile der Apostelgeschichte, etc., noch zum Gesetz gezählt werden müssen und damit als nicht gültig für die Ekklesiologie, die Gemeindelehre, erklärt werden.

Diese äußerst willkürliche Zerschneidung der Schrift (Dispensationalismus) ist aus Jesu Mund heraus abzulehnen. Mit der neuen Zeit Jesu und des Evangeliums gilt das Gesetz und Propheten nach wie vor weiter. Denn kein I-Tüpfelchen (hebr. Joda V. 17) wird von der Schrift weggenommen. Gesetz und Evangelium gehören untrennbar zueinander. Das Evangeliums ist ist das dehnende Liebesband des Gesetzes. Oder wie Karl Barth es ausdrückt: Das Gesetz ist der Mantel des Evangeliums.

Deshalb, weil Mose und die Propheten heute immer noch gelten, liegt die Betonung auf dem Hörwunder, dass wir die Schrift zum ewigen Leben hören und nicht auf ein Schauwunder, eine Totenauferstehung warten und sehen müssen. Das Hören allein auf die Schrift (den Willen Gottes) führt zur wirklichen Bekehrung, die Totenauferstehung, die dann später durch Jesus Auferstehung erfolgt, ist allein eine Bestätigung der unvergänglichen Schrift.

Abschlussgebet

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Morgendliches Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all’ unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.

Oder

Abendliches Gebet um Frieden

O Gott, von Dir kommt alles heilige Verlangen, jeder gute Rat und jede gerechte Tat. Gib uns, Deinen Dienern, den Frieden, den die Welt nicht geben kann, damit unsere Herzen willig sind, Deinen Geboten zu folgen. Befreie uns von der Furcht vor unseren Feinden, damit wir unsere Tage in Ruhe und Frieden verleben können. Durch die Verdienste unseres Heilandes Jesus Christus. Amen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen:

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

25. November – Hauskirche

Hervorgehoben


Familien- oder Hausandacht – Morgen und Abend

Hinweis zur Kurzfassung – Das Allgemeine Gebetbuch – deutsch

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Nachfolgend eine Kurzauslegung zur Unterstützung der häuslichen Andacht und Pflege des geistlichen Lebens nach anglikanischer Tradition.

Die Gesamte Jahreslesung hier zum Downloadhttp://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

Einladung zu intensiven Studien am St. Benedikt Seminar: Nächstes  Präsenzwochenende am 15.-17. Januar: https://benediktseminar.org/


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Gebet – Psalm 119,81-96 (klicken)

Die Psalmabschnitte heute betreffen die hebräischen Buchstaben: Kaf V81-88 und Lamed V82-96. Mehr zu den hebräischen Alphabet?(-< klicken).

Schriftteil und Anstöße zur Lesung

Lesung: 1. Samuel 22 (klicken)

Kerntruppe mit David unter Verfolgung und geistlicher Begleitung

Diktatoren bekämpfen gewöhnliche alle ihre Widersacher und schaffen alle aus dem Weg, die sich ihnen entgegenstellen. Dies betrifft nicht nur Einzelne, sondern gleich ganze Familien und Sippen, die einen Herrschaftsanspruch begründen könnten. Da nun auch Davids engste Familie in Gefahr stand, durch Saul umgebracht zu werden, sorgte David sich besonders um seine Eltern und brachte sie vor dem schwingenden Schwert Sauls ins sichere Ausland. Das Gebot: „Ehre Vater und Mutter“, wird von ihm äußerst geachtet.

Weiter kümmert er sich als Anführer um eine Gruppe von Bedrängten, Verschuldeten und Unzufriedenen im judäischen Land, die sich um ihn sammelten. Einige dieser verzweifelten Menschen wurden später seine Verwaltungsleiter, andere wiederum zu mächtigen Männern in der Heeresleitung. Die Veränderung von dieser Schar sozial benachteiligter Menschen in erfolgreiche Mitkämpfer war der Verdienst Davids.

Dies erinnert auch an die Berufung der zwölf Jünger Jesu, die auch aus unterschiedlichen sozialen Schichten kamen – von Fischern bis zu Widerstandskämpfern – aber unter Jesu Leitung zu Aposteln der Weltmission geformt wurden. Diese Beispiele ermutigen auch die heutige Kirche und Ortsgemeinde, dass Menschen aus sozial niedriger Herkunft unter göttlicher Führung zu hervorragenden Männern und Frauen Gottes verwandelt werden können.

Der Priester Abiathar, einer von Ahimelechs Söhnen, entkam aber dem Massaker an der Priestersippe und informierte darüber David. Der eigentliche Priestermörder war jedoch nicht Doeg, sondern Saul als Befehlsherr. David wiederum erkannt jetzt, welchen Schaden er durch seine Lüge angerichtet hatte und übernahm die Verantwortung für das furchtbare Massaker (V. 22). Die Vernichtung der Priester von Nob (Sippe von Eli) steht trotz allem in Beziehung zu der Prophezeiung, dass nur wenige Männer übrigbleiben sollten (1Sam 2,31-33).

Am Ende vereinigen sich nicht nur der einzige entronnene Priester des Herrn Abiathar mit David, sondern auch der Prophet des Herrn Gad, die ihm von nun an auf dem Weg zum Königtum mit göttlichem Rat begleiteten.


Lesung– Lukas 16,1-13 (klicken)

Cleverness für den Himmel

Im Gleichnis spielt ein einfacher Verwalter seinem Herrn einen Streich, indem er die noch geringeren Arbeiter unrechtmäßige Schulden erlässt. Damit will er sie zu seinen Freunden machten, wenn er demnächst entlassen sein wird. Mit dieser hinterlistigen Tat hat er jedoch seine Zukunft durch diese neuen Freunde abgesichert.

Jesus will durch dieses Gleichnis der christlichen Gemeinde eine Lektion beibringen. Er will die Klugheit und List von Weltmenschen herausstellen, die wegen ihres Einsatzes um Vorteile und vergänglichem Gewinn eifrig bemüht sind. Er empfiehlt seinen Nachfolgern aber eine bessere Klugheit und Cleverness als die des unehrlichen Verwalters, damit sie als kluge Kinder des Lichts die gegenwärtige Zeit ausnutzen und das ewige Heil ererben.

Abschlussgebet

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Morgendliches Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all’ unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.

Oder

Abendliches Gebet um Frieden

O Gott, von Dir kommt alles heilige Verlangen, jeder gute Rat und jede gerechte Tat. Gib uns, Deinen Dienern, den Frieden, den die Welt nicht geben kann, damit unsere Herzen willig sind, Deinen Geboten zu folgen. Befreie uns von der Furcht vor unseren Feinden, damit wir unsere Tage in Ruhe und Frieden verleben können. Durch die Verdienste unseres Heilandes Jesus Christus. Amen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen:

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

24. November – Hauskirche

Hervorgehoben

Schlagwörter

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Familien- oder Hausandacht – Morgen und Abend

Hinweis zur Kurzfassung – Das Allgemeine Gebetbuch – deutsch

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Nachfolgend eine Kurzauslegung zur Unterstützung der häuslichen Andacht und Pflege des geistlichen Lebens nach anglikanischer Tradition.

Die gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf


Einladung zu intensiven Studien am St. Benedikt Seminar: Nächstes Präsenzwochenende am 15.-17. Januar: https://benediktseminar.org/


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Gebet – Psalm 119,65-80 (klicken)

Die Psalmabschnitte heute betreffen die hebräischen Buchstaben: Tet V65-71 und Yod V72-80. Mehr zu den hebräischen Alphabet?(-< klicken).

Schriftteil und Anstöße zur Lesung

Lesung: 1. Samuel 21 (klicken)

Notlügen in tiefster Demut

David hat scheinbar ein gutes Verhältnis zur Priesterschaft gehabt, denn er flieht zum zentralen priesterlichen Heiligtum nach Nob, ca. 4km Nordost von Jerusalem. Dort dient der Enkel von Eli. David, in aller Eile aufgebrochen, hat weder Verpflegung noch Waffen mitgenommen und erwartet vom Priester Abimelech Unterstützung. David belügt nicht nur diesen, um sich zu schützen, sondern auch später den König Achis von Gat. Hier wird er sowohl mit geweihtem Brot (Lev 24,5-9) versorgt, als auch mit dem Goliath-Schwert ausgerüstet (K. 17,50ff). Es scheint schon sarkastisch, dass der Bezwinger der Philister und des Goliaths sich nun mit dessen Schwert in eine Philister-Stadt begibt und dort Zuflucht sucht. Er wird dort sogar als König des Landes bezeichnet, obwohl die Philister bis dahin noch nichts von dem Bruch mit Saul erfahren hatten. David ist als angehender König in höchster Todesnot, er erkennt dies und stellt sich als Wahnsinniger und Verrückter dar. Welch eine Erniedrigung am tiefsten Punkt seines Lebens. „Wer sich selbst erniedrigt, der soll erhöht werden.“ David ist sich nicht zu schade, sich als Wahnsinniger darzustellen und rettet dadurch sein Leben.

Da man glaubte, dass von Verrückten und Besessenen Dämonen ausgehen und die Gefahr des Übertragens auf andere Menschen geschehen könnte, ließ man diesen „Verrückten“ einfach ziehen. Gott bewahrt so durch diese Fügungen und Umstände.

Darf man denn lügen, wird an dieser Stelle oft gefragt? Eine theologischen Antwort lautet so: Wenn die direkte Wahrheit dem Heilsplan Gottes im Wege steht, wie hier z.B. die Salbung zum Königtum vereitelt werden könnte, dann dient sowohl Davids wie auch seiner Frau Michals Lüge dazu, dass der Gesalbte nicht getötet wird und Gottes Plan unvereitelt seine Erfüllung findet. Gott befiehlt nicht Samuel den neuen König zu salben, nur dass er kurze Zeit später doch umkommt. Notlüge kann in bestimmten Fällen für den Heilsplan Gottes und auch für den Bestand und Unversehrtheit der Kirche Christi notwendig sein.


Lesung– Lukas 15,15-32 (klicken)

Rückkehrfeste Gottes feiern nach geschenkter Buße

Jesu Zuwendung und Essensgemeinschaft, also die höchste Form der freundschaftlichen Beziehungen mit den Sündern und Zöllnern, steht unter Gottes Wohlgefallen. Gott stimmt mit dem überein, was Jesus tut. Gerade darin zeigt sich Gottes Liebe, der diese Verlorenen und Fernen sucht und mit ihnen in Beziehung treten will..

Gott ist barmherzig auch gegen undankbare und böse nichtreligiöse Menschen. Gottes Gnade zeigt sich gerade darin, dass er keine Vorleistung von jenen erwartet. Denn das in der Wüste umherirrende Schaf weiß sebst nichts über seine Verlorenheit, um dann Buße zu tun und umzukehren. Auch der verlorene Silbergroschen ist sich nicht dessen bewusst. Bereits die Abschnitte zuvor (V. 1-10) sollen uns anzeigen, dass das Suchen Gottes mit der gewirkten Buße ein Geschenk Gottes ist. Beides ist eine Vorleistung Gottes.

