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Das Allgemeine Gebetbuch

~ Das Gebetbuch gründet sich auf die klassische Version von 1662

Das Allgemeine Gebetbuch

Kategorien-Archiv: Hauskirche

4. April – Hauskirche

04 Montag Mai 2020

Posted by Bischof Meyer in Hauskirche

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Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Morgenandacht – Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle knien.

Hinweis zu den Lesungen:  Die Bibeltexte in unserem Gebetbuch stammen aus der Einheitsübersetzung; die Psalmtexte folgen dem Luthertext. Links anklicken – zu lesen auf dem ERF Bibleserver.de 

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.


Schriftteil

At – Exodus 20

https://www.bibleserver.com/EU/2.Mose20

Gebet – Psalm 105,1-15

https://www.bibleserver.com/LU/Psalm105

NT – Matthäus 28,16-20

https://www.bibleserver.com/EU/Matth%C3%A4us28%2C16-20

Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT – Ex. 20 – Die Heilstat Gottes und das erlöste Leben danach. Die Stimme des Herrn vom Altar her hören und gesegnet werden.

Die 10 Gebote werden in diesem Kapitel nicht als Gebote, sondern als Worte Gottes an sein Bundesvolk bezeichnet. Die Worte Gottes beginnen: „Ich habe dich aus Ägypten geführt“ oder dich erlöst. Sie stehen wie ein großes PLUS vor den „10 Worten“, ähnlich wie ein Plus vor einer mathematischen Klammer + (Formel). Das Plus der Erlösung bestimmt alles Folgende danach: Weil ich euch geliebt und aus der Sklaverei gerettet habe, deshalb werdet ihr das Nachfolgende nicht tun. Nun folgen zwei Abschnitte.

Der erste Teil der Gebote – (1.-4. nach anglikanischer Zählung) bezieht sich zuerst auf Gott – die vertikale / senkrechte Linie, der zweite Teil (5.-10.) -die horizontale / waagrechte Linie -bezieht sich auf die Mitmenschen. Das bedeutet, wenn das Volk unter diesem Vorzeichen des Erlösers und der Erlösung lebt, wird es weder zu Kränkungen Gott gegenüber noch zu Verletzungen seiner Mitmenschen kommen. Denn Menschen, die die Liebe Gottes erfahren haben, zeigen Ihm und dem Nächsten diese Liebe dadurch, dass sie diese 10 Prinzipien beachten, danach leben.

Wir können dies auch anders ausdrücken. Zuerst dreht sich alles in unserem Leben um die Liebe zu Gott als Herrn: Er ist der Chef. Wir sollen uns kein Bild vom Chef machen, der Name des Chefs soll nur zum Guten verwendet werden. Der Tag des Chefs (an dem er alles geschaffen hatte) soll beachtet werden.

Zweitens geht es um die Liebe zum Nächsten, um dessen Schutz: Um den Schutz der Eltern, der Ehe, des Besitzes, der Wahrheit, und zum Schluss um die Tugend der Genügsamkeit und Zufriedenheit.

Nach gleichem Muster wird uns auch das Vaterunser, das Herrengebet, durch Jesus aufgezeigt. Zuerst geht es im ersten Teil um Gott: Seinen Namen, sein Reich, und seinen Willen. Dann erst geht es um uns selbst: Um das Notwendig (Brot) für den Tag, um unsere Schuldvergebung, um unsere Versuchung und Erlösungsbedürftigkeit.

Dieser Wille (der 10 Prinzipien) Gottes wurde vom Himmel her gesprochen. Er steht nicht im luftleeren Raum als Idee, sondern wird hier in Beziehung zum Gottesdienst des Volkes Gottes gebracht (V. 22-26). Beide Aspekte, die 10 Gebote und das Opfer, gehören in jedem Gottesdienst zusammen. Die Stimme Gottes soll vom Altar her gehört werden, nicht nur von der Kanzel.

Das vom Himmel her geredete Wort, diese Gebote, sollen vom Volk Gottes immer wieder im Gottesdienst gehört werden, von einem einfachen Altar bei der Darbringung eines Opfers. Gerade beim Gottesdienst, beim Hören des Willen Gottes und beim Danksagen für den Opfertod Jesu empfängt der erlöste Mensch besonders Gottes Segen.

NT – Matthäus 28, 18-20 – Der himmlische Auftrag zur Jüngergewinnung.

In Galiläa befanden sich die meisten Jünger.  Jesus traf hier mehr als nur die kleine Apostelschar. Wahrscheinlich sind es die 500, von denen 1 Kor. 15,6 spricht. Christus wurde alle Macht im Himmel und auf Erde übergeben, das ist ein Beweis für seine Gottheit. Von der Macht des dreieinigen Gottes her entstammt nun der weltweite Auftrag zur Jüngergewinnung.

Die Evangelisation umfasst mehr als nur eine Bekehrung der Ungläubigen, sondern sie ist eine katechetische Evangelisation, die in das Evangelium und die gesamte Lehre und das Leben als Christ führt und in die Christusfamilie, die Kirche Christi zum Dienst eingliedert.

Gebetsteil

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13 –

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

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2. Mai – Hauskirche

02 Samstag Mai 2020

Posted by Bischof Meyer in Hauskirche

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Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Morgenandacht – Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle knien.

Hinweis zu den Lesungen:  Die Bibeltexte in unserem Gebetbuch stammen aus der Einheitsübersetzung; die Psalmtexte folgen dem Luthertext. Links anklicken – zu lesen auf dem ERF Bibleserver.de 

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.


Schriftteil

At – Exodus 18

https://www.bibleserver.com/EU/2.Mose18

Gebet – Psalm 104,1-23

https://www.bibleserver.com/LU/Psalm103

NT – Matthäus 27,62-66

https://www.bibleserver.com/EU/Matth%C3%A4us27%2C62-66

Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT – Ex. 18 Freundliche Begegnungen zum Guten des Volkes Gottes

Besuch Jethros, des Schwiegervaters Moses. Auf seinen Rat setzt Moses Vorgesetzte und Vertreter ein über Volksgruppen von 10, 50, 100, 1000;  

Nach einer zuvor feindlichen Begegnung mit den Amalekitern, beginnt nun eine freundschaftliche, die für die Leitung des Volkes Zukunftsbedeutung haben wird.

Jethro, Priester und gläubiger Nichtjude, der den Namen Jahwe und Elohim für den Gott Moses und Aarons benutzt, stiftet für die Leiterschaft des Volkes Israel ein Dankes- und Festmahl. Damit wird dem wahren Gott Israels gedankt, dass Er das Volk aus der Mühsal und Sklaverei gerettet, auf dem bisherigen Weg behütet und ihm viel Gutes getan hat.

Als erfahrener Priester gibt er dem sich etablierenden Volk Gottes Vorbild und Richtung für die Zukunft. Er beschreibt für Mose, Aaron und die Ältesten die Verantwortung und Leitungsaufgaben für das Gottesvolk:

1. Soll Mose (Aaron) das Volk mit ihren Anliegen priesterlich vor Gott vertreten. Der Priester ist Nahebringer, er bringt im Gebet das Volk Gott nahe.

2. Der Priester ist auch immer Lehrer. Er soll den Willen Gottes, dargelegt durch seine Satzungen und Weisungen, dem Volk weitergeben und sie unterrichten. Dies wird später deutlich erkennbar durch alle Lehrtätigkeit Moses und Josuas, Samuels, Esras und Nehemias, und anderen Hirten Gottes. Dadurch soll jeder Einzelne im Volk Gottes wissen, wie er sich im Leben verhalten und was er im Einzelnen tun und unterlassen soll.

3. Geht es um die Leitungsstruktur und Management des Volkes Gottes mit verteilten höheren und niedrigeren Verantwortungsbereichen durch ausgewählte Männer.

4. Geht es um Kriterien für das Auswählen von fähigen, geistlichen und urteilsfähigen Menschen, die Mitverantwortung und Leitung einer Teilgruppe des Volkes Gottes übernehmen können. Es geht um redliche Leute aus dem Volk.

