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Das Allgemeine Gebetbuch

~ Das Gebetbuch gründet sich auf die klassische Version von 1662

Das Allgemeine Gebetbuch

Kategorien-Archiv: Hauskirche

7. Juli – Hauskirche

07 Dienstag Jul 2020

Posted by Bischof Meyer in Hauskirche

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Schlagwörter

Angst, Glaube, Judas, Kuss, Riesen, Trauben, Unglaube, Verrat

Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Schriftteil

AT– 4Mo/Numeri 13

https://www.bibleserver.com/EU/4.Mose13

Gebet – Psalm 8

https://www.bibleserver.com/EU/Psalm8

NT – Markus 14,43-52

https://www.bibleserver.com/EU/Markus14%2C43-52


Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT– Numeri 13 – Innerer Zerfall und geistliche Abwärtsspirale vor der Land-Einnahme

Äußerlich hat das Volk Frieden. Doch die innerliche Bedrohung des Volkes Gottes, ihres Glaubens, setzt sich vor der Land-Einnahme weiter fort. Wir erkennen eine theologische Abwärtsentwicklung und einen Verlust des Glaubens. Es begann mit der Unzufriedenheit des Volkes, sie wurde verstärkt durch ihr Murren, gefolgt von übler Rede und Kritik an ihrem Leiter Mose. Hier folgen nun negative und aufgebauschte Berichte, die zur Rebellion führen können.

Zur Erkundung des Landes sendet Mose auf den Befehl Gottes 12 Mitstammesälteste aus, die noch jünger an Jahren waren, und eine 450 km Strecke vom Süden, Hebron, bis in den Norden (später Dan) hin und dann wieder zurück zu Fuß durchqueren sollten. Unter ihnen finden sich die später bekannteren Namen wie Josua und Kaleb. Da es sich um eine Mission des Herrn handelte, wurde Hoseas Name „er hilft“ zu Beginn in Josua, „der Herr hilft“ umgewandelt. Der gleiche Name später in Griechisch ist Jesus. Durch diese Namensveränderung sollten auch alle übrigen Kundschafter solch einen Blick bei der Erkundung und Beurteilung des Landes, dass „Jahwe hilft“, im Auge behalten. Diese 12 verließen etwa gegen Ende Juli das Camp und kehrten nach reicher Erfahrung und Erkenntnis mit Früchten des Landes, riesigen Trauben und Granatäpfeln, beladen wieder zurück. Die Zeit von 40 Tagen sollte gleichzeitig eine Prüfungszeit des Glaubens für sie und das wartende Volk sein.

Nach der gelungenen Auskundschaftung wurden zwei unterschiedliche Botschaften als Report an das Volk gegeben. Einmal war es ein Bericht des Glaubens durch Josua und Kaleb, dann des Unglaubens. Würden sie auf den negativen Bericht der 10 Kundschafter unter dem Aspekt des Unglaubens hören und sich beeinflussen lassen, dann würden sie nur auf die Riesen, die Probleme und Unmöglichkeiten des Landes schauen, die sie überwältigen könnten. Als Resultat würden sie sich im Unglauben von der Land-Einnahme abwenden und somit Gottes Plan vereiteln. Sie würden dann nicht auf die Verheißung Gottes und die mitgebrachten Früchte des Landes schauen als Angeld und Vorschuss, sondern subjektiv auf ihre eigene Unfähigkeit, Schwachheit und ihren Fuß aus Angst und Unglaube nicht auf das vor ihnen liegende Land setzen.

Riesen auf Sylt –Rainer-Bresslein

Würde aber das Volk auf den Bericht des Josua und Kaleb hören, der unter dem Glaubensaspekt berichtet wurde, dass bei dieser Herausforderung „der Herr hilft“, wie er es auch beim Auszug aus Ägypten und unterwegs bisher bewiesen hatte, dann würden sie das Land bald für sich und Gott einnehmen.

Auch heute stehen wir als Christen und Verantwortliche für Kirche und Verkündigung des Evangelium vor unseren immer gegenwärtigen Riesen: Corona ist überall. Sollen wir ständig in Angst und so im Unglauben leben, uns zurückziehen? Wollen wir uns doch nicht durch die täglichen Statistiken, ständigen Berichte und neuen Vorschriften des Tages und der Woche von unserem eigentlichen Auftrag abbringen lassen: Sei getrost und unverzagt, nehmt jede Stätte ein, wo ihr eure Füße im Glauben hinsetzten werdet. Denn wer da glaubt, flieht nicht. Wollen wir gerade in Zeiten mit riesigen Schwierigkeiten uns nicht ängstlich zurückziehen, sondern gerade dann bereit sein, das Land des Reiches Gottes einzunehmen.

NT – Markus 14,43-52 Verrat am Leiter, aber die Fliehenden kommen später zurück

Nacht, Dunkelheit, Alleinsein. Der Leiter ist schlussendlich immer der Einsame, auch wenn sein Alleinsein nur vor Gott besteht. Dies wird daran deutlich, dass seine Mitarbeiter schlafen und ihren Meister allein lassen, ihn nicht verstehen und ihn sogar bald verlassen werden. Mittendrin verrät einer aus dem innersten Zirkel ihn mit einem verlogenen Kuss, der eigentlich die Abhängigkeit des Schülers vom Rabbi andeutete. Damit bestimmt er nun über den Meister und kennzeichnet ihn als Opfer des Todes. Petrus dagegen handelt impulsiv und fleischlich, als er mit dem Schwert die Folge der Festnahme verhindern will. Der Hinweis aber, dass es sich bei dem turbulenten Nachtgeschehen um die Erfüllung des Planes Gottes handelt, wird mit dem Hinweis auf die Erfüllung der Schrift bestätigt (Jes 53,3ff). Hier treffen geheimnisvoll menschliche und göttliche Entscheidungen aufeinander.

Die letzten beiden Verse deuten auf den Schreiber des Evangeliums hin, nämlich, dass der junge Mann, der die Flucht ergreift, Johannes Markus sein soll. Er ist derjenige, der dann später Petrus auf den Missionsreisen nach Rom begleitet und seine Botschaft dort dolmetscht, ihm das Evangelium (das wir hier lesen) übersetzt.

