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Das Allgemeine Gebetbuch

~ Das Gebetbuch gründet sich auf die klassische Version von 1662

Das Allgemeine Gebetbuch

Kategorien-Archiv: Hauskirche

27. November – Hauskirche

Hervorgehoben

Posted by Bischof Meyer in Hauskirche

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Familien- oder Hausandacht – Morgen und Abend

Hinweis zur Kurzfassung – Das Allgemeine Gebetbuch – deutsch

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Nachfolgend eine Kurzauslegung zur Unterstützung der häuslichen Andacht und Pflege des geistlichen Lebens nach anglikanischer Tradition.

Die Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

Einladung zu intensiven Studien am St. Benedikt Seminar: Nächstes  Präsenzwochenende am 15.-17. Januar: https://benediktseminar.org/


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Gebet – Psalm 119,113-128 (klicken)

Die Psalmabschnitte heute betreffen die hebräischen Buchstaben: Samekh V113-120. und Ayin V105-112. Mehr zu den hebräischen Alphabet?(-< klicken).

Schriftteil und Anstöße zur Lesung

Lesung: 1. Samuel 24 (klicken)

Feurige Kohlen auf das Haupt sammeln

Davids Leute, die sich unentdeckt hinten in der gleichen Höhle aufhielten, wo Saul in einer Entfernung seine Notdurft erledigte, wollen die Gelegenheit wahrnehmen, Saul zu töten und so vermeintlich den Willen Gottes ausführen.

David dagegen, selbst gesalbt, erkennt den noch amtierenden Gesalbten Gottes an und weigert sich seine Hand an ihn zu legen. Er wagt es aber, einen Schnipsel vom Gewandt Sauls abzuschneiden. Möglicherweise hatte sich Saul eine kurze Zeit zur Ruhe gelegt. Selbst diese Tat als Beweis der Unschuld gedacht, führt bald danach bei David zu Gewissensbissen, weil er seine Hand an den Gesalbten gelegt und ihn damit in der Stellung als König entwürdigt hatte.

David stellt Saul nach dem Austritt aus der Höhle zur Rede und erklärt ihm, dass er völlig harmlos sei. Denn auch jetzt habe er das Leben des Königs verschont. Darauf konfrontiert David ihn damit, dass Gott als gerechter Richter zwischen Ihnen beiden recht richten wird. Aufgrund dieser Gewissensrede erkennt Saul seine Schuld an und bestätigt, dass David einst als Nachfolger auf seinem Thron sitzen wird. David musste ihm aber geloben, dass er die Familie Sauls schonen und nicht vernichten werde.

Daniel handelt hier an Saul ganz nach den Worten der Thora, dass man sich nicht selbst rächen, sondern es Gott überlassen soll, Böses zu bestrafen. In Sprüche 25,21-22 wird darauf hingewiesen, dem Feind Gutes zu tun, noch mehr, nämlich feurige Kohlen auf sein Haupt zu sammeln. Auch Paulus greift dies Prinzip in Römer 12,17-21 umfassend auf. Es ist gerade diese Tat und die Auseinandersetzung Davids mit Saul, die die Bedeutung der feurigen Kohlen äußerst gut veranschaulicht. David hat hier die höchste Form der Barmherzigkeit an Saul erwiesen. Er hat dessen Leben verschont, ihm aber dann so ins Gewissen geredet, dass ihm seine Schuld aufgeht und er seine Sünde bekennt. David hatte das Böse von Saul mit Gutem an ihm vergolten. Überführt und gebrandmarkt im Gewissen antwortet Saul: Du wirst König über Israel werden und dein Königtum wird Bestand haben.

Handeln wir im Umgang mit Menschen, die uns gekränkt oder verletzt haben ähnlich wie David? Dieser ist doch gerade ein Bild auf Jesus, den Sohn Gottes, der unter uns weilte, um Gutes zu tun. Jesus praktizierte dies noch umfassender als er sagte: Liebt eure Feinde, tut wohl denen, die euch hassen, und wenn dir jemand auf die Backe schlägt, halte auch die andere noch hin. Überprüfen wir, ob wir die Sanftmütigen sind, Geistliche im Umgang mit anderen als Gentlemen. David verstand, dass er das Recht hatte, sein Recht aufzugeben, anstatt alles in seine Hand zu nehmen und sein Recht zur Verteidigung wahrzunehmen. Tun wir dies in Sanftmut, dann folgen wir David und Jesus, häufen so feurige Kohlen auf das Gewissen der Menschen zur Bekehrung und zum Eintritt in das Reich Gottes.


Lesung– Lukas 17,1-19 (klicken)

Ohne Gotteslob ist das noch Glaube oder Unglaube?

`Zuvor wurde uns deutlich gezeigt, dass allein das Hören auf die Schrift in den Schoß Abrahams, bzw. Gottes führt, Geld aber zum Abfall verführt. Der Christ steht immer in der Gefahr zur Sünde verführt zu werden. Doch wenn er andere zum Sündigen anstachelt oder verführt, das ist die größere Sünde. Die Konfrontation des Sünders zur Reue und Vergebung ist immer notwendig, damit Gaube entsteht. Glauben kann scheinbar Jesus selbst nicht vermehren, denn schon ein Senfkornglaube beinhaltet die Kraft, das ein riesengroßer Senfkornbaum entsteht. Es herrscht entweder Glaube oder Unglaube vor. Jeder Glaube soll aber wachsen.

In V 19 wird besonders der Glaube des einen zurückkehrenden Aussätzigen gepriesen. Dieser Glaube, auch wenn er nur klein war, hat dem Aussätzigen geholfen, rein zu werden und glaubensgemäß Gott die Ehre zu geben. Dieser Glaube wird aber hier bei einem verachteten Samariter gefunden, er bringt das von allen Christen geforderte Gotteslob, nicht aber die anderen neun Übrigen des jüdischen Volkes.

Damit wird nicht nur der Spiegel dem Volk der Juden, sondern besonders den Christen vorgehalten. Auch sie sollen alle im Glauben zurückkommen und Jesus die Ehre und Anbetung darbringen.

Abschlussgebet

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Morgendliches Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all’ unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.

Oder

Abendliches Gebet um Frieden

O Gott, von Dir kommt alles heilige Verlangen, jeder gute Rat und jede gerechte Tat. Gib uns, Deinen Dienern, den Frieden, den die Welt nicht geben kann, damit unsere Herzen willig sind, Deinen Geboten zu folgen. Befreie uns von der Furcht vor unseren Feinden, damit wir unsere Tage in Ruhe und Frieden verleben können. Durch die Verdienste unseres Heilandes Jesus Christus. Amen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen:

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26. November – Hauskirche

Hervorgehoben

Posted by Bischof Meyer in Hauskirche

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Familien- oder Hausandacht – Morgen und Abend

Hinweis zur Kurzfassung – Das Allgemeine Gebetbuch – deutsch

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Nachfolgend eine Kurzauslegung zur Unterstützung der häuslichen Andacht und Pflege des geistlichen Lebens nach anglikanischer Tradition.

Die Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

Einladung zu intensiven Studien am St. Benedikt Seminar:

Nächstes  Präsenzwochenende am 15.-17. Januar: https://benediktseminar.org/


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Gebet – Psalm 119,97-112 (klicken)

Die Psalmabschnitte heute betreffen die hebräischen Buchstaben: Mem V97-104 und Nun V105-112. Mehr zu den hebräischen Alphabet?(-< klicken).

