26. Dezember – Stephanus-Gedenk-Tag

Hervorgehoben

Familien- oder Hausandacht – Morgen und Abend

Hinweis zur Kurzfassung – Das Allgemeine Gebetbuch – deutsch

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Nachfolgend eine Kurzauslegung zur Unterstützung der häuslichen Andacht und Pflege des geistlichen Lebens nach anglikanischer Tradition.


Eingangsvotum

zum Gedenktag des Erz-Märtyrers Stephanus

„Der Tod seiner Heiligen wiegt schwer vor dem Herrn.“ (Ps 116,15)

Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

GebetPsalm 31 (klicken)

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Schriftteil und Fragen zu den Lesungen:

Das Gedächtnis des Erzmärtyrers Stephanus hat eine längere Tradition als das Weihnachtsfest, deshalb soll es nicht völlig vom zweiten Weihnachtstag verdrängt werden, sondern nach Möglichkeit in einem Gottesdienst dieses Tages – eventuell am Abend – begangen werden.

Lesung: 2Chr 24,17-22 (klicken)

Fragen zur Unterstützung und Entfaltung der „HauskircheZuhause

Hilfen zum eigenständigen Studium dieses Abschnittes

  • Wer ist für den Abfall des Königs vom Gesetz und dem wahren Tempelgottesdienst verantwortlich? V 17
  • Was bedeutete der Abfall? V 18
  • Wen beruft Gott in dieser gefährlichen Situation, und was ist die einstimmige Botschaft? V 19
  • Wer ist verantwortlich für die Steinigung des Priesterpropheten Secharia im Vorhof des Tempels? V 21 (hier nicht der Prophet des Buches Sacharia)
  • Was waren die letzten Worte des Priesters, der gesteinigt wurde? V 22
  • Wie schnell traf die Antwort Gottes auf diese Untat an dem Priester ein?  V 23
  • Was lernen wir daraus für uns und die Kirche Christi allgemein?
Heiligen Lexikon

Lesung – Apg 7,54-60 (klicken)

Einige Fragen zum eigenständigen Studium dieses Abschnittes

  • Vergleiche den Mord an Secharia mit der Voraussage Jesu weiterer Tötungen der von Gott gesandten Propheten. Was ist die Folge des Ungehorsams für das Volk? Mt 23,38  
  • Beobachte die Weiterführung des Vorwurfs durch Stephanus, dass bisher sowohl die Propheten getötet wurden, die auf den Messias hinwiesen, als auch Jesus selbst in Jerusalem umkam, weil das Volk Gott immer widerstrebte Apg 7,50-53.
  • Beachte die Ähnlichkeit der Verurteilung und Tötung zwischen dem Herrn Jesus und dem prophetischen Diakon Stephanus (V54-60). Und woher stammte diese Ähnlichkeit?
  • Was war die Folge des Zeugnisses des Stephanus für das Leiden der Kirche und die Ausbreitung des Evangeliums? (Kap 8,1-8ff)
  • Wie können wir dem Beispiel des Stephanus heute folgen? Lese 2Kor 3,18:

V 18 So spiegeln wir alle mit unverhülltem Gesicht die Herrlichkeit des Herrn wider. Und wir werden seinem Bild immer ähnlicher, denn seine Herrlichkeit verwandelt uns. Das alles kommt vom Herrn, dem Geist.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

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Tagesgebet zum Stephanus-Tag

O Herr, verleihe, dass wir in allen unseren Leiden, die wir für das Bezeugen Deiner Wahrheit hier auf Erden erdulden müssen, standhaft zum Himmel aufschauen und im Glauben die Herrlichkeit empfangen, die offenbart werden soll.

Erfülle uns nach dem Beispiel Deines ersten Blutzeugens Stephanus, der für seine Mörder betete, mit Deinem Heiligen Geist, dass auch wir lernen unsere Verfolger zu lieben und zu segnen.

Gelobt seiest Du, Herr Jesus Christus, unser Mittler und Fürsprecher, der Du zur Rechten Gottes, des Vaters, stehst und allen beistehst, die für Dich leiden.  Amen.

Abendliches Gebet um Frieden

O Gott, von Dir kommt alles heilige Verlangen, jeder gute Rat und jede gerechte Tat. Gib uns, Deinen Dienern, den Frieden, den die Welt nicht geben kann, damit unsere Herzen willig sind, Deinen Geboten zu folgen. Befreie uns von der Furcht vor unseren Feinden, damit wir unsere Tage in Ruhe und Frieden verleben können. Durch die Verdienste unseres Heilandes Jesus Christus. Amen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen:

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.


Weitere Informationen und Studium zum Aposteltag <– (Klicken)

24. Dezember – Heiligabend

Hervorgehoben

Familien- oder Hausandacht – Morgen und Abend

Hinweis zur Kurzfassung – Das Allgemeine Gebetbuch – deutsch

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Nachfolgend eine Kurzauslegung zur Unterstützung der häuslichen Andacht und Pflege des geistlichen Lebens nach anglikanischer Tradition.


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Gebet – Psalm 2,7-12 (klicken)

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Schriftteil und Anstöße zur Lesung

Lesung: Jes 9,1-8 (klicken)

Eigene Meditation zum Text ……


Lesung – Lu 2,1-14 (klicken)

Teil des Krippenspiels in der Christuskapelle

Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt und wir haben seine Herrlichkeit gesehen.“

Andacht zum Text nach diesem You Toube Video

Komm zur Krippe!

Der Ruf komm zur Krippe ergeht in dieser Zeit erneut an alle Menschen jeden Alters, jeder Herkunft, jeder Religion oder Glaubensrichtung.

Er trifft junge Menschen, wie auf dem Video zu sehen ist, die dabei sind, sich selbst und die umliegende Welt zu verstehen. Er geht besonders an solche, die enttäuscht sind, sich verzweifelt, hilflos und einsam fühlen. Heutzutage werden wir alle massiv eingeschränkt. Denn wir sind nicht wirklich frei, wir können z.Z. nicht über unseren sozialen Umgang entscheiden. Junge Leute suchen gerade Antworten auf ihren Smartphones, im Internet, auf sozialen Netzwerken, suchen Zerstreuung auf Netflix, YouTube oder auch heimlich Trost durch Alkohol, Gras oder stärkeren Drogen. Komm, ruft es von allen Seiten, auf dem Handy, im Internet und Fernsehen: Komm, hier bekommst du Hilfe, Ruhe und Zufriedenheit, komm! Aber ist das der rechte Weg, sollen wir auf alle diese Stimmen und Lockangebote hören?

In unserem Video sehen wir eine junge Frau in ihrer Verzweiflung. Sie steht auf, geht und sucht. Eine andere, die meint, der Ruf ihres Freundes, komm zur Bank und lass Dich umarmen, würde ihr Ruhe bringen, wird dort enttäuscht. Sie trennt sich aus dieser Umklammerung und flieht. Der junge Mann ist enttäuscht und meint, wie die anderen jungen Frauen, der Ruf zu Sekt, Schnaps oder Bier, solche kleine Tröster, würden die innere Ruhe bringen. Doch alle erkennen bald, dass der Ruf: komm und nimm diese Mittel, diesen Ersatz, nicht wirklich hilft.

