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Das Allgemeine Gebetbuch

~ Das Gebetbuch gründet sich auf die klassische Version von 1662

Das Allgemeine Gebetbuch

Kategorien-Archiv: Hauskirche

21. April – Hauskirche

21 Dienstag Apr 2020

Posted by Bischof Meyer in Hauskirche

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Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Morgenandacht – Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle knien.

Hinweis zu den Lesungen:  Die Bibeltexte in unserem Gebetbuch stammen aus der Einheitsübersetzung; die Psalmtexte folgen dem Luthertext. Links anklicken – zu lesen auf dem ERF Bibleserver.de 

Dies Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.


Schriftteil

AT – Lesung: Exodus / 2. Mo. 10

https://www.bibleserver.com/EU/2.Mose10

Gebet – Psalm 95

https://www.bibleserver.com/EU/Psalm95

NT – Lesung: Matthäus 26,30-35

https://www.bibleserver.com/EU/Matth%C3%A4us26%2C36-46

Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT: Ex 10 -Das Ende der Plage

Verstockung Pharaos und abschließende Plagen

8. Heuschrecken 10,1-20.

9. Finsternis 10,21-29.

Das Ende naht. Auf dem Weg zum Finale kommen Schrecken über Hungersnot, Tod und Dunkelheit über die Großen und das Volk Ägyptens. Die Hilflosigkeit und Schrecken stehen der Staatsführung ins Gesicht geschrieben. Wird es schließlich zu einem Einlenken kommen?

8. Heuschrecken V. 1-20

Wann sind die Plagen zu Ende und wann kommt das Ende? Doch die Vorgänge setzen sich in gewohnter Weise fort: Mose vor Pharao, neue Verhandlungen, schärfere Plagen kurzfristiges Einlenken, Sündenbekenntnis des Pharao gegenüber Gott und Mose, Stopp der Plagen, Verstockung zu Zurücknahme des Versprechens. Pharao möchte dem Tod entgehen V 17. Im Hintergrund findet der geistliche Kampf auch gegen die ägyptische Gottheit SERAPIS statt, die in frühägyptischer Zeit in Beziehung zu dem Motiv der ISIS stand.

https://www.mein-altaegypten.de/Website/D-Religion-Goetterwelt-Goetter-Serapis.html

Über all diesem steht Gottes Ziel: Dieses einschneidende, geschichtliche Ereignis an den Ägyptern dient dazu, dass es den nachfolgenden Generationen Israels immer wieder in Erinnerung gebracht, verkündigt und neu vergewissert (verinnerlicht) werden soll, wie Gott an den Ägyptern ihnen zu gute gehandelt hat. Es soll zum Sitz in ihrem Leben werden. Der Hebräergott Jahwe ist der immer Mitgehende.

Er will, dass sie aus der ägyptischen Götterwelt ausziehen mit allem was sie sind und haben, mit Kind und Kegel, ihren Familien und ganzem Besitz und mit all diesem Gott dienen, Ihm liturgische Feste feiern, Ihm freudig und unbelastet in der Stille Opfer bringen. Aber, Pharao lässt sie noch nicht ziehen.

9. Finsternis V. 21-29.

Finsternis ist ein Vorbote auf das Ende und eine Beschreibung der Seele Ägyptens. Alle Wunder, Plagen und gesteigerte Naturkatastrophen bewirken in der Staatsführung keine nachhaltigen Veränderungen zum Guten und zum Heil. Durch drei Tage dicke Finsternis in Ägypten wird gegen den Gott RE (RA) hingewiesen, dass dieser als Sonne dargestellte Gott keine Macht besitzt, diese Dunkelheit zu durchdringen. https://www.mein-altaegypten.de/Website/D-Religion-Goetterwelt-Goetter-Re.html

Wir lernen, dass Zeichen und Wunder keine echten Bekehrungen und Veränderungen bei Ungläubigen bewirken. Sie haben dagegen nur Bedeutung für das Heil der Menschen, die an den wahren Gott, den Schöpfer Himmels und der Erde, glauben. Sie sind hier Zeichen für Israel und alle Nachkommen. Doch bei den Ägyptern bewirken sie nur noch härtere Verstockung, bis diese aber doch anerkennen müssen, dass Jahwe mächtiger ist als alle Götter Ägyptens.

NT: Matthäus 26,36-46

In schwierigsten Lebensumständen den Willen des Vaters im Himmel erbitten. Auch wenn die nächsten Jünger versagt und entmutigt sind.

Trotz besonders enger Beziehung zu Jesus versagen Seine Jünger in den Herausforderungen des Lebens erneut. Jesu hat den Willen zur Gemeinschaft, bittet sie, mit ihm den schwierigen Weg zu gehen (V. 38 + 40). Jesus ist enttäuscht, betrübt. Er macht nach seinem zweiten persönlichen Gebet keinen Versuch mehr, seine Jünger aufzuwecken.

Das zentrale Anliegen Jesu bei seinem drei Gebeten an derselben Gebetsstation war doch die dritte Bitte, die wir im Vaterunser immer wieder beten: Dein Wille geschehen.

Jesus stimmt mit letzter Kraft, nach dreimaliger Bitte, dem Willen seines Vaters zu. Er gibt sich selbst als Opfer für die Sünden der Welt.

In dieser Zustimmung und Hingabe wird er Seinen entmutigten Jüngern und uns Christen zum Vorbild. Möchten wir den Willen Gottes immer wieder suchen, darum beten und gläubig, auch wenn es unser Leiden betrifft, damit übereinstimmen.  Amen

Gebetsteil

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13 – Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen!  Amen.

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20. April – Hauskirche

20 Montag Apr 2020

Posted by Bischof Meyer in Hauskirche

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Schlagwörter

Anstöße, Ärger, Blattern, Hagel, Pest, Verleugnung

Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Morgenandacht – Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle knien.

Hinweis zu den Lesungen:  Die Bibeltexte in unserem Gebetbuch stammen aus der Einheitsübersetzung; die Psalmtexte folgen dem Luthertext. Links hier angegeben bitte anklicken . Der Bibeltext ist dann zu lesen auf ERF www.bibleserver.de 

Dies fortlaufenden Lesungen werden an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen unterbrochen. Gesamte Jahreslesung zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.


Schriftteil

AT – Lesung: Exodus / 2. Mo. 9

https://www.bibleserver.com/EU/2.Mose9

Gebet – Psalm 90

https://www.bibleserver.com/EU/Psalm20

NT – Lesung: Matthäus 26,30-35

https://www.bibleserver.com/EU/Matth%C3%A4us26%2C30-35

Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT: Ex 9 Wunder vor Pharao und weitere Plagen

4. Hundsfliegen / Läuse 8,16-28 (nicht besprochen)

5. Pest am Vieh 9,1-7; 6. Blattern an Mensch und Vieh 9,8-12

7. Hagel 9,13-35

Nach weiteren schweren Plagen knickt König Pharao langsam ein, gesteht sein Versagen vor Gott, ist aber immer noch nicht bereit Gottes Forderungen zu folgen. Doch Gott kommt zum Ziel.

Pharao scheint im Kapitel zuvor (8) nachzugeben und eine teilweise Religionsfreiheit dem Volk Israel „hier im Lande Opfer zu bringen“ zu versprechen. Die 4. Ungezieferplage richtete sich gegen die Gottheiten SCHU und ISIS. Doch kurz nach seinem Versprechen, zieht er es wieder zurück.

Hier im Kapitel 9 folgen drei aufeinanderfolgende Plagen. Die Viehpest (5. Plage) betrifft aber nur die Ägypter. Sie richtet sich auch gegen den Gott PTAH und seinen heiligen Stier APIS, gegen die Göttin HATHOR (Kuhfrau in Mischgestalt) und andere heilige Tiere der Ägypter. Gottes Fürsorge für sein Nomadenvolk Israels, die Fleisch essen und von diesen Tieren Gott Opfer bringen, liegt darin, dass sie als Einzige im Land Gosen nicht von dieser Viehseuche betroffen werden.

