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Das Allgemeine Gebetbuch

~ Das Gebetbuch gründet sich auf die klassische Version von 1662

Das Allgemeine Gebetbuch

Archiv des Autors: Bischof Meyer

8. Dezember -Hauskirche

Hervorgehoben

Posted by Bischof Meyer in Hauskirche

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Familien- oder Hausandacht – Morgen und Abend

Hinweis zur Kurzfassung – Das Allgemeine Gebetbuch – deutsch

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Nachfolgend eine Kurzauslegung zur Unterstützung der häuslichen Andacht und Pflege des geistlichen Lebens nach anglikanischer Tradition.

Die Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

Einladung zu intensiven Studien am St. Benedikt Seminar:

Nächstes Präsenzwochenende am 15.-17. Januar: https://benediktseminar.org/


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Gebet – Psalm 132 (klicken)

Schriftteil und Anstöße zur Lesung

Lesung: 2. Samuel 6 (klicken)

Verehrung Gottes Priorität – zum Segen für alle

Damals gab es noch kein nationales Heiligtum. Saul hatte die Stiftshütte und das geistliche Leben vernachlässigt. Aber nicht so David. Deshalb war die Verehrung Jahwes und dessen Sitz in Jerusalem Davids höchste Priorität. Auf dem Weg, die Bundeslade mit dem Zentrum der Verehrung und Gegenwart Gottes – unter Begleitung von 30.000 jungen Menschen – nach Jerusalem zu holen, geschah ein furchterregendes Unglück. Die Bundeslade stürzte von einem neuen Wagen. Usa, der dies verhindern wollte, kam dabei um. Diese Handlung war vollkommen unwürdig (1Sam 5), denn die Lade sollte nach der Schrift nicht gefahren, sondern ehrfürchtig getragen werden. David war darüber so aufgebracht und zugleich furchtvoll, dass er daraufhin die Lade des Herrn für drei Monate an diesem Ort des Geschehens im Haus des Obed-Edom ließ. Man berichtete David später, dass seit dieser Zeit ein umfänglicher Segen auf dessen Haus lag. Dies bewog David, nun endlich die Lade Gottes vorsichtig und würdevoll, aber mit großer Freude nach Jerusalem zu bringen, damit die Gegenwart und der Segen Gottes dort erscheine.

David begleitete dann den priesterlichen Zug von dort aus nicht in seiner Königstracht, sondern in einem einfachen weißen Priesterschurz. In diesem Aufmachung tanzte und sprang bis zur Ankunft in Jerusalem, und dies tat er mit aller Macht vor der Bundeslade. Er fungiert dabei als oberster Priester, ließ die Lade in ein neues Zelt stellen, opferte, ließ dann Fleisch und Kuchen an alle Anwesenden austeilen und segnete danach alle Anwesenden mit dem selbst erfahrenen Segen Gottes. Möglicherweise hat David hier den Psalm 24 komponiert und vorgetragen. Er tat dies in äußerster Niedrigkeit und Demut. Diesmal gelang die Überführung und der Einzug nach Jerusalem mit unschuldigen Händen.

Wir beobachten aber auch, dass nicht alle an diesem gegenwärtigen und zukünftigen Segen der Gegenwart Gottes teilnahmen. Seine Frau Michal, eine Tochter Sauls, verachtete in ihrem Stolz Davids erniedrigende Haltung vor dem Volk. Auch diese hatte eine Auswirkung auf die spätere königliche Nachfolge. Sie bekam kein Kind, und damit wurde die Vorsehung Gottes ausgeführt. Kein Nachfolger Sauls würde die Dynastie weiterführen.

Möchten auch wir den Segen Gottes in unserem Haus, in unserer eigenen Wohnung und für die Familie und Umgebung erfahren? Wenn ja, dann sollten wir einen besonderen Platz in einem Teil der Wohnung einräumen, der für wichtige Symbole wie die Schrift (Bibel) und das Kreuz Christi – als Zentrum der Erlösung-bereit steht. Bei wem gibt es dies heute noch? Und wenn, suchen wird dann regelmäßig in der STILLE durch Schriftlesung und Gebet die Gegenwart Gottes? Diese Gegenwart Gottes soll gleichermaßen auch in der Kirche, der Versammlung der Gläubigen, gesucht werden. Denn wenn wir unsere kleinen und größeren Versammlungen nicht verlassen, wird die Freude und der Segen Gottes auch uns immer wieder sichtbar zuteil.

 Lesung– Lukas 20,20-40 (klicken)

Weisheit und Schriftkenntnis lösen Konflikte

Die Angriffe vor Jesu Leidensweg häufen sich. Nicht nur die Schriftgelehrten, Pharisäer und Hohenpriester suchen einen Grund, Jesus aus dem Weg zu schaffen, sondern auch die allgemeine Priesterschicht, die Sadduzäer. Zu Beginn schleust die erste Gruppe ihre verdeckten religiösen V-Männer in die Gemeinschaft um Jesus ein. Ihr Plan ist, ihn mit manipulierten Fragen in eine Falle zu locken, damit er sich unter Zeugen belastet, um ihn dann nach dem römischen Besatzungsrecht und auch nach jüdischen Recht anzuklagen. Zuerst geht es um die ca. 100,- Euro Jahressteuer pro Person an Rom. Lehnt sie Jesus ab? Jesus erkennt bei der ersten Gruppe sofort die Falle und stellt klar, dass Steuern zu zahlen kein Anzeichen dafür ist, dass man disloyal gegenüber der irdischen oder himmlischen Obrigkeit ist. Denn die irdische ist ja auch von Gott eingesetzt, um u.a. Steuern einzunehmen. (Röm 13, 1-7). Das eine schließt das andere nicht aus.

Nun erkennt die zweite Gruppe der Sadduzäer, die sich aus der Priesterschicht zusammensetzt und nur von der Thora, den fünf Büchern Mose aus sich leiten lässt, dass ihre Stunde gekommen ist. Die Sadduzäer glauben nichts außerhalb ihrer begrenzten theologischen Auslegungen, nichts von dem, was später die Propheten über das Toten- und Himmelreich, die geistige Welt, die Engel und Auferstehung sagten. Ihre irdische Vorstellung von der Fortsetzung der erdgebundenen Gattung Mensch durch Heirat und Zeugung übertragen sie deshalb auf den Himmel. Sie meinen, dort lebt es sich wie im Irdischen so weiter. Deshalb die Fangfrage hier mit den sieben Brüdern und einer Frau, als ob diese sich nun im Himmel die Frau wieder siebteln dürften oder Jesus sie vielleicht einem der Brüder als Frau falsch zuordnen würde, ist irrelevant. Jesu geht nicht darauf ein, sondern überzeugt sie mit ihrer eigenen begrenzten, aber doch vorhandenen theologischen Wahrheit, und zwar mit dem Teil der Schrift, die sie verehrten. Denn so wie dieser Abschnitt von Abraham, Isaak und Jakob spricht (Ex 3,6), erkennt man klar, dass die Erzväter nach ihrem irdischen Abscheiden immer noch lebten. Und dies ist auch ein Beweis ihres Lebens jetzt bei Gott und ihrer Auferstehung. Von dieser spricht bei genauer Kenntnis der jüdischen gesamten Schrift natürlich auch: Daniel 12,2.

Erkennen wir an der Weise des Umgangs Jesu mit Menschengruppen und unterschiedlichen Denkmustern und ihren dahinter versteckten Motiven, dass dabei Folgendes wichtig ist. Wir müssen sowohl den Geist der Weisheit und Unterscheidung besitzen als auch gute persönliche Schriftkenntnis, um dann spezifisch jeder Gruppe oder einzelnen Menschen) treffende Antwort und Hilfe zu geben und selbst vor Gott und Menschen unangreifbar dar zustehen.

Abschlussgebet

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Morgendliches Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all’ unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.

