• Gebetbuch
  • Gebetbuch – Erklärungen
  • Morgenandachten – Kurzfassung
  • Vorwort + Lektionar

Das Allgemeine Gebetbuch

~ Das Gebetbuch gründet sich auf die klassische Version von 1662

Das Allgemeine Gebetbuch

Kategorien-Archiv: Hauskirche

9. Juni – Hauskirche

09 Dienstag Jun 2020

Posted by Bischof Meyer in Hauskirche

≈ Hinterlasse einen Kommentar

Schlagwörter

Charakter, CSD und Kirche, Gewalt gegen christliche Ethik, Haltung für christliche Leiter, neue Moral

Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

Eingangsgebet

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.


Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf


Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.


Schriftteil

AT– 3. Mose /Levitikus 20

https://www.bibleserver.com/EU/3.Mose20

Gebet – Psalm 131-134

https://www.bibleserver.com/LUT/Psalm131

NT – Markus 9,30-41

https://www.bibleserver.com/EU/Markus9%2C30-41


Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT – Levitikus 20 – Verschärfte Vorschriften gegen zersetzende Moral

Bereits in Kapitel 18 und 19 wurden die meisten hier aufgezählten Themen behandelt. Der Unterschied liegt darin, dass zuvor keine spezielle Strafandrohung ausgesprochen wurde, jetzt aber die Todesstrafe oder Verbannung aus der Volksgemeinschaft angekündigt wird. Die Begründung wird gegen Ende des Kapitels geliefert (V 22+23).

Über die wirkliche Durchführung solcher Strafen finden wir in der Schrift nur wenige Beispiele. Möglicherweise wurde anstatt der Todesstrafe ein endgültiger Ausschluss aus der Bundesgemeinschaft vorgenommen. Als später der Götzendienst (die Praktiken der umliegenden ethnischen Völker wieder in Israel heimisch wurde, verzichtete man ganz auf die Bestrafung.

Zu Beginn wird der Schutz der hilflosen Kinder angesprochen, die dem Molchgötzen zum Opfer fallen. Gott ist ein Beschützer dieser Hilflosen. – Eltern und die Gesellschaft müssen sich unter das Gericht Gottes stellen, wo sie eine gute Erziehung der Kinder missachten oder sogar die Tötung der ungeborenen Kinder in Kauf nehmen oder aus egoistischer Selbstbestimmung dies bewusst fördern (Mein-Bauch-gehört-mir-Ideologie).

Bezüglich der Beschwörer und Zeichendeuter, eine Praxis der umliegenden Völker, geht es hauptsächlich darum, dass diese Art von Spiritismus sich mit dem Totenkult beschäftigt, Tote über die Zukunft zu befragen. Diese Toten nehmen angeblich Kontakt zu den Göttern oder Gott auf, an dem Ort, wo sie sich befinden, und können durch den Schleier des Todes und der Zukunft hindurchblicken und somit Antworten für die Gegenwart geben. Beispiel dafür finden wir bei König Saul (1 Sam 28,7ff). Als Folge seiner Übertretung muss er aber sterben (1Chr 10,13-14). Auch Jesaja spricht diese Praxis zu seiner Zeit an. Anstatt Gottes Weisung (Thora) und Offenbarung durch die Priester und Propheten zu suchen, befragte das Volk die Totengeister. Dieses Suchen führte die Menschen in die äußerste Dunkelheit, Angst und sogar Hungersnot.

Alle Menschen, die sich mit diesen Bereichen der Zukunftserforschung für ihr Leben beschäftigen, ob durch Horoskop, Handlinienlesen, Pendeln oder übermäßiges Vertrauen allein auf die Wissenschaft, sollen aber für die persönliche Zukunft zuerst die Weisung Gottes und Offenbarung Gottes in Bibel und Predigt für ihr Leben suchen. Nur so werden sie durch Gott eine erleuchtete und freudvolle Gegenwart mit einem erfüllten Leben erfahren.

Alle die hier deutlich angesprochenen sexualen Auswüchse und Unarten, vor denen Gott sein Bundesvolk warnt, werden aber von den Völkern und Rassen (Volksstämmen), angefangen von Ägypten bis zum Land Kanaan und darüber hinaus, praktiziert. Gott verbietet diese damals schon als modern bekannte sexuelle Revolution jedoch für das Volk Gottes. Denn diese unmoralischen Völkerethik würde nicht nur die Grundlage einer heiligen Familienstruktur, die eines erfolgreichen Landes, sondern auch den Glauben und die Beziehung zum Erlösergott zerstören. Denn wer diese verwerfliche Moral praktiziert, lebt nach einer anderen Philosophie, folgt einem Götzenglauben und nicht dem einzigen Jahwe Gott. Dieser Mensch glaubt an einen anderen Gott (Idee-idol). Darum auch die Aufforderung in V 21-23. Ihr sollt die Sitten der Leute (Völker), die ich vor euch vertreibe, nicht annehmen. Denn sie haben all diese Dinge getan und ekelten mich damit an.


Evangelische Kirche Berlin auf dem Christopher Street Day dabei !

Bericht der Ev. Kirche Berlin nachlesen – oben oder unten anklicken.

https://www.evangelisch.de/inhalte/158226/16-07-2019/evangelische-kirche-berlin-auf-dem-csd-dabei


Sind heute Veranstaltungen wie Christopher Street Day (CSD nicht schon das Normale für eine tolerante Gesellschaft? Finden denn auch Christen dieses bunte Treiben schick und interessant? Selbst die Ev. Kirche von Berlin ist mit dabei, zieht im CSD-Festzug mit, bleibt aber dem jährlichen Marsch für das ungeborene Leben – zwischen Reichstag und Berliner Dom – fern. Fragen wir uns auch, was ist denn das für eine kultur- und moral-auflösende Ideologie, wer sind die Förderer, die sich stolz die Veränderung der biblischen Moral auf die Fahne geschrieben haben? Sie durchsetzen Kirchen und Politik, um denen ihre heidnische Ethik aufdrängen, die nach christlicher Ethik in der Kirche Gottes leben wollen. Wird es nicht bald dazu kommen, dass biblisch orientierten Kirchen vorgeworfen wird, dass sie dieser moral-auflösenden Ideologie gegenüber intolerant und feindlich eingestellt sind, weil sie an ihrem überlieferten Glaubensgut festhalten wollen? Für bekennende Christen aber gilt: Gestaltet euer Leben nicht nach den Satzungen der Völker dieser Welt. Stellt Wächter und Verteidiger vor dem königlichen Priestertum und Heiligtum auf. Gestaltet euer Leben in dieser Welt nach dem Ebenbild Gottes und Christi. Solch eine christliche Kirche wird aber immer, wie Ihr Herr selbst, Angriffe durch solche intoleranten Gegner erleben müssen, während sie Anstöße zum Leben und Zeugnis für die Welt gibt.


NT – Markus 9,30-41 Anerkennung und anerkannter Dienst

Die noch nicht so recht im Glauben stehenden Jünger werden von Jesus über den Zweck seines Kommens und sein Kreuzesleiden von Jesus belehrt, verstehen es aber nicht. Möglicherweise haben sie verstanden, dass Jesu Dienst zu Ende geht, und sie haben sich ihre Gedanken über die Nachfolge gemacht. Wer hat die besten Karten, wer kommt in Frage, wer ist der Anerkannteste unter ihnen? Jesus erkennt dieses ungeistliche und menschliche Denken der Apostel und zeigt ihnen die wahre Größe eines Leiters im Reiche Gottes. Es ist jemand, der sich nicht ins Rampenlicht drängt und öffentliche Anerkennung sucht, sondern jemand, dessen Charakterzug sich darin zeigt, dass er im Hintergrund einen herzlichen Dienst an Hilflosen und Schwachen tut. Dies ist die wirkliche Stärke eines zukünftigen Leiters. Ist Jesus in seinem Dienst nicht selbst das Vorbild?

Weiter spricht er einen negativen kritischen Blick bei seinen Jüngern an. Sie kritisieren und petzen, über andere, die einen ähnlichen Dienst wie Jesus tun. Ein zukünftiger Leiter im Reich Gottes, so sagt Jesus, muss solch eine großzügige positive Haltung anderen gegenüber haben, die sich ähnlich für das Reich Gottes einsetzen. Vorausgesetzt natürlich, dass auch sie in diesem Dienst Gutes im Namen Jesu tun.