5. Zum Schluss geht es um eine überschau- und lenkbare Größe einer Gruppe. Sie wird ähnlich wie eine Militärstruktur auf- und unterteilt von 1000 bis auf 10er Gruppen und durch Zwischenbeziehungen und Mitverantwortlichkeiten in die Gesamtleitung eingebunden.

Diese Verteilung der Mitverantwortung und Leitung nach göttlicher Ordnung dient dazu, das Volk Gottes den rechten Weg zum Ziel zu führen.

Nach diesem Musterbeispiel durch den Priester Jethro wurde über Jahrhunderte bis in die heutige Zeit Leitung, Verwaltung, Delegation und Wirtschaftlichkeit praktiziert.

Selbst Jesus benutzte diese Struktur bei der Speisung der 5000.  Markus 6, 39-40 Und er gebot ihnen, dass sich alle lagerten, tischweise, auf das grüne Gras.  Und sie setzten sich, in Gruppen zu hundert und zu fünfzig.

Dies Leitungsstruktur zog sich über die Stammesältesten Israels bis zur Ältestenschaft in der neutestamentlichen Gemeinde hindurch. Presbyter / Priester oder „Ältester“ folgen dieser Linie als biblisches Prinzip. Wenn wir in der Anglikanischen Kirche gefragt werden: Warum haben sie Bischöfe (Aufseher). Warum haben sie über die Ortsgemeinde hinaus auch noch eine Leitungsstruktur? Dann ist unsere Antwort: Wir haben Bischöfe und Synoden, Diözesen in erster Linie deshalb, weil die Bibel dieses Regierungssystem von Anbeginn lehrt und weil es die frühe Kirche von Beginn an nach gleichem Muster praktiziert hat. Wir sagen auch, dass diese Kirchenleitung zum Guten (bene esse) der Kirche Christi und der Ortsgemeinde dient. Es ist die wünschenswerteste Form der Kirchenleitung nach der Schrift, damit das Volk Gottes mit Frieden auf dem biblischen Weg bleibt und an seinen vorbestimmten himmlischen Ort kommt (18,23).

Weiterstudium: Dazu Artikel II – Von der Kirchenleitung (Grundsatzartikel der AKD / REK).

Sowie Captains and Courts (Regierer und Rechtskundige) in Englisch von Erzbischof Dr. Ray Sutton auf Google Blogger: https://rh-seminar.blogspot.com/2020/05/captains-and-courts-regierer-und.html

NT – Matthäus 27, 62-66

Die Bewachung eines Toten, um die Prophezeiung seiner Auferstehung zu verhindern.

Zuvor legten liebevolle Menschen den Leichnam Jesu in das neue Grab des Joseph. Jetzt aber wollen böse verführerische Menschen die Auferstehung Jesu verhindern. Die Botschaft Jesu, dass er nach drei Tagen auferstehen will, aber auch, dass der Leichnam im Grab eines Nachfolgers Jesu liegt, der noch dem Hohen Rat angehört, lässt das Gewissen der Hohenpriester nicht los. Ihre Bosheit treibt sie weiter an, auch wenn sie ihr Ziel mit dem Tod Jesus schon erreicht haben. Jetzt wollen sie die prophezeite herrliche Auferstehung mit allen Mitteln verhindern und verdunkeln. Wie durch die Verführungskünste bei der Kreuzigung, wollen sie Pilatus auch jetzt wieder in ihren Plan hineinziehen. Doch Gott wird sie mit ihren Plänen beschämen und bloßstellen. Denn gegen eine himmlische Auferstehung können weder die Tempelpolizei noch eine römische Wachmannschaft etwas ausrichten. Zur Sicherheit vor dem Stehlen des Leichnams (durch die zuvor geflohenen Jünger!) wurden Stricke über die Tür (und Stein) gezogen und an den Enden versiegelt. Hieronymus schrieb: Je sorgfältiger die Juden verfahren, desto mehr nützen sie unserm Glauben; und Chrysostomus: Denn, wenn kein Betrug vorgekommen ist und dennoch das Grab leer gefunden wird, so ist also Christus wahrhaftig auferstanden.

Was sollte wohl nach dem Plan und Zweck Gottes durch solch eine bewachte und gesicherte Grablegung demonstriert und aufgezeigt werden? Sicherlich, dass trotz allen Absicherungen, weder durch die religiösen Führer der Juden, noch durch die Macht römischer Soldaten, Gottes Plan mit der Auferstehung Jesu nicht verhindert werden kann.

Gebetsteil

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

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1. Mai & Aposteltag – Hauskirche

01 Freitag Mai 2020

Posted by Bischof Meyer in Hauskirche

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Familien- oder Hausandacht am Morgen

1. Mai – Gedenktag

Apostel Philippus und Jakobus (Bruder des Herrn)

Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.


Tagesgebet 1. Mai – Apostel: Philippus & Jakobus

Allmächtiger Gott. Dich wahrhaftig zu erkennen bedeutet ewiges Leben. Verleihe uns, dass wir vollkommen erfahren, dass Dein Sohn der Weg, die Wahrheit und das Leben ist, damit wir, indem wir in die Fußstapfen Deiner heiligen Apostel Philippus und Jakobus treten, standhaft auch auf dem Weg wandeln, der zum ewigen Leben führt. Durch denselben, Deinen Sohn Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.


Schriftteil

Epistel: Jakobus 1,1-12

https://www.bibleserver.com/LUT/Jakobus1%2C1-12

Gebet – Psalm 33

https://www.bibleserver.com/LU/Psalm33

Evangelium: Johannes 14,1,-14 (oder 12,20-26)

https://www.bibleserver.com/LUT/Johannes14%2C1-14

Homilie /Anstöße zu den Lesungen

Epistel: Jakobus 1,1-12

Jakobus, Bischof der Bischöfe, zwischen Mühsal und Missionsauftrag

Der Brief träg nach altkirchlicher Auffassung den Namen des Bruders Jesu, der auch dessen Autorität in Anspruch nimmt V. 1. (Mehr unter Heiligenlexikon am Ende). Jakobus ist überzeugt, dass die christliche Gemeinde Miterbin des Zwölfstämme-Volks Israel ist. Sie ist zerstreut in dieser Welt, in Mühsal und bleibt Fremdling, aber doch als Dienerin Gottes mit einen weltweiten Missionsauftrag. In dieser Prüfung und Anfechtungszeit bis zur Wiederkunft Christi werden Fragen zur Prüfung an ihren Glauben gestellt. Der Glaube zweifelt nicht daran, dass Gott der Gemeinde das Notwendige zum Leben geben wird. Die Erhörung ihres Gebets ist jedoch nicht immer die Erfüllung der Wünsche der Gläubigen. Gelassenheit und Geduld ist in dieser Spannung zwischen Notwendigem und eigenen Wünschen für alle Gläubigen wichtigg. Die Unzufriedenheit im Leben entsteht aber durch den weltlichen und vergänglichen Reichtum, der den Glauben zerstören kann. Doch die innige Liebe zu Gott und die Bewährung in dieser Spannung wird allen die Krone des ewigen Lebens schenken.

In dieser Gelassenheit und Zuversicht war er ein Bischof der Mitte, der erste der christlichen Gemeinde in Jerusalem, ein Vorbild für gesetzliche Juden und christliche Nichtjuden, der die Anfechtung in Liebe ertrug.

Evangelium: Johannes 14,1,-14 (oder 12,20-26)

Jesus in der Schrift und auch persönlich erkennen.

Philippus stammte aus dem gleichen Ort wie Andreas und Petrus. Bereits Andreas hatte Jesus als den Messias erkannt und gefunden. Nun sucht Jesus noch einen aus dieser besonderen Stadt, der ein zu bestaunendes Zeugnis über Jesus dann ausspricht: Wir haben den gefunden, von dem Mose im Gesetz und die Propheten geschrieben haben, Jesus, Josefs Sohn, aus Nazareth (Joh 1,45). Diese Aussage fasst doch die Gesamtaussage des Johannesevangeliums zusammen: Jesus ist die Erfüllung des gesamten Alten Testaments. Solch ein Zeugnis teilt Philippus nicht nur mit Stephanus (Apg 7,37+52), der den Himmel offen sah, sondern auch mit dem Apostel Paulus und allen anderen Aposteln. Doch dem Philippus geht es immer wieder darum, Jesus zu sehen oder anderen Jesus zu zeigen. Einmal bringt er vor dem Passahfest sogar Griechen zu Jesus (Joh 12,21), die IHN sehen wollten, dann aber es ihm persönlich wichtig, auch den Vater zu sehen (Joh 14,8-11).