Aber dann erkennen sie mitten in ihren unterschiedlichen Lebensphasen, dass es noch einen anderen Ruf zu einem anderen Ziel gibt. Sie hatten sicherlich in der Vergangenheit in Schule, Religionsunterricht oder kurzfristigen Kirchenbesuch etwas von der alten Krippe und der verstaubten Zeremonie der süßen, glitzernden Weihnacht gehört. Aber das hatte ihnen bisher nichts zu sagen. Das war halt eine Kamelle der Alten oder etwas wie bei den Treffen von Feuerwehr, Burschenschaft oder Zivilschutz. Man feiert die Jahresfeste, wie sie fallen: Vatertag mit einem Handwagen voller Bier, Maibaumfest, Kirmes oder auch Oktoberfest. Das war jedes Mal ein beschwingtes, gesellschaftliches Miteinander. Und eines davon war halt das immer wiederkehrende zeremonielle Weihnachtsfest, nichts anderes als diese gesellschaftlichen Treffen, etwas familiärer, aber am Ende doch leer. Wieder mal, vielleicht auch ohne Streit, hatte man an diesem Weihnachtstag die „Verwandtschaft geschafft“.

Doch bei einigen dieser jungen Menschen kam es anders. Ihr Smartphone blinkte: Komm zur Krippe. Das Display, die Anzeige der Haltestationen der Straßenbahn zeigte auch: Haltestation – Zur Krippe! Da wurde sogar der entlaufene Hund wiedergefunden, wartend auf dem Bürgersteig saß er, mit der Aufforderung um den Hals: Komm zur Krippe! Und tatsächlich wurde jeder der jungen Leute innerlich berührt, interessiert, den Weg zu der alten Krippe zu suchen. Und sei fanden die Krippe, eigentlich damals ein Futtertrog für Tiere. Es war der unbedeutendste und sozial niedrigste Ort der Gesellschaft. Da drin aber lag kein Futter, sondern ein Kind. Würde denn, selbst eine junge Mutter, ihr Kind in solch einen Futtertrog legen? Ist das nicht vollkommen unangemessen für sie und auch für ihr Kind? Zeigt nicht diese Szene die völligen Erniedrigung für das Kind und auch für die Mutter? Und wer ist denn dieses Kind, das die jungen Menschen im Video jetzt endlich einmal, abseits von allem Glitz und Internettrubel und jeder Ablenkung, ansehen? Es ist der verheißene und aus dem königlichem Himmel stammende erniedrigte Gottessohn, der nur noch im angrenzenden Viehstall – des vollen Verwandtenhauses des Josephs – noch einen Platz findet. Heute würden wir übertragen: Die Hotels und Gasthäuser sind in der Coronakrise zu, Prinz Harry muss wegen Hausüberfüllung in der Garage übernachten.

Zusätzlich zu dem Ruf an die Hirten „Kommt zur Krippe“ hören wir durch eine Engelsbotschaft noch etwas über die wahre Identität dieses Kindes in der Futterkrippe. Und dieser Hinweis galt besonders den Menschen der damalig niedrigsten sozialen Berufsschicht, die verachteten Hirten. Sie waren „die Ausgestoßenen und Sünder“, für die dieses Kind in niedrigen Hüllen erschien. Das herrliche Erscheinen eines Engels sollte diese niederen Hirten mit der herrlichsten Wahrheit erfreuen: Denn für euch ist heute in der Stadt Davids der Erlöser geboren worden, der verheißene Christus, der unser Herr ist (V 11). Und zu seiner Identitätsfeststellung werden ihm vom Himmel her die drei Titel gegeben: Retter, Christus-Messias und Herr. Die Hirten dachten aber nicht: Ein Kind in Windeln gewickelt, das ist ja das Weltnormale! Da gehen wir nicht hin. Nein, sie hatten etwas über dessen Identität verstanden. Die einfachen Hirten machten sich sofort auf den Weg und fanden in einfachster Örtlichkeit die Herrlichkeit Gottes auf Erden, das besondere Kind. Seine drei Titel: Retter, Messias und Herrscher bezeichnete schon von Anbeginn seine irdische Mission, sein himmlisches Königtum und seine Autorität.

Der Gesang einer Vielzahl himmlischer Engel hatten in dunkler Nacht den wachenden Hirten dringend den Auftrag ans Herz gelegt, sich doch gleich aufzumachen, dies besondere Kind in der Krippe zu finden. Diesem Ruf, „komm doch zur Krippe“, folgten von nun an nicht nur die Hirten, sondern viele Menschen, die vom Himmel bewegt werden, um einmal still und andächtig vor dem ins Menschsein gekommene kleinen Gottessohn zu stehen, ihn zu bewundern und persönlich anzubeten.

Nicht umsonst geben die jetzigen Corona Beschränkungen die verordnete Gelegenheit, uns von der Welt mit ihrer Hektik und Trubel Abstand zu halten. „Abstand halten und zuhause bleiben“ ist doch die Botschaft unserer Weltregierung, die diesen Ruf Gottes uns diesmal so weitergibt. Wenn wir dann, wie die jungen Menschen, auch noch zur Stille kommen und den inneren Ruf: Komm du heute zur Krippe hören, dann sollte dieses Kommen zu einer Lebenswende für dich und zum Lebensmotto werden. Dann findest du in der Krippe für dich selbst deinen Erlöser, der am Kreuz für Deine Sünden starb. Du findest den von den Propheten in der Bibel lange verheißenen Messias, den eingesetzten Gottessohn. Und du findest in Jesus den Herrn und Lenker deines Lebens. Willst du dein Leben dem Erlöser, dem Messias, deinem Herrn übergeben? Lass doch dein Herz zu einer Krippe für ihn werden.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Abschlussgebet

Gebet in der Heiligen Nacht

O Gott. Du hast diese geweihte Nacht im Glanz des wahren Lichtes erscheinen lassen. Verleihe uns, dass wir dort im Himmel der Freuden jenes Lichtes ganz teilhaftig werden, dessen Geheimnis Du uns schon hier auf Erden offenbart hast. Durch unseren Herrn Jesus Christus, der da ist das wahre Licht, und der mit Dir und dem Heiligen Geist lebt und regiert, jetzt und allezeit und in Ewigkeit.  Amen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen:

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

23. Dezember – Hauskirche

Hervorgehoben

Familien- oder Hausandacht – Morgen und Abend

Hinweis zur Kurzfassung – Das Allgemeine Gebetbuch – deutsch

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Nachfolgend eine Kurzauslegung zur Unterstützung der häuslichen Andacht und Pflege des geistlichen Lebens nach anglikanischer Tradition.

Die Gesamte Jahreslesung hier zum Downloadhttp://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

Einladung zu intensiven Studien am St. Benedikt Seminar:

Nächstes Online-Seminar-Wochenende am 15.-17. Januar: https://benediktseminar.org/


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

GebetPsalm 147 (klicken)

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Schriftteil und Anstöße zur Lesung

Lesung: 2Sam 21 (klicken)

Not, Schuld, Sühne und erneute Gnade für das Volk

David erfährt im Gebet vor Gott, dass die eingetretene große Hungersnot die Folge einer Versündigung Sauls ist. Die Gibeoniter, es sind Nichtisraeliten, hatten sich zur Zeit Josuas (K 9) durch List einen Vertrag des Friedens erschlichen. Später aber hatte Saul diesen Vertrag nicht eingehalten und sogar versucht, das unter ihnen wohnende fremde Volk auszurotten. Eine Sühne scheint aber durch materiellen Ausgleich nicht möglich zu sein. Deshalb gibt David nach und erlaubt, dass sieben leibliche Söhne Sauls getötet werden dürfen. Diese übergab er den Gibeonitern, verschonte aber wegen seines Versprechens an Jonathan dessen Sohn Mephiboschet.

