23. Dezember – Hauskirche

Hervorgehoben

Familien- oder Hausandacht – Morgen und Abend

Hinweis zur Kurzfassung – Das Allgemeine Gebetbuch – deutsch

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Nachfolgend eine Kurzauslegung zur Unterstützung der häuslichen Andacht und Pflege des geistlichen Lebens nach anglikanischer Tradition.

Die Gesamte Jahreslesung hier zum Downloadhttp://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

Einladung zu intensiven Studien am St. Benedikt Seminar:

Nächstes Online-Seminar-Wochenende am 15.-17. Januar: https://benediktseminar.org/


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

GebetPsalm 147 (klicken)

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Schriftteil und Anstöße zur Lesung

Lesung: 2Sam 21 (klicken)

Not, Schuld, Sühne und erneute Gnade für das Volk

David erfährt im Gebet vor Gott, dass die eingetretene große Hungersnot die Folge einer Versündigung Sauls ist. Die Gibeoniter, es sind Nichtisraeliten, hatten sich zur Zeit Josuas (K 9) durch List einen Vertrag des Friedens erschlichen. Später aber hatte Saul diesen Vertrag nicht eingehalten und sogar versucht, das unter ihnen wohnende fremde Volk auszurotten. Eine Sühne scheint aber durch materiellen Ausgleich nicht möglich zu sein. Deshalb gibt David nach und erlaubt, dass sieben leibliche Söhne Sauls getötet werden dürfen. Diese übergab er den Gibeonitern, verschonte aber wegen seines Versprechens an Jonathan dessen Sohn Mephiboschet.

Mit der Buße und Totenwache der Rizpa, Sauls Nebenfrau, über ihren Söhnen, endet die Sühnung. Die Schuld des Hauses Sauls wurde so gesühnt, und David lässt daraufhin alle Gebeine des Hauses Sauls in einer Erbgrabstätte beisetzen.

Oftmals geschieht es im Leben, dass man erst sehr spät ein hinterlassenes schwieriges Familienerbe entdeckt, dass im Zusammenleben mit den Nächsten oder der eigenen Familie als schwere Altlast auftritt. Wenn es jedoch Sünden der Väter bis ins dritte oder vierte Glied betreffen, wie es die Gebote ausdrücken, sollten wir wie David den Herrn um eine Antwort ersuchen. Schwere Belastungen sollten möglichst unter Beistand und Gebet eines erfahrenen Seelsorgers angegangen und gelöst werden, damit Gott der Person oder Familie wieder gnädig werden kann.


Lesung – Lu 24,3553 (klicken)

Die Auferstehung Jesu beweist die Erfüllung aller Schrift, dass die Sünden vergeben werden und alle Welt diese Botschaft erfassen soll.

Schon damals wurde in einigen Kreisen die leibliche Auferstehung Jesu in Frage gestellt. Christus war weder ein Geistwesen ohne Haut und Knochen, noch nahm er als Geist kurzzeitig Besitz im Körper eines anderen Menschen. Auch moderne theologische Auffassungen sind hier als Erklärung zurückzuweisen, dass z.B. Christus im Glaubensbekenntnis auferstehen würde, ähnlich wie es beim Lesen von Goethes Werken geschieht. Doch der handfeste Beweis seiner leiblichen Auferstehung besteht nicht nur im Sprechen Jesu, sondern beim Essen des Fisches und seiner Aufforderung ihn körperlich zu betasten. Mit dieser großen tastbaren Freude geht das Evangelium nicht zu Ende. Dieses Ereignis zielt hier auf den Auftrag der Jünger: Die Erfüllung und der Zweck des ins Menschsein kommenden Gottessohnes (Inkarnation), von der Geburt bis zur Auferstehung, soll aller Welt durch diese Zeugen vollmächtig verkündet werden: Es ist der Auftrag die Buße (Sinnesänderung) zur Vergebung der Sünden weltweit zu verkündigen. Und diese Vergebung geschieht nur durch den auferstanden Herrn Jesu. Diese Botschaft zu verstehen und beständig weiterzusagen liegt in der Verantwortung jedes Christen und ordinierten Geistlichen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

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Abschlussgebet

Morgendliches Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all’ unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.

Oder

Abendliches Gebet um Frieden

O Gott, von Dir kommt alles heilige Verlangen, jeder gute Rat und jede gerechte Tat. Gib uns, Deinen Dienern, den Frieden, den die Welt nicht geben kann, damit unsere Herzen willig sind, Deinen Geboten zu folgen. Befreie uns von der Furcht vor unseren Feinden, damit wir unsere Tage in Ruhe und Frieden verleben können. Durch die Verdienste unseres Heilandes Jesus Christus. Amen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen:

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

22. Dezember – Hauskirche

Hervorgehoben

Familien- oder Hausandacht – Morgen und Abend

Hinweis zur Kurzfassung – Das Allgemeine Gebetbuch – deutsch

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Nachfolgend eine Kurzauslegung zur Unterstützung der häuslichen Andacht und Pflege des geistlichen Lebens nach anglikanischer Tradition.

Die Gesamte Jahreslesung hier zum Downloadhttp://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

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Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

GebetPsalm 146 (klicken)

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Schriftteil und Anstöße zur Lesung

Lesung: 2Sam 20 (klicken)

Belagerung durch Herausgabe der Verräter aufgehoben

V 14-22. Joab, der rigoros handelnd wieder zum Heerführer aufgestiegen ist, greift einen Ort an, der es wagt, einen Verräter zu beherbergen. Die Stadt wird solange belagert, bis sie den Rebellen herausgibt, aber durch einen weisen Rat vor der Zerstörung bewahrt wird.

Eine zurückhaltende und kluge Frau stellt Joab durch Weisheitsrede und umsichtige Führung zufrieden und rettete so eine Stadt, eine Mutter in Israel. Wir erkennen, dass Weisheit nicht auf soziale Stellung, Anerkennung oder Geschlecht allein beschränkt ist. Sie besteht auch nicht aus großem Wissen, aber sie versteht bei plötzlich aufgetretene Problemen, richtig zu handeln und sie zu lösen.

Viel Streit und Unheil würde auch heute noch verhindert werden, wenn Konfliktparteien in Gesellschaft und Kirche rechtzeitig versuchen würden miteinander zu sprechen, um sich zu verstehen. Was ist die einzige Bedingung für den Frieden einer „Stadt“ wie dieser? Es ist die Übergabe des Verräters aus ihrer Mitte.

So geschieht dies ähnlich auch im Umgang mit unserer Seele, wenn diese bedrängt und eingeschlossen ist. Die noch innenwohnende Sünde ist der Verräter, die gefrönte und versteckte Lust ist ein Rebell gegen Christus. Trennen wir uns doch von dem inneren Verrat an Christus, werfen wir unsere Übertretungen heraus über die Mauern unseres Fleisches weg, trennen wir uns doch von innerer Rebellion. Erst dann wird alles wieder gut. Denken wir daran, es gibt keinen inneren Frieden, wenn wir nicht den Rebell der Sünde aus unserem Leben entfernen und ausliefern.

