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Das Allgemeine Gebetbuch

~ Das Gebetbuch gründet sich auf die klassische Version von 1662

Das Allgemeine Gebetbuch

Kategorien-Archiv: Hauskirche

22. Juni – Hauskirche

22 Montag Jun 2020

Posted by Bischof Meyer in Hauskirche

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Schlagwörter

Auswahl, Cäsar, Fangfrage, Leviten, Ordnungen, Priester, Steuer, Tiberius

Familien- oder Hausandacht am ABEND

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Schriftteil

AT– 4. Mose /Numeri 3

https://www.bibleserver.com/EU/4.Mose3

Gebet – Psalm 144

https://www.bibleserver.com/LUT/Psalm144

NT – Markus 12,13-17

https://www.bibleserver.com/EU/Markus12%2C13-17


Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT – Numeri 3 – Stellvertretender Dienst als Lebensaufgabe

V 14-39 Der Stamm Levi wurde von der Musterung zu Beginn ausgenommen (1,47). In diesem Kapitel aber werden sie gezählt, und das bereits ab einem Alter von einem Monat. Damit sollten sie schon von Kindheit an auf ihre besondere Berufung und Aufgaben um die Stiftshütte und den Gottesdienst vorbereitet werden. Dies bringt sowohl organisatorische wie auch pädagogische Vorteile in der Vorbereitung der Jugend auf diese Lebensaufgabe und ihren Dienst mit sich. Es liegt außerdem noch eine weitere theologische Andeutung vor.

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Der ganze Stamm Levi wurde stellvertretend von Gott für eine Aufgabe berufen, die für die ganze Nation gelten sollte. Die jeweils Erstgeborenen aus den 12 Stämmen sollten nicht jedes Mal erneut in der Geschichte Israels gezählt und auf diesen Dienst vorbereitete werden. Der Grund lag darin, dass die Stämme nicht direkt in die internen und externen Aufgaben des Heiligtums verwickelt werden sollten, sondern nur ein Stamm hierfür verantwortlich ist.

Diesem Konzept der Auswechslung unterliegt das Thema Substitution – Ersatz. Denn als Gott bei der letzten Plage alle Erstgeborenen (an Menschen und Vieh) tötete, verschonte er alle Erstgeborenen des Volkes Israel, die ihre Hauseingänge mit dem Blut der Lämmer versehen hatten (V. 11-13). Es waren die Erstlinge, an denen Gott schonend vorüber ging. Sie sind Gott geheiligt, gehören ihm und müssen entweder durch Geld oder Menschen ausgelöst werden. Werden sie aber durch Menschen ausgelöst, müssen diese Gott durch ihren Dienst immer zur Verfügung stehen. Dieses theologische Konzept des Ersatzes kommt hier und auch sonst noch in der Schrift zur Anwendung.

Wenn also schon Gott Anrecht auf das Erste hat (Nu 14,19), dann bedeutet dies auch, dass der Rest und das Übrige ihm ganz gehört und heilig ist. Das gilt dann auch für ganz Israel, wenn die Priester und Leviten als Erstling heilig sein sollen, dann ist auch ganz Israel eine heilige Nation. Ist die Erstlingsgabe vom Teig heilig, so ist auch der ganze Teig heilig; und wenn die Wurzel heilig ist, so sind auch die Zweige heilig (Röm 11,16).

Da die Leviten Gott nun besonders (ab dem 25. oder 30. Lebensjahr) zum praktischen Dienst an Stiftshütte und im Gottesdienst zur Verfügung stehen sollen, werden sie auch den verantwortlichen Priestern offiziell in diesem Alter zum Dienst übergeben.

Eine der Mutter Israels, Lea, brachte sechs Kinder zur Welt. Levi war der dritte Sohn. (Ex 29,14). Levis drei Söhne hießen Gershon, Kohath und Merari. Dieser Stamm mit den verantwortlichen Leitern zeltete nach ihren Untergruppen von Süden her, über Westen und Norden um das Bundeszelt herum. Gegen Osten aber, vor dem einzigen Zugang campierte Aaron als erster Hoherpriester (mit seinen jetzt nur noch 2 Söhnen) und Mose. Sie zusammen mit dem dann dahinter campierenden stärksten Stamm Juda, garantierten die Leitung und den Schutz des Heiligtums und der rechten Anbetung Gottes.


NT – Markus 11,27-33 – Bilder, Symbole und Jesu Autorität

Die Angriffe gegen Jesus gehen weiter. Doch er, der Sohn Gottes, erkennt die Hinterlist seiner Opponenten. Eigentlich sind beide konträre Oppositionsparteien. Die Herodianer einerseits unterstützen die Dynastie des Herodes und sympathisieren mit dem römischen Imperium, die Pharisäer dagegen wollen die römische Herrschaft beenden und warten auf ihren Messias. Mit ihrer abgesprochenen Fangfrage wollen sie Jesus zur Anklage bringen. Er aber bittet sie, ihm eine Steuermünze zu zeigen, die das Abbild des Caesars Tiberius trägt. Seine Antwort, wenn sie dem Kaiser gehört, in seinem Besitz ist, soll man sie an den Kaiser wieder zurückgeben.

Bibelhaus Frankfurt

http://bibelhaus-frankfurt.de/das-bibelhaus/der-tiberius-denar.html

Aber mit der angedeuteten Anspielung auf Gott und sein Bild: Weil der Mensch im Ebenbild Gottes geschaffen ist, ist er schöpfungsmäßig Besitz Gottes. Jesus ruft auf, Gott zu geben, was ihm zusteht. Damit ist jeder aufgerufen, IHM zu dienen, auch auf finanzieller Ebene. Damit ist der Mensch Gottes sowohl dem Staat, aber noch mehr dem Reich Gottes verantwortlich Dies gilt aber nur solange als die Regierung nicht gegen Gottes Willen auftritt und Ungehorsam gegen Gott fordert. (Apg 5,29; Rö 13,1-7; 1Petr 2,13-14).

Wir lernen, dass auch Oppositionsparteien sich fadenscheinig aus Gründen der Macht- und Finanzgrünen immer wieder zum Schaden gegen Fromme und Christen vereinigen. Deshalb sollen verantwortliche Christen genauso schlagfertig und apologetisch wie Jesus vorgehen, besonders, wenn von diesen und Lobbyisten neue Gesetze für den Bundestag vorbereitet werden, die das Gottesbild und die daraus folgende christliche Ethik verändern oder zerstören sollen.

Weiter lernen wir, dass gottgewollte Autorität in beiden Welten, im Irdischen und Geistlich-himmlischen, als Sein Prinzip der Weltlenkung anerkannt werden muss.

Abschlussgebet

Abendliches Gebet um Frieden

O Gott, von Dir kommt alles heilige Verlangen, jeder gute Rat und jede gerechte Tat. Gib uns, Deinen Dienern, den Frieden, den die Welt nicht geben kann, damit unsere Herzen willig sind, Deinen Geboten zu folgen. Befreie uns von der Furcht vor unseren Feinden, damit wir unsere Tage in Ruhe und Frieden verleben können. Durch die Verdienste unseres Heilandes Jesus Christus. Amen.

Abendliches Gebet um Schutz

Wir bitten Dich, o Herr: erleuchte unsre Finsternis und beschütze uns durch Deine große Barmherzigkeit vor allen Gefahren dieser Nacht, um der Liebe willen Deines einzigen Sohnes, unseres Erlösers, Jesus Christus. Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.Abend

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20. JUNI – HAUSKIRCHE

20 Samstag Jun 2020

Posted by Bischof Meyer in Hauskirche

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Schlagwörter

Autorität, Priester, Puffer, Vollmacht

Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Schriftteil

AT– 4. Mose /Numeri 1,44-55

https://www.bibleserver.com/EU/4.Mose1,44-55

Gebet – Psalm 142

https://www.bibleserver.com/LUT/Psalm142

NT – Markus 11,27-33

https://www.bibleserver.com/EU/Markus11%2C27-33


Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT – 4Mo/Numeri 1,44-54 – Die Leviten und ihr „Pufferdienst“ ums Heiligtum

Zählen oder nicht zählen, auch zu welcher Zeit und zu welchem Dienst, darauf kommt es in der Heilsgeschichte Gottes an. Der lange Abschnitt der wichtigen Zählung wurde hier ausgelassen. Während die Musterung aller Männer ab 20 Jahren auf den Militärdienst ausgerichtet war, teilweise später diese auch für Großprojekte und Bauten verpflichtet wurden, diente diese Statistik auch als Kopfsteuer, um die Finanzierung des Staates zu regeln.

