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Das Allgemeine Gebetbuch

~ Das Gebetbuch gründet sich auf die klassische Version von 1662

Das Allgemeine Gebetbuch

Archiv des Autors: Bischof Meyer

25. November – Hauskirche

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Familien- oder Hausandacht – Morgen und Abend

Hinweis zur Kurzfassung – Das Allgemeine Gebetbuch – deutsch

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Nachfolgend eine Kurzauslegung zur Unterstützung der häuslichen Andacht und Pflege des geistlichen Lebens nach anglikanischer Tradition.

Die Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

Einladung zu intensiven Studien am St. Benedikt Seminar: Nächstes  Präsenzwochenende am 15.-17. Januar: https://benediktseminar.org/


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Gebet – Psalm 119,81-96 (klicken)

Die Psalmabschnitte heute betreffen die hebräischen Buchstaben: Kaf V81-88 und Lamed V82-96. Mehr zu den hebräischen Alphabet?(-< klicken).

Schriftteil und Anstöße zur Lesung

Lesung: 1. Samuel 22 (klicken)

Kerntruppe mit David unter Verfolgung und geistlicher Begleitung

Diktatoren bekämpfen gewöhnliche alle ihre Widersacher und schaffen alle aus dem Weg, die sich ihnen entgegenstellen. Dies betrifft nicht nur Einzelne, sondern gleich ganze Familien und Sippen, die einen Herrschaftsanspruch begründen könnten. Da nun auch Davids engste Familie in Gefahr stand, durch Saul umgebracht zu werden, sorgte David sich besonders um seine Eltern und brachte sie vor dem schwingenden Schwert Sauls ins sichere Ausland. Das Gebot: „Ehre Vater und Mutter“, wird von ihm äußerst geachtet.

Weiter kümmert er sich als Anführer um eine Gruppe von Bedrängten, Verschuldeten und Unzufriedenen im judäischen Land, die sich um ihn sammelten. Einige dieser verzweifelten Menschen wurden später seine Verwaltungsleiter, andere wiederum zu mächtigen Männern in der Heeresleitung. Die Veränderung von dieser Schar sozial benachteiligter Menschen in erfolgreiche Mitkämpfer war der Verdienst Davids.

Dies erinnert auch an die Berufung der zwölf Jünger Jesu, die auch aus unterschiedlichen sozialen Schichten kamen – von Fischern bis zu Widerstandskämpfern – aber unter Jesu Leitung zu Aposteln der Weltmission geformt wurden. Diese Beispiele ermutigen auch die heutige Kirche und Ortsgemeinde, dass Menschen aus sozial niedriger Herkunft unter göttlicher Führung zu hervorragenden Männern und Frauen Gottes verwandelt werden können.

Der Priester Abiathar, einer von Ahimelechs Söhnen, entkam aber dem Massaker an der Priestersippe und informierte darüber David. Der eigentliche Priestermörder war jedoch nicht Doeg, sondern Saul als Befehlsherr. David wiederum erkannt jetzt, welchen Schaden er durch seine Lüge angerichtet hatte und übernahm die Verantwortung für das furchtbare Massaker (V. 22). Die Vernichtung der Priester von Nob (Sippe von Eli) steht trotz allem in Beziehung zu der Prophezeiung, dass nur wenige Männer übrigbleiben sollten (1Sam 2,31-33).

Am Ende vereinigen sich nicht nur der einzige entronnene Priester des Herrn Abiathar mit David, sondern auch der Prophet des Herrn Gad, die ihm von nun an auf dem Weg zum Königtum mit göttlichem Rat begleiteten.


Lesung– Lukas 16,1-13 (klicken)

Cleverness für den Himmel

Im Gleichnis spielt ein einfacher Verwalter seinem Herrn einen Streich, indem er die noch geringeren Arbeiter unrechtmäßige Schulden erlässt. Damit will er sie zu seinen Freunden machten, wenn er demnächst entlassen sein wird. Mit dieser hinterlistigen Tat hat er jedoch seine Zukunft durch diese neuen Freunde abgesichert.

Jesus will durch dieses Gleichnis der christlichen Gemeinde eine Lektion beibringen. Er will die Klugheit und List von Weltmenschen herausstellen, die wegen ihres Einsatzes um Vorteile und vergänglichem Gewinn eifrig bemüht sind. Er empfiehlt seinen Nachfolgern aber eine bessere Klugheit und Cleverness als die des unehrlichen Verwalters, damit sie als kluge Kinder des Lichts die gegenwärtige Zeit ausnutzen und das ewige Heil ererben.

Abschlussgebet

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Morgendliches Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all’ unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.

Oder

Abendliches Gebet um Frieden

O Gott, von Dir kommt alles heilige Verlangen, jeder gute Rat und jede gerechte Tat. Gib uns, Deinen Dienern, den Frieden, den die Welt nicht geben kann, damit unsere Herzen willig sind, Deinen Geboten zu folgen. Befreie uns von der Furcht vor unseren Feinden, damit wir unsere Tage in Ruhe und Frieden verleben können. Durch die Verdienste unseres Heilandes Jesus Christus. Amen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen:

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

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24. November – Hauskirche

Hervorgehoben

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Schlagwörter

Buße - Geschenk?, genug Wahnsinnige, Notlügen erlaubt?, Rückkehrfeste planen, verrückter König


Familien- oder Hausandacht – Morgen und Abend

Hinweis zur Kurzfassung – Das Allgemeine Gebetbuch – deutsch

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Nachfolgend eine Kurzauslegung zur Unterstützung der häuslichen Andacht und Pflege des geistlichen Lebens nach anglikanischer Tradition.

Die gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf


Einladung zu intensiven Studien am St. Benedikt Seminar: Nächstes Präsenzwochenende am 15.-17. Januar: https://benediktseminar.org/


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Gebet – Psalm 119,65-80 (klicken)

Die Psalmabschnitte heute betreffen die hebräischen Buchstaben: Tet V65-71 und Yod V72-80. Mehr zu den hebräischen Alphabet?(-< klicken).

Schriftteil und Anstöße zur Lesung

Lesung: 1. Samuel 21 (klicken)

Notlügen in tiefster Demut

David hat scheinbar ein gutes Verhältnis zur Priesterschaft gehabt, denn er flieht zum zentralen priesterlichen Heiligtum nach Nob, ca. 4km Nordost von Jerusalem. Dort dient der Enkel von Eli. David, in aller Eile aufgebrochen, hat weder Verpflegung noch Waffen mitgenommen und erwartet vom Priester Abimelech Unterstützung. David belügt nicht nur diesen, um sich zu schützen, sondern auch später den König Achis von Gat. Hier wird er sowohl mit geweihtem Brot (Lev 24,5-9) versorgt, als auch mit dem Goliath-Schwert ausgerüstet (K. 17,50ff). Es scheint schon sarkastisch, dass der Bezwinger der Philister und des Goliaths sich nun mit dessen Schwert in eine Philister-Stadt begibt und dort Zuflucht sucht. Er wird dort sogar als König des Landes bezeichnet, obwohl die Philister bis dahin noch nichts von dem Bruch mit Saul erfahren hatten. David ist als angehender König in höchster Todesnot, er erkennt dies und stellt sich als Wahnsinniger und Verrückter dar. Welch eine Erniedrigung am tiefsten Punkt seines Lebens. „Wer sich selbst erniedrigt, der soll erhöht werden.“ David ist sich nicht zu schade, sich als Wahnsinniger darzustellen und rettet dadurch sein Leben.

Da man glaubte, dass von Verrückten und Besessenen Dämonen ausgehen und die Gefahr des Übertragens auf andere Menschen geschehen könnte, ließ man diesen „Verrückten“ einfach ziehen. Gott bewahrt so durch diese Fügungen und Umstände.

