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Das Allgemeine Gebetbuch

~ Das Gebetbuch gründet sich auf die klassische Version von 1662

Das Allgemeine Gebetbuch

Archiv des Autors: Bischof Meyer

3. Juni – Hauskirche

03 Mittwoch Jun 2020

Posted by Bischof Meyer in Hauskirche

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Schlagwörter

Glaube, Gottesdienst und Kleidung, Krankheit, Messi, Reinheit, Wunder

Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.


Schriftteil

AT– 3. Mose /Levitikus 14,33-57

https://www.bibleserver.com/EU/3.Mose14%2C33-57

Gebet – Psalm 119,161-176

https://www.bibleserver.com/LUT/Psalm119%2C161-176

NT – Markus 8,11-13

https://www.bibleserver.com/EU/Markus8%2C11-13


Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT – Levitikus 14,33-57 – Die Reinheit von Häusern und Geräten

Die hier dargestellte Verunreinigung von Häusern, ihre Untersuchung und die einzuleitenden Maßnahmen zur Reinigung und die spätere kultische Benutzung kommt der Reinigung eines Menschen im Volk Gottes sehr nahe. Bei dem hier mit „aussätziger Stelle“ bezeichneten Erscheinungen handelt es sich wahrscheinlich um Arten von Schimmel, Pilzbefall, Mehltau oder durch andere Bakterien veränderte Materialien eines Gebäudes.

Woher kommt dies? Wie entsteht dies? Es kann vielerlei Ursachen haben, wie auch heute bei Häusern mit schlecht isolierten Fundamenten, feuchten Kellern oder nicht belüfteten Wohnungen. Dies kann verheerende Auswirkung auf die Gesundheit der darin wohnenden Menschen haben.

Wenn Krankheiten auftraten, fragte das gläubige Volk nach Ursache und Grund, aber auch, ob Gott damit eine Absicht habe oder sogar ihm eine Lektion dadurch beibringen wolle (5Mo/Ex 32,39). Deshalb auch immer wieder die Frage, ob nicht Gott direkt Krankheit oder wie hier Krankheitsbefall in Wohnhäusern geschickt hat: Amos 3,6 Geschieht ein Unglück in der Stadt, ohne dass der HERR es bewirkt hat?

Wir finden immer wieder Beispiele, besonders im Alten Testament, dass Gott Drangsale sogar Krankheiten bis hin zu Pest schickte. Sie sollten als Gegenstandslektionen über seine Heiligkeit dienen und sein Volk an einen heiligen Lebenswandel und heilige Lebensgewohnheiten erinnern.

Deshalb müssen auch wir die weltweite Corona-Epidemie in diese Richtung sicherlich neu bewerten. Sie soll an einen heiligen Gott und eine heilige Lebensführung erinnern.

VMR – ECHO – Mainz – Bericht

Auch das Wohnen an einem feuchten Ort, in einem feuchten Hause oder in einer ungeordneten, unsauberen Messi-Wohnung ist nicht Gottes Wille. Er will Gefahren und Krankheiten von seinen Kindern abwenden. Aber sie müssen auch alle Verantwortung übernehmen, dass ihre Wohnumstände entsprechend sind. In solch einem Zustand bringt es auch nichts für Leib, Seele und Geist, Gottesdienste zu besuchen oder die Gegenwart Gottes in unheiligen Klamotten und unsauberen Umständen zu suchen.

Hier ist vor allem notwendig, die Umstände und Abläufe am jeweiligen Ort mit krankhafter Umgebung zu verändern und dort auf Sauberkeit, Ordnung und Hygiene zu achten. Für Einzelne oder auch für Familien oder Wohngruppen wird dringend empfohlen, sich bei solchen  Vorfällen und Angelegenheiten professionelle Hilfe auf sozialem und dann auch auf spirituellem Gebiet zu suchen.


NT – Markus 8,11-13 Zeichen vom Himmel – welches ist wichtig?

Jesus hatte bereits viele Wunder während seiner kurzen Tätigkeit seit seinem Dienstantritt gewirkt. Dies hatte sich eigentlich überall herumgesprochen. Aber seine theologischen Gegner, die Pharisäer, wollten diese Offenbarungszeichen vom Himmel nicht akzeptieren. Dagegen forderten sie ein übergroßes Machtzeichen des Himmels. Jesus lässt sich aber nicht darauf ein. In Mt 16,4 weist er auf das Zeichen hin, das einmal für alle gültig sein sollte: Das Zeichen des Jona. D.h., dass er nach drei Tagen – nicht wie Jona im Bauch eines Fisches, aber – nach seinem Kreuzigungstod wieder aus dem Grab auferstehen wird. Das wird das Zeichen der Bestätigung sein, dass er der Messias und der Gottessohn ist (Mt 12,39+40).

Das persönliche Wagnis des Glaubens an den Gottessohn ohne Machtbeweis (Wunder & Zeichen) bleibt niemandem erspart. Auch Wunder und Zeichen helfen heute nicht, zum wahren Glauben zu kommen. Die Pharisäer, das treulose Geschlecht, verweigert hier Jesus das Vertrauen und die Nachfolge. Glaubst Du an diesen vom Tod auferstandenen Gottessohn und wagst ihm in unserer ungläubigen Gesellschaft nachzufolgen?

Abschlussgebet

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

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2. Juni – Hauskirche

02 Dienstag Jun 2020

Posted by Bischof Meyer in Hauskirche

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Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.


Schriftteil

AT– 3. Mose /Levitikus 14,1-32

https://www.bibleserver.com/EU/3.Mose14%2C1-32

Gebet – Psalm 119,145-160

https://www.bibleserver.com/LUT/Psalm119%2C145-160

NT – Markus 8,1-10

https://www.bibleserver.com/EU/Markus8%2C1-10

Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT – Levitikus 14,1-32 – Die Reinigung von Aussätzigen

Für die Reinigung von Aussätzigen sind komplizierte Handlungen außerhalb und dann innerhalb des Lagers notwendig. Es werden schwer verständliche Abläufe beschrieben, die aber auch an die Weihe von Priestern erinnern. Die Quarantäne der Aussätzigen findet außerhalb der Wohngemeinschaft der Israeliten statt, außerhalb des geheiligten Lagers. Der scheinbar Geheilte kommt zuvor nicht ins Lager, sondern der Priester (und Arzt) geht hinaus zu dem Kranken auch mit der Gefahr, dass er sich infizieren könnte. Das ist sein Auftrag, die Kranken, von der Gemeinschaft Getrennten, wieder zum anbetenden Volk zurückzuführen.

