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Das Allgemeine Gebetbuch

~ Das Gebetbuch gründet sich auf die klassische Version von 1662

Das Allgemeine Gebetbuch

Archiv des Autors: Bischof Meyer

11. Mai – Hauskirche

11 Montag Mai 2020

Posted by Bischof Meyer in Hauskirche

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Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.


Schriftteil

At – Exodus 34

https://www.bibleserver.com/EU/2.Mose34

Gebet – Psalm 106,24-36

https://www.bibleserver.com/LUT/Psalm106%2C24-36

NT – Markus 2,13-17

https://www.bibleserver.com/EU/Markus1%2C13-17

Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT – Ex. 34 – Der Gnädige zieht weiter mit dem Volk. Es erhält zum zweiten Mal die WORTE der Weisung als neuen Bund.

(Nach Abfall des Volkes von Gott, der Strafe und Buße wegen des goldenen Kalbes (Ex 32, 16-33,23) erfährt Mose eine erneute Stärkung und Zusage der Gegenwart Gottes für den Zug des Volkes in das verheißene Land der Väter. (Diese Texte wurden wegen der Lesungen des Sonntagsgottesdienstes ausgelassen).

Mose steigt hier, wie schon einmal in Kapitel 19, auf den Gottesberg Sinai. Die 10 Worte des Dekalogs aus K. 20 werden noch einmal entfaltet. Das erste Wort: „Ich bin der Herr, dein Gott. Du sollst keine anderen Götter neben mir haben,“, wird erneut wegen kürzlichem Abfall neu in den Mittelpunkt gestellt und in den Versen 6-17 erläutert. Dieser Abschnitt wird auch als „kultischer Dekalog“ bezeichnet, bei dem es um die für Gott erforderliche Verehrung geht. Dieses hat bei der zukünftigen Landeinnahme damit zu tun, dass das Volk sich nicht mit der götzendienerischen Landbevölkerung vermischt. Sie dürfen nicht den heidnischen Kult, nicht die Sitten und Gebräuche jener Völker übernehmen. (Gerade das hatten sie aber mit dem Tanz um das Abbild des goldenen Kalbes getan). Denn Religionsvermischung und Volksvermischung führt zum Bundesbruch. Der Hinweis auf das Passafest am Ende, das im neuen Kulturland nach Gottes Ordnung gefeiert werden soll, zielt auf die totale Loslösung von allen heidnischen Bräuchen der Kanaaniter und der Ägypter hin. Deshalb soll hier weder Sauerteig benutzt werden noch das Lammböckchen (wie es die Heiden aus magischen lebenserneuert Gründen tun) in der Milch seiner Mutter gekocht werden.

Der allein von Gott ausgehende Bund wird äußerlich nicht nur an einem öffentlichen Versprechen fest gemacht, sondern auch an der äußerlichen FORM der drei verpflichtenden Feste (Passah-, Wochen- Laubhütten/Erntefest) und der Verpflichtung, dass Gott auf das gesamte Leben des Volkes Anspruch hat. Denn von allem menschlichen, tierischen und pflanzlichen Leben gehört das zuerst Entstehende Leben Gott. Das Volk und jeder Einzelne ist Gottes Besitz. Der erste Teil gehört immer Gott. Dieser hoheitliche Vertrag ist ein von Gott auf das Volk auferlegter Bund, die 10 Worte zum Segen oder auch zum Fluch. Gott ist der Souverän, aber dem Volk Gottes wird, obwohl widerspenstig und versagend, gnädig eine untergeordnete Souveränität (Lehnshoheit) zugesprochen.

Der neue Bund in Jesus Christus durch Sein Blut folgt diesem Vorbild. Er bietet allen Sündern und an Christus zum Glauben Gekommenen die Vergebung der Sünden und ewiges Leben an. Es ist ein Bund in der Nachfolge des Herrn unter dem Kreuz und mit ganzer Hingabe zum Dienst. Wir unterstehen seiner Oberhoheit und Autorität, sind sein Eigentum mit allem was wir sind und haben. Dazu gehört sicherlich nach Apostelgeschichte 2,42, dass wir uns beständig unter apostolischer Belehrung, uns in eine christlich-helfende Gemeinschaft einbringen, am regelmäßigen sonntäglichen Brotbrechen (Herrenmahl) teilnehmen und die biblischen Gebete der Schrift und der Kirche Christi gemeinsam sprechen. Auch Christus fordert, dass wir unsere Begabungen und Finanzen, zuerst Gott und seiner Kirche, möglichst der Ortsgemeinde, zur Verfügung stellen.

Fragen durch Moses Vorbild angeregt: Was können wir von seinem geistlichen Leben lernen? Was für ein geistliches Leben möchtest Du mehr in Deinem Leben entwickelt sehen?

Mehr zu Suzeränität in Englisch:

https://biblicalstudies.org.uk/article_covenant.html

NT – Markus 2,13-17 – Heilung der Schwachen durch Sündenvergebung

Levi, auch bekannt als Matthäus, war ein zur unteren Kategorie der Zöllner gehörender Steuereintreiber. Dieser Beruf wurde von den Juden als verachtet und ausgestoßen angesehen, weil sie mit der römischen Regierung zusammenarbeiteten und obendrein zusätzlich Geld für diesen Dienst für sich einbehielten. Diese Zollbeamten hatten gewöhnlich keine Achtung vor dem mosaischen Gesetz. Sünde ist aber Gesetzesübertretung.

Der zentrale Auftrag Jesu, die Sündenvergebung in den Mittelpunkt seiner Verkündigung zu stellen, leuchtet hier besonders unter dieser Gruppe auf. Jesus kümmert sich wie ein Arzt um diese Menschen, die von der jüdischen Kultgemeinde verachtet wurden. Er fragt nicht nach deren Status und Würdigkeit, sondern nach ihrer Bedürftigkeit. Wenn es hier um Heilung dieser Menschen geht, dann bedeutet es zuerst, dass sie unter die vergebende Gottesherrschaft kommen und von dort aus heil und stark werden, indem sie Jesus nachfolgen. Dieses tut Levi umgehend, wird stark und gesund, wird selbst Jünger und später Apostel, trägt diese Botschaft in alle Welt (Mt 28,18-20).

Stimmt Jesu Bestimmung mit Seinem göttlichen Auftrag überein? Im Vergleich, welche Bestimmung hat mein Leben? Stimmt dies mit meinem Handeln überein? In welcher Gruppe von religiösen oder nichtreligiösen Menschen halte ich mich gewöhnlich auf? Warum pflege ich mit ihnen gerade Umgang, treffe ich mich ihnen? Sollte sich das ändern, damit ich gemäß meiner göttlichen Bestimmung lebe?

Gebetsteil

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

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9. April – Hauskirche

09 Samstag Mai 2020

Posted by Bischof Meyer in Hauskirche

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Schlagwörter

Abstand, Aussatz, Form und Inhalt, Götzendienst, Goldenes Kalb, Heilung, Mitleid

Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.


Schriftteil

At – 2. Mose / Exodus 31,1-32,16

https://www.bibleserver.com/EU/2.Mose24

Gebet – Psalm 106,24-36

https://www.bibleserver.com/LUT/Psalm106%2C24-36

NT – Markus 1,40-45

https://www.bibleserver.com/EU/Markus1%2C40-45


Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT – Ex. 31-32,16 – Zeichen des Gesetzes und des Heidentums

Die Kapitel 26 – 30 beschreiben den Plan für das irdische Heiligtum, später in Kapitel 35-40 wird diese Herstellung ausführlich behandelt. Deshalb werden wir erst dann auf sie eingehen. Heute in K. 31 geht es zunächst um die Anordnungen, das Heiligtum mitsamt Geräten, Amtskleidung und priesterlichen Gebrauchsgegenständen. diese genau nach dem Plan Gottes herzustellen, den Mose auf dem Berg Gottes gesehen hatte.