Oder

Abendliches Gebet um Frieden

O Gott, von Dir kommt alles heilige Verlangen, jeder gute Rat und jede gerechte Tat. Gib uns, Deinen Dienern, den Frieden, den die Welt nicht geben kann, damit unsere Herzen willig sind, Deinen Geboten zu folgen. Befreie uns von der Furcht vor unseren Feinden, damit wir unsere Tage in Ruhe und Frieden verleben können. Durch die Verdienste unseres Heilandes Jesus Christus. Amen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen:

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

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7. Dezember – Hauskirche

Hervorgehoben

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Familien- oder Hausandacht – Morgen und Abend

Hinweis zur Kurzfassung – Das Allgemeine Gebetbuch – deutsch

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Nachfolgend eine Kurzauslegung zur Unterstützung der häuslichen Andacht und Pflege des geistlichen Lebens nach anglikanischer Tradition.

Die Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

Einladung zu intensiven Studien am St. Benedikt Seminar:

Nächstes Präsenzwochenende am 15.-17. Januar: https://benediktseminar.org/


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Gebet – Psalm 130+131 (klicken)


Schriftteil und Anstöße zur Lesung

Lesung: 2. Samuel 4+5 (klicken)

Ratschluss Gottes trotz Intrigen und Kämpfen ausgeführt

Kap. 4: Nachdem der Heerführer Abner (des Nordreichs) unehrenhaft den Tod gefunden hatte, geschieht noch ein Königsmord am letzten Sohn Sauls, Isch-Boschet, durch Baana und Rechab (Hauptleute). Sie töteten ihren eigenen König beim Mittagsschlaf und präsentieren dessen Kopf David als „Gute Botschaft“ mit den Worten „der HERR hat sich gerächt“. David erkennt, dass diese ruchlosen Männer sich bei ihm nur annehmbar machen wollen. Er distanziert sich bewusst von deren Gräueltaten, indem er ihnen die „Schlechte Botschaft“ überbringt. Ihnen werden kurzerhand Hände und Füße als Antwort und die Rache Gottes auf diesen Königsmord abschlagen. Sie sterben.

Nicht jede verkündete „Gute Nachricht“ über Gott und die Welt, auch wenn sie sich erfolgreich und fromm anhört, sollte als Antwort Gottes anerkannt werden. Es ist jedoch immer notwendig, das Motiv und die Zielsetzung von diesen Nachrichtenüberbringern zu prüfen und wenn notwendig, diese zu entlarven. Dienen sie dazu, dass sich die Nachrichtenverkünder oder Hintermänner dienstwillig anbieten, um Vorteile für sich zu erwirken? Dann ist es eine schlechte Nachricht für Kirche und Welt. Eine Unterscheidung der Geister ist besonders in der Kirche Christi gefordert. Weiter ist zur Aufdeckung von Unwahrheit aber auch die „Vierte Kraft“ im Staat, eine freie unabhängig Presse, aufgerufen, immer wieder die Wahrheit ins öffentliche Licht zu stellen.

Kap. 5 Gottes geheimer Ratschluss steht über Israel und dem Leben Davids. Nicht David nimmt sein Schicksal und das Königtum wie ein Cäsar in eigene Hand, sondern hier tragen die Fürsten Israels David freiwillig das Königtum mit folgenden Argumenten an: 1: Du bist doch unser eigen Fleisch und Blut! 2. Du führtest schon früher die Kriege Israels unter Saul. 3. Gott sagte, (durch Samuel) du sollst Fürst über Israel sein. Erkennen wir, dass hinter dieser Entscheidung, die Vorherbestimmung und der Ratschluss Gottes steht und jetzt sichtbar zur Ausführung kommt?

Nun wird solch eine Entscheidung auch öffentlich und rechtlich durch einen Vertrag (Bund) zwischen den restlichen Stämmen und David unter Gott beschlossen. David wird am Ende für alle Stämme zum König gesalbt. David war 30 Jahre alt bei der Einsetzung zu seinem Dienst.

Im gleichen Alter begann auch Jesus Christus als Sohn Davids seinen Dienst mit der Verkündigung und Beginn der Aufrichtung seines Königreiches. Er kam zur vorgesehenen Zeit. Gal 4,4 und tat allein nur den Willen Gottes während seines Dienstes.

Nach der Einsetzung beginnt der Dienst um Einheit, Zusammenhalt und Ausbreitung des Reiches. Zuerst wird in der Mitte des Landes die 1000-jährige Stadt Jerusalem erobert und zur Hauptstadt erklärt. Sie wird teilweise mit ausländischer Hilfe ausgebaut. Diese zentrale geeinte Königsherrschaft ruft den Widerstand der Philister Macht hervor, die Israel durch einen Kampf in der Raphaim-Ebene wieder zerteilen will. Wie bisher trifft David nicht seine eigene Entscheidung in dieser Bedrohungsphase, sondern befragt zweimal Gott über Einsatz und Einzelheiten zum Angriff gegen diese Feinde. In beiden Fällen antwortet Gott und er besiegt sie. Die zurückgelassenen Götzenbilder, auf die sich die Philister stützten, wurden von Davids Männern eingesammelt und dem Feuer übergeben. (1Chr. 14,12). Damit hat König David seine erste Bewährungsprobe als König für ganz Israels bestanden.


Lesung– Lukas 20,9-19 (klicken)

Das Evangelium und die heilsgeschichtlichen Zusammenhänge

Jesus verkündet das Evangelium an das Volk, aber gleichzeitig auch an die theologisch gebildete Oberschicht. In diesem Fall benutzt er hier eine Allegorie, um durch eine einfache Geschichte eine größere Sachlage und die Zusammenhänge der Heilsgeschichte Gottes zu erklären. Der Herr des Weinbergs ist Gott; der Weinberg ist das Volk Israel; die Pächter sind die Weingärtner, d.h. die Schriftgelehrten und Hohenpriester (V 19); die geschlagenen Knechte sind die AT Propheten bis auf Johannes, den Täufer. Der Sohn ist Jesus selbst. Im Gericht werden die Mörder vernichtet. Der Weinberg (Israel) wird anderen, neuen Pächtern Gottes (Aposteln und Nachfolgern) zur Bearbeitung übergegeben. Jesus aber, der Verworfene und dann Auferstandene, wird zum Eckstein und zum Aufbau Gebäudes, seiner Kirche.

In dieser Allegorie steckt viel Explosionskraft. Die religiöse Oberschicht nimmt das umfassende Evangelium nicht an. Sie hatte die Deutung auf sie selbst verstanden. Will aber das einfache Volk sich allein auf den Eckstein Christus gründen und sich von den neuen Gärtnern Gottes bearbeiten lassen?

Abschlussgebet

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Morgendliches Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all’ unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.

Oder

Abendliches Gebet um Frieden

O Gott, von Dir kommt alles heilige Verlangen, jeder gute Rat und jede gerechte Tat. Gib uns, Deinen Dienern, den Frieden, den die Welt nicht geben kann, damit unsere Herzen willig sind, Deinen Geboten zu folgen. Befreie uns von der Furcht vor unseren Feinden, damit wir unsere Tage in Ruhe und Frieden verleben können. Durch die Verdienste unseres Heilandes Jesus Christus. Amen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen:

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

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5. Dezember – Hauskirche

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Familien- oder Hausandacht – Morgen und Abend

Hinweis zur Kurzfassung – Das Allgemeine Gebetbuch – deutsch

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Nachfolgend eine Kurzauslegung zur Unterstützung der häuslichen Andacht und Pflege des geistlichen Lebens nach anglikanischer Tradition.

Die Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

Einladung zu intensiven Studien am St. Benedikt Seminar:

Nächstes Präsenzwochenende am 15.-17. Januar: https://benediktseminar.org/


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Gebet – Psalm 126+127 (klicken)


Schriftteil und Anstöße zur Lesung

2. Samuel 2 (klicken)

Entscheidungen mit oder ohne Gott treffen?