Nach dem sich der ehemals Aussätzige draußen gewaschen hatte (Körper und Kleider), darf er wieder ins Lager kommen, um dort nun ganz gereinigt zu werden. Die sieben Tage erinnern an die sieben Tage der Schöpfung. Am 8. Tag beginnt die zeremonielle Reinigung. Diese erlebt und durchlebet der am Körper Geheilte, um so als eine neue heile Schöpfung vor Gott zu stehen, ihn anzubeten.

Dann geschieht der zweite Teil der Reinigung (V 10-20). Hier werden wir an die Einsetzung der Leviten erinnert. Auch diese wurden gebadet (gewaschen), dann am Ohr gesalbt, am Finger und an der Zehe (8,12.23ff). Auch diese Handlung soll bezeugen, dass nicht nur die Priester, sondern jeder im Volk Gottes zum priesterlichen Volk gehört, diese nun zurückgeführt Gott anbeten sollen.

Wir wissen um zwei Fälle des Aussatzes im AT, einmal bei der Schwester Moses (Nu 12,14 und bei dem heidnischen Hauptmann Naäman (2 Kö 5,14). Ansonsten hören wir nichts mehr von geheilten Aussätzigen. Dies scheint, als ob erst mit beim Kommen Jesu diese Heilungen und ihre Aufnahme in das neutestamentliche Gottesvolk geschehen solle. Denn erst Jesus heilt einzelne und Gruppen von Aussätzigen (Mt 8, 2-4) und sendet sie nach dieser Forderung von K 14 zu den Priestern in den Tempel. Dies hat besonders  den Zweck, dass sie erkennen: Die messianische Zeit ist angebrochen und der Messias ist da. Im neuen Testament wird der äußere Aussatz mit dem inneren Aussatz der Sünde in Verbindung gebracht. Von dieser Sündenkrankheit kann nur Jesus, die zum Tod geweihten heilen, wiederherstellen und in die Gemeinschaft des Volkes und in die Tafelrunde Gottes bringen. Jesus reinigt, heilt und bringt in die Gemeinschaft des Vaters.


NT – Markus 8,1-10 Die Speisung gilt auch den Heiden

Mosaik von Bischof Meyer in der Christuskapelle

Jesus befindet sich hier mehr im heidnischen Gebiet von Tyrus, Sidon und im griechisch sprechenden von Dekapolis – 10Städtegebiet. Nachdem er zuvor in 6,30ff bereits 5000 mit Brot gespeist hatte, scheint dies anzudeuten, dass seine Mission nicht nur auf das ursprüngliche Volk Gottes ausgerichtet sein sollte, sondern auch auf die Heiden, die Nichtjuden. Das Evangelium, dargestellt als das Brot des Lebens, wird zeichenhaft an die Heiden weitergereicht. Und hier geht es auch um den sakramentalen Inhalt des Evangeliums. Dies erkennen wir an den Worten Jesu in V 6: Und Jesus nahm die sieben Brote, dankte und brach sie und gab sie seinen Jüngern, damit sie sie austeilten, und sie teilten sie unter dem Volk aus. Diese Worte weisen auf die später an die Jünger gerichteten Worte in 14,22: Das ist Mein Leib und das ist Mein Blut.

Abschlussgebet

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

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30. Mai – Hauskirche

30 Samstag Mai 2020

Posted by Bischof Meyer in Hauskirche

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Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.


Schriftteil

AT– 3. Mose /Levitikus 12

https://www.bibleserver.com/EU/3.Mose12

Gebet – Psalm 119,97-112

https://www.bibleserver.com/LUT/Psalm119%2C97-112

NT – Markus 7,14-23

https://www.bibleserver.com/EU/Markus7%2C14-23

Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT – Levitikus 12 – Auch Frauen bringen Opfer – zu unterschiedlichen Zeiten

Nach den Gesetzen über saubere und unreine Nahrung, beschäftigen sich die nachfolgenden Anordnungen mit reinen oder unreinen Personen. Zuerst geht es um die Geburt, bei der durch eine gefallene, sündige Menschheit, der Mensch in Sünde gezeugt, empfangen und auch geboren wird. Dabei geht es um Samen oder auch Blut, die an sich nicht sündig sind, aber kurzfristig für den Gottesdienst unrein machen.

Das Bundesvolk Gottes unterscheidet sich aber von dem Rest der Menschen dadurch, dass es eine besondere Wertschätzung für das Blut zeigt, welches das Leben enthält und in Gottes heilige Gegenwart gebracht wird. (12,1-8). So wie eine einfache Angelegenheit wie bestimmte Nahrungszunahme die Fähigkeit verändert, sich Gott zu nahen, können andere Dinge, wie z. B. Schimmel, Krankheiten, körperliche Ausflüsse oder auch die Berührung eines Toten, usw. eine Person unfähig machen, sich dem Heiligtum, dem Bundeszelt, zu nahen. Auch der Blutfluss bei und nach der Geburt eines Kindes bedeutete, dass die Frau zeremoniell, d.h. für den Gottesdienst, unrein war und das Heiligtum nicht betreten durfte (Vers 4). Diese Situation erforderte eine zeitliche Unterbrechung, die zu ihrer körperlichen Reinigung dient. Danach durfte die Frau opfern, wie auch die Männer, denn nur Opferblut durfte Gott nahe gebracht werden. Das bedeutet, dass sie nach der entsprechenden Zeit als rein für die Gottesdienstteilnahme wieder angesehen wurde. Dies hatte nichts damit zu tun, dass etwa die Zeugung oder die Geburt eines Kindes als etwas Sündiges angesehen wurde, sondern sogar von Gott als geboten zur Vermehrung des Volkes Gottes bestimmt war (Gen 1,28).