V 1-11 Jegliche Kunst hängt von der Begabung des Künstlers ab. Zwei Männer werden aus der Menge des Volkes durch Namensnennung als bedeutend für den Gottesdienst berufen. Bezalel (im Schutz Gottes) wird als Leiter und Oholiab (das Zelt ist mein Vater) als Helfer eingesetzt. Bezalel leitet die Abteilung für die künstlerisch zu gestaltende heilige Wohnung Gottes. Die genauere Geistbeschreibung für dieses Werk, die Begabungen und Kunstfertigkeiten werden in Kap. 36 dann noch später genauer beschrieben.

V 12-17 Ein Sabbat-Heiligtum ohne den Sabbat-Tag ist nutzlos. Die Ruhe und der Ruheort sind aufeinander angelegt. Deshalb wird hier die Einhaltung des Ruhetages als wesentliches Zeichen für die Erwählung Israels betont.

V 18 leitet über zu K. 32-34 und den steinernen Tafeln. Sie sind im übertragenen Sinne durch Mose als Mittler (Ex 18,15; Lu 11,20 – mit dem Finger Gottes – göttlichen Ursprungs -32,15) beschrieben worden (34,1+27+28).

Kapitel 32,1-6 Die Tafeln des Gesetzes, das Zelt des Gesetzes und der Tag des Gesetzes sind Zeichen und Ausdruck des Bundes Gottes mit Israel. Doch bevor diese Zeichen Sitz im Leben des Volkes erhielten, bricht in Abwesenheit Moses das ägyptische Heidentum im Volk wieder durch. Sie begehen eine schwere Sünde gegen das zweite Bilderverbot. Aaron, als Vertreter der Priesterschaft, häuft eine große Schuld auf sich, weil er sich dem Willen des Volkes ohne Widerstand anpasst. Nicht umsonst wird in 1Könige 12,28 dies Abbild nicht starker Stier, sondern lächerlich Kalb genannt.

7-16 Moses Fürbitte und Abstieg mit den Tafeln

Gott informiert Mose noch auf dem Berg über die Majestätsbeleidigung des Volkes an ihm. Das halsstarrige Volk, mit heidnischen Gedanken im Herzen, hat Abbilder über Jahwe-Gott entworfen und feiert seinen Götzendienst. Deshalb will Gott sie durch eine Plage vertilgen, Mose aber und dessen Nachkommen zu seinem Volk erheben. Im Gebet ringt Mose mit Gott, dass dieser doch die Väterverheißungen einhält. Schließlich erhört Gott das Gebet Moses. Dieser begib sich dann mit gewichtigem Gesetz und schweren Herzens auf den Weg ins Tal zum tanzenden Volk.

By Nicolas Poussin – http://www.cts.edu/ImageLibrary/Public_domain.cfm, Public Domain, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=475193

Die Frage nach Form und Inhalt eines Gottesdienstes.

Die äußeren Zeichen des Volkes Gottes, die Tafeln des Gesetzes, das Zelt des Gesetzes und der Tag des Gesetzes sind der äußerer Rahmen des Bundesvolkes. Rahmen und Inhalt, Form und Fülle, gehen immer zusammen. Der Inhalt hier ist Jahwe-Gott mit seinem heiligen Namen, Charakter und Willen ohne jegliche Abbilder. Das goldene Kalb jedoch ist die äußere Form, eines selbst entworfenen Abbildes nach den Wünschen und Ideen der Menschen ohne den wahren Gott.

Während die erste Form mit den drei Elementen (Tafel, Zelt und Ruhetag) von Gott entworfen wurde, damit das Volk nach diesen Kultus lebt, äußerlich und innerlich davon geprägt wird, führt die  Form eines Götzenbildes in ein Wunsch- und Triebleben, das sich orientiert an tierisch-instinktiven Elementen des Wohlfühlens und der Ausgelassenheit eines jungen Kalbes.

Sowohl modernes Heidentum als auch Christentum pflegen Kulte, die durch Inhalt und Form zusammengehalten werden. Deshalb müssen sich Christen und Kirchen immer wieder neu der Frage stellen, wieviel moderne Formen sie aus der Kunst und Ästhetik der Welt in ihre Gottesdienste mit übernommen haben. Können schon wesentliche neue Formen des Wohlfühlens und der Ästhetik die Gebote, das Gebetshaus und Gottesdienstzeit so verändern, dass man sich dann so wohl wie im Kino, Theater oder begeisternd auf Sportplatz fühlt? – War es toll, schön, aber wo war Gott?

Weiter sollten alle geistlich Verantwortlichen der Kirche Christi sich nicht den Wünschen der modernen Gesellschaft wie bei Aron beugen, Gottesdienste mit solchen modernen Formen einzuführen, die nicht mehr die Prinzipien der Worte und des Wesens Gottes noch seiner Ethik beinhalten. Damit machen sich Priester und Kirchenführer schuldig, wenn sie nachgeben und erlauben.


NT – Markus 1,40-45

Heilen und Helfen trotz Ansteckungsgefahr

Aussatz oder Lepra galt zu biblischen Zeiten als nicht heilbar. Die Krankheit schloss von allen gesellschaftlichen Beziehungen aus. Die Menschen mussten in großer Distanz leben und bei Annäherung Aussatz, Aussatz rufen. Die Krankheit wurde von der Bevölkerung auch als Strafe für eigene oder in der Verwandtschaft begangene Sünden angesehen.

Der Kontakt und die Berührung mit einem Aussätzigen wurde damit bestraft, dass diese Person dann auch für eine Zeit aus religiösen und gesellschaftlichen Beziehungen ausgeschlossen wurde. Doch Jesus verhält sich in dieser Situation ganz anders, denn er erbarmt sich, er berührt sogar, und er heilt den äußerst kranken und verzweifelten Menschen. Damit erhält er wieder Zugang in die Gesellschaft des Volkes Gottes und auch zu den Gottesdiensten und Gott selbst.

Wie würde sich Jesus hier auf Erden wohl während der Corona Epidemie verhalten? Würde er einen Mundschutz tragen, zwei Meter Abstand halten und sich nach einer möglichen Berührung sofort die Hände desinfizieren?

Einige überzeugte Christen fordern, man solle Gott mehr gehorchen als staatlichen Anforderungen. Wir sollten uns wie Jesus hier verhalten, einfach in der Kraft des Geistes und des Glaubens handeln. Gott wird beschützen. Auch sollten gerade jetzt Heilungsveranstaltungen stattfinden, um durch Wunder und Zeichen viele Menschen auf Gott hinzuweisen.

Andere wiederum berufen sich auf Römer 13, um die staatlicher Autorität in dieser schwierigen Pandemie zu unterstützen, die Verbreitung des Virus einzuschränken, aber trotz Mundschutz und Abstandhalten viel Gutes tun, Einkäufe für Menschen erledigen, Anrufe tätigen, Videogespräche führen oder auch Mundschutz nähen und verteilen.

Wie aber verhalten wir uns persönlich? Wir sollten in dieser Zeit nicht aus Hektik heraus dem einen oder anderen Handlungsextrem folgen. Wir sollten diese besondere Zeit als Zeit der geschenkten Gelassenheit und Neuorientierung ansehen, endlich aus dem „Hamsterrad“ der Getriebenheit herauszukommen. Wir dürfen auch darüber meditieren und beten, ob diese Pandemie doch eine Strafe Gottes für gesamtgesellschaftliche Sünden sein kann, wir können auch stellvertretend Buße tun. Weiter sollten wir unseren Blick auf die Not der Betroffenen richten und uns göttliche Barmherzigkeit und Jammer in unser Herz schenken lassen. Dies kann uns jetzt auf Nahestehende aufmerksam machen, die besonders unsere Freundlichkeit und Hilfe benötigen. Wir können für Betroffene beten, die, obwohl schon seit Wochen in Quarantäne, immer noch positiv getestet sind, oder für solche, deren Angehörige doch gestorben sind. Auch der erste Missionsbischof unserer Kirche ist kürzlich in einem Altenheim in den USA an Covid 19 verstorben. Gott segne ihn.