David befragt den Herrn detailiert, ob er aus dem Philisterland wieder ins judäische Land ziehen soll, sogar in welche Stadt. Hebron war Gottes Antwort, der ehemaliger Wohnsitz Abrahams, ca. 30 km südlich von Jerusalem. In dieser damals judäischen Hauptstadt lässt er sich mit seiner Familie, und den Familien seiner Kämpfer, ca. 1000 Personen nieder. Dort wird er von dem einen Stamm Juda öffentlich und rechtskräftig zum König gesalbt und eingesetzt. So öffnet Gott den ersten Schritt auf dem Weg zur Gesamtherrschaft. Der weitere Verlauf steht unter der göttlichen Führung. Nicht so aber bei dem restlichen Israel.

Als die Befehlshaber beider Staatsgebilde mit einer Abteilung ihres Militärs aufeinandertreffen, um „Kampfspiele“ zu beginnen, artet dieses später in Blutvergießen aus. Die jeweils 12 jungen Männer, die sich gegenüberstehen, repräsentieren eigentlich die 12 Stämme Israels. Anstatt das David gegen Goliath hier streiten, kämpfen diese zwei Zwölfer-Reihen stellvertretend darum, welche Seite („Feld der Seiten V 16“), diesen Kampf gewinnen wird. Dabei geht es bei dem Spiel, das todernst ist, um die zukünftige Herrschaft über ganz Israel. Es geht um Abner oder Joab, um Isch-Boseth oder David. Zu Beginn der Auseinandersetzung sterben alle Repräsentanten auf einen Streich. Keine Seite gewinnt. Doch dann tobte er Kampf bis in die Abendstunden, bis Abner für das Nordreich um Einhalt bittet. Er verlor 360 junge Männer, der Süden um Joab nur 20, ein Verhältnis 18:1. Auch dies deutet die zukünftige Entfaltung der Macht Davids bereits an. Weiter erkennen wir, dass Israel von Anfang an zweigeteilt ist und später in zwei Teile zerfallen wird.

Im Norden ist nach der verlorenen Schlacht gegen die Philister der Heerführer Abner mit einem militärischen Rest übriggeblieben, sowie der nicht in der Schlacht teilnehmende oder entkommene letzte Sohn Sauls, Isch-Boscheth. Abner, der eigentliche Machthaber, setzt ihn jetzt, aber ohne Gott im Gebet zu befragen, zum König für das restlichen Israel als Gegenkönig ein. Schon der Name Isch-Bosheth, „Mann der Schande“, deutet auf eine dumme und schändliche Entscheidung für Israels Zukunft hin. Dies war eine Entscheidung Abners gegen Gottes Plan, eine Rebellion an eigener Macht festzuhalten und aus zweiter Reihe heraus zu regieren zu wollen.

Es ist immer falsch, ohne Gebet und ohne den Herrn zu suchen, eine Entscheidung zu treffen, die aus eigenen Machtinteressen heraus bestimmt ist. Am Ende wartet nur Kampf, Verlust und Tod. Die nun folgende Entwicklung Israels findet nicht unter göttlicher Führung statt.

Wir lernen von diesem Vergleich zwischen David und Abner: Wer den Herrn im Gebet bei den wichtigen Entscheidungen des Leben von Anfang an einbezieht, ihn konkret befragt und seinen Rat befolgt, dessen weiterer Weg steht unter göttlicher Führung und seinem Segen. Wer aber dieses Prinzip der Befragung Gottes verwirft, dessen Weg führt später zu Verlust, Jammer und schrecklichem Ende.


Lesung– Lukas 19,27-44 (klicken)

Den König mit Lobpreis oder einst im Gericht bekennen?

Jesus erfüllte bewusst die Prophezeiung von Sach 9,9 und zwar genauso, wie er es in Lk 4,16-21 getan hatte, als er die Prophezeiung von Jes 61,1-2a absichtlich erfüllte. Jetzt kündigte er sich hier beim Einzug in Jerusalem aufgrund der Schrift als König an.

Und weil er dies bewusst tat und einen Esel für diese Prophezeiung zur Erfüllung benötigte, erscheint es, dass er die Benutzung des Esels schon vorher mit dem Besitzer arrangiert hatte. Darauf weisen die Worte, „der Herr bedarf seiner“, hin. Auch als Salomo zum König ausgerufen wurde, setzte man ihn auf ein Maultier und rief ihn als König aus.

Der Lobpreis wird von seinen Jüngern nicht auf das verheißene Reich Davids, sondern auf den König gesprochen. Und der Grund dafür sind seine Wundertaten, die er für sie getan hat. Diesen König ehrt man, indem man ihm huldigt, seine wertvollen Kleider ausbreitet, sich freut und seine Stimme als Opfergabe für ihn erhebt. Das aber wollen die Pharisäer unbedingt verhindern, die ihn nicht als König anerkennen wollen. Sie, die Jesus nicht als König empfangen wollen, werden deshalb auch keinen Frieden finden, weder im Himmel noch auf Erden. Deshalb werden sie als Folge die Zerstörung Jerusalems erleben (im Jahre 70 n. Chr.). Es werden dann die noch übriggebliebene Steine in Jerusalem ein Zeugnis und einen Lobpreis ohne Stimme hinausschreien und dadurch bekennen, dass hier dieser König das Zerstörungsgericht über sie gebracht hat.

Wollen wir doch jetzt schon Jesus als unseren König erkennen, ihm unsere wertvollen Dinge und Stimmen zur Verfügung stellen, und ihn vor den Menschen loben, weil er das große Wunder der Erlösung für uns vollbracht hat.

Abschlussgebet

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Morgendliches Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all’ unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.

Oder

Abendliches Gebet um Frieden

O Gott, von Dir kommt alles heilige Verlangen, jeder gute Rat und jede gerechte Tat. Gib uns, Deinen Dienern, den Frieden, den die Welt nicht geben kann, damit unsere Herzen willig sind, Deinen Geboten zu folgen. Befreie uns von der Furcht vor unseren Feinden, damit wir unsere Tage in Ruhe und Frieden verleben können. Durch die Verdienste unseres Heilandes Jesus Christus. Amen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen:

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

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4. Dezember – Hauskirche

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Schlagwörter

Bogenlied, Buch der Aufrichtigen, Endzeit, Handeln, Heldengesang, MIssion, Spekulationen

Familien- oder Hausandacht – Morgen und Abend

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Die Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

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Nächstes Präsenzwochenende am 15.-17. Januar: https://benediktseminar.org/


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Gebet – Psalm 124+125 (klicken)


Schriftteil und Anstöße zur Lesung

Lesung: 2. Samuel 1 (klicken)

Helden von einem Held besungen

Die eigentliche Zeit der Königsgeschichte beginnt mit dem Mann nach dem Herzen Gottes. Es war nicht Saul. Sie beginnt jedoch in 2. Samuel mit David und setzt sich fort mit Salomo in 1. Könige und den nachfolgenden Königen. Mit der verlorenen Schlacht und dem Tod Sauls leitet V 1 eine neue Epoche ein. Der Amalekiter, der meinte, eine Freudenbotschaft durch die Übergabe der Krone Sauls zu überbringen, wird aufgrund seiner eigenen Aussage zum Todeskandidaten, weil er die Hand zum Mord an den Gesalbten gelegt hatte. Ob seine Aussage stimmt oder nicht, wird hier nicht geprüft. Für David aber und sein ganzes Haus ist dies eine Trauerbotschaft.

Traue um Geliebte

Deshalb komponierte und sang er dies Klagelied. Es ist ein Bogenlied im Stil einer Trauerklage, eine Art Heldenepos, und wurde festgehalten im Buch der Redlichen oder Gerechten. Das war eine nationale Sammlung von Liedern außerhalb der biblischen Schriften, die das Volk zu unterschiedlichen Anlässen gebrauchen sollte. Ein Hinweis auf solche Sammlungen finden wir in Josua 8,13. Dort wird es als das Buch der Redlichen oder der Aufrichtigen genannt. Mit dreimaliger Betonung: Wie sind die Helden gefallen (V19,25,27), wird auf die Örtlichkeit, Umstände und den heldenhaften Kampf der innig Vereinten, Vater und Sohn, hingewiesen. Und diese innige Liebe, die David hier aus reinem Herzen besingt, zwischen dem Vater und seinem Sohn, steht nicht im Widerspruch mit dem, dass David und Jonathan sich durch einen rechtlich geschlossenen Bund besonders liebten, einer Liebe, die über eine auf Erotik bezogene Liebe hinausgeht (V26).