Von dieser Musterung war der Stamm Levi, zu dem auch Mose und Aaron gehörten, ausgenommen. Doch bei ihnen erfolgt später auch eine Zählung. Über ihren früheren Einsatz und Eifer, den Götzendienst abzuwehren oder sich wegen der Anbetung des goldenen Kalbes bei der Strafaktion gegen die eigenen Brüder zu beteiligen – als sie 3000 Götzendiener töteten – sei hier hingewiesen. „Heilig dem Herrn“ bedeutete jetzt für den Dienst der Leviten auch, einen heiligen menschlichen Puffer (V 53) bestehend aus reinen Dienern Gottes, um das Heiligtum herum zu legen. Ihre Zelte umkreisten direkt die Wohnung des Zeugnisses, in der die beiden Tafeln mit dem Willen Gottes aufbewahrt wurden. Ihr Dienst bestand darin, für die Unterhaltung, den Ab- und Aufbau, den Transport und den Schutz des Bundeszeltes, der beweglichen Zeltkirche, verantwortlich zu sein. Sie hatten sowohl beim Transport als auch beim längeren Aufenthalt an einem Ort darauf zu achten, dass sich weder Ausländer noch Fremdlinge oder der normale Volksgenosse unmittelbar dem Heiligtum näherte. Dies sollte verhindern, dass der Zorn Gottes auf das Volk käme. Sie waren Diener Gottes und ein heiliger Puffer. Fremde, die dies nicht beachteten, sollten mit dem Tod bestraft werden (V 51b).

Damit beabsichtigte Gott, dass seine Heiligkeit auch weiterhin nicht vergessen werden sollte. Sein Volk sollte ihn weiterhin fürchten und lieben, sich ihm jedoch nicht in überschwänglicher Vertrautheit nahen. Eine Art von Kumpelei würde sogar als große Torheit und Sünde angesehen werden. Mose musste selbst am brennenden Busch seine Sandalen ausziehen. Auch der Hohepriester durfte nur einmal im Jahr das Allerheiligste betreten.

Jesus selbst ist als der bessere Hohepriester in das bessere himmlische Heiligtum eingetreten. Auch sein neutestamentliches Priestervolk, das nicht mehr durch den Vorhang vom Allerheiligsten getrennt ist und auch kein Pufferpriestertum um den Altar kennt, es soll sich weiterhin mit heiliger Ehrfurcht seinem Gott nahen. Eine überschwängliche Vertrautheit und Kumpelei im Gottesdienst mit Gott im Gebet, durch Lieder und Verhalten ist weiterhin Torheit und Sünde. Auch uns gilt, wenn wir uns Gott nahen, folgendes Wort: Darum, weil wir ein Reich empfangen, das nicht erschüttert wird, lasst uns dankbar sein und so Gott dienen mit Scheu und Furcht, wie es ihm gefällt; Hebr. 11,29 denn unser Gott ist ein verzehrendes Feuer.


NT – Markus 11,27-33 – Autorität, dem Autorität gehört und folgen

Streitgespräche sind wichtig, wenn am Ende das erstrittene Ergebnis angenommen und umgesetzt wird. Hier findet das Gespräch zwischen der religiösen und politischen Elite Judäas statt. Sie konnten sich die entstandene Unruhe im Tempel und den Finanzverlust im Handel nicht durch Jesu Tempelreinigung gefallen lassen. Die Befragung, die durch den im Hintergrund operierenden Hohen Rat / Synedrium eingeleitet wurde, soll durch Jesu Antwort die verwerfliche Moral der Führungsschicht offenbaren.

Es ist Jesus, der die Autorität hat und die wichtigen Fragen stellt. Er stellt die Fragen, die sie aus politisch und taktischen Gründen nicht beantworten wollen. Denn sie wussten, dass das gesamte Volk der Botschaft der Buße und Änderung des Lebenswandels, die Johannes predigt folgte, sie aber nicht. Würden auch sie der gleichen Botschaft Jesus folgen, müssten sie seine Autorität annehmen, ihm folgen und ihr politisch und moralisch verkommenes System ändern. Nicht sie haben das Recht über Jesus zu Gericht zu sitzen, sondern Jesus über sie. Damit erklärt sie Markus als unterlegten, beweist Jesus als Sieger, Held und wieder als Sohn Gottes. Sollten nicht seine Zuhörer ihn und seine Autorität annehmen und ihm folgen?

Abschlussgebet

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

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19. Juni – Hauskirche

19 Freitag Jun 2020

Posted by Bischof Meyer in Hauskirche

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Schlagwörter

Gebetshaus, Gebetsstätte, Handel, Musterung, Wehrpflicht, Wirtschaft

Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Schriftteil

AT– 4. Mose /Nummeri 1,1-19

https://www.bibleserver.com/EU/4.Mose1,1-19

Gebet – Psalm 141

https://www.bibleserver.com/LUT/Psalm141

NT – Markus 11,12-25

https://www.bibleserver.com/EU/Markus11%2C12-25


Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT – 4. Mose/Numeri 1,1,-19 – Wehrpflicht für das Heilige Volk

Nach der LXX (griech.) und Vulgata (lat. Übersetzung) wird das 4. Buch Mose „Zählungen“ genannt, die in K 1 und 26 als Volkzählungen durchgeführt werden. Doch die Juden nennen sie nach dem 5. Wort in der hebr. Bibel bemidbar (Wüste) – „In der Wüste“. Es geht hier treffend um die Ereignisse des wanderten heiligen Gottesvolkes in der beinahe 40jährigen Wüstenzeit. Diese wird in der Mitte des Buches in K 10-20 behandelt. Eingeleitet werden die zentralen Ereignisse durch die vorangestellte Organisation des Volkes und weitere Priestergesetze (K 1-9).  Gegen Ende, mit dem Tod des ersten Hohenpriesters, beginnt die Eroberung des Ostjordanlandes (K 21-36).

Die Besonderheit des Buches ist die situationsbezogene Darstellung, die teilweise topologisch teilweise chronologisch je nach Situation behandelt wird, wie es sich immer im Leben von Gemeinschaften – oft nicht vorhersehbar – ereignet. Die Hauptbetonung liegt jedoch auf dem heiligen und treuen Gott, der an allen Örtlichkeiten und in allen Situationen gegenwärtig ist, der richtet, selbst Aaron und Mose, aber doch gnädig ist und sie ins verheißene Land bringen will (K 14,8). Das Buch ist auch typologisch und enthält für das neutestamentliche Volk Illustrationen und geistliche Anwendungen auf Jesus und die christliche Gemeinde.

Gott befahl Mose und Aaron nachdem sie bereits ein Jahr aus Ägypten ausgezogen waren und das Zeltheiligtum nach Gottes Vorschrift errichtet hatten, nun sich auf den baldigen ersten Aufbruch vorzubereiten (K 10,11+12). Für solch eine Volkswanderung, Logistik und Schutz der Menschen bedarf es Organisation und Planung. Der Hauptzweck einer damaligen Zählung war jedoch ein militärischer. Wie bereits zuvor in Ex 30,11-16, so auch später bei König David (2Sam 24), werden hier die wehrfähigen Männer gemustert. Mose erhält durch Gott den Auftrag zu dieser Zählung und sucht die Unterstützung von jeweils einem Hauptverantwortlichen der Stämme, der dies durchführen soll. Interessant ist, dass sich die Zählung der 12 Stämme an der Reihenfolge der Mütter: Lea, Rahel und der Leihmütter (Mägde) orientiert. Da der Stamm Levi nur in einen geistlichen Krieg zieht, den Kriegsvolk geistlich voran- und mitgeht, entfallen sie (V179. An ihrer Stelle werden die beiden Söhne Ephraim und Manasse eingefügt.

Open Petition.at – Wehrpflicht ja oder nein?

Dies hier ist eine vorsorgliche Zählung. Es besteht zurzeit keine Sorge oder Anlass zum Krieg oder zur Verteidigung des Volkes. Aber doch gehört diese Zählung, die so kurzfristig vorgenommen wurde, zur äußeren Konstituierung, zur Bildung und Organisation des Volkes Gottes. Diese äußere Ordnung reflektiert die innere Ordnung und Organisation des Heiligtums mit ihrer Priesterschaft. In kürzester Zeit, an diesem Tag, wurden alle wehrfähigen Männer, Name um Name, in Listen eingetragen. Schon während der Wüstenwanderung wurde das Volk Gottes als heilige, geordnete und gut strukturierte Gemeinde angesehen.

Ist solch eine gute und geistliche Ordnung auch für die heutige christliche Gemeinde wichtig? Soll die Gemeinde ihre vorhandenen (oder bereits verlorenen) Schafe zählen? Noch mehr, hat sie eine Liste von denen aufgestellt, die einsatzfähig sind, mit „Mose und Aaron“, mit den Gemeindeverantwortlichen, zu kämpfen? Wenn dies schon für das heilige Volk Gottes und ihren Schutz und Einsatz damals notwendig war, sollte sich dann nicht auch jede Mission, jede Ortsgemeinde und Gesamtkirche mit dieser Aufgabe befassen und dafür Menschen beauftragen, solche Listen aufzustellen und sie zu betreuen? Aus einer guten Gemeindestatistik können viele Einsichten, Bewertungen, Schlussfolgerungen, Neuorientierung und Zielsetzungen entstehen, wenn sie da ist. Denn wenn schon die Statistikämter monatlich für das Land und den Staat ihre Statistik erstellen, wieviel mehr ist dies für die christliche Gemeinde, Kirche und das Reich Gottes wichtig! Die gesamte Unterhaltung und Entwicklung eines Staates hängen davon ab.

