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Das Allgemeine Gebetbuch

~ Das Gebetbuch gründet sich auf die klassische Version von 1662

Das Allgemeine Gebetbuch

Archiv des Autors: Bischof Meyer

13. Juli – Hauskirche

13 Montag Jul 2020

Posted by Bischof Meyer in Allgemein

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Familien- oder Hausandacht

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Gebet – Psalm 17

https://www.bibleserver.com/EU/Psalm17

Schriftteil und Anstöße

Alttestamentliche Lesung: 4.Mo/Numeri 17

https://www.bibleserver.com/EU/4.Mose17

Erwählte oder nicht erwählte Leiter, mit welcher Frucht?

Eine Bewegung ähnlich wie von politischen Gruppen behauptet: „Wir sind das Volk“ oder kritischen kirchlichen wie, „Kirche von unten“, wird durch die sogenannte Rotte Korah und mit anderen angesehenen Führern des Volkes hervorgebracht Sie wollten die die Leitung innerhalb der Priesterschaft und die Führung des Volkes bestimmen oder übernehmen. Damit rebellieren sie gegen Gottes Anordnungen und eingesetzte Leiterschaft (ein hierarchische Leitung von oben). Als Antwort Gottes kamen 250 Männer mit ihren Sippen auf tragische Weise – durch Feuer und Erdrutsch – vor den Augen aller um. Denn diejenigen, die sich anmaßten Priester zu sein, brachten mit ihrer priesterlichen Anmaßung – durch ihre mit Weihrauch gefüllten Opferpfannen – nur Leid und Tod über sich, ihre Sippen und auch über das ganze Volk.

Als ob diese Warnung nicht schon genug gewesen wäre, empörte sich am nächsten Tag das gesamte Volk gegen Mose, Aaron und damit gegen Gott selbst. Die Antwort Gottes kam prompt: Eine Pandemie ohne Ankündigung – eine Plage beschreibbar wie die Pest – ein Gericht Gottes mit plötzlich fast 15.000 Toten. Hatte denn eine Krankheit und Plage etwas mit Sünde und dem Gericht Gottes zu tun? An dieser Stelle sicher und auch in Zeiten der Geschichte Gottes und auch heute noch.

Wie wurde diese sich plötzlich ausbreitende Seuche gestoppt? Nur durch den lebensrettenden Einsatz der von Gott bestimmten Priester: Mose konnte hier nicht mehr wie am Sinai bitten, sein Leben für das Volk zu opfern. Er konnte auch nicht noch einmal gegen Gott argumentieren, dass er seine eigenen Verheißungen und Pläne und sein Zeugnis in der Welt zunichtemachen würde. Es gab nur noch eine Lösung, die eigentliche Aufgabe eines Hohenpriesters wahrzunehmen, Nahebringer, Gnadenbringer und Versöhner zwischen Gott und Menschen zu sein. Dieses von Gott gegebene Amt gründete sich nicht auf subjektive Dinge der Menschen, sondern im objektiven göttlichen hohenpriesterlichen Amt. So stellte sich dann Aaron auch in den Riss, begab sich mitten unter die Seuchenplage, betete und räucherte zwischen den Lebenden und Toten. Nur so stoppte er den Zorn Gottes. Dies tat er uneigennützig, riskierte sein Leben, und zwar genau im Gegensatz zu den vorigen Leitern der Rotte Korah. Ihnen ging es um doch nur um eigennützige Vorteilnahme, Mitbestimmung und Macht, nicht um Gottes und des Volkes nützliche Hilfen. Sie aber brachten mit ihrem selbsterwählten Priestertum mit nachhaltiger Auswirkung auf das Volk nur Unheil und Tod hervor. Dagegen opferte sich der Hohepriester Aaron, setzte sich selbst der Lebensgefahr aus. Er brachte aber durch seinen Einsatz die Gnade und Versöhnung durch die Gebete und den sichtbaren Weihrauch unter die Betroffenen und unter dem Zorn Gottes Stehenden. So ist Versöhnung, so muss der wahre Frieden sein! Und diese Versöhnung kommt hier nicht durch das von unten selbsterwählte, sondern durch das von oben geschenkte Priestertum Gottes.

Auch heute sollten alle, die in einem christlichen Dienst stehen, sich neu fragen: Ist mein Amt und Dienst, subjektiv, selbst erdacht und selbst erwählt, egal, ob im etablierten kirchlichen oder freikirchlichen oder ganz unabhängig christlichen Bereich? Oder stehe ich in einer göttlichen Linie zum objektiven Amt des Hohenpriesters Jesus, der Nachfolge und Vollmacht der ursprünglichen Apostel und der von ihnen danach eingesetzten Bischöfe? Und wenn ja, verkündige ich auch das sukzessive, ursprüngliche und klare Evangelium Jesu mit gleicher Kraft zur Sündenvergebung und Errettung vom ewigen Tod zum ewigen Leben? Denn nur dieses Amt und dieser Dienst wird blühen und Ewigkeitsfrucht bringen.

Dass nun bei der endgültigen Prüfung des geistlichen Amtes unter allen zur Prüfung aufgestellten Leitungsstäbe nur Aarons Mandel-Stab blühte, hatte besondere Bedeutung: Das hebr. Wort für Mandel hat die Bedeutung von Fleiß und Wachen. Der Mandelbaum ist einer der frühesten blühenden Bäume in Israel mit besonders herrlichen Blüten. Der von Gott eingesetzte Stamm Levi mit Aaron als Repräsentanten sollte über das Volk Gottes eifrig wachen, blühen und Früchte tragen. Dies deutet auch der Prophet Jeremia (1,11-12) damit an: Einen Mandelzweig sehe ich. Da sprach der HERR zu mir: Du hast richtig gesehen; denn ich wache über mein Wort und führe es aus.

Wollen wir auch heute an diesen Mandelzweig denken. Gott wacht über jedes Amt und jeden Dienst seiner Kirche mit dem Ziel, dass durch jeden göttlichen Dienst herrliche Blüten und gute Früchte entstehen.



Neutestamentliche Lesung
– Markus 15,6-20a

Diesen Text lesen und selbst meditieren!

https://www.bibleserver.com/EU/Markus15%2C33-41


Abschlussgebet

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

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11. Juli – Hauskirche

11 Samstag Jul 2020

Posted by Bischof Meyer in Katechismus

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Familien- oder Hausandacht

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Schriftteil und Anstöße zur alttestamentlichen Lesung

AT– 4Mo/Numeri 15,22-46 – Ruhetag Gottes halten = seine Herrschaft anzuerkennen

https://www.bibleserver.com/EU/4.Mose15%2C22-46

V 22-31 Versehentliche und vorsätzliche Sünden.