Gott schützt also den Dienst an den Kleinen und Schwachen und auch die, die nicht in „apostolischer Nachfolge“ stehenden Dienste oder christlichen Gemeinschaften. Vielleicht können gerade die zwar näher an Jesu stehenden Apostel noch etwas von dem Einsatz und charakterlichen Haltung anderer für sich im Dienst für das Reich Gottes lernen.

Bewerten wir doch unsere Haltung zur persönlichen Anerkennung und Dienst an den Schwachen. Beobachten wir auch unsere Haltung gegenüber anderen Christen und christlichen Bewegungen, die im Namen Jesu Erfolg verzeichnen.

Abschlussgebet

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

Teilen erwünscht:

  • Auf X teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) X
  • Auf Facebook teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook
  • Auf WhatsApp teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) WhatsApp
  • Einen Link per E-Mail an einen Freund senden (Wird in neuem Fenster geöffnet) E-Mail
  • Drucken (Wird in neuem Fenster geöffnet) Drucken
  • Auf LinkedIn teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) LinkedIn
Gefällt mir Wird geladen …

8. Juni – Hauskirche

08 Montag Jun 2020

Posted by Bischof Meyer in Hauskirche

≈ Hinterlasse einen Kommentar

Schlagwörter

Dämonen, Gebet, Glaube, Heiligkeit, Heilung, Liebe, Vollmacht

Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.


Schriftteil

AT– 3. Mose /Levitikus 19

https://www.bibleserver.com/EU/3.Mose19

Gebet – Psalm 129-130

https://www.bibleserver.com/LUT/Psalm129

NT – Markus 9,14-29

https://www.bibleserver.com/EU/Markus9%2C14-29


Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT – Levitikus 19 – „Anders-Sein“ als Zeugnis für den Rest der Welt

Das vorherige Kapitel 18 in Verbindung mit K 20 ist eine erweiterte Auslegung des Gebotes um den Schutz der Ehre (7.). Dieses Kapitel beschäftigt sich allgemein noch einmal mit den restlichen Geboten und zielt auf das Zentrum: „Ihr seid heilige, denn ich bin heilig!“ Diese Aussage Gottes kann auch so übersetzt werden, dass das Heilig-Sein nicht als Forderung, sondern als eine Feststellung beschrieben wird. Sie begründet sich darin, dass das Volk und der Einzelne sich mit dem Herrn durch den Bundesschluss vollkommen identifizieren sollten. Identifikation ist dann das Sein und Werden mit Gott.

Beachtenswert ist die Überleitung, dass die Kinder die Autorität der Eltern so achten sollen wie Gesamtisrael die Sabbatruhe Gottes achtet. Eltern stehen symbolisch und wirklich anstelle Gottes für ihre Kinder. Wenn sie lernen die Autorität der Eltern zu achten, werden die Kinder, wenn sie erwachsen werden, auch die Autorität Gottes achten und sich an die restlichen Gebotes Gottes halten. Vorangesetzt wird für den Rest des Volkes die Einhaltung der Sabbatruhe als Zeichen des Bundesvolkes mit Gott. Alle die nun folgenden Gebote und Einzelvorschriften sind in der Andersartigkeit und vollkommenen Gutheit Gottes verankert. Sie dienen dem Volk Gottes als Schutz vor alten und neuen heidnischen Praktiken der damaligen Umwelt. Begründet werden diese alle mit V 36b+37: Jahwe Gott hat Israel aus der Gefangenschaft Ägyptens – ihrer Götter und Praktiken – herausgeführt mit dem Ziel, jetzt nach Gottes Willen zu leben (Ex 20,2).

Kronreif des Hohenpriesters – HEILIG DEM HERRN

Bei diesem Heilig-Sein geht es um die Identifikation des Menschen mit der Andersartigkeit Gottes nach seinem Recht, seiner Moral und der Umsetzung in den Alltag. Der Gläubige soll – aufgrund der gnädigen Rettung Gottes aus der Gefangenschaft Ägyptens – zuerst die Autorität und das Recht Gottes anerkennen, aber im gleichen Zusammenhang darin Gottes Liebe zu ihm entdecken. Dieses Motiv der Liebe Gottes soll zuerst im persönlichen Leben seinen Platz finden. Von dort aus soll es in die Gemeinschaft der Stammesgeschwister fließen. Liebe gibt es an sich nicht isoliert, denn sie ist immer auf die Gemeinschaft ausgerichtet. Neben dem Rechtsverständnis hat deshalb das Liebesverständnis zentrale Bedeutung für das persönliche Heilig-Sein des Gläubigen. Das Liebesverständnis für Israel wird aber mit Jesu Kommen und seiner Lehre im neuen Bundesvolk auf alle Menschen ausgeweitet. Zuerst auch auf die Glaubensgenossen, dann aber auf alle Menschen. Auch der noch in Gottesferne lebende Ungläubige wird zu unserem Nächsten und damit zum Objekt der Liebe Gottes. (Lu 10,25-27; Röm 13,9; Gal 5,14; Luk 6,35). Die Heiligkeit Gottes in unseren Herzen wird durch das Motiv der Liebe immer wieder entzündet und verkündet durch unser Leben Gottes vollkommene und gute Andersartigkeit in unserer nächsten Umgebung. Sind wir uns dessen bewusst?


NT – Markus 8,14-29

In Kap 6,7ff hatte Jesus seine Jünger unterwiesen, eingesetzt zu predigen, zu heilen und Dämonen auszutreiben. Der in Kapitel 9,1-13 auf dem Berg der Verklärung bestätigte Gottessohn kommt zurück und trifft im Tal die verzweifelte Menge, die Eltern und die Jünger, in ihrer Ohnmacht. Jesus, der Gottessohn, zeigt seine Vollmacht gegenüber seinen ohnmächtigen Jüngern darin, dass er den in seiner Gottesebenbildlichkeit (durch die Dämonen) zerstörten Jungen durch sein Machtwort wieder in seine ursprüngliche Bestimmung einsetzt und heilt. Auch damit wird wieder die These (Mr 1,1) erneut bestätigt, dass nur er der Gottessohn ist.

Die Lektion aber, die Jesus seinen Jüngern und der Kirche damit geben will, ist folgende: Vollmacht und Heilung (zur Heilung und Gottesebenbildlichkeit) geschieht nur durch den Glauben der Betroffenen oder deren Stellvertreter und durch den Glauben und das anhaltende Gebet der eingesetzten und berufenen Diener. Durch Glauben und Gebet hat Jesus selbst Teil an der Vollmacht Gottes, und damit geschieht das Wunder, das der Junge wieder als Geschöpf Gottes geheilt und wiederhergestellt wird. Spätere Handschriften fügen in V 29 hinzu “und Fasten“.

Tiefer Glaube, Gebet und Fasten lassen uns und die Kirche an der Vollmacht Gottes teilnehmen. Böse Geister und Ideologien zerstören heute immens das Ebenbild Gottes im Menschen. Die Kirche Christi hat den Auftrag, diese mächtigen Ideologien und Gedankengebäude niederzureißen. Die Vollmacht erhält sie durch Glauben und Gebet.

Abschlussgebet

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

Teilen erwünscht:

  • Auf X teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) X
  • Auf Facebook teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook
  • Auf WhatsApp teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) WhatsApp
  • Einen Link per E-Mail an einen Freund senden (Wird in neuem Fenster geöffnet) E-Mail
  • Drucken (Wird in neuem Fenster geöffnet) Drucken
  • Auf LinkedIn teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) LinkedIn
Gefällt mir Wird geladen …

6. Juni – Hauskirche

06 Samstag Jun 2020

Posted by Bischof Meyer in Hauskirche

≈ Hinterlasse einen Kommentar

Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.


Schriftteil

AT– 3. Mose /Levitikus 17

https://www.bibleserver.com/EU/3.Mose17

Gebet – Psalm 126-128

https://www.bibleserver.com/LUT/Psalm126

NT – Markus 8,31-9,1

https://www.bibleserver.com/EU/Markus8%2C31-38


Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT – Levitikus 17– Blut ist Leben – Leben von Gott

Mit Kapitel 17 beginnen die Heiligkeitsgesetze (K 17-26), die das Land und die Leute heilighalten sollen, um dadurch die Gegenwart eines heiligen Gottes in ihrer Mitte zu verkünden.