Gebetsteil

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

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8. Mai – Hauskirche

08 Freitag Mai 2020

Posted by Bischof Meyer in Hauskirche

≈ Ein Kommentar

Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Morgenandacht – Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle knien.

Hinweis zu den Lesungen:  Die Bibeltexte in unserem Gebetbuch stammen aus der Einheitsübersetzung; die Psalmtexte folgen dem Luthertext. Links anklicken – zu lesen auf dem ERF Bibleserver.de 

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.


Schriftteil

At – Exodus 24

https://www.bibleserver.com/EU/2.Mose24

Gebet – Psalm 106,1-12

https://www.bibleserver.com/LUT/Psalm106%2C21-39

NT – Markus 1,21-39

https://www.bibleserver.com/EU/Markus1%2C14-20

Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT – Ex. 24 – Bundesschluss, Heiliges Mahl, Gesetzestafeln und Sitz im Leben.

Drei Ereignisse geschehen am Berg Sinai: Der Bundesschluss, die Mahlfeier und die Übergabe der Gesetzestafeln. Mose wird bei diesen drei Begebenheiten jeweils durch verschiedene Menschen begleitet. Der bedeutende Bundesschluss ereignet sich am Fuße des Berges.

V 1-2 Die Volksvertreter treten vor den Herrn zusammen mit den geistlichen Leitern, aber in entsprechender Entfernung. Nur Mose kam dem Herrn nahe.

V 3-8 Das Volk tritt in den Bund ein: a) Mose spricht die Worte Gottes; und das Volk stimmt zu; b) Mose schrieb alle Worte auf (das Bundesbuch: die 10 Worte und die Ausführungen in Kap. 20-23)

V 9-11 Das Bundesmahl nach der Ratifizierung des Bundes.

V 12-18 Thora, die Weisung. Zum Schluss empfängt Mose aus der herrlichen Gegenwart Gottes nach 40 Prüfungstagen diese gewichtigen Worte – Weisungen Gottes – in schwer wiegenden Steintafeln eingegraben. Dies spricht von der Qualität und der Bedeutung der Worte Gottes. Sie sind nicht schnell vergänglich, sondern fest für immer eingegraben und mit entscheidendem physischem und geistlichem Gewicht.

Zur Typologie: Die 12 Steinmale repräsentieren das 12 Stammesvolk. Der eine Altar vereinigt diese Stämme in der Anbetung. Die jungen Männer – vorweggenommene Priester – sind wahrscheinlich die Erstgeborenen aus den 12 Stämmen als Repräsentanten. Da es sich hier um ein Brand- und Dankopfer (nicht um Sühnopfer) handelt, soll nicht ein neuer Frieden hergestellt werden, sondern der bisherige anerkannt und durch Bundesvertrag die gegenwärtige Gemeinschaft bestätigt werden. Das Blut spricht allgemein von Blutsverwandtschaft und begründet diese innigste Verbundenheit. Das Blut besiegelt ähnlich wie eine Unterschrift beim Notar die Gültigkeit des im Blut geschriebenen Vertrages (hebr. berith – schneiden – mit Blut – s.d. Gen 15,18; Jer. 34,18+19). Die gemeinsame Mahlzeit hier am Ende bestätigt, – ähnlich wie bei Laban und Jakob – die Bedeutung und Freude über diesen Bund mit Gott (Gen 31,48 ff).

25,1-9 Die Stiftung:  Stiftshütte – Stiftskirche – das bewegliche Heiligtum

In diesen 40 Tagen der himmlischen Gegenwart Gottes und Anbetung hat Mose einen himmlischen Bauplan (blueprint), eine Blaupause (Lichtpause) erhalten und erklärt bekommen, sie irdisch umzusetzen. Das sollte später durch das Mitwirken des Volkes geschehen. Dazu sollen freiwillige Opfer von ihnen erbracht werden. Dies ist der große Zusammenhang zwischen der Weisung, dem Willen Gottes, und dem Sitz im Leben. Dieser himmlische Plan soll nun irdisch sichtbar gemacht werden. Die Bedeutung soll dem Volk Gottes in einem beweglichen im Leben mitziehenden Bundeszelt, einer Zeltkirche, dargestellt und vor Augen geführt werden. Wille Gottes und Gottesdienstgestaltung sind die zwei Seiten des einen göttlichen Bundes (Münze).

Im Neuen Testament wird der Neue Bund mit Jesus durch sein eigenes Blut gültig gemacht und versiegelt. Auch dieser Bund ist an den Willen Gottes und Bedingungen geknüpft. Auch wir wollen dem Willen Gottes gehorsam sein. Unsere Teilnahme am Abendmahl ist immer eine Vergegenwärtigung des Bundesschlusses, eine neutestamentliche Bundeserneuerungsfeier. Diese Feier drückt die innigste Verbindung aus, die wir mit Christus haben, und sie ist eine freudige Danksagung, dass wir solch eine Gemeinschaft durch sein Blut jetzt haben.

Suchst du oft solche Bundeserneuerungs- und Danksagungsfeiern auf? Finden solche Mahlfeiern, Eucharistie oder Heilige Kommunion oft in deiner Gemeinde oder Kirche statt? Wir dadurch dein Glaube gestärkt und dein geistliches Leben erfrischt?


NT – Markus 1,21-39 – „Jedermann sucht dich – der Heilige Gottes“

Der Sohn Gottes tritt ganz anders auf als die damaligen religiösen Autoritäten. Er beruft sich nicht auf anerkannte Würdenträger der Vergangenheit. Sein Wort, die Predigt in Vollmacht, gründet sich allein auf die Heilige Schrift und wird im Leben bei anderen hilfsbedürftigen und in Not befindlichen Menschen auch erfahren. Das bringt die Leute zum Staunen, dass das Reich Gottes durch Jesus in Wort und Tat so unter ihnen anbricht. Die Wunder, die jetzt geschehen, sprechen von der schöpferischen Wiederherstellung Gottes und dienen als Beweis seiner Gottgesandheit. Alle Menschen suchen nun, wie die der Ausspruch hier lautet: Den Heiligen Gottes. Doch er will nicht an einem Ort bleiben, sondern seiner Berufung Folge leisten und „in anderen Städten predigen“.

Die Predigt über den Beginn der Gottesherrschaft durch Buße und Glauben – zum Heil für jeden Glaubenden – war Jesu Auftrag und ist auch heute noch der zentrale Auftrag der christlichen Kirche, ihrer Prediger und jedes Nachfolgers Jesu Christi: Die Verkündigung des Heils. Amen

Gebetsteil

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

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7. April – Hauskirche

07 Donnerstag Mai 2020

Posted by Bischof Meyer in Hauskirche

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Schlagwörter

Berufung, Buße, Glaube, Nachfolge, Reich Gottes, Segen, Sieg, Zukunft

Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Morgenandacht – Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle knien.

Hinweis zu den Lesungen:  Die Bibeltexte in unserem Gebetbuch stammen aus der Einheitsübersetzung; die Psalmtexte folgen dem Luthertext. Links anklicken – zu lesen auf dem ERF Bibleserver.de 

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.


Schriftteil

At – Exodus 23

https://www.bibleserver.com/EU/2.Mose23

Gebet – Psalm 106,1-12

https://www.bibleserver.com/LUT/Psalm106%2C1-12

NT – Markus 1,14-20

https://www.bibleserver.com/EU/Markus1%2C14-20

Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT – Ex. 23 – Umsetzung der Rechtsanweisungen zum Sieg und Segen für die Zukunft

Das Bundesbuch als eigenständiger Abschnitt, Epilog oder Nachwort zu den 10 Geboten, begann direkt danach mit Kapitel 20,22 und endet hier in 23,19. Ab dann beziehen sich alle weiteren Ermahnungen auf die Landnahme, die Israel noch bevorsteht (23,19-32).