Es gibt unwissentliche Schuld, die dann aufgedeckt wird, wie z.B. bei den Kreuzigern unseres Herrn Jesus, die ohne Wissen den Gottessohn töteten. Er vergab diesen ihre Schuld. Dann aber gibt es die öffentliche, willentliche und bewusst herbeigeführte Schuld, die willentlich gegen Gott gerichtet ist und nicht vergeben werden kann. Darunter fallen diese beiden Abschnitte.

V 32- 36 Schändung des Ruhe – und Schöpfer-Tages. Diese Menschen verwerfen den Sabbat, der als äußeres Zeichen der Zugehörigkeit zu Gott Jahwe steht. Sie sind anmaßende Sünder, die absichtlich gegen Gottes Willen und seine Herrlichkeit sündigen. Solche auf diese Weise begangene Sünden sind außerordentlich schwer anzusehen. Wer auf diese Weise das Gebot bricht, lehnt Gott als Herrn ab und verachtet sein Wort. So etwas tun nur anmaßende Sünder. Sie halten sich für zu groß, zu gut und zu weise, um von ihm regiert zu werden. Ein besonderer Fall von Vermessenheit ist wird hier auf die Sünde des Sabbatbruchs angewandt. Das Vergehen bestand darin, am Sabbat Holzstücke zu sammeln, um ein Feuer zu machen, während die Menschen am Tag zuvor 2Mo/Ex 16,23 backen oder kochen sollten. Außerdem diente dieses Verbot auch dazu, dass mit der Errichtung der Stiftshütte und der jetzt Levitischen Opferungen, keine familiären Priesterhandlungen im eigenen Haus durchgeführt werden durften. Dies wäre dann ein fremdes und unannehmbares Opfer gewesen. Das Holzsammeln geschah als Affront sowohl gegen das Gesetz als auch gegen den Gesetzgeber. Gott ist eifersüchtig, wenn er entehrt wird und seine Sabbate gebrochen werden. Eine Entweihung wird den Menschen schuldig machen, egal, was Menschen auch immer tun.

Gott beabsichtigte diese Strafe als Warnung für alle anderen, dass sie sich ein Gewissen machen und den Sabbat heilig halten. Und dies geschah in der Absicht vollkommener Liebe und Gerechtigkeit. Das Recht Gottes, auf Beachtung eines besonderen Tags der Hingabe an ihn selbst wird durch Unglaube und stolze Ablehnung verweigert. Es besteht ein riesengroßer Unterschied zwischen dem Mann, der am Ruhetag Gottes Feuerholz sammelte, der sich die Wochenzeit nicht einteilen konnte und die „Gotteszeit“ dazu benutzt, um sich Sorgen zu machen , Arbeiten auszuführen, Reichtümer anzueignen, und demjenigen, der diesen Tag benutzt, um seines Schöpfer zu denken, ihm für die irdischen und himmlischen Segnungen zu danken, um mit neuer Kraft für die neue Woche ausgerichtet zu werden, Ihm weiter zu dienen.

Solch ein Mensch ist wie der reiche Kornbauer, der unablässig seine Zeit, Energie und Planung dazu verwendet, beständig seinen Reichtum zu vermehren. Doch diesen Tag zu benutzen, um Reichtum zu vermehren, irdischen Wünschen, Zerstreuungen und Hobbies nachzugehen, die dem Willen Gottes entgegenstehen, werden zum Ruin führen und am Ende eine schreckliche Belohnung zur Folge haben.

Da nun der Sabbat als einziges Gebot im Neuen Testament nicht wiederholt wurde, eher abgelehnt wird (Kol 2,16+17), weil sich dieser Tag in Christus und seiner Ruhe und Auferstehung zum Herrentag entfaltet und ER das Ziel des Gesetzes ist, wird dieser erste Tag der Woche von der frühen Christenheit als Tag der Neuschöpfung gefeiert, an dem wöchentlich das Erinnerungsmahl des Herrn gehalten wurde. Dieser Tag, mit dem Zentrum der neuen Schöpfung des Menschen und des Alls durch Jesus Christus, sollte von allen wahren Christen primär beachtet und gefeiert werden.

Vers 37-41 – Erinnerungshilfen, die Sünde zu vermeiden

Erinnerungsknoten mit Farbe blau für den Himmel

Das Volk wird vom Herrn angewiesen, an den Grenzen seiner Gewänder Zotteln oder Franzen zu machen. Die Juden unterschieden sich damals sowohl in ihrer Kleidung als auch in ihrer Ernährung von ihren Nachbarn und lehrten sichtbar damit, sich in diesen und anderen Dingen nicht an die Lebensweise der Heiden anzupassen. Sie bekannten sich als Juden, als Lobpreis Gottes, wo immer sie wohnten, und schämten sich nicht für ihren Gott und sein gutes Gesetz. Die Baumeln und Franzen dienten nicht dazu, den Körper durch die Kleidung hervorzuheben oder zu schmücken, sondern um ihre Gedanken zu leiten und Erinnerungen an den Willen Gottes zu wecken (2 Petr 3,1). Wären sie versucht wegen schöner Beine, weiter über den Körper des Menschen damit verbundenen sexuellen Lüsten nachzudenken, würden sie versucht werden zu sündigen. So aber würde dieser Rand mit Franzen als eine Art Gitter sie warnen, dass sie nicht Gottes Gebote brechen. Wir würden dies mit einem Knoten im Taschentuch, mit einer Art Erinnerungshilfe für das geistliche Leben vergleichen.

Erinnerungsknoten an den Willen Gottes

Deshalb sollten wir auch heute kreativ sein und alle Mittel einsetzen, um unsere Erinnerungen mit den Wahrheiten und Vorschriften des Wortes Gottes aufzufrischen. Solche Erinnerungsknoten, die wie ein Band um den Arm getragen werden, wie: WWJD – what would Jesus do? -oder WWJT – was würde Jesus tun? – können auch heute noch unseren Gehorsam stärken. Auch regelmäßige Schriftlesung und Gebet werden unseren Geist gegen Versuchungen stärken und uns vor Sünde bewahren. Wir sollen unserem Gott heilig sein, uns vor Sünde zurückhalten und aufrichtig seinem Dienst widmen. Was aber ist der einzige Grund für alle Gebote, die immer wieder zur Erinnerung wiederholt werden? „Ich bin der Herr, dein Gott.“

(Teilweise angelehnt (Num 15, 32-46) an Matthew Henry’s Kommentar zur ganzen Bibel)


Neutestamentliche Lesung – NT – Markus 15,6-20a

https://www.bibleserver.com/EU/Markus15%2C6-20

Gebet – Psalm 11+12

https://www.bibleserver.com/EU/Psalm11

Eigene Lesung und kurze Meditation über den Text:

Abschlussgebet

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

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10. Juli – Hauskirche

10 Freitag Jul 2020

Posted by Bischof Meyer in Hauskirche

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Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Schriftteil

AT– 4Mo/Numeri 15,1-21

https://www.bibleserver.com/EU/4.Mose15%2C1-21


Homilie /Anstöße zur Alttestamentlichen Lesung

Numeri 15,1-21 – Der Blick nach vorn, lebendige Opfer zu bringen.