Abschlussgebet

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

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6. Juli – Hauskirche

06 Montag Jul 2020

Posted by Bischof Meyer in Hauskirche

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Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenk agen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Schriftteil

AT– 4Mo/Numeri 12

https://www.bibleserver.com/EU/4.Mose12

Gebet – Psalm 7

https://www.bibleserver.com/EU/Psalm7

NT – Markus 14,43-52

https://www.bibleserver.com/EU/Markus14%2C43-52


Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT– Numeri 12 – Umgang in Führungsposition mit Machtansprüchen

Auf halben Weg in das Verheißene Land find wir drei Anklagen des Volkes oder der Leiterschaft gegen Mose. Zu Beginn war es das Volk, jetzt kommt der Angriff aus der engen Leiterschaft. Kurz vor diesem Ereignis erhielt Mose 70 erfahrene Älteste im Volk zur Seite gestellt, die mit dem prophetischen Geist erfüllt wurden. Dieses mag ein Anlass für Mirjam und Aaron gewesen zu sein, ihre Stellung zu bewahren oder erneut herauszustellen. Mirjam war die Prophetin (Ex 15,20) und Frauenführerin des Volkes, Aaron der ordinierte Leiter der gesamten Priesterschaft. „Ich auch“ war der Ruf, ein Anschlag, um in die erste Leitungsposition zu kommen. Das Argument, dass sie hier gegen ihn hervorbringen, ist ein untergeschobenes völkisches Argument: Er habe sich eine Ausländerin (Kuschiterin) eine Dunkelhäutige zur Frau genommen. Kusch ist im Norden Arabiens zu suchen (Habakuk 3,7) und bezieht eher auf seine frühere Heirat mit Zippora. Unbewiesen ist eine zweite Heirat mit einer anderen Person. Diese Verbindung, so behaupten sie, würde ihn aber rechtlich von seiner Position als des Herrn Hauptsprecher und Propheten disqualifizieren. Die Attacke geht von der eigenen Schwester aus. Sie stiftet den Bruder und Hohenpriester Aaron mit an, gegen Mose als Hauptleiter zu rebellieren und sich in Führungsposition inmitten der neu eingesetzten 70 prophetischen begaben Ältesten zu bringen. Die Herausforderung gegen Mose als Leiter ist eine Anklage gegen Gott und seine Führung. Gott beruft sie in die Stiftshütte vor den Vorhang seiner Gegenwart und macht ihnen einmal den Unterschied seiner besonderen Beziehung und seines unterschiedlichen Redens zwischen Mose und anderen Propheten deutlich. Weiter straft er die Prophetin Mirjam, die diese Rebellion innerhalb der Leiterschaft inszeniert hatte, mit 14 Tage Quarantäne. Die bestand einmal aus sieben Tagen – wegen ihrer plötzlichen Hautkrankheit – außerhalb der Volksgemeinschaft zu leben, und weiteren sieben Tage des Abgesondertsein von ihrer Familienwohnung.

Machtpostition in Religion

Nicht nur in politischen Kreisen, sondern auch in christlichen und Kirchenleitungen findet man dieses Phänomen immer wieder, dass sich Menschen durch vorgeschobene Anklagen oder Themen rechtzeitig um Positionen und vorderste Plätze bringen wollen. In der Kirche Christi ist es nicht so. Demut (V 3) zeigt sich darin, dass sich die Person mit allen Wünschen und Ambitionen zurücknimmt, auch darunter leidet, und vor allem dem Auftrag und dem Willen Gottes gehorcht. In diesem Zustand ist der Leiter auch recht verletzlich durch Menschen. Aber wenn er in dieser Situation seine Persönlichkeit so sehr zurücknimmt, dass nicht er sich verteidigt, nicht er sich mit seinen Gegnern auseinandersetzt und argumentiert, sondern sich still verhält, dann kann Gott mit der Person handeln. Mose betet in dieser Zurückhaltung inständig zu Gott. Daraufhin erscheint Gott der Mirjam und dem Aaron direkt. Sie müssen sich vor ihm verantworten und erleben eine erfahrbare Züchtigung für ihre inszenierte Rebellion. Dann greift Gott direkt im Leben ein. Dieses geistliche Prinzip gilt auf allen familiären, kirchlichen und gesellschaftlichen Ebenen immer dann, wenn rechtliche Autorität und Führungspositionen infrage gestellt werden. Demut ist nicht nur eine Zurücknahme seiner Selbst, sondern zuerst eine positive Hingabe an die Berufung und persönlichen Dienst für Gott. Dies erkennen wir an der Demut Mose in seiner Leitung des Volkes Israels und besonders im Vorbild unseres Herrn Jesus Christus. (Phil. 2,3-8).

In der alten Kirche gab es die Frage: Woran erkennt man einen Bischof? Antwort: Daran, dass man ihn nicht hört! (Jedoch alles in der Stille mit Gott bespricht, dann aber zur rechten Zeit entscheiden kann). Wollen wir uns als Berufene der Verantwortung in unserer jeweiligen Leitungsposition bewusstwerden und nach diesen Prinzipien zur Ehre Gottes in Demut handeln, beten und warten, damit ER in seiner Zeit antwortet und auf seine Weise diese Angelegenheit löst.

NT – Markus 14,43-52 Verrat am Leiter, aber die Fliehenden kommen zurück

Nacht, Dunkelheit, Alleinsein. Der Leiter ist schlussendlich immer der Einsame, auch wenn sein Alleinsein nur vor Gott besteht. Dies wird darin deutlich, dass seine Mitarbeiter schlafen und ihren Meister allein lassen, ihn nicht verstehen und ihn sogar bald verlassen werden. Mittendrin verrät einer aus dem innersten Zirkel ihn mit einem verlogenen Kuss, der eigentlich die Abhängigkeit des Schülers vom Rabbi andeutete. Damit bestimmt er nun über den Meister und kennzeichnet ihn als Opfer des Todes. Petrus dagegen handelt impulsiv und fleischlich, als er mit dem Schwert die Folge der Festnahme verhindern will. Der Hinweis aber, dass es sich bei dem turbulenten Nachtgeschehen um die Erfüllung des Planes Gottes handelt, wird mit dem Hinweis auf die Erfüllung der Schrift bestätigt (Jes 53,3ff). Hier treffen geheimnisvoll menschliche und göttliche Entscheidungen aufeinander.

Die letzten beiden Verse deuten auf den Schreiber des Evangeliums hin, nämlich, dass der junge Mann, der die Flucht ergreift, Johannes Markus sein soll. Er ist derjenige, der dann später Petrus auf den Missionsreisen nach Rom begleitet und seine Botschaft übersetzt.

Abschlussgebet

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

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4. Juli – Hauskirche

04 Samstag Jul 2020

Posted by Bischof Meyer in Hauskirche

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Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Schriftteil

AT– 4Mo/Numeri 4

https://www.bibleserver.com/EU.Ne%C3%9C.MENG/4.Mose11%2C1-23

Gebet – Psalm 5

https://www.bibleserver.com/EU/Psalm5

NT – Markus 14,12-25

https://www.bibleserver.com/EU/Markus11%2C12-25


Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT– Numeri 11,1-23 – Lustprinzip in der Gemeinde und Gottes Abhilfe

Mit dem ersten Umzug und Ortswechsel entdecken wir eine Unzufriedenheit im Volk Gottes, das sich in den anschließenden Kapiteln 12-14 und in 16 und 20 weiter entfalten wird.