Wir erkennen in dieser Dichtung, dass David wirklich innerlich frei ist von Rachegefühlen oder Freude darüber, dass Saul jetzt tot ist, dass er endlich das Königreich übernehmen kann. David hatte bereits mehrmals bewiesen, dass er nie die Hand an den Gesalbten Gottes legen würde. Andererseits hat David an der inneren festen Zuneigung zu Jonathan bis zu dessen Tod festgehalten.

In welch einer Spannung muss David in all den Jahren gestanden haben, König verdeckt und in Wartestellung zu sein, gleichzeitig den amtierenden König zu ehren, dann aber im Freundesbund mit dessen Sohn zu stehen und keinerlei Spannung zwischen diesen einzubringen. David verfügt über einen ehrenvollen Charakter, der Geduld mitbringt, auf Gott harrt, bis dieser zur rechten Zeit eingreift. Wir erkennen ihn in diesem Heldenlied den berufenen Mann nach dem Herzen Gottes, den eigentlichen Helden.

Können auch wir Obrigkeiten achten, die uns nicht gefallen oder sogar falsche Entscheidungen gegen uns treffen, wir dagegen diese Verantwortlichen oder Menschen aus ihrer Umgebung lieben und ihnen aufrichtig zugeneigt sind?


Lesung– Lukas 19,11-27(klicken)

Endzeit – Zeit zum Spekulieren oder zum …?

Jesus benutzt hier ein Gleichnis, um seine Jünger auf die Verzögerung seines anbrechenden Reiches und vor falschen Spekulationen zu warnen.

Jeder der Knechte erhält einen gleichen Geldbetrag, um damit bis zu seiner Wiederkunft zu handeln. Der Fürst ist natürlich Jesus selbst; die Reise ins ferne Land ist die Himmelfahrt und seine Rückkehr; die Feindschaft und Ablehnung kommt durch die Bürger und Gesandten der Obrigkeit, die nicht wollen, dass in dieser Zeit missionarisch nach dem Auftrag Jesu gehandelt wird. Der böse Knecht, der mit seinem missionarischen Pfund nicht gehandelt hat, sind die Namenschristen, die dem Missionsbefehl Jesu (Mt. 28,10-20) nicht nachgekommen sind.

Helden vom

Mit diesem Vergleich will Jesus auch die jetzige Gemeinde Jesu auf die Dringlichkeit seines Auftrags hinweisen, damit sie sich nicht auf Nebengleisen mit unbiblischen Endzeit-Szenarien beschäftigt. Denn die Zeit der Wiederkunft weiß nur der Vater.

Wo finden wir uns selbst in diesem Gleichnis?

Abschlussgebet

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Morgendliches Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all’ unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.

Oder

Abendliches Gebet um Frieden

O Gott, von Dir kommt alles heilige Verlangen, jeder gute Rat und jede gerechte Tat. Gib uns, Deinen Dienern, den Frieden, den die Welt nicht geben kann, damit unsere Herzen willig sind, Deinen Geboten zu folgen. Befreie uns von der Furcht vor unseren Feinden, damit wir unsere Tage in Ruhe und Frieden verleben können. Durch die Verdienste unseres Heilandes Jesus Christus. Amen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen:

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

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3. Dezember – Hauskirche

Hervorgehoben

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Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Nachfolgend eine Kurzauslegung zur Unterstützung der häuslichen Andacht und Pflege des geistlichen Lebens nach anglikanischer Tradition.

Die Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

Einladung zu intensiven Studien am St. Benedikt Seminar:

Nächstes  Präsenzwochenende am 15.-17. Januar: https://benediktseminar.org/


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Gebet – Psalm 122+123 (klicken)


Schriftteil und Anstöße zur Lesung

Lesung: 1. Samuel 30 (klicken)

Tod wegen Ungehorsam

Der Ungehorsam Sauls wird an verschiedenen Begebenheiten sichtbar. Kurz nach seiner Einsetzung konnte er nicht auf den Propheten Samuel warten, sondern nahm die priesterliche Opferung vor dem Beginn der Schlacht in eigene Hand (K13,13). Als weiteren Fall wird beim Kampf gegen die Amalekiter Gottes Anordnung missachtet, diese völlig zu vernichten. Saul genehmigt hier seine Kämpfern, das Beste für sich zu behalten. Gehorsam ist besser als Opfer lautete anschließend die Antwort Gottes durch Samuel. Schlussendlich zeigt sich sein Ungehorsam auch noch darin, obwohl er selbst einst den Befehl gab, alle Wahrsager und Zeichendeuter in Israel auszurotten, dass er nun in letzter Lebensverzweiflung gegen das ausdrückliche Verbot der Schrift zu einer Totenbeschwörerin ging, um sich seine Zukunft voraussagen zu lassen. – Ungehorsam ist wie Zaubereisünde, den klaren Willen Gottes durch andere Mittel oder Manipulationen zu umgehen und den eigenen Willen durchzusetzen.

Saul und seine drei Söhne sterben deshalb an einem äußerst dunklen Tag, und damit endet das Königsgeschlecht, obwohl noch zwei Jahre danach der letzte Sohn, Ich-Boseth, als König über die meisten Stämme regierte und dann auch noch umgebracht wurde (2.Sam 2,8-10).

Der Chronist der Geschichte Israels kommentiert aber das Leben Sauls mit folgenden Worten: So starb Saul wegen seines Treuebruchs willen, weil er sich an dem Herrn versündigt hatte. Darum ließ ihn der HERR sterben und wandte das Königtum David zu (1Chr 2,14).

Damit stellt die Schrift durch den Chronisten einen Lehrsatz auf, dass der Tod Sauls eine direkte Folge seines Treuebruchs und ungehorsamen Lebens gegenüber Gott war. Man kann am gesamten Leben und Sterben eines Menschen erkennen, ob die Art und Weise seines Todes (oder einer Krankheit) doch eine gerechte und direkte Vergeltung oder Strafe Gottes ist. Erkennen wir dies nicht in der vergangenen Weltgeschichte bis in die Gegenwart bei Machthabern, Politikern und Privatpersonen? Schaut jedoch auf das Ende der Personen, folgt aber nur solchen Menschen nach, die ihr Leben bis zum Ende im Gottesglauben lebten.

Dieser Leitsatz über Treuebruch und Strafe wird zwar nicht pauschal auf alle Menschen übertragen. In Einzelfällen wir aber unterschieden, dass z.B. der Tod des Lazarus oder die Blindheit eines Blindgeborenen nicht als deren Sünde und als Strafe dargestellt wird, sondern als besondere Gelegenheit, dass dieser Zustand durch ein Wunder zur Ehre Gottes umgekehrt und wiederhergestellt werden kann.

Doch über allem steht die Aussage der Schrift: Der Lohn, den die Sünde zahlt, ist der Tod. Gott aber schenkt uns unverdient, aus reiner Gnade, ewiges Leben durch Jesus Christus, unseren Herrn. (Gute Nachricht.)


Lesung– Lukas 19,1-10 (klicken)

Berufen zum Vorbild

Die Überleitung von den noch nicht sehenden Jüngern und dem Exblinden (K 18,31-43), der durch den Glauben an Jesus sehend wird, trifft nun auf den noch nicht geistlich sehenden Zolleinnehmer Zachäus. Seine Geschichte dient zum Vorbild für viele Menschen, sehend zu werden, wenn sie Jesu Ruf folgen und ihr Leben dann vorbildhaft führen.

  1. Zachäus stieg hoch herauf (auf den Baum seines Lebens)
  2. Jesus rief ihm dort oben zu: Steig herab.
  3. Zachäus stieg eilend herab (und Jesus kehrt in sein Leben ein).

So einfach geschieht Christwerden, wenn man diesem Anruf Folge leistet.

Die Begründung Jesu für das geschenkte Heil liegt darin, dass Jesus sich gerade den verlorenen Sündern und Zöllnern, die den Willen Gottes nicht befolgen, zuwendet und weil diese trotzdem zu den verheißenen Kindern Abrahams gehören. Das ist Gnade.