V. 1-9 beinhalten Hinweise für die Tätigkeit der eingesetzten „Richter und Regierer“ (Ältesten), ihre richterliche Tätigkeit unparteiisch gegenüber arm oder reich, Freund oder Feind nach dem Gesetz Gottes auszuführen.

V 10+13 Neben dem Sabbattag wird hier auch das Sabbatjahr eingeführt, dass nicht nur Mensch und Tier, sondern auch dem neuen Land Ruhe und Erquickung bringen sollte.

V 14-19 Drei große Jahresfeste werden festgelegt, die sich an den Naturbegebenheiten orientieren und Freudenfeste sein sollen: Die Gersten-, Weizen- und Obsternte oder das Fest der ungesäuerten Brote, das Wochen- und Laubhüttenfest. Diese werden in 34,18-26; und Deut/5Mo 16,1-7 noch genauer beschrieben.

Wichtig ist hier, dass das erste Fest der ungesäuerten Brote mit dem Exodus und Passafest in Verbindung gebracht wird, das Wochenfest 50 Tage später (Pentecoste) später mit Pfingsten. Auffällig ist die Betonung, dass bei allen drei Festen die Männer als Vertreter der Familien anwesend sein sollten. Dadurch tragen sie besonders Verantwortung zur sozialen und geistigen Einheit der Nation des 12-Stämmevolkes bei.

V 20-32 Es folgen Ermutigungen und Mahnungen für die Zukunft der Landnahme. Die Ermutigung besteht darin, dass der Engel Gottes, Gottes Gegenwart selbst – in der Form Christus im Alten Testament vor seiner Fleischwerdung – leitend voranzieht und sie beschützen wird.

Diese Mahnung aber muss gehört werden. Gott wird sie nur beschützen und siegreich werden lassen, wenn sie genau Seiner Stimme gehorchen. Sie dürfen keine Bünde mit dem dort wohnenden götzenanbetenden Heidenvolk eingehen und müssen sie sogar vertreiben. Erst dann wird der hier aufgezählte allumfassende Segen Gottes von seinem Volk erfahren werden.

Verantwortliche Vertreter im Volk, Richter, Älteste und Familienvorstände werden aufgefordert, sich unparteiisch und verantwortlich für den sozialen und geistigen Zusammenhalt des Volkes Gottes einzusetzen. Dies soll aufgrund der göttlichen 10 Prinzipien und der Anwendung auf jeden Einzelfall geschehen. Werden sich alle im Bund Gottes daran halten und den Willen Gottes nicht nur an drei (zentralen geistlichen) Feierlichkeiten festmachen, sondern im alltäglichen Leben und ihrer Lebensführung, dann wird die Gegenwart Gottes durch Sieg und Segen in allen kleinen und großen Lebensbereichen erfahren. Diese Weisung gilt sicherlich auch für Hauskirche und Volkskirche.


NT – Markus 1,14-20–Spontane Berufungen durch Buße und Glaube in die Nachfolge

Das Evangelium springt bei Markus im Sauseschritt voran. Der Inhalt des Evangeliums ist das Reich oder der Wille Gottes. Dieser Wille wird durch Jesu Kommen erfüllt und durch sein Wirken in Gang gesetzt. Denn die Herrschaft Gottes soll auf Erden manifestiert und ausgebreitet werden. Sie beginnt und besteht vorerst in Buße, der Sinnesänderung vom Bösen und Töten, dann hin zum Evangelium, das das Gute bewirkt und das wahre Leben in Jesus enthält.

Die spontane und kraftvolle Entfaltung des Evangeliums erkennen wir erneut an den beiden wiederholten Worten „alsbald“ oder „sofort“ (V 18+20). Dies geschieht im Herzen des Brüderpaares Simon und Andreas. Sofort folgten sie dem Aufruf Jesu in die Lebensnachfolge zum Guten. Und gleich danach berief Jesus das andere Brüderpaar Jakobus und Johannes, die auch sofort alles aufgaben, ihr früheres Leben verließen und nun allein Jesus nachfolgen wollen.

Jesu Ziel mit jeder Berufung in die Nachfolge besteht darin, Menschen für das neue Leben unter der Gottesherrschaft zu gewinnen und sie dann wieder für diese Multiplikation durch das Evangelium einzusetzen. Sind wir auch durch echte Buße und Glaube durch das Evangelium von Jesus Christus berufen worden und folgen wir ihm ähnlich wie dies ersten Jünger?

Gebetsteil

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

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6. Mai – Hauskirche

06 Mittwoch Mai 2020

Posted by Bischof Meyer in Hauskirche

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Schlagwörter

Abgrenzungen, bestandene Prüfung, Beweis Gottessohn, Grundsätze, Heiliges Volk, Taufe Jesus, Verpflichtungen

Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Morgenandacht – Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle knien.

Hinweis zu den Lesungen:  Die Bibeltexte in unserem Gebetbuch stammen aus der Einheitsübersetzung; die Psalmtexte folgen dem Luthertext. Links anklicken – zu lesen auf dem ERF Bibleserver.de 

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.


Schriftteil

At – Exodus 22

https://www.bibleserver.com/EU/2.Mose22

Gebet – Psalm 105,37-45

https://www.bibleserver.com/LUT/Psalm105%2C37-45

NT – Markus 1,9-13

https://www.bibleserver.com/EU/Markus1%2C9-13


Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT – Ex. 21 – Weitere Rechtsverordnungen für das Leben eines heiligen Volkes und Verpflichtungen

Weil Israel mehrheitlich eine land- und viehwirtschaftliche Gesellschaft war, beschreiben die weiteren Rechtsverordnungen (Prinzip: Wenn…, dann…) besonders diese Anliegen, aber auch die der ärmeren Gesellschaft sowie familiäre Schädigungen oder kultische heidnische Praktiken, die von außen in das priesterliche Volk eingeführt werden könnten.

Es geht hier um vielfältigen Schutz des materiellen oder immateriellen Eigentums. Eigentum verpflichtet. Wird es verborgt oder ausgeliehen, muss verantwortlich und sorgsam damit umgegangen werden, ob Tier oder Bargeld. Wenn dem Besitzer durch Unachtsamkeit, Fahrlässigkeit oder mit Wissen oder Willen ein Schaden oder eine Wertminderung des Besitzes entsteht, dann muss er durch den Verantwortlichen ersetzt werden. Ist es eine willentliche Straftat, dann reicht nicht nur ein Ersatz, sondern sogar, je nach Bedeutung in der Gesellschaft, den doppelten, vier- oder fünffachen Wert.

Wertminderung entsteht sogar, wenn ein unberührtes Mädchen sexuell verführt wurde, an ihr und oder an der Familie, aus der sie stammte. Strafe oder Belehrung für den Mann besteht darin, dass er die volle Verantwortung (für seine nicht durchdachte Handlung) übernimmt und sie heiraten muss. Außerdem muss er den Wert des Brautgeldes an den Vater bezahlen. Dieser kann sogar den Brautpreis verlangen, aber die Heirat ablehnen (Deu/5Mo 22,22-29).

Besonderen gesellschaftlichen Schutz sollten die Witwen, Waisen und Armen erhalten. Sie sollten nicht ausgebeutet werden, noch an ihnen geschäftliche Vorteile wie Wucher und Zinsen angewendet werden. Denn im priesterlichen Volk gilt, das der Gerechte und Gesegnete solch ein Mensch ist, der sein Geld ohne Zinsen verleiht, und als einer, der am Abend das einzige Pfand, den Übernachtungsmantel zurückgibt (Ps. 15,5).

Einzelne, mehr apodiktische Gebote (Prinzipien) wie in Kapitel 20 fassen die Beispiele zum Abschluss zusammen (V 27-30).