Schriftteil und Anstöße zur Lesung

Lesung: 1. Samuel 23 (klicken)

Bedrängt, befragt, belehrt und befreit

Nicht nur David wird bedrängt durch Saul, sondern auch die Menschen in Kegila, 30 km südwestlich von Jerusalem, durch die ständigen Feinde, die Philister. David, der auf den Rat des Propheten Gad hin sich in jüdischen Gebieten aufhalten sollte, war immer ein Helfer in der Not. So half er diesmal mit seinen 600 Männern der Stadt und vertrieb die Philister.

Auch als die Lage für David und seine Männer, sich in der mit einer Befestigungsmauer umgebenen Stadt Kegila zu verschanzen, brenzlig wurde, betete und befragte er seinen Gott. Das Problem: Saul hatte erfahren, dass er sich in einer befestigten Stadt mit nur einem Stadttor befand. Da saß er wie eine Maus im Käfig mit nur einem Ausgang fest. Die Frage, die sich an die Stadtältesten aber stellte war: Würden sie David wegen seine vergangene Hilfe in der befestigten Stadt vor Saul beschützen? Oder würden sie aus Angst vor Sauls Belagerung und Zerstörung der Stadt doch lieber David ausliefern? Deshalb die Befragung Gottes: Was aber, …wenn? Ist die richtige Frage, die man sich stellen muss. Denn Gott weiß auch um eine Situation, die eintreten wird, aber noch nicht da ist.  Gott antwortete nun aus seiner ewigen Vorsehung, dass die Stadtväter (um ihrer Sicherheit und Unversehrtheit willen) David dem König Saul (zum Tod) ausliefern würden. Auch hier war der Priester mit den Losen Urim und Thummim, „Licht und Recht“(K 14,41), in der Gottesbefragung mit einbezogen. Als Ergebnis zog David mit seinen Männern sofort weg in Sicherheit.

Doch bevor er diesen Einsatz wagte, befragte er durch den zu ihm geflohenen Priester Abjartha zweimal den Herrn, ob dieser Einsatz dem Willen Gottes entsprach. Erst auf die positive Antwort Gottes, dass er siegen würde, wagte er wieder den Kampf gegen die Philister.

schwarz -ja; weiß -nein

Wir erkennen aus dem Leben Davids, wie wichtig es für ihn ist, in allen schwierigen und wichtigen Situationen des Lebens vor Gott zu treten, ihn um Rat und Leitung zu bitten, sich von ihm leiten und belehren zu lassen. Dies ist besonders auch heute bei allen wichtigen Entscheidungen während der Unsicherheit der Corana-Pandemie zu beachten. Wir alle, auch die Politiker, „können nur im Sichtmodus fahren“, unser Lebensphasen nur in kurzen Schritten erkennen und planen. Aber Gott weiß um den Ausgang und die noch entfernte Zukunft unserer Situation, bevor diese eintritt. Befragung und Gebet, besonders auch in Verbindung mit dem Priester und Hirten der Jesus-Gemeinde, sollte immer wieder gesucht werden. Die persönliche Suche nach dem Willen Gottes und die Miteinbeziehung durch den Pastor und Verantwortlichen der Gemeinde in den Willen Gottes wollen wir gerade in dieser Zeit immer wieder an erste Stelle setzen.

Befreiung am Ende. Durch Gottes Vorsehung und in erneuter Bedrängung durch die Philister, aber jetzt gegen Saul, bricht König Saul die beinahe Festnahme Davids plötzlich ab, um diese zu bekämpfen. Der Ort hier heißt Trennungsfelsen. Die fast zugezogene Schlinge der Einkreisung Davids löst sich wie ein Wunder, und David und seine Männer sind – wiedereinmal- befreit.

Lesung– Lukas 16,14-31 (klicken)

Geldgier führt zu Gottlosigkeit und Schriftverachtung

Nicht dem Mammon, dem Geld, dienen, sondern dieses Geld recht im Leben auf unser End-Heil und die Ewigkeit einzusetzen, darum geht es hier im Textzusammenhang. Die Pharisäer werden in diesem Zusammenhang, ähnlich wie der gerissene Geldverwalter zuvor und der Reiche Mann danach, als Gottlose und Geldgierige uns vorgestellt. Damit nicht auch noch andere in diese Falle „Geldgier“ hineingeraten und mit dem Ende ihres Lebens in ewiger Trennung von Gott bleiben müssen, deshalb wird hier die hörende Gemeinde des Evangeliums gewarnt.

Einige Theologen meinen von Vers 16 – 17 ausgehend, dass das Gesetz und die Propheten (bis Johannes -Täufer) nun als hinfällig für die neutestamentliche Zeit deklariert werden könne, nämlich, dass man die Bibel ab dann „recht schneiden oder einteilen“ müsse. Das heißt, dass damit die Evangelien und Teile der Apostelgeschichte, etc., noch zum Gesetz gezählt werden müssen und damit als nicht gültig für die Ekklesiologie, die Gemeindelehre, erklärt werden.

Diese äußerst willkürliche Zerschneidung der Schrift (Dispensationalismus) ist aus Jesu Mund heraus abzulehnen. Mit der neuen Zeit Jesu und des Evangeliums gilt das Gesetz und Propheten nach wie vor weiter. Denn kein I-Tüpfelchen (hebr. Joda V. 17) wird von der Schrift weggenommen. Gesetz und Evangelium gehören untrennbar zueinander. Das Evangeliums ist ist das dehnende Liebesband des Gesetzes. Oder wie Karl Barth es ausdrückt: Das Gesetz ist der Mantel des Evangeliums.

Deshalb, weil Mose und die Propheten heute immer noch gelten, liegt die Betonung auf dem Hörwunder, dass wir die Schrift zum ewigen Leben hören und nicht auf ein Schauwunder, eine Totenauferstehung warten und sehen müssen. Das Hören allein auf die Schrift (den Willen Gottes) führt zur wirklichen Bekehrung, die Totenauferstehung, die dann später durch Jesus Auferstehung erfolgt, ist allein eine Bestätigung der unvergänglichen Schrift.

Abschlussgebet

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Morgendliches Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all’ unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.

Oder

Abendliches Gebet um Frieden

O Gott, von Dir kommt alles heilige Verlangen, jeder gute Rat und jede gerechte Tat. Gib uns, Deinen Dienern, den Frieden, den die Welt nicht geben kann, damit unsere Herzen willig sind, Deinen Geboten zu folgen. Befreie uns von der Furcht vor unseren Feinden, damit wir unsere Tage in Ruhe und Frieden verleben können. Durch die Verdienste unseres Heilandes Jesus Christus. Amen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen:

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

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25. November – Hauskirche

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Familien- oder Hausandacht – Morgen und Abend

Hinweis zur Kurzfassung – Das Allgemeine Gebetbuch – deutsch

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Nachfolgend eine Kurzauslegung zur Unterstützung der häuslichen Andacht und Pflege des geistlichen Lebens nach anglikanischer Tradition.

Die Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

Einladung zu intensiven Studien am St. Benedikt Seminar: Nächstes  Präsenzwochenende am 15.-17. Januar: https://benediktseminar.org/


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Gebet – Psalm 119,81-96 (klicken)

Die Psalmabschnitte heute betreffen die hebräischen Buchstaben: Kaf V81-88 und Lamed V82-96. Mehr zu den hebräischen Alphabet?(-< klicken).