Weiter sollten auch alle gläubigen Menschen bereit sein, sich verpflichtend in Gemeindelisten einzutragen. Feste Gemeindemitgliedschaft ist wichtig für geistliches Wachstum und effektives Gemeindewachstum. Sich dort zu registrieren und einzutragen ist biblisch. Gott trägt sogar in das Buch des Lebens ein oder aus (Offb. 20,12.15.19).

Aber noch wichtiger ist für die Ausbreitung des Evangeliums, dass Listen der Ekklesia Militans (der noch kämpfenden Kirche Christi) aufgestellt werden. Die christliche Gemeinde braucht heute solche, die mit dem Gemeindehirten kämpfen und ihn in den verschiedenen Bereichen der Evangelisation unterstützen. Die Tendenz, sich nicht mehr aktiv in Vereine und Gruppierungen zu engagieren, findet man heute bei Jung und Alt. Wollen wir uns ermutigen lassen, nicht nur feste Gemeindeglieder zu werden (und zu werben), sondern uns in die Liste der noch mit dem Evangelium Kämpfenden einzutragen.


NT – Markus 11,12-25 Neue Reformation: Gebetshaus Jesu für alle Völker

Schon Jeremia hatte dem Volk und den Priestern vorgeworfen, dass sie den Tempel als Unterschlupf und Versteck wie Räuber benutzten, um sich fälschlicher Weise sicher zu fühlen (Jer 7,11-15). Die Hohenpriester, die die religiöse und politische Hoheit über Judäa (durch die Römern) innehatten, trieben um den heiligen Tempel einen profitorientierten Handel, der den heiligen Gebetsort entweihte. Diese Räuberhöhle ist nun eher das Zentrum für einen gut florierenden Tierhandel, Finanzumschlagplatz mit Essensangeboten. Durch Jesu tatkräftiges Handanlegen und wortgewaltiges Einschreiten greift er in die Wirtschafts- und Finanzhoheit der Hohenpriester und Oberschicht ein, die ihn danach auch gleich töten wollten.

Die anschließende Verfluchung des Feigenbaums, ein Bild für das in seinem Schatten sitzende Volk Israel, spricht prophetisch von der zukünftigen und endgültigen Zerstörung des Tempels, wie damals in Silo und bei der Wegführung in die babylonische Gefangenschaft. Dies geschah dann für immer im Jahre 70 n. Chr. durch Titus.

Das Heiligtum und Gebetshaus seines Vaters waren schon zur Jugendzeit Jesu das innerste Anliegen seines Herzens. Dies war sein zentrales Anliegen, erlöste Menschen dorthin zu sammeln. Dies Heiligtum war damals durch den Einfluss des Handels und der Finanzen verunreinigt worden und musste zuerst davon gereinigt werden. Jesus spricht weiter auch prophetisch, dass, wenn dies durch die Versöhnung am Kreuz geschehen ist, – der Tempelvorhang zerrissen – dann Sein Gebetshaus für alle Völker geöffnet werden wird. Schon Jesaja (56,6-8) spricht von den Fremden, die sich dem Herrn zugewandt haben und ihn lieben, diejenigen, die Gott aus allen Völkern zusammenbringen wird in das Gebetshaus für alle Völker. Dies ist das Ziel der gesamten Mission Jesu.

Jesus weist die Gemeinde darauf hin zu achten, dass nicht Handel, Wirtschaft und Finanzen in das Zentrum dieser nun internationalen Gebetsstätte – in die Kirche Gottes – einziehen und dort herrschen. Dies würde den Geist des Gebets zerstören. Die Reinigung von diesen Einflüssen soll eine ständige Reformation sein, die er begonnen hat. Die wahre Anbetung im Geist und in der Wahrheit Gottes und Jesu muss als Zentrum jeder Gemeinde und Kirche bleiben. Alle ethnischen Gruppen aus Völkern und Sprachen, die sich Jesus Christus als ihren Herrn zugewandt haben, sind zu diesem Gebetshaus berufen.

Abschlussgebet

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

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18. Mai – Hauskirche

18 Donnerstag Jun 2020

Posted by Bischof Meyer in Hauskirche

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Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Schriftteil

AT– 3. Mose /Levitikus 27

https://www.bibleserver.com/EU/3.Mose27

Gebet – Psalm 140

https://www.bibleserver.com/LUT/Psalm140

NT – Markus 11,1-11

https://www.bibleserver.com/EU/Markus11%2C1-11


Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT – Levitikus 27 – Gelübde brechen wird teuer – halten bringt Segen

Im Alten Testament finden wir keine Vorschrift, dass neben dem Bundesgelübde Israels („der Herr ist mein Gott“) ein weiteres Gelübde abgelegt werden musste, noch das zusätzlich zur speziellen Priester- und Levitenweihe weitere Menschen oder Dinge Gott geweiht werden sollten. Nasiräer – oder Mönchsgelübde geschahen immer freiwillig.

Wenn aber Menschen aus besonderer innerer Hingabe sich zu solchen freiwilligen Gelübden oder Weihen entscheiden würden, sollten sie dieses „cool“ und mit allen Konsequenzen überdenken, dann erst entsprechend handeln und das Versprechen auch halten. Deshalb spricht Jesus (Mt 5,37) Eure Rede sei vielmehr ›ja ja – nein nein‹; jeder weitere Zusatz ist vom Übel (oder vom Bösen- Menge).

Wenn also schon solche Versprechen Gott gegeben wurden, dann müssen sie auch gehalten werden. Und das sollte auch in der Praxis dem Mitmenschen gegenüber ohne Wenn und Aber gehandhabt werden. Werden aber impulsive und unüberdachte Gelübde gesprochen, kann dies teuer werden. Doch dann bestand immer noch die Möglichkeit, dieses Versprechen oder Gelübde zu lösen. Besser gesagt: Man konnte sich aus solch einer misslichen Situation herauskaufen.

Auch bei diesen Angelegenheiten sollte Gottes Volk Seine Heiligkeit und vollkommene Aufrichtigkeit im Alltag und dem Nächsten gegenüber wiederspiegeln. Sie sollten die Wahrheit sagen und auch tun. Deshalb auch die Mahnung in Prediger 5,2-5 „Wenn du Gott ein Gelübde tust, so zögere nicht, es zu halten.

Die Ablösung von Gelübden- und Weihegaben wird in diesem letzten Kapitel für Einzelfälle aufgelistet: V 2-8 für Personen; V 9-13 Tiere; V 14-15 Häuser; V 16-26 Ländereien, V 25 den Messwert finanziell zu bewerten; V 26-27 die Erstgeburten – Menschen oder Vieh; V 29-29 Banngut, das Gott gehört; zum Schluss V 30-24 die Zehntenabgabe für alle.

Wir finden Beispiele von überlegten Gelübden wie z.Z. bei Hanna, die schon ihren ungeborenen Sohn Samuel Gott im Tempel durch ein Gebet versprach und dies dann auch einhielt (1Sam 1+2), dann auch solche unüberlegte, wie der Richter Jephthah (Ri 11,30-40), der entweder seine Tochter tatsächlich opferte oder als Art „Nonne“ weihte und sie dem Opfer eines nicht verheirateten Lebens geweiht wurde.

Zum Schluss wird in Levitikus unwillkürlich auf das bewusste Ganzopfer des Lebens der Gläubigen hingewiesen (Römer 12,1+2). Das gesamte Leben soll bewusst, überlegt und aufrichtig aus Liebe zum Schöpfer gelebt werden. Spontan, emotional und unüberlegte Entscheidungen und Proklamationen haben nicht nur beziehungsmäßige, sondern auch finanzielle Konsequenzen in jedem Leben. Das gesamte Leben ist zu wertvoll und kostspielig, Falsch-Endscheidungen zu treffen. Land (Besitz) und Leben sind Geschenke Gottes und gehören ihm. Deshalb gehört die Erstgeburt eines Menschen oder Tieres symbolisch und wirklich zuerst Gott, kann aber ausgelöst werden. Auch sie wird am hier finanziell bewertet. Der Arbeitswert eines im Leben stehenden Mannes hatte 50 Silbertaler / Shekel wert (ca. eineinhalb Monatsverdiente). Der Arbeitswert eines Sklaven betrug 30 Shekel. (Jesus wurde also unterbewertet von Judas verkauft und verraten).

