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Das Allgemeine Gebetbuch

~ Das Gebetbuch gründet sich auf die klassische Version von 1662

Das Allgemeine Gebetbuch

Archiv des Autors: Bischof Meyer

13. November – Hauskirche

Hervorgehoben

Posted by Bischof Meyer in Hauskirche

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Schlagwörter

Regieren möglich, Zenit der Macht

Familien- oder Hausandacht – Morgen und Abend

Hinweis zur Kurzfassung – Das Allgemeine Gebetbuch – deutsch

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Nachfolgend eine Kurzauslegung zur Unterstützung der häuslichen Andacht und Pflege des geistlichen Lebens nach der anglikanischen Tradition.

Die Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Gebet – Psalm 110-112 (klicken)

Schriftteil und Anstöße zur Lesung

Lesung: 1. Samuel 12 (klicken)

Vorbildhafter Stabwechsel in eine neue Epoche

Das Volk Gottes steht an der Schwelle eines neuen Zeitalters. Der alte und bewährte Landesvater und Richter der 12 Stämme ist dabei, den Führungsstab an den neuen Herrscher und König abzugeben. Doch eine Stabübergabe in Regierungsangelegenheiten ist keine einfache Angelegenheit. Besonders hier, wenn es sich nicht nur um einen Personenwechsel, sondern gleichzeitig noch um eine neue Regierungsform geht, nämlich um den Übergang von der Epoche der Richter zur Monarchie.

In ähnlich staatsmännischer Form ähnlich wie Mose und Josua verabschiedet sich der Richter Samuel von seinem Amt. Er präsentiert sein Leben von der Jugend bis zum Alter, indem er uneigennützig mit ganzem Herzen dem Volk und Gott gedient hat. Dann fordert die ganze Nation mit seiner Rede auf, ihm doch zu beweisen, ob er sie ungerecht, unterdrückend, eigennützig und selbstherrlich geführt habe. Die Leute verneinten dies und bestätigten, dass seine gesamte Dienstzeit in vollkommener Gerechtigkeit geschah. Als weiteren Zeugen ruft er Gott selber an, der dann ein außergewöhnliches Wetterwunder mit Donner und Regen geschehen ließ. Mit diesem Zeugnis einmal des Volkes und abschließend Gottes übergibt er sein Amt an den neuen König Saul und an das Volk.

Mit dieser vorbildlichen Amtsübergabe und dem sittlichen Vorbild seines gesamten Lebens setzt Samuel nun auch hohe Maßstäbe für den neuen König und seine Amtsführung. Wenn Saul diesen eingeschlagenen Weg unter Gottes Führung und in seinem Bund weitergeht, wird Segen und Erfolg auf seiner Amtsführung liegen.

Wichtig ist auch hier zu erwähnen, dass das Thema Bundeserneuerung, wie es in Deuteronomium 5. Mose und im Buch Josua betont und praktiziert wird, auch hier seine Fortsetzung findet: „Möchtet ihr und euer König, der über euch herrscht, dem Herrn eurem Gott folgen.“ 1Sam 12,4).

Zum Schluss betont Samuel alle Wohltaten, die Gott dem Volk in ihrer Geschichte bis zu diesem Tag hat zukommen lassen, trotz wiederholtem Sündigen und Abfall von ihm. Er ist der treue Bundesgott und er hält sich an seine Verheißungen. Er wird weiter Wunder für sein Volk tun (Ps. 126,2).

Samuel tritt nun zurück als Richter. Und mit ihm beginnt die neue Epoche der Propheten, die für das Volk Gottes und den König beten und sie mit dem Recht Gottes belehren sollen. Samuel verspricht diesen Dienst weiter für das Volk Gottes zu tun.

Können wir von solch einer Stabsübergabe etwas lernen? Unsere hier ist nicht nur vorbildhaft für eine Amtsübergabe von einer Person zur anderen, sondern auch noch von einer Epoche und Zeitenwende zur anderen.

So sollte bei einem Wechsel in kirchlichen Ämtern sicherlich das vorbildhafte und gerechte Leben des ausscheidenden wie des neuen Amtsinhabers im Zentrum stehen. Wurde das Amt gut und gerecht und im Sinne Christi geführt? Das Gleiche gilt auch für Präsidenten, Kanzler, Politiker und Staatsbeamte. Sie wurden öffentlich eingeführt, sie sollten vor ihrem Austritt oder Übergabe ihres Amtes Bilanz ziehen und dann öffentlich verabschiedet werden und ihr Amt übergeben.

Gleiche Stabsübergabe sollte auch in Familienbeziehungen geschehen. Die Erfahrenen und Alten einer Generation, die vorbildhaft und gerecht ihr Leben geführt haben, sollten ihr moralisches und finanzielles Lebenserbe an treue Nachfolger rechtzeitig übergeben. Ist unsere Generation und Gesellschaft fähig und bereit, nach solchem Vorbild zu handeln?







Lesung– Lukas 11,29-36 (klicken)

Hören, befestigen, leuchten für Jesus

Unser Glaube besteht und entsteht besonders durch das Hören und Befestigen des Wortes Gottes in unserem Leben. Die hier erwähnte Zeichenforderung dagegen beinhaltet Misstrauen und Unglaube gegenüber dem Wort Gottes. Dies bestätigt sich in der Darstellung Jesu über die Tätigkeit Jonas. Er predigte die Buße der Stadt Ninive und die gesamte Stadt bekehrte sich. Da nun Jesus viel erhabener ist als Jona, sollen wir besonders auf ihn den Prediger der Sinnesänderung hören.

Licht am Ende des Tunnels

Denn gerade von ihm her, dem Licht der Welt, kommt das Licht des Lebens, das er an die an ihn glaubenden Menschen weitergibt. Sie selbst sollen im Innern sein Licht empfangen, und gerade so soll ihr Leib und ihr gesamtes Leben Licht werden. Ist dies auch unsere Glaubenseinstellung?


Abschlussgebet

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Morgendliches Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all’ unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.

Oder

Abendliches Gebet um Frieden

O Gott, von Dir kommt alles heilige Verlangen, jeder gute Rat und jede gerechte Tat. Gib uns, Deinen Dienern, den Frieden, den die Welt nicht geben kann, damit unsere Herzen willig sind, Deinen Geboten zu folgen. Befreie uns von der Furcht vor unseren Feinden, damit wir unsere Tage in Ruhe und Frieden verleben können. Durch die Verdienste unseres Heilandes Jesus Christus. Amen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

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12. November – Hauskirche

Hervorgehoben

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Schlagwörter

Regieren möglich, Zenit der Macht

Familien- oder Hausandacht – Morgen und Abend

Hinweis zur Kurzfassung – Das Allgemeine Gebetbuch – deutsch

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Während der Ferienzeit wird der fortlaufende Abschnitt aus der Morgenlese – Lektionar AGB – benutzt: Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

Hinweise

Mit dem zweiten Log-Down wird die Kurzauslegung zur Unterstützung der häuslichen Andacht und Pflege des geistlichen Lebens nach der anglikanischen Tradition fortgesetzt.


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Gebet – Psalm 109,21-31 (klicken)


Schriftteil und Anstöße zur Lesung

Lesung: 1. Samuel 11

Auf dem Zenit der Macht – Wie regieren möglich ist

Hinführung nach Unterbrechung der Andachten im August

Nach dem glorreichem Einzug Israels in das verheißene Land fiel es bald nach dem Tod des großen Führers Josua in alte Gewohnheiten des Götzendienstes der umliegenden Völker zurück. Wann immer sie in ihrer Sündennot und feindlichen Bedrängnis dann zu Gott schrien, erhörte er sie und erweckte ihnen entschlossene Richter, die sie zurück zum Bund Gottes führten. Diese Richterzeit war ein ständiges Auf und Ab in ihrer Gottesbeziehung. Zusammenfassend aber die Worte der Schrift über diese Zeit in Richter 21,25: In jenen Tagen gab es keinen König in Israel; jeder tat, was in seinen eigenen Augen recht war.