Schriftteil und Anstöße zur Lesung

Lesung: 1. Samuel 22 (klicken)

Kerntruppe mit David unter Verfolgung und geistlicher Begleitung

Diktatoren bekämpfen gewöhnliche alle ihre Widersacher und schaffen alle aus dem Weg, die sich ihnen entgegenstellen. Dies betrifft nicht nur Einzelne, sondern gleich ganze Familien und Sippen, die einen Herrschaftsanspruch begründen könnten. Da nun auch Davids engste Familie in Gefahr stand, durch Saul umgebracht zu werden, sorgte David sich besonders um seine Eltern und brachte sie vor dem schwingenden Schwert Sauls ins sichere Ausland. Das Gebot: „Ehre Vater und Mutter“, wird von ihm äußerst geachtet.

Weiter kümmert er sich als Anführer um eine Gruppe von Bedrängten, Verschuldeten und Unzufriedenen im judäischen Land, die sich um ihn sammelten. Einige dieser verzweifelten Menschen wurden später seine Verwaltungsleiter, andere wiederum zu mächtigen Männern in der Heeresleitung. Die Veränderung von dieser Schar sozial benachteiligter Menschen in erfolgreiche Mitkämpfer war der Verdienst Davids.

Dies erinnert auch an die Berufung der zwölf Jünger Jesu, die auch aus unterschiedlichen sozialen Schichten kamen – von Fischern bis zu Widerstandskämpfern – aber unter Jesu Leitung zu Aposteln der Weltmission geformt wurden. Diese Beispiele ermutigen auch die heutige Kirche und Ortsgemeinde, dass Menschen aus sozial niedriger Herkunft unter göttlicher Führung zu hervorragenden Männern und Frauen Gottes verwandelt werden können.

Der Priester Abiathar, einer von Ahimelechs Söhnen, entkam aber dem Massaker an der Priestersippe und informierte darüber David. Der eigentliche Priestermörder war jedoch nicht Doeg, sondern Saul als Befehlsherr. David wiederum erkannt jetzt, welchen Schaden er durch seine Lüge angerichtet hatte und übernahm die Verantwortung für das furchtbare Massaker (V. 22). Die Vernichtung der Priester von Nob (Sippe von Eli) steht trotz allem in Beziehung zu der Prophezeiung, dass nur wenige Männer übrigbleiben sollten (1Sam 2,31-33).

Am Ende vereinigen sich nicht nur der einzige entronnene Priester des Herrn Abiathar mit David, sondern auch der Prophet des Herrn Gad, die ihm von nun an auf dem Weg zum Königtum mit göttlichem Rat begleiteten.


Lesung– Lukas 16,1-13 (klicken)

Cleverness für den Himmel

Im Gleichnis spielt ein einfacher Verwalter seinem Herrn einen Streich, indem er die noch geringeren Arbeiter unrechtmäßige Schulden erlässt. Damit will er sie zu seinen Freunden machten, wenn er demnächst entlassen sein wird. Mit dieser hinterlistigen Tat hat er jedoch seine Zukunft durch diese neuen Freunde abgesichert.

Jesus will durch dieses Gleichnis der christlichen Gemeinde eine Lektion beibringen. Er will die Klugheit und List von Weltmenschen herausstellen, die wegen ihres Einsatzes um Vorteile und vergänglichem Gewinn eifrig bemüht sind. Er empfiehlt seinen Nachfolgern aber eine bessere Klugheit und Cleverness als die des unehrlichen Verwalters, damit sie als kluge Kinder des Lichts die gegenwärtige Zeit ausnutzen und das ewige Heil ererben.

Abschlussgebet

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Morgendliches Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all’ unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.

Oder

Abendliches Gebet um Frieden

O Gott, von Dir kommt alles heilige Verlangen, jeder gute Rat und jede gerechte Tat. Gib uns, Deinen Dienern, den Frieden, den die Welt nicht geben kann, damit unsere Herzen willig sind, Deinen Geboten zu folgen. Befreie uns von der Furcht vor unseren Feinden, damit wir unsere Tage in Ruhe und Frieden verleben können. Durch die Verdienste unseres Heilandes Jesus Christus. Amen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen:

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

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24. November – Hauskirche

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Schlagwörter

Buße - Geschenk?, genug Wahnsinnige, Notlügen erlaubt?, Rückkehrfeste planen, verrückter König


Familien- oder Hausandacht – Morgen und Abend

Hinweis zur Kurzfassung – Das Allgemeine Gebetbuch – deutsch

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Nachfolgend eine Kurzauslegung zur Unterstützung der häuslichen Andacht und Pflege des geistlichen Lebens nach anglikanischer Tradition.

Die gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf


Einladung zu intensiven Studien am St. Benedikt Seminar: Nächstes Präsenzwochenende am 15.-17. Januar: https://benediktseminar.org/


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Gebet – Psalm 119,65-80 (klicken)

Die Psalmabschnitte heute betreffen die hebräischen Buchstaben: Tet V65-71 und Yod V72-80. Mehr zu den hebräischen Alphabet?(-< klicken).

Schriftteil und Anstöße zur Lesung

Lesung: 1. Samuel 21 (klicken)

Notlügen in tiefster Demut

David hat scheinbar ein gutes Verhältnis zur Priesterschaft gehabt, denn er flieht zum zentralen priesterlichen Heiligtum nach Nob, ca. 4km Nordost von Jerusalem. Dort dient der Enkel von Eli. David, in aller Eile aufgebrochen, hat weder Verpflegung noch Waffen mitgenommen und erwartet vom Priester Abimelech Unterstützung. David belügt nicht nur diesen, um sich zu schützen, sondern auch später den König Achis von Gat. Hier wird er sowohl mit geweihtem Brot (Lev 24,5-9) versorgt, als auch mit dem Goliath-Schwert ausgerüstet (K. 17,50ff). Es scheint schon sarkastisch, dass der Bezwinger der Philister und des Goliaths sich nun mit dessen Schwert in eine Philister-Stadt begibt und dort Zuflucht sucht. Er wird dort sogar als König des Landes bezeichnet, obwohl die Philister bis dahin noch nichts von dem Bruch mit Saul erfahren hatten. David ist als angehender König in höchster Todesnot, er erkennt dies und stellt sich als Wahnsinniger und Verrückter dar. Welch eine Erniedrigung am tiefsten Punkt seines Lebens. „Wer sich selbst erniedrigt, der soll erhöht werden.“ David ist sich nicht zu schade, sich als Wahnsinniger darzustellen und rettet dadurch sein Leben.

Da man glaubte, dass von Verrückten und Besessenen Dämonen ausgehen und die Gefahr des Übertragens auf andere Menschen geschehen könnte, ließ man diesen „Verrückten“ einfach ziehen. Gott bewahrt so durch diese Fügungen und Umstände.

Darf man denn lügen, wird an dieser Stelle oft gefragt? Eine theologischen Antwort lautet so: Wenn die direkte Wahrheit dem Heilsplan Gottes im Wege steht, wie hier z.B. die Salbung zum Königtum vereitelt werden könnte, dann dient sowohl Davids wie auch seiner Frau Michals Lüge dazu, dass der Gesalbte nicht getötet wird und Gottes Plan unvereitelt seine Erfüllung findet. Gott befiehlt nicht Samuel den neuen König zu salben, nur dass er kurze Zeit später doch umkommt. Notlüge kann in bestimmten Fällen für den Heilsplan Gottes und auch für den Bestand und Unversehrtheit der Kirche Christi notwendig sein.


Lesung– Lukas 15,15-32 (klicken)

Rückkehrfeste Gottes feiern nach geschenkter Buße

Jesu Zuwendung und Essensgemeinschaft, also die höchste Form der freundschaftlichen Beziehungen mit den Sündern und Zöllnern, steht unter Gottes Wohlgefallen. Gott stimmt mit dem überein, was Jesus tut. Gerade darin zeigt sich Gottes Liebe, der diese Verlorenen und Fernen sucht und mit ihnen in Beziehung treten will..