Ist dies nicht das zentrale Anliegen unseres Evangeliums? Sollen wir nicht Jesus als die Erfüllung der alttestamentlichen Verheißung Menschen vor Augen führen, damit sie diesen persönlich erkennen, erfahren und so zu Gott ihrem Vater gelangen? Dieses Anliegen des Philippus sollte auch unser aller Verlangen und Ziel unseres Zeugnisses und der Verkündigung sein.

Gebetsteil

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.


Weiter Hinweise:

Lebensbild: Philippus:

https://www.heiligenlexikon.de/BiographienP/Philippus_Apostel.htm

Lebensbild des Jakobus:

https://www.heiligenlexikon.de/BiographienJ/Jakobus_der_Bruder_des_Herrn.htm

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30. April – Hauskirche

30 Donnerstag Apr 2020

Posted by Bischof Meyer in Hauskirche

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Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Morgenandacht – Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle knien.

Hinweis zu den Lesungen:  Die Bibeltexte in unserem Gebetbuch stammen aus der Einheitsübersetzung; die Psalmtexte folgen dem Luthertext. Links anklicken – zu lesen auf dem ERF Bibleserver.de 

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.


Schriftteil

At – Exodus 17

https://www.bibleserver.com/EU/2.Mose17

Gebet – Psalm 103

https://www.bibleserver.com/EU/Psalm103

NT – Matthäus 27, 57-61

https://www.bibleserver.com/EU/Matth%C3%A4us27%2C57-61


Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT: Ex 17–Prüfungen durch Durst und Kampf

ÜBERBLICK: Mit SIEBEN Gottestaten zum Gottesvolk – Kapitel 15,22-40,88

Dritte und vierte Gottestat zur Formung des Volkes: Weitere Prüfungen

  • Raphidim. Der Fels gibt Wasser 17,1-7
  • Raphidim. Begegnungen und Kampf mit dem Heidentum 17,8-16 (Fortsetzung später bis 18,27)

Weitere Prüfungen Gottes an Israel geschehen in Raphidim. Der Durst wegen Wassermangel der Menschen lässt Zweifel an der Führung Moses und Gottes entstehen. Doch Gott kommt den Zweiflern in dieser schwierigen Situation entgegen und lässt Mose durch ein neues Zeichen mittels seines (Führungs-) Stabs Wasser aus dem Felsen hervor springen.

Gleich danach gibt es eine neue Prüfung durch die feindlichen Amalekiter. Nach erfahrener Hilfe – Löschung ihres Durstes – kommt es zur weiteren Prüfung durch die kriegerische Auseinandersetzung. Wiederum, unter dem Zeichen des Stabes und gleichzeitigem Glaubensgebet Moses, dass durch Aaron und Hur körperlich durch Unterstützung der Gebetsarme Moses geschieht, siegen sie auch dieses Mal und nehmen die Zusagen Gottes in Anspruch.

Gott sendet auch uns in der Nachfolge immer wieder Prüfungen. Es mögen zwar keine Beschränkungen durch Wassernot sein, doch Nahrungsbeschränkungen, Freiheits- und Bewegungsbeschränkungen durch Einengung unserer garantierten demokratischen Rechte. Auch müssen wir damit rechnen, dass antichristliche Werte die bestehende deutsche Verfassung, die in Verantwortung vor Gott und Menschen gegeben wurde, aushebeln und verändern wollen. In jedem Falle können wir durch gemeinschaftliches Gebet, das Hochhalten der Hände durch bibeltreue Menschen und auch durch aktiven intellektuellen Kampf verantwortlicher Christen, diesem widerstehen und den Kampf mit Gottes Hilfe wagen und gewinnen.


NT – Matthäus 27, 57-61

Die Liebestat am Ende des Passionsgeschehen durch einen neuen Jünger Jesu.

Zur erweiterten Jüngerschar, neben den zuvor erwähnten Frauen um Jesus, gehört der hier erwähnte Joseph von Arimathäa. Sein Wohnort liegt etwas 35 km entfernt von Jerusalem im Nordwesten. Joseph war ein angesehener Ratsherr (Synhedrium), der auch auf das Reich Gottes – als heimlicher Jünger Jesu – wartete. Er hatte der Entscheidung der Verurteilung Jesu durch den Hohen Rat nicht zugestimmt. Auch Nikodemus (Joh 19,39) traute sich nun bei der Grablegung Jesus mit dabei zu sein. Wir beobachten seinen Mut, sich zu outen, sich schließlich als angesehene religiöse und politische Person auf die Seite des gekreuzigten und gestorbenen Messias zu stellen. Einige Frauen und hier auch Männer aus der zweiten Reihe der Jünger haben anscheinend mehr Mut als die geflohenen Apostel. Das Besondere hier ist, dass Joseph sich an die Reinigungsvorschriften hält, Jesus nicht nur in ein reines Leinentuch, sondern ihn sogar in sein neues, teures, unbenutztes und reines Grab legt. Dies weist auf seine Freigiebigkeit, Hingabe und Opferbereitschaft hin.

Die Passion Jesu beginnt mit der teuren Salbung zum Tode durch eine Frau und endet mit der Beerdigung im teuren Grab eines angesehenen Mannes. Dies sollte uns nachdenklich machen. Ist uns der Tod Jesu, sein Verdienst für unsere Erlösung auch so wertvoll und wichtig, dass wir unsere finanziellen Werte großzügig für die Verkündigung von Jesu Tod und Auferstehung und die Ausbreitung seines Reiches einsetzen?  Amen.

Zum weiteren Nachdenken: Joseps mögliche Mission als Mitbeteiligter an der Missionierung Englands.

Nach unbewiesenen Berichten (Legenden) soll Joseph auch ein Verwandter Jesu gewesen und als Kaufmann bis nach England gereist sein. Dort habe er seinen Stab in die Erde gestoßen und ein Weißdornbuch sei daraus gewachsen, der zweimal im Jahr blüht.

(https://de.wikipedia.org/wiki/Josef_von_Arimath%C3%A4a#%C3%9Cberlieferung?

Gebetsteil

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13 –

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

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28. April – Hauskirche

28 Dienstag Apr 2020

Posted by Bischof Meyer in Hauskirche

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Schlagwörter

Das Kreuz führt mich zum Staunen, Das Lied des Mose und des Lammes., Nach großem Sieg - großer Lobpreis., und zum Dienen.

Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Morgenandacht – Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle knien.

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Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.


Schriftteil

At – Exodus 15

https://www.bibleserver.com/EU/2.Mose15

Gebet – Psalm 100

https://www.bibleserver.com/EU/Psalm102

NT – Matthäus 27,31b-44

https://www.bibleserver.com/EU/Matth%C3%A4us27%2C31-44

Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT: Ex 15 – Lobgesang nach Rettung und Murren danach

Der Lobgesang des Moses 15,1-19 und der Mirjam 15,20-21.

Nach der wunderbaren Rettungstat Gottes an Israel ist es nur folgerichtig, dass diese Tat Gottes gelobt und gepriesen wird. Siege Gottes sollen besungen werden. Dieses Lied setzt sich aus vier Strophen zusammen. V 1-5 und 6-12 heben am Ende hervor, dass die Bedränger wie Steine versanken- (auch in V. 16). V 11-13 und 14-17 betonen am Ende Gottes Ziel mit seinem Wunder: Israel soll zum Heiligtum und zum Haus Gottes gebracht werden. Auch diese Wohnung hat Gott für sie bereit gestellt. Zusammengefasst wird das geschichtliche Ereignis als Grund für dieses Siegeslied in V 19 zusammengefasst.