Die Zehntenabgabe schließt das Thema der Hingabe ab. Sie ist ein Zeichen dafür, dass alles Wertvolle Gott gehört. Genau hier finden wir die einzige Stelle, wo der Anteil von 10% klar erwähnt wird. Doch gab es weiter noch den zweiten Zehnten (5Mo/Deu 14,22) und einen dritten in jedem dritten Jahr (5Mo/Deu 14,26 und 16,12). Zählt man dies zusammen ergibt sich eine jährliche Heiligtumsabgabe von 23%, mehr als jegliche Kirchensteuer. Wem wurde diese übergeben? Natürlich den Leviten, die den praktischen Dienst am Heiligtum und die Unterhaltung sicherten. Diese wiederum gaben ihren Zehnten an die Priester weiter und sie wiederum ihren Zehnten an den Hohenpriester.

Dieses Prinzip der Hingabe und finanziellen Haushalterschaft wird von Jesus und Paulus im Neuen Testament weitergeführt: Wer das Evangelium verkündet, der soll auch vom Evangelium (1Kor 9,11-15) leben. Um dieses Anliegen soll sich besonders die christliche Ortsgemeinde und auch die Gesamtkirche durch die Verantwortlichen kümmern. Die Gesamtgemeinde und jeder Einzelne soll Verantwortung für den „Zehnten“ nach Vermögen bringen. Damit zeigt jeder Christ aus Dankbarkeit, dass auch sein „Land und Leben“ Gott gehört. Der Zehnte oder die freiwilligen Gaben wurden auch im Neuen Testament nicht abgeschafft, sondern sind weiter ein Zeichen unserer Hingabe und dienen vorrangig der Evangeliumsverkündigung vor Ort in und der Weltmission. Wollen wir dies neu für unser Leben überdenken und auch praktizieren? Was ist könnte da unsere persönliche und und auch finanzielle Antwort sein?

Vielleicht die eines englischen Chorus’: Take my life and let it be consecrated, Lord, to thee, take my moments and my days, let them flow in ceaseless praise. Auf Youtube in Deutsch: –https://www.youtube.com/watch?v=8ZwdLFYiV-4


NT – Markus 11,1-11 – König zieh nicht zur Herrschaft, doch zur Erlösung ein

Wir werden in die Leidenswoche in Jerusalem eingeführt. Doch nur die ersten drei Tage werden nachfolgend beschrieben. Jesus erscheint beim Einzug als königlicher Herrscher mit alttestamentlichen Motiven durch folgende Schriftzitate. Die ausgebreiteten Kleider erinnern an 2Kö 9,13; das Eselsfüllen bezieht sich auf Sach 9,9. Es erinnert auch an König Salomo, der auf dem königlichen Reittier seines Vaters David zu seiner Krönung ritt: Da sprach der König zu ihnen: Nehmt mit euch die Großen eures Herrn und setzt meinen Sohn Salomo auf mein Maultier und führt ihn hinab zum Gihon (1Kö 1,33). Das Hosianna-Rufen erinnert an die Pilgerpsalmen (Ps 118,25). Sie sind Huldigungsrufe an den messianischen König mit der Bitte: Herr, hilf doch!

Markus beweist auch hier wieder seine These von (Kap 1,1), dass Jesus der Gottessohn und Sohn Davids ist. Das bald kommende Davidsreich (V. 10) dient dazu, dass die zerfallene Hütte Davids wiederaufgebaut werden soll (Apg 15,16). Jesu Einzug hat nicht das Ziel, ein irdisch politisches Reich für Israel noch ein irdisches Heiligtum aufzurichten, sondern ein Friedensreich, das mit dem Sündenfall verloren gegangen war. Dieses will er durch seine bald stattfindende Kreuzigung in Ewigkeit wieder aufrichten.

Abschlussgebet

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

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17. Juni – Hauskirche

17 Mittwoch Jun 2020

Posted by Bischof Meyer in Hauskirche

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Schlagwörter

Blinde, Drohungen, Fluch, Nachfolge, Segen, Sehende

Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Schriftteil

AT– 3. Mose /Levitikus 26

https://www.bibleserver.com/EU/3.Mose26

Gebet – Psalm 139,17-24

https://www.bibleserver.com/LUT/Psalm139,17-24

NT – Markus 10,46-52

https://www.bibleserver.com/EU/Markus10%2C46-52


Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT – Levitikus 26   – Segen & Fluch, Verheißungen & Drohungen für Gehorsame oder Ungehorsame

Das Heiligungsgesetz (Kapitel 17-24) schließt hier mit Segen und Fluch ab.

V 1-2 Der Prolog des Kapitels beginnt mit der Ausrichtung auf den Herrn und der Ehrfurcht vor seinem Heiligtum. Dies schließt von vorn herein jegliche andere Verehrung von Göttern, Götzenbildern aus. Der Sabbath ist Erkennungszeichen Israels.

Der nachfolgende Abschnitt ist dementsprechend in Segen und Fluch gegliedert.

V 3-13 Segen für die Gehorsamen, die „Gute Nachricht“ für Gottes Volk steht hier gleich am Anfang.

V 14-39 Drohung und Fluch für die Ungehorsamen, die „Schlechte Nachricht“, folgt gleich danach als bitteres Ende.

V40-46 Der Epilog steht am Ende als hoffnungsvoller Ausblick, dass der Herr an seinem Bund und seinen Verheißungen festhält. Das, was er mit dem Auszug aus Ägypten begonnen hat, wird er seinem Volk zugute auch vollenden.

Wir beobachten, dass das Verhältnis von Segen und Fluch 1/3 zu 2/3 ist. Die Strafandrohungen nehmen wesentlich größeren Umfang ein als die Segensverheißungen. Ein ähnliches Verhältnis finden wir in Deu/5 Mo 28. Die V 1-14 dort beschreiben den Segen Gottes für die Gehorsamen, die V 15-68 den Fluch über die Ungehorsamen. Hier finden wir ein Verhältnis von fast ¼ der Segnungen zu ¾ der Drohungen.

Das Relief im oberen Teil der Stele zeigt Ḫammurapi vor Šamaš

Ähnlichkeiten sind in dem 1500 Jahre zuvor auf Stein geschriebene Kodex Hammurabi zu finden. Im Prolog über seinen Nachfolger folgen 16 Zeilen Segenswünsche, danach schließen sich 282 Zeilen Fluchworte an.

Viele Menschen, die zum ersten Mal solche Texte lesen, wenden sich ab, bezeichnen Gott als einen blutigen und grausamen Gott des Alten Testaments, den sie dann ablehnen.

Doch für die Führung eines Volkes, der Stämme und Einzelpersonen eines Staates ist es wichtig, den Segen bei Einhaltung der Gesetze und die Strafe bei Übertretung klar darzustellen. Halten sich die Einwohner an die Vorschriften entsteht Frieden und Harmonie, andernfalls Chaos, Unruhe und Krieg. Klare Regeln sind nicht nur für den Staat, die Religionsgemeinde, sondern auch für die Pädagogik und die Erziehung der Kinder im Kindergarten und Elternhaus, aber und für die Entwicklung ihrer Persönlichkeit unbedingt notwendig.

Es scheint so, dass der durch Erbsünde belastete Mensch, die Strafandrohung so deutlich hören muss, dass er dann erst zur Sündenerkenntnis, Buße und Sinnesänderung kommt. Jetzt kann er sich des göttlichen Segens erfreuen.

Wir beobachten im Neuen Testament, dass sowohl Johannes der Täufer als auch Jesus nicht zuerst den Segen verkündet, sondern mit dem Thema Buße, Gericht und Sinnesänderung die Frohe Botschaft beginnt, durch die dann die Gnade und der Segen auf die Gläubigen kommen soll.

Ähnlich beginnt auch der Apostel Paulus seinen theologischen Diskurs im Römerbrief, wenn er das Evangelium entfaltet. Er beginnt zuerst mit der schlechten Botschaft K 1,18, indem er verkündigt: Gottes Zorn wird vom Himmel offenbart über alles gottlose Wesen und Ungerechtigkeit der Menschen. Obwohl Heiden und Juden wussten, dass sie auf diesem Weg den Tod verdienten, haben sie den Weg des Fluches gewählt. So erscheint es notwendig, dass im Neuen Testament die Ordnung der Verkündigung umgekehrt abläuft: Gericht und Drohung stehen am Anfang zur Aufdeckung der Schuld, dann das erklärte Gericht und den Fluch über Jesus, den Stellvertreter und Retter des Sünders. Danach kommt dann der Segen, der durch den Glauben an Jesus uns und allen Gläubigen geschenkt wird.

NT – Markus 10,46-52 – Nachfolge, aber mit geöffneten Augen

Das Heilungswunder hat einen mehrfachen Zweck. Einmal dient es Markus als Beweis der Gottessohnschaft Jesu (K 1,1). Denn der Blinde begrüßt ihn mit dem messianischen Titel Sohn Davids. Sein Reich wird gleich im anschließenden neuen Hauptabschnitt (K 11,11 als Reich Davids) angekündigt).