Darf man denn lügen, wird an dieser Stelle oft gefragt? Eine theologischen Antwort lautet so: Wenn die direkte Wahrheit dem Heilsplan Gottes im Wege steht, wie hier z.B. die Salbung zum Königtum vereitelt werden könnte, dann dient sowohl Davids wie auch seiner Frau Michals Lüge dazu, dass der Gesalbte nicht getötet wird und Gottes Plan unvereitelt seine Erfüllung findet. Gott befiehlt nicht Samuel den neuen König zu salben, nur dass er kurze Zeit später doch umkommt. Notlüge kann in bestimmten Fällen für den Heilsplan Gottes und auch für den Bestand und Unversehrtheit der Kirche Christi notwendig sein.


Lesung– Lukas 15,15-32 (klicken)

Rückkehrfeste Gottes feiern nach geschenkter Buße

Jesu Zuwendung und Essensgemeinschaft, also die höchste Form der freundschaftlichen Beziehungen mit den Sündern und Zöllnern, steht unter Gottes Wohlgefallen. Gott stimmt mit dem überein, was Jesus tut. Gerade darin zeigt sich Gottes Liebe, der diese Verlorenen und Fernen sucht und mit ihnen in Beziehung treten will..

Gott ist barmherzig auch gegen undankbare und böse nichtreligiöse Menschen. Gottes Gnade zeigt sich gerade darin, dass er keine Vorleistung von jenen erwartet. Denn das in der Wüste umherirrende Schaf weiß sebst nichts über seine Verlorenheit, um dann Buße zu tun und umzukehren. Auch der verlorene Silbergroschen ist sich nicht dessen bewusst. Bereits die Abschnitte zuvor (V. 1-10) sollen uns anzeigen, dass das Suchen Gottes mit der gewirkten Buße ein Geschenk Gottes ist. Beides ist eine Vorleistung Gottes.

Notlügen immer erlaubt?
Rückkehrfeste nach Sinnesänderung

Was wird uns heute im dritten Gleichnis aufgezeigt? Beim Verlorene Sohn geschieht das Suchen und Finden so, dass dieser mitten im größten Dreck und Schlamassel in der Gottesferne zur Sinnesänderung kommt. Er schlägt plötzlich an sein Herz und sagt: Ich will umkehren und mich zurück zum Vaterhaus kehren. Doch diese Entscheidung ist eine von Gott gewirkte und g e s c h e n k t e Buße im Herzen des Verirrten. Erst nach diesem Geschenk der inneren Sinnesänderung kann er aus der miesen, verlogenen Freundschaft dieser Welt zurückkehren – zurück in die wahre Freundschaft und Gemeinschaft mit Gott. Mit geschenktem Ring, Schuhen und neuem Gewand kann er am freudigen Rückkehrfest des Vaters teilnehmen.

Auch wir sind aufgefordert, uns wie Jesus in neue Beziehungen zu nichtreligiösen Menschen zu begeben, diese Kontakte zu ihnen vertrauensvoll aufzubauen und uns selbst bei ihnen einzuladen oder uns von ihnen einladen lassen. Auf diese Weise beginnt unser Mitsuchen mit Gott. Das ist unsere Mission. Und wir erwarten, dass er zur rechten Zeit vielen verlorenen Schafen die Sinnesänderung schenkt.

Abschlussgebet

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Morgendliches Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all’ unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.

Oder

Abendliches Gebet um Frieden

O Gott, von Dir kommt alles heilige Verlangen, jeder gute Rat und jede gerechte Tat. Gib uns, Deinen Dienern, den Frieden, den die Welt nicht geben kann, damit unsere Herzen willig sind, Deinen Geboten zu folgen. Befreie uns von der Furcht vor unseren Feinden, damit wir unsere Tage in Ruhe und Frieden verleben können. Durch die Verdienste unseres Heilandes Jesus Christus. Amen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen:

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

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23. November – Hauskirche

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Familien- oder Hausandacht – Morgen und Abend

Hinweis zur Kurzfassung – Das Allgemeine Gebetbuch – deutsch

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Nachfolgend eine Kurzauslegung zur Unterstützung der häuslichen Andacht und Pflege des geistlichen Lebens nach anglikanischer Tradition.

Die Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Gebet – Psalm 119,49-64 (klicken)

Die Psalmabschnitte heute betreffen die hebräischen Buchstaben: Zayin V49-56 und Het V57-64. Mehr zu den hebräischen Alphabet?(-< klicken).


Schriftteil und Anstöße zur Lesung

Lesung: 1. Samuel 20 (klicken)

Auf der Flucht, aber mit Gott auf dem Weg.

Schon nach kurzer Zeit, trotz Heirat einer Tochter Sauls, ändert sich die Position Davids im Königshaus von dem eines anerkannten Helden zu einem Gejagten und Flüchtenden. Bei wem sollte er in dieser Situation Rat und Hilfe suchen? Natürlich bei dem, dem er Loyalität fürs Leben versprochen hatte, seinem Herzensfreund Jonathan (1Sam 18,3-4). Zwischen diesen beiden geht es nicht nur um eine großartige Freundschaft, sondern um ein festes Lebensbündnis. Es geht darum, einander immer treu zu bleiben und sich weiterhin gegenseitig zu schützen, egal welcher von den beiden einmal König wird. Der Bund (V8), der von ihnen zuvor miteinander und vor dem HERRN geschlossen wurde, ist ein gegenseitiger Bund der Barmherzigkeit, um sich gegenseitig und ihre Familien zu schützen. David löst sich aber ab diesem Zeitpunkt für immer vom Königshaus und geht seinen eigenen Weg. Damit kappt er alle verwandtschaftlichen und militärischen Beziehungen zu Saul. Für diesen Schritt erhält er auch die Unterstützung seiner Frau Michal (K. 19,12+13). David ist schuldlos an dieser Trennung. Von diesem Zeitpunkt an ist die Zukunft seines Königtums unsicher und sehr gefährlich. Das Königtum ist gegen ihn, nur seine Frau, Jonathan und Gott stehen auf seiner Seite.

Solche aussichtslosen Situationen gibt es immer wieder im Leben von Menschen, die Gott berufen hat. Aber sie und wir dürfen wissen, dass wir dann einen sicheren Felsen kennen und auf einem nicht erschütterbaren Fundament stehen könne. Auch wir können dann mit Paul Gerhardt singen: Ist Gott für mich, so trete gleich alles hinter mich.


Lesung – Lukas 15,1-10 (klicken)

Mit suchen, mit sammeln, mitfreuen – durch positive Theologen.

Wieder einmal entsteht Theologengezänk in Jerusalem. Jesus rechtfertigt sich mit zwei Gleichnissen, warum er sich gerade mit Sündern trifft, die dem Willen Gottes gegenüber Ungehorsam sind,.

Im ersten Gleichnis geht es um die Ausdauer des Suchens um die Sünder zu finden.

Im zweiten kommt es auf Genauigkeit und Sorgfalt beim Suchen eines Schmuckstücks an. In beiden Fällen aber handelt es sich dann um den wiedergefundenen Besitz.

Beim nachfolgenden Gleichnis steigert sich der Wert zum menschlichen Leben hin. In allen Fällen wird jedoch die Freude über Auffindung, Heimholung und Umkehr (Buße) im Himmel ausgedrückt. Diese Freude, anstatt Murren und Kritik, sollte auch bei den Vertretern der Theologie zu finden sein. Gerade sie sollten ihre Erkenntnis zum Suchen der Verlorenen einbringen.

Tragen auch wir die Gesinnung Jesu im Herzen, den verlorenen Besitz Gottes, die verlorenen Schafe Christi zu suchen, zu finden und sie mit Freude in den Schafstall der Kirche zurückzubringen? Wenn das geschieht, sollten auch wir unsere Mitchristen zur Mitfreude und Mitsammeln anstecken und ermutigen.

Abschlussgebet

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Morgendliches Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all’ unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.