Mit der Buße und Totenwache der Rizpa, Sauls Nebenfrau, über ihren Söhnen, endet die Sühnung. Die Schuld des Hauses Sauls wurde so gesühnt, und David lässt daraufhin alle Gebeine des Hauses Sauls in einer Erbgrabstätte beisetzen.

Oftmals geschieht es im Leben, dass man erst sehr spät ein hinterlassenes schwieriges Familienerbe entdeckt, dass im Zusammenleben mit den Nächsten oder der eigenen Familie als schwere Altlast auftritt. Wenn es jedoch Sünden der Väter bis ins dritte oder vierte Glied betreffen, wie es die Gebote ausdrücken, sollten wir wie David den Herrn um eine Antwort ersuchen. Schwere Belastungen sollten möglichst unter Beistand und Gebet eines erfahrenen Seelsorgers angegangen und gelöst werden, damit Gott der Person oder Familie wieder gnädig werden kann.


Lesung – Lu 24,3553 (klicken)

Die Auferstehung Jesu beweist die Erfüllung aller Schrift, dass die Sünden vergeben werden und alle Welt diese Botschaft erfassen soll.

Schon damals wurde in einigen Kreisen die leibliche Auferstehung Jesu in Frage gestellt. Christus war weder ein Geistwesen ohne Haut und Knochen, noch nahm er als Geist kurzzeitig Besitz im Körper eines anderen Menschen. Auch moderne theologische Auffassungen sind hier als Erklärung zurückzuweisen, dass z.B. Christus im Glaubensbekenntnis auferstehen würde, ähnlich wie es beim Lesen von Goethes Werken geschieht. Doch der handfeste Beweis seiner leiblichen Auferstehung besteht nicht nur im Sprechen Jesu, sondern beim Essen des Fisches und seiner Aufforderung ihn körperlich zu betasten. Mit dieser großen tastbaren Freude geht das Evangelium nicht zu Ende. Dieses Ereignis zielt hier auf den Auftrag der Jünger: Die Erfüllung und der Zweck des ins Menschsein kommenden Gottessohnes (Inkarnation), von der Geburt bis zur Auferstehung, soll aller Welt durch diese Zeugen vollmächtig verkündet werden: Es ist der Auftrag die Buße (Sinnesänderung) zur Vergebung der Sünden weltweit zu verkündigen. Und diese Vergebung geschieht nur durch den auferstanden Herrn Jesu. Diese Botschaft zu verstehen und beständig weiterzusagen liegt in der Verantwortung jedes Christen und ordinierten Geistlichen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

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Abschlussgebet

Morgendliches Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all’ unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.

Oder

Abendliches Gebet um Frieden

O Gott, von Dir kommt alles heilige Verlangen, jeder gute Rat und jede gerechte Tat. Gib uns, Deinen Dienern, den Frieden, den die Welt nicht geben kann, damit unsere Herzen willig sind, Deinen Geboten zu folgen. Befreie uns von der Furcht vor unseren Feinden, damit wir unsere Tage in Ruhe und Frieden verleben können. Durch die Verdienste unseres Heilandes Jesus Christus. Amen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen:

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

22. Dezember – Hauskirche

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Familien- oder Hausandacht – Morgen und Abend

Hinweis zur Kurzfassung – Das Allgemeine Gebetbuch – deutsch

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Nachfolgend eine Kurzauslegung zur Unterstützung der häuslichen Andacht und Pflege des geistlichen Lebens nach anglikanischer Tradition.

Die Gesamte Jahreslesung hier zum Downloadhttp://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

Einladung zu intensiven Studien am St. Benedikt Seminar:

Nächstes Online-Seminar-Wochenende am 15.-17. Januar: https://benediktseminar.org/


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

GebetPsalm 146 (klicken)

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Schriftteil und Anstöße zur Lesung

Lesung: 2Sam 20 (klicken)

Belagerung durch Herausgabe der Verräter aufgehoben

V 14-22. Joab, der rigoros handelnd wieder zum Heerführer aufgestiegen ist, greift einen Ort an, der es wagt, einen Verräter zu beherbergen. Die Stadt wird solange belagert, bis sie den Rebellen herausgibt, aber durch einen weisen Rat vor der Zerstörung bewahrt wird.

Eine zurückhaltende und kluge Frau stellt Joab durch Weisheitsrede und umsichtige Führung zufrieden und rettete so eine Stadt, eine Mutter in Israel. Wir erkennen, dass Weisheit nicht auf soziale Stellung, Anerkennung oder Geschlecht allein beschränkt ist. Sie besteht auch nicht aus großem Wissen, aber sie versteht bei plötzlich aufgetretene Problemen, richtig zu handeln und sie zu lösen.

Viel Streit und Unheil würde auch heute noch verhindert werden, wenn Konfliktparteien in Gesellschaft und Kirche rechtzeitig versuchen würden miteinander zu sprechen, um sich zu verstehen. Was ist die einzige Bedingung für den Frieden einer „Stadt“ wie dieser? Es ist die Übergabe des Verräters aus ihrer Mitte.

So geschieht dies ähnlich auch im Umgang mit unserer Seele, wenn diese bedrängt und eingeschlossen ist. Die noch innenwohnende Sünde ist der Verräter, die gefrönte und versteckte Lust ist ein Rebell gegen Christus. Trennen wir uns doch von dem inneren Verrat an Christus, werfen wir unsere Übertretungen heraus über die Mauern unseres Fleisches weg, trennen wir uns doch von innerer Rebellion. Erst dann wird alles wieder gut. Denken wir daran, es gibt keinen inneren Frieden, wenn wir nicht den Rebell der Sünde aus unserem Leben entfernen und ausliefern.

V 23-26.Nach der Beendigung des Aufstandes und des Durcheinanders im Land geht es um die Restaurierung und die Organisierung von Davids Hof.

Es ist immer gut nach einer Trennung von unguten Menschen, dass fähige Menschen ernannt werden, um für die öffentliche Ordnung in der Gesellschaft und für die öffentlichen Aufgaben zu sorgen. Wollen auch wir versuchen, unsere NT Bundes-Pflichten als treue Diener unseres Königs Jesu zu erfüllen.

Bild am Eingang der Christuskapelle

Lesung – Lu 24,13-35 (klicken)

Den Herrn erkennen beim Schriftöffnen und Brotbrechen.

Nach der Auferstehung sind die Jünger allein auf dem Weg nach Emmaus, der 12 km von Jerusalem entfernt liegt. Alleingelassen auf dem Weg sind sie jedoch blind und ratlos. Erst mit dem Zusammentreffen mit Jesus, der ihnen von vorn bis hinten die Schrift des Alten Testaments, die von ihm spricht, öffnet, wird ihr Herz erweckt, und so kommt es bei ihnen zum Herzensbrennen und echten Verstehen. Doch das wirkliche Erkennen des auferstanden und göttlichen Herrn geschieht doch erst beim Brechen des Brotes in der Mahlszene. Erst dann erkennen sie ihn in seiner voller Größe. „Es ist der Herr!“

Darum ist es für die christliche Gemeinde immer wieder wichtig, den Herrn in der Schrift zu suchen, ihn zu bitten zu kommen und zu bleiben und mit ihr das Brot des Lebens zu brechen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

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Morgendliches Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all’ unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.