V 23-26.Nach der Beendigung des Aufstandes und des Durcheinanders im Land geht es um die Restaurierung und die Organisierung von Davids Hof.

Es ist immer gut nach einer Trennung von unguten Menschen, dass fähige Menschen ernannt werden, um für die öffentliche Ordnung in der Gesellschaft und für die öffentlichen Aufgaben zu sorgen. Wollen auch wir versuchen, unsere NT Bundes-Pflichten als treue Diener unseres Königs Jesu zu erfüllen.

Bild am Eingang der Christuskapelle

Lesung – Lu 24,13-35 (klicken)

Den Herrn erkennen beim Schriftöffnen und Brotbrechen.

Nach der Auferstehung sind die Jünger allein auf dem Weg nach Emmaus, der 12 km von Jerusalem entfernt liegt. Alleingelassen auf dem Weg sind sie jedoch blind und ratlos. Erst mit dem Zusammentreffen mit Jesus, der ihnen von vorn bis hinten die Schrift des Alten Testaments, die von ihm spricht, öffnet, wird ihr Herz erweckt, und so kommt es bei ihnen zum Herzensbrennen und echten Verstehen. Doch das wirkliche Erkennen des auferstanden und göttlichen Herrn geschieht doch erst beim Brechen des Brotes in der Mahlszene. Erst dann erkennen sie ihn in seiner voller Größe. „Es ist der Herr!“

Darum ist es für die christliche Gemeinde immer wieder wichtig, den Herrn in der Schrift zu suchen, ihn zu bitten zu kommen und zu bleiben und mit ihr das Brot des Lebens zu brechen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

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Morgendliches Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all’ unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.

Oder

Abendliches Gebet um Frieden

O Gott, von Dir kommt alles heilige Verlangen, jeder gute Rat und jede gerechte Tat. Gib uns, Deinen Dienern, den Frieden, den die Welt nicht geben kann, damit unsere Herzen willig sind, Deinen Geboten zu folgen. Befreie uns von der Furcht vor unseren Feinden, damit wir unsere Tage in Ruhe und Frieden verleben können. Durch die Verdienste unseres Heilandes Jesus Christus. Amen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen:

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

21. Dezember – Hauskirche

Hervorgehoben

Familien- oder Hausandacht – Morgen und Abend

Hinweis zur Kurzfassung – Das Allgemeine Gebetbuch – deutsch

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Nachfolgend eine Kurzauslegung zur Unterstützung der häuslichen Andacht und Pflege des geistlichen Lebens nach anglikanischer Tradition.

Die Gesamte Jahreslesung hier zum Downloadhttp://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

Einladung zu intensiven Studien am St. Benedikt Seminar:

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Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

GebetPsalm 27 (klicken)

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Schriftteil und Anstöße zur Lesung (Apostel Thomas-Tag)

Lesung: Hebr 10,35-39    &   11,1 (klicken)

Der Glaube der Glaubensvorbilder zeigt sich im Durchhalten

V 36. Die Leser dieses Abschnittes wurden informiert, dass es notwendig ist, durchzuhalten und nicht aufzugeben. Als ein Mittel dafür wird der Glaube der nachfolgenden AT Personen als Vorbild empfohlen (V 39+38). Was aber ist der Glaube, der durchhält? Aus diesem Grund beschreibt der Autor (altkirchlich: Paulus an die Jerusalemer Gemeinde) was biblischer Glaube ist. Er ist keine Theorie, sondern eine Lebensweise, die bei vielen AT Gläubigen zu finden ist. Ihnen sollten die NT Gläubigen folgen, die auch im Glauben durchhalten. Was aber bei allen scheinbar gemein ist,  die Auswirkung des Glaubens, finden wir im nachfolgenden Kapitel 11. Alle die früheren Gläubigen hätten gute Gründe gehabt, nicht im Glauben durchzuhalten. Aber keiner von ihnen ist zu einen Leben zurückzukehrt, das er vor seiner persönlichen Begegnung mit Gott hatte (K 11,15).

Dies sollten wir uns als christusgläubige Menschen, besonders in schwierigen und beengten Lebenslagen, immer wieder vor Augen halten.

<a href="http://Joachim Schäfer – <a href="www.heiligenlexikon.de">Ökumenisches Heiligenlexikon</a>" data-type="URL" data-id="Joachim Schäfer – <a href="www.heiligenlexikon.de">Ökumenisches HeiligenlexikonHeiligen Lexikon

Lesung – Joh 20,24-31 (klicken)

Die Worte des Auferstandenen begründen den wahren Glauben

Der Apostel Thomas, besser bekannt als der ungläubige Thomas, der Intellektuelle, der empirische Beweise für die Auferstehung Jesus forderte, wird uns an diesem Apostelgedenktag (21.12) vorgestellt. Er selbst kämpfte um den wahren Glauben. Bereits in Kap 11,15-16 wird er als unverständig und ungläubig vorgestellt. Die Voraussetzung zum Glauben ist aber nicht das Sehen und Betasten der Leidensnarben an den Händen oder der Seite des Herrn, sondern Jesus Stimme als den Auferstandenen zu hören, der zwar seinem intellektuellen Wunsch der Berührung entgegenkommen will, aber dies findet dann nicht statt. Die Erkenntnis des auferstandenen, lebendigen Herrn, ohne seine Narben sehen und anfassen zu müssen, führt ihn zum wahren Glauben, dass der Auferstandene derselbe ist wie der Gekreuzigte. Diese erfahrene Glaubensgrundlage führt ihn zu seinem Glaubensbekenntnis über Jesus: Mein Herr und mein Gott! Ist dies auch unser Glaubensbekenntnis?

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Anglikanisches Gebet zum Gedenktag (21.12) des Apostels Thomas

Allmächtiger und ewig lebender Gott. Du hast zur größeren Befestigung seines Glaubens zugelassen, dass Dein heiliger Apostel Thomas an der Auferstehung Deines Sohnes zweifelte. Verleihe, dass wir so vollkommen und ohne Zweifel an Deinen Sohn glauben, damit unser Glaube vor Deinem Angesicht niemals getadelt wird. Erhöre uns, o Herr, durch denselben Jesus Christus, dem mit Dir und dem Heiligen Geist alle Ehre und Herrlichkeit gebührt, jetzt und allezeit und in Ewigkeit.  Amen.

Zum Weiterstudium Apostel Thomas Gedenktag:    <–(klicken)

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Morgendliches Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all’ unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.

Oder

Abendliches Gebet um Frieden

O Gott, von Dir kommt alles heilige Verlangen, jeder gute Rat und jede gerechte Tat. Gib uns, Deinen Dienern, den Frieden, den die Welt nicht geben kann, damit unsere Herzen willig sind, Deinen Geboten zu folgen. Befreie uns von der Furcht vor unseren Feinden, damit wir unsere Tage in Ruhe und Frieden verleben können. Durch die Verdienste unseres Heilandes Jesus Christus. Amen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen:

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

19. Dezember – Hauskirche

Hervorgehoben

Familien- oder Hausandacht – Morgen und Abend

Hinweis zur Kurzfassung – Das Allgemeine Gebetbuch – deutsch

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Nachfolgend eine Kurzauslegung zur Unterstützung der häuslichen Andacht und Pflege des geistlichen Lebens nach anglikanischer Tradition.