Oder

Abendliches Gebet um Frieden

O Gott, von Dir kommt alles heilige Verlangen, jeder gute Rat und jede gerechte Tat. Gib uns, Deinen Dienern, den Frieden, den die Welt nicht geben kann, damit unsere Herzen willig sind, Deinen Geboten zu folgen. Befreie uns von der Furcht vor unseren Feinden, damit wir unsere Tage in Ruhe und Frieden verleben können. Durch die Verdienste unseres Heilandes Jesus Christus. Amen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen:

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

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21. November – Hauskirche

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Familien- oder Hausandacht – Morgen und Abend

Hinweis zur Kurzfassung – Das Allgemeine Gebetbuch – deutsch

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Nachfolgend eine Kurzauslegung zur Unterstützung der häuslichen Andacht und Pflege des geistlichen Lebens nach anglikanischer Tradition.

Die Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Gebet – Psalm 119,17-32 (klicken)

Die Psalmabschnitte beginnen immer mit dem gleichen hebräischen ABC. Die Buchstaben heute: Gimmel V17-21; Daleth V25-32. Mehr zu den hebräischen Alphabet?(-< klicken).

Schriftteil und Anstöße zur Lesung

Lesung: 1. Samuel 18 (klicken)

Davids Machtzuwachs und Sauls Machtverlust

  1. Der leiblicher Thronfolger übergibt David vorausschauend symbolhaft die Insignien der Macht.

Nach dem Sieg Davids über Goliath öffnet Gott langsam die Tür zum späteren Königtum. Zuerst entsteht ein Bund mit Jonathan, dem Sohn des amtierenden Königs. Damit wurden die Herzen zweier junger Männer verbunden, die sich liebten und diese wertvolle Freundschaft mit einem Siegel bestätigten.

Eine innere Motivation und Bedeutung bedarf immer ein äußeres Zeichen. Wie Vertrag eine Unterschrift benötigt, so eine Beziehung ein handfestes Zeichen. Deshalb übergibt Jonathan David seinen Mantel (Zeichen der Autorität) und seine Rüstung mit Gürtel, Bogen und Schwert (als Zeichen der Heerführung).

Erinnern wir uns auch an die verschiedenen Bünde Gottes. Z.B. mit Noah (der Regenbogen), mit Abraham (die Beschneidung), beim AT Gesetzesbund (der Sabbath) und im NT Gnadenbund (das Sakrament: Brot und Wein). Bünde Gottes werden immer begleitet durch Verpflichtungen, Segen bei Einhaltung und Strafe beim Brechen des Bundes. Dieses Prinzip trifft auch auf David und Jonathan zu.

2. Dann setzt die Frauenbewegung die öffentliche Anerkennung Davids durch Heldenlieder in Gang. Sie sangen: David hätte zehnfach die Feinde Israels besiegt, Saul dagegen nur einfach. Das erzürnte König Saul, weil David alles gut gelang, und jagte ihn alsbald aus dem Königspalast. Saul plante aber gleichzeitig, ihn hinterlistig in den Tod zu schicken oder durch Einheirat gefügig zu machen.

3. Durch die Liebe der Tochter Michal zu David wird auf natürliche Weise der Zugang zum Königtum eröffnet und dann sogar durch Zustimmung Sauls die Heirat ermöglicht. Damit ist er mit dem König verwandt.

4. Durch die beständigen Siege Davids als Heerführer über eine Tausendschaft wächst die Anerkennung bei den Ältesten und Einflussreichen des 12Stammesvolkes. Diese Anerkennung braucht er später zur Unterstützung seiner Macht.

Lernen wir von David. Wer sich als Gesalbter ganz auf den Herrn stützt, dem wird alles gelingen, genauso wie es Psalm 1,3 verheißt. Möchten auch wir als solche, die den Geist Christi erhalten haben, beständig über seinem Wort nachsinnen, den Herrn an unserer Seite haben, damit alles zu seiner Ehre gelingt. Wollen wir auch in Geduld und mit großem Mut darauf achten, auf welche Weise Gott die Türen zu seiner Zeit für uns und unseren Dienst in unserem Bereich öffnet und dann handeln.

Lesung– Lukas 13,1-17 (klicken)

Bedürftigen helfen ohne Vergeltung und Anerkennung?

V 1-11 – Jesus bewegt sich hier in der oberen Schicht der Pharisäer und Schriftgelehrten und provoziert sie am Sabbat mit der Heilung eines Wassersüchtigen. Dieser mag eine Herzschwäche, Leber- oder Nierenkrankheit gehabt haben. Heilen aber bedeutet arbeiten, und arbeiten darf man nicht am Sabbat, so ihre Meinung. Jesus aber begründet sein heilendes Handeln ihnen gegenüber einfach nur vom Tier- oder Naturrecht her. Denn, was man den eigenen Tieren an jedem Tag gewährt, nämlich ihnen Gutes zu tun, das darf man erst recht am Ruhetag an einem kranken Menschen tun. Also stellt er das Menschenrecht vor das Tierrecht. Gutes tun ist für alle an jedem Tag erlaubt.

https://arbeits-abc.de/anerkannte-mitarbeiter-sind-bessere-mitarbeiter/

V. 12-14 – Weiter ordnet Jesus die Rangordnung im bevorstehenden Gottesreich neu. Anerkennungs- und Prestigesucht sucht immer Wege, um nach oben zu kommen und im Blitzlicht zu stehen. Davor warnt schon Spr. 25,6-7, auf den die sich Jesus bezieht. Weiter bezieht er sich über das Verhalten beim Gutes-Tun, das vom Gottesreich her beeinflusst sein soll: Es sollen besonders die sozial Armen, Behinderten, Blinde und kranke Menschen im Blick behalten werden, denen man uneigennützig und nichtberechnend auf Lob oder Dank helfen sollte. Denn wenn wir uns um solche Menschen kümmern würden, dann werden wir im Himmel anerkannt und uns wird dort vergolten werden.

Abschlussgebet

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Morgendliches Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all’ unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.

Oder

Abendliches Gebet um Frieden

O Gott, von Dir kommt alles heilige Verlangen, jeder gute Rat und jede gerechte Tat. Gib uns, Deinen Dienern, den Frieden, den die Welt nicht geben kann, damit unsere Herzen willig sind, Deinen Geboten zu folgen. Befreie uns von der Furcht vor unseren Feinden, damit wir unsere Tage in Ruhe und Frieden verleben können. Durch die Verdienste unseres Heilandes Jesus Christus. Amen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen:

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

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20. November – Hauskirche

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Schlagwörter

Diener und Erste, eigene Talente, eigenen Stil, Gottvertrauen, große Ernte, Kampf gegen Goliath, kleiner Anfang, unsere Riesen


Familien- oder Hausandacht – Morgen und Abend

Hinweis zur Kurzfassung – Das Allgemeine Gebetbuch – deutsch

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Nachfolgend eine Kurzauslegung zur Unterstützung der häuslichen Andacht und Pflege des geistlichen Lebens nach anglikanischer Tradition.

Die Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.