Was aber die Bekehrung eines Reichen zu Jesus und für die Nachfolge bedeutet, sehen wir in Zachäus‘ neuem Verständnis gegenüber dem Willen (Gesetz) Gottes. Er will ab jetzt mit seinen Finanzen anderen gegenüber gerecht umgehen und bei vergangen Betrugsfällen diese nach der Schrift klären und auch zurückzahlen (Restitution). Ein Leben, das dem Ruf Jesu folgt, wird dann nach dem Willen Gottes leben und Vorbild für viele sein.

Abschlussgebet

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Morgendliches Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all’ unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.

Oder

Abendliches Gebet um Frieden

O Gott, von Dir kommt alles heilige Verlangen, jeder gute Rat und jede gerechte Tat. Gib uns, Deinen Dienern, den Frieden, den die Welt nicht geben kann, damit unsere Herzen willig sind, Deinen Geboten zu folgen. Befreie uns von der Furcht vor unseren Feinden, damit wir unsere Tage in Ruhe und Frieden verleben können. Durch die Verdienste unseres Heilandes Jesus Christus. Amen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen:

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des

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2. Dezember – Hauskirche

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Familien- oder Hausandacht – Morgen und Abend

Hinweis zur Kurzfassung – Das Allgemeine Gebetbuch – deutsch

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Nachfolgend eine Kurzauslegung zur Unterstützung der häuslichen Andacht und Pflege des geistlichen Lebens nach anglikanischer Tradition.

Die Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

Einladung zu intensiven Studien am St. Benedikt Seminar:

Nächstes  Präsenzwochenende am 15.-17. Januar: https://benediktseminar.org/


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Gebet – Psalm 120+121 (klicken)

Schriftteil und Anstöße zur Lesung

Lesung: 1. Samuel 30 (klicken)

Der „Große David“ brachte alles wieder zurück

Die Amalekiter, die Feinde des Volkes Gottes scheinen immer wieder neu aufzustehen, Angriffe und Unheil über Gottes Kinder zu bringen. Amalek bekämpfte vom Auszug des Volkes Gottes (Ex 17,4) bis zu diesem Zeitpunkt immer wieder das Volk Israel. Erst in 2Sam 1,13 hören wir das letzte Mal von ihnen als David den Amalekiter, der die Todesnachricht Saul überbrachte, töten ließ. Wie gehen wir aber damit um, wenn wir in widrige Umstände geraten, in Gefahr stehen Gesundheit oder Menschen aus dem nächsten Familienkreis zu verlieren? Bringen wir dann durch unsere Ungeduld und Verbitterung mit Emotionen andere in äußerste Bedrängnis und wollen uns rächen? Oder verhalten wir uns wie David? Wir lernen von ihm, dass er sich nicht durch seine innere Verzweiflung leiten ließ, sondern sich im Herrn stärkte. Die Gnade Gottes gab ihm einen ruhigen Geist. Er stärkte sich in Gott, besonders in Verbindung mit einem Geistlichen und erhielt Ausrichtung. Aus dieser Beziehung heraus, zu Gott und einem Priester, entstand die Stärke, die Weisung, die Ermutigung, nicht zu verzagen, sondern Mut zum Angriff und zur Befreiung alles Verlorenen.

Die 600 Männer Davids machten sich gleich auf den Verfolgungsweg. In drei Tagen legten sie etwa 120 km zurück. Das war eine außerordentliche Strapaze, 40 km am Tag zu Fuß mit Rüstung zu marschieren. Ein Drittel der Mannschaft machte nach einer Zeit schlapp. Am Bach Besor ließen sie den 200 Geschwächten und Müden alle unnötige Rüstung und Versorgung zur Bewachung zurück. – David geht hier mit den Schwachheiten und Begrenzungen in seiner Truppe nachsichtig um, fordert sie nicht über ihr Vermögen heraus. Er schätzt die Schwachheiten und Stärken in seiner Truppe recht ein. Dort wo sie aber schwach sind, da ist er aber durch den Herrn noch stark (2Kor12,9-10), wenn andere verbittert handeln, da handelt er immer noch freundlich und hilft. Und wenn es später zur Verteilung der Beute kommt, macht er es zum Gesetz, dass die Schwachen, die zurückblieben und die Ausrüstung bewachten, den gleichen Anteil erhielten, wie die Starken, die weitermarschierten, kämpften und den Sieg errangen V 24.  Alle in der Truppe, egal welche Schwächen und Stärken sie besaßen, werden gleichbehandelt und belohnt, zur Genugtuung und Freude aller.

Und diese Großzügigkeit erweist David auch bei seiner der Rückkehr nach Ziklag allen im südlichen Juda und Negev wohnenden Ältesten und Freunden. Er verschenkt einen Anteil der Beute aus dem Sieg gegen die Amalekter. – Das, was Gott seinen Leuten schenkt, sie erwerben, sollen sie sicherlich nicht nur für sich genüsslich verbrauchen und andere darben sehen. Gleich wie David großzügig und freundlich im Umgang mit allen seinen Mitkämpfern und Glaubensgenossen war, so sollen auch wir besonders im Umgang mit allen in der Jesusfamilie und Kirche umgehen. Gentleman in Order, Ehrenmänner und Ehrenfrauen von Gott geweiht und immer in Sanftmut bereit zu dienen und zu helfen.

Jesus wird in der Schrift immer wieder als der Sohn Davids bezeichnet Er war der Kämpfer in Sanftmut, der alles wiederbrachte, was die Menschheit durch den Sündenfall verloren hatte. Er hat durch sein Opfer am Kreuz dem Satan seine Gefangenen entrissen, alle, die an ihn glauben, heil zum Vater zurückgebracht. Jesus brachte nicht nur einen Teil zurück, sondern alles, den Verlust des Paradieses stellte er wieder her und öffnete den Weg in den Himmel mit allem Segen, der dazugehört.


Lesung– Lukas 18,31-43 (klicken)

Geöffnete Augen wozu?

V 31-34 Die Jünger sind in diesem Abschnitt noch wie Blinde, sie erkennen und verstehen nichts von dem Heilsplan Gottes, obwohl die Propheten im Alten Testament schon überdeutlich davon gesprochen haben. Erst nach der Auferstehung und Begegnung Jesu auf dem Weg mit den Emmaus Jüngern werden ihnen die Augen geöffnet, und zwar durch Seine Worte und Erklärung der prophetischen Schriftstellen.

Erzdiözese Wien

V 35-45 Die nachfolgende Geschichte einer wirklichen Blindenheilung soll diese Augenöffnung noch einmal verdeutlichen. Denn nur durch den Glauben an Jesu Wort werden unsere geistigen Augen geöffnet. Erst durch den Glauben an Jesus können wir in die himmlische Welt hineinschauen. Wenn wir aber dann durch den Glauben sehend geworden sind, sollen wir Jesus, wie dieser Blinde, nachfolgen und Gott immer loben, ihm Anbetung und Gottesdienst entgegenbringen.

Abschlussgebet

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Morgendliches Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all’ unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.

Oder

Abendliches Gebet um Frieden

O Gott, von Dir kommt alles heilige Verlangen, jeder gute Rat und jede gerechte Tat. Gib uns, Deinen Dienern, den Frieden, den die Welt nicht geben kann, damit unsere Herzen willig sind, Deinen Geboten zu folgen. Befreie uns von der Furcht vor unseren Feinden, damit wir unsere Tage in Ruhe und Frieden verleben können. Durch die Verdienste unseres Heilandes Jesus Christus. Amen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen:

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des

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1. Dezember – Hauskirche

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Familien- oder Hausandacht – Morgen und Abend

Hinweis zur Kurzfassung – Das Allgemeine Gebetbuch – deutsch

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Nachfolgend eine Kurzauslegung zur Unterstützung der häuslichen Andacht und Pflege des geistlichen Lebens nach anglikanischer Tradition.