Notlügen immer erlaubt?
Rückkehrfeste nach Sinnesänderung

Was wird uns heute im dritten Gleichnis aufgezeigt? Beim Verlorene Sohn geschieht das Suchen und Finden so, dass dieser mitten im größten Dreck und Schlamassel in der Gottesferne zur Sinnesänderung kommt. Er schlägt plötzlich an sein Herz und sagt: Ich will umkehren und mich zurück zum Vaterhaus kehren. Doch diese Entscheidung ist eine von Gott gewirkte und g e s c h e n k t e Buße im Herzen des Verirrten. Erst nach diesem Geschenk der inneren Sinnesänderung kann er aus der miesen, verlogenen Freundschaft dieser Welt zurückkehren – zurück in die wahre Freundschaft und Gemeinschaft mit Gott. Mit geschenktem Ring, Schuhen und neuem Gewand kann er am freudigen Rückkehrfest des Vaters teilnehmen.

Auch wir sind aufgefordert, uns wie Jesus in neue Beziehungen zu nichtreligiösen Menschen zu begeben, diese Kontakte zu ihnen vertrauensvoll aufzubauen und uns selbst bei ihnen einzuladen oder uns von ihnen einladen lassen. Auf diese Weise beginnt unser Mitsuchen mit Gott. Das ist unsere Mission. Und wir erwarten, dass er zur rechten Zeit vielen verlorenen Schafen die Sinnesänderung schenkt.

Abschlussgebet

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Morgendliches Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all’ unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.

Oder

Abendliches Gebet um Frieden

O Gott, von Dir kommt alles heilige Verlangen, jeder gute Rat und jede gerechte Tat. Gib uns, Deinen Dienern, den Frieden, den die Welt nicht geben kann, damit unsere Herzen willig sind, Deinen Geboten zu folgen. Befreie uns von der Furcht vor unseren Feinden, damit wir unsere Tage in Ruhe und Frieden verleben können. Durch die Verdienste unseres Heilandes Jesus Christus. Amen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen:

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

23. November – Hauskirche

Hervorgehoben


Familien- oder Hausandacht – Morgen und Abend

Hinweis zur Kurzfassung – Das Allgemeine Gebetbuch – deutsch

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Nachfolgend eine Kurzauslegung zur Unterstützung der häuslichen Andacht und Pflege des geistlichen Lebens nach anglikanischer Tradition.

Die Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Gebet – Psalm 119,49-64 (klicken)

Die Psalmabschnitte heute betreffen die hebräischen Buchstaben: Zayin V49-56 und Het V57-64. Mehr zu den hebräischen Alphabet?(-< klicken).


Schriftteil und Anstöße zur Lesung

Lesung: 1. Samuel 20 (klicken)

Auf der Flucht, aber mit Gott auf dem Weg.

Schon nach kurzer Zeit, trotz Heirat einer Tochter Sauls, ändert sich die Position Davids im Königshaus von dem eines anerkannten Helden zu einem Gejagten und Flüchtenden. Bei wem sollte er in dieser Situation Rat und Hilfe suchen? Natürlich bei dem, dem er Loyalität fürs Leben versprochen hatte, seinem Herzensfreund Jonathan (1Sam 18,3-4). Zwischen diesen beiden geht es nicht nur um eine großartige Freundschaft, sondern um ein festes Lebensbündnis. Es geht darum, einander immer treu zu bleiben und sich weiterhin gegenseitig zu schützen, egal welcher von den beiden einmal König wird. Der Bund (V8), der von ihnen zuvor miteinander und vor dem HERRN geschlossen wurde, ist ein gegenseitiger Bund der Barmherzigkeit, um sich gegenseitig und ihre Familien zu schützen. David löst sich aber ab diesem Zeitpunkt für immer vom Königshaus und geht seinen eigenen Weg. Damit kappt er alle verwandtschaftlichen und militärischen Beziehungen zu Saul. Für diesen Schritt erhält er auch die Unterstützung seiner Frau Michal (K. 19,12+13). David ist schuldlos an dieser Trennung. Von diesem Zeitpunkt an ist die Zukunft seines Königtums unsicher und sehr gefährlich. Das Königtum ist gegen ihn, nur seine Frau, Jonathan und Gott stehen auf seiner Seite.

Solche aussichtslosen Situationen gibt es immer wieder im Leben von Menschen, die Gott berufen hat. Aber sie und wir dürfen wissen, dass wir dann einen sicheren Felsen kennen und auf einem nicht erschütterbaren Fundament stehen könne. Auch wir können dann mit Paul Gerhardt singen: Ist Gott für mich, so trete gleich alles hinter mich.


Lesung – Lukas 15,1-10 (klicken)

Mit suchen, mit sammeln, mitfreuen – durch positive Theologen.

Wieder einmal entsteht Theologengezänk in Jerusalem. Jesus rechtfertigt sich mit zwei Gleichnissen, warum er sich gerade mit Sündern trifft, die dem Willen Gottes gegenüber Ungehorsam sind,.

Im ersten Gleichnis geht es um die Ausdauer des Suchens um die Sünder zu finden.

Im zweiten kommt es auf Genauigkeit und Sorgfalt beim Suchen eines Schmuckstücks an. In beiden Fällen aber handelt es sich dann um den wiedergefundenen Besitz.

Beim nachfolgenden Gleichnis steigert sich der Wert zum menschlichen Leben hin. In allen Fällen wird jedoch die Freude über Auffindung, Heimholung und Umkehr (Buße) im Himmel ausgedrückt. Diese Freude, anstatt Murren und Kritik, sollte auch bei den Vertretern der Theologie zu finden sein. Gerade sie sollten ihre Erkenntnis zum Suchen der Verlorenen einbringen.

Tragen auch wir die Gesinnung Jesu im Herzen, den verlorenen Besitz Gottes, die verlorenen Schafe Christi zu suchen, zu finden und sie mit Freude in den Schafstall der Kirche zurückzubringen? Wenn das geschieht, sollten auch wir unsere Mitchristen zur Mitfreude und Mitsammeln anstecken und ermutigen.

Abschlussgebet

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Morgendliches Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all’ unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.

Oder

Abendliches Gebet um Frieden

O Gott, von Dir kommt alles heilige Verlangen, jeder gute Rat und jede gerechte Tat. Gib uns, Deinen Dienern, den Frieden, den die Welt nicht geben kann, damit unsere Herzen willig sind, Deinen Geboten zu folgen. Befreie uns von der Furcht vor unseren Feinden, damit wir unsere Tage in Ruhe und Frieden verleben können. Durch die Verdienste unseres Heilandes Jesus Christus. Amen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen:

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

21. November – Hauskirche

Hervorgehoben


Familien- oder Hausandacht – Morgen und Abend

Hinweis zur Kurzfassung – Das Allgemeine Gebetbuch – deutsch

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Nachfolgend eine Kurzauslegung zur Unterstützung der häuslichen Andacht und Pflege des geistlichen Lebens nach anglikanischer Tradition.

Die Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Gebet – Psalm 119,17-32 (klicken)

Die Psalmabschnitte beginnen immer mit dem gleichen hebräischen ABC. Die Buchstaben heute: Gimmel V17-21; Daleth V25-32. Mehr zu den hebräischen Alphabet?(-< klicken).

Schriftteil und Anstöße zur Lesung

Lesung: 1. Samuel 18 (klicken)

Davids Machtzuwachs und Sauls Machtverlust

  1. Der leiblicher Thronfolger übergibt David vorausschauend symbolhaft die Insignien der Macht.

Nach dem Sieg Davids über Goliath öffnet Gott langsam die Tür zum späteren Königtum. Zuerst entsteht ein Bund mit Jonathan, dem Sohn des amtierenden Königs. Damit wurden die Herzen zweier junger Männer verbunden, die sich liebten und diese wertvolle Freundschaft mit einem Siegel bestätigten.

Eine innere Motivation und Bedeutung bedarf immer ein äußeres Zeichen. Wie Vertrag eine Unterschrift benötigt, so eine Beziehung ein handfestes Zeichen. Deshalb übergibt Jonathan David seinen Mantel (Zeichen der Autorität) und seine Rüstung mit Gürtel, Bogen und Schwert (als Zeichen der Heerführung).

Erinnern wir uns auch an die verschiedenen Bünde Gottes. Z.B. mit Noah (der Regenbogen), mit Abraham (die Beschneidung), beim AT Gesetzesbund (der Sabbath) und im NT Gnadenbund (das Sakrament: Brot und Wein). Bünde Gottes werden immer begleitet durch Verpflichtungen, Segen bei Einhaltung und Strafe beim Brechen des Bundes. Dieses Prinzip trifft auch auf David und Jonathan zu.

2. Dann setzt die Frauenbewegung die öffentliche Anerkennung Davids durch Heldenlieder in Gang. Sie sangen: David hätte zehnfach die Feinde Israels besiegt, Saul dagegen nur einfach. Das erzürnte König Saul, weil David alles gut gelang, und jagte ihn alsbald aus dem Königspalast. Saul plante aber gleichzeitig, ihn hinterlistig in den Tod zu schicken oder durch Einheirat gefügig zu machen.

3. Durch die Liebe der Tochter Michal zu David wird auf natürliche Weise der Zugang zum Königtum eröffnet und dann sogar durch Zustimmung Sauls die Heirat ermöglicht. Damit ist er mit dem König verwandt.

4. Durch die beständigen Siege Davids als Heerführer über eine Tausendschaft wächst die Anerkennung bei den Ältesten und Einflussreichen des 12Stammesvolkes. Diese Anerkennung braucht er später zur Unterstützung seiner Macht.

Lernen wir von David. Wer sich als Gesalbter ganz auf den Herrn stützt, dem wird alles gelingen, genauso wie es Psalm 1,3 verheißt. Möchten auch wir als solche, die den Geist Christi erhalten haben, beständig über seinem Wort nachsinnen, den Herrn an unserer Seite haben, damit alles zu seiner Ehre gelingt. Wollen wir auch in Geduld und mit großem Mut darauf achten, auf welche Weise Gott die Türen zu seiner Zeit für uns und unseren Dienst in unserem Bereich öffnet und dann handeln.

Lesung– Lukas 13,1-17 (klicken)

Bedürftigen helfen ohne Vergeltung und Anerkennung?