Gebet – Psalm 119,1-16 (klicken)

Dieser Psalm des jüdischen und christlichen Gebetbuches ist der längst. Er betont wie Psalm 1 und 19 den Lobpreis auf die Weisung (Thora) Gottes. Er gründet sich auf die Anfangszeiten des Volkes Gottes (V 52) um und vor Mose als eine ewige Ordnung oder eine „Ordnungen der Urzeit“. Der Beter umkreist wie in Ps 1,2 beständig meditativ die Thora mit Synonymen wie Gesetz, Weisung, Gebot, Satzung, Ordnung, Weg, etc. Dabei geht es ihm nicht um eine gesetzliche, sondern lebendige Frömmigkeit mit Sitz im wirklichen Leben. Weil er aber selbst in diesem Leben so fest verankert ist und danach lebt, fühlt er sich oft wie ein Weinschlauch V 83, der über einem schwelenden Feuer hängt, äußerlich Dreck und Ruß ansetzt und den schmutzigen Umständen des Lebens ausgesetzt ist. Aber auch in den Zerreißproben seines Lebens vergisst er die Weisung Gottes nicht. Er selbst bleibt bei seiner festen Haltung zur Weisung Gottes im Leben, obwohl er hier Angriffen und Widerständen ausgesetzt ist. Trotzdem fährt mit seinen Lobpreis fort. Diese kunstvolle Form der Dichtung ist einzigartig und folgt jeweils mit acht Versabschnitten dem nächsten Buchstaben des hebräischen Alphabets. Es sind dichterische Gedanken, die ein Halbvers ausdrückt und durch den folgenden Halbvers (oft eingerückt in den Bibeln) mit anderen Worten (Synonymen) fortlaufend oder gegensätzlich ergänzt.

Beten Sie zusammen uns und dem Psalmbeter den wunderbaren Lobpreis Gottes.

Schriftteil und Anstöße zur Lesung

Lesung: 1. Samuel 17,31-38 (klicken)

Nur mit einer Schlinge, David war nicht bang (klick zum Lied)

Die Zurüstung Davids und Ausrüstung mit beschwerlicher Rüstung und Waffen, sowie sein Auftreten vor dem Riesen Goliath wird in dramatischer Weise hier beschrieben. Als erfahrener noch jugendlicher Kämpfer lehnt er jegliche damalige Ausrüstung und Kampfprinzipien ab. Er vertraut allein auf den himmlischen Heerführer sowie seine eigenen Talente und Kampferfahrungen. Er, der einen grimmigen Bären und wütenden Löwen getötet hatte, ist bereit, auch den unbeschnittenen und gotteslästernden Riesen zu töten. Bevor dieser lärmende Blechriese in Bewegung kam, lag dieser plötzlich an der Stirn unter dem Helm getroffen um. Der runde Kieselstein aus Davids Schleuder hatte ihm ein Loch in die Stirn geschossen.

Ja, der Krieg ist des Herrn V47 und die ganze furchtsame Gemeinde Israels stand dabei und erkannte, dass der Riese und die Feinde geschlagen wurden. Der neue, aber vom Volk noch unerkannte gesalbte Hirte, König inkognito, wird ein besonderer Kämpfer bleiben, aber vor allem wird er Hirte für das Volk Gottes sein.

Wollen wir uns durch die geistliche Kampfesweise Davids ermutigen lassen, auch gegen unsere gegenwärtigen „Riesen“ anzugehen. Gott hat jedem Christen Talente und Begabungen gegeben, jedoch jedem anders. Wir wissen aber, dass der jetzige Kampf, in dem wir stehen, dem Herrn gehört, er für uns kämpft. Diese Gewissheit gibt uns Frieden und Gelassenheit, im Vertrauen auf Ihn den uns verordnet Kampf zu kämpfen.


Lesung– Lukas 13,1-17 (klicken)

Eine schwierige Mission mit weltweitem Erfolg

Die beiden Gleichnisse zu Beginn sprechen über die Mission Jesus. Sie hat einen unscheinbaren Anfang, aber am Ende einen großen und überwältigenden Erfolg. Es werden am Ende neben den Erzvätern und Propheten Menschen aus der ganzen Welt in die Gemeinschaft und zum Tisch des Herrn zugelassen werden. Wer wird aber als „Erste“ hierzu eingeladen sein? Sicherlich diejenige, die heute schon zum Dienst bereit sind (Lukas 22,26-27). Der vorbildhafte Dienende in der Mission mit weltweitem Erfolg ist unser Herr selbst. Seine Mission muss aber durch Jerusalem und dort erst durch seinen Tod zu unserem Heil begründet werden. Das Samenkorn, was dort in die Erde gelegt wird, folgt also dem Schicksal vieler Propheten. Doch nach seiner Auferstehung und bei seiner zweiten Wiederkunft wird die Frucht der Mission weltweit sichtbar, und Christus wird dann freudig begrüßt und hoch gelobt werden. Sind wir solche, die als Dienende und Lobende dazugehören?

Abschlussgebet

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Morgendliches Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all’ unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.

Oder

Abendliches Gebet um Frieden

O Gott, von Dir kommt alles heilige Verlangen, jeder gute Rat und jede gerechte Tat. Gib uns, Deinen Dienern, den Frieden, den die Welt nicht geben kann, damit unsere Herzen willig sind, Deinen Geboten zu folgen. Befreie uns von der Furcht vor unseren Feinden, damit wir unsere Tage in Ruhe und Frieden verleben können. Durch die Verdienste unseres Heilandes Jesus Christus. Amen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen:

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

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19. November – Hauskirche

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Schlagwörter

aus dem Nichts, Chance, fragen und planen, Früchte tragen, Hirte, unter dem Gericht

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Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Gebet – Psalm 118,15-29 (klicken)

Schriftteil und Anstöße zur Lesung

Lesung: 1. Samuel 16 (klicken)

Wer ist denn dieser Hirtenjunge?

Er tritt scheinbar aus dem Nichts auf, ist Saul, dem Heerführer Abner und dem Kriegsvolk unbekannt. Eigentlich müsste ihn Saul aber als seinen musikalisch therapeutischen Seelenberuhiger kennen, der ihm bei Depressionen die Harfe spielte. Bekannt ist er bei diesem Auftritt eigentlich nur seinen drei Brüdern, die im Heer dienen, ihn aber dort beim kurzen „Feldbesuch“ als ihren kleinen Bruder, missachten, missverstehen und misstrauen. „Der Boshafte, Neugierige ist da!“ Bei dieser Art der Darstellung erinnern sich der Bibelkenner jedoch ohne Umschweife an die Josephsgeschichten in Deu/1Mo17, als Jakob seinen Lieblingssohn zu den Brüdern sandte, und von ihnen als „seht, da kommt der Träumer her“ bezeichnet und verachtet wurde. Wer er wirklich ist und was in ihm steckt, was er glaubt und wessen Geist ihn beseelt, wird sich dem Bibelleser besonders im nächsten Abschnitt des Kapitels offenbaren. Wenn wir aber David bis zu unserem Abschnitt V 30 begleiten, müssen wir erkennen, dass David immer wieder allen möglichen Leuten des Heeres und seiner Begleitung sehr viele Fragen stellt. Dies zeigt, dass er sich zuvor ein umfassendes Bild der Kampfsituation, der beiden Lager, über Kampfmoral, Gottvertrauen und Einschätzung seiner eigenen Fähigkeiten machte, bevor er auf den Plan tritt, entscheidet und zielgerecht kämpfen wird. Der von Gott verlassene König Saul ist hier ratlos, planlos und hoffnungslos, der aber hier inkognito erscheinende gottvertrauende Hirte und zukünftige Herrscher zeigt uns als Lektion genau das Gegenteil.

Wir stehen als Gläubige oft zwischen den Fronten der Welt, der Politik, der politischen Gemeinde unseres Ortes, aber auch persönlich in Auseinandersetzungen der christlichen Gemeinde und zwischen den Fronten der Verwandtschaft und Familie. Eine Reform des Umgangs miteinander bei der Lösungsuche bedarf es auf allen Seiten. Doch bevor man, wie die Brüder Davids schnellschüssige, pauschale und emotionale Beurteilungen abgibt, wäre ist sinnvoll, zuvor immer viele Fragen an die verschiedenen Player und Betroffenen zu stellen. Nur so besteht die Möglichkeit aus ihren Antworten zu einer umfassenden und realistischen Beurteilung für richtige Entscheidungen und folgende nachhaltige Aktionen zu treffen.