Warum die Geburt eines Mädchens gegenüber einem Jungen die zeremonielle Unreinheit verdoppelt, ob dies weniger oder besonderen Wert andeutet, wird uns durch die Schrift nicht mitgeteilt. Doch wird uns hier mitgeteilt, dass Gott eine Unterscheidung der Geschlechter macht und sie nicht vermischt, wie es heutzutage durch eine antigöttliche Genderideologie indoktriniert wird.

Ob nun eine Frau einen Jungen oder ein Mädchen zur Welt brachte, jedenfalls unterstrich das gebrachte Opfer ihre Hingabe und ihren Anteil an der reinen Bundesgemeinschaft Gottes.

Auch in der Offenbarung 21,27 lesen wird, dass nichts Unreine in die Stadt Gottes und seine Gegenwart gebracht werden wird. Dies spiegelt die Bedeutung von Levitikus wieder, da Gott nur Reines in seiner heiligen Gegenwart duldet.

NT – Markus 7,14-23 Außenwelt und Innenwelt

Jesus lehrt, was wirklich die Verunreinigung des Menschen ausmacht. Körperlich aufgenommene Nahrung in sich hinein verunreinigt weder die Seele noch den Geist eines Menschen. Physische Dinge verändern nicht die geistige Natur eines Menschen, weder Fleisch, Eier, Milch noch Getreide. Egal wie groß auch eine physische äußere Verschmutzung sein kann, sie wird keine geistige oder moralischen Unreinheit hervorrufen. Aber auch äußere gottesdienstliche oder liturgische Handlungen können an sich nicht den Menschen innerlich geistlich reinigen, wenn nicht der Heilige Geist gleichzeitig dessen Geist berührt.

Jesus spricht hier das durch die Ur- und Tatsünde verunreinigte Herz, das Innere, des Menschen an. Alles was hier an sündigem Potenzial vorhanden ist, was Jesu hier aufzählt, das kommt durch Worte und Taten zum Ausdruck in dem jeweiligen Menschen und besonders durch ihn. Auf diese inneren sündigen Regungen, die Innenwelteinfüsse hat der Christ besonders zu achten, dann erst auf die Umwelteinflüsse. Die Innenweltschädigung ist verantwortlich für die Umweltschädigung, angefangen bei jedem Menschen und sich ausbreitend in Gottes herrlicher Schöpfung, die bewahrt werden soll.

Abschlussgebet

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

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29. Mai – Hauskirche

29 Freitag Mai 2020

Posted by Bischof Meyer in Hauskirche

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Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.


Schriftteil

AT– 3. Mose /Levitikus 11,24-47

https://www.bibleserver.com/EU/3.Mose11%2C27-47

Gebet – Psalm 119,65-80

https://www.bibleserver.com/LUT/Psalm119%2C65-80

NT – Markus 7,1-14

https://www.bibleserver.com/EU/Markus7%2C1-14

Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT – Levitikus 11, 24-47– rein und unrein, heilig oder unheilig

„Der Mensch ist, was er isst“, beruht auf einer Aussage des Philosophen Ludwig Feuerbach. Dies entspricht einer Weisheitslehre aus Asien, dass die Grundlage für unsere Gesundheit die Ernährung ist.

Die mehr positive Ernährung wurde in der vorigen Betrachtung behandelt. Jetzt ab V 24 kommen immer wieder solche Warnungen vor: Dies soll euch unrein sein, macht euch damit nicht unrein, wer von solchem Aas ist, er wird unrein bis zum Abend. Das hebräische Wort „tame“ für unrein bedeutet auch noch unnormal, unnatürlich, schwach oder krank. Es kommt 182 Mal im Alten Testament vor. Davon allein 120 Mal hier im Buch Levitikus. Dagegen kommt das Wort „rein“ (normal, sauber, rein, ganz) 92 Mal im AT vor, und davon 50% hier in Levitikus. Gläubige im Alten wie im Neuen Testament werden aufgefordert, sich nicht zu verunreinigen, sondern heilig zu sein. Im AT wurde dies sogar bis auf die Essensgewohnheiten ausgedehnt, die, wie wir schon zuvor erfahren haben, oft mit heidnischen Praktiken und Aberglauben zusammenhingen. Es erschein schon fremdartig, dass sich Gott um so grundlegende Dinge der alltäglichen Speise kümmert. Gott wollte seine Leute vor schädlichen Einflüssen für den Leib und den Geist schützen. Gott ordnet nicht nur gottesdienstliche Dinge an, sondern er gibt Anweisung für Kleidung und das Essen, damit die Menschen lernen, anders zu leben als die nicht an Gott Glaubenden. Sie sollen dadurch lernen, sich nicht nur äußerlich abzusondern, sondern auch innerlich von ganzem Herzen den Willen Gottes und sein Angesicht zu suchen. Der Grund aber ist der in V. 44, dass Gott ihr HERR ist, er der Chef, der sie aus Ägypten geführt hat. Von hier an kommt das Wort HERR noch 50 Mal in Levitikus vor und fast immer mit der Belehrung: Ich bin heilig. Wenn nun die Menschen in ihrem äußeren gottesdienstlichen Verhalten sich vom Unreinen (Essen und Verhalten) trennen und sich damit auch heilig in ihrem Innern einstellen., damit der Prozess beginnt, dass sie heilig werden. Was wollen also diese oft schwer zu verstehenden Anordnungen? So wollen motivieren heilig zu werden, weil Gott heilig ist. Das heißt, er ist vollkommen von Sünde, Krankem, Schwachem und Unnatürlichem abgesondert und ist vollkommen gut. Als Gott die Schöpfung und den Menschen geschaffen hatte, sah er an, alles was er geschaffen hatte, und siehe, alles war sehr gut.

Weil wir 1. in der Ebenbildlichkeit Gottes geschaffen wurden, 2. von Gott durch den Exodus (Auszug aus Sündengefangenschaft) berufen wurden und 3. weil Jahwe, der Herr ist, und mit uns einen Bund (in der Taufe) geschlossen hat, deshalb sind wir zur Reinheit und zur Gutheit Gottes aufgerufen, rein, sauber und vollkommen zu sein. Der Mensch ist (sein Sein) was er isst, rein oder unrein.