Dann soll anhand des ausdauernd um Hilfe rufenden Blinden an den messianischen Gottessohn, der Glaube dargestellt werden, der Erfüllung findet.

An ihm dürfen sich weiter die noch „halbblinden Jünger“ ein Beispiel nehmen. Sie waren zuvor, trotz mehrfacher Hinweise Jesu auf seinen Leidensweg, immer noch blind. Werden ihnen aber die Augen wie Bartimäus geöffnet, werden sie wie er mit geöffneten Augen auf Jesu Leidensweg folgen.

Damit will er auch den Zuhörern der Gemeinde die Augen für den rechten vertrauenden Glauben für ihre Nachfolge auf dem Leidensweg Jesu öffnen.

Abschlussgebet

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

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16. Juni – Hauskirche

16 Dienstag Jun 2020

Posted by Bischof Meyer in Hauskirche

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Schlagwörter

Anerkennung, dienen, Freikauf, Kirchenleitung, Machtstrukturen, Notzeiten, Sklaverei

Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Schriftteil

AT– 3. Mose /Levitikus 25,23-55

https://www.bibleserver.com/EU/3.Mose25,23-55

Gebet – Psalm 139,1-16

https://www.bibleserver.com/LUT/Psalm139%2C1-16

NT – Markus 10,35-45

https://www.bibleserver.com/EU/Markus10%2C35-45


Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT – Levitikus 25,23-55 Notzeiten heilig gestalten

In Ägypten waren die Israeliten Sklaven, sie besaßen keinen Grund und Boden. Gott bringt sie in das an Abraham verheißene Land Kanaan. Gott selbst ist aber der Besitzer des Landes. Auch sollen weder einzelne Personen noch Großsippen sich das Land zum Eigentum aneignen. Alle Bürger des Landes sind nur Erbpächter auf jeweils 50 Jahre. Dieses Prinzip findet bis heute, zwar abgewandelt, noch seine Anwendung auf die Erbpacht. Sie ist die Nutzung eines Grundstücks über vertraglich festgelegten Zeitraum, meist zwischen 50 und 99 Jahren.

Ein Verkauf eines Ackerlandes in Israel war nur ein vorübergehender Besitzwechsel bis längstens zum nächsten Halljahr / Erlassjahr (50). Verkauft wurde aber nur der Wert der zu erwartenden Jahresernten des Wein- oder des Ackeranbaus. Danach kam das Land an den von Gott bestimmten Erstbesitzer und Haushalter Gottes zurück.

Gründe für den Verkauf waren entweder wirtschaftliche Gründe oder Personen, die in finanzielle Not geraten waren. Der Rückerwerb war möglich durch Auslösung durch die nächste Verwandtschaft, durch eigenen frühzeitigen Rückkauf des Verkäufers, wenn er wieder Geld besaß, oder automatisch beim nächsten Erlassjahr. Durch diese Gesetze Gottes geschah alle 50 Jahres eine soziale Anpassung der wirtschaftlichen und finanziellen Verhältnisse in Israel. Das bewahrte die einen vor dem vollkommen finanziellen Absturz, schob aber einen Riegel vor, dass es überreiche Großgrundbesitzer (Milliardäre) gab, die andere wieder ausnutzten.

V. 35 – 38 beschreibt finanzielle Nöte und Armut.

Wirtschaftliche Nöte unter der Bevölkerung dürfen nicht zur Bereicherung anderer führen. Wenn ein Bruder in Not fällt, darf bei der Hilfeleistung kein Verdienst beim Helfenden entstehen, Zinsen oder Gewinn. Dieses Prinzip: Hilfe ist kein Geschäft! sollten alle Hilfsorganisation und Vereine neu überdenken und umsetzen, auch alle, die an solche Hilfsorganisationen spenden, wieviel Geld wirklich zur Hilfe am Ende neben der Eigenverwaltung übrigbleibt.

V 39-55 Umgang mit Verschuldung und Verschuldeten

Der nun folgende Abschnitt macht deutlich, dass es Gott mit persönlicher Verschuldung ernst meint. Schulden werden in Israel nicht einfach unter den Tisch gekehrt. Es wird erwartet, dass alle Menschen gute Haushalter Gottes sind. Im Prinzip sollen keine Schulden entstehen, kein Geld ausgegeben werden, das nicht vorhanden ist. Wenn aber Schulden vorhanden sind, müssen sie von dem Verursacher selber abgetragen werden. Die Vorschriften über Schuldknechtschaft sollen die sozialen Unterschiede unter der Bevölkerung mildern und lösen. Eine Person, die aus der Schuldenfalle herauskommen will, muss mit ganzem Einsatz daran arbeiten, er soll aber nicht als Sklave, sondern in Achtung wie ein Tagelöhner behandelt werden. Da Israel einst aus der Sklaverei von Gott befreit worden war, sollen alle Mitbürger die Brüderlichkeit auch den verschuldeten oder unverschuldeten Armen gegenüber zeigen.

Hoffnung besteht aber am Ende für alle Verschuldeten und Armen: Am Ende winkt das Erlass- und Gnadenjahr auf eine endgültige Befreiung.

So gilt denn für alle finanziell vor Menschen und sündig vor Gott Verschuldeten dies: Sie sollen sich ihrer Schuld stellen und an der Lösung mitarbeiten. Gott aber hat einen Weg aus dieser Misere und diesem Unglück schon aufgezeigt, um herauszukommen. Denn es gibt eine vollkommene Befreiung und den Erlass im Gnadenjahr des Herrn. Dies hat Jesus mit seiner Verkündigung immer wieder angeboten: Dir sind deine Sünden vergeben. Der Erlass für die Sündenschuld ist da. Nimmst du ihn an?


NT – Markus 10,35-45 – Anerkennung und Machtdenken in der christlichen Gemeinde?

Johannes und Jakobus werden uns als negatives Vorbild für den Dienst und den Auftrag in der Gemeinde dargestellt. Sie haben immer noch nicht recht verstanden, trotz der dreimaligen Leidensankündigung Jesu, dass es in der Jesusfamilie nicht um Anerkennung, Pöstchenvergabe oder um das mit Macht Herrschen von oben herab und das Unterdrücken der anderen geht. Jesu vergibt ihnen keine Ehrenplätze, weder im Reich Gottes noch in der Gemeinde. Diesen Ehrenplatz können sie nur im uneigennützigen Dienst erwerben. Markus will aber damit auch ausdrücken, wenn die christliche Gemeinde ihren Zweck nicht darin sieht, dreht sie sich nur um sich selbst und ist unbrauchbar. Die Gottesherrschaft und der Auftrag der Jünger Jesu besteht aber darin, dem Vorbild Jesu zu folgen: Sie sollen sowohl allen in der Gemeinde aus Liebe dienen wie auch in der Welt durch die Verkündigung der vollbrachten Erlösung Jesu von den Sünden.

Sind wir zum rechten Verständnis und zur Praxis des Dienstes um der Liebe Christi willen gekommen? Praktizieren wir dies als Glieder einer Gemeinde, als Diener in einer Gemeinde oder als Mitverantwortliche einer Kirche?

Abschlussgebet

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

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15. Mai – Hauskirche

15 Montag Jun 2020

Posted by Bischof Meyer in Hauskirche

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Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Schriftteil

AT– 3. Mose /Levitikus 25,1-22

https://www.bibleserver.com/LUT/3.Mose25%2C1-22

Gebet – Psalm 137+138

https://www.bibleserver.com/LUT/Psalm137

NT – Markus 10,28-34

https://www.bibleserver.com/EU/Markus10%2C28-34


Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT – Levitikus 25 – Das Gnadenjahr: Freiheit und Wiederherstellung

Eigentlich ist dieses Kapitel eine Fortsetzung über heilige Zeiten (K 23), aber nicht so sehr über die jährlichen religiösen Festzeiten, sondern der Weihe eines ganzen Jahres. Es ist die Zeit der Arbeit und die Zeit der Ruhe für den Menschen und das Land Gottes gemeint. Hier geht es bei dem Jahressabbat um den Zyklus 6:1 -Arbeit und Ruhe. Auf die Ruhe im siebten Jahr und fünfzigsten Jahr liegt die Betonung. Mit dem Blick auf sieben mal sieben Sabbatjahre, richten wir uns auf die Wiederherstellung des von Gott geplanten Urzustandes aus, auf Freiheit und Wiederherstellung, auf Freiheit und Rückkehr. Diese heiligen Zeiten dienen zur Rückbesinnung auf die ursprüngliche Berufung, die Verheißung und die Einnahme des Landes, das ja allein Gott gehört. In diesem Kapitel werden fünf Themen behandelt. Zunächst befassen wir uns mit dem Sabbatjahr V 1-7 und dann mit dem Hall- oder Erlassjahr V 8-22.