Mirijam, die Schwester Moses wird hier als Frau unter die Propheten gezählt, die wichtigen Anteil an der Rettungsaktion mit Mose und Aron hatte (s. d. Micha 6,4). Sie leitet den liturgischen Wechselgesang mit den Frauen, der dann später durch König David, Asaph und Chöre im Hause Gottes noch verfeinert wurde.

Doch was geschah schon drei Tage später? Ein kleines Problem trat auf im Vergleich mit der erlebten Rettungsaktion durch das Meer hindurch zuvor. Durst! Alle Dankbarkeit löst sich sofort in Luft auf. Das Lied des Moses kurz zuvor war bereits vergessen. Das Volk stimmte nun die Ode des Murrens gegenüber Mose ein. Doch Gott lässt sich nicht von den Emotionen seiner Kinder beeindrucken. Er wandelt gnädiglich bitteres Wasser in genießbar süßes um.

V 25-26 – Zum Abschluss erinnert Gott das Volk an die Krankheiten und Plagen in Ägypten als Folge des Ungehorsams der Ägypter. Wird aber Israel in Zukunft den göttlichen Weisungen gehorchen, dann wird Gott ihr Arzt und Heiler, JAHWE RAPHA, sein, wird die Erquickung senden wie bei Elim mit den 12 Wasserquellen

Wir lernen hier, wie wichtig es ist, dass wir als Teil des Volkes Gottes, die Erlösungstat und den Sieg Gottes in Christus beständig besingen. Das Opfer der Lippen soll unser Lobpreis sein. Die Lieder, die hier im Wechselgesang das Volkes Gottes singt, sollen kein Ende finden. Sie werden auch zukünftig im Heiligtum und der Wohnung Gottes durch König David musikalisch veredelt und bis heute in Gottesdiensten und in Ewigkeit gesungen.

Offb 15,3 Sie sangen das Lied des Mose, des Knechtes Gottes, und das Lied zu Ehren des Lammes und sprachen: Groß und wunderbar sind deine Taten, Herr und Gott, du Herrscher über die ganze Schöpfung. Gerecht und zuverlässig sind deine Wege, du König der Völker

Wichtig für Christen ist, dass der Lobpreis Gottes durch unsere Melodie im Herzen (Eph 5,19+20) beständig stattfinden soll, dass Gott Dank gesagt wird in allen Lebenslagen, auch dann, wenn unsere Umstände des Lebens wieder bitter und schwierig werden sollten. Dabei sollen wir gewiss sein, dass Gott wie hier am Ende für uns Quellen und schattige Ruheorte für uns im Sinn hat.


NT – Matthäus 27, 31-44

Kreuzweg und Kreuzigung des leidenden Gerechten

Über die Stationen des Kreuzweges und Begleitung durch andere Menschen, außer durch den Kreuzträger Simon von Kyrene, hören wir nichts von Matthäus. Angekommen an der Schädelstätte beginnt gleich die Kreuzigungsszene.

Die Hinrichtung durch Kreuzigung stammte nicht von den Römern, sondern sie hatten sie von den Persern und Phöniziern übernommen. Dieser grausame Tod, der sich durch Verdursten und oft durch Ersticken ereignete, zog sich oft über Tage hin. Wurden aber die Beine zerbrochen, konnte sich der Gekreuzigte nicht mehr auf den Stützklotz mit seinen Füßen aufstellen und damit nicht mehr atmen.

Auffallend ist hier die Zusammenstellung des Textes. Es finden sich direkte Zitate aus den Psalmen wieder oder Matthäus‘ Berichtsworte, die auf Psalm-Aussagen hinweisen wie: Ps. 96,21+22; 22,8+9 und bewusste Hinweise auf Ps. 22 + 69. Damit will Matthäus, der Schriftgelehrte, wie in seinem gesamten Evangelium darauf hinweisen „damit erfüllt würde, wie gesagt ist durch den Propheten.“ Auch die Kreuzigung und der Tod Jesus ist wie sein ganzes Leben eine einzige Schrifterfüllung. Und gäbe es keine prophetische Aussage, auf die sich die Kreuzigung und der Tod Jesu gründen würde, dann wäre er nur ein normaler Mensch oder sogar einer, wie diese beiden Verbrecher. Doch die Zitate der Schrift, besonders hier in den Psalmen,  sowie die Worte der Spötter: „Ist er Gottes Sohn“ und das Schild mit der Inschrift der Schuld: „König der Juden“, bezeugen die Übereinstimmung, dass hier das Lamm Gottes, der Messias, stirbt und die Schuld der Welt auf sich nimmt. Unter Spott und Hohn erzeigt sich Jesus als der leidende Gerechte nach Jesaja 53, der in dieser Lage ganz Gott vertraut und sich in die Hände seines Vaters begibt und seinen Willen ausführt.

Hier können wir vor dem Kreuz nur stille stehen, andächtig an unser Herz schlagen und sprechen: Meine Schuld, meine Schuld, meine große Schuld. Und dann. Ich danke dir, dass du für mich stellvertretend starbst. Das tatst Du für mich. Was tu‘ ich nun, mein Herr, für dich?

Gebetsteil

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

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27. April – Hauskirche

27 Montag Apr 2020

Posted by Bischof Meyer in Hauskirche

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Schlagwörter

Gedächtnis, Lebensabschnitt, Neuanfang, Taufe, Taufwasser

Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Morgenandacht – Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle knien.

Hinweis zu den Lesungen:  Die Bibeltexte in unserem Gebetbuch stammen aus der Einheitsübersetzung; die Psalmtexte folgen dem Luthertext. Links anklicken – zu lesen auf dem ERF Bibleserver.de 

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.


Schriftteil

At – Exodus 14

https://www.bibleserver.com/EU/2.Mose14

Gebet – Psalm 100

https://www.bibleserver.com/EU/Psalm100

NT – Matthäus 27,1-11

https://www.bibleserver.com/EU/Matth%C3%A4us27%2C1-11

Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT: – Ex 14 –Durchzug durch das Meer – den Tod

Die wunderbare Rettungstat Gottes für Israel als Abschluss des Auszugs

Nachdem Pharo den Schock des Auszugs überwunden hatte, will er und seine Großen ihn wieder rückgängig machen und schickt sein Heer, um sie zurückzuholen. Das Volk, geängstigt und in äußerster Bedrängnis, erlebt Gottes wundersames Eingreifen durch die Vernichtung der gesamten Heeresmacht. Das Wunder besteht darin, dass das Volk Gottes durch das ausgetrocknete Meer ging, bei ihnen die Wassermassen wie Wände zurückgehalten und so gerettet wurden.

Die Ägypter aber, die ihnen folgten, wurden während der Verfolgung auf dem ausgetrocknetem Meer durch einen Gottesschrecken so geängstigt und verwirrt, dass sie bei ihrer Flucht zurück ans Land von den Wassermassen erschlagen wurden und alle umkamen.

Dieses Wunder Gottes ist eigentlich der Höhepunkt und Abschluss des Auszuges aus Ägypten. Jede neue Generation soll sich dies vergegenwärtigen und selbst zu eigen machen, als wären sie hindurchgezogen und gerettet worden: „Ich selber bin durch das Meer hindurchgegangen, ich selber bin gerettet worden!“

Auf diese Bedeutung weist auch „Das Allgemeine Gebetbuch“ II, S. 24 für die Erwachsenentaufe hin – http://www.rekd.de/index.php?id=19 Auszug aus dem Taufgottesdienst:

Allmächtiger und ewiger Gott! Du hast nach Deiner großen Barmherzigkeit Noah und seine Familie in der Arche gerettet, dass sie nicht im Wasser umkamen. Du hast die Kinder Israel, Dein Volk, unversehrt durch das Rote Meer geführt. Durch diese Geschehnisse hast Du die heilige Taufe vorgebildet.

Neutestamentlich wird das Hindurchziehen durch das Tote Meer mit der Taufe des Christen verglichen: Eure Väter sind alle durchs Meer gegangen und auf Mose getauft worden durch Wolke und Meer – 1. Kor 10,1+2.