Ausschlaggebend für die „Infektion“ mit der Unzufriedenheit sind die mitgezogenen Fremden (unzufriedenes Gesindel: Mischvolk und Nichtisraeliten) aus Ägypten, die ursprünglich nicht zum Volk Gottes gehörten. Ihre einst nach Wünschen und Lüsten ausgerichtete Lebensweise Ägyptens (Fleisch und stimulierenden Gewürze, etc.) ist für sie sehr unbefriedigend. Sie stecken viele der Bundes-Israeliten mit dem fleischlich-seelischen Virus „Lasst uns endlich wieder Party feiern“ an. Diese infizierenden Gedanken (nach Fleisch und Gewürzen) verbreiteten sie unter dem Volk Gottes. Während der einjährigen zurückgezogenen Wüstenzeit, der Kontemplation und geistlich-strukturellen Neuorientierung vermissten sie Pep, Party und Privatgestaltung. Gott antwortet den in den Außenbezirken des Heiligtum zeltenden Fremden mit einem wütend um sich greifenden Feuer. Dieser Außen-Brand hätte den 12 Stämmen als Warnung dienen sollen, aber sie verstanden Gottes Warnung nicht.

Finden wir solche Mitbringsel und Ideologien nicht ähnlich in heutigen Beziehungskreisen? Da entstehen Beziehungen zwischen christlichen und nichtchristlichen Familien, und als Resultat unterschiedliche Gottes- und Lebensbilder dann vermischt in neuen Ehe- oder Lebenspartnerschaften. Wenn dann auch noch eine Person diese Partylebensgestaltung oder andere moderne Ideologie in den Mittelpunkt der Beziehung stellt, dann wird diese Beziehung bald zu brennen beginnen. Nach dem Motto: Ich benutze den und die andere nur solange, wie ich davon Nutzen habe und sie mich zufriedenstellt. Andernfalls verlasse ich diese Beziehung.

Wird dann neben dieser „Partystimmung“ auch noch eine Politik- und nichtchristliche Ethikgesinnung in die „Großfamilie“ der Ortsgemeinde und Kirche hineingebracht, wird dann das Feuer von außen her brennen und die Kirche Christi mit ihrer eigentlichen Berufung zerstören. Wollen wir darauf achten, dass weder die christliche Klein- noch Großfamilie mit dem Party for Life Virus (Wohlfühl- und Hauptsache gesund „Evangelium“) noch mit dem Virus Politics for Power (Machtpolitik in der Kirche) infiziert werden.

In dieser neuen Situation ist Mose verzweifelt. Er hat dieses Volk nicht geschaffen, ihm nichts verheißen, sieht sich auch nicht verantwortlich für ihre Nahrung noch ihre seelischen Bedürfnisse. Mit dieser neuen zusätzlichen Verantwortung fühlt er sich überfordert. Er möchte sie insgesamt abgeben und am liebsten sterben. In dieser Situation kommt Gott der Verzweiflung Moses entgegen. Weder tadelt noch lobt er Mose. Doch begegnet der ihm in seiner Gnade mit Trost, Verständnis und mit organisatorischem Rat und Hilfe durch den Heiligen Geist.

Oft geht es verantwortlichen geistlichen Leitern in der Ortsgemeinde und Kirchenleitung ähnlich wie Mose. Sie werden immer wieder durch neue Ideen, Wünsche, Aktionen, Hilferufe, Umstrukturierung der Kirche, etc. herausgefordert und in spannungsreiche und verzweifelnde Situationen geführt, die bis hin zu Depressionen, Burnout und Ausstieg aus dem geistlichen Dienst führen können. Gerade sie benötigen in solchen Situationen die Gnade und Hilfe Gottes, besonders durch geistliche Kraft und geistliche Neustrukturierung. Über dieses spricht im Einzelnen der nächst Abschnitt.

NT – Markus 14,12-25 – Wirkliche und wirksame Gegenwart Christ damals und heute

Das gemeinsame Mahl Jesu mit seinen Jüngern weist auf die ewige Bundesgemeinschaft unter der Gottesherrschaft hin. Das Thema der Bundestheologie: Ich will ihr Gott sein, und ihr sollt mein Volk sein, unter ihnen wohnen, unter ihnen Tisch- und Lebensgemeinschaft haben, zieht sich wie ein roter Faden durch die gesamte Bibel. Jeder Bund Gottes ist an Verheißungen und Verpflichtungen geknüpft und wird durch Zeichen (hier Brot und Wein) begleitet. Die Einsetzungsworte weisen von 1. Kor 11,23-28 geprägt auf den geheimnisvollen (sakramentalen) Charakter des Herrenmahls, der Heiligen Kommunion, unter den Zeichen von Brot und Wein hin. In dieser sich erinnernden und vergegenwärtigenden Kreuzestat Christi unter Einnahme der Elemente und der Anwesenheit des Heiligen Geistes erhalten die Jünger (damals und heute) Anteil an Seinem sühnenden Tod und der daraus fließenden Wirksamkeit für das persönlichen Leben.

Kommt das Wort zum Element, dann ersteht das Sakrament.

Obwohl dieses Sakrament nicht erklärt werden kann, es immer ein Geheimnis bleibt, verstehen Anglikaner die heilige Gemeinschaft am Leib und Blut Christi (1. Kor 10,16-17), oder „Die Heilige Kommunion“, als eine wirksame Realpräsenz Christi während Mahlfeier und mit Wirkung für das Leben eines jeden Gläubigen. Der Wunsch und das Verlangen, an dieser Danksagungsfeier (Eucharistie) regelmäßig teilzunehmen und gestärkt zu werden, sollte tief im Herzen eines jeden Christen verankert sein.

Abschlussgebet

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

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Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

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3. Juli – Hauskirche

03 Freitag Jul 2020

Posted by Bischof Meyer in Hauskirche

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Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Schriftteil

AT– Numeri 4

https://www.bibleserver.com/EU/Numeri10

Gebet – Psalm 3+4

https://www.bibleserver.com/EU/Psalm3

NT – Markus 14,1-11

https://www.bibleserver.com/EU/Markus11%2C1-11


Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT– Numeri 10 – Trompeten – geistliche Ordnungsfunktionen bei der Wanderung des Gottesvolkes

NT – Markus 14,1-11  – ohne Auslegung

Abschlussgebet

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

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Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

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2. Juli – Maria – Visitatio

02 Donnerstag Jul 2020

Posted by Bischof Meyer in Hauskirche, Sonn-&Feiertage

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Familien- oder Hausandacht am Morgen

zum Gedenken an Mariä Heimsuchung. Liturgische Farbe ist weiß. Fest Jesu Christi.

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Schriftteil

AT– Jes 11,1-5

https://www.bibleserver.com/EU/Jesaja11%2C1-5

Gebet – Psalm 89,2-19

https://www.bibleserver.com/EU/Psalm89%2C2-19

NT – Lukas 1,39-56

https://www.bibleserver.com/EU/Lukas1%2C39-56


Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT– Jesaja 11, 1-5 – Verheißene Gnadengaben durch Jesus erfüllt

Gott spricht dem geistlich hungrigen und durstigen Volk über ihre irdischen Bedürfnisse hinaus die Geschenke des Wortes, der Väter- und Davidsverheißung und des ewigen Bund zu. Die durch Jesaja hier angekündigten Gnadengaben Davids werden im Neuen Testament besonders in Marias Lobgesang, dem Benediktus, angesprochen und auf Jesus, dem Sohn Davids, bezogen.