Nachdem das Volk, ohne den Willen Gottes zu erfragen, das Heft in die eigene Hand genommen hatte, erlebte es als Antwort eine der größten Niederlagen . Mit der Aussage: „Wenn ihr in das Land kommt, das ich euch zur Wohnung geben werden V2“, wird sofort der Blick nach vorn gerichtet. Wenn das verheißene Land dann ihr Wohnsitz sein wird, dann werden sie sofort daran erinnert, gleich zu Beginn  aus Dankbarkeit Gott Opfer zu bringen. Das Anliegen Gottes hier in Numeri geht dahin, von Anfang an gute Ordnungen für sein Volk, für die Gemeinde Gottes zu etablieren. In Levitikus 2 wurde schon auf das Speisopfer hingewiesen, hier aber geht es um die Einzelheiten der genauen Mengen. Gott aus Dankbarkeit zu ehren, steht nicht irgendwann am Ende einer Wohnsitznahme, sondern gleich zu Beginn. Dankbarkeit als lieblicher Geruch und herzliche Atmosphäre, soll doch jeden Wohnsitz und Familienverband durchziehen. Hier werden verschiedene freiwillige Opfer aufgezählt, die aber dann als allumfassendes Opfer gebracht werden sollen.

Personen, die zu dieser dankbaren Volksgemeinde zugezählt werden, sind Einheimische und auch Fremdlinge. Also nicht die Blutsgemeinschaft ist Grundlage dieser Volksgemeinschaft, sondern sie wird durch Anerkennung des Bundesschlusses und durch Teilnahme am einheitlichen Gottesdienst mit seinen Ordnungen aufgebaut und begrenzt. Nicht umsonst wird Israel erinnert: Habt den Fremdling lieb, denn ihr selbst ward Fremdlinge in Ägypten. Im Volk Gottes gibt es also kein völkisches oder sogenanntes Rassenproblem. Israeliten und Nicht-Israeliten sind eingeladen, sich durch Teilnahme am Bundesschluss und der Gottesdienstordnung dankbar dem lebendigen Gott darzubringen. Es ist der gemeinsame Gottesdienst, der das alte und neue Bundesvolk Gottes eint. So spricht Jesus nur von denen, die nicht durch Blutsabstammung, sondern durch göttlichen Abstammung (Joh 1,13) von oben her dazugehören. Er macht deutlich, dass nicht diejenigen aus seiner leiblichen Familie dazugehören, sondern nur solche, die den Willen Gottes tun (Mt 12,46-50).

Für dieses Volk Gottes, hat der Gottesdienst eine große Bedeutung. Das Speisopfer hier aus feinem Mehl mit Öl vermengt, stellt für sie einen Kuchen, einen Leib dar. Römer 12,1 sagt: … dass ihr euren Leib hingebt als ein Opfer, das lebendig, heilig und Gott wohlgefällig sei. Das sei euer vernünftiger Gottesdienst. Das Opfer Gottes und das persönliche Opfer ist das zentrale Anliegen dieser alten und auch neuen Volksgemeinschaft. Weil Gott selbst ein so großes Opfer dargebracht hat (Passa- und Kreuzerinnerung), sollen sie ihm ihr Leben dankbar zum Dienst zur Verfügung stellen.

Das Öl spricht vom Heiligen Geist, der diesen Leib erfüllen und heiligen soll, der Wein spricht von der Erlösung, im NT als von dem kraftvollen neuen Wein in neuen Schläuchen. Sind wir durch Jesus und durch die Annahme seines Opfers bereits im Glauben in dieses verheißene himmlische Land eingetreten? Dann lasst uns beständig unsere Erstlingsfrüchte zusammen mit unserem Leben als ein beständiges und lebendiges Opfer bringen.


Neutestamentliche Lesung

NT – Markus 15,1-5

https://www.bibleserver.com/EU/Markus15%2C1-5


Gebet – Psalm 11+12

https://www.bibleserver.com/EU/Psalm11

Abschlussgebet

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

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9. Mai – Hauskirche

10 Freitag Jul 2020

Posted by Bischof Meyer in Hauskirche

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Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Schriftteil

AT– 4Mo/Numeri 14,26-45

https://www.bibleserver.com/EU/4.Mose14%2C26-45

Gebet – Psalm 10

https://www.bibleserver.com/EU/Psalm10

NT – Markus 14,66-72

https://www.bibleserver.com/EU/Markus14%2C66-72


Homilie /Anstöße zur AT Lesung

AT– Numeri 14,26-45 – Mutige Taten nach Resignation. Empörende nehmen ihre Geschichte in eigene Hand.

Bisher nur als Videopredigt veröffentlicht: https://www.youtube.com/watch?v=XRt2_PvPZtg&t=192s

In ihrer Resignation vor den Riesen wünschte das Volk lieber in der Wüste zu sterben als mutig das Land zu erobern. Das Fürbittengebet zur Versöhnung des Volkes wurde zwar von Gott so erhört, dass er das ungehorsame Volk nicht vernichten werden würde, sie jedoch die Folgen ihres Ungehorsam erfahren sollten. Sie wollten wieder nach Ägypten zurückziehen. Also will Gott, dass sie in diese Richtung – Schilfmeer – ziehen. Keiner der Empörer. Wollte in Land einziehen, also sollen dies nur ihre Kinder tun. Nun sollen die 40 Tage Erkundung ihnen zu 40 Jahren prüfende Wüstenwanderung werden.  Warum wohl? Damit sie erfahren, dass Er der Herr ist, dass Er alles in seiner Hand hält, dass Er den Erfolg schenkt, wenn seinen Verheißung geglaubt und mutig sein Wille getan wird.