Diese notvolle Zeit zog sich hin bis zum letzten Richter Samuel, der aufgrund der Forderung des Volkes und vorausplanenden Vorsehung Gottes, ihnen einen aus Gottes Gnaden erwählten König einsetzte. Zuvor verkündete jedoch Samuel dem Volk das Königsrecht nach Weisung Gottes und legte diese Abschrift im Allerheiligsten nieder.

Heutiger AT Text

Saul und Geist Gottes

Als nun ein Teil des Volkes Gottes sich wieder einmal in großer Not durch die feindlichen Ammoniter (Nachkommen Lots) befanden, brachte der neu erwählte junge König Saul die entscheidende Hilfe. Der Geist Gottes kam in dieser gefährlichen Situation über König Saul, der alle wehrfähigen Männer Israels und Judas zum Kampf gegen diesen äußeren Feind aufrief, dem Ort Jabesch in Gilead zu helfen (südöstlich vom See Genezareth). Durch den Geist Gottes und durch kluge militärische Taktik geleitet schlug Saul die Ammoniter und befreitet Jabesch in Gilead.

Auf dem Höhepunkt der Macht Sauls, besonders durch den großen Sieg, entschied Samuel, dass es gut für das gesamte Volk sei, sich an dem historischen Ort Gilgal (Josua 4; und 5,1-9) zu versammeln, um das Königtum zu festigen und zu erneuern. Denn in der Vergangenheit, bei der ersten Einsetzung des neuen Königs, gab es noch eine Spaltung im Volk:  Niederträchtige Menschen aber sagten: Was kann uns der (Saul) schon helfen? Sie verachteten ihn. Jetzt aber hatte der vom Geist Gottes Ergriffene einen wunderbaren Sieg für ganz Israel errungen.

Das Wort das Königtum „erneuern“ beinhaltet, dass die Leute von Gott abgewichen waren. Um das Königtum aber zu festigen, mussten sie als ganzes Volk erneuert werden. Der Grund lag darin, dass sie wie in der Vergangenheit Gott als ihren König abgelehnt hatten. Die Erneuerung des Königtums unter Gott war zuerst eine Neuverpflichtung aller Menschen gegenüber Gott aber in Beziehung auf die neue Theokratie, die unter Sauls Führung stattfinden sollte.

Samuel setzte erneut Saul mit der gesamten Zustimmung des Volkes an diesem geschichtsträchtigen Ort ein und brachten Heils- oder Friedensopfer. Diese sollten als Symbol des Friedens und der Gemeinschaft mit Gott dienen. Der Grund aber lag auf dem fehlerlosen Opfer das Gott hier gebracht wurde.

Lernen wir aus dieser biblischen Begebenheit, dass ein Land und Volk immer zerrissen und gespalten sein wird, wenn es sich nicht dazu bekennt: „Ein Volk unter Gott“ zu sein. Schon die Andeutung, dass Israel mit 300.000 und Juda mit 30.000 Kämpfern auftrat, deutet auf die spätere Spaltung in zwei feindliche Staatsgebilde hin (1Kön 11,31ff). Wir erkennen auch hier, dass nicht der Herrscher oder Regierer der Garant für die Einheit und Zusammenhalt eines Volkes oder Nation steht, wenn nicht ein besonderer Geist ihn dazu befähigt. Nicht die übermächtige Intelligenz, hervorragende Führungseigenschaften noch Wirtschaftserfahrung einer Person können ein gespaltenes Volk zusammenbringen und vereinen. Was es aber ausmacht, sehen wir hier. Es ist der Geist Gottes, der einen von Gott berufenen Menschen ergreift, ihn und das gesamten Volk in Besitz nimmt, dass sich dann beide unter das Königsgesetz Gottes stellen und nach diesem Geist im Bund Gottes gemeinsam leben. Ist so etwas in der politischen Landschaft möglich?

Jesus Sieger über Dämonen

Lesung– Lukas 11,14-28 (klicken)

Mit dem Sieger sammeln schützt vor Rückfall

Aufgrund eines Wunders der Dämonenaustreibung wird ein Vorwurf gegen Jesus erhoben. Er vollbringt dies durch die böse Macht Satans. Jesu entgegnet mit V 22, dass er der Stärker über Satan ist und ihm die Macht damit abgenommen hat. Gerade auf diese Weise wird jedoch Gottes Herrschaft sichtbar. Es ist ein Beweis, dass Gottes Reich schon angebrochen ist und sein Wille auf Erden geschieht.

Nach der Warnung vor dem Rückfall hat das anschließende Bekenntnis einer Frau zur Größe Jesu einen besonderen Zweck. Es dient dazu, dass solche von Dämonen befreite Menschen nicht in ihren ursprünglichen Zustand zurückfallen sollen. Sie werden dadurch bewahrt, dass sie das Wort Gottes weiterhin hören und es auch im Innern bewahren.

Die Botschaft, die uns hier vermittelt wird, gilt Einzelnen als auch der Gemeinde Christi: Mit Christus, dem Sieger, Menschen unter sein Wort zu sammeln (fischen), schützt vor Rückfall unter frühere satanischen Mächte.

Abschlussgebet

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Morgendliches Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all’ unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.

Oder

Abendliches Gebet um Frieden

O Gott, von Dir kommt alles heilige Verlangen, jeder gute Rat und jede gerechte Tat. Gib uns, Deinen Dienern, den Frieden, den die Welt nicht geben kann, damit unsere Herzen willig sind, Deinen Geboten zu folgen. Befreie uns von der Furcht vor unseren Feinden, damit wir unsere Tage in Ruhe und Frieden verleben können. Durch die Verdienste unseres Heilandes Jesus Christus. Amen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

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19. August – Hauskirche

19 Mittwoch Aug 2020

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Familien- oder Hausandacht – Morgen und Abend

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Während der Ferienzeit wird der fortlaufende Abschnitt aus der Morgenlese – Lektionar AGB – benutzt: Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

Weitere Hinweise – zukünftig!

Mit dem Beginn der Coronazeit begann auch die tägliche Auslegung der Tageslese des Gebetbuches. Danach in der sommerlichen Ferienzeit wurde sie nur noch zweimal wöchentlich veröffentlicht. Diese Kurzauslegung wird in Kürze beendet. Deshalb der Hinweis hier, die gesamte chronologische Jahreslese herunterzuladen und selbst oder als Hausandacht so (in ein oder zwei Jahren) die Heilige Schrift regelmäßig weiter zu lesen.

Als weiteres Angebot zum Download sollen bald die zwei digitalen Gebetbücher (die Sie auch mit festem Einband bestellen können) bereitstehen. Sind Sie an diesem Download interessiert?  Die dazu passenden Artikel zum Verständnis werden in unregelmäßigen Abständen später folgen. Bei Interesse für weitere Informationen und Erklärungen zu diesen gottesdienstlichen Büchern, bitte weiter unten „ABBONIEREN“ anklicken.


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Gebet – Psalm 46 (klicken)


Schriftteil und Anstöße zur Lesung

Lesung: 5Mo/Deuteronomium 18 (klicken)

Die Propheten kommen! Aber welchem Propheten sollen wir vertrauen?