Gott ist barmherzig auch gegen undankbare und böse nichtreligiöse Menschen. Gottes Gnade zeigt sich gerade darin, dass er keine Vorleistung von jenen erwartet. Denn das in der Wüste umherirrende Schaf weiß sebst nichts über seine Verlorenheit, um dann Buße zu tun und umzukehren. Auch der verlorene Silbergroschen ist sich nicht dessen bewusst. Bereits die Abschnitte zuvor (V. 1-10) sollen uns anzeigen, dass das Suchen Gottes mit der gewirkten Buße ein Geschenk Gottes ist. Beides ist eine Vorleistung Gottes.

Notlügen immer erlaubt?
Rückkehrfeste nach Sinnesänderung

Was wird uns heute im dritten Gleichnis aufgezeigt? Beim Verlorene Sohn geschieht das Suchen und Finden so, dass dieser mitten im größten Dreck und Schlamassel in der Gottesferne zur Sinnesänderung kommt. Er schlägt plötzlich an sein Herz und sagt: Ich will umkehren und mich zurück zum Vaterhaus kehren. Doch diese Entscheidung ist eine von Gott gewirkte und g e s c h e n k t e Buße im Herzen des Verirrten. Erst nach diesem Geschenk der inneren Sinnesänderung kann er aus der miesen, verlogenen Freundschaft dieser Welt zurückkehren – zurück in die wahre Freundschaft und Gemeinschaft mit Gott. Mit geschenktem Ring, Schuhen und neuem Gewand kann er am freudigen Rückkehrfest des Vaters teilnehmen.

Auch wir sind aufgefordert, uns wie Jesus in neue Beziehungen zu nichtreligiösen Menschen zu begeben, diese Kontakte zu ihnen vertrauensvoll aufzubauen und uns selbst bei ihnen einzuladen oder uns von ihnen einladen lassen. Auf diese Weise beginnt unser Mitsuchen mit Gott. Das ist unsere Mission. Und wir erwarten, dass er zur rechten Zeit vielen verlorenen Schafen die Sinnesänderung schenkt.

Abschlussgebet

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Morgendliches Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all’ unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.

Oder

Abendliches Gebet um Frieden

O Gott, von Dir kommt alles heilige Verlangen, jeder gute Rat und jede gerechte Tat. Gib uns, Deinen Dienern, den Frieden, den die Welt nicht geben kann, damit unsere Herzen willig sind, Deinen Geboten zu folgen. Befreie uns von der Furcht vor unseren Feinden, damit wir unsere Tage in Ruhe und Frieden verleben können. Durch die Verdienste unseres Heilandes Jesus Christus. Amen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen:

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

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23. November – Hauskirche

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Familien- oder Hausandacht – Morgen und Abend

Hinweis zur Kurzfassung – Das Allgemeine Gebetbuch – deutsch

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Nachfolgend eine Kurzauslegung zur Unterstützung der häuslichen Andacht und Pflege des geistlichen Lebens nach anglikanischer Tradition.

Die Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Gebet – Psalm 119,49-64 (klicken)

Die Psalmabschnitte heute betreffen die hebräischen Buchstaben: Zayin V49-56 und Het V57-64. Mehr zu den hebräischen Alphabet?(-< klicken).


Schriftteil und Anstöße zur Lesung

Lesung: 1. Samuel 20 (klicken)

Auf der Flucht, aber mit Gott auf dem Weg.

Schon nach kurzer Zeit, trotz Heirat einer Tochter Sauls, ändert sich die Position Davids im Königshaus von dem eines anerkannten Helden zu einem Gejagten und Flüchtenden. Bei wem sollte er in dieser Situation Rat und Hilfe suchen? Natürlich bei dem, dem er Loyalität fürs Leben versprochen hatte, seinem Herzensfreund Jonathan (1Sam 18,3-4). Zwischen diesen beiden geht es nicht nur um eine großartige Freundschaft, sondern um ein festes Lebensbündnis. Es geht darum, einander immer treu zu bleiben und sich weiterhin gegenseitig zu schützen, egal welcher von den beiden einmal König wird. Der Bund (V8), der von ihnen zuvor miteinander und vor dem HERRN geschlossen wurde, ist ein gegenseitiger Bund der Barmherzigkeit, um sich gegenseitig und ihre Familien zu schützen. David löst sich aber ab diesem Zeitpunkt für immer vom Königshaus und geht seinen eigenen Weg. Damit kappt er alle verwandtschaftlichen und militärischen Beziehungen zu Saul. Für diesen Schritt erhält er auch die Unterstützung seiner Frau Michal (K. 19,12+13). David ist schuldlos an dieser Trennung. Von diesem Zeitpunkt an ist die Zukunft seines Königtums unsicher und sehr gefährlich. Das Königtum ist gegen ihn, nur seine Frau, Jonathan und Gott stehen auf seiner Seite.

Solche aussichtslosen Situationen gibt es immer wieder im Leben von Menschen, die Gott berufen hat. Aber sie und wir dürfen wissen, dass wir dann einen sicheren Felsen kennen und auf einem nicht erschütterbaren Fundament stehen könne. Auch wir können dann mit Paul Gerhardt singen: Ist Gott für mich, so trete gleich alles hinter mich.


Lesung – Lukas 15,1-10 (klicken)

Mit suchen, mit sammeln, mitfreuen – durch positive Theologen.

Wieder einmal entsteht Theologengezänk in Jerusalem. Jesus rechtfertigt sich mit zwei Gleichnissen, warum er sich gerade mit Sündern trifft, die dem Willen Gottes gegenüber Ungehorsam sind,.

Im ersten Gleichnis geht es um die Ausdauer des Suchens um die Sünder zu finden.

Im zweiten kommt es auf Genauigkeit und Sorgfalt beim Suchen eines Schmuckstücks an. In beiden Fällen aber handelt es sich dann um den wiedergefundenen Besitz.

Beim nachfolgenden Gleichnis steigert sich der Wert zum menschlichen Leben hin. In allen Fällen wird jedoch die Freude über Auffindung, Heimholung und Umkehr (Buße) im Himmel ausgedrückt. Diese Freude, anstatt Murren und Kritik, sollte auch bei den Vertretern der Theologie zu finden sein. Gerade sie sollten ihre Erkenntnis zum Suchen der Verlorenen einbringen.

Tragen auch wir die Gesinnung Jesu im Herzen, den verlorenen Besitz Gottes, die verlorenen Schafe Christi zu suchen, zu finden und sie mit Freude in den Schafstall der Kirche zurückzubringen? Wenn das geschieht, sollten auch wir unsere Mitchristen zur Mitfreude und Mitsammeln anstecken und ermutigen.

Abschlussgebet

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Morgendliches Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all’ unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.

Oder

Abendliches Gebet um Frieden

O Gott, von Dir kommt alles heilige Verlangen, jeder gute Rat und jede gerechte Tat. Gib uns, Deinen Dienern, den Frieden, den die Welt nicht geben kann, damit unsere Herzen willig sind, Deinen Geboten zu folgen. Befreie uns von der Furcht vor unseren Feinden, damit wir unsere Tage in Ruhe und Frieden verleben können. Durch die Verdienste unseres Heilandes Jesus Christus. Amen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen:

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

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20. November – Hauskirche

Hervorgehoben

Posted by Bischof Meyer in Hauskirche

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Schlagwörter

Diener und Erste, eigene Talente, eigenen Stil, Gottvertrauen, große Ernte, Kampf gegen Goliath, kleiner Anfang, unsere Riesen


Familien- oder Hausandacht – Morgen und Abend

Hinweis zur Kurzfassung – Das Allgemeine Gebetbuch – deutsch

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Nachfolgend eine Kurzauslegung zur Unterstützung der häuslichen Andacht und Pflege des geistlichen Lebens nach anglikanischer Tradition.