Mit der 6. Plage intensiviert sich das Gericht Gottes und breitet sich auf die Menschen aus. Die Hauterkrankung treffen nun auch die Großen des Pharao und seine Zauberpriester. Diese werden damit ausgeschaltet, werden krank und unrein. Damit treten sie nicht mehr als Mittler und Verhinderer der direkten Mose-Pharao Gespräche auf. Pharao hatte deren Ohnmacht zwar erkannt, hatte sie aber nicht entlassen. Diese Krankheit richtet sich gegen die Gottheit SEKHMET. Auch wird Pharao verhärtet.

Mit der 7. Plage erhält Pharo durch Moses Vorwarnung noch eine Chance für Ägypten. Die angekündigte Schonung betrifft alle, die den Hebräergott fürchten und auf ihn hören. Alle, die gehorchten, ließen Knechte und Vieh im Schutz der Häuser und wurden bewahrt. Die Ungehorsamen aber bestraft. Dies Gericht richtet sich auch an die ägyptische Gottheit GEB. Durch dieses Ereignis erkennt Pharao Gott erstmals als den Mächtigen über ihn selbst an, erkennt und bekennt seine Schuld, aber versündigt sich weiter dadurch, dass er das Volk nicht ziehen lässt.

Wozu dienen die Plagen Gottes? Pharao und sein Volk sollen durch die Gerichte erkennen, dass Er der einzige und wahre Gott Himmels und der Erden ist gegenüber der Vielgötterei, dem Pantheismus der Ägypter. Sie sollen die Erhabenheit, die Werke und Wunder Gottes, sein Wesen und seinen Plan für sie anerkennen.

Weiter soll der Name Jahwes unter allen angrenzenden Völkern bekannt werden, denn diese 10 Gerichte über die polytheistische Götterwelt und nichtigen Götzen kann der angrenzenden Welt nicht verborgen bleiben. So heißt es auch in Römer 10,17

Denn in der Schrift wird zum Pharao gesagt: Eben dazu habe ich dich bestimmt, dass ich an dir meine Macht zeige und dass auf der ganzen Erde mein Name verkündet wird.

Gottes Allmacht, Handeln und Wirken an den Regierenden und Großmächten der Welt soll auch heute noch erkannt werden. Was Gott heute in der Geschichte des 21. Jahrhunderts tut, ist nicht nur eine Weltwirtschaftskrise (1929) zu bewirken, sondern auch eine weltweite Corona-Pandemie. Er hat dies durch seinen Ratschluss so bestimmt, dass die Menschen seine Macht und Ihn erkennen, damit sich von ihren nichtigen Götzen, Idolen, egoistischen Ideen und Lebensweisen abwenden. Sein Name soll verkündet werden, damit sie sich zu ihm bekehren.

NT: Matthäus 26,30-35

Auch aus der innigsten Gemeinschaft und herrlichster Anbetung heraus kann es Ärgernisse und Abfall im Jüngerkreis geben. Dagegen hilft auch Petrus Dementi nicht. Alle Jünger sind davon betroffen.

Die Beziehung zwischen Jesus und den Jüngern wird durch das gemeinsame Passamahl am Abend besonders innig gefestigt. Am Ende der Feier wurde das letztem Gebet von ihnen gesprochen oder gesungen: der zweite Teil des Lobgesanges aus Ps. 115-118 (https://www.bibleserver.com/LUT/Psalm115 ).

Diese Jünger gehören zum engsten Kreis der Herde Christi. Jesus warnt sie jedoch, dass gerade sie durch Ärgernisse diese Gemeinschaft verlassen könnten. Worum geht es hier? Wir wissen worüber sich die Apostel ärgern werden, nämlich über ihren Herrn („an mir“) und zwar in dieser Nacht. Dieser Anstoß oder dieses Ärgernis führt dazu, Jesus zu verleugnen, zu sagen: Ich kenne ihn nicht! Das geschah dann bald beim Eintreffen der Soldaten im Garten Gethsemane durch eigene menschliche Furcht. Alle Apostel verließen dort ihren Hirten trotz vorheriger Beteuerung. Es geht bei dem Abfall jedoch nicht um einen vollkommenen, sondern nur um einen kurzen Abfall. Jesus betete für Petrus und die kleine Herde: „Dass ihr Glaube nicht aufhöre“ Lukas 22,32).

Christen erleben hin und wieder große Wochenend-Treffen der Verkündigung und der Anbetung. Zurückkommend, noch in einem geistlichen Rausch der Erkenntnis und des Lobpreises, erscheinen sie begeistert und felsenfest gegründet zu sein. Doch dann am Montag, im Tal des Lebens und der Zerreißprobe, sollten sie darauf achten, ihren Meister nicht durch konträre Lebensweise zu verleugnen.  Amen.

Gebetsteil

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13 – Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen!  Amen.

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18. April – Hausandacht

18 Samstag Apr 2020

Posted by Bischof Meyer in Hauskirche

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Schlagwörter

Evangelium, höchste Anbetung, Plagen, Stechmücken, verstocken, zwischen Stühlen

Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Morgenandacht – Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle knien.

Hinweis zu den Lesungen:  Die Bibeltexte in unserem Gebetbuch stammen aus der Einheitsübersetzung; die Psalmtexte folgen dem Luthertext. Links anklicken – zu lesen auf dem ERF Bibleserver.de 

Dies Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Schriftteil

AT – Lesung: Exodus / 2. Mo. 8,1-15

https://www.bibleserver.com/EU/2.Mose8

Gebet – Psalm 90

https://www.bibleserver.com/EU/Psalm90

NT – Lesung: Matthäus 26,6-16

https://www.bibleserver.com/EU/Matth%C3%A4us26%2C6-13

Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT: Ex  8,1-15 – Wunder vor Pharao und erste Plagen

2. Frösche  (7, 26-29) + 8,1-11;

3. Stechmücken 8,12-15.

Gottes Plagen werden nicht verstanden und steigern sich weiter durch Intensivität bei gleichzeitig abschwächenden Vorwarnungen bis zur letzten Plage. Es werden keine Änderungen bei den Betroffenen erkennbar.

Die zweite Plage betrifft die Frösche. Sie sind nach den Vorstellungen der Ägypter ein Bild des Ur-Lebens, das aus dem Wasser und der Erde hervorgeht. Noch mehr wird damit auch die ägyptische Gottheit Heget bezeichnet. Die Ägypter sollten durch diese ekelige Landplage erkennen, dass der angeblich das Leben hervorbringende Froschgott Heget selbst das Leben der Ägypter bedroht und gefährdet. Doch diese Plage hat der hebräische Gott bewirkt, er hat den Pharo bedroht. Der König lenkt zum Erstaunen diesmal ein, bittet um Erleichterung und verspricht Freiheit. Aber er hält sich nicht an sein Versprechen, als er Luft bekommen hatte und verstockte wieder sein Herz.

Die dritte Plage hat mit Stechmücken zu tun.

Nun trifft die dritte Plage ein. Wir beobachten vor der ersten Plage eine Vorwarnung am Nil, dann eine im Palast des Pharaos, aber die dritte hier geschieht ohne jegliche Vorwarnung. Ein ahnlicher Ablauf geschieht auch bei der sechsten und neunten Plage. Gott ruft geduldig zwei oder dreimal, wie es schon bei Hiob heißt (33,22), dann aber handelt er. Diese kleinen Stechmücken könnten auch winzige Läuse sein, die selbst die ägyptischen Priester befallen. Damit werden sie unrein. Diese Stechmücken symbolisieren auch die Götter Hathor und Nut. Somit ist diese Plage auch gegen diese ägyptische Gottheiten gerichtet. Wie reagiert nun Pharao? Sein Herz bleibt weiterhin verstockt, obwohl seine Priester erkennen und ihm deutlich sagen: Das ist der Finger Gottes.

Pharao wird uns als unbeugsamer Gottkönig dargestellt, der in der Schule des Jahwe-Gottes keinerlei Autorität anerkennt. Nur wenn er selbst hart betroffen wird, lenkt er kurzfristig ein, er ändert aber gleich sein Versprechen, sobald es im besser geht. So geht es auch mit vielen selbstbestimmten Menschen, die in äußerst schwierigen Umständen kurz ein Stoßgebet aussprechen, aber sobald es ihnen besser geht, Gott wieder einen guten Mann sein lassen und weiter in atheistischen Lebensweise fortschreiten.

NT: Matthäus 26,1-5

Das Evangelium zwischen zwei Stühlen. Am Ende strahlt es durch Zerbrochen-Sein vorbildhaft in schönster Anbetung auf.