Lesung– Lukas 13,1-17 (klicken)

Textlesungen zum Buß- und Bettag: Neue Gelegenheit zukünftig Frucht bringen

Wenn in unserer unmittelbaren Nähe Unfälle geschehen oder sie uns in den neusten Nachrichten eindrücklich vor Augen gestellt werden, fragen wir uns da nicht, warum geschieht dies, auch gerade ihnen? Betrifft es diese Menschen, weil sie besondere Sünder sind? Oder sollten wir uns direkt fragen, ob die weltweite Corona-Epidemie nicht die Antwort Gottes ist, dass alle Menschen Sünder sind? Mit unserem Text können wir sagen, dass die kleinen Unfälle, aber auch die weltweite Epidemie, alle unter Gottes Urteil so fallen: Wir sind allzumal Sünder und mangeln des Ruhmes, den wir bei Gott haben sollten (Röm 3,23). Denn alle Sünder ohne Bekehrung und Erneuerung werden einst gerichtet werden und umkommen.

Sie werden aber doch vor Gott gerecht gesprochen und angenommen durch ihren Glauben an Christus und seine Heilstat am Kreuz. Gott wartet, wie hier durch die Pflege des unfruchtbaren Feigenbaumes angedeutet, mit langer Geduld darauf, dass endlich Frucht entsteht. Gott wartet oft geduldig auf Lebensveränderungen im Leben der Menschen, bei manchem geduldig Jahr um Jahr. So gibt ER vielen noch die Chance und die Gelegenheit, in Zukunft regelmäßig Frucht zu bringen. Jesus hat uns dieses Fruchtbringen selbst vorgelebt. Denn er kam, um allen Menschen auf allen Gebieten des Lebens Gutes zu tun, durch Zuspruch, durch Heilung und Totenauferweckung, sogar durch seinen Opferung am Kreuz, damit wir ewiges Leben erhalten.

Bringen auch wir Ihm als Zeichen der Erneuerung gute Früchte?

Abschlussgebet

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Morgendliches Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all’ unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.

Oder

Abendliches Gebet um Frieden

O Gott, von Dir kommt alles heilige Verlangen, jeder gute Rat und jede gerechte Tat. Gib uns, Deinen Dienern, den Frieden, den die Welt nicht geben kann, damit unsere Herzen willig sind, Deinen Geboten zu folgen. Befreie uns von der Furcht vor unseren Feinden, damit wir unsere Tage in Ruhe und Frieden verleben können. Durch die Verdienste unseres Heilandes Jesus Christus. Amen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen:

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

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18. November – Hauskirche

Hervorgehoben

Posted by Bischof Meyer in Hauskirche

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Schlagwörter

Hauptfigur AT, König David, Nachfolge Christi, Regentenwechsel, Trennungen


Familien- oder Hausandacht – Morgen und Abend

Hinweis zur Kurzfassung – Das Allgemeine Gebetbuch – deutsch

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Nachfolgend eine Kurzauslegung zur Unterstützung der häuslichen Andacht und Pflege des geistlichen Lebens nach der anglikanischen Tradition.

Die gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Gebet – Psalm 118,1-14 (klicken)


Schriftteil und Anstöße zur Lesung

Lesung: 1. Samuel 16 (klicken)

Der Geist des Herrn verlässt einen ungehorsamen Regenten und bevollmächtig den neu erwählten, bald königlich zu regieren.

Mit Kapitel 16 beginnt das zentrale Anliegen des Schreibers der 1. und 2. Samuelbücher. Alle Ereignisse bisher über Samuel und Saul sind eine Art Prolog für den Helden David. Dieser ist nach Mose eine der gewichtigen Hauptgestalten des Alten Testaments und ein Bild auf den kommenden König Jesus, der aus dem Geschlecht Davids stammten wird.

Obwohl Saul von Gott verworfen wurde hielt er an seiner Macht unnachgiebig fest bis zu dem Tag, als er im Kampf Selbstmord beging. Und obwohl keine friedliche Machtübergabe des teilweise dämonischen Herrschers Saul stattfand, lernte der heimlich mit Prophetenöl geweihte David viele Einblicke und Erfahrungen in für Leitung des Königtums. Er erlebte neben mutvollen Erfolgen oft Verzweiflung, Angst um sein Leben, Einsamkeit und seelischen Schmerz. Jahwe gebrauchte diese besonderen Lehr- und Wanderjahre des jungen, schönen und mutigen Hirtenjungen, um ihn zu formen, zu verändern, damit er mit aufrichtigem Charakter und Gottvertrauen zu gegebener Zeit als Gottes Regent auftreten könne.

Die Wahl des Königs geschieht hier vollkommen anders als heute. David wird im engen Kreis der Familie gesalbt. Nicht der Älteste und Größte, sondern der Jüngste und Geringste wird durch Gott erwählt. Es geschieht nicht aufgrund von Leistung und Fähigkeiten, sondern wegen Gottes Souveränität, Berufung und Gnade. Gleichzeitig mit der Salbung geht auch die Begabung durch den Geist Gottes einher. Diese Begabung ist nicht nur ein einmaliges Ereignis, sondern eine Kraft Gottes die ihn dann durch Höhen und Tiefen (auch die Sünde mit Bathseba), beim Harfenspiel und in Todesangst, immer wieder für die Aufgaben des Königtums befähigte. Gott hatte nicht das Königtum verworfen, sondern den König. Im Gegensatz zu Saul, von dem der Geist Gottes wegen Ungehorsam entfloh, kam der Geist Gottes auf David und blieb auf ihm lebenslang.

Auch heute noch beruft Gott Menschen für einen königlichen Dienst im Reich Gottes. Die Vorbereitungszeit bis zum Beginn mag sich länger hinziehen, auch durch viele Schwierigkeiten und Prüfungsphasen hindurchgehen. Gott ruft uns zu: Habt Geduld, habt Hoffnung. Denn die Liebe Gottes ist ausgegossen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben ist. Hoffnung lässt nicht zuschanden werden. Gottes „Lehr- und Wanderjahre“ dienen dazu, unseren Charakter zu formen, um dann zur rechten Zeit von Gott eingesetzt zu werden.


Lesung– Lukas 12,49-59 (klicken)

Die gegenwärtige Zeit recht beurteilen und sich entscheiden.

Die Jünger lernen von Jesus, dass die Nachfolge Jesu Entzweiung und Trennung bis in die eigene Familie hinein mit sich bringt. Zuerst beginnt das Gericht mit der Todestaufe, die Jesus selber zuvor erleiden muss. Die völlige Wahrheit polarisiert und führt letztendlich den, der spricht – „Ich bin die Wahrheit“ – zur Kreuzigung.

Mit dem ersten Kommen Jesu ist vorerst nicht der Beginn einer Friedenszeit gemeint, sondern ein vorweggehende Trennungs- und Entscheidungszeit. Diese Entscheidungszeit zieht sich bis in unsere jetzige Endzeit hinein.

Als Christen werden wir aufgefordert immer wieder Entscheidungen um Jesu willen, um des Evangeliums und der Ethik des Evangeliums willen zu treffen. So wie politische Polarisierung eine Nation bis in die Familien hinein spalten kann, so geschieht dies auch, wenn Menschen in die Nachfolge Jesu treten und dort bleiben. Radikale Nachfolge Jesu trennt auch heute noch, wenn man sich pro oder kontra Jesu stellt, sowohl in der eigenen Familie als auch darüber hinaus. Friedliche Toleranz um die Wahrheit in Christus wird es nicht geben. Wir leben heute in einer endzeitlichen Entscheidungszeit. Viele wollen aber die deutlichen Zeichen der Zeit nicht erkennen und daraus ihre Konsequenzen ziehen, nämlich umzukehren und dem jetzt begonnen und zukünftigen Gericht zu entgehen. Doch das göttliche Feuer wird sein Volk läutern und es wird sich zu ihm bekennen und Gott zu ihm( Sacharia 13,9).


Abschlussgebet

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Morgendliches Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all’ unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.