Durch das Meer hindurchgegangen zu sein bedeutet: Durch das Gericht Gottes hindurchgegangen zu sein und das alte Leben hinter sich zu lassen. Ägyptens Heer  fand den Tod, Israel als Volk wurde jedoch durch diese Taufe gerettet.

Röm 6,3 Wisst ihr denn nicht, dass wir, die wir auf Christus Jesus getauft wurden, auf seinen Tod getauft worden sind? 4 Wir wurden ja mit ihm begraben durch die Taufe auf den Tod, damit auch wir, so wie Christus durch die Herrlichkeit des Vaters von den Toten auferweckt wurde, in der Wirklichkeit des neuen Lebens wandeln.

Die Taufe auf Christus hat die gleiche Bedeutung. Mit der Taufe auf Christus geschieht zeichenhaft das Gleiche. Sie führt den Christen mit Christus in den Tod und lässt ihn zum neuen Leben auferstehen, dann aber nicht Mose, sondern Christus nachfolgen.

Bist Du getauft? Hast Du Deine Taufe so innerlich verwirklicht, angenommen, dass Du das alte Leben der Ichsucht und Eigenbestimmung mit Christus ins Grab gegeben hast? Bist Du danach mit Ihm in der Nachfolge zum neuen Leben auferstanden? War die Taufe so ein radikaler Abschluss, wie es beim Volk Israel sein sollte? Bete, bekenne und lebe: Ich bin auf Christus getauft.

NT – Matthäus 27, 1-11

Schuld und Bewältigung der Schuld

Die Hohenpriester und die Ältesten laden sich Schuld auf, als sie beschließen, Jesus als Unschuldigen zu töten zu wollen. Sie rechtfertigen diese Entscheidung in ihrem Gewissen später damit – als Judas das Blutgeld zurückbringt und sie es nicht mehr zurück in die Tempelkasse legen wollen – dass sie damit einen Friedhofsacker für Fremde kaufen. Damit beruhigen sie ihr Gewissen, vertuschen ihre Schuld und verkaufen ihren Deal der Bevölkerung noch als gutes Werk an Fremden.

Die Schuld des Judas aber, einen Unschuldigen an die Mörderbande des Hohen Rates verraten zu haben, wird von Judas echt bereut und als Unrecht bekannt. Er versucht den Deal sogar rückgängig zu machen, was ihm aber nicht gelingt. Wird Judas deshalb doch in den Himmel kommen? Diese Frage hat auch schon viele Theologen beschäftigt.

Wie aber gehen wir aber mit persönlicher Schuld um? Wie handhaben wir unser Gewissen? Schweigen wir es tot, lassen wir es nicht zur Ruhe kommen, beruhigen wir es, in dem wir eine gute soziale Tat als Ersatz erbringen? Oder gehen wir zu den direkten Betroffenen, bekennen unsere Schuld und Verfehlung und leisten außerdem noch Ersatz für einen materiellen oder seelisch entstandenen Schaden?

Gebetsteil

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

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25. April- Gedenktag Markus

25 Samstag Apr 2020

Posted by Bischof Meyer in Hauskirche

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Schlagwörter

Charakter, Erkenntnis, Frucht bringen, Glauben, Wachstum, Wahrheit

Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Morgenandacht – Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle knien.

Hinweis zu den Lesungen:  Die Bibeltexte in unserem Gebetbuch stammen aus der Einheitsübersetzung; die Psalmtexte folgen dem Luthertext. Links anklicken – zu lesen auf dem ERF Bibleserver.de 

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Heute am 25. April ist der Gedenktag des Evangelisten MARKUS.

Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.


Schriftteil

Epistellesung: 2. Petrus 1,3-8

Gebet – Psalm 67

https://www.bibleserver.com/EU/Psalm67

Evangelium Johannes 15,1-11

Johannes in Kapitel 15,1-11


Homilie /Anstöße zu den Lesungen

25. April – Gedenktag des Evangelisten Markus

Hinweise zum Lebensbild und Verehrung in christlichen Kirchen siehe:

https://www.heiligenlexikon.de/BiographienM/Markus.htm

Dieser Tag in Erinnerung an den Evangelisten Markus wird nicht nur innerhalb Anglikanischer Kirchen gefeiert, sondern auch von vielen anderen, auch orthodoxen Kirchen.

Einen besonderen Hinweis erhalten wir in „Das Allgemeine Gebetbuch“ (AGB) auf der Seite 604 durch das Tagesgebet und die damit verbundenen zwei neutestamentlichen Lesungen.

Tagesgebet:

Allmächtiger Gott! Du hast Deine heilige Kirche mit der himmlischen Lehre Deines Evangelisten Markus unterwiesen. Gib uns Gnade, dass wir uns nicht wie Kinder von jedem Wind einer Lehre bewegen und umher treiben lassen, sondern in der Wahrheit Deines heiligen Evangeliums gegründet bleiben. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

Lesunge

n: Psalm: 68; 2. Petr. 1,3-9; Evangelium: Joh 15,1-11

Zu diesem Tagesgebet einige Ausführungen.

Dieses Gebet, in Erinnerung an den Evangelisten Markus, erschien anfangs im ersten anglikanischen Gebetbuch von 1549, das ist das Hauptwerk unseres Reformators Thomas Cramner. Ein Kollektengebet, das sind Sammelgedanken der jeweiligen Schriftlesungen des Tages als Gebet an Gott mit Bitten dargestellt. Heute beobachten wir im Vergleich mit ähnlichen Gebeten der anderen Evangelisten, z.B. bei Matthäus und Lukas, dass dort die Betonungen auf deren Berufung, während hier bei Markus oder Johannes sie auf ihrer Lehre liegen.

Heute bei Markus liegt die Betonung auf: Gib uns Gnade, dass wir uns nicht wie Kinder von jedem Wind einer Lehre bewegen und umher treiben lassen, sondern in der Wahrheit Deines heiligen Evangeliums gegründet bleiben

Wie geschieht das bei Markus, dass unser Glaube in der Wahrheit durch sein Evangelium gegründet wird? Markus wird nicht nur als Begleiter des Paulus und Barnabas bezeichnet, sondern in frühen Dokumenten als Dolmetscher des Petrus (in Rom), der alles im Evangelium genau wiedergegeben hat. Petrus selbst gibt in seinem Brief genaue Auskunft. Markus wurde durch die kompakte und detaillierte Sprachformulierungen als Übersetzer des Petrus sehr geprägt und gibt die Wahrheit des Petrus, ganz aus der Nähe des Herrn, weiter. Markus bringt pointiert wichtige Einzelheiten, die bei den anderen Evangelisten fehlen. Er beginnt mit dem Evangelium (Mr 1,1 Anfang des Evangeliums von Jesus Christus: Gottes Sohn.) verwurzelt es kurz und knapp im Alten Testament bei den Propheten (V. 2 Wie geschrieben steht beim Propheten Jesaja), bezieht es allein auf Jesus Christus, macht unsichtbar im gleichen Vers einen «Doppelpunkt» und beschreibt seine These, dass Jesus der «Sohn Gottes» ist.

Dieses beweist er anhand seiner logischen Aneinanderreihung der Handlungen und Lehren Jesu bis zum Ende und macht sie fest an der Aussage des römischen Hauptmanns (15,39): Wahrlich, dieser Mensch ist Gottes Sohn gewesen, oder den kurzen Auferstehungsbegebenheiten (Kap 16) in dem er den Herold seiner «griechisch-römischen Biografie» als den Protagonisten, den Helden, anpreist und ihm allein, dem Auferstandenen und noch Wirkenden nachzufolgen, an ihn  allein zu glauben. Das ist ein wahrer Evangelist mit biblischer Evangelisation, der auf dieser Grundlage aufruft, sich Jesus anzuschließen.