Der Ort, wo dieses besondere Ereignis geschah, war in Bethanien, wo Jesu Bekannte, Maria und Martha und der von ihm auferweckte Lazarus wohnten. Diesmal treffen sie sich nicht bei den Schwestern, sondern in einem Haus des Simon, den Jesus wahrscheinlich geheilt hatte. Simon gibt hier aus Dankbarkeit ein Liebesmahl für Jesus und seine Gäste. Maria, die einst still zu den Füßen Jesu saß, hatte die vielleicht unbewusste Eingebung, eine noch größere Liebestat an Jesus zu vollbringen. Jesus als Zentrum des Evangeliums soll von beiden bedacht werden. Beides ist als ein Akt der Dankbarkeit und der Anbetung.

Eingebettet ist dieses besondere Liebesereignis zwischen der tödlichen Entscheidung des Hohenpriesters Kaiphas und der Schriftgelehrten, Jesus noch vor dem Passafest umzubringen, und Judas‘ hinterlistigen, eigensüchtigen Plan, Jesus für einen Monatsverdienst an die jüdische Herrscherklasse zu verraten. Judas hatte von diesem Plan erfahren und wollte ihn für sich finanziell auszunutzen.

Jesus weiß um diese beiden Strategien, die aufeinander zu arbeiten. Als Maria die teure ägyptische Marmorflasche nimmt, gefüllt mit köstlichen ätherischen Ölen, und Jesu Kopf (bei Matthäus und Markus) und Füße (bei Johannes) übergießt und salbt, da entsteht Unwillen unter der Apostelschar. Judas, der Kassenführer für alle Spenden, die für Jesu Dienst und Unterhalt eingingen, heute heuchlerisch die gute Gewohnheit der Passafestbesucher provozierend in den Raum gestellt, Almosen für die Witwen und Weisen zu geben. Und diese Vergeudung an Jesus, einen Jahresverdienst über Kopf und Füße zu gießen, das wäre doch eine höchst unnütze Verschwendung. Wir wissen aber nach der Schrift, das Judas ein Dieb war und die Gemeinschaftskasse missbrauchte. Judas, wahrscheinlich aufgebracht, nicht den Jahresverdienst in seine Kasse zu bekommen, verlässt Jesus und die Jüngergemeinschaft, um für einen Monatsverdienst und Sklavenwert Jesu geheimen Aufenthaltsort zur Festnahme an den Hohenpriester zu verraten. Jesus sitzt eingeklemmt zwischen Kaiphas und Judas. Er und das Evangelium sind eingezwängt zwischen Mordplänen und Verrat. Und mittendrin die höchste Entfaltung eines Werks der Liebe. Maria und Martha bereiten das Liebesmahl für Simon und Jesus vor, Maria als Höhepunkt salbt Jesus für den bald bevorstehenden Tod. Solch ein Werk der Salbung von Toten im Judentum zählt auch wie Almosen zu den guten Werken. Dieses Liebeswerk vor dem dunklen Hintergrund der beiden Gestalten Kaiphas und Judas lässt das Evangelium mit seinen wunderschönen Früchten erstrahlen. Dieses Liebeswerk ist die rechte Antwort auf das bevorstehende Passahfest V2 und Jesu Kreuzigung. Es bestätigt auch Jesu Rede über das Weltgericht, Kap. 25,35+36, dass der Maßstab dort das TUN barmherziger Liebe ist, und weiter ist dieses Werk ein Ausdruck wirklicher Anbetung. Es gibt noch etwas Höheres als jedes Liebesmahl und irdischen Tischdienst. Und dies ist Anbetung Jesus, symbolisch dargestellt durch den Wert der zerbrochenen Alabaster Flasche.

Sind wir bereit, unser Wichtigstes und Wertvollstes Jesus zu übereignen, uns selbst mit dem, was wir sind und haben, wie eine Alabasterflasche zerbrechen zu lassen? Und damit auch unsere Narde, unseren Wohlgeruch, über den wahren Leib Jesus – von Kopf bis Fuß – über sein Leben und Wirken auszugießen? Wir haben ein Vorbild hier in Maria. Das Evangelium darf und soll mit solch einer anbetenden Darstellung im Gedenken an Maria verkündigt werden. Es wurde als Bestätigung sogar ins Neue Testament aufgenommen. Amen.

Gebetsteil

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13 – Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen!  Amen.

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17. April – Hauskirche

17 Freitag Apr 2020

Posted by Bischof Meyer in Hauskirche

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Schlagwörter

Blut, Kreuzigung, Lebensexistenz, Passahlamm, Pharao, Schlangen, Staatsgötter, Stab, Weltenrichter

Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweise zur Morgenandacht – Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle knien.

Hinweis zu den Lesungen:  Die Bibeltexte in unserem Gebetbuch stammen aus der Einheitsübersetzung; die Psalmtexte folgen dem Luthertext. Links anklicken – zu lesen auf dem ERF Bibleserver.de 

Dies Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen.

Die gesamte Jahreslese (Abend und Morgen in chronologisch-geschichtlicher Ordnung zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.


Schriftteil

AT – Lesung: Exodus 7 / 2. Mose 7

https://www.bibleserver.com/EU/2.Mose7

Gebet – Psalm 89,39-52

https://www.bibleserver.com/EU/Psalm89%2C39-52

NT – Lesung: Matthäus 26,1-5

https://www.bibleserver.com/EU/Matth%C3%A4us26%2C1-5

Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT: Ex 7 – Wunder vor Pharao und Beginn der Plagen

ÜBERBLICK – heutiger Text in Kap 7

Das siebente Herrenwort der Berufung 7,1-7.

Das zweite Auftreten Moses und Aarons vor Pharao 7,8-12,29

Heute: Die erste Wunderbeweisung (Verwandlung des Stabs in die Schlange), vergeblich 7,8-13.

Die 10 Plagen werden nachfolgend in Kapitel 7,14-12,29 entfaltet

1.Wasser in Blut 7,14-25. –2. (Frösche 7, 26-29  mit  8,1-15 siehe nächster Tag)

Göttliche Symbole stehen gegen staatliche Göttersymbole. Gott scheut keine Konfrontation mit einem der mächtigsten Herrscher der Welt: Ägypten. Die Weisheit der Welt wird durch die Weisheit des „Holzes“ Gottes bedrängt, bedroht und vor Entscheidungen gestellt.

Die ersten sieben Verse leiten von der letzten Berufungsgeschichte über in die Verhandlungen Moses mit Pharao. Diese werden sich dann bis in Kapitel 10 fortziehen. Nach jeder Verhandlung Moses und Aarons beginnt eine neue Plage.

Gottes Ziel dabei ist, sich als der Herr über Ägypten und der gesamten Welt zu offenbaren und sein Volk nach ewigem Plan (Vorherbestimmung) aus der Gefangenschaft Ägyptens, des Pharaos und der Priesterschaft und der Vielgötterei zu befreien.

Wir werden in den nächsten Kapiteln erkennen, dass jede einzelne Plage auch gleichzeitig eine ägyptische Gottheit betrifft, diese bloßstellt und besiegt. Das Schlangensymbol diente zu allererst als Beschützerin des Pharaos und der entsprechenden Götter Ägyptens. Deshalb konfrontiert Mose gleich zu Beginn den Pharao mit diesem Zeichen. Aarons Stab (Holz) wird zur Schlange und frisst die Schlangen der Götzenpriester auf. Gott JAHWE demonstriert hier durch seine Diener von Anfang bis zum Ende seine Überlegenheit über Pharao, Zauberer (Priester) und seine Vielgötterei.

Pharao leistet aber immer weiter Widerstand gegen Gottes Plan. Hin und wieder gibt er kurzfristig gezwungenermaßen nach. Kurz danach ändert er wieder seine Entscheidung, schreitet trotz besseren Wissens, wie ein Narr, auf sein verderbliches Ende zu.