Unter heftiger Sündenerkenntnis und dem plötzlichen Tod der 10 böswilligen Kundschafter vor Augen, kamen sie zu einer spontaner Entscheidung, nun doch den ursprünglichen Willen Gottes tun zu wollen. Doch Gott hatte bereits seinen ursprünglichen Plan für das Volk verändert. Trotzdem wollten sie in eigener Kraft ihre Geschicke und Geschichte in die Hand nehmen. Sie wollten vermessen nach eigener Einschätzung, Willkür und Kraft das zu Ende führen, was Gott nicht angeordnet und nicht mehr für sie auf seinem Plan stehen hatte. Sie entscheiden in eigener Regie zu kämpfen und ihren Willen umzusetzen. Mose und Aaron, die irdischen und geistlichen Leiter unterstützen nicht dies Aktion. Die Bundeslade als Bild der Gegenwart Gottes zieht nicht mit. Es werden keine Kriegstrompeten geblasen, die Gott erinnern sollen mit in den Kampf zu ziehen. Und das Ergebnis ist eine schmerzliche und verlustreiche Niederlage durch die Bergvölker der Amalekiter und Kanaaniter.

Wir lernen, dass nur die gläubige und mutige Nachfolge unter dem Herrn, unserem Gott, nach seinem Willen Erfolg im Leben bringt. Wer das Heft oder das Konzept des Lebens in die eigene Hand nimmt, nicht wartet, dass Gott durch seine Leiter und Seine Initiative beginnt, der wird erfahren, wer nicht hören will, der muss fühlen. Entgegen diesem hören oft, dass für den persönlichen, wirtschaftlichen und kirchlichen Erfolg zuerst das positive Denken ausschlaggebend ist. Darüber äußerten sich u.a. Andrew Garnegie (Das Evangelium des Reichtums); Norman Vincent Peale (Die Kraft des positiven Denkens – ungeahnte Kräfte für Bewältigung des Lebens) und Robert H. Schuller (Move ahead with possibility thinking). Diese Denkweise ist weltweit verbreitet und erscheinen versteckt in vielen christlichen Publikation und Glaubenskursen und oft auch in Predigten. Wir müssen darauf achten, dass wir zuerst nach Psalm 1 über dem Willen Gottes nachdenken, meditieren, Tag und Nacht. Allein auf dieser Grundlage werden wir im in allen Lebensbereichen Erfolge haben und Früchte zur Ehre Gottes bringen. Allein das Mitgehen Gottes allein ist für den Erfolg entscheidend.

Abschlussgebet

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

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7. Juli – Hauskirche

07 Dienstag Jul 2020

Posted by Bischof Meyer in Hauskirche

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Schlagwörter

Angst, Glaube, Judas, Kuss, Riesen, Trauben, Unglaube, Verrat

Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

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Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Schriftteil

AT– 4Mo/Numeri 13

https://www.bibleserver.com/EU/4.Mose13

Gebet – Psalm 8

https://www.bibleserver.com/EU/Psalm8

NT – Markus 14,43-52

https://www.bibleserver.com/EU/Markus14%2C43-52


Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT– Numeri 13 – Innerer Zerfall und geistliche Abwärtsspirale vor der Land-Einnahme

Äußerlich hat das Volk Frieden. Doch die innerliche Bedrohung des Volkes Gottes, ihres Glaubens, setzt sich vor der Land-Einnahme weiter fort. Wir erkennen eine theologische Abwärtsentwicklung und einen Verlust des Glaubens. Es begann mit der Unzufriedenheit des Volkes, sie wurde verstärkt durch ihr Murren, gefolgt von übler Rede und Kritik an ihrem Leiter Mose. Hier folgen nun negative und aufgebauschte Berichte, die zur Rebellion führen können.

Zur Erkundung des Landes sendet Mose auf den Befehl Gottes 12 Mitstammesälteste aus, die noch jünger an Jahren waren, und eine 450 km Strecke vom Süden, Hebron, bis in den Norden (später Dan) hin und dann wieder zurück zu Fuß durchqueren sollten. Unter ihnen finden sich die später bekannteren Namen wie Josua und Kaleb. Da es sich um eine Mission des Herrn handelte, wurde Hoseas Name „er hilft“ zu Beginn in Josua, „der Herr hilft“ umgewandelt. Der gleiche Name später in Griechisch ist Jesus. Durch diese Namensveränderung sollten auch alle übrigen Kundschafter solch einen Blick bei der Erkundung und Beurteilung des Landes, dass „Jahwe hilft“, im Auge behalten. Diese 12 verließen etwa gegen Ende Juli das Camp und kehrten nach reicher Erfahrung und Erkenntnis mit Früchten des Landes, riesigen Trauben und Granatäpfeln, beladen wieder zurück. Die Zeit von 40 Tagen sollte gleichzeitig eine Prüfungszeit des Glaubens für sie und das wartende Volk sein.

Nach der gelungenen Auskundschaftung wurden zwei unterschiedliche Botschaften als Report an das Volk gegeben. Einmal war es ein Bericht des Glaubens durch Josua und Kaleb, dann des Unglaubens. Würden sie auf den negativen Bericht der 10 Kundschafter unter dem Aspekt des Unglaubens hören und sich beeinflussen lassen, dann würden sie nur auf die Riesen, die Probleme und Unmöglichkeiten des Landes schauen, die sie überwältigen könnten. Als Resultat würden sie sich im Unglauben von der Land-Einnahme abwenden und somit Gottes Plan vereiteln. Sie würden dann nicht auf die Verheißung Gottes und die mitgebrachten Früchte des Landes schauen als Angeld und Vorschuss, sondern subjektiv auf ihre eigene Unfähigkeit, Schwachheit und ihren Fuß aus Angst und Unglaube nicht auf das vor ihnen liegende Land setzen.

Riesen auf Sylt –Rainer-Bresslein

Würde aber das Volk auf den Bericht des Josua und Kaleb hören, der unter dem Glaubensaspekt berichtet wurde, dass bei dieser Herausforderung „der Herr hilft“, wie er es auch beim Auszug aus Ägypten und unterwegs bisher bewiesen hatte, dann würden sie das Land bald für sich und Gott einnehmen.

Auch heute stehen wir als Christen und Verantwortliche für Kirche und Verkündigung des Evangelium vor unseren immer gegenwärtigen Riesen: Corona ist überall. Sollen wir ständig in Angst und so im Unglauben leben, uns zurückziehen? Wollen wir uns doch nicht durch die täglichen Statistiken, ständigen Berichte und neuen Vorschriften des Tages und der Woche von unserem eigentlichen Auftrag abbringen lassen: Sei getrost und unverzagt, nehmt jede Stätte ein, wo ihr eure Füße im Glauben hinsetzten werdet. Denn wer da glaubt, flieht nicht. Wollen wir gerade in Zeiten mit riesigen Schwierigkeiten uns nicht ängstlich zurückziehen, sondern gerade dann bereit sein, das Land des Reiches Gottes einzunehmen.