V 1-11 – Jesus bewegt sich hier in der oberen Schicht der Pharisäer und Schriftgelehrten und provoziert sie am Sabbat mit der Heilung eines Wassersüchtigen. Dieser mag eine Herzschwäche, Leber- oder Nierenkrankheit gehabt haben. Heilen aber bedeutet arbeiten, und arbeiten darf man nicht am Sabbat, so ihre Meinung. Jesus aber begründet sein heilendes Handeln ihnen gegenüber einfach nur vom Tier- oder Naturrecht her. Denn, was man den eigenen Tieren an jedem Tag gewährt, nämlich ihnen Gutes zu tun, das darf man erst recht am Ruhetag an einem kranken Menschen tun. Also stellt er das Menschenrecht vor das Tierrecht. Gutes tun ist für alle an jedem Tag erlaubt.

https://arbeits-abc.de/anerkannte-mitarbeiter-sind-bessere-mitarbeiter/

V. 12-14 – Weiter ordnet Jesus die Rangordnung im bevorstehenden Gottesreich neu. Anerkennungs- und Prestigesucht sucht immer Wege, um nach oben zu kommen und im Blitzlicht zu stehen. Davor warnt schon Spr. 25,6-7, auf den die sich Jesus bezieht. Weiter bezieht er sich über das Verhalten beim Gutes-Tun, das vom Gottesreich her beeinflusst sein soll: Es sollen besonders die sozial Armen, Behinderten, Blinde und kranke Menschen im Blick behalten werden, denen man uneigennützig und nichtberechnend auf Lob oder Dank helfen sollte. Denn wenn wir uns um solche Menschen kümmern würden, dann werden wir im Himmel anerkannt und uns wird dort vergolten werden.

Abschlussgebet

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

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Abendliches Gebet um Frieden

O Gott, von Dir kommt alles heilige Verlangen, jeder gute Rat und jede gerechte Tat. Gib uns, Deinen Dienern, den Frieden, den die Welt nicht geben kann, damit unsere Herzen willig sind, Deinen Geboten zu folgen. Befreie uns von der Furcht vor unseren Feinden, damit wir unsere Tage in Ruhe und Frieden verleben können. Durch die Verdienste unseres Heilandes Jesus Christus. Amen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen:

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

20. November – Hauskirche

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Die Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.


Gebet – Psalm 119,1-16 (klicken)

Dieser Psalm des jüdischen und christlichen Gebetbuches ist der längst. Er betont wie Psalm 1 und 19 den Lobpreis auf die Weisung (Thora) Gottes. Er gründet sich auf die Anfangszeiten des Volkes Gottes (V 52) um und vor Mose als eine ewige Ordnung oder eine „Ordnungen der Urzeit“. Der Beter umkreist wie in Ps 1,2 beständig meditativ die Thora mit Synonymen wie Gesetz, Weisung, Gebot, Satzung, Ordnung, Weg, etc. Dabei geht es ihm nicht um eine gesetzliche, sondern lebendige Frömmigkeit mit Sitz im wirklichen Leben. Weil er aber selbst in diesem Leben so fest verankert ist und danach lebt, fühlt er sich oft wie ein Weinschlauch V 83, der über einem schwelenden Feuer hängt, äußerlich Dreck und Ruß ansetzt und den schmutzigen Umständen des Lebens ausgesetzt ist. Aber auch in den Zerreißproben seines Lebens vergisst er die Weisung Gottes nicht. Er selbst bleibt bei seiner festen Haltung zur Weisung Gottes im Leben, obwohl er hier Angriffen und Widerständen ausgesetzt ist. Trotzdem fährt mit seinen Lobpreis fort. Diese kunstvolle Form der Dichtung ist einzigartig und folgt jeweils mit acht Versabschnitten dem nächsten Buchstaben des hebräischen Alphabets. Es sind dichterische Gedanken, die ein Halbvers ausdrückt und durch den folgenden Halbvers (oft eingerückt in den Bibeln) mit anderen Worten (Synonymen) fortlaufend oder gegensätzlich ergänzt.

Beten Sie zusammen uns und dem Psalmbeter den wunderbaren Lobpreis Gottes.

Schriftteil und Anstöße zur Lesung

Lesung: 1. Samuel 17,31-38 (klicken)

Nur mit einer Schlinge, David war nicht bang (klick zum Lied)

Die Zurüstung Davids und Ausrüstung mit beschwerlicher Rüstung und Waffen, sowie sein Auftreten vor dem Riesen Goliath wird in dramatischer Weise hier beschrieben. Als erfahrener noch jugendlicher Kämpfer lehnt er jegliche damalige Ausrüstung und Kampfprinzipien ab. Er vertraut allein auf den himmlischen Heerführer sowie seine eigenen Talente und Kampferfahrungen. Er, der einen grimmigen Bären und wütenden Löwen getötet hatte, ist bereit, auch den unbeschnittenen und gotteslästernden Riesen zu töten. Bevor dieser lärmende Blechriese in Bewegung kam, lag dieser plötzlich an der Stirn unter dem Helm getroffen um. Der runde Kieselstein aus Davids Schleuder hatte ihm ein Loch in die Stirn geschossen.

Ja, der Krieg ist des Herrn V47 und die ganze furchtsame Gemeinde Israels stand dabei und erkannte, dass der Riese und die Feinde geschlagen wurden. Der neue, aber vom Volk noch unerkannte gesalbte Hirte, König inkognito, wird ein besonderer Kämpfer bleiben, aber vor allem wird er Hirte für das Volk Gottes sein.

Wollen wir uns durch die geistliche Kampfesweise Davids ermutigen lassen, auch gegen unsere gegenwärtigen „Riesen“ anzugehen. Gott hat jedem Christen Talente und Begabungen gegeben, jedoch jedem anders. Wir wissen aber, dass der jetzige Kampf, in dem wir stehen, dem Herrn gehört, er für uns kämpft. Diese Gewissheit gibt uns Frieden und Gelassenheit, im Vertrauen auf Ihn den uns verordnet Kampf zu kämpfen.


Lesung– Lukas 13,1-17 (klicken)

Eine schwierige Mission mit weltweitem Erfolg

Die beiden Gleichnisse zu Beginn sprechen über die Mission Jesus. Sie hat einen unscheinbaren Anfang, aber am Ende einen großen und überwältigenden Erfolg. Es werden am Ende neben den Erzvätern und Propheten Menschen aus der ganzen Welt in die Gemeinschaft und zum Tisch des Herrn zugelassen werden. Wer wird aber als „Erste“ hierzu eingeladen sein? Sicherlich diejenige, die heute schon zum Dienst bereit sind (Lukas 22,26-27). Der vorbildhafte Dienende in der Mission mit weltweitem Erfolg ist unser Herr selbst. Seine Mission muss aber durch Jerusalem und dort erst durch seinen Tod zu unserem Heil begründet werden. Das Samenkorn, was dort in die Erde gelegt wird, folgt also dem Schicksal vieler Propheten. Doch nach seiner Auferstehung und bei seiner zweiten Wiederkunft wird die Frucht der Mission weltweit sichtbar, und Christus wird dann freudig begrüßt und hoch gelobt werden. Sind wir solche, die als Dienende und Lobende dazugehören?

Abschlussgebet

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Morgendliches Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all’ unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.

Oder

Abendliches Gebet um Frieden

O Gott, von Dir kommt alles heilige Verlangen, jeder gute Rat und jede gerechte Tat. Gib uns, Deinen Dienern, den Frieden, den die Welt nicht geben kann, damit unsere Herzen willig sind, Deinen Geboten zu folgen. Befreie uns von der Furcht vor unseren Feinden, damit wir unsere Tage in Ruhe und Frieden verleben können. Durch die Verdienste unseres Heilandes Jesus Christus. Amen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen:

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

19. November – Hauskirche

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Familien- oder Hausandacht – Morgen und Abend

Hinweis zur Kurzfassung – Das Allgemeine Gebetbuch – deutsch

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Nachfolgend eine Kurzauslegung zur Unterstützung der häuslichen Andacht und Pflege des geistlichen Lebens nach der anglikanischen Tradition.

Die Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Gebet – Psalm 118,15-29 (klicken)

Schriftteil und Anstöße zur Lesung

Lesung: 1. Samuel 16 (klicken)

Wer ist denn dieser Hirtenjunge?

Er tritt scheinbar aus dem Nichts auf, ist Saul, dem Heerführer Abner und dem Kriegsvolk unbekannt. Eigentlich müsste ihn Saul aber als seinen musikalisch therapeutischen Seelenberuhiger kennen, der ihm bei Depressionen die Harfe spielte. Bekannt ist er bei diesem Auftritt eigentlich nur seinen drei Brüdern, die im Heer dienen, ihn aber dort beim kurzen „Feldbesuch“ als ihren kleinen Bruder, missachten, missverstehen und misstrauen. „Der Boshafte, Neugierige ist da!“ Bei dieser Art der Darstellung erinnern sich der Bibelkenner jedoch ohne Umschweife an die Josephsgeschichten in Deu/1Mo17, als Jakob seinen Lieblingssohn zu den Brüdern sandte, und von ihnen als „seht, da kommt der Träumer her“ bezeichnet und verachtet wurde. Wer er wirklich ist und was in ihm steckt, was er glaubt und wessen Geist ihn beseelt, wird sich dem Bibelleser besonders im nächsten Abschnitt des Kapitels offenbaren. Wenn wir aber David bis zu unserem Abschnitt V 30 begleiten, müssen wir erkennen, dass David immer wieder allen möglichen Leuten des Heeres und seiner Begleitung sehr viele Fragen stellt. Dies zeigt, dass er sich zuvor ein umfassendes Bild der Kampfsituation, der beiden Lager, über Kampfmoral, Gottvertrauen und Einschätzung seiner eigenen Fähigkeiten machte, bevor er auf den Plan tritt, entscheidet und zielgerecht kämpfen wird. Der von Gott verlassene König Saul ist hier ratlos, planlos und hoffnungslos, der aber hier inkognito erscheinende gottvertrauende Hirte und zukünftige Herrscher zeigt uns als Lektion genau das Gegenteil.

Wir stehen als Gläubige oft zwischen den Fronten der Welt, der Politik, der politischen Gemeinde unseres Ortes, aber auch persönlich in Auseinandersetzungen der christlichen Gemeinde und zwischen den Fronten der Verwandtschaft und Familie. Eine Reform des Umgangs miteinander bei der Lösungsuche bedarf es auf allen Seiten. Doch bevor man, wie die Brüder Davids schnellschüssige, pauschale und emotionale Beurteilungen abgibt, wäre ist sinnvoll, zuvor immer viele Fragen an die verschiedenen Player und Betroffenen zu stellen. Nur so besteht die Möglichkeit aus ihren Antworten zu einer umfassenden und realistischen Beurteilung für richtige Entscheidungen und folgende nachhaltige Aktionen zu treffen.