Die Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.


Gebet – Psalm 119,1-16 (klicken)

Dieser Psalm des jüdischen und christlichen Gebetbuches ist der längst. Er betont wie Psalm 1 und 19 den Lobpreis auf die Weisung (Thora) Gottes. Er gründet sich auf die Anfangszeiten des Volkes Gottes (V 52) um und vor Mose als eine ewige Ordnung oder eine „Ordnungen der Urzeit“. Der Beter umkreist wie in Ps 1,2 beständig meditativ die Thora mit Synonymen wie Gesetz, Weisung, Gebot, Satzung, Ordnung, Weg, etc. Dabei geht es ihm nicht um eine gesetzliche, sondern lebendige Frömmigkeit mit Sitz im wirklichen Leben. Weil er aber selbst in diesem Leben so fest verankert ist und danach lebt, fühlt er sich oft wie ein Weinschlauch V 83, der über einem schwelenden Feuer hängt, äußerlich Dreck und Ruß ansetzt und den schmutzigen Umständen des Lebens ausgesetzt ist. Aber auch in den Zerreißproben seines Lebens vergisst er die Weisung Gottes nicht. Er selbst bleibt bei seiner festen Haltung zur Weisung Gottes im Leben, obwohl er hier Angriffen und Widerständen ausgesetzt ist. Trotzdem fährt mit seinen Lobpreis fort. Diese kunstvolle Form der Dichtung ist einzigartig und folgt jeweils mit acht Versabschnitten dem nächsten Buchstaben des hebräischen Alphabets. Es sind dichterische Gedanken, die ein Halbvers ausdrückt und durch den folgenden Halbvers (oft eingerückt in den Bibeln) mit anderen Worten (Synonymen) fortlaufend oder gegensätzlich ergänzt.

Beten Sie zusammen uns und dem Psalmbeter den wunderbaren Lobpreis Gottes.

Schriftteil und Anstöße zur Lesung

Lesung: 1. Samuel 17,31-38 (klicken)

Nur mit einer Schlinge, David war nicht bang (klick zum Lied)

Die Zurüstung Davids und Ausrüstung mit beschwerlicher Rüstung und Waffen, sowie sein Auftreten vor dem Riesen Goliath wird in dramatischer Weise hier beschrieben. Als erfahrener noch jugendlicher Kämpfer lehnt er jegliche damalige Ausrüstung und Kampfprinzipien ab. Er vertraut allein auf den himmlischen Heerführer sowie seine eigenen Talente und Kampferfahrungen. Er, der einen grimmigen Bären und wütenden Löwen getötet hatte, ist bereit, auch den unbeschnittenen und gotteslästernden Riesen zu töten. Bevor dieser lärmende Blechriese in Bewegung kam, lag dieser plötzlich an der Stirn unter dem Helm getroffen um. Der runde Kieselstein aus Davids Schleuder hatte ihm ein Loch in die Stirn geschossen.

Ja, der Krieg ist des Herrn V47 und die ganze furchtsame Gemeinde Israels stand dabei und erkannte, dass der Riese und die Feinde geschlagen wurden. Der neue, aber vom Volk noch unerkannte gesalbte Hirte, König inkognito, wird ein besonderer Kämpfer bleiben, aber vor allem wird er Hirte für das Volk Gottes sein.

Wollen wir uns durch die geistliche Kampfesweise Davids ermutigen lassen, auch gegen unsere gegenwärtigen „Riesen“ anzugehen. Gott hat jedem Christen Talente und Begabungen gegeben, jedoch jedem anders. Wir wissen aber, dass der jetzige Kampf, in dem wir stehen, dem Herrn gehört, er für uns kämpft. Diese Gewissheit gibt uns Frieden und Gelassenheit, im Vertrauen auf Ihn den uns verordnet Kampf zu kämpfen.


Lesung– Lukas 13,1-17 (klicken)

Eine schwierige Mission mit weltweitem Erfolg

Die beiden Gleichnisse zu Beginn sprechen über die Mission Jesus. Sie hat einen unscheinbaren Anfang, aber am Ende einen großen und überwältigenden Erfolg. Es werden am Ende neben den Erzvätern und Propheten Menschen aus der ganzen Welt in die Gemeinschaft und zum Tisch des Herrn zugelassen werden. Wer wird aber als „Erste“ hierzu eingeladen sein? Sicherlich diejenige, die heute schon zum Dienst bereit sind (Lukas 22,26-27). Der vorbildhafte Dienende in der Mission mit weltweitem Erfolg ist unser Herr selbst. Seine Mission muss aber durch Jerusalem und dort erst durch seinen Tod zu unserem Heil begründet werden. Das Samenkorn, was dort in die Erde gelegt wird, folgt also dem Schicksal vieler Propheten. Doch nach seiner Auferstehung und bei seiner zweiten Wiederkunft wird die Frucht der Mission weltweit sichtbar, und Christus wird dann freudig begrüßt und hoch gelobt werden. Sind wir solche, die als Dienende und Lobende dazugehören?

Abschlussgebet

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Morgendliches Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all’ unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.

Oder

Abendliches Gebet um Frieden

O Gott, von Dir kommt alles heilige Verlangen, jeder gute Rat und jede gerechte Tat. Gib uns, Deinen Dienern, den Frieden, den die Welt nicht geben kann, damit unsere Herzen willig sind, Deinen Geboten zu folgen. Befreie uns von der Furcht vor unseren Feinden, damit wir unsere Tage in Ruhe und Frieden verleben können. Durch die Verdienste unseres Heilandes Jesus Christus. Amen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen:

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

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19. November – Hauskirche

Hervorgehoben

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Schlagwörter

aus dem Nichts, Chance, fragen und planen, Früchte tragen, Hirte, unter dem Gericht

Familien- oder Hausandacht – Morgen und Abend

Hinweis zur Kurzfassung – Das Allgemeine Gebetbuch – deutsch

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Nachfolgend eine Kurzauslegung zur Unterstützung der häuslichen Andacht und Pflege des geistlichen Lebens nach der anglikanischen Tradition.

Die Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Gebet – Psalm 118,15-29 (klicken)

Schriftteil und Anstöße zur Lesung

Lesung: 1. Samuel 16 (klicken)

Wer ist denn dieser Hirtenjunge?

Er tritt scheinbar aus dem Nichts auf, ist Saul, dem Heerführer Abner und dem Kriegsvolk unbekannt. Eigentlich müsste ihn Saul aber als seinen musikalisch therapeutischen Seelenberuhiger kennen, der ihm bei Depressionen die Harfe spielte. Bekannt ist er bei diesem Auftritt eigentlich nur seinen drei Brüdern, die im Heer dienen, ihn aber dort beim kurzen „Feldbesuch“ als ihren kleinen Bruder, missachten, missverstehen und misstrauen. „Der Boshafte, Neugierige ist da!“ Bei dieser Art der Darstellung erinnern sich der Bibelkenner jedoch ohne Umschweife an die Josephsgeschichten in Deu/1Mo17, als Jakob seinen Lieblingssohn zu den Brüdern sandte, und von ihnen als „seht, da kommt der Träumer her“ bezeichnet und verachtet wurde. Wer er wirklich ist und was in ihm steckt, was er glaubt und wessen Geist ihn beseelt, wird sich dem Bibelleser besonders im nächsten Abschnitt des Kapitels offenbaren. Wenn wir aber David bis zu unserem Abschnitt V 30 begleiten, müssen wir erkennen, dass David immer wieder allen möglichen Leuten des Heeres und seiner Begleitung sehr viele Fragen stellt. Dies zeigt, dass er sich zuvor ein umfassendes Bild der Kampfsituation, der beiden Lager, über Kampfmoral, Gottvertrauen und Einschätzung seiner eigenen Fähigkeiten machte, bevor er auf den Plan tritt, entscheidet und zielgerecht kämpfen wird. Der von Gott verlassene König Saul ist hier ratlos, planlos und hoffnungslos, der aber hier inkognito erscheinende gottvertrauende Hirte und zukünftige Herrscher zeigt uns als Lektion genau das Gegenteil.