Während die vorigen Kapitel Sünde und Unreinheit / Reinheit behandelt haben, gehen die restlichen Kapitel auf die Übertretungen ein, für die es keine rechtliche Hilfe oder Lösung mehr gibt. Dieses besondere Kapitel überbrückt die Anordnung und führt zur Anwendung der Vorschriften

V1-9 Alle Opfer gehören dem Herrn. V 10-14 Das Blut darf nicht als Speise verzehrt werden, weil es eine gottbestimmte Funktion hat. V 15-16 Reinigung soll beachtet werden.

Warum gibt es koschere Gesetze für orthodoxe Juden? Warum schächten, schlachten religiöse Menschen ohne Betäubung? Warum müssen Haustiere beim Heiligtum geschlachtet werden und nicht auf freiem Feld? Warum gibt es soviel Getue um das Blut? Was bedeutet das Blut?

Dieses Kapitel 17 ist das Herz und Zentrum des Buches Levitikus. Das Blut steht für das Leben. Es bringt alle lebensnotwendigen Substanzen in den Körper, damit alle Organe versorgt werden können und er leben kann. Doch das Vergießen bringt das Ende des Lebens und den Tod mit sich.

Wichtig zum Verständnis ist die Schöpfungsordnung Gottes, dass er das Leben geschaffen hat, Menschen und Tiere, und dieses Leben auch würdig behandelt werden soll.

Eine andere Gesinnung finden wir von Anfang an bei allen restlichen Völkern. Sie verehren Jagdgötter, Feldgötter, Saturn, Pan, u.a. Als Israel aus Ägypten auszog nahmen sie deren heidnische Schlachtgebräuche mit und opferten wie sie, bei jeder Schlachtung, den „Feldgeistern“. Deshalb hier die Anordnung V 5: Die Israeliten sollen ihre Schlachtopfer, die sie (wie die Ägypter) noch auf freiem Feld opfern, und V7: … sie sollen von nun an nicht mehr den Dämonen opfern, denen sie nachhuren.

Diese Feldgeister sind mythologisch als Halbwesen anzusehen. Sie werden oft auf zwei Ziegenbockbeinen stehend, mit männlichem erotischem Oberkörper, Menschenkopf mit Ziegenbockohren und -Hörnern, dargestellt, die dann auch noch Frauen verführen (V7).

Das heilige Blut darf aber nicht in solche Beziehung zu Götzen und Naturgöttern gebracht werden. Deshalb hier die Aufforderung, von nun an diese Schlachtungen nur in heiliger Umgebung der Stiftshütte und nur durch die Priester Gottes durchführen zu lassen. Doch außerhalb Israels finden wir diese heidnische Handhabe noch bis zur Zeit des Paulus auch später noch in der Geschichte wieder. Er spricht in dieser Beziehung darüber, das Gewissen von schwachen Gläubigen zu belastet, wenn im Götzentempel Götzenopferfleisch gegessen wird (1 Kor 8,1-10). Auch zu seiner Zeit wurde durch einen heidnischen Priester die Schlachtung an einem heidnischen Tempel eingeleitet, das Blut dort für heidnischen Götter vergossen. Erst danach konnte das Fleisch verkauft und gegessen werden.

Doch das Leben ist im Blut, es steht synonym für Leben an sich und gehört dem wahren Gott, der darüber wacht. Er ist allein Spender alles Lebens und hat allein das Recht auf Leben und Tod.

In diesem Zusammenhang verstehen wir, dass die Menschen zurzeit Jesu geschockt waren als er sprach: Wer mein Fleisch ist und mein Blut trinkt, der hat das ewige Leben (Joh 6,54).

Bild von Gerd Altmann auf Pixabay 

Wenn nun das Neue Testament vom Blut Jesu spricht, das wie bei einem Opfer in der Stiftshütte oder im Tempel ausgegossen wird, meint es den Tod Jesu. Durch das Ausgießen seines unschuldigen Lebens als Stellvertreter an unserer Stelle, wird die Sühnung unserer Sünden vor Gott bewirkt. Deshalb wird dem Sünder durch das Blut Jesu vergeben, damit er ewig leben kann. Alle Gläubigen werden aufgefordert, das Blut Jesu immer wieder als heilig und als das Wertvollste zu achten. (Hebr 10,19-24) Es soll unsere Nachfolge und unsere christliche Gemeinschaft erneuern und formen.


NT – Markus 8,31 – 9,1 Christusbekenntnis und Kreuzesnachfolge

Das Christusbekenntnis des Petrus, die Kreuzesnachfolge für seine Jünger und sein Tod sind die Mitte des Markusevangeliums (8,31-10,52).

Gegenüber dem Urteil vieler Menschen bekennt sich Petrus zunächst zum Menschensohn (Dan 7,13ff), der leiden, sterben und auferstehen wird. Damit werden mit dem Petrusbekenntnis gleich drei wichtige Glaubenswerke Jesu mit seiner Person verbunden, die dann auch im apostolischen Glaubensbekenntnis ihren Niederschlag finden. Diese Lebensabschnitte sind heilsnotwendig für den rettenden Glauben. Petrus aber, vom Teufel angefochten, widerspricht gleich anschließend ganz ungläubig dem Heilsplan Gottes und wird von Jesus getadelt.

Warum dieser plötzliche Glaubenswandel? Petrus versteht den Meister deshalb nicht, weil er die Leidensnachfolge seines Meister noch nicht für sich angenommen hat.

Zur Nachfolge Christ gehört einmal die Aufgabe des Egoismus und die Bereitschaft zum Martyrium, zum Leiden. Dieses muss er noch lernen. Die von Jesus dann an alle Jünger und das Volk verkündigte Aufforderung zur Nachfolge unter den Kriterien der Selbstverleugnung und Leidensnachfolge ruft zur persönlichen Entscheidung aller auf.

Wer sich dazu bekennt wird in der Herrlichkeit angenommen werden, wer diese Nachfolge ablehnt, dessen wird sich der Menschensohn auch in der Ewigkeit schämen.

Bekennen wir uns zu Jesus als den leidenden, gestorbenen und auferstandenen Gottessohn? Sind wir bereit in der Nachfolge eigensüchtige Wünsche aufzugeben? Folgen wir auch noch nach, wenn wir um Jesu willen kritisiert und verlacht werden?

Abschlussgebet

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

Teilen erwünscht:

  • Auf X teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) X
  • Auf Facebook teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook
  • Auf WhatsApp teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) WhatsApp
  • Einen Link per E-Mail an einen Freund senden (Wird in neuem Fenster geöffnet) E-Mail
  • Drucken (Wird in neuem Fenster geöffnet) Drucken
  • Auf LinkedIn teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) LinkedIn
Gefällt mir Wird geladen …

5. Juni – Hauskirche

05 Freitag Jun 2020

Posted by Bischof Meyer in Hauskirche

≈ Hinterlasse einen Kommentar

Schlagwörter

Blinde, das Fest, großer Versöhnungstag, hören, sehen

Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.


Schriftteil

AT– 3. Mose /Levitikus 16

https://www.bibleserver.com/EU/3.Mose16

Gebet – Psalm 123-125

https://www.bibleserver.com/LUT/Psalm123

NT – Markus 8,22-30

https://www.bibleserver.com/EU/Markus8%2C22-30


Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT – Levitikus 16– DAS FEST – Der große Versöhnungstag

Der letzte Vers dieses Kapitels dient wieder zu Einführung: Das soll euch eine ewige Ordnung sein, dass ihr Israel einmal im Jahr entsühnt wegen aller seiner Sünden.

Der große Versöhnungstag als wichtigster Tag der jüdischen Feste wird in Apg 27,9 allgemein als „das Fasten“ bezeichnet. Es ist das sechste und wichtigste von sieben religiösen Festen des israelitischen Kalenders. Traditionell unterwarf man sich vom 7.-10. Monat (Neujahrstag zum Versöhnungstag) einer Selbstprüfung, um sich auf diesen besonderen festlichen Jahrestag vorzubereiten.

Wir beobachten bei der Abfolge unserer Lesungen bisher, dass nach den besprochenen Themen Reinheit und Unreinheit (Kap. 11-16) dieses Fest thematisch den Abschluss für eine umfassende Reinigung des ganzen Volkes darstellt. Diese Feier dient nicht nur zur Reinigung „der zuvor begangenen Sünden“ von Nadab und Abihu (betrunkene Priester – Kap 10,1ff) und des Heiligtums, sondern auch für den Hohenpriester und des ganzen Volkes.