Lesung– Lukas 13,1-17 (klicken)

Textlesungen zum Buß- und Bettag: Neue Gelegenheit zukünftig Frucht bringen

Wenn in unserer unmittelbaren Nähe Unfälle geschehen oder sie uns in den neusten Nachrichten eindrücklich vor Augen gestellt werden, fragen wir uns da nicht, warum geschieht dies, auch gerade ihnen? Betrifft es diese Menschen, weil sie besondere Sünder sind? Oder sollten wir uns direkt fragen, ob die weltweite Corona-Epidemie nicht die Antwort Gottes ist, dass alle Menschen Sünder sind? Mit unserem Text können wir sagen, dass die kleinen Unfälle, aber auch die weltweite Epidemie, alle unter Gottes Urteil so fallen: Wir sind allzumal Sünder und mangeln des Ruhmes, den wir bei Gott haben sollten (Röm 3,23). Denn alle Sünder ohne Bekehrung und Erneuerung werden einst gerichtet werden und umkommen.

Sie werden aber doch vor Gott gerecht gesprochen und angenommen durch ihren Glauben an Christus und seine Heilstat am Kreuz. Gott wartet, wie hier durch die Pflege des unfruchtbaren Feigenbaumes angedeutet, mit langer Geduld darauf, dass endlich Frucht entsteht. Gott wartet oft geduldig auf Lebensveränderungen im Leben der Menschen, bei manchem geduldig Jahr um Jahr. So gibt ER vielen noch die Chance und die Gelegenheit, in Zukunft regelmäßig Frucht zu bringen. Jesus hat uns dieses Fruchtbringen selbst vorgelebt. Denn er kam, um allen Menschen auf allen Gebieten des Lebens Gutes zu tun, durch Zuspruch, durch Heilung und Totenauferweckung, sogar durch seinen Opferung am Kreuz, damit wir ewiges Leben erhalten.

Bringen auch wir Ihm als Zeichen der Erneuerung gute Früchte?

Abschlussgebet

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Morgendliches Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all’ unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.

Oder

Abendliches Gebet um Frieden

O Gott, von Dir kommt alles heilige Verlangen, jeder gute Rat und jede gerechte Tat. Gib uns, Deinen Dienern, den Frieden, den die Welt nicht geben kann, damit unsere Herzen willig sind, Deinen Geboten zu folgen. Befreie uns von der Furcht vor unseren Feinden, damit wir unsere Tage in Ruhe und Frieden verleben können. Durch die Verdienste unseres Heilandes Jesus Christus. Amen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen:

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

18. November – Hauskirche

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Familien- oder Hausandacht – Morgen und Abend

Hinweis zur Kurzfassung – Das Allgemeine Gebetbuch – deutsch

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Nachfolgend eine Kurzauslegung zur Unterstützung der häuslichen Andacht und Pflege des geistlichen Lebens nach der anglikanischen Tradition.

Die gesamte Jahreslesung hier zum Downloadhttp://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Gebet – Psalm 118,1-14 (klicken)


Schriftteil und Anstöße zur Lesung

Lesung: 1. Samuel 16 (klicken)

Der Geist des Herrn verlässt einen ungehorsamen Regenten und bevollmächtig den neu erwählten, bald königlich zu regieren.

Mit Kapitel 16 beginnt das zentrale Anliegen des Schreibers der 1. und 2. Samuelbücher. Alle Ereignisse bisher über Samuel und Saul sind eine Art Prolog für den Helden David. Dieser ist nach Mose eine der gewichtigen Hauptgestalten des Alten Testaments und ein Bild auf den kommenden König Jesus, der aus dem Geschlecht Davids stammten wird.

Obwohl Saul von Gott verworfen wurde hielt er an seiner Macht unnachgiebig fest bis zu dem Tag, als er im Kampf Selbstmord beging. Und obwohl keine friedliche Machtübergabe des teilweise dämonischen Herrschers Saul stattfand, lernte der heimlich mit Prophetenöl geweihte David viele Einblicke und Erfahrungen in für Leitung des Königtums. Er erlebte neben mutvollen Erfolgen oft Verzweiflung, Angst um sein Leben, Einsamkeit und seelischen Schmerz. Jahwe gebrauchte diese besonderen Lehr- und Wanderjahre des jungen, schönen und mutigen Hirtenjungen, um ihn zu formen, zu verändern, damit er mit aufrichtigem Charakter und Gottvertrauen zu gegebener Zeit als Gottes Regent auftreten könne.

Die Wahl des Königs geschieht hier vollkommen anders als heute. David wird im engen Kreis der Familie gesalbt. Nicht der Älteste und Größte, sondern der Jüngste und Geringste wird durch Gott erwählt. Es geschieht nicht aufgrund von Leistung und Fähigkeiten, sondern wegen Gottes Souveränität, Berufung und Gnade. Gleichzeitig mit der Salbung geht auch die Begabung durch den Geist Gottes einher. Diese Begabung ist nicht nur ein einmaliges Ereignis, sondern eine Kraft Gottes die ihn dann durch Höhen und Tiefen (auch die Sünde mit Bathseba), beim Harfenspiel und in Todesangst, immer wieder für die Aufgaben des Königtums befähigte. Gott hatte nicht das Königtum verworfen, sondern den König. Im Gegensatz zu Saul, von dem der Geist Gottes wegen Ungehorsam entfloh, kam der Geist Gottes auf David und blieb auf ihm lebenslang.

Auch heute noch beruft Gott Menschen für einen königlichen Dienst im Reich Gottes. Die Vorbereitungszeit bis zum Beginn mag sich länger hinziehen, auch durch viele Schwierigkeiten und Prüfungsphasen hindurchgehen. Gott ruft uns zu: Habt Geduld, habt Hoffnung. Denn die Liebe Gottes ist ausgegossen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben ist. Hoffnung lässt nicht zuschanden werden. Gottes „Lehr- und Wanderjahre“ dienen dazu, unseren Charakter zu formen, um dann zur rechten Zeit von Gott eingesetzt zu werden.


Lesung– Lukas 12,49-59 (klicken)

Die gegenwärtige Zeit recht beurteilen und sich entscheiden.

Die Jünger lernen von Jesus, dass die Nachfolge Jesu Entzweiung und Trennung bis in die eigene Familie hinein mit sich bringt. Zuerst beginnt das Gericht mit der Todestaufe, die Jesus selber zuvor erleiden muss. Die völlige Wahrheit polarisiert und führt letztendlich den, der spricht – „Ich bin die Wahrheit“ – zur Kreuzigung.

Mit dem ersten Kommen Jesu ist vorerst nicht der Beginn einer Friedenszeit gemeint, sondern ein vorweggehende Trennungs- und Entscheidungszeit. Diese Entscheidungszeit zieht sich bis in unsere jetzige Endzeit hinein.

Als Christen werden wir aufgefordert immer wieder Entscheidungen um Jesu willen, um des Evangeliums und der Ethik des Evangeliums willen zu treffen. So wie politische Polarisierung eine Nation bis in die Familien hinein spalten kann, so geschieht dies auch, wenn Menschen in die Nachfolge Jesu treten und dort bleiben. Radikale Nachfolge Jesu trennt auch heute noch, wenn man sich pro oder kontra Jesu stellt, sowohl in der eigenen Familie als auch darüber hinaus. Friedliche Toleranz um die Wahrheit in Christus wird es nicht geben. Wir leben heute in einer endzeitlichen Entscheidungszeit. Viele wollen aber die deutlichen Zeichen der Zeit nicht erkennen und daraus ihre Konsequenzen ziehen, nämlich umzukehren und dem jetzt begonnen und zukünftigen Gericht zu entgehen. Doch das göttliche Feuer wird sein Volk läutern und es wird sich zu ihm bekennen und Gott zu ihm( Sacharia 13,9).


Abschlussgebet

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Morgendliches Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all’ unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.

Oder

Abendliches Gebet um Frieden

O Gott, von Dir kommt alles heilige Verlangen, jeder gute Rat und jede gerechte Tat. Gib uns, Deinen Dienern, den Frieden, den die Welt nicht geben kann, damit unsere Herzen willig sind, Deinen Geboten zu folgen. Befreie uns von der Furcht vor unseren Feinden, damit wir unsere Tage in Ruhe und Frieden verleben können. Durch die Verdienste unseres Heilandes Jesus Christus. Amen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen:

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.


Extra: Bonhoeffer – Der Ruf in die Nachfolge

https://www.evangelischer-glaube.de/bonhoeffer-nachfolge/bonhoeffer-der-ruf-in-die-nachfolge/

17. November – Hauskirche

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Familien- oder Hausandacht – Morgen und Abend

Hinweis zur Kurzfassung – Das Allgemeine Gebetbuch – deutsch

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Nachfolgend eine Kurzauslegung zur Unterstützung der häuslichen Andacht und Pflege des geistlichen Lebens nach der anglikanischen Tradition.

Die gesamte Jahreslesung hier zum Downloadhttp://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Gebet – Psalm 116-117 (klicken)


Schriftteil und Anstöße zur Lesung

Lesung: 1. Samuel 15 (klicken)

Wohin führt Opfern ohne Gehorsam?

Saul zieht mit einem großen Heer in den Krieg gegen den Erzfeind Amalek, der schon zur Zeit Moses gegen das Volk Gottes gekämpft hatte. Es geht hier um keinen Eroberungskrieg, bei dem Beute für persönlichen Nutzen gemacht werden darf, sondern um endgültige Vernichtung des altbösen Feindes. Es ist ein Bild, das für alle Zeiten dem Volk Gottes vor Augen gemalt wird, bis heute. Gott beauftragte durch Samuel, diesen Feldzug zu unternehmen und alles zu vernichten.

Der Feind wird dann auch geschlagen, aber sein Repräsentant König Agag am Leben gelassen. Die 210.000 Kämpfer machten reiche Beute und ließen die wertvollsten Tiere am Leben. Angeblich, um sie später zu opfern. Saul lässt sie gewähren.

Als Samuel eintrifft, muss Saul die niederschmetternden Worte seiner Verwerfung anhören. Warum hast du der Stimme des Herrn nicht gehorcht? Gehorsam ist besser als Opfer. Deshalb hat er dich verworfen, dass du nicht König seist. Wir finden hier eine vorgetäuschte fromme eigenmächtige Aktion bei Saul, auch verlogen und in der Art Evas präsentiert: Die herrliche Frucht war schuld, die Schlange war schuld, die Frucht war so verlockend. Saul dagegen entschuldigt: das Volk war schuld, weil es Beute machen wollte, Samuel, weil er erst so spät eintraf, die Philister und ihre wunderschön anzuschauenden Tiere, die man opfern (und danach natürlich auch essen würde). Saul führte nicht aus ganzem Herzen die Befehle Gottes aus. Doch Ungehorsam gegen den Willen Gottes ist wie Zaubereisünde und Götzendienst (V 23).

So wie Sauls Erwählung ohne Zeugen geschah, so geschieht auch unbeachtet seine Verwerfung als König. Und obwohl sich die Wege beider von hier aus für immer trennten, betete der Prophet Samuel bis zum Ende für den verworfenen König, der kein Mann nach dem Herzen Gottes war.