V 1-7 Das Sabbatjahr wird von Ex. 23,10-11 (Brachernte) her begründet, dann wird Lev. 19,9-10 und 23,22 mit aufgegriffen und hier umfassender behandelt. Einmal geht es um Erholung des Landes und natürliche Düngung für weitere zukünftige Bewirtschaftung ohne moderne Düngemittel. Mit dieser Frage muss sich auch die moderne fast nur auf Wirtschaftlichkeit ausgerichtete Landwirtschaft befassen.

Dann aber werden humanitäre Motive herausgestellt. Besonders während des Sabbatjahres, geht es um die Bundesrechte der Nachlese im Weinberg und auf den Äckern (Ährenlesen) für die arme Bevölkerung. Es wird immer Arme unter dem Volk Gottes und auch heute geben, aber Gott sorgt sich und lässt diese soziale Angelegenheit auch rechtlich regeln. Dieses Thema wird später in 5 Mo/Dt 15,1-2 noch weiterentwickelt, dass an diesem großen Sabbatjahr (Halljahr) alle Schulden erlassen und alle versklavten Schuldner freigelassen werden sollen. Auf dieses Prinzip gründet sich auch unsere heutige Insolvenzordnung, sich innerhalb von sechs Jahren vom Schuldenberg befreien zu können. Gott kümmert sich deutlich um soziale Angelegenheiten im Volk Gottes. Deshalb haben auch die Kirchen heute sich um diese Themen zusammen mit dem Staat zu kümmern.

V 8-22 Das Jubeljahr oder das Gnadenjahr Gottes

Der Wechsel der Zählung zwischen V 10 (7×7) und V 11 (50) ist mit einer damaligen anderen Zählweise zu begründen, da das erste und letzte Jahr mitgezählt wurde (oder auch wegen Mond- und Sonnenjahr hier angepasst wurde – 74 Tage). Das Jubeljahr wurde mit dem Blasen der Widderhörner (Jobel) am Versöhnungstag (7. Monat) eröffnet. An diesem Jahr sollte das verkaufte oder gepfändete Land, der Grund und Boden, wieder an die ursprünglichen Eigentümer und den Sippenverband zurückgegeben werden sowie die durch eigene Verschuldung in „zeitliche Sklaverei“ geratenen Menschen wieder freigelassen werden. Das Gesetz hatte zur Auswirkung, dass nicht nur das Land an den ursprünglichen Besitzer zurückgegeben wurde, sondern dass die Person in den ursprünglichen Sippenverband und in seine Familie nun in Freiheit zurückkehrte.

Dieses Jubel- oder Gnadenjahr weist auf das zukünftige Reich Gottes mit seiner Freiheit und Rückkehr zum ursprünglichen Willen Gottes und seinem geplanten Zustand hin. Da Israel später gegen diese Vorschrift der Sabbat- und Halljahre verstieß, wurde die Drohung (s.d. K 26,32-39) immer wieder durch die Propheten ausgesprochen, schließlich wahrgemacht, dass sein Volk für 70 Jahre diese Sabbatjahre in Gefangenschaft nachholen musste. Doch auch das Gnadejahr wurde vom Propheten Jesaja (61,2) bereits deutlich angekündigt. Jesus nahm diese Prophezeiung in Nazareth in der Synagoge (Lu 4, 19.21) mit auf und sprach von sich als demjenigen, der nicht nur das Gnadenjahr verkündigt, sondern auch erfüllt.

Freilassung ausrufen im Land für all seine Bewohner

Zur Inschrift der amerikanischen Freiheitsglocke
Proclaim LIBERTY Throughout All the Land Unto All the Inhabitants Thereof.” –„ Eine Freilassung ausrufen im Land für all seine Bewohner“ schreibt der Boston Globe zu Liberty Bell:  Diese Worte waren nicht von einem der US Gründerväter verfasst worden. Sie kamen aus der hebräischen Bibel – speziell aus 3. Mose 25:10, wo den alten Israeliten befohlen wurde, in regelmäßigen Abständen Sklaven zu befreien und Schulden zu erlassen.


NT – Markus 10,28-34 Radikale Nachfolge und Lohn

Der „Reiche Jüngling“ im Abschnitt zuvor, hatte um die Voraussetzung zum Eintritt ins ewige Leben gefragt. Obwohl dieser die Gebote einhielt, empfiehlt ihm Jesus Verzicht auf seinen ganzen irdischen Besitz und radikale Nachfolge. Da ist Petrus erschreckt und ihn betroffen. Denn er hatte diese radiale Nachfolge für sich praktiziert. Lohnt es sich für ihn, die alten belastenden verwandtschaftlichen und wirtschaftlichen Bindungen für das Himmelreich mit Jesus aufzugeben? Lohnt es sich für ihn, in die neue Jesusfamilie einzutreten, die nach dem Willen Gottes sucht und ihn auch praktiziert? Denn die neue Jesusfamilie beseht nicht aus Blutsverwandtschaft, sondern aus der Zusammengehörigkeit, den Willen Gottes gemeinsam tun zu wollen. Diese Gemeinschaft schenkt sinnerfülltes und reiches neues Leben, wie dies die Apostelgeschichte in der neuen Jesusfamilie aufzeigt, sie bewahrt aber nicht vor Verfolgungen. Diese Verfolgung verdeutlicht Jesus nun selbst durch seine dritte und klare Leidensankündigung, die ihn betreffen wird, aber mit einem guten Ende seiner Auferstehung. Will er damit andeuten, dass Petrus und den Jüngern auch solch ein Schicksal in der Nachfolge treffen könnte?

Abschlussgebet

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

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13. Juni – Hauskirche

13 Samstag Jun 2020

Posted by Bischof Meyer in Hauskirche

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Schlagwörter

Festzeiten, Heiligung, Kinder Zukunft, Weihnacht und Osterchristen

Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

Eingangsgebet

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.


Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Schriftteil

AT– 3. Mose /Levitikus 23

https://www.bibleserver.com/EU/3.Mose23

Gebet – Psalm 136,1-15

https://www.bibleserver.com/LUT/Psalm136%2C1-15

NT – Markus 10,13-16

https://www.bibleserver.com/EU/Markus10%2C13-16


Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT – Levitikus 23 – Heilige Zeiten und Heilsgeschichte

So wie es einen christlichen Kalender oder das Kirchenjahr gibt, das mit der Adventszeit Ende November beginnt, stellt uns Levitikus 23 den religiösen Kalender Israels vor, der im Frühjahr anfängt. Der Sabbath als Ruhe- und Erholungstag steht als Geschenk Gottes über allen diesen Festen und strukturiert sie. Er ist eine grundlegende Einrichtung und in Gottes vorbildhafter Ruhe nach dem sechstägigen Schöpfungsakt in Genesis 2,1+2 begründet. Zugleich ist er das vierte Gebot und wird in den restlichen vier Büchern des Pentateuchs (fünf Bücher Mose) weiter erwähnt. An diesem Tag fanden auch besondere Opfer statt.

Das religiöse Jahr Israels mit den sieben Festen des Herrn begann im Frühjahr und endet im siebten Monat mit dem Laubhüttenfest. Heilsgeschichtlich wichtig sind vor allem drei Hauptfeste, um die sich noch andere Feste mit teils landwirtschaftlicher Bedeutung gruppieren. Das Hauptfest ist das Passahfest, das Fest der Erlösung, das an den Auszug des Volkes Israel aus Ägypten erinnert. Diesem werden noch die kleineren Feste der ungesäuerten Brote und das der Erstlingsfrüchte zugeordnet. Alle drei wurden später zusammengefasst und als „Das Passah“ bezeichnet. Danach folgen noch die zwei Hauptfeste, das Wochenfest (Pfingstfest Apg. 2 – Pentecoste = 50) und das Laubhüttenfest. Einleitend zum Laubhüttenfest wurde das Trompeten- und Versöhnungsfest gefeiert. Alle drei Feste im siebten Monat gefeiert, wurden unter dem Namen Laubhüttenfest zusammengefasst. Alle Männer sollten verpflichtenden an diesen drei Hauptfesten teilnehmen.

Das Heiligkeitsgesetz in Levitikus betrifft alle Aspekte des Lebens. Gott forderte Heiligkeit im persönlichen, familiären, gottesdienstlichen, sozialen, wirtschaftlichen und sogar hier im zeitlichen Bereich. Gott hat mit der Schöpfung – Sonne, Mond und Sterne – zugleich den Tag, die Woche und das Jahr geschaffen. Auch die Zeit ist eine Gabe Gottes, die dankbar und weise zu gebrauchen ist. In dieser Zeit des Naturjahrs, in der auch die Heilsgeschichte Israels eingebettet ist, sollen zur Ehre Gottes und zur Erquickung des Menschen bedeutsame und fröhliche Festzeiten gefeiert werden. Dabei werden Gottes besondere Heilstaten in das Naturjahr eingebettet und mit den jeweiligen Erntefeiern der Landwirtschaft im Frühjahr, Frühsommer und Herbst umrahmt. Zu diesen Zeiten sollen dann aus Dankbarkeit Gott die Erstlingsfrüchte gebracht werden, an denen sich dann gleichzeitig die gesamte Volksgemeinde erfreuen soll.