Die Aussage ist grundlegend. Gott ist heilig und ihr sollt mir heilige Leute sein. Dieses verpflichtet Israel, sich nicht nur mit Worten, sondern mit ihrem Verhalten und durch ihre Lebensweise als abgesondert von den Praktiken der Umwelt zu leben. Wenn das Volk als Sohn (4,22) aus Ägypten gerufen wurde, Gott allein gehört (19,5+6), dann fordert er auch das ein und alles, den Erstgeborenen zum Dienst (oder finanziell ausgelöst), zu geben. Das betrifft jeden persönlich mit dem Besten vom Viehbesitz und auch das erste und beste der landwirtschaftlichen Erzeugnisse.

Unser Bestes für Gott. Wenn später dann die Forderung nach dem Zehnten von allem für Gott und Gottesdienst eingeführt wird, dann gründet es sich auf dieses Prinzip. Als Erlöste gehört ihr mir ganz. Durch regelmäßige Abgabe des Besten zuerst an mich bezeugt ihr, dass ihr damit übereinstimmt, ihr gehört mir. Dieses Prinzip galt schon übrigens schon vorher zu Abrahams Zeiten. Er gab den Zehnten an einen Höheren (1Mo/Ex 14,18-20), an den, der BROT und WEIN darbot. Da dieses Prinzip nie aufgehoben wurde, gilt es als Segensprinzip auch heute noch neutestamentlich. Es wurde für Christen nie aufgehoben.

Als heiliges Volk gehören wir mit allem zu Christus. Deshalb geben wir ihm vom Ersten und Besten, was wir materiell auf unserer sozialen Ebene als Segen erhalten haben nach unserer Möglichkeit zurück. Haben wir dies selbst schon erfahren, dass er dann des Himmels Fenster über uns öffnen und uns auch finanziell wieder segnen will?


NT – Markus 1,9-13–Geöffneter Himmel und Beweis der Gottessohnschaft.

Markus setzt seinen schnellen Erzählungsstil von hier durch das gesamte Evangelium bis zum Ende fort. Das Wort „alsbald / sofort“ (euthys -griechisch) finden wir hier in V. 11 und 12. Es wird hier bei Markus mehr benutzt als in allen anderen drei Evangelien zusammen. Damit hören wir im Hintergrund als Echo den schnell handelnden und sprechenden Petrus heraus, den Lukas immer wieder übersetzte.

Durch das Symbol der Taube wird auf den geöffneten Zugang zu Gott hingewiesen, und dass Er der Sohn Gottes ist. Die Anfangsthese, Gottes Sohn zu sein, wird gleich durch dieses Offenbarungswunder vom Himmel durch den Vater zum ersten Mal bestätigt. Inhaltlich hat diese Aussage Bezug zu Jes 42,1 (mein Auserwählter … Wohlgefallen) und Ps 2,7 (Du bist mein Sohn … heute gezeugt). Der hier berufene Sohn wird zum Dienst in der Welt vollmächtig eingesetzt und gleich zu Beginn äußerst geprüft. Die Umgebung der Prüfung erinnert deutlich an die teuflische Versuchung im göttlichen Paradies: Die wilden Tiere, Satan und am Ende die Engel, die den bewährten Gottessohn nicht vertrieben, sondern Ihm hier dienten. Auch dies ist wieder ein Beweis seiner bestandenen Prüfung und Sendung als Gottessohn.

Jesu Christus wird uns als zentrale Gestalt von Anfang bis Ende in dieser biblischen Art der Evangelisation als Sohn Gottes vor Augen gestellt. Sollten wir Ihn nicht annehmen, Ihm folgen? Durch Ihn haben wir den Zugang zum Himmel, zum Vater durch den Heiligen Geist. Durch sein Vorbild und in unseren Prüfungen können wir, wie er bestehen, dass uns dann die Engel, die dienstbaren Geister Gottes, zur Seite sehen und uns im Alltag dienen. Amen.

Gebetsteil

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

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5. Mai – Hauskirche

05 Dienstag Mai 2020

Posted by Bischof Meyer in Hauskirche

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Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Morgenandacht – Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle knien.

Hinweis zu den Lesungen:  Die Bibeltexte in unserem Gebetbuch stammen aus der Einheitsübersetzung; die Psalmtexte folgen dem Luthertext. Links anklicken – zu lesen auf dem ERF Bibleserver.de 

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.


Schriftteil

At – Exodus 21

https://www.bibleserver.com/EU/2.Mose21

Gebet – Psalm 105,16-36

https://www.bibleserver.com/LUT/Psalm105%2C16-36

NT – Markus 1,1,-8

https://www.bibleserver.com/EU/Markus1%2C1-8

Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT – Ex. 21 – Rechtsverordnungen- Fallbeispiele für das Leben des Volkes Gottes, Finanzen und Beziehungen zu regeln.

Göttliches Recht für persönliche Notfälle
Beweis einer These und persönliche Verantwortung, der Annahme

Nach den „10 Geboten“ (Prinzipien- apodiktisches Recht) als Grundlage folgen nun einzelne Rechtsverordnungen (kasuistisches Recht). Jeder Einzelfall (case) ist verbunden mit einer Rechtsforderung, welche Antwort oder Strafe bei Anwendung folgen soll. In jedem Fall wird die richterliche Struktur, die Mose auf Jethros Rat zuvor eingeführt hatte (1000er – 10er Gruppen), hier angewendet V 22. Es geht nicht um eine willkürliche, sondern um eine richterliche Entscheidung, die von aufrichtigen und anerkannten Menschen nach dem Willen Gottes gefällt wird.

Hiermit sollen der Rachsucht und unkontrollierten Selbstjustiz des Einzelnen Einhalt geboten werden. Es geht hier als erstes um den Schutz der hebräischen Sklaven, die aus der Not heraus ihre Arbeitskraft für eine Zeit verkauft haben oder von der Familie verkauft wurden. Daraus entwickelten sich auch Beziehungen, die innerhalb der vorrübergehenden neuen Besitzverhältnisse zur Ehe (als Haupt- oder Nebenfrau) führten. Nach Beendigung der Dienstzeit mussten aber diese eingegangenen, rechtlichen Beziehungen neu geregelt werden. Es geht dabei ab Kapitel 21 hauptsächlich um Einzelfälle, die hier als mögliches Vergehen an Leib und Leben aufgeführt werden.

Gottes Recht bringt Sicherheit in persönliche und soziale Beziehungen. In allem geht es um Besitz, wirtschaftliche Kraft und Finanzen, aber auch Schulden und Verantwortung, die daraus entstehen. Jede Beziehung, Partnerschaft und Ehe ist eine Zuwachsgemeinschaft und sollte durchdacht und rechtlich finanziell geregelt werden. Auch heute sind viele Beziehungen in selbst- oder nichtverschuldete finanzielle Not geraden. Können jedoch die daraus entstanden finanziellen Probleme  durch Seelsorger und geistliche Berater nach Gottes Willen geregelt werden, wird die kurzzeitige schwierige Situation rechtlich geregelt und die Finanzproblem gelöst, wird Harmonie und Frieden einkehren. Viele Scheidungen wären sind durch eine göttliche Finanzberatung und deren Befolgung sicherlich zu retten.

NT – Markus 1,1-8 –Der Evangelist als  Protokollant und Dolmetscher

Der Bischof von Hieropolis, Papias (ca. 140 n. Chr.) übermittelte, was er von dem Apostel Johannes selbst erfahren hatte: Markus begleitete Petrus auf seinen Reisen (z.B. Rom). Petrus richtete seine Belehrungen auf die Notwendigkeit der jeweiligen Zuhörer aus, nicht aber, um die Reden des Herrn folgerichtig zu schildern. … Weiter, dass Markus diesem Stil folgte und nichts von dem Gehörten ausließ, noch Selbsterdachtes hinzufügte.