Gehorsam und Opfer gehören immer zusammen. Doch nur eigenmächtige fromme Opfer oder Handlungen als Fassade oder Entschuldigung darzustellen, ist nichts anderes als Heuchelei und ein Schleier der Lüge. Gott möchte unseren ganzen Gehorsam gegenüber seinem Willen haben, aber auch die neutestamentlichen Opfer der Lippen und eines ehrwürdigen und feierlichen Gottesdienstes. Wenn beides zutrifft können wir Menschen nach dem Herzen Gottes sein und Königskinder bleiben.


Lesung– Lukas 12,35-48 (klicken)

Als gute Verwalter bis Christi Wiederkunft dienen.

Weil Jesus das Vorbild allen Dienstes ist, gilt die Frage des Petrus nicht denen draußen, sondern zuerst den Aposteln und Jüngern selbst. „Christus wird sich gürten, sie am Tisch Platz nehmen lassen und sie der Reihe nach bedienen“ (Vers 37). Es geht darum, dass während der Abwesenheit des Herrn bis zu seiner Rückkehr (vom Vater), der Haushalter Gottes mit eifriger Versorgung der Menschen im Haushalt des Herrn beschäftigt sein soll. Er soll in der Abwesenheit die Familie Gottes regelmäßig mit der wesentlichen Nahrung speisen, ihnen die entsprechende Tagesration austeilen.

Dies Wort gilt natürlich zuerst einmal den Hirten der Gemeinde und Gesamtkirche Gottes. Teilen diese die geistliche Nahrung des Wortes Gottes und der Sakramente Tag für Tag aus? Oder ist es ein humanistisches, politisches oder von Tagesthemen bestimmtes „Evangelium“? Die Schrift sagt: Denn der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von jeglichem Wort, das aus dem Munde Gottes geht. Dies Wort auszuteilen ist aber die Hauptaufgabe der treuen Verwalter Christi hier auf Erden. Die Apostel erkennen nach Jesu Himmelfahrt ihr Versagen in Apg. 6. Sie kümmerten sich um alle möglichen wichtigen Alltagsdinge der Menschen, aber nicht um ihren eigentlichen Auftrag: Sie hatten das Austeilen des Wortes Gottes vernachlässigt V2. Deshalb ordneten sie ihren Auftrag neu: Wir aber wollen ganz beim Gebet und beim Dienst des Wortes bleiben V4.

Weiter gilt dies Wort auch für die Gemeinde im Kleinen. Der Hausvater oder die Hausmutter sollen gute Verwalter mit dem Wort Gottes für alle sein, die im Haushalt leben. Sie sollen wie bereits in 5. Mose 6,6+7 erwähnt, täglich diese mit Worten aus der Schrift versorgen und prägen: Du sollst diese Worte deinen Kindern einprägen und davon reden, wenn du in Deinem Hause sitzt oder unterwegs bist, wenn du dich niederlegst oder aufstehst.

Beten wir für viele treue und kluge Haushalter und lasst uns selber solche sein.


Abschlussgebet

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Morgendliches Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all’ unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.

Oder

Abendliches Gebet um Frieden

O Gott, von Dir kommt alles heilige Verlangen, jeder gute Rat und jede gerechte Tat. Gib uns, Deinen Dienern, den Frieden, den die Welt nicht geben kann, damit unsere Herzen willig sind, Deinen Geboten zu folgen. Befreie uns von der Furcht vor unseren Feinden, damit wir unsere Tage in Ruhe und Frieden verleben können. Durch die Verdienste unseres Heilandes Jesus Christus. Amen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen:

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

15.11. Sonntag – Weltgericht

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Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.


Gebet – Psalm 143 (klicken)

DAS GROßE GLAUBENSBEKENNTNIS – Nicänum

Wir glauben an den einen Gott, den Vater, den Allmächtigen,  der alles geschaffen hat,  Himmel und Erde,  die sichtbare und die unsichtbare Welt.

Und an den einen Herrn Jesus Christus, Gottes eingeborenen Sohn, aus dem Vater geboren vor aller Zeit: Gott von Gott, Licht von Licht, wahrer Gott vom wahren Gott, gezeugt, nicht geschaffen, eines Wesens mit dem Vater; durch ihn ist alles geschaffen. Für uns Menschen und zu unserem Heil ist er vom Himmel gekommen, hat Fleisch angenommen durch den Heiligen Geist von der Jungfrau Maria und ist Mensch geworden.

Er wurde für uns gekreuzigt unter Pontius Pilatus, hat gelitten und ist begraben worden, ist am dritten Tage auferstanden nach der Schrift und aufgefahren in den Himmel. Er sitzt zur Rechten des Vaters und wird wiederkommen in Herrlichkeit, zu richten die Lebenden und die Toten; seiner Herrschaft wird kein Ende sein.

Wir glauben an den Heiligen Geist, der Herr ist und lebendig macht, der aus dem Vater und dem Sohn hervorgeht, der mit dem Vater und dem Sohn angebetet und verherrlicht wird, der gesprochen hat durch die Propheten, und die eine, heilige, allgemeine/katholische und apostolische Kirche. Wir bekennen die eine Taufe zur Vergebung der Sünden. Wir erwarten die Auferstehung der Toten und das Leben der kommenden Welt. Amen.


Predigt zum vorletzter Sonntag im Kirchenjahr

https://creativecommons.org/

Matthäus 25,31-36 – Weltgericht (zum Lesen klicken)

Heute am 2. Sonntag vor dem 1. Advent findet wieder in eine Gedenkfeier im Deutschen Bundestag statt. Sie steht in diesem Jahr im Zeichen der deutsch-britischen Freundschaft 75 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges. In der Feierstunde wird der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft gedacht. Außerdem wird der Einsatz der Alliierten bei der Befreiung Europas von der nationalsozialistischen Herrschaft, beim Wiederaufbau und bei der Wiedervereinigung Deutschlands vor 30 Jahren gewürdigt.

Diesmal hält Prinz Charles als Mitglied der britischen Königsfamilie zum ersten Mal die Gedenkrede am Volkstrauertag.

Obwohl dieser Tag an sich kein kirchlicher Gedenktag ist, sollten auch wir der vielen sinnlosen Toten gedenken, wissend dass Gott im Endgericht besonders die Verantwortlichen dieser Ungerechtigkeiten einst richten wird.

Mit dem Tode ist nicht alles aus. Alle sind verantwortlich dafür, wie und mit welchem Ziel sie ihr gegenwärtiges Leben gestaltet haben. Auch Nero und Hitler, Merkel, Putin, Biden, Trump, Papst Franzsikus oder Ratspräsident der EKD. Nun aber zu uns, der Gemeinde Christi selbst.

Das Thema des heutigen Sonntags beschäftigt sich mit dem Endgericht. Nachdem Jesus seinen Jüngern sagte, dass von dem herrlichen Tempelgebäude kein Stein auf dem andern bleiben wird, sollen auch wir Verantwortung und Treue in der Zwischenzeit bis zu Jesu Rückkehr zeigen. Dann spricht unser Text vom Weltgericht. Dies ist das gleiche Ereignis wie Offb. 20, 11-13, wo Bücher aufgetan wurden und die Toten nach ihren Werken gerichtet werden. Bereits der Prophet Daniel spricht davon dort in 7,13-14, dass einer wie eines Menschen Sohn zu dem kam, der uralt war, und von Ihm Macht zum Herrschen erhielt.

In Apostelgeschichte 17, 31 hören wir, dass Gott den Erdkreis richten will mit Gerechtigkeit durch einen Mann. Dieser ist Jesus Christus. Allen hat er angeboten durch den Glauben an ihn, diesem Gericht zu entgehen, dass über Himmel und Hölle entscheidet.

In Hes. 34,17 beschreibt der Prophet die beiden Gruppen, die einst gerichtet werden als: Ich will richten zwischen Schaf und Schaf und Widdern und Böcken. Unser Text spricht auch von Schafen und Böcken. Gewöhnlich wurden Schafe und Ziegen tagsüber zusammen geweidet, doch nachts getrennt. Wenn es zur Nacht dieser Welt und zum Ende kommt, geschieht das Gleiche: In diesem Nachtgericht werden die Ziegenböcke, die eigenwilligen, problematischen und bösartigen Wesen auf die linke Seite zur Endverurteilung gestellt, die Schafe aber, die wertvolleren, die zur wirklichen Herde Gottes gehören, zur Rechten. Schafe stehen hier für Christen, die an Christus glauben, die Erwählte für die Herde Gottes sind. Sie sollen das Königreich und den Himmel ererben. Ungläubige aber sind nach der Schrift für den feurigen Pfuhl und die ewige Verdammnis vorgesehen.

Aus welchem Grund werden sie aber voneinander geschieden? Wegen ihres ethischen Handelns, wegen ihres moralischen Lebens, weil sie Liebestaten getan oder unterlassen haben. V 35 + 36. Was ihr einem meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.

Im AT wurden die nichtjüdischen Völker danach gerichtet, wie sie sich dem jüdischen Volk gegenüber verhielten. Hier aber wird dieses Prinzip nicht angewendet. Wenn hier steht, dass V 32 der Menschensohn alle Völker richten wird, dann nicht deshalb, wie sie heute zu Israel stehen, sondern hier ist gemeint, dass alle Völker der Welt und Menschen gleich geachtet und unparteiisch von Christus gerichtet werden.

Im NT ist das Kriterium in Bezug zu „meinen Brüder“ anders: Jesus macht In Mt 12,50 deutlich, wer seine Brüder sind: Denn wer den Willen meines Vaters im Himmel tut, der ist mir Bruder und Schwester und Mutter.

Das Kriterium heißt jetzt: Wie diese Menschen im Leben gehandelt haben. Haben sie sie den Willen Gottes getan? Dieser Wille wird hier mit teilweise alttestamentlicher Ethik beschrieben: Fremde aufnehmen, sie tränken, speisen und kleiden. Dann aber folgt der NT Aspekt: Denn in dieser Zeit werden Christen ins Gefängnis geworfen. Auch dort sollen sie besucht und gepflegt werden. Im NT liegt die Betonung nun auf: Umherreisende Christen zu beherbergen. „Und gerade der Bischof soll doch auch gastfrei sein“. Wenn Christen in eine Stadt gehen und dort um Jesu willen aufgenommen werden, dann haben die christlichen Gastgeber eigentlich Jesus selbst aufgenommen. Sie haben wie im AT Engel, die Boten Gottes, beherbergt. Denn, wer Bruder und Schwester in Christus ist, und andere Glaubensgenossen aufnimmt, der nimmt doch Jesus Christus selbst auf. Dem sagt die Schrift: Christus ist ihm so begegnet.

Diese Menschen, die zum Schafstall Gottes gehören, sind bereits durch den Glauben Christen. Sie bringen selbstverständlich Liebestaten, ohne nach einer Belohnung oder Lob zu schauen. Solche Taten entstehen selbstverständlich in der Nachfolge zu Christus und sind in Wirklichkeit aus Liebe zu Ihm getan.