Hier wird uns nun die erste Plage dargestellt: Blut in allen Gewässern. Der Nil – die Schlange durch Ägypten – war die Lebensader und Lebensgrundlage der damaligen ägyptischen Gesellschaft. Alles Wasser wurde zu Blut verwandelt V 20. Mit dieser ersten Plage wird besonders die ägyptische Gottheit „Hapi“ bloßgestellt. Blut ist Leben, aber hier, wo es kein reines Wasser mehr gibt, beginnt das Sterben. Dieses zieht sich dann bis zur zehnten Plage hindurch, wenn das große Sterben in den Häusern der Ägypter und des Pharao beginnt. Dieses Gericht gegen den ägyptischen Gott dauert sieben Tage. Wie aber reagiert Pharao darauf? Er verhärtet sich V. 22, er nahm diese Botschaft nicht zu Herzen.

(Die restlichen Verse 26-29 werden zusammen mit der 2.-4. Plage in Kapitel 8 behandelt).

Gott sendet auch heute noch seine himmlischen Plagen, anders als damals, aber doch gegen die Götzen und Halbgötter dieser Welt. Er nimmt den Menschen die Freiheit (wir bleiben Zuhause), er bedroht die Gesundheit durch ein gefährliches Virus, lässt die Lebensader, die Wirtschaft vieler Länder für eine Vollzeit stille stehen („7 Tage“). Er ruft zum Nachdenken und zum Umdenken auf. Blut ist Leben. Was brauchen wir wirklich zum Leben? Ferne Reisen, virtuelle Zerstreuung, tägliche Hektik? Oder konzentrieren wir uns zuerst auf das göttliche Leben? „Ich bin der Weg, die Wahrheit das Leben, niemand kommt zum Vater (und ewigen Leben) denn durch mich.“

NT: Matthäus 26,1-5 –

Der Weltenrichter kündigt seinen Kreuzestod an.

Die Reden Jesu (besonders K. 24+25) gegen mit diesen kurzen Versen zu Ende. Zuvor hatte Jesus von seinem Kommen als Richter gesprochen. Dies hatten seine Jünger wahrscheinlich verstanden und begrüßt. Jetzt aber redet er über seine in zwei Tagen beginnende schwere Leidenszeit. Dieses können sie jedoch nur schwer begreifen. Der königliche Weltenrichter soll gekreuzigt werden? Sein Tod ist einerseits göttliche Vorherbestimmung, andererseits geschieht sie auf hinterlistiges Treiben des Hohenpriesters Kaiphas mit dem Hohen Rat. Sein langes Amt hielt er inne von 18-36 n. Chr., besonders gestützt durch gute Beziehungen zu Rom und König Herodes. Jesus gibt sich hier bereitwillig als das Passalamm hin, das der Welt Sünde trägt. Er wird zum Passaopfer für viele, nicht aber für Herodes und Kaiphas.

Kürzlich gedachten wir Christen noch an den Tod Jesu am „Holz“ des Kreuzes in der Stille. Dann einige Tage danach feierten wir Zuhause oder durch Online-Treffen oder Fernsehgottesdienste Christi herrliche Auferstehung. Er wird nach seiner Verheißung wiederkommen als Weltenrichter. Sind wir dazu bereit? Wir können uns aber nur freuen und uns auf sein Kommen vorbereiten, wenn wir ihn als das für uns gestorbene Passahopfer anerkennen und an ihn glauben. Er starb für alle Welt, aber gültig ist dieses stellvertretende Opfer nur für VIELE, die an ihn glauben. Amen.

Gebetsteil

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13 – Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen!  Amen.

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16. April – Hauskirche

16 Donnerstag Apr 2020

Posted by Bischof Meyer in Hauskirche

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Schlagwörter

Andacht, Aussendung, Barmherzigkeit, Berufung, Bibellese, Endgericht, Liebesdienste

Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Morgenandacht – Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle knien.

Hinweis zu den Lesungen:  Die Bibeltexte in unserem Gebetbuch stammen aus der Einheitsübersetzung; die Psalmtexte folgen dem Luthertext. Links anklicken – zu lesen auf dem ERF Bibleserver.de 

Dies Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download:

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Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.


Schriftteil

AT – Lesung: Exodus 6 /2. Mose 6,2-30

https://www.bibleserver.com/EU/2.Mose6

Gebet – Psalm 89, 16-38

https://www.bibleserver.com/LUT/Psalm89%2C16-38

NT – Lesung: Matthäus 25,31-46

https://www.bibleserver.com/EU/Matth%C3%A4us25%2C31-46

Homilie / Anstöße zu den Lesungen

AT: Ex 6 – Die zweite Berufung Moses 6,2-7,7

Berufen und was dann? Es folgt nun eine zweite Berufung. Gott verstärkt diese durch eine weitere Offenbarung seines Namens, Einzelheiten über den Auftrag und Unterstützung durch einen redegewandten Verwandten aus dem Stamm Levi. Dieser wir dann besonders mit der zukünftigen geistlichen Leitung des Volkes eingebunden.

ÜBERBLICK

1. Das vierte Herrenwort der Berufung 6,2-9

2. Das fünfte Herrenwort der Berufung 6,10-13

3. Register der damaligen Geschlechter, insbesondere des Geschlechtes Moses und Aarons 6,14-27.

4. Das sechste Herrenwort der Berufung 6,28-30.

(5. Das siebente Herrenwort der Berufung 7,1-7. – wird in der fortlaufenden Andacht aufgegriffen.)

Mit der Berufung Moses, zuerst in Kapitel 3, beim Hüten der Schafe, folgen noch 7 Reden Gottes an ihn. (Das 7. Herrenwort, hier mit erwähnt, und mehr in Kap. 7 wird am nächsten Tag mit besprochen).

Bereits in Kapitel 3 wurde Mose am Horeb (Gottesberg) zum ersten Mal berufen und beauftragt. Ab dort handelt er nicht mehr wie zuvor in „Eigenberufung“ als er den Ägypter im Jähzorn erschlug. Durch sieben Herrenworte wird er aus Unsicherheit und geringem Selbstbewusstsein herausgeführt, um seiner Berufung nachzukommen. In diesem Kapitel 6 erfährt Mose eine stärkende Neuberufung. Dabei geht es vor allem nicht um Mose selbst, sondern um seinen Auftraggeber, dessen Namen, Botschaft und Plan. Gott hatte sich bereits mit seinem Namen JAHWE als Auftraggeber offenbart (Luther „HERR“), der Gott, der immer wirksam ist, immer dabei sein will und dabeibleiben wird. In der hier zweiten Berufungsgeschichte wird der Gottesname HERR mit dem Namen „Allmächtiger Gott“ identifiziert und bekanntgemacht. Dieser Allmächtige hatte sich bereits in seinem ewigen Mitgehen in der Geschichte bei Abraham, Isaak und Jakob gezeigt, und er will jetzt genauso mit Mose und seinen Kindern Israel gegenwärtig sein und auch allmächtig mitwirken.

Aufgrund dieses Namens wird die Botschaft entfaltet. Es geht um die alte Verheißung Gottes, um Seinen Bund mit den Kindern Israels, ihren Wohnort, Seine Errettung und Erlösung.

Nun steht Mose mittendrin in der Verantwortung, ängstlich, mit Kleinmut und verzagt V.12. Weder das Volk will hören und folgen, noch ist der Pharao willens. Beim Volk liegt der Grund an den schwierigsten sozialen Umständen des Lebens, bei Pharao, der keinerlei andere Autorität neben seiner eigenen anerkennt.

Doch jetzt gibt der EWIGMITWIRKENDE beiden, Mose und seinem Bruder Aaron, die Berufung und ihren gemeinsamen Auftrag. Er sendet sie zu zweit als seine beauftragten Botschafter aus.

Die nun folgenden Verse (14-21) über die Geschlechter Israels (eigentlich 12) sind unvollständig. Es geht hier nicht um alle 12 Stämme, sondern nur um die Vorfahren Moses, besonders um den Stamm Levi, aus dem Mose und Aaron hervorgingen. Die Leviten werden nun zum Mitarbeiterteam für den geistlichen Dienst, um so dem Volk Richtung und Leitung beim Auszug, der Wanderung bis zum Einzug in das verheißene Land der Väter zu geben.

Auch heute werden Personen in die Reichsgottesarbeit der Mission – zum Aufbau seiner örtlichen und weltweiten Kirche berufen. Das ist wichtig. Doch bei einer Selbstberufung ohne Beauftragung (s.d. Glaubensartikel 23 http://www.rekd.de/index.php?id=18) wird es zu ungeistlichen Auseinandersetzungen (Kap. 2,11-15) https://www.bibleserver.com/EU/2.Mose2%2C11-15 kommen. Gibt es doch manche Missionsarbeiter, Evangelisten, Prediger &-Innen, (z.B. Joel Osteen, Tele-Evangelist etc.), die außerdem noch ein falsches Evangelium predigen?