Markus schreibt nun das kürzeste Evangelium im römisch-griechischen Stil, eine Biografie, die aber nichts mit modernen Biografien zu tun hat. Er stellt im ersten Vers seine These auf. Das ist das Evangelium (als Biografie) von Jesus Christus: Er ist der Sohn Gottes! Dieses versucht er vom Anfang bis zum Ende zu beweisen durch Prophetenworte, deren Erfüllung, durch Wunder und Taten Jesu, durch seine Reden, die Erfüllung der Prophetien am Kreuz. Er lässt am Ende den Hauptmann sagen: Dieser ist wahrhaftig Gottes Sohn gewesen. Und durch die Auferstehung, Missionsbefehl und weitere Wunder empfiehlt der allen Zuhörern am Ende, diesen Herold, diesen Protagonisten, seiner Frohen Botschaft doch anzunehmen und an ihn zu glauben.

Beginnt unser Evangelium aus im Alten Testament mit den Propheten auch in Maleachi 3,1ff ? Ist es verwurzelt in den Prophezeiungen des AT und erfasst es auch alle diese Begebenheiten und Lehren, die Markus hier bringt? Sind wir so zur Annahme und Glauben gekommen, das er der Gottes Sohn ist? Und haben wir auch die Aufforderung darin gehört: Folge Du mir nach?

Gebetsteil

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

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4. April – Hauskirche

04 Montag Mai 2020

Posted by Bischof Meyer in Hauskirche

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Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Morgenandacht – Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle knien.

Hinweis zu den Lesungen:  Die Bibeltexte in unserem Gebetbuch stammen aus der Einheitsübersetzung; die Psalmtexte folgen dem Luthertext. Links anklicken – zu lesen auf dem ERF Bibleserver.de 

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.


Schriftteil

At – Exodus 20

https://www.bibleserver.com/EU/2.Mose20

Gebet – Psalm 105,1-15

https://www.bibleserver.com/LU/Psalm105

NT – Matthäus 28,16-20

https://www.bibleserver.com/EU/Matth%C3%A4us28%2C16-20

Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT – Ex. 20 – Die Heilstat Gottes und das erlöste Leben danach. Die Stimme des Herrn vom Altar her hören und gesegnet werden.

Die 10 Gebote werden in diesem Kapitel nicht als Gebote, sondern als Worte Gottes an sein Bundesvolk bezeichnet. Die Worte Gottes beginnen: „Ich habe dich aus Ägypten geführt“ oder dich erlöst. Sie stehen wie ein großes PLUS vor den „10 Worten“, ähnlich wie ein Plus vor einer mathematischen Klammer + (Formel). Das Plus der Erlösung bestimmt alles Folgende danach: Weil ich euch geliebt und aus der Sklaverei gerettet habe, deshalb werdet ihr das Nachfolgende nicht tun. Nun folgen zwei Abschnitte.

Der erste Teil der Gebote – (1.-4. nach anglikanischer Zählung) bezieht sich zuerst auf Gott – die vertikale / senkrechte Linie, der zweite Teil (5.-10.) -die horizontale / waagrechte Linie -bezieht sich auf die Mitmenschen. Das bedeutet, wenn das Volk unter diesem Vorzeichen des Erlösers und der Erlösung lebt, wird es weder zu Kränkungen Gott gegenüber noch zu Verletzungen seiner Mitmenschen kommen. Denn Menschen, die die Liebe Gottes erfahren haben, zeigen Ihm und dem Nächsten diese Liebe dadurch, dass sie diese 10 Prinzipien beachten, danach leben.

Wir können dies auch anders ausdrücken. Zuerst dreht sich alles in unserem Leben um die Liebe zu Gott als Herrn: Er ist der Chef. Wir sollen uns kein Bild vom Chef machen, der Name des Chefs soll nur zum Guten verwendet werden. Der Tag des Chefs (an dem er alles geschaffen hatte) soll beachtet werden.

Zweitens geht es um die Liebe zum Nächsten, um dessen Schutz: Um den Schutz der Eltern, der Ehe, des Besitzes, der Wahrheit, und zum Schluss um die Tugend der Genügsamkeit und Zufriedenheit.

Nach gleichem Muster wird uns auch das Vaterunser, das Herrengebet, durch Jesus aufgezeigt. Zuerst geht es im ersten Teil um Gott: Seinen Namen, sein Reich, und seinen Willen. Dann erst geht es um uns selbst: Um das Notwendig (Brot) für den Tag, um unsere Schuldvergebung, um unsere Versuchung und Erlösungsbedürftigkeit.

Dieser Wille (der 10 Prinzipien) Gottes wurde vom Himmel her gesprochen. Er steht nicht im luftleeren Raum als Idee, sondern wird hier in Beziehung zum Gottesdienst des Volkes Gottes gebracht (V. 22-26). Beide Aspekte, die 10 Gebote und das Opfer, gehören in jedem Gottesdienst zusammen. Die Stimme Gottes soll vom Altar her gehört werden, nicht nur von der Kanzel.

Das vom Himmel her geredete Wort, diese Gebote, sollen vom Volk Gottes immer wieder im Gottesdienst gehört werden, von einem einfachen Altar bei der Darbringung eines Opfers. Gerade beim Gottesdienst, beim Hören des Willen Gottes und beim Danksagen für den Opfertod Jesu empfängt der erlöste Mensch besonders Gottes Segen.

NT – Matthäus 28, 18-20 – Der himmlische Auftrag zur Jüngergewinnung.

In Galiläa befanden sich die meisten Jünger.  Jesus traf hier mehr als nur die kleine Apostelschar. Wahrscheinlich sind es die 500, von denen 1 Kor. 15,6 spricht. Christus wurde alle Macht im Himmel und auf Erde übergeben, das ist ein Beweis für seine Gottheit. Von der Macht des dreieinigen Gottes her entstammt nun der weltweite Auftrag zur Jüngergewinnung.

Die Evangelisation umfasst mehr als nur eine Bekehrung der Ungläubigen, sondern sie ist eine katechetische Evangelisation, die in das Evangelium und die gesamte Lehre und das Leben als Christ führt und in die Christusfamilie, die Kirche Christi zum Dienst eingliedert.

Gebetsteil

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13 –

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

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2. Mai – Hauskirche

02 Samstag Mai 2020

Posted by Bischof Meyer in Hauskirche

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Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Morgenandacht – Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle knien.

Hinweis zu den Lesungen:  Die Bibeltexte in unserem Gebetbuch stammen aus der Einheitsübersetzung; die Psalmtexte folgen dem Luthertext. Links anklicken – zu lesen auf dem ERF Bibleserver.de 

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.


Schriftteil

At – Exodus 18

https://www.bibleserver.com/EU/2.Mose18

Gebet – Psalm 104,1-23

https://www.bibleserver.com/LU/Psalm103

NT – Matthäus 27,62-66

https://www.bibleserver.com/EU/Matth%C3%A4us27%2C62-66

Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT – Ex. 18 Freundliche Begegnungen zum Guten des Volkes Gottes

Besuch Jethros, des Schwiegervaters Moses. Auf seinen Rat setzt Moses Vorgesetzte und Vertreter ein über Volksgruppen von 10, 50, 100, 1000;  

Nach einer zuvor feindlichen Begegnung mit den Amalekitern, beginnt nun eine freundschaftliche, die für die Leitung des Volkes Zukunftsbedeutung haben wird.

Jethro, Priester und gläubiger Nichtjude, der den Namen Jahwe und Elohim für den Gott Moses und Aarons benutzt, stiftet für die Leiterschaft des Volkes Israel ein Dankes- und Festmahl. Damit wird dem wahren Gott Israels gedankt, dass Er das Volk aus der Mühsal und Sklaverei gerettet, auf dem bisherigen Weg behütet und ihm viel Gutes getan hat.

Als erfahrener Priester gibt er dem sich etablierenden Volk Gottes Vorbild und Richtung für die Zukunft. Er beschreibt für Mose, Aaron und die Ältesten die Verantwortung und Leitungsaufgaben für das Gottesvolk:

1. Soll Mose (Aaron) das Volk mit ihren Anliegen priesterlich vor Gott vertreten. Der Priester ist Nahebringer, er bringt im Gebet das Volk Gott nahe.