Wir stehen als Gläubige oft zwischen den Fronten der Welt, der Politik, der politischen Gemeinde unseres Ortes, aber auch persönlich in Auseinandersetzungen der christlichen Gemeinde und zwischen den Fronten der Verwandtschaft und Familie. Eine Reform des Umgangs miteinander bei der Lösungsuche bedarf es auf allen Seiten. Doch bevor man, wie die Brüder Davids schnellschüssige, pauschale und emotionale Beurteilungen abgibt, wäre ist sinnvoll, zuvor immer viele Fragen an die verschiedenen Player und Betroffenen zu stellen. Nur so besteht die Möglichkeit aus ihren Antworten zu einer umfassenden und realistischen Beurteilung für richtige Entscheidungen und folgende nachhaltige Aktionen zu treffen.


Lesung– Lukas 13,1-17 (klicken)

Textlesungen zum Buß- und Bettag: Neue Gelegenheit zukünftig Frucht bringen

Wenn in unserer unmittelbaren Nähe Unfälle geschehen oder sie uns in den neusten Nachrichten eindrücklich vor Augen gestellt werden, fragen wir uns da nicht, warum geschieht dies, auch gerade ihnen? Betrifft es diese Menschen, weil sie besondere Sünder sind? Oder sollten wir uns direkt fragen, ob die weltweite Corona-Epidemie nicht die Antwort Gottes ist, dass alle Menschen Sünder sind? Mit unserem Text können wir sagen, dass die kleinen Unfälle, aber auch die weltweite Epidemie, alle unter Gottes Urteil so fallen: Wir sind allzumal Sünder und mangeln des Ruhmes, den wir bei Gott haben sollten (Röm 3,23). Denn alle Sünder ohne Bekehrung und Erneuerung werden einst gerichtet werden und umkommen.

Sie werden aber doch vor Gott gerecht gesprochen und angenommen durch ihren Glauben an Christus und seine Heilstat am Kreuz. Gott wartet, wie hier durch die Pflege des unfruchtbaren Feigenbaumes angedeutet, mit langer Geduld darauf, dass endlich Frucht entsteht. Gott wartet oft geduldig auf Lebensveränderungen im Leben der Menschen, bei manchem geduldig Jahr um Jahr. So gibt ER vielen noch die Chance und die Gelegenheit, in Zukunft regelmäßig Frucht zu bringen. Jesus hat uns dieses Fruchtbringen selbst vorgelebt. Denn er kam, um allen Menschen auf allen Gebieten des Lebens Gutes zu tun, durch Zuspruch, durch Heilung und Totenauferweckung, sogar durch seinen Opferung am Kreuz, damit wir ewiges Leben erhalten.

Bringen auch wir Ihm als Zeichen der Erneuerung gute Früchte?

Abschlussgebet

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Morgendliches Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all’ unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.

Oder

Abendliches Gebet um Frieden

O Gott, von Dir kommt alles heilige Verlangen, jeder gute Rat und jede gerechte Tat. Gib uns, Deinen Dienern, den Frieden, den die Welt nicht geben kann, damit unsere Herzen willig sind, Deinen Geboten zu folgen. Befreie uns von der Furcht vor unseren Feinden, damit wir unsere Tage in Ruhe und Frieden verleben können. Durch die Verdienste unseres Heilandes Jesus Christus. Amen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen:

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

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18. November – Hauskirche

Hervorgehoben

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Schlagwörter

Hauptfigur AT, König David, Nachfolge Christi, Regentenwechsel, Trennungen


Familien- oder Hausandacht – Morgen und Abend

Hinweis zur Kurzfassung – Das Allgemeine Gebetbuch – deutsch

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Nachfolgend eine Kurzauslegung zur Unterstützung der häuslichen Andacht und Pflege des geistlichen Lebens nach der anglikanischen Tradition.

Die gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Gebet – Psalm 118,1-14 (klicken)


Schriftteil und Anstöße zur Lesung

Lesung: 1. Samuel 16 (klicken)

Der Geist des Herrn verlässt einen ungehorsamen Regenten und bevollmächtig den neu erwählten, bald königlich zu regieren.

Mit Kapitel 16 beginnt das zentrale Anliegen des Schreibers der 1. und 2. Samuelbücher. Alle Ereignisse bisher über Samuel und Saul sind eine Art Prolog für den Helden David. Dieser ist nach Mose eine der gewichtigen Hauptgestalten des Alten Testaments und ein Bild auf den kommenden König Jesus, der aus dem Geschlecht Davids stammten wird.

Obwohl Saul von Gott verworfen wurde hielt er an seiner Macht unnachgiebig fest bis zu dem Tag, als er im Kampf Selbstmord beging. Und obwohl keine friedliche Machtübergabe des teilweise dämonischen Herrschers Saul stattfand, lernte der heimlich mit Prophetenöl geweihte David viele Einblicke und Erfahrungen in für Leitung des Königtums. Er erlebte neben mutvollen Erfolgen oft Verzweiflung, Angst um sein Leben, Einsamkeit und seelischen Schmerz. Jahwe gebrauchte diese besonderen Lehr- und Wanderjahre des jungen, schönen und mutigen Hirtenjungen, um ihn zu formen, zu verändern, damit er mit aufrichtigem Charakter und Gottvertrauen zu gegebener Zeit als Gottes Regent auftreten könne.

Die Wahl des Königs geschieht hier vollkommen anders als heute. David wird im engen Kreis der Familie gesalbt. Nicht der Älteste und Größte, sondern der Jüngste und Geringste wird durch Gott erwählt. Es geschieht nicht aufgrund von Leistung und Fähigkeiten, sondern wegen Gottes Souveränität, Berufung und Gnade. Gleichzeitig mit der Salbung geht auch die Begabung durch den Geist Gottes einher. Diese Begabung ist nicht nur ein einmaliges Ereignis, sondern eine Kraft Gottes die ihn dann durch Höhen und Tiefen (auch die Sünde mit Bathseba), beim Harfenspiel und in Todesangst, immer wieder für die Aufgaben des Königtums befähigte. Gott hatte nicht das Königtum verworfen, sondern den König. Im Gegensatz zu Saul, von dem der Geist Gottes wegen Ungehorsam entfloh, kam der Geist Gottes auf David und blieb auf ihm lebenslang.

Auch heute noch beruft Gott Menschen für einen königlichen Dienst im Reich Gottes. Die Vorbereitungszeit bis zum Beginn mag sich länger hinziehen, auch durch viele Schwierigkeiten und Prüfungsphasen hindurchgehen. Gott ruft uns zu: Habt Geduld, habt Hoffnung. Denn die Liebe Gottes ist ausgegossen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben ist. Hoffnung lässt nicht zuschanden werden. Gottes „Lehr- und Wanderjahre“ dienen dazu, unseren Charakter zu formen, um dann zur rechten Zeit von Gott eingesetzt zu werden.