Die Gründung unseres Glaubens geschieht also durch das Evangelium von Markus. Die Gründung allein in der Wahrheit ist die Vorrausetzung für das Wachstum des Glaubens, nicht irgendwelche interessanten christlichen Geschichten oder geistlichen Erfahrungen von Menschen und bewegenden Evangelisten. Über die Fortsetzung und das Wachstum im Glauben spricht nun der heute angegebene Text des Evangelisten Johannes in Kapitel 15,1-11. Dies geschieht durch das Wachsen in der Gnade — «gib uns Gnade» — und durch die erfahrungsmäßige Erkenntnis in der Wahrheit im Leben. Es geht darum, in der Erkenntnis unseres Herrn und Retters zu wachsen. Dies wird nun durch die Allegorie des Weinstocks und der Reben bei Johannes dargestellt. Kein anderer Evangelist beschreibt so dieses Geheimnis, wachsend am Weinstock zu bleiben. Doch Markus beschreibt das Reifen der Saat von ihrer Grundlegung in der Erde bis zur Vollendung des Glaubens und der Entfaltung in der Ernte hier in Markus 4,26-28 so: Es ist ein Wachstum unter der Erde, unsichtbar, und darauf folgt das Wachstum über der Erde, sichtbar.

Markus und Johannes beschreiben im Evangelium dieses Wachstum im Glauben. Wir beobachten auch, dass wahrscheinlich eine Verbindung zwischen der Lehre des Petrus und seines Dolmetschers Markus bestand. Dies erkennen wir im Vergleich bei 2. Petrus 1,5-8. Die Lehre vom langsamen und allmählichen Prozess, durch den der Same des Wortes Gottes im Boden aufgeht, hat eine große Bedeutung. Der Boden wird mit dem Herz verglichen, bis es durch Gnade endlich „Frucht zur Heiligkeit und am Ende ewiges Leben“ bringt. Markus, der Evangelist (geleitet durch Petrus) spricht hier in Kurzform über die Gründung des Glaubens in der Wahrheit, aber der Apostel Petrus, der Markus deutlich als seinen Sohn im Glauben bezeichnet[1], beschreibt weiterführend in seinen Briefen über das Wachstum im Glauben als ein Prozess, der sich in der Charakterveränderung des Christen durch die Erkenntnis Christ ereignet.

Heute werden wir im Gedenken an den Evangelisten Markus (und Petrus) daran erinnert, im Evangelium unseres Herrn Christus verwurzelt zu bleiben und durch die Briefe der Apostel das Evangelium in unserem Leben entfalten zu lassen. Und dies durch immer tiefere Erkenntnis unseres Herrn Jesus Christus.

Gebetsteil

Tagesgebet Evangelist Markus

Allmächtiger Gott! Du hast Deine heilige Kirche mit der himmlischen Lehre Deines Evangelisten Markus unterwiesen. Gib uns Gnade, dass wir uns nicht wie Kinder von jedem Wind einer Lehre bewegen und umher treiben lassen, sondern in der Wahrheit Deines heiligen Evangeliums gegründet bleiben. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.


[1] 1.Petrus 5,13 Es grüßt euch aus Babylon (Rom) die Gemeinde, die mit euch auserwählt ist, und mein Sohn Markus.

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24. April – Hauskirche

24 Freitag Apr 2020

Posted by Bischof Meyer in Hauskirche

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Schlagwörter

Nacht der Erinnerung, Nacht der Stärkung - Jesus, Nacht der Verleugnung - Petrus, Nachtwache Israels.

Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Morgenandacht – Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle knien.

Hinweis zu den Lesungen:  Die Bibeltexte in unserem Gebetbuch stammen aus der Einheitsübersetzung; die Psalmtexte folgen dem Luthertext. Links anklicken – zu lesen auf dem ERF Bibleserver.de 

Dies Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.


Schriftteil

AT – Lesung: Exodus / 2. Mo. 12,28-51

https://www.bibleserver.com/EU/ 2Mose12

Gebet – Psalm 96

https://www.bibleserver.com/EU/Psalm97

NT – Lesung: Matthäus 26,57-68

https://www.bibleserver.com/EU/Matth%C3%A4us26%2C69-75


Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT: Ex 12,28-51 – DIE NACHT DER NÄCHTE ZUR ERINNERUNG

Ein Volk in gottesdienstlicher Nachtwache bereitet sich vor, den Willen Gottes vollkommen zu tun, aus dem Land ihrer Sklaverei auszuziehen und Gott allein zu dienen.

Es ist eine Nacht, in der alle Menschen stille warten, beten und feiern. Diese Nacht wird zur Nacht der Entscheidung. Es ist Gottes Nacht und auch die seines Volkes. Es ist eine Nacht der stillen Vorfreude für die Seinen und eine Nacht der Tränen und des Trauerns für die Ägypter. Die einen nehmen Teil an der Verheißung Abrahams, die anderen trifft der Schmerz des Todes.

In dieser Nacht ist Pharao endlich für immer gewillt, alle Forderungen Gottes vollgültig zu erfüllen und das Volk Gottes mit Kind und Kegel, mit allem Besitz und Tieren, zum feierlichen Dienst für Gott ins verheißene Land ziehen zu lassen. Diesmal bittet er nicht nur, dass er selbst verschont bleibe und die Plagen für ihn aufhören solle, sondern zum Abschluss bittet er für sich um den Segen Gottes, jetzt durch Mose und Aaron. Damit gibt er zu erkennen, dass er den Kampf gegen Gott verloren hat und der Hebräergott der Sieger ist. Mose, wie schon einst der alte Jakob, spendet den Segen. Der anerkannt Höhere segnet den Niedrigeren.

Der Segen aller Ägypter an das nun ausziehende Volk Israel besteht aber darin, dass es dieses mit kostbaren Geschenken für deren Zukunft unterstützt. Dies wird zwar als Raub bezeichnet V36, ist aber als freiwillige Unterstützung und Abfindung für die Zeit der Sklaverei anzusehen. Ähnliche Unterstützung erhält das Volk Israel Jahrhunderte später, als es aus der zweiten Gefangenschaft, aus Babylon, unter Esra und Nehemia nach Jerusalem zurückkehrt.

Zur nächtlichen Vigil, der liturgische Nachtwache am Vortag des Auszugs, ist zu bemerken, dass nicht alle Menschen, die sich im Volk Gottes aufhalten, zur Passafeier eingeladen sind und teilnehmen dürfen. Weder Ausländer noch Halbbürger und Lohnarbeiter, also nur israelitische Einheimische, durften am Passamahl teilnehmen.

Die einzige Ausnahme, um zum Volk Gottes auch sakramental und gottesdienstlich zu gehören, war an die Beschneidung gebunden. Durch das Bekenntnis zur Beschneidung und dem Bund Gottes wurden alle völkischen und kulturellen Bedeutungen und Bindungen aufgehoben. Von diesem Zeitpunkt an wurde jeder Fremdling zum Einheimischen. Für ihn galt ab diesem Zeitpunkt die Thora, Gottes Wille, allein. Und mit einer wunderbaren Feststellung, die scheinbar nur hier so deutlich zweimal wiederholt wird, endet diese Vigil des Auszugs: Die Kinder Israel machten es genau so, machten es genau so, wie es der Herr … geboten hatte. An diesem Tag der vollkommenen Übereinstimmung mit dem Willen Gottes, geschah der Auszug des Volkes Gottes zu ihrem Heil.

Viele Christen kennen keine liturgische Nachtwache vor bedeutenden christlichen Feiertagen, wie z.B. vor Ostern oder auch vor persönlichen Lebensentscheidungen. Dabei ist es wichtig abzuschalten, zur Ruhe zu kommen, sich vor Gott auf einem nächsten Abschnitt des Lebens vorzubereiten und besonders dafür den Willen Gottes zu suchen. Darin ist uns das ältere Bundesvolk besonders als Vorbild mit dieser Geschichte gegeben. Vorbereitung durch das Passahmahl als Ausrichtung und Stärkung für den neuen Lebensabschnitt.

Aber auch das neutestamentliche Volk kennt die Vigil Jesu mit seinen Jüngern. In der Stille hielt er im Obergemach das Passahmahl, bereitete sich hier feierlich und bewusst auf den schweren Gang zum Ölberg und auf Golgatha vor. Er stärkte und bereitete sich für diesen Auszug aus der Welt vor, der zur Erlösung führen sollte. Kennen wir solche persönlichen Nachtwachen? Nehmen wir regelmäßig Teil an diesem Erinnerungs- und Vergegenwärtigungsmahl des Herrn, um immer wieder neu gestärkt zu werden, um unseren Glaubensweg zu gehen?