Oder

Abendliches Gebet um Frieden

O Gott, von Dir kommt alles heilige Verlangen, jeder gute Rat und jede gerechte Tat. Gib uns, Deinen Dienern, den Frieden, den die Welt nicht geben kann, damit unsere Herzen willig sind, Deinen Geboten zu folgen. Befreie uns von der Furcht vor unseren Feinden, damit wir unsere Tage in Ruhe und Frieden verleben können. Durch die Verdienste unseres Heilandes Jesus Christus. Amen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen:

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.


Extra: Bonhoeffer – Der Ruf in die Nachfolge

https://www.evangelischer-glaube.de/bonhoeffer-nachfolge/bonhoeffer-der-ruf-in-die-nachfolge/

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17. November – Hauskirche

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Familien- oder Hausandacht – Morgen und Abend

Hinweis zur Kurzfassung – Das Allgemeine Gebetbuch – deutsch

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Nachfolgend eine Kurzauslegung zur Unterstützung der häuslichen Andacht und Pflege des geistlichen Lebens nach der anglikanischen Tradition.

Die gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Gebet – Psalm 116-117 (klicken)


Schriftteil und Anstöße zur Lesung

Lesung: 1. Samuel 15 (klicken)

Wohin führt Opfern ohne Gehorsam?

Saul zieht mit einem großen Heer in den Krieg gegen den Erzfeind Amalek, der schon zur Zeit Moses gegen das Volk Gottes gekämpft hatte. Es geht hier um keinen Eroberungskrieg, bei dem Beute für persönlichen Nutzen gemacht werden darf, sondern um endgültige Vernichtung des altbösen Feindes. Es ist ein Bild, das für alle Zeiten dem Volk Gottes vor Augen gemalt wird, bis heute. Gott beauftragte durch Samuel, diesen Feldzug zu unternehmen und alles zu vernichten.

Der Feind wird dann auch geschlagen, aber sein Repräsentant König Agag am Leben gelassen. Die 210.000 Kämpfer machten reiche Beute und ließen die wertvollsten Tiere am Leben. Angeblich, um sie später zu opfern. Saul lässt sie gewähren.

Als Samuel eintrifft, muss Saul die niederschmetternden Worte seiner Verwerfung anhören. Warum hast du der Stimme des Herrn nicht gehorcht? Gehorsam ist besser als Opfer. Deshalb hat er dich verworfen, dass du nicht König seist. Wir finden hier eine vorgetäuschte fromme eigenmächtige Aktion bei Saul, auch verlogen und in der Art Evas präsentiert: Die herrliche Frucht war schuld, die Schlange war schuld, die Frucht war so verlockend. Saul dagegen entschuldigt: das Volk war schuld, weil es Beute machen wollte, Samuel, weil er erst so spät eintraf, die Philister und ihre wunderschön anzuschauenden Tiere, die man opfern (und danach natürlich auch essen würde). Saul führte nicht aus ganzem Herzen die Befehle Gottes aus. Doch Ungehorsam gegen den Willen Gottes ist wie Zaubereisünde und Götzendienst (V 23).

So wie Sauls Erwählung ohne Zeugen geschah, so geschieht auch unbeachtet seine Verwerfung als König. Und obwohl sich die Wege beider von hier aus für immer trennten, betete der Prophet Samuel bis zum Ende für den verworfenen König, der kein Mann nach dem Herzen Gottes war.

Gehorsam und Opfer gehören immer zusammen. Doch nur eigenmächtige fromme Opfer oder Handlungen als Fassade oder Entschuldigung darzustellen, ist nichts anderes als Heuchelei und ein Schleier der Lüge. Gott möchte unseren ganzen Gehorsam gegenüber seinem Willen haben, aber auch die neutestamentlichen Opfer der Lippen und eines ehrwürdigen und feierlichen Gottesdienstes. Wenn beides zutrifft können wir Menschen nach dem Herzen Gottes sein und Königskinder bleiben.


Lesung– Lukas 12,35-48 (klicken)

Als gute Verwalter bis Christi Wiederkunft dienen.

Weil Jesus das Vorbild allen Dienstes ist, gilt die Frage des Petrus nicht denen draußen, sondern zuerst den Aposteln und Jüngern selbst. „Christus wird sich gürten, sie am Tisch Platz nehmen lassen und sie der Reihe nach bedienen“ (Vers 37). Es geht darum, dass während der Abwesenheit des Herrn bis zu seiner Rückkehr (vom Vater), der Haushalter Gottes mit eifriger Versorgung der Menschen im Haushalt des Herrn beschäftigt sein soll. Er soll in der Abwesenheit die Familie Gottes regelmäßig mit der wesentlichen Nahrung speisen, ihnen die entsprechende Tagesration austeilen.

Dies Wort gilt natürlich zuerst einmal den Hirten der Gemeinde und Gesamtkirche Gottes. Teilen diese die geistliche Nahrung des Wortes Gottes und der Sakramente Tag für Tag aus? Oder ist es ein humanistisches, politisches oder von Tagesthemen bestimmtes „Evangelium“? Die Schrift sagt: Denn der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von jeglichem Wort, das aus dem Munde Gottes geht. Dies Wort auszuteilen ist aber die Hauptaufgabe der treuen Verwalter Christi hier auf Erden. Die Apostel erkennen nach Jesu Himmelfahrt ihr Versagen in Apg. 6. Sie kümmerten sich um alle möglichen wichtigen Alltagsdinge der Menschen, aber nicht um ihren eigentlichen Auftrag: Sie hatten das Austeilen des Wortes Gottes vernachlässigt V2. Deshalb ordneten sie ihren Auftrag neu: Wir aber wollen ganz beim Gebet und beim Dienst des Wortes bleiben V4.

Weiter gilt dies Wort auch für die Gemeinde im Kleinen. Der Hausvater oder die Hausmutter sollen gute Verwalter mit dem Wort Gottes für alle sein, die im Haushalt leben. Sie sollen wie bereits in 5. Mose 6,6+7 erwähnt, täglich diese mit Worten aus der Schrift versorgen und prägen: Du sollst diese Worte deinen Kindern einprägen und davon reden, wenn du in Deinem Hause sitzt oder unterwegs bist, wenn du dich niederlegst oder aufstehst.

Beten wir für viele treue und kluge Haushalter und lasst uns selber solche sein.


Abschlussgebet

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Morgendliches Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all’ unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.

Oder

Abendliches Gebet um Frieden

O Gott, von Dir kommt alles heilige Verlangen, jeder gute Rat und jede gerechte Tat. Gib uns, Deinen Dienern, den Frieden, den die Welt nicht geben kann, damit unsere Herzen willig sind, Deinen Geboten zu folgen. Befreie uns von der Furcht vor unseren Feinden, damit wir unsere Tage in Ruhe und Frieden verleben können. Durch die Verdienste unseres Heilandes Jesus Christus. Amen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen:

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

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15.11. Sonntag – Weltgericht

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Posted by Bischof Meyer in Gebetbuch - Erklärungen, Sonn-&Feiertage

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Schlagwörter

Böcke, geringste Brüder, Schafe, Volkstrauertag, Weltgericht, Wiederkunft Christi

Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.


Gebet – Psalm 143 (klicken)

DAS GROßE GLAUBENSBEKENNTNIS – Nicänum

Wir glauben an den einen Gott, den Vater, den Allmächtigen,  der alles geschaffen hat,  Himmel und Erde,  die sichtbare und die unsichtbare Welt.

Und an den einen Herrn Jesus Christus, Gottes eingeborenen Sohn, aus dem Vater geboren vor aller Zeit: Gott von Gott, Licht von Licht, wahrer Gott vom wahren Gott, gezeugt, nicht geschaffen, eines Wesens mit dem Vater; durch ihn ist alles geschaffen. Für uns Menschen und zu unserem Heil ist er vom Himmel gekommen, hat Fleisch angenommen durch den Heiligen Geist von der Jungfrau Maria und ist Mensch geworden.