Jedoch bei einer von Gott und dem Volk Gottes bestätigten und anerkannten Berufung wird Segen und Erfolg der Berufung sichtbar werden.

Dies gilt besonders für Kirche, Gemeinde, (Gemeindepastor, berufene Mitarbeiter) Christliche Familientafel, Ehe, Beruf, aber auch staatliche Ordnungen.

Doch jeder ordentlich Berufene wird sich bei Antritt des Dienstes fragen müssen: Welche Begabungen, Fähigkeiten, Standfestigkeit und Durchsetzungsvermögen bringe ich mit für diesen schwierigen Auftrag und Dienst. Werden mich die Zuhörer, meine Gemeinde, die Gruppe, meine Familienangehörigen überhaupt hören wollen? Aber auch, wie kommuniziere ich diesen Auftrag an Außenstehende, auch an politische oder soziale Netzwerke?

Gemeindehirten und Familienhirten stehen mit einer ordentlichen Berufung (und rechtlichen Einsetzung) doch vor einer schier unlösbaren Aufgabe, ob Pastor oder Familienvater. Aber alle sollen ihrer Berufung gemäß vertrauen. Durch den Ewigen, den mit Dir auch mitgehenden und gegenwärtigen Gott durch Jesus Christus, wirst Du als sein Botschafter diese herausfordernde Aufgabe zum Segen erfüllen können.

NT: Matthäus 25,31-46

Der Dienst an den geringsten Brüdern. Ist er bekannt oder unbekannt?

Diese Bildrede enthält folgende Elemente: Der König ist Jesus. Die Schafe und Böcke gehören zur christlichen Gemeinde /Kirche. Die Trennung, die am Ende geschieht, spricht vom Endgericht. Im Hintergrund steht die Botschaft von Hesekiel 34,17-24. https://www.bibleserver.com/EU/Hesekiel34%2C17-24

Im Vordergrund steht dagegen die positive Aussage, die den Schafen seiner Herde gilt: Kommt her ihr Gesegneten meines Vaters, ererbt das Reich, das für euch vorbereit ist von Anbeginn der Welt. Die Fragen, die Jesus nun über den Zutritt oder die Voraussetzung für den Antritt dieses Erbe beantwortet, sind folgende: Der Eintritt geschieht allein auf der Grundlage der persönlichen barmherzigen Liebestaten. Der Maßstab ist also allein Jesu Vorbild mit seinen Liebestaten und wie sie im Leben des Nachfolgers umgesetzt worden sind. Interessant ist sicherlich die Aussage, dass sich die Zuhörer selbst ungewiss sind, ob sie für Jesus Liebestaten in ihrem Leben getan oder sie ihm gegenüber vernachlässigt haben.

Denken wir an Vorbilder von christlichen Liebestaten wie: Johannes von Gott, Elisabet von Thüringen, als Symbol für selbstlose Liebe zu Armen und Kranken, an Georg Müller, den Vater der Waisenkinder, oder auch an Mutter Theresa von Kalkutta mit ihren Missionarinnen der Nächstenliebe.

Aber besonders auch heute, während der Corona Krise in Deutschland und weltweit, werden doch viele barmherzigen Liebestaten bezeugt, an Alten, Hilflosen, Kranken, durch solche, die sich selbst in Gefahr begeben: Kassier, Krankenpfleger -Schwestern, Ärzte, und andere an forderster Fron.

Möchten auch wir uns dort mit einreihen und aus Liebe zu Christus Wege und Möglichkeiten suchen, Liebesdienst um Christi willen zu tun. Wollen wir auch gerade für solche Menschen beten.   Amen.

Gebetsteil

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt  der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13 – Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen!  Amen.

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15.04. Hauskirche – Andacht

15 Mittwoch Apr 2020

Posted by Bischof Meyer in Hauskirche

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Schlagwörter

Andacht, anglikanisch, Bibellese, Gebetbuch, Kontemplaton, Mediation

Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Morgenandacht – Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle knien.

Hinweis zu den Lesungen:  Die Bibeltexte in unserem Gebetbuch stammen aus der Einheitsübersetzung; die Psalmtexte folgen dem Luthertext. Links anklicken – zu lesen auf dem ERF Bibleserver.de 

Dies Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download:

Klicke, um auf Lektionar.pdf zuzugreifen

Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.


Schriftteil

AT – Lesung: Exodus /2. Mose 5

https://www.bibleserver.com/EU/2.Mose5

Gebet – Psalm 89, 1-15

https://www.bibleserver.com/EU/Psalm89%2C1-15

NT- Matthäus25,14-30

https://www.bibleserver.com/EU/Matth%C3%A4us25%2C14-30

Homilie / Anstöße zu den Lesungen

AT: Ex 5

Schwere Zeiten für das Volk Gottes. Entscheidung zwischen Pest und Cholera, Gottesdienstvernachlässigung oder Wirtschaftserfüllung.

Dem Volk Gottes stehen hier schwierige Zeiten bevor. Entscheidungen, die zu treffen sind, werden von gegensätzlichen Prioritäten beeinflusst: Den Gott befohlenen Gottesdienst zu feiern oder die Wirtschafsproduktion hochzufahren? Oder ganz einfach: Gott gehorchen oder dem Pharao.

Die Situation ist die. Das ägyptische Staatsgebiet war der Tempel des Staatsgottes, dessen Vertreter der Sonnengott Pharao war. Aber der hebräische Gott, Jahwe, der Ewige, der da ist – und mit ihnen geht, will sie aus diesem „Tempel“ herausführen. Sie brauchen aber drei Tagereisen, um dieses Gebiet zu verlassen und dort einen abgesonderten und Jahwe angenehmen Opfergottesdienst zu feiern. Damit wird das Volk im Segen Gottes bleiben und nicht unter Fluch und Pest gelangen. Dieser Fluch droht bei Ungehorsam jedoch dem Pharao und ganz Ägyptenland.

Doch bis dahin gibt es eine Prüfungszeit für alle die Berufenen Gottes, Mose und Aaron, die Ältesten und Leiter des Volkes und für das gesamte Volk. Da ist die Frage nach der Autorität – Pharao und dem Staat oder Gott und seinen Weisungen durch Mose zu gehorchen. Dann auch in Folge dieser Gotteskrise im Alltag Übel, Leiden und missliche persönliche Beschränkungen für die Familien zu ertragen. Und in diesen nun entstehenden Beschränkungen und Spannungen soll Mose (und damit auch das Volk Gottes) erkennen, was Gott in ihrer Geschichte tun will. Dies wird nun von Kapitel 5-13 aufgezeigt werden. Jahwe, der Ewige, ist mitten in der Krise für sie da, er ist der Mitgehende in dem schwierigen Zeitabschnitt.

Auch wir sind gegenwärtig durch die Corona Krise in staatlichen Beschränkungen ankommen, stehen mitten in nicht gekannten Spannungen. Der Staat verbietet Gottesdienste – Kann er das? Aufgrund welcher vorhandenen Gesetze darf er das? Einzelne mutige Personen hinterfragen und klagen, und sie werden dies auch noch nach der Krise tun.  (Ermächtigungsgesetze?). Auf der anderen Seite ist unsere „pharaonische Wirtschaft“ damit beschäftigt, die Produktion unseres Landes unbedingt wieder hochzufahren, zu erhöhen, damit die Normen wiederhergestellt und der Gewinn kräftig steigt. Mitten drin aber, für alle unbegreiflich, geht der Ewige mit uns und spricht: Ich bin da! Auch mitten im Gottesdienstverbot, auch in den gegenwärtigen Alltags-Beschränkungen und großen Herausforderungen für viele, bin ich mit dir. Vertraue darauf, denn du und deine christlichen Leiter werden noch erkennen, was ich durch meine starke Hand in dieser Zeit und darüber hinaus noch für das Volk Gottes tun will.