Ein Grundanliegen aller Religionen scheint zu sein, den Willen Gottes (eines oder mehrere Götter) zu erfahren und sich in der Gegenwart für die Zukunft sicher zu fühlen und sich darauf einzustellen. Dazu dient das Prophetenamt in Israel, dass grundsätzlich andere Möglichkeiten eröffnet, als durch die okkulten Praktiken der heidnischen Religionen praktiziert wird. Diese außerisraelitischen Handlungen sind Gott ein Gräuel. Deshalb werden diese Völker mit ihren Kulten vertrieben.

Gott dagegen hat sich an seine Propheten gebunden, die seinen klaren Willen durch das zu verstehende Wort deutlich weitergeben. Dieses Prinzip – einen Propheten … will ich dir immer wieder erwecken, – soll nie verändert werden. Mose ist darin das Urbild, dass sich von den falschen Propheten, von denen auch aus den eigenen Reihen gewarnt wird, deutlich abhebt. ER redete im Namen des wahren Gottes Jahwe und alle seine Worte trafen ein. So soll auch jedes zukünftige prophetische Wort und der Geist des Propheten geprüft werden. V 17 weist aber gleichzeitig über das Prinzip vom Urpropheten auf den endzeitlichen Propheten Christus hin. Viele Menschen zurzeit Jesu erkannten diesen und sprachen: „Das ist wahrhaftig der Prophet, der kommen soll“. Auch Petrus verkündet in seinen Predigten (Apg 4,17-26), dass Christus der verheißene Prophet ist, der gehört, dem gehorcht und der segnen wird, alle, die sich zu ihm bekehren. – Gerade in unserer jetzigen Zeit ist es wichtig, die Botschaft und den deutlichen Willen von Christus her zu hören, aber auch zu unterscheiden, ob die sich selbst ernannten Propheten mit Hiobsbotschaften und Verschwörungstheorien okkulte Orakel und eigene Träume weitergeben oder sie in der Linie von Mose auf Christus das verständliche Wort des Willens Gottes weitergeben.


Lesung– Joh 9,1-12 (klicken)

Geöffnete Augen für den Gesandten

Wie schon in Kapitel 8, so auch hier im nachfolgenden Bericht steht der Anspruch Jesu, dass er das Licht der Welt sei. Mit dem nun sechsten Wunder Jesu geht es auch hier um seine Identität, wer er ist und woher er stammt. Am Messiasbekenntnis werden sich alle Geister scheiden. Jesus, das Licht der Welt, heilt einen in tatsächlicher irdischer Dunkelheit stehenden Menschen, der von Geburt an blind ist. Und dies geschieht provokativ auch am Sabbath. Das Anrühren eines Teigs oder Breis, auch ärztliche Handlungen, waren doch an diesem Tag verboten. Diese Heilung brachte die religiösen Gesetzesvertreter auf die Palme. Jesus aber macht durch dieses Heilungswunder klar, dass er über dem Gesetz steht, es richtig auslegt, er der Gesandte, der Prophet, der Messias ist. Denn Jesus sendet den Blinden zu der Teichanlage in Jerusalem mit dem Namen Shiloa, die allegorisch, also sinnbildlich, hebräisch „Schaliach“ auf Jesus „den Gesandten“, hindeutet. Der Geheilte erkennt den Gesandten, bekennt ihn später trotz allem Widerstand der Religion und endgültigem „Kirchenausschluss“ als den von Gott gekommenen Menschensohn. Jesu Identität wird durch den Sehenden deutlich bezeugt. Er ist durch den Glauben zum irdischen und himmlischen Sehen gekommen. – Auch heute wird unser Bekenntnis zum Gottessohn als Retter und Herrn Verwunderung und Scheidung in dieser Welt hervorrufen. Doch dazu sind wir, wenn wir zum Schauen und Glauben gekommen sind, deutlich berufen.

Abschlussgebet

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Morgendliches Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all’ unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.

Oder

Abendliches Gebet um Frieden

O Gott, von Dir kommt alles heilige Verlangen, jeder gute Rat und jede gerechte Tat. Gib uns, Deinen Dienern, den Frieden, den die Welt nicht geben kann, damit unsere Herzen willig sind, Deinen Geboten zu folgen. Befreie uns von der Furcht vor unseren Feinden, damit wir unsere Tage in Ruhe und Frieden verleben können. Durch die Verdienste unseres Heilandes Jesus Christus. Amen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

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12. August – Hauskirche

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Schlagwörter

dürsten, kommen, trinken

Familien- oder Hausandacht –  Abend

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Während der Ferienzeit wird der fortlaufende Abschnitt aus der Morgenlese – Lektionar AGB – benutzt: Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Gebet – Psalm 40 (klicken)

Schriftteil und Anstöße zur Lesung

Lesung: 5Mo/Deuteronomium 11 (klicken)

Die Pädagogik Gottes und die Bundeserneuerung

V 1-9 Diese Verse betonen die bisherige vergangene Erfahrung der übriggebliebenen, jüngeren Generation. Mose spricht deren eigene Errettung und Erhaltung während der letzten 40 Jahre an, dann aber auch die von ihnen erlebten Gerichte Gottes. Diese Erkenntnisse sollte nicht vergessen werden, sondern sollen zur Motivation werden, auch in Zukunft die Segnungen Gottes zu ergreifen, aber unter der Bedingung, dass sie gehorsam sind. Denn der Segen Gottes kommt nicht automatisch. Die darauf nachfolgenden Verse 10-25 haben das gleiche Ziel. Sie sollen das Volk auf die Zukunft ausrichten und betonen gleichermaßen unter Gottes Segen zu bleiben. Werdet ihr und eure Generation gehorsam sein, dann erwartet euch Gottes Segen, ihr werdet das geschenkte Land einnehmen und darin wohnen bleiben.

Jede Generation wird von hier an aufgefordert, angesichts der großen früheren Taten Gottes für sich selbst zur Erkenntnis und zur Entscheidung zu kommen und persönlich in den Bund Gottes einzutreten und ihn zu erneuern.  Jeder Generation muss neu gesagt werden, dass der Bundesschluss auch für sie gilt und von ihnen gefeiert werden soll. Deshalb sind die Verse 18-21 fast eine wörtliche Wiederholung von K. 6,6-9. Die Generation soll die Worte (die Weisung) überall in ihrer Umgebung und Kultur vor Augen haben und im Herzen fest verinnerlichen. Die jeweils neu aufwachsende Generation der Kinder soll darin liebevoll und pädagogisch eingebunden und durch sie geformt werden, damit sie dann selbst zur Einsicht und zum Eintritt in den Bund mit Gott kommen. Die Grundlage dafür ist jedoch, dass Gott ihnen alles bereits verheißen und gegeben hat V 31. Und deshalb erwähnt der Eingangsvers: Du sollst deinen Gott lieben.  Erst danach folgen die Worte … und seine Weisungen und Gebote halten soll ein Leben lang.

Die Verse 26-32 sind als ein Abschluss für die Kapitel 5-11 gedacht (Auslegungspredigt über die Gebote) mit Segen oder Fluch. Selbst das ganze Buch Deuteronomium schließt mit Kapitel 27 wieder mit dem Hinweis auf Segen und Fluch ab als ein Bundeserneuerungsdokument.

Öffentliches Gelöbnis

Diese Darstellung reflektiert die Struktur eines Vasallenvertrages (Hetitterverträge) oder eines Königs, der auf seinem Totenbett seinen Vasallen schwören ließ, auch loyal seinem Nachfolger gegenüber zu sein. Hier aber ändert sich nicht der Herrscher, sondern das Volk, die nächste Generation. Eine weitere Bundeserneuerung geschieht später erneut unter Josua zu Beginn der Landnahme 8,30-35 und noch einmal am Ende seines Lebens (Jos. 24,25-26).