Die Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

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Nächstes  Präsenzwochenende am 15.-17. Januar: https://benediktseminar.org/


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Gebet – Psalm 119,161-176 (klicken)

Die Psalmabschnitte heute betreffen die hebräischen Buchstaben: Shin V161-168 und Tav V162-176. Mehr zu den hebräischen Alphabet?(-< klicken).

Schriftteil und Anstöße zur Lesung

Lesung: 1. Samuel 28-29 (klicken)

Gottes Ratschluss in unlösbaren Konfliktsituationen

David kommt mit seiner Truppe bei dem ehemaligen Erzfeind, den Philistern, unter und ist so vor Sauls Verfolgung sicher. Trotz widriger Umstände und antigöttlicher Politik der Philister wirkt David weiter für Gott und Judäa, er kämpft im Geheimen gegen die dortige Feinde. (Kap. 27).

Der Konflikt zwischen den Philistern und Israeliten kommt nun zum Höhepunkt. David als loyaler Leibwächter des Königs von Gat steht in der Gefahr, mit dessen Heer gegen seine eigenen Leute kämpfen zu müssen.

Saul aber, von dem Gott vollkommen gewichen war, sucht in seiner aussichtlosen Lage den Rat des verstorbenen Samuel durch nächtlichen Besuch bei einer Totenbeschwörerin. Samuel erscheint und verkündet, dass er und seine Söhne am nächsten Tag im Kampf gegen die Philister fallen werden und das Königtum David gegeben wird (Kap. 28).

Stärkung des erschöpften Saul im Haus der Bewschwörerin

Die Totenbeschwörung, der Kontakt mit Totengeistern, wird uns in Jes. 8,19-22 und an anderen Stellen der Schrift bis heute verboten. Den Willen Gottes aber zu erkennen, ist uns deutlich im Alten und Neuen Testament vorgegeben: Lukas 16,19-31 „Sie haben die Schrift, die sollen sie hören!“

Die misstrauischen Philisterfürsten haben gegenüber David und seiner Truppe die bessere Einsicht als der vertrauensvolle König Achisch. Dass David nicht mit in den Kampf ziehen darf, liegt aber im verborgenen Ratschluss Gottes, der hier und später sichtbar wird: 1. Der unlösbare Konflikt, gegen die eigenen Freunde (Brüder) kämpfen zu müssen (wird hiermit gelöst). 2. Die Lösung (Hilfe) geschieht durch das Misstrauen und die Entscheidung der Feinde (Philisterfürsten / Ungläubigen), vom bevorstehenden Kampf ausgeschlossen zu werden. 3. Der Rückzug Davids war notwendig, denn in der Zwischenzeit überrannten die widergöttlichen Amalekiter den schutzlos zurückgelassenen Wohnort Ziklag mitsamt den dort wohnenden Frauen und Kindern. (Kap. 30 – Text des nächsten Tages).

Auch wenn wir als Christen in Krisen nur auf Sichtweise den Willen Gottes erkennen können oder auch gar nicht, so leitet doch Gott die Landes- und Weltpolitik durch seine Entscheidungen und Umstände zu unserem Besten. Röm 8,28 gilt auch für David und uns persönlich. Meistens erkennen wir erst hinterher, wie und warum Gott so vorausschauend geplant hat. Das gibt uns aber persönlichen Frieden.


Lesung– Lukas 18,15-30 (klicken)

Reich Gottes empfangen wie ein Kind und belohnt werden?

V 15-17 Lukas geht es vornehmlich nicht um die Kinder, sondern um die rechte innere Haltung der Gemeinde, dass sie wie Hilfsbedürftige, die geistlichen Hände öffnen und wie ein Kind bereit sind, die Gnade zu empfangen. Deshalb wird dieser Text schon von der frühen Kirche mit der Taufe von Kindern in Verbindung gebracht. Hilflose, ohne eigene Willensentscheidung, werden gebracht, um die Gnade zu empfangen.

V 18-27 Im Gespräch mit einem vornehmen und reichen Gesetzesvertreter macht Jesus deutlich, dass Reichtum, dass Raffen von Besitz, dem Beispiel des empfangenden Kindes entgegensteht. Das Erkennen der geistlichen Armut – Selig sind die da geistlich arm sind (Mt 5,5 – geistliche Bettler) –nämlich die Lebenshaltung, beständig auf äußeren Reichtum Wert zu legen, steht dem Eingang in den Himmel entgegen und macht ihn unmöglich. Die Frage nach dem persönlich Seligwerden geht aber an jeden von uns. Haben wir empfangende Hände, die Gnade und Gabe des Heils vorbehaltlos anzunehmen?

V 28-30 Im Unterschied zum reichen Synagogenvorsteher haben aber Jesu Jünger ihren Besitz (teilweise auch ihre Frauen und Verwandtschaft) verlassen und bereits jetzt vielfachen Lohn: den Heiligen Geist und Aufgaben und Positionen im Reich Gottes und seiner Kirche erhalten. Betrifft die kindliche Annahme und dieser Lohn auch uns?

Abschlussgebet

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Morgendliches Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all’ unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.

Oder

Abendliches Gebet um Frieden

O Gott, von Dir kommt alles heilige Verlangen, jeder gute Rat und jede gerechte Tat. Gib uns, Deinen Dienern, den Frieden, den die Welt nicht geben kann, damit unsere Herzen willig sind, Deinen Geboten zu folgen. Befreie uns von der Furcht vor unseren Feinden, damit wir unsere Tage in Ruhe und Frieden verleben können. Durch die Verdienste unseres Heilandes Jesus Christus. Amen.

Segen – 2. Kor 13,13

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Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des

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28. November – Hauskirche

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Familien- oder Hausandacht – Morgen und Abend

Hinweis zur Kurzfassung – Das Allgemeine Gebetbuch – deutsch

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Nachfolgend eine Kurzauslegung zur Unterstützung der häuslichen Andacht und Pflege des geistlichen Lebens nach anglikanischer Tradition.

Die Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

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Nächstes  Präsenzwochenende am 15.-17. Januar: https://benediktseminar.org/


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Gebet – Psalm 119,129-144 (klicken)

Die Psalmabschnitte heute betreffen die hebräischen Buchstaben: Pe V113-120. und Tzade V105-112. Mehr zu den hebräischen Alphabet?(-< klicken).

Schriftteil und Anstöße zur Lesung

Lesung: 1. Samuel 25 (klicken)

Heillose und heilbringende Menschen

Der Richter und Prophet Samuel stirbt und damit beginnt ein neuer Abschnitt für David.

Es gibt aber immer noch viele Gegner und Menschen, die ihn ablehnen. Einer von ihnen ist Nabal, was so viel wie Tor oder Törichter gedeutet wird. Dieser Reiche und selbstherrliche Mensch verweigert, beleidigt und missachtet den Gesalbten und zukünftigen König während eines Schlachtefestes, ähnlich einem Erntedankfest. Nabal ist ein heilloser Mann, Abigail dagegen, eine heilbringende Frau, die David erkennt und ihn seine Männer mit Speise versorgt.

Schutztruppe

Davids Truppe hatte in der Vergangenheit einen Schutzwall um ihre große Herde gezogen. Abigail bewahrt David nun durch ihren weisen Rat, Schuld auf sich zu laden, sich selbst zu rächen und unschuldiges Blut zu vergießen. Abigail verhindert Schuld und verteilt Gaben des Segens an die Männer Davids. Weil nun David die Angelegenheit nicht voreilig in seine eigene Hand genommen hatte, greift Gott ein und rächt David, indem er den Törichten nach 10 Tagen sterben ließ.

Nabal hatte Gutes (David beschützte die Herde) mit Bösem vergolten. David wird hier bewahrt, Böses mit Bösem zu vergelten. Gott ist der über allem stehende Handelnde, der so leitet, dass diese kluge handelnde Frau am Ende auch noch Davids Ehefrau wird. Wollen wir gewarnt sein, nicht das Heft des Handelns spontan und vorzeitig in die Hand zu nehmen, uns deshalb zu versündigen und Gottes Pläne zu durchkreuzen.