Die Gesamte Jahreslesung hier zum Downloadhttp://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

Einladung zu intensiven Studien am St. Benedikt Seminar:

Nächstes Online-Seminar-Wochenende am 15.-17. Januar: https://benediktseminar.org/


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

GebetPsalm 144 (klicken)

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Schriftteil und Anstöße zur Lesung

Lesung: 2. Samuel 19 (klicken)

Trauer um Verlust oder Freude über Sieg?

Trauer, dem Trauer gebührt, Sieg, dem Sieg gebührt. Einesteils verstehen und durchleben wir hier mit David die Trauerphase um seinen Sohn, andererseits retten kampferprobte Resttruppe König David vor dem Mordversuch Absaloms an seinem Vater. Soll man sich mit dem Volk und der Truppe nun über den erkämpfen Sieg freuen und ihn feiern oder sich den privaten Emotionen des Königs anschließen und für eine Zeit die Fahnen auf Halbmast stellen und trauern? David hatte ähnliche Gefühlsäußerungen beim Tod von Saul und geliebten Freund Jonathan gezeigt. Aber was ist jetzt gefragt.

Joab als Heerführer weist David zurecht, dass er das Landes- und Heereswohl vor sein Innenwohl und Leid stellen müsse. Es kann nicht sein, dass wegen seiner persönlichen Trauer das ganze Land in erneutes Chaos gestürzt wird. David erkennt seinen Fehler und stellt schweren Herzens das Staatswohl an erste Stelle, die zwei auseinander triftenden Teile Israels und die siegreiche Truppe wieder an seine Königsberufung zu binden und sie erneut zu vereinen. Solch eine Entscheidung fordert jedoch die schnelle Zurückstellung des eigenen Leides.

Wir lernen, dass jeder Mensch seine Berufung in Gottes Reich zu wirken, besonders in schwierigen persönlichen Situationen, neu überschlagen und befestigen muss. Er darf sich nicht von seiner persönlichen Situation und deren Problemen bestimmen zu lassen, seinen Auftrag für die ihm anvertrauten Menschen zu vernachlässigen. Gerade darin liegt die Verantwortung für Christen und Geistliche, das Gemeinde- und Kirchenwohl über das Eigenwohl und die Eigenempfindlichkeit zu stellen.

Einerseits können wir Davids Haltung auch theologisch übertragen, wie wir bei ähnlichen Angriffen persönlich regieren sollen. Wir sollen einmal unsere Feinde lieben, aber auch für die Brüder unser Leben wie Christus hingeben und uns für sie aufopfern. Weiter erkennen wir in der Aussage: Wäre ich doch für dich gestorben! den größeren David, nämlich Jesus, der dann im Neuen Testament dies für alle Welt tut. Er stirb stellvertretend tatsächlich am Kreuz für unsere Schuld und Sünde, damit wir durch den Glauben an ihn ewig leben können.


Lesung – Lukas 23,44-55 (klicken)

Der Gerechte stirbt, Gerechte und Verantwortliche handeln.

Jesus stirbt, gibt sein Leben hin für viele und seinen Geist in die Obhut seines Vaters. Dies erkennen viele Zuschauer und werden deshalb tief bewegt, dass sie reuevoll an ihre eigene Brust schlagen. Dies drückt fast eine nationale Buße aus, denn zuvor hatten doch alle in den Ruf eingestimmt: Kreuzig ihn. Dieses Klopfen an ihr Herz drückt ihre Bußhaltung aus: Meine Schuld und unsere Schuld! – Auch der für die Kreuzigung verantwortliche römische Offizier ist tief beeindruckt. Das zeigt seine Reaktion, indem er dem Gekreuzigten ein öffentliches Zeugnis ausstellt: In Mk 15,39 und Mt 27,54 sagt er: Dieser ist wahrhaft Gottes Sohn gewesen. Doch hier bei Lukas betont er aufrichtig: Wirklich, dieser Mensch war ein Gerechter. Als dritte Gruppe beobachten auch Jesus Freunde und Bekannte diesen Ablauf und erkennen die Bedeutung für sie von ferne.

Es gab aber einen Mann, der bald verantwortungsvoll nach dem Tod des gerechten Messias handelte. Dieser stellte sein eigenes, nichtbenutztes Grab Jesus gleich zur Verfügung. Dieser Joseph, aus der Stadt Arimathäa, wird als fromm und gerecht vor Gott bezeichnet, weil er als Mitglied des Gerichts entgegen allen anderen gegen Jesu Tod gestimmt hatte. Er glaubte, wie auch Nikodemus, an Jesus. Weiter gibt es dann noch die verantwortungsbewussten Jüngerinnen um Jesus, die gleich nach dem Sabbath planten, die ehrende Salbung an Jesus durchzuführen. Auch sie zählen zu den Gerechten, die nach dem Tod Jesu im Glauben handelten.

Wie ist unsere Reaktion auf den Tod Jesu? Kommt es zu einer umfassenden Sinnesänderung über unsere ungerechte Haltung gegen den gerechten und gekreuzigten Jesus? Haben wir Jesus als Gerechten und Gottessohn wie der Offizier erkannt und bekennen wir uns zu ihm? Dann aber über das Bekenntnis hinaus, sind wir aufgrund des Todes Jesu bereit, zu handeln, seinen Tod zu ehren und ihm einen ehrenvollen Platz in unserem Leben zu geben? Joseph und die Jüngerinnen sind uns ein Vorbild, nicht im Selbstmitleid und eigener Trauer stehenzubleiben, sondern zum befreienden Handeln zu kommen.

Abschlussgebet

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Morgendliches Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all’ unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.

Oder

Abendliches Gebet um Frieden

O Gott, von Dir kommt alles heilige Verlangen, jeder gute Rat und jede gerechte Tat. Gib uns, Deinen Dienern, den Frieden, den die Welt nicht geben kann, damit unsere Herzen willig sind, Deinen Geboten zu folgen. Befreie uns von der Furcht vor unseren Feinden, damit wir unsere Tage in Ruhe und Frieden verleben können. Durch die Verdienste unseres Heilandes Jesus Christus. Amen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen:

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

18. Dezember – Hauskirche

Hervorgehoben

Familien- oder Hausandacht – Morgen und Abend

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Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Nachfolgend eine Kurzauslegung zur Unterstützung der häuslichen Andacht und Pflege des geistlichen Lebens nach anglikanischer Tradition.

Die Gesamte Jahreslesung hier zum Downloadhttp://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

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Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

GebetPsalm 141 (klicken)

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Schriftteil und Anstöße zur Lesung

Lesung: 2. Samuel 18 (klicken)

Guter Bote, gute Nachricht? Oder erfüllte Gerichtsbotschaft?