Maria – Visitatio

NT – Lukas 1,39-56 – Maria geisterfüllt verherrlicht Gott

Schon in der Ankündigung der Geburt Jesu im Abschnitt zuvor (V 26-38) wird Maria ihre messianische Sonderstellung und Aufgabe verkündet, Jesus, den Sohn des Höchsten, auszutragen, damit er auf dem verheißenen Thron Davids regieren soll.

Als des Herrn Magd mit prophetischem Verständnis besucht sie, vom Geist Gottes geleitet, bald ihre Verwandte Elisabeth. Diese trägt den sechs Monate älteren Johannes, den Cousin Jesu, in sich. Er ist schon als Ungeborener mit dem Heiligen Geist erfüllt und erkennt im durch den Geist Gottes, dass das Embryo Marias der Messias ist. Auf Ihn hin ist sein Dienst ausgelegt. Johannes , im sechsten Monat, hüpft und strampelt geisterfüllt im Bauch der Elisabeth (Lu 1,15). Alle hier, Maria, Elisabeth und die noch Ungeborenen sind Geisterfüllte, die gemeinsam all das vollenden sollen, was Gott im Voraus gesagt und verheißen hatte.

Das, was Maria nun als geisterfüllte Frau über ihre Lippen hervorbringt, ist die Verherrlichung Gottes, des Herrn. Das Magnifikat (Vers 46-55), benannt nach der lateinischen Bibel „es verherrlicht“, lehnt sich vom Inhalt her an alttestamentliche Vorbilder an wie 1Sam 2,1ff; Ps 34,3 ff; 103,8ff. Sie verherrlicht mit diesem Lobgesang den Gott, der durch die ganze Geschichte Israels zu allen seinen Verheißungen steht, die nun durch Jesus erfüllt werden sollen. Gott hat sich als Heiland/Retter immer schon für die Niedrigen eingesetzt, aber auch die stolzen Mächtigen vom Thron gestoßen. Er denkt an die Verheißungen, die er Abraham und seinen Kindern gegeben hatte, und hilft ab jetzt durch den kommenden Messias seinen gläubigen Kindern von jetzt an bis in Ewigkeit. Maria versteht, dass dieses große Heilswerk und dass das Friedensreich bereits bei ihr und in allen demütigen Herzen begonnen hat. In Ihrem Glauben an das Verheißungswort des Herrn (V 45) wird sie „seliggesprochen“.

Damit zeigt sie allen Gläubigen vorbildhaft, was Glauben und Vertrauen wirklich bedeutet. Sie ist so als Dienerin des Herrn allen Frauen und Männern Vorbild Nr. 1 im Glauben.

Abschlussgebet

Tagesgebet zum Fest Mariä Heimsuchung

Allmächtiger Gott. Du hast an der Jungfrau Maria große Dinge getan und sie zur Mutter Deines Sohnes gemacht. Gib, dass auch wir uns in Demut Deinem heiligen Wort öffnen und Deinen lieben Sohn in rechtem Glauben annehmen. Der mit Dir und dem Heiligen Geist lebt und regiert, jetzt und allezeit und in Ewigkeit.  Amen.

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

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1. Juli – Hauskirche

01 Mittwoch Jul 2020

Posted by Bischof Meyer in Hauskirche

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Schlagwörter

Endzeit, Eucharistie, Heiliges Abendmahl, Passahmahl, Wiederkunft Christi

Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Schriftteil & Homilie/Hinweise

AT– 4. Mose/Numeri 9

https://www.bibleserver.com/EU/4.Mose9

Gebet – Psalm 1+2

https://www.bibleserver.com/LUT/Psalm1

NT – Markus 13,24-37

https://www.bibleserver.com/EU/Markus13%2C24-37


AT – Numeri 9 – Teilnehmer des Volkes Gottes und ihre Verbindlichkeit

Gibt es Gründe, dass das Volk Gottes von festen Satzungen und gebotenen Feiern abweichen kann? Wenn z.B. Menschen durch einschneidende Lebensereignisse – (Tod eines Nahestehenden) oder durch geographische Hinderungsgründe (auf Reisen oder entfernte Arbeitstätigkeit) gehindert werden, an dem Hauptfest der Volksgemeinschaft teilzunehmen, sind sie dann noch Teil des Volkes Gottes?

In Ex 12 wird das Passafest als konstituierendes Fest des Auszugs aus Ägypten und der Rettung Israels für jeden Volksgenossen für alle Zeiten festgesetzt. Somit ist es zuerst ein Zeichen der Volkszugehörigkeit, wenn man es auch feiert. Die Nichtteilnahme an der jährlichen Feier exkommuniziert jedoch alle, die sich dieser Feier verweigern würden. Zweitens ist das Fest mit der Darbringung einer Gabe verbunden, die aus Dankbarkeit für diesen Auszug aus Ägypten und Gottes Schutz dargebracht wird. Durch den Zug des Volkes Gottes durch ihre Welt, ergeben sich immer Umstände und Ereignisse, die sich mit den Satzungen Gottes überschneiden. Diese können unverschuldet oder auch verschuldet eintreten. Bei unverschuldeter Nichtteilnahme gibt Gott durch Mose eine Ersatzlösung. Genau einen Monat danach könnten diejenigen, die nicht am Erlösungsfest teilnehmen konnten, eine kleinere Nach- und Gedenkfeier begehen. Wenn aber ein Israelit aus anderen Gründen nicht an diesem Passa teilnehmen wollte, exkommunizierte er sich damit automatisch. Dann sollte er aus dem Volk ausgerottet – vertrieben oder getötet – werden. Jedoch der Fremdling, der Ausländer in ihrer Mitte, durfte und sollte an diesem Fest teilnehmen, vorausgesetzt, dass er beschnitten war.

Wir lernen daraus, dass es nicht möglich ist, zum Volk Gottes zu gehören und nicht am grundlegenden Fest der Erlösung zur entsprechenden Zeit teilzunehmen. Dabei geht es nicht um die Abgrenzung gegenüber denen (Völkern und Kulturen), die da draußen sind, sondern um die Verbindung und Zugehörigkeit nach innen, zum Kern und zur Bundesverpflichtung. Es ist nicht möglich, sich zum Volk Gottes zu zählen, aber nicht zu den Versammlungen des Herrn zu erscheinen. Es ist nicht möglich, sich als Christ zu bezeichnen und nur für sich geistlich zu leben, hin und wieder eine Meditation zu machen oder sporadisch die Bibel aufzuschlagen. Es ist nicht möglich, zur Kirche Christi, der Versammlung der Gläubigen, gehören zu wollen und gleichzeitig wochen- und monatelang nicht unter die Verkündigung Gottes zu gehen. Es ist auch nicht möglich, Christ zu sein und beständig das Erinnerungsmahl des Herrn zu verpassen. Wer unverschuldet am Tag des Herr, an dem das Erlösungsmahl Jesus gefeiert wird, fehlt, der sollte dies an anderen Tagen, bei nächster Gelegenheit nachholen. Auch christliche Gemeinschaften und Kirchen, die nicht ein regelmäßiges Herrenmahl / Eucharistie anbieten, sollten sich an die Vorgaben des Neuen Testamentes erneut orientieren.