2. Der Priester ist auch immer Lehrer. Er soll den Willen Gottes, dargelegt durch seine Satzungen und Weisungen, dem Volk weitergeben und sie unterrichten. Dies wird später deutlich erkennbar durch alle Lehrtätigkeit Moses und Josuas, Samuels, Esras und Nehemias, und anderen Hirten Gottes. Dadurch soll jeder Einzelne im Volk Gottes wissen, wie er sich im Leben verhalten und was er im Einzelnen tun und unterlassen soll.

3. Geht es um die Leitungsstruktur und Management des Volkes Gottes mit verteilten höheren und niedrigeren Verantwortungsbereichen durch ausgewählte Männer.

4. Geht es um Kriterien für das Auswählen von fähigen, geistlichen und urteilsfähigen Menschen, die Mitverantwortung und Leitung einer Teilgruppe des Volkes Gottes übernehmen können. Es geht um redliche Leute aus dem Volk.

5. Zum Schluss geht es um eine überschau- und lenkbare Größe einer Gruppe. Sie wird ähnlich wie eine Militärstruktur auf- und unterteilt von 1000 bis auf 10er Gruppen und durch Zwischenbeziehungen und Mitverantwortlichkeiten in die Gesamtleitung eingebunden.

Diese Verteilung der Mitverantwortung und Leitung nach göttlicher Ordnung dient dazu, das Volk Gottes den rechten Weg zum Ziel zu führen.

Nach diesem Musterbeispiel durch den Priester Jethro wurde über Jahrhunderte bis in die heutige Zeit Leitung, Verwaltung, Delegation und Wirtschaftlichkeit praktiziert.

Selbst Jesus benutzte diese Struktur bei der Speisung der 5000.  Markus 6, 39-40 Und er gebot ihnen, dass sich alle lagerten, tischweise, auf das grüne Gras.  Und sie setzten sich, in Gruppen zu hundert und zu fünfzig.

Dies Leitungsstruktur zog sich über die Stammesältesten Israels bis zur Ältestenschaft in der neutestamentlichen Gemeinde hindurch. Presbyter / Priester oder „Ältester“ folgen dieser Linie als biblisches Prinzip. Wenn wir in der Anglikanischen Kirche gefragt werden: Warum haben sie Bischöfe (Aufseher). Warum haben sie über die Ortsgemeinde hinaus auch noch eine Leitungsstruktur? Dann ist unsere Antwort: Wir haben Bischöfe und Synoden, Diözesen in erster Linie deshalb, weil die Bibel dieses Regierungssystem von Anbeginn lehrt und weil es die frühe Kirche von Beginn an nach gleichem Muster praktiziert hat. Wir sagen auch, dass diese Kirchenleitung zum Guten (bene esse) der Kirche Christi und der Ortsgemeinde dient. Es ist die wünschenswerteste Form der Kirchenleitung nach der Schrift, damit das Volk Gottes mit Frieden auf dem biblischen Weg bleibt und an seinen vorbestimmten himmlischen Ort kommt (18,23).

Weiterstudium: Dazu Artikel II – Von der Kirchenleitung (Grundsatzartikel der AKD / REK).

Sowie Captains and Courts (Regierer und Rechtskundige) in Englisch von Erzbischof Dr. Ray Sutton auf Google Blogger: https://rh-seminar.blogspot.com/2020/05/captains-and-courts-regierer-und.html

NT – Matthäus 27, 62-66

Die Bewachung eines Toten, um die Prophezeiung seiner Auferstehung zu verhindern.

Zuvor legten liebevolle Menschen den Leichnam Jesu in das neue Grab des Joseph. Jetzt aber wollen böse verführerische Menschen die Auferstehung Jesu verhindern. Die Botschaft Jesu, dass er nach drei Tagen auferstehen will, aber auch, dass der Leichnam im Grab eines Nachfolgers Jesu liegt, der noch dem Hohen Rat angehört, lässt das Gewissen der Hohenpriester nicht los. Ihre Bosheit treibt sie weiter an, auch wenn sie ihr Ziel mit dem Tod Jesus schon erreicht haben. Jetzt wollen sie die prophezeite herrliche Auferstehung mit allen Mitteln verhindern und verdunkeln. Wie durch die Verführungskünste bei der Kreuzigung, wollen sie Pilatus auch jetzt wieder in ihren Plan hineinziehen. Doch Gott wird sie mit ihren Plänen beschämen und bloßstellen. Denn gegen eine himmlische Auferstehung können weder die Tempelpolizei noch eine römische Wachmannschaft etwas ausrichten. Zur Sicherheit vor dem Stehlen des Leichnams (durch die zuvor geflohenen Jünger!) wurden Stricke über die Tür (und Stein) gezogen und an den Enden versiegelt. Hieronymus schrieb: Je sorgfältiger die Juden verfahren, desto mehr nützen sie unserm Glauben; und Chrysostomus: Denn, wenn kein Betrug vorgekommen ist und dennoch das Grab leer gefunden wird, so ist also Christus wahrhaftig auferstanden.

Was sollte wohl nach dem Plan und Zweck Gottes durch solch eine bewachte und gesicherte Grablegung demonstriert und aufgezeigt werden? Sicherlich, dass trotz allen Absicherungen, weder durch die religiösen Führer der Juden, noch durch die Macht römischer Soldaten, Gottes Plan mit der Auferstehung Jesu nicht verhindert werden kann.

Gebetsteil

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

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1. Mai & Aposteltag – Hauskirche

01 Freitag Mai 2020

Posted by Bischof Meyer in Hauskirche

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Familien- oder Hausandacht am Morgen

1. Mai – Gedenktag

Apostel Philippus und Jakobus (Bruder des Herrn)

Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.


Tagesgebet 1. Mai – Apostel: Philippus & Jakobus

Allmächtiger Gott. Dich wahrhaftig zu erkennen bedeutet ewiges Leben. Verleihe uns, dass wir vollkommen erfahren, dass Dein Sohn der Weg, die Wahrheit und das Leben ist, damit wir, indem wir in die Fußstapfen Deiner heiligen Apostel Philippus und Jakobus treten, standhaft auch auf dem Weg wandeln, der zum ewigen Leben führt. Durch denselben, Deinen Sohn Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.


Schriftteil

Epistel: Jakobus 1,1-12

https://www.bibleserver.com/LUT/Jakobus1%2C1-12

Gebet – Psalm 33

https://www.bibleserver.com/LU/Psalm33

Evangelium: Johannes 14,1,-14 (oder 12,20-26)

https://www.bibleserver.com/LUT/Johannes14%2C1-14

Homilie /Anstöße zu den Lesungen

Epistel: Jakobus 1,1-12

Jakobus, Bischof der Bischöfe, zwischen Mühsal und Missionsauftrag

Der Brief träg nach altkirchlicher Auffassung den Namen des Bruders Jesu, der auch dessen Autorität in Anspruch nimmt V. 1. (Mehr unter Heiligenlexikon am Ende). Jakobus ist überzeugt, dass die christliche Gemeinde Miterbin des Zwölfstämme-Volks Israel ist. Sie ist zerstreut in dieser Welt, in Mühsal und bleibt Fremdling, aber doch als Dienerin Gottes mit einen weltweiten Missionsauftrag. In dieser Prüfung und Anfechtungszeit bis zur Wiederkunft Christi werden Fragen zur Prüfung an ihren Glauben gestellt. Der Glaube zweifelt nicht daran, dass Gott der Gemeinde das Notwendige zum Leben geben wird. Die Erhörung ihres Gebets ist jedoch nicht immer die Erfüllung der Wünsche der Gläubigen. Gelassenheit und Geduld ist in dieser Spannung zwischen Notwendigem und eigenen Wünschen für alle Gläubigen wichtigg. Die Unzufriedenheit im Leben entsteht aber durch den weltlichen und vergänglichen Reichtum, der den Glauben zerstören kann. Doch die innige Liebe zu Gott und die Bewährung in dieser Spannung wird allen die Krone des ewigen Lebens schenken.