NT – Markus 14,43-52 Verrat am Leiter, aber die Fliehenden kommen später zurück

Nacht, Dunkelheit, Alleinsein. Der Leiter ist schlussendlich immer der Einsame, auch wenn sein Alleinsein nur vor Gott besteht. Dies wird daran deutlich, dass seine Mitarbeiter schlafen und ihren Meister allein lassen, ihn nicht verstehen und ihn sogar bald verlassen werden. Mittendrin verrät einer aus dem innersten Zirkel ihn mit einem verlogenen Kuss, der eigentlich die Abhängigkeit des Schülers vom Rabbi andeutete. Damit bestimmt er nun über den Meister und kennzeichnet ihn als Opfer des Todes. Petrus dagegen handelt impulsiv und fleischlich, als er mit dem Schwert die Folge der Festnahme verhindern will. Der Hinweis aber, dass es sich bei dem turbulenten Nachtgeschehen um die Erfüllung des Planes Gottes handelt, wird mit dem Hinweis auf die Erfüllung der Schrift bestätigt (Jes 53,3ff). Hier treffen geheimnisvoll menschliche und göttliche Entscheidungen aufeinander.

Die letzten beiden Verse deuten auf den Schreiber des Evangeliums hin, nämlich, dass der junge Mann, der die Flucht ergreift, Johannes Markus sein soll. Er ist derjenige, der dann später Petrus auf den Missionsreisen nach Rom begleitet und seine Botschaft dort dolmetscht, ihm das Evangelium (das wir hier lesen) übersetzt.

Abschlussgebet

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

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6. Juli – Hauskirche

06 Montag Jul 2020

Posted by Bischof Meyer in Hauskirche

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Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenk agen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Schriftteil

AT– 4Mo/Numeri 12

https://www.bibleserver.com/EU/4.Mose12

Gebet – Psalm 7

https://www.bibleserver.com/EU/Psalm7

NT – Markus 14,43-52

https://www.bibleserver.com/EU/Markus14%2C43-52


Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT– Numeri 12 – Umgang in Führungsposition mit Machtansprüchen

Auf halben Weg in das Verheißene Land find wir drei Anklagen des Volkes oder der Leiterschaft gegen Mose. Zu Beginn war es das Volk, jetzt kommt der Angriff aus der engen Leiterschaft. Kurz vor diesem Ereignis erhielt Mose 70 erfahrene Älteste im Volk zur Seite gestellt, die mit dem prophetischen Geist erfüllt wurden. Dieses mag ein Anlass für Mirjam und Aaron gewesen zu sein, ihre Stellung zu bewahren oder erneut herauszustellen. Mirjam war die Prophetin (Ex 15,20) und Frauenführerin des Volkes, Aaron der ordinierte Leiter der gesamten Priesterschaft. „Ich auch“ war der Ruf, ein Anschlag, um in die erste Leitungsposition zu kommen. Das Argument, dass sie hier gegen ihn hervorbringen, ist ein untergeschobenes völkisches Argument: Er habe sich eine Ausländerin (Kuschiterin) eine Dunkelhäutige zur Frau genommen. Kusch ist im Norden Arabiens zu suchen (Habakuk 3,7) und bezieht eher auf seine frühere Heirat mit Zippora. Unbewiesen ist eine zweite Heirat mit einer anderen Person. Diese Verbindung, so behaupten sie, würde ihn aber rechtlich von seiner Position als des Herrn Hauptsprecher und Propheten disqualifizieren. Die Attacke geht von der eigenen Schwester aus. Sie stiftet den Bruder und Hohenpriester Aaron mit an, gegen Mose als Hauptleiter zu rebellieren und sich in Führungsposition inmitten der neu eingesetzten 70 prophetischen begaben Ältesten zu bringen. Die Herausforderung gegen Mose als Leiter ist eine Anklage gegen Gott und seine Führung. Gott beruft sie in die Stiftshütte vor den Vorhang seiner Gegenwart und macht ihnen einmal den Unterschied seiner besonderen Beziehung und seines unterschiedlichen Redens zwischen Mose und anderen Propheten deutlich. Weiter straft er die Prophetin Mirjam, die diese Rebellion innerhalb der Leiterschaft inszeniert hatte, mit 14 Tage Quarantäne. Die bestand einmal aus sieben Tagen – wegen ihrer plötzlichen Hautkrankheit – außerhalb der Volksgemeinschaft zu leben, und weiteren sieben Tage des Abgesondertsein von ihrer Familienwohnung.

Machtpostition in Religion

Nicht nur in politischen Kreisen, sondern auch in christlichen und Kirchenleitungen findet man dieses Phänomen immer wieder, dass sich Menschen durch vorgeschobene Anklagen oder Themen rechtzeitig um Positionen und vorderste Plätze bringen wollen. In der Kirche Christi ist es nicht so. Demut (V 3) zeigt sich darin, dass sich die Person mit allen Wünschen und Ambitionen zurücknimmt, auch darunter leidet, und vor allem dem Auftrag und dem Willen Gottes gehorcht. In diesem Zustand ist der Leiter auch recht verletzlich durch Menschen. Aber wenn er in dieser Situation seine Persönlichkeit so sehr zurücknimmt, dass nicht er sich verteidigt, nicht er sich mit seinen Gegnern auseinandersetzt und argumentiert, sondern sich still verhält, dann kann Gott mit der Person handeln. Mose betet in dieser Zurückhaltung inständig zu Gott. Daraufhin erscheint Gott der Mirjam und dem Aaron direkt. Sie müssen sich vor ihm verantworten und erleben eine erfahrbare Züchtigung für ihre inszenierte Rebellion. Dann greift Gott direkt im Leben ein. Dieses geistliche Prinzip gilt auf allen familiären, kirchlichen und gesellschaftlichen Ebenen immer dann, wenn rechtliche Autorität und Führungspositionen infrage gestellt werden. Demut ist nicht nur eine Zurücknahme seiner Selbst, sondern zuerst eine positive Hingabe an die Berufung und persönlichen Dienst für Gott. Dies erkennen wir an der Demut Mose in seiner Leitung des Volkes Israels und besonders im Vorbild unseres Herrn Jesus Christus. (Phil. 2,3-8).

In der alten Kirche gab es die Frage: Woran erkennt man einen Bischof? Antwort: Daran, dass man ihn nicht hört! (Jedoch alles in der Stille mit Gott bespricht, dann aber zur rechten Zeit entscheiden kann). Wollen wir uns als Berufene der Verantwortung in unserer jeweiligen Leitungsposition bewusstwerden und nach diesen Prinzipien zur Ehre Gottes in Demut handeln, beten und warten, damit ER in seiner Zeit antwortet und auf seine Weise diese Angelegenheit löst.