Oder

Abendliches Gebet um Frieden

O Gott, von Dir kommt alles heilige Verlangen, jeder gute Rat und jede gerechte Tat. Gib uns, Deinen Dienern, den Frieden, den die Welt nicht geben kann, damit unsere Herzen willig sind, Deinen Geboten zu folgen. Befreie uns von der Furcht vor unseren Feinden, damit wir unsere Tage in Ruhe und Frieden verleben können. Durch die Verdienste unseres Heilandes Jesus Christus. Amen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen:

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

21. Dezember – Hauskirche

Hervorgehoben

Familien- oder Hausandacht – Morgen und Abend

Hinweis zur Kurzfassung – Das Allgemeine Gebetbuch – deutsch

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Nachfolgend eine Kurzauslegung zur Unterstützung der häuslichen Andacht und Pflege des geistlichen Lebens nach anglikanischer Tradition.

Die Gesamte Jahreslesung hier zum Downloadhttp://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

Einladung zu intensiven Studien am St. Benedikt Seminar:

Nächstes Online-Seminar-Wochenende am 15.-17. Januar: https://benediktseminar.org/


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

GebetPsalm 27 (klicken)

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Schriftteil und Anstöße zur Lesung (Apostel Thomas-Tag)

Lesung: Hebr 10,35-39    &   11,1 (klicken)

Der Glaube der Glaubensvorbilder zeigt sich im Durchhalten

V 36. Die Leser dieses Abschnittes wurden informiert, dass es notwendig ist, durchzuhalten und nicht aufzugeben. Als ein Mittel dafür wird der Glaube der nachfolgenden AT Personen als Vorbild empfohlen (V 39+38). Was aber ist der Glaube, der durchhält? Aus diesem Grund beschreibt der Autor (altkirchlich: Paulus an die Jerusalemer Gemeinde) was biblischer Glaube ist. Er ist keine Theorie, sondern eine Lebensweise, die bei vielen AT Gläubigen zu finden ist. Ihnen sollten die NT Gläubigen folgen, die auch im Glauben durchhalten. Was aber bei allen scheinbar gemein ist,  die Auswirkung des Glaubens, finden wir im nachfolgenden Kapitel 11. Alle die früheren Gläubigen hätten gute Gründe gehabt, nicht im Glauben durchzuhalten. Aber keiner von ihnen ist zu einen Leben zurückzukehrt, das er vor seiner persönlichen Begegnung mit Gott hatte (K 11,15).

Dies sollten wir uns als christusgläubige Menschen, besonders in schwierigen und beengten Lebenslagen, immer wieder vor Augen halten.

<a href="http://Joachim Schäfer – <a href="www.heiligenlexikon.de">Ökumenisches Heiligenlexikon</a>" data-type="URL" data-id="Joachim Schäfer – <a href="www.heiligenlexikon.de">Ökumenisches HeiligenlexikonHeiligen Lexikon

Lesung – Joh 20,24-31 (klicken)

Die Worte des Auferstandenen begründen den wahren Glauben

Der Apostel Thomas, besser bekannt als der ungläubige Thomas, der Intellektuelle, der empirische Beweise für die Auferstehung Jesus forderte, wird uns an diesem Apostelgedenktag (21.12) vorgestellt. Er selbst kämpfte um den wahren Glauben. Bereits in Kap 11,15-16 wird er als unverständig und ungläubig vorgestellt. Die Voraussetzung zum Glauben ist aber nicht das Sehen und Betasten der Leidensnarben an den Händen oder der Seite des Herrn, sondern Jesus Stimme als den Auferstandenen zu hören, der zwar seinem intellektuellen Wunsch der Berührung entgegenkommen will, aber dies findet dann nicht statt. Die Erkenntnis des auferstandenen, lebendigen Herrn, ohne seine Narben sehen und anfassen zu müssen, führt ihn zum wahren Glauben, dass der Auferstandene derselbe ist wie der Gekreuzigte. Diese erfahrene Glaubensgrundlage führt ihn zu seinem Glaubensbekenntnis über Jesus: Mein Herr und mein Gott! Ist dies auch unser Glaubensbekenntnis?

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Anglikanisches Gebet zum Gedenktag (21.12) des Apostels Thomas

Allmächtiger und ewig lebender Gott. Du hast zur größeren Befestigung seines Glaubens zugelassen, dass Dein heiliger Apostel Thomas an der Auferstehung Deines Sohnes zweifelte. Verleihe, dass wir so vollkommen und ohne Zweifel an Deinen Sohn glauben, damit unser Glaube vor Deinem Angesicht niemals getadelt wird. Erhöre uns, o Herr, durch denselben Jesus Christus, dem mit Dir und dem Heiligen Geist alle Ehre und Herrlichkeit gebührt, jetzt und allezeit und in Ewigkeit.  Amen.

Zum Weiterstudium Apostel Thomas Gedenktag:    <–(klicken)

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Morgendliches Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all’ unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.

Oder

Abendliches Gebet um Frieden

O Gott, von Dir kommt alles heilige Verlangen, jeder gute Rat und jede gerechte Tat. Gib uns, Deinen Dienern, den Frieden, den die Welt nicht geben kann, damit unsere Herzen willig sind, Deinen Geboten zu folgen. Befreie uns von der Furcht vor unseren Feinden, damit wir unsere Tage in Ruhe und Frieden verleben können. Durch die Verdienste unseres Heilandes Jesus Christus. Amen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen:

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

19. Dezember – Hauskirche

Hervorgehoben

Familien- oder Hausandacht – Morgen und Abend

Hinweis zur Kurzfassung – Das Allgemeine Gebetbuch – deutsch

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Nachfolgend eine Kurzauslegung zur Unterstützung der häuslichen Andacht und Pflege des geistlichen Lebens nach anglikanischer Tradition.

Die Gesamte Jahreslesung hier zum Downloadhttp://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

Einladung zu intensiven Studien am St. Benedikt Seminar:

Nächstes Online-Seminar-Wochenende am 15.-17. Januar: https://benediktseminar.org/


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

GebetPsalm 144 (klicken)

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Schriftteil und Anstöße zur Lesung

Lesung: 2. Samuel 19 (klicken)

Trauer um Verlust oder Freude über Sieg?

Trauer, dem Trauer gebührt, Sieg, dem Sieg gebührt. Einesteils verstehen und durchleben wir hier mit David die Trauerphase um seinen Sohn, andererseits retten kampferprobte Resttruppe König David vor dem Mordversuch Absaloms an seinem Vater. Soll man sich mit dem Volk und der Truppe nun über den erkämpfen Sieg freuen und ihn feiern oder sich den privaten Emotionen des Königs anschließen und für eine Zeit die Fahnen auf Halbmast stellen und trauern? David hatte ähnliche Gefühlsäußerungen beim Tod von Saul und geliebten Freund Jonathan gezeigt. Aber was ist jetzt gefragt.