Der Gottesdienst an diesem Tag hatte seine vorgeschriebene Liturgie, eine Ordnung, auf die auch Hebräer 9,1ff hinweist und die Bedeutung auch für neutestamentliche Christen beschreibt. An diese Prinzipien knüpft in jedem Gottesdienst auch „Das Allgemeine Gebetbuch“ immer wieder an. Die peinlich genaue Abfolge dieses Versöhnungsgottesdienstes wird uns in V 1-28 beschrieben. die Lektionen, die wir daraus lernen, sind die: Es ist schwer, sich Gott in einem unreinen und sündigen Wesen zu nahen.

Wir beobachten: Das Volk Gottes, 12 geordnete Stämme, campierten um die Abzäunung des Heiligtums herum. Nur die Männer konnten in den Vorhof gehen. Nur die Priester konnten im Heiligen ihren Dienst ausüben. Und nur der Hohepriester durftee einmal im Jahr ins Allerheiligste treten, um den Dienst der Versöhnung für das Volk zu tun. Dies alles bedarf einer gewissenhaften Vorbereitung des Volkes und seiner Diener in Bezug auf Reinigung, um dann in die Gegenwart Gottes zu treten.

Dieser Tag war der hochheiligste Tag. Die Menschen durften nicht arbeiten, nicht essen (fasten), sollten sich selbst verleugnen und ihrer alltäglichen Bedürfnisse entsagen. Durch diese Vorbereitung und im Blick auf den Hohenpriester, der im einfachen weißen Gewand für sich, seine Familie und das ganze Volk Versöhnung und ein reines Gewissen suchte, wurde jeder Israelit erinnert, dass er von seinen eigenen Sünden erlöst werden musste.

Bildpredigt-Karfreitag von Sylvia-Minder

Alle Abläufe und Handlungen des Hohenpriesters haben symbolische und geistliche Bedeutungen, sie sind aber nur kurzzeitig wirksam. Wir können hier nicht auf Einzelheiten eingehen. Durch die besonderen Handlungen der Opferungen in Verbindung mit Blut und Auflegung beider Hände auf den Sündenbock, der dann in die Wüste – einen Ort ohne jegliche Rückkehr – geführt wurde, wird herausgestellt, wie notwendig die Reinigung und Sündenvergebung für alle im Volk Gottes wichtig sind. Das Gewissen des Volkes wurde, wenn im Glauben angenommen, für das vergangene Jahr gereinigt, aber nicht für immer. Doch erst im Neuen Testament erwartet uns die Erfüllung einer einmaligen und ewigen Reinigung durch das sündlose Lamm und den ewigen reinen Hohenpriester Jesus. Dieses wunderbare Fest der Versöhnung im AT zeigt sich jedoch langfristig als ineffektiv im Licht von Golgatha und der vollkommenen Erlösung durch Jesus Christus. Dazu mehr in Hebräer 9,24-29. Das bedeutet: Christus ist einmal durch sein eigenes Opfer am Kreuz direkt zum Vater ins Allerheiligste eingetreten und hat alle Gläubigen versöhnt. Der Vorhang zerriss sogar tatsächlich damals im Tempel von oben nach unten. Damit enden alle die alten Abläufe und Handlung. Der direkte Zugang durch Jesus zum Vater ist da. Doch die Prinzipien des Zugangs bleiben für die Kirche und den Einzelnen bestehen. Wir benötigen die tägliche Fußwaschung oder Reinigung der Alltagssünden vor Gott.


NT – Markus 8,22-26 Durch Glauben sehend werden

Die Jünger besitzen Augen und sehen kaum, sie haben Ohren und hören schwer. Unsere Geschichte spricht zwar zeichenhaft von einem Wunder, das Jesus erneut als Gottessohn beweisen soll. Doch sie soll seinen Jüngern und den christlichen Zuhörern mehr sagen, was ihnen eigentlich (V 17-19) nottut. Von Jesus allein können wir erwarten, dass er die Augen seiner Jünger weiter öffnet, dass sie sehen und verstehen und Glauben können, wer er ist und was er mit ihnen vorhat. Oftmals ist es auch ein Prozess oder Erfahrungen in aufeinander folgenden Abschnitten des Lebens, Jesus besser und genauer zu erkennen, und was seine Botschaft bedeutet. In solchen Phasen werden die Augen der Jünger weiter und klarer aufgetan. Damit werden sie auch auf das Bekenntnis des Petrus im nächsten Abschnitt vorbereitet, dem die Augen dann besonders geöffnet werden.

Wir beten oder singen:

Herr, öffne meine Augen, dass ich sehe, die Wunder an Deinem Gesetz. Herr, öffne meine Ohren, dass ich Deinen Willen tue. Herr, tue meine Lippen auf, dass mein Mund Deinen Ruhm verkündige. Amen

.

Abschlussgebet

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

Teilen erwünscht:

  • Auf X teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) X
  • Auf Facebook teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook
  • Auf WhatsApp teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) WhatsApp
  • Einen Link per E-Mail an einen Freund senden (Wird in neuem Fenster geöffnet) E-Mail
  • Drucken (Wird in neuem Fenster geöffnet) Drucken
  • Auf LinkedIn teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) LinkedIn
Gefällt mir Wird geladen …

4. Juni -Hauskirche

04 Donnerstag Jun 2020

Posted by Bischof Meyer in Hauskirche

≈ Hinterlasse einen Kommentar

Schlagwörter

Ansteckung, begreifen, Gesundheit, Glauben, Sauerteig, Sexuelle Reinheit, Unverständnis, Virus

Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.


Schriftteil

AT– 3. Mose /Levitikus 14,33-57

https://www.bibleserver.com/EU/3.Mose15

Gebet – Psalm 119,161-176

https://www.bibleserver.com/LUT/Psalm120

NT – Markus 8,11-13

https://www.bibleserver.com/EU/Markus8%2C14-21


Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT – Levitikus 15– Körperliche Ausflüsse und Gottesdienst

Als Vorwort und zum Überblick sollte zu Beginn das Nachwort in V 31-33 gelesen werden. Es geht um die Reinheit beim Gottesdienst. Darunter fällt auch die menschliche Sexualität.

Der Auftrag und der damit verbundene Akt: Seid fruchtbar und mehret euch, ist nach Gottes Ordnung in rechter Ehebeziehung gut und gottgewollt.

Dieses Kapitel enthält Richtlinien in Bezug auf Geschlechtsorgane und von dort ausgehenden möglichen Krankheiten, die vom Gottesdienst wegen Unreinheit ausschließen können. Damit wird auch die Sorge um Heiligkeit im Bereich der persönlichen Sexualität angesprochen.

Einige, hier als rituell unreine Ausflüsse oder Samenergüsse bezeichnet, sind beim Geschlechtsverkehr innerhalb der Ehe oder während der Menstruation normal. Nur eine magische Verbindung beim sexuellen Akt herstellen zu wollen, wie es die Heiden außerhalb des Volkes Gottes praktizieren, war verboten. Denn diese betrachteten ihre sexuellen Handlungen als zaubernde Handlung, ihren heidnischen Gott beim Schöpfungsakt zu stimulieren oder magisch nachzuhelfen.

V 4-11 Unreinheit durch menschliche Ausflüsse wurde auch als krankhaft und ansteckend angesehen. Damit konnten auch Krankheiten – Viren, etc. – auf Gegenstände übertragen werden, die von einer unreinen Person berührt wurden.

V 13-33 Text befasst sich zentral damit, dass Menschen kultisch am Gottesdienst teilnehmen können. Zuerst geht es beim Mann (V 13-18) um ein abnormales und dann um ein normales Problem. Danach umgekehrt wird ein normales Problem bei der Frau angesprochen (Verse 19-30), danach wird das abnormale bei ihr beschrieben.

Die Reinigung geschieht für Mann und Frau in Eigenverantwortung ohne einen Priester. Die vorgeschriebenen zeremoniellen Handlungen, die für den Besuch der Anbetungsstätte vorgesehen waren, durch Waschen und Reinigen, musste also jeder selbst durchführen. Ein Hinweis für das allgemeine Priestertum und persönliche Verantwortungen.