Wie sieht da unsere Einstellung und Praxis aus? Wie gehen wir mit Christen, Brüder und Schwestern um? Pflegen und helfen wir ihnen, machen ein Bett frei zur Übernachtung? oder nörgeln wir, reden Negatives und machen ihnen das Leben noch schwerer?

Wohlgemerkt. Das Reich Gottes wird ererbt, es wird geschenkt und angenommen, es wird ohne Verdienst zugesprochen. Es kann nicht durch sozialen Dienst und menschlichem Einsatz erarbeitet werden. Es gehört den bereits vor Grundlegung der Welt Erwählten. Diese sind die Gesegneten. Es gehört den Schafen, die Christus folgen, nicht den eigensinnigen Ziegenböcken. Jene aber werden für ewig verdammt werden. Bist du Schaf oder meckernder Ziegenbock?

Wissen wir auch als Christen um ein Endgericht? Ja, wir wissen darum! Und weil wir dies tun, suchen wir zuerst Gutes zu tun an unseren Glaubensgenossen, den christlichen Brüdern und Schwestern. Behandelst du sie so, als würdest du Jesus selbst bedienen? Denn, wenn er das Haupt ist, dann gehören diese Glieder zu Christus, dann begegnet uns Christus im Bruder, in der Schwester. Wenn dies aber so ist, dann wird er zu dir sagen: Komm her, du Gesegnete(r) meines Vaters, ererbe das himmlische Reich.

Wenn du aber in deinem gesamten Christenleben nichts Gutes an den Gläubigen tust, dann bist du eine Zicke, ein launischer, eigenwilliger und bösartiger Ziegenbock, dessen Platz einst in der ewigen Verdammnis bestimmt ist.

Deshalb: Gebrauche jetzt – im Wissen um das Weltgericht – die gegenwärtige Zeit und handle in Liebe an deinen christlichen Geschwistern bis ER wiederkommt.

Denn er kommt: Und viele, die unter der Erde schlafen liegen, werden aufwachen, die einen zum ewigen Leben, die andern zu ewiger Schande. Amen.

Abschlussgebet

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Morgendliches Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all’ unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.

Oder

Abendliches Gebet um Frieden

O Gott, von Dir kommt alles heilige Verlangen, jeder gute Rat und jede gerechte Tat. Gib uns, Deinen Dienern, den Frieden, den die Welt nicht geben kann, damit unsere Herzen willig sind, Deinen Geboten zu folgen. Befreie uns von der Furcht vor unseren Feinden, damit wir unsere Tage in Ruhe und Frieden verleben können. Durch die Verdienste unseres Heilandes Jesus Christus. Amen.

Segen – 2. Kor 13,13

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

14. November – Hauskirche

Hervorgehoben


Familien- oder Hausandacht – Morgen und Abend

Hinweis zur Kurzfassung – Das Allgemeine Gebetbuch – deutsch

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Nachfolgend eine Kurzauslegung zur Unterstützung der häuslichen Andacht und Pflege des geistlichen Lebens nach der anglikanischen Tradition.

Die Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Gebet – Psalm 112 (klicken)

Schriftteil und Anstöße zur Lesung

Lesung: 1. Samuel 12 (klicken)

Ein Mann nach dem Herzen Gottes?

Die Zeit des Königtums beginnt schon ungewiss. Nicht einmal alle Bibelübersetzung sind sich einig, wie alte Saul zu diesem Zeitpunkt war: 1 oder 2 Jahre als Herrscher oder sogar 30 oder 50 Jahre an Jahren. Wichtig scheint, dass die Königsdynastie ab hier aufgezeichnet werden soll. Aber gleich zu Beginn wird das Thema eines Königs nach dem Herzen Gottes (V14) aufgegriffen, ein Mann, der später erst gefunden wird, und doch erst im NT in seiner Größe auftritt.

Ist Saul ein Mann nach dem Herzen Gottes? Das Volk wollte einen König. Gott gewährte schließlich diese Bitte, aber, dass es durch diese Entscheidung eine Lektion erhalten sollte. Ihr mehr militärischer König entwickelte sich zu einem Herrscher, der nicht warten konnte, der bei wichtigen Entscheidungen nicht auf Gottes Befehl durch den Propheten achtete. Als ihm die Felle wegzuschwimmen schienen, das Militär aus Mangel an Waffen und Demotivation desertierte, da entschied er selbst aus hohlem Bauch heraus. Als Nichtpriester opferte er, um so Gott gnädig zu stimmen oder ihn hinter seine Aktion zu bringen, seine Eigeninitiative zu sanktionieren. Das ist eigentlich nichts anderes als Zauberei., nämlich der Glaube an übernatürliche Kräfte, damit zu beeinflussen und sie zu gebrauchen, ein Ziel oder eine Aktion zu ermöglichen. Das geschieht hier durch Saul, der durch eine religiöse Handlung, durch ein Opfer, dass er unrechtmäßig darbringt. Saul will scheinbar Gott zum Handlanger seiner eigenen Königsherrschaft machen. Er missachtet das kürzlich verkündigte prophetische Königsgesetz, auf Gott durch das Gesetz und den Propheten zu hören.

Samuel erscheint hier wahrscheinlich erst gegen Ende des letzten Tages. Doch Saul konnte nicht warten. Deshalb konfrontiert Samuel den König, nennt seine Opferung eine törichte anmaßende Handlung und verwirft sein zukünftiges Königtum mit der Aussage: Der Herr hat sich einen (neuen) Mann gesucht nach dem Herzen Gottes (V 14). Damit trennt sich der Prophet von diesem Zeitpunkt an von Saul, der nicht mehr ein Mann nach dem Herzen Gottes ist, und zwar für immer. Fortan hören wir immer wieder diese Prinzip: Jer. 25,4: Und der HERR hat zu euch immer wieder alle seine Knechte, die Propheten, gesandt; aber ihr habt nicht gehört noch eure Ohren geneigt, mir zu gehorchen.

Von hier an ist die Heilsgeschichte des Alten Testaments auf der Suche nach dem geeigneten Mann nach dem Herzen Gottes, der gehorcht und den Willen Gottes tut. Es werden uns nun viele Männer und Könige des AT vorgestellt bis hinein in das Neue Testament. Wir sind gespannt, wohin und zu welcher Schlüsselperson uns dieser rote Faden noch führt.

Eine Lektion können wir aber mitnehmen. Wer auf Gott vertraut, braucht sich nicht zu fürchten, auch nicht in Zeitnot und Ungeduld geraten. Schon zu Moses Zeiten galt: Ex/2Mo 14,14: Der Herr wird für euch streiten und ihr werdet stille sein. Wollen wir besonders vor wichtigen Entscheidungen uns Zeit für die Stille nehmen, auch geduldig warten, und dass wir den Zeitpunkt doch erkennen mögen, dass Gott für uns kämpfen will.

Auch wollen wir nicht durch unsere vermeintlichen frommen Übungen Gott herausfordern, unsere eigensüchtigen Vorhaben oder seelischen Wünsche zu erfüllen.


Lesung– Lukas 11,29-36 (klicken)

Was drinnen ist nach draußen geben – durch die Gemeinde

Hier in diesem Abschnitt treffen zwei Gegenbilder aufeinander. Einmal ist es der Meister in Armut, dann die habgierigen Pharisäer. Diese treffen sich im offenen Schlagabtausch.

Gerade die Pharisäer sollten sich darum kümmern, was bei ihnen drinnen vorhanden ist, in ihrer Wohnung (an Nahrungsmittel und Reichtum), dass dieses an die Armen gerecht verteilt werden sollte (Almosen). Hier geht es einmal um Gerechtigkeit (Verteilung) und auch um Nächstenliebe als Zentrum. Die Pharisäer waren aber egoistisch, zwar gaben sie haarspalterisch den Zehnten von allem an den Tempel, waren aber sonst nur um ihr eigenes Heil und ihren Wohlstand bekümmert. Fordern konnten sie von allen, aber selber etwas zustande bringen, anderen Gutes tun, dazu waren sie unfähig und nicht gewillt.

Lukas will nun die Gemeinde Christi vor einem ähnlichen Verhalten warnen, sich nicht nur um das eigne Heil und Wohlergehen krankhaft zu kümmern, sondern von dem Besitz, der bei uns drinnen verwahrt wird, ihn nach den Bedürftigen draußen zu geben und sie aus Liebe zu versorgen.


Abschlussgebet

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Morgendliches Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all’ unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.

Oder

Abendliches Gebet um Frieden

O Gott, von Dir kommt alles heilige Verlangen, jeder gute Rat und jede gerechte Tat. Gib uns, Deinen Dienern, den Frieden, den die Welt nicht geben kann, damit unsere Herzen willig sind, Deinen Geboten zu folgen. Befreie uns von der Furcht vor unseren Feinden, damit wir unsere Tage in Ruhe und Frieden verleben können. Durch die Verdienste unseres Heilandes Jesus Christus. Amen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

13. November – Hauskirche

Hervorgehoben

Schlagwörter

,

Familien- oder Hausandacht – Morgen und Abend

Hinweis zur Kurzfassung – Das Allgemeine Gebetbuch – deutsch

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Nachfolgend eine Kurzauslegung zur Unterstützung der häuslichen Andacht und Pflege des geistlichen Lebens nach der anglikanischen Tradition.

Die Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Gebet – Psalm 110-112 (klicken)

Schriftteil und Anstöße zur Lesung

Lesung: 1. Samuel 12 (klicken)

Vorbildhafter Stabwechsel in eine neue Epoche

Das Volk Gottes steht an der Schwelle eines neuen Zeitalters. Der alte und bewährte Landesvater und Richter der 12 Stämme ist dabei, den Führungsstab an den neuen Herrscher und König abzugeben. Doch eine Stabübergabe in Regierungsangelegenheiten ist keine einfache Angelegenheit. Besonders hier, wenn es sich nicht nur um einen Personenwechsel, sondern gleichzeitig noch um eine neue Regierungsform geht, nämlich um den Übergang von der Epoche der Richter zur Monarchie.

In ähnlich staatsmännischer Form ähnlich wie Mose und Josua verabschiedet sich der Richter Samuel von seinem Amt. Er präsentiert sein Leben von der Jugend bis zum Alter, indem er uneigennützig mit ganzem Herzen dem Volk und Gott gedient hat. Dann fordert die ganze Nation mit seiner Rede auf, ihm doch zu beweisen, ob er sie ungerecht, unterdrückend, eigennützig und selbstherrlich geführt habe. Die Leute verneinten dies und bestätigten, dass seine gesamte Dienstzeit in vollkommener Gerechtigkeit geschah. Als weiteren Zeugen ruft er Gott selber an, der dann ein außergewöhnliches Wetterwunder mit Donner und Regen geschehen ließ. Mit diesem Zeugnis einmal des Volkes und abschließend Gottes übergibt er sein Amt an den neuen König Saul und an das Volk.