Lesung– Lukas 12,49-59 (klicken)

Die gegenwärtige Zeit recht beurteilen und sich entscheiden.

Die Jünger lernen von Jesus, dass die Nachfolge Jesu Entzweiung und Trennung bis in die eigene Familie hinein mit sich bringt. Zuerst beginnt das Gericht mit der Todestaufe, die Jesus selber zuvor erleiden muss. Die völlige Wahrheit polarisiert und führt letztendlich den, der spricht – „Ich bin die Wahrheit“ – zur Kreuzigung.

Mit dem ersten Kommen Jesu ist vorerst nicht der Beginn einer Friedenszeit gemeint, sondern ein vorweggehende Trennungs- und Entscheidungszeit. Diese Entscheidungszeit zieht sich bis in unsere jetzige Endzeit hinein.

Als Christen werden wir aufgefordert immer wieder Entscheidungen um Jesu willen, um des Evangeliums und der Ethik des Evangeliums willen zu treffen. So wie politische Polarisierung eine Nation bis in die Familien hinein spalten kann, so geschieht dies auch, wenn Menschen in die Nachfolge Jesu treten und dort bleiben. Radikale Nachfolge Jesu trennt auch heute noch, wenn man sich pro oder kontra Jesu stellt, sowohl in der eigenen Familie als auch darüber hinaus. Friedliche Toleranz um die Wahrheit in Christus wird es nicht geben. Wir leben heute in einer endzeitlichen Entscheidungszeit. Viele wollen aber die deutlichen Zeichen der Zeit nicht erkennen und daraus ihre Konsequenzen ziehen, nämlich umzukehren und dem jetzt begonnen und zukünftigen Gericht zu entgehen. Doch das göttliche Feuer wird sein Volk läutern und es wird sich zu ihm bekennen und Gott zu ihm( Sacharia 13,9).


Abschlussgebet

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Morgendliches Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all’ unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.

Oder

Abendliches Gebet um Frieden

O Gott, von Dir kommt alles heilige Verlangen, jeder gute Rat und jede gerechte Tat. Gib uns, Deinen Dienern, den Frieden, den die Welt nicht geben kann, damit unsere Herzen willig sind, Deinen Geboten zu folgen. Befreie uns von der Furcht vor unseren Feinden, damit wir unsere Tage in Ruhe und Frieden verleben können. Durch die Verdienste unseres Heilandes Jesus Christus. Amen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen:

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.


Extra: Bonhoeffer – Der Ruf in die Nachfolge

https://www.evangelischer-glaube.de/bonhoeffer-nachfolge/bonhoeffer-der-ruf-in-die-nachfolge/

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17. November – Hauskirche

Hervorgehoben

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Familien- oder Hausandacht – Morgen und Abend

Hinweis zur Kurzfassung – Das Allgemeine Gebetbuch – deutsch

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Nachfolgend eine Kurzauslegung zur Unterstützung der häuslichen Andacht und Pflege des geistlichen Lebens nach der anglikanischen Tradition.

Die gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Gebet – Psalm 116-117 (klicken)


Schriftteil und Anstöße zur Lesung

Lesung: 1. Samuel 15 (klicken)

Wohin führt Opfern ohne Gehorsam?

Saul zieht mit einem großen Heer in den Krieg gegen den Erzfeind Amalek, der schon zur Zeit Moses gegen das Volk Gottes gekämpft hatte. Es geht hier um keinen Eroberungskrieg, bei dem Beute für persönlichen Nutzen gemacht werden darf, sondern um endgültige Vernichtung des altbösen Feindes. Es ist ein Bild, das für alle Zeiten dem Volk Gottes vor Augen gemalt wird, bis heute. Gott beauftragte durch Samuel, diesen Feldzug zu unternehmen und alles zu vernichten.

Der Feind wird dann auch geschlagen, aber sein Repräsentant König Agag am Leben gelassen. Die 210.000 Kämpfer machten reiche Beute und ließen die wertvollsten Tiere am Leben. Angeblich, um sie später zu opfern. Saul lässt sie gewähren.

Als Samuel eintrifft, muss Saul die niederschmetternden Worte seiner Verwerfung anhören. Warum hast du der Stimme des Herrn nicht gehorcht? Gehorsam ist besser als Opfer. Deshalb hat er dich verworfen, dass du nicht König seist. Wir finden hier eine vorgetäuschte fromme eigenmächtige Aktion bei Saul, auch verlogen und in der Art Evas präsentiert: Die herrliche Frucht war schuld, die Schlange war schuld, die Frucht war so verlockend. Saul dagegen entschuldigt: das Volk war schuld, weil es Beute machen wollte, Samuel, weil er erst so spät eintraf, die Philister und ihre wunderschön anzuschauenden Tiere, die man opfern (und danach natürlich auch essen würde). Saul führte nicht aus ganzem Herzen die Befehle Gottes aus. Doch Ungehorsam gegen den Willen Gottes ist wie Zaubereisünde und Götzendienst (V 23).

So wie Sauls Erwählung ohne Zeugen geschah, so geschieht auch unbeachtet seine Verwerfung als König. Und obwohl sich die Wege beider von hier aus für immer trennten, betete der Prophet Samuel bis zum Ende für den verworfenen König, der kein Mann nach dem Herzen Gottes war.

Gehorsam und Opfer gehören immer zusammen. Doch nur eigenmächtige fromme Opfer oder Handlungen als Fassade oder Entschuldigung darzustellen, ist nichts anderes als Heuchelei und ein Schleier der Lüge. Gott möchte unseren ganzen Gehorsam gegenüber seinem Willen haben, aber auch die neutestamentlichen Opfer der Lippen und eines ehrwürdigen und feierlichen Gottesdienstes. Wenn beides zutrifft können wir Menschen nach dem Herzen Gottes sein und Königskinder bleiben.


Lesung– Lukas 12,35-48 (klicken)

Als gute Verwalter bis Christi Wiederkunft dienen.

Weil Jesus das Vorbild allen Dienstes ist, gilt die Frage des Petrus nicht denen draußen, sondern zuerst den Aposteln und Jüngern selbst. „Christus wird sich gürten, sie am Tisch Platz nehmen lassen und sie der Reihe nach bedienen“ (Vers 37). Es geht darum, dass während der Abwesenheit des Herrn bis zu seiner Rückkehr (vom Vater), der Haushalter Gottes mit eifriger Versorgung der Menschen im Haushalt des Herrn beschäftigt sein soll. Er soll in der Abwesenheit die Familie Gottes regelmäßig mit der wesentlichen Nahrung speisen, ihnen die entsprechende Tagesration austeilen.

Dies Wort gilt natürlich zuerst einmal den Hirten der Gemeinde und Gesamtkirche Gottes. Teilen diese die geistliche Nahrung des Wortes Gottes und der Sakramente Tag für Tag aus? Oder ist es ein humanistisches, politisches oder von Tagesthemen bestimmtes „Evangelium“? Die Schrift sagt: Denn der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von jeglichem Wort, das aus dem Munde Gottes geht. Dies Wort auszuteilen ist aber die Hauptaufgabe der treuen Verwalter Christi hier auf Erden. Die Apostel erkennen nach Jesu Himmelfahrt ihr Versagen in Apg. 6. Sie kümmerten sich um alle möglichen wichtigen Alltagsdinge der Menschen, aber nicht um ihren eigentlichen Auftrag: Sie hatten das Austeilen des Wortes Gottes vernachlässigt V2. Deshalb ordneten sie ihren Auftrag neu: Wir aber wollen ganz beim Gebet und beim Dienst des Wortes bleiben V4.