NT – Markus 7,1-13 Von wahrer Reinheit und Unreinheit des Herzens.

Bevor Jesus in das heidnische Gebiet von Tyrus zieht, erfolgt eine Auseinandersetzung mit den Pharisäern über die ständig auftauchende Frage der Reinheit und Unreinheit. Unterschieden wird da zwischen heilig und weltlich. Heilig meinten die Juden zu sein, die sich bei allen Ortsveränderungen immer wieder die Hände nach einem besonderen Ritual sichtbar für jedermann reinigten. Das taten die sogenannten frommen Juden. Solche, die es aber nicht taten, waren aber die Sünder oder die Heiden. Der Grund dafür wer eine falsche Hermeneutik, eine Missdeutung der ursprünglichen Heiligen Schrift. Von Mose bis Jesus hatte sich eine andere Schriftdeutung breitgemacht, die mündliche pharisäische Gesetzestradition und Auslegung. Jesus greift diese Missinterpretation der Heiligen Schrift an und beweist, dass ihr äußerer Reinheitsbegriff heuchlerisch ist und einen widersprüchlichen Gottesdienst hervorruft. Die Gesetzestreuen waschen sich vor und nach dem Essen angeberisch vor allen Menschen die Hände, sind aber in ihren Herzen heimtückisch und unrein. Denn anstatt der Verpflichtung, das Elterngebot zu beachten und diese im Alter zu unterstützen, vermachen sie ihren Besitz der Tempelhierarchie und lassen ihre Eltern hungern oder darben. Dienen sie damit Gott? Halten sie damit das ursprüngliche Gebot, die Eltern finanziell zu ehren? Nein. Damit deckt Jesus ihre heuchlerische verkommene, unreine egoistische Herzenseinstellung auf. Sie basteln sich eine Schriftauslegung zurecht, um äußerlich huj– dauerndes Händewaschen – aber innerlich als pfui – als lügnerisch erfunden zu werden.

Ist es nicht besser mit ungewaschenen Händen zu essen, aber ein reines hilfsbereites und verantwortliches Herz zu besitzen, den Eltern im Alter zu helfen und sie finanziell zu unterstützen? Ist das nicht das rechte Opfern eines heiligen Herzens?

Abschlussgebet

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

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28. Mai Hauskirche

28 Donnerstag Mai 2020

Posted by Bischof Meyer in Hauskirche

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Schlagwörter

Aberglaube, Heilungen, Rabengeschrei, Speisegesetze, Todesangst, vegan, Vergetarisch

Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

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Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.


Schriftteil

AT– 3. Mose /Levitikus 11,1-23

https://www.bibleserver.com/EU/3.Mose11%2C1-23

Gebet – Psalm 119,65-80

https://www.bibleserver.com/LUT/Psalm119%2C65-80

NT – Markus 6,45-56

https://www.bibleserver.com/EU/Markus6%2C45-56

Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT – Levitikus 11, 1-23 – Essbare Tiere und gottesdienstliche Reinheit

Im Zusammenhang mit dem Auszug des Volkes Israel aus Ägypten sprechen die 10 Plagen von der Entmythologisierung der ägyptischen Götter. Mit jedem Gericht stürzte ein Götze vom ägyptischen Pantheon, ihrem Götterhimmel. Ähnlich liegt es hier. Es geht größtenteils um die

Entmythologisierung der von den umliegenden Völkern verehrten Tieren. Nicht alle hier aufgezählten Tiere sind theologisch oder kultisch erklärbar. Sie wurden, wie z.B. die Hasenpfote, als Amulett getragen oder man achtete auf den Rabenschrei, der Unheilsbotschaften oder den Tod ankündigte.

Bild: Von Aaron – Common Raven, CC BY 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=9033869

Der Hauptzweck dieser Gebote lag darin, dass sich Israel von all diesen heidnischen Bräuchen und den verehrten Kulttieren absondern sollte. Die Speisegesetze dienten als Barriere für leichtfertige Vermischung mit den götzendienenden Nachbarvölkern.

In dieser Lebensweise lag einmal eine äußere Botschaft und ein Zeugnis an die heidnischen Völker, anders zu sein und anders als sie zu leben, aber auch ein nach innen gerichtetem Verständnis, sich als Volk Gottes persönlich auf den (erst kürzlich eingesetzten) heiligen Gottesdienst auszurichten. Denn dort sollten sie auch im Herzen rein dem vollkommen reinen, heiligen Gott begegnen. (Würden Moslems Christen zum nächtlichen Essen beim Ramadan einladen?)

In unserem Teil-Tagesabschnitt werden Großtiere in V 2-23 aufgezählt, die aus diesem Grund essbar oder nicht essbar für das Volk sein sollten, V 2-8 beschreiben die Landtiere, V 9-12 die Wassertiere und V 13-23 die Flugtiere.

Erst zweitrangig geht es hier um gesundheitliche Vorschriften. Gott will der Gläubigen Arzt sein, er will nicht die Krankheiten Ägyptens auf sie legen, wenn sie sich an himmlische Essensgewohnheiten halten. Doch hier werden weder vegane, vegetarische oder fleischliche Gesetzesvorschriften für Israel, noch für Christen, festgelegt. Schon nach dem Sündenfall erlaubte Gott Tiere als Nahrung zu verwenden (Gen 4,4), bei Noah (9,1-4) nach der Sintflut und erst recht erkennen wir dies bei den Opferungen der Priester, dass dort Fleisch- als auch Getreideopfer für Gott und auch zum Verzehr für Menschen dargebracht wurden. Erst später glaubten „rechtgläubige“ Juden, dass sie sich dadurch bei Gott Verdienste oder das ewige Leben durch striktes Einhalten der Gebote erwerben würden. Auf diese falsche Auslegung zielen auch Jesu Worte Mt 15,9-11: Nicht was in den Mund hineinkommt verunreinigt den Menschen.

Auf Unreinheit und Reinheit zielt dieser heutige Abschnitt. Das Thema Reinheit und die Begründung dafür wird im zweiten Abschnitt dieses Kapitels später fortgesetzt.