Er wurde für uns gekreuzigt unter Pontius Pilatus, hat gelitten und ist begraben worden, ist am dritten Tage auferstanden nach der Schrift und aufgefahren in den Himmel. Er sitzt zur Rechten des Vaters und wird wiederkommen in Herrlichkeit, zu richten die Lebenden und die Toten; seiner Herrschaft wird kein Ende sein.

Wir glauben an den Heiligen Geist, der Herr ist und lebendig macht, der aus dem Vater und dem Sohn hervorgeht, der mit dem Vater und dem Sohn angebetet und verherrlicht wird, der gesprochen hat durch die Propheten, und die eine, heilige, allgemeine/katholische und apostolische Kirche. Wir bekennen die eine Taufe zur Vergebung der Sünden. Wir erwarten die Auferstehung der Toten und das Leben der kommenden Welt. Amen.


Predigt zum vorletzter Sonntag im Kirchenjahr

https://creativecommons.org/

Matthäus 25,31-36 – Weltgericht (zum Lesen klicken)

Heute am 2. Sonntag vor dem 1. Advent findet wieder in eine Gedenkfeier im Deutschen Bundestag statt. Sie steht in diesem Jahr im Zeichen der deutsch-britischen Freundschaft 75 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges. In der Feierstunde wird der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft gedacht. Außerdem wird der Einsatz der Alliierten bei der Befreiung Europas von der nationalsozialistischen Herrschaft, beim Wiederaufbau und bei der Wiedervereinigung Deutschlands vor 30 Jahren gewürdigt.

Diesmal hält Prinz Charles als Mitglied der britischen Königsfamilie zum ersten Mal die Gedenkrede am Volkstrauertag.

Obwohl dieser Tag an sich kein kirchlicher Gedenktag ist, sollten auch wir der vielen sinnlosen Toten gedenken, wissend dass Gott im Endgericht besonders die Verantwortlichen dieser Ungerechtigkeiten einst richten wird.

Mit dem Tode ist nicht alles aus. Alle sind verantwortlich dafür, wie und mit welchem Ziel sie ihr gegenwärtiges Leben gestaltet haben. Auch Nero und Hitler, Merkel, Putin, Biden, Trump, Papst Franzsikus oder Ratspräsident der EKD. Nun aber zu uns, der Gemeinde Christi selbst.

Das Thema des heutigen Sonntags beschäftigt sich mit dem Endgericht. Nachdem Jesus seinen Jüngern sagte, dass von dem herrlichen Tempelgebäude kein Stein auf dem andern bleiben wird, sollen auch wir Verantwortung und Treue in der Zwischenzeit bis zu Jesu Rückkehr zeigen. Dann spricht unser Text vom Weltgericht. Dies ist das gleiche Ereignis wie Offb. 20, 11-13, wo Bücher aufgetan wurden und die Toten nach ihren Werken gerichtet werden. Bereits der Prophet Daniel spricht davon dort in 7,13-14, dass einer wie eines Menschen Sohn zu dem kam, der uralt war, und von Ihm Macht zum Herrschen erhielt.

In Apostelgeschichte 17, 31 hören wir, dass Gott den Erdkreis richten will mit Gerechtigkeit durch einen Mann. Dieser ist Jesus Christus. Allen hat er angeboten durch den Glauben an ihn, diesem Gericht zu entgehen, dass über Himmel und Hölle entscheidet.

In Hes. 34,17 beschreibt der Prophet die beiden Gruppen, die einst gerichtet werden als: Ich will richten zwischen Schaf und Schaf und Widdern und Böcken. Unser Text spricht auch von Schafen und Böcken. Gewöhnlich wurden Schafe und Ziegen tagsüber zusammen geweidet, doch nachts getrennt. Wenn es zur Nacht dieser Welt und zum Ende kommt, geschieht das Gleiche: In diesem Nachtgericht werden die Ziegenböcke, die eigenwilligen, problematischen und bösartigen Wesen auf die linke Seite zur Endverurteilung gestellt, die Schafe aber, die wertvolleren, die zur wirklichen Herde Gottes gehören, zur Rechten. Schafe stehen hier für Christen, die an Christus glauben, die Erwählte für die Herde Gottes sind. Sie sollen das Königreich und den Himmel ererben. Ungläubige aber sind nach der Schrift für den feurigen Pfuhl und die ewige Verdammnis vorgesehen.

Aus welchem Grund werden sie aber voneinander geschieden? Wegen ihres ethischen Handelns, wegen ihres moralischen Lebens, weil sie Liebestaten getan oder unterlassen haben. V 35 + 36. Was ihr einem meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.

Im AT wurden die nichtjüdischen Völker danach gerichtet, wie sie sich dem jüdischen Volk gegenüber verhielten. Hier aber wird dieses Prinzip nicht angewendet. Wenn hier steht, dass V 32 der Menschensohn alle Völker richten wird, dann nicht deshalb, wie sie heute zu Israel stehen, sondern hier ist gemeint, dass alle Völker der Welt und Menschen gleich geachtet und unparteiisch von Christus gerichtet werden.

Im NT ist das Kriterium in Bezug zu „meinen Brüder“ anders: Jesus macht In Mt 12,50 deutlich, wer seine Brüder sind: Denn wer den Willen meines Vaters im Himmel tut, der ist mir Bruder und Schwester und Mutter.

Das Kriterium heißt jetzt: Wie diese Menschen im Leben gehandelt haben. Haben sie sie den Willen Gottes getan? Dieser Wille wird hier mit teilweise alttestamentlicher Ethik beschrieben: Fremde aufnehmen, sie tränken, speisen und kleiden. Dann aber folgt der NT Aspekt: Denn in dieser Zeit werden Christen ins Gefängnis geworfen. Auch dort sollen sie besucht und gepflegt werden. Im NT liegt die Betonung nun auf: Umherreisende Christen zu beherbergen. „Und gerade der Bischof soll doch auch gastfrei sein“. Wenn Christen in eine Stadt gehen und dort um Jesu willen aufgenommen werden, dann haben die christlichen Gastgeber eigentlich Jesus selbst aufgenommen. Sie haben wie im AT Engel, die Boten Gottes, beherbergt. Denn, wer Bruder und Schwester in Christus ist, und andere Glaubensgenossen aufnimmt, der nimmt doch Jesus Christus selbst auf. Dem sagt die Schrift: Christus ist ihm so begegnet.

Diese Menschen, die zum Schafstall Gottes gehören, sind bereits durch den Glauben Christen. Sie bringen selbstverständlich Liebestaten, ohne nach einer Belohnung oder Lob zu schauen. Solche Taten entstehen selbstverständlich in der Nachfolge zu Christus und sind in Wirklichkeit aus Liebe zu Ihm getan.

Wie sieht da unsere Einstellung und Praxis aus? Wie gehen wir mit Christen, Brüder und Schwestern um? Pflegen und helfen wir ihnen, machen ein Bett frei zur Übernachtung? oder nörgeln wir, reden Negatives und machen ihnen das Leben noch schwerer?

Wohlgemerkt. Das Reich Gottes wird ererbt, es wird geschenkt und angenommen, es wird ohne Verdienst zugesprochen. Es kann nicht durch sozialen Dienst und menschlichem Einsatz erarbeitet werden. Es gehört den bereits vor Grundlegung der Welt Erwählten. Diese sind die Gesegneten. Es gehört den Schafen, die Christus folgen, nicht den eigensinnigen Ziegenböcken. Jene aber werden für ewig verdammt werden. Bist du Schaf oder meckernder Ziegenbock?