NT: Matthäus 25,14-30

Das Gleichnis spricht weiter von Wachsamkeit aber auch von verantwortlichem Handeln bis zu Wiederkunft Christi

In Vorderasien zahlte man mit einem Gewicht von Edelmetallen. Ein Zentner / Talent (34kg) Silber hätte heute einen Wert von ca. 400.000, -€. Dieser Mensch verteilte also sein ganzes Vermögen. Der Erste erhielt fünfmal so viel, der Letzte genau diesen Betrag. Die Verteilung geschieht entsprechend der beurteilten Fähigkeiten und Begabungen der Mitarbeiter. Dieses Anvertrauen geschieht aus Gnade. Die beiden ersten Diener erhalten nach Rückkehr (Christi) als Belohnung für ihren Einsatz mehr Verantwortung und auch die Freude an der Beteiligung in der Gottesherrschaft. Der letzte Knecht bekommt für seine Faulheit und Verantwortlichkeit nicht nur nichts, sondern ihm wird der Geldwert von 400.000-, außerdem abgenommen und an die anderen aufgeteilt. Er dagegen wird äußerst bestraft, denn er ist fruchtlos.

Hier wird deutlich gemacht: Die Gaben Gottes sollen wirken und für ihn Früchte bringen.

Erst im Frucht bringen zeigt der Empfangene, ob er wirklich ein lebendiges Glied Christi ist. Wer am Weinstock bleibt, der wird seine Frucht zeigen. Gott hat allen wirklichen Christen unterschiedliche Gelegenheiten und Verantwortungen (hier Zentner /Talent/ Geld) gegeben, und dies  n e b e n  ihren geistlichen und natürlichen Begabungen. Gottes Gabe will in uns wirken. Wer sich im Reich Gottes bewusst faul – phlegmatisch, passiv, untätig, in einer Art Urlaubs- und Rentnerhaltung beständig im Lehnstuhl zurücklehnt – verhält, der ist außerdem noch bewusst arglistig und böse. Dies führt aber ins Verderben. Wir dagegen sollen das unterschiedliche Maß an Gelegenheiten in unserem Zeitfenster doch heute verantwortungsvoll ausnützen. Wir können jetzt Gelegenheiten entwickeln, ältere und behinderte Menschen (in Abstand) zu helfen, mehr mit ihnen zu telefonieren. Wir können uns fortbilden und für digitale Gemeindetreffen (Gottesdienste und Gruppengespräche), uns dort einbringen und anderen dabei helfen. Wollen wir uns doch kreativ einbringen und neue Gelegenheiten suchen, Frucht bis Christi Wiederkunft zu bringen.   Amen.

Gebetsteil

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt  der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13 – Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen!  Amen.

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9.4. Hauskirche – Andacht

09 Donnerstag Apr 2020

Posted by Bischof Meyer in Hauskirche

≈ Ein Kommentar

Schlagwörter

Andacht, Bibellese, Gebetbuch, Tagesgebet

Familien- oder Hausandacht

am Morgen

MORGENANDACHT – KURZFASSUNG

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle knien.

Hinweis zu den Lesungen:  Die Bibeltexte in unserem Gebetbuch stammen aus der Einheitsübersetzung; die Psalmtexte folgen dem Luthertext. Links anklicken – zu lesen auf dem ERF Bibleserver.de 

Eingangsgebet: Vaterunser

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Schriftteil

AT – Lesung: Genesis / 1.  Mose  Kapitel  49

https://www.bibleserver.com/EU/1.Mose49


Der Segen für Efraim und Manasse

Gebet– Psalm 80:  https://www.bibleserver.com/LUT/Psalm80

Gebet für Israel, den Weinstock Gottes


Matthäus 23,36-39

https://www.bibleserver.com/EU/Matth%C3%A4us23%2C36-39

Klage über Jerusalem – Die Henne und ihre Küken

Homilie /  Anstöße zu den Lesungen

AT – Genesis 49. Das Segensthema setzt sich fort. Gottes Segen, wird zum Familiensegen, Stammessegen und hier angedeutet zum prophetischen Volkssegen, der sich dann im Mosesegen in Deuteronomium / 5. Mo. 33 fortsetzt. Im Neuen Testament entfaltet er sich dann in Christus Jesus

Bereits hier wird das unsichtbare Walten und Planen Gottes für die fortlaufende Geschichte Israels erkennbar. Diese Spruchreden sind nicht nur den Zuhörern, sondern auch den theologisch Gebildeten schwer verständlich. Es sind segnende und fluchende, prophetische Sprüche mit bildhaften Andeutungen für die Zukunft der Stämme Israels. Sie orientieren sich an den Charaktereigenschaften der Söhne Jakobs, die er selbst in einem Zeitraum von ca. 100 Jahren in der Großfamilie kennengelernt hatte. Wie der Charakter, so auch die Zukunft, Segen oder Fluch bis in ihre nähere Geschichte. Nach 450 Jahre Verwurzelung in Ägypten ziehen die 12 Stämme zurück in das verheißene Land Kanaan und nehmen dort Wohnsitze an Orten mit Frieden oder großen Spannungen , auch ganze Stämme verschwinden später (Simeon und Levi in Juda). Doch die Juda- und Josephsstämme (besonders durch Ephraim) vermehren sich, sollen stark und gesegnet werden. Juda, wird später zum Südreich, und Ephraim steht synonym für das Nordreich oder auch Israel. In diesen beiden Söhnen gipfelt dies Kapitel. Joseph wird mächtig mit Stärke und Wachstum bedacht, der starke mächtige Segen des Allmächtigen soll auf das Haupt des einzig Geweihten unter seinen Brüdern kommen. Doch noch deutlicher wird der Segen über Juda in V 8-12  als ein ganz besonders prophetischer beschrieben. Das Zepter spricht von der führenden Rolle, die in eine messianische übergeht: Luther übersetzt das Kryptogramm „Shilo“ – bis das DER kommt – mit „Held“. Juda zog im Wüstenzug ins Gelobte Land auch mutig voran. Das Königtum ging von diesem Stamm durch David über Salomo hervor und gipfelt dann im Neuen Testament mit dem Hinweis auf den Messiaskönig:  Dies ist das Buch von der Geschichte Jesu Christi, des Sohnes Davids … Matthäus 1,1

Nach dem Segen ein Begräbnis. Am Ende stirb Jakob nach 17 Jahren Aufenthalt mit 147 Jahren als Fremdling in Ägypten. Sein Weg war ein schwieriger Glaubensweg. Doch bevor er starb, gab er im Glauben und gestützt auf die Verheißung Gottes (durch Abraham und Isaak) den Befehl, dass er als Vorläufer seines Volkes in seiner Erbbegräbnisstätte in Verheißenen Land zurückkommen und dort begraben werden wollte.


NT – Mt. 23,37-39 Töten der Propheten – Untergang Jerusalems – warten auf eine Ankunft

Gott hat sich zuvor im Alten Testament emsig um sein Volk gekümmert, wie dies auch eine Henne mit ihren Jungen tut. Aber Israel wollte nicht unter seine Flügel kommen. Nun ist der Messias leibhaftig gekommen, und die Seinen nahmen ihn nicht auf. Den Schutz Gottes abzulehnen führt in Chaos und schließlich ins Gericht. Das Haus, was jetzt wüst werden soll bezieht sich auf den Tempel. Gottes Schutz und Gegenwart zieht sich solange zurück, bis sie Ihn, jetzt Jesus, empfangen und annehmen werden. Damit wird Gottes Gegenwart wieder auch zu seinem irdischen Volk Israel zurückkehren.

Wollen wir uns doch immer wieder unter die Flügel und Arme unseres Herrn Jesus Christus begeben, täglich seine Gegenwart und Schutz suchen und sicher vor ihm leben.

Gebetsteil

Tagesgebet für Donnerstag vor ostern – Gründonnerstag

Allmächtiger Vater! Dein geliebter Sohn hat in der Nacht bevor er litt das Heilige Abendmahl eingesetzt. Lass es uns mit echter Reue, mit Glauben und Dankbarkeit in Gedenken an ihn empfangen. Der mit Dir und dem Heiligen Geist lebt und regiert, ein Gott, jetzt und allezeit und in Ewigkeit.  Amen.

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt  der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13 – Alle sprechen:

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen!  Amen.