NT – Markus 6,45-56 – Christus, Herr über Tod und Krankheit

Ähnlich wie bei Gotteserscheinungen im Alten Testament – am brennenden Busch bei Mose – erscheint Jesus mitten in der Nacht in das tosende und totbringende Meer des Sees Genezareth. Er erscheint wie der Engel des Herrn, der einen Weg durch das Meer bahnt, der damals die ängstlichen Israeliten vor den sie verfolgenden Ägyptern rettet (Ps. 77,20). Jesus offenbart sich seinen Jüngern als der Allmächtige über den Tod. Denn er spricht mit dem Trostwort des Alten Testaments: Fürchtet euch nicht.

Zum Schluss (V 54-56) offenbart sich Jesus seinen Jüngern als der Herr und Arzt über unheilbare Krankheiten.

Der Evangelist Markus schließt hier seine Sammlung von fünf Wundergeschichten (4,34ff; 5,1ff; 5,22ff; 6,32ff und 6,45-56 ab, um seine Anfangsthese damit weiter zu untermauern, dass so etwas nur Jesus Christus, der Sohn Gottes, tun kann. Er ist die zentrale Gestalt, die bis zum Ende seines Evangeliums immer wieder in den Mittelpunkt gestellt wird, jeweils mit anderen angedeuteten Aufforderungen. Jedoch hier: Alle, die ihn anrührten, wurden gesund.

Deshalb die Frage auch an uns. Haben wir den Allmächtigen über Tod und den Arzt über alle Krankheiten im Glauben berührt? Und wenn ja, wurden ich innerlich berührt, von der Sündenkrankheit geheilt, wurde mir das ewigen Leben geschenkt?

Abschlussgebet

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

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27. Mai – Hauskirche

27 Mittwoch Mai 2020

Posted by Bischof Meyer in Hauskirche

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Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.


Schriftteil

AT– 3. Mose /Levitikus 10

https://www.bibleserver.com/EU/3.Mose10

Gebet – Psalm 119,65-80

https://www.bibleserver.com/LUT/Psalm119%2C65-80

NT – Markus 6,30-44

https://www.bibleserver.com/EU/Markus6%2C30-44


Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT – Levitikus 10 – Eigenmächtige Gottesdienstgestaltung und Folgen

Der Bericht knüpft an das göttlich gefallene Feuer auf die erste Opferung beim Einweihungsgottesdienst an. Das Feuer, was aber hier beim zweiten öffentlichen Gottesdienst fällt, ist keine Segnungs- sondern Gerichtsfeuer. Anstatt eines Gottesdienstes ganz nach den Vorschriften Gottes, wurde ein eigenmächtiger Gottesdienst gestaltet.

Shlomo Yitzchaki, ein französischer Rabbiner aus dem Mittelalter, unterstützt die Darstellung von V 1-7 in Verbindung mit 8-10, mit der Erklärung, dass die ranghöchsten Priester in Trunkenheit fremdes Feuer zur Opferung auf den Räucheraltar vor die Gegenwart des heiligen Gottes gebracht haben. Das Verbot V 9 des leichten oder starken Alkoholgenusses für die Geistlichen bezieht sich nur auf die Zeit ihres aktiven Dienstes (Jes 28,z; Hes 44,21). Dies steht auch in dem Zusammenhang, das weder Sauerteig noch Honig – als Grundlage zur Gärung oder Herstellung von Rauschgetränken – bei Opferungen benutzt werden sollten. Lev. 2,11).

Die beiden Söhne Aarons hielten sich nicht an diese Vorschrift. Sie waren innerlich aufgeblasen, im Kopf von Wein berauscht (während die Gläubigen zum Gottesdienst zusammenkamen) und zu zweit, anstatt allein, im Heiligtum, um Weihrauch auf dem Räucher-Altar darzubringen. Gebete der Heiligen im begeisterten und berauschten Zustand Gott darzubringen, das geht überhaupt nicht. Denn die Gebete sollen vor dem heiligen Gott ernstlich, anständig, verständlich und in heiligen Schmuck entgegengebracht werden. Sie hatten nichts von dem göttlichen Feuer des Brandopferaltars in die Räucherpfannen hineingetan, aber mit eigenem oder fremdem, heidnisch geweihtem Feuer gezündelt.

Gott ist ein heiliger Gott. Der Ruf aus der ostkirchlichen Liturgie erinnert alle Priester und Pastoren durch die Worte: „das Heilige den Heiligen“, sich immer wieder die Heiligkeit Gottes, seine vollkomme Gutheit, vor Augen zu halten. In seine heilige Gegenwart können sie nur treten, wenn sie nicht eigenwillig, fremdbegeistert oder alkoholisiert sind, sondern ernst, vernünftig und begeistert in Übereinstimmung mit Gottes Anforderungen ihren Dienst tun.


NT – Markus 6,30-44 – Die Sendboten mit der Speisung des Volkes konfrontiert.

Nach Rückkehr der Zweierteams vom Verkündigungs- und Heilungsdienst geben sie dem Meister Bericht über ihre Erfahrungen. So soll es im Dienst Jesu immer zugehen. Aber nach solch einem ereignisreichen Einsatz verordnet der Meister ihnen eine kurze Ruhezeit. Bald aber versammeln sich 5000 Menschen um den guten Hirten. Dies ähnelt der Versammlung des Volkes Israel in der Wüste. Hier bereitet er anstatt eines Tisches damals in der Wüste, hier einen Tisch auf einer grünen Aue (Ps. 23,2+5 – tischweise im grünen Gras). Eine führerlose Menge kommt zu ihm, dem guten Hirten. Er empfängt sie und ordnet sie sittsam in Tischgruppen, möchte ihnen das Brot des Lebens in der Stille anbieten. Dabei prüft er weiter seine 12 Kandidaten, indem er sie auffordert, diese neugeordnete Gemeinde doch mit dem Brot zu versorgen. Damit stellt sie vor eine kaum von ihnen zu erfüllende Aufgabe. Die wenigen Brote und Fische sollen unter Gebet diese Menge versorgen. Es war damals so üblich, dass der Hausvater mit einem Dankgebet die kleinen Brotfladen brach und so das Gästemahl begann. Das tut Jesus hier, vollbringt das Wunder für alle und teil seinen Jungaposteln damit eine neue Lektion. Sie müssen im Glauben denen tischweise Sitzenden das Brot des Lebens, als Herrenmahl angedeutet, austeilen. Das ist die Lektion für die noch zögerlichen und unverständigen Jünger. Das aber soll ihre Hauptaufgabe für die zukünftige geordnete Gemeinde der Endzeit sein, nämlich einen Tisch in ihrer Wüste aufzustellen und sie mit dem Brot des Lebens zu versorgen.