Doch bei unnormalem und krankhaftem Ausfluss erforderte die Reinigung auch noch ein Opfer. Es kann ähnlich wie in K 12,8 mit dem Opfer der Frau nach der Geburt eines Kindes verglichen werden.

Auch im Neuen Testament geht es für den Christen um gottesdienstliche Reinheit, u.a. sich sexuell und äußerlich rein zu halten. Auch wurde auf krankhafte Ausflüsse in Verbindung mit Infektionen oder Berührung und Übertragung auf und durch Gegenstände hingewiesen. Verantwortliche Hygiene, öfters sich zu waschen und zu reinigen, wird vom Volk Gottes gefordert. Es geht darum, keine Krankheiten, keine Viren, etc. zu übertragen oder zu empfangen. Das gilt für den Nächsten, besonders aber für den, der sich mit uns im Gottesdienst befindet. Die reine Teilnahme am Gottesdienst soll aber das Zentrale im Leben der Christen bleiben. Nur dazu dienen auch äußerliche Reinigungsvorschriften. Auch Christus hat seine Braut, seine Kirche, von aller Unreinigkeit gereinigt, um mit ihr als geheiligte und untadelige Braut innige Gemeinschaft zu haben (Eph 5,26-27). Gerade auf dieses Hauptziel Christi, der Versammlung Christi mit seiner Kirche, sollten alle „staatlichen Reinigungsvorschriften“ geprüft und zielgerecht ausgerichtet werden. Dafür sollen sich alle Verantwortlichen in der Kirche Christi deutlich und mutig aussprechen. Denn die Kirche Christi hat in diesem Bereich die Eigenständigkeit, dem Staat zu sagen, wo es gottesdienstlich hingeht, nicht aber umgekehrt.


NT – Markus 8,14-21 – Sauerteig, der den Glauben zerstört

Nicht nur die Pharisäer waren unverständig, sondern auch noch seine eigenen Jünger. Bei ihnen gibt es Hoffnung. Denn dreimal wird in diesem Bericht erwähnt (V 17+21): „noch nicht“. Jesus erkennt dies, als er vor ihnen von der zerstörerischen Lehre der zuvor erschienen Pharisäer spricht. Sie verknüpfen ihre Machtstellung in der Lehre mit dem Machtdenken des Herodes, den sie auch unterstützen, zu ihrem eigenen Vorteil. Dieser Virus, dieser Sauerteig, zerstört den Glauben seiner Nachfolger und noch Lernenden.

Als Jesus vom zerstörerischen Sauerteig spricht, denken sie an ihre Vergesslichkeit, kein Brot mitgenommen zu haben. Sie verstehen auf dieser irdischen Ebene nicht die geistliche Warnung: sie denken falsch, verstehen falsch und glauben falsch. Aber da ist Hoffnung. Jesus sagt: Begreift ihr denn  n o c h  nicht.

Und so gibt Jesus uns allen, die wir mit Ihm auf dem Weg sind, die Hoffnung, dass unser irdisch-menschliches Denken auf eine höhere geistliche Ebene und zu einem neuen Verstehen gebracht werden kann. Dies aber entsteht erst dann, wenn wir Wunderforderungen, Macht- und Vorteilsdenken in unserem Leben ausschließen. Dann werden wir auf die rechte Ebene des kindlichen Glaubens und Verstehens geführt. Erst dann können wir geistlich Jesus verstehen und mit dem Herzen glauben.

Abschlussgebet

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

Teilen erwünscht:

  • Auf X teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) X
  • Auf Facebook teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook
  • Auf WhatsApp teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) WhatsApp
  • Einen Link per E-Mail an einen Freund senden (Wird in neuem Fenster geöffnet) E-Mail
  • Drucken (Wird in neuem Fenster geöffnet) Drucken
  • Auf LinkedIn teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) LinkedIn
Gefällt mir Wird geladen …

3. Juni – Hauskirche

03 Mittwoch Jun 2020

Posted by Bischof Meyer in Hauskirche

≈ Hinterlasse einen Kommentar

Schlagwörter

Glaube, Gottesdienst und Kleidung, Krankheit, Messi, Reinheit, Wunder

Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.


Schriftteil

AT– 3. Mose /Levitikus 14,33-57

https://www.bibleserver.com/EU/3.Mose14%2C33-57

Gebet – Psalm 119,161-176

https://www.bibleserver.com/LUT/Psalm119%2C161-176

NT – Markus 8,11-13

https://www.bibleserver.com/EU/Markus8%2C11-13


Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT – Levitikus 14,33-57 – Die Reinheit von Häusern und Geräten

Die hier dargestellte Verunreinigung von Häusern, ihre Untersuchung und die einzuleitenden Maßnahmen zur Reinigung und die spätere kultische Benutzung kommt der Reinigung eines Menschen im Volk Gottes sehr nahe. Bei dem hier mit „aussätziger Stelle“ bezeichneten Erscheinungen handelt es sich wahrscheinlich um Arten von Schimmel, Pilzbefall, Mehltau oder durch andere Bakterien veränderte Materialien eines Gebäudes.

Woher kommt dies? Wie entsteht dies? Es kann vielerlei Ursachen haben, wie auch heute bei Häusern mit schlecht isolierten Fundamenten, feuchten Kellern oder nicht belüfteten Wohnungen. Dies kann verheerende Auswirkung auf die Gesundheit der darin wohnenden Menschen haben.

Wenn Krankheiten auftraten, fragte das gläubige Volk nach Ursache und Grund, aber auch, ob Gott damit eine Absicht habe oder sogar ihm eine Lektion dadurch beibringen wolle (5Mo/Ex 32,39). Deshalb auch immer wieder die Frage, ob nicht Gott direkt Krankheit oder wie hier Krankheitsbefall in Wohnhäusern geschickt hat: Amos 3,6 Geschieht ein Unglück in der Stadt, ohne dass der HERR es bewirkt hat?

Wir finden immer wieder Beispiele, besonders im Alten Testament, dass Gott Drangsale sogar Krankheiten bis hin zu Pest schickte. Sie sollten als Gegenstandslektionen über seine Heiligkeit dienen und sein Volk an einen heiligen Lebenswandel und heilige Lebensgewohnheiten erinnern.

Deshalb müssen auch wir die weltweite Corona-Epidemie in diese Richtung sicherlich neu bewerten. Sie soll an einen heiligen Gott und eine heilige Lebensführung erinnern.

VMR – ECHO – Mainz – Bericht

Auch das Wohnen an einem feuchten Ort, in einem feuchten Hause oder in einer ungeordneten, unsauberen Messi-Wohnung ist nicht Gottes Wille. Er will Gefahren und Krankheiten von seinen Kindern abwenden. Aber sie müssen auch alle Verantwortung übernehmen, dass ihre Wohnumstände entsprechend sind. In solch einem Zustand bringt es auch nichts für Leib, Seele und Geist, Gottesdienste zu besuchen oder die Gegenwart Gottes in unheiligen Klamotten und unsauberen Umständen zu suchen.

Hier ist vor allem notwendig, die Umstände und Abläufe am jeweiligen Ort mit krankhafter Umgebung zu verändern und dort auf Sauberkeit, Ordnung und Hygiene zu achten. Für Einzelne oder auch für Familien oder Wohngruppen wird dringend empfohlen, sich bei solchen  Vorfällen und Angelegenheiten professionelle Hilfe auf sozialem und dann auch auf spirituellem Gebiet zu suchen.


NT – Markus 8,11-13 Zeichen vom Himmel – welches ist wichtig?

Jesus hatte bereits viele Wunder während seiner kurzen Tätigkeit seit seinem Dienstantritt gewirkt. Dies hatte sich eigentlich überall herumgesprochen. Aber seine theologischen Gegner, die Pharisäer, wollten diese Offenbarungszeichen vom Himmel nicht akzeptieren. Dagegen forderten sie ein übergroßes Machtzeichen des Himmels. Jesus lässt sich aber nicht darauf ein. In Mt 16,4 weist er auf das Zeichen hin, das einmal für alle gültig sein sollte: Das Zeichen des Jona. D.h., dass er nach drei Tagen – nicht wie Jona im Bauch eines Fisches, aber – nach seinem Kreuzigungstod wieder aus dem Grab auferstehen wird. Das wird das Zeichen der Bestätigung sein, dass er der Messias und der Gottessohn ist (Mt 12,39+40).