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08.04. Hauskirche – Andacht am Morgen

08 Mittwoch Apr 2020

Posted by Bischof Meyer in Allgemein, Hauskirche

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Familien- oder Hausandacht am Morgen

MORGENANDACHT – KURZFASSUNG

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle knien.

Hinweis zu den Lesungen: Die Bibeltexte in unserem Gebetbuch stammen aus der Einheitsübersetzung; die Psalmtexte folgen dem Luthertext. Links anklicken – zu lesen auf dem ERF Bibleserver.de

Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Schriftteil

AT – Lesung: Genesis / 1. Mose Kapitel 48

https://www.bibleserver.com/EU/1.Mose48

Der Segen für Ephraim und Manasse 


Gebet– Psalm : 80

https://www.bibleserver.com/LUT/Psalm79

Thema: Gebet des Volkes Gottes in schwerer Not


NT – Lesung: Matthäus 23,23-36

https://www.bibleserver.com/EU/Matth%C3%A4us23%2C23-36

Gegen die Schriftgelehrten und Pharisäer


Homilie / Anstöße zu den Lesungen

AT Genesis 48 – Segen & Adoption – Bekenntnis & Verheißung

Jakob, der Erz- und Glaubensvater ist uns ein Vorbild. Doch Gott schreibt auch auf krummen Wegen gerade. Er durchkreuzt  Jakobs  Lebenswege mehrmals. Jetzt spendet Jakob (Israel) am Ende seines Lebens seinen Enkeln einen von Gott geplanten „Kreuzsegen“.

Jakob, ein Mann mit vielen Lebenserfahrungen und Rückschlägen, teilweise durch Eigenlist selbstverschuldet, bringt seinen so erfahrenen Gottesglauben und Segen am Ende seines Lebens auf den Punkt.

Trotz seines Alters, Erkrankung und Schwäche, macht er sich auf dem vorgezeichneten Totenbette noch einmal im Glauben und in seinem Körper stark. Etwas Unbegreifliches geschieht: Der uralte Opa adoptiert noch einmal zwei seiner in Ägypten geborenen Enkel am Krankenbett als seine eigenen Kinder.  Und nach der Adoptionszeremonie auf seinen Knien und unter Zeugen des Vaters Joseph segnet er seine beiden Enkel, doch hier mit gekreuzten Armen. Er gibt den Segen (V. 4+5) des ihm erschienenen Vätergottes weiter. Jakob selbst hatte die rechte stärkende Hand Gottes im Leben erfahren, und nun sollte seine rechte Hand den starken kraftvollen Segen Gottes weitergeben. Dieser legt sich wie auch  schon oft in der Heiligen Schrift beschrieben auf den jüngeren, den vernachlässigten, den vergessenen und oft schwächeren Menschen – auf Ephraim – und bestimmt damit den späteren stark wachsenden Stamm, dessen Name einst synonym für das ganze Nordreich Israels stehen sollte.

Einen Segen kann nur derjenige weitergeben, der selbst Gottes Segen erfahren hat. Segnen ist etwas, was nicht mit der Gießkanne einhergeht. Segen entsteht nicht durch menschliche Willens- und Aktionskraft. Segen kann nur von dem sich geschichtlich geoffenbarten Erzvätergott weitergegeben werden. Dieser Segensgott hatte sich auch dem Jakob offenbart, vor dessen Angesicht war er ein Leben lang gewandelt, diesen Gott hatte er im Leben immer wieder erfahren. Er bezeichnet ihn bis zum Ende seines Lebens als sein Hirte und als Engel der Erlösung. Von diesem Gott, Hirte und „Bote“ gibt er durch seine rechte Hand den Segen an eine junge Generation.

Möchten auch wir uns, in unser vielleicht schwachen und krankhaften Situation (jetzt Pandemie) aufrichten, stark am inneren Menschen werden und andere Menschen von dem Gott und Hirten unseres Lebens her segnen. Dieses aber mit dem einen Ziel, dass sie den gleichen Weg des Glaubens und Lebens einschlagen und durch sie die Schar der „Kämpfer“ Gottes, (Isra El), sich auf Erden ausbreiten. Neutestamentlich gesprochen Söhne, Kinder Gottes, durch das Evangelium zeugen (adoptieren),  dass sie das Land der Welt einnehmen, beeinflussen und lenken.

 

NT – Mt 23,23-36

Das Wichtigste in der Thora, dem Willen Gottes

Zum Wichtigsten im Gesetz hören wir in Micha 6,8: Es ist dir gesagt worden, Mensch, was gut ist und was der HERR von dir erwartet: Nichts anderes als dies: Recht tun, Güte lieben und achtsam mitgehen mit deinem Gott. Jedoch wird hier von Jesus zusammengefasst – Gerechtigkeit, Barmherzigkeit und Treue (Glauben).

Das Einzelgebot in  Deuteronomium / 5 Mo 14,22f, nämlich alle Feldfrüchte zu verzehnten und dem Tempel zu geben, hielten die Pharisäer ein. Dies taten sie sogar peinlich genau mit den Gewürzen ihres kleinen Gemüsegartens.  Aber gerade dies Erbsenpickerei zeichnet die Heuchelei der Pharisäer aus, nämlich etwas peinlich genau zu nehmen, aber um die winzigen unwichtigen Dinge Lebens, während sie  die wichtigsten vernachlässigen. Auch die weiteren Beispiele (V. 25-28 deuten dies an). Es ist wie mit dem Span im Auge des anderen in dessen Auge zu erkennen, aber gleichzeitig den großen Balken im eigenen Auge nicht wahrnehmen. Das eigene böse innere Herz wird dabei nicht beachtet, aber sich stolz, ungerecht, unbarmherzig und ohne Treue (Glauben) gegenüber Gott und dem Nächsten zu verhalten, das ist ihre Praxis. Diese Blindheit führt bei den Pharisäern sogar soweit, dass sie solche Heuchler sind, die die Märtyrer der Vergangenheit verehren, die ihre Vorväter umgebracht haben, aber sich jetzt blind in die neue Reihe der Verfolger einreihen, die zu ihrer Zeit schon christliche Schriftgelehrte und Propheten verfolgten (wie auch Jesus immer wieder von ihnen).

Auf das Innere, die Charaktereigenschaften des reinen Herzens kommt es vorrangig an, doch auch die Kleinigkeiten und scheinbaren Nebensächlichkeiten des Lebens dürfen nach dem Willen Gottes nicht entfallen, sondern beide Teile sollen mit liebendem Herz und helfende Hand verbunden werden. Amen.

Gebetsteil

Tagesgebet für Mittwoch vor Ostern

O Herr, Gott unserer Rettung. Steh uns gnädig bei mit Deiner Hilfe, dass wir innerlich mit Freude dabei sind, wenn wir über Deine gewaltigen Heilstaten nachsinnen, wodurch Du uns das Leben und die Unsterblichkeit verliehen hast. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13 – Alle sprechen:

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen! Amen.


______________________________________________

Kirche am Abend

Lesungen und Gebete zu  Mittwoch vor Ostern

Thema: Der Verrat –  Liturgische Farbe: violett

Tagesspruch: Jesus aber erwiderte: Selig sind vielmehr die, die das Wort Gottes hören und es befolgen.“ (Lk 11,28)

Tagesgebet: O Herr, Gott unserer Rettung. Steh uns gnädig bei mit Deiner Hilfe, dass wir innerlich mit Freude dabei sind, wenn wir über Deine gewaltigen Heilstaten nachsinnen, wodurch Du uns das Leben und die Unsterblichkeit verliehen hast. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

Lesungen:

Altes Testament: Jer 11,18-23

Psalm: Ps 102,2-14

Epistel: Hebr 9,15-28

Evangelium: Lk 22

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07.04. Hauskirche – Andacht am Morgen

07 Dienstag Apr 2020

Posted by Bischof Meyer in Allgemein, Hauskirche

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Familien- oder Hausandacht am Morgen

MORGENANDACHT – KURZFASSUNG

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle knien.