Joab als Heerführer weist David zurecht, dass er das Landes- und Heereswohl vor sein Innenwohl und Leid stellen müsse. Es kann nicht sein, dass wegen seiner persönlichen Trauer das ganze Land in erneutes Chaos gestürzt wird. David erkennt seinen Fehler und stellt schweren Herzens das Staatswohl an erste Stelle, die zwei auseinander triftenden Teile Israels und die siegreiche Truppe wieder an seine Königsberufung zu binden und sie erneut zu vereinen. Solch eine Entscheidung fordert jedoch die schnelle Zurückstellung des eigenen Leides.

Wir lernen, dass jeder Mensch seine Berufung in Gottes Reich zu wirken, besonders in schwierigen persönlichen Situationen, neu überschlagen und befestigen muss. Er darf sich nicht von seiner persönlichen Situation und deren Problemen bestimmen zu lassen, seinen Auftrag für die ihm anvertrauten Menschen zu vernachlässigen. Gerade darin liegt die Verantwortung für Christen und Geistliche, das Gemeinde- und Kirchenwohl über das Eigenwohl und die Eigenempfindlichkeit zu stellen.

Einerseits können wir Davids Haltung auch theologisch übertragen, wie wir bei ähnlichen Angriffen persönlich regieren sollen. Wir sollen einmal unsere Feinde lieben, aber auch für die Brüder unser Leben wie Christus hingeben und uns für sie aufopfern. Weiter erkennen wir in der Aussage: Wäre ich doch für dich gestorben! den größeren David, nämlich Jesus, der dann im Neuen Testament dies für alle Welt tut. Er stirb stellvertretend tatsächlich am Kreuz für unsere Schuld und Sünde, damit wir durch den Glauben an ihn ewig leben können.


Lesung – Lukas 23,44-55 (klicken)

Der Gerechte stirbt, Gerechte und Verantwortliche handeln.

Jesus stirbt, gibt sein Leben hin für viele und seinen Geist in die Obhut seines Vaters. Dies erkennen viele Zuschauer und werden deshalb tief bewegt, dass sie reuevoll an ihre eigene Brust schlagen. Dies drückt fast eine nationale Buße aus, denn zuvor hatten doch alle in den Ruf eingestimmt: Kreuzig ihn. Dieses Klopfen an ihr Herz drückt ihre Bußhaltung aus: Meine Schuld und unsere Schuld! – Auch der für die Kreuzigung verantwortliche römische Offizier ist tief beeindruckt. Das zeigt seine Reaktion, indem er dem Gekreuzigten ein öffentliches Zeugnis ausstellt: In Mk 15,39 und Mt 27,54 sagt er: Dieser ist wahrhaft Gottes Sohn gewesen. Doch hier bei Lukas betont er aufrichtig: Wirklich, dieser Mensch war ein Gerechter. Als dritte Gruppe beobachten auch Jesus Freunde und Bekannte diesen Ablauf und erkennen die Bedeutung für sie von ferne.

Es gab aber einen Mann, der bald verantwortungsvoll nach dem Tod des gerechten Messias handelte. Dieser stellte sein eigenes, nichtbenutztes Grab Jesus gleich zur Verfügung. Dieser Joseph, aus der Stadt Arimathäa, wird als fromm und gerecht vor Gott bezeichnet, weil er als Mitglied des Gerichts entgegen allen anderen gegen Jesu Tod gestimmt hatte. Er glaubte, wie auch Nikodemus, an Jesus. Weiter gibt es dann noch die verantwortungsbewussten Jüngerinnen um Jesus, die gleich nach dem Sabbath planten, die ehrende Salbung an Jesus durchzuführen. Auch sie zählen zu den Gerechten, die nach dem Tod Jesu im Glauben handelten.

Wie ist unsere Reaktion auf den Tod Jesu? Kommt es zu einer umfassenden Sinnesänderung über unsere ungerechte Haltung gegen den gerechten und gekreuzigten Jesus? Haben wir Jesus als Gerechten und Gottessohn wie der Offizier erkannt und bekennen wir uns zu ihm? Dann aber über das Bekenntnis hinaus, sind wir aufgrund des Todes Jesu bereit, zu handeln, seinen Tod zu ehren und ihm einen ehrenvollen Platz in unserem Leben zu geben? Joseph und die Jüngerinnen sind uns ein Vorbild, nicht im Selbstmitleid und eigener Trauer stehenzubleiben, sondern zum befreienden Handeln zu kommen.

Abschlussgebet

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Morgendliches Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all’ unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.

Oder

Abendliches Gebet um Frieden

O Gott, von Dir kommt alles heilige Verlangen, jeder gute Rat und jede gerechte Tat. Gib uns, Deinen Dienern, den Frieden, den die Welt nicht geben kann, damit unsere Herzen willig sind, Deinen Geboten zu folgen. Befreie uns von der Furcht vor unseren Feinden, damit wir unsere Tage in Ruhe und Frieden verleben können. Durch die Verdienste unseres Heilandes Jesus Christus. Amen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen:

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

18. Dezember – Hauskirche

Hervorgehoben

Familien- oder Hausandacht – Morgen und Abend

Hinweis zur Kurzfassung – Das Allgemeine Gebetbuch – deutsch

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Nachfolgend eine Kurzauslegung zur Unterstützung der häuslichen Andacht und Pflege des geistlichen Lebens nach anglikanischer Tradition.

Die Gesamte Jahreslesung hier zum Downloadhttp://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

Einladung zu intensiven Studien am St. Benedikt Seminar:

Nächstes Online-Seminar-Wochenende am 15.-17. Januar: https://benediktseminar.org/


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

GebetPsalm 141 (klicken)

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Schriftteil und Anstöße zur Lesung

Lesung: 2. Samuel 18 (klicken)

Guter Bote, gute Nachricht? Oder erfüllte Gerichtsbotschaft?

Die durch Absaloms Berater Huschai (in Jerusalem) gewonnene Zeit – zur Sammlung und Aufstellung der Soldaten Davids jenseits des Jordans – von nur einem Tag, reichte aus, um eine schlagkräftige Truppe mit drei Heereshaufen aufzustellen und gegen Absalom und dessen Heer kämpfen zu können. Als die Heere aufeinandertreffen, kommt in der Waldschlacht Absalom im Dickicht des Waldes jämmerlich um. Sein von allen bewundertes langes, lockiges Haar hatte sich an den Eichen-Ästen so verfangen, dass er zwischen Himmel und Erde hängen blieb, sein Maultier entkam, und er dabei von Davids Heerführer Joab und dessen Knappen erschlagen wurde.

Bei unserer heutigen Betrachtung erkennen wir zwei Themen, die auf Aussagen Gottes beruhen.