Gottes Zeit, die des Menschen Zeit umfasst, seht in seinen Händen. Sie soll, wie auch die wiederkehrenden persönlichen Geburtstagsfeiern (Hiob 1,4+5), im Gedenken an die Schöpfung und das Heil Gottes in jährlichen Zyklen gefeiert werden. Über diese Zeit Gottes spricht ein ganzes Kapitel in Prediger 3, besonders V 11. Gott hat alles schön gemacht zu seiner Zeit, auch hat er die Ewigkeit in ihr Herz gelegt; nur dass der Mensch nicht ergründen kann das Werk, das Gott tut, weder Anfang noch Ende.

Damit der Gläubige auch seine Zeit im Jahresablauf heiligen kann, hat Gott für ihn einen religiösen und kultischen Jahreskreis vorgesehen. Diese Zeitmarkierungen durch das Jahr mit Vorbereitungen und Feiern dienen zur wiederholten Erinnerung an die Schöpfungs- und Heilsgeschichte Gottes. Alle Heilsgeschichte des Volkes Israel erfüllt sich im Neuen Testament in Jesus Christus. Hier werden die jüdischen Feste entfaltet und erfüllt, beginnend mit dem neuen Fest der Geburt Christi, Weihnachten, fortgesetzt mit Ostern (Passah), dann Pfingsten (Ausgießung des Heiligen Geistes). Diese drei Feste sind die Grundfeste der Christenheit, die durch weitere Gedenkfest zusätzlich eingeleitet oder begleitet werden. Wenn diese drei Feste uns durch ihre Beachtung nahe zu Christus bringen und uns berühren, unterstützen sie die Heiligung unserer Zeit und unseres Lebens. Doch wenn Menschen nur traditionelle W-O-Christen sind (Weihnachts- und Osterchristen), ansonsten nicht zum Gottesdienst gehen, nicht beten oder in der Bibel lesen, dürfen wir auch nicht annehmen, dass sie heilig dem Herrn sind und ein auf Christus ausgerichtetes Leben führen. Heilige Tage unterstützen und fördern die uns von Gott geschenkte Zeit heilig auf den Schöpfer und sein Heil auszurichten und für ihn zu leben.

Ein Lied zur Vertiefung: https://www.youtube.com/watch?v=z4DfnDVUbak


NT – Markus 9,30-41 KINDER ALS ERBEN DER GOTTESGEMEINSCHAFT

Alle Kinder nahmen vom Säuglingsalter an den großen Heilsfeiern Israels teil. Die Jungen waren beschnitten und damit äußerlich für die Bundesgemeinschaft gezeichnet. Sie nahmen auch alle – gleichgültig welchen Alters – am Passahmahl (vergleichbar mit Heiligem Abendmahl / Kommunion) teil. Erst mit 12 Jahren galt damals der junge Mann als Mitglied der jüdischen Gemeinde. Er war ab dann selbst verantwortlich, das Gesetz verantwortlich zu halten und wurde rechtlich wie ein Erwachsener behandelt. Bis zu diesem Zeitpunkt ist jedoch das Kind hilflos und in den Familienbund eingegliedert, es steht jedoch unter der gleichen Verheißung und dem gleichen Segen wie seine Eltern. Jesus nimmt also hier Kinder unter diesem Alter von 12 Jahren von den Müttern in die Arme – entgegen der Abwehr der Apostel – und rührte sie an. Das bedeutet, dass er seine Hände auf sie legte und sie mit der Fülles des Himmels und des Bundes segnete. Er will damit sagen, dass diese Kinder bereits Erben der Bundesgemeinschaft und Gottesherrschaft sind, auch wenn sie noch nicht in das „Bar Mizwa und Bat Mizwa“ Alter gekommen sind.

Kinder sollen früh gesegnet werden, früh im Familienbund Gottes, Zuhause und in der Gemeinde, verantwortlich durch die Eltern erzogen werden. Ihnen obliegt zuerst die Aufgabe, sie zu unterrichten und sie in die Heilsgeschichte Gottes mit hineinzunehmen. Kinder sind auch ohne intellektuelle Erwachsenen-Entscheidungsfähigkeit Teil und Glied der christlichen Gemeinde wie die in Israel bei den Bundesfeiern geschah. Dies gilt auch dann, wenn sie noch nicht 12 oder 14 Jahre alt sind, auch wenn sie noch nicht das religiös-rechtliche Alter erreicht haben. Die Zukunft und Ausbreitung der christlichen Gemeinde beginnt mit der Arbeit und segnen der Kinder.

Abschlussgebet

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

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Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

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11. Mai – Barnabas-Tag

11 Donnerstag Jun 2020

Posted by Bischof Meyer in Hauskirche, Sonn-&Feiertage

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Schlagwörter

Aposteltag, Gebet um Liebe und Frucht, Gemeindegründung, Glaubensgrundlage, Spitzname - Christ?

Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.


Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen.

Heute 11. Juni:  St. Barnabas-Tag.

Die gesamte Jahreslesung hier zum Download:  http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf


Tagesspruch

„Wie lieblich sind auf den Bergen die Füße der Freudenboten, die da Frieden verkündigen, Gutes predigen und Heil verkündigen.“ (Jes 52,7)

Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.


Schriftteil

NT – Apostelgeschichte 11,22-33

https://www.bibleserver.com/EU/Apostelgeschichte11%2C22-33

Gebet – Psalm 16

https://www.bibleserver.com/LUT/Psalm16

NT – Johannes 15,12-17

https://www.bibleserver.com/EU/Johannes15%2C12-17


Homilie /Anstöße zu den Lesungen

NT – Apostelgeschichte 11,22-33

Joachim Schäfer – <a href=“https://www.heiligenlexikon.de“>Ökumenisches Heiligenlexikon</a>

Grundlagen für Gemeindegründung – Lehre und Seelsorge

Die Heidenmission beginnt durch Petrus in Kapitel 10. Und schon hier in K 11 erkennen wir einige Auswirkungen. Antiochia spielt als Großstadt im römischen Reich als drittgrößte Stadt schon damals und dann in der frühen Kirchengeschichte eine bedeutende Rolle. Die Wurzeln zur Weltmission finden wir hier. Barnabas scheint zu einer Gruppe zu gehören, die ähnlich glaubten und dachten wie Stephanus (K 7,1-53). Als die Verfolgung in K 8,1 begann, wurden die Gläubigen von Jerusalem verfolgt und zerstreut. Solche mit griechisch sprechendem Hintergrund aus Jerusalem missionierten aber weiter in der von griechischer Kultur geprägten Stadt Antiochia, Syrien. Viele hörten dort zum ersten Mal das Evangelium und kamen zum Glauben an Christus. Was nun? Barnabas, Levit und Seelsorger, der bereits kurz nach der Bekehrung des Paulus mit diesen Gesprächen aufgenommen hatte, holt ihn aus dem entfernten Tarsus nach Antiochien und beginnt mit diesem begabten Lehrer eine Art Jüngerschule. Die dort jung bekehrten Gläubigen erhalten ein Jahr lang einen intensiven Glaubenskurs, eine Art Kathechese. Beide legen die Grundlage für den christlichen Glauben: Über die Umkehr von toten sündigen Werken, über den Glauben an Gott, über die Lehre von verschiedenen Taufen, auch vom Händeauflegen, von der Auferstehung der Toten und vom ewigen Gericht (Hebr.6,1+2). Erst dann erhalten die Gläubigen ihren Spitznamen. Ab dann werden sie zum ersten Mal CHRISTIANOUS -Christen genannt. Warum? Sie hatten die ganze Lehre über Christus, wie sie die Apostel überlieferten und lehrten, erfasst, verinnerlicht und vor Ort gelebt. Dies erkannten die Menschen in der damaligen Großstadt Antiochien, denn Neubekehrten leben und handeln wie Christus. Deshalb wurden sie Christianer genannt. Gott gebrauchte die beiden neuen Apostel in Seiner neuen Weltmission, Paulus als Lehrer und Barnabas mehr als Organisator und Seelsorger (Sohn des Trostes). Beide Aspekte sind sowohl für das Wachstum des persönlichen Glaubensleben als auch für eine neue Missionsgemeinde außerordentlich wichtig.