Abschlussgebet

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

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26. Mai – Hauskirche

26 Dienstag Mai 2020

Posted by Bischof Meyer in Hauskirche

≈ Ein Kommentar

Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.


Schriftteil

AT– 3. Mose /Levitikus 9

https://www.bibleserver.com/EU/3.Mose9

Gebet – Psalm 119,33-48

https://www.bibleserver.com/LUT/Psalm119%2C33-48

NT – Markus 6,14-29

https://www.bibleserver.com/EU/Markus6%2C14-29

Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT – Levitikus 9 – Die Mutter aller irdischen Gottesdienste

Nach der Weihe des Bundeszeltes mit allen Geräten und einer siebentägigen Ordinationsfeier der angehenden Priester, die den regelmäßigen Gottesdienst halten sollen, beginnt am 8. Tag, also dem ersten Tag der Woche, der erste gemeinsame Gottesdienst der Priester mit dem Volk Gottes. Das Ziel eines jeden Gottesdienstes ist der Herrlichkeit Gottes zu erfahren mit der Segnung, die am Ende direkt von Gott kommt.

Der Ablauf dorthin für die Priester und das Volk führt für beide durch den gleichen Ritus. Um in die Gegenwart Gottes zu gelangen werden vom Priester, wie auch vom Volk, Sündopfer, Brandopfer und Dankopfer gebracht. Beim Gottesdienst und Zutritt zu Gott geht es zuerst immer um die persönliche Reinigung von Sünden durch stellvertretendes Blutvergießen, dann als nächstes beim Brandopfer, das eigene Leben Gott zum Opfer darzubringen, und folgerichtig danach mit dem Dankopfer und extra Speisopfer Gott zu danken und ihm von den alltäglichen Dingen des Lebens einen Teil als Opfer darzubringen.

Wie wird Gott auf solch eine persönliche Herzens- und Lebenseinstellung der Priester und des Volkes antworten? Mose und Aaron gehen danach in die Stiftshütte und damit in die Gegenwart des Herrn. Und was sie von dort empfingen, das brachte der Hohepriester Aaron mit heraus und legte es auf das gesamte Volk. Diese Gebetsgeste des Segens (siehe 4Mo/Num 6, 24-26) ist das Symbol der tätigen Kraft Gottes für das Volk. Erst jetzt erscheint das von Jahwe ausgehende Feuer und verzehrt alle zuvor bereitgestellten Opfer. Damit soll gezeigt werden, dass nicht nur diese Opferhandlungen von Gott angenommen wurden, sondern das gesamte aaronitische Priestertum, diese Art des Gottesdienstes für das priesterliche Volk von Gott stammt. Gott hat nur diesen Ablauf des Gottesdienstes mit den Priestern und seinem Volk angenommen und eingesetzt, keinen anderen. Das Feuer Gottes (wie auch später bei Gideon, David und Salomo), das zum Schluss vom Himmel fällt, ist Gottes Zusagen und Segensbestätigung.

Wie aber soll heute unser Gottesdienst gestaltet werden? Kann sich diesen jeder selbst, jede christliche Gruppe, jeder Gemeinschaft oder Kirche zusammenstellen? Vielleicht, dass man jeden Sonntag einen Grund auf neuen, künstlerischen und modernen Ablauf entwirft? Fragen wir zurück, stammt dann dieser von Gott, und hat der Verantwortliche einen Auftrag von „Mose“ nach Gottes Plan erhalten? Wollen wir uns als Christen doch an Hebr 9,1 orientieren. „Es hatte zwar auch der erste Bund seine Satzungen für den Gottesdienst und sein irdisches Heiligtum.“ – Demnach hat auch der neue Bund seine Satzungen und ein irdisches Heiligtum, zwar anders, aber doch auch. Und so finden wir viele Hinweise deutlich im Neuen Testament. Deshalb ist nicht jeder, auch noch so schön empfundene „Gottesdienst“, schon Gott gefällig, es sei denn, dass er die biblischen Elemente des Sündopfers, Brandopfers und Dankopfers inklusive der Belehrung des berufenen Priesters oder Pastors enthält. Erst dann liegt der Segen Gottes auf solch einer Anbetungsstätte und kann das dort durch die Gläubigen dargebrachte „geistliche Opfer“ mit echtem Feuer entflammen.


NT – Markus 6,14-29 Stabübergabe der Bußprediger

Mit Herodes ist Herodes Antipas, Vierfürst, gemeint, den man wegen seiner politischen Gerissenheit auch Fuchs nannte. Die Verse 17-29 verdeutlichen in drastischer Form die Gefangennahme des Bußpredigers Johannes des Täufers und seinen Tod. Jesus verkündete danach in gleichem Stil und mit größerer Autorität die gleiche Botschaft des Gerichts, der Buße und der anbrechenden Gottesherrschaft. Nach Daniel 7 schloss dies auch das Ende der Weltreiche ein. Herodes war deshalb in seinem Gewissen getroffen und um sein Reich besorgt, besonders weil das Volk Jesus als einen verheißenen oder wieder auferstandene Propheten ansah.

Markus stellt hier Jesus als den größeren Propheten und Nachfolger Johannes des Täufers vor. Sein Werk geht hier zu Ende und Jesus nimmt den Stab auf und trägt ihn bis zum Ziel. Seine Botschaft wird nicht nur vom einfachen Volk gehört, sondern dringt auch in das Gewissen der herrschaftlichen Klasse und bis zum König Herodes selbst vor. Ob jetzt Herodes Antipas bereit ist Buße zu tun und sein Leben dementsprechend zu verändern?

