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Das Allgemeine Gebetbuch

~ Das Gebetbuch gründet sich auf die klassische Version von 1662

Das Allgemeine Gebetbuch

Archiv des Autors: Bischof Meyer

21. Mai – Himmelfahrt

20 Mittwoch Mai 2020

Posted by Bischof Meyer in Hauskirche

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Andacht zum Himmelfahrtstag

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Die gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

Wochenspruch

Christus spricht: Und ich, wenn ich über die Erde erhöht bin, werde alle zu mir ziehen. (Joh 12,32)

Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.


Schriftteil

AT– 2 Könige 2,1-14

https://www.bibleserver.com/EU/2.K%C3%B6nige2%2C1-14

Gebet – Psalm 47

https://www.bibleserver.com/LU/Psalm47

NT – Lukas 24,44-53

https://www.bibleserver.com/EU/Lukas24%2C44-53

Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT – 2 Könige 2,1-14 – Die Entrückung Elias

Elia schlägt mit seinem Mantel auf das Wasser, und sogleich teilt es sich nach beiden Seiten, so dass Elisa und er trockenen Fußes hindurchschreiten können. Die Parallele zu Mose, der mithilfe seines Stabes das Meer teilte, ist unverkennbar. Aber damit endet die Verbindung noch nicht. Mit Elia eröffnet Gott eine neue Weise, sein Volk zu führen: durch das prophetische Wort. Dem Gesetzgeber Mose tritt nun der Prophet an die Seite.

Im Neuen Testament werden uns beide Gestalten wiederbegegnen, und zwar bei der Verklärung Jesu. Sie treten hier als Vertreter des Gesetzes und der Propheten auf, jener beiden Elemente göttlicher Offenbarung, die bis zu Johannes dem Täufer reichen. „Von da an wird das Evangelium vom Reich Gottes gepredigt.“ (Lukas 16,16) In der Verklärungsszene wird dieser Umschwung deutlich, wenn der Vater sagt: „Dies ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe; den sollt ihr hören!“ (Matthäus 17,5) Mit Jesus Christus und seiner Verkündigung beginnt eine neue Zeitrechnung, jedoch kein vollständiger Bruch mit der Vergangenheit. Der entrückte Elia weist auf Christus als die nächste Stufe der göttlichen Heilsgeschichte.


NT – Lukas 24,44-53 – Die Entrückung Jesu

„Alles muss in Erfüllung gehen, was im Gesetz des Mose, bei den Propheten und in den Psalmen über mich geschrieben steht.“ Mit diesen Worten verdeutlicht Jesu die Bindung an die alttestamentlichen Schriften, in deren Kontinuität er steht. Anschließend erteilt er seinen Jüngern den Missionsbefehl, den Auftrag zur Verkündigung des Evangeliums unter allen Völkern. Da dieser Auftrag mit menschlichen Mittel allein nicht zu bewältigen ist, verheißt Jesus seine bleibende Gegenwart durch die Ausgießung des Heiligen Geistes, wie sie wenige Tage später zum Pfingstfest geschehen sollte.

In unserer Tradition hat das Pfingstfest einen höheren Stellenwert als das Fest der Himmelfahrt Christ, weil ersteres als die Geburtsstunde der Kirche gilt. Diese Hochschätzung ist zweifellos angemessen, doch besteht eine direkte Verbindung zum vorherigen Ereignis. Wenn Pfingsten die Geburtsstunde der Kirche ist, so ist Himmelfahrt die Geburtsstunde der christlichen Mission – und ohne Mission keine Kirche!


Abschlussgebet

Tagesgebet zum Himmelfahrtstag

Allmächtiger Gott! Wir bitten Dich: Verleihe uns, die wir glauben, dass Dein eingeborener Sohn, unser Herr Jesus Christus, zum Himmel aufgefahren ist, dass auch unsere Herzen und Sinne sich dahin erheben und beständig bei ihm wohnen. Der mit Dir und dem Heiligen Geist, ein einiger Gott, lebt und regiert, jetzt und allezeit und in Ewigkeit. Amen.

Dieses Tagesgebet soll für die gesamte Festwoche gelten.

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

Johann Sebastian Bach: Die Himmelfahrt

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20. Mai – Hauskirche

20 Mittwoch Mai 2020

Posted by Bischof Meyer in Hauskirche

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Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.


Schriftteil

AT– 3. Mose /Levitikus 3

https://www.bibleserver.com/EU/3.Mose3

Gebet – Psalm 115

https://www.bibleserver.com/LU/Psalm115

NT – Markus 4,21-34

https://www.bibleserver.com/EU/Markus4%2C35-41

Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT – Levitikus 3  –  Das Heilsopfer

Das Heilsopfer (manchmal auch Dankopfer genannt) unterscheidet sich von den vorangegangenen dadurch, dass der Opfernde selbst davon isst, und zwar das gesamte Fleisch. Nur das Fett ist Gott vorbehalten und wird vollständig verbrannt. Was der moderne Leser vielleicht für eine sinnvolle Maßnahme gesunder Ernährung halten mag, ist in Wirklichkeit demütiger Verzicht – das Fett galt als der wertvollste Teil. Auch das Blut ist Gott vorbehalten, es darf nicht verzehrt werden und wird stattdessen an den Altar gesprengt. Das Verbot des Blutverzehrs hat sich, im Gegensatz zu vielen anderen alttestamentlichen Bestimmungen, bis in die Apostelgeschichte gehalten. Auf dem Apostelkonzil wird vereinbart, dass man sich von Götzenopferfleisch, Blut, Ersticktem und Unzucht fernzuhalten habe.

Blut ist ein ganz besonderer Saft, heißt es bei Goethe. Wir Christen erkennen das Blut als Quelle des Lebens an. Wo es einen Blutkreislauf gibt, da ist Leben. Als Spender allen Lebens gehört das Blut Gott allein. Deshalb schreit unschuldig vergossenes Blut zum Himmel nach Rache (Genesis 4,10), deshalb darf Blut nicht verzehrt werden.

Vor diesem Hintergrund verstehen wir erst die umwälzende Bedeutung des Opfers Jesu. Im Heiligen Abendmahl empfangen wir das Blut Christi, das für uns vergossen wurde. Durch ihn, mit ihm und in ihm erfahren wir die Versöhnung mit Gott.


NT – Markus 4,21-34– Die Stillung des Sturmes

„Ihr Kleingläubigen!“ Dieser Vorwurf Jesu an seine Jünger findet sich viele Male in den Evangelien, unter anderem in dieser Geschichte, in der die Jünger Angst vor dem Aufziehen eines heftigen Wirbelsturms haben. Interessant dabei ist, dass wir aus dem Munde Jesu den Vorwurf des Kleinglaubens weit häufiger hören als den des Unglaubens. Das mag den Umständen geschuldet sein, liegt aber vielleicht auch daran, dass unser Herr wusste, dass Kleinglaube für seine Kirche gefährlicher sein würde als Unglaube. Der Ungläubige wird sich früher oder später von der Kirche entfernen, was für den Leib zwar schmerzhaft, aber verkraftbar ist. Der Kleinglaube hingegen ist feige und bequem. Daher macht er es sich mit Vorliebe in den Gliedern des Leibes gemütlich und schwächt ihn von innen heraus.

Es ist der aufziehende Wind, der den Glauben kleinhält. Er war es damals, er ist es heute. Nur ist es heute der gesellschaftliche Gegenwind, der für die Kleingläubigkeit verantwortlich ist. Der Wunsch nach gesellschaftlicher Anerkennung lässt manchen Christen heute tiefer sinken, als es der See Genezareth je gewesen ist.

Abschlussgebet

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

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19. Mai – Hauskirche

19 Dienstag Mai 2020

Posted by Bischof Meyer in Hauskirche

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Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.