Das persönliche Wagnis des Glaubens an den Gottessohn ohne Machtbeweis (Wunder & Zeichen) bleibt niemandem erspart. Auch Wunder und Zeichen helfen heute nicht, zum wahren Glauben zu kommen. Die Pharisäer, das treulose Geschlecht, verweigert hier Jesus das Vertrauen und die Nachfolge. Glaubst Du an diesen vom Tod auferstandenen Gottessohn und wagst ihm in unserer ungläubigen Gesellschaft nachzufolgen?

Abschlussgebet

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

Teilen erwünscht:

  • Auf X teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) X
  • Auf Facebook teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook
  • Auf WhatsApp teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) WhatsApp
  • Einen Link per E-Mail an einen Freund senden (Wird in neuem Fenster geöffnet) E-Mail
  • Drucken (Wird in neuem Fenster geöffnet) Drucken
  • Auf LinkedIn teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) LinkedIn
Gefällt mir Wird geladen …

2. Juni – Hauskirche

02 Dienstag Jun 2020

Posted by Bischof Meyer in Hauskirche

≈ Hinterlasse einen Kommentar

Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.


Schriftteil

AT– 3. Mose /Levitikus 14,1-32

https://www.bibleserver.com/EU/3.Mose14%2C1-32

Gebet – Psalm 119,145-160

https://www.bibleserver.com/LUT/Psalm119%2C145-160

NT – Markus 8,1-10

https://www.bibleserver.com/EU/Markus8%2C1-10

Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT – Levitikus 14,1-32 – Die Reinigung von Aussätzigen

Für die Reinigung von Aussätzigen sind komplizierte Handlungen außerhalb und dann innerhalb des Lagers notwendig. Es werden schwer verständliche Abläufe beschrieben, die aber auch an die Weihe von Priestern erinnern. Die Quarantäne der Aussätzigen findet außerhalb der Wohngemeinschaft der Israeliten statt, außerhalb des geheiligten Lagers. Der scheinbar Geheilte kommt zuvor nicht ins Lager, sondern der Priester (und Arzt) geht hinaus zu dem Kranken auch mit der Gefahr, dass er sich infizieren könnte. Das ist sein Auftrag, die Kranken, von der Gemeinschaft Getrennten, wieder zum anbetenden Volk zurückzuführen.

Nach dem sich der ehemals Aussätzige draußen gewaschen hatte (Körper und Kleider), darf er wieder ins Lager kommen, um dort nun ganz gereinigt zu werden. Die sieben Tage erinnern an die sieben Tage der Schöpfung. Am 8. Tag beginnt die zeremonielle Reinigung. Diese erlebt und durchlebet der am Körper Geheilte, um so als eine neue heile Schöpfung vor Gott zu stehen, ihn anzubeten.

Dann geschieht der zweite Teil der Reinigung (V 10-20). Hier werden wir an die Einsetzung der Leviten erinnert. Auch diese wurden gebadet (gewaschen), dann am Ohr gesalbt, am Finger und an der Zehe (8,12.23ff). Auch diese Handlung soll bezeugen, dass nicht nur die Priester, sondern jeder im Volk Gottes zum priesterlichen Volk gehört, diese nun zurückgeführt Gott anbeten sollen.

Wir wissen um zwei Fälle des Aussatzes im AT, einmal bei der Schwester Moses (Nu 12,14 und bei dem heidnischen Hauptmann Naäman (2 Kö 5,14). Ansonsten hören wir nichts mehr von geheilten Aussätzigen. Dies scheint, als ob erst mit beim Kommen Jesu diese Heilungen und ihre Aufnahme in das neutestamentliche Gottesvolk geschehen solle. Denn erst Jesus heilt einzelne und Gruppen von Aussätzigen (Mt 8, 2-4) und sendet sie nach dieser Forderung von K 14 zu den Priestern in den Tempel. Dies hat besonders  den Zweck, dass sie erkennen: Die messianische Zeit ist angebrochen und der Messias ist da. Im neuen Testament wird der äußere Aussatz mit dem inneren Aussatz der Sünde in Verbindung gebracht. Von dieser Sündenkrankheit kann nur Jesus, die zum Tod geweihten heilen, wiederherstellen und in die Gemeinschaft des Volkes und in die Tafelrunde Gottes bringen. Jesus reinigt, heilt und bringt in die Gemeinschaft des Vaters.


NT – Markus 8,1-10 Die Speisung gilt auch den Heiden

Mosaik von Bischof Meyer in der Christuskapelle

Jesus befindet sich hier mehr im heidnischen Gebiet von Tyrus, Sidon und im griechisch sprechenden von Dekapolis – 10Städtegebiet. Nachdem er zuvor in 6,30ff bereits 5000 mit Brot gespeist hatte, scheint dies anzudeuten, dass seine Mission nicht nur auf das ursprüngliche Volk Gottes ausgerichtet sein sollte, sondern auch auf die Heiden, die Nichtjuden. Das Evangelium, dargestellt als das Brot des Lebens, wird zeichenhaft an die Heiden weitergereicht. Und hier geht es auch um den sakramentalen Inhalt des Evangeliums. Dies erkennen wir an den Worten Jesu in V 6: Und Jesus nahm die sieben Brote, dankte und brach sie und gab sie seinen Jüngern, damit sie sie austeilten, und sie teilten sie unter dem Volk aus. Diese Worte weisen auf die später an die Jünger gerichteten Worte in 14,22: Das ist Mein Leib und das ist Mein Blut.

Abschlussgebet

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

Teilen erwünscht:

  • Auf X teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) X
  • Auf Facebook teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook
  • Auf WhatsApp teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) WhatsApp
  • Einen Link per E-Mail an einen Freund senden (Wird in neuem Fenster geöffnet) E-Mail
  • Drucken (Wird in neuem Fenster geöffnet) Drucken
  • Auf LinkedIn teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) LinkedIn
Gefällt mir Wird geladen …

30. Mai – Hauskirche

30 Samstag Mai 2020

Posted by Bischof Meyer in Hauskirche

≈ Hinterlasse einen Kommentar

Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.


Schriftteil

AT– 3. Mose /Levitikus 12

https://www.bibleserver.com/EU/3.Mose12

Gebet – Psalm 119,97-112

https://www.bibleserver.com/LUT/Psalm119%2C97-112

NT – Markus 7,14-23

https://www.bibleserver.com/EU/Markus7%2C14-23

Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT – Levitikus 12 – Auch Frauen bringen Opfer – zu unterschiedlichen Zeiten

Nach den Gesetzen über saubere und unreine Nahrung, beschäftigen sich die nachfolgenden Anordnungen mit reinen oder unreinen Personen. Zuerst geht es um die Geburt, bei der durch eine gefallene, sündige Menschheit, der Mensch in Sünde gezeugt, empfangen und auch geboren wird. Dabei geht es um Samen oder auch Blut, die an sich nicht sündig sind, aber kurzfristig für den Gottesdienst unrein machen.

Das Bundesvolk Gottes unterscheidet sich aber von dem Rest der Menschen dadurch, dass es eine besondere Wertschätzung für das Blut zeigt, welches das Leben enthält und in Gottes heilige Gegenwart gebracht wird. (12,1-8). So wie eine einfache Angelegenheit wie bestimmte Nahrungszunahme die Fähigkeit verändert, sich Gott zu nahen, können andere Dinge, wie z. B. Schimmel, Krankheiten, körperliche Ausflüsse oder auch die Berührung eines Toten, usw. eine Person unfähig machen, sich dem Heiligtum, dem Bundeszelt, zu nahen. Auch der Blutfluss bei und nach der Geburt eines Kindes bedeutete, dass die Frau zeremoniell, d.h. für den Gottesdienst, unrein war und das Heiligtum nicht betreten durfte (Vers 4). Diese Situation erforderte eine zeitliche Unterbrechung, die zu ihrer körperlichen Reinigung dient. Danach durfte die Frau opfern, wie auch die Männer, denn nur Opferblut durfte Gott nahe gebracht werden. Das bedeutet, dass sie nach der entsprechenden Zeit als rein für die Gottesdienstteilnahme wieder angesehen wurde. Dies hatte nichts damit zu tun, dass etwa die Zeugung oder die Geburt eines Kindes als etwas Sündiges angesehen wurde, sondern sogar von Gott als geboten zur Vermehrung des Volkes Gottes bestimmt war (Gen 1,28).