Weiter gilt dies Wort auch für die Gemeinde im Kleinen. Der Hausvater oder die Hausmutter sollen gute Verwalter mit dem Wort Gottes für alle sein, die im Haushalt leben. Sie sollen wie bereits in 5. Mose 6,6+7 erwähnt, täglich diese mit Worten aus der Schrift versorgen und prägen: Du sollst diese Worte deinen Kindern einprägen und davon reden, wenn du in Deinem Hause sitzt oder unterwegs bist, wenn du dich niederlegst oder aufstehst.

Beten wir für viele treue und kluge Haushalter und lasst uns selber solche sein.


Abschlussgebet

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Morgendliches Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all’ unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.

Oder

Abendliches Gebet um Frieden

O Gott, von Dir kommt alles heilige Verlangen, jeder gute Rat und jede gerechte Tat. Gib uns, Deinen Dienern, den Frieden, den die Welt nicht geben kann, damit unsere Herzen willig sind, Deinen Geboten zu folgen. Befreie uns von der Furcht vor unseren Feinden, damit wir unsere Tage in Ruhe und Frieden verleben können. Durch die Verdienste unseres Heilandes Jesus Christus. Amen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen:

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

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13. November – Hauskirche

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Schlagwörter

Regieren möglich, Zenit der Macht

Familien- oder Hausandacht – Morgen und Abend

Hinweis zur Kurzfassung – Das Allgemeine Gebetbuch – deutsch

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Nachfolgend eine Kurzauslegung zur Unterstützung der häuslichen Andacht und Pflege des geistlichen Lebens nach der anglikanischen Tradition.

Die Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Gebet – Psalm 110-112 (klicken)

Schriftteil und Anstöße zur Lesung

Lesung: 1. Samuel 12 (klicken)

Vorbildhafter Stabwechsel in eine neue Epoche

Das Volk Gottes steht an der Schwelle eines neuen Zeitalters. Der alte und bewährte Landesvater und Richter der 12 Stämme ist dabei, den Führungsstab an den neuen Herrscher und König abzugeben. Doch eine Stabübergabe in Regierungsangelegenheiten ist keine einfache Angelegenheit. Besonders hier, wenn es sich nicht nur um einen Personenwechsel, sondern gleichzeitig noch um eine neue Regierungsform geht, nämlich um den Übergang von der Epoche der Richter zur Monarchie.

In ähnlich staatsmännischer Form ähnlich wie Mose und Josua verabschiedet sich der Richter Samuel von seinem Amt. Er präsentiert sein Leben von der Jugend bis zum Alter, indem er uneigennützig mit ganzem Herzen dem Volk und Gott gedient hat. Dann fordert die ganze Nation mit seiner Rede auf, ihm doch zu beweisen, ob er sie ungerecht, unterdrückend, eigennützig und selbstherrlich geführt habe. Die Leute verneinten dies und bestätigten, dass seine gesamte Dienstzeit in vollkommener Gerechtigkeit geschah. Als weiteren Zeugen ruft er Gott selber an, der dann ein außergewöhnliches Wetterwunder mit Donner und Regen geschehen ließ. Mit diesem Zeugnis einmal des Volkes und abschließend Gottes übergibt er sein Amt an den neuen König Saul und an das Volk.

Mit dieser vorbildlichen Amtsübergabe und dem sittlichen Vorbild seines gesamten Lebens setzt Samuel nun auch hohe Maßstäbe für den neuen König und seine Amtsführung. Wenn Saul diesen eingeschlagenen Weg unter Gottes Führung und in seinem Bund weitergeht, wird Segen und Erfolg auf seiner Amtsführung liegen.

Wichtig ist auch hier zu erwähnen, dass das Thema Bundeserneuerung, wie es in Deuteronomium 5. Mose und im Buch Josua betont und praktiziert wird, auch hier seine Fortsetzung findet: „Möchtet ihr und euer König, der über euch herrscht, dem Herrn eurem Gott folgen.“ 1Sam 12,4).

Zum Schluss betont Samuel alle Wohltaten, die Gott dem Volk in ihrer Geschichte bis zu diesem Tag hat zukommen lassen, trotz wiederholtem Sündigen und Abfall von ihm. Er ist der treue Bundesgott und er hält sich an seine Verheißungen. Er wird weiter Wunder für sein Volk tun (Ps. 126,2).

Samuel tritt nun zurück als Richter. Und mit ihm beginnt die neue Epoche der Propheten, die für das Volk Gottes und den König beten und sie mit dem Recht Gottes belehren sollen. Samuel verspricht diesen Dienst weiter für das Volk Gottes zu tun.

Können wir von solch einer Stabsübergabe etwas lernen? Unsere hier ist nicht nur vorbildhaft für eine Amtsübergabe von einer Person zur anderen, sondern auch noch von einer Epoche und Zeitenwende zur anderen.

So sollte bei einem Wechsel in kirchlichen Ämtern sicherlich das vorbildhafte und gerechte Leben des ausscheidenden wie des neuen Amtsinhabers im Zentrum stehen. Wurde das Amt gut und gerecht und im Sinne Christi geführt? Das Gleiche gilt auch für Präsidenten, Kanzler, Politiker und Staatsbeamte. Sie wurden öffentlich eingeführt, sie sollten vor ihrem Austritt oder Übergabe ihres Amtes Bilanz ziehen und dann öffentlich verabschiedet werden und ihr Amt übergeben.

Gleiche Stabsübergabe sollte auch in Familienbeziehungen geschehen. Die Erfahrenen und Alten einer Generation, die vorbildhaft und gerecht ihr Leben geführt haben, sollten ihr moralisches und finanzielles Lebenserbe an treue Nachfolger rechtzeitig übergeben. Ist unsere Generation und Gesellschaft fähig und bereit, nach solchem Vorbild zu handeln?







Lesung– Lukas 11,29-36 (klicken)

Hören, befestigen, leuchten für Jesus

Unser Glaube besteht und entsteht besonders durch das Hören und Befestigen des Wortes Gottes in unserem Leben. Die hier erwähnte Zeichenforderung dagegen beinhaltet Misstrauen und Unglaube gegenüber dem Wort Gottes. Dies bestätigt sich in der Darstellung Jesu über die Tätigkeit Jonas. Er predigte die Buße der Stadt Ninive und die gesamte Stadt bekehrte sich. Da nun Jesus viel erhabener ist als Jona, sollen wir besonders auf ihn den Prediger der Sinnesänderung hören.

Licht am Ende des Tunnels

Denn gerade von ihm her, dem Licht der Welt, kommt das Licht des Lebens, das er an die an ihn glaubenden Menschen weitergibt. Sie selbst sollen im Innern sein Licht empfangen, und gerade so soll ihr Leib und ihr gesamtes Leben Licht werden. Ist dies auch unsere Glaubenseinstellung?


Abschlussgebet

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Morgendliches Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all’ unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.

Oder

Abendliches Gebet um Frieden

O Gott, von Dir kommt alles heilige Verlangen, jeder gute Rat und jede gerechte Tat. Gib uns, Deinen Dienern, den Frieden, den die Welt nicht geben kann, damit unsere Herzen willig sind, Deinen Geboten zu folgen. Befreie uns von der Furcht vor unseren Feinden, damit wir unsere Tage in Ruhe und Frieden verleben können. Durch die Verdienste unseres Heilandes Jesus Christus. Amen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

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