Weiter können wir uns als Menschen des Heils wie Abigail gebrauchen lassen, durch klugen und weisen Rat und schnellem Handeln, Schuld vor Gott und Verletzung von Menschen abzuwenden.


Lesung– Lukas 17,20-37 (klicken)

Wann, wo und wie kommt das Reich Gottes?

Scheinbar interessierten sich die Pharisäer um die Eschatologie, die Endzeitlehre. Und auch heute noch ist die Frage über die Endzeit dringender denn je. Ihre Frage nach dem WANN macht dies deutlich. Auch die 12 Jünger fragten später Jesus (Apg 1,6) nach dem Zeitpunkt, wann er das Reich Gottes aufrichten wolle. Doch weder seinen Jüngern noch den Pharisäer gibt er darüber eine klare Auskunft. Deutlich gibt er aber seinen Jüngern einen Hinweis nach der Frage: WO ist das Himmelreich? Die Antwort lautet: Mitten unter euch! Das bedeutet doch, dass das Himmelreich immer dort ist, wo auch Jesus gegenwärtig ist – nämlich dort, wo die Jünger um ihren Meister herum versammelt sind. Zwischen dem Jetzt und der zukünftigen Wiederkunft Jesu wird aber auf das kommende Leid hingewiesen. In dieser Wartezeit sollen die Christen besonders zwei Dinge beachten.

1. Sie sollen beständig bereit sein, Christus zu empfangen und 2. weiter beständig die Gebete vor Gott zu bringen.

Ein Zurückblicken aber wird sich wie bei Lots Frau verheerend auswirken, doch Bereitschaft auf ihn und das Gebet zu praktizieren – das WIE –  bringt die Nähe des Reiches Jesu jetzt schon unter seine Jünger. Auch wir dürfen dieses Reich jetzt schon so erfahren.

Abschlussgebet

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Morgendliches Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all’ unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.

Oder

Abendliches Gebet um Frieden

O Gott, von Dir kommt alles heilige Verlangen, jeder gute Rat und jede gerechte Tat. Gib uns, Deinen Dienern, den Frieden, den die Welt nicht geben kann, damit unsere Herzen willig sind, Deinen Geboten zu folgen. Befreie uns von der Furcht vor unseren Feinden, damit wir unsere Tage in Ruhe und Frieden verleben können. Durch die Verdienste unseres Heilandes Jesus Christus. Amen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen:

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Armen.

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27. November – Hauskirche

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Familien- oder Hausandacht – Morgen und Abend

Hinweis zur Kurzfassung – Das Allgemeine Gebetbuch – deutsch

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Nachfolgend eine Kurzauslegung zur Unterstützung der häuslichen Andacht und Pflege des geistlichen Lebens nach anglikanischer Tradition.

Die Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

Einladung zu intensiven Studien am St. Benedikt Seminar: Nächstes  Präsenzwochenende am 15.-17. Januar: https://benediktseminar.org/


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Gebet – Psalm 119,113-128 (klicken)

Die Psalmabschnitte heute betreffen die hebräischen Buchstaben: Samekh V113-120. und Ayin V105-112. Mehr zu den hebräischen Alphabet?(-< klicken).

Schriftteil und Anstöße zur Lesung

Lesung: 1. Samuel 24 (klicken)

Feurige Kohlen auf das Haupt sammeln

Davids Leute, die sich unentdeckt hinten in der gleichen Höhle aufhielten, wo Saul in einer Entfernung seine Notdurft erledigte, wollen die Gelegenheit wahrnehmen, Saul zu töten und so vermeintlich den Willen Gottes ausführen.

David dagegen, selbst gesalbt, erkennt den noch amtierenden Gesalbten Gottes an und weigert sich seine Hand an ihn zu legen. Er wagt es aber, einen Schnipsel vom Gewandt Sauls abzuschneiden. Möglicherweise hatte sich Saul eine kurze Zeit zur Ruhe gelegt. Selbst diese Tat als Beweis der Unschuld gedacht, führt bald danach bei David zu Gewissensbissen, weil er seine Hand an den Gesalbten gelegt und ihn damit in der Stellung als König entwürdigt hatte.

David stellt Saul nach dem Austritt aus der Höhle zur Rede und erklärt ihm, dass er völlig harmlos sei. Denn auch jetzt habe er das Leben des Königs verschont. Darauf konfrontiert David ihn damit, dass Gott als gerechter Richter zwischen Ihnen beiden recht richten wird. Aufgrund dieser Gewissensrede erkennt Saul seine Schuld an und bestätigt, dass David einst als Nachfolger auf seinem Thron sitzen wird. David musste ihm aber geloben, dass er die Familie Sauls schonen und nicht vernichten werde.

Daniel handelt hier an Saul ganz nach den Worten der Thora, dass man sich nicht selbst rächen, sondern es Gott überlassen soll, Böses zu bestrafen. In Sprüche 25,21-22 wird darauf hingewiesen, dem Feind Gutes zu tun, noch mehr, nämlich feurige Kohlen auf sein Haupt zu sammeln. Auch Paulus greift dies Prinzip in Römer 12,17-21 umfassend auf. Es ist gerade diese Tat und die Auseinandersetzung Davids mit Saul, die die Bedeutung der feurigen Kohlen äußerst gut veranschaulicht. David hat hier die höchste Form der Barmherzigkeit an Saul erwiesen. Er hat dessen Leben verschont, ihm aber dann so ins Gewissen geredet, dass ihm seine Schuld aufgeht und er seine Sünde bekennt. David hatte das Böse von Saul mit Gutem an ihm vergolten. Überführt und gebrandmarkt im Gewissen antwortet Saul: Du wirst König über Israel werden und dein Königtum wird Bestand haben.

Handeln wir im Umgang mit Menschen, die uns gekränkt oder verletzt haben ähnlich wie David? Dieser ist doch gerade ein Bild auf Jesus, den Sohn Gottes, der unter uns weilte, um Gutes zu tun. Jesus praktizierte dies noch umfassender als er sagte: Liebt eure Feinde, tut wohl denen, die euch hassen, und wenn dir jemand auf die Backe schlägt, halte auch die andere noch hin. Überprüfen wir, ob wir die Sanftmütigen sind, Geistliche im Umgang mit anderen als Gentlemen. David verstand, dass er das Recht hatte, sein Recht aufzugeben, anstatt alles in seine Hand zu nehmen und sein Recht zur Verteidigung wahrzunehmen. Tun wir dies in Sanftmut, dann folgen wir David und Jesus, häufen so feurige Kohlen auf das Gewissen der Menschen zur Bekehrung und zum Eintritt in das Reich Gottes.


Lesung– Lukas 17,1-19 (klicken)

Ohne Gotteslob ist das noch Glaube oder Unglaube?

`Zuvor wurde uns deutlich gezeigt, dass allein das Hören auf die Schrift in den Schoß Abrahams, bzw. Gottes führt, Geld aber zum Abfall verführt. Der Christ steht immer in der Gefahr zur Sünde verführt zu werden. Doch wenn er andere zum Sündigen anstachelt oder verführt, das ist die größere Sünde. Die Konfrontation des Sünders zur Reue und Vergebung ist immer notwendig, damit Gaube entsteht. Glauben kann scheinbar Jesus selbst nicht vermehren, denn schon ein Senfkornglaube beinhaltet die Kraft, das ein riesengroßer Senfkornbaum entsteht. Es herrscht entweder Glaube oder Unglaube vor. Jeder Glaube soll aber wachsen.

In V 19 wird besonders der Glaube des einen zurückkehrenden Aussätzigen gepriesen. Dieser Glaube, auch wenn er nur klein war, hat dem Aussätzigen geholfen, rein zu werden und glaubensgemäß Gott die Ehre zu geben. Dieser Glaube wird aber hier bei einem verachteten Samariter gefunden, er bringt das von allen Christen geforderte Gotteslob, nicht aber die anderen neun Übrigen des jüdischen Volkes.

Damit wird nicht nur der Spiegel dem Volk der Juden, sondern besonders den Christen vorgehalten. Auch sie sollen alle im Glauben zurückkommen und Jesus die Ehre und Anbetung darbringen.