Abschlussgebet

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

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25. Mai – Hauskirche

24 Sonntag Mai 2020

Posted by Bischof Meyer in Hauskirche

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Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.


Schriftteil

AT– 3. Mose /Levitikus 8

https://www.bibleserver.com/EU/3.Mose8

Gebet – Psalm 119,17-32

https://www.bibleserver.com/LUT/Psalm119%2C17-32

NT – Markus 6,6b-13

https://www.bibleserver.com/EU/Markus6%2C35-43


Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT – Levitikus 8  –  Die vorbildhafte Weihe der heiligen Priester zum Dienst am Heiligtum für ein heiliges Volk –

Nachdem Mose den Plan vom himmlischen Heiligtum von Gott erhalten, geplant und mit Hilfe des Volkes fertiggestellt hatte, beginnt er mit der Gesamtweihe. In guter Ordnung werden öffentlich in Gegenwart des Volkes das Bundeszelt und alle Geräte mit heiligem Salböl zur Benutzung geweiht. Als Höhepunkt werden die Diensthabenden, zuerst der oberste Repräsentant Aaron, dann die Mitpriester eingekleidet, gesalbt und zum Dienst eingesetzt. Alle anzulegenden Kleider haben eine bestimmte symbolische und wirkliche Bedeutung für den innigen Dienst zwischen Gott und dem 12-Stämmevolk. Sie drücken aus, dass sie das Volk Gott nahebringen und wiederum Gott dem Volk nahebringen sollten.

Weil diese Weihe auch vorbildhaft für das zu heiligende Volk gilt, müssen die Priester sich zuerst selbst heiligen. Auch sie sind Sünder und bedürfen der Versöhnung und Reinigung mit Gott, bevor sie ihren Dienst tun können. Blut eines reinen Opfertiers wird an ihre Ohren, Daumen und große Zehen getupft. Ihr Hören, Handeln und Wandeln sollen gereinigt und vorbildhaft, auch für das gesamte Volk sein. Die Sündenabwaschung (V6) am Waschfass spricht von der Priestertaufe (nicht untertauchen, aber besprengen und waschen) zu Beginn ihres Dienstes. Blut der Versöhnung und Wasser von oben sind ja für alle wichtig (Hes 36,25-27).

Nach dem die Feier durch vier Phasen gelaufen ist (V 4-30), wird abschließend als wichtig erwähnt, dass Aaron und die Priester mit Blut und heiligem Salböl besprengt (mit dem auch später Könige und Propheten eingesetzt wurden), den Dienst beginnen konnten. Heiligung ist aber nicht eine angeborene Fähigkeit. Sie wird von Gott verliehen und muss eingeübt werden. Deshalb wurden die Priester für eine ganze Woche abgesondert und in heilige Quarantäne gesetzt. Hier abgesondert sollten sie innewerden, verinnerlichen, was ihr Dienst der Nahebringung zwischen dem Volk und Gott sein sollte.

Zu einer vorbildlichen Berufung: http://rekd.de/index.php?id=10

Anglikanischer Glaubensartikel 23  – Von der Berufung zum Dienst in der Gemeinde

Niemand ist es erlaubt sich das Amt des öffentlichen Predigens oder der Verwaltung der Sakramente in der Gemeinde unberechtigt anzueignen, wenn er nicht vorher dazu rechtmäßig berufen und zur Ausübung gesandt ist. Wir müssen aber diejenigen als rechtmäßig berufen und gesandt betrachten, welche für dieses Werk von solchen Menschen hinzugewählt und angenommen worden sind, denen in der Gemeinde öffentliche Vollmacht gegeben ist, Diener zu berufen und in den Weinberg des Herrn zu senden.


NT – Markus 6,6b-13

Gemeinsam ausgesandt, zielgerecht und unbelastet

Mit einer Ablehnung der Botschaft Jesu im eigenen Heimatort (6,1-6a) oder an anderen Orten ist immer zu rechnen. Nach einer Zeit des Praktikums sendet Jesus sechs Jünger-Paare aus, gemeinsam sich im Dienst zu ermutigen, zu unterstützen und die gleiche Botschaft Jesu vom Reich Gottes und unter mitbegleitenden Zeichen zu verkünden. Sie sollen im Vertrauen unbelastet von großen Reisevorbereitungen nur mit Minimalausstattung ausziehen. Auch bei ihnen geht es wie bei Jesus um die Umkehrpredigt, die Entdämonisierung und um Heilungen bei hörenden und willigen Menschen. Während ihrer kurzen Missionsreise sind sie auf ihren Wegen und Unterkünften allein auf die Leitung des Heiligen Geistes angewiesen. Und da sie sich nur auf wenige Lebensnotwendigkeiten sorgen müssen, sich aber ganz um Jesu Befehl kümmerten, gab Gott ihnen einen überreichen Erfolg durch Verkündigung, Austreibung böser Geister und Heilung.

Sind auch wir solche Jünger, die sich eher um das Lebensnotwendige kümmern, uns auf unserem Lebensweg und Lebensaufenthalt vom Geist Gottes leiten lassen? Wenn ja, dann lasst uns auf das Wichtigste des Reiches Gottes, die klare Verkündigung des Evangeliums ausrichten und von Jesus erwarten, dass er uns zeichenhaft im Dienst bestätigt.

Abschlussgebet

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

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23. Mai – Hauskirche

23 Samstag Mai 2020

Posted by Bischof Meyer in Hauskirche

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Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.