Solche Bundeserneuerung geschieht jedes Mal in der Anglikanischen Kirche oder auch in anderen Kirchen bei der Firmung oder Konfirmation, wenn eine Person bewusst in den Bund mit Gott eintritt und gesegnet wird. Auch wenn wir an einem feierlichen bibeltreuen Gottesdienst teilnehmen, dann ist jede Mahlfeier, jede Heilige Kommunion eine österliche Bundeserneuerungsfeier, Christi Erlösung wird gedacht, verinnerlicht und sein Bund mit uns erneuert, nämlich in der neuen Woche Jesus, dem Bundesstifter, nachzufolgen.


Lesung–
Joh 7,37-53 (klicken)

Vom erhöhten Geist ewiges Leben empfangen.

Am letzten Tag des siebentägigen Festes wurde Wasser aus dem Teich Siloah von den Priestern während des Morgenopfers zum Altar gebracht. Dabei sang der große Tempelchor. Jesus spricht bei diesem Höhepunkt die Worte, die an Jes 55,1 anklingen: Auf, alle Durstigen, kommt zum Wasser! Diese Worte dürste, komme und trinke fassen die Einladung des Evangeliums zusammen. Das Wasser, das Heil vom Brunnen Jesus, soll von Seinem Leibe kommen, wenn er erhöht ist. Jesus war zu dieser Zeit noch nicht am Kreuz, noch nicht in den Himmel erhöht, auch war zu dieser Zeit der Geist Gottes noch nicht ausgegossen.  Die Worte: von dessen Leib – sind auf den später erhöhten Leib Christi im Himmel zu beziehen. Von ihm wurde der Geist zu Pfingsten ausgegossen, und damit wurde das Heil der Erlösung von vielen Gläubigen erfahren. Sie tranken das Wasser des Lebens und der Erlösung. Trinken auch wir weiter von diesen Strömen des Heils, die von Jesus kommen. Haben wir den Geist von Ihm empfangen?

Abschlussgebet

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Abendliches Gebet um Frieden

O Gott, von Dir kommt alles heilige Verlangen, jeder gute Rat und jede gerechte Tat. Gib uns, Deinen Dienern, den Frieden, den die Welt nicht geben kann, damit unsere Herzen willig sind, Deinen Geboten zu folgen. Befreie uns von der Furcht vor unseren Feinden, damit wir unsere Tage in Ruhe und Frieden verleben können. Durch die Verdienste unseres Heilandes Jesus Christus. Amen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

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8. August – Hauskirche

Hervorgehoben

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Schlagwörter

Familie, Gesundheit, Segen, wahre Erkenntnis, wahrer Glaube, Wirtschaft

Familien- oder Hausandacht – Morgen oder Abend

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Während der Ferienzeit wird der fortlaufende Abschnitt aus der Morgenlese – Lektionar AGB – benutzt: Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.


Gebet – Psalm 37,19-29 (klicken)


Schriftteil und Anstöße zur Lesung

Lesung: 5Mo/Deuteronomium 4,42-51 (klicken)

Erwählt aus Liebe zum Bund Gottes, um abgesondert von kultureller und idiologischer Beeinflussung  gesegnet zu werden.

Das Volk war feierlich erneut in den Bund Gottes eingetreten (K 5). In Kapitel 6 wird uns der Inbegriff von Deuteronomium klar gemacht. Um dieses Prinzip bewegen sich alle Ermahnungen, Anordnungen und Weisungen. Das große Gebet Israels (Höre Israel) beginnt mit den Worten, diesen Einen von ganzem Herzen zu hören und zu lieben.

Im heutigen Kapitel 7 beginnt Mose eine Auslegungspredigt über die aktuelle Situation, die bald eintreten wird. Es geht um das soziale Verhältnis zur kanaanäischen Bevölkerung mit ihren Kult- und Göttergebräuchen. Hier geht es nicht um hassbegründete Ausrottung von anderen ethnischen Sippen und Stämmen, weil sie besser und überlegener und größer sind, sondern weil sie durch Verschwägerung mit Nicht-Volk-Gottes von ihrem Bundesgott abfallen würden. Es gibt keine nationalistischen Gründe für diese sich uns scheinbar als grausam darstellende Ausrottung, sondern nur die Väterverheißung und den Bund Gottes, ihnen das Land zu geben.

Die Verse 9-11 weisen die fälschliche Theorie zurück, dass hier der Rachegott des Alten Testaments am Werk sei. Der Bund Gottes gilt allen, die ihn hören und lieben, und zwar bis ins tausendste Glied, d.h. für immer. Die Vergeltung oder das Gericht trifft nur die, die seine Liebe nicht annehmen, ablehnen und ihn hassen. Aber auch dieses Gericht wird barmherzig begrenzt, dass es sich nur bis zur dritten oder vierten Generation auswirken kann. Dagegen strömt seine Liebe grenzenlos aus an alle, die ihn allein hören und lieben – für immer.

evangelisch.de

V 12-16. Folgerichtig wird hier der Segen denen zugesprochen, die den einzigen, ewigen Jahwe-Gott hören und lieben. Dieser Glaube soll irdische Auswirkungen haben auf alle Unternehmungen des Lebens, gesellschaftliche, wirtschaftliche, auf Familie, Gesundheit und das Zusammenleben.

Wollen wir bedenken, diesen Aspekt umsichtig zu beachten und zu verkündigen, nicht  von hier ein Wohlstands- und Gesundheitsevangelium für jeden zu verbreiten, sondern an die unabänderliche Bedingung erinnern, an den Bund Gottes und Ihn täglich zu hören und zu lieben. Ein beziehungsloses Wohlstandsevangelium wird nur Gericht bringen, denn es folgt einem anderen Götzen („Idol“, Idee, falschen Gott).

Gott will uns durch dieses Kapitel Mut zusprechen und Hoffnung geben. Er will uns trotz immer neuer großer Probleme und Bedrängnisse Mut zusprechen, dass er mit seinem Bundesvolk immer noch unterwegs ist. Er ist auch während der für alle Menschen unsicheren Zeit der Corona-Pandemie der mitgehende Gott. Er wird für uns streiten und wir dürfen stille sein (Ex 14,14).



Lesung–
Joh 6,66-71 (klicken)

Den Heiligen Gottes erkennen

Nur dem äußeren Erscheinungsbild Jesu nachzufolgen, das nützt Mitläufern nicht zu ihrem Heil. Der heilbringende Glaube stützt sich aber allein auf die heilbringenden Worte des Heilands. Ungewöhnlich und zentral wird uns noch einmal das Petrusbekenntnis vorgestellt, dass einzigartig ist: Du bist der Heilige Gottes. Petrus stellt diese göttliche Einzigartigkeit gegenüber normaler irdischer Herkunft heraus. Dazu sollen sich alle wahren Nachfolger Jesu bekennen. Denn Jesus ist eins mit dem Vater, er ist himmlischen Ursprungs und auch himmlischen Ziels. An dieser Glaubensaussage scheiden sich die Mitläufer und die wahrhaft vom Himmel Berufenen und Wiedergeborenen. Kennen wir den vom Himmel Gekommenen und in den Himmel Gefahrenen persönlich?

Abschlussgebet

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Morgendliches Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all’ unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.