Abschlussgebet

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Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all’ unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.

Oder

Abendliches Gebet um Frieden

O Gott, von Dir kommt alles heilige Verlangen, jeder gute Rat und jede gerechte Tat. Gib uns, Deinen Dienern, den Frieden, den die Welt nicht geben kann, damit unsere Herzen willig sind, Deinen Geboten zu folgen. Befreie uns von der Furcht vor unseren Feinden, damit wir unsere Tage in Ruhe und Frieden verleben können. Durch die Verdienste unseres Heilandes Jesus Christus. Amen.

Segen – 2. Kor 13,13

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26. November – Hauskirche

Hervorgehoben

Posted by Bischof Meyer in Hauskirche

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Familien- oder Hausandacht – Morgen und Abend

Hinweis zur Kurzfassung – Das Allgemeine Gebetbuch – deutsch

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Nachfolgend eine Kurzauslegung zur Unterstützung der häuslichen Andacht und Pflege des geistlichen Lebens nach anglikanischer Tradition.

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Einladung zu intensiven Studien am St. Benedikt Seminar:

Nächstes  Präsenzwochenende am 15.-17. Januar: https://benediktseminar.org/


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Gebet – Psalm 119,97-112 (klicken)

Die Psalmabschnitte heute betreffen die hebräischen Buchstaben: Mem V97-104 und Nun V105-112. Mehr zu den hebräischen Alphabet?(-< klicken).

Schriftteil und Anstöße zur Lesung

Lesung: 1. Samuel 23 (klicken)

Bedrängt, befragt, belehrt und befreit

Nicht nur David wird bedrängt durch Saul, sondern auch die Menschen in Kegila, 30 km südwestlich von Jerusalem, durch die ständigen Feinde, die Philister. David, der auf den Rat des Propheten Gad hin sich in jüdischen Gebieten aufhalten sollte, war immer ein Helfer in der Not. So half er diesmal mit seinen 600 Männern der Stadt und vertrieb die Philister.

Auch als die Lage für David und seine Männer, sich in der mit einer Befestigungsmauer umgebenen Stadt Kegila zu verschanzen, brenzlig wurde, betete und befragte er seinen Gott. Das Problem: Saul hatte erfahren, dass er sich in einer befestigten Stadt mit nur einem Stadttor befand. Da saß er wie eine Maus im Käfig mit nur einem Ausgang fest. Die Frage, die sich an die Stadtältesten aber stellte war: Würden sie David wegen seine vergangene Hilfe in der befestigten Stadt vor Saul beschützen? Oder würden sie aus Angst vor Sauls Belagerung und Zerstörung der Stadt doch lieber David ausliefern? Deshalb die Befragung Gottes: Was aber, …wenn? Ist die richtige Frage, die man sich stellen muss. Denn Gott weiß auch um eine Situation, die eintreten wird, aber noch nicht da ist.  Gott antwortete nun aus seiner ewigen Vorsehung, dass die Stadtväter (um ihrer Sicherheit und Unversehrtheit willen) David dem König Saul (zum Tod) ausliefern würden. Auch hier war der Priester mit den Losen Urim und Thummim, „Licht und Recht“(K 14,41), in der Gottesbefragung mit einbezogen. Als Ergebnis zog David mit seinen Männern sofort weg in Sicherheit.

Doch bevor er diesen Einsatz wagte, befragte er durch den zu ihm geflohenen Priester Abjartha zweimal den Herrn, ob dieser Einsatz dem Willen Gottes entsprach. Erst auf die positive Antwort Gottes, dass er siegen würde, wagte er wieder den Kampf gegen die Philister.

schwarz -ja; weiß -nein

Wir erkennen aus dem Leben Davids, wie wichtig es für ihn ist, in allen schwierigen und wichtigen Situationen des Lebens vor Gott zu treten, ihn um Rat und Leitung zu bitten, sich von ihm leiten und belehren zu lassen. Dies ist besonders auch heute bei allen wichtigen Entscheidungen während der Unsicherheit der Corana-Pandemie zu beachten. Wir alle, auch die Politiker, „können nur im Sichtmodus fahren“, unser Lebensphasen nur in kurzen Schritten erkennen und planen. Aber Gott weiß um den Ausgang und die noch entfernte Zukunft unserer Situation, bevor diese eintritt. Befragung und Gebet, besonders auch in Verbindung mit dem Priester und Hirten der Jesus-Gemeinde, sollte immer wieder gesucht werden. Die persönliche Suche nach dem Willen Gottes und die Miteinbeziehung durch den Pastor und Verantwortlichen der Gemeinde in den Willen Gottes wollen wir gerade in dieser Zeit immer wieder an erste Stelle setzen.

Befreiung am Ende. Durch Gottes Vorsehung und in erneuter Bedrängung durch die Philister, aber jetzt gegen Saul, bricht König Saul die beinahe Festnahme Davids plötzlich ab, um diese zu bekämpfen. Der Ort hier heißt Trennungsfelsen. Die fast zugezogene Schlinge der Einkreisung Davids löst sich wie ein Wunder, und David und seine Männer sind – wiedereinmal- befreit.

Lesung– Lukas 16,14-31 (klicken)

Geldgier führt zu Gottlosigkeit und Schriftverachtung

Nicht dem Mammon, dem Geld, dienen, sondern dieses Geld recht im Leben auf unser End-Heil und die Ewigkeit einzusetzen, darum geht es hier im Textzusammenhang. Die Pharisäer werden in diesem Zusammenhang, ähnlich wie der gerissene Geldverwalter zuvor und der Reiche Mann danach, als Gottlose und Geldgierige uns vorgestellt. Damit nicht auch noch andere in diese Falle „Geldgier“ hineingeraten und mit dem Ende ihres Lebens in ewiger Trennung von Gott bleiben müssen, deshalb wird hier die hörende Gemeinde des Evangeliums gewarnt.

Einige Theologen meinen von Vers 16 – 17 ausgehend, dass das Gesetz und die Propheten (bis Johannes -Täufer) nun als hinfällig für die neutestamentliche Zeit deklariert werden könne, nämlich, dass man die Bibel ab dann „recht schneiden oder einteilen“ müsse. Das heißt, dass damit die Evangelien und Teile der Apostelgeschichte, etc., noch zum Gesetz gezählt werden müssen und damit als nicht gültig für die Ekklesiologie, die Gemeindelehre, erklärt werden.

Diese äußerst willkürliche Zerschneidung der Schrift (Dispensationalismus) ist aus Jesu Mund heraus abzulehnen. Mit der neuen Zeit Jesu und des Evangeliums gilt das Gesetz und Propheten nach wie vor weiter. Denn kein I-Tüpfelchen (hebr. Joda V. 17) wird von der Schrift weggenommen. Gesetz und Evangelium gehören untrennbar zueinander. Das Evangeliums ist ist das dehnende Liebesband des Gesetzes. Oder wie Karl Barth es ausdrückt: Das Gesetz ist der Mantel des Evangeliums.

Deshalb, weil Mose und die Propheten heute immer noch gelten, liegt die Betonung auf dem Hörwunder, dass wir die Schrift zum ewigen Leben hören und nicht auf ein Schauwunder, eine Totenauferstehung warten und sehen müssen. Das Hören allein auf die Schrift (den Willen Gottes) führt zur wirklichen Bekehrung, die Totenauferstehung, die dann später durch Jesus Auferstehung erfolgt, ist allein eine Bestätigung der unvergänglichen Schrift.

Abschlussgebet

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Morgendliches Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all’ unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.

Oder

Abendliches Gebet um Frieden

O Gott, von Dir kommt alles heilige Verlangen, jeder gute Rat und jede gerechte Tat. Gib uns, Deinen Dienern, den Frieden, den die Welt nicht geben kann, damit unsere Herzen willig sind, Deinen Geboten zu folgen. Befreie uns von der Furcht vor unseren Feinden, damit wir unsere Tage in Ruhe und Frieden verleben können. Durch die Verdienste unseres Heilandes Jesus Christus. Amen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen:

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

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