NT: Matthäus 26,69-75

Versagen in der Nachfolge auf ganzer Linie.

Nachdem Jesus sich zu seiner Herkunft und himmlischen Mission vor dem obersten jüdischen Gericht bekannt hat, auch mit der Konsequenz zum Tode verurteilt zu werden, steht das Bekenntnis des Petrus vollkommen konträr zu Jesu Vorbild. Er, der drei Jahre im Leben und durch Ausbildung seinem Herrn nachgefolgt war, sogar versprochen hatte, sein Leben für den Meister zu opfern, der versagt ganz jämmerlich in dieser Stunde. Sogar dreimal verleugnet er hier seinen Herrn, wie dieser es ihm bereits vorausgesagt hatte. Das er sich sogar verfluchte, zeigt seine große Angst: „Gott möge mich töten, wenn meine Worte nicht wahr sind.“ Doch gerade davor graute es ihm. Das bitterliche Weinen entstand sicherlich dadurch, dass ihn Jesus im Palast des Kaiphas beim dritten Verleugnen anschaute und deshalb sein Gewissen schlug. (Lu 22,61)

Dieser Bericht über das Versagen des Petrus erinnert uns Christen auch an unsere Schwachheit und unser Versagen Jesus zu bekennen. Auch wir versagen, uns durch Bekenntnis in Wort und Tat auf die Seite Jesu zu stellen. Selbst die bekanntesten Männer und Frauen Gottes sind davor nicht geschützt. Wozu wir aber immer wieder durch Jesus aufgefordert werden: Wer mir nachfolgen will, der verleugne sich selbst und nehme das Kreuz auf sich. Was bedeutet hier das Verleugnen bei Petrus? Er sagt, er kenne Jesus nicht. Für uns bedeutet dieses dann, dass wir gleichermaßen unseren alten Menschen, unsere alte ichsüchtige Natur gleichermaßen verleugnen und danach bekennen: Ich kenne mich nicht mehr, meine Selbstliebe, mein ichsüchtiges Leben. Ich kenne aber Christus, mein neues Leben. Amen.

Gebetsteil

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

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23. April – Hauskirche

23 Donnerstag Apr 2020

Posted by Bischof Meyer in Hauskirche

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Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Morgenandacht – Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle knien.

Hinweis zu den Lesungen:  Die Bibeltexte in unserem Gebetbuch stammen aus der Einheitsübersetzung; die Psalmtexte folgen dem Luthertext. Links anklicken – zu lesen auf dem ERF Bibleserver.de 

Dies Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.


Schriftteil

AT – Lesung: Exodus / 2. Mo. 12.1-28

https://www.bibleserver.com/EU/2.Mose12

Gebet – Psalm 96

https://www.bibleserver.com/EU/Psalm96

NT – Lesung: Matthäus 26,57-68

https://www.bibleserver.com/EU/Matth%C3%A4us26%2C57-68

Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT: Ex 12 – PASSAFEST DES ALTEN BUNDES

Sakramentale Erinnerung und Vergegenwärtigung der Heils-Tat Gottes

Der Auszug aus Ägypten 12,30-15,21 –

 Das Einsetzen des Passahfestes 12,30-28.

Mit der Heilsgeschichte der Erlösung beginnt der religiöse Kalender des alten Bundesvolkes Gottes. Nach 10 Tagen beginnen die Vorbereitungen auf das größte Fest des sich neu etablieren Volkes, das dann am 14. Tag des Monats Nisan mit Feierlichkeiten begann. (Dieser Monat ist heute der 7. Monat des bürgerlichen jüdischen Kalenders). Passa bedeutet für das Volk ein gnädiges Vorrübergehen Gottes an ihren Häusern, deren Türrahmen und Schwellen mit dem Blut des geschlachteten Opferlammes gestrichen wurden. Hier fand kein Gericht statt, keine Erstgeburt starb. Dieses Blut war das Erkennungs- und Bekenntniszeichen der Heilsgemeinde. Weil sie sich zu Gott und dem Opferlamm bekannten, wurden sie verschont. Die bitteren Kräuter sollten an die Bitterkeit der 450jährigen Gefangenschaft erinnern und der Wanderstab und die Sandalen sie an den baldigen Aufbruch zur Wanderschaft vorbereiten. Dieser Tag soll nun für alle Zeiten als Gedenktag und Fest für den Herrn jährlich gefeiert werden. Damit ist das Fest und das gemeinsame Essen ein zu verinnerlichendes Gedächtnismal. Die israelitische Gemeinde soll sich von Generation zu Generation, Kinder und Erwachsene, vorstellen und sich aneignen als wären sie damals selbst aus der Gefangenschaft in die Freiheit gezogen. Verantwortlich für diesen Familiengottesdienst war nicht ein Priester, sondern der Hausvater der Großfamilie. Auch die Kinder gehörten mit dazu, hatten vollen Anteil mit der Heilsgemeinde an diesem Heil.

Das alttestamentliche Passa wird mit Jesus zum neutestamentlichen Passa. Als neutestamentliche Bekenntnisgemeinde sprechen wir: Auch wir haben ein Passalamm, welches ist Christus, das Lamm Gottes, der geopfert ist. 1. Kor 5,7. Er ist das Lamm, von dem Johannes der Täufer sagt: Siehe, das ist Gottes Lamm, welches der Welt Sünde trägt. Es ist da Blut dieses unschuldigen Lammes, mit dem wir unsere Herzens- und Lebenstür zieren und schmücken wollen. Es schützt uns vor dem ewigen Gericht und lässt und ausziehen und hinwandern zum ewigen Leben. Es gilt Dir persönlich. Nimmst Du dann auch mit der Bekenntnisgemeinde Christi oft am Gemeinschaftsmahl, dem Mahl des Herrn, teil, Du und Dein ganze Haus? Das ist  doch der zentrale Punkt des christlichen Glaubens. Das Sakrament stärkt, das Wort Gottes erklärt.

NT: Matthäus 26,57-68

Tempelkritik oder Messiasbekenntnis. Welche Anklage zählt?

Der Hohe Rat war einerseits die Tempelhierarchie, andererseits hatten fast alle Mitglieder des Synedriums hohe politische und von Rom abhängige Ämter inne. Von vorneherein ging es nicht um ein rechtsstaatliches Urteil, sondern sie waren alle zusammengekommen, um Jesus zu töten.

Eigentlich war Tempelkritik kein todeswürdiges Verbrechen, aber Jesu angebliche Behauptung, den Tempel abzubrechen und wieder in drei Tagen aufzubauen, war Kritik an der Rangordnung und Führerschaft des Tempels. Dies erregte den Zorn aller. Doch das war nur eine Halbwahrheit. Jesus hatte nach Johannes 2,19 nicht gesagt, dass er den Tempel abrechen wollte. Nur, dass er ihn wieder aufbauen würde. Damit meinte er aber den Tempel seines Leibes, dass er wieder auferstehen würde. Jesus geht jedoch auf diese Falschbehauptung nicht ein und sagt nichts.

Alle Anklage spitzt sich aber zu durch die Messias-Frage des Hohenpriesters. Da kann Jesus nicht schweigen. Denn auch vor Pilatus hatte er schon das gute Bekenntnis bezeugt (1 Tim 6,13; Lukas 23,3)., dass er der Könige der Juden sei. Jesu bekennt hier viel umfassender, dass er der Messias ist, der Menschensohn, der Sohn des Lebendigen Gottes und sitzen und wiederkommen wird zum Gericht. Dieses Bekenntnis allein wird dann zur Grundlage seines Todesurteils gemacht, dem alle zustimmen. Eigentlich war aber ein Messiasanspruch kein Verbrechen bei den Juden, das den Tod verdient hätte. Wohl aber ist das eigentliche Motiv die Tempelkritik, die insgeheime Infragestellung der gesamten Tempelführerschaft. Diese wollten Jesus vor dem Passahfest noch töten und von der Bildfläche verschwinden lassen.