Denn im NT feiert die „Jesusfamilie“ ihr Erlösungsfest. „Denn auch unser Passahlamm ist geopfert, das ist Christus. Darum lasst uns das Fest feiern …mit dem ungesäuerten Teig der Lauterkeit und Wahrheit (1Kor5,7-8). Wann und wie oft feierte die neutestamentliche Bundesgemeinde dieses Erlösungsfest? Am ersten Tag der Woche aber, als wir versammelt waren, das Brot zubrechen. Oder 1Kor 11, 20: Wenn ihr euch versammelt, ist das kein Essen des Herrenmahls. Im Neuen Testament wird vorausgesetzt, dass das Erlösungsfest nicht nur einmal im Jahr, sondern wöchentlich gefeiert wird. Jeder Sonntag ist ein dann kleines Oster- oder Auferstehungsfest des Herrn. Deshalb ergibt sich für jeden wahren Christen, sich an diese Praxis zu erinnern und diese für sich selbst regelmäßig zu praktizieren. Damit zeigt der Christ seine Verbindlichkeit und Zugehörigkeit zum Volk Gottes und zur Kirche Christi.


NT – Markus 13,24-37 – Wachen und sammeln bis zur Wiederkunft

Das Kommen des Menschensohnes, seine zweite Ankunft, wird sich erst nach einer Drangsal-Zeit der Gemeinde ereignen. Diese wird begleitet von weltumfassenden, kosmischen Ereignissen. Das Ziel aller Bedrängnis ist am Ende die Sammlung der Erwählten zum Heil. Dafür muss die Gemeinde wach bleiben und durch ihre Mission dies bis zum Ende unterstützen.

Das Zeichen der Wiederkunft Christi wird mit dem Hinweis auf das Wachstum des Feigenbaums erläutert. Der Feigenbaum steht auch für Israel. Damit könnte auch Israel als Volk und Staat ein wichtiges Zeichen an der Weltenuhr sein. Wiederum steht aber auch der Hinweis auf die damalige nahe Zeit: „Dieses Geschlecht wird nicht vergehen“, was auf die Zerstörung des Tempels und Jerusalems im Jahre 70 hinweisen würde.

Wichtig ist neben dem Achten auf die Zeichen der Endzeit, sich nicht auf Spekulationen über den genauen Zeitpunkt der Wiederkunft einzulassen – wie es in den letzten 150 Jahren viele Irrlehrer und christliche Sekten fälschlicher Weise versuchten – sondern sich auf das wache und verantwortungsvolle Tun der direkten Worte Jesu konzentrieren. Alle bisher berechneten Termine der Wiederkunft Christi einhergehend mit Verschwörungstheorien und Schwärmereien führten dazu, von den eigentlichen Worten und dem Auftrag Christi abzulenken. Denn Jesus gab seiner Kirche den Auftrag in der Zwischenzeit wachsam zu sein und emsig zu arbeiten. In der Gegenwart bis zur Wiederkunft Christi ist die Arbeit der Verkündigung des Evangeliums an alle Völker der Welt vorrangig vor aller Endzeitberechnung oder Beschäftigung mit neuen Propheten- und Apostelbewegungen.

Abschlussgebet

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

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Zitat

29. Juni – Apostel Petrus – Gedenktag

29 Montag Jun 2020

Posted by Bischof Meyer in Hauskirche, Sonn-&Feiertage

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Schlagwörter

Aufrag der weltweiten Kirche Christi festgelegt

Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf


Tag der Apostel Petrus (und Paulus)

Liturgische Tagesfarbe rot

Tagesspruch:

„Wie willkommen sind auf den Bergen die Schritte des Freudenboten, der Frieden ankündigt, der eine frohe Botschaft bringt und Rettung verheißt, der zu Zion sagt: Dein Gott ist König.“ (Jes 52,7)

Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Schriftteil und Homilie /Anstöße zu den Lesungen

NT– Apg. 12,1-11

https://www.bibleserver.com/EU/Apostelgeschichte12%2C1-11

Gebet – Psalm 96

https://www.bibleserver.com/LUT/Psalm96

NT – Matthäus 16,13-20

https://www.bibleserver.com/EU/Matth%C3%A4us16%2C13-20

Petrus erhält in diesem Abschnitt eine besondere Stellung für die Kirche und ihren Auftrag. Diese Bedeutung wird durch Frage und Antwort erarbeitet. Sie wird danach nicht nur für Petrus, sondern für die Apostelschar, die frühe Jesusgemeinde und die Gesamtkirche Christi festgeschrieben.

Das Wortspiel, das hier vorliegt, gründet sich auf Petrus aramäischen Namen Kephas und griechen Namen Petros – mit gleicher Bedeutung: Fels. Dann folgt: auf diesen „Petra“ will ich meine Ekklesia-meine Kirche- bauen (oiko-domäso). Hier steckt schon vorweggenommen schon alles drin, was sich in Zukunft – mit Apg. 2 Pfingsten und dem Beginn der Kirche Christi – ereignen soll. Über die unterschiedlichen kirchlich-theologischen Auslegungen soll hier nicht im Einzelnen gesprochen werden wie: Hat Petrus die Vorrangstellung, auf den sich die einzig wahre Kirche gründet? Ist es das Petrusbekenntnis (Messiasbekenntnis) auf das sich  zentral die allgemeine Kirche gründet? Ist es die besondere Offenbarung vom Vater im Himmel, der als ewiger Fels im Alten Testament dargestellt (hier als Petra-massives Felsengebirge), auf den sich das neu entstehende Haus Jesu (Oikos) gebaut werden soll?

Doch Petrus bekommt hier eine Vorrangstellung. Diese nimmt er als Apostelsprecher ein, als er das neue Zeitalter des Heilige Geistes und der Kirche Christi einleitete (Apg 2) und das Tor des Evangeliums bei Kornelius (Apg. 10) und darüber hinaus öffnete. Die Bedeutung liegt einmal darin, dass Jesus ihm die Autorität der Schriftauslegung und Entscheidungshoheit in himmlischen Dingen übergibt und damit sie aus der Hoheit der Schriftgelehrten endgültig herausnimmt. Die Entscheidung über den Zugang zum Himmel und das ewige Leben liegt damit im Schlüsselamt, das damit mit Petrus den Aposteln und der Kirche übergeben wird. Dies Vollmacht (Joh 20,21-23) besteht in dem Auftrag, die Sündenvergebung allen zuzusprechen oder auch nicht zuzusprechen. Dieses Schlüsselamt ist damit nicht nur Petrus, sondern allen Aposteln und ihren verantwortlichen Nachfolgern in der gesamten Kirche Christi übertragen worden. Deutlich wird dies noch einmal im Missionsauftrag in Lukas 24,46-48 herausgestellt.