Mit dieser vorbildlichen Amtsübergabe und dem sittlichen Vorbild seines gesamten Lebens setzt Samuel nun auch hohe Maßstäbe für den neuen König und seine Amtsführung. Wenn Saul diesen eingeschlagenen Weg unter Gottes Führung und in seinem Bund weitergeht, wird Segen und Erfolg auf seiner Amtsführung liegen.

Wichtig ist auch hier zu erwähnen, dass das Thema Bundeserneuerung, wie es in Deuteronomium 5. Mose und im Buch Josua betont und praktiziert wird, auch hier seine Fortsetzung findet: „Möchtet ihr und euer König, der über euch herrscht, dem Herrn eurem Gott folgen.“ 1Sam 12,4).

Zum Schluss betont Samuel alle Wohltaten, die Gott dem Volk in ihrer Geschichte bis zu diesem Tag hat zukommen lassen, trotz wiederholtem Sündigen und Abfall von ihm. Er ist der treue Bundesgott und er hält sich an seine Verheißungen. Er wird weiter Wunder für sein Volk tun (Ps. 126,2).

Samuel tritt nun zurück als Richter. Und mit ihm beginnt die neue Epoche der Propheten, die für das Volk Gottes und den König beten und sie mit dem Recht Gottes belehren sollen. Samuel verspricht diesen Dienst weiter für das Volk Gottes zu tun.

Können wir von solch einer Stabsübergabe etwas lernen? Unsere hier ist nicht nur vorbildhaft für eine Amtsübergabe von einer Person zur anderen, sondern auch noch von einer Epoche und Zeitenwende zur anderen.

So sollte bei einem Wechsel in kirchlichen Ämtern sicherlich das vorbildhafte und gerechte Leben des ausscheidenden wie des neuen Amtsinhabers im Zentrum stehen. Wurde das Amt gut und gerecht und im Sinne Christi geführt? Das Gleiche gilt auch für Präsidenten, Kanzler, Politiker und Staatsbeamte. Sie wurden öffentlich eingeführt, sie sollten vor ihrem Austritt oder Übergabe ihres Amtes Bilanz ziehen und dann öffentlich verabschiedet werden und ihr Amt übergeben.

Gleiche Stabsübergabe sollte auch in Familienbeziehungen geschehen. Die Erfahrenen und Alten einer Generation, die vorbildhaft und gerecht ihr Leben geführt haben, sollten ihr moralisches und finanzielles Lebenserbe an treue Nachfolger rechtzeitig übergeben. Ist unsere Generation und Gesellschaft fähig und bereit, nach solchem Vorbild zu handeln?







Lesung– Lukas 11,29-36 (klicken)

Hören, befestigen, leuchten für Jesus

Unser Glaube besteht und entsteht besonders durch das Hören und Befestigen des Wortes Gottes in unserem Leben. Die hier erwähnte Zeichenforderung dagegen beinhaltet Misstrauen und Unglaube gegenüber dem Wort Gottes. Dies bestätigt sich in der Darstellung Jesu über die Tätigkeit Jonas. Er predigte die Buße der Stadt Ninive und die gesamte Stadt bekehrte sich. Da nun Jesus viel erhabener ist als Jona, sollen wir besonders auf ihn den Prediger der Sinnesänderung hören.

Licht am Ende des Tunnels

Denn gerade von ihm her, dem Licht der Welt, kommt das Licht des Lebens, das er an die an ihn glaubenden Menschen weitergibt. Sie selbst sollen im Innern sein Licht empfangen, und gerade so soll ihr Leib und ihr gesamtes Leben Licht werden. Ist dies auch unsere Glaubenseinstellung?


Abschlussgebet

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Morgendliches Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all’ unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.

Oder

Abendliches Gebet um Frieden

O Gott, von Dir kommt alles heilige Verlangen, jeder gute Rat und jede gerechte Tat. Gib uns, Deinen Dienern, den Frieden, den die Welt nicht geben kann, damit unsere Herzen willig sind, Deinen Geboten zu folgen. Befreie uns von der Furcht vor unseren Feinden, damit wir unsere Tage in Ruhe und Frieden verleben können. Durch die Verdienste unseres Heilandes Jesus Christus. Amen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

12. November – Hauskirche

Hervorgehoben

Schlagwörter

,

Familien- oder Hausandacht – Morgen und Abend

Hinweis zur Kurzfassung – Das Allgemeine Gebetbuch – deutsch

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Während der Ferienzeit wird der fortlaufende Abschnitt aus der Morgenlese – Lektionar AGB – benutzt: Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

Hinweise

Mit dem zweiten Log-Down wird die Kurzauslegung zur Unterstützung der häuslichen Andacht und Pflege des geistlichen Lebens nach der anglikanischen Tradition fortgesetzt.


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Gebet – Psalm 109,21-31 (klicken)


Schriftteil und Anstöße zur Lesung

Lesung: 1. Samuel 11

Auf dem Zenit der Macht – Wie regieren möglich ist

Hinführung nach Unterbrechung der Andachten im August

Nach dem glorreichem Einzug Israels in das verheißene Land fiel es bald nach dem Tod des großen Führers Josua in alte Gewohnheiten des Götzendienstes der umliegenden Völker zurück. Wann immer sie in ihrer Sündennot und feindlichen Bedrängnis dann zu Gott schrien, erhörte er sie und erweckte ihnen entschlossene Richter, die sie zurück zum Bund Gottes führten. Diese Richterzeit war ein ständiges Auf und Ab in ihrer Gottesbeziehung. Zusammenfassend aber die Worte der Schrift über diese Zeit in Richter 21,25: In jenen Tagen gab es keinen König in Israel; jeder tat, was in seinen eigenen Augen recht war.

Diese notvolle Zeit zog sich hin bis zum letzten Richter Samuel, der aufgrund der Forderung des Volkes und vorausplanenden Vorsehung Gottes, ihnen einen aus Gottes Gnaden erwählten König einsetzte. Zuvor verkündete jedoch Samuel dem Volk das Königsrecht nach Weisung Gottes und legte diese Abschrift im Allerheiligsten nieder.

Heutiger AT Text

Saul und Geist Gottes

Als nun ein Teil des Volkes Gottes sich wieder einmal in großer Not durch die feindlichen Ammoniter (Nachkommen Lots) befanden, brachte der neu erwählte junge König Saul die entscheidende Hilfe. Der Geist Gottes kam in dieser gefährlichen Situation über König Saul, der alle wehrfähigen Männer Israels und Judas zum Kampf gegen diesen äußeren Feind aufrief, dem Ort Jabesch in Gilead zu helfen (südöstlich vom See Genezareth). Durch den Geist Gottes und durch kluge militärische Taktik geleitet schlug Saul die Ammoniter und befreitet Jabesch in Gilead.

Auf dem Höhepunkt der Macht Sauls, besonders durch den großen Sieg, entschied Samuel, dass es gut für das gesamte Volk sei, sich an dem historischen Ort Gilgal (Josua 4; und 5,1-9) zu versammeln, um das Königtum zu festigen und zu erneuern. Denn in der Vergangenheit, bei der ersten Einsetzung des neuen Königs, gab es noch eine Spaltung im Volk:  Niederträchtige Menschen aber sagten: Was kann uns der (Saul) schon helfen? Sie verachteten ihn. Jetzt aber hatte der vom Geist Gottes Ergriffene einen wunderbaren Sieg für ganz Israel errungen.

Das Wort das Königtum „erneuern“ beinhaltet, dass die Leute von Gott abgewichen waren. Um das Königtum aber zu festigen, mussten sie als ganzes Volk erneuert werden. Der Grund lag darin, dass sie wie in der Vergangenheit Gott als ihren König abgelehnt hatten. Die Erneuerung des Königtums unter Gott war zuerst eine Neuverpflichtung aller Menschen gegenüber Gott aber in Beziehung auf die neue Theokratie, die unter Sauls Führung stattfinden sollte.

Samuel setzte erneut Saul mit der gesamten Zustimmung des Volkes an diesem geschichtsträchtigen Ort ein und brachten Heils- oder Friedensopfer. Diese sollten als Symbol des Friedens und der Gemeinschaft mit Gott dienen. Der Grund aber lag auf dem fehlerlosen Opfer das Gott hier gebracht wurde.

Lernen wir aus dieser biblischen Begebenheit, dass ein Land und Volk immer zerrissen und gespalten sein wird, wenn es sich nicht dazu bekennt: „Ein Volk unter Gott“ zu sein. Schon die Andeutung, dass Israel mit 300.000 und Juda mit 30.000 Kämpfern auftrat, deutet auf die spätere Spaltung in zwei feindliche Staatsgebilde hin (1Kön 11,31ff). Wir erkennen auch hier, dass nicht der Herrscher oder Regierer der Garant für die Einheit und Zusammenhalt eines Volkes oder Nation steht, wenn nicht ein besonderer Geist ihn dazu befähigt. Nicht die übermächtige Intelligenz, hervorragende Führungseigenschaften noch Wirtschaftserfahrung einer Person können ein gespaltenes Volk zusammenbringen und vereinen. Was es aber ausmacht, sehen wir hier. Es ist der Geist Gottes, der einen von Gott berufenen Menschen ergreift, ihn und das gesamten Volk in Besitz nimmt, dass sich dann beide unter das Königsgesetz Gottes stellen und nach diesem Geist im Bund Gottes gemeinsam leben. Ist so etwas in der politischen Landschaft möglich?

Jesus Sieger über Dämonen

Lesung– Lukas 11,14-28 (klicken)

Mit dem Sieger sammeln schützt vor Rückfall

Aufgrund eines Wunders der Dämonenaustreibung wird ein Vorwurf gegen Jesus erhoben. Er vollbringt dies durch die böse Macht Satans. Jesu entgegnet mit V 22, dass er der Stärker über Satan ist und ihm die Macht damit abgenommen hat. Gerade auf diese Weise wird jedoch Gottes Herrschaft sichtbar. Es ist ein Beweis, dass Gottes Reich schon angebrochen ist und sein Wille auf Erden geschieht.

Nach der Warnung vor dem Rückfall hat das anschließende Bekenntnis einer Frau zur Größe Jesu einen besonderen Zweck. Es dient dazu, dass solche von Dämonen befreite Menschen nicht in ihren ursprünglichen Zustand zurückfallen sollen. Sie werden dadurch bewahrt, dass sie das Wort Gottes weiterhin hören und es auch im Innern bewahren.

Die Botschaft, die uns hier vermittelt wird, gilt Einzelnen als auch der Gemeinde Christi: Mit Christus, dem Sieger, Menschen unter sein Wort zu sammeln (fischen), schützt vor Rückfall unter frühere satanischen Mächte.

Abschlussgebet

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Morgendliches Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all’ unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.