Oder

Abendliches Gebet um Frieden

O Gott, von Dir kommt alles heilige Verlangen, jeder gute Rat und jede gerechte Tat. Gib uns, Deinen Dienern, den Frieden, den die Welt nicht geben kann, damit unsere Herzen willig sind, Deinen Geboten zu folgen. Befreie uns von der Furcht vor unseren Feinden, damit wir unsere Tage in Ruhe und Frieden verleben können. Durch die Verdienste unseres Heilandes Jesus Christus. Amen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

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1. August -Hauskirche

01 Samstag Aug 2020

Posted by Bischof Meyer in Hauskirche

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Schlagwörter

Auslegung, Gesetz, Landeinnahme, Motivation

Familien- oder Hausandacht – Abend

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Während der Ferienzeit wird der fortlaufende Abschnitt aus der Morgenlese – Lektionar AGB – mittwochs und samstags benutzt: Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Gebet – Psalm 32 (klicken)

Schriftteil und Anstöße zur Lesung

Lesung: 5Mo/Deuteronomium 2,1-25 (klicken)

Kurze Einleitung zum Verständnis des gesamten Buches 5. Mose / Deuteronomium

Das Buch Deuteronomium wird von alttestamentlichen Theologen unterschiedlich betrachtet. Bis 1960 wurde es meist als zum deuteronomistischen Geschichtswerk zugehörig bezeichnet, zu dem Josua, Richter, 1.+2. Samuel und 1.+2. Könige gezählt wurden. Es soll im 7. Jahrhundert v. Chr. durch den Fund dieses Gesetzbuches unter König Josia (621) entstanden sein. Damals sollten nach Wegführung des Nordreiches die übrigen levitischen Landpriester keine Höhenopfer mehr darbringen und die Anbetung nur noch auf Jerusalem ausgerichtet werden. Nach dieser Theorie würde das 4. Buch Mose, das wir kürzlich betrachtet hatten, die Thora (das Gesetz) hier abschließen. Dies widerspricht sicherlich dem jüdisch-rabbinischem Verständnis, auch dem inneren Zusammenhang des Alten Testaments an sich, wie auch dem vielfältigen Gebrauch, Betonung und der Wertigkeit im NT durch Jesus, durch die Apostel und Evangelisten in den Evangelien und auch in den Briefen. Eine ausführliche Erörterung beider Seiten kann hier nicht erfolgen.

Zu dem Missverständnis hat sicherlich die Septuaginta Übersetzung mit dem Wort „deutero-nomium“ – zweites Gesetz -beigetragen, während der hebräische Titel Kap.1,1 „… dies sind die Worte“ für uns nicht besonders aufschlussreich ist.

Neuere Forschungen im letzten Drittel des 20. Jahrhunderts begründen die Einheit des Pentateuchs aber damit, dass das 5. Buch Mose deutlich dem Vorbild der Lehn-, Vasallen- oder Oberherrschaftsverträge (Suzerain Treaties) der Hettiter aus dem 2. Jahrtausend v. Chr. folgt. Dies sind Verträge zwischen einem hetitischen König und Vasallen (Unterkönig und / oder Volk). Der Herrscher legt den besiegten Vasallen einen gnädigen Vertrag vor, dem sie zustimmen und sich an die Vertragsbedingungen halten sollen, damit sie dann unter seinem Schutz friedvoll leben können.

In diesem Sinne präsentieren vor dem Einzug in das Verheißene Land und dem Tod ihres Führers Mose – „Dies sind die Worte…“ (Das gesamte Buch Deuteronomium) – den Bundesvertrag Jahwes mit seinem Volk Israel.  Die Struktur wird hier in Anlehnung hetitischer Verträge erkennbar.

  1. Historisches Vorwort  – K 1,6-3,29
  2. Vertragsbedingungen K 4-26
    • Grundbedingungen und Vorschriften 4,1-39; 5,1-11,32
    • Einzelvorschriften K 12,1-26,19
    • Erläuterungen über Abschrift und Bundeserneuerungszeiten K 27
  3. Segen bei Einhaltung oder Fluch bei Untreue K 28-30
  4. Zusammenfassung K 29+30
  5. Nachwort: Regelungen zur Fortsetzung des Bundesvertrages K 31-34
This Boundary stone is a commemorative monument giving the history of a private individual. He was an official in the Temple at Morduk. It was erected by his son and shows the two together in respectful poses. It was made between 900 and 800 BC

Dieses Buch beschreibt die gnädige Beziehung des Gottes Jahwe mit seinem Volk, das sich im Neuen Testament mit erweiterten Prinzipien noch deutlicher fortsetzt und erfüllt.

Das Buch ist eine Einheit unter dem Thema Bundestheologie und rechtem Gesetzesverständnis. Dieses durch die kritische alttestamentliche Orthodoxie erkannte Schlüsselthema – von Deuteronomium durchgehend bis 2. Könige – bestärkt einerseits positiv die Einheit des Buches. Andererseits ist ihre unbewiesene Redaktionskomposition gegenüber der älteren Tradition der ca. 3000 Jahre zuvor bekannten „Lehnsverträge“ abzulehnen.

Mose beginnt in Kapitel 1, dem Volk Israel das Gesetz auszulegen. Er wiederholt das bereits bekannte Gesetz und wendet es im Leben des Volkes an, erinnert sie, wie sie in den 40 Jahren den Willen Gottes erlebten, gehorsam oder auch ungehorsam waren, mit allen damaligen Konsequenzen. An diese einschneidenden Dinge ihres Lebens konnten sie sich noch gut erinnern. Hier erfahren wir, was mit einer richtigen Auslegung des Gesetzes gemeint ist und wie die Schriftauslegung durch Gottes Verkündiger gehandhabt werden soll (V 5), sie treffend und erinnernd im Leben der Menschen einzusenken und sie zum Handeln zu motivieren.

Das Ziel dieses „Historischen Vorworts“ ist von Anfang an deutlich: „Zieht hinein und nehmt das Land der Verheißung ein (V 8)!“ Bei einer rechten Schriftauslegung geht es immer darum, das gute irdische oder geistliche Land einzunehmen. Als Ergebnis solcher Schriftauslegung sollte bei den Zuhörern immer eine Lebensveränderung enstehen, ähnlich wie bei Christus, dessen Leben eine ganze Schrifterfüllung war.

In Kapitel 2 wird das Volk besonders an die Güte und Versorgung Gottes erinnert, der 40 Jahre mit ihnen gewesen war, und dass sie an nichts einen Mangel gehabt hatten (V 7). Danach werden sie wieder mittels Auslegung des Gesetzes durch Mose ermutigt und motiviert, jetzt auszuziehen, zu kämpfen und das Land der Amoriter einzunehmen V 24.



Lesung–
Joh 5,31-47 (klicken)

Über diese Lesung meditieren und selbst eine Anwendung finden.

Abschlussgebet

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Abendliches Gebet um Frieden

O Gott, von Dir kommt alles heilige Verlangen, jeder gute Rat und jede gerechte Tat. Gib uns, Deinen Dienern, den Frieden, den die Welt nicht geben kann, damit unsere Herzen willig sind, Deinen Geboten zu folgen. Befreie uns von der Furcht vor unseren Feinden, damit wir unsere Tage in Ruhe und Frieden verleben können. Durch die Verdienste unseres Heilandes Jesus Christus. Amen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

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29. Juli – Hausandacht

29 Mittwoch Jul 2020

Posted by Bischof Meyer in Hauskirche

≈ Ein Kommentar

Schlagwörter

Ehevertrag, Erbrecht, Heiraten

Familien- oder Hausandacht – Morgen oder Abend

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Während der Ferienzeit wird der fortlaufende Abschnitt aus der Morgenlese – Lektionar AGB – benutzt: Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.