In der Anglikanischen Kirche wird dieser Auftrag wahrgenommen. Man erkennbar dies in der Liturgie gleich am Anfang beim täglichen Gottesdienst im Morgen- und Abendlob. Nach dem Schuldbekenntnis der Gemeinde, weil sie in Gedanken, Worten und Werken weiterhin gesündigt hat, wird stellvertretend durch den Liturgen (Bischof, Pfarrer / Priester) die Vergebung allen wahrhaft bußfertigen und gläubigen Christen verkündigt und zugesprochen.

Abschlussgebete

Tagesgebet

Allmächtiger Gott. Der Du durch Deinen Sohn Jesus Christus Deinen heiligen Apostel Petrus (und Paulus) viele vorzügliche Gaben verliehen und ihm/ihnen ernsthaft befohlen hast, Deine Herde zu weiden. Wir bitten Dich: Gewähre, dass alle Bischöfe und Hirten Dein heiliges Wort gewissenhaft predigen und ihre Gemeinden dasselbe auch willig befolgen, damit sie die Krone der ewigen Herrlichkeit empfangen. Durch Deinen Sohn Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.


Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

Umfangreiche Ausführungen zum Aposteltag:

https://www.heiligenlexikon.de/BiographienP/Petrus.htm

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25. Mai – Hauskirche

25 Donnerstag Jun 2020

Posted by Bischof Meyer in Hauskirche

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Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen nach dem Lektionar der Anglikanischen Kirche i.D. werden an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen unterbrochen. Die gesamte Jahreslesung finden sie hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Schriftteil

AT– 4. Mose /Numeri 4,28-49

https://www.bibleserver.com/EU/4.Mose4%2C28-49

Gebet – Psalm 145

https://www.bibleserver.com/LUT/Psalm146

NT – Markus 12,38-34

https://www.bibleserver.com/EU/Markus12%2C28-34


Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT – Numeri 4 ,29-49 Berufen, um zu dienen und Lasten zu tragen

In Kapitel 3 wurden auf Gottes Anordnung hin alle männlichen Nachkommen Levis ab dem ersten Lebensmonat für den Dienst am Heiligtum gezählt. Es waren insgesamt 22.000 Diener auf die zurückgegriffen werden konnte. Unter den drei Söhnen Levis – Gerson, Kehath und Merari – hatte Merari die geringste Anzahl von Jungen im Alter von einem Jahr. Nun aber wird uns zum Abschluss in K 4 deutlich, dass sie bei erneuter Zählung in dem Altersabschnitt 30-50 die größte Anzahl von dienenden Männer stellen konnten. Sie konnten etwa 500 mehr Männer zum Dienst aufstellen als die anderen Abteilungen der Leviten.

Wir erkennen, dass Gott nach seinem Ratschluss diejenigen aussondert, die am Ende für seinen Dienst auch die meisten und fähigsten Helfer stellen werden. Er gibt für jedem Dienst die Stärke und Helfer für die zu erwartenden Aufgaben. Die Merariter hatten damit genügend Helfer, um das gesamte Gerüst und alle Teile der Zeltkirche zu transportieren. So stellen wir fest, dass für den unterstützenden praktischen Dienst mehr fähige Männer vorhanden waren als für den angeseheneren Dienst im inneren Heiligtum an den heiligen Geräten. Diese Konstellation finden wir im Reich Gottes auch heute noch. Diejenigen, die sich in und für den Dienst in der Welt sozial und missionarisch engagieren, sind mehr als die, die in Amt und Position der Gemeinde- und Kirchenleitung für Gott tätig sind. Und gerade diese Personen sind wichtig, denn ohne sie könnte die soziale und missionarische Arbeit in der Welt gar nicht geleistet werden.

Wir erkennen auch an dieser Stelle das spätere neutestamentliche Prinzip von Epheser 4,1-16. Dort wird auf die Vielfalt der Gaben in der Gemeinde hingewiesen. Sie sollen in einem Geist unter Leitung von Ämtern und Diensten (den Gelenken und Sehnen) für den Aufbau des Körpers der Kirche Christi eingesetzt werden und miteinander im Dienst Christi arbeiten. Dies bedeutet vor allem, die Lasten der christlichen Gemeinschaft und die der Welt zu tragen. Die Gelenke, die diesen Dienst steuern, sind die Ämter: Apostel, Hirten und Lehrer; die Glieder, die den Dienst tun sollen, das sind alle Gläubigen mit ihren Begabungen. Sie sollen zum Dienst und zur Arbeit in Kirche und Welt eingesetzt werden. Der Transport des Heiligtums, die Reise der alten und neuen Kirche Gottes durch diese Welt, ist ein riskantes und abenteuerliches Unternehmen Gottes. Jeder Christ sollte sich damit einbinden lassen und erkennen, zu welchem Dienst und zu welcher Traglast er in dieser Zeit berufen wurde.

NT – Markus 11,27-33 – Die Liebe als Eintritt ins Reich Gottes

Die 10 hebräischen 10 Gebote bestehen aus 613 Buchstaben. Der gesamte Pentateuch soll deshalb durch Schriftgelehrte in 613 Gebote und Verbote eingeteilt worden sein, nämlich in 365 negative und 248 positive. Diese wiederum wurden in wichtiger und unwichtigere Gebote eingeteilt, die mehr oder weniger eingehalten werden sollten. Nun wollten die Pharisäer Jesu Einstellung zum Gesetz herausfinden. Sie hofften ihn als „liberal“ kennzeichnen zu können. Deshalb ihre bestimmte Fragestellung. Jesus antwortet darauf mit dem ersten Satz des täglichen Gebets der Juden: „Höre Israel“, und erweitert dies durch Zitate aus Gottes eigenem Wort (5Mo/Deu 6,4+5), dass Gott Herr allein ist. Daran schließt er gleich das zweitwichtigste Gebot an, das mit der Liebe zu den Mitmenschen zu tun hat (3Mo/Lev 19,18). Damit geht er auf das grundlegende Prinzip ein, von dem aus alle Gebote auszulegen sind. Die aufrichtige Liebe zu Gott und den Menschen ist ein im Leben fixiertes Prinzip, das einander zugeordnet ist und nicht voneinander getrennt werden kann. Der Schriftgelehrt ist aufrichtig und erkennt öffentlich, dass Jesus in Übereinstimmung mit der Schrift lehrt und dass die Gottes- und Nächstenliebe als zentrales Motiv vor jeglichen kultischen äußeren oder Opferhandlungen der Priester steht. Mit dieser Erkenntnis beginnt bei ihm und bei allen Menschen der persönliche Zugang zum Reich und der Herrschaft Gottes im Leben. Damit enden die Streitgespräche auf einem sehr hohen Niveau, friedlich und führen beinahe zur Bekehrung eines ehrlichen Schriftgelehrten.