NT – Markus 14,43-52 Verrat am Leiter, aber die Fliehenden kommen zurück

Nacht, Dunkelheit, Alleinsein. Der Leiter ist schlussendlich immer der Einsame, auch wenn sein Alleinsein nur vor Gott besteht. Dies wird darin deutlich, dass seine Mitarbeiter schlafen und ihren Meister allein lassen, ihn nicht verstehen und ihn sogar bald verlassen werden. Mittendrin verrät einer aus dem innersten Zirkel ihn mit einem verlogenen Kuss, der eigentlich die Abhängigkeit des Schülers vom Rabbi andeutete. Damit bestimmt er nun über den Meister und kennzeichnet ihn als Opfer des Todes. Petrus dagegen handelt impulsiv und fleischlich, als er mit dem Schwert die Folge der Festnahme verhindern will. Der Hinweis aber, dass es sich bei dem turbulenten Nachtgeschehen um die Erfüllung des Planes Gottes handelt, wird mit dem Hinweis auf die Erfüllung der Schrift bestätigt (Jes 53,3ff). Hier treffen geheimnisvoll menschliche und göttliche Entscheidungen aufeinander.

Die letzten beiden Verse deuten auf den Schreiber des Evangeliums hin, nämlich, dass der junge Mann, der die Flucht ergreift, Johannes Markus sein soll. Er ist derjenige, der dann später Petrus auf den Missionsreisen nach Rom begleitet und seine Botschaft übersetzt.

Abschlussgebet

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

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4. Juli – Hauskirche

04 Samstag Jul 2020

Posted by Bischof Meyer in Hauskirche

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Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Schriftteil

AT– 4Mo/Numeri 4

https://www.bibleserver.com/EU.Ne%C3%9C.MENG/4.Mose11%2C1-23

Gebet – Psalm 5

https://www.bibleserver.com/EU/Psalm5

NT – Markus 14,12-25

https://www.bibleserver.com/EU/Markus11%2C12-25


Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT– Numeri 11,1-23 – Lustprinzip in der Gemeinde und Gottes Abhilfe

Mit dem ersten Umzug und Ortswechsel entdecken wir eine Unzufriedenheit im Volk Gottes, das sich in den anschließenden Kapiteln 12-14 und in 16 und 20 weiter entfalten wird.

Ausschlaggebend für die „Infektion“ mit der Unzufriedenheit sind die mitgezogenen Fremden (unzufriedenes Gesindel: Mischvolk und Nichtisraeliten) aus Ägypten, die ursprünglich nicht zum Volk Gottes gehörten. Ihre einst nach Wünschen und Lüsten ausgerichtete Lebensweise Ägyptens (Fleisch und stimulierenden Gewürze, etc.) ist für sie sehr unbefriedigend. Sie stecken viele der Bundes-Israeliten mit dem fleischlich-seelischen Virus „Lasst uns endlich wieder Party feiern“ an. Diese infizierenden Gedanken (nach Fleisch und Gewürzen) verbreiteten sie unter dem Volk Gottes. Während der einjährigen zurückgezogenen Wüstenzeit, der Kontemplation und geistlich-strukturellen Neuorientierung vermissten sie Pep, Party und Privatgestaltung. Gott antwortet den in den Außenbezirken des Heiligtum zeltenden Fremden mit einem wütend um sich greifenden Feuer. Dieser Außen-Brand hätte den 12 Stämmen als Warnung dienen sollen, aber sie verstanden Gottes Warnung nicht.

Finden wir solche Mitbringsel und Ideologien nicht ähnlich in heutigen Beziehungskreisen? Da entstehen Beziehungen zwischen christlichen und nichtchristlichen Familien, und als Resultat unterschiedliche Gottes- und Lebensbilder dann vermischt in neuen Ehe- oder Lebenspartnerschaften. Wenn dann auch noch eine Person diese Partylebensgestaltung oder andere moderne Ideologie in den Mittelpunkt der Beziehung stellt, dann wird diese Beziehung bald zu brennen beginnen. Nach dem Motto: Ich benutze den und die andere nur solange, wie ich davon Nutzen habe und sie mich zufriedenstellt. Andernfalls verlasse ich diese Beziehung.

Wird dann neben dieser „Partystimmung“ auch noch eine Politik- und nichtchristliche Ethikgesinnung in die „Großfamilie“ der Ortsgemeinde und Kirche hineingebracht, wird dann das Feuer von außen her brennen und die Kirche Christi mit ihrer eigentlichen Berufung zerstören. Wollen wir darauf achten, dass weder die christliche Klein- noch Großfamilie mit dem Party for Life Virus (Wohlfühl- und Hauptsache gesund „Evangelium“) noch mit dem Virus Politics for Power (Machtpolitik in der Kirche) infiziert werden.

In dieser neuen Situation ist Mose verzweifelt. Er hat dieses Volk nicht geschaffen, ihm nichts verheißen, sieht sich auch nicht verantwortlich für ihre Nahrung noch ihre seelischen Bedürfnisse. Mit dieser neuen zusätzlichen Verantwortung fühlt er sich überfordert. Er möchte sie insgesamt abgeben und am liebsten sterben. In dieser Situation kommt Gott der Verzweiflung Moses entgegen. Weder tadelt noch lobt er Mose. Doch begegnet der ihm in seiner Gnade mit Trost, Verständnis und mit organisatorischem Rat und Hilfe durch den Heiligen Geist.

Oft geht es verantwortlichen geistlichen Leitern in der Ortsgemeinde und Kirchenleitung ähnlich wie Mose. Sie werden immer wieder durch neue Ideen, Wünsche, Aktionen, Hilferufe, Umstrukturierung der Kirche, etc. herausgefordert und in spannungsreiche und verzweifelnde Situationen geführt, die bis hin zu Depressionen, Burnout und Ausstieg aus dem geistlichen Dienst führen können. Gerade sie benötigen in solchen Situationen die Gnade und Hilfe Gottes, besonders durch geistliche Kraft und geistliche Neustrukturierung. Über dieses spricht im Einzelnen der nächst Abschnitt.

NT – Markus 14,12-25 – Wirkliche und wirksame Gegenwart Christ damals und heute

Das gemeinsame Mahl Jesu mit seinen Jüngern weist auf die ewige Bundesgemeinschaft unter der Gottesherrschaft hin. Das Thema der Bundestheologie: Ich will ihr Gott sein, und ihr sollt mein Volk sein, unter ihnen wohnen, unter ihnen Tisch- und Lebensgemeinschaft haben, zieht sich wie ein roter Faden durch die gesamte Bibel. Jeder Bund Gottes ist an Verheißungen und Verpflichtungen geknüpft und wird durch Zeichen (hier Brot und Wein) begleitet. Die Einsetzungsworte weisen von 1. Kor 11,23-28 geprägt auf den geheimnisvollen (sakramentalen) Charakter des Herrenmahls, der Heiligen Kommunion, unter den Zeichen von Brot und Wein hin. In dieser sich erinnernden und vergegenwärtigenden Kreuzestat Christi unter Einnahme der Elemente und der Anwesenheit des Heiligen Geistes erhalten die Jünger (damals und heute) Anteil an Seinem sühnenden Tod und der daraus fließenden Wirksamkeit für das persönlichen Leben.