Wissen wir auch als Christen um ein Endgericht? Ja, wir wissen darum! Und weil wir dies tun, suchen wir zuerst Gutes zu tun an unseren Glaubensgenossen, den christlichen Brüdern und Schwestern. Behandelst du sie so, als würdest du Jesus selbst bedienen? Denn, wenn er das Haupt ist, dann gehören diese Glieder zu Christus, dann begegnet uns Christus im Bruder, in der Schwester. Wenn dies aber so ist, dann wird er zu dir sagen: Komm her, du Gesegnete(r) meines Vaters, ererbe das himmlische Reich.

Wenn du aber in deinem gesamten Christenleben nichts Gutes an den Gläubigen tust, dann bist du eine Zicke, ein launischer, eigenwilliger und bösartiger Ziegenbock, dessen Platz einst in der ewigen Verdammnis bestimmt ist.

Deshalb: Gebrauche jetzt – im Wissen um das Weltgericht – die gegenwärtige Zeit und handle in Liebe an deinen christlichen Geschwistern bis ER wiederkommt.

Denn er kommt: Und viele, die unter der Erde schlafen liegen, werden aufwachen, die einen zum ewigen Leben, die andern zu ewiger Schande. Amen.

Abschlussgebet

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Morgendliches Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all’ unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.

Oder

Abendliches Gebet um Frieden

O Gott, von Dir kommt alles heilige Verlangen, jeder gute Rat und jede gerechte Tat. Gib uns, Deinen Dienern, den Frieden, den die Welt nicht geben kann, damit unsere Herzen willig sind, Deinen Geboten zu folgen. Befreie uns von der Furcht vor unseren Feinden, damit wir unsere Tage in Ruhe und Frieden verleben können. Durch die Verdienste unseres Heilandes Jesus Christus. Amen.

Segen – 2. Kor 13,13

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

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14. November – Hauskirche

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Familien- oder Hausandacht – Morgen und Abend

Hinweis zur Kurzfassung – Das Allgemeine Gebetbuch – deutsch

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Nachfolgend eine Kurzauslegung zur Unterstützung der häuslichen Andacht und Pflege des geistlichen Lebens nach der anglikanischen Tradition.

Die Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Gebet – Psalm 112 (klicken)

Schriftteil und Anstöße zur Lesung

Lesung: 1. Samuel 12 (klicken)

Ein Mann nach dem Herzen Gottes?

Die Zeit des Königtums beginnt schon ungewiss. Nicht einmal alle Bibelübersetzung sind sich einig, wie alte Saul zu diesem Zeitpunkt war: 1 oder 2 Jahre als Herrscher oder sogar 30 oder 50 Jahre an Jahren. Wichtig scheint, dass die Königsdynastie ab hier aufgezeichnet werden soll. Aber gleich zu Beginn wird das Thema eines Königs nach dem Herzen Gottes (V14) aufgegriffen, ein Mann, der später erst gefunden wird, und doch erst im NT in seiner Größe auftritt.

Ist Saul ein Mann nach dem Herzen Gottes? Das Volk wollte einen König. Gott gewährte schließlich diese Bitte, aber, dass es durch diese Entscheidung eine Lektion erhalten sollte. Ihr mehr militärischer König entwickelte sich zu einem Herrscher, der nicht warten konnte, der bei wichtigen Entscheidungen nicht auf Gottes Befehl durch den Propheten achtete. Als ihm die Felle wegzuschwimmen schienen, das Militär aus Mangel an Waffen und Demotivation desertierte, da entschied er selbst aus hohlem Bauch heraus. Als Nichtpriester opferte er, um so Gott gnädig zu stimmen oder ihn hinter seine Aktion zu bringen, seine Eigeninitiative zu sanktionieren. Das ist eigentlich nichts anderes als Zauberei., nämlich der Glaube an übernatürliche Kräfte, damit zu beeinflussen und sie zu gebrauchen, ein Ziel oder eine Aktion zu ermöglichen. Das geschieht hier durch Saul, der durch eine religiöse Handlung, durch ein Opfer, dass er unrechtmäßig darbringt. Saul will scheinbar Gott zum Handlanger seiner eigenen Königsherrschaft machen. Er missachtet das kürzlich verkündigte prophetische Königsgesetz, auf Gott durch das Gesetz und den Propheten zu hören.

Samuel erscheint hier wahrscheinlich erst gegen Ende des letzten Tages. Doch Saul konnte nicht warten. Deshalb konfrontiert Samuel den König, nennt seine Opferung eine törichte anmaßende Handlung und verwirft sein zukünftiges Königtum mit der Aussage: Der Herr hat sich einen (neuen) Mann gesucht nach dem Herzen Gottes (V 14). Damit trennt sich der Prophet von diesem Zeitpunkt an von Saul, der nicht mehr ein Mann nach dem Herzen Gottes ist, und zwar für immer. Fortan hören wir immer wieder diese Prinzip: Jer. 25,4: Und der HERR hat zu euch immer wieder alle seine Knechte, die Propheten, gesandt; aber ihr habt nicht gehört noch eure Ohren geneigt, mir zu gehorchen.

Von hier an ist die Heilsgeschichte des Alten Testaments auf der Suche nach dem geeigneten Mann nach dem Herzen Gottes, der gehorcht und den Willen Gottes tut. Es werden uns nun viele Männer und Könige des AT vorgestellt bis hinein in das Neue Testament. Wir sind gespannt, wohin und zu welcher Schlüsselperson uns dieser rote Faden noch führt.

Eine Lektion können wir aber mitnehmen. Wer auf Gott vertraut, braucht sich nicht zu fürchten, auch nicht in Zeitnot und Ungeduld geraten. Schon zu Moses Zeiten galt: Ex/2Mo 14,14: Der Herr wird für euch streiten und ihr werdet stille sein. Wollen wir besonders vor wichtigen Entscheidungen uns Zeit für die Stille nehmen, auch geduldig warten, und dass wir den Zeitpunkt doch erkennen mögen, dass Gott für uns kämpfen will.

Auch wollen wir nicht durch unsere vermeintlichen frommen Übungen Gott herausfordern, unsere eigensüchtigen Vorhaben oder seelischen Wünsche zu erfüllen.


Lesung– Lukas 11,29-36 (klicken)

Was drinnen ist nach draußen geben – durch die Gemeinde

Hier in diesem Abschnitt treffen zwei Gegenbilder aufeinander. Einmal ist es der Meister in Armut, dann die habgierigen Pharisäer. Diese treffen sich im offenen Schlagabtausch.

Gerade die Pharisäer sollten sich darum kümmern, was bei ihnen drinnen vorhanden ist, in ihrer Wohnung (an Nahrungsmittel und Reichtum), dass dieses an die Armen gerecht verteilt werden sollte (Almosen). Hier geht es einmal um Gerechtigkeit (Verteilung) und auch um Nächstenliebe als Zentrum. Die Pharisäer waren aber egoistisch, zwar gaben sie haarspalterisch den Zehnten von allem an den Tempel, waren aber sonst nur um ihr eigenes Heil und ihren Wohlstand bekümmert. Fordern konnten sie von allen, aber selber etwas zustande bringen, anderen Gutes tun, dazu waren sie unfähig und nicht gewillt.

Lukas will nun die Gemeinde Christi vor einem ähnlichen Verhalten warnen, sich nicht nur um das eigne Heil und Wohlergehen krankhaft zu kümmern, sondern von dem Besitz, der bei uns drinnen verwahrt wird, ihn nach den Bedürftigen draußen zu geben und sie aus Liebe zu versorgen.


Abschlussgebet

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Morgendliches Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all’ unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.

Oder

Abendliches Gebet um Frieden

O Gott, von Dir kommt alles heilige Verlangen, jeder gute Rat und jede gerechte Tat. Gib uns, Deinen Dienern, den Frieden, den die Welt nicht geben kann, damit unsere Herzen willig sind, Deinen Geboten zu folgen. Befreie uns von der Furcht vor unseren Feinden, damit wir unsere Tage in Ruhe und Frieden verleben können. Durch die Verdienste unseres Heilandes Jesus Christus. Amen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

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