Haben wir die Liebe Gottes für unser Leben erkannt? Gott hat uns und die Welt so sehr geliebt, dass er seinen Sohn am Kreuz für uns opferte, damit wir das ewige Leben erhalten. Das Opfer hat Er gebracht, aber das Motiv und worauf es ankommt, das ist die Liebe Gottes zu uns. Haben wir diese Liebe erkannt, ergriffen, sind ihr nicht nur nahe, sondern auch in das Reich der Liebe Gottes eingetreten? Wenn dieses so ist, dann werden wir durch die Liebe motiviert, auch persönliche Opfern zu bringen.

Abschlussgebet

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

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24. Juni – St. Johannis-Tag

24 Mittwoch Jun 2020

Posted by Bischof Meyer in Hauskirche, Sonn-&Feiertage

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Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf


Tagesspruch

„Dies ist das Zeugnis Johannes des Täufers: Er muss wachsen, ich aber muss abnehmen.“ (Joh 3,30)


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.


Schriftteil

Lesungen nachfolgend anklicken und im Internet lesen:

AT– Maleachi 3,1-7b+23-24

Gebet – Psalm 113

NT – Lukas 1, 57-80


Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT– Maleachi 3,1-7b +23-24 – Altes Testament endet mit Hinweis auf Johannes und seinen Dienst

Maleachi schenkt uns einen Blick auf den Vorläufer – Boten – von Jesus Christus, auf den Täufer Johannes, der einen ähnlichen Dienst tun soll.

Zu Maleachis Zeit macht das Volk Gott müde, indem es an der Gerechtigkeit Gottes nörgelt und zweifelt. Die Sünden des Volkes (V 5) werden vorgebracht. Es handelt sich um unmoralische und gewalttätigen Leute, denen es auch noch gut geht. Doch der Prophet dreht den Spieß um und sagt zu diesen Nörglern: Kümmert euch nicht um die Unfrommen und Gesetzlosen im Volk Gottes, sondern greift Euch selbst an die Nase. Ihr seid selbst Betrüger, denn ihr liefert nicht den nach dem Gesetz vorgeschriebenen Unterhalt für die Priester ab, wie es (5Mo/Deut14,22ff und 3Mo/Lev27,30) im Gesetz vorgeschrieben ist. Wenn ihr aber eure Hingabe damit bezeugt, dass ihr selbst den Zehnten voll ins Gotteshaus bringt, werde ich die Fülle des Segens auf euch gießen. Dann wird nicht alles wie bisher unter euren Händen zerrinnen und nichts übrigbleibt.

Maleachi spricht zu den vermeintlichen Frommen, weil sie immer noch wie Jakob listige Betrügersöhne sind. Er aber, der gerechte und treue Gott, hat alles unter seiner Kontrolle und wird seinen Heilsplan vollenden. So endet in V3,23-24 das Alte Testament nicht mit einer euphorischen Wohlfühlbotschaft, sondern mit dem Hinweis auf den Propheten Elia zusammen mit Mose (V. 22). Beide sind Zeugen des Gesetzes, Mose als Gesetzgeber, Elia als der furchtlose Prophet, der den Baalspriestern ein Ende macht und das Volk wieder zurück zum Willen Gottes führt.

St. Johannes Ausschnitt aus: Isenheimer Altar – wikipedia

NT – Luk 1,57-80 – Johannes ein brennend Licht, der auf Jesus hinweist.

Die Fortführung der alttestamentlichen Prophezeiung beginnt damit, dass uns eine vorbildliche Priesterfamilie vorgestellt wird, die„untadelig in allen Geboten und Satzungen des Herrn lebte“ (Lu1,7). In diese Familie hinein wird nun Johannes geboren, der auch noch Cousin unseres Herrn wird. Ganz natürlich folgen die Eltern nach seiner Geburt dem Gesetz. Johannes wird am 8. Tag beschnitten und dann erzogen von Kindheit an nach dem Gesetz Gottes. Was wird aus solch einem Kind, wenn unter diesen Bedingungen erzogen wird, geschehen? Die Hand des Herrn wird mit ihm sein!

Zuerst wird uns das Danklied des Zacharias vorgestellt V69-75, dann der prophetische Glückwunsch in V 76-79. (Kammerchor singt)

Dieses Danklied wird uns in der lateinischen Bibel als Benediktus, der Lobgesang des Zacharias, vorgestellt. Dieses Lied soll bestätigen, dass das Ereignis genau mit der prophetischen Weissagung übereinstimmt (Ps 105; 1Sam 2,1ff). Der prophetische Glückwunsch bringt die Beziehung zu Jesus ins Spiel. Johannes soll durch seine Botschaft den Weg des Herrn und seine Erlösung vorbereiten (Mal 3,1+Jes 40,3). Worin besteht sein zentraler Auftrag? Er soll die Herzen der Menschen vorbereiten, dass sie das Heil (durch Jesus) erkennen. Dies geschieht aber nur durch folgende Vorbedingung, der persönlichen Annahme der Sündenvergebung. Indem Johannes das Gesetz als Spiegel den Menschen vorhält, ihnen ihre Sündhaftigkeit aufzeigt, die dann erkannt und bekannt werden kann, öffnet sich erst der Weg zur Erkenntnis des Heils in Jesus Christus. Jesus greift dann diese Botschaft wieder auf, wenn er auf die Buße als Abkehr vom gottlosen Leben hinweist und den nachfolgenden Generationen diesen Akt als Eingangstür zum Heil vorstellt. „Dass gepredigt wird in seinem Namen Buße zur Vergebung der Sünden unter allen Völkern“ (Lu 24,47). Sündenerkenntnis und Buße / Sinnesänderung sind auch heute noch Voraussetzung für den wahren Glauben an Christus und die Annahme seines Heils (Apg 2,38; 5,31-35). Johannes ist Vorbild für alle nachfolgenden Evangelisten. Er war ein brennendes und strahlendes Licht (Joh 5,35), das in der Dunkelheit auf das Heil in Christus leuchtet.

Benedictus in English mit Gitarre

Abschlussgebet

Tagesgebet zum Johannistag

Allmächtiger Gott. Durch Deine Vorsehung wurde Dein Knecht Johannes der Täufer – von Wundern begleitet – geboren und dazu gesandt, den Weg Deines Sohnes durch die Predigt der Buße zu bereiten. Lass uns seiner Lehre und seinem geheiligten Leben folgen, sodass wir wahrhaftig Buße tun, wie er gepredigt hat, und nach seinem Beispiel immerzu die Wahrheit sprechen, Böses mutig beim Namen nennen und um der Wahrheit willen auch geduldig leiden. Durch Deinen Sohn Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

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23. Juni – Hauskirche

23 Dienstag Jun 2020

Posted by Bischof Meyer in Hauskirche

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Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Schriftteil

AT– 4. Mose /Numeri 4

https://www.bibleserver.com/EU/4.Mose4%2C1-28

Gebet – Psalm 145

https://www.bibleserver.com/LUT/Psalm145

NT – Markus 12,18-27

https://www.bibleserver.com/EU/Markus12%2C18-27


Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT – Numeri 4 –Dienst und spezielle Aufträge für die wandernde Kirche

Von der Abstammung her wurden die Leviten bereits mit dem ersten Lebensmonat gezählt, aber im Bezug auf das Amt und Dienst erst mit 30 Jahren erneut gezählt. Später in Kapitel 8,24 wird der Beginn ihres Dienstes auf 25 Jahre herabgesetzt und bei König David (1Chr 23,24-32) sogar auf 20 Jahre. Dies mag deshalb so gewesen sein, weil sie zuerst ein Praktikum oder eine Leviten-Lehre (learning by doing) durchlaufen mussten, bis sie volle Verantwortung erhielten. Gewöhnlich wird der Unterschied so beschrieben, dass die Leviten, die einen niedrigeren praktischen Dienst taten, ihr Amt mit einem jüngeren Alter begannen. Diejenigen aber, die offiziell zum Priesteramt eingesetzt wurden, erst mit 30 Jahren.