NT – Johannes 15,12-17 – Bleibende Frucht in der Mission erbitten

Obwohl sich diese Verse zuerst auf die zwölf ursprünglichen Apostel beziehen, sollen sie am Barnabas-Tag eine Beziehung zu Barnabas herstellen. Auch Barnabas wurde ausgewählt, um erlöst zu werden und dann als Sendbote / Nachfolge-Apostel für Christus in Seine Mission ausgesandt zu werden. Er sollte mit den anderen Aposteln (Apg 1,2) den Großen Missionsbefehl ausführen (Mt 28,18-20). Auch er wurde, wie sie beauftragt, Früchte der Liebe zu tragen. Diese Liebe zeigt sich darin (V 17), dass er selbst als Sohn des Trostes bezeichnet wird. Er bringt Paulus, den Christenverfolger, als Neubekehrten zu den ängstlichen Aposteln und begleitet ihn dann über die Jahre bis zum gemeinsamen Einsatz. Barnabas bringt, wie die Apostel, andere Menschen zu Christus (Apg 2,41-47; 4,32-35). Diese missionarische Frucht, die Barnabas so wirkte, war in Antiochien und auch sonst seiner Mission eine bleibende Frucht. Denn diese von ihm angebotene und verkündete Erlösung durch Christus ist ein bleibendes Geschenk Gottes. Was auch immer die Apostel und Barnabas im Gebet bei Gott erbeten sollten, hatte sicherlich zuerst damit zu tun, ihn zu bitten, was notwendig ist, um weitere Menschen durch die Liebe Christi zu gewinnen und zu Jüngern zu machen. Diese Bitte bewegte Barnabas beständig in seinem Herzen. Bitten auch wir den Vater in Jesu Namen, dass er Arbeiter in seine Ernte sende und dass auch wir Fernstehenden die Liebe Christi in Wort und Tat durch das Evangelium bezeugen.

Abschlussgebete

Tagesgebet zu St. Barnabas

Herr, allmächtiger Gott! Du hast Deinen heiligen Apostel Barnabas mit besonderen Gaben des Heiligen Geistes ausgerüstet. Wir bitten Dich: lass es uns weder an Deinen mannigfaltigen Gaben ermangeln noch an der Gnade, dieselben stets auch zu Deiner Ehre und Verherrlichung zu gebrauchen. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.


Mehr zum Barnabas Gedenktag aus dem Heiligenlexikon:

https://www.heiligenlexikon.de/BiographienB/Barnabas.htm

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10. Mai – Hauskirche

10 Mittwoch Jun 2020

Posted by Bischof Meyer in Hauskirche

≈ Ein Kommentar

Schlagwörter

Hinternisse im Pfarramt, Nachahmung, Vorbilder

Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.


Schriftteil

AT– 3. Mose /Levitikus 21

https://www.bibleserver.com/EU/3.Mose21

Gebet – Psalm 132

https://www.bibleserver.com/LUT/Psalm132

NT – Markus 9,42-50

https://www.bibleserver.com/EU/Markus9%2C42-50


Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT – Levitikus 21 – Vorbilder im Verhalten für das Haus Gottes (AT & NT)

Dieses, wie auch das nachfolgende Kapitel, befasst sich mit der Heiligkeit der Priester, die in die Gegenwart Gottes treten sollen.

V 1-15 Zuerst werden die Familienangelegenheiten der einfachen Priester, dann des Hohenpriesters geregelt.

V 16-24 Danach geht es um die körperlichen Unvollkommenheiten, die zum Dienst in und um das Heiligtum untauglich machen.

Der Dienst des Hohenpriesters und der Priester im reinen, geordnenten und symbolischen-himmlischen Heiligtum

Bei den im Heiligtum diensthabenden Priestern soll die Vollkommenheit Gottes in ihrem Lebenswandel zum Ausdruck gebracht werden. Das ist ein zentrales Anliegen für die Leitung und das priesterlich lebende Gesamtvolk.

Im nächsten Umfeld des Priesters gelten deshalb für seine Familie und die Verwandtschaft besondere Heiligungsregeln. Teilweise haben einige Vorschriften mit dem Verhalten bei Tod deshalb etwas zu tun, weil den Verstorbenen in Israel keine göttliche Verehrung zusteht. Das wäre ein Verstoß gegen das erste und zweite Gebot der Gottesverehrung. Bei ägyptischen heidnischen Kult- und Trauerbräuchen war diese Verehrung bis hin zur Vergöttlichung des Pharaos üblich. Doch Tote sollten keine göttliche Verehrung bekommen. Deshalb auch im NT: Lasst die Toten ihre Toten begraben. Auch körperliche Fehler durften weder bei den Priestern noch bei den zu opfernden Tieren vorgefunden werden. Die körperliche Unversehrtheit des Dieners wie auch des Opfertieres waren gefordert. Sie sollte die Unversehrtheit Gottes zum Ausdruck bringen und die mit ihm in enger Gemeinschaft dienenden Priester. Ganz und völlig hat erst Jesus Christus, der vollkommen reine Hohepriester nach der Ordnung Melchisedeks, diese Forderung erfüllt (Heb. 9,11-14). Er war ohne jegliche Sünde von Geburt an und sündigte nie im irdischen Leben. Aus diesem Grund sollen Priester und Gläubige, sich Gott in Reinheit und im heiligen Schmuck auch Gott nahen.

Die Forderung zur Trennung von Unreinheit und zur Heiligung (reiner und guter Dienst und Lebenswandel) wird im Neuen Testament fortgesetzt. Der christlichen Gemeinde wird ihr Bischof (Aufseher) der Gemeinde als Vorbild vor Augen gestellt (1Tim 3, 1-16). Auch das Umfeld seiner eigenen Familie hat darin eine besondere Bedeutung: Frau und Kinder. Der Bischof steht hier anstelle des Priesters des Alten Testaments, gefolgt im gleichen Abschnitt von den Diakonen (AT – Leviten). Diese dienen zusammen mit dem Priester, der jetzt die AUFSICHT im HAUSHALT GOTTES hat. Auch sie dienen nun vorbildhaft zusammen mit ihren Familien. Ihr priesterliches Verhalten wird Vorbild für die Gemeinde und Kirche des neutestamentlichen königlichen Priestertums. Wie man sich dort im Hause Gottes verhält, wie man rein und heilig lebt, das obliegt ihrer Verantwortung und priesterlichen Leitung vor Gott. In der Ordinationsliturgie der Anglikanischen Kirche fragt deshalb der Bischof den Pfarrer (Priester) und auch den Diakon:

Bischof: Werdet ihr gewissenhaft euer Leben und das Leben eurer Familien gemäß der Lehre Christi gestalten und sowohl euch selbst als auch sie, so viel an euch liegt, zu heilsamen Vorbildern der Herde Christi machen?

Antwort: Ja, das werde ich, so wahr mir der Herr helfe.

Das Allgemeine Gebetbuch II (221 Seiten gratis zum Download) Speziell zum Nachlesen S. 163 mit allen Fragen und Antworten zur Einsetzung von Geistlichen.

AGB TeiI II_mit_Inhaltsverzeichnis


NT – Markus 9,42-50 Gemeinsame Salzkraft in der Nachfolge Jesu

Gemeinsame Salzgewinnung in Vietnam

Dieser Abschnitt scheint sich auf den früheren Rangstreit der Jünger zu beziehen, wer denn der Größte unter ihnen sei (V 33-35). Bei alledem geht es um das selbstlose und ernste Nachfolgen und das Verhalten der Jünger untereinander und im Dienst. Die Ernsthaftigkeit besteht darin, dass der Jünger bereit sein soll, das eigene Ich zurückzustellen, besonders wegen der Hilflosigkeit der Mindergeachteten und Kleinen. Gott will auch ihren schwachen Glauben schützen, damit sie nicht vom Glauben abfallen. Und auch die Jünger sollen bewahrt werden, nicht in der Nachfolge Jesu abzufallen. Dies würde aber dann geschehen, wenn sie sich selbst wieder in den Mittelpunkt stellen würden. Das geschieht durch stolzen Blick, stolzes Handeln und stolzen Wandel: Durch Auge, Hand und Fuß! Wenn dies aber geschehen würde, ständen sie selbst vor dem strengen Gericht Gottes und vor dem ewigen Tod.

Auch Jünger Jesu müssen sich immer wieder das Gericht Gottes vor Augen halten, dem sie endzeitlich entgegengehen. Bei allem geht es aber darum, die geistliche Salzkraft als Jünger Jesu zu erhalten. Wird die eigene Größe und Bedeutung herausgestellt, wird das Salz, die Kraft des Jüngers, wirkungslos. Wird aber das Vorbild des Meisters im eifrigen Dienst an den Schwachen und Hilflosen erkennbar, dann entfaltet sich die größte Salzkraft.

Wenn wir dies als Jüngern Jesu beachten, dann entfaltet sich auch bei uns liebende Harmonie, dem Hilflosen wird geholfen und das Umfeld unserer Gesellschaft wird durch Reich Gottes gewürzt.

Abschlussgebet

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

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