Hinweis zu den Lesungen: Die Bibeltexte in unserem Gebetbuch stammen aus der Einheitsübersetzung; die Psalmtexte folgen dem Luthertext. Links anklicken – zu lesen auf dem ERF Bibleserver.de

Eingangsgebet: Vaterunser

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Schriftteil

AT – Lesung: Genesis / 1. Mose Kapitel 47

https://www.bibleserver.com/EU/1.Mose47

Jakob trifft Pharao


Gebet– Psalm : 79

https://www.bibleserver.com/LUT/Psalm79

Thema: Gebet des Volkes Gottes in schwerer Not


NT – Lesung: Matthäus 23,1-22

https://www.bibleserver.com/EU/Matth%C3%A4us23%2C1-22

Gegen die Schriftgelehrten und Pharisäer


Homilie / Anstöße zu den Lesungen

AT: zu Genesis 47
Ein Volk entsteht, trotz großer Not im fremden Land wird es zum Segen.

Der ägyptische König gewährt der kleinen Gruppe Israeliten nicht nur einen guten Asyl-Ort, sondern stellt einige fähige Brüder als Aufsichtsbeamte über die einheimischen Viehzüchter an. Die Gabe Jakobs an Pharao ist jedoch zuerst ein geistlicher Segen. Er segnet den Pharao, seine Familie und damit das ganze Land. Obwohl ärmer, segnet der Höhere den niedrigeren Reichen. Jakob zuerst und auch klar erkennbar an Josephs Stellung, sie sind Träger der Segensverheißungen Gottes: Ich will segnen, die dich segnen; … und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter der Erde. (Kap 12,3) Der Gottessegen gilt auch für die ganze Menschheit, hier für Ägypten, das bald in großer Not gerät.

Die bald beginnende große Hungersnot betrifft nicht nur das Land Kanaan, sondern auch das Großreich Ägypten, praktisch die ganze damalige bekannte Welt. Hier wirkt sich der Segen praktisch durch Joseph zur Erhaltung der gesamten Menschheit aus. Als kluger und weiser Kopf entwickelt er von Jahr zu Jahr neue Lösungen und bringt das Volk durch die größte Krise der damaligen Zeit. Das Volk wiederum ist dankbar für den Retter inmitten großer sozialer Veränderungen und Spannungen. Mit 147 Jahren stirbt „Israel“, der Streiter und Segensträger Gottes, und er bestimmt, dass sein Leichnam im Land der Verheißung, Kanaan, als ein Art Samenkorn vorsorglich bis zur Rückkehr des gesamten Volkes begraben werden sollte.

Joseph ist auch ein Bild auf Jesus. Er wurde zum Löser und Retter der damaligen Menschen und ethnischen Gruppen. Segen für die Welt.

Sollten nicht gerade die Nachfolger Christi mit Vision und Weisheit in der weltweiten Not, Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit zu Segensträger werden und nachhaltige Lösungen finden?


NT: Matthäus 23,1-22 Vorwurf der Heuchelei – an die Pharisäer oder auch die christliche Gemeinde?

Möglicherweise trafen sich die damaligen Christen noch vor dem Bruch mit der Synagoge zum gemeinsamen Gottesdienst. Denn der christliche Wortgottesdienst folgt doch in großen Zügen der Ordnung des Synagogengottesdienstes. Dort hatten die Pharisäer und Schriftgelehrten den Stuhl Moses – die Schriftauslegung – inne. Jesus greift hier die Vorwürfe gegen sie auf, solche die nicht in der christlichen Gemeinde entstehen sollen. Sagen, aber nicht tun; andere belasten, aber selber nicht helfen; mit ihrer Frömmigkeit, Pingeligkeit und Selbstgerechtigkeit angeben und in der Öffentlich scheinen; äußerlich mit großen Gebetsriemen und Quasten scheinen, innerlich aber verkommen und faul zu sein.

Die christliche Gemeinde findet dagegen in Jesus ihr Vorbild, ohne Ehrentitel, im Dienst am Nächsten und im Gutes tun. Denn gerade durch solch ein Vorbild und in der Demutshaltung erkennt man die Größe des Jüngers Jesu in der christlichen Gemeinde. Amen.

Gebetsteil

Tagesgebet für Dienstag vor Ostern

O Herr Gott! Dein gepriesener Sohn hat seinen Rücken den Geißlern dargeboten und sein Angesicht nicht vor der Schmach verborgen. Lass auch uns die Leiden der jetzigen Zeit freudig ertragen in der vollen Gewissheit der Herrlichkeit, die noch geoffenbart werden wird. Durch denselben, Deinen Sohn Jesus Christus, unsern Herrn. Amen.

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13 – Alle sprechen:

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen! Amen.

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06.04. Hauskirche – Andacht am Morgen

06 Montag Apr 2020

Posted by Bischof Meyer in Allgemein, Hauskirche

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Familien- oder Hausandacht am Morgen nach dem Allgemeinen Gebetbuch

 MORGENANDACHT – KURZFASSUNG

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle knien.

Hinweis zu den Lesungen:  Die Bibeltexte in unserem Allgemeinen Gebetbuch stammen aus der Einheitsübersetzung; die Psalmtexte folgen dem Luthertext. Links bitte anklicken – zu lesen auf dem ERF Bibleserver.de 

Eingangsgebet: Vaterunser

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Schriftlesung und Psalmgebet

AT – Lesung: Genesis / 1.  Mose  Kapitel  46

https://www.bibleserver.com/EU/1.Mose46

Jakobs Übersiedlung nach Ägypten

Gebetsteil  – Psalm 78, 76-72: 

https://www.bibleserver.com/EU/Psalm78%2C56-72

Thema: Lehre aus der Geschichte Israels

NT – Lesung: Matthäus 22,41-46:  

https://www.bibleserver.com/EU/Matth%C3%A4us22%2C41-46

Die Frage nach dem Gottessohn

 

Homilie /  Anstöße zu den Lesungen

Zum AT – Der Übergang von Vätergeschichte in Volksgeschichte beginnt hier in Kapitel 46. Der Auszug aus dem verheißenen Land seht bevor.  Jakob zögert in Beerseba, wartet  dort zuvor auf eine Weisung Gottes. Durch Joseph erhält er einen neuen Lebensraum.

Die Hoffnung stirbt zuletzt, aber nicht bei Jakob, dem Kämpfer Gottes. Er hatte die hoffnungsvolle Nachricht im Innern aufgenommen: Mein jüngster Sohn lebt. Nun machte er sich mit Pack und Sack – 70 Familienangehörigen – (70 eine biblische Vollzahl & später auch Anzahl Jünger, der Mitglieder des obersten israelischen Gerichts – Synedrium) auf den Weg. Doch zuvor machte er einen wichtigen Zwischenstopp zum Überlegen und Beten in Beerseba. Beim Opfergebet erhielt er die deutliche Zusage, dass dies der richtige Weg sei, dass die Väterverheißungen durch den Zug nach Ägypten nicht aufgehoben werden. Die Rückkehr ins verheißene Land wird seinen Nachkommen zugesprochen. Durch diese Weisung am Altar Gottes wird er im Alter ermutigt, Gott zu vertrauen. – In Ägypten angekommen, wo viele andere Nomadenstämme migrierten und Zuflucht suchten, konnte Joseph schließlich doch die Zustimmung des Pharaos (König) erhalten, diese Kleinviehnomaden mit ihren Familien getrennt von Einheimischen lebend in Gosen unterzubringen.

Für uns Christen ist es wichtig bei großen Umwälzungen und Nöten im eigenen Land und weltweit, das Angesicht Gottes zu suchen, zu beten und seine Weisung zu erbitten und dann zu hören: Dies ist der Weg, den du gehen sollst, den Weg der Verheißung gemäß der Schrift und des Glaubens.


Zum NT:  Zentrale Frage beendet Streit (hier vorläufig) – Unser Denken über Jesus

Zum Abschluss von drei Streitgesprächen mit der Religionsbehörde (Rabbinern und Pharisäern) sehen wir, dass Jesus diesen haushoch überlegen ist. Nicht sie sitzen auf dem Stuhl des Moses, sondern JESUS als Sohn Davids, den David auch seinen HERRN nennt.

Wie sollen wir die Bibel verstehen und auslegen? Von Jesus zuerst, seiner Person und seinem Werk aus, wird die Heilige Schrift ausgelegt in Verbindung mit dem Prinzip des Liebesgebotes in Kapitel 22,37+38. Und für den heutigen Tag gilt: WWJT – Was würde Jesus tun.  Amen.

Gebetsteil

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt  der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13 – Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen!  Amen.

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