So begannen auch Johannes der Täufer, ein Priestersohn, und Jesus selbst erst in diesem Alter ihr Amt und ihren Dienst. Luk 3,23 Und Jesus war ungefähr 30 Jahre alt, als er begann.

Dieses Alter markiert den Lebensabschnitt eines Mannes, der die Jugendkrisenzeit hinter sich gebracht hat und zur vollen Reife und Verantwortung gekommen ist. Dieser Dienst, der mit großer Verantwortung am Heiligtum verbunden war, soll nur bis zum 50sten Lebensjahr ausgeführt werden. Danach wird jedoch ohne offizielle Verantwortung auf weitere Mithilfe im und um das Heiligtum gezählt.

Die Dienste am Heiligtum werden für jede Leviten-Abteilung besonders mit allen Einzelheiten hier beschrieben. Beim Aufbruch und Wegzug an einen anderen Ort musste das gesamte Heiligtum abgebaut, transportiert und dann erneut aufgebaut werden.

Bild: http://www.normcast.de – Kirche zieht um

Der Hohepriester Aaron ging zuerst (allein oder mit Söhnen) hinein und bedeckte im Allerheiligsten alle Gegenstände, die die unmittelbare Gegenwart Gottes darstellen und von niemandem wegen Todesgefahr angeschaut werden durfte, mit verschiedenfarbigen Decken oder Teppichen.

Danach verpackte die Abteilung der Kahathiter ordnungsgemäß alle Geräte im Bereich des Heiligen mit unterschiedlich gefärbten Stoffen und Decken, die alle symbolische Bedeutung hatten und trugen sie hinaus. Dann folgte die Abteilung der Gersoniter, um die äußere Verkleidung des Bundeszeltes, bestehend aus verschiedenfarbigen kräftigen Schichten und Materialien, abzubauen. Sie entfernten den äußeren Schutz, die inneren Gehänge und Teppiche von dem hölzernen Zeltgerüst. Zum Schluss wurde die Abteilung der Merariter aufgeboten, die die umfangreichste Last, das ganze Zeltgerippe und die Außenabgrenzung mit allen Streben, Stützen und Seilen abtransportieren mussten. Dazu gab es aber Wagen.

Für den Dienst in der Kirche Christi, im Heiligtum um die Botschaft des Evangeliums und der Erlösung, werden viele Menschen mit unterschiedlichen Begabungen und Fähigkeiten benötigt, für den Transport der Kirche durch eine krisenhafte Zeit, zum Abbau und Neuaufbau.

Es werden zuerst berufenen Menschen gebraucht, die sich um den innersten Dienst des Geheimnisses Christi sorgen. Es werden verantwortliche Diener benötigt, die sich um die Bedeutung der Erlösung kümmern, um „Zudeckung und Aufdeckung“, damit ein persönliches Verständnis und die Anwendung im Leben der Gläubigen entstehen.

Weiter werden Menschen gebraucht, die sich unterstützend für die Priesterschaft und Geistlichen der Gemeinde einbringen, damit diese durch „Brot“ und „Licht“, die Gemeinschaft der Gläubigen versorgen können. Wieviel von äußerer Vorbereitung und Organisation könnte dem Pastor durch solche Diener und Dienerinnen abgenommen werden? Könnte er nicht effektiver das Brot der Erlösung und das Licht der Verkündigung der Gemeinde und der Welt anbieten? Denn er ist nicht der Manager, sondern vorerst Priester und Seelsorger in der Kirche Christi! Da geht es u.a. auch um den Auf- und Abbau eines geordneten Gottesdienstes (mit Brot und Wein) und um die Unterstützung beim „Ein- und Auspacken“ des „Lichts/des Leuchters des Heiligtums“ (alle Maßnahmen für eine moderne und effektive Kommunikation) des Evangeliums, das an erster Stelle stehen sollte. Wo das Licht des Evangeliums leuchtet und das Brot im Mittelpunkt des Gottesdienstes steht, da geschieht inneres und äußeres Gemeindewachstum.

Jesu spricht: Ich bin das Licht der Welt, wer mir nachfolgt, wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern das Licht des Lebens haben; und … Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, den wird nicht hungern.

Diesem Brot und Licht sollten alle wahren Christen bei ihrer Pilgerreise mit der sichtbaren Kirche durch die Unsicherheiten der Welt folgen.


NT – Markus 11,27-33 – Priester als Irrlehrer bloßgestellt

Zu Schluss der Angriffe gegen Jesus treten Vertreter der Partei der Sadduzäer auf, die die Interessen der höheren Priesterschaft um den Tempel vertraten. Einesteils waren sie konservativ, beriefen sich nur auf die schriftliche Überlieferung der Thora, andererseits verbanden sie ihre Interessen mit den kulturellen, modernen Einflüssen des Hellenismus zu ihren priesterlichen Gunsten. Sie fanden in der Thora keine Bestätigung der Auferstehung, einer himmlischen Engelwelt noch um ein Endgericht, sondern betonten das Gericht schon hier auf Erden und die damit verbundene menschliche Verantwortung. Deshalb konstruierten sie hier eine Geschichte, die sie selbst nicht glaubten, aber um den Auferstehungsglaube, den Jesus verkündigte, lächerlich zu machen. Jesus gibt ihnen zur Antwort, dass das Auferstehungsleben keine natürliche Fortsetzung ihres irdischen Lebens ist. Mit Vers 26 beweist er durch das Zitat aus der Thora 2Mo/Ex 3,6, dass Jahwe in diesem Moment immer noch der Gott der drei Erzväter ist, in dessen Gegenwart diese bereits ewig leben. Die Ablehnung der Auferstehung und der himmlischen Welt ist jedoch ein Zeichen des Unglaubens unter der gehobenen theologischen Priesterschaft. Sie kennen weder Gott persönlich noch die Kraft Gottes in ihrem Leben.

Gibt es auch heute unter der Pfarrer- und Priesterschaft diese oder ähnliche theologische Überzeugungen? Entstehen sie möglicherweise aus parteilichen Gründen, einem verkürzten Bibelverständnis oder einer fehlende persönlichen Gottes- und Christusbeziehung? Damit wären sie wie ihre sadduzäischen Kollegen irrende, ungläubige Theologen und Priester.

Mehr zu Sadduzäer: bibelwissenschaft.de

Abschlussgebet

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

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