Das gute Bekenntnis, das Jesus vor Pilatus und vor dem Hohen Rat aussprach, ist die Urform aller Bekenntnisse der weiteren Christenheit. Wie das alte Bundesvolk eine Bekenntnisgemeinschaft war, so ist auch das neutestamentliche Bundesvolk eine Bekenntnisgemeinschaft auf der Grundlage des Bekenntnisse Jesu und zu Jesus.

Jesus ist der Christus (Messias), der Gottessohn, der mit Vollmacht zur Rechten Gottes aufgefahren ist und als Richter wiederkommen wird. Auch über Timotheus wird bezeugt, dass er das gute Bekenntnis des Glaubens vor vielen Zeugen bekannt hat (1 Tim 6,12). Weiter ermutigt uns Hebr. 4,14, dass wir festhalten sollen an dem Bekenntnis zu Christus, unserem Hohepriester.

Wenn dies so ist, dann sollen auch wir uns bemühen, das Christusbekenntnis, das Bekenntnis des Timotheus zu Christus und zu unserem Hohenpriester als Bekenntnis über unsere Lippen zu bringen. Wir wollen uns auch warnen lassen, nicht mit in die unsinnige Aussage einiger freier Christen einzustimmen: No Creed but Christ! Kein Bekenntnis, aber Christus.

Denn dies würde Christus und sein Bekenntnis verachten. Wir dürfen und sollten doch zwei der wichtigsten Glaubensbekenntnisse der gesamten Christenheit auswendig kennen und sie im Herzen befestigen: Das Apostolische und das Nicänische Bekenntnis. Beide fassen den wahren christlichen Glauben als Essenz der Heiligen Schrift zusammen, ohne den keiner selig werden kann. Amen-

Gebetsteil

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13 –

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

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22. April – Hauskirche

22 Mittwoch Apr 2020

Posted by Bischof Meyer in Hauskirche

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Schlagwörter

Dynastie, Feinde, Finale, Gewaltlosigkeit, lieben, Religion, Schrift, Tod, Verrat

Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Morgenandacht – Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle knien.

Hinweis zu den Lesungen:  Die Bibeltexte in unserem Gebetbuch stammen aus der Einheitsübersetzung; die Psalmtexte folgen dem Luthertext. Links anklicken – zu lesen auf dem ERF Bibleserver.de 

Dies Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.


Schriftteil

AT – Lesung: Exodus / 2. Mo. 11

https://www.bibleserver.com/EU/ Mose112.

Gebet – Psalm 95

https://www.bibleserver.com/EU/Psalm94

NT – Lesung: Matthäus 26,47-56

https://www.bibleserver.com/EU/Matth%C3%A4us26%2C47-56

Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT: Ex 11 – Das Ende der Plage

Letzte Plage – Tod der Erstgeburt

Ankündigung letzte Plage 11,1-10.

Die letzte Verstockung Pharaos führt über den Tod der Erstgeburt zur Öffnung der Tür zur Freiheit, Erlösung und zum sieghaften Auszug aus Ägypten.

Die Auseinandersetzung mit dem Volk Israel begann in Kapitel 1,22 damit, dass Pharao gebot, alle Söhne dieses Volkes zu töten und in den Nil zu werfen. Aber Mose wurde aus dem Nil gerettet und von der Tochter Pharaos adoptiert. Der mögliche Jugendgefährte Moses, der erstgeborene Sohn des Pharaos, soll nun am Ende dieser Episode sterben. Die Tötung aller Erstgebornen in Ägypten wird der gewaltsame Abschluss einer himmlisch-irdischen Auseinandersetzung sein.

Damit werden auch alle Bedeutungen der Weiterführung der Dynastie, Religion, Politik und Gesellschaft außer Kraft gesetzt. Denn alle, vom Thronfolger bis zum Müllersohn sind dadurch betroffen.

In dieser Konfrontation wird eines deutlich. Gott lässt sich nicht durch die Uneinsichtigkeit Pharaos, seiner Großen, noch durch die Gesellschaft aufhalten, seine Verheißungen und Pläne schließlich doch durchzuführen. Die Nacht des Sterbens als Gericht wird über die Ägypter bald mit der Nacht der Erlösung – der Passahlamm Schlachtung für die Kinder Israels – ineinander übergehen und die Verheißungen Gottes in Gang setzen (Kapitel 12-13). Ja, Gottes Wunder werden in Ägypten noch vermehrt werden. Das Wunder besteht darin, dass das gesamte Volk Israel nun bedrängt werden wird auszuziehen, und dies mit Wohlwollen der Bevölkerung und Mitnahme der irdischen Schätze Ägyptens (Jesaja 66,12 – Reichtum der Völker).

Auch wenn in der Weltgeschichte die Herrscher immer wieder uneinsichtig, eigensinnig und verstockt erscheinen, bedeutet dies nicht, dass Gott hilflos und machtlos ist. Denn Er selbst schafft Kriege, Chaos und Konflikte, an denen Männer und Mächte scheitern und zerbrechen. Beispiele genug finden wir, ob im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation, dem Sozialismus-Marxismus, Freiheitsbewegungen, IS Kalifat oder bei Diktatoren und Oligarchen in Ost und West. Haben wir nicht selbst erfahren, wie nach 70 Jahren die Sowjetunion und nach 40 Jahren die ehemalige DDR durch Wunder Gottes beendet wurde und Neues entstand?

Erwarten auch wir in Geduld Gottes Eingreifen in unserem persönlichen Leben, wo es schier aussichtslos erscheint. Auch aus der Corona Krise können Segnungen entstehen, dann wenn unser „Hamster-Rad“ der Hektik zur Ruhe kommen kann.

NT: Matthäus 26,47-56

Jesus lebt den Willen Gottes, die Jünger handeln impulsiv und fliehen.

Jesus befindet sich in der unsichersten und schwierigsten Situation des irdischen Lebens auf dem Ölberg. Das, was er zuvor seinen Nachfolgern gepredigt hatte: Liebe deine Feinde, halte denen die Backe hin, die dich schlagen wollen, soll er praktizieren. Und tatsächlich verzichtet er auf Gewalt und Macht, die er durch Legionen von Engeln hier tatsächlich hätte durchsetzen können (12 Legionen=72.000). Aber er kennt den Willen seines Vaters, um den er zuvor im Garten Gethsemane gebeten hatte. Petrus aber, spontan und unter Impuls – „bewegt / moved“ – aber nicht durch Gott, handelt entgegen der Lehre, nämlich durch Gewaltanwendung mit dem Schwert.

Jesus wiederum begegnet dem Verräter und nennt ihn „Kamerad“ (griech. nicht das übliche Wort wie meistens mit Freund wiedergegeben). Warum sagt er dies trotzdem? Er weiß sich an den Willen des Vaters gebunden, der auch durch die Propheten bereits klar aufgeschrieben worden war (V 54+56). ER hält sich gegenüber den Soldaten gewaltlos. Damit erfüllt Jesus den Willen des Vaters. Doch was tun die Jünger in dieser Situation? Sie fliehen.

Wenn wir den Willen Gottes für uns im Gebet und durch die Schrift erkannt haben, können wir auf physische und verbale Gewalt, auf körperlichen und sprachlichen Druck und Herrschaft gegenüber anderen Verzichten. Das bedeutet sicherlich das Kreuz auf sich zu nehmen und die eigenen Impulse zu verleugnen und zu beerdigen. In solch einer Haltung der Gewaltlosigkeit und Gelassenheit können wir auch ehrlich unserem Feind oder feindlichem Bruder Freund nennen, auch wenn wir dies in Gottes Plan nicht verstehen. Aber Gott weiß, dass uns dies nach seinem Ratschluss zum Besten dienen wird. Werden wir aber wie Petrus impulsiv in unserer seelischen Natur reagieren, wird unsere verbale oder physische Gewaltanwendung am anderen nur Zerstörung und Herzblut hervorrufen. Beten wir um ein Leben nach der Bergpredigt, dass uns Jesus hier selbst vorlebt. Dann brauchen wir uns nicht verstecken.

Gebetsteil

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

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