Oder

Abendliches Gebet um Frieden

O Gott, von Dir kommt alles heilige Verlangen, jeder gute Rat und jede gerechte Tat. Gib uns, Deinen Dienern, den Frieden, den die Welt nicht geben kann, damit unsere Herzen willig sind, Deinen Geboten zu folgen. Befreie uns von der Furcht vor unseren Feinden, damit wir unsere Tage in Ruhe und Frieden verleben können. Durch die Verdienste unseres Heilandes Jesus Christus. Amen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

19. August – Hauskirche

Hervorgehoben

Familien- oder Hausandacht – Morgen und Abend

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Während der Ferienzeit wird der fortlaufende Abschnitt aus der Morgenlese – Lektionar AGB – benutzt: Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

Weitere Hinweisezukünftig!

Mit dem Beginn der Coronazeit begann auch die tägliche Auslegung der Tageslese des Gebetbuches. Danach in der sommerlichen Ferienzeit wurde sie nur noch zweimal wöchentlich veröffentlicht. Diese Kurzauslegung wird in Kürze beendet. Deshalb der Hinweis hier, die gesamte chronologische Jahreslese herunterzuladen und selbst oder als Hausandacht so (in ein oder zwei Jahren) die Heilige Schrift regelmäßig weiter zu lesen.

Als weiteres Angebot zum Download sollen bald die zwei digitalen Gebetbücher (die Sie auch mit festem Einband bestellen können) bereitstehen. Sind Sie an diesem Download interessiert? Die dazu passenden Artikel zum Verständnis werden in unregelmäßigen Abständen später folgen. Bei Interesse für weitere Informationen und Erklärungen zu diesen gottesdienstlichen Büchern, bitte weiter unten „ABBONIEREN“ anklicken.


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Gebet – Psalm 46 (klicken)


Schriftteil und Anstöße zur Lesung

Lesung: 5Mo/Deuteronomium 18 (klicken)

Die Propheten kommen! Aber welchem Propheten sollen wir vertrauen?

Ein Grundanliegen aller Religionen scheint zu sein, den Willen Gottes (eines oder mehrere Götter) zu erfahren und sich in der Gegenwart für die Zukunft sicher zu fühlen und sich darauf einzustellen. Dazu dient das Prophetenamt in Israel, dass grundsätzlich andere Möglichkeiten eröffnet, als durch die okkulten Praktiken der heidnischen Religionen praktiziert wird. Diese außerisraelitischen Handlungen sind Gott ein Gräuel. Deshalb werden diese Völker mit ihren Kulten vertrieben.

Gott dagegen hat sich an seine Propheten gebunden, die seinen klaren Willen durch das zu verstehende Wort deutlich weitergeben. Dieses Prinzip – einen Propheten … will ich dir immer wieder erwecken, – soll nie verändert werden. Mose ist darin das Urbild, dass sich von den falschen Propheten, von denen auch aus den eigenen Reihen gewarnt wird, deutlich abhebt. ER redete im Namen des wahren Gottes Jahwe und alle seine Worte trafen ein. So soll auch jedes zukünftige prophetische Wort und der Geist des Propheten geprüft werden. V 17 weist aber gleichzeitig über das Prinzip vom Urpropheten auf den endzeitlichen Propheten Christus hin. Viele Menschen zurzeit Jesu erkannten diesen und sprachen: „Das ist wahrhaftig der Prophet, der kommen soll“. Auch Petrus verkündet in seinen Predigten (Apg 4,17-26), dass Christus der verheißene Prophet ist, der gehört, dem gehorcht und der segnen wird, alle, die sich zu ihm bekehren. – Gerade in unserer jetzigen Zeit ist es wichtig, die Botschaft und den deutlichen Willen von Christus her zu hören, aber auch zu unterscheiden, ob die sich selbst ernannten Propheten mit Hiobsbotschaften und Verschwörungstheorien okkulte Orakel und eigene Träume weitergeben oder sie in der Linie von Mose auf Christus das verständliche Wort des Willens Gottes weitergeben.


Lesung– Joh 9,1-12 (klicken)

Geöffnete Augen für den Gesandten

Wie schon in Kapitel 8, so auch hier im nachfolgenden Bericht steht der Anspruch Jesu, dass er das Licht der Welt sei. Mit dem nun sechsten Wunder Jesu geht es auch hier um seine Identität, wer er ist und woher er stammt. Am Messiasbekenntnis werden sich alle Geister scheiden. Jesus, das Licht der Welt, heilt einen in tatsächlicher irdischer Dunkelheit stehenden Menschen, der von Geburt an blind ist. Und dies geschieht provokativ auch am Sabbath. Das Anrühren eines Teigs oder Breis, auch ärztliche Handlungen, waren doch an diesem Tag verboten. Diese Heilung brachte die religiösen Gesetzesvertreter auf die Palme. Jesus aber macht durch dieses Heilungswunder klar, dass er über dem Gesetz steht, es richtig auslegt, er der Gesandte, der Prophet, der Messias ist. Denn Jesus sendet den Blinden zu der Teichanlage in Jerusalem mit dem Namen Shiloa, die allegorisch, also sinnbildlich, hebräisch „Schaliach“ auf Jesus „den Gesandten“, hindeutet. Der Geheilte erkennt den Gesandten, bekennt ihn später trotz allem Widerstand der Religion und endgültigem „Kirchenausschluss“ als den von Gott gekommenen Menschensohn. Jesu Identität wird durch den Sehenden deutlich bezeugt. Er ist durch den Glauben zum irdischen und himmlischen Sehen gekommen. – Auch heute wird unser Bekenntnis zum Gottessohn als Retter und Herrn Verwunderung und Scheidung in dieser Welt hervorrufen. Doch dazu sind wir, wenn wir zum Schauen und Glauben gekommen sind, deutlich berufen.

Abschlussgebet

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Morgendliches Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all’ unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.

Oder

Abendliches Gebet um Frieden

O Gott, von Dir kommt alles heilige Verlangen, jeder gute Rat und jede gerechte Tat. Gib uns, Deinen Dienern, den Frieden, den die Welt nicht geben kann, damit unsere Herzen willig sind, Deinen Geboten zu folgen. Befreie uns von der Furcht vor unseren Feinden, damit wir unsere Tage in Ruhe und Frieden verleben können. Durch die Verdienste unseres Heilandes Jesus Christus. Amen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

15. August – Hauskirche

Hervorgehoben

Familien- oder Hausandacht – Morgen und Abend

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Während der Ferienzeit wird der fortlaufende Abschnitt aus der Morgenlese – Lektionar AGB – benutzt: Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Gebet – Psalm 43 (klicken)


Schriftteil und Anstöße zur Lesung

Lesung: 5Mo/Deuteronomium 14 (klicken)

V 1+2 Kinder Gottes, Erwählte als Eigentum aus allen Völkern, sollen als heiliges Volk des Herrn leben. Deshalb folgen hier wichtige äußere Lebensregeln. Sein Volk soll seinen Körper nicht verunstalten, weil es im Bild Gottes geschaffen ist. Tätowierungen, selbst mit religiösen Symbolen versehen, sind nicht der Wille Gottes.

V 3-21 Weiter werden die Essensgewohnheiten des heiligen Volkes behandelt. Es sollen nur reine Tiere gegessen werden. Auch ist nicht ganz klar, ob dies aus religiösen oder nur aus hygienischen Gründen geschehen soll, möglich ist beides ausschlaggebend. Der Grund ist sicherlich, dass Gott nicht die Krankheiten Ägyptens auf sie legen möchte, dass es ein gesundes Volk sein soll. Dann aber auch als Abgrenzung zum Götzendienst Warum sollen sie kein Schwein essen? Das Schwein wurde in den umliegenden Religionen als Verkörperung einer Gottheit angesehen. Dies mag auch ein Grund für das Verbot von Schweinefleisch sein. Auch der Ritus, ein Böckchen in der Milch seiner Mutter zu kochen, ein ugaritischer Milchzauber als magische Verjüngungskur, ist für Gottes Volk tabu. Alle geheimnisvollen Vorgänge des Lebens hängen nicht mit den unbekannten Göttern, sondern mit dem Schöpfergott Jahwe zusammen. Auf ihn ist zu hören, um gesund und heilig zu bleiben.

22-29 Der Zehnte ist ein Akt der Dankbarkeit Gott gegenüber. Es ist die Anerkennung, dass aller Besitz Gabe Gottes ist (K 8,18). Jedes dritte Jahr aber sollte Israel einen extra zweiten Zehnten in die Lagerhäuser der Leviten bringen, die keine Ländereien besaßen. Er diente sozialen Zwecken, neben der Levitenversorgung wurde er auch den Witwen, Waisen, den Armen und den Fremdlingen gegeben.

Gott verheißt einen reichen Segen gerade für diejenigen, die reichlich und fröhlich ihren Zehnten bringen. Er fordert uns sogar heraus, ihn zu prüfen (Mal 3,8-10). Haben wir Gott bereits geprüft, ob er auch auf uns solch einen besonderen Segen herabschüttet?


Lesung– Joh 8,21-29 (klicken)

Ohne Erkenntnis vom erhöhten Herrn keine Sündenvergebung.

Im ersten Abschnitt des Kapitels 8 redet Jesus vom Licht der Welt (V12), und er sagt: „ICH BIN“ es – (griechisch: ego eimi). Nun in unserem jetzigen Abschnitt in V24 und 28 spricht er vom Erkennen, „ICH BIN“ es. Jesus gebraucht hier seinen göttlichen Namen, um seine wahre Identität zu offenbaren. Es ist die griechische Form des hebräischen Namens YAHWE, wo es in Exodus 3,14 heißt: Der ICH BIN hat mich zu euch gesandt. Diesen kann aber niemand erkennen, wenn man nur von der Erde stammt und irdisch gesinnt ist. Das sind die, die noch nicht von oben geboren oder noch nicht wiedergeboren sind. Das ist auch der Grund, warum die Menschen ihn hier schon wieder missverstehen. Und wenn sie in diesem nicht wiedergeborenen Zustand bleiben, werden sie unweigerlich in ihren Sünden sterben, ohne das ewige Leben zu erhalten. Doch wenn sie den großen ICH BIN erkennen, dass er der Messias und Menschensohn in der Autorität des Vaters gekommen ist, und er erhöht am Kreuz für ihre Sünden stirbt, dann werden sie nicht in ihren Sünden sterben, sondern das ewige Leben erhalten.

Sind wir dankbar und haben wir erkannt, dass der „ICH BIN“ für uns am Kreuz erhöht wurde und starb? Glauben wir so, wie die Menschen im nächsten V 30 an den Menschensohn und seine göttliche Identität? Dann werden wir nicht in unseren Sünden sterben, sondern durch Jesus die Auferstehung und das ewige Leben erhalten.

Abschlussgebet

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Morgendliches Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all’ unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.

Oder

Abendliches Gebet um Frieden

O Gott, von Dir kommt alles heilige Verlangen, jeder gute Rat