Gebet – Psalm 30 (klicken)


Schriftteil und Anstöße zur Lesung

Lesung: 4Mo/Numeri 36 (klicken)

Heiraten durchdacht und mit Zukunft

Das letzte Kapitel des 4. Buches / Numeri schließt mit einer ergänzten Regelung für das Lebens des Volkes ab. Zukünftige Ehebeziehungen und damit verbundenen Konsequenzen für die Gemeinschaft werden festgelegt. Dieser Abschluss ist eine Art Bestandsaufnahme des Volkes Israel. Die Gemeinschaft ist kein zusammengewürfelter ungeordneter Haufe, sondern jeder Stamm ist für sich geschlossen und geordnet. Alle Stämme nehmen das von Gott angeordnete Eigentum (Erbe) ernst und sind bereit, es bald in Besitz zu nehmen.  Das Volk Israel ist bereits eine göttliche Kultgemeinde mit feierlichen Gebräuchen und göttlichen Ordnungen.

Die Regelung betrifft das Erbrecht der Zelophhad Familie, das für die Töchter bereits in Kap. 27,1-11 geregelt wurde. Jetzt aber gibt es für die noch unverheirateten Töchter ein Problem. Heirateten sie irgendeinen Mann aus den übrigen 11 Stämmen, dann geht ihr persönliches Erbe wie gewohnt an den Sohn des Ehemanns und an einen anderen Stamm über. Damit würde der Erbbesitz aus dem einen Stamm gelöst und geht an einen anderen über. Der Rat Gottes wird erfragt und umgesetzt: Jeder soll festhalten an dem Erbe seiner Väter und seines Stammes (V 9). Die Töchter hielten sich an dieses Prinzip und heirateten innerhalb ihres eigenen Stammes Manasse Männer väterlicherseits (ihres Onkels),Vettern oder weitläufigere Verwandte.

Dieser Rat ist ein göttliches und geistliches Prinzip, das damals und auch heute noch beachtet werden sollte, nämlich an den Werten und dem Erbe der Väter festzuhalten und die weitreichenden Konsequenzen einer Ehe für die Zukunft zu beachten, besonders, wenn es um eine Ehe mit Besitz und zukünftige Versorgungsansprüchen geht.

Gryffindor / CC BY-SA

Ist es nicht ratsam, so wie diese Töchter mit dem eigenen geistlichen Volk Gottes feste Verbindungen für die Zukunft einzuplanen und einzugehen? Ja, heiraten sollen sie, wen sie heiraten wollen, aber doch im Rahmen Gott gegebener Grenzen. Sollten nicht die sensiblen, feinen und rechtlichen Beziehungen des Lebens nur mit solchen Lebenspartnern geschlossen werden, die innerhalb des christlichen Glaubenserbes stehen? Alle unsere Wünsche und Neigungen für das Leben, besonders für die Ehe, sollten dem Willen Gottes entsprechen. Nicht umsonst hören wir im Neuen Testament:

Lasst euch nicht mit Ungläubigen in dasselbe Joch spannen. Wie passen denn Gerechtigkeit und Gesetzlosigkeit zusammen? Oder was haben Licht und Finsternis gemeinsam?

Christen sollten dieses Prinzip beachten. In den natürlich und von Gott gegebenen Verlangen nach dem anderen Geschlecht sollte nicht die emotionale, unregierbare Leidenschaft über verstandesmäßige und weitreichende Lebensentscheidungen ausschlaggebend sein. Sprüche 7,7 beschreibt einen Ochse ohne Hirn. Solch eine Lebensentscheidung sollte mit gesundem Menschenverstand, im Interesse der Gesellschaft und besonders der Kirche Christi getroffen werden. Es sollten die biblischen Werte der Väter, der Ehe, des Erbbesitzes, der Finanzen, das zukünftige gemeinsame Vermögen und die zu erwartenden Kinder im Auge behalten bleiben.

Das Erbe der Väter, die Werte der Ehe und des Besitzes im Rahmen des Christlichen Glaubens sollte auch heute noch Vorrang vor allen kurzsichtigen emotionalen Entscheidungen haben.

Ablauf – Jüdische Hochzeit


Lesung– Joh 4,43-54 (klicken)

Über diese Lesung meditieren und selbst eine Anwendung finden.

Abschlussgebet

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Morgendliches Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all’ unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.

Oder

Abendliches Gebet um Frieden

O Gott, von Dir kommt alles heilige Verlangen, jeder gute Rat und jede gerechte Tat. Gib uns, Deinen Dienern, den Frieden, den die Welt nicht geben kann, damit unsere Herzen willig sind, Deinen Geboten zu folgen. Befreie uns von der Furcht vor unseren Feinden, damit wir unsere Tage in Ruhe und Frieden verleben können. Durch die Verdienste unseres Heilandes Jesus Christus. Amen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

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25. Juli – St. Jakobus-Tag

25 Samstag Jul 2020

Posted by Bischof Meyer in Hauskirche, Sonn-&Feiertage

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Schlagwörter

Camino, Jakobsweg, Kelch trinken, Pilgerweg, Santiago de Compostella

Familien- oder Hausandacht zum St. Jakobustag

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Während der Ferienzeit wird der fortlaufende Abschnitt nur mittwochs und samstags aus der Morgenlese – Lektionar AGB – benutzt: Die gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Gebet – Psalm 34

Schriftteil und Anstöße zum Jakobus-Tag

Lesung: Matth 20,20-28

Johannes und Jakobus waren die Söhne der Salome (27,56) und des Zebedäus. Die Mutter Salome drückte den Wunsch der beiden Jüngersöhne vor Jesus aus, den besten Platz im Himmelreich, rechts und links neben ihm zu erhalten. Das mag zwar ehrenwürdig für eine Mutter sein, die sich um die Zukunft ihrer Kinder kümmert, doch der Gedanke von Ehrenplätzen im Reich Gottes liegt ganz konträr zum Verständnis der Nachfolge Jesu, besonders wenn wir uns sein Vorbild des Dienstes auf Erden ansehen. In dem Abschnitt zuvor wird die dritte Leidensankündigung Jesu mit seiner Kreuzigung verkündet. Der Abschnitt danach spricht nicht umsonst von den Blinden. Beide Pöstchensucher, auch die hier vorgeschobene bittende Mutter, sind alle blind für den Dienst in der Nachfolge Jesu und im Reich Gottes. Denn Ehrenplätze suchen im Reich Gottes verstößt ganz gegen das Jüngerverständnis des Neuen Testaments. Der Hinweis auf den Kelch und die Taufe, das Leiden und den Tod, macht dies durch Jesu Vorbild am Ende deutlich: Sein Leben gebe zu einer Erlösung. Wer aber eine weltliche Gesinnung in sich trägt, auf Anerkennung und Pöstchen aus ist, wird aber von oben herab herrschen und nach unten seinen Nächsten unterdrücken. Jesus dagegen tritt nicht in einer Herrschaftshaltung, sondern in einer Dienerhaltung auf. Er schnippt nicht mit dem Finger und lässt alle Puppen um sich herumtanzen, sondern dient ganz da unten und setzt alles, was er besitzt und selbst ist, zur Lösung von menschlichen und Sündenproblemen ein. Seine Lebenshaltung ist diese: Leben zu geben und sich dabei zu verlieren. – Wie verhalten wir uns im Alltag mit den Mitmenschen, in der Kirche, im Gemeindedienst und bei unserem Nächsten? Geben wir unser Leben in den Dienst oder fordern wir das Leben der anderen ein, uns zu dienen und uns zu ehren?

Ein Leben, gegeben, für den Herrn der Welt


Bild – Heiligenlexikon – Joachim Schäfer

Lesung – Apg. 12,1-3

Der Apostel Jakobus lebte damals unter der Herrschaft des Herodes Agrippa I. (41-44 n.Chr.), der sich als selbständiger König um ein gutes Verhältnis zu den Pharisäern und den Leitern des Volkes bemühte, um so seine geduldete Herrschaft von Rom zu festigen. Um diese Führungsschicht zufrieden zu stellen, verfolgte er die kleine christliche Judensekte. Herodes lässt Jakobus enthaupten, will Petrus als nächstes töten, verfällt aber selbst dem schnellen Tod durch Gottes Gericht (V32).

Diese Ereignisse sollen verdeutlichen, dass das göttliche Eingreifen für seine Gläubigen nicht immer vorherbestimmbar ist. Nicht immer wird der Gerechte aus Not und Anfechtungen herausgerissen. Nicht alle Gerechten werden wie Daniel in der Löwengruppe bewahrt. Gott lässt jetzt seinen Diener den Kelch trinken als Antwort auf Jesu frühere Frage: Könnt ihr den Kelch trinken? – Dies hatte er bejaht. Jakobuswird damit als erster Apostelmärtyrer, während Petrus aus gleicher Situation gerettet wird. Scheinbar hatte Gott für den Apostelführer noch bedeutende Aufgaben für die geistliche Leitung der damaligen kleinen Herde in Jerusalem vorgesehen.

Jakobus-Stein, wo das Schiff des Jakobus gelandet sein soll – Heiligenlexikon –

Dem Apostel Jakobus und seinem Märtyrertod wird bis zum heutigen Tage noch gedacht. An sein unermüdliches Wirken in der Mission erinnert der Jakobusweg, auf dem sich heute noch viele tausende von Menschen begeben, um ihre spirituelle Reise zur Kathedrale von Compostela, Spanien, anzutreten. Dorthin soll Jakobus vor seinem Tod eine Missionsreise unternommen haben.

Abschlussgebet

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Tagesgebet Apostel Jakobus

Barmherziger Gott. Verleihe, dass, wie Dein heiliger Apostel Jakobus seinen Vater und alles, was er besaß, verließ und ohne Zögern dem Ruf Deines Sohnes gehorsam war und ihm nachfolgte, auch wir bereit sind Deinen heiligen Geboten zu folgen, indem wir allen weltlichen und sündigen Neigungen entsagen. Durch denselben, Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

Mehr unter: HEILIGENLEXIKON

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22. Juli – HAUSKIRCHE

22 Mittwoch Jul 2020

Posted by Bischof Meyer in Hauskirche

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Familien- oder Hausandacht – Morgen oder Abend

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet,.

Die Lesungen werden in der sommerlichen Ferienzeit nur mittwochs und samstag verschickt. Die gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.


Gebet – Psalm 23


Schriftteil und Anstöße zum AT

4Mo/Numeri 27

Frauenrechte göttlich bestätigt – Stabübergabe an Jüngere mit Hirtenauftrag

Mit der erneuten Zählung der Wehrfähigen vor der Landnahme, die 601.730 betrug, und der Leviten (23.000) wird ein neuer Abschnitt des Volkes Israel eingeleitet. Gleich zu Beginn wir auch ein Präzedenzfall der Landnahme durch Frauen behandelt. Gewöhnlich erbten nur die Söhne. Hier nun wird durch göttliche Weisung das Erbrecht der Töchter eingeführt. Diese Regelung ist aus folgenden Gründen notwendig. Erstens bedeutete der Empfang eines Stück Landes auch die persönliche Teilnahme und Verwirklichung der Bundesverheißung. Der Name eines Geschlechts blieb auch nur in Verbindung mit einem Grundbesitz erhalten. Weiter würde der Tod des Vaters ohne Söhne den Anteil an der Verheißung beseitigen und die Identität als Teil des Bundesvolks – durch den entsprechenden Stamm Manasse – aufheben. Weiter sollte auch die Frage geregelt werden, wenn keine männlichen Nachkommen da sind, ob nicht auch Frauen die Familie repräsentieren und führen könnten. Die Antwort Gottes auf eine neue Situation gibt klare Antwort. Ja, sie übernehmen die Stellung und das Recht wie die männlichen Nachkommen.

Bereits zuvor wurde der alten Führerschaft mitgeteilt, dass sie zum Volk Gottes, den Vätern, versammelt würden, nicht aber persönlich das Land erben sollten. Mirjam und Aaron gingen schon den Weg alles Fleisches, nun wird Mose als letzter auf diesen Übergang ins Himmlische vorbereitet. Er darf das Land zwar sehen, aber nicht einnehmen. Der Grund wurde uns in 20,2-13 bereit klar gemacht. Mose ist irdischer Führer, Richter und Hirte und soll nun den Leitungsstab an einen jüngeren Nachfolger mit gleichen Aufgaben der täglichen Führung in allen Bereichen des Volkes übernehmen. Josua, der bewährte Diener, ist der sich unterordnende und geisterfüllte Auserwählte. Moses war über lange Zeit sein Mentor, hatte ihn auf diesen Zeitpunkt vorbereitet. Wie der Landbesitz eine Gabe Gottes ist, so ist auch die Übertragung der Hoheit (V20) der Leitung eine Gabe Gottes an das Volk. Die Einsetzung zu diesem Amt geschieht öffentlich unter Handauflegung durch Mose in Gegenwart des geistlichen Leiters Eleasars und des gesamten Volkes. Das dient dazu, dass das Volk seine Autorität anerkennt und ihm gehorcht. Der Unterschied zu Mose liegt darin, dass Gott nicht mehr direkt zu ihm spricht wie zu Mose, sondern dass Josua den Priester Eleasar um die Führung Gottes ersuchen muss. Josua hat eine andere Stellung inne als Mose. Denn nur er sprach zu Gott von Angesicht zu Angesicht. Josuas Amt war aber das eines Richters, er war der Leiter, der nach dem wahren Recht das Volk wie ein Hirte führt und auf ihr Wohlsein bedacht sein soll. Insofern ist Josua oder Jeshua auch ein Bild auf Jesus im NT, der als Hirte sein Volk in das verheißene (ewige) Land führt.

Bei der Konsekration eines Bischof der Anglikanischen Kirche durch die Auflegung der Hände anderer Bischöfe geht es ähnlich um die Hinnahme des Heiligen Geistes für das Amt, sich selbst und die Herde Christi nach der Schrift auszurichten, Schwache aufzubauen, die Kranken zu heilen, die Ausgestoßenen zum Volk Gottes zu bringen, die Verlorenen zu suchen und mit der Kirchenzucht barmherzig umzugehen.



Neutestamentliche Lesung

NT – Johannes 2,1-12  – Wasser zu Wein

Die jüdische Hochzeit, an der Jesus teilnimmt, symbolisiert das messianische Königreich, und der Wein die Freude und den Segen dieses Königreichs. Das Wasser-zu-Wein-Wunder offenbarte zusätzlich Jesus als den Schöpfer (Joh 1,3+10).  Es ist das erste von sieben noch folgenden Wundern im Evangelium. Außerdem weist das erste Wunder auf das Ende und den Auftrag seines Kommens hin: Der Wein spricht von dem Kelch und Neuen Bund in seinem Blut.

Durch dieses Wunder stellt Jesus alle griechischen und römischen Wein-Gottheiten, wie Dionysos oder Bachus, in den Schatten. Es ist nur Jesus, der wirkliche Zufriedenheit und ewig bleibende Freude schaffen kann. Weiter heiligt Jesus durch seine Teilnahme an der Hochzeit und durch das Wunder den Stand der heiligen Ehe.

Abschlussgebet

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Morgendliches Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all’ unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.

oder

Abendliches Gebet um Frieden

O Gott, von Dir kommt alles heilige Verlangen, jeder gute Rat und jede gerechte Tat. Gib uns, Deinen Dienern, den Frieden, den die Welt nicht geben kann, damit unsere Herzen willig sind, Deinen Geboten zu folgen. Befreie uns von der Furcht vor unseren Feinden, damit wir unsere Tage in Ruhe und Frieden verleben können. Durch die Verdienste unseres Heilandes Jesus Christus. Amen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

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14. Juli – Hauskirche

14 Dienstag Jul 2020

Posted by Bischof Meyer in Allgemein

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Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Gebet – Psalm 18

https://www.bibleserver.com/EU/Psalm18

Schriftteil und Anstöße

AT– 4 Mo/Numeri 18 – Eine wichtig Frage: Was sollen wir für das Heiligtum Gottes tun?

https://www.bibleserver.com/EU/4.Mose18

Gott spricht hier direkt zu Aaron, dem Hohenpriester über Ämter und differenzierte Dienste (V 1-7). Dann folgen Hinweise zu den Abgaben zur Finanzierung des heiligen Dienstes (V 8-32), nämlich, dass zuerst der Zehnte des Volkes Gottes an die Leviten als ihren persönlichen Besitz gehen soll. Diese wiederum geben gleich das Beste dieses Zehnten an die Priester und diese wiederum ihren Zehnten an den Hohenpriester. Als Verantwortlicher, der dieses Prinzip umsetzen sollte, war wiederum Mose (V28) als Leiter des Volkes Israel eingesetzt.

Die Aufgabe der Priester und Leviten bestand darin, nicht nur für die Verfehlungen und Schuld der Priester und Leviten am Heiligtum (im inneren Bundeszeltes) Sühne zu erwirken, sondern auch für alle Verfehlungen des Volkes Gottes, dass sich um die Stiftshütte mit ihren Zelten lagerte. Dabei geht es nicht nur um die normalen Verfehlungen (Lev 16,6), sondern auch für die unheilig oder missbräuchlich dargebrachten heiligen Gaben (Ex 28,38).

Um diesen gesamten Sühnedienst vor Gott zu unterhalten, werden Abgaben vom Volk erwartet. Das Prinzip ist einfach und verständlich. Alles gehört Gott, das Land und die Leute. Dazu gehört auch der abgegrenzte Bezirk des Heiligtums und die dargebrachten heiligen Gaben. Auch das Leviten- und Priesteramt ist ein Geschenk Gottes an sein Volk. Das hervorgehobene Wort in diesem Kapitel ist „heilig“ in verschiedenen Abstufungen. Heilig meint hier „zu Gott gehörend“.

Die Leviten und Priester besitzen keinen irdischen Besitz wie alle anderen des Volkes, auch nicht wie die ägyptischen Priestern mit damals besonderem Besitz und Ländereien. Ihr Besitz ist nur Gott allein. Und von allen unterschiedlichen Opfern und Gaben für den Altar der Stiftshütte lebten sie. Das war der Lohn für ihren geistlichen Dienst. Das sind umgerechnet bei wehrfähigen 600.000 Männern und ca. 12.000 dienstfähigen geistlichen Männer am Heiligtum (das ist 50:1 – :10% = 5) fünfmal so viel Einkommen als ein normaler Israelit, der irdischen Besitz and Vieh und Land besaß. In der Praxis bei allen Lebensumständen und nicht immer pünktlichen Bezahlung war die Versorgung des geistlichen Amtes sicherlich nicht immer dem Prinzip entsprechend.

Die Einkünfte kommen aus den folgenden Quellen. 1) Der ganze Zehnte des Volkes für die Leviten ist eine großzügige Regelung für den geistlichen Dienst (5Mo/ Deut 12,18+ K 14,27-28). 2) Weiter sind die Leviten verpflichtet, von diesem Zehnten wiederum ihren besten Zehnten dem HERRN zu geben und an die Priester abzuliefern (V 25-29). 3) Die Priesterklasse gab dann wiederum ihren Zehnten an Aaron, den Hohenpriester weiter. 4.) Ein warnender Hinweis auf einen leichtfertigen Umgang mit diesem heiligen Zehnten (Abgaben an Gott) wird hier besonders auch an die geistlichen Diener gerichtet, sich genauso an dies Prinzip zu halten, nicht nur das Volk.

Zehntscheune in Jesberg

Mit dem Zehnten wird deutlich, dass alle nicht ein besonderes Opfer bringen, sondern einen Anteil, der sowieso Gott gehört. An diesem Zehnten haben sich in der Vergangenheit für den Kult-(Gottesdienst) und Weltbereich die Babylonier bis hin zu den Römern orientiert. Die frühe Kirche hat immer auf dieses Prinzip zur Finanzierung des geistlichen Amtes hingewiesen. Bereits Paulus schreibt (1Kor9,14) „So hat auch der Herr befohlen, dass, die das Evangelium verkündigen, vom Evangelium leben sollen“. In Bezug auf die Höhe der Bezahlung gegenüber anderen normalen Berufen lesen wir im Neuen Testament: Älteste, die leitend in der Gemeinde tätig sind und ihren Dienst gut versehen, haben doppelten Lohn verdient, besonders wenn sie sich mit ganzer Kraft als Prediger und Lehrer einsetzen.

Obwohl diese Abgaben damals freiwillig, meist mit zum Herrenmahl / Eucharistie gebracht wurden, wurde 585 n. Chr. – dieses als Rechtspflicht verkündet und erst 1848 durch Gesetze in Deutschland aufgelöst und anders gestaltet. Bei den Mitgliedern der beiden Großkirchen beträgt die Kirchensteuer 9% von der pauschalierten Lohnsteuer. Dieser Betrag liegt viel niedriger als der biblische Zehnte des Volkes Gottes als Anerkennung, dass alles im Leben Gott gehört, und auch mit diesem Geld das Reich Gottes, seine Mitarbeiter und die Mission zur Ausbreitung des Evangeliums finanziert werden soll. Über dieses Prinzip des Zehnten allgemeinen und die persönliche Anwendung im Besonderen, sollte sich jeder Nachfolger Christi und auch Geistlicher erneut vor Gott Gedanken machen: Was gehört Gott und was kann ich zur Finanzierung der Kirche, meiner Gemeinde und der Mission beitragen.

Die Anglikanische Kirche in Deutschland als Diözese der internationalen Reformierten Episkopalkirche und zugehörig zur Anglikanischen Kirche in Nordamerika finanziert sich nach diesem Prinzip. Von den Spenden der Gemeinden gehen 10% an das Bistum, das Bistum wiederum überweist jährlich von diesem Zehnten ihren Zehnten an die Verwaltung der Gesamtkirche, diese wiederum finanziert die Gesamtausgaben und den Erzbischof. Dieses Prinzip sollten auch alle Freunde und Glieder der Gemeinden verstehen und mit unterstützen.

In weltlicher Anlehnung an den berühmten Spruch von John F. Kennedy: „Frage nicht, was dein Land für dich tun kann, frage, was du für dein Land tun kannst.“ Dieser Leitsatz ist auch ein Aufruf zum Handeln des Einzelnen, für die Allgemeine Kirche Christ das Richtige zu tun.


Neutestamentliche Lesung

NT – Markus 15,42-47

https://www.bibleserver.com/EU/Markus15%2C42-47

Diesen Text lesen und selbst meditieren!

Abschlussgebet

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

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