In dieser Gelassenheit und Zuversicht war er ein Bischof der Mitte, der erste der christlichen Gemeinde in Jerusalem, ein Vorbild für gesetzliche Juden und christliche Nichtjuden, der die Anfechtung in Liebe ertrug.

Evangelium: Johannes 14,1,-14 (oder 12,20-26)

Jesus in der Schrift und auch persönlich erkennen.

Philippus stammte aus dem gleichen Ort wie Andreas und Petrus. Bereits Andreas hatte Jesus als den Messias erkannt und gefunden. Nun sucht Jesus noch einen aus dieser besonderen Stadt, der ein zu bestaunendes Zeugnis über Jesus dann ausspricht: Wir haben den gefunden, von dem Mose im Gesetz und die Propheten geschrieben haben, Jesus, Josefs Sohn, aus Nazareth (Joh 1,45). Diese Aussage fasst doch die Gesamtaussage des Johannesevangeliums zusammen: Jesus ist die Erfüllung des gesamten Alten Testaments. Solch ein Zeugnis teilt Philippus nicht nur mit Stephanus (Apg 7,37+52), der den Himmel offen sah, sondern auch mit dem Apostel Paulus und allen anderen Aposteln. Doch dem Philippus geht es immer wieder darum, Jesus zu sehen oder anderen Jesus zu zeigen. Einmal bringt er vor dem Passahfest sogar Griechen zu Jesus (Joh 12,21), die IHN sehen wollten, dann aber es ihm persönlich wichtig, auch den Vater zu sehen (Joh 14,8-11).

Ist dies nicht das zentrale Anliegen unseres Evangeliums? Sollen wir nicht Jesus als die Erfüllung der alttestamentlichen Verheißung Menschen vor Augen führen, damit sie diesen persönlich erkennen, erfahren und so zu Gott ihrem Vater gelangen? Dieses Anliegen des Philippus sollte auch unser aller Verlangen und Ziel unseres Zeugnisses und der Verkündigung sein.

Gebetsteil

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.


Weiter Hinweise:

Lebensbild: Philippus:

https://www.heiligenlexikon.de/BiographienP/Philippus_Apostel.htm

Lebensbild des Jakobus:

https://www.heiligenlexikon.de/BiographienJ/Jakobus_der_Bruder_des_Herrn.htm

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30. April – Hauskirche

30 Donnerstag Apr 2020

Posted by Bischof Meyer in Hauskirche

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Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Morgenandacht – Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle knien.

Hinweis zu den Lesungen:  Die Bibeltexte in unserem Gebetbuch stammen aus der Einheitsübersetzung; die Psalmtexte folgen dem Luthertext. Links anklicken – zu lesen auf dem ERF Bibleserver.de 

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.


Schriftteil

At – Exodus 17

https://www.bibleserver.com/EU/2.Mose17

Gebet – Psalm 103

https://www.bibleserver.com/EU/Psalm103

NT – Matthäus 27, 57-61

https://www.bibleserver.com/EU/Matth%C3%A4us27%2C57-61


Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT: Ex 17–Prüfungen durch Durst und Kampf

ÜBERBLICK: Mit SIEBEN Gottestaten zum Gottesvolk – Kapitel 15,22-40,88

Dritte und vierte Gottestat zur Formung des Volkes: Weitere Prüfungen

  • Raphidim. Der Fels gibt Wasser 17,1-7
  • Raphidim. Begegnungen und Kampf mit dem Heidentum 17,8-16 (Fortsetzung später bis 18,27)

Weitere Prüfungen Gottes an Israel geschehen in Raphidim. Der Durst wegen Wassermangel der Menschen lässt Zweifel an der Führung Moses und Gottes entstehen. Doch Gott kommt den Zweiflern in dieser schwierigen Situation entgegen und lässt Mose durch ein neues Zeichen mittels seines (Führungs-) Stabs Wasser aus dem Felsen hervor springen.

Gleich danach gibt es eine neue Prüfung durch die feindlichen Amalekiter. Nach erfahrener Hilfe – Löschung ihres Durstes – kommt es zur weiteren Prüfung durch die kriegerische Auseinandersetzung. Wiederum, unter dem Zeichen des Stabes und gleichzeitigem Glaubensgebet Moses, dass durch Aaron und Hur körperlich durch Unterstützung der Gebetsarme Moses geschieht, siegen sie auch dieses Mal und nehmen die Zusagen Gottes in Anspruch.

Gott sendet auch uns in der Nachfolge immer wieder Prüfungen. Es mögen zwar keine Beschränkungen durch Wassernot sein, doch Nahrungsbeschränkungen, Freiheits- und Bewegungsbeschränkungen durch Einengung unserer garantierten demokratischen Rechte. Auch müssen wir damit rechnen, dass antichristliche Werte die bestehende deutsche Verfassung, die in Verantwortung vor Gott und Menschen gegeben wurde, aushebeln und verändern wollen. In jedem Falle können wir durch gemeinschaftliches Gebet, das Hochhalten der Hände durch bibeltreue Menschen und auch durch aktiven intellektuellen Kampf verantwortlicher Christen, diesem widerstehen und den Kampf mit Gottes Hilfe wagen und gewinnen.


NT – Matthäus 27, 57-61

Die Liebestat am Ende des Passionsgeschehen durch einen neuen Jünger Jesu.

Zur erweiterten Jüngerschar, neben den zuvor erwähnten Frauen um Jesus, gehört der hier erwähnte Joseph von Arimathäa. Sein Wohnort liegt etwas 35 km entfernt von Jerusalem im Nordwesten. Joseph war ein angesehener Ratsherr (Synhedrium), der auch auf das Reich Gottes – als heimlicher Jünger Jesu – wartete. Er hatte der Entscheidung der Verurteilung Jesu durch den Hohen Rat nicht zugestimmt. Auch Nikodemus (Joh 19,39) traute sich nun bei der Grablegung Jesus mit dabei zu sein. Wir beobachten seinen Mut, sich zu outen, sich schließlich als angesehene religiöse und politische Person auf die Seite des gekreuzigten und gestorbenen Messias zu stellen. Einige Frauen und hier auch Männer aus der zweiten Reihe der Jünger haben anscheinend mehr Mut als die geflohenen Apostel. Das Besondere hier ist, dass Joseph sich an die Reinigungsvorschriften hält, Jesus nicht nur in ein reines Leinentuch, sondern ihn sogar in sein neues, teures, unbenutztes und reines Grab legt. Dies weist auf seine Freigiebigkeit, Hingabe und Opferbereitschaft hin.

Die Passion Jesu beginnt mit der teuren Salbung zum Tode durch eine Frau und endet mit der Beerdigung im teuren Grab eines angesehenen Mannes. Dies sollte uns nachdenklich machen. Ist uns der Tod Jesu, sein Verdienst für unsere Erlösung auch so wertvoll und wichtig, dass wir unsere finanziellen Werte großzügig für die Verkündigung von Jesu Tod und Auferstehung und die Ausbreitung seines Reiches einsetzen?  Amen.

Zum weiteren Nachdenken: Joseps mögliche Mission als Mitbeteiligter an der Missionierung Englands.

Nach unbewiesenen Berichten (Legenden) soll Joseph auch ein Verwandter Jesu gewesen und als Kaufmann bis nach England gereist sein. Dort habe er seinen Stab in die Erde gestoßen und ein Weißdornbuch sei daraus gewachsen, der zweimal im Jahr blüht.

(https://de.wikipedia.org/wiki/Josef_von_Arimath%C3%A4a#%C3%9Cberlieferung?

Gebetsteil

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13 –

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

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