Kommt das Wort zum Element, dann ersteht das Sakrament.

Obwohl dieses Sakrament nicht erklärt werden kann, es immer ein Geheimnis bleibt, verstehen Anglikaner die heilige Gemeinschaft am Leib und Blut Christi (1. Kor 10,16-17), oder „Die Heilige Kommunion“, als eine wirksame Realpräsenz Christi während Mahlfeier und mit Wirkung für das Leben eines jeden Gläubigen. Der Wunsch und das Verlangen, an dieser Danksagungsfeier (Eucharistie) regelmäßig teilzunehmen und gestärkt zu werden, sollte tief im Herzen eines jeden Christen verankert sein.

Abschlussgebet

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

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3. Juli – Hauskirche

03 Freitag Jul 2020

Posted by Bischof Meyer in Hauskirche

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Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Schriftteil

AT– Numeri 4

https://www.bibleserver.com/EU/Numeri10

Gebet – Psalm 3+4

https://www.bibleserver.com/EU/Psalm3

NT – Markus 14,1-11

https://www.bibleserver.com/EU/Markus11%2C1-11


Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT– Numeri 10 – Trompeten – geistliche Ordnungsfunktionen bei der Wanderung des Gottesvolkes

NT – Markus 14,1-11  – ohne Auslegung

Abschlussgebet

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

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2. Juli – Maria – Visitatio

02 Donnerstag Jul 2020

Posted by Bischof Meyer in Hauskirche, Sonn-&Feiertage

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Familien- oder Hausandacht am Morgen

zum Gedenken an Mariä Heimsuchung. Liturgische Farbe ist weiß. Fest Jesu Christi.

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Schriftteil

AT– Jes 11,1-5

https://www.bibleserver.com/EU/Jesaja11%2C1-5

Gebet – Psalm 89,2-19

https://www.bibleserver.com/EU/Psalm89%2C2-19

NT – Lukas 1,39-56

https://www.bibleserver.com/EU/Lukas1%2C39-56


Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT– Jesaja 11, 1-5 – Verheißene Gnadengaben durch Jesus erfüllt

Gott spricht dem geistlich hungrigen und durstigen Volk über ihre irdischen Bedürfnisse hinaus die Geschenke des Wortes, der Väter- und Davidsverheißung und des ewigen Bund zu. Die durch Jesaja hier angekündigten Gnadengaben Davids werden im Neuen Testament besonders in Marias Lobgesang, dem Benediktus, angesprochen und auf Jesus, dem Sohn Davids, bezogen.

Maria – Visitatio

NT – Lukas 1,39-56 – Maria geisterfüllt verherrlicht Gott

Schon in der Ankündigung der Geburt Jesu im Abschnitt zuvor (V 26-38) wird Maria ihre messianische Sonderstellung und Aufgabe verkündet, Jesus, den Sohn des Höchsten, auszutragen, damit er auf dem verheißenen Thron Davids regieren soll.

Als des Herrn Magd mit prophetischem Verständnis besucht sie, vom Geist Gottes geleitet, bald ihre Verwandte Elisabeth. Diese trägt den sechs Monate älteren Johannes, den Cousin Jesu, in sich. Er ist schon als Ungeborener mit dem Heiligen Geist erfüllt und erkennt im durch den Geist Gottes, dass das Embryo Marias der Messias ist. Auf Ihn hin ist sein Dienst ausgelegt. Johannes , im sechsten Monat, hüpft und strampelt geisterfüllt im Bauch der Elisabeth (Lu 1,15). Alle hier, Maria, Elisabeth und die noch Ungeborenen sind Geisterfüllte, die gemeinsam all das vollenden sollen, was Gott im Voraus gesagt und verheißen hatte.

Das, was Maria nun als geisterfüllte Frau über ihre Lippen hervorbringt, ist die Verherrlichung Gottes, des Herrn. Das Magnifikat (Vers 46-55), benannt nach der lateinischen Bibel „es verherrlicht“, lehnt sich vom Inhalt her an alttestamentliche Vorbilder an wie 1Sam 2,1ff; Ps 34,3 ff; 103,8ff. Sie verherrlicht mit diesem Lobgesang den Gott, der durch die ganze Geschichte Israels zu allen seinen Verheißungen steht, die nun durch Jesus erfüllt werden sollen. Gott hat sich als Heiland/Retter immer schon für die Niedrigen eingesetzt, aber auch die stolzen Mächtigen vom Thron gestoßen. Er denkt an die Verheißungen, die er Abraham und seinen Kindern gegeben hatte, und hilft ab jetzt durch den kommenden Messias seinen gläubigen Kindern von jetzt an bis in Ewigkeit. Maria versteht, dass dieses große Heilswerk und dass das Friedensreich bereits bei ihr und in allen demütigen Herzen begonnen hat. In Ihrem Glauben an das Verheißungswort des Herrn (V 45) wird sie „seliggesprochen“.

Damit zeigt sie allen Gläubigen vorbildhaft, was Glauben und Vertrauen wirklich bedeutet. Sie ist so als Dienerin des Herrn allen Frauen und Männern Vorbild Nr. 1 im Glauben.

Abschlussgebet

Tagesgebet zum Fest Mariä Heimsuchung

Allmächtiger Gott. Du hast an der Jungfrau Maria große Dinge getan und sie zur Mutter Deines Sohnes gemacht. Gib, dass auch wir uns in Demut Deinem heiligen Wort öffnen und Deinen lieben Sohn in rechtem Glauben annehmen. Der mit Dir und dem Heiligen Geist lebt und regiert, jetzt und allezeit und in Ewigkeit.  Amen.

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

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1. Juli – Hauskirche

01 Mittwoch Jul 2020

Posted by Bischof Meyer in Hauskirche

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Schlagwörter

Endzeit, Eucharistie, Heiliges Abendmahl, Passahmahl, Wiederkunft Christi

Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

Schriftteil & Homilie/Hinweise

AT– 4. Mose/Numeri 9

https://www.bibleserver.com/EU/4.Mose9

Gebet – Psalm 1+2

https://www.bibleserver.com/LUT/Psalm1

NT – Markus 13,24-37

https://www.bibleserver.com/EU/Markus13%2C24-37


AT – Numeri 9 – Teilnehmer des Volkes Gottes und ihre Verbindlichkeit

Gibt es Gründe, dass das Volk Gottes von festen Satzungen und gebotenen Feiern abweichen kann? Wenn z.B. Menschen durch einschneidende Lebensereignisse – (Tod eines Nahestehenden) oder durch geographische Hinderungsgründe (auf Reisen oder entfernte Arbeitstätigkeit) gehindert werden, an dem Hauptfest der Volksgemeinschaft teilzunehmen, sind sie dann noch Teil des Volkes Gottes?