Warum die Geburt eines Mädchens gegenüber einem Jungen die zeremonielle Unreinheit verdoppelt, ob dies weniger oder besonderen Wert andeutet, wird uns durch die Schrift nicht mitgeteilt. Doch wird uns hier mitgeteilt, dass Gott eine Unterscheidung der Geschlechter macht und sie nicht vermischt, wie es heutzutage durch eine antigöttliche Genderideologie indoktriniert wird.

Ob nun eine Frau einen Jungen oder ein Mädchen zur Welt brachte, jedenfalls unterstrich das gebrachte Opfer ihre Hingabe und ihren Anteil an der reinen Bundesgemeinschaft Gottes.

Auch in der Offenbarung 21,27 lesen wird, dass nichts Unreine in die Stadt Gottes und seine Gegenwart gebracht werden wird. Dies spiegelt die Bedeutung von Levitikus wieder, da Gott nur Reines in seiner heiligen Gegenwart duldet.

NT – Markus 7,14-23 Außenwelt und Innenwelt

Jesus lehrt, was wirklich die Verunreinigung des Menschen ausmacht. Körperlich aufgenommene Nahrung in sich hinein verunreinigt weder die Seele noch den Geist eines Menschen. Physische Dinge verändern nicht die geistige Natur eines Menschen, weder Fleisch, Eier, Milch noch Getreide. Egal wie groß auch eine physische äußere Verschmutzung sein kann, sie wird keine geistige oder moralischen Unreinheit hervorrufen. Aber auch äußere gottesdienstliche oder liturgische Handlungen können an sich nicht den Menschen innerlich geistlich reinigen, wenn nicht der Heilige Geist gleichzeitig dessen Geist berührt.

Jesus spricht hier das durch die Ur- und Tatsünde verunreinigte Herz, das Innere, des Menschen an. Alles was hier an sündigem Potenzial vorhanden ist, was Jesu hier aufzählt, das kommt durch Worte und Taten zum Ausdruck in dem jeweiligen Menschen und besonders durch ihn. Auf diese inneren sündigen Regungen, die Innenwelteinfüsse hat der Christ besonders zu achten, dann erst auf die Umwelteinflüsse. Die Innenweltschädigung ist verantwortlich für die Umweltschädigung, angefangen bei jedem Menschen und sich ausbreitend in Gottes herrlicher Schöpfung, die bewahrt werden soll.

Abschlussgebet

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

Teilen erwünscht:

  • Auf X teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) X
  • Auf Facebook teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook
  • Auf WhatsApp teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) WhatsApp
  • Einen Link per E-Mail an einen Freund senden (Wird in neuem Fenster geöffnet) E-Mail
  • Drucken (Wird in neuem Fenster geöffnet) Drucken
  • Auf LinkedIn teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) LinkedIn
Gefällt mir Wird geladen …

29. Mai – Hauskirche

29 Freitag Mai 2020

Posted by Bischof Meyer in Hauskirche

≈ Hinterlasse einen Kommentar

Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.


Schriftteil

AT– 3. Mose /Levitikus 11,24-47

https://www.bibleserver.com/EU/3.Mose11%2C27-47

Gebet – Psalm 119,65-80

https://www.bibleserver.com/LUT/Psalm119%2C65-80

NT – Markus 7,1-14

https://www.bibleserver.com/EU/Markus7%2C1-14

Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT – Levitikus 11, 24-47– rein und unrein, heilig oder unheilig

„Der Mensch ist, was er isst“, beruht auf einer Aussage des Philosophen Ludwig Feuerbach. Dies entspricht einer Weisheitslehre aus Asien, dass die Grundlage für unsere Gesundheit die Ernährung ist.

Die mehr positive Ernährung wurde in der vorigen Betrachtung behandelt. Jetzt ab V 24 kommen immer wieder solche Warnungen vor: Dies soll euch unrein sein, macht euch damit nicht unrein, wer von solchem Aas ist, er wird unrein bis zum Abend. Das hebräische Wort „tame“ für unrein bedeutet auch noch unnormal, unnatürlich, schwach oder krank. Es kommt 182 Mal im Alten Testament vor. Davon allein 120 Mal hier im Buch Levitikus. Dagegen kommt das Wort „rein“ (normal, sauber, rein, ganz) 92 Mal im AT vor, und davon 50% hier in Levitikus. Gläubige im Alten wie im Neuen Testament werden aufgefordert, sich nicht zu verunreinigen, sondern heilig zu sein. Im AT wurde dies sogar bis auf die Essensgewohnheiten ausgedehnt, die, wie wir schon zuvor erfahren haben, oft mit heidnischen Praktiken und Aberglauben zusammenhingen. Es erschein schon fremdartig, dass sich Gott um so grundlegende Dinge der alltäglichen Speise kümmert. Gott wollte seine Leute vor schädlichen Einflüssen für den Leib und den Geist schützen. Gott ordnet nicht nur gottesdienstliche Dinge an, sondern er gibt Anweisung für Kleidung und das Essen, damit die Menschen lernen, anders zu leben als die nicht an Gott Glaubenden. Sie sollen dadurch lernen, sich nicht nur äußerlich abzusondern, sondern auch innerlich von ganzem Herzen den Willen Gottes und sein Angesicht zu suchen. Der Grund aber ist der in V. 44, dass Gott ihr HERR ist, er der Chef, der sie aus Ägypten geführt hat. Von hier an kommt das Wort HERR noch 50 Mal in Levitikus vor und fast immer mit der Belehrung: Ich bin heilig. Wenn nun die Menschen in ihrem äußeren gottesdienstlichen Verhalten sich vom Unreinen (Essen und Verhalten) trennen und sich damit auch heilig in ihrem Innern einstellen., damit der Prozess beginnt, dass sie heilig werden. Was wollen also diese oft schwer zu verstehenden Anordnungen? So wollen motivieren heilig zu werden, weil Gott heilig ist. Das heißt, er ist vollkommen von Sünde, Krankem, Schwachem und Unnatürlichem abgesondert und ist vollkommen gut. Als Gott die Schöpfung und den Menschen geschaffen hatte, sah er an, alles was er geschaffen hatte, und siehe, alles war sehr gut.

Weil wir 1. in der Ebenbildlichkeit Gottes geschaffen wurden, 2. von Gott durch den Exodus (Auszug aus Sündengefangenschaft) berufen wurden und 3. weil Jahwe, der Herr ist, und mit uns einen Bund (in der Taufe) geschlossen hat, deshalb sind wir zur Reinheit und zur Gutheit Gottes aufgerufen, rein, sauber und vollkommen zu sein. Der Mensch ist (sein Sein) was er isst, rein oder unrein.

NT – Markus 7,1-13 Von wahrer Reinheit und Unreinheit des Herzens.

Bevor Jesus in das heidnische Gebiet von Tyrus zieht, erfolgt eine Auseinandersetzung mit den Pharisäern über die ständig auftauchende Frage der Reinheit und Unreinheit. Unterschieden wird da zwischen heilig und weltlich. Heilig meinten die Juden zu sein, die sich bei allen Ortsveränderungen immer wieder die Hände nach einem besonderen Ritual sichtbar für jedermann reinigten. Das taten die sogenannten frommen Juden. Solche, die es aber nicht taten, waren aber die Sünder oder die Heiden. Der Grund dafür wer eine falsche Hermeneutik, eine Missdeutung der ursprünglichen Heiligen Schrift. Von Mose bis Jesus hatte sich eine andere Schriftdeutung breitgemacht, die mündliche pharisäische Gesetzestradition und Auslegung. Jesus greift diese Missinterpretation der Heiligen Schrift an und beweist, dass ihr äußerer Reinheitsbegriff heuchlerisch ist und einen widersprüchlichen Gottesdienst hervorruft. Die Gesetzestreuen waschen sich vor und nach dem Essen angeberisch vor allen Menschen die Hände, sind aber in ihren Herzen heimtückisch und unrein. Denn anstatt der Verpflichtung, das Elterngebot zu beachten und diese im Alter zu unterstützen, vermachen sie ihren Besitz der Tempelhierarchie und lassen ihre Eltern hungern oder darben. Dienen sie damit Gott? Halten sie damit das ursprüngliche Gebot, die Eltern finanziell zu ehren? Nein. Damit deckt Jesus ihre heuchlerische verkommene, unreine egoistische Herzenseinstellung auf. Sie basteln sich eine Schriftauslegung zurecht, um äußerlich huj– dauerndes Händewaschen – aber innerlich als pfui – als lügnerisch erfunden zu werden.

Ist es nicht besser mit ungewaschenen Händen zu essen, aber ein reines hilfsbereites und verantwortliches Herz zu besitzen, den Eltern im Alter zu helfen und sie finanziell zu unterstützen? Ist das nicht das rechte Opfern eines heiligen Herzens?

Abschlussgebet

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

Teilen erwünscht:

  • Auf X teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) X
  • Auf Facebook teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook
  • Auf WhatsApp teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) WhatsApp
  • Einen Link per E-Mail an einen Freund senden (Wird in neuem Fenster geöffnet) E-Mail
  • Drucken (Wird in neuem Fenster geöffnet) Drucken
  • Auf LinkedIn teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) LinkedIn
Gefällt mir Wird geladen …

28. Mai Hauskirche

28 Donnerstag Mai 2020

Posted by Bischof Meyer in Hauskirche

≈ Hinterlasse einen Kommentar

Schlagwörter

Aberglaube, Heilungen, Rabengeschrei, Speisegesetze, Todesangst, vegan, Vergetarisch

Familien- oder Hausandacht am Morgen

Hinweis zur Kurzfassung

Zur entsprechenden Zeit wird zur Andacht zusammengerufen. Ein kurzer Abschnitt wird aus der Heiligen Schrift gelesen. Das Familienoberhaupt oder ein anderes Mitglied der Familie beginnt die Morgen- oder Abendandacht mit der Familie oder anderen Anwesenden. Zu Beginn wird das Vaterunser gebetet, zu dem alle, wenn möglich, knien.

Die Lesungen werden unterbrochen, an Sonntagen und anderen kirchlichen Feiertagen oder Gedenktagen. Gesamte Jahreslesung hier zum Download: http://www.rekd.de/tl_files/rekd/downloads/Lektionar.pdf

Eingangsgebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.


Schriftteil

AT– 3. Mose /Levitikus 11,1-23

https://www.bibleserver.com/EU/3.Mose11%2C1-23

Gebet – Psalm 119,65-80

https://www.bibleserver.com/LUT/Psalm119%2C65-80

NT – Markus 6,45-56

https://www.bibleserver.com/EU/Markus6%2C45-56

Homilie /Anstöße zu den Lesungen

AT – Levitikus 11, 1-23 – Essbare Tiere und gottesdienstliche Reinheit

Im Zusammenhang mit dem Auszug des Volkes Israel aus Ägypten sprechen die 10 Plagen von der Entmythologisierung der ägyptischen Götter. Mit jedem Gericht stürzte ein Götze vom ägyptischen Pantheon, ihrem Götterhimmel. Ähnlich liegt es hier. Es geht größtenteils um die

Entmythologisierung der von den umliegenden Völkern verehrten Tieren. Nicht alle hier aufgezählten Tiere sind theologisch oder kultisch erklärbar. Sie wurden, wie z.B. die Hasenpfote, als Amulett getragen oder man achtete auf den Rabenschrei, der Unheilsbotschaften oder den Tod ankündigte.

Bild: Von Aaron – Common Raven, CC BY 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=9033869

Der Hauptzweck dieser Gebote lag darin, dass sich Israel von all diesen heidnischen Bräuchen und den verehrten Kulttieren absondern sollte. Die Speisegesetze dienten als Barriere für leichtfertige Vermischung mit den götzendienenden Nachbarvölkern.

In dieser Lebensweise lag einmal eine äußere Botschaft und ein Zeugnis an die heidnischen Völker, anders zu sein und anders als sie zu leben, aber auch ein nach innen gerichtetem Verständnis, sich als Volk Gottes persönlich auf den (erst kürzlich eingesetzten) heiligen Gottesdienst auszurichten. Denn dort sollten sie auch im Herzen rein dem vollkommen reinen, heiligen Gott begegnen. (Würden Moslems Christen zum nächtlichen Essen beim Ramadan einladen?)

In unserem Teil-Tagesabschnitt werden Großtiere in V 2-23 aufgezählt, die aus diesem Grund essbar oder nicht essbar für das Volk sein sollten, V 2-8 beschreiben die Landtiere, V 9-12 die Wassertiere und V 13-23 die Flugtiere.

Erst zweitrangig geht es hier um gesundheitliche Vorschriften. Gott will der Gläubigen Arzt sein, er will nicht die Krankheiten Ägyptens auf sie legen, wenn sie sich an himmlische Essensgewohnheiten halten. Doch hier werden weder vegane, vegetarische oder fleischliche Gesetzesvorschriften für Israel, noch für Christen, festgelegt. Schon nach dem Sündenfall erlaubte Gott Tiere als Nahrung zu verwenden (Gen 4,4), bei Noah (9,1-4) nach der Sintflut und erst recht erkennen wir dies bei den Opferungen der Priester, dass dort Fleisch- als auch Getreideopfer für Gott und auch zum Verzehr für Menschen dargebracht wurden. Erst später glaubten „rechtgläubige“ Juden, dass sie sich dadurch bei Gott Verdienste oder das ewige Leben durch striktes Einhalten der Gebote erwerben würden. Auf diese falsche Auslegung zielen auch Jesu Worte Mt 15,9-11: Nicht was in den Mund hineinkommt verunreinigt den Menschen.

Auf Unreinheit und Reinheit zielt dieser heutige Abschnitt. Das Thema Reinheit und die Begründung dafür wird im zweiten Abschnitt dieses Kapitels später fortgesetzt.


NT – Markus 6,45-56 – Christus, Herr über Tod und Krankheit

Ähnlich wie bei Gotteserscheinungen im Alten Testament – am brennenden Busch bei Mose – erscheint Jesus mitten in der Nacht in das tosende und totbringende Meer des Sees Genezareth. Er erscheint wie der Engel des Herrn, der einen Weg durch das Meer bahnt, der damals die ängstlichen Israeliten vor den sie verfolgenden Ägyptern rettet (Ps. 77,20). Jesus offenbart sich seinen Jüngern als der Allmächtige über den Tod. Denn er spricht mit dem Trostwort des Alten Testaments: Fürchtet euch nicht.

Zum Schluss (V 54-56) offenbart sich Jesus seinen Jüngern als der Herr und Arzt über unheilbare Krankheiten.

Der Evangelist Markus schließt hier seine Sammlung von fünf Wundergeschichten (4,34ff; 5,1ff; 5,22ff; 6,32ff und 6,45-56 ab, um seine Anfangsthese damit weiter zu untermauern, dass so etwas nur Jesus Christus, der Sohn Gottes, tun kann. Er ist die zentrale Gestalt, die bis zum Ende seines Evangeliums immer wieder in den Mittelpunkt gestellt wird, jeweils mit anderen angedeuteten Aufforderungen. Jedoch hier: Alle, die ihn anrührten, wurden gesund.

Deshalb die Frage auch an uns. Haben wir den Allmächtigen über Tod und den Arzt über alle Krankheiten im Glauben berührt? Und wenn ja, wurden ich innerlich berührt, von der Sündenkrankheit geheilt, wurde mir das ewigen Leben geschenkt?

Abschlussgebet

Gebet um Gnade

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

An dieser Stelle kann jedes andere Gebet gesprochen werden. Hier können persönliche Gebete folgen, danach folgt der Segen.

Segen – 2. Kor 13,13

Alle sprechen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

Teilen erwünscht:

  • Auf X teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) X
  • Auf Facebook teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook
  • Auf WhatsApp teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) WhatsApp
  • Einen Link per E-Mail an einen Freund senden (Wird in neuem Fenster geöffnet) E-Mail
  • Drucken (Wird in neuem Fenster geöffnet) Drucken
  • Auf LinkedIn teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) LinkedIn
Gefällt mir Wird geladen …
← Ältere Beiträge
Neuere Beiträge →

Website bereitgestellt von WordPress.com.

  • Abonnieren Abonniert
    • Das Allgemeine Gebetbuch
    • Du hast bereits ein WordPress.com-Konto? Melde dich jetzt an.
    • Das Allgemeine Gebetbuch
    • Abonnieren Abonniert
    • Registrieren
    • Anmelden
    • Melde diesen Inhalt
    • Website im Reader anzeigen
    • Abonnements verwalten
    • Diese Leiste einklappen
 

Kommentare werden geladen …
 

    %d