Schriftteil

AT– 3. Mose /Levitikus 2

https://www.bibleserver.com/EU/3.Mose2

Gebet – Psalm 113+114

https://www.bibleserver.com/EU/Psalm113

NT – Markus 4,21-34

https://www.bibleserver.com/EU/Markus4%2C21-34

Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT – Levitikus 2  –  Das Speisopfer

Bereits in der Erzählung von Kain und Abel wurde deutlich, dass Gott ein Brandopfer (tierisch) einem Speisopfer (pflanzlich) vorzieht. Daher ist auch in der levitischen Aufzählung das Speisopfer dem Brandopfer nachgeordnet. Dennoch nimmt Gott das Opfer wohlwollend an, sofern es frei von Sauerteig und Honig, dafür aber mit Salz versetzt ist. Was auf den ersten Blick willkürlich wirken mag, hat in Wahrheit einen tieferen Sinn. Sauerteig ist ein Zersetzungsprodukt, auch Honig kann eine Gärung erzeugen. Salz hingegen hat eine konservierende Wirkung. Deshalb haben erstere auf dem Altar Gottes keinen Platz, letzteres aber ist erwünscht.

Diese symbolische Bedeutung können wir Christen jenseits der Opferpraxis übernehmen. Aus der Sphäre des Heiligen ist alles, was Zersetzung oder Fäulnis mit sich bringt, fernzuhalten. Stattdessen sollten wir uns im Prozess der Heiligung stets an dem orientieren, was Bestand hat und uns stabil in Gottes Gegenwart hält.


NT – Markus 4,21-34 – Das Gleichnis vom Wachsen der Saat

Immer wieder vergleicht unser Herr das Gottesreich mit einem Samen, der in die Erde gepflanzt ist. Nichts kann sich aus ihm entwickeln, was nicht bereits in ihm angelegt wäre. Wir dürfen und sollen diese Saat in ihrer Entwicklung pflegen und begleiten. Aber der Griff zur Sichel steht uns nicht zu.

„Die Zeiten ändern sich, also muss sich auch die Kirche ändern“, lautet eine immer wieder zu hörende Forderung. Aber es ist uns nicht gestattet, der kirchlichen Lehre äußere Gewalt anzutun. Wohl darf sie sich entwickeln, die Kirche darf und soll in ihrer Erkenntnis wachsen. Aber dieses Wachstum muss organisch sein, eine natürliche Entwicklung aus sich selbst heraus. Kritiker wenden oft ein, dass etwa die Trinitätslehre eine menschliche Erfindung darstelle, da sie nicht im Neuen Testament enthalten sei, und die Ausformulierung dieser Lehre, wie sie auf den ökumenischen Konzilen beschlossen wurde, sucht man im Neuen Testament tatsächlich vergebens. Das bedeutet aber nicht, dass sie nicht darin enthalten ist. Das Neue Testament ist in erster Linie Zeugnis, Zeugnis der Offenbarung. Es enthält zwar Ansätze theologischer Reflexion, aber keine theologischen Lehrsysteme. Die Trinitätslehre stellt somit eine spätere Entwicklung dar, aber sie ist die gesunde und folgerichtige Entwicklung der neutestamentlichen Zeugnisse. Was dort über den Vater, den Sohn und den Heiligen Geist unter dem Eindruck unmittelbarer Offenbarung gesagt ist, lässt sich nur so verstehen, wie es die Väter formuliert haben. Für diese Entwicklung dürfen wir dankbar sein. Willkürliche Veränderungen der kirchlichen Lehre nach eigenem Gutdünken gilt es hingegen zu bekämpfen.

Abschlussgebet

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

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18. Mai – Hauskirche

18 Montag Mai 2020

Posted by Bischof Meyer in Hauskirche

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Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.


Schriftteil

At – Levitikus 1

https://www.bibleserver.com/EU/3.Mose1

Gebet – Psalm 112

https://www.bibleserver.com/EU/Psalm112

NT – Markus 4,1-20

https://www.bibleserver.com/EU/Markus4%2C1-20

Homilie /Anstöße zu den Lesungen

Diese Woche verfasst von Dr. Sebastian Moll – docmoll@web.de


AT – 3. Mose 1 / Levitikus 1 – Das Brandopfer

Immer wieder wird der Heiligen Schrift vorgeworfen, sie habe mit der heutigen Lebenswirklichkeit wenig zu tun. Insbesondere auf das Buch Levitikus scheint dieser Vorwurf zuzutreffen. Die kultischen Opfervorschriften, die es enthält, wirken nicht nur fremd, sondern in ihrer Detailtreue mitunter sogar ein wenig eklig.

Und doch stellt das Opfer ein grundlegendes Element des lebendigen Glaubens dar. Wenn in Vers 4 geboten wird, dass der Spender dem Opfertier die Hand auflegen solle, so bringt er damit eine enge Verbindung zwischen sich und dem Tier zum Ausdruck. Er opfert Gott nicht einfach irgendetwas Beliebiges, sondern gibt einen Teil seiner selbst hin. Durch das Opfer kann die zerstörte Gemeinschaft zwischen Gott und Mensch wiederhergestellt werden, die durch die Sünde zerstört beschädigt wurde. Die durchaus peniblen Vorschriften sind keine Schikane, sondern sollen gewährleisten, dass Gott das Opfer als „lieblichen Geruch“ (Vers 9) empfindet und somit annimmt. 

Wir Christen schauen auf das Lamm Gottes, das der Welt Sünde trägt. Im Kreuzestod Christi erkennen wir das letztgültige und vollständige Opfer. Aus diesem Grund haben wir die alttestamentliche Praxis des Tieropfers abgeschafft. Daher können wir es uns sparen, die hierfür dargelegten Regeln zu verinnerlichen. Sehr wohl aber müssen wir uns wieder in den Geist des Opfers und des Opfertodes hineinfinden. Immer mehr verbreitet sich die Vorstellung, der Sühnetod Christ sei ein veraltetes Konstrukt, von dem es sich zu verabschieden gelte. Keineswegs! Veraltet ist lediglich das rituelle Tieropfer. Das Opfer Jesu ist und bleibt das Zentrum des christlichen Glaubens.


NT – Markus 4,1-20 – Das Gleichnis vom Sämann

Was bei dem berühmten Gleichnis vom Sämann sofort auffällt, ist die ausführliche Betonung des Misserfolgs der Wortverkündigung. Dem einen Fall, in dem das Wort auf fruchtbaren Boden fällt und gedeiht, stehen gleich drei Szenarien des Scheiterns gegenüber. Sonderlich ermutigend wirkt das auf einen Prediger nicht. Andererseits steht diesen Misserfolgen eine schier unendlich reiche Ernte entgegen, für es sich zu arbeiten lohnt.

Aber auch die Hörer des Wortes sollten sich nicht entmutigen lassen. Zwar könnte man das Gleichnis so verstehen, dass Erfolg und Misserfolg gleichsam vorherbestimmt sind, je nachdem, zu welcher Sorte ‚Boden‘ man gehört. Doch nicht umsonst endet das Gleichnis mit der eindringlichen Mahnung: „Wer Ohren hat zu hören, der höre!“

Jesus nimmt seine Hörer in die Pflicht. Angst, Sorgen oder Gier können das gedeihliche Wachsen des gesäten Wortes behindern, aber sie müssen es nicht. Vielmehr müssen sie täglich aufs Neue überwunden werden.

Abschlussgebet

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

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17. Mai – Zoomkirche

17 Sonntag Mai 2020

Posted by Bischof Meyer in Allgemein, Hauskirche

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Predigt vom 17. Mai – Ausschnitt aus dem Zoom Gottesdienst, geleitet von Diakon Jared Wensyel, Frankfurt

Liturgie hier auf Zoom nach „Das Allgemeine Gebetbuch“ Seite 99 – Lieder zum Mitsingen Zuhause.

Die betende Gemeinde und mein persönliches Gebet

Lukas 11,5-13

Am heutigen 5. Sonntag nach Ostern, Rogate, wird das Thema – die betende Kirche in dem Mittelpunkt gestellt. Für die Kirche Christi weltweit und für unser persönliches geistliches Leben ist das Gebet, die Kommunikation zwischen mir und Gott sehr wichtig.

Über das Gebet allgemein

Für die Kirche und Ortsgemeinde gilt diese vierfache Priorität nach Apg. 2,42. Die Urkirche hielt sich mit ihren Mitgliedern beständig an vier apostolischen Prinzipien.

1. Die Belehrung / Verkündigung durch die Schrift, 2. An die einander helfende diakonische Gemeinschaft, 3. die wöchentlicher Mahlfeier und 4. spezielle Gebete Jesu und die der Schrift. Für das persönliche Glaubensleben nehmen wir aus diese vier Prinzipien heute zwei heraus und konzentrieren uns auf nur eines, das Vierte.

Zwei Prinzipien für das geistliche Leben

a.Die tägliche Schriftlese:

Wichtig vor allem ist täglich, regelmäßige und geordnete Lese durch die Heilige Schrift. Dadurch lernen wir den Willen Gottes unser Leben besser kennen. Das ist unsere persönliche Belehrung durch Gott: Unter der Belehrung der Apostel bleiben, das Prinzip 1.

b. Das tägliche Gebet. (Prinzip 4 der Kirche)

Auf dieses Gebetsprinzip (auch Vaterunser genannt), das für die Kirche Christi gesamt und für unser persönliches Leben bestimmt ist, möchte ich heute Morgen weiter eingehen.

In der Einleitung zu unserem Text, Lukas 11, 1-4 antwortet Jesus seinen Jüngern und gibt ihnen Worte und die Prinzipien für ein biblisches Gebet. Die Anrede an den Vater, die fünf regelmäßigen notwendigen Fürbitten und eine herrliche Verehrung zum Abschluss an den Vater im Himmel gerichtet.

In den Versen 5-13 folgte Jesus dieser Gebetsanweisung und benutzt eine Alltagsgeschichte von damals Gleichnis, um für unsere persönlichen Gebete ein Gebetsprinzip zu erklären.

Dabei geht es um die Notwendigkeit des Gebets. Es muss erstens beständig, beharrlich und ausdauernd sein. Zweitens muss es ein vertrauensvolles Gebet sein. Beide Prinzipien: Beständigkeit und volles Vertrauen in der Kommunikation mit Gott im Gebet ist notwendig. (Dabei wollen wir nicht die zweite Seite der Medaille, unsere beständige Bibellese vergessen.

A. Zum ausdauernden Gebet

erzählt uns Jesus die Geschichte vom Freund oder Nachbarn, der abends noch besucht wird und Übernachtungsgäste bekommt. Das war damals nicht unüblich, denn man reiste lieber morgens oder nachmittags gegen Abend, um der brennenden Sonne des Mittelmeeres zu entgehen. Nun treffen also solche Menschen noch verspätet ein. Gastfreundschaft steht an erster Stelle, aber Aldi und Rewe sind leider um 23 Uhr nicht mehr offen. Was tun? Gehe zum guten Freund und Nachbarn, der wird dir schon helfen. Und da entspannt sich ein Gespräch und diese Argumentation: Das geht nicht mehr. In dem Einzimmerschlafraum, auch noch die Kleinen im selben Bett, kann nicht aufstehen. Das gibt nur Unruhe, Ärger, Geschrei. Das lass mal. Und so flüstert er immer weiter vor der Tür, klopft, fragt, bittet, hört einfach nicht auf. Schließlich erhält er auch nach 23 Uhr doch noch Antwort und materielle Hilfe auf sein beständiges hoffnungsvolles Bitten und Bedrängen.

Anwendung

Jesus will uns damit deutlich fragen, ob wir es wirklich ernst meinen in unserem Gebet, ob wir beständig, beharrlich und auch eindringlich sind, wenn wir beten. Ja, wir beten, aber vielleicht wiederholen wir nur einige Fakten, die uns in den Kopf kommen, erzählen Gott oder anderen, die zuhören, einige Ideen oder Vorschläge. Wollen wir uns darin prüfen. Klopfen wir bei Gott an, wenn wir etwas Nötiges brauchen? Bringen wir unser Notwendiges zum Leben – psychisch, körperlich, familiär, kräftemäßig vor ihn? Beobachten wir neben den Alltagsnotwendigkeiten auch darauf, worum ich zielgerichtet bitten sollen?

Nämlich, nicht nur an erster Stelle um meine und unsere persönlichen Notwendigkeiten, sondern um den Heiligen Geist. Er ist das A und das O für unser Gebet, ob es nach unserer Ernstlichkeit und Beharrlichkeit auch erhört wird. Intensives und beharrliches Bitten, Suchen und Klopfen ist unbedingt notwendig, aber ohne Begleitung, vom Anfang bis zum Ende, geleitet durch den Heiligen Geist, ist jedes Gebet mühsam und schließlich nutzlos. Wenn dieses Gebet nur mit positivem Denken und Selbstermutigung einhergeht, kann es Gott nicht erhören.

Denn mit solch einer Lebenseinstellung müssen diese Menschen erst die Wirkung des Heiligen Geistes erfahren, echte Buße vom Egoismus zu erleben, an Christus allein zu glauben und liebe, und so das Glück in dieser und zukünftigen Welt zu erleben. Alle diese darauf erfolgenden Segnungen will uns Gott durch das Wirken des Heiligen Geistes geben, irdische und himmlische. Deshalb werden auch die Kirche und Gemeinde Christi und ich selbst, kurz vor Himmelfahrt und Pfingsten, auf das Warten und das Empfangen des Heiligen Geistes hingewiesen.

B) Zum vertrauensvollen Gebet

Beschenkt werden wir aber vom Himmlischen Vater doch nur, wenn wir mit der richten Einstellung zu ihm kommen. Es geht um das Vertrauen wie Kinder zu den Eltern: Wir wollen ihn beständig fragen + um Antworten von ihm zu bekommen. Wir wollen beständig unseren Vater suchen, +um vom ihm zu bekommen, was noch in unserem Leben fehlt. Wir wollen bei unserem Vater anklopfen, + um hereingelassen zu werden, +um an der innigen Gemeinschaft unserer Eltern, der Dreieinigkeit teilhaben zu können.

Und unser Vater im Himmel wird antworten. Es ist ihm eine Ehre, wie jedem Elternteil, wenn ein Kind immer wieder kommt und fragt, und fragt und lernt und dankbar es annimmt.

Gott wird geehrt, wenn wir im kindlichen Glauben zu ihm kommen und von ihm etwas erwarten, was wir benötigen. Wir werden es dann erhalten, vielleicht nicht sofort, aber zu seiner Zeit.

Durch unsere vertrauensvollen und kindlichen Bitten werden unsere notwendigen Bedürfnisse des Lebens an Gott gerichtet. Und das ist der Vorteil eines solchen Glaubensgebetes für uns.: Unser Herz wird in Gott beruhigt und gefestigt. Amen.

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16. Mai – Hauskirche

16 Samstag Mai 2020

Posted by Bischof Meyer in Allgemein

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Familien- oder Hausandacht am Abend

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.


Schriftteil

At – Exodus 39

https://www.bibleserver.com/EU/2.Mose39

Gebet – Psalm 109,21-31

https://www.bibleserver.com/EU/Psalm109%2C21-31

NT – Markus 3,20-30

https://www.bibleserver.com/EU/Markus1%3C20-31

Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT – Ex. 39 – Einweihung des Heiligtums und Einkleidung des Personals.

Matthew Henry, (1662-1714) schreibt hierzu in seinem bekannten Kommentar:

Die Gewänder der Priester – Vers 1-31

Die Gewänder der Priester waren reich und prächtig ausgestattet. Die alte Kirche, damals noch in ihren Kinderschuhen, wurde durch Schatten (Abbilder) der noch kommenden guten Dinge gelehrt. Doch die Substanz von diesem allem entfaltet sich in Christus und durch die Gnade seines Evangeliums. Christus ist unser großer Hohepriester. Als er das Werk unserer Erlösung übernahm, zog er die Kleidung des Dienstes an, stellte sich mit den Gaben und Gnaden des Geistes auf, umgürtete sich mit der Entschlossenheit, das Anliegen und Werk Gottes in Gang zu bringen. Christus übernahm die Verantwortung für das gesamte geistige Israel Gottes. Er legte das neue Israel nahe an sein Herz, gravierte es in seine Handflächen und präsentierte es dann seinem Vater. Und er krönte sich mit Heiligkeit gegenüber Gott, seinem Vater. (Vorn auf dem Stirnband des Hohenpriester stand in Gold geschrieben „kadosh-heilig“ -hinten „-JAHWE“-dem HERRN).

Hoherpriester: Exodus 28 links, Priester: Exodus 29 – weiß, rechts

Er weihte sein ganzes Schaffen zur Ehre seines Vaters und dessen Heiligkeit. Die wahren Gläubigen sind auch geistliche Priester. Das saubere Leinen, mit dem alle ihre Dienstkleidung hergestellt werden muss, ist die Gerechtigkeit der Heiligen, Offenbarung 19,8

Hinweis: Die biblisch begründete Kleidung eines Priesters oder Hirten heute steht nicht im Gegensatz zum Neuen Testament, sondern dient dazu ihn in seinem Amt und seiner geistlichen Position in der Öffentlichkeit und der Gemeinde zu erkennen und seinen göttlichen Anweisungen zu folgen.

 Vs. 32-43. Das Bundeszelt oder Tabernakel

war eine Art Sinnbild von Jesus Christus. Wie der Höchste sichtbar im Heiligtum wohnte, sogar hier auf der Bundeslade (sichtbar durch die sich berührenden Engel), so wohnte er in der menschlichen „Natur und in der Stiftshütte“ seines lieben Sohnes leibhaftig. (Jesus tabernakelte, wohnte oder wörlicher: zeltete [ἐσκήνωσεν] unter uns: Joh 1,14). In Christus wohnte (κατ-οικεῖ) auch die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig, Kolosser 2,9. Das Tabernakel ist ein Symbol für jeden echten Christen. In der Seele eines jeden wahren Nachfolgers unseres Erlösers wohnt der Vater (mit seinem Willen und seiner Gegenwart). Der Vater ist der Gegenstand seiner Anbetung und der Urheber seines Segens. Die Stiftshütte ist außerdem ein typisches Beispiel (Schatten im AT) für die Kirche des Erlösers (Wirklichkeit im NT). Die gemeinsten und mächtigsten Menschen werden gleichermaßen vom Vater geliebt, solche, die ihren Glauben aufrichtig an Christus ausüben. Die Stiftshütte war eine Art Wahrzeichen für den himmlischen Tempels in Offenbarung 21,2.

Und ich sah die Heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabkommen, bereitet wie eine geschmückte Braut für ihren Mann. 3 Und ich hörte eine große Stimme von dem Thron her, die sprach: Siehe da, die Hütte Gottes bei den Menschen! Und er wird bei ihnen wohnen, und sie werden sein Volk sein und er selbst, Gott mit ihnen, wird ihr Gott sein; 4 und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen.


NT – Markus 3,20-30 – Widerstand im Missionsdienst durch Angehörige und Religionsgemeinschaften

Die neue Mission erfährt gleich zu Beginn unbekannte Stresssituationen sowie Unverständnis und Ablehnung. Dies geschieht bei den ersten Massenversammlungen mit den Zwölfen durch Jesu nächste Verwandtschaft, dann gleich anschließend durch eine Ab-Gesandtschaft der Jerusalemer Religionsbehörde. Es geht ihnen nicht darum, dass und ob Jesus Wunder tut. Nein, aber Ihre Polemik soll ihn diskreditieren und lähmen. Da werfen sie ihm vor, mit dem Teufel im Bund zu stehen und die Wunder durch seine Hilfe zu vollbringen. Jesu Bildvergleich stellt gleich den Widerspruch ihrer Aussage heraus. Er sagt, dass durch sein vollmächtiges Wirken (das seine Apostel für ihren zukünftigen Dienst hier sehen), der Teufel mit seinen Dämonen durch ihn entmachtet wurden. Was aber ist dann die Sünde wider den Heiligen Geist? Wer behauptet, das Jesus mit dem Teufel im Pakt steht, d.h. dass Jesu Wunder vom Teufel stammen, der hat die nicht zu vergebende Sünde wider den Heiligen Geist getan.

Da Jesus nicht mehr hier auf der Erde ist, kann diese Art Sünde eigentlich nicht mehr begangen werden

Auch neue Mitarbeiter in Mission und Gemeinde müssen damit rechnen, dass die eigene Verwandtschaft oder sogar christlichen Gemeinden oder Organisationen sich in die vollmächtige Evangeliumsverkündigung einmischen, um gleich zu Beginn zu stören oder neidisch diese zum Erliegen zu bringen.

Abschlussgebet

Abendliches Gebet um Frieden

O Gott, von Dir kommt alles heilige Verlangen, jeder gute Rat und jede gerechte Tat. Gib uns, Deinen Dienern, den Frieden, den die Welt nicht geben kann, damit unsere Herzen willig sind, Deinen Geboten zu folgen. Befreie uns von der Furcht vor unseren Feinden, damit wir unsere Tage in Ruhe und Frieden verleben können. Durch die Verdienste unseres Heilandes Jesus Christus. Amen.

Abendliches Gebet um Schutz

Wir bitten Dich, o Herr: erleuchte unsre Finsternis und beschütze uns durch Deine große Barmherzigkeit vor allen Gefahren dieser Nacht, um der Liebe willen Deines einzigen Sohnes, unseres Erlösers, Jesus Christus. Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

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15. Mai – Hauskirche

15 Freitag Mai 2020

Posted by Bischof Meyer in Hauskirche

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Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.


Schriftteil

At – Exodus 38

https://www.bibleserver.com/EU/2.Mose38

Gebet – Psalm 109,1-20

https://www.bibleserver.com/EU/Psalm109%2C1-20

NT – Markus 3,13-19

https://www.bibleserver.com/EU/Markus1%3C13-19

Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT – Ex. 38 – Das irdische Heiligtum mit seiner himmlischen Bedeutung.

V 1-7. Dieses Kapitel beschreibt die Ausführung des Vorhofes, der in Kapitel 27 bereits beschrieben wurde in gleicher Reihenfolge. (Einzelheiten bitte noch einmal dort nachlesen). Anstelle des Öls wird der Wert aller Materialien zum Schluss aufgezählt. Anstatt gleich mit dem abgegrenzten Vorhof zu beginnen, wird zuerst der Brandopferaltar und das kupferne Reinigungsbecken in den Mittelpunkt gestellt.

Das erste, was das zur Anbetung kommende Volk im Vorhof des Heiligtums sah, war ein kunstvoller bronzener Altar – 2,5 x 2,5 im Quadrat und 1,5 Meter hoch. Die Einstellung des Anbetenden ist auf das Opfer und den Opfervorgang gerichtet. In der Mitte befand sich ein Metallnetz, in dem das schuldlose Opfer, das sein Leben lassen musste, für Gott dargebracht und verbrannt wurde.

Dieser Altar war bereits ein Urbild auf Christus, der stellvertretend für unsere Sünden starb, um uns mit Gott zu versöhnen.

V 8. Das Becken aus Kupfer – oder das Waschfass bzw. das Meer. (Offb 15,2). Als nächstes sieht der Anbetende das kupferne Waschbecken. Das Material stammt von den mit dienenden Frauen, die eine Unmenge von Kupferspiel für dieses Riesenbecken gespendet hatten. Zusammengefügt soll es einen Durchmesser von 5 m, eine Tiefe von 2,5 m gehabt haben. Es fasste ca. 40-70 m3 Wasser.

Dieses Wasser diente besonders den Priester, Leviten und Helfern zur Reinigung bevor sie den Dienst im Heiligtum begannen. Alle Leviten und Priester wurden bei ihrer Weihe zum Dienst hier gewaschen (oder getauft). Mose wusch Aaron und seine Söhne mit Wasser vor ihrer Einsetzung 3Mo/Lev 8,6). Auch Johannes der Täufer wurde als Priester so gewaschen und benutzte deshalb den gleichen Ritus, um Jesus ähnlich im Jordan zu taufen. Die fortgesetzte Waschung oder Reinigung des Gläubigen ist weiterhin notwendig. Im Neuen Testament wäscht Jesus den Jüngern mit einer größeren Schüssel (als Abbild auf dieses Originalbecken) jedoch nur die Füße zur täglichen Reinigung. Für den Christen, der durch das Opfer Christi und durch die Taufe gereinigt und mit Sündenvergebung Zugang zum Heiligtum und zur Gegenwart Gottes erhalten hat, gilt die Verheißung und der Auftrag: und die den Sieg behalten hatten … standen an dem gläsernen Meer und trugen Gottes Harfen (Offb 15,2)

V 9-20 Der abgegrenzte Vorhof. Alle die hier aufgezählten Teile haben wichtige Bedeutungen, können aber hier nicht eingehend betrachtet werden. Wie Hebr. 9, 1 sagt: Es hatte zwar auch der erste Bund seine Satzungen für den Gottesdienst und sein irdisches Heiligtum, beinhaltet dies folgerichtig auch: So hat auch der neutestamentliche Gottesdienst biblische Satzungen und entsprechend ein äußeres heiliges Gotteshaus.

Wichtig ist, dass die Kirche Gottes nach außen, zur Welt, sich abgrenzt und durch Standpunkte und Reinheit innerlich geschützt bleibt. Weder Weltsünde noch Weltideologien sollen die Bedeutung des Heiligtums, seiner Werte und Botschaft verändern.

Für die jüdische und christliche Kirche gilt auch. Die Vorhänge der Abgrenzung waren schon immer beweglich und auswechselbar. Der Vorhof konnte abgebaut, erweitert und auch wieder woanders aufgebaut werden. Damit kann der  V o r p l a t z  der „Kirche“ – nicht aber ihr Innerstes – erweitert oder verändert werden. Er kann angepasst und zum Ort der Heidenmission werden. Der Vorplatz ist für Kirchenferne mit Evangelisation, das Heilige und Allerheiligste bleibt jedoch unverändert für Christen zur Anbetung und Gottesdienst.

V 21 – 31 Die Aufwendungen und Wertschätzung des Heiligtums

Zum Schluss wird der gesamte finanzielle Wert des Heiligtums hervorgehoben, der freiwillig durch das Volk gebracht und durch eine Personensteuer der wehrfähigen 603 550 Männer zusammenkam.

Der Umfang des gespendeten Wertes nach damaligem Gewicht entsprach etwa 1100 kg Gold und 3700 kg Silber (s.d. Ex 38,26 -Das entspricht bei einem halben Silberschekel in etwa die der Steuer von 605.000 wehrtüchtigen Männern). Zusätzlich zählt man noch 2750 kg Bronze. Dazu kamen alle aufgezählten wertvollen Materialien (14 werden hier speziell genannt), die Geräte und Stoffe. Würde man dann noch alle freiwilligen Arbeiten der offiziellen und inoffiziellen Werkmeister, Künstler und vielen Frauen während des einen Jahres der Herstellung in Betracht ziehen, würde dies ein unvorstellbarer Millionenbetrag ergeben.

Wir erkennen an diesem ungeheuren Wert auf welchen Grund das Heiligtum, die Kirche Gottes, gestellt ist. Wollen wir durch die einzige Tür in diesen wertvollen VORHOF gehen, dort Jesus, das Lamm, auf dem Altar als unser stellvertretendes Opfer erkennnen, und dann den Weg zum Waschbecken, zur Reinigung und zum Dienst einschlagen? Von hier aus wollen wir uns als Priester in das HEILIGE begeben, dort nach Vorschrift dienen und durch den jetzt geöffneten Vorhang in das ALLERHEILIGSTE blicken, um einen direkten Zugang zum Gnadenthron Gottes zu erhalten. Von dort her wollen wir seine Stimme hören und Seinen Willen (Gebote) erkennen, Seine Speise (Manna/Herrenmahl) essen, Seine Leitung (Aarons- Stab) für seine Kirche annehmen.


NT – Markus 3,13-19 – Mission: Menschen zu Multiplikatoren

Jesus sucht sich seinen Berg für einen Neuanfang mit dem Volk Gottes aus. Dieser steht im Kontrast zum Berg des Alten Bundes, dem Sinai. Er will nun für sein neues 12-Stämmevolk, für seine Bundesgemeinde, 12 Apostel als seine Gesandten wählen. Diese Erwählung geschieht souverän und aus Gnade. Er wählt sich aus der allgemeinen Jüngergruppe die aus, die er als Grundlage seiner Kyriake, seiner Kirche, die allein dem Herrn gehörig ist, haben möchte. Auffallend ist hier, dass Markus den Simon zuerst erwähnt und ihn von hier an Petrus nennt. (Ihm hatte er lange Zeit als Dolmetscher und Sprecher gedient). Danach folgen pärchenweise die Namen der anderen Apostel, abnehmend mit der Qualität, am Ende dann Judas, der Verräter. Damit hat Markus bereits auf das Ende seines Evangeliums hingewiesen.

Die Formung der Apostel soll nun durch eine intensive geistliche Ausbildung – (on the Job Training) – durch Lernen in der Praxis von Jesus geschehen.  1. Sie sollten bei ihm bleiben – und das für drei Jahre in intensiver Gemeinschaft. 2. Das Ziel ist, sie auszusenden selbständig zu predigen – ähnlich wie und mit der Botschaft, die ihr Meister verkündigte. 3. Dieses sollte mit Vollmacht so unterstützt werden, dass sie böse Geister austreiben und auch Kranke heilen können.

Möge auch Jesus heute mehr und mehr solche Menschen aussenden, die mit ihm waren, die von Ihm die rechte, vollmächtige Verkündigung gelernt haben. Mögen sie das wahre Evangelium predigen, damit durch dieses Verkündigungs-Werkzeug gesegnete Wirkungen in heutiger Missions- und Gemeindearbeit entstehen.

Abschlussgebet

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

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14. Mai – Hauskirche

14 Donnerstag Mai 2020

Posted by Bischof Meyer in Hauskirche

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Schlagwörter

Dienen im Stress, Leiterschaft Gottes, Speise Gottes, Symbole und Wirklichkeit, Wille Gottes, Zentrum Gottesdienst

Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.


Schriftteil

At – Exodus 37

https://www.bibleserver.com/EU/2.Mose37

Gebet – Psalm 108

https://www.bibleserver.com/LUT/Psalm108

NT – Markus 3,7-12

https://www.bibleserver.com/EU/Markus1%3C7-12

Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT – Ex. 37 – Der Zugang zum Heiligen und Allerheiligsten, damals und heute.

Überblick aus der Mitte der Bautätigkeit

Die Kapitel 35-40 beschreiben den eigentlichen Aufbau der Bundeszeltes (Stiftshütte) bis zur Einweihung und Übergabe zum Dienst an die Priester.

Die Herstellung des Heiligtums begann mit dem Hinweis über die Sabbatruhe, setzte sich fort über die Sammlung des Volkes für den Bau und der Berufung der Baufachleute und ihrer künstlerischen Mannschaft (35). Nach der Beschreibung der Größe wird das Bundeszelt gebaut (36). Anschließend geht es um die Ausstattung des Allerheiligsten im hinteren Drittel, und zwar um das Zentrale, die Bundeslade (37). Danach wird im Heiligen Ort, der zweidrittel des Zeltraumes umfasst, der Räucheraltar, der Schaubrottisch und der siebenarmige goldene Leuchter mit dort aufbewahrten heiligen Mitteln – Salböl und Räucherwerk beschrieben. Danach werden wir vom Inneren des Bundeszeltes in den öffentlichen Vorhof mit allen Geräten, die dort aufgestellt werden, geführt. Der gesamte finanzielle Wert des Heiligtums wird nun festgestellt (38). Zum Schluss wird unser Blick auf das Personal, dass dort dienen soll, und deren Ausstattung gerichtet. Es werden auch die priesterlichen Gewänder und zu tragenden bedeutungsvollen Gegenstände hergestellt. Zum Schluss prüft Mose die Arbeiten und bestätigt, das alles nach der Vorschrift Gottes gebaut wurde (39). Exodus schließt ab mit der Einweihung des Heiligtums und dem Bekenntnis Gottes, dass er dort gegenwärtig sein will (40).

Ein Bild, das drinnen, Tisch, sitzend, Zähler enthält.

Automatisch generierte Beschreibung
links: Das Heilige – Priesterwohnung rechts: Das Allerheiligste – Gotteswohnung

Heute nun ein etwas längerer Blick in das Allerheiligste (V 1-7), dann in das Heilige des Bundeszeltes (V 10-26). Beide Räume sind durch einen kräftig gewebten Teppich (Vorhang) voneinander getrennt.

Über die Bedeutung der zentralen Bedeutung des Allerheiligsten wird später, aber noch eingehender im Neuen Testament gesprochen. Es geht hier um die innigste Gegenwart Gottes, die durch die zwei Engel auf der Bundeslade symbolisiert werden.  Das Reden Gottes geschieht von den Engeln her, die auf dem goldenen Gnadendeckel stehen und auf die beiden Steintafeln der 10 Worte Gottes schauen. Diese lagen im Inneren des Bundeslade (-Kasten). Weiter wurde dort auch ein Gefäß mit dem Wüstenbrot (Mana) als Erinnerung aufbewahrt, sowie der Führungsstab Levis (Moses / Aarons), der Früchte trug. Von diesem Zentrum der symbolischen Gegenwart Gottes her wollte JAHWE gehört werden und das Volk leiten. Es war eine gnädige Gegenwart Gottes, denn die beiden Engel standen auf der goldenen Sühneplatte, auf die der Hohepriester jährlich das Blut zur Sühne für das Bundesvolk sprengte. Die Engel schauten auf die unter dem Sühnedeckel liegenden 10 Worte (Gebote) mit dem Willen Gottes. Aus Gnade und Dankbarkeit sollte das Volk nach diesen leben. Weiterhin befanden sich neben dem „Wort Gottes“ auch das „Brot Gottes“ (das himmlische Manna) in diesem Stiftskasten. Das sollte auf das lebendige Brot, auf Jesus Christ, hinweisen. Von Ihm sollten sie auch in Zukunft essen, was ein Hinweis auf das Mahl des Herrn, das Brot vom Himmel, gibt. Das Wort und das Brot sind täglich bedeutend für das Volk Gottes. Wort und Brot – Verkündigung und Eucharistie/Abendmahl – sind die wichtigen beiden zentralen Elemente (Sakramente/Geheimnisse) für das Volk Gottes unter der gnädigen und goldenen Schutzplatte Gottes.

Auch heute sollte in jeder biblischen kunstvollen Bundesversammlung Gottes das Symbol der göttlich eingesetzten Leiterschaft nicht missachtet werden. In der Bundeslade befand sich außerdem der grünende Stab Aarons. (4Mo/Lev 17).

Dieser Leitungsstab spricht sich gegen jede gemeindliche und kirchliche Leitung von unten aus. Weder die übrigen 11 Stämme oder die Schwester Moses, Miriam, noch ein empörtes Volk sollte die Kirche Gottes leiten. Entfaltung (bene esse) geschieht durch Mose als Leiter und die eingesetzten Priester / Älteste. Sie erstreckt sich bis zum NT gemäß 1 Tim 3 und Titus 1. – Timotheus und Titus handeln dort als Bischöfe, die die Aufsicht wahrnahmen. Diese, von apostolischen Leitern eingesetzten geistlichen Leiter, setzten die ursprüngliche „Stabtradition“ als bischöfliche Leitung im NT fort. Sie wachten über die neue Bundesversammlung Christi mit dem gnädigen Evangelium und leiteten sie mit Wort und Brot – durch Wort und Sakrament. Sie wachen über und leiteten durch Verkündigung und das Herrenmahl. Der Leitungsstab Moses steht immer noch für die Stammesleitung des neutestamentlichen priesterlichen Gottesvolkes.

V 10-16 Hier wird der Tisch mit den 12 Schaubroten und Speisegeräte als gottesdienstliches Möbelstück vorgestellt (1,0 x 0,5x 0,80).

Wir werden auch später noch darauf genauer eingehen. Wenn Jesus in der Offenbarung spricht, siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an, dann meint er damit zuerst den heiligen Vorraum (5×10 Meter) vor dem Allerheiligsten. (Er kommt als Hohepriester und will mit den hier versammelten Priestergruppe, die gerade wechselt, das Mahl halten. Jeweils bei der Übergabe an eine neue Dienstgruppe wurden die vorhandenen (12-Stämme)-Brote von allen gegessen. Dies ist ein Hinweis auf die priesterliche Aufgabe, sich um die geistliche Versorgung der 12 Stämme zu sorgen.

V 17- 14 Hier wird der goldene siebenarmige Leuchter, das Wahrzeichen Israels, dargestellt, der auf der gegenüberliegenden Seite des Schaubrottisches stand. Dieser war aus 37,5 kg Gold hergestellt. Er sollte, gespeist durch heiliges Öl, vom Morgen bis zum Abend in diesem Priesterversammlungsraum brennen und die Priester in ihrem Dienst erleuchten. Dies spricht davon, dass die Diener Gottes, besonders durch den Heiligen Geist (Öl) erleuchtet werden sollen, wenn sie die Anliegen des Volkes Gottes vor den Thron Gottes bringen.

Die Erleuchtung und Leitung durch Gottes Geist ist für jeden geistlichen Leiter in seinem Dienst unbedingt notwendig.


V 15 Der goldene Räucheraltar (1m x 0,50; Höhe 0,80) zählte zwar zum Allerheiligsten, stand direkt vor dem Vorhang, aber noch im Heiligen, dem Priesterraum.

Dadurch wird hingewiesen, dass der damalige Priester nicht den direkten Zugang zur Gegenwart Gottes hatte. Nur der Hohepriester ging einmal im Jahr in das Allerheiligste. Das Rauchopfer, das hier täglich gebracht wurde, symbolisiert die Gebete der Priester und der Heiligen, die als liebliches Aroma – das was Gott sich wünscht und Ihn erfreut – vor Ihn gebracht werden.

Das Gebet, das Nahebringen der Menschen und ihrer Anliegen vor Gott, ist neben der Auslegung der Heiligen Schrift die Hauptaufgabe eines Priesters und Presbyters (Ältester) im Alten und Neuen Testament. Dadurch sollen sie Vorbild für alle Gläubigen sein, die durch Jesus (den Vorhang seines Leibes) jetzt persönlichen Zugang zum Allerheiligsten haben und die Stimme Gottes hören können.


NT – Markus 3,7-12 – Im stressigen Dienst wird der Gottessohn bekannt

Nach der Sabbatkontroverse mit den Pharisäern zieht sich Jesus zurück an den See Genezareth. Er sammelt dort seine Reichsgottesgemeinde nicht aus Menschen vom religiösen Jerusalem, sondern aus dem halbheidnischen Galiläa. Selbst vom südlichen Jerusalem bis zum nördlichen Phönizien reisen sie an. Scheinbar fiel die Menge der Kranken, Geplagten und dämonisch Besessenen nur so über ihn her. Er musste unter großem Stress gestanden haben, weil er ein Boot zum Rückzug aus der Menge bestellte. Diese übergroße Dienstbelastung leitet auch den Übergang, vom See zum Berg, zum Rückzug, Neuorientierung und zur Jüngerberufung, in den nächsten Abschnitt über. Doch zuvor lässt Markus noch einmal seine These – hier eher positiv – durch viele dämonisch Kranke bestätigen: „Du bist Gottes Sohn!“

Neuorientierung und wichtige Entscheidungen. Lassen wir uns im Gebet durch Geist Gottes in stressigen Lebenssituationen zeigen, eine Entscheidung für eine Neuorientierung zu treffen? Ist ein Ortswechsel wichtig, ist ein Rückzug aus der Menge der Menschen oder der Arbeitsbelastung notwendig? Ist es an der Zeit, Nachfolger zu suchen, zu schulen und sie mit in eine bestimmte Arbeit oder Dienst einzuführen?

Abschlussgebet

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

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13. Mai – Hauskirche

13 Mittwoch Mai 2020

Posted by Bischof Meyer in Hauskirche

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Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.


Schriftteil

At – Exodus 36

https://www.bibleserver.com/EU/2.Mose36

Gebet – Psalm 107,33-43

https://www.bibleserver.com/LUT/Psalm107%2C33-43

NT – Markus 2,23-3,6

https://www.bibleserver.com/EU/Markus2%2C23-28

Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT – Ex. 36 – Weise und befähigte Diener für kunstvollen Gottesdienst. – Eifriges Volk unterstützt mit reichlichen Gaben den Bau und die Inneneinrichtung

Bereits in Kapitel 28,2+3; 31,1-6 unterweist Gott Mose mit welchen Menschen er eine kunstvolle Anbetungsstätte bauen soll.

K. 35,30-36,7 Hier kommt diese Berufung zum Abschluss und zur Einsetzung der Männer. Mose hatte nach der Anordnung Gottes sich nach Männern umgesehen, die Leiter in ihrem Kunsthandwerk waren und die Fähigkeit besaßen, andere in diese Kunst einzuführen und zu begleiten. Bezalel und Oholiab waren solche mit Multifähigkeiten begaben Leiter. Diese Fertigungs- und Leitungseigenschaften besaßen sie bereits vor ihrer Berufung. Wir erkennen die Stationen der göttlichen Berufung. 1. Sie waren bewährt im Leben. 2. Sie waren begabt in ihrer handarbeitenden Kunst. 3. Sie waren bereit und boten sich freiwillig zum Dienst am Heiligtum an.

Diese Männer wurden von Gott berufen und mit dem Geist Gottes erfüllt, um weise, verständig und geschickt vor allem künstlerisch alle Arbeiten für die Entstehung, Ausgestaltung und Benutzung dieser Gebetsstätte auszuführen. Mit diesem Auftrag beginnt die Berufung und auch die öffentliche Einsetzung der Verantwortlichen.

Wir schauen uns auch das eifrig unterstützende Volk an. Alle erkennen die persönliche Berufung Gottes, diese Männer aus ihrer Mitte täglich durch freiwillige Gaben zu unterstützen. Dies geschah überaus reichlich, dass dieser „Gebetshaus-Marathon“, der Aufruf zu finanzieller Unterstützung des Projektes, gestoppt werden musste. Daran erkenne wir, dass diese Laienbewegung überaus an diesem Gebetshaus interessiert war.

V 8-18 Zur Herstellung des Heiligtums vergleiche auch die Anweisung Gottes in Kapitel 26. Zwischen diesen einzelnen Anweisungen findet man nur geringfügige Unterschiede. Es soll dadurch ausgesagt werden, dass die Anweisung Gottes genauso ausgeführt wurde, wie es von Gott angeordnet wurde.

Wenn wir jedes Teil hier betrachten würden, trägt jeder Gegenstand oder Darstellung in Bedeutung und eine verborgene Botschaft in sich über Gott und seinen Plan. Dies Kunst ist nicht chaotisch oder evolutionär, sondern geordnet und kreativ gestaltet.

Damit lernen wir auch, dass Gott selbst künstlerisch tätig ist, ja künstlerisch und schöpferisch das Universum unserer Erde entworfen und gestaltet hatte. Gott lieb die Kunst, die Ihn, seinen Namen und seinen Willen besonders aus dem Alltäglichen heraushebt, die ansehens- und bestaunenswert ist. Er liebt alle Kunst, die geheimnisvoll oder verständlich auf Ihn hinweist, besonders göttliche Kunst im Gottesdienst.

Weiter lernen wir aus der Berufungsgeschichte der Künstler Gottes, dass es auch Kriterien für die Berufung in andere Dienste und Ämter des Volkes Gottes gilt (Priester, Leviten, Diener, etc.). Solche Menschen müssen 1. bewährt, 2. begabt und 3. bereit zum Dienst und Amt sein. Es gibt keine Selbstberufung fürs Reich Gottes, egal wie selbstbewusst oder begeistert eine Person ist. Alle drei Merkmale müssen geprüft und erfüllt werden, bevor eine öffentliche Berufung und anerkannte Einsetzung geschehen.

Hinweis: Zur Berufung und Dienst in der Gemeinde und Kirche: siehe Glaubensartikel 23 und 36 http://www.rekd.de/index.php?id=10


NT – Markus 2,23-3,6 -Sabbat, um wen geht es hier?

Soll der Mensch zwanghaft ruhen oder soll ihm aus der Ruhe zum Guten verholfen werden?

Wir finden zwei Abschnitte, die sich mit dem Sabbat und Jesu Auslegung und Anwendung beschäftigen. Um den Sabbat recht zu begehen, wurden von den Pharisäern viele zusätzlichen Bestimmungen erlassen, die aber auch wieder durch List umgangen wurden. Meistens geht es ihnen um verschiedene Arbeiten oder Leistungen, die sie verbieten.

Ährenraufen beim Gang durch die Felder betrifft zwei pingelige Beanstandungen: Das Abreißen der Ähren wurde von ihnen als „Mähen“, das Reiben der Körner als „Dreschen“ ausgelegt. Vielleicht sollten wir noch hinzufügen, das Kauen mit den Zähnen wird als „Mahlen“ des Getreides ausgelegt.

Bei der zweiten Begebenheit geht es um Helfen und Heilen am Sabbat. Einem Kranken am Sabbat zu helfen war verboten. Selbst wenn eine Frau ein Kind an diesem Tag gebären sollte, und sie Hilfe durch Hebammen bräuchte, verboten einige extreme Pharisäer diese Hilfe. Lieber sollte dann die Frau bei der Geburt sterben. Über unterlassene Hilfeleistung oder sogar Mordabsicht bei dieser Auslegung, machten sie sich keine Gedanken. Jesus weist durch dies Auslegung und praktische Hilfe auf seine Barmherzigkeit, sein Gutes -Tun zur Erhaltung des Lebens und auf seinen Retterwillen hin. Er beweist durch die Schrift in 1Sam 21,2-7, dass das Gesetz zum Guten des Menschen gegeben wurde. Er besitzt auch die Autorität von der Bestimmung des Ruhetags her, den Menschen Heil und Freude zu bringen, es auch so in deren Leben anzuwenden. Damit deckt Er das bösartige Verhalten und die Verstockung bei den Pharisäern und auch bei den Zuhörern seiner Botschaft auf.

Auch für den Christen gilt immer das Wort aus Jakobus 4,17: Wer nun weiß, Gutes zu tun, und tut’s nicht, dem ist’s Sünde.

Oder auch: Galater 6,10 10: Darum, solange wir noch Zeit haben, lasst uns Gutes tun an jedermann, allermeist aber an des Glaubens Genossen.

Abschlussgebete

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

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12. Mai – Hauskirche

12 Dienstag Mai 2020

Posted by Bischof Meyer in Hauskirche

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Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.


Schriftteil

At – Exodus 35

https://www.bibleserver.com/EU/2.Mose35

Gebet – Psalm 107,1-16

https://www.bibleserver.com/LUT/Psalm107%2C1-16

NT – Markus 2,18-22

https://www.bibleserver.com/EU/Markus1%2C18-22

Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT – Ex. 35 – Vorbereitungen zur Errichtung eines kunstvollen Gottesdienstes

In den Kapiteln 35-40 wird die Stiftshütte, das Bundeszelt mit allen Einzelheiten hergestellt, das Gott bereits in den Kapitel 25 – 31,18 beschrieben hatte.

V 1-3 Wir beachten die Einleitung zu diesem Thema. Das Volk Gottes wird aus seiner Arbeit geholt und soll zur Ruhe geführt werden. Aus der völligen Ruhe heraus wird die Anfertigung der Ruhestätte Gottes beschrieben. In und um diese herum soll die Anbetung Gottes geschehen.

Der Hinweis, dass am Ruhetag kein Feuer gemacht werden soll, hat nichts damit zu tun, das im Haushalt kein Essen bereitet werden darf, sondern, dass mit der Errichtung der Anbetungs- und Opferstätte das Feueropfer Israels an die Priesterschaft übergegangen ist (1 Sam 2,28). Damit geht die Opferverantwortung aus der Pflicht des Familienvaters über an die jetzt erwählte Priesterschaft. Gott wird von der Opferstätte her reden, der jeweils Opfernde soll seine Gaben von nun an zur Stiftshütte bringen und dort unter Anweisung der Priesterschaft opfern (3 Mo /Lev 1,1-3).

V 4-29 Die Aufforderung zu freiwilligen Gaben und die Benennung erfolgt nun. Wir beachten, dass jeder aufgefordert wird von seinem Besitz ein Opfer zu bringen, Männer und Frauen. Die Freiwilligkeit besteht nicht darin, zu entscheiden, ob man überhaupt etwas von seinem Besitz gibt oder nicht, sondern wie das Herz des Einzelnen bewegt wurde, je nach Umfang und Wert des eigenen Vermögens etwas Persönliches aus Dankbarkeit zu spenden. Das Herz sollte angetrieben werden, rückblickend auf die mächtige Erlösungstat Gottes beim Auszug aus Ägypten zu blicken, aber auch auf das eigene Unvermögen, ihre Halsstarrigkeit und den Ungehorsam, mit denen sie Gott in der Zwischenzeit betrübt und verletzt hatten.

Woher stammte wohl das Vermögen des Sklavenvolkes? Beim Auszug hatten sie sich von den Ägyptern silberne und goldene Geräte und Stoffe geben lassen (Ex 12,35-36). Der Umfang des gespendeten Wertes des ca. 3 Millionen-Volkes betrug nach Gewicht etwa 1000 kg Gold, 3700 kg Silber (Ex 38,26 – ein halber Schekel bei 605.000 wehrtüchtigen Männern) und 2750 kg Bronze. Dazu kamen alle die hier aufgezählten wertvollen Dinge, die Geräte und Stoffe.

Stellen wir fest: Die Errichtung des Bundeszeltes, der mitziehenden Zeltkirche, geschah auf Anweisung Gottes und war gleichzeitig eine freiwillige Laieninitiative zur Errichtung einer kunstvollen Kirche des Alten Bundesvolkes.

V 30-35 Die Beauftragung der Kunsthandwerker beginnt hier und wird weiter in Kapitel 36,1-7 beschrieben. Zusammenfassend wird dieser Abschnitt in der morgigen Lese betrachtet. Kunst und Kirche – Heiligtum und Heiliger Geist sind grundlegende Themen für einen gottgewollten Gottesdienst.

Wenn wir heute nach einem biblischen Gottesdienst fragen, finden wir hier wichtige Grundlagen: Anweisungen, Planungen, Initiativen, Herzenseinstellungen, Finanzierungsmöglichkeiten, Geist- und Talentbegabungen sowie Leitungs- und Lehrfähigkeit in der Zusammenarbeit mit allen willigen Menschen. Dies ist der Beginn einer wahren Volkskirche Gottes. Jeder Haushalt soll sich auf die Ruhe Gottes einstellen, aber zukünftig in Beziehung zur erwählten Priesterschaft freiwillige Opfer an gottesdienstlichem Ort bringen. Es wird nicht nur Wert auf einen persönlichen, sondern auch auf einen kunst- und bedeutungsvollen Gottesdienst mit den Weisungen Gottes im Zentrum gelegt.


NT – Markus 2,18-22 – Mit Jesu Kommen ist die HOCH-ZEIT angebrochen

Die kirchliche Fastenzeit von Aschermittwoch bis zur Karwoche ist zu Ende. Im Gegensatz wird bei gesetzestreuen Pharisäern jedoch am Montag und am Donnerstag gefastet. Dies tun sie in Erinnerung an den Auf- und Abstieg Moses auf den Berg Sinai, um von dort das Gesetz Gottes zu holen. Eine Aussage Jesu an anderer Stelle: Fastet nicht wie die Heuchler, bezieht sich auf solche Gruppierungen. Es gab damals auch noch andere Fasten- und Erinnerungszeiten. Die Johannesjünger fasten aus Trauer und Buße vor Gott nach ihrem Vorbild und Bußprediger Johannes. Dieses Fasten wird aber von Jesus, der jetzt die Anwesenheit und Freude des Himmelreiches verkündigt, klar abgelehnt. Denn mit ihm ist die Hoch-Zeit der Gegenwart Gottes und die Freude angebrochen. Beide Beispiele sollen dies hier bekunden. Das Neue, was Jesus jetzt gegenüber dem Alten bringt, soll die Sprengkraft seiner Botschaft und des Evangeliums ausdrücken.

Wenn wir fasten, erinnern wir uns an den Mittwoch, als Jesus verklagt wurde, und an den Freitag, als Er für uns gekreuzigt wurde? Dies wären biblische Zeiten auch für Christe zum persönlichen Fasten. Dann aber sollte am Auferstehungstag des Herrn, am Sonntag, dem ersten Tag der Woche, besonders die Freude in unserem Herzen und unserer Umgebung aufbrechen, denn die neue Zeit, die neue Woche der Auferstehung, Jesu, meines Herzens Freude, ist da.

Gebetsteil

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

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