In Ex 12 wird das Passafest als konstituierendes Fest des Auszugs aus Ägypten und der Rettung Israels für jeden Volksgenossen für alle Zeiten festgesetzt. Somit ist es zuerst ein Zeichen der Volkszugehörigkeit, wenn man es auch feiert. Die Nichtteilnahme an der jährlichen Feier exkommuniziert jedoch alle, die sich dieser Feier verweigern würden. Zweitens ist das Fest mit der Darbringung einer Gabe verbunden, die aus Dankbarkeit für diesen Auszug aus Ägypten und Gottes Schutz dargebracht wird. Durch den Zug des Volkes Gottes durch ihre Welt, ergeben sich immer Umstände und Ereignisse, die sich mit den Satzungen Gottes überschneiden. Diese können unverschuldet oder auch verschuldet eintreten. Bei unverschuldeter Nichtteilnahme gibt Gott durch Mose eine Ersatzlösung. Genau einen Monat danach könnten diejenigen, die nicht am Erlösungsfest teilnehmen konnten, eine kleinere Nach- und Gedenkfeier begehen. Wenn aber ein Israelit aus anderen Gründen nicht an diesem Passa teilnehmen wollte, exkommunizierte er sich damit automatisch. Dann sollte er aus dem Volk ausgerottet – vertrieben oder getötet – werden. Jedoch der Fremdling, der Ausländer in ihrer Mitte, durfte und sollte an diesem Fest teilnehmen, vorausgesetzt, dass er beschnitten war.

Wir lernen daraus, dass es nicht möglich ist, zum Volk Gottes zu gehören und nicht am grundlegenden Fest der Erlösung zur entsprechenden Zeit teilzunehmen. Dabei geht es nicht um die Abgrenzung gegenüber denen (Völkern und Kulturen), die da draußen sind, sondern um die Verbindung und Zugehörigkeit nach innen, zum Kern und zur Bundesverpflichtung. Es ist nicht möglich, sich zum Volk Gottes zu zählen, aber nicht zu den Versammlungen des Herrn zu erscheinen. Es ist nicht möglich, sich als Christ zu bezeichnen und nur für sich geistlich zu leben, hin und wieder eine Meditation zu machen oder sporadisch die Bibel aufzuschlagen. Es ist nicht möglich, zur Kirche Christi, der Versammlung der Gläubigen, gehören zu wollen und gleichzeitig wochen- und monatelang nicht unter die Verkündigung Gottes zu gehen. Es ist auch nicht möglich, Christ zu sein und beständig das Erinnerungsmahl des Herrn zu verpassen. Wer unverschuldet am Tag des Herr, an dem das Erlösungsmahl Jesus gefeiert wird, fehlt, der sollte dies an anderen Tagen, bei nächster Gelegenheit nachholen. Auch christliche Gemeinschaften und Kirchen, die nicht ein regelmäßiges Herrenmahl / Eucharistie anbieten, sollten sich an die Vorgaben des Neuen Testamentes erneut orientieren.

Denn im NT feiert die „Jesusfamilie“ ihr Erlösungsfest. „Denn auch unser Passahlamm ist geopfert, das ist Christus. Darum lasst uns das Fest feiern …mit dem ungesäuerten Teig der Lauterkeit und Wahrheit (1Kor5,7-8). Wann und wie oft feierte die neutestamentliche Bundesgemeinde dieses Erlösungsfest? Am ersten Tag der Woche aber, als wir versammelt waren, das Brot zubrechen. Oder 1Kor 11, 20: Wenn ihr euch versammelt, ist das kein Essen des Herrenmahls. Im Neuen Testament wird vorausgesetzt, dass das Erlösungsfest nicht nur einmal im Jahr, sondern wöchentlich gefeiert wird. Jeder Sonntag ist ein dann kleines Oster- oder Auferstehungsfest des Herrn. Deshalb ergibt sich für jeden wahren Christen, sich an diese Praxis zu erinnern und diese für sich selbst regelmäßig zu praktizieren. Damit zeigt der Christ seine Verbindlichkeit und Zugehörigkeit zum Volk Gottes und zur Kirche Christi.


NT – Markus 13,24-37 – Wachen und sammeln bis zur Wiederkunft

Das Kommen des Menschensohnes, seine zweite Ankunft, wird sich erst nach einer Drangsal-Zeit der Gemeinde ereignen. Diese wird begleitet von weltumfassenden, kosmischen Ereignissen. Das Ziel aller Bedrängnis ist am Ende die Sammlung der Erwählten zum Heil. Dafür muss die Gemeinde wach bleiben und durch ihre Mission dies bis zum Ende unterstützen.

Das Zeichen der Wiederkunft Christi wird mit dem Hinweis auf das Wachstum des Feigenbaums erläutert. Der Feigenbaum steht auch für Israel. Damit könnte auch Israel als Volk und Staat ein wichtiges Zeichen an der Weltenuhr sein. Wiederum steht aber auch der Hinweis auf die damalige nahe Zeit: „Dieses Geschlecht wird nicht vergehen“, was auf die Zerstörung des Tempels und Jerusalems im Jahre 70 hinweisen würde.

Wichtig ist neben dem Achten auf die Zeichen der Endzeit, sich nicht auf Spekulationen über den genauen Zeitpunkt der Wiederkunft einzulassen – wie es in den letzten 150 Jahren viele Irrlehrer und christliche Sekten fälschlicher Weise versuchten – sondern sich auf das wache und verantwortungsvolle Tun der direkten Worte Jesu konzentrieren. Alle bisher berechneten Termine der Wiederkunft Christi einhergehend mit Verschwörungstheorien und Schwärmereien führten dazu, von den eigentlichen Worten und dem Auftrag Christi abzulenken. Denn Jesus gab seiner Kirche den Auftrag in der Zwischenzeit wachsam zu sein und emsig zu arbeiten. In der Gegenwart bis zur Wiederkunft Christi ist die Arbeit der Verkündigung des Evangeliums an alle Völker der Welt vorrangig vor aller Endzeitberechnung oder Beschäftigung mit neuen Propheten- und Apostelbewegungen.

Abschlussgebet

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

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