1. Du sollst Vater und Mutter ehren, auf dass du lange lebst im Lande. Absaloms Plan war es, seinen Vater zu töten. Dieser Plan wurde vom Himmel durchkreuzt, und er wurde zwischen Himmel und Erde hängend getötet. Auf Verunehrung des Vaters folgt die Antwort Gottes eines kurzen Lebens. Hatte Absalom dieses Ende nicht schon vorgeahnt? Denn er hatte bereits vorausplanend zu Lebzeiten sein eigenen Denkmal erschaffen (V 18). Wahrscheinlich waren seine eigenen drei Söhne bereits verstorben. Seine Dynastie hatte keinen Fortbestand. Wir lernen von diesem tragischen Leben dies. Wer im Leben zuerst nach seinem eigenen Reich und der Aufrichtung seines eigenen Denkmahls trachtet (vergl. Mt. 6,33), über dessen Leben wird, wie hier verdeutlicht, nur ein großer Steinhaufen am Ende aufgehäuft werden und übrigbleiben. Damit wird ausgesagt, dass Absalom den Tod eines Verbrechers gestorben ist. (vergl. Jos 7,26; 8,29)

2. Weiter trifft an dieser Stelle die Aussage Gottes durch den Propheten Nathan auch als Gericht über David ein. Weil David den Uria, den Mann seiner jetzigen Frau Bathseba, hatte umbringen lassen, deshalb erfüllt sich erst nach vielen Jahren das Wort Nathans: So soll von deinem Haus das Schwert nimmermehr lassen (2Sam 12,10).

Gute Botschaft, schlechte Botschaft? Joab wusste um die Bedeutung der Botschaft, die er David senden wollte. Jede äußere Form bestimmt auch den Inhalt einer Botschaft. (Z.B. unterstützt oder zerstört auch eine Predigt- oder Gottesdienstform den wichtigen Inhalt, der verstanden werden soll). Würden jetzt mehrere Läufer geschickt, würde es aussehen als würden diese vom Kampffeld fliehen. Würde jedoch ein dunkelhäutiger Läufer ankommen, würde man eine dunkle Botschaft vermuten. Deshalb wollte Joab sicherlich nicht Ahimaaz, den hellhäutigen Priestersohn, sondern den dunkelhäutigen Äthiopier mit der für David schlechten Nachricht schicken. Wir merken, als David einen Läufer nach dem anderen erkennt, dass er von beiden eine gute Nachricht aus seiner Sicht erwartete. Dies war jedoch falsch. Es war zwar für Joab, für das Land und das Volk Israel eine gute Nachricht, dass Absalom tot sei und das priesterliche Königreich weiter besteht, aber für David war es die Todesnachricht über seinen empörenden, aber emotional geliebten Sohn. David versuchte anfänglich aus der äußeren Form der Botschafter eine gute Nachricht herauszulesen. Doch dem war nicht so.

Auch wir müssen achtsam sein, dass uns nicht Die Welt des positiven Denkens (wie z. B. Dale Carnegie, Robert Schuller, etc., lehren) bestimmt, sondern die Gerechtigkeit Gottes und sein Heil uns leitet. Denn von hier aus können wir unsere Situation und die unsere Welt recht interpretieren. Ansonsten stehen wir in der Gefahr, die Realität unseres Lebens zu bunt zu malen, obwohl sie äußerst schwarz ist. Doch die Gute Botschaft lautet bereits im Alten Testament so, wie sie immer an einem anglikanischen Apostel-Gedenktag angekündigt wird: Wie willkommen sind auf den Bergen die Schritte des Freudenboten, der Frieden ankündigt, der eine frohe Botschaft bringt und Heil verheißt, der zu Zion sagt: Dein Gott ist König. (Jes 52,7-10).


Lesung – Lukas 23,26-43(klicken)

Das Kreuz nachtragen oder am Kreuz hängen

Das Bild des Simon von Kyrene lässt in uns an Jesu Ermahnung erinnern, dass wir sein Kreuz auf uns nehmen und als unser eigenes Kreuz Jesus nachtragen sollen. Jesus sorgt sich hier trotz eigener Not um die klagenden Frauen Jerusalems. Er gibt durch das schwer zu verstehende Sprichwort zu bedenken, wie sein junges Leben jetzt durch den baldigen Tod bedroht ist, er weist darauf hin, dass auch das alte Jerusalem in Zukunft von Zerstörung und Auslöschung bedroht sein wird (V 31).

Das Bild, das zwei zur Rechten und Linken des Herrn hängenden Menschen zeigt, ist ein Abbild, das der gesamten Menschheit gilt. Die Botschaft ist, dass der Erlöser in der Mitte hängt und die Erlösung der Menschheit um ihn herum anbietet. Erkennen diese Ihn, und nehmen sie diese Botschaft an? Die Soldaten verspotten ihn am Kreuz, der eine, bald sterbende Übeltäter, stimmt mit in die Verspottung ein. Diese alle entscheiden sich gegen Jesus und seine Erlösung, ohne Hoffnung auf ein endzeitliches Paradies. Doch der andere Verbrecher, der weist seinen Kameraden offen zurecht, und er beschreibt sein Erlösungsbedürftigkeit so: Wir sind zurecht verurteilt für unsere Taten und schuldig. Er bekennt sich selbst als schuldig, Christus dagegen als den Unschuldigen. Und dann bittet er (unterwürfig: gedenke an mich Herr …), dass er doch Anteil am Paradies des Reiches Gottes erhält. Diese Entscheidung und Bitte nimmt Jesus dort am Kreuz an und besiegelt sie mit seiner Zusage.

Alle Menschen stehen mit Geburt und Eintreten in die Welt vor der Entscheidung wie diese beiden Männer: Entweder Jesus abzulehnen und zu verspotten oder ihre eigene Schuldhaftigkeit anzuerkennen. Wenn sie aber Jesus annehmen und ihn um den Miteintritt in das himmlische Paradies bitten, dann beginnt die Aufnahme ins Paradies. Mit welchem der beiden identifizierst du dich? Was war oder ist deine Entscheidung?

Abschlussgebet

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Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all’ unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.

Oder

Abendliches Gebet um Frieden

O Gott, von Dir kommt alles heilige Verlangen, jeder gute Rat und jede gerechte Tat. Gib uns, Deinen Dienern, den Frieden, den die Welt nicht geben kann, damit unsere Herzen willig sind, Deinen Geboten zu folgen. Befreie uns von der Furcht vor unseren Feinden, damit wir unsere Tage in Ruhe und Frieden verleben können. Durch die Verdienste unseres Heilandes Jesus Christus. Amen.

Segen – 2. Kor 13,13

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17. Dezember – Hauskirche

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Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

GebetPsalm 141+  –Psalm 142(klicken)

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Schriftteil und Anstöße zur Lesung

Lesung: 2. Samuel 17 (klicken)

Rat zum Heil oder Unheil

In die Wirrnis dieser Zeit, fahre Strahl der Ewigkeit. So beschreibt ein Lied den Weg für Gottes Kämpfer zur Gottesstadt. – In dieses Durcheinander nimmt uns das Kapitel mitten hinein. Durch Vorsehung Gottes und Vertrauen Davids kommt es im Königspalast zur Abwägung und Entscheidung über zwei gegensätzliche Strategien. Der Topratgeber Ahitofel will sofort eine Truppe hinter David herschicken, bei seiner Flucht überraschen. Das gefällt den Ältesten. Der Rat des zweiten Mannes, Huschai, scheint nachhaltiger und erfolgreicher zu sein. Absalom mit dem allgemeinen Volk entscheidet sich aber für die zweite Option, um mit dem gesamten Militär David sicher zu vernichten. Mit der Annahme dieses Rates verschafft Huschai David und seinem Trupp einen ganzen Tag Vorsprung und die Sicherheit dem Heer zu entkommen. All dies sieht sich wie ein Puzzle- und Glücksspiel der Umstände des Lebens an. Doch wie sich die Geschichte entwickelt und endet, erkennen wir die gute Hand Gottes. Das biblische Zeugnis spricht bereits hier vom unsichtbaren Rat Gottes zum Heil für David: So schickte es der HERR, dass der kluge Rat Ahitofels verworfen wurde, damit der HERR Unheil über Absalom brächte (V 14).Dies alles geschieht aber nach Gottes Willen und gemäß Davids Gebet. Herr mache den Rat Ahitofels zur Torheit.