Die durch Absaloms Berater Huschai (in Jerusalem) gewonnene Zeit – zur Sammlung und Aufstellung der Soldaten Davids jenseits des Jordans – von nur einem Tag, reichte aus, um eine schlagkräftige Truppe mit drei Heereshaufen aufzustellen und gegen Absalom und dessen Heer kämpfen zu können. Als die Heere aufeinandertreffen, kommt in der Waldschlacht Absalom im Dickicht des Waldes jämmerlich um. Sein von allen bewundertes langes, lockiges Haar hatte sich an den Eichen-Ästen so verfangen, dass er zwischen Himmel und Erde hängen blieb, sein Maultier entkam, und er dabei von Davids Heerführer Joab und dessen Knappen erschlagen wurde.

Bei unserer heutigen Betrachtung erkennen wir zwei Themen, die auf Aussagen Gottes beruhen.

1. Du sollst Vater und Mutter ehren, auf dass du lange lebst im Lande. Absaloms Plan war es, seinen Vater zu töten. Dieser Plan wurde vom Himmel durchkreuzt, und er wurde zwischen Himmel und Erde hängend getötet. Auf Verunehrung des Vaters folgt die Antwort Gottes eines kurzen Lebens. Hatte Absalom dieses Ende nicht schon vorgeahnt? Denn er hatte bereits vorausplanend zu Lebzeiten sein eigenen Denkmal erschaffen (V 18). Wahrscheinlich waren seine eigenen drei Söhne bereits verstorben. Seine Dynastie hatte keinen Fortbestand. Wir lernen von diesem tragischen Leben dies. Wer im Leben zuerst nach seinem eigenen Reich und der Aufrichtung seines eigenen Denkmahls trachtet (vergl. Mt. 6,33), über dessen Leben wird, wie hier verdeutlicht, nur ein großer Steinhaufen am Ende aufgehäuft werden und übrigbleiben. Damit wird ausgesagt, dass Absalom den Tod eines Verbrechers gestorben ist. (vergl. Jos 7,26; 8,29)

2. Weiter trifft an dieser Stelle die Aussage Gottes durch den Propheten Nathan auch als Gericht über David ein. Weil David den Uria, den Mann seiner jetzigen Frau Bathseba, hatte umbringen lassen, deshalb erfüllt sich erst nach vielen Jahren das Wort Nathans: So soll von deinem Haus das Schwert nimmermehr lassen (2Sam 12,10).

Gute Botschaft, schlechte Botschaft? Joab wusste um die Bedeutung der Botschaft, die er David senden wollte. Jede äußere Form bestimmt auch den Inhalt einer Botschaft. (Z.B. unterstützt oder zerstört auch eine Predigt- oder Gottesdienstform den wichtigen Inhalt, der verstanden werden soll). Würden jetzt mehrere Läufer geschickt, würde es aussehen als würden diese vom Kampffeld fliehen. Würde jedoch ein dunkelhäutiger Läufer ankommen, würde man eine dunkle Botschaft vermuten. Deshalb wollte Joab sicherlich nicht Ahimaaz, den hellhäutigen Priestersohn, sondern den dunkelhäutigen Äthiopier mit der für David schlechten Nachricht schicken. Wir merken, als David einen Läufer nach dem anderen erkennt, dass er von beiden eine gute Nachricht aus seiner Sicht erwartete. Dies war jedoch falsch. Es war zwar für Joab, für das Land und das Volk Israel eine gute Nachricht, dass Absalom tot sei und das priesterliche Königreich weiter besteht, aber für David war es die Todesnachricht über seinen empörenden, aber emotional geliebten Sohn. David versuchte anfänglich aus der äußeren Form der Botschafter eine gute Nachricht herauszulesen. Doch dem war nicht so.

Auch wir müssen achtsam sein, dass uns nicht Die Welt des positiven Denkens (wie z. B. Dale Carnegie, Robert Schuller, etc., lehren) bestimmt, sondern die Gerechtigkeit Gottes und sein Heil uns leitet. Denn von hier aus können wir unsere Situation und die unsere Welt recht interpretieren. Ansonsten stehen wir in der Gefahr, die Realität unseres Lebens zu bunt zu malen, obwohl sie äußerst schwarz ist. Doch die Gute Botschaft lautet bereits im Alten Testament so, wie sie immer an einem anglikanischen Apostel-Gedenktag angekündigt wird: Wie willkommen sind auf den Bergen die Schritte des Freudenboten, der Frieden ankündigt, der eine frohe Botschaft bringt und Heil verheißt, der zu Zion sagt: Dein Gott ist König. (Jes 52,7-10).


Lesung – Lukas 23,26-43(klicken)

Das Kreuz nachtragen oder am Kreuz hängen

Das Bild des Simon von Kyrene lässt in uns an Jesu Ermahnung erinnern, dass wir sein Kreuz auf uns nehmen und als unser eigenes Kreuz Jesus nachtragen sollen. Jesus sorgt sich hier trotz eigener Not um die klagenden Frauen Jerusalems. Er gibt durch das schwer zu verstehende Sprichwort zu bedenken, wie sein junges Leben jetzt durch den baldigen Tod bedroht ist, er weist darauf hin, dass auch das alte Jerusalem in Zukunft von Zerstörung und Auslöschung bedroht sein wird (V 31).

Das Bild, das zwei zur Rechten und Linken des Herrn hängenden Menschen zeigt, ist ein Abbild, das der gesamten Menschheit gilt. Die Botschaft ist, dass der Erlöser in der Mitte hängt und die Erlösung der Menschheit um ihn herum anbietet. Erkennen diese Ihn, und nehmen sie diese Botschaft an? Die Soldaten verspotten ihn am Kreuz, der eine, bald sterbende Übeltäter, stimmt mit in die Verspottung ein. Diese alle entscheiden sich gegen Jesus und seine Erlösung, ohne Hoffnung auf ein endzeitliches Paradies. Doch der andere Verbrecher, der weist seinen Kameraden offen zurecht, und er beschreibt sein Erlösungsbedürftigkeit so: Wir sind zurecht verurteilt für unsere Taten und schuldig. Er bekennt sich selbst als schuldig, Christus dagegen als den Unschuldigen. Und dann bittet er (unterwürfig: gedenke an mich Herr …), dass er doch Anteil am Paradies des Reiches Gottes erhält. Diese Entscheidung und Bitte nimmt Jesus dort am Kreuz an und besiegelt sie mit seiner Zusage.

Alle Menschen stehen mit Geburt und Eintreten in die Welt vor der Entscheidung wie diese beiden Männer: Entweder Jesus abzulehnen und zu verspotten oder ihre eigene Schuldhaftigkeit anzuerkennen. Wenn sie aber Jesus annehmen und ihn um den Miteintritt in das himmlische Paradies bitten, dann beginnt die Aufnahme ins Paradies. Mit welchem der beiden identifizierst du dich? Was war oder ist deine Entscheidung?

Abschlussgebet

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Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all’ unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.

Oder

Abendliches Gebet um Frieden

O Gott, von Dir kommt alles heilige Verlangen, jeder gute Rat und jede gerechte Tat. Gib uns, Deinen Dienern, den Frieden, den die Welt nicht geben kann, damit unsere Herzen willig sind, Deinen Geboten zu folgen. Befreie uns von der Furcht vor unseren Feinden, damit wir unsere Tage in Ruhe und Frieden verleben können. Durch die Verdienste unseres Heilandes Jesus Christus. Amen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen:

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

17. Dezember – Hauskirche

Hervorgehoben

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Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Nachfolgend eine Kurzauslegung zur Unterstützung der häuslichen Andacht und Pflege des geistlichen Lebens nach anglikanischer Tradition.

Die Gesamte Jahreslesung hier zum Downloadhttp://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

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Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

GebetPsalm 141+  –Psalm 142(klicken)

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Schriftteil und Anstöße zur Lesung

Lesung: 2. Samuel 17 (klicken)

Rat zum Heil oder Unheil

In die Wirrnis dieser Zeit, fahre Strahl der Ewigkeit. So beschreibt ein Lied den Weg für Gottes Kämpfer zur Gottesstadt. – In dieses Durcheinander nimmt uns das Kapitel mitten hinein. Durch Vorsehung Gottes und Vertrauen Davids kommt es im Königspalast zur Abwägung und Entscheidung über zwei gegensätzliche Strategien. Der Topratgeber Ahitofel will sofort eine Truppe hinter David herschicken, bei seiner Flucht überraschen. Das gefällt den Ältesten. Der Rat des zweiten Mannes, Huschai, scheint nachhaltiger und erfolgreicher zu sein. Absalom mit dem allgemeinen Volk entscheidet sich aber für die zweite Option, um mit dem gesamten Militär David sicher zu vernichten. Mit der Annahme dieses Rates verschafft Huschai David und seinem Trupp einen ganzen Tag Vorsprung und die Sicherheit dem Heer zu entkommen. All dies sieht sich wie ein Puzzle- und Glücksspiel der Umstände des Lebens an. Doch wie sich die Geschichte entwickelt und endet, erkennen wir die gute Hand Gottes. Das biblische Zeugnis spricht bereits hier vom unsichtbaren Rat Gottes zum Heil für David: So schickte es der HERR, dass der kluge Rat Ahitofels verworfen wurde, damit der HERR Unheil über Absalom brächte (V 14).Dies alles geschieht aber nach Gottes Willen und gemäß Davids Gebet. Herr mache den Rat Ahitofels zur Torheit.

Auch wir können in den Wirrnissen unserer Zeit (ob Umwelt oder Innenwelt) weiter auf Gottes Verheißung setzen und auf unser Gebet zu ihm. Selbst wenn wir nur von einen Tag zum anderen – je nach menschlicher Sicht – unser Leben gestalten können, dürfen wir wissen, dass alles Geschehen nach Gottes Willen abläuft und uns schlussendlich zum Heil dient.

Lesung Lukas 23,13-25(klicken)

Staatlich freigesprochen – doch Volk fordert Tod – was ist Gottes Wille?

Volk fordert Kreuzigung

Gottes Ratschluss kommt nicht nur durch seine Gläubigen, sondern auch durch seine Feinde zustande. Hier benutzt Gott zwei ehemalige Feinde der Obrigkeit, um seinen Plan durchzuführen. Obwohl beide Richter auf Freispruch entscheiden, wird das durch religiöse Hetze aufgebrachte Volk durch letztendliches Nachgegeben, deren Willen ausgeführt, Jesus der scheußlichsten Hinrichtung zum Tode zu übergeben. Trotz des Freispruchs beider wird jedoch nach Apostelgeschichte 4,25-28 angedeutet, dass Pilatus und Herodes (Ps 2,1+2) als Feinde Gottes zusammen mit dem Volk bezeichnet werden.

Unbegreiflicherweise kommt aber gerade so Gottes ewiger Ratschluss in den zeitlichen Wirren der Menschen doch so zum Heil für uns am Kreuz zum Abschluss und auch zum Heil für alle, die den stellvertretenden Kreuzestod für sich im Glauben annehmen.

Abschlussgebet

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Morgendliches Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all’ unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.

Oder

Abendliches Gebet um Frieden

O Gott, von Dir kommt alles heilige Verlangen, jeder gute Rat und jede gerechte Tat. Gib uns, Deinen Dienern, den Frieden, den die Welt nicht geben kann, damit unsere Herzen willig sind, Deinen Geboten zu folgen. Befreie uns von der Furcht vor unseren Feinden, damit wir unsere Tage in Ruhe und Frieden verleben können. Durch die Verdienste unseres Heilandes Jesus Christus. Amen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen:

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

16. Dezember – Hauskirche

Hervorgehoben

Familien- oder Hausandacht – Morgen und Abend

Hinweis zur Kurzfassung – Das Allgemeine Gebetbuch – deutsch

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Nachfolgend eine Kurzauslegung zur Unterstützung der häuslichen Andacht und Pflege des geistlichen Lebens nach anglikanischer Tradition.

Die Gesamte Jahreslesung hier zum Downloadhttp://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

Einladung zu intensiven Studien am St. Benedikt Seminar:

Nächstes Onlinewochenende / Webinar 15.-17. Januar: https://benediktseminar.org/


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

GebetPsalm 140 – (klicken)


Schriftteil und Anstöße zur Lesung

Lesung: 2. Samuel 16 (klicken)

Den roten Faden des Lebens erkennen

Wenn zwei sich streiten, freut sich der Dritte. So ein bekanntes Sprichwort. Dass andere auch von Streit profitieren wollen, das gab es schon immer. Vermutlich hat deshalb Mephiboscheth, der körperlich behinderte Sohn Jonathans, sich nach Jerusalem begeben, um nach den Kämpfen zwischen Sohn und Vater (und deren Tod?) die alte Dynastie als einziger Erbe doch noch anzutreten (K 9). So wenigsten hört sich hier die Geschichte seines Gutsverwalter Ziba, eines Opportunisten, an. Er biedert sich dem flüchtenden David mit Verpflegung und Geschenken an und bezichtigt seinen Herrn als Verräter an David. David hinterfragt die ganze Sache. Aber am Ende stellt es sich heraus, dass Ziba um seines Vorteils willen gelogen hat (19,24-30). Beobachten wir, ob Menschen sich um ihres Vorteils willen in Kirche und Mission engagieren oder uneigennützig Gottes willen folgen.

Ein weiterer Zwischenfall auf der Flucht, mit dem David konfrontiert wird, ist der fluchende Simei, einer aus der Verwandtschaft Sauls, der David als Blutmensch bezeichnet. Vielleicht meint er, wie andere, dass Sauls Tod und der seiner Söhne im Krieg mit Davids Steuerung im Hintergrund zu tun hatte. Davids anwesende Helden wollten ihn daraufhin gleich köpfen. Doch David bleibt ruhig und vertraut auf die Führung Gottes und an seine Vorherbestimmung. Wenn er sich schon nicht an seinem Feind Saul gerächt hatte, wieviel mehr sollte er es hier gegen einen seiner feindlichen Verwandten tun? Denn wenn diese Schimpfworte zur Prüfung seines Lebens von Gott geschickt sind, dann wolle er dies hinnehmen und ertragen. Auch wir werden durch falsche oder richtige Vorwürfe aus christlicher oder nichtchristlicher Umgebung geprüft. Bleiben wir darin gelassen und hören aus solchen Vorwürfen heraus, was uns Gott damit sagen möchte?

Selbstinthronisation

Die schlimmste Denunzierung aber, die David zum Schluss erfährt und bei der Thronbesteigung Absaloms geschieht, ist die öffentliche Vergewaltigung seiner zurückgelassenen Nebenfrauen. Dieser Akt Absaloms folgt dem Rat des Königsberaters Ahitophels, um das Zerwürfnis mit David als endgültig zu deklarieren und gleichzeitig mit der Übernahme der Frauen Davids den Antritt seiner Königsrechte zu demonstrieren. Ob diese Ratschläge Ahitophels wirklich als Gottesantwort bestätigt werden, das wird sich in der Geschichte Absaloms und Davids noch zeigen.

Wichtig erscheint uns in dieser tiefsten Staats- und Königskrise Israels, dass David zurückhaltend und abwartend in den drei Begebenheiten (V 3,8 +18) den Ratschluss Gottes erkennen möchte. Steht Gott noch zu seinem Bund mit ihm trotz seiner vergangenen Verfehlungen, und was soll er aus dieser Lebenskrise für sich jetzt lernen? David wird im weiteren Verlauf tatsächlich erkennen, dass seine Erwählung immer noch gültig ist, aber auch, dass diese Fluchterfahrungen mit der vorherbestimmten Strafe zu tun hat, die ihm Gott durch Nathan damals angekündigt hatte (2Sam 11,11-12).

Wollen auch wir in unseren gegenwärtigen Krisen oder schwierigen Umständen für uns den roten Faden des Ratschlusses und der Vorherbestimmung Gottes erkennen, der uns erwählt hat, ob er uns gerade prüft, tadelt oder auch liebend straft.

Lesung Lukas 23,1-12(klicken)

Jesus als unschuldig und mit Königswürde bestätigt

Drei Anklagen werden von den Juden vor Pilatus gegen Jesus eingebracht. 1. Volksverhetzung, 2. Steuerverweigerung gegenüber Rom und 3. Königsambitionen. Während Jesus dem Römer Pilatus nur auf die dritte Frage antwortet, dass er durch seine Auferstehung von den Toten von Gott zu einem göttlichen Reich inthronisiert werde (22,69), schweigt Jesus bei der Befragung durch den jüdischen König Herodes Antipas vollkommen. Beide Herrscher bezeugen aber, dass Jesus unschuldig ist. Aber Herodes und die jüdischen Soldaten verspottet Jesus. Das weiße Gewand hier verdeutlich einerseits Jesu Unschuld und andererseits die ihm zustehende Königswürde. Obwohl beide Vertreter des Rechts und der Obrigkeit ihn als unschuldig proklamieren, folgt daraus keine Entscheidung, im nachzufolgen.

Mit dieser Darstellung über Jesus werden wir als vor Gott Schuldige mit dem vollkommenen Unschuldigen und Reinen konfrontiert. Aber durch den Glauben an ihn wird unsere Schuld ganz vergeben, wir werden rein. Wir entscheiden uns aber anders als Pilatus und Herodes, fortan unserem himmlischen König zu folgen.

Abschlussgebet

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Morgendliches Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all’ unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.

Oder

Abendliches Gebet um Frieden

O Gott, von Dir kommt alles heilige Verlangen, jeder gute Rat und jede gerechte Tat. Gib uns, Deinen Dienern, den Frieden, den die Welt nicht geben kann, damit unsere Herzen willig sind, Deinen Geboten zu folgen. Befreie uns von der Furcht vor unseren Feinden, damit wir unsere Tage in Ruhe und Frieden verleben können. Durch die Verdienste unseres Heilandes Jesus Christus. Amen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen:

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

15. Dezember – Hauskirche

Hervorgehoben

Familien- oder Hausandacht – Morgen und Abend

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Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Nachfolgend eine Kurzauslegung zur Unterstützung der häuslichen Andacht und Pflege des geistlichen Lebens nach anglikanischer Tradition.

Die Gesamte Jahreslesung hier zum Downloadhttp://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

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Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

GebetPsalm 139,17-32 – (klicken)


Schriftteil und Anstöße zur Lesung

Lesung: 2. Samuel 15 (klicken)

Auf der Flucht, aber mit Gott!

Absalom hatte einmal einen Fehler bei der spontanen Rache und Ermordung seines Halbruders gemacht. Diesen Fehler wollte er nicht bei der Entthronung seines Vaters David wiederholen. Deshalb baute er vier Jahre lang sein geheimes Netzwerk auf, redet den Menschen aus dem Norden und Süden, die zur Rechtsprechung nach Jerusalem kommen, heimlich ins Ohr, für ihn als obersten Richter zu stimmen. Damit meinte er gleichzeitig, ihn als König und obersten Rechtsprecher zu unterstützen. Weiter förderte er beständig die Kritik an der Rechtsprechung und der Regierung Davids und unterhöhlte dadurch dessen Vertrauen in ganz Israel. Dieser böse Sauerteig gärte und schien jetzt aufzugehen. Selbst David ahnte nichts davon, als Absalom ihm vorlog, einen Gottesdienst mit Gelübde und Opfer in der Hebron zu feiern.

In Hebron befand sich eine Art Nationalgedenkstätte, wo Abraham und Sara begraben waren, wo auch David zum König gesalbt wurde. Alles war für die Unterstützung, Salbung und Ausrufung Absaloms geheim vor David bis in Detail durchgeplant worden. Wahrscheinlich hatte Absalom auch die Unterstützung des ganzen Heeres, sowie des Nord- und Südreiches, die in seine Krönung geheim mit einbezogen waren. Doch nur die Stadt Jerusalem, Davids Stadt, blieb ahnungslos außen vor. Und als David von dem Umsturz erfuhr, er diese Stadt in der Mitte des Reiches vor Leid und Zerstörung bewahren wollte, zog David es vor, mit seinen ergebenen 600 Helden über den Bach Kidron hinweg die Flucht gemeinsam mit seinen übrigen Streitern und Familien anzutreten.

David vertraute der Barmherzigkeit Gottes und weil er in dessen Bund stand, dass er nicht gegen seine eigenen Sohn kämpfen bräuchte, noch Jerusalem verteidigen zu müssen. Er kämpfte früher nicht gegen Saul, und er würde jetzt auch nicht gegen seinen eigenen Sohn kämpfen. Sondern er vertraute Gott. Der würde weiter mit ihm sein, ihm Gnade schenken und ihn durch seine Gnade wieder zurückbringen. Deshalb brauchte und wollte er nicht kämpfen, noch sich selbst zu verteidigen. Aber doch ließ er vertrauenswürdige Informanten als Berater und Priester im Machtzentrum des neuen Königs zurück, mit dem Ziel, Absaloms Pläne zu vereiteln und gleichzeitig ihn durch dieses auskundschaftende Netzwerk zu informieren.

In gleicher Weise dürfen auch wir in den schwierigen Situationen und Umständen des Lebens darauf vertrauen, dass Gott für uns ist und uns nicht verlässt. Ist Gott für uns, wer mag wieder uns sein. Halleluja, preist den Herrn.

Bei dieser Auseinandersetzung ging es nicht darum, wer von diesen beiden siegen wird, sondern wer von den beiden ist von Gott bestellt, wer ist der Mann nach dem Herzen Gottes, und zu wem bekennt sich der treue Bundesgott? Zu David, der eilig über den Kidronbach hinwegzieht und flieht, oder zu Absalom, der ohne Widerstand in Jerusalem jetzt einzieht?


Lesung– Lukas 22,54-71 – (klicken)

Verleugnet, verachtet, verspottet und verurteilt.

Petrus, der Felsenmann, der vermeintlich willensstarke Bootsmann, beginnt im Sturm des zu Jesu Bekennens dreimal erbärmlich zu versagen. Aus Angst vor möglicher Verhaftung und Mitkreuzigung streitet er ab, weder Jesus zu kennen, eine Beziehung zu ihm zu haben, noch ihm nachzufolgen. Doch als der Hahn am frühen Morgen kräht, da schlägt ihm das Gewissen und seine Sündenschuld der Verleugnung treibt ihm die Tränen in seine Augen.

Jesus verleugnen, heißt keinerlei Beziehung zu ihm zu haben, nicht an ihn zu glauben und nicht in seiner Nachfolge zu stehen. Dies ist die Situation von Nichtchristen. Sie lehnen Jesus ab, haben keinerlei Kenntnis über sein Gott- und Menschsein und sein Erlösungswerk. Sie haben keinerlei Beziehung zu ihm und stehen solange in der Dunkelheit, bis ihr Gewissen durch einen Hahnenschrei aufgeweckt wird und sie im Innern berührt werden.

Wer aber Jesus nachfolgen will, der verleugne sein eigenes Ich, dass er das alte, sündige Ich nicht mehr kenne, nicht mehr in Beziehung zum sündigen Ich steht und nicht mehr diesem alten Ich Folge leistet. Das bedeutet, mit Jesus gekreuzigt zu sein. Und dies ist das genaue Gegenteil von Selbstliebe, die oft für Christen fälschlicherweise als Hilfe angepriesen wird. Doch erst, wenn die Selbstverleugnung vom alten Ich beginnt, sind wir wirklich frei, das Kreuz Jesu auf uns zu nehmen und ihm nachzufolgen.

Abschlussgebet

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Morgendliches Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all’ unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.

Oder

Abendliches Gebet um Frieden

O Gott, von Dir kommt alles heilige Verlangen, jeder gute Rat und jede gerechte Tat. Gib uns, Deinen Dienern, den Frieden, den die Welt nicht geben kann, damit unsere Herzen willig sind, Deinen Geboten zu folgen. Befreie uns von der Furcht vor unseren Feinden, damit wir unsere Tage in Ruhe und Frieden verleben können. Durch die Verdienste unseres Heilandes Jesus Christus. Amen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen:

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

14. Dezember – Hauskirche

Hervorgehoben

Familien- oder Hausandacht – Morgen und Abend

Hinweis zur Kurzfassung – Das Allgemeine Gebetbuch – deutsch

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Nachfolgend eine Kurzauslegung zur Unterstützung der häuslichen Andacht und Pflege des geistlichen Lebens nach anglikanischer Tradition.

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Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

GebetPsalm 139,1-16 – (klicken)


Schriftteil und Anstöße zur Lesung

Lesung: 2. Samuel 14 (klicken)

Wie Versöhnung in Gang bringen?

Kap. 13 soll uns als Einleitung dienen. Salomo, der jüngere Sohn Davids ist bereits geboren, und schon streiten sich die Älteren Amnon, Adonja und Absalom um die Thronfolge. Amnon vergewaltigt hier seine Halbschwester Thamar. Doch David greift nicht in diesen Rechtsfall ein, aber Absalom rächt eigenhändig seine Schwester, indem er Amnon, seinen Halbruder, tötet.

Kap. 14. Absalom flieht und lebte danach bereits drei Jahre in Sicherheit beim König in Geschur. Danach hat sich auch Davids Groll gelegt. Aber Joab, der Heerführer, sorgt sich im Hintergrund um die Königsnachfolge, denn er wusste, dass das Volk dem hübschen Königssohn Absalom zujubelte. Deshalb suchte Joab sich eine weise Frau aus dem Volkes aus, die ähnlich wie Nathan durch eine Gleichnisrede den Rechtsfall zwischen David und seinem Sohn lösen sollte. Sie gebraucht dabei Stilfiguren, die an die Brüder Kain und Abel (Gen 4,8) erinnern, als einer den anderen Bruder auf dem Acker erschlug. David erkennt zu Beginn nicht, dass es eine rein fiktive Geschichte ist und trifft eine Rechtsentscheidung: Der übriggebliebene einzige erbberechtigte Sohn der Frau soll nicht der Blutrache verfallen. Er darf begnadigt leben, um als Einziger das Erbe, die Familien-Ländereien, weiterzuführen. Nach diesem Urteilsspruch wendet die kluge Frau diesen gewagt auf den König an: Du bist der Mann, der das gleiche mit seinem Sohn Absalom tun sollte, um ihn als Erbe für das Land Israel zurückzuholen. Sofort geht dem König ein Licht auf, und die Vermutung, dass hinter all diesem Joab steht und er dies steuert, wird von der Frau bejaht. David selbst ist jetzt in seinem Gewissen überführt, der damals selbst durch Nathan Gnade und Milde Gottes bei seinem Rechtsbruch erfahren hatte. David verzichtet deshalb auf Blutrache und genehmigt Absalom, wieder in die Davidsstadt zurückzukehren. David hatte damals Gnade vor Recht erfahren. Von dieser eigenen Erfahrung herkommend, wendet er die prophetische Ermahnung der Frau trotz äußerst schwieriger Familiensituation auf Absalom an.

Wir erkennen, dass David als oberster Rechtssprecher versagt hatte, gleich nach der Vergewaltigung seiner Tochter den Fall aufzugreifen und zu lösen. Dadurch hätte ein Brudermord verhindert werden können.

Weiter lernen wird, dass eine Versöhnung nicht auf die lange Bank geschoben werden sollte. Sie sollte möglichst bald von dem in höherer Position Stehenden veranlasst werden. Auch sollte sie vom Hirten zum Schaf ausgehen, nicht aber erwartet werden, dass irgendwann das Schaf den Hirten sucht. Wenn notwendig, kann dies auch durch einen Mediator, wie dies in unserer Geschichte aufzeigt wurde, geschehen. Dieses Prinzip der Initiative zur Versöhnung sollte bei Spannungen in der Familie als auch in den unterschiedlichen Bereichen der Kirche Christi zuerst von den Verantwortlichen ausgehen, wenn aber versäumt, durch weise und kluge Menschen aus der Umgebung in Gang gebracht werden.


Lesung Lukas 22,39-53(klicken)

Gebet, um den Willen Gottes zu erfahren

Jesu Gebet vor seiner Gefangennahme und Kreuzigung ist für die Jüngerschaft und Gemeinde Jesus ein Vorbild. Darin wird gerade hervorgehoben, dass Jesus dem Willen seines Vaters gegenüber gehorchen will, nicht sein, sondern des Vaters Wille, auch unter Leid, soll auch in diesem Fall geschehen. Gerade in dieser inneren Auseinandersetzung wird Jesus gestärkt. Wollen auch wir uns in äußert schwierigen Lebenslagen gerade im Gebet zu Gott stärken lassen, um seinen Willen zu tun.

Auch in der Stunde der Finsternis durch Satan, da Judas seinen Herrn verrät und die dunkle Macht der Obrigkeit der Ältesten und Hohenpriestern deutlich zum Ausdruck komt, und sie alle zur Gefangennahme erschienen waren, bleibt Jesus dem Willen seines Vaters und seiner Berufung treu. Selbst mitten in dieser Auseinandersetzung heilt er sogar einen Soldaten der Feinde. Gerade in dieser Situation wird Jesu Aussage: liebet eure Feinde, tut wohl denen, die euch hassen, mitten ins gefährliche Leben übertragen. Damit soll der Gemeinde Jesu ein Vorbild gegeben werden, wie sie den Feinden Gottes gegenüber Gutes tun soll.

Abschlussgebet

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Morgendliches Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all’ unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.

Oder

Abendliches Gebet um Frieden

O Gott, von Dir kommt alles heilige Verlangen, jeder gute Rat und jede gerechte Tat. Gib uns, Deinen Dienern, den Frieden, den die Welt nicht geben kann, damit unsere Herzen willig sind, Deinen Geboten zu folgen. Befreie uns von der Furcht vor unseren Feinden, damit wir unsere Tage in Ruhe und Frieden verleben können. Durch die Verdienste unseres Heilandes Jesus Christus. Amen.

Segen – 2. Kor 13,13

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Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

Hinweis zum Weiterstudium:

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12. Dezember – Hauskirche

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Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Nachfolgend eine Kurzauslegung zur Unterstützung der häuslichen Andacht und Pflege des geistlichen Lebens nach anglikanischer Tradition.

Die Gesamte Jahreslesung hier zum Downloadhttp://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

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Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Gebet – Psalm 136,16-26 (klicken)


Schriftteil und Anstöße zur Lesung

Lesung: 2. Samuel 12 (klicken)

Trotz großer Übertretung Vorbild für Buße

Während Joseph bei ähnlicher aber umgekehrter Versuchung die sexuelle Forderung der Hausherrin mit deutlichen Worten ablehnte: Wie sollte ich denn ein solches großes Übel tun und gegen Gott sündigen (Gen 39,9), begeht David genau diese Sünde willentlich gegen Gott und Menschen. Der Prophet als Vertreter Gottes stellt sich sofort mit einem Gleichnis eines Rechtsfalls dem König als obersten Rechtsvertreter mutig in den Weg. Dieser, aber mit einem „Balken im Auge“ empörte, zornige König, erkennt nicht den springenden Punkt  seines eigenen Unrechts durch das Gleichnis. Er spricht sich unbedacht das eigene Urteil mit den Worten: „Der Mann ist des Todes!“. Dieser Urteilsspruch würde ihn aber bei Ehebruch und Mord selbst betreffen. Sünde ist zuerst immer eine rechtliche Angelegenheit als Schuld vor Gott und auch vor Menschen: Jeder, der die Sünde tut, handelt gesetzwidrig; denn Sünde ist Gesetzwidrigkeit (1Joh 3,4). Danach erst geht es um innere Verletzungen und Kränkungen. Erst aufgrund einer klaren rechtlichen Verurteilung Davids und Gottes Strafandrohung erkennt David seine Gesetzwidrigkeit und bekennt sich als schuldig. Dann erst, nach dem Bekennen seiner Tat vor Gott, wird er durch Natans Vergebungszuspruch begnadigt und erlöst. Beobachten wir aber, dass trotz Begnadigung die angekündigte Strafe nicht weggenommen wird (V 7-12). Wiedergutmachung oder Strafe ist auch bei Begnadigung nicht aufgehoben: Der im Unrecht gezeugte Sohn stirbt alsbald. Drei seiner Söhne kommen später bei den Kämpfen um die Thronnachfolge um. Und Absaloms spätere Schandtat, am Hause seines Vaters (K 16,20-22), ist das furchtbare Gegenstück zu Davids sexueller Verfehlung gegenüber Uria.

Mit dieser Verfehlung und Sünde ist David kein Vorbild als Mann nach dem Herzen Gottes. Jedoch durch sein schnelles Beugen und seine Buße unter das Strafwort Gottes bleibt er ein Vorbild für alle in Sünde gefallenen Gläubigen, nämlich schnell und vollkommen Buße zu tun und auf den Weg mit Gott zurückzukehren.


Lesung Lukas 22,1-23 (klicken)

Gemeinschaft gründende Weitergabe der Erlösung

Die nachfolgenden Kapitel 22-24 behandeln das Leiden, Sterben und Auferstehen unseres Herrn. Ein Mordplan entsteht aus politischen Gründen durch die damalige Obrigkeit unter Mithilfe des durch Blindheit und Geldgier betroffenen Judas. Die niedrigen Motive sind auf beiden Seiten erkennbar. Obwohl Judas am Ende der Mahlfeier nicht mit Namen genannt wird, scheint doch hier eine Warnung und ein Wehe gegen die Menschen ausgesprochen zu werden, die zwar am Mahl des Herrn mit geteiltem Herzen teilnehmen, ihn aber später im Leben doch verraten.

Das von Jesus eingesetzte Mahl mit seinen Jüngern im Gedenken an seinen stellvertretenden Tod begründet ab hier den verheißenen Neuen Bund (Jer 31,31-34). Ähnliche Einsetzungsworte finden wir in 1Kor 11,24ff. Über die tiefe Bedeutung für den Teilnehmer als auch für die Jüngergemeinde und ihren Auftrag wird uns hier ein Einblick gewährt. Einzelheiten über das Verständnis in der gesamten Christenheit müsste an anderer Stelle fortgesetzt werden (s.d. z.B. Hinweis am Ende).

Geheimnis der Erlösung

Wir erkennen besonders durch den Empfang des Brotes und des Bechers mit Wein durch die Jünger die Annahme des Erlösung stiftenden Opfers Christi für sich selbst als auch für die Kirche Christi als zentral bedeutend an. In der Weitergabe der beiden Elemente von Brot und Wein liegt auch ihre Mission und der Auftrag, diese Erlösung stiftende Gemeinschaft solange weiterzutragen und weiterzugeben, bis diese Gemeinschaft und zukünftige Gottesherrschaft eintrifft. An dieser den neuen Bund stiftenden Gemeinschaft, die das Geheimnis des Glaubens beinhaltet, sollten Christen so oft wie möglich Anteil suchen.

Abschlussgebet

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Morgendliches Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all’ unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.

Oder

Abendliches Gebet um Frieden

O Gott, von Dir kommt alles heilige Verlangen, jeder gute Rat und jede gerechte Tat. Gib uns, Deinen Dienern, den Frieden, den die Welt nicht geben kann, damit unsere Herzen willig sind, Deinen Geboten zu folgen. Befreie uns von der Furcht vor unseren Feinden, damit wir unsere Tage in Ruhe und Frieden verleben können. Durch die Verdienste unseres Heilandes Jesus Christus. Amen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen:

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.


Hinweis zum Weiterstudium:

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