Schriftteil

AT– 3. Mose /Levitikus 5

https://www.bibleserver.com/EU/3.Mose6

Gebet – Psalm 118,15-29

https://www.bibleserver.com/LUT/Psalm118%2C15-29

NT – Markus 5,35-43

https://www.bibleserver.com/EU/Markus5%2C35-43

Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT – Levitikus 6  –  Bestimmungen für die Priester

Nach den allgemeinen Opfervorschriften folgen im Buch Levitikus nun die speziellen Anweisungen für die Rolle der Priester bei den Opferhandlungen. Insbesondere wird festgelegt, dass der Priester, der das Sündopfer darbringt, es auch essen soll, „an heiliger Stätte im Vorhof der Stiftshütte; wer das Fleisch des Opfers anrührt, soll dem Heiligtum gehören.“

Der Apostel Paulus wird diesen Gedanken in seinem Brief an die Korinther aufgreifen: „Wisst ihr nicht, dass, die im Tempel dienen, vom Tempel leben, und die am Altar dienen, vom Altar ihren Anteil bekommen? So hat auch der Herr befohlen, dass, die das Evangelium verkündigen, vom Evangelium leben sollen.“ (1Kor 9,13-14). Hiermit begründet der Apostel den Unterhalt für die Verkünder des Evangeliums, den er selbst zwar für sich nicht in Anspruch nimmt, aber dennoch grundsätzlich einfordert.

Die Kirche und ihre Vertreter haben sich im Laufe der Geschichte immer wieder unrechtmäßig bereichert, und sicherlich kann man auch heute noch Elemente wie das Kirchensteuermodell oder bestimmte Investitionen kritisieren. Aber es hat nichts Unchristliches, wenn ein Geistlicher eine angemessene Vergütung erwartet. Wer der Gemeinde dient, soll auch von ihr leben dürfen.


NT – Markus 5,35-43 – Die  Auferweckung der Tochter des Jaïrus

Neues Leben fühlt‘ ich glimmen

in des Blutes heißem Lauf,

Und die lieblichste der Stimmen

rief mir leise: ‚Kind, steh, auf!‘

  • Ilja Jefimowitsch Repin: Die Auferweckung der Tochter des Jairus

In diese wunderschönen Worte fasst der Dichter Felix Dahn die Geschehnisse rund um „Jairi Töchterlein“. Es handelt sich um den ersten Bericht im Markusevangelium darüber, dass Jesus sogar Macht über den Tod hat. Die Frage nach der Auferstehung taucht immer wieder im Evangelium auf. Die Sadduzäer leugnen sie, und auch Jesu Jünger verstehen sie nicht richtig. Deshalb betont er mit Nachdruck: „Gott ist nicht ein Gott der Toten, sondern der Lebenden.“

Die Auferweckung der Tochter des Jaïrus, der trotz allen Widerstands und Spotts an seinem Flehen Jesus gegenüber festhielt, weist beispielhaft auf die Auferstehung der Toten hin. „Fürchte dich nicht, glaube nur!“, sagt Jesus zu ihm und auch zu uns allen. Wer im Glauben an Jesus aus diesem Leben scheidet, darf hoffen, dass es ihm so ergehen wird, wie es Dahn formuliert:

Lächelnd wird er wieder stehen

an des offnen Grabes Rand,

Und zu ew’gem Wiedersehen

reicht er mir die milde Hand.

Abschlussgebet

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

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Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

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22. Mai – Hauskirche

21 Donnerstag Mai 2020

Posted by Bischof Meyer in Gebetbuch - Erklärungen, Hauskirche

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Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

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Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.


Schriftteil

Nachfolgende Schriftlesungen anklicken und auf Bibelserver lesen:

AT– 3. Mose /Levitikus 5

Gebet – Psalm 118,1-14

NT – Markus 5,1-20

Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT – Levitikus 5  –  Weitere Opferbestimmungen

Unter den zahlreichen detaillierten Opferbestimmungen fällt unter anderem auf, dass es eine gewisse soziale Staffelung bei den Opfergaben gibt, eine Art ‚Dreiklassenopferrecht‘. Wer sich kein Schaf leisten kann, darf Tauben opfern, wer auch diese nicht aufbringen kann, der opfere einfach nur etwas Mehl. Ein wenig erinnern diese Vorschriften an die traurige Zeit des Ablasshandels, dessen Tarife sich ebenfalls nach Leistungskraft richteten. Edelleute zahlten sechs Gulden, Bürger und Kaufleute drei, Handwerker nur einen Gulden.

Für uns Christen sind solche Unterscheidungen müßig. Der eine mag schwerere Sünden begangen haben als der andere, dieser wiederum mag weniger Geld haben als jener. Aber all das spielt keine Rolle. „Denn es ist hier kein Unterschied: Sie sind allesamt Sünder und ermangeln des Ruhmes, den sie vor Gott haben sollen, und werden ohne Verdienst gerecht aus seiner Gnade durch die Erlösung, die durch Christus Jesus geschehen ist.“ (Römerbrief 3,22-24) Amen.


NT – Markus 4,21-34– Die Heilungen des Besessenen von Gerasa

Es ist das erste Mal im Markusevangelium, dass Jesus als Sohn Gottes erkannt und angesprochen wird. Aber nicht etwa von einem der Apostel, sondern von einer Legion von Dämonen. Auf eben dieses Ereignis wird im Brief des Jakobus angespielt. Der Autor beschäftigt sich mit der Frage, ob der Glaube allein retten könne: „Du glaubst: Es gibt nur einen Gott. Damit hast du Recht; dies glauben auch die Dämonen und sie zittern.“

Wird hier also die Lehre des Paulus von der Rechtfertigung aus Glauben kritisiert? Keineswegs! Es wird nur ein auch heute noch weit verbreitetes Missverständnis in Bezug auf den Begriff ‚Glaube‘ aufgeklärt. Glauben im Sinne von ‚eine Aussage für richtig halten‘ kann keine Rettung bringen. Das Englische unterscheidet hier treffend zwischen ‚belief‘ und ‚faith‘, wobei ersteres genau das meint, wovon Jakobus hier spricht, eine innere Überzeugung, wie zum Beispiel jene, dass es einen Gott gibt. Diese Überzeugung teilen auch die Dämonen, werden von Jesus aber nicht in den Himmel, sondern in die Schweineherde geschickt. ‚Faith‘ hingegen meint den Glauben als lebendige Beziehung zu Gott, geprägt von Gehorsam und Vertrauen. Wer von diesem Glauben erfüllt ist, wird nicht in Untätigkeit verharren. Der Glaube ist auf Gott und den Nächsten gerichtet. Deshalb wird er in der Liebe tätig.

Abschlussgebet

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

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