Auch wir können in den Wirrnissen unserer Zeit (ob Umwelt oder Innenwelt) weiter auf Gottes Verheißung setzen und auf unser Gebet zu ihm. Selbst wenn wir nur von einen Tag zum anderen – je nach menschlicher Sicht – unser Leben gestalten können, dürfen wir wissen, dass alles Geschehen nach Gottes Willen abläuft und uns schlussendlich zum Heil dient.

Lesung Lukas 23,13-25(klicken)

Staatlich freigesprochen – doch Volk fordert Tod – was ist Gottes Wille?

Volk fordert Kreuzigung

Gottes Ratschluss kommt nicht nur durch seine Gläubigen, sondern auch durch seine Feinde zustande. Hier benutzt Gott zwei ehemalige Feinde der Obrigkeit, um seinen Plan durchzuführen. Obwohl beide Richter auf Freispruch entscheiden, wird das durch religiöse Hetze aufgebrachte Volk durch letztendliches Nachgegeben, deren Willen ausgeführt, Jesus der scheußlichsten Hinrichtung zum Tode zu übergeben. Trotz des Freispruchs beider wird jedoch nach Apostelgeschichte 4,25-28 angedeutet, dass Pilatus und Herodes (Ps 2,1+2) als Feinde Gottes zusammen mit dem Volk bezeichnet werden.

Unbegreiflicherweise kommt aber gerade so Gottes ewiger Ratschluss in den zeitlichen Wirren der Menschen doch so zum Heil für uns am Kreuz zum Abschluss und auch zum Heil für alle, die den stellvertretenden Kreuzestod für sich im Glauben annehmen.

Abschlussgebet

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Morgendliches Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all’ unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.

Oder

Abendliches Gebet um Frieden

O Gott, von Dir kommt alles heilige Verlangen, jeder gute Rat und jede gerechte Tat. Gib uns, Deinen Dienern, den Frieden, den die Welt nicht geben kann, damit unsere Herzen willig sind, Deinen Geboten zu folgen. Befreie uns von der Furcht vor unseren Feinden, damit wir unsere Tage in Ruhe und Frieden verleben können. Durch die Verdienste unseres Heilandes Jesus Christus. Amen.

Segen – 2. Kor 13,13

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Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

16. Dezember – Hauskirche

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Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

GebetPsalm 140 – (klicken)


Schriftteil und Anstöße zur Lesung

Lesung: 2. Samuel 16 (klicken)

Den roten Faden des Lebens erkennen

Wenn zwei sich streiten, freut sich der Dritte. So ein bekanntes Sprichwort. Dass andere auch von Streit profitieren wollen, das gab es schon immer. Vermutlich hat deshalb Mephiboscheth, der körperlich behinderte Sohn Jonathans, sich nach Jerusalem begeben, um nach den Kämpfen zwischen Sohn und Vater (und deren Tod?) die alte Dynastie als einziger Erbe doch noch anzutreten (K 9). So wenigsten hört sich hier die Geschichte seines Gutsverwalter Ziba, eines Opportunisten, an. Er biedert sich dem flüchtenden David mit Verpflegung und Geschenken an und bezichtigt seinen Herrn als Verräter an David. David hinterfragt die ganze Sache. Aber am Ende stellt es sich heraus, dass Ziba um seines Vorteils willen gelogen hat (19,24-30). Beobachten wir, ob Menschen sich um ihres Vorteils willen in Kirche und Mission engagieren oder uneigennützig Gottes willen folgen.

Ein weiterer Zwischenfall auf der Flucht, mit dem David konfrontiert wird, ist der fluchende Simei, einer aus der Verwandtschaft Sauls, der David als Blutmensch bezeichnet. Vielleicht meint er, wie andere, dass Sauls Tod und der seiner Söhne im Krieg mit Davids Steuerung im Hintergrund zu tun hatte. Davids anwesende Helden wollten ihn daraufhin gleich köpfen. Doch David bleibt ruhig und vertraut auf die Führung Gottes und an seine Vorherbestimmung. Wenn er sich schon nicht an seinem Feind Saul gerächt hatte, wieviel mehr sollte er es hier gegen einen seiner feindlichen Verwandten tun? Denn wenn diese Schimpfworte zur Prüfung seines Lebens von Gott geschickt sind, dann wolle er dies hinnehmen und ertragen. Auch wir werden durch falsche oder richtige Vorwürfe aus christlicher oder nichtchristlicher Umgebung geprüft. Bleiben wir darin gelassen und hören aus solchen Vorwürfen heraus, was uns Gott damit sagen möchte?

Selbstinthronisation

Die schlimmste Denunzierung aber, die David zum Schluss erfährt und bei der Thronbesteigung Absaloms geschieht, ist die öffentliche Vergewaltigung seiner zurückgelassenen Nebenfrauen. Dieser Akt Absaloms folgt dem Rat des Königsberaters Ahitophels, um das Zerwürfnis mit David als endgültig zu deklarieren und gleichzeitig mit der Übernahme der Frauen Davids den Antritt seiner Königsrechte zu demonstrieren. Ob diese Ratschläge Ahitophels wirklich als Gottesantwort bestätigt werden, das wird sich in der Geschichte Absaloms und Davids noch zeigen.

Wichtig erscheint uns in dieser tiefsten Staats- und Königskrise Israels, dass David zurückhaltend und abwartend in den drei Begebenheiten (V 3,8 +18) den Ratschluss Gottes erkennen möchte. Steht Gott noch zu seinem Bund mit ihm trotz seiner vergangenen Verfehlungen, und was soll er aus dieser Lebenskrise für sich jetzt lernen? David wird im weiteren Verlauf tatsächlich erkennen, dass seine Erwählung immer noch gültig ist, aber auch, dass diese Fluchterfahrungen mit der vorherbestimmten Strafe zu tun hat, die ihm Gott durch Nathan damals angekündigt hatte (2Sam 11,11-12).

Wollen auch wir in unseren gegenwärtigen Krisen oder schwierigen Umständen für uns den roten Faden des Ratschlusses und der Vorherbestimmung Gottes erkennen, der uns erwählt hat, ob er uns gerade prüft, tadelt oder auch liebend straft.

Lesung Lukas 23,1-12(klicken)

Jesus als unschuldig und mit Königswürde bestätigt

Drei Anklagen werden von den Juden vor Pilatus gegen Jesus eingebracht. 1. Volksverhetzung, 2. Steuerverweigerung gegenüber Rom und 3. Königsambitionen. Während Jesus dem Römer Pilatus nur auf die dritte Frage antwortet, dass er durch seine Auferstehung von den Toten von Gott zu einem göttlichen Reich inthronisiert werde (22,69), schweigt Jesus bei der Befragung durch den jüdischen König Herodes Antipas vollkommen. Beide Herrscher bezeugen aber, dass Jesus unschuldig ist. Aber Herodes und die jüdischen Soldaten verspottet Jesus. Das weiße Gewand hier verdeutlich einerseits Jesu Unschuld und andererseits die ihm zustehende Königswürde. Obwohl beide Vertreter des Rechts und der Obrigkeit ihn als unschuldig proklamieren, folgt daraus keine Entscheidung, im nachzufolgen.

Mit dieser Darstellung über Jesus werden wir als vor Gott Schuldige mit dem vollkommenen Unschuldigen und Reinen konfrontiert. Aber durch den Glauben an ihn wird unsere Schuld ganz vergeben, wir werden rein. Wir entscheiden uns aber anders als Pilatus und Herodes, fortan unserem himmlischen König zu folgen.

Abschlussgebet

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Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all’ unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.

Oder

Abendliches Gebet um Frieden

O Gott, von Dir kommt alles heilige Verlangen, jeder gute Rat und jede gerechte Tat. Gib uns, Deinen Dienern, den Frieden, den die Welt nicht geben kann, damit unsere Herzen willig sind, Deinen Geboten zu folgen. Befreie uns von der Furcht vor unseren Feinden, damit wir unsere Tage in Ruhe und Frieden verleben können. Durch die Verdienste unseres Heilandes Jesus Christus. Amen.

Segen – 2. Kor 13,13

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15. Dezember – Hauskirche

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Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Nachfolgend eine Kurzauslegung zur Unterstützung der häuslichen Andacht und Pflege des geistlichen Lebens nach anglikanischer Tradition.

Die Gesamte Jahreslesung hier zum Downloadhttp://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

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Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

GebetPsalm 139,17-32 – (klicken)


Schriftteil und Anstöße zur Lesung

Lesung: 2. Samuel 15 (klicken)

Auf der Flucht, aber mit Gott!

Absalom hatte einmal einen Fehler bei der spontanen Rache und Ermordung seines Halbruders gemacht. Diesen Fehler wollte er nicht bei der Entthronung seines Vaters David wiederholen. Deshalb baute er vier Jahre lang sein geheimes Netzwerk auf, redet den Menschen aus dem Norden und Süden, die zur Rechtsprechung nach Jerusalem kommen, heimlich ins Ohr, für ihn als obersten Richter zu stimmen. Damit meinte er gleichzeitig, ihn als König und obersten Rechtsprecher zu unterstützen. Weiter förderte er beständig die Kritik an der Rechtsprechung und der Regierung Davids und unterhöhlte dadurch dessen Vertrauen in ganz Israel. Dieser böse Sauerteig gärte und schien jetzt aufzugehen. Selbst David ahnte nichts davon, als Absalom ihm vorlog, einen Gottesdienst mit Gelübde und Opfer in der Hebron zu feiern.

In Hebron befand sich eine Art Nationalgedenkstätte, wo Abraham und Sara begraben waren, wo auch David zum König gesalbt wurde. Alles war für die Unterstützung, Salbung und Ausrufung Absaloms geheim vor David bis in Detail durchgeplant worden. Wahrscheinlich hatte Absalom auch die Unterstützung des ganzen Heeres, sowie des Nord- und Südreiches, die in seine Krönung geheim mit einbezogen waren. Doch nur die Stadt Jerusalem, Davids Stadt, blieb ahnungslos außen vor. Und als David von dem Umsturz erfuhr, er diese Stadt in der Mitte des Reiches vor Leid und Zerstörung bewahren wollte, zog David es vor, mit seinen ergebenen 600 Helden über den Bach Kidron hinweg die Flucht gemeinsam mit seinen übrigen Streitern und Familien anzutreten.

David vertraute der Barmherzigkeit Gottes und weil er in dessen Bund stand, dass er nicht gegen seine eigenen Sohn kämpfen bräuchte, noch Jerusalem verteidigen zu müssen. Er kämpfte früher nicht gegen Saul, und er würde jetzt auch nicht gegen seinen eigenen Sohn kämpfen. Sondern er vertraute Gott. Der würde weiter mit ihm sein, ihm Gnade schenken und ihn durch seine Gnade wieder zurückbringen. Deshalb brauchte und wollte er nicht kämpfen, noch sich selbst zu verteidigen. Aber doch ließ er vertrauenswürdige Informanten als Berater und Priester im Machtzentrum des neuen Königs zurück, mit dem Ziel, Absaloms Pläne zu vereiteln und gleichzeitig ihn durch dieses auskundschaftende Netzwerk zu informieren.

In gleicher Weise dürfen auch wir in den schwierigen Situationen und Umständen des Lebens darauf vertrauen, dass Gott für uns ist und uns nicht verlässt. Ist Gott für uns, wer mag wieder uns sein. Halleluja, preist den Herrn.

Bei dieser Auseinandersetzung ging es nicht darum, wer von diesen beiden siegen wird, sondern wer von den beiden ist von Gott bestellt, wer ist der Mann nach dem Herzen Gottes, und zu wem bekennt sich der treue Bundesgott? Zu David, der eilig über den Kidronbach hinwegzieht und flieht, oder zu Absalom, der ohne Widerstand in Jerusalem jetzt einzieht?


Lesung– Lukas 22,54-71 – (klicken)

Verleugnet, verachtet, verspottet und verurteilt.

Petrus, der Felsenmann, der vermeintlich willensstarke Bootsmann, beginnt im Sturm des zu Jesu Bekennens dreimal erbärmlich zu versagen. Aus Angst vor möglicher Verhaftung und Mitkreuzigung streitet er ab, weder Jesus zu kennen, eine Beziehung zu ihm zu haben, noch ihm nachzufolgen. Doch als der Hahn am frühen Morgen kräht, da schlägt ihm das Gewissen und seine Sündenschuld der Verleugnung treibt ihm die Tränen in seine Augen.

Jesus verleugnen, heißt keinerlei Beziehung zu ihm zu haben, nicht an ihn zu glauben und nicht in seiner Nachfolge zu stehen. Dies ist die Situation von Nichtchristen. Sie lehnen Jesus ab, haben keinerlei Kenntnis über sein Gott- und Menschsein und sein Erlösungswerk. Sie haben keinerlei Beziehung zu ihm und stehen solange in der Dunkelheit, bis ihr Gewissen durch einen Hahnenschrei aufgeweckt wird und sie im Innern berührt werden.

Wer aber Jesus nachfolgen will, der verleugne sein eigenes Ich, dass er das alte, sündige Ich nicht mehr kenne, nicht mehr in Beziehung zum sündigen Ich steht und nicht mehr diesem alten Ich Folge leistet. Das bedeutet, mit Jesus gekreuzigt zu sein. Und dies ist das genaue Gegenteil von Selbstliebe, die oft für Christen fälschlicherweise als Hilfe angepriesen wird. Doch erst, wenn die Selbstverleugnung vom alten Ich beginnt, sind wir wirklich frei, das Kreuz Jesu auf uns zu nehmen und ihm nachzufolgen.

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Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all’ unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.

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Abendliches Gebet um Frieden

O Gott, von Dir kommt alles heilige Verlangen, jeder gute Rat und jede gerechte Tat. Gib uns, Deinen Dienern, den Frieden, den die Welt nicht geben kann, damit unsere Herzen willig sind, Deinen Geboten zu folgen. Befreie uns von der Furcht vor unseren Feinden, damit wir unsere Tage in Ruhe und Frieden verleben können. Durch die Verdienste unseres Heilandes Jesus Christus. Amen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen:

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.