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Das Allgemeine Gebetbuch

~ Das Gebetbuch gründet sich auf die klassische Version von 1662

Das Allgemeine Gebetbuch

Kategorien-Archiv: Hauskirche

15. Mai – Hauskirche

15 Freitag Mai 2020

Posted by Bischof Meyer in Hauskirche

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Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.


Schriftteil

At – Exodus 38

https://www.bibleserver.com/EU/2.Mose38

Gebet – Psalm 109,1-20

https://www.bibleserver.com/EU/Psalm109%2C1-20

NT – Markus 3,13-19

https://www.bibleserver.com/EU/Markus1%3C13-19

Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT – Ex. 38 – Das irdische Heiligtum mit seiner himmlischen Bedeutung.

V 1-7. Dieses Kapitel beschreibt die Ausführung des Vorhofes, der in Kapitel 27 bereits beschrieben wurde in gleicher Reihenfolge. (Einzelheiten bitte noch einmal dort nachlesen). Anstelle des Öls wird der Wert aller Materialien zum Schluss aufgezählt. Anstatt gleich mit dem abgegrenzten Vorhof zu beginnen, wird zuerst der Brandopferaltar und das kupferne Reinigungsbecken in den Mittelpunkt gestellt.

Das erste, was das zur Anbetung kommende Volk im Vorhof des Heiligtums sah, war ein kunstvoller bronzener Altar – 2,5 x 2,5 im Quadrat und 1,5 Meter hoch. Die Einstellung des Anbetenden ist auf das Opfer und den Opfervorgang gerichtet. In der Mitte befand sich ein Metallnetz, in dem das schuldlose Opfer, das sein Leben lassen musste, für Gott dargebracht und verbrannt wurde.

Dieser Altar war bereits ein Urbild auf Christus, der stellvertretend für unsere Sünden starb, um uns mit Gott zu versöhnen.

V 8. Das Becken aus Kupfer – oder das Waschfass bzw. das Meer. (Offb 15,2). Als nächstes sieht der Anbetende das kupferne Waschbecken. Das Material stammt von den mit dienenden Frauen, die eine Unmenge von Kupferspiel für dieses Riesenbecken gespendet hatten. Zusammengefügt soll es einen Durchmesser von 5 m, eine Tiefe von 2,5 m gehabt haben. Es fasste ca. 40-70 m3 Wasser.

Dieses Wasser diente besonders den Priester, Leviten und Helfern zur Reinigung bevor sie den Dienst im Heiligtum begannen. Alle Leviten und Priester wurden bei ihrer Weihe zum Dienst hier gewaschen (oder getauft). Mose wusch Aaron und seine Söhne mit Wasser vor ihrer Einsetzung 3Mo/Lev 8,6). Auch Johannes der Täufer wurde als Priester so gewaschen und benutzte deshalb den gleichen Ritus, um Jesus ähnlich im Jordan zu taufen. Die fortgesetzte Waschung oder Reinigung des Gläubigen ist weiterhin notwendig. Im Neuen Testament wäscht Jesus den Jüngern mit einer größeren Schüssel (als Abbild auf dieses Originalbecken) jedoch nur die Füße zur täglichen Reinigung. Für den Christen, der durch das Opfer Christi und durch die Taufe gereinigt und mit Sündenvergebung Zugang zum Heiligtum und zur Gegenwart Gottes erhalten hat, gilt die Verheißung und der Auftrag: und die den Sieg behalten hatten … standen an dem gläsernen Meer und trugen Gottes Harfen (Offb 15,2)

V 9-20 Der abgegrenzte Vorhof. Alle die hier aufgezählten Teile haben wichtige Bedeutungen, können aber hier nicht eingehend betrachtet werden. Wie Hebr. 9, 1 sagt: Es hatte zwar auch der erste Bund seine Satzungen für den Gottesdienst und sein irdisches Heiligtum, beinhaltet dies folgerichtig auch: So hat auch der neutestamentliche Gottesdienst biblische Satzungen und entsprechend ein äußeres heiliges Gotteshaus.

Wichtig ist, dass die Kirche Gottes nach außen, zur Welt, sich abgrenzt und durch Standpunkte und Reinheit innerlich geschützt bleibt. Weder Weltsünde noch Weltideologien sollen die Bedeutung des Heiligtums, seiner Werte und Botschaft verändern.

Für die jüdische und christliche Kirche gilt auch. Die Vorhänge der Abgrenzung waren schon immer beweglich und auswechselbar. Der Vorhof konnte abgebaut, erweitert und auch wieder woanders aufgebaut werden. Damit kann der  V o r p l a t z  der „Kirche“ – nicht aber ihr Innerstes – erweitert oder verändert werden. Er kann angepasst und zum Ort der Heidenmission werden. Der Vorplatz ist für Kirchenferne mit Evangelisation, das Heilige und Allerheiligste bleibt jedoch unverändert für Christen zur Anbetung und Gottesdienst.

V 21 – 31 Die Aufwendungen und Wertschätzung des Heiligtums

Zum Schluss wird der gesamte finanzielle Wert des Heiligtums hervorgehoben, der freiwillig durch das Volk gebracht und durch eine Personensteuer der wehrfähigen 603 550 Männer zusammenkam.

Der Umfang des gespendeten Wertes nach damaligem Gewicht entsprach etwa 1100 kg Gold und 3700 kg Silber (s.d. Ex 38,26 -Das entspricht bei einem halben Silberschekel in etwa die der Steuer von 605.000 wehrtüchtigen Männern). Zusätzlich zählt man noch 2750 kg Bronze. Dazu kamen alle aufgezählten wertvollen Materialien (14 werden hier speziell genannt), die Geräte und Stoffe. Würde man dann noch alle freiwilligen Arbeiten der offiziellen und inoffiziellen Werkmeister, Künstler und vielen Frauen während des einen Jahres der Herstellung in Betracht ziehen, würde dies ein unvorstellbarer Millionenbetrag ergeben.

Wir erkennen an diesem ungeheuren Wert auf welchen Grund das Heiligtum, die Kirche Gottes, gestellt ist. Wollen wir durch die einzige Tür in diesen wertvollen VORHOF gehen, dort Jesus, das Lamm, auf dem Altar als unser stellvertretendes Opfer erkennnen, und dann den Weg zum Waschbecken, zur Reinigung und zum Dienst einschlagen? Von hier aus wollen wir uns als Priester in das HEILIGE begeben, dort nach Vorschrift dienen und durch den jetzt geöffneten Vorhang in das ALLERHEILIGSTE blicken, um einen direkten Zugang zum Gnadenthron Gottes zu erhalten. Von dort her wollen wir seine Stimme hören und Seinen Willen (Gebote) erkennen, Seine Speise (Manna/Herrenmahl) essen, Seine Leitung (Aarons- Stab) für seine Kirche annehmen.


NT – Markus 3,13-19 – Mission: Menschen zu Multiplikatoren

Jesus sucht sich seinen Berg für einen Neuanfang mit dem Volk Gottes aus. Dieser steht im Kontrast zum Berg des Alten Bundes, dem Sinai. Er will nun für sein neues 12-Stämmevolk, für seine Bundesgemeinde, 12 Apostel als seine Gesandten wählen. Diese Erwählung geschieht souverän und aus Gnade. Er wählt sich aus der allgemeinen Jüngergruppe die aus, die er als Grundlage seiner Kyriake, seiner Kirche, die allein dem Herrn gehörig ist, haben möchte. Auffallend ist hier, dass Markus den Simon zuerst erwähnt und ihn von hier an Petrus nennt. (Ihm hatte er lange Zeit als Dolmetscher und Sprecher gedient). Danach folgen pärchenweise die Namen der anderen Apostel, abnehmend mit der Qualität, am Ende dann Judas, der Verräter. Damit hat Markus bereits auf das Ende seines Evangeliums hingewiesen.

Die Formung der Apostel soll nun durch eine intensive geistliche Ausbildung – (on the Job Training) – durch Lernen in der Praxis von Jesus geschehen.  1. Sie sollten bei ihm bleiben – und das für drei Jahre in intensiver Gemeinschaft. 2. Das Ziel ist, sie auszusenden selbständig zu predigen – ähnlich wie und mit der Botschaft, die ihr Meister verkündigte. 3. Dieses sollte mit Vollmacht so unterstützt werden, dass sie böse Geister austreiben und auch Kranke heilen können.

Möge auch Jesus heute mehr und mehr solche Menschen aussenden, die mit ihm waren, die von Ihm die rechte, vollmächtige Verkündigung gelernt haben. Mögen sie das wahre Evangelium predigen, damit durch dieses Verkündigungs-Werkzeug gesegnete Wirkungen in heutiger Missions- und Gemeindearbeit entstehen.

Abschlussgebet

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

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14. Mai – Hauskirche

14 Donnerstag Mai 2020

Posted by Bischof Meyer in Hauskirche

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Schlagwörter

Dienen im Stress, Leiterschaft Gottes, Speise Gottes, Symbole und Wirklichkeit, Wille Gottes, Zentrum Gottesdienst

Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.


Schriftteil

At – Exodus 37

https://www.bibleserver.com/EU/2.Mose37

Gebet – Psalm 108

https://www.bibleserver.com/LUT/Psalm108

NT – Markus 3,7-12

https://www.bibleserver.com/EU/Markus1%3C7-12

Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT – Ex. 37 – Der Zugang zum Heiligen und Allerheiligsten, damals und heute.

Überblick aus der Mitte der Bautätigkeit

Die Kapitel 35-40 beschreiben den eigentlichen Aufbau der Bundeszeltes (Stiftshütte) bis zur Einweihung und Übergabe zum Dienst an die Priester.

Die Herstellung des Heiligtums begann mit dem Hinweis über die Sabbatruhe, setzte sich fort über die Sammlung des Volkes für den Bau und der Berufung der Baufachleute und ihrer künstlerischen Mannschaft (35). Nach der Beschreibung der Größe wird das Bundeszelt gebaut (36). Anschließend geht es um die Ausstattung des Allerheiligsten im hinteren Drittel, und zwar um das Zentrale, die Bundeslade (37). Danach wird im Heiligen Ort, der zweidrittel des Zeltraumes umfasst, der Räucheraltar, der Schaubrottisch und der siebenarmige goldene Leuchter mit dort aufbewahrten heiligen Mitteln – Salböl und Räucherwerk beschrieben. Danach werden wir vom Inneren des Bundeszeltes in den öffentlichen Vorhof mit allen Geräten, die dort aufgestellt werden, geführt. Der gesamte finanzielle Wert des Heiligtums wird nun festgestellt (38). Zum Schluss wird unser Blick auf das Personal, dass dort dienen soll, und deren Ausstattung gerichtet. Es werden auch die priesterlichen Gewänder und zu tragenden bedeutungsvollen Gegenstände hergestellt. Zum Schluss prüft Mose die Arbeiten und bestätigt, das alles nach der Vorschrift Gottes gebaut wurde (39). Exodus schließt ab mit der Einweihung des Heiligtums und dem Bekenntnis Gottes, dass er dort gegenwärtig sein will (40).

Ein Bild, das drinnen, Tisch, sitzend, Zähler enthält.

Automatisch generierte Beschreibung
links: Das Heilige – Priesterwohnung rechts: Das Allerheiligste – Gotteswohnung

Heute nun ein etwas längerer Blick in das Allerheiligste (V 1-7), dann in das Heilige des Bundeszeltes (V 10-26). Beide Räume sind durch einen kräftig gewebten Teppich (Vorhang) voneinander getrennt.

Über die Bedeutung der zentralen Bedeutung des Allerheiligsten wird später, aber noch eingehender im Neuen Testament gesprochen. Es geht hier um die innigste Gegenwart Gottes, die durch die zwei Engel auf der Bundeslade symbolisiert werden.  Das Reden Gottes geschieht von den Engeln her, die auf dem goldenen Gnadendeckel stehen und auf die beiden Steintafeln der 10 Worte Gottes schauen. Diese lagen im Inneren des Bundeslade (-Kasten). Weiter wurde dort auch ein Gefäß mit dem Wüstenbrot (Mana) als Erinnerung aufbewahrt, sowie der Führungsstab Levis (Moses / Aarons), der Früchte trug. Von diesem Zentrum der symbolischen Gegenwart Gottes her wollte JAHWE gehört werden und das Volk leiten. Es war eine gnädige Gegenwart Gottes, denn die beiden Engel standen auf der goldenen Sühneplatte, auf die der Hohepriester jährlich das Blut zur Sühne für das Bundesvolk sprengte. Die Engel schauten auf die unter dem Sühnedeckel liegenden 10 Worte (Gebote) mit dem Willen Gottes. Aus Gnade und Dankbarkeit sollte das Volk nach diesen leben. Weiterhin befanden sich neben dem „Wort Gottes“ auch das „Brot Gottes“ (das himmlische Manna) in diesem Stiftskasten. Das sollte auf das lebendige Brot, auf Jesus Christ, hinweisen. Von Ihm sollten sie auch in Zukunft essen, was ein Hinweis auf das Mahl des Herrn, das Brot vom Himmel, gibt. Das Wort und das Brot sind täglich bedeutend für das Volk Gottes. Wort und Brot – Verkündigung und Eucharistie/Abendmahl – sind die wichtigen beiden zentralen Elemente (Sakramente/Geheimnisse) für das Volk Gottes unter der gnädigen und goldenen Schutzplatte Gottes.

Auch heute sollte in jeder biblischen kunstvollen Bundesversammlung Gottes das Symbol der göttlich eingesetzten Leiterschaft nicht missachtet werden. In der Bundeslade befand sich außerdem der grünende Stab Aarons. (4Mo/Lev 17).

Dieser Leitungsstab spricht sich gegen jede gemeindliche und kirchliche Leitung von unten aus. Weder die übrigen 11 Stämme oder die Schwester Moses, Miriam, noch ein empörtes Volk sollte die Kirche Gottes leiten. Entfaltung (bene esse) geschieht durch Mose als Leiter und die eingesetzten Priester / Älteste. Sie erstreckt sich bis zum NT gemäß 1 Tim 3 und Titus 1. – Timotheus und Titus handeln dort als Bischöfe, die die Aufsicht wahrnahmen. Diese, von apostolischen Leitern eingesetzten geistlichen Leiter, setzten die ursprüngliche „Stabtradition“ als bischöfliche Leitung im NT fort. Sie wachten über die neue Bundesversammlung Christi mit dem gnädigen Evangelium und leiteten sie mit Wort und Brot – durch Wort und Sakrament. Sie wachen über und leiteten durch Verkündigung und das Herrenmahl. Der Leitungsstab Moses steht immer noch für die Stammesleitung des neutestamentlichen priesterlichen Gottesvolkes.

V 10-16 Hier wird der Tisch mit den 12 Schaubroten und Speisegeräte als gottesdienstliches Möbelstück vorgestellt (1,0 x 0,5x 0,80).

Wir werden auch später noch darauf genauer eingehen. Wenn Jesus in der Offenbarung spricht, siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an, dann meint er damit zuerst den heiligen Vorraum (5×10 Meter) vor dem Allerheiligsten. (Er kommt als Hohepriester und will mit den hier versammelten Priestergruppe, die gerade wechselt, das Mahl halten. Jeweils bei der Übergabe an eine neue Dienstgruppe wurden die vorhandenen (12-Stämme)-Brote von allen gegessen. Dies ist ein Hinweis auf die priesterliche Aufgabe, sich um die geistliche Versorgung der 12 Stämme zu sorgen.

V 17- 14 Hier wird der goldene siebenarmige Leuchter, das Wahrzeichen Israels, dargestellt, der auf der gegenüberliegenden Seite des Schaubrottisches stand. Dieser war aus 37,5 kg Gold hergestellt. Er sollte, gespeist durch heiliges Öl, vom Morgen bis zum Abend in diesem Priesterversammlungsraum brennen und die Priester in ihrem Dienst erleuchten. Dies spricht davon, dass die Diener Gottes, besonders durch den Heiligen Geist (Öl) erleuchtet werden sollen, wenn sie die Anliegen des Volkes Gottes vor den Thron Gottes bringen.

Die Erleuchtung und Leitung durch Gottes Geist ist für jeden geistlichen Leiter in seinem Dienst unbedingt notwendig.


V 15 Der goldene Räucheraltar (1m x 0,50; Höhe 0,80) zählte zwar zum Allerheiligsten, stand direkt vor dem Vorhang, aber noch im Heiligen, dem Priesterraum.

Dadurch wird hingewiesen, dass der damalige Priester nicht den direkten Zugang zur Gegenwart Gottes hatte. Nur der Hohepriester ging einmal im Jahr in das Allerheiligste. Das Rauchopfer, das hier täglich gebracht wurde, symbolisiert die Gebete der Priester und der Heiligen, die als liebliches Aroma – das was Gott sich wünscht und Ihn erfreut – vor Ihn gebracht werden.

Das Gebet, das Nahebringen der Menschen und ihrer Anliegen vor Gott, ist neben der Auslegung der Heiligen Schrift die Hauptaufgabe eines Priesters und Presbyters (Ältester) im Alten und Neuen Testament. Dadurch sollen sie Vorbild für alle Gläubigen sein, die durch Jesus (den Vorhang seines Leibes) jetzt persönlichen Zugang zum Allerheiligsten haben und die Stimme Gottes hören können.


NT – Markus 3,7-12 – Im stressigen Dienst wird der Gottessohn bekannt

Nach der Sabbatkontroverse mit den Pharisäern zieht sich Jesus zurück an den See Genezareth. Er sammelt dort seine Reichsgottesgemeinde nicht aus Menschen vom religiösen Jerusalem, sondern aus dem halbheidnischen Galiläa. Selbst vom südlichen Jerusalem bis zum nördlichen Phönizien reisen sie an. Scheinbar fiel die Menge der Kranken, Geplagten und dämonisch Besessenen nur so über ihn her. Er musste unter großem Stress gestanden haben, weil er ein Boot zum Rückzug aus der Menge bestellte. Diese übergroße Dienstbelastung leitet auch den Übergang, vom See zum Berg, zum Rückzug, Neuorientierung und zur Jüngerberufung, in den nächsten Abschnitt über. Doch zuvor lässt Markus noch einmal seine These – hier eher positiv – durch viele dämonisch Kranke bestätigen: „Du bist Gottes Sohn!“

Neuorientierung und wichtige Entscheidungen. Lassen wir uns im Gebet durch Geist Gottes in stressigen Lebenssituationen zeigen, eine Entscheidung für eine Neuorientierung zu treffen? Ist ein Ortswechsel wichtig, ist ein Rückzug aus der Menge der Menschen oder der Arbeitsbelastung notwendig? Ist es an der Zeit, Nachfolger zu suchen, zu schulen und sie mit in eine bestimmte Arbeit oder Dienst einzuführen?

Abschlussgebet

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

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13. Mai – Hauskirche

13 Mittwoch Mai 2020

Posted by Bischof Meyer in Hauskirche

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Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.


Schriftteil

At – Exodus 36

https://www.bibleserver.com/EU/2.Mose36

Gebet – Psalm 107,33-43

https://www.bibleserver.com/LUT/Psalm107%2C33-43

NT – Markus 2,23-3,6

https://www.bibleserver.com/EU/Markus2%2C23-28

Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT – Ex. 36 – Weise und befähigte Diener für kunstvollen Gottesdienst. – Eifriges Volk unterstützt mit reichlichen Gaben den Bau und die Inneneinrichtung

Bereits in Kapitel 28,2+3; 31,1-6 unterweist Gott Mose mit welchen Menschen er eine kunstvolle Anbetungsstätte bauen soll.

K. 35,30-36,7 Hier kommt diese Berufung zum Abschluss und zur Einsetzung der Männer. Mose hatte nach der Anordnung Gottes sich nach Männern umgesehen, die Leiter in ihrem Kunsthandwerk waren und die Fähigkeit besaßen, andere in diese Kunst einzuführen und zu begleiten. Bezalel und Oholiab waren solche mit Multifähigkeiten begaben Leiter. Diese Fertigungs- und Leitungseigenschaften besaßen sie bereits vor ihrer Berufung. Wir erkennen die Stationen der göttlichen Berufung. 1. Sie waren bewährt im Leben. 2. Sie waren begabt in ihrer handarbeitenden Kunst. 3. Sie waren bereit und boten sich freiwillig zum Dienst am Heiligtum an.

Diese Männer wurden von Gott berufen und mit dem Geist Gottes erfüllt, um weise, verständig und geschickt vor allem künstlerisch alle Arbeiten für die Entstehung, Ausgestaltung und Benutzung dieser Gebetsstätte auszuführen. Mit diesem Auftrag beginnt die Berufung und auch die öffentliche Einsetzung der Verantwortlichen.

Wir schauen uns auch das eifrig unterstützende Volk an. Alle erkennen die persönliche Berufung Gottes, diese Männer aus ihrer Mitte täglich durch freiwillige Gaben zu unterstützen. Dies geschah überaus reichlich, dass dieser „Gebetshaus-Marathon“, der Aufruf zu finanzieller Unterstützung des Projektes, gestoppt werden musste. Daran erkenne wir, dass diese Laienbewegung überaus an diesem Gebetshaus interessiert war.

V 8-18 Zur Herstellung des Heiligtums vergleiche auch die Anweisung Gottes in Kapitel 26. Zwischen diesen einzelnen Anweisungen findet man nur geringfügige Unterschiede. Es soll dadurch ausgesagt werden, dass die Anweisung Gottes genauso ausgeführt wurde, wie es von Gott angeordnet wurde.

Wenn wir jedes Teil hier betrachten würden, trägt jeder Gegenstand oder Darstellung in Bedeutung und eine verborgene Botschaft in sich über Gott und seinen Plan. Dies Kunst ist nicht chaotisch oder evolutionär, sondern geordnet und kreativ gestaltet.

Damit lernen wir auch, dass Gott selbst künstlerisch tätig ist, ja künstlerisch und schöpferisch das Universum unserer Erde entworfen und gestaltet hatte. Gott lieb die Kunst, die Ihn, seinen Namen und seinen Willen besonders aus dem Alltäglichen heraushebt, die ansehens- und bestaunenswert ist. Er liebt alle Kunst, die geheimnisvoll oder verständlich auf Ihn hinweist, besonders göttliche Kunst im Gottesdienst.

Weiter lernen wir aus der Berufungsgeschichte der Künstler Gottes, dass es auch Kriterien für die Berufung in andere Dienste und Ämter des Volkes Gottes gilt (Priester, Leviten, Diener, etc.). Solche Menschen müssen 1. bewährt, 2. begabt und 3. bereit zum Dienst und Amt sein. Es gibt keine Selbstberufung fürs Reich Gottes, egal wie selbstbewusst oder begeistert eine Person ist. Alle drei Merkmale müssen geprüft und erfüllt werden, bevor eine öffentliche Berufung und anerkannte Einsetzung geschehen.

Hinweis: Zur Berufung und Dienst in der Gemeinde und Kirche: siehe Glaubensartikel 23 und 36 http://www.rekd.de/index.php?id=10


NT – Markus 2,23-3,6 -Sabbat, um wen geht es hier?

Soll der Mensch zwanghaft ruhen oder soll ihm aus der Ruhe zum Guten verholfen werden?

Wir finden zwei Abschnitte, die sich mit dem Sabbat und Jesu Auslegung und Anwendung beschäftigen. Um den Sabbat recht zu begehen, wurden von den Pharisäern viele zusätzlichen Bestimmungen erlassen, die aber auch wieder durch List umgangen wurden. Meistens geht es ihnen um verschiedene Arbeiten oder Leistungen, die sie verbieten.

Ährenraufen beim Gang durch die Felder betrifft zwei pingelige Beanstandungen: Das Abreißen der Ähren wurde von ihnen als „Mähen“, das Reiben der Körner als „Dreschen“ ausgelegt. Vielleicht sollten wir noch hinzufügen, das Kauen mit den Zähnen wird als „Mahlen“ des Getreides ausgelegt.

Bei der zweiten Begebenheit geht es um Helfen und Heilen am Sabbat. Einem Kranken am Sabbat zu helfen war verboten. Selbst wenn eine Frau ein Kind an diesem Tag gebären sollte, und sie Hilfe durch Hebammen bräuchte, verboten einige extreme Pharisäer diese Hilfe. Lieber sollte dann die Frau bei der Geburt sterben. Über unterlassene Hilfeleistung oder sogar Mordabsicht bei dieser Auslegung, machten sie sich keine Gedanken. Jesus weist durch dies Auslegung und praktische Hilfe auf seine Barmherzigkeit, sein Gutes -Tun zur Erhaltung des Lebens und auf seinen Retterwillen hin. Er beweist durch die Schrift in 1Sam 21,2-7, dass das Gesetz zum Guten des Menschen gegeben wurde. Er besitzt auch die Autorität von der Bestimmung des Ruhetags her, den Menschen Heil und Freude zu bringen, es auch so in deren Leben anzuwenden. Damit deckt Er das bösartige Verhalten und die Verstockung bei den Pharisäern und auch bei den Zuhörern seiner Botschaft auf.

Auch für den Christen gilt immer das Wort aus Jakobus 4,17: Wer nun weiß, Gutes zu tun, und tut’s nicht, dem ist’s Sünde.

Oder auch: Galater 6,10 10: Darum, solange wir noch Zeit haben, lasst uns Gutes tun an jedermann, allermeist aber an des Glaubens Genossen.

Abschlussgebete

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

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12. Mai – Hauskirche

12 Dienstag Mai 2020

Posted by Bischof Meyer in Hauskirche

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Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.


Schriftteil

At – Exodus 35

https://www.bibleserver.com/EU/2.Mose35

Gebet – Psalm 107,1-16

https://www.bibleserver.com/LUT/Psalm107%2C1-16

NT – Markus 2,18-22

https://www.bibleserver.com/EU/Markus1%2C18-22

Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT – Ex. 35 – Vorbereitungen zur Errichtung eines kunstvollen Gottesdienstes

In den Kapiteln 35-40 wird die Stiftshütte, das Bundeszelt mit allen Einzelheiten hergestellt, das Gott bereits in den Kapitel 25 – 31,18 beschrieben hatte.

V 1-3 Wir beachten die Einleitung zu diesem Thema. Das Volk Gottes wird aus seiner Arbeit geholt und soll zur Ruhe geführt werden. Aus der völligen Ruhe heraus wird die Anfertigung der Ruhestätte Gottes beschrieben. In und um diese herum soll die Anbetung Gottes geschehen.

Der Hinweis, dass am Ruhetag kein Feuer gemacht werden soll, hat nichts damit zu tun, das im Haushalt kein Essen bereitet werden darf, sondern, dass mit der Errichtung der Anbetungs- und Opferstätte das Feueropfer Israels an die Priesterschaft übergegangen ist (1 Sam 2,28). Damit geht die Opferverantwortung aus der Pflicht des Familienvaters über an die jetzt erwählte Priesterschaft. Gott wird von der Opferstätte her reden, der jeweils Opfernde soll seine Gaben von nun an zur Stiftshütte bringen und dort unter Anweisung der Priesterschaft opfern (3 Mo /Lev 1,1-3).

V 4-29 Die Aufforderung zu freiwilligen Gaben und die Benennung erfolgt nun. Wir beachten, dass jeder aufgefordert wird von seinem Besitz ein Opfer zu bringen, Männer und Frauen. Die Freiwilligkeit besteht nicht darin, zu entscheiden, ob man überhaupt etwas von seinem Besitz gibt oder nicht, sondern wie das Herz des Einzelnen bewegt wurde, je nach Umfang und Wert des eigenen Vermögens etwas Persönliches aus Dankbarkeit zu spenden. Das Herz sollte angetrieben werden, rückblickend auf die mächtige Erlösungstat Gottes beim Auszug aus Ägypten zu blicken, aber auch auf das eigene Unvermögen, ihre Halsstarrigkeit und den Ungehorsam, mit denen sie Gott in der Zwischenzeit betrübt und verletzt hatten.

Woher stammte wohl das Vermögen des Sklavenvolkes? Beim Auszug hatten sie sich von den Ägyptern silberne und goldene Geräte und Stoffe geben lassen (Ex 12,35-36). Der Umfang des gespendeten Wertes des ca. 3 Millionen-Volkes betrug nach Gewicht etwa 1000 kg Gold, 3700 kg Silber (Ex 38,26 – ein halber Schekel bei 605.000 wehrtüchtigen Männern) und 2750 kg Bronze. Dazu kamen alle die hier aufgezählten wertvollen Dinge, die Geräte und Stoffe.

Stellen wir fest: Die Errichtung des Bundeszeltes, der mitziehenden Zeltkirche, geschah auf Anweisung Gottes und war gleichzeitig eine freiwillige Laieninitiative zur Errichtung einer kunstvollen Kirche des Alten Bundesvolkes.

V 30-35 Die Beauftragung der Kunsthandwerker beginnt hier und wird weiter in Kapitel 36,1-7 beschrieben. Zusammenfassend wird dieser Abschnitt in der morgigen Lese betrachtet. Kunst und Kirche – Heiligtum und Heiliger Geist sind grundlegende Themen für einen gottgewollten Gottesdienst.

Wenn wir heute nach einem biblischen Gottesdienst fragen, finden wir hier wichtige Grundlagen: Anweisungen, Planungen, Initiativen, Herzenseinstellungen, Finanzierungsmöglichkeiten, Geist- und Talentbegabungen sowie Leitungs- und Lehrfähigkeit in der Zusammenarbeit mit allen willigen Menschen. Dies ist der Beginn einer wahren Volkskirche Gottes. Jeder Haushalt soll sich auf die Ruhe Gottes einstellen, aber zukünftig in Beziehung zur erwählten Priesterschaft freiwillige Opfer an gottesdienstlichem Ort bringen. Es wird nicht nur Wert auf einen persönlichen, sondern auch auf einen kunst- und bedeutungsvollen Gottesdienst mit den Weisungen Gottes im Zentrum gelegt.


NT – Markus 2,18-22 – Mit Jesu Kommen ist die HOCH-ZEIT angebrochen

Die kirchliche Fastenzeit von Aschermittwoch bis zur Karwoche ist zu Ende. Im Gegensatz wird bei gesetzestreuen Pharisäern jedoch am Montag und am Donnerstag gefastet. Dies tun sie in Erinnerung an den Auf- und Abstieg Moses auf den Berg Sinai, um von dort das Gesetz Gottes zu holen. Eine Aussage Jesu an anderer Stelle: Fastet nicht wie die Heuchler, bezieht sich auf solche Gruppierungen. Es gab damals auch noch andere Fasten- und Erinnerungszeiten. Die Johannesjünger fasten aus Trauer und Buße vor Gott nach ihrem Vorbild und Bußprediger Johannes. Dieses Fasten wird aber von Jesus, der jetzt die Anwesenheit und Freude des Himmelreiches verkündigt, klar abgelehnt. Denn mit ihm ist die Hoch-Zeit der Gegenwart Gottes und die Freude angebrochen. Beide Beispiele sollen dies hier bekunden. Das Neue, was Jesus jetzt gegenüber dem Alten bringt, soll die Sprengkraft seiner Botschaft und des Evangeliums ausdrücken.

Wenn wir fasten, erinnern wir uns an den Mittwoch, als Jesus verklagt wurde, und an den Freitag, als Er für uns gekreuzigt wurde? Dies wären biblische Zeiten auch für Christe zum persönlichen Fasten. Dann aber sollte am Auferstehungstag des Herrn, am Sonntag, dem ersten Tag der Woche, besonders die Freude in unserem Herzen und unserer Umgebung aufbrechen, denn die neue Zeit, die neue Woche der Auferstehung, Jesu, meines Herzens Freude, ist da.

Gebetsteil

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

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11. Mai – Hauskirche

11 Montag Mai 2020

Posted by Bischof Meyer in Hauskirche

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Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.


Schriftteil

At – Exodus 34

https://www.bibleserver.com/EU/2.Mose34

Gebet – Psalm 106,24-36

https://www.bibleserver.com/LUT/Psalm106%2C24-36

NT – Markus 2,13-17

https://www.bibleserver.com/EU/Markus1%2C13-17

Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT – Ex. 34 – Der Gnädige zieht weiter mit dem Volk. Es erhält zum zweiten Mal die WORTE der Weisung als neuen Bund.

(Nach Abfall des Volkes von Gott, der Strafe und Buße wegen des goldenen Kalbes (Ex 32, 16-33,23) erfährt Mose eine erneute Stärkung und Zusage der Gegenwart Gottes für den Zug des Volkes in das verheißene Land der Väter. (Diese Texte wurden wegen der Lesungen des Sonntagsgottesdienstes ausgelassen).

Mose steigt hier, wie schon einmal in Kapitel 19, auf den Gottesberg Sinai. Die 10 Worte des Dekalogs aus K. 20 werden noch einmal entfaltet. Das erste Wort: „Ich bin der Herr, dein Gott. Du sollst keine anderen Götter neben mir haben,“, wird erneut wegen kürzlichem Abfall neu in den Mittelpunkt gestellt und in den Versen 6-17 erläutert. Dieser Abschnitt wird auch als „kultischer Dekalog“ bezeichnet, bei dem es um die für Gott erforderliche Verehrung geht. Dieses hat bei der zukünftigen Landeinnahme damit zu tun, dass das Volk sich nicht mit der götzendienerischen Landbevölkerung vermischt. Sie dürfen nicht den heidnischen Kult, nicht die Sitten und Gebräuche jener Völker übernehmen. (Gerade das hatten sie aber mit dem Tanz um das Abbild des goldenen Kalbes getan). Denn Religionsvermischung und Volksvermischung führt zum Bundesbruch. Der Hinweis auf das Passafest am Ende, das im neuen Kulturland nach Gottes Ordnung gefeiert werden soll, zielt auf die totale Loslösung von allen heidnischen Bräuchen der Kanaaniter und der Ägypter hin. Deshalb soll hier weder Sauerteig benutzt werden noch das Lammböckchen (wie es die Heiden aus magischen lebenserneuert Gründen tun) in der Milch seiner Mutter gekocht werden.

Der allein von Gott ausgehende Bund wird äußerlich nicht nur an einem öffentlichen Versprechen fest gemacht, sondern auch an der äußerlichen FORM der drei verpflichtenden Feste (Passah-, Wochen- Laubhütten/Erntefest) und der Verpflichtung, dass Gott auf das gesamte Leben des Volkes Anspruch hat. Denn von allem menschlichen, tierischen und pflanzlichen Leben gehört das zuerst Entstehende Leben Gott. Das Volk und jeder Einzelne ist Gottes Besitz. Der erste Teil gehört immer Gott. Dieser hoheitliche Vertrag ist ein von Gott auf das Volk auferlegter Bund, die 10 Worte zum Segen oder auch zum Fluch. Gott ist der Souverän, aber dem Volk Gottes wird, obwohl widerspenstig und versagend, gnädig eine untergeordnete Souveränität (Lehnshoheit) zugesprochen.

Der neue Bund in Jesus Christus durch Sein Blut folgt diesem Vorbild. Er bietet allen Sündern und an Christus zum Glauben Gekommenen die Vergebung der Sünden und ewiges Leben an. Es ist ein Bund in der Nachfolge des Herrn unter dem Kreuz und mit ganzer Hingabe zum Dienst. Wir unterstehen seiner Oberhoheit und Autorität, sind sein Eigentum mit allem was wir sind und haben. Dazu gehört sicherlich nach Apostelgeschichte 2,42, dass wir uns beständig unter apostolischer Belehrung, uns in eine christlich-helfende Gemeinschaft einbringen, am regelmäßigen sonntäglichen Brotbrechen (Herrenmahl) teilnehmen und die biblischen Gebete der Schrift und der Kirche Christi gemeinsam sprechen. Auch Christus fordert, dass wir unsere Begabungen und Finanzen, zuerst Gott und seiner Kirche, möglichst der Ortsgemeinde, zur Verfügung stellen.

Fragen durch Moses Vorbild angeregt: Was können wir von seinem geistlichen Leben lernen? Was für ein geistliches Leben möchtest Du mehr in Deinem Leben entwickelt sehen?

Mehr zu Suzeränität in Englisch:

https://biblicalstudies.org.uk/article_covenant.html

NT – Markus 2,13-17 – Heilung der Schwachen durch Sündenvergebung

Levi, auch bekannt als Matthäus, war ein zur unteren Kategorie der Zöllner gehörender Steuereintreiber. Dieser Beruf wurde von den Juden als verachtet und ausgestoßen angesehen, weil sie mit der römischen Regierung zusammenarbeiteten und obendrein zusätzlich Geld für diesen Dienst für sich einbehielten. Diese Zollbeamten hatten gewöhnlich keine Achtung vor dem mosaischen Gesetz. Sünde ist aber Gesetzesübertretung.

Der zentrale Auftrag Jesu, die Sündenvergebung in den Mittelpunkt seiner Verkündigung zu stellen, leuchtet hier besonders unter dieser Gruppe auf. Jesus kümmert sich wie ein Arzt um diese Menschen, die von der jüdischen Kultgemeinde verachtet wurden. Er fragt nicht nach deren Status und Würdigkeit, sondern nach ihrer Bedürftigkeit. Wenn es hier um Heilung dieser Menschen geht, dann bedeutet es zuerst, dass sie unter die vergebende Gottesherrschaft kommen und von dort aus heil und stark werden, indem sie Jesus nachfolgen. Dieses tut Levi umgehend, wird stark und gesund, wird selbst Jünger und später Apostel, trägt diese Botschaft in alle Welt (Mt 28,18-20).

Stimmt Jesu Bestimmung mit Seinem göttlichen Auftrag überein? Im Vergleich, welche Bestimmung hat mein Leben? Stimmt dies mit meinem Handeln überein? In welcher Gruppe von religiösen oder nichtreligiösen Menschen halte ich mich gewöhnlich auf? Warum pflege ich mit ihnen gerade Umgang, treffe ich mich ihnen? Sollte sich das ändern, damit ich gemäß meiner göttlichen Bestimmung lebe?

Gebetsteil

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

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9. April – Hauskirche

09 Samstag Mai 2020

Posted by Bischof Meyer in Hauskirche

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Schlagwörter

Abstand, Aussatz, Form und Inhalt, Götzendienst, Goldenes Kalb, Heilung, Mitleid

Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.


Schriftteil

At – 2. Mose / Exodus 31,1-32,16

https://www.bibleserver.com/EU/2.Mose24

Gebet – Psalm 106,24-36

https://www.bibleserver.com/LUT/Psalm106%2C24-36

NT – Markus 1,40-45

https://www.bibleserver.com/EU/Markus1%2C40-45


Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT – Ex. 31-32,16 – Zeichen des Gesetzes und des Heidentums

Die Kapitel 26 – 30 beschreiben den Plan für das irdische Heiligtum, später in Kapitel 35-40 wird diese Herstellung ausführlich behandelt. Deshalb werden wir erst dann auf sie eingehen. Heute in K. 31 geht es zunächst um die Anordnungen, das Heiligtum mitsamt Geräten, Amtskleidung und priesterlichen Gebrauchsgegenständen. diese genau nach dem Plan Gottes herzustellen, den Mose auf dem Berg Gottes gesehen hatte.

V 1-11 Jegliche Kunst hängt von der Begabung des Künstlers ab. Zwei Männer werden aus der Menge des Volkes durch Namensnennung als bedeutend für den Gottesdienst berufen. Bezalel (im Schutz Gottes) wird als Leiter und Oholiab (das Zelt ist mein Vater) als Helfer eingesetzt. Bezalel leitet die Abteilung für die künstlerisch zu gestaltende heilige Wohnung Gottes. Die genauere Geistbeschreibung für dieses Werk, die Begabungen und Kunstfertigkeiten werden in Kap. 36 dann noch später genauer beschrieben.

V 12-17 Ein Sabbat-Heiligtum ohne den Sabbat-Tag ist nutzlos. Die Ruhe und der Ruheort sind aufeinander angelegt. Deshalb wird hier die Einhaltung des Ruhetages als wesentliches Zeichen für die Erwählung Israels betont.

V 18 leitet über zu K. 32-34 und den steinernen Tafeln. Sie sind im übertragenen Sinne durch Mose als Mittler (Ex 18,15; Lu 11,20 – mit dem Finger Gottes – göttlichen Ursprungs -32,15) beschrieben worden (34,1+27+28).

Kapitel 32,1-6 Die Tafeln des Gesetzes, das Zelt des Gesetzes und der Tag des Gesetzes sind Zeichen und Ausdruck des Bundes Gottes mit Israel. Doch bevor diese Zeichen Sitz im Leben des Volkes erhielten, bricht in Abwesenheit Moses das ägyptische Heidentum im Volk wieder durch. Sie begehen eine schwere Sünde gegen das zweite Bilderverbot. Aaron, als Vertreter der Priesterschaft, häuft eine große Schuld auf sich, weil er sich dem Willen des Volkes ohne Widerstand anpasst. Nicht umsonst wird in 1Könige 12,28 dies Abbild nicht starker Stier, sondern lächerlich Kalb genannt.

7-16 Moses Fürbitte und Abstieg mit den Tafeln

Gott informiert Mose noch auf dem Berg über die Majestätsbeleidigung des Volkes an ihm. Das halsstarrige Volk, mit heidnischen Gedanken im Herzen, hat Abbilder über Jahwe-Gott entworfen und feiert seinen Götzendienst. Deshalb will Gott sie durch eine Plage vertilgen, Mose aber und dessen Nachkommen zu seinem Volk erheben. Im Gebet ringt Mose mit Gott, dass dieser doch die Väterverheißungen einhält. Schließlich erhört Gott das Gebet Moses. Dieser begib sich dann mit gewichtigem Gesetz und schweren Herzens auf den Weg ins Tal zum tanzenden Volk.

By Nicolas Poussin – http://www.cts.edu/ImageLibrary/Public_domain.cfm, Public Domain, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=475193

Die Frage nach Form und Inhalt eines Gottesdienstes.

Die äußeren Zeichen des Volkes Gottes, die Tafeln des Gesetzes, das Zelt des Gesetzes und der Tag des Gesetzes sind der äußerer Rahmen des Bundesvolkes. Rahmen und Inhalt, Form und Fülle, gehen immer zusammen. Der Inhalt hier ist Jahwe-Gott mit seinem heiligen Namen, Charakter und Willen ohne jegliche Abbilder. Das goldene Kalb jedoch ist die äußere Form, eines selbst entworfenen Abbildes nach den Wünschen und Ideen der Menschen ohne den wahren Gott.

Während die erste Form mit den drei Elementen (Tafel, Zelt und Ruhetag) von Gott entworfen wurde, damit das Volk nach diesen Kultus lebt, äußerlich und innerlich davon geprägt wird, führt die  Form eines Götzenbildes in ein Wunsch- und Triebleben, das sich orientiert an tierisch-instinktiven Elementen des Wohlfühlens und der Ausgelassenheit eines jungen Kalbes.

Sowohl modernes Heidentum als auch Christentum pflegen Kulte, die durch Inhalt und Form zusammengehalten werden. Deshalb müssen sich Christen und Kirchen immer wieder neu der Frage stellen, wieviel moderne Formen sie aus der Kunst und Ästhetik der Welt in ihre Gottesdienste mit übernommen haben. Können schon wesentliche neue Formen des Wohlfühlens und der Ästhetik die Gebote, das Gebetshaus und Gottesdienstzeit so verändern, dass man sich dann so wohl wie im Kino, Theater oder begeisternd auf Sportplatz fühlt? – War es toll, schön, aber wo war Gott?

Weiter sollten alle geistlich Verantwortlichen der Kirche Christi sich nicht den Wünschen der modernen Gesellschaft wie bei Aron beugen, Gottesdienste mit solchen modernen Formen einzuführen, die nicht mehr die Prinzipien der Worte und des Wesens Gottes noch seiner Ethik beinhalten. Damit machen sich Priester und Kirchenführer schuldig, wenn sie nachgeben und erlauben.


NT – Markus 1,40-45

Heilen und Helfen trotz Ansteckungsgefahr

Aussatz oder Lepra galt zu biblischen Zeiten als nicht heilbar. Die Krankheit schloss von allen gesellschaftlichen Beziehungen aus. Die Menschen mussten in großer Distanz leben und bei Annäherung Aussatz, Aussatz rufen. Die Krankheit wurde von der Bevölkerung auch als Strafe für eigene oder in der Verwandtschaft begangene Sünden angesehen.

Der Kontakt und die Berührung mit einem Aussätzigen wurde damit bestraft, dass diese Person dann auch für eine Zeit aus religiösen und gesellschaftlichen Beziehungen ausgeschlossen wurde. Doch Jesus verhält sich in dieser Situation ganz anders, denn er erbarmt sich, er berührt sogar, und er heilt den äußerst kranken und verzweifelten Menschen. Damit erhält er wieder Zugang in die Gesellschaft des Volkes Gottes und auch zu den Gottesdiensten und Gott selbst.

Wie würde sich Jesus hier auf Erden wohl während der Corona Epidemie verhalten? Würde er einen Mundschutz tragen, zwei Meter Abstand halten und sich nach einer möglichen Berührung sofort die Hände desinfizieren?

Einige überzeugte Christen fordern, man solle Gott mehr gehorchen als staatlichen Anforderungen. Wir sollten uns wie Jesus hier verhalten, einfach in der Kraft des Geistes und des Glaubens handeln. Gott wird beschützen. Auch sollten gerade jetzt Heilungsveranstaltungen stattfinden, um durch Wunder und Zeichen viele Menschen auf Gott hinzuweisen.

Andere wiederum berufen sich auf Römer 13, um die staatlicher Autorität in dieser schwierigen Pandemie zu unterstützen, die Verbreitung des Virus einzuschränken, aber trotz Mundschutz und Abstandhalten viel Gutes tun, Einkäufe für Menschen erledigen, Anrufe tätigen, Videogespräche führen oder auch Mundschutz nähen und verteilen.

Wie aber verhalten wir uns persönlich? Wir sollten in dieser Zeit nicht aus Hektik heraus dem einen oder anderen Handlungsextrem folgen. Wir sollten diese besondere Zeit als Zeit der geschenkten Gelassenheit und Neuorientierung ansehen, endlich aus dem „Hamsterrad“ der Getriebenheit herauszukommen. Wir dürfen auch darüber meditieren und beten, ob diese Pandemie doch eine Strafe Gottes für gesamtgesellschaftliche Sünden sein kann, wir können auch stellvertretend Buße tun. Weiter sollten wir unseren Blick auf die Not der Betroffenen richten und uns göttliche Barmherzigkeit und Jammer in unser Herz schenken lassen. Dies kann uns jetzt auf Nahestehende aufmerksam machen, die besonders unsere Freundlichkeit und Hilfe benötigen. Wir können für Betroffene beten, die, obwohl schon seit Wochen in Quarantäne, immer noch positiv getestet sind, oder für solche, deren Angehörige doch gestorben sind. Auch der erste Missionsbischof unserer Kirche ist kürzlich in einem Altenheim in den USA an Covid 19 verstorben. Gott segne ihn.

Gebetsteil

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

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8. Mai – Hauskirche

08 Freitag Mai 2020

Posted by Bischof Meyer in Hauskirche

≈ Ein Kommentar

Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Morgenandacht – Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle knien.

Hinweis zu den Lesungen:  Die Bibeltexte in unserem Gebetbuch stammen aus der Einheitsübersetzung; die Psalmtexte folgen dem Luthertext. Links anklicken – zu lesen auf dem ERF Bibleserver.de 

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.


Schriftteil

At – Exodus 24

https://www.bibleserver.com/EU/2.Mose24

Gebet – Psalm 106,1-12

https://www.bibleserver.com/LUT/Psalm106%2C21-39

NT – Markus 1,21-39

https://www.bibleserver.com/EU/Markus1%2C14-20

Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT – Ex. 24 – Bundesschluss, Heiliges Mahl, Gesetzestafeln und Sitz im Leben.

Drei Ereignisse geschehen am Berg Sinai: Der Bundesschluss, die Mahlfeier und die Übergabe der Gesetzestafeln. Mose wird bei diesen drei Begebenheiten jeweils durch verschiedene Menschen begleitet. Der bedeutende Bundesschluss ereignet sich am Fuße des Berges.

V 1-2 Die Volksvertreter treten vor den Herrn zusammen mit den geistlichen Leitern, aber in entsprechender Entfernung. Nur Mose kam dem Herrn nahe.

V 3-8 Das Volk tritt in den Bund ein: a) Mose spricht die Worte Gottes; und das Volk stimmt zu; b) Mose schrieb alle Worte auf (das Bundesbuch: die 10 Worte und die Ausführungen in Kap. 20-23)

V 9-11 Das Bundesmahl nach der Ratifizierung des Bundes.

V 12-18 Thora, die Weisung. Zum Schluss empfängt Mose aus der herrlichen Gegenwart Gottes nach 40 Prüfungstagen diese gewichtigen Worte – Weisungen Gottes – in schwer wiegenden Steintafeln eingegraben. Dies spricht von der Qualität und der Bedeutung der Worte Gottes. Sie sind nicht schnell vergänglich, sondern fest für immer eingegraben und mit entscheidendem physischem und geistlichem Gewicht.

Zur Typologie: Die 12 Steinmale repräsentieren das 12 Stammesvolk. Der eine Altar vereinigt diese Stämme in der Anbetung. Die jungen Männer – vorweggenommene Priester – sind wahrscheinlich die Erstgeborenen aus den 12 Stämmen als Repräsentanten. Da es sich hier um ein Brand- und Dankopfer (nicht um Sühnopfer) handelt, soll nicht ein neuer Frieden hergestellt werden, sondern der bisherige anerkannt und durch Bundesvertrag die gegenwärtige Gemeinschaft bestätigt werden. Das Blut spricht allgemein von Blutsverwandtschaft und begründet diese innigste Verbundenheit. Das Blut besiegelt ähnlich wie eine Unterschrift beim Notar die Gültigkeit des im Blut geschriebenen Vertrages (hebr. berith – schneiden – mit Blut – s.d. Gen 15,18; Jer. 34,18+19). Die gemeinsame Mahlzeit hier am Ende bestätigt, – ähnlich wie bei Laban und Jakob – die Bedeutung und Freude über diesen Bund mit Gott (Gen 31,48 ff).

25,1-9 Die Stiftung:  Stiftshütte – Stiftskirche – das bewegliche Heiligtum

In diesen 40 Tagen der himmlischen Gegenwart Gottes und Anbetung hat Mose einen himmlischen Bauplan (blueprint), eine Blaupause (Lichtpause) erhalten und erklärt bekommen, sie irdisch umzusetzen. Das sollte später durch das Mitwirken des Volkes geschehen. Dazu sollen freiwillige Opfer von ihnen erbracht werden. Dies ist der große Zusammenhang zwischen der Weisung, dem Willen Gottes, und dem Sitz im Leben. Dieser himmlische Plan soll nun irdisch sichtbar gemacht werden. Die Bedeutung soll dem Volk Gottes in einem beweglichen im Leben mitziehenden Bundeszelt, einer Zeltkirche, dargestellt und vor Augen geführt werden. Wille Gottes und Gottesdienstgestaltung sind die zwei Seiten des einen göttlichen Bundes (Münze).

Im Neuen Testament wird der Neue Bund mit Jesus durch sein eigenes Blut gültig gemacht und versiegelt. Auch dieser Bund ist an den Willen Gottes und Bedingungen geknüpft. Auch wir wollen dem Willen Gottes gehorsam sein. Unsere Teilnahme am Abendmahl ist immer eine Vergegenwärtigung des Bundesschlusses, eine neutestamentliche Bundeserneuerungsfeier. Diese Feier drückt die innigste Verbindung aus, die wir mit Christus haben, und sie ist eine freudige Danksagung, dass wir solch eine Gemeinschaft durch sein Blut jetzt haben.

Suchst du oft solche Bundeserneuerungs- und Danksagungsfeiern auf? Finden solche Mahlfeiern, Eucharistie oder Heilige Kommunion oft in deiner Gemeinde oder Kirche statt? Wir dadurch dein Glaube gestärkt und dein geistliches Leben erfrischt?


NT – Markus 1,21-39 – „Jedermann sucht dich – der Heilige Gottes“

Der Sohn Gottes tritt ganz anders auf als die damaligen religiösen Autoritäten. Er beruft sich nicht auf anerkannte Würdenträger der Vergangenheit. Sein Wort, die Predigt in Vollmacht, gründet sich allein auf die Heilige Schrift und wird im Leben bei anderen hilfsbedürftigen und in Not befindlichen Menschen auch erfahren. Das bringt die Leute zum Staunen, dass das Reich Gottes durch Jesus in Wort und Tat so unter ihnen anbricht. Die Wunder, die jetzt geschehen, sprechen von der schöpferischen Wiederherstellung Gottes und dienen als Beweis seiner Gottgesandheit. Alle Menschen suchen nun, wie die der Ausspruch hier lautet: Den Heiligen Gottes. Doch er will nicht an einem Ort bleiben, sondern seiner Berufung Folge leisten und „in anderen Städten predigen“.

Die Predigt über den Beginn der Gottesherrschaft durch Buße und Glauben – zum Heil für jeden Glaubenden – war Jesu Auftrag und ist auch heute noch der zentrale Auftrag der christlichen Kirche, ihrer Prediger und jedes Nachfolgers Jesu Christi: Die Verkündigung des Heils. Amen

Gebetsteil

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

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7. April – Hauskirche

07 Donnerstag Mai 2020

Posted by Bischof Meyer in Hauskirche

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Schlagwörter

Berufung, Buße, Glaube, Nachfolge, Reich Gottes, Segen, Sieg, Zukunft

Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Morgenandacht – Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle knien.

Hinweis zu den Lesungen:  Die Bibeltexte in unserem Gebetbuch stammen aus der Einheitsübersetzung; die Psalmtexte folgen dem Luthertext. Links anklicken – zu lesen auf dem ERF Bibleserver.de 

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.


Schriftteil

At – Exodus 23

https://www.bibleserver.com/EU/2.Mose23

Gebet – Psalm 106,1-12

https://www.bibleserver.com/LUT/Psalm106%2C1-12

NT – Markus 1,14-20

https://www.bibleserver.com/EU/Markus1%2C14-20

Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT – Ex. 23 – Umsetzung der Rechtsanweisungen zum Sieg und Segen für die Zukunft

Das Bundesbuch als eigenständiger Abschnitt, Epilog oder Nachwort zu den 10 Geboten, begann direkt danach mit Kapitel 20,22 und endet hier in 23,19. Ab dann beziehen sich alle weiteren Ermahnungen auf die Landnahme, die Israel noch bevorsteht (23,19-32).

V. 1-9 beinhalten Hinweise für die Tätigkeit der eingesetzten „Richter und Regierer“ (Ältesten), ihre richterliche Tätigkeit unparteiisch gegenüber arm oder reich, Freund oder Feind nach dem Gesetz Gottes auszuführen.

V 10+13 Neben dem Sabbattag wird hier auch das Sabbatjahr eingeführt, dass nicht nur Mensch und Tier, sondern auch dem neuen Land Ruhe und Erquickung bringen sollte.

V 14-19 Drei große Jahresfeste werden festgelegt, die sich an den Naturbegebenheiten orientieren und Freudenfeste sein sollen: Die Gersten-, Weizen- und Obsternte oder das Fest der ungesäuerten Brote, das Wochen- und Laubhüttenfest. Diese werden in 34,18-26; und Deut/5Mo 16,1-7 noch genauer beschrieben.

Wichtig ist hier, dass das erste Fest der ungesäuerten Brote mit dem Exodus und Passafest in Verbindung gebracht wird, das Wochenfest 50 Tage später (Pentecoste) später mit Pfingsten. Auffällig ist die Betonung, dass bei allen drei Festen die Männer als Vertreter der Familien anwesend sein sollten. Dadurch tragen sie besonders Verantwortung zur sozialen und geistigen Einheit der Nation des 12-Stämmevolkes bei.

V 20-32 Es folgen Ermutigungen und Mahnungen für die Zukunft der Landnahme. Die Ermutigung besteht darin, dass der Engel Gottes, Gottes Gegenwart selbst – in der Form Christus im Alten Testament vor seiner Fleischwerdung – leitend voranzieht und sie beschützen wird.

Diese Mahnung aber muss gehört werden. Gott wird sie nur beschützen und siegreich werden lassen, wenn sie genau Seiner Stimme gehorchen. Sie dürfen keine Bünde mit dem dort wohnenden götzenanbetenden Heidenvolk eingehen und müssen sie sogar vertreiben. Erst dann wird der hier aufgezählte allumfassende Segen Gottes von seinem Volk erfahren werden.

Verantwortliche Vertreter im Volk, Richter, Älteste und Familienvorstände werden aufgefordert, sich unparteiisch und verantwortlich für den sozialen und geistigen Zusammenhalt des Volkes Gottes einzusetzen. Dies soll aufgrund der göttlichen 10 Prinzipien und der Anwendung auf jeden Einzelfall geschehen. Werden sich alle im Bund Gottes daran halten und den Willen Gottes nicht nur an drei (zentralen geistlichen) Feierlichkeiten festmachen, sondern im alltäglichen Leben und ihrer Lebensführung, dann wird die Gegenwart Gottes durch Sieg und Segen in allen kleinen und großen Lebensbereichen erfahren. Diese Weisung gilt sicherlich auch für Hauskirche und Volkskirche.


NT – Markus 1,14-20–Spontane Berufungen durch Buße und Glaube in die Nachfolge

Das Evangelium springt bei Markus im Sauseschritt voran. Der Inhalt des Evangeliums ist das Reich oder der Wille Gottes. Dieser Wille wird durch Jesu Kommen erfüllt und durch sein Wirken in Gang gesetzt. Denn die Herrschaft Gottes soll auf Erden manifestiert und ausgebreitet werden. Sie beginnt und besteht vorerst in Buße, der Sinnesänderung vom Bösen und Töten, dann hin zum Evangelium, das das Gute bewirkt und das wahre Leben in Jesus enthält.

Die spontane und kraftvolle Entfaltung des Evangeliums erkennen wir erneut an den beiden wiederholten Worten „alsbald“ oder „sofort“ (V 18+20). Dies geschieht im Herzen des Brüderpaares Simon und Andreas. Sofort folgten sie dem Aufruf Jesu in die Lebensnachfolge zum Guten. Und gleich danach berief Jesus das andere Brüderpaar Jakobus und Johannes, die auch sofort alles aufgaben, ihr früheres Leben verließen und nun allein Jesus nachfolgen wollen.

Jesu Ziel mit jeder Berufung in die Nachfolge besteht darin, Menschen für das neue Leben unter der Gottesherrschaft zu gewinnen und sie dann wieder für diese Multiplikation durch das Evangelium einzusetzen. Sind wir auch durch echte Buße und Glaube durch das Evangelium von Jesus Christus berufen worden und folgen wir ihm ähnlich wie dies ersten Jünger?

Gebetsteil

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

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6. Mai – Hauskirche

06 Mittwoch Mai 2020

Posted by Bischof Meyer in Hauskirche

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Schlagwörter

Abgrenzungen, bestandene Prüfung, Beweis Gottessohn, Grundsätze, Heiliges Volk, Taufe Jesus, Verpflichtungen

Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Morgenandacht – Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle knien.

Hinweis zu den Lesungen:  Die Bibeltexte in unserem Gebetbuch stammen aus der Einheitsübersetzung; die Psalmtexte folgen dem Luthertext. Links anklicken – zu lesen auf dem ERF Bibleserver.de 

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.


Schriftteil

At – Exodus 22

https://www.bibleserver.com/EU/2.Mose22

Gebet – Psalm 105,37-45

https://www.bibleserver.com/LUT/Psalm105%2C37-45

NT – Markus 1,9-13

https://www.bibleserver.com/EU/Markus1%2C9-13


Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT – Ex. 21 – Weitere Rechtsverordnungen für das Leben eines heiligen Volkes und Verpflichtungen

Weil Israel mehrheitlich eine land- und viehwirtschaftliche Gesellschaft war, beschreiben die weiteren Rechtsverordnungen (Prinzip: Wenn…, dann…) besonders diese Anliegen, aber auch die der ärmeren Gesellschaft sowie familiäre Schädigungen oder kultische heidnische Praktiken, die von außen in das priesterliche Volk eingeführt werden könnten.

Es geht hier um vielfältigen Schutz des materiellen oder immateriellen Eigentums. Eigentum verpflichtet. Wird es verborgt oder ausgeliehen, muss verantwortlich und sorgsam damit umgegangen werden, ob Tier oder Bargeld. Wenn dem Besitzer durch Unachtsamkeit, Fahrlässigkeit oder mit Wissen oder Willen ein Schaden oder eine Wertminderung des Besitzes entsteht, dann muss er durch den Verantwortlichen ersetzt werden. Ist es eine willentliche Straftat, dann reicht nicht nur ein Ersatz, sondern sogar, je nach Bedeutung in der Gesellschaft, den doppelten, vier- oder fünffachen Wert.

Wertminderung entsteht sogar, wenn ein unberührtes Mädchen sexuell verführt wurde, an ihr und oder an der Familie, aus der sie stammte. Strafe oder Belehrung für den Mann besteht darin, dass er die volle Verantwortung (für seine nicht durchdachte Handlung) übernimmt und sie heiraten muss. Außerdem muss er den Wert des Brautgeldes an den Vater bezahlen. Dieser kann sogar den Brautpreis verlangen, aber die Heirat ablehnen (Deu/5Mo 22,22-29).

Besonderen gesellschaftlichen Schutz sollten die Witwen, Waisen und Armen erhalten. Sie sollten nicht ausgebeutet werden, noch an ihnen geschäftliche Vorteile wie Wucher und Zinsen angewendet werden. Denn im priesterlichen Volk gilt, das der Gerechte und Gesegnete solch ein Mensch ist, der sein Geld ohne Zinsen verleiht, und als einer, der am Abend das einzige Pfand, den Übernachtungsmantel zurückgibt (Ps. 15,5).

Einzelne, mehr apodiktische Gebote (Prinzipien) wie in Kapitel 20 fassen die Beispiele zum Abschluss zusammen (V 27-30).

Die Aussage ist grundlegend. Gott ist heilig und ihr sollt mir heilige Leute sein. Dieses verpflichtet Israel, sich nicht nur mit Worten, sondern mit ihrem Verhalten und durch ihre Lebensweise als abgesondert von den Praktiken der Umwelt zu leben. Wenn das Volk als Sohn (4,22) aus Ägypten gerufen wurde, Gott allein gehört (19,5+6), dann fordert er auch das ein und alles, den Erstgeborenen zum Dienst (oder finanziell ausgelöst), zu geben. Das betrifft jeden persönlich mit dem Besten vom Viehbesitz und auch das erste und beste der landwirtschaftlichen Erzeugnisse.

Unser Bestes für Gott. Wenn später dann die Forderung nach dem Zehnten von allem für Gott und Gottesdienst eingeführt wird, dann gründet es sich auf dieses Prinzip. Als Erlöste gehört ihr mir ganz. Durch regelmäßige Abgabe des Besten zuerst an mich bezeugt ihr, dass ihr damit übereinstimmt, ihr gehört mir. Dieses Prinzip galt schon übrigens schon vorher zu Abrahams Zeiten. Er gab den Zehnten an einen Höheren (1Mo/Ex 14,18-20), an den, der BROT und WEIN darbot. Da dieses Prinzip nie aufgehoben wurde, gilt es als Segensprinzip auch heute noch neutestamentlich. Es wurde für Christen nie aufgehoben.

Als heiliges Volk gehören wir mit allem zu Christus. Deshalb geben wir ihm vom Ersten und Besten, was wir materiell auf unserer sozialen Ebene als Segen erhalten haben nach unserer Möglichkeit zurück. Haben wir dies selbst schon erfahren, dass er dann des Himmels Fenster über uns öffnen und uns auch finanziell wieder segnen will?


NT – Markus 1,9-13–Geöffneter Himmel und Beweis der Gottessohnschaft.

Markus setzt seinen schnellen Erzählungsstil von hier durch das gesamte Evangelium bis zum Ende fort. Das Wort „alsbald / sofort“ (euthys -griechisch) finden wir hier in V. 11 und 12. Es wird hier bei Markus mehr benutzt als in allen anderen drei Evangelien zusammen. Damit hören wir im Hintergrund als Echo den schnell handelnden und sprechenden Petrus heraus, den Lukas immer wieder übersetzte.

Durch das Symbol der Taube wird auf den geöffneten Zugang zu Gott hingewiesen, und dass Er der Sohn Gottes ist. Die Anfangsthese, Gottes Sohn zu sein, wird gleich durch dieses Offenbarungswunder vom Himmel durch den Vater zum ersten Mal bestätigt. Inhaltlich hat diese Aussage Bezug zu Jes 42,1 (mein Auserwählter … Wohlgefallen) und Ps 2,7 (Du bist mein Sohn … heute gezeugt). Der hier berufene Sohn wird zum Dienst in der Welt vollmächtig eingesetzt und gleich zu Beginn äußerst geprüft. Die Umgebung der Prüfung erinnert deutlich an die teuflische Versuchung im göttlichen Paradies: Die wilden Tiere, Satan und am Ende die Engel, die den bewährten Gottessohn nicht vertrieben, sondern Ihm hier dienten. Auch dies ist wieder ein Beweis seiner bestandenen Prüfung und Sendung als Gottessohn.

Jesu Christus wird uns als zentrale Gestalt von Anfang bis Ende in dieser biblischen Art der Evangelisation als Sohn Gottes vor Augen gestellt. Sollten wir Ihn nicht annehmen, Ihm folgen? Durch Ihn haben wir den Zugang zum Himmel, zum Vater durch den Heiligen Geist. Durch sein Vorbild und in unseren Prüfungen können wir, wie er bestehen, dass uns dann die Engel, die dienstbaren Geister Gottes, zur Seite sehen und uns im Alltag dienen. Amen.

Gebetsteil

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

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5. Mai – Hauskirche

05 Dienstag Mai 2020

Posted by Bischof Meyer in Hauskirche

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Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Morgenandacht – Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle knien.

Hinweis zu den Lesungen:  Die Bibeltexte in unserem Gebetbuch stammen aus der Einheitsübersetzung; die Psalmtexte folgen dem Luthertext. Links anklicken – zu lesen auf dem ERF Bibleserver.de 

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.


Schriftteil

At – Exodus 21

https://www.bibleserver.com/EU/2.Mose21

Gebet – Psalm 105,16-36

https://www.bibleserver.com/LUT/Psalm105%2C16-36

NT – Markus 1,1,-8

https://www.bibleserver.com/EU/Markus1%2C1-8

Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT – Ex. 21 – Rechtsverordnungen- Fallbeispiele für das Leben des Volkes Gottes, Finanzen und Beziehungen zu regeln.

Göttliches Recht für persönliche Notfälle
Beweis einer These und persönliche Verantwortung, der Annahme

Nach den „10 Geboten“ (Prinzipien- apodiktisches Recht) als Grundlage folgen nun einzelne Rechtsverordnungen (kasuistisches Recht). Jeder Einzelfall (case) ist verbunden mit einer Rechtsforderung, welche Antwort oder Strafe bei Anwendung folgen soll. In jedem Fall wird die richterliche Struktur, die Mose auf Jethros Rat zuvor eingeführt hatte (1000er – 10er Gruppen), hier angewendet V 22. Es geht nicht um eine willkürliche, sondern um eine richterliche Entscheidung, die von aufrichtigen und anerkannten Menschen nach dem Willen Gottes gefällt wird.

Hiermit sollen der Rachsucht und unkontrollierten Selbstjustiz des Einzelnen Einhalt geboten werden. Es geht hier als erstes um den Schutz der hebräischen Sklaven, die aus der Not heraus ihre Arbeitskraft für eine Zeit verkauft haben oder von der Familie verkauft wurden. Daraus entwickelten sich auch Beziehungen, die innerhalb der vorrübergehenden neuen Besitzverhältnisse zur Ehe (als Haupt- oder Nebenfrau) führten. Nach Beendigung der Dienstzeit mussten aber diese eingegangenen, rechtlichen Beziehungen neu geregelt werden. Es geht dabei ab Kapitel 21 hauptsächlich um Einzelfälle, die hier als mögliches Vergehen an Leib und Leben aufgeführt werden.

Gottes Recht bringt Sicherheit in persönliche und soziale Beziehungen. In allem geht es um Besitz, wirtschaftliche Kraft und Finanzen, aber auch Schulden und Verantwortung, die daraus entstehen. Jede Beziehung, Partnerschaft und Ehe ist eine Zuwachsgemeinschaft und sollte durchdacht und rechtlich finanziell geregelt werden. Auch heute sind viele Beziehungen in selbst- oder nichtverschuldete finanzielle Not geraden. Können jedoch die daraus entstanden finanziellen Probleme  durch Seelsorger und geistliche Berater nach Gottes Willen geregelt werden, wird die kurzzeitige schwierige Situation rechtlich geregelt und die Finanzproblem gelöst, wird Harmonie und Frieden einkehren. Viele Scheidungen wären sind durch eine göttliche Finanzberatung und deren Befolgung sicherlich zu retten.

NT – Markus 1,1-8 –Der Evangelist als  Protokollant und Dolmetscher

Der Bischof von Hieropolis, Papias (ca. 140 n. Chr.) übermittelte, was er von dem Apostel Johannes selbst erfahren hatte: Markus begleitete Petrus auf seinen Reisen (z.B. Rom). Petrus richtete seine Belehrungen auf die Notwendigkeit der jeweiligen Zuhörer aus, nicht aber, um die Reden des Herrn folgerichtig zu schildern. … Weiter, dass Markus diesem Stil folgte und nichts von dem Gehörten ausließ, noch Selbsterdachtes hinzufügte.

Markus schreibt nun das kürzeste Evangelium im römisch-griechischen Stil, eine Biografie, die aber nichts mit modernen Biografien zu tun hat. Er stellt im ersten Vers seine These auf. Das ist das Evangelium (als Biografie) von Jesus Christus: Er ist der Sohn Gottes! Dieses versucht er vom Anfang bis zum Ende zu beweisen durch Prophetenworte, deren Erfüllung, durch Wunder und Taten Jesu, durch seine Reden, die Erfüllung der Prophetien am Kreuz. Er lässt am Ende den Hauptmann sagen: Dieser ist wahrhaftig Gottes Sohn gewesen. Und durch die Auferstehung, Missionsbefehl und weitere Wunder empfiehlt der allen Zuhörern am Ende, diesen Herold, diesen Protagonisten, seiner Frohen Botschaft doch anzunehmen und an ihn zu glauben.

Beginnt unser Evangelium aus im Alten Testament mit den Propheten auch in Maleachi 3,1ff ? Ist es verwurzelt in den Prophezeiungen des AT und erfasst es auch alle diese Begebenheiten und Lehren, die Markus hier bringt? Sind wir so zur Annahme und Glauben gekommen, das er der Gottes Sohn ist? Und haben wir auch die Aufforderung darin gehört: Folge Du mir